Page 1RAMUNĖ VASKELAITĖ
Institut für Litauische Sprache
doi.org/10.35321/bkalba.2022.95.01
DIE SCHREIBUNG ASTROLOGISCHER BEZEICHNUNGEN IN GEDRUCKTEN PUBLIKATIONEN
SCHLÜSSELWÖRTER: Schreibung, astrologische Bezeichnungen, Großschreibung.
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel setzt die Untersuchungen zur Schreibung astrologischer Bezeichnungen fort. Nachdem in einer früheren Ausgabe von Bendrinė kalba die Schreibweisen in Astrologie-Websites untersucht wurden, richtet sich der Fokus hier auf die Schreibung in gedruckten Publikationen – dem üblichen Umfeld, in dem die Standardsprache verwendet wird. Anhand von 10 Büchern zum Thema Astrologie soll geprüft werden, inwieweit sich die auf der Grundlage des Internetgebrauchs abzeichnenden Schreibweisen als allgemein gültig erweisen; zugleich sollen die Faktoren, die sie bestimmen, eingehender analysiert werden.
ABSTRACT
Der Beitrag setzt die Untersuchung der Schreibung astrologischer Namen fort. Nachdem in Bendrinė kalba die Schreibweisen auf Astrologie-Websites untersucht wurden, richtet sich der Fokus hier auf die Schreibung in gedruckten Publikationen, dem üblichen Umfeld für den Gebrauch der Standardsprache. Anhand von 10 Büchern zur Astrologie soll beurteilt werden, inwieweit die Schreibweisen astrologischer Namen auf Websites und in gedruckten Publikationen gleichermaßen verbreitet sind; zugleich soll die Analyse der Faktoren, die sie bestimmen, vertieft werden.
EINLEITUNG
In einem im vorherigen Bendrinės kalbos-Heft veröffentlichten Artikel mit dem Titel Astrologinių pavadinimų rašymas astrologijos svetainėse (Vaskelaitė 2021) wurde auf einen bislang völlig unerörterten Gegenstand aufmerksam gemacht – die Schreibung astrologischer Bezeichnungen (im Folgenden ALP). Es zeigte sich, dass viele ALP dazu neigen, als Eigennamen zu fungieren, ihre Schreibung jedoch schwankt. Die Schreibungsneigungen wurden in jenem Artikel allerdings nur anhand von Astrologiewebsites untersucht, die im Internet präsent sind. Der Internetgebrauch weist jedoch, wie seine Untersuchungen zeigen (z. B. Miliūnaitė 2008, 2010, 2018; Tamulionienė 2015), und wie sich auch anhand des Gebrauchs selbst leicht feststellen lässt,
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Page 2häufig bestimmte Besonderheiten auf: eine unzureichende oder gänzlich fehlende sprachliche Redaktion, Rechtschreibfehler, mangelnde Korrektur und Ähnliches. Obwohl daher für die Analyse nur jene Websites ausgewählt wurden, die nicht außerhalb des Geltungsbereichs der Standardsprache liegen1, entstand nach ihrer Durchführung der Gedanke, dass sich die Universalität der festgestellten Neigungen nur dann besser überprüfen ließe, wenn die Schreibung von ALP auch andernorts untersucht würde, etwa in gedruckten Publikationen, die das übliche Funktionsumfeld der Standardsprache darstellen.
In diesem Artikel soll dieser Gedanke umgesetzt werden: Untersucht wird die Schreibung von ALP in gedruckten Publikationen, und zwar in Büchern zum Thema Astrologie. Diese Bücher sind unterschiedlicher Art: Einige haben den Charakter eines Nachschlagewerks und behandeln zahlreiche astrologische Begriffe, andere konzentrieren sich stärker auf die Erläuterung der Tierkreiszeichen. Da es jedoch nur wenige Bücher des ersten Typs gibt und auch einige der letztgenannten Begriffe behandeln, werden Publikationen beider Art in die Analyse einbezogen. Insgesamt werden 10 Bücher herangezogen, von denen vier auf Litauisch verfasst und sechs Übersetzungen sind. Bücher zu diesem Themengebiet werden nicht nur aus dem Englischen ins Litauische übersetzt; daher werden für die Analyse auch drei Übersetzungen aus dem Deutschen, eine aus dem Französischen und zwei aus dem Englischen ausgewählt. Sie alle sind im Quellenverzeichnis aufgeführt.
