Gegenstand dieses Artikels ist das substantivisch und präpositional gebrauchte dėka. Anhand des Materials des Korpus der Texte des Gegenwarts-Litauischen (DLKT) werden der lexikalische Bestand und die Semantik von dėka und seinen Konstruktionen mit dem Genitiv erörtert. Als Ergänzung zu Dėka treten konkrete und abstrakte Substantive oder sie vertretende Pronomen auf. Neben der kausalen Bedeutung drücken Konstruktionen mit der Präposition dėka auch andere reine oder synkretische adverbiale bzw. Objektbedeutungen aus. Angesichts der Gebrauchstendenzen gibt es Grund, die dėka-Konstruktionen neu zu bewerten und die Sprachnorm zu erweitern und zu präzisieren.
Schlüsselwörter: das Substantiv dėka, die Präposition dėka, Bedeutungen von dėka-Konstruktionen, Aspekt der Sprachnorm.
ANNOTATION
Gegenstand des Artikels ist die Verwendung von dėka als Substantiv oder Präposition. Ausgehend vom Material des Korpus der Gegenwartssprache Litauens (CCLL) untersucht der Artikel dėka sowie die lexikalische Zusammensetzung und Semantik seiner Konstruktionen mit dem Genitiv. Als Ergänzung zu dėka dienen konkrete und abstrakte Substantive oder an ihrer Stelle verwendete Pronomen. Neben der kausalen Bedeutung drücken die Konstruktionen mit der Präposition dėka auch andere rein adverbiale oder synkretische Bedeutungen von Adverbialbestimmungen oder Objekten aus. Angesichts der Gebrauchstendenzen gibt es Gründe, die Konstruktionen mit dėka neu zu bewerten und die Sprachnorm zu erweitern und zu überarbeiten.
SCHLÜSSELWÖRTER: Substantiv dėka, Präposition dėka, Bedeutungen der Konstruktionen mit dėka, Aspekt der Sprachnorm.
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1. DĖKA: DEFINITIONEN IN WÖRTERBÜCHERN
Im Großen Wörterbuch der litauischen Sprache (LKŽe)¹ wird dėka als Substantiv Femininum mit zwei Bedeutungen aufgeführt: (1) „Dank², Danksagung“ (siehe Satz 1) und (2) „Gnade“³ (gewöhnlich als Postposition zur Kennzeichnung eines Grundes verwendet) (siehe Sätze 2–3). Ähnlich wird dėka auch im Wörterbuch der litauischen Gegenwartssprache (DLKŽe) beschrieben. Dort wird die Bedeutung (1) des Substantivs dėka mit padėka „Ausdruck von Dankbarkeit, Danksagung“ gleichgesetzt. Im Wörterbuch der litauischen Standardsprache (BŽe) ist das Substantiv dėka nicht enthalten. Aufgeführt ist die Definition⁵ von dėka als Postposition⁴, die „zur Bezeichnung des Grundes einer günstigen Handlung oder eines günstigen Zustands verwendet wird“. Auf Grundlage des BŽe könnten wir annehmen, dass dėka in der heutigen Sprache nur als monoseme Postposition verwendet wird. Ist das tatsächlich so? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wurde für den Artikel das Material des Korpus der litauischen Gegenwartssprache (im Folgenden DLKT) herangezogen, das am Zentrum für Computerlinguistik der Vytautas-Magnus-Universität Kaunas erstellt wurde (Näheres siehe Abschnitt 4).
(1) Palikčiau nors dėkos žodžius P.Vaič.
(2) Ne tavo dėka taip atsitiko Š.
(3) Turiu, bet ne iš tavo dėkos Gs.
Dėka ist ein Abstraktum des Verbs (pa-)dėkoti „(jemandem) danken, seinen Dank ausdrücken“, gebildet mit der Endung –a (z. B.: Ich danke dir für den Brief / für die Hilfe / dafür, dass du geholfen hast; vgl.: Dir gilt mein herzlicher Dank für den Brief und die Hilfe). Das Verb dėkoti „bezeichnet eine Beziehung zwischen dem Subjekt und dem durch den Dativ ausgedrückten Adressaten. Die Präpositionalphrase bezeichnet die Grundlage dieser Beziehung“ (Ambrazas, Hrsg., 2006:
1 Die zweite Ausgabe des 2. Bandes (C–F) des Wörterbuchs der litauischen Sprache erschien 1969 in Vilnius. Sein Chefredakteur war Jonas Kruopas.
2 Laut LKŽe bedeutet padėka „Ausdruck des Dankgefühls für etwas Gutes (Hervorhebung von mir. – L. V.-S.), Danksagung“, z. B.: Auf den Dank der Dame antwortet er nichts I.Simon.
3 Vgl. die im LKŽe angeführte Bedeutungsnuance von malonė „Güte, Gutmütigkeit; erwiesene Gunst“ (z. B.: Dann [erschöpft] ließen wir die Ruder los und überließen uns der Gnade der Wellen (wir leisteten ihnen keinen Widerstand) J.Balč.; Ihr fahrt ja sehr fröhlich, wisst aber nicht, in welcher Gunst man euch aufnehmen wird (ob man euch gut oder schlecht aufnehmen und behandeln wird) Ukm.) – „günstiger Umstand, Glück, zum Glück“, z. B.: Da ist es ein Glück, dass sie (die Kuh) nicht ausschlägt Dov.; Das ist das ganze Glück, dass ich diese Scheune gebaut habe Skr.“. Laut DLKŽe wird das Substantiv malonė in den Bedeutungen verwendet: (1) „Gutmütigkeit, barmherziges Verhalten; erwiesene Gunst“ und (2) „aus Gunst gewährte Gabe, Wohltat“.
4 Plg. vo. prielinksnių dank, vartojamą su kilmininku ir naudininku, reikšmė ‘aufgrund, infolge, durch’, t. y. ‘pagrindu, pasekme, per’, pvz.: „dank einem Zufall / eines Zufalls wurde die Tat entdeckt; er gewann das Rennen dank seiner großen Erfahrungen; (ironisch) dank seiner Unpünktlichkeit erreichten wir den Zug nicht mehr. Im 19. Jahrhundert entstanden aus der Wendung »Dank sei [...]«“ (cituojama pagal http://www.duden.de/rechtschreibung-/dank).
5 Dėka wird auch von Elena Valiulytė in der Grammatik der litauischen Sprache definiert (Ulvydas, Hrsg., 1971: 590).
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598) – das Motiv6, das, wie man Elena Valiulytė (Ul vydas, red., 1971: 646–647) zustimmen muss, „eng mit der Ursache verflochten ist“7.
2. DIE PRÄPOSITION8 DĖKA
IN GRAMMATIKWERKEN
E. Valiulytė, Dabartinės lietuvių kalbos gramatikoje (Ambrazas, red., 2006: 441) aptardama prielinksnius, teigia, kad antriniu prielinksniu9 dėka reiškia-mas „teigiamo veiksmo, būsenos ar minties pagrindas, priežastis“ (išskirta ma-no. – L. V.-S.). Kiek toliau, nagrinėdama priežasties reikšmės veiksmažodinius junginius, ji rašo, kad „daiktavardžio kilmininkas joje [konstrukcijoje su dėka] reiškia asmenį ar jo teigiamą požymį (išskirta mano. – L. V.-S.)“ (Ambrazas, red., 2006: 546; panašią nuomonę dar žr. Valiulytė 1986: 140; 1998: 396), pvz.:
(4) Der Kranke erholte sich dank der Ärzte. (zitiert nach Ambrazas, red., 2006: 546)
(5) Dank der Entschlossenheit besiegt das Böse. (zitiert nach Ambrazas, red., 2006: 546)
(6) Er hat dank seiner Fähigkeitenso viel erreicht. (zitiert nach Ambrazas, red., 2006: 441)
6 Aus der Perspektive der Valenztheorie entspricht für mit dem Akkusativ der Funktion der Motivation – des Motivs [M], die für Gegenstände und Phänomene charakteristisch ist, die als Grundlage einer Handlung oder eines Zustands aufgefasst werden (Slīžienė 1994: 22).
7 E. Valiulytė schreibt: „Die Präposition für mit dem Akkusativ wird [...] verwendet, um eine Gegenleistung zu bezeichnen, mit der die Ursache oft eng verflochten ist [...], z. B.: Und für ihn, für den Tautropfen, danke ich dem unbekannten Soldaten, für die Stille der Sommernächte, den Durst nach guten Taten. [...] Die Präposition für nähert sich semantisch der Präposition wegen an, wenn beide zur Bezeichnung von Kausalverhältnissen verwendet werden“ (Ul vydas, red., 1971: 646–647).
8 Im Artikel wird der Begriff Präposition im weiten Sinne verwendet. Dabei wird auch berücksichtigt, dass der Genitiv dėka sowohl als Präposition als auch als Postposition verwendet wird. Unter dem Gesichtspunkt der Sprachpflege gilt die Verwendung von dėka als Präposition als eine sekundäre (partielle) Normvariante (Šukys in Miliūnaitė, sud., 2003: 34).
„Präpositionen haben keine eigenständige lexikalische Bedeutung. Ihre Bedeutung kommt erst in Wortverbindungen zum Ausdruck, in denen sie verwendet werden. Dieselbe Präposition kann unter unterschiedlichen lexikalisch-syntaktischen Bedingungen zur Bezeichnung verschiedener Relationen verwendet werden, vgl. die Wortverbindungen: aus dem Wald laufen (Bedeutung einer räumlichen Relation), am Morgen davonlaufen (Bedeutung einer zeitlichen Relation), aus Angst davonlaufen (Bedeutung einer kausalen Relation)“ (Valiulytė in Ul vydas, red., 1971: 577). Vgl.: „Eine Präposition ist eine unflektierbare Wortart, deren Wörter in Verbindung mit Substantiven oder mit Wörtern, die deren Funktionen erfüllen, im Obliquus verschiedene syntaktische Beziehungen zu anderen selbstständigen Wörtern einer Wortgruppe oder eines Satzes ausdrücken. Sie übt keine eigenständige syntaktische Funktion aus“ (Gaivenis, Keinys 1990: 158–159).
9 „Sekundär (neubildend) nennt man Präpositionen, die mit Wörtern anderer Wortarten, vor allem mit Adverbien, in Verbindung gebracht werden können“ (Valiulytė in Ambrazas, red., 2006: 438). Vgl.: „Neubildend nennt man solche Präpositionen, die klare etymologische Verbindungen zu jenen selbstständigen Wörtern bewahrt haben, von denen sie abstammen“ (Valiulytė in Ul vydas, red., 1971: 580).
