Page 1Vincentas DROTVINAS
Pädagogische Universität Vilnius
AUS DER GESCHICHTE DES WORTES SCHÜLER
Meine Schüler aus Veliuona schrieben die Grammatik
Aus Antanas Juškas „Lieder“
Die Urheberschaft des Begriffs mokinys wird gewöhnlich mit dem Namen Jonas Jablonskis’ in Verbindung gebracht. Als Jonas Jablonskis in Antanas Juškas Wörterbuch das Beispiel Jautis dar mokinys, d. h. jį mokina arti, fand, begann er als Erster, dieses Wort nicht nur in der Bedeutung „ein zum Pflügen abgerichteter Ochse“, sondern auch im Sinne von „ein schulpflichtiges Kind oder ein Jugendlicher“ zu verwenden (siehe unten). Der Weg des Schülers in die Bildungsterminologie und den heutigen Sprachgebrauch war jedoch nicht so geradlinig und einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Tatsächlich ist die Geschichte dieses Begriffs viel älter und komplexer und zugleich auch interessanter.
Ein spezieller Begriff zur Bezeichnung eines Kindes oder Jugendlichen, der eine Ausbildung durchläuft, wurde nötig, als die Unterweisung der Jugend institutionalisiert wurde, das heißt, als in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die ersten Grundschulen in Litauen ihren Betrieb aufnahmen. Wie wir wissen, wurde die erste Schule 1397 bei der Kathedrale von Vilnius gegründet. Schulen wurden bei Kirchen eingerichtet. 1528 forderte das Domkapitel von Vilnius dazu auf, bei den Kirchen Grundschulen zu gründen und litauischsprachige Vikare anzustellen, deren Aufgabe es war, die Kinder zu unterrichten. Üblicherweise unterrichteten jedoch Organisten oder Sakristane, oft Polen, die nur einige Kenntnisse des Litauischen erworben hatten. Die Schüler der ersten Schulen waren auch Kirchendiener, sangen im Kirchenchor und dergleichen. Für die Bezeichnungen Schüler, ebenso wie Schule und Lehrer, gab es zunächst keine litauischen Begriffe. Daher wurde der Schüler mit aus dem Polnischen entlehnten Wörtern žakas, žekas, že keli1 bezeichnet. Zum ersten Mal
1 žėkas poln. žak „Schüler einer Kirchenschule; jugendlicher Sänger“, vgl. žekelis, poln. żaczek. Das Polnische hat dieses Wort, wie viele andere religiöse Begriffe, über das Tschechische (vgl. žak) aus dem volkssprachlichen Vulgärlateinischen diacus, diaconus übernommen. Das Wort жак „Bursenschüler, Sänger“ war im Altostslawischen und Ukrainischen gebräuchlich (siehe Фасмер Макс. Этимологический словарь русского языка в четырех томах. Том II. Издание второе стереотипное. Москва: Прогресс, 1986, 34).
