Page 1Heiliger-Joseph-Maikäfer zool. „Maikäfer“ (Melolontha vulgaris). Vgl. Variante Heiliger-Joseph-Maikäfer5 (Plik).
Heilige-Petrus-Marienkäfer (Käferchen) siehe Gottes-Barborka
b) wenn der Personenname als Attribut verwendet wird, z. B.,
Gottes-Barborka zool. „Marienkäfer“ (Coccinella septempunctata). Vgl. Varianten und Synonyme: Babuska–Mariuska (Eiš, Mrk), Gottes-Katryte (Vb), Gottes-Maryte (Jnšk, Pbr, Pn, Ps), Gottes-Petruska (Pbr), Katryte–Maryte, Maryte–Katryte, Maryte–Karusyte (vgl. den Personennamen Karolina), Katriusyte–Mariusyte (Vb), Mariusyte–Katriusyte, Maruska–Petruska, Heilige-Petrus-Marienkäfer (Käferchen) (Vb), Teufels-Maryte. Vgl. ferner dt. Marienkäferchen. (Man kann noch erwähnen, dass umgangssprachlich Marienkäfer mancherorts mit einem winzigen hellroten Käferchen (Trombidium holosericum) verwechselt wird.
Babuska–Mariuska siehe Gottes-Barborka
Gottes-Katryte siehe „ „
Gottes-Maryte siehe „ „
Gottes-Petruska siehe „ „
Katryte–Maryte (Maryte–Katryte) siehe „ „
Maryte–Karusyte siehe „ „
Mariusyte–Katriusyte (Katriusyte–Mariusyte) siehe „ „
Maruska–Petruska siehe „ „
Teufels-Maryte siehe „ „
Fundament-Joseph zool. „Erdkröte“ (Bufo vulgaris) (Mžk).
Astronomische Namen:
a) wenn der Personenname als Attribut verwendet wird, z. B.,
Abakuks Stern astr. „einer der Sterne“.
Grigos Wagen (Jnš, Sk) astr. „eines der Sternbilder; eine Konstellation aus sieben Sternen in einer rauen Himmelsregion (Ursa Major).
Jakobsstab „einer der Sterne“.
Noahs Taube „einer der Sterne“.
J. Lipskienė
DREISPRACHIGES TERMINOLOGISCHES WÖRTERBUCH
V. Kairys, A. Kaminskas, Z. Kudirka, R. Kundrotienė, M. Lipšicas, A. Mačernius, J. Norkus, J. Riaubūnas, J. Stanaitis, B. Stulpinas, A. Šliavas. Russisch-litauisch-englisches Wörterbuch der Begriffe der Rechentechnik, Vilnius, 1971, 600 S.
1. Vor etwa drei Jahren wurde die Liste litauischer Terminologiewörterbücher um ein weiteres neues Terminologiewörterbuch ergänzt. Es wurde von einem Autorenkollektiv erarbeitet – einer Gruppe von Ingenieuren des Rechenmaschinenwerks Vilnius V. Lenin und des Speziellen Konstruktionsbüros für Rechenmaschinen. Es ist ein umfangreiches Wörterbuch der Rechentechnik, das neben speziellen Begriffen dieses Fachgebiets auch einige Gruppen technischer und physikalischer Fachbegriffe enthält. Sowohl vom Umfang als auch vom Typ her unterscheidet es sich in vielerlei Hinsicht von den zuvor erschienenen litauischen technischen Terminologiewörterbüchern, zum Beispiel von A. Novodvorskis „Englisch-
5 Eine Fülle von Maikäfer-Synonymen ist im Litauischen Sprachatlas (Lexik), I, Karte 84 (im Druck) verzeichnet.
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Page 2des „Politechnischen Wörterbuchs Litauisch“ (1958), des „Politechnischen Wörterbuchs Russisch-Litauisch“ (1959) u. a. Das Erscheinen dieses Wörterbuchs wurde durch den raschen Fortschritt beim Entwurf und bei der Herstellung von Rechentechnik in unserer Republik bedingt.
