Page 1Litauische metaphorische Bauterminologie
ROBERTAS STUNŽINAS
Institut für Litauische Sprache
Die Entstehung metaphorischer Termini wird mit der anfänglichen oder „spontanen“ Phase der Herausbildung der Fachlexik in Verbindung gebracht, in der die Benennung von Termini durch subjektive Faktoren bestimmt wird und sich in der Semantik des Sprachzeichens ein naives Verständnis von Dingen, Eigenschaften, Handlungen und Prozessen widerspiegelt. Mit der Entstehung von Wissenschaft und Technik ist für die Bildung von Termini nicht die Übereinstimmung zwischen Begriff und Wort, sondern die Analogie der wichtigste bestimmende Faktor. Neue Erkenntnisse über die Welt lassen sich bequem mit bekannten Vorstellungen verknüpfen, die in den lexikalischen Bedeutungen von Wörtern „verankert“ sind. Daher übernehmen in der anfänglichen Phase der Herausbildung der Fachlexik Wörter der Gemeinsprache die Funktion von Termini, denen aufgrund verschiedener Assoziationen eine Bedeutung zugewiesen wird (Володина 1997: 43). Die Bedeutung metaphorischer Benennung in sich herausbildenden Terminologiesystemen wird von Vertretern des kognitiven Ansatzes hervorgehoben, die behaupten, dass metaphorische Benennung eine der wichtigsten Quellen der Terminologie ist. Die Metapher ist ein untrennbarer Bestandteil menschlicher Erkenntnis und des Denkens sowie ein wirksames Mittel zur Erweiterung des Wortschatzes. Trotz ihrer Bedingtheit enthält die Metapher eine ausreichende Informationsmenge und kann die Funktion eines Terminus erfüllen. Nicht selten lässt sich die Vorstellung von einem Gegenstand oder Phänomen ohne feste Bezeichnung nur durch metaphorische Termini vermitteln (ausführlicher siehe Ивина 2003: 46–49).
Obwohl die metaphorische Benennung von Begriffen in der Bauterminologie nicht besonders produktiv ist (metaphorische Termini machen in den untersuchten Quellen weniger als 1% aller Termini aus), ist es wichtig, zu untersuchen, welche metaphorischen Termini für diesen traditionellen und seit Langem entstehenden Fachbereich charakteristisch sind. Ziel des Artikels ist es, die Ausdrucksformen metaphorischer Termini, die vorherrschenden Arten metaphorischer Übertragung sowie das Verhältnis litauischer Termini zu Termini anderer Sprachen zu ermitteln. Das Material wurde aus zweisprachigen und mehrsprachigen Wörterbüchern der Bauterminologie sowie aus Lehrbüchern zusammengestellt. Der Artikel untersucht 846 metaphorische Termini.
Vor Beginn der Analyse ist darauf hinzuweisen, dass metaphorische Termini aus stilistischer Sicht den Sprachmetaphern zugeordnet werden. Sprachmetaphern zeichnen sich im Unterschied zu poetischen Metaphern durch Objektivität, lexikalische und kon-
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Page 2textuelle Selbstständigkeit, Systemhaftigkeit, Geschlossenheit und Anonymität aus. Es handelt sich um selbstverständliche und reproduzierbare lexikalische Einheiten, die zu verschiedenen kommunikativen Zwecken verwendet werden, keine poetische Funktion erfüllen und allgemeine sachlich-logische Beziehungen widerspiegeln (KPP 2003: 324). Metaphern dieses Typs zeichnen sich durch Universalität der Benennung aus; ihre allgemeine psycholinguistische Eigenschaft besteht darin, die Bezeichnung eines Gegenstands (Phänomens) aufgrund von Ähnlichkeit auf einen anderen Gegenstand (ein anderes Phänomen) zu übertragen. Der vorliegende Artikel konzentriert sich auf zwei funktionale Metapherntypen – Benennungs1- und Merkmalsmetaphern. Benennungsmetaphern entstehen, wenn eine deskriptive Bedeutung durch eine andere ersetzt wird; sie sind eine Quelle der Homonymie (zit. nach Прохорова 1996: 40). Benennungsmetaphern in der Wissenschaftssprache gingen aus terminologisierten Wörtern der Gemeinsprache hervor. Metaphern dieses Typs sind in der Wissenschaft primär, da die bezeichneten wissenschaftlichen Objekte keine anderen Bezeichnungen haben (siehe Никитина 1987: 37). In diesem Artikel werden den Benennungsmetaphern metaphorische einwortige Termini zugerechnet, z. B. iešmas STŽ 188, zusammengesetzte Termini mit metaphorischem Grundwort, z. B. [krano] kojos ALSTŽ 25, sowie phraseologische Kompositatermini, deren metaphorische Bedeutung sich aus der gesamten Wortverbindung ergibt, z. B. girdėjimo slenkstis STŽ 547. Insgesamt werden 784 Benennungsmetaphern untersucht.