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Jonas Šukys (1998: 545) mano, kad vienareikšmis – savotišką priežastį reiškiantis¹⁰ – dėka „su kilmininku rodo geros veiksmo baigties ar veikėjui palankios būsenos priežastį, tiksliau – asmenį, kurio pastangomis, rūpinimusi, nuopelnu palanki veiksmo baigtis ar būsena atsiranda (išskirta mano. – L. V.-S.), pvz.: Draugo dėka išsigelbėjau11. Jis teigia, kad „palankios būsenos sukėlėjas, priežastis yra asmuo“, ir siūlo (t. p.: 546; plg. Šukys in Miliūnaitė, sud., 2003: 35) saikingiau vartoti tokius sakinius, „kur dėka konstrukcijoje būsenos sukėlėjas yra koks reiškinys ar daiktas“: tokių „dėka konstrukcijų geriau nevartoti, [...] nes dėkojama paprastai tik asmeniui12 (išskirta mano. – L. V.-S.)13“ (plg. toliau). Atsižvelgdamas į tai, kad dėka konstrukcijos, kai veiksmą ar būseną sukelia ne asmuo, o koks daiktas ir reiškinys, kalboje „palyginti dažnos“, J. Šukys (t. p.: 547) mano, kad griežtai taisyti jas netikslinga, pvz.: Gal dar kokio stebuklo dėka išplauks ir mūsų Julius; Tik gramatikos dėka galime kalba reikšti mintis. Tai, kad prielinksnio „dėka vartojimo sfera vis labiau plečiama“ ir jis sakomas „ir su kitokiais, paprastai abstrakčiais daiktavardžiais“, anksčiau savo darbuose pastebėjusi yra ir E. Valiulytė (1986: 141; 1998: 397), pvz.: Rankraštis laimingo atsitiktinumo dėka nepražuvo; Tritomės gramatikos išlyginimai, patikslinimai daromi kaip tik tų monografijų dėka. Ji (Valiulytė 1986: 141) sako: „nors šie pasakymai yra gerokai nutolę nuo atraminių minimo konstrukcijos vartojimo atvejų [t. y. tu, kai konstrukcijos sudaromos su daiktavardžiais, žyminčiais asmenis], tačiau bendra tai, kad ir jie padeda išreikšti pozityvios, teigiamos informacijos pagrindą, ir todėl gali būti pateisinami“.
J. Šukys (1998: 547) nuogąstaudamas, „kad tokios dėka konstrukcijos neišstumtų gyvesnių ir savųjų raiškos būdų“, sako, kad „dažniau pirmenybę reikėtų teikti priemonės įnagininkui (čia verta net taisyti) [panašią jo nuomonę žr. Miliūnaitė, sud., 2003: 35] [žr. 7–8 sakinius], būdo įnagininkui [žr. 9–10
10 Panašią nuomonę dar žr. Girdenienė (2005: 96).
11Vgl. Šukys’ Auffassung in seinem 1978 erschienenen Buch Prielinksnių vartojimas (1978: 129): „Allein der Postposition dėka kommt kausative Bedeutung zu. Sie bezeichnet die Ursache eines guten Handlungsergebnisses oder eines für den Handelnden günstigen Zustands. Z. B.: Dank der heldenhaften [...] Arbeit wurde der erste Fünfjahresplan vorzeitig erfüllt.“
12 Plg. Vito Labučio (1998: 294) nuomonę: „Polinksniu dėka pasakoma tokia priežastis, kuri susijusi su dėkojimu – taigi ji tinka tuomet, kai asmuo ką nors daro tariniu pasakytojo požymio naudai“.
13 Kalbos normos požiūriu J. Šukys (Miliūnaitė, sud., 2003: 35) ko dėka, kai priežastį sukelia koks reiškinys arba daiktas, o ne asmuo, vertina kaip vengtiną (vngt.). Tai „rodo, kad vertinamasis reiškinys nėra įteisintas kaip bendrinės kalbos norma: jis tinka kaip nenorminis ir neturintis perspektyvos arba dar nenorminis, nepakankamai ištirtas ir pan.“ (Miliūnaitė, sud., 2003: 9). Plg. Kniūkšta, par., 2000: 75: „dėka – nevartoti veiksmo priežasčiai ir būdui nusakyti: Didelių pastangų dėka (Didelėmis pastangomis; Labai stengdamiesi) darbą baigėme laiku“.
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sakinius] [skirtingą jo nuomonę žr. Miliūnaitė, sud., 2003: 3514], priežasties įnagininkui [žr. 11–12 sakinius], priežastį nusakančiai prielinksnio dėl konstrukcijai [žr. 13–14 sakinius], būdo prieveiksmiui ar priežastį nusakančiai prielinksnio per konstrukcijai [žr. 15–16 sakinius], neasmenuojamosioms veiksmažodžio formoms [...] [žr. 17–18 sakinius], o kai nė vieno šių raiškos būdų parinkti negalima, kartais tikslinga pertvarkyti sakinį [žr. 19–21 sakinius]“.
(7) Der Mensch verrichtete alle Arbeiten dank seiner Muskeln (– mit seinen Muskeln). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(8) Lässt sich das Verhalten dank Medikamenten und Hormonen beeinflussen (– mit Medikamenten und Hormonen). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(9) Gražios išvaizdos ir liekno stoto dėka (plg. Gražia išvaizda ir lieknu stotu) jis sužavėjo visus. (cituojama pagal Šukys 1998: 547)
(10) Dank selbstständiger Arbeit (vgl. durch selbstständige Arbeit, indem sie selbstständig arbeiten) können auch schwächere Schüler zu den Besten aufsteigen. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(11) Die Gebäude wurden nur dank großer Anstrengungen gerettet (vgl. mit großen Anstrengungen, durch große Anstrengungen). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(12) Dank seiner Fürsorge (– durch seine Fürsorge / sein Sichkümmern) wurde eine Schule gegründet. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(13) Dank ihres langen Halses und ihrer langen Beine (aufgrund ihres langen Halses und ihrer langen Beine; weil sie einen langen Hals und lange Beine hat) ist die Giraffe das höchste Säugetier. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(14) Dank dieser Maßnahmen (vgl. aufgrund dieser Maßnahmen; nachdem diese Maßnahmen ergriffen wurden) ging die Zahl der Unfälle zurück. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(15) Zufälligerweise (vgl. zufällig, durch einen Zufall) blieb ich unverletzt. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(16) Dank seiner Beziehungen (vgl. durch Beziehungen) ergatterte er einen warmen Posten. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(17) Dank der Neuerungen (vgl. nachdem wir Neuerungen eingeführt hatten) haben wir bereits Gewinn erzielt. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(18) Dank der Zusammenarbeit (vgl. indem wir zusammenarbeiteten) haben wir viele Schwierigkeiten überwunden. (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(19) Der Schnee hielt sich dank der Kälte (vgl. der Frost hielt den Schnee (aufrecht)). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(20) Die Welt erstrahlte dank eurer Schönheit (vgl. durch eure Schönheit; eure Schönheit ließ die Welt erstrahlen). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
(21) Er genas dank einer guten Behandlung (vgl. eine gute Behandlung half ihm zu genesen). (zitiert nach Šukys 1998: 547)
14 Aus normativer Sicht bewertet J. Šukys (Miliūnaitė, Hrsg., 2003; 35) ko dėka in der Bedeutung „mittels“ (ähnlich wie auch im instrumentalen Sinne) als nicht zu empfehlen (ntk.). Das „zeigt, dass das bewertete Phänomen ein Sprachfehler und für die Standardsprache nicht zu empfehlen (nicht zu verwenden) ist“ (Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 9).
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Aus dem kurz Gesagten geht hervor, dass die Konstruktion der Präposition dėka mit dem Genitiv den Grund für eine positiv bewertete Handlung oder einen günstigen Zustand ausdrückt; das von dėka abhängige Glied bezeichnet gewöhnlich eine Person. Es ist umstritten, ob dėka mit Wörtern verwendet werden kann, die unbelebte (konkrete und abstrakte) Dinge bezeichnen. Aus den vorgeschlagenen Korrekturen können wir schließen, dass die Präposition dėka mit dem Instrumental des Mittels, der Art und Weise oder des Grundes oder mit anderen Konstruktionen zum Ausdruck des Grundes „konkurriert“.
3. VERALLGEMEINERTER (ABSTRAKTER) GRUND: POSITIV vs. NEGATIV (DĖKA vs. PER)
Semantisch gesehen bildet die Präposition dank einen Gegensatz zur kausalen Präposition wegen, die „zur Bezeichnung der Ursache einer unerwünschten, negativen oder unmöglichen Handlung verwendet wird¹⁵“ (Valiulytė in Ulvydas, Hrsg., 1971: 631; Valiulytė in Ambrazas, Hrsg., 2006: 451; Valiulytė 1998: 397). Die kausale Präposition wegen mit Akkusativ „kann in allen Fällen durch aufgrund16+Gen17 ersetzt werden“ (Valiulytė in Ambrazas, Hrsg., 2006: 545). Mit der Präposition wegen im Akkusativ stehen „abstrakte Substantive mit negativer Bedeutung (er verlor es durch Unachtsamkeit, Eile, Versehen), seltener konkrete Substantive mit neutraler Bedeutung (Hervorhebung von mir. – L. V.-S.) (er litt durch Freunde)“ (Valiulytė in Ambrazas, Hrsg., 2006: 546; siehe auch Valiulytė 1986: 138f.; 1998: 399; vgl. Šukys 1998: 457). Zum Beispiel:
(22) So geschah es per nesusipratimą. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(23) Per dvarininko saldumą vergaß sie, dass sie versprochen hatte, solange sie lebte, dort keinen Fuß mehr hinzusetzen. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(24) Per muses Hier kannst du wegen der Fliegen nicht einschlafen. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(25) Per tą žvėrių gailią rasą ar ugnelę neužgeso? (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(26) Per ją Wegen ihr gibt es für mich kein Leben mehr. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
15 Vgl. den in den Dialekten verwendeten Genitiv mit už, „zur Bezeichnung einer hinderlichen Ursache, eines Hindernisses“ (Valiulytė in Ulvydas, Hrsg., 1971: 646).
16 „Die Präpositionen dėl, dėlei werden verwendet, um den Grund einer Handlung (ebenso eines Zustands oder einer Handlungseigenschaft) auszudrücken“ (Valiulytė in Ulvydas, Hrsg., 1971: 590), ferner Zweck, Einräumung und Gegenstand eines Gedankens oder einer Rede sowie zur Verstärkung der Bedeutung eines anderen Wortes, z. B.: Aufgrund seiner Güte ist er gut (er ist gut, weil er gütig ist) (Valiulytė in Ambrazas, Hrsg., 2006: 441).
17 Vgl.: „Die Präposition per zum Ausdruck des Grundes kann häufig durch die Präposition dėl ersetzt werden. [...] Die Präposition per betont jedoch stärker die negative Bewertung“ (Šukys 1998: 457).