In der Volkswirtschaft der Litauischen SSR begann man 1954 mit der Einrichtung von Rechendiensten; Ende 1969 waren bereits etwa 200 Rechenbüros und 30 Rechenstationen in Betrieb, und es wurden etwa 11.000 Tastengeräte sowie 79 Sätze von Lochkarten-Rechenmaschinen eingesetzt. In Rechenzentren zur Verarbeitung ökonomischer Informationen begann man, Lochkarten-Rechenanlagen und leistungsstarke, schnell arbeitende elektronische programmgesteuerte Rechenmaschinen einzusetzen. Gegenwärtig werden letztere „erfolgreich zur Lösung folgender Aufgaben eingesetzt: der technischen Vorbereitung der Produktion; der operativen Produktionsplanung, Rechnungsführung und Steuerung; der Einrichtung und Führung der Normenwirtschaft; der technisch-ökonomischen Planung; der Rechnungsführung für Materialien und Rohstoffe, Löhne, Erzeugnisse und Ausschuss; der Lösung statistischer und buchhalterischer Rechnungsführungsaufgaben usw.; der Lösung mathematischer und ingenieurtechnischer Aufgaben, der linearen Programmierung, der Netzplanung usw.“1.
Mit der neuen Rechentechnik kamen auch zahlreiche neue Geräte, die verschiedensten Mechanismen und ihre Einzelteile sowie Begriffe auf, die mit Arbeits- und Hilfsprozessen u. a. zusammenhängen. Die Fachleute sahen sich einem offenkundigen Mangel an litauischen Fachtermini für die Rechentechnik gegenüber2.
Die russische Terminologie der Rechentechnik wurde etwas früher systematisiert und normiert. In den Jahren 1960—1970 erschienen mehrere Fachwörterbücher auf diesem Gebiet3. Die Herausgeber des litauischen Wörterbuchs der Fachtermini für Rechentechnik stützten sich auf diese Werke, und selbstverständlich weist unser Wörterbuch in mancher Hinsicht (zum Beispiel im Hinblick auf die lexikografische Technik) Ähnlichkeiten mit den russischen auf, insbesondere mit dem von Akademiemitglied S. Lebedev redigierten Wörterbuch der Fachtermini für Rechentechnik. Insgesamt ist das litauische Wörterbuch der Fachtermini für Rechentechnik jedoch als eigenständiges, nicht als übersetztes Werk anzusehen. In dieser Rezension werden wir den Aufbau des Wörterbuchs und einige Besonderheiten der darin enthaltenen Terminologie untersuchen und einige allgemeine methodologische Bemerkungen vorbringen.
Im Vorwort nennen die Autoren Zweck und Ziel des Wörterbuchs, nämlich: den Umgang mit der russischsprachigen Fachliteratur zu erleichtern, mit der Wissenschaftler und Techniker, insbesondere Studierende, zu tun haben, und „die litauische technische Terminologie zu formen und zu vereinheitlichen“. A priori lässt sich sagen, dass den Autoren die erste Aufgabe besser gelungen ist als die zweite: Insgesamt eignet sich das Wörterbuch eher für Übersetzungszwecke als für die Normierung von Fachtermini. Zweifellos wurde diesbezüglich auch durch die erwähnten russischen Wörterbücher der Fachtermini für Rechentechnik Einfluss ausgeübt, in denen die Normierung von Fachtermini ebenfalls keine vorrangige Aufgabe ist. So werden im Wörterbuch der Fachtermini für Rechentechnik von S. Lebedev englische Fachtermini sehr häufig mit zwei bis drei russischen Synonymen wiedergegeben. Das litauische
1 Siehe P. Kulvietis, Gamybos mokslinis techninis potencialas ir jos efektyvumas, Vilnius, 1972, S. 68.
2 Siehe A. Kaminskas, A. Mačernius, Kaip buvo rengiamas „Skaičiavimo technikos terminų žodynas“, — „Kalbos kultūra“, 25, Vilnius, 1973, S. 95.
3 Siehe Англо-русский словарь по вычислительной технике, Государственный Комитет Совета Министров СССР по радиоэлектронике, Москва, 1960; Семиязычный словарь по автоматике вычислительной и измерительной технике, Москва, 1963; Акад. С. А. Лебедев, Англо-русский словарь по вычислительной технике, Изд-во „Советская Энциклопедия“, Москва, 1964.
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Page 3Die Wörterbuchverfasser gingen noch weiter. In diesem Wörterbuch hat ein russischer Terminus häufig 3–4 und sogar 5–6 litauische Entsprechungen. Das bedeutet, dass die Wörterbuchverfasser ihre gesamte Aufmerksamkeit einer möglichst präzisen Übersetzung des russischen Terminus widmeten.