112
Page 2Den Termin žėkas finden wir in Martynas Mažvydas’ Katechismus: Hei Welpatis wiſłaky ant ßmaniu suſimilkiet Kunigump ßekump ßmanes tremkiet. Das Lehnwort žėkas war auch in den handschriftlichen und gedruckten deutsch-litauischen Wörterbüchern Kleinlitauens des 17.–18. Jahrhunderts weit verbreitet, allerdings neben Synonymen, zum Beispiel Schüler žėkas Szu lokas Lexicon Lithuanicum 77; Schüler. Mokintinis, iš. M. Zekas, ko. M. Szulokas, ô. M. ka, ôs. (-ė-ės) F. Clavis Germanico-Lithvana III (495–507) und dergleichen. In Litauen hatte žėkas, wie die Beispiele zeigen, auch weitere Synonyme: Neben dem selteneren škalinis (siehe unten) waren auch andere Wörter verbreitet, etwa studentas, učnius (polnisch uczeń). Mit dem Wort žėkas erklärte Simonas Daukantas das Hybridwort šuilokas, vgl. Die hier gegebenen Predigten eignen sich für jeden Einzelnen sehr, besonders für die šuilokas (žėkas), die zum letzten Mal zur šuilė (Schule) gehen (zit. nach „Lietuvių kalbos žodynas“ 15, 1993, 323). Hier sei hinzugefügt, dass Daukantas (also Mitte des 19. Jahrhunderts) keine litauischen Entsprechungen für die polnischen Wörter szkota, szkotaż, szkolnik und dergleichen gefunden hatte.2
Somit war der Polonismus žėkas in den litauischen Schriftdenkmälern nicht die einzige Bezeichnung für diesen Begriff. Es gab auch das litauische Ersatzwort mokinys. Am frühesten findet sich das Wort mokinys in der ersten Ausgabe von Konstantinas Sirvydas’ „Wörterbuch der drei Sprachen“: žak / scholasticus, discipulus, zieks mokinis, SD₁ (208), vgl. auch žacek / tyro tyrunculis, ziekeiis; żakowski / scholaris, żieku (ebenda). Wahrscheinlich war es eine der ersten von Sirvydas selbst geschaffenen Neubildungen. Obwohl die Wortbildung von mokinys, wie seine weitere Geschichte zeigt, auch regelmäßig ist, war Sirvydas’ mokiniui nur ein kurzes Leben beschieden. Dass das Wort in der litauischen Sprache nicht verbreitet war, zeigt sich daran, dass wir bereits in der Ausgabe des Wörterbuchs von 1642 statt mokinīs nur szkalinis: szkolny / literarius, Scholasticus, Szkalinis SD₃ (436), Scholasticus (Scholaris, Szkalinis) (518) finden; zur Wortbildungsgrundlage vgl. szka-la: Szkola / Schola, Academia, Szkala SD₁ (179), Szkola / Schola, Szkala SD₃ (436). Hier ist hinzuzufügen, dass Sirvydas’ Wörterbuch auch eine Variante von mokinio enthält, nämlich mokytinis: Kuśnierczyk / tyro huius opificij mokitinis kuśnieriaus SD₁ (69); Malarczyk / tiro huius opificij, mokitinis malariaus SD₁ (76); Vczén / Discipulus. Mokitinis SD₁ (184); Krajamowski vczeń /
2 Großes polnisch-litauisches Wörterbuch 3. Herausgegeben von Giedrius Subačius, Vilnius, 1996, 174.
113
Page 3Declamator / Mokitinis gracios iškalbos SD3, (128); Vczeń / Diſcipulus. Mokitinis SD3 (453), vgl. Kráfomowſtwo / Krafomowſka nauka / Rhetorica, Eloquentia. Gražy kalba / gauſi kalba (ebenda).
Mokytinis (mokintinis) ist von Mažvydas’ Schriften bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts belegt und findet sich besonders häufig in den handschriftlichen und gedruckten Wörterbüchern Kleinlitauens aus dem 17.–18. Jahrhundert, zum Beispiel Junger. Pafuntinnis, io. M. Mokintinnis II 503, Lehrling mokintinis Lex (58); bei F. Pretorius Lehrjung Mokintinnis, ęs. (=io.–V. D.) M. II (654), im deutsch-litauischen Wörterbuchmanuskript von 1728 (in Halle) Mokintinis (5926), Mokintinis (neben Jungfer, Jumprowa Prowa eingetragen (13441), Lehrling Mokintinis (15020); bei J. Brodovskis Lehrjung Mokintinis (762), Jünger Chriſti (discipulus) Mokintinis, Pafuntinis, Jünger in Mokitinė (764); Lehrjung Mokintinis (860), Lehr Mägdelein Mokitinė (860); bei P. Ruigys Mokitinis, ino, m der Lernende, Schüler, Lehrburſch (89), Jünger, Klauſytojis, ojo m. Mokitinis, nio. II (217), Lehrjung, Mokintinis, nio, m. II (241), vgl. auch K. G. Milkaus Wörterbuch. Dieses Wort wurde auch in Nesselsmanns „Wörterbuch der litauischen Sprache“ (1851) übernommen und findet sich ebenfalls in F. Kurschats Wörterbüchern, zum Beispiel:
Jünger, der Lehrling. mokintinis, die J. Christi, Kristaus mokitinei (1870, 672);
Lehrling, der, mokintinis, io beim Handwerker, auch burſch (1874, 18); mokitinis, -io Sbst. Lehrling. Schüler, in der Bibel die Jünger Christi, Johannis (1883, 260).