Merkmalsmetaphern2 bezeichnen Merkmale von Begriffen, die durch den Vergleich der Eigenschaften von Gegenständen unterschiedlicher Kategorien entstehen. Zu den Merkmalsmetaphern zählen in diesem Artikel metaphorische abhängige Bestandteile zusammengesetzter Termini und metaphorische Verbindungen von Bestandteilen, z. B.: grybiškoji [konstrukcija] ALSTŽ 79, plaukiškasis [plėšėjimas] STŽ 418, „dobilo lapo [sankryža]“ STŽ 497. Insgesamt werden 62 Merkmalsmetaphern untersucht.
Die metaphorische Bauterminologie ist anthropozentrisch – der Mensch, sein Körperbau, seine Tätigkeit und sein Alltag bilden den Maßstab der Benennung. Dies zeigt sich in den Ausdrucksformen metaphorischer Termini: In der Gruppe der Benennungsmetaphern überwiegen Bezeichnungen für Körperteile des Menschen sowie für seine physiologischen und psychischen Handlungen, Zustände und Eigenschaften, für Gegenstände des Alltags und für soziale Tätigkeiten. Wesentlich seltener kommen Termini vor, die mit Wörtern benannt werden, welche Begriffe aus dem Tier- und Pflanzenreich sowie andere Naturbegriffe bezeichnen. Tabelle 1 zeigt die Anzahl und Verteilung metaphorischer Termini nach den Gruppen der benennenden Wörter.
1 Nominacinių metaforų tipą yra išskyrusi N. Arutiunova (Никитина 1987: 37; Прохорова 1996: 40).
2 Požymių metaforas reikėtų skirti predikatinio požymių metaforų tipui (Никитина 1987: 37).
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Page 3Tabelle 1. Metaphorische Baubegriffe nach Gruppen der benennenden Wörter
Gruppen der benennenden Wörter | Metaphorische Termini | Anzahl |% | Bezeichnungen von Körperteilen des Menschen | 86 (29)3 | 11 (21,2) | Bezeichnungen physiologischer und psychischer Handlungen, Zustände und Eigenschaften | 121 (12) | 15,4 (8,8) | Bezeichnungen von Haushaltsgegenständen und anderen Gegenständen | 406 (53) | 51,8 (38,7) | Bezeichnungen menschlicher sozialer Tätigkeiten | 21 (15) | 2,7 (10,9) | Bezeichnungen von Gegenständen aus der Tierwelt | 84 (21) | 10,7 (15,3) | Bezeichnungen von Gegenständen aus der Pflanzenwelt | 41 (5) | 5,2 (3,6) | Bezeichnungen von Gegenständen der unbelebten Natur | 25 (2) | 3,2 (1,4) | Insgesamt | 784 (137) | 100
Aus den vorgelegten Daten geht hervor, dass es in der metaphorischen Bauterminologie viele Termini gibt, die mit Bezeichnungen menschlicher Körperteile benannt sind, z. B.: Ellenbogen ALSTŽ 246, [Rohr-]Ellenbogen ALSTŽ 124, Skelett STŽ 177, [Holz-]Skelett STŽ 140, 177, Fuß ALSTŽ 40, [Turm-]Fuß STŽ 376, Darm STŽ 723, STŽ 376, [armierter] Schlauch STŽ 723. Häufig kommen hier wissenschaftliche Begriffe vor, die mit Diminutiven benannt sind, z. B.: Bärtchen ALSTŽ 29, Nocken RLSTŽ 161, Näschen ALSTŽ 45.
Den größten Teil der metaphorischen Terminologie bilden Termini aus Wörtern, die verschiedene Gegenstandsgruppen bezeichnen: a) Bezeichnungen von Essbesteck und Geschirr, z. B.: [Bohrer-]Löffel ALSTŽ 20, 314, Spieß STŽ 188, [Holzschneide-]Messer Dzed 22; b) Bezeichnungen von Arbeitswerkzeugen, z. B.: [Schienen-]Zange ALSTŽ 60, [Bohr-]Hammer ALSTŽ 117; c) Bezeichnungen von Kleidungszubehör, z. B.: Band ALSTŽ 39, [Säulen-]Kragen STŽ 28, [Sicherheits-]Gurt ALSTŽ 31; d) Bezeichnungen von Schmuck und Haushaltsgegenständen, z. B.: [Brunnen-]Ring4 ALSTŽ 283, Ring ALSTŽ 14, [Markierungs-]Kamm Dzed 14: e) Bezeichnungen von Lebensmitteln,
3 In Klammern sind die Anzahl und der Anteil der einwortigen (generischen) Termini angegeben. Mit diesen Daten soll die Vielfalt der Ausdrucksformen verwandter Termini veranschaulicht werden.
4 Laut A. Sabaliauskas „<...> muss der Fingerring zunächst mit dem Verb žiesti – drehen, aus Ton formen – in Verbindung gebracht werden“. Denn die ursprüngliche Bedeutung dieses Rings war „irgendein rundes Objekt, ein Kreis“ (Sabaliauskas 1994: 387).