2. 0. Mehr als die Hälfte des Wörterbuchs besteht aus Begriffen der Rechentechnik auf Russisch, Litauisch und Englisch. Bei den litauischen und englischen Entsprechungen stehen an erster Stelle die am häufigsten verwendeten oder der Bedeutung nach nächstliegenden Bedeutungen; anschließend folgen, nach Bedeutungsnuancen geordnet, Synonyme, die voneinander durch Striche getrennt werden. Bedeutungen, die weiter voneinander entfernt sind, werden durch ein Semikolon getrennt. Zu einigen litauischen Entsprechungen werden außerdem kursiv Anmerkungen und Abkürzungen angegeben, die den Anwendungsbereich des Terminus erläutern oder präzisieren, z. B.:
описьатель progr. Beschreibungszeichen declarator (166)4
определимость log. Definierbarkeit definability (167)
Fakultative Affixe litauischer und englischer Termini werden in runde Klammern gesetzt, z. B.:
подавление (nu)Dämpfung suppression, quenching (196)
расстановка aus (si)Anordnung ordering, arrangement, spacing, disposition (244)
Varianten eines Terminus werden in eckige Klammern gesetzt, z. B.: скрытое состояние verborgener [versteckter] Zustand latency state (288).
Im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass unterschiedliche litauische (sowie englische) Entsprechungen eines russischen Terminus, wenn es mehrere gibt, durch arabische Ziffern voneinander getrennt werden. Zum Beispiel:
выборка 1. Auswahl 1. access; readout
2. Auslese 2. selection (35)
замена 1. Ersetzung 1. substitution, replacing
2. Ersatz, Ersatzstoff 2. substitute, equivalent, dummy (66)
Diese Regel wird jedoch nicht überall eingehalten: Häufig werden solche Entsprechungen nur durch einen Strich oder ein Semikolon getrennt, z. B.:
закладка Markierung, Kennzeichnung, Einlage, Lesezeichen bookmark, flag (65)
спись Verzeichnis, Register; Beschreibung inventory, list (166)
Ausdruck Ausdruck, Äußerung; das Ausdrücken Ausdrucksterm; Konnektiv (38)
Einfügung Einlage, Einfügung, Einschub Einfügung, Einbettung (34)
Adjektive treten gewöhnlich als Bestandteile zusammengesetzter Termini auf, während adjektivische Abstrakta – Bezeichnungen von Eigenschaften – eigenständige Termini sind. Es ist fraglich, ob es sich lohnt, neben den adjektivischen Abstrakta im Wörterbuch auch die entsprechenden Adjektive anzugeben, z. B.: Allgemeinheit (161); Reichhaltigkeit (140); Homogenität (162); Zweideutigkeit (50) und
4 Hier und im Folgenden verweisen die Zahlen auf die Seiten des Wörterbuchs. Im Folgenden verwenden wir für dieses Wörterbuch die Abkürzung SKŽ.
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Page 4allgemein; reichhaltig; homogen, geschweige denn ihre Synonyme (zweifach, doppelt) und dergleichen.5
Im Wörterbuch werden fakultative Bestandteile zusammengesetzter Termini nicht gekennzeichnet. Das Lemmaverweissystem im litauischen Register ist nicht ganz konsequent. Die litauischen Termini werden nicht verändert. Das sind natürlich keine Vorzüge des Wörterbuchaufbaus, sondern seine Mängel.
2.1. Ein Terminus aus einem beliebigen Fachgebiet muss morphologisch korrekt, eindeutig, kurz, präzise und gebrauchstauglich sein. Sehr häufig fehlt Termini jedoch mindestens eine, manchmal sogar mehrere dieser Eigenschaften. Einer der schwerwiegenderen Mängel der Terminologie ist die Synonymie. In Terminologiewörterbüchern sollte jede Begriffsbezeichnung nur durch einen, höchstens zwei (einen litauischen und einen internationalen) Termini erfolgen, nicht aber durch 4–6 Synonyme, die der Terminologie keinerlei zusätzliche Information liefern, sondern lediglich entweder auf eine unzureichende Normierung oder darauf hindeuten, dass die im Wörterbuch aufgeführten Begriffe noch nicht vollständig terminologisiert sind.