Bemerkenswert ist, dass wir im sogenannten Krause-Wörterbuch, einem handschriftlichen Wörterbuch Kleinlitauens aus dem 18. Jahrhundert, neben Diſcipel mokintinis (12310), Lehrling mokintinnis (3233) auch das Wort mokimys: Jäger Jung. Jiegerjungs mokinnys finden (278). Dies ist nach dem Wörterbuch von K. Širvydas der zweite Beleg dieses Wortes.
Dennoch setzte sich mokinys nicht durch, da es der Konkurrenz von mokintinio, mokitinio und nichtlitauischen Synonymen nicht standhalten konnte. Daher dürfte mokinnys aufgrund seiner geringen Verbreitung kaum zu den Bezeichnungen für Handelnde mit dem adjektivischen Suffix *-no- kalinys, kurtinys, pasiuntinys passen, die nach Ansicht der Fachleute für historische Wortbildung seit dem 16.–17. Jahrhundert weit verbreitet waren.3
3 A m b r a z a s S. Die Entwicklung der Substantivbildung. Verbale Ableitungen im Litauischen, Vilnius, 1993, 127–128.
114
Page 4Wie die weitere Geschichte dieses litauischen Begriffs zeigt, lag mokinys, konserviert und verstaubt, von der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts praktisch unbekannt und ungebraucht auf den Seiten der Wörterbücher.
Am Ende des 19. Jahrhunderts tritt das litauische Wort mokinys wieder vor unsere Augen. Zur Wiederbelebung des Wortes trug Jonas Jablonskis wesentlich bei: Er hatte es im litauischen Wörterbuch von Antanas Juška und in dessen aufgezeichneten „Litauischen Liedern“ gefunden. In dem von Jablonskis zusammengestellten Material für das „Wörterbuch der litauischen Sprache“ lesen wir:
mokinys, mokinį
1) Veljūnós, Vilnjaus mokinei (ученики) schrieb J. d.
2) über einen zum Pflügen abgerichteten Ochsen
3) Jis da tebėr mokinys Šl. онъ ещё состоить въ ученики (er beherrscht die Arbeit noch nicht, lernt gemeinsam mit anderen, ist nicht geübt darin, gut zu arbeiten usw.).4
Im Belegarchiv des „Wörterbuchs der litauischen Sprache“ sind die Lieder von Antanas Juška wohl die umfangreichste Quelle:
Mokinej gieda, vargonai gaudžia J. d. 1216.
Wozu brauchst du die Kuchen? Um den Schüler zu füttern.
Der Schüler aus Kretinga schrieb einen Brief. J. d. 1560 (Alsėdžiai).
Die Schüler aus Veliuona schrieben Nachrichten. J. d. 712.
Ein Schüler aus Vilnius zeichnete ein Zeichen. J. d. 963.
Die Schüler von Veliuona haben mir das gesagt. J. d. 1012.
Vgl. auch Su kunigėlejs, su mokinėlejs, su margajs vargonėlejs [palaidosiu]. J. d. 1216.
Mokinio neben Veliuonos ist verständlich, wenn man weiß, dass in Veliuona eine der ältesten Schulen Litauens bestand, die von den Jesuiten wohl 1579 bei einer 1421 erbauten Kirche gegründet wurde.
Weitere Beispiele aus A. Juškas Wörterbuch:
Schüler, Schülerin, m.; -nė, -nės, f.
ученикъ, ученица; uczéń, uczenica
Wer lernt, der ist ein Schüler
Ein Ochse ist ein solcher Schüler, das heißt, er lernt zu pflügen.
Ein Schüler ist ein Lehrling, der noch nicht selbst näht. Kup (= Kupiškis).