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Page 4z. B.: [Zement-]Milch STŽ 409, [Filter-]Fladen ALSTŽ 49, Fladen ALSTŽ 49, Teigmasse STŽ 641, Krümel STŽ 663; f) Bezeichnungen von Bauwerken und ihren Teilen, z. B.: Wirbel (für den Wasserüberlauf) STŽ 548, [Maschinen-]Häuschen STŽ 85, [Kugel-]Mühle Grig 142, Wärme-Titel ALSTŽ 44; g) Bezeichnungen von Waffen, z. B.: Pfeil ALSTŽ 39, [Verteilungs-]Schalttafel ALSTŽ 36, [Vibrations-]Stampfer ALSTŽ 94; h) Bezeichnungen von Musikinstrumenten, z. B.: [Sparren-]Saite ALSTŽ 59, [Kehlen-]Trommel ALSTŽ 26, STŽ 85; i) Bezeichnungen von Möbeln, z. B.: [Montage-]Wiege STŽ 317, [Zug-]Schrank ALSTŽ 91; f) Bezeichnungen von Geräten und sonstigen Ausrüstungsgegenständen, z. B.: [Luft-]Netz ALSTŽ 8, [selbstfahrender] Wagen ALSTŽ 45.
Die vorliegenden Daten zeigen, dass in der Bauterminologie meist konkrete Gegenstände metaphorisch bezeichnet werden, während Metaphern für Handlungen, Zustände und andere Erscheinungen vergleichsweise selten sind (dies ist für viele technische Fachgebiete charakteristisch). In der Bauterminologie erfolgte die metaphorische Benennung abstrakter Begriffe nach Maßgabe von: a) physiologischen Zuständen des Menschen, z. B.: [Asphalt-]Schwitzen ALSTŽ 34, [Stoß-]Ermüdung STŽ 368, Alterung ALSTŽ 8; b) Handlungen, z. B.: Sprung STŽ 619, Schritt (Fortgang) STŽ 728; b) psychischen Zuständen oder Eigenschaften, z. B.: Empfindlichkeit ALSTŽ 297, Gedächtnis STŽ 50; c) häuslichen und sozialen Tätigkeiten, z. B.: Auswaschung ALSTŽ 130, Schneiden (eine Art des Holzspaltens) Grig 39, [Säulen-]Stürzen STŽ 262, [Wärme-]Abgabe ALSTŽ 51, Erwärmung ALSTŽ 133.
In der metaphorischen Bauterminologie kommen vergleichsweise wenige Termini vor, die mit Wörtern benannt sind, welche Begriffe aus der Tier- und Pflanzenwelt sowie andere Naturbegriffe bezeichnen. Die meisten Termini dieser Gruppe sind nach Bezeichnungen von Tieren, Tierkörperteilen und Gegenständen aus der Tierwelt benannt, z. B.: [Kran-]Bock STŽ 375, [Kran-]Rüssel STŽ 588, [Gebäude-]Flügel STŽ 558, Horn ALSTŽ 152, [Hand-]Winde ALSTŽ 371, Raupe ALSTŽ 20, Wurm ALSTŽ 254; [Glühlampen-]Fassung STŽ 317, [Rohr-Isolier-]Mantel ALSTŽ 86. Eine kleine Gruppe bilden metaphorische Termini aus Wörtern, die Pflanzen und Gegenstände aus der Pflanzenwelt bezeichnen, z. B.: Korn ALSTŽ 164, [Seil-]Kern STŽ 608, Stängel STŽ 578, [Rohrnetz-]Zweig ALSTŽ 42. Auch werden Termini nur selten durch Wörter ausgedrückt, die Gegenstände der unbelebten Natur bezeichnen, z. B. [Zement-]Stein Grig 230.
Laut S. Griniov erfolgt die Metaphorisierung der Bedeutungen gemeinsprachlicher Wörter gewöhnlich zunächst aufgrund äußerer Ähnlichkeit der bezeichneten Objekte und später aufgrund der Funktionsähnlichkeit (Гринев 1993: 131). Dieses Gesetz ließe sich auch auf die metaphorische Bauterminologie anwenden. Für eine beträchtliche Gruppe metaphorischer Termini ist eine metaphorische Übertragung der Bezeichnung aufgrund von Formähnlichkeit charakteristisch,
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Page 5z. B.: Bohrkopf ALSTŽ 33, Schlingenhaar (des Teppichs) Grig 249, Füßchen Dzed 16, Kranfüße ALSTŽ 25, Ferschen RLSTŽ 119, Aufhängeöse ALSTŽ 134, Drahtstrang Grig 80. Die metaphorische Benennung aufgrund einer Ähnlichkeit der Form ist für metaphorische Termini aller Gruppen kennzeichnend, z. B.: Kranwalze ALSTŽ 26, STŽ 85, Bohrlöffel ALSTŽ 20, 314, Korn ALSTŽ 164, Wiege STŽ 317, Maschinistenhäuschen STŽ 85, Sicherheitsgurt ALSTŽ 31, Pfeil ALSTŽ 39, Schachtring ALSTŽ 283, Telefonhäuschen ALSTŽ 232; Betoniertrichter STŽ 588, Horn ALSTŽ 152, Raupe ALSTŽ 20, Schuppen des Baggers Grig 219. Für Termini, die von Nahrungsmittelbezeichnungen ausgehen, ist eine metaphorische Benennung aufgrund der Ähnlichkeit von Konsistenz und Struktur charakteristisch, z. B.: Zementmilch STŽ 409, Mehl STŽ 339, Teig STŽ 641, Krümel STŽ 663. Für eine Gruppe von Termini ist die metaphorische Benennung aufgrund einer Funktionsähnlichkeit charakteristisch, z. B.: Schienenfuß ALSTŽ 150, Schienenzange ALSTŽ 60, Turmfuß STŽ 376, Bohrhammer ALSTŽ 117, Drucklufthammer STŽ 414, Kugelmühle (Holzschneidegerät) Grig 142, selbstfahrender Wagen ALSTŽ 45, Verteilerschalttafel ALSTŽ 36, Rohrisoliermantel ALSTŽ 86.