Im SKŽ werden für einen zusammengesetzten Begriff häufig zwei litauische Artbestimmungen angegeben, von denen die eine die andere gewissermaßen erläutert oder präzisiert. Ein solcher Gebrauch ist in manchen Fällen gerechtfertigt. Er zeigt, dass die Termini noch nicht festgelegt und normiert sind und dass es zunächst schwierig ist, den besseren auszuwählen, z. B.: unberührtes Medium, ungenutztes Medium (russ.: чистая среда) 290; direkte Eingabe, unmittelbare Eingabe (russ.: непосредственный ввод) 23; Zwischeneingabe, indirekte Eingabe (russ.: промежуточный ввод) 23 usw. Wenn ein Begriff jedoch durch zwei Synonyme ausgedrückt wird, die einander nicht erläutern, und eines davon in der Terminologie nahezu fest etabliert ist, ist dies in einem Terminologiewörterbuch unzulässig, z. B.: Stütze, Widerlager (russ.: упор) 328; Dauerhaftigkeit, Beständigkeit (russ.: стойкость) 294; nichtnumerische Berechnungen, nichtquantitative Berechnungen (russ.: нечисленные расчёты) 245 usw.
Termini verlieren besonders dann an Präzision, wenn ein russischer Terminus mit 3–4 oder sogar 5–6 litauischen Synonymen übersetzt wird, z. B.: Ergebnis, Resultat, Folge (russ.: результат) 254; Beweglichkeit, Bewegungsfähigkeit, Gleitfähigkeit (russ.: подвижность) 196; Faser, Fasern, Faserstoff (russ.: волокно) 29; Aufnahme, Wahrnehmung, Abtastung (russ.: восприятие) 30; Bewegung, Verschiebung, Vorwärtsbewegung (russ.: передвижение) 182; Bearbeitung, Umgestaltung, Änderung (russ.: переделка) 182; Umgestaltung, Umarbeitung, Umstimmung (russ.: перестройка) 187; Kreuz, Vierwegstück, Kreuzung (russ.: крест) 112; Rand, Kante, Seitenrand (russ.: борт) 21; Trennwand, Stift, Vorsprung (russ.: шпонка) 376; Lesbarkeit, Deutlichkeit, Klarheit (russ.: чёткость) 371; Studium, Lernen, Untersuchung, Erforschung (russ.: изучение) 77; Übertragung, Vorwärtsbewegung, Verschiebung, Verlagerung (russ.: перемещение) 185; Verlängerung; Dehnung, Anziehen; Festziehen (russ.: затягивание) 70; Zustand, Beschaffenheit, Lage, Position (russ.: состояние) 287; Stab, Glühkörper, Stift, Stecker (russ.: штырь) 376; Neigung, Schrägstellung, Gefälle, Abweichung, Hang (russ.: наклон) 146; Abschnitt, Bereich, Riegel, Zone, Ort (russ.: участок) 353; Schnapper, Klinke, Schieber, Verriegelung, Riegel, Schloss (russ.: защёлка) 70 usw. Aus dieser Fülle an Synonymen genügte es, für jeden Begriff der Rechentechnik einen Terminus auszuwählen, ohne den Anspruch zu erheben, sämtliche polytechnischen Begriffe zu inventarisieren.
5 Siehe Й. Р. Круопас, К. Б. Гайвенис, Терминологическая работа и подготовка терминологических словарей в Литовской ССР, – Вопросы разработки научно-технической терминологии, Рига, 1973, р. 30.
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Page 5Dasselbe lässt sich auch über internationale terminologische Synonyme sagen. Im Wörterbuch stehen sie gewöhnlich neben den litauischen Termini, und häufig scheint der litauische den internationalen zu erklären, z. B.: blenda, gaubtelis (russ. бленда) 18, vgl. dt. Blende; blokas, spinta (russ.: шкаф) 376, vgl. engl. block; fokusas, židinys (russ.: фокус) 356, vgl. lat. focus; fibra, skaidula (russ.: фибра) 354, vgl. lat. fibra; vakansija, laisva vieta (russ.: вакансия) 22, vgl. engl. vacancy usw. Manchmal werden jedoch für eine einzige Vorstellung mindestens mehrere internationale Termini oder ein litauischer und 3–4 internationale Termini angegeben, und umgekehrt. Im SKŽ gibt es recht viele solcher Synonyme, z. B.: atmaina, modifikacija, variantas (russ.: разновидность) 239; kišenė, bunkeris, magazinas (russ.: карман) 89; kišenė, dėtuve, magazinas (russ.: магазин) 120; slopintuvas, silpnintuvas, atteniuatorius (russ.: ослабитель) 168; destrukcija, griovimas, irimas (russ.: разрушение) 240; atsigaminimas, atsikūrimas, savireprodukcija (russ.: самовоспроизведение) 259; šyna, bendralaidis, ilgė (russ.: шина) 374; atvaizdavimas, atgaminimas; atkūrimas, reprodukcija, atstatymas (russ.: воспроизведение) 30; maksimali reikšmė, maksimali vertė, maksimalus dydis (russ.: максимальное значение) 73; išeities diagrama, pradinė diagrama, pirminė diagrama (russ.: исходная диаграмма) 54; sutapimo schema, loginė daugybos schema, schema „IR“ (russ.: схема совпадения) 305; nepertraukiamas reguliavimas, tolydus (tolydinis) reguliavimas, netrūkus reguliavimas (russ.: непрерывное регулирование) 249 usw.