Berücksichtigt werden sowohl neuere als auch ältere Publikationen. Genauer gesagt umfasst der Zeitraum 22 Jahre: von 1998, als Erikos Sauer Didžioji horoskopų knyga erschien, bis 2020, als Loretos Stonkutės Astrologijos vadovėlis veröffentlicht wurde. Sprachnormen und ihre Kodifizierung verändern sich; andernfalls wäre die Wahl eines so langen Zeitraums problematisch, da der Sprachgebrauch früherer Jahre aus der Perspektive der gegenwärtigen Standardsprache möglicherweise nicht mehr relevant ist. Die Kodifizierung der Schreibung von ALP hat sich jedoch nicht geändert, und allgemein gelten Normen auf der Ebene der Rechtschreibung als beständiger als die Normen anderer Sprachebenen (siehe Pupkis 1980: 23); vermutlich ist man bestrebt, sie deshalb nicht häufig zu ändern2. Bereits im vorherigen Artikel
1 In der ausführlichen Monografie von Rita Miliūnaitė zur Sprache des Internets wird erwähnt, dass sich das Internet in zwei Bereiche aufteilt: den eingeschränkten Gebrauch, bei dem Sicherheit und Zuverlässigkeit stärker im Vordergrund stehen (Online-Medien, Bankwesen, Online-Handel usw.), und den freien Gebrauch (soziale Netzwerke, Blogs); die Standardsprache wird im ersten Bereich verwendet und stärker überwacht (Miliūnaitė 2018: 139). Bei dieser bedingten Einteilung werden Websites als Genre nicht erwähnt. Schon bei der Auswahl von Astrologiewebsites für den im vorherigen Bendrinės kalbos-Heft veröffentlichten Artikel zeigte sich jedoch, dass sich die im Internet verfügbaren Astrologiewebsites hinsichtlich der Einhaltung der Normen der Standardsprache unterscheiden.
2 Štai ir atnaujintų rašybos taisyklių rinkinyje (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022) paliekamos galioti iki tol galiojusių rašybos taisyklių nuostatos. Tai nurodoma ir komentare: „Patvirtintose atnaujintose rašybos taisyklėse pateikiamos galiojančių taisyklių nuostatos, jos iš esmės nekeičiamo(s) (išskyrus vieną kitą išimtį), o tikslinamos arba papildomos tais atvejais, kurie dar nebuvo reglamentuoti“ (K).
RAMUNĖ VASKELAITĖ. Astrologinių pavadinimų rašymas spausdintuose leidiniuose
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Page 3Die Autorin des Artikels Astrologinių pavadinimų rašymas astrologijos svetainėse hat bereits zum Thema der Schreibung von ALP darauf hingewiesen, dass die Normen für die Schreibung von Eigennamen in Lietuvių kalbos rašyboje ir skyryboje festgelegt sind (Vaskelaitė 2021: 5–10) und dass deren zweite, überarbeitete Ausgabe 1992 erschien, also noch vor der Veröffentlichung von Erikos Sauer Didžioji horoskopų knyga. Ein neues Regelwerk für die Rechtschreibung – Rasuolės Vladarskienės und Palmiros Zemlevičiūtės Lietuvių kalbos rašyba: taisyklės, komentarai, patarimai – wurde erst kürzlich, im Jahr 2022, veröffentlicht, also später als die neueste (2020) Quelle, die in diesem Artikel analysiert wird. Wenn zwischen kodifizierten Normen und dem tatsächlichen Sprachgebrauch also eine ideale Übereinstimmung bestünde, müssten ALP in allen für die Analyse ausgewählten Büchern einheitlich geschrieben sein – zumal sie, wie für von Verlagen herausgegebene Publikationen üblich, von Sprachredakteuren bearbeitet wurden. In allen für die Analyse ausgewählten Quellen sind die Sprachredakteure angegeben.