Allerdings ist es manchmal schwierig, das Hauptmerkmal der metaphorischen Übertragung herauszuarbeiten, da Übertragungen nicht selten anhand mehrerer miteinander verbundener Merkmale erfolgen. Darüber hinaus spielen auch die durch einen Gegenstand (ein Phänomen) hervorgerufenen Eindrücke eine große Rolle. Eine metaphorische Übertragung aufgrund verschiedener Assoziationen ist vor allem für Termini charakteristisch, die aus Berufsbezeichnungen hervorgegangen sind, z. B.: Schwalbenschwanz „Einschnittverfahren“ Dzed 17, Bock ALSTŽ 316, sowie für phraseologische Mehrworttermini, z. B.: Hörschwelle STŽ 547, Getriebe ALSTŽ 160, Luftnetz ALSTŽ 8, Wärmebrücke ALSTŽ 44. Ebenso schwierig ist die Einteilung nach Arten der metaphorischen Übertragung sowie nach abstrakten Metaphern. Solche Metaphern haben gemeinsam, dass die metaphorische Benennung nicht auf einem einzelnen, sondern auf mehreren, meist assoziativen Begriffsmerkmalen beruhen kann, z. B.: Wicklungsschritt STŽ 728, Kalklöschen Grig 132, Scheren Grig 39, Schritt der tragenden Wände STŽ 728.
Zu metaphorischen Bautermini ist anzumerken, dass die meisten von ihnen im Hinblick auf ihre Neuheit das Ergebnis einer sekundären metaphorischen Nomination sind – die Metaphorizität ist auch Wörtern eigen, die wissenschaftliche Begriffe bezeichnen. Offensichtlich ist, dass die meisten metaphorischen Termini nach metaphorischen Mustern der Allgemeinsprache gebildet wurden; ein beträchtlicher Teil von ihnen könnte aus der volkstümlichen Terminologie übernommen worden sein, z. B.: Ellbogen ALSTŽ 246, Rohrbogen ALSTŽ
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Page 6124, Ellbogen5 5. „gebogene, weit nach hinten ragende Feder eines Brichka-Wagens“: Die Federn der neuen Wagen sind an den Ellbogen befestigt und federn stärker Nm (LKŽ); [Schornstein-]Kehle STŽ 167, Kehle 3. „Öffnung einer Grube“: Bedecke die Kehle der Grube gut, damit die Kartoffeln nicht erfrieren LŠ (LKŽ); [Säulen-]Schaft ALSTŽ 292, STŽ 309, Schaft 5. „Hauptteil eines Werkzeugs, Geräts“: An den Schaft [des Pflugs] werden zwei Deichselarme angesetzt Užž. (LKŽ); Schulter STŽ 408, [Hebel-]Arm STŽ 409, Schulter 7. „Teil eines Bogens“: Der Bogen kippte um, und eine Schulter brach ab Grk (LKŽ); [Schienen-]Hals STŽ 232, Hals 4. EncIV1398 „Teil der Sense, mit dem sie am Sensenbaum befestigt wird, Fußstück“: Der Sensehals ist aus Eisen Švnč. (LKŽ); [Bohrkopf] ALSTŽ 33, Kopf 8. „runder, dickerer Teil eines Gegenstands; Vorderseite; Spitze, oberer Teil“: Cibulios Köpfchen OG134 (LKŽ); Füßchen RLSTŽ 164, Füßchen 1. Klvr, Brt, Mrj, Šn, Krsn „Wagenteil, das die Achse mit der Deichsel verbindet und das Rad hält“: Das Füßchen des Wagens verbindet den Achsstummel mit der Achse Brb (LKŽ).