2.2. Mit der Synonymie von Termini ist die Variantenbildung eng verbunden. Synonyme sind Wörter mit unterschiedlichem Lautbestand, aber gleicher oder sehr ähnlicher Bedeutung, die zur Kennzeichnung bestimmter Bedeutungs- oder Stilnuancen verwendet werden; Varianten hingegen sind Wörter, die sich nur in ihrer morphologischen Struktur unterscheiden (durch Präfix, Suffix oder eine kürzere beziehungsweise längere Ableitungsform). Im SKŽ finden sich svarbumas ir svarba (russ.: важность) 22; prisotinimo dydis ir soties dydis (russ.: величина насыщения) 24; trikdis ir trikdymas (russ.: возмущение) 28; trukdymas ir trukdis (russ.: помеха) 203; tankumas ir tankis (russ.: плотность) 194; skubumas ir skuba (russ.: срочность) 291 usw. Eine solche Kürzung von Termini ist auch heute akzeptabel und verbreitet sich in der Praxis der terminologischen Normierung technischer, insbesondere physikalischer Fachsprachen. Allein aus Gründen der Bedeutungsdifferenzierung (die längere Form bezeichnet einen abstrakteren Begriff, die kürzere einen konkreteren) sollte man jedoch nicht alle möglichen Neologismen bilden – Ableitungen mit den Endungen -is oder -a –, die in vielen Fällen entweder Abstrakta von Adjektiven mit dem Suffix -umas oder verbale Abstrakta mit dem Suffix -imas ersetzen.
Im rezensierten Wörterbuch gibt es auch Varianten anderer Art (mit Präfixen, Suffixen und Präpositionen), die zeigen, dass die Termini noch nicht ausreichend normiert sind, z. B.: Präfixvarianten – užtvirtinimas ir pritvirtinimas (russ.: закрепление) 66; suveikimas ir paveikimas (russ.: срабатывание) 290; (su)lyginimas ir palyginimas (russ.: сравнение) 292; pri(si)sotinimo laipsnis ir į(si)sotinimo laipsnis (russ.: уровень насыщения) 331; nuoseklus (pa)jungimas ir nuoseklus sujungimas (russ.: последовательное соединение) 283; Suffixvarianten – reikšmingas skaitmuo ir reikšminis skaitmuo (russ.: значащая цифра) 368; grafinė sudėtis ir grafiška sudėtis (russ.: графическое сложение) 280; automatinė analizė ir automatiška analizė (russ.: автоматический анализ) 12; inertinė atmosfera ir inertiška atmosfera (russ.: инертная атмосфера) 16; spausdintinė schema ir spausdinta schema (russ.: печатная схема) 303; sudėtinė funkcija ir sudėtinga funkcija (russ.: сложная функция) 360; Präpositionalvarianten – skaičius be ženklo ir beženklis skaičius
17. Lietuvių terminologija
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Page 6(russ.: число без знака) 371; dešimtainis skaičius su ženklu ir paženklントas dešimtainis skaičius (russ.: десятичное число со знаком) 375; vėlinimas vienu taktu ir vėlavimas per vieną taktą (russ.: задержка на один такт) 65; lötfreies Löten und flussmittelfreies Löten (russ.: бесфлюсовая пайка) 175 usw. Einige solcher Varianten sind überhaupt nicht als Termini anzusehen, und ihre Verwendung verringert lediglich die Stabilität und Präzision der Terminologie.