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J. Šukys (1998: 457) taip pat pastebi, kad „tik labai retai per konstrukcija reiškia neutraliai ar net teigiamai vertinamo veiksmo priežastį, bet čia dažniausiai yra ir būdo reikšmės atspalvis“ (plg., pavyzdžiui, 15–16 sakinius ir siūlomus jų taisymus, kur dėka konstrukcija taip pat turi būdo atspalvį), plg.:
(27) Einer der stürmischsten Ozeane erhielt zufällig den Namen Pazifischer Ozean. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(28) Durch ein Wunder habe ich mich gerettet. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
(29) Durch dich erwacht das ganze alte Haus wieder zum Leben. (zitiert nach Šukys 1998: 457)
Im Unterschied zu den Sätzen 27–29 mit per ist das kausale dėka unzulässig, d. h. es gilt als Sprachfehler, wenn von einem schlechten Ausgang oder einem ungünstigen Zustand die Rede ist, wenn also die Grundlage (Ursache) negativer Informationen genannt wird (Šukys in Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 34; siehe auch Valiulytė 1998: 397). Dies, so E. Valiulytė (1986: 141), „ist mit der Bedeutung des Wortes dėka selbst unvereinbar“. Doch wenn dėka laut BŽe als Postposition verwendet wird (also desemantisiert ist), muss es dann unbedingt angemessen sein (siehe unten)? Vergleichen wir:
(30) Deinetwegen (= Durch dich) bin ich unglücklich. (zitiert nach Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 35)
(31) Des Rauchens wegen (= Indem sie rauchen) schaden die Jugendlichen ihrer Gesundheit. (zitiert nach Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 35)
Kausale Konstruktionen mit den Präpositionen wegen, dank können synonym zu aufgrund-Konstruktionen sein, mit denen eine verallgemeinerte Ursache, d. h. die logische Grundlage von Gedanken und Schlussfolgerungen, ausgedrückt wird (Valiulytė 1986: 139; 1998: 399). Der Gebrauch der kausalen Präposition aufgrund in Bezug auf das abhängige Substantiv ist (nahezu) unbegrenzt: Mit ihr werden Konstruktionen mit abstrakten und konkreten Substantiven gebildet, die Personen oder Dinge bezeichnen (Valiulytė 1998: 386; vgl. 1986: 136). Semantisch gesehen umfassen aufgrund-Konstruktionen (vollständig oder teilweise) die engeren, spezialisierte Bedeutungen aufweisenden Konstruktionen mit dank und wegen, also diejenigen, die die Ursache einer positiven beziehungsweise negativen Folge ausdrücken (Valiulytė 1998: 376) (vgl. Sätze 32–35). Wie Valiulytė (1998: 403–404; vgl. Valiulytė 1986: 150–151) sagt, haben aufgrund-Konstruktionen eine verallgemeinerte kausale Bedeutung; „semantisch stehen [sie] zu den Konstruktionen mit allen anderen kausalen Präpositionen in Beziehung, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. [...] Die semantischen Bereiche der Konstruktionen wegen des Akkusativs und des Genitivs dank sind fast vollständig in das semantische Feld der Konstruktionen mit aufgrund einbezogen, die der übrigen Konstruktionen dagegen nur teilweise. Mit anderen Worten: Zu den Konstruktionen mit aufgrund und Genitiv sind Konstruktionen mit wegen des Akkusativs sowie Genitiv dank synonym.“
(32) Anė musste unter die Leute gehen, und das nur wegen ihrer Schwägerin (/durch ihre Schwägerin). (zitiert nach Valiulytė 1998: 400)
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(33) Das bist du, Alg juk, wegen dir und der Heuschober (/über die Heuschober) bist du auch zu spät zur Schule gekommen? (zitiert nach Valiulytė 1998: 400)
(34) Und jetzt habe ich wegen eurer Knausrigkeit (/aufgrund eurer Knausrigkeit) nichts zu essen. (zitiert nach Valiulytė 1998: 400)
(35) Dank dieser Entschlossenheit (vgl. aufgrund der Entschlossenheit) wird das Böse besiegt, und Güte und Wahrheit herrschen. (zitiert nach Valiulytė 1998: 396)
E. Valiulytė (1998: 338; plg. 1986: 150–151) skiria apibendrintos priežasties raiškos formų semantinę (hierarchiškai organizuotą opozicijų) sistemą, kur žemesnės pakopos opozicijos įeina į aukštesnės pakopos opozicijas; ji matyti 1 schemoje.
SCHEMA 1. System der allgemeinen Ursache
Jede semantische Gruppe der allgemeinen Ursache hat ihren eigenen typischen Ausdruck. Aus den Beispielen ging hervor, dass sich dieselbe Bedeutung bisweilen synonym ausdrücken lässt, d. h. die Grenzen zwischen den Ausdrucksweisen einzelner semantischer Gruppen der allgemeinen Ursache können sich überschneiden. Dann werden für denselben Bedeutungsgehalt nebeneinander (möglicherweise) mehrere morphosyntaktische Ausdrucksweisen verwendet: Instr / dank (vgl. Sätze 11–12); aufgrund / dank (vgl. Sätze 13–14, 35); durch / dank (siehe Sätze 15–16, 27–29), durch / aufgrund (vgl. Sätze 32–34).
Im Hinblick auf Belebtheit wird das von den genannten Kausalpräpositionen abhängige Satzglied, das im Genitiv oder Akkusativ steht, wie folgt ausgedrückt:
In Anbetracht dessen, dass BŽe dėka als Postposition definiert (im weiteren Sinne als Präposition18) wird, und angesichts der Sätze 36–39, in denen wir danken und dankbar sind und
18 Siehe Fußnote 8.
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Für unbelebte (konkrete und abstrakte) Dinge gibt es Anlass, auch die zulässige Verwendung eines von der Ursache abhängigen Satzglieds mit dėka auszuweiten – sie nicht auf die Grundlage des „Dankens an eine Person“ zu beschränken19.
(36) Ich habe mein ganzes bisheriges bewusstes Leben auf die Gelegenheit gewartet, Sie zu treffen, und endlich lächelt mir das Glück. Dafür danke ich dem Zufall, durch den sich, wie Sie aus den Vorlesungen des Marxisten Kazlėkas wissen, die Notwendigkeit oder das Schicksal manifestiert. DLKT
(37) So wird die Langeweile zum Motor meiner Kreativität. Gerade dafür bin ich meiner Langeweile dankbar. DLKT
(38) Auf dem Rückweg zur Sauna dankt Saliomija jedes Mal laut den Waldvögeln, den Bäumen und dem Waldgeist. Am Abend des 22. Dezember steckt Saliomija das Ende des Stammes eines kleinen Tannenbäumchens in einen Topf mit Erde und befestigt einige Kerzen an den Zweigen. DLKT
(39) Es wird behauptet, „Peru“ stamme vom Wort „Pirua“ ab. In der Quechua-Sprache bedeutet es „einen großen Maiskolben“. Andere meinen, Peru müsse seinen Namen einem kleinen Bach namens Viru im Norden des Landes verdanken. Auf ihre Weise haben beide recht. Peru betrachtet sich als Heimat des Maises, denn genau von hier wurde der Mais weggebracht. DLKT
Neben den bereits erwähnten Fragen wird in diesem Artikel auch nach Antworten auf weitere Fragen gesucht. Wenn man beispielsweise berücksichtigt, dass Konstruktionen mit per neben ihrer typischen Bedeutung einer negativen Ursache auch geeignet sind, eine Ursache mit positiver oder neutraler Folge auszudrücken, warum werden dann dėka-Konstruktionen beanstandet, wenn sie die Ursache einer negativ oder neutral bewerteten Handlung oder eines ungünstigen Zustands bezeichnen? Offenbar stützt man sich dabei auf dieselbe lexikalisch-semantische Grundlage von dėka: Üblicherweise danken wir nur für etwas Gutes (siehe Fußnote 1). Aus dem Beispiel: Ich ging hin, und der Beamte, der hörte, was ich wollte, war sehr überrascht und erzählte von der Situation, die sich in Litauen schon seit vielen Jahren abspielt, und riet mir, so schnell wie möglich zur Bank zu gehen. Dort stellte sich heraus, dass das Konto leergeräumt war. Das ist eine große Lebenslektion, für die ich diesen Gentlemen sehr dankbar bin20; daraus wird ersichtlich, dass es auch für die Folgen einer negativen Handlung oder eines ungünstigen Zustands Anlass zum Danken gibt und dass wir dankbar sind (sein können). Betrachtet man die für die Sätze 7–15 vorgeschlagenen Korrekturen, wird außerdem klar, dass dėka im Sprachgebrauch nicht monosem ist. Sind beziehungsweise können andere Bedeutungen von dėka-Konstruktionen gerechtfertigt sein? So behauptet Vidas Valskys (2013: 175), der den gegenwärtigen Gebrauch von dėka untersucht hat, dass „Bedeutungen der Art und Weise (zugleich auch des Mittels) und der Ursache häufig miteinander verschränkt sind, z. B.: Dank des Scherzes von J. Loewdėka (wie? warum?) wurde der berühmte Junge zur Internet-Sensation; [...] Dank dieser Membran dėka hat die Creme keinen direkten Kontakt mit der Außenwelt (verschiedene Mikroorganismen gelangen beim Berühren mit den Händen nicht hinein)“; aus normativer Sicht empfiehlt er, dėka zu vermeiden (es aber nicht als normwidrig anzusehen), wenn es eine Ursache bezeichnet, die von einem unbelebten (konkreten, abstrakten) Ding ausgeht.
Gegenstand sowie die Art und Weise (das Mittel). V. Valskys spricht somit von der Polyfunktionalität der Präposition dėka und einem möglichen Synkretismus der Bedeutungen und hält es für zweckmäßig, die normative Bewertung zu vereinheitlichen: Konstruktionen mit dėka, die in der Bedeutung „Art und Weise, zugleich auch Mittel, das eine Ursache bewirkt“ verwendet werden, sollen nicht als schwerwiegender Verstoß angesehen und nicht streng korrigiert werden. Aus dem bisher Gesagten wird deutlich, dass bei der Erörterung des Gebrauchs von Konstruktionen mit der Präposition dėka im heutigen Litauischen deren kausale Bedeutung als Ausgangspunkt gelten sollte, die mit anderen objektiven oder adverbialen Bedeutungen verflochten sein kann. Betrachten wir nun das Material des DLKT und untersuchen wir, welche lexikalische Zusammensetzung die dėka-Konstruktionen aufweisen (siehe Kapitel 4), welche Bedeutungen für Gendėka charakteristisch sind und wie sie ausgedrückt werden (siehe Kapitel 6). Fassen wir all dies zusammen (siehe Kapitel 6).
4. UNTERSUCHUNGSMATERIAL UND KRITERIEN SEINER KLASSIFIZIERUNG
Der größte Teil des DLKT besteht aus schriftlichen, häufig redigierten Texten unterschiedlicher Genres (publizistische, belletristische, nichtbelletristische oder administrative Literatur). Ein Teil der Texte ist übersetzt. Beispiele aus der gesprochenen Sprache machen den kleinsten Anteil aus. Der Artikel stützt sich auf 2178 Beispiele verschiedener Genres, in denen dėka verwendet wird. Diese Sätze wurden in der Reihenfolge ihrer Fundstellen ausgewählt, nachdem das Wort dėka in das Suchfeld des DLKT eingegeben worden war. Nach Genres verteilt sich das Material wie in Tabelle 2 dargestellt.
TABELLE 2. Gebrauch von Dėka nach Genres
Genre | Anzahl der Sätze mit dėka | Gesprochene Sprache | 8 (0,4%) | Belletristik | 552 (25,3%) | Nichtbelletristik | 669 (30,7%) | Publizistik | 620 (28,5%) | Administrative Literatur | 329 (15,1%) | INSGESAMT: | 2178 (100%)
Da der Gebrauch von dėka normativ vom Belebtheitsgrad des abhängigen Satzglieds abhängt, wurden die 2178 Sätze anhand des Belebtheitskriteriums in Tabelle 3 klassifiziert. Tabelle 3 zeigt, dass den größten Anteil – 62,7 Prozent aller Beispiele – dėka-Konstruktionen mit einem abhängigen Satzglied bilden, das einen abstrakten Gegenstand bezeichnet; mit konkreten Substantiven, die Personen oder Gegenstände bezeichnen, werden sie in 37,3 Prozent der vorliegenden Beispiele verwendet (möglicherweise ähnlich wie bei der Verwendung in Kapitel 3 (S. 4)
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dem erwähnten per). Auch beim Vergleich nach Genres zeigt sich, dass dėka häufiger mit abstrakten Substantiven oder diese ersetzenden Pronomen verwendet wird.