Sekundäre metaphorische Nomination ist für Termini aller Gruppen charakteristisch, z. B.: [Hobel-]Messer Dzed 33, Messer 2. Gl, Dkš, Šd „Teil eines Pflugs oder eines Hakenpflugs“: Am Pflugschar wird ein Messer angebracht Jz. (LKŽ); [Kugel-]Mühle (Gerät zur Holzbearbeitung) Grig 142, Mühle 3. Klp „Sägewerk“: Sägemühle KII141. Man muss das Holz zum Sägen in die Mühle bringen Prk (LKŽ); [Vibrations-]Tisch RLSTŽ 39, Tisch 2. Jdr, Pšš „waagerechte Platte einer Maschine, eines Webstuhls oder eines anderen Geräts, auf die etwas gelegt oder an der etwas befestigt wird“: Und wer wird die [Garben] auf den Tisch reichen? Plm. Stell den Tisch gut auf, damit er beim Dreschen nicht umkippt Kt. (LKŽ); Pfeil ALSTŽ 39, Pfeil 2. DŽ, NdŽ, Skp, Krn „Ableger, Auswuchs“: Die Bäume treiben Pfeile Jn(Pnd) (LKŽ); [Kran-]Trommel ALSTŽ 26, STŽ 85, Trommel 3. „bauchiges Tongefäß, Krug“: Am Boden des Krügchens ist noch etwas Met Yl. Nachdem ich meinen Met in Krüge gegossen habe, verschließe ich sie S. Dauk (LKŽ); Korn ALSTŽ 164, Korn 3. übertragen „kleines Teilchen, winziges Bisschen, Krümel“: Salzkorn K. Sandkorn KI705 (LKŽ); [Kran-]Bock STŽ 375, Bock 11. „Gestell mit Beinen, auf das zu behauendes Holz gelegt wird“: Schieb den Bock ans Ende, denn das Holz rollt Ūd (LKŽ); [Kran-]Rüssel STŽ 588, Rüssel 2. E, NdŽ „Schnauze eines Tieres“ (LKŽ); Bär RLSTŽ 17, Bär 5. Ktk, Kp „schweres Gerät mit massivem Unterteil zum Einschlagen von Pfählen, Stampfen von Lehm u. Ä.“: Nachdem man ihn hochgezogen hat, wird der Bär losgekoppelt, damit er fallend den Pfahl einschlägt Užp (LKŽ); Horn ALSTŽ 152, Horn 4. N, DŽ, Nd, Kin „herausragende Spitze am Ende eines Boots oder der Bereich daneben“: Die Hornspitze KII154 (LKŽ); [Hand-]Kran ALSTŽ 371, Kran 3. „Hebel; Hebelstange, Wippe“: Der Kran zerbrach Brž (LKŽ); Flügelchen RLSTŽ 241, Flügelchen 2. LKAI129 (Trš, Slč, Avl, Kzt, Lkm) „Scheren, Gabeln des Spinnrads, zwischen denen sich die Spule dreht“
5 Die Beispiele mit den angegebenen Bedeutungen stammen aus LKŽ.
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Page 7„zwischen denen sich die Spule dreht“: Die Flügelchen haben Zähne, auf die der Faden gelegt wird Pb. Steck die Finger nicht ans Spinnrad, Kind, sonst schlagen dich die Flügelchen Skrb; Ventilatorflügel ALSTŽ 33, Flügel 4. K, LL230, NdŽ, Žg, Ps. Ssk „Platte des vom Wind gedrehten Teils einer Windmühle, Flügelblatt“: Die Flügel der Mühle drehen sich so schnell, dass einem angst wird LKT265(RdN). Allerdings könnten einige volkstümliche Termini nach dem Vorbild von Termini anderer Sprachen entstanden sein. Mühle „Sägewerk“ könnte nach dem deutschen Sagenmühle „Sägewerk“ entstanden sein (Kaulakienė 1991: 88).
Ein beträchtlicher Teil der metaphorischen Termini könnte semantische Lehnübersetzungen sein, d. h. die metaphorische Bedeutung könnte aus Termini anderer Sprachen übernommen worden sein. Diese Aussage lässt sich damit begründen, dass mehr als drei Viertel (82,5%) der metaphorischen Termini Entsprechungen in6 Termini anderer Sprachen haben. Fast drei Viertel (72%) der mit Bezeichnungen menschlicher Körperteile benannten Termini haben Entsprechungen in anderen Sprachen, z. B.: Schienenkopf – engl. [rail] head, dt. Schienenkopf, russ. головка [рельса] STŽ 159; Fuß des Bohrturms – engl. leg [of boring tower], russ. нога [буровой вышки] STŽ 267; Hals – engl. neck, russ. шейка STŽ 232; Hebelarm – russ. плечо [рычага] STŽ 409. 85% der mit Gegenstandsbezeichnungen benannten Termini haben Entsprechungen in anderen Sprachen, z. B.: Steinlager – engl. [stone] bed, russ. [каменная] постель STŽ 184; Bohrhammer – dt. Bohrhammer, frz. marteau [de forage], russ. [бурильный] молоток STŽ 414; Hängekorb – engl. [suspension] cradle, russ. [подвесная] люлька STŽ 317; Säulenkopf – engl. [column] collar, russ. воротник [колонны] STŽ 28; Sicherheitsgurt – engl. [safety] belt, russ. [предохранительный] пояс STŽ 122; Telefonhäuschen – russ. будка [таксофона] STŽ 85. 82% der mit Bezeichnungen von Gegenständen aus der Naturwelt benannten Termini haben Entsprechungen in anderen Sprachen, z. B.: Betonier-Rüssel – russ. хобот [для подачи бетонной смеси] STŽ 588, Faden – engl. strand STŽ 168, Gebäudeflügel – engl. [back] wing, dt. Gebäudeflügel, russ. крыло [здания] STŽ 558, Kabelader – engl. [cable] core STŽ 608, [Säulen-]Aufnahme – russ. гнездо [для колонны] STŽ 317, Raupe – engl. caterpillar ALSTŽ 53. Sogar 91% der metaphorischen Termini für abstrakte Begriffe haben Entsprechungen in anderen Sprachen, z. B.: Mehrzyklische Ermüdung – engl. [high-cycle] fatigue, dt. Ermüdung [bei hoher Lastspielzahl], frz. fatigue [multicyclic], russ. [многоцикловая] усталость STŽ 368; hydraulischer Sprung – engl. [hydraulic] jump, dt. hydraulischer Sprung, russ. [гидравлический] скачок STŽ 619; Alterung – engl. ag(e)ing ALSTŽ 8. Eindeutige internationale Lehnübersetzungen sind phraseologische metaphorische Termini, z. B.:
6 Hier geht es ausschließlich um die Entsprechung metaphorischer Bestandteile.
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Page 8Zementmilch – dt. Zementmilch, frz. lait de ciment, russ. цементное молоко STŽ 409, Hörschwelle – engl. threshold of hearing, russ. порог слышимости STŽ 547; Getriebe – russ. коробка передач STŽ 119.
Allerdings ist es fraglich, ob alle solchen Termini als semantische Lehnübersetzungen gelten können. Aus dem zuvor angestellten Vergleich mit der Volksterminologie geht hervor, dass einige litauische Termini in ihrer eigenen Sprache vollständig motiviert sind. Die Übereinstimmung litauischer Termini mit Termini anderer Sprachen sollte durch die Universalität der metaphorischen Nomination und durch Sprachkontakte⁷ erklärt werden. Nach A. Sabaliauskas wurde der Name Kranich „nicht nur den heute bereits verschwindenden Schöpfbäumen der Dorfbrunnen verliehen, sondern auch den auf den Großbaustellen schwingenden Kränen. Schon im 14. Jahrhundert gaben die Deutschen einer Vorrichtung zum Verladen von Gütern auf Schiffe den Namen Kran (der Kran; den Vogel nennen die Deutschen heute der Kranich). Das englische crane bedeutet ebenfalls schon seit Langem nicht nur ‚Kranich‘, sondern auch ‚Vorrichtung zum Heben schwerer Lasten‘. Und vermutlich waren die Griechen die Ersten, die eine solche Vorrichtung nach einem Vogel benannten: Ihr géranos bedeutet sowohl ‚Kranich‘ als auch ‚Vorrichtung zum Heben schwerer Lasten‘“ (Sabaliauskas 1994: 97). Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch bei einigen nicht übereinstimmenden Termini eine metaphorische Nomination vorliegt, z. B.: gervė – russ. лебёдка STŽ 167, meška – russ. баба RLSTŽ 17, ožys – engl. horse STŽ 375, [pakabos] auselė – engl. [lifting] eye ALSTŽ 134, [slėgio] šuolis – engl. [pressure] kick STŽ 619, [vamzdyno] alkūnė – russ. колено [трубопровода] STŽ 18.
Was Merkmalsmetaphern betrifft, ist festzustellen, dass die metaphorische Benennung von Merkmalen in der Bauterminologie vorwiegend anhand der Eigenschaften von Gebrauchsgegenständen und Gegenständen aus der Tierwelt erfolgt und deutlich seltener anhand der Eigenschaften des menschlichen Körperbaus, körperlicher Zustände und Merkmale sowie von Pflanzen und Gegenständen der unbelebten Natur. Tabelle 2 zeigt Fälle der Benennung durch Merkmalsmetaphern⁸ nach Begriffsbereichen.
Aus der Form konkreter Termini geht hervor, dass Merkmale von Baubegriffen in abhängigen Bestandteilen am häufigsten nach äußerer Ähnlichkeit mit folgenden Dingen benannt werden: a) einem Gebrauchsgegenstand, z. B.: sattelartige [Stütze] ALSTŽ 87, 330, kesselartige [Bohrung] STŽ 189, sichelartige [Bogenkonstruktion] RLSTŽ 12, sägeartiges [Lager] ALSTŽ 286, gabelartiges [Bauteil] STŽ 117, splitterartiger [Einschnitt] ALSTŽ 64, fächerartige [Brücke] ALSTŽ 44; b) einem Musikinstrument, z. B.: Trommel-[Kessel] ALSTŽ 294, trompetenartige [Verbindung] STŽ 498, harfenartiges [Feld] ALSTŽ 111; c) einer Pflanze, einem Pflanzenteil oder einem Pilz, z. B.: fichtenartige [Verbindung] ALSTŽ 39, pilzartige
7 Es ist anzunehmen, dass die Bauterminologie, ebenso wie die gesamte technische Terminologie, stark vom Russischen und Deutschen beeinflusst wurde.
8 In der Tabelle werden nur unterschiedliche Fälle des Ausdrucks von Merkmalsmetaphern verglichen.
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Page 9Tabelle 2. Merkmalsmetaphern in der Bauterminologie nach Begriffsbereichen
Begriffsbereiche
Merkmalsmetaphern
Anz.