Eine umfangreiche Gruppe von Varianten bilden unzureichend normierte zusammengesetzte Termini, deren eine Komponente Folgendes ist: 1) ein Genitiv eines Substantivs oder ein Adjektiv mit dem Suffix -inis, -ė, z. B.: mašininis laikas, mašinos laikas (russ.: машинное время) 32; emiterinis talpumas, emiterio talpumas (russ.: эмиттерная ёмкость) 63; pozicinis impulsas, pozicijos impulsas (russ.: позиционный импульс) 78; indeksų skaičiavimas, indeksinis skaičiavimas (russ.: индексное исчисление) 87; kolektorinis talpumas, kolektoriaus talpumas (russ.: коллекторная ёмкость) 62; kodo raidė, kodinė raidė (russ.: кодовая буква) 21; kontrolės programa, kontrolinė programa (russ.: контрольная программа) 225; šiluminis spinduliavimas, šilumos spinduliavimas (russ.: тепловое излучение) 76; svorinė funkcija, svorio funkcija (russ.: весовая функция) 359; darbinė eiga, darbo eiga (russ.: рабочий ход) 363; elementų grandinė, elementinė grandinė (russ.: элементная цепь) 367 usw.; 2) ein Genitiv eines Substantivs oder ein Partizip, z. B.: (pa)skirstymo skydas, (pa)skirstomasis skydas (russ.: распределительный щит) 377; dažantis ratas, dažymo ratas (russ.: красящее колесо) 98; virpesių grandinė, virpanti grandinė (russ.: колебательная цепь) 365; koreguojanti grandinė, koregavimo grandinė, korekcijos grandinė (russ.: корректирующая цепь) 365; įtempta būklė, įtempimo būklė (russ.: напряжённое состояние) 287; atspindžio signalas, atsispindėjęs signalas (russ.: отображённый сигнал) 267; reguliavimo poveikis, reguliuojantis poveikis (russ.: регулирующее воздействие) 28; moduliavimo generatorius, moduliuojantis generatorius (russ.: модулирующий генератор) 42; slopinantis diodas, slopinimo diodas (russ.: демпфирующий диод) 55; atsispindėjęs impulsas, atspindžio impulsas (russ.: отражённый импульс) 78; izoliuojantis sluoksnis, izoliacijos sluoksnis (russ.: изолирующий слой) 281; sinchronizuojanti sistema, sinchronizavimo sistema, sinchronizacijos sistema (russ.: синхронизирующая система) 276; kaupiantis skaitiklis, kaupimo skaitiklis (russ.: накапливающий счётчик) 309; kompiliuojanti kalba, kompiliavimo kalba (russ.: компилирующий язык) 386; 3) ein einfaches Adjektiv oder ein Adjektiv mit dem Suffix -inis, -ė, z. B.: stacionarinis (stacionarus) režimas (russ.: стационарный режим) 253; elementari celė, elementarinė celė (russ.: элементарная ячейка) 388; optimalinis (optimalus) filtras (russ.: оптимальный фильтр) 355; absoliutinė sistema, absoliuti sistema (russ.: абсолютная система) 270; dualinis (dualus) valdymas (russ.: дуальное управление) 329 usw. In diesem Fall sollte nur ein Terminus verwendet werden, der den Begriff der Rechentechnik am präzisesten ausdrückt.
3.1. Im SKŽ werden zahlreiche neue Begriffe der Rechentechnik aufgeführt, für deren Benennung eine beträchtliche Zahl von Neologismen geschaffen werden musste. Viele solcher Neologismen (meistens Lehnübersetzungen) sind gelungen und entsprechen den normgerechten Wortbildungstypen der Termini unserer Sprache, z. B.: daugiaryšė valdymo sistema (russ.: система многосвязного регулирования) 273; daugiakontūrė sekos sistema (russ.: многоконтурная следящая система) 273; paprogramė (russ.: подпрограмма) 197; orgaryšys (russ.: оргасвязь) 168; echo-
258
Page 7Kontrolle (russ.: эхоконтроль) 385; Halbsumme (russ.: полусумма) 202; elementweise (russ.: поэлементно) 207 usw.
Da die Verfasser dieses Wörterbuchs russische Wörterbücher für die Fachterminologie der Rechentechnik zugrunde legten, ist es selbstverständlich, dass auch die Arbeiten an einigen litauischen Neubildungen von der russischen Sprache beeinflusst waren. Als unkreative und sogar nicht verständliche Lehnübersetzungen sind etwa folgende anzusehen: führende (= Haupt-) Frequenz (russ.: задающая частота) 369; Ganzzahlprogrammierung (russ.: целочисленное программирование) 229; gegebene Größe (russ.: данная величина) 23; (vorgegebene) Grenze (russ.: заданный предел) 208; vorgegebene Genauigkeit (russ.: заданная точность) 319; automatischer Plotter (= Zeichengerät) 371; Stromabnehmer (russ.: токосъёмник) 318 usw.