TABELLE 3. Gebrauch von Dėka nach dem Belebtheitsgrad des abhängigen Satzglieds
Genre
DĖKA + HUM
DĖKA + –ANIM
DĖKA + ABSTR
Anzahl der Sätze
Gesprochene Sprache
2 (25%)
–
6 (75%)
8 (100%)
Belletristik
244 (44,2%)
51 (9,2%)
257 (46,6%)
552 (100%)
Nichtbelletristik
127 (19%)
63 (9,4%)
479 (71,6%)
669 (100%)
Publizistik
225 (36,3%)
46 (7,4%)
349 (56,3%)
620 (100%)
Verwaltungssprache
50 (15,2%)
4 (1,2%)
275 (83,6%)
329 (100%)
INSGESAMT
648 (29,8%)
164 (7,5%)
1366 (62,7%)
2178 (100%)
5. BEDEUTUNGEN DER DĖKA-KONSTRUKTIONEN
Dėka Beginnen wir die Besprechung der Konstruktionen mit ihrer typischen Bedeutung – der positiven Kausalbedeutung. Kausalität ist eine Relation zwischen zwei Gliedern: der Ursache (oder dem Hintergrund) und der Folge (oder der Figur), die durch verschiedene sprachliche Mittel ausgedrückt wird. In einem zusammengesetzten Kausalsatz bildet die Proposition des Nebensatzes den Hintergrund, d. h. die durch den Nebensatz ausgedrückte Proposition bildet den Hintergrund für das im Hauptsatz Gesagte, z. B.: Da das Wetter schlecht war, beschlossen wir, zu Hause zu bleiben; Wir blieben zu Hause, (weil) das Wetter schlecht war (ausführlicher dazu siehe Holvoet 2003: 104–112). Im einfachen Satz wird der Hintergrund, wie aus den Beispielen ersichtlich war, als Antezedens der Figur durch einen Kasus (den Instrumental) oder / und durch Präpositionalgruppen ausgedrückt; vgl.: Durch die Bemühungen meiner Mutter begann ich früh zu lesen; Wegen des schlechten Wetters beschlossen wir, zu Hause zu bleiben.
Im DLKT wird kausal dank mit Substantiven verwendet, die Lebewesen (eine Person, ein lebendes Wesen) oder deren positive Eigenschaft bezeichnen, oder mit Pronomen, die auf sie verweisen (sie ersetzen) (siehe Sätze 40–46). Mit kausalem dank treten auch andere Substantive auf, die abstrakte Dinge bezeichnen (vgl. Sätze 47–48). Der Hintergrund wird hier aus der Präpositionalphrase selbst oder aus dem weiteren Kontext deutlich.
(40) Schließlich gesteht er, ein Egoist und ein Ungeheuer zu sein, der seine Frau mit seiner Gleichgültigkeit gequält hat. Er behauptet, seinen Ruhm nur dank seiner Frauerlangt zu haben: „Ich nahm alles als selbstverständlich hin, als gehörte mir alles, ohne auch nur an Dankbarkeit zu denken.“ DLKT
(40a) Er behauptet, seinen Ruhm nur deshalb erlangt zu haben, weil er von seiner Frau alles als selbstverständlich genommen habe …
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(41) Sie sah, wie der da ins Haus ging. Rana nickte. Shiva! Sie hatte so lange und hart gearbeitet – und nun würde sie diesen Fall vielleicht dank eines zufälligen Zeugen aufklären können. – Das ist sehr wichtig, Vandita. Kannst du mir sagen, wie der Junge heißt? Ich schwöre, er wird nicht erfahren, dass du es mir gesagt hast! Du brauchst keine Angst zu haben. DLKT
(41a) Sie hatte so lange und hart gearbeitet – und nun würde sie diesen Fall vielleicht aufklären können, weil ein zufälliger Zeuge aufgetaucht war (da war).
(42) In der Zentrale der Sąjūdis unternahmen viele Personen alles, um diese Mahnwache zu vereiteln. Und nur dank Saulius Žukauskas, des Vorsitzenden des Verbands der Deportierten von Vilnius, (er könnte mehr über diese Geschichte erzählen) wurde diese Mahnwache organisiert. DLKT
(43) Pastatęs ausis klausėsi narsiosios melžėjos kalbų, nežinodamas, ką apie ją ir galvoti. Juk didvyrė, o šneka apie paslėptas karves, kurių [paslėptų karvių] dėka ji primelžia daugiausia pieno respublikoje, apie tokį nebūdingą kolūkio susikūrimo atvejį, kai iniciatyvos imasi ne biedniokas, o stiprūs ūkininkai.
(44) Georgijaus Šengelajos temperamento ir pastangų dėka (plg. dėl Georgijaus temperamento ir pastangų; dėl Georgijaus temperamento ir jo pastangomis) mums pavyko pamatyti, o gal tiksliau būtų sakyti – išgirsti ir pamatyti – supermodernų muziklą Jėzus Kristus superžvaigždė. DLKT
(45) Der Koordinator selbst kann nach eigener Aussage keiner normalen Arbeit nachgehen. Er ist ein Behinderter der Gruppe II. Die Familie kommt dank der Mühe seiner Frau Danutė über die Runden (vgl. wegen der Mühe seiner Frau Danutė; weil seine Frau Danutė sich abmüht). Sie ist Textilkünstlerin, deren Wandteppiche von Institutionen und Privatpersonen gern gekauft werden. DLKT
(46) Lasavickas vienas pirmųjų čia buvo įžvelgęs buvusį miestą. Dažnai Sigitas savo gilios intuicijos dėka (plg. dėl savo gilios intuicijos; savo gilia intuicija; kadangi turi gilią intuiciją, dažnai Sigitas nukreipia...) nukreipia archeologus būtent ten, kur glūdi istorinės vertybės. Radiniais džiaugiamasi, o jų atradėjas Lasavickas pamirštamas... DLKT
(47) Tai – nuostabu. Tokie puikūs rezultatai pasiekti efektyvaus gydymo ir puikios slaugos, nuošird aus namiškių ir apylinkės gydytojos rūpesčio ligoniu dėka (plg. dėl efektyvaus gydymo ir puikios slaugos, nuoširdaus namiškių ir apylinkės gydytojos rūpesčio). Dabar jo sveikatos būklę seka hematologai, nes liga – lėtinė, reikalaujanti nuolatinės priežiūros. DLKT
(48) Kaip tik čia ir stovėjo jų rūmai, – pasigirdo kimus balsas, ir Šaraks, prisiartinęs prie kimero, atsistojo greta. Kažkokio stebuklo dėka (plg. dėl kažkokio stebuklo; kadangi įvyko kažkoks stebuklas) seniui pavyko išlikti gyvam po košmarų nakties. – Ar nematei Jasbetos? Astrologas papurtė galvą: – Mačiau nemažai žmonių, daugiausia tų skustagalvių. DLKT
Wenn dank in den Sätzen 44–48 geeignet ist, eine Ursache auszudrücken, dann ist es auch in den Sätzen 49–50 geeignet, wo eine metonymische Bedeutungsübertragung vorliegt, das heißt, wenn anstelle eines abstrakten Substantivs ein konkretes genannt wird.
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(49) – Nun, der Sohn ist also nicht nach seiner Mutter geraten. Vor etwa einem Jahr erlebte er genau dasselbe Abenteuer, kam aber dank kühlen Blutes (vgl. dank seiner Kaltblütigkeit; wegen seiner Kaltblütigkeit) unversehrt davon. – Aus den Klauen eines Bären? – Aus den Klauen einer Bärin, und zwar einer so großen, wie man sie seit Langem nicht mehr gesehen hatte. Der Graf griff sie mit dem Speer in der Hand an. DLKT
(50) Das ist keine Niederlage, sondern eine Schande, doch selbst Joinville bat ihn nicht darum: Es kommt alles Mögliche vor, so ist der Krieg. Dank der Feder des Herrn von Joinville (vgl. dank der Schreibkunst des Herrn von Joinville) ähneln viele dieser Schlachten oder Gefechte einem sanften Ballett, bei dem hin und wieder ein Kopf rollt und viele Gebete an den lieben Gott gerichtet werden. DLKT
Die Ursache wird auch in den Fällen genannt, in denen dank als abhängiges Satzglied der Genitiv des anaphorisch oder kataphorisch verwendeten Demonstrativpronomens das folgt. Das Pronomen mit verallgemeinernder Verweisfunktion steht stellvertretend für einen größeren Kontext, z. B.:
(51) „Mit der Hilfe des Herrn habe ich einen Knaben bekommen“ (Gen 4,1). So wird durch die Geburt, durch die Weitergabe des Lebens von den Eltern an die Kinder, das Bild und Gleichnis Gottes selbst dank dessen (vgl. dank der erschaffenen unsterblichen Seele; deswegen/deshalb, weil …), dass eine unsterbliche Seele erschaffen wurde, weitergegeben. DLKT
(52) Solche Leute entfernte er selbst mit den niederträchtigsten Methoden aus der Partei. Sein ganzes Leben verlief in Fraktionskämpfen und Spaltungen innerhalb der Partei. Dank dessen (vgl. deswegen; daher) erwarb er die Eigenschaften eines professionellen Kämpfers, eines unübertrefflichen Gladiators. DLKT
(53) Damals mochten viele Studenten besonders jene Kommilitonen, die am 16. Februar geboren waren. Der Geburtstag bot Gelegenheit zu legalem Feiern, und dank dessen (vgl. und/oder deswegen; daher) entging unser Fest oft der ewigen Begräbnisstimmung. Andererseits muss man zugeben, dass es für die KGB-Leute harte Arbeitstage und schlaflose Nächte waren. DLKT
(54) Die Designstudierenden der Kunstakademie Vilnius verwendeten in ihren Kollektionen eine eklektische Harmonie, eigenständige künstlerische Formen und völlig unkonventionelle Mittel. Dank dessen (vgl. deswegen; daher) gelang es den Designern, dem Publikum die Hörner der „wilden“ Mode zu stutzen und die modischen Trophäen auf dem Laufsteg zurückzulassen. DLKT
Wenn wir davon ausgehen, dass der Ausdruck einer verallgemeinerten Ursache in den Sätzen 40–54 weniger von der lexikalischen Bedeutung des von dank abhängigen Satzglieds als vielmehr von der durch diese Konstruktion ausgedrückten Proposition abhängt, können wir im Folgenden auch über dank mit Substantiven sprechen, die konkrete unbelebte Dinge bezeichnen, oder mit Pronomen, die sie ersetzen. Wie die Sätze 55–57 zeigen, kann diese Ursache dank beispielsweise nicht durch einen instrumentalen Mittel-Ausdruck ersetzt werden. An anderer Stelle kann dank mit Substantiven, die konkrete Dinge bezeichnen, durch den Instrumental ersetzt werden, doch dabei ändert sich auch die Bedeutung: In Satz 58 wird die dank-Konstruktion durch einen instrumentalen Mittel-Ausdruck ersetzt (vgl. ähnlich Satz 7); in Satz 59 durch einen Instrumental des Mittels oder der Art und Weise (vgl. ähnlich Satz 9). Analoge Bedeutungsunterschiede – Ursache (dank) gegenüber Art und Weise / Mittel (Instr) – zeigen sich auch in Satz 60, wo auf dank Substantive folgen, die abstrakte und konkrete Dinge bezeichnen. Dass dank mit Substantiven, die konkrete Dinge bezeichnen,
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Dass bei Substantiven, die [eine Ursache] bezeichnen, gerade diese Form gewählt wird, um eine allgemein gefasste Ursache auszudrücken, ist auch aus den Sätzen 61–64 ersichtlich. Wie E. Valiulytė (1998: 369) sagt, „haben wir es hier mit einer syntaktischen Kondensation zu tun“. Anders ausgedrückt: Die vollständige Struktur strukturell unvollständiger, elliptischer Konstruktionen mit konkreten Substantiven, die eine allgemein gefasste Ursache ausdrücken, lässt sich aus dem Kontext rekonstruieren.