4 J a b l o n s k i s J. Lietuvių kalbos žodynui medžiaga. Raidės L-M. – Lietuvos mokslų akademija. Rankraščių skyrius. F 99–5.
115
Page 5Aus dem Wörterbuch von Mykolas Miežinis (1894):
Schüler, siehe mokėtinis, m. ė. f. mačecklis, e, uczeń-, -ica, terminator. ученик.
Das Wort mokinys war also in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits recht verbreitet: Ein selten verwendetes Wort wäre wohl kaum zu einem Liedwort geworden. Das Substantiv mokinys war vermutlich nicht nur an den in den Liedern erwähnten Orten weithin bekannt, obwohl es, wie wir gesehen haben, noch nicht žekas und andere Fremdwörter verdrängt hatte. Andererseits wurde seine Verbreitung auch dadurch etwas behindert, dass mokytinis synonym verwendet wurde.
Doch wie und wann setzte sich das Wort mokinys durch? A. Juška schrieb gewöhnlich jene Wörter auf, die er aus der lebendigen Sprache der Menschen hörte. Daher war mokinys wahrscheinlich ein von den Menschen selbst verwendetes Wort.
Jonas Jablonskis hat mindestens zweimal über das Wort Schüler geschrieben. Zum ersten Mal ersetzte er in „Varpas“, Nr. 1, 1904, das dort verwendete Wort Lehrling durch das Wort Schüler und betonte, dass Schüler „das einfachste Wort der menschlichen Sprache“ sei⁵. Ein zweites Mal musste Jablonskis dieses Wort korrigieren, als er ein Vierteljahrhundert später eine Rezension von Viktoras Kamantauskas’ Wörterverzeichnis verfasste⁶. Deshalb kamen alle, die Jablonskis sprachliche Korrekturen gelesen und beachtet hatten, zu dem begründeten Schluss, dass Schüler nicht nur von Jablonskis eingeführt, sondern vielleicht sogar geschaffen worden war. In den Jahren der Unabhängigkeit setzte sich Schüler als schulischer Fachbegriff durch und verbreitete sich allgemein. Den Unterschied zwischen Schülers und Lehrling sowie die Verwendung des letzteren Wortes im Sinne von Intellektueller haben auch spätere Sprachwissenschaftler erörtert⁷. Heute dürfte Schüler auch in der Kirchensprache Lehrling verdrängt haben⁸.
5 Jablonskis J. Kalbos dalykai (Rašomosios kalbos kritika). – Rinktiniai raštai 2, Vilnius, 1959, 62.
6 Jablonskis J. Mūsų kalbos žodynėlio dalykai. Atskirį pastebėjimai dėl V. Kamantausko „Trumpo kalbos netaisyklingumų ir barbarizmų žodynėlio“ (Kaunas, 1928). – Ebd., 485–486. Übrigens geht es dort auch um Bedeutung und Gebrauch der Wörter apaštalas ir mokytinis.
7 „<...> mokytinis, -iai ist vor allem in der Sprache der Heiligen Schrift ein Jünger Christi. Heute wird mit diesem Wort hier und da auch ein Intellektueller bezeichnet.“ – Kalbos patarėjas. Zusammengestellt von L. Dambrauskas, redigiert von A. Salys und Pr. Skardžius. Kaunas: Veröffentlichung der Gesellschaft für litauische Sprache, 1939, 78.
8 Skardžius P. Die Übersetzungen des Neuen Testaments ins Litauische. – Lituanistikos darbai 4, 1979, 65–110; außerdem in seinen Rinktiniai raštai 3: Kultur der Standardsprache, Vilnius, 1998, 519–566.