Unnötigerweise haben die Wörterbuchverfasser einige etablierte Termini „verbessert“: Linguistik Auslassung (russ.: опускание, engl. dropping) 167 anstelle von Auslassung, Ellipse (Syntax, Lexikologie), Weglassen (Morphologie, Phonetik); Verlässlichkeit (russ.: достоверность 60, доверительность 46, 208) anstelle von Gewissheit (stellenweise — Zuverlässigkeit) usw.
3.2. Das Wörterbuch enthält zahlreiche Begriffe, für die es überhaupt keine Termini gibt oder die mit sogenannten beschreibenden Termini bezeichnet werden, z. B.: Drucken mit einer rotierenden Typenwalze (russ.: печать с вращающимся литерным валом) 192; Algorithmus zur Ermittlung sekundärer Belegungen synchroner Schaltungen mit sequentiellem Verhalten (russ.: алгоритм нахождения вторичных назначений синхронных схем последовательного действия) 10; Automat mit endlichem Speicher (russ.: автомат с конечной памятью) 7; Synthesealgorithmus für Mehrfachausgabe kombinatorischer Logik (russ.: алгоритм синтеза многократного вывода комбинаторной логики) 11; Sprungbefehl bei Nichterfüllung der Bedingung (russ.: команда перехода при невыполнении условия) 100; Speichereinrichtung, die bei abgeschalteter Stromversorgung keine Informationen bewahrt (russ.: запоминающее устройство, не сохраняющее информацию при выключении электропитания) 342; Speicher, der Informationen bei abgeschalteter Stromversorgung bewahrt (russ.: запоминающее устройство, сохраняющее информацию при выключении электропитания) 343 usw. Solche terminologisierten Wortverbindungen lassen sich weder genau erfassen noch in der Terminologie der Rechentechnik verorten. Einige von ihnen lassen sich umformen, andere sollten überhaupt nicht in das Wörterbuch aufgenommen werden.
4. Auch redaktionelle Uneinheitlichkeiten sind im Wörterbuch nicht vermieden worden. So werden beispielsweise die beiden unterschiedlichen Satzzeichen unserer Orthografie, nämlich Gedankenstrich und Bindestrich, allzu häufig verwechselt. Unbedacht ist die Korrelation der Konjunktion „und“ mit den genannten Satzzeichen, wenn gleichrangige Bestandteile zusammengesetzter Termini verbunden werden. So stehen dort etwa System von Eingabe- und Ausgabebeschränkungen 276, Eingabe- und Ausgabesteuerung 329, aber Eingabe—Ausgabe-Steuerungssystem 276, Satz von Eingabe—Ausgabe-Geräten 102, Eingabe—Ausgabe-Einheit 18 usw.
Der Bindestrich ist ein geeignetes Satzzeichen in zusammengesetzten Termini wie: Addierwerk-Speicher-Addierer 286, Multiplikations-Divisions-Einheit 345 und dergleichen, aber nicht in Termini wie etwa: Start-(Stopp-)Dauer 33, „Auf-und-ab“-Methode 134 usw. Unklar ist, warum Regler „Ja-Nein“ 251, aber Operator „UND—NICHT“ 164, Halbleiter vom n-Typ 202, aber „m“-Typ-Filter 356, Operator „ODER“ 163, „ODER—UND“, „ODER—UND—ODER“ 300, aber die logischen Operationen UND-NICHT 81, ODER-ODER 77 usw. Solche Uneinheitlichkeiten hätten sich leicht beseitigen lassen.
17*
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Page 85. Das besprochene Wörterbuch ist ein erwartetes und notwendiges Werk. Man kann sich nur darüber freuen, dass die Ingenieure des Rechenmaschinenwerks Vilnius und des Sonderkonstruktionsbüros für Rechenmaschinen sich einer so umfangreichen Arbeit angenommen haben. SKŽ repräsentiert die gegenwärtige litauische Terminologie der Rechentechnik gut. Das umfangreiche Wörterbuchmaterial ist jedoch noch wenig normiert und systematisiert. Für die Entwicklung der Terminologie der Rechentechnik ist dieses Werk lediglich ein guter Anfang. Den Verfassern von Fachwörterbüchern anderer technischer Gebiete kann es nicht nur als Beispiel für begeisterte Arbeit dienen, sondern auch als Fundament, auf dem sich noch vollkommenere Bauwerke errichten lassen.
