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YOUCAT: LIETUVIŠKAS JAUNIMO KATEKIZMAS. Vilnius: Katalikų pasaulio leidiniai, 2011, 306 p.

AUŠRA RIMKUTĖ

Kollegium Samogitien

2011 veröffentlichte der Verlag der Litauischen Bischofskonferenz in einer Auflage von 10 000 Exemplaren einen Jugendkatechismus: Katalikų pasaulio leidiniai YouCat: lietuviškas jaunimo katekizmas (im Folgenden – YouCat). Das Werk gilt als ein besonderes und wohl größtes christliches Verlagsprojekt, zu dessen Umsetzung, angeregt von Papst Johannes Paul II., Bischöfe aus aller Welt beitrugen. Die Hauptaufgabe der Geistlichen bestand darin, einen Katechismus der katholischen Kirche aktuell, neu und in der Sprache der Jugend zu verfassen. Die Erstellung des Jugendkatechismus leitete der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn. Den von den österreichischen Bischöfen herausgegebenen YouCat (engl. Youth Catechism of the Catholic Church) erarbeiteten mehr als 200 Theologen und Religionslehrer, Priester und Laien. Unterstützt wurden sie von Jugendlichen im Alter von 16 bis 26 Jahren – Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden. Das Buch ist bereits in 25 Sprachen erschienen; ins Litauische wurde der Katechismus aus dem Deutschen von Teresėlė Danguolė Šniūrevičienė übersetzt.

YouCat besteht aus einem Vorwort – einem Brief von Papst Benedikt XVI. an die Jugendlichen – und vier Teilen des Katechismus: 1. Was wir glauben; 2. Wie wir die christlichen Mysterien feiern; 3. Wie wir in Christus leben; 4. Wie wir beten sollen. Am Ende des Buches findet sich ein thematisches Register, das angibt, wo Definitionen religiöser Begriffe zu finden sind und was die im Katechismus verwendeten Abkürzungen für Bücher der Heiligen Schrift, für Dokumente der Ökumenischen Konzilien und anderer Quellen bedeuten.

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Der Jugendkatechismus ist, wie für Katechismen üblich, in Form von Fragen und Antworten verfasst (PR 2007: 472). Von traditionellen und geläufigen Katechismen unterscheidet er sich jedoch dadurch, dass die Ränder reich mit Bildern, Definitionen religiöser Begriffe, Gedanken von Heiligen, Glaubenslehrern, Schriftstellern, Philosophen und anderen sowie mit verschiedenen Kommentaren versehen sind, die den Jugendlichen helfen sollen, eine konkrete Frage und ihre Antwort besser zu verstehen.

Im Vorwort des Jugendkatechismus schreibt Papst Benedikt XVI., dass „nicht nur die Kontinente und die Kulturen ihrer Völker verschieden sind, sondern es auch in jeder Gesellschaft einzelne ‚Kontinente‘ gibt: Ein Arbeiter denkt anders als ein Bauer, ein Physiker anders als ein Philologe, ein Unternehmer anders als ein Journalist, ein junger Mensch anders als ein alter Mensch. Deshalb mussten unsere Sprache und unser Denken sich über all diese Unterschiede erheben; wir mussten nach Gemeinsamkeiten und Berührungspunkten zwischen den verschiedenen Denkweisen suchen. Und uns wurde klar, dass dieser Text in unterschiedliche Welten übertragen, gleichsam in ihre Sprache übersetzt werden musste, damit wir, nachdem wir die Denkweise der Menschen verstanden hatten, ihre Fragen beantworten konnten“ (S. 8–9).

Vergleicht man YouCat mit dem 1997 erschienenen Katechismus der Katholischen Kirche, zeigen sich terminologische Unterschiede. So werden im Jugendkatechismus folgende Gaben des Heiligen Geistes genannt: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht (S. 176), während im Katechismus der Katholischen Kirche nicht von Erkenntnis, sondern von Wissen die Rede ist (KBK 1997: 388). Im 2011 erschienenen Katechismus werden folgende Hauptsünden genannt: Hochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Neid, Maßlosigkeit, Trägheit und völlige Gleichgültigkeit (S. 179), während im Katechismus der Katholischen Kirche nicht der Begriff Maßlosigkeit, sondern Unmäßigkeit beim Essen und Trinken verwendet wird (KBK 1997: 392). Auch die Früchte des Heiligen Geistes werden unterschiedlich bezeichnet. Im YouCat heißt es, es gebe neun Früchte des Heiligen Geistes: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung (S. 76). Im Katechismus der Katholischen Kirche werden zwölf genannt: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut, Milde, Treue, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung, Keuschheit (S. 387). Diese Unterschiede zeigen, dass Inhalt und Umfang einiger religiöser Begriffe selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht festgelegt sind und hinsichtlich ihrer keine Einigkeit besteht.