(55) – Ir ką? – pasidomėjo dėdė, nė nenujausdamas sūnėną apėmusio išgąsčio. – Tėvas Leirė jūsų duoto rakto dėka (plg. *jūsų duotu raktu; todėl, kad davėte jam raktą) praleisdavo čia valandų valandas. Tai normalu. – O brolis Aleksandras? – Tai ir yra keisčiausia, priore Bandelai. DLKT
(56) Gal dėl šito jausmų peršukumo mėgo labai sūriai valgyti. Galą gausi nuo tos druskos! – sakydavo motina. Ji klydo. Druska jį ir tel aikė. Galbūt tik jos [druskos] dėka (plg. *druska; todėl, kad valgė daug druskos / sūriai) motiną pragyveno aštuonerius metus. DLKT
(57) Riešutai yra tiesiog neatskiriama šios žavingos moters dalis ir ji tikina vien jų [riešutų] dėka (plg. *riešutais; todėl, kad valgė riešutų) apkeliavusi visus Himalajus: Tibetą, Mustangą, Zanskarą, Ladaką... Mes lipam ant stogo, sėdam po paskubomis ištemptu tentu, kur senas Tėjos vienuolis. DLKT
(58) Sogar 56 der 64 positiven Tests bei Gewichthebern wurden im vergangenen Jahr dank dieser Maschine (vgl. mit dieser Maschine vs. weil diese Maschine eingesetzt wurde) entdeckt. 1994 gelang es trotz doppelt so vieler Tests mit herkömmlicher Ausrüstung, nur 17 Gewichtheber zu erwischen, die gedopt hatten. DLKT
(59) Kažkas yra. Sužinojome, kad keleivis vardu Pieras Kino. Kelionėje per hipererdvę raketa gerokai nukentėjo ir į įprastą erdvę sugrįžo tik autopiloto dėka (plg. tik autopilotu vs. tik todėl, kad veikė autopilotas). Kino išgulėjo kameroje ilgiau nei metus – tiek laiko laivelis dreifavo kosmose. Kai mano žmonės surado keliautoją ir pažadino iš anabiozės, vargšelis... DLKT
(60) Die ästhetischen Möglichkeiten, die beredte Eigenart und Ausdruckskraft der Kantilene, die ausgefeilten dynamischen Nuancen, die nicht nur dank Meisterschaft, sondern auch dank eines ausgezeichneten Instruments (vgl. durch Meisterschaft und ein ausgezeichnetes Instrument). P. Berman bewies bei der Interpretation von P. Čaikovskis Konzert erneut, dass die Spielqualität und die Reife des Interpreten nicht allein durch die Tatsache einer einmaligen Aufführung bezeugt werden. DLKT
(61) O aš neužmiegu. Visą dieną galvojau apie rytdienos pokalbį dėl darbo. Taip sussesavau, kad net pakeičiau apmąstymų objektą (mažos pramolano dozės dėka) (plg. pramolano dėka; nes išgėriau pramolano / mažą pramolano dozę). Dabar galvoju apie Lešeką ir jo puselę. Kokia ji, o tiksliau – koks jis. Turbūt jam nieko nereikia savyje keisti. Ir viskas jame dera. DLKT
(62) [...] Vėliau, tik jo atvaizdą ant šarvojimo drobulės, į kurią jį suvynios prieš laidotuves, įtrynę kūną aliejais ir kitais stebuklingais tepalais, kurių [aliejų ir kitų stebuklingų tepalų] dėka (plg. todėl, kad kūnas įtrintas aliejais ir kitais stebuklingais tepalais; vs.
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auf denen sich ihr Bild auf Leinen abdrücken wird“, sagte er. Dann fügte er hinzu: „Sie werden lange hier zu Gast sein, deshalb bitte ich Sie, mich wenigstens gelegentlich zu besuchen.“ DLKT
(63) Sie genießt große Achtung und Dankbarkeit. Und solche Dankbaren gibt es sehr viele. Ich kenne eine Künstlerin, die sie vor dem Erblinden gerettet hat; meine eigene Mutter begann dank ihrer Kräuter (vgl. deshalb, weil sie ihre Kräuter einnahm; mit Hilfe ihrer Kräuter; im Gegensatz zu: von ihren Kräutern) die schmerzenden, sich versteifenden Finger zu beugen, und ich selbst, die Verfasserin der Zeilen, habe mich mehr als einmal mit Kräutertees behandelt, die sie empfohlen hatte. DLKT
(64) Sporte yra ryškių asmenybių, kurios beveik visose varžybose iškovoja „auksą“. Pergalės mes pasiekiame ne dopingo, o savo talento ir puikaus trenerių darbo dėka (plg. ne todėl, kad vartojame dopingą, o todėl, kad esame talentingi ir treneriai puikiai dirba). O išankstinis dopingo tarnybų nusistatymas – tai taip pat savotiškas spaudimas, psichologinė ataka prieš mūsų sportininkus. DLKT
(65) Langų konstrukcija yra tvirtesnė ir sandaresnė už standartinę, todėl ji leidžia panaudoti įvairią užsieninę furnitūrą. Nau joviškos konstrukcijos dėka (plg. dėl naujoviškos konstrukcijos;?dėl konstrukcijos) langai turi kur kas geresnes savybes negu įprastiniai. Naudojant tokius langus, šilumos nuostoliai sumažėja 34% palyginti su įprastiniais. DLKT
Es gibt Fälle, in denen die Konstruktion mit der Präposition dėka keine reine kausale Bedeutung hat: Die mit ihr ausgedrückte Ursache vermischt sich mit den Bedeutungen des Objekts – der Quelle (siehe Sätze 66–67), des Mittels (siehe Sätze 68–69) oder anderer Umstände – der Art und Weise (siehe Sätze 70–74), der Bedingung (siehe Sätze 75–77), der Zeit (siehe Satz 78 sowie die Korrekturen zu den Sätzen 14 und 17). Es ist möglich, dass sich im weiteren Kontext die synkretische Bedeutung dieser Konstruktionen mit dėka „herauskristallisiert“, das heißt, dass eine der Bedeutungen – die reine – deutlicher hervortritt. Wie dem auch sei, aus den Sätzen 79–86 wird klar, dass mit Konstruktionen mit dėka auch andere reine Umstände (Art und Weise, Bedingung, Einräumung) sowie ein Objekt (zum Beispiel ein Mittel) ausgedrückt werden.
(66) Es lohnt sich, kurz bei den im 15. Jahrhundert verfassten Paston-Briefen zu verweilen. Werfen wir einen kurzen Blick auf biografische Einzelheiten zu ihnen, die übrigens vor allem dank der Briefe bekannt sind (warum? woraus? vgl. aus den Briefen). Die Pastons waren eine bekannte, wenn auch nicht aristokratische Familie aus Norfolk (England) des 15. Jahrhunderts, die offenbar beträchtliche Kräfte darauf verwendete, ihre Rechte gegen die Intrigen der Aristokraten zu verteidigen. DLKT
(67) Die kretische Kultur ist durch die Forschungsarbeiten des bekannten englischen Archäologen A. Euans (1851–1941) und deren sorgfältige Beschreibung bekannt (warum? woraus? vgl. aus den Arbeiten und ihrer Beschreibung). Viele Entdeckungen A. Euans’ werden neu interpretiert, einige seiner Tätigkeiten (z. B. die Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten am Palast) kritisiert. DLKT
(68) Dazu trugen die Verzweiflung bei, die das ganze Land erfasst hatte, sowie die Notwendigkeit, die Dörfer besuchende Staatsbeamte zu „bewirten“. Mancher Dorfbewohner konnte sich nur dank Selbstgebranntem (warum? womit? vgl. Selbstgebrannter) gegen die Partisanen und die Steuereinnehmer wehren. DLKT
(69) Der alte Zauberer warf einen Blick auf das Abzeichen. „Ja, das ist eindeutig ein Zeichen, das auf Abhängigkeit hinweist. Aber nicht nur das. Dank dieser Abzeichen (warum? womit? vgl. mit diesen Abzeichen)
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Ein Vertriebener kann verfolgen, wo seine Leute sind. Man muss sie irgendwie loswerden. Könnte dieser verrückte Habicht sie vielleicht irgendwohin in die Abgeschiedenheit eines Dorfes entführen? DLKT
(70) Beim Essen, während die Eiche mit dem Honorar angenehm das Herz wärmte und den Gaumen der wiederentdeckte leichte Rotwein erfreute. Wahrscheinlich dank des Weins (warum? wie?) entdeckte er plötzlich, dass der litauische Schriftsteller im Grunde die ganze Zeit ein Hündchen gewesen war, das sich danach sehnte, zu dienen. DLKT
(71) – Trotzdem ist er bereit, dir sofort einen beträchtlichen Kredit zu gewähren, – Hela beobachtete seine Reaktion. – Das bedeutet, dass du dank Margas Testaments (warum? wie? vgl. aufgrund des Testaments) die Ländereien zurückerhältst und außerdem noch zusätzlich investieren kannst. Wenn du willst, kannst du es zu einem beträchtlichen Wohlstand bringen. Kurt wirkte nachdenklich. – Er braucht Geld. DLKT
(72) Zum Beispiel verraten die Verzweigungen des Hirschgeweihs das Alter des Tieres, und aus Form und Farbe der Blätter lassen sich seine giftigen und heilenden Eigenschaften erschließen. Dank solcher Zeichen (warum? wie?) lässt sich die Natur leichter erkennen. Es gibt keinen Berg, Stern oder kein Geschöpf, das dem Menschen seine Merkmale verbergen könnte, die sein „geheimes Wesen“ enthüllen. DLKT
(73) Das ist wunderbar. Solche ausgezeichneten Ergebnisse wurden dank einer wirksamen Behandlung und einer ausgezeichneten Pflege, dank der aufrichtigen Fürsorge der Angehörigen und der Ärztin aus der Umgebung für den Kranken erreicht. Dank (warum? wie?). Jetzt wird sein Gesundheitszustand von Hämatologen überwacht, da die Krankheit chronisch ist und ständige Betreuung erfordert. Am wichtigsten ist, dass sich der Mensch wohlfühlt. DLKT
(74) Die „Vandenis“, die der UAB „Grožis“ gehört, sank vor dem Kap Ventė, als sie eigenmächtig Fahrgäste beförderte und gegen die Schifffahrtsregeln verstieß. Nur dank eines Zufalls (warum? wie? vgl. zufällig; durch Zufall; aufgrund eines Zufalls) konnten Menschenleben gerettet werden. DLKT
(75) Denn das Volk treibt keinen Sport und schätzt die Körperkultur nicht, deshalb steigen nur kleine Sterne auf. Einzelne Menschen kommen nur dank großer Willenskraft und Talent (warum? unter welchen Bedingungen?)... Und der Mangel an Ethik unter den Sportlern schmerzt. Ich spreche sowohl von der Kleidung als auch vom Verhalten, wenn die Nationalhymne erklingt und den Gegnern Respekt erwiesen wird. DLKT
(76) Man muss den Menschen danken, die an einem solchen Gesetz gearbeitet haben. Denn in der Medizin kommt es vor, dass dank großer Anstrengungen, sagen wir, dank Chirurgen oder Hebammen (warum? wie? unter welchen Bedingungen?) ein Leben gerettet werden kann. Manchmal besteht dieses Leben lange als Leben, als Dasein; manchmal ist der Mensch ohne Beine und dann behindert. DLKT
(77) Doch jetzt geht sie herum und trägt besonders kurze Röcke und fünf Zoll hohe Schuhe. Platz 5 (120 cm). Heutzutage kann man dank langer Beine (warum? wie? unter welchen Bedingungen?) nicht nur eine glänzende Karriere machen, sondern auch das Herz eines Prinzen erobern. Das gelang dem wenig bekannten norwegischen Model Eva SASUM. DLKT
(78) Erfahrung in der Leitung großer Arbeitsgruppen oder in der wissenschaftlichen Forschung. Besondere Fähigkeiten, die dank langjähriger beruflicher Tätigkeit (warum? wann? vgl. während einer langjährigen beruflichen Tätigkeit) erworben wurden, um einzigartige Arbeiten auszuführen. DLKT
(79) Das heißt, die Spielzeuge werden zu Symbolen jener Gegenstände. Dabei ist die Ähnlichkeit des Spielzeugs mit dem Gegenstand, den es repräsentiert, völlig unerheblich; wichtig sind seine Funktion und die Möglichkeit, dank ihm [des Spielzeugs] zu... (wodurch?; vgl.