116
Page 6In den letzten Jahrzehnten hat der Erforscher von Jablonskis wissenschaftlichem Erbe und insbesondere der Popularisator seiner lexikalischen Korrekturen, Algirdas Sabaliauskas, diese Version seiner Herkunft gefestigt. Er rekonstruierte Jablonskis Gespräch mit einem Bauern aus der Gegend von Panevėžys, von dem der Sprachwissenschaftler das Wort mokinys in der Bedeutung „zum Pflügen abgerichteter Ochse“ gehört hatte, und begann, es in der Bedeutung „Kind oder Jugendlicher, der lernt und die Schule besucht“ zu verwenden. Sabaliauskas zufolge ist mokinys, ebenso wie mokykla, sozusagen ein Wort unseres großen Sprachpflegers Jonas Jablonskis9.
Jablonskis musste also tatsächlich nicht mokytinį durch mokinį ersetzen, wie Arnoldas Piročkinas10 behauptet: mokinys war in unseren Wörterbüchern bereits seit beinahe dreihundert Jahren belegt … Jablonskis zitierte wiederholt den „alten Daukša“, Sirvydas und andere Autoren, doch die frühen Belege des Wortes mokinys könnte er durchaus nicht gekannt haben. Alte, insbesondere handschriftliche Wörterbücher waren für ihn schwer zugänglich; außerdem hielt, wie wir wissen, Jablonskis selbst die lebendige, gesprochene Sprache der Menschen für die wichtigste Quelle sprachlicher Korrekturen. Wegen seiner Unkenntnis der Geschichte dieses einen Wortes sollten wir Jablonskis also keinen Vorwurf machen, ihn erst recht nicht verurteilen oder versuchen, ihm das Prioritätsrecht der Urheberschaft des Wortes mokinio abzusprechen. Denn Jablonskis unterschied die Bedeutungen der Wörter mokytinis und mokinys, setzte den Gebrauch des Wortes mokinys durch, warnte vor der unpassenden Neigung, mokytinį im Sinne von „Intellektueller“ zu verwenden, und trug damit zur Durchsetzung des Wortes inteligentas bei.
Kennen wir heute die ersten Belege aller Wörter, die in der heutigen Sprache verwendet werden, die Wendungen ihrer Bedeutungsentwicklung und dergleichen? Wirklich bedauerlich ist, dass die Geschichte des Wortes mokinys im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ (8, 1970, 322) erst ab dem Wörterbuch von A. Juška, also ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dargestellt wird. Denn wenn die frühe Lebensphase dieses Wortes verschwiegen wird, erscheint ein viel älteres Wort unserer Sprache jünger; zugleich wird, wie auch in anderen ähnlichen Fällen, das Bild seines tatsächlichen Lebens ein wenig verzerrt.
Die Geschichte des Terminus mokinys ist eine weitere Erinnerung daran, wie uns in ähnlichen Fällen vielfältige Studien zur Lexik der alten Autoren, schließlich ein benötigtes historisches Wörterbuch (der alten Schriften) und andere Forschungen zur historischen Lexikologie zugutekämen.
9 S a b a l i a u s k a s A. Iš kur jie? Pasakojimas apie žodžių kilmę, Vilnius, 1994, 226–227; S a b a l i a u s k a s A. Žodžiai keliauja, Kaunas, 1993, 100–102.
10 P i r o č k i n a s A. Jono Jablonskio kalbos taisymai, Kaunas, 1986, 62.
117
Page 7… Lexikstudien, schließlich ein benötigtes historisches Wörterbuch (der alten Schriften) und andere Forschungen zur historischen Lexikologie.
AUS DER GESCHICHTE DES WORTES MOKINYS (SCHÜLER)
Zusammenfassung
Üblicherweise wird angenommen, dass der Terminus mokinys erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Antanas Juška belegt wurde und von Jonas Jablonskis anerkannt worden sei.
Dieser Artikel liefert Hinweise darauf, dass das Wort mokinys bereits im 17. Jahrhundert im Wörterbuch von Konstantinas Sirvydas und im 18. Jahrhundert im Manuskript eines Wörterbuchs aus Kleinlitauen, dem sogenannten deutsch-litauischen Wörterbuch von Krause, verzeichnet war.
Vincentas DROTVINAS
Eingegangen am 11.10.2001
Pädagogische Universität Vilnius, Ševčenkos-Str. 31, 2009 Vilnius. E-Mail: [email protected]
118