Im Jugendkatechismus wird das deverbal abgeleitete Substantiv mit dem Suffix -imas nu puolimas verwendet (S. 49); im Katalikų Bažnyčios katekizme kommt es nicht vor – dort wird der Begriff nuopolis verwendet (KBK 1997: 27). Auch im Religijotyros žodyne (RŽ 1991) findet sich dieser Begriff nicht.

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Im rezensierten Wörterbuch variiert besonders die Verbindung mit dem Wort Glaube, vgl. Glaube an die Gottesmutter (S. 57), Glaube an Gott den Vater (S. 29), Glaube an Jesus Christus (S. 69) und Glaube an die Allerheiligste Dreifaltigkeit (S. 29)¹ und anderes. Diese Uneinheitlichkeiten sind offenbar darauf zurückzuführen, dass in der Sprache zwei Varianten gebraucht werden: ich glaube Gott und ich glaube an Gott. Auch im Katechismus YouCat finden wir sowohl Verbindungen mit dem Akkusativ als auch solche mit der Präposition an: an ihn [Gott] glauben (S. 25), an Gott glauben (S. 26), ich glaube der Kirche (S. 30), wir glauben an den einen Gott (S. 33) und Ich glaube an Gott, den Vater (S. 13, 31), Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater (S. 29), Ich glaube an Jesus Christus (S. 13, 51), Ich glaube an den Heiligen Geist (S. 13, 29, 30, 73), wir glauben an den einen Gott (S. 30, 33), an den Schöpfer glauben (S. 37), die Christen glauben an Gott (S. 28) und anderes. Es muss gesagt werden, dass seit mehr als hundert Jahren Uneinigkeit darüber besteht, welche Form vorzuziehen ist oder ob beide verwendet werden können. 1909 erörterte auch die erste in Sejny zusammengetretene Kommission zur Korrektur der Gebetssprache – die Priester Juozas Laukaitis, Alfonsas Petrulis und Aleksandras Dambrauskas (Adomas Jakštas) – gemeinsam mit den Sprachexperten Kazimieras Būga, Juozas Balčikonis, Jonas Jablonskis und Jurgis Šlapelis diese Frage. Die Sprachwissenschaftler schlugen vor, auf die Präposition an zu verzichten, da sie im lateinischen Original nicht dem Lateinischen credo in Deum zufolge, sondern unter polnischem Einfluss entstanden sei³. Die Kommission zur Korrektur der Gebetssprache entschied jedoch, auf der Suche nach einem Kompromiss mit dem älteren Klerus, die Wortverbindungen mit der Präposition an beizubehalten (PMT 1909: 19, PP 1909: 109).

Wie Pater Vaclovas Aliulis erklärt: „Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben namhafte litauische Sprachwissenschaftler wiederholt ihre Ablehnung der Form ich glaube an etwas zum Ausdruck gebracht und sie für einen Einfluss der benachbarten slawischen Sprachen gehalten. Die Polen haben nämlich, ohne den geringsten Bedeutungsunterschied zwischen den Objekten, die Form: Ja wierzę tylko w Pana Boga, a ty w każde głupstwo wierzysz (wörtlich: Ich glaube nur an den Herrn Gott, du aber glaubst an jeden Unsinn). Im Kirchenslawischen heißt es vieruju v für alle Heiligtümer ohne Unterschied; in den modernen russischen, belarussischen, ukrainischen und anderen slawischen Sprachen hingegen wird vieriu / vieriu v und Ähnliches sowohl für Heiliges als auch für Banales gebraucht. Da unsere Väter der modernen litauischen Standardsprache im litauischen Sprachgebrauch keinen konsequenten Bedeutungsunterschied zwischen ich glaube an etwas und ich glaube etwas sahen, beschlossen sie, die Form ohne Präposition als authentisch anzusehen, und verlangten den Gebrauch von ich glaube Gott, nicht aber ich glaube an Gott“ (Aliulis 2000: 47–49; 2008).

1J. Klimavičius behandelt in seinem Artikel Die Sprache des Katechismus – ein Katechismus der Sprache kurz den Gebrauch des Verbs glauben und des Abstraktums Glaube im Katechismus der katholischen Kirche (Klimavičius 2002: 108–109).