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(Spielzeug) eine darstellende Geste auszuführen. Nur so, meint Vygotsky, lässt sich das symbolische Spiel der Kinder erklären. Ein Bündel Lumpen oder ein Holzstäbchen. DLKT
(80) * Es werden Theorien herangezogen, die die Forschungsdaten erklären könnten; * Darstellung und Analyse der Forschungsdaten; * Ergebnisse und aufgrund dieser (wie? vgl. auf ihrer Grundlage; ihnen zufolge; gestützt auf sie) formulierte Theorie; * Bewertung und Diskussion der Ergebnisse; * Schlussfolgerungen, die sich aus dem wissenschaftlichen Problem ergeben. DLKT
(81) Die gemäß dem in Punkt 1 genannten Verfahren erzielten Vereinbarungen (wie? vgl. auf Grundlage des genannten Verfahrens; gemäß dem genannten Verfahren) müssen nach den in den Staaten, die Vertragsparteien dieses Vertrags sind, geltenden Vorschriften ratifiziert oder bestätigt werden. DLKT
(82) Metodologija, susijusi su tyrimo metodais ir technika. Šiame darbe edukologinių tyrimų metodologiją aiškiname kaip tam tikrą pažinimo teoriją, kurios [tam tikros pažinimo teorijos] dėka (kaip? plg. kurios pagrindu) atskleidžiame mokslinio mąstymo būdą ir principus. Kitaip sakant – tai būdų ir taisyklių visuma, padedanti gerai atlikti tam tikrą darbą. DLKT
(83) Glaube ist persönliche Gotteserkenntnis, die nur durch Erfahrung möglich ist (wie? vgl. durch Erfahrung). DLKT
(84) Rinkdamas įkalčius, jis susiduria su daugeliu nekaltų įtariamųjų, tikrina įvairias versijas, kol pagaliau loginių išvadų arba intuicijos dėka (kaip?) atskleidžia tikrąjį nusikaltėlį. Kaip ir „didžiojoje literatūroje“, detektyviniame romane tyrinėjama įvykių potekstė. DLKT
(85) Während der Revolution von 1905 wird erneut, wie schon Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, behauptet, dass sich dank der Gründung einer Hochschule in Vilnius (unter welchen Bedingungen?) hier beträchtliche Kräfte der litauischen Jugend versammeln würden, wodurch die Reihen der litauischen Intelligenz anwüchsen, denn diejenigen, die ihre Ausbildung im Ausland absolvieren, … DLKT
(86) Taigi ir nesustabdė veržlaus purvo ir bjaurasties srauto, tačiau padarė viską, ką galėjo. Jo pastangų dėka (plg. nors jis stengėsi / padarė viską, ką galėjo) Žemė netapo kiek gerėlesnė, o dabar metas pasitarnauti gimtosios Pažadėtosios planetos labui. Klienas atidžiai klausėsi piloto ir Makendriko pokalbio (dar plg., pavyzdžiui, sakinį (45))21.
In Satz 86 steht die mit dem concessiven dank gebildete Konstruktion bei der Beschreibung eines ungünstigen Zustands (wurde nicht besser) im Gegensatz zu dem in Satz 87 möglichen kausalen durch (oder wegen) mit Akkusativ. In Satz 88 wird mit den synonymen durch und dank die Ursache einer positiv bewerteten Handlung ausgedrückt (vgl. auch Sätze 27–29). In Analogie zu diesem durch wählt der Sprecher offenbar dank zur Bezeichnung einer Ursache in den Sätzen 89–94, in denen die vom Prädikat bezeichnete Handlung oder der Zustand neutral oder negativ bewertet wird.
21 Dieser Satz mit einem positiven Prädikat stammt aus DLKT: So hielt er den reißenden Strom aus Schmutz und Abscheulichkeiten zwar nicht auf, tat aber alles, was er konnte. Dank seiner Bemühungen (warum?) wurde die Erde ein wenig besser, und nun ist es an der Zeit, dem Wohl des heimatlichen Planeten der Verheißung zu dienen. Klienas hörte dem Gespräch des Piloten mit Makendrik aufmerksam zu.
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Zum Beispiel wird in Satz 93 mit der Konstruktion dank ihm [Hunt] die Ursache für den Ausgang einer negativ bewerteten Handlung ausgedrückt (mehrere Moosarten starben aus); der Norm zufolge müsste hier dank durch durch mit dem Akkusativ ersetzt werden. Der vorhandene Kontext erlaubt es jedoch, diese dank-Konstruktion, wenn nicht als Ursache eines positiv, so doch zumindest als eines neutral bewerteten Handlungsausgangs zu interpretieren (vgl. obwohl dank Hunt mehrere Moosarten ausstarben, ist die Sammlung von Leno Ellis jetzt eine der umfangreichsten der Welt). Auf einen neutral bewerteten kausalen Effekt kann auch der Gebrauch von dank in Satz 94 gestützt werden. Anders gesagt: So wie mitunter mit durch plus Akkusativ die Ursache einer neutral oder positiv bewerteten Handlung oder eines günstigen Zustands ausgedrückt wird, so bezeichnet die dank-Konstruktion die Ursache einer neutral oder negativ bewerteten Handlung. Die dank-Konstruktionen in den Sätzen 95–96 lassen sich doppeldeutig verstehen: Ob mit dank plus Genitiv die Ursache einer positiv oder negativ bewerteten Handlung beziehungsweise eines (un)günstigen Zustands bezeichnet wird, hängt davon ab, aus wessen Perspektive bewertet wird. Man kann annehmen, dass in den seltenen Fällen, in denen eine Handlung oder ein Zustand neutral bewertet werden kann, sich der allgemeine Kausalausdruck überschneidet, d. h. Konstruktionen mit den Präpositionen dank und durch verwendet werden.
(87) Per jo pastangas (plg. dėl jo pastangų; jo pastangomis; per jį) Žemė netapo kiek gerėlesnė.
(88) Deshalb bin ich ein Luftschlösserbauer geworden! – Du verlangst, dass ich Angst bekomme, dabei schläfst du selbst mit offenen Augen und durch ein Wunder, das heißt, dank mir allen Fallen und Gruben entgehst, – freute sich der Magier verschmitzt. – Denk daran: Das Glück währt nicht ewig, in einer Sekunde kann ein Wolkenkratzer einstürzen. DLKT
(89) Anders gesagt: Es ist völlig klar, dass das ganze System im Dorf nur dank zweier „Jungen“, wenn man sie so nennen kann – Herrn G. Vagnorius und Herrn R. Survilas (vgl. durch Herrn G. Vagnorius und Herrn R. Survila) – zur Zerstörung freigegeben wurde, ohne sie durch irgendetwas zu ersetzen. DLKT
(90) Du musst es nicht wissen. Jedenfalls nicht in dieser Phase. – Verstanden. – Alex legte Messer und Gabel hin. Eigentlich hatte er auch gar nichts gegessen. – Mein Onkel war Spion. Ihretwegen (vgl. durch Sie) ist er tot. Ich habe zu viel herausgefunden, also haben Sie mich betäubt und hierhergebracht. Übrigens, wo bin ich? – Dies ist eines unserer Ausbildungszentren, erklärte er. DLKT
(91) Herr Ž. Juršėnas und die gesamte LDDP haben Angst bekommen, weil sie sich so lange wie möglich am „Futtertrog“ der Macht halten wollen und mit keinem Wort erwähnen, dass ihretwegen (vgl. durch sie) Litauen allmählich zugrunde gerichtet wird. Kazimieras Uoka betont, dass alle rechtschaffenen Litauer vorgezogene Seimas-Wahlen fordern müssen. DLKT
(92) Ist er an der Reihe, mir dieses Rätsel aufzugeben? Dann werden wir sehen, ob ich recht hatte, als ich die Pfeife aus dem Holz schnitzte. Warum hat es nicht gereicht? – Ich überlege, Valentin... Ich überlege, wie ich deinetwegen (vgl. durch dich) damals vor der ehrenwerten Gesellschaft blamiert hätte. Dank meiner Mutter. Sie rettete das Ansehen der Tragödiendarstellerin... DLKT
(93) Mit dem treffenden Nachnamen George Hunt „jagte“ in Großbritannien so eifrig Moose, dass seinetwegen (vgl. durch ihn) wahrscheinlich mehrere Arten von ihnen ausstarben. Aber gerade dank solcher Bemühungen
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Heute ist Leno Ellisos Sammlung eine der umfangreichsten der Welt. Alle 780 000 ihrer Belege sind auf große Bögen dicken Papiers gepresst. DLKT
(94) Und was soll man erst von den Volksliedern sagen! Die Zeichen des Dorfes Simaniškiai. Mein Vater Jonas Černa (übrigens wurde ich dank des Pfarrers von Rozalimas zu Čarna, dank (vgl. über den Pfarrer von Rozalimas), der mich mit einem leicht veränderten Nachnamen ins Taufregister eintrug) war nicht nur im ganzen Dorf, sondern weit darüber hinaus als Sänger bekannt. Das Lied begleitete mich. DLKT
(95) Es war stets schwierig, unwiderlegbare Beweise für mit dem Tod zu bestrafende Verbrechen zu finden, und dank unehrlicher Anwälte (vgl. durch unehrliche Anwälte) blieben die Schuldigen oft unbestraft – als Einsli darüber nachdachte, kam ihm zuerst der Fall O. J. Simpsons in den Sinn. DLKT
(96) Er hörte dem Kontrolleur aufmerksam zu, also verstand er wohl, dass diese Probleme schon vor langer Zeit angesprochen worden waren und dass diese Frage dank einiger ehrenwerter Herren unserer Fraktion (vgl. durch einige ehrenwerte Herren unserer Fraktion) nicht gelöst wurde. Unser Ausschuss hatte zuvor vorgeschlagen, den ehemaligen Stadtplaner wegen dieser Verbrechen – ich scheue mich nicht, dieses Wort zu gebrauchen – seines Amtes zu entheben … DLKT
Aus dem bisher Gesagten wird deutlich, dass die Verwendung des kausalen dėka hinsichtlich des abhängigen Satzglieds lexikalisch nicht eingeschränkt ist: Konstruktionen mit dieser Präposition werden sowohl mit Substantiven oder sie vertretenden Pronomen verwendet, die Belebtes (Personen, Tiere) als auch mit solchen, die Unbelebtes (Konkretes, Abstraktes) bezeichnen (ähnlich wie auch bei den kausalen per oder dėl). In den Fällen, in denen als Genitivergänzung zu dėka ein einzelnes konkretes Substantiv steht (dank der Mutter; dank des Autopiloten), lässt sich die kausale Präpositionalphrase nicht immer durch eine kausale dėl-Konstruktion ersetzen; Letztere kann eine Zweckbedeutung nahelegen. Die kausale Bedeutung einer dėka-Konstruktion mit einer solchen lexikalischen Zusammensetzung erschließt sich selbst indirekt aus dem weiteren Kontext oder wird in einer Wortverbindung sichtbar (vgl. etwa die Sätze 56–57, 63). Die kausale Bedeutung wird aus der dėka-Konstruktion selbst unmittelbar deutlich, wenn auf dėka abstrakte Substantive folgen (dank der Mühe der Mutter; dank eines Zufalls; vgl. wegen der Mühe der Mutter; wegen eines Zufalls) oder wenn Substantive, die konkrete (belebte oder unbelebte) Dinge bezeichnen, eigene abhängige Wörter haben (dank des guten Nachbarn; dank des von Ihnen gegebenen Schlüssels; dank der gewitzten Hrasa; vgl. dank der Güte des Nachbarn; dank Hrasas Gewitztheit). Solche dėka-Konstruktionen sind häufig synonym mit Konstruktionen mit dem verallgemeinernden kausalen dėl. Anders gesagt: In Anlehnung an E. Valiulytės (1998: 362–371) Unterscheidung zwischen unmittelbaren und mittelbaren Ursachen bei Konstruktionen mit der Präposition nuo können wir von einer solchen Unterscheidung auch bei dėka im Fall einer verallgemeinerten Ursache sprechen.