A. Kaulakienė
BUCH ÜBER FISCHNAMEN
B. Laumane, Zivju nosaukumi latviešu valodā, Rīgā, 1973, 307 p.1
Die Monografie von Benita Laumane ist nicht nur für die lettische Sprachwissenschaft, sondern auch für die baltische und indoeuropäische Sprachwissenschaft sowie die Ethnogenese von großer Aktualität, da zahlreiche Fischbezeichnungen aus ferner Vergangenheit überliefert sind. Diese Monografie ist die erste umfassende Untersuchung baltischer Fischnamen dieser Art.
B. Laumane weist darauf hin, dass P. Tymė, gestützt auf die Tatsache, dass Lachse ausschließlich im Einzugsgebiet der Ostsee leben und verwandte Bezeichnungen in den slawischen, baltischen und germanischen Sprachen sowie auch in den tocharischen Sprachen vorkommen, versucht habe zu beweisen, dass die indoeuropäische Urheimat in der Ostseeregion lag. Mit dieser Hypothese hängt die Frage der Ureinwohner der Ostseeküste zusammen, die die Autorin an mehreren Stellen erwähnt. B. Laumane stützt sich auf die Auffassung der Archäologen, wonach die Balten oder ihre Vorfahren um das 18. Jahrhundert v. Chr. in die Umgebung der Ostsee eingewandert seien2 und hier Beziehungen zu anderen Bewohnern der südöstlichen Ostseeküste – den Ureinwohnern – aufgenommen hätten, die nach Auffassung der Autorin3 vielleicht mit den Balten verwandte Indoeuropäer waren, sowie zu den Ugrofinnen (S. 14).
Die Hypothese, dass die genannten Ureinwohner des Ostseeraums Indoeuropäer gewesen seien, ist für die Frage der baltischen und indoeuropäischen Ethnogenese von großer Bedeutung. Gegenwärtig wird sie von manchen besonders unterstützt4. Im Mesolithikum waren für das östliche Baltikum zwei Kulturgruppen charakteristisch (und nach Rimantienės Auffassung auch ethnische Gruppen): die mikrolithisch-makrolithische und die Kunda-Kultur. Die mikrolithisch-makrolithische Kultur gehörte zu Litauen und teilweise zu Belarus. Die Kunda-Kultur war in den Gebieten des heutigen Estland und Lettland verbreitet, während sie in Litauen nur den äußersten Norden erfasste
1 In der Rezension wird aus Platzgründen nur die in B. Laumanes Buch aufgeworfene Frage der Ureinwohner der Ostseeküste erörtert.
2 Archäologen zufolge erreichten die Träger der Schnurkeramik Litauen gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr.; siehe R. Rimantienė, Pirmieji Lietuvos gyventojai (XI—IV tūkstantmetis pr. m. e.), Vilnius, 1972 (im Folgenden: Rimantienė PLG), S. 96.
3 Su nuoroda į: Л. В. Ванкина, Торфяниковая стоянка Сарнате, Рига, 1970, p. 140, 144—145, kur Sarnatės stovyklos radiniai datuojami III tūkst. pr. m. e. pirmą puse ar viduriu, o gyventojai hipotetiškai laikomi indoeuropiečiais; plg. taip pat R. Rimantienės tvirtinimą, kad „apie kokį nors kultūrinį-etninį finougrų klodą Lietuvos akmens amžiaus medžiagoje, tuo labiau senųjų, vietinių, priešvirvelinės kultūros gyventojų priskyrimą finougrų gentims, negali būti nė kalbos“ (Žr. R. Rimantienė, Lietuvos akmens amžiaus šukinė puodų ornamentika ir finougrų klausimas, — Lietuvos istorijos metraštis. 1972 metai, Vilnius, 1973 (toliau: Rimantienė LIM), p. 26; plačiau žr. p. 5—26; taip pat žr.: Rimantienė PLG; Р. К. Римантене, Палеолит и мезолит Литвы, Вильнюс, 1971 (toliau: Римантене ПМЛ).
4 Siehe die populärwissenschaftlichen Artikel von A. Seibutis: Padavimai ir tikrovė, — Mokslas ir gyvenimas, Vilnius (im Folgenden: MG), 1971, Nr. 5, S. 38—40; Vėlyvojo ledynmečio vietovardyžiai, — MG 1971, Nr. 10, S. 16—20; Kaip Nemunas į Vyslą tekėjo, — MG 1973, Nr. 3, S. 28—30 u. a.
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