2Die Präposition in ist im Lateinischen wahrscheinlich durch die Übersetzung aus dem Griechischen entstanden, im Griechischen wiederum aus dem Hebräischen (Aramäischen) (Zinkevičius 2000: 36).

3 Plačiau apie Poterių kalbos taisymo komisiją žr. Zinkevičius 2000: 176–189; Rimkutė 2006: 154–155.

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Ein weiterer diskutabler Punkt ist der Gebrauch des Terminus Opfergabe. Der Sprachwissenschaftler Jonas Klimavičius schreibt in seinem Artikel Opfer, Apiera, Opfergabe: Merkmale der Geschichte und des Gebrauchs, dass der Terminus Opfergabe „eine Lehnübersetzung des polnischen (obwohl lateinischen Ursprungs) apiera ist (obwohl er erst aufkam, als es bereits das Opfer gab), aber ungenau und sogar fehlerhaft: Von lat. offero, obtuli, oblatum, offerre ‚vorantragen; nach vorne strecken; entgegenstrecken; zeigen‘ springt die Bedeutung zu ‚herbeibringen‘ – dem Paronym affero, attuli, allatum, affere“ (Klimavičius 2005: 44, vgl. Klimavičius 2002: 109). Daher sollten folgende Termini korrigiert werden: Opfergabe (=Opfer) (S. 126, 127), heilige Opfergabe (=Opfer) (S. 127), Gebet der Darbringung (=Opfergebet) (S. 127), Brot- und Weinopfergaben (=Opfer) (S. 127), Vorbereitung der Opfergaben (=Opfer) (S. 176).

Im Katechismus werden insgesamt mehr als 100 Termini definiert. Erläutert werden nicht nur religiöse Termini, sondern auch Begriffe aus Psychologie, Politik, Medizin, Soziologie und anderen Bereichen, die zur Erklärung der grundlegenden Glaubenswahrheiten benötigt werden. Das ist sehr lobenswert, da es die Lektüre des Katechismus erleichtert. Damit sie leichter zu finden sind, werden die Termini fett gedruckt. Leider beschreiben nicht alle Definitionen das Wesen der Begriffe treffend; sie sind nicht immer klar, kurz und verständlich, insbesondere für jüngere Leser. Manche Definition ließe sich präzisieren, zum Beispiel die des Terminus Spiritualität (lat. spiritualitas „Geist“): Formen der Frömmigkeit in der Kirche, die aus den von verschiedenen Heiligen geprägten, vom Heiligen Geist durchdrungenen Lebensweisen hervorgegangen sind. Gemeint ist die Spiritualität der Benediktiner, Franziskaner oder Dominikaner (S. 273). Der Terminus Spiritualität sollte zunächst als eine bestimmte Eigenschaft des Gläubigen definiert werden, nicht als eine oder mehrere Formen der Frömmigkeit. Auch die Definition des Terminus Parusie (gr. parousia „persönliche Anwesenheit“) ließe sich präzisieren: das Kommen Christi beim Jüngsten (=letzten) Gericht (S. 72), denn dieser Terminus wird nur im Neuen Testament und in der Literatur des frühen Christentums verwendet (RŽ 1991: 284). Unklar ist die Definition des Kreationismus (lat. creatio „Schöpfung“): die Auffassung (besser: Konzeption – Anm. d. Verf.), dass Gott die Erde unmittelbar und auf einmal durch direktes Eingreifen erschaffen habe, als wäre das Buch Genesis ein Protokoll der Ereignisse und Tatsachen der Schöpfung (S. 37), vgl. Kreationismus: eine Konzeption, die besagt, dass Gott die Welt erschaffen hat (VaitkTŽŽ 2003). Etwas merkwürdig wird erklärt, was ein Katechumene ist (gr. kat’echein „unterweisen“): Schon in der alten Kirche durchliefen diejenigen, die als Erwachsene die Taufe empfangen wollten – die Katechumenen – eine dreistufige Vorbereitung, das Katechumenat: die von der Wortliturgie begleitete Unterweisung in den Glaubenswahrheiten (S. 117). Sehr ausführlich wird beschrieben, was die Firmung ist (lat. confirmatio „Stärkung, Festigung“): Wie die Sakramente der Taufe und der Eucharistie ist auch die Firmung ein Sakrament der Initiation in der katholischen Kirche. Zu Pfingsten emp