Neben seiner typischen – kausalen – Bedeutung weist die dėka-Konstruktion auch andere – nichtkausale – Bedeutungen auf. Einige davon sind synkretistisch, andere eindeutig.
Im Folgenden können wir die durch Konstruktionen mit der Präposition dėka ausgedrückten Modifikatoren betrachten. Simon Dik unterscheidet in seiner Funktionalen Grammatik (1989; 1997) vier Ebenen von prädikatsbezogenen Modifikatoren (oder, in S. Diks Terminologie, Satelliten (engl.
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satellites)). Modifikatoren, die nicht zur nuklearen (engl. nuclear) Satzprädikation gehören, bilden die Kern- (engl. core) oder erweiterte (engl. extended) Prädikation (d. h. sie gehören weder zum Prädikat noch zu dessen Argumenten). Modifikatoren der ersten Ebene sind prototypische, auf das Prädikat selbst bezogene Modifikatoren (Art, Mittel, Qualität usw.; niederl. VP-interne Adjunkte), die das durch das Hauptprädikat ausgedrückte Ereignis modifizieren oder näher bestimmen, oder, mit S. Diks (1989: 192–193; 1997: 225–226) Terminologie, die durch die nukleare Prädikation (engl. nuclear predication) ausgedrückten Sachverhalte (engl. states of affairs (SoA)); z. B.: Onutė zeichnet schön. Diese Modifikatoren fallen in den Skopus der Prädikatsnegation. Ersetzen wir beispielsweise das positive Prädikat im Satz 82 durch ein negatives, sehen wir, dass sowohl das Prädikat (aufdecken) als auch die Art und Weise mittels dėka negiert wird (vgl. Dank der Erkenntnistheorie (wie?) decken wir die Art und die Prinzipien wissenschaftlichen Denkens nicht auf, d. h. wir decken sie auf andere Weise auf; ähnlich wie Onutė zeichnet nicht schön, d. h. Onutė zeichnet so, wie es ihr gelingt).
Modifikatoren der zweiten Ebene werden auf Satzebene unterschieden (niederl. VP-externe Adjunkte); sie drücken Sachverhalte hinsichtlich Ort, Zeit, Ergebnis, Zweck, Ursache usw. aus (Dik 1989: 206–208; 1997: 243–244), z. B.: Jonas gestern Abend traf Onutė auf dem Kathedralenplatz. Solche Satzadverbiale liegen außerhalb des Skopus der Prädikatsnegation. Zu den Prädikatsmodifikatoren der zweiten Ebene – den Adverbialen – gehören die kausalen dėka-Konstruktionen. Paraphrasiert man positive Sätze mit kausalem dėka ins Negative, wird das Prädikat negiert, nicht aber die dėka-Konstruktion. Das kausale dėka behält seine Bedeutung (vgl. die Paraphrase von Satz 56: Vielleicht hat er nur dank des Salzes (d. h. durch das Salz) acht Jahre lang die Mutter nicht überlebt), oder es wird, wie bereits erwähnt, konzessiv. Der Negationsskopustest kann auch bei jenen Verwendungsfällen von dėka helfen, in denen die Bedeutung der Präpositionalkonstruktion als synkretistisch verstanden werden kann. Ersetzen wir beispielsweise im Satz 75 das positive Prädikat (gelang) durch ein negatives (gelang nicht), sehen wir, dass die dėka-Konstruktion eine Konzession ausdrückt, vgl.: Jedenfalls gelang es mir gerade dank dieser Überlegungen nicht, mich zu beruhigen. Das würde dafür sprechen, dass dėka im positiven Satz 75 eher eine ausgeprägte kausale als modale Bedeutung hat (ähnlich auch in den Sätzen 76–78). Oder nehmen wir Satz 67: Ersetzen wir das positive Prädikat (ist bekannt) durch ein negatives (ist nicht bekannt) und paraphrasieren den Satz folgendermaßen: Die Kultur Kretas ist dank der Forschungsarbeiten und ihrer sorgfältigen Beschreibung durch den englischen Archäologen A. Evans (1851–1941) nicht bekannt, sehen wir, dass hier auch die dėka-Konstruktion negiert wird; folglich drückt dėka hier eher keine Ursache, sondern eine Quelle aus – einen Modifikator der ersten Ebene22.
22Modifikatoren der dritten und vierten Ebene werden im Artikel nicht gesondert behandelt. Kurz gesagt: Modifikatoren der dritten Ebene sind propositionale Modifikatoren (bei Dik (1989: 252–253; 1997: 297–298) attitudinal satellites); sie drücken die Bewertung des Sachverhalts durch den Sprecher aus. Anders gesagt, es handelt sich um modale Satzadverbiale, z. B.: Zum Glück habe ich dich getroffen. Modifikatoren der vierten Ebene sind illokutionäre Modifikatoren (engl. illocutionary satellites) (Dik 1989: 258 ff.; 1997: 304 ff.) oder
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Dank im heutigen Litauischen
So werden im heutigen Litauischen mit Konstruktionen aus der Präposition dėka und dem Genitiv Modifikatoren der ersten und zweiten Ebene ausgedrückt. Es bleibt die Frage, ob dėka nur als Präposition verwendet wird. Anders gesagt: Hat dėka den Bezug zu den Bedeutungen des Substantivs dėka verloren? Betrachtet man seltene Sätze aus dem DLKT wie 97–101, so zeigt sich, dass dėka in den Bedeutungen ‚Danksagung, Ausdruck von Dankbarkeit‘ und ‚Gnade‘ verwendet wird.
Dank mit Genitiv kann mit der Semantik des Substantivs Hilfe zusammenhängen. Das zeigt sich daran, dass in Satz 102 sowie in den DLKT-Sätzen 103–108 gleichwertige normative Varianten vorliegen (vgl. auch Satz 63)23. Die synonymen Beziehungen zwischen dėka und Hilfe erlauben die Feststellung, dass sowohl mit dėka und Genitiv als auch mit dem Substantiv Hilfe und Instrumental der Grund ausgedrückt wird (vgl. Sätze 103–104), und dass dėka-Konstruktionen in den Sätzen 105–108 eine synkretistische Bedeutung (Grund und Art und Weise) haben (vgl. Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 35). Aus den Sätzen 109–111 geht hervor, dass die Präposition dėka auch mit der Präposition pagalba verwandt ist, die Art und Weise, Grund oder – weniger typisch – Mittel bezeichnet (ausführlicher dazu siehe Vaičiulytė-Semenienė 2016).
(97) Schön habt Ihr es genannt – ein Opfer. Vielleicht einigen wir uns so. Da Sie, Hochwürden, ein Mensch von dieser Welt sind, werde auch ich einer sein. Schon als Kind hörte ich meinen Vater sagen: Dank um Dank. Marcelinas Kalenda wurde unruhig, streckte die Hand aus, um Povilius an der Schulter zu berühren, zog sie aber zurück. – Wie soll ich das verstehen, mein Freund? DLKT
(98) Homonym dazu ist der Instrumental Singular des Substantivs, vgl.: Mit einem Dank (d. h. durch Danksagung) kommst du nicht davon, du wirst bezahlen müssen. DLKT
(99) Der schwächer werdende Lebenskraft brauchte immer weniger Raum, doch er wich nicht von der sprudelnden, brodelnden, reifenden Erde; dank ihr hatte er sich alles aufgebaut. Gewiss, jetzt begehrte er sie mehr denn je, und sei es nur ein stilles Eckchen im Garten. So schlief er denn in diesem Garten ein, die Hände gefaltet. DLKT
šnèkos akto (plg. Holvoet, Pajėdienė 2005: 95); jais modifikuojama ar specifikuojama šnekos akto ilokucinė vertė, t. y. reiškiamas kalbėtojo komentaras šnekos akto atžvilgiu, pvz.: Atvirai kalbant, jis yra nemandagus.
Zur vorgeschlagenen Einteilung der Adverbialbestimmungen (Modifikatoren) im Litauischen vgl. Holvoet, Pajėdienė (2005); ebenda findet sich auch ein Überblick über die in anderen litauischen Grammatiken vorgestellten Auffassungen.
23 Die Wechselbeziehung von „dank“ und „mithilfe“ begründen auch andere vorgeschlagene Korrekturen (z. B.: Dank guter Menschen habe ich mein Studium abgeschlossen (|| mit Hilfe guter Menschen, unterstützt von guten Menschen (Šukys 1998: 546; Šukys in Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 34)), sowie Beispiele aus dem elektronischen LKŽ-Karteikasten, gefunden im Informationssystem für litauische Sprachressourcen (LKIIIS), z. B.:
Vgl. den synonymen Gebrauch der deutschen Präpositionen dank und mithilfe mit Genitiv, z. B.: Mithilfe/Dank der Lesebrille kann Opa endlich wieder Zeitung lesen.