%
menschlicher Körperbau
7
11,3
körperliche Zustände und Merkmale des Menschen
7
11,3
Bereich des häuslichen Lebens
27
43,5
Tierwelt
15
24,3
Pflanzenwelt
4
6,4
unbelebte Natur
2
3,2
Insgesamt
62
100
[Decke] STŽ 401; d) ein Naturgegenstand, z. B.: marmorartiges [Fäulnis] RLSTŽ 61, wabenartiger [Heizkörper] STŽ 466; e) ein Körperteil, z. B.: haarartige [Rissbildung] STŽ 418; f) ein Tier oder einen Körperteil eines Tieres, z. B. schmetterlingsartiges [Dach] STŽ 583. Die typischste Ausdrucksform der metaphorischen Bestimmungsglieder dieser Gruppe sind von den Suffixen -iškas, -iška, -inis, -inė abgeleitete Adjektive. Fälle mit zusammengesetzten Adjektiven und dem Genitiv eines Substantivs sind selten, z. B.: wolfartiges [Dachfenster] STŽ 585, „Kleeblatt-“ [Kreuzung] STŽ 497. Die Ähnlichkeit mit einem Lebensmittel (Farbe, Konsistenz) wird durch den Genitiv eines Substantivs angegeben, z. B.: Kaffee- [Farbton] / Dzed 11, Sahne- [Konsistenz] / Grig 268.
Häufig werden Oberflächenmerkmale metaphorisch durch Bestimmungsglieder bezeichnet, z. B.: gezahnter [Hammer] ALSTŽ 169, [Brechstange] mit Klaue ALSTŽ 24, fingerartiger [Greifer] STŽ 263, breitfüßiges [Fundament] STŽ 384, Flügel- [Mutter] ALSTŽ 232, RLSTŽ 22. In anderen Fällen werden Merkmale genannt, die aus verschiedenen Assoziationen (Ähnlichkeit der Form oder Funktion) mit den durch die Grundwörter bezeichneten Gegenständen hervorgehen. Dabei überwiegen Ableitungen mit dem Suffix -inis, -inė, z. B.: maulwurfsartiger [Drän] ALSTŽ 115, nestartiges [Fundament] ALSTŽ 35, schneckenartiger [Aufzug] STŽ 250, Wirbelsäulen- [Wand] STŽ 508. Es gibt wenige Fälle, in denen Merkmale metaphorisch nach körperlichen Zuständen oder Tätigkeiten benannt werden, z. B.: gesättigter [Dampf] ALSTŽ 318, stehende [Luft] ALSTŽ 10, kriechender [Bogen] STŽ 43, schreitender [Bagger] ALSTŽ 362.
Bemerkenswert ist, dass auch in anderen Sprachen die metaphorische Benennung von Merkmalen meist anhand derselben Merkmale erfolgt. Es ist anzunehmen, dass die litauischen Bestimmungsglieder nach dem Vorbild von Termini anderer Sprachen gebildet sein können, z. B.:
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Page 10„Kleeblatt-“ [Kreuzung] – engl. cloverleaf [junction], russ. [перекрёсток] по типу клеверного листа STŽ 497; schmetterlingsartiges [Dach] – engl. butterfly [roof] STŽ 583; hosenartiges [T-Stück] – russ. штанообразный [тройник], frz. [raccord a trois voices] a pantalon STŽ 660, ALSTŽ 144; fassartiges [Gewölbe] – russ. бочарный [свод] STŽ 542; hufeisenförmiger [Bogen] – engl. horseshoe [arch], russ. подковообразная [арка] STŽ 43; haarartige [Rissbildung] – engl. hair [cracking] STŽ 418; Wirbelsäulen- [Wand] – engl. spine [wall] STŽ 508; Kern- [Bohrer] – engl. core [drill], dt. Kern[bohrer] STŽ 173; kriechender [Bogen] – russ. ползучая [арка] STŽ 43.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
1. In der Bauterminologie ist die metaphorische Benennung von Begriffen kein produktives Verfahren der Terminusbildung. In den untersuchten Quellen machen metaphorische Termini nur einen kleinen Teil der Termini aus.
2. Ein herausragendes Merkmal der metaphorischen Bauterminologie ist ihr Anthropozentrismus. In der Gruppe der Benennungsmetaphern entfallen mehr als drei Viertel (80,9%) auf Termini, die durch Bezeichnungen von Körperteilen, physiologischen und psychischen Handlungen, Zuständen und Merkmalen sowie verschiedenen Gegenständen gebildet sind. In der Bauterminologie werden Begriffe vergleichsweise selten mit Bezeichnungen von Naturerscheinungen benannt.
3. Die Metaphorisierung von Bedeutungen in der Bauterminologie könnte nach den üblichen Gesetzmäßigkeiten verlaufen sein – die meisten untersuchten Termini weisen eine metaphorische Übertragung der Benennung aufgrund von Ähnlichkeit der Form oder Konsistenz auf. Nur bei einer kleinen Gruppe von Termini wird die Benennung metaphorisch aufgrund der Ähnlichkeit der Funktion übertragen.