Eine Übereinstimmung zwischen den kodifizierten Normen und dem tatsächlichen Sprachgebrauch kann in diesem Fall jedoch schon deshalb nicht bestehen, weil die Normen für die Schreibung von ALP nicht kodifiziert sind. In der Ausgabe von 1992 der Lietuvių kalbos rašybos ir skyrybos sind zwar Normen für die Schreibung von Eigennamen festgelegt, sie orientieren sich jedoch an Gruppen benannter Objekte; eine Gruppe wie ALP wird nicht unterschieden, und solche Bezeichnungen werden auch unter den gesondert aufgeführten Gruppen nicht erwähnt. Daher bleibt unklar, nach welcher der formulierten Regeln zur Schreibung von Eigennamen ALP geschrieben werden sollen. Auf diese Unklarheit wurde bereits hingewiesen und sie als ein Faktor für die Schwankungen im Sprachgebrauch erkannt (Vaskelaitė 2021). ALP werden jedoch – mit Ausnahme der Bezeichnungen der Tierkreiszeichen – auch im neuen Regelwerk zur Rechtschreibung nicht erwähnt (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022); die Frage ihrer Schreibung bleibt somit sowohl hinsichtlich der Kodifizierung als auch der Sprachgebrauchspraxis aktuell. Deshalb wird beschlossen, sie weiter zu untersuchen, nun anhand von Material aus gedruckten Publikationen. Die Analyse dürfte nicht nur mit Blick auf ALP, sondern auch allgemein hinsichtlich der Kodifizierung und Gebrauchspraxis der Schreibung von Eigennamen relevant sein.
Die Autorin hat bereits darauf hingewiesen, dass die Termini pavadinimas und vardas in der litauischen Linguistik recht uneinheitlich verwendet werden – sowohl synonym als auch als unterschiedliche Termini, wobei die Unterscheidung auf verschiedenen Grundlagen beruht (Vaskelaitė 2021: 3–4).3
3 So wird in den Regeln zur Schreibung symbolischer Bezeichnungen der Terminus pavadinimai verwendet, wobei von simbolinius pavadinimus und tiesioginės reikšmės pavadinimus die Rede ist (VŽ 2004). In lexikologischen Arbeiten wird zwischen gyvų objektų vardai und negyvų objektų vardai unterschieden (Jakaitienė 2010: 269–270). Im neuen Regelwerk zur Rechtschreibung wird offenbar versucht, vardus und pavadinimus danach zu unterscheiden, ob ein Gattungswort verwendet wird; zugleich wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Bedeutungsunterscheidung zwischen vardo und pavadinimo bedingt sei und dass in der Standardsprache die Bedeutungen von vardo und pavadinimo eng miteinander verbunden seien und sich teilweise überschnitten (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 96).
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Page 4In diesem Artikel wird ein einzelner Begriff gewählt, nämlich astrologische Bezeichnungen, abgekürzt ALP. Darunter werden für die Astrologie typische Eigennamen oder als Eigennamen geschriebene Bezeichnungen verstanden, einschließlich individueller Namen (der Begriff Name wird nur verwendet, wenn er in der betreffenden Quelle vorkommt). Eigennamen werden üblicherweise in Namen mit unmittelbarer Bedeutung und symbolische Namen (in Anführungszeichen geschrieben)4 unterteilt; Letztere bleiben jedoch unberücksichtigt, zumal symbolische ALP, wie die Untersuchung von Websites gezeigt hat und die für diese Arbeit ausgewählten Quellen erkennen lassen, kaum verwendet werden.
Ziel der Arbeit ist es, die Schreibweisen von ALP in Publikationen zum Thema Astrologie zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit sie den auf Grundlage des Internetgebrauchs erkennbaren Tendenzen und deren Einflussfaktoren entsprechen. Ausgangspunkt dieser Analyse ist somit die frühere Untersuchung, die gezeigt hat, dass manche ALP ausschließlich mit Großbuchstaben geschrieben werden, während die Schreibweise anderer schwankt. Dementsprechend werden die ALP in diesem Artikel untersucht: Im ersten Abschnitt werden ausschließlich großgeschriebene ALP, also Fälle einheitlicher Schreibung, behandelt, im zweiten dagegen Fälle schwankender Schreibung. Beide Gruppen werden mit den anhand von Websites ermittelten Schreibweisen verglichen. Dies soll Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen den Schreibweisen auf Websites und in Publikationen aufzeigen und zugleich die auf Grundlage der Websites gezogenen Schlussfolgerungen zu den Einflussfaktoren auf die Schreibung von ALP bestätigen oder widerlegen sowie die Analyse um neue Erkenntnisse ergänzen. Wie sich zeigt, sind Analyse und Vergleich die wichtigsten Methoden dieser Arbeit; die Verallgemeinerungen erfolgen durch Synthese.