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Wie jener Geist auf die Gemeinschaft der Jünger herabkam, so kommt Er auch zu jedem Getauften, der die Kirche um die Gnade des Heiligen Geistes bittet, und stärkt ihn, damit er durch sein Leben Christus bezeugen kann (S. 120). Ungenau wird definiert, was ein Tabernakel (lat. tabernaculum „Häuschen, Zelt“) ist: Als Gegenstück zur Bundeslade des Alten Testaments entstand in der katholischen Kirche der Tabernakel als ehrwürdiger, herausgehobener Ort zur Aufbewahrung des Allerheiligsten Sakraments (Christus in Gestalt des Brotes) (S. 131). Im Religijotyros žodynas heißt es, es handle sich um eine Einrichtung in katholischen Kirchen – einen Schrank in der Mitte des (gewöhnlich des Haupt-)Altars zur Aufbewahrung des Allerheiligsten Sakraments (RŽ 1991: 371). Diese Definition ist wesentlich klarer. Die Definition des Begriffs Exorzismus (gr. exorkismos „zum Weggehen zwingen“) sollte präzisiert werden: ein Gebet, das den Menschen vor dem Bösen schützt oder ihn von ihm befreit (S. 156). Ein Exorzismus ist kein Gebet, sondern ein Ritus zur Austreibung böser Geister (RŽ 1991: 111). Wie aus den angeführten Begriffen und ihren Definitionen hervorgeht, bringen nicht alle Definitionen das Wesen des Begriffs zum Ausdruck; nicht alle sind logisch, klar und verständlich.

Die Verfasser des Katechismus machten sich an die anspruchsvolle Aufgabe, die Herkunft internationaler Wörter und Lehnwörter, bisweilen auch ihre Bedeutung, zu erläutern. Es ist bedauerlich, dass die Herkunft internationaler religiöser Fachbegriffe uneinheitlich dargestellt wird: So wird etwa die Herkunft des aus dem Lateinischen stammenden internationalen Begriffs religija (S. 15) nicht erklärt, während die Herkunft der Begriffe misija (lat. missio „Sendung“) (S. 18), paruzija (gr. parousia „persönliche Anwesenheit“) (S. 72) u. a. erläutert wird. Leser des Katechismus können durcheinanderkommen, wenn die Herkunft eines Begriffs mehr als einmal behandelt wird, etwa beim alten Lehnwort bažnyčia („Kirche“). An einer Stelle heißt es: „Kirche (gr. ekklesia) – die Zusammen-gerufenen“ (S. 77), an anderer: „Kirche (gr. kyriake – dem Herrn gehörig, alt-slawisch boznica – Gebetsstätte) sind die Zusammen-gerufenen (gr. ex kaleo, ekklesia) aus allen Völkern, die durch die Taufe zum Leib Christi gehören“ (S. 77).

Bei der Lektüre wurden weitere Ungenauigkeiten festgestellt, etwa der Wechsel zwischen bestimmten und unbestimmten Formen: amžinas gyvenimas (S. 48) und amžinasis gyvenimas (S. 94) (= das ewige Leben); Paskutíny­sis teismas (S. 72) und Paskutinis teismas (S. 42, 98) (= das Jüngste Gericht); mancherorts wäre die bestimmte Form angebracht, etwa kardinalios (=kardinaliosios) dorybės (S. 173), vgl. die göttlichen Tugenden (S. 172), die menschlichen Tugenden (S. 172), die schwere (Todes-)Sünde (=die Todsünde) (S. 178). Derselbe Sachverhalt wird nicht einheitlich bezeichnet, etwa: Nekaltasis Marijos prasidėjimas (S. 57), Nekaltasis prasidėjimas (S. 57) und Nekaltasis Prasidėjimas (S. 57) (= die Unbefleckte Empfängnis der seligen Jungfrau Maria); Paskutinė vakarienė (S. 115), Vakarienė (S. 124) und vakarienė (S. 124) (= das Letzte Abendmahl). Es wird empfohlen, den Genitiv statt eines Adjektivs mit der Endung -inis zu verwenden.

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Adjektiv, etwa: velykinis (= Velykų) Avinėlis (S. 64), vgl. das Osterlamm (S. 105). Zu korrigieren ist eine für das Litauische untypische Wortstellung: Vorwort Papst Benedikts XVI. (=Vorwort von Papst Benedikt XVI.) (S. 3). Neben all den genannten Ungenauigkeiten wurden auch Korrekturfehler festgestellt: Laškas (=Laiškas) efeziečiams (S. 23), Hiteriui (=Hitleriui) (S. 69).