4. Die meisten metaphorischen Bautermini sind keine neuen Metaphern; überwiegend handelt es sich um das Ergebnis sekundärer metaphorischer Benennung. Die metaphorische Terminologie dieses Bereichs wurde nach metaphorischen Mustern des Allgemeinwortschatzes gebildet; ein beträchtlicher Teil der metaphorischen Termini könnte aus der Volksterminologie entlehnt sein.
5. Die weitgehende Übereinstimmung zwischen litauischen metaphorischen Termini und solchen anderer Sprachen lässt vermuten, dass metaphorische Bedeutungen entlehnt sein können. Die klare Motivation durch die eigene Sprache zeigt jedoch ebenfalls, dass die metaphorische Bauterminologie nicht durch semantische Entlehnung, sondern nach universellen Gesetzmäßigkeiten metaphorischer Benennung entstanden ist. Eindeutige internationale Lehnübersetzungen bilden eine kleine Gruppe phraseologischer Termini.
6. Die metaphorische Benennung von Merkmalen in der Bauterminologie erfolgt überwiegend anhand der Eigenschaften von Haushaltsgegenständen und Gegenständen aus der Tierwelt. Metaphorische Bestimmungsglieder von Termini benennen meist Merkmale aufgrund äußerer Ähnlichkeit mit Gegenständen; metaphorisch bezeichnet werden dabei Oberflächenmerkmale.
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LITHUANIAN METAPHORICAL TERMS OF BUILDING TERMINOLOGY
In this article 846 metaphorical terms are analyzed, i. e. 784 nominative and 62 attributive metaphors. Metaphorical building terminology is distinguished by its anthropocentricity. In the group of nominative metaphors more than three quarters (80,9%) of terms are names of human body parts, names of human physiological, physical conditions and processes and names of various things. [en elbow pipe – alkūnė ALSTŽ 246]; [en bleeding of (asphalt) – (asfalto) prakaitavimas ALSTŽ 34], [en (column) collar – (kolonos) apykaklė STŽ 28]. Only rarely in building terminology concepts are named after objects of nature: [en portal gantry – (kraninis) ožys STŽ 375], [(cemento) akmuo Grig 230]. The facts suggest that in building terminology mostly things are named in metaphors whereas metaphors of actions, states and other abstract expressions are rather rare.
In building terminology metaphorization of meaning could have occured according to the usual regularities. For the majority of terms a metaphorical transfer of the name according to analogy of form or consistence is typical: [en drill bit – (grąžto) galvutė ALSTŽ 33], [en paste – tešla STŽ 641]. Only a small group of terms had a metaphorical transfer of the name according to analogy of functions [(rutulinis malūnas Grig 142].
Most of the terms analyzed are not new metaphors and they are a result of secondary metaphorical nomination. Metaphorical terminology of this field was created using metaphorical models of common lexis, most terms could have been borrowed from folk terminology: [(bėgio) kakliukas STŽ 232 – kakliukas LKŽ]. A major part of the terms could be semantic borrowings, i.e. metaphorical meanings could have been borrowed from other languages. More than three quarters (82,5%) of terms are identical to other language terms: [(bėgio) galvutė – en (rail) head, de (Schienen)kopf, ru головка (рельса) STŽ 159. However not all identical terms could be treated as semantic borrowings –
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Robertas Stunžinas | Lietuviški metaforiniai statybos terminai
Page 12most Lithuanian metaphorical terms are fully motivated in the native language. Equivalence of Lithuanian and other language terms could be explained by universality of metaphorical nomination and language contacts.
Metaphoric nomination of attributes in building terminology is based on the features of everyday things and objects of fauna, and only rarely things are named after features of human body structure, physiological processes and conditions and objects of flora and inanimate nature. Attributes are named using metaphoric subordinate components according to exterior similarities to everyday things, musical instruments, plants and objects of nature: [balniškoji (drama) ALSTŽ 87, 330]; [bugninis (kantilas) ALSTŽ 294]; [eglutiškoji (perriša) ALSTŽ 39]; [marmurinis (puvinys) RLSTŽ 61]. Often subordinate components name surface characteristics: [dantytasis (plaktukas) ALSTŽ 169]. In other cases naming of attributes is based on various associations (form, function) with things named in underlying words: [kurminis (drenažas) ALSTŽ 115], [lizdinis (pamatas) ALSTŽ 35], [stuburinė (siena) STŽ 508].
In other languages metaphoric nomination of attributes proceeded according to the same principles. It could be considered that Lithuanian metaphoric subordinate components were created following the example of other language terms: [„dobilo lapo“ (sankryža) - en cloverleaf (junction), ru (перекрёсток) по типу клеверного листа STŽ 497], [drugeliškasis (stogas) - en butterfly (roof) STŽ 583], [kelniškasis (trišakis) - ru штૂంобразный (трߵошник), fr (raccord a trois voices) a pantalon STŽ 660, ALSTŽ 144].
Gauta 2006-11-13
Robertas Stunžinas Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 E. paštas [email protected]
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