1. EINHEITLICHE SCHREIBUNG
Bei der Untersuchung astrologischer Websites erwiesen sich die Namen der Tierkreiszeichen und Planeten hinsichtlich der Großschreibung als vollkommen einheitlich. Obwohl die bereits erwähnten Besonderheiten für das Internet als Sprachgebrauchsmedium kennzeichnend sein können, zeigte sich, dass die Namen dieser beiden Gruppen auf Websites ausschließlich großgeschrieben werden, selbst wenn sie, wie auch andere ALP, nicht als Eigennamen und daher nicht mit Großbuchstaben geschrieben werden müssten.
Die Namen der Tierkreiszeichen werden in allen 10 Publikationen häufig verwendet und hier ebenfalls ausschließlich großgeschrieben; daher genügt es, einige wenige Beispiele anzuführen:
4 Im neuen Regelwerk zur Rechtschreibung werden außerdem gemischte Eigennamen unterschieden – Namen mit gemischter Struktur, die sowohl eine Bezeichnung mit unmittelbarer Bedeutung als auch einen symbolischen Namen enthalten, z. B. Alytaus plaukimo klubas „Dzūkijos vandenis“ (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 96).
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Page 5Wenn Fische sprechen, ist es schwer, sich einzumischen TT 270; Wie dem auch sei, Stier, Widder und Skorpion – die Tierkreiszeichen mit den meisten Kindern AKK 38; Übrigens begann Stalin (Schütze) seine Vorbereitung auf die schreckliche Laufbahn mit theologischen Studien in einem Kloster TT 168; Daraus entstanden die Namen der Tierkreiszeichen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische DAŽ 22. In den Publikationen werden die Namen der Tierkreiszeichen ebenfalls in zwei Bedeutungen verwendet: Sie bezeichnen die Abschnitte des Tierkreises und zugleich bestimmte verallgemeinerte Typen von Charakter- oder Verhaltensmerkmalen, die in der westlichen Astrologie danach bestimmt werden, in welchem Abschnitt des Tierkreises die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand (siehe Vaskelaitė 2021: 19). Die Schreibweise mit Groß- oder Kleinbuchstaben dient jedoch nicht dazu, diese beiden Bedeutungen voneinander zu unterscheiden. So wird beispielsweise in dem Satz Bei Mond im Stier ist der Hals sehr empfindlich <...> MP 85, in dem der Tierkreisabschnitt gemeint ist, in dem sich der Mond zu bestimmten Zeiten befindet, ebenso großgeschrieben wie in dem Satz Dann spürt der Stier, dass sein Leben nicht umsonst war AKK 37, in dem ein Mensch gemeint ist, der geboren wurde, als die Sonne im Zeichen Stier stand, genauer gesagt ein verallgemeinerter Typ der damals Geborenen. Wie auch auf Websites werden die Bedeutungen bisweilen durch syntaktische Mittel unterschieden: Der Tierkreisabschnitt wird beispielsweise durch eine zweigliedrige Wortverbindung bezeichnet (Es ist sehr gut, wenn die Blüten dieses Krauts bei Mond im Zeichen Stier MP 85), der Typ dagegen, besonders in Publikationen aus früherer Zeit, durch Nominalverbindungen (Man muss zugeben, dass Männer-Löwen sich wie echte Gentlemen benehmen DHK 111; Mensch-Widder ist ein guter Arbeiter DHK 49) oder auf andere Weise (Wegen dieser Eigenschaft sind Menschen, die im Zeichen Stier geboren wurden zuverlässige und umsichtige Freunde DAŽ 64; Der seelische Zustand hat für den Krebs-Menschen immer Vorrang TT 140). Häufig werden solche syntaktischen Mittel zur Bedeutungsunterscheidung jedoch nicht verwendet, sodass sowohl der Tierkreisabschnitt als auch der Typ durch eine einteilige Bezeichnung ausgedrückt wird; vgl. etwa: Die Sonne tritt in das erste Tierkreiszeichen, den Widder TT 95, und Die schwächste Stelle des Widders ist der Kopf DAŽ 57; Zurzeit steht