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(100) So betrachtet, können wir die Worte der Synodenväter verstehen: Die Berufung jedes Priesters besteht in der Kirche und für die Kirche und erfüllt sich dank ihrer. Das bedeutet, dass jeder Priester seine Berufung vom Herrn durch die Kirche als Gnadengabe, als gratia gratis data (charisma), erhält. DLKT
(101) Und der Gastwirt Lafouache kam mehr schlecht als recht über die Runden, unterstützt von den Mühlenarbeitern und Bauern, die Getreide zum Mahlen brachten, dank (vgl. der Gunst der Bauern, die Getreide zum Mahlen brachten). Sonntags kamen auch andere Kunden bei ihm vorbei – der eine oder andere Bewohner aus dem benachbarten Dorf Arto. Doch ihn ereilte ein Unglück. DLKT
(102) Dank meines Onkels (| Mit Unterstützung (Förderung, Ermutigung) meines Onkels) ging ich zum Studium ins Ausland. (zitiert nach Miliūnaitė, Hrsg., 2003: 35)
(103) Dekša. – Visai nenoriu, turtas manęs niekuomet nedomino, nors gerai suprantu, kad be turto vargų galima ką nors pasiekti. Jūs man daug padedate, jūsų dėka (plg. su jūsų pagalba) aš studijuoju, esu sotus ir tinkamai apsirengęs. Suprantu, testamentas yra testamentas, tai lyg apsidraudimas nuo netikėtumų. DLKT
(104) [...] Arksis Mundi war das Zentrum der Welt. Als es zerstört wurde, verschwand auch die Kultur der Lilim, denn sie konnten die Kraft des Lichts nicht nutzen. Heute, dank unserer Hilfe (vgl. mit unserer Hilfe; von uns unterstützt, weil wir helfen), leben die Lilim besser. In Gestalt des Steinlichts gab ich den Lilim ein neues Herz, und nun wächst und gedeiht der Organismus dieser Gesellschaft und wird größer. DLKT
(105) Prieš poną Zatureckį viską suvertei ant manęs, o prieš mane – suvertei ant pono Zatureckio. Bet, žinok, aš vis tiek susirasiu tą darbą. – Kalouseko dėka? (plg. kaip?/kodėl? su Kalouseko pagalba) – pasistengiau būti kandus. – Tik ne tavo dėka! Tu visur taip praktiškai, kad nė pats nesuvoki. – O tu suvoki? – Suvokiu. Konkurso tu nelaimėsi. (plg. sakinį (2)) DLKT
(106) Der Junge fühlt sich beim Reiten sicher; dank ihm (vgl. wie?/warum? mit seiner Hilfe) überwindet er die trennenden Räume, Grenzen und Hindernisse und reitet zudem recht kühn in die zum Haus des Mädchens gehörenden Bereiche hinein. DLKT
(107) [...] Er würde es nicht hören, denn er ist nicht der Coolste der Welt, – lachte Monika. – Hör mal, ich weiß, dass du ihn nicht besonders leiden kannst, aber er liefert mir Material, und nur dank ihm (vgl. wie?/warum? mit seiner Hilfe, nur weil er mich unterstützt) kann ich an bestimmte Orte gelangen, von denen ich sonst nicht einmal gewusst hätte. – Aber magst du ihn? – Na ja... so wie die anderen auch. Ich weiß nicht. DLKT
(108) Und viele feiern mit ihr Geburtstage, Namenstage oder andere besonders wichtige Familienfeste. Vor sechzehn Jahren, dank ihres Schwiegervaters (vgl. wie?/warum? mit Hilfe ihres Schwiegervaters; durch ihren Schwiegervater), kam sie zum Fernsehen und erarbeitete sich durch professionelle Arbeit eine starke Position; heute gesteht die wohl beste BTV-Ansagerin, dass sie ohne sie nicht leben kann. DLKT
(109) Nach Ansicht der Ethologen entwickeln Kinder instinktiv eine Bindung zu ihren Eltern oder zu der Person, die sich gerade um sie kümmert (wie?/warum?) dank des Imprintings (vgl. durch Imprinting). Ethologen unterscheiden zwei Phasen der sozialen Entwicklung: das allgemeine Imprinting und das spezifischere Imprinting. DLKT
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(110) Mit rostigen Eisenstücken stützen sie die größten Metallschrotthaufen ab, schweißen aus einem unhandlichen Gegenstand Beulen zusammen, reparieren kleine Belarussen und andere Geräte; (womit?/wie?) dank ihnen (vgl. mit ihnen) werden Grundstücke bearbeitet, sogar die Ländereien von Landwirten und Unternehmen. Keiner von ihnen hat den Gediminas-Orden erhalten; was sie von ihrem unabhängigen Staat bekommen haben – verschweigen wir lieber. DLKT
(111) Die Heilwirkung war wirklich nicht schlecht. Eine hellsichtige georgische Friseurin (die mit dem Herrn selbst spricht) (wie?/warum?) dank des Wassers und unserer schwächelnden Regierung (vgl. mit Wasser und mithilfe unserer schwächelnden Regierung) versorgte sich und ihre Kinder mit Wohnungen und der litauischen Staatsbürgerschaft. Die Frau behandelte mit Wasser und Toilettenpapier Linke und Rechte, Präsidenten. DLKT
6. ZUSAMMENFASSUNG
In der heutigen litauischen Sprache wird dank gewöhnlich als Präposition, selten als Substantiv verwendet.
Die lexikalische Zusammensetzung der Konstruktionen mit der Präposition dank ist nicht begrenzt: Als Genitivkomplement zu dank treten Substantive auf, die belebte (Personen, Lebewesen) und unbelebte (konkrete, abstrakte) Dinge bezeichnen, oder Pronomen, die diese ersetzen. Am häufigsten ist die Ergänzung zu dank ein abstraktes Substantiv (62,7%), seltener ein konkretes (37,7%). Angesichts der Gebrauchstendenzen sollte die Norm wahrscheinlich erweitert und präzisiert werden.
Typischerweise wird mit der Konstruktion aus der Präposition dank und dem Genitiv eine verallgemeinerte Ursache ausgedrückt. In der Regel wird damit der Hintergrund einer positiv bewerteten Handlung oder eines günstigen Zustands bezeichnet, selten der Hintergrund eines negativ oder neutral bewerteten Sachverhalts. Im letzteren Fall überschneidet sich dank mit der Kausalkonstruktion mit durch.
Mit Konstruktionen mit dank wird die Ursache direkt oder indirekt ausgedrückt. Indirekt wird die Ursache durch die Präposition dank mit dem Genitiv eines einzelnen konkreten Substantivs, eines es ersetzenden Pronomens oder eines verallgemeinernden Pronomens ausgedrückt, d. h. in Fällen syntaktischer Kondensation (vgl. dank der Mutter; dank der Kühe; dank der Gräser; dank dessen); direkt, wenn als Ergänzung ein abstraktes Substantiv auftritt oder ein konkretes Substantiv einen Modifikator hat (vgl. dank eines Wunders oder Zufalls; dank der Güte der Mutter / einer guten Mutter; dank der Gunst der Menschen und der Sterne / wohlgesinnter Menschen und Sterne; dank der Kraft von Valdeks Händen / starker Hände Valdeks; dank der getrunkenen Kräutermischung; dank der erlernten anderen Sprache; dank des von Ihnen gegebenen Schlüssels).
Auch Konstruktionen mit dem Genitiv weisen weitere Bedeutungen auf. Einige davon sind synkretisch, andere rein. Mit der Präposition dank und dem Genitiv wird das (offenbar weniger typische) Instrumentalobjekt sowie Umstandsangaben der Art und Weise, der Bedingung und der Einräumung ausgedrückt. Die kausale Bedeutung von Dank-Konstruktionen kann mit objektiven Bedeutungen (Quelle, Mittel) oder Bedeutungen anderer Umstandsangaben (Art und Weise, Bedingung, Zeit usw.) verflochten sein. Es erscheint sinnvoll, die Polysemie von dank erneut zu untersuchen und neu zu bewerten.
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Im heutigen Litauischen werden mit Konstruktionen mit der Präposition dėka Modifikatoren der ersten und zweiten Ebene ausgedrückt, wobei erstere mit dem Prädikat selbst und letztere mit dem ganzen Satz verbunden sind. Aus der Untersuchung geht hervor, dass Konstruktionen mit der sekundären Präposition dėka aus der zweiten Modifikatorebene in die erste „vordringen“, d. h. in die Ebene der Objektumstände und der mit dem Prädikat selbst verbundenen Umstände.
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Dėka in Contemporary Lithuanian Language
SUMMARY
Based on the material from The Corpus of Contemporary Lithuanian language (CCLL), the article analyses the use of dėka as a preposition or a noun. The aim is to discuss dėka and the lexical composition and semantics of its constructions with the genitive case.
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The study shows that in contemporary Lithuanian language dėka is usually used as a preposition; in rare cases it goes as a noun.
The lexical composition of the constructions with the preposition dėka is not limited: nouns denoting animate (people, living beings) and inanimate (concrete, abstract) things or the pronouns substituting for them go as the genitive complement of dėka. As a rule, the governed word of dėka is an abstract noun (62.7 per cent); less commonly, it is a concrete noun (37.7 per cent). Taking into account the tendencies of usage, the norm should probably be expanded and revised.
Typically, the construction with the preposition dėka with the genitive expresses a generalised cause. Usually, they specify the background of a positively evaluated action or a favourable state; in rare cases, they express the background of an action evaluated in a negative or neutral manner. In the latter case, dėka overlaps with the causal per construction.
Cause is expressed by dėka constructions either directly or indirectly. Cause is indirectly expressed by means of the preposition dėka in combination with the genitive of a concrete noun, the pronoun substituting for it or a pronoun of general reference, i.e. cases of syntactic condensation (cf. marnos dėka; karvių dėka; žolių dėka; to dėka); it is directly expressed when an abstract noun goes as its governed word or when a concrete noun has its modifier (cf. stebuklo ar atsitiktinumo dėka; mamos gerumo / geros mamos dėka; žmonių ir žvaigždžių palankumo / palankių žmonių ir žvaigždžių dėka; Valdeko rankų stiprumo / stiprių Valdeko rankų dėka; išgerto žolių mišinio dėka; išm estos kitos kalbos dėka; jūsų duoto rakto dėka).
Other meanings are also characteristic of dėka constructions with the genitive case. Some of them are syncretic, others are pure. The preposition dėka with the genitive expresses the object of (an apparently less typical) instrument as well as the adverbial modifiers of manner, condition, concession. The causal meaning expressed by dėka constructions can be intertwined with the meanings of object (source, instrument) or other adverbial modifiers (manner, condition, time, etc.). It therefore seems meaningful to re-consider and re-evaluate the polysemy pertaining to dėka.
In contemporary Lithuanian the constructions of the preposition dėka are used to express first- and second-level modifiers where the former are related to the predicate itself and the latter are linked with the whole sentence. From the second modifier level the constructions with the secondary preposition dėka penetrate to the first modifier level, i.e. the level of object and predicate related adverbial modifiers.