Die Tradition der Veröffentlichung katholischer Katechismen in litauischer Sprache reicht bis ins späte 16. Jahrhundert zurück – den ersten Katechismus für Katholiken im Großfürstentum Litauen verfasste Mikalojus Daukša (1595, Vilnius). Bis heute, seit nunmehr über viereinhalb Jahrhunderten, werden Katechismen aus dem Lateinischen, Polnischen, Deutschen oder anderen Sprachen in unsere Muttersprache übersetzt. Wie bereits erwähnt, wurde YouCat aus dem Deutschen übersetzt. Es ist zu bedauern, dass die Übersetzerin kaum auf Hilfsmittel zurückgreifen konnte – obwohl Wörterbücher religiöser Fachbegriffe erschienen sind, zum Beispiel: das Religijotyros žodynas (1991), Česlovas Kavaliauskas’ Trumpas teologijos žodynas (1992), das Krikščioniškosios ikonografijos žodynas (1997), Gintaras Beresnevičius’ Religijotyros žodynas: pagrindinės sąvokos (2003), Herberts Vorgrimlers Naujasis teologijos žodynas (2003)4. Sie reichen jedoch nicht aus; die Wörterbücher müssen aktualisiert werden, einige Begriffe werden atheistisch erklärt, Entsprechungen in anderen Sprachen fehlen und dergleichen.

„Die eigene Sprache muss ständig gereinigt und alles Unvollkommene aus ihr entfernt werden“, heißt es in YouCat: lietuviškame jaunimo katekizme (S. 16). Das gilt auch für die Sprache der Gläubigen, die nicht nur für alle – für Jung und Alt – verständlich sein, sondern von allen auch gleich verstanden werden muss. Mit den vorgebrachten Anmerkungen und den festgestellten kleineren Mängeln, die keineswegs die sorgfältige Arbeit der Übersetzerin schmälern, sollte gezeigt werden, dass noch Verbesserungsbedarf besteht und dass die Sprache der Gläubigen, einschließlich der Terminologie, mit der sie sprachlich in Beziehung zu Gott treten, frei von „Alltagsmüll und Sünden“ sein sollte (Maceina 1982: 129).

LITERATŪRA

Aliulis V. 2000: Tikėti ką, tikėti į ką? – Sandora 3, 47–49.

Aliulis V. 2008: Tikėjimo išpažinimas: „tikėti Dievą“ ir „tikėti į Dievą“? Prieiga per internetą: www.vlkk.lt/lit/naujienos/naujiena.1092.html.

Beresnevičius G. Religijotyros žodynas: pagrindinės sąvokos. Vilnius: Tyto alba, 2003.

Kavaliauskas Č. Trumpas teologijos žodynas. Vilnius: Logos knyga, 1992.

KBK 1997: Katalikų Bažnyčios katekizmas. Kaunas: LKB Tarpdiecezinė katechetikos komisijos leidykla.

Klimavičius J. 2002: Katekizmo kalba – kalbos katekizmas. – Kalbos kultūra 75, 105–119.

Klimavičius J. 2005: Leksikologijos ir terminologijos darbai: norma ir istorija. Vilnius: Lietuvių kalbos instituto leidykla.

Krikščioniškosios ikonografijos žodynas. Vilnius: Vilniaus dailės akademijos leidykla, 1997.

4 Iš vokiečių kalbos išvertė Gediminas Žukas.

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Maceina A. 1982: Iš minties pasaulio. – Aidai 2, 128–132.

PP 1909: Pataisy tieji poteriai. – Vadovas 14, 107–129.

PMT 1909: Prie maldų taisymo. – Vadovas 9, 17–37.

PR 2007: Pasaulio religijos: naujas populiarus žinynas. Vilnius: Alma littera.

Rimkutė A. 2006: Religijos terminijos tvarkyba Draugijoje. – Terminologija 13, 149–159.

RŽ 1991: Religijotyros žodynas. Sud. R. Petraitis. Vilnius: Mintis.

Šventasis Raštas: Naujasis ir Senasis Testamentas. Vilnius: Katalikų pasaulio leidiniai, 2009.

VaitkTŽŽ 2003: Vaitkevičiūtė V. Tarptautinių žodžių žodynas. Vilnius: Fotonija (e. leidimas).

Vorgrimler H. Naujasis teologijos žodynas. Kaunas: Katalikų interneto tarnyba, 2003.

Zinkevičius Z. 2000: Lietuvių poteriai: kalbos mokslo studija. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas.

Gauta 2012–11–04

Aušra Rimkutė Žemaitijos kolegija Muziejaus g. 29, LT-87356 Telšiai E. paštas [email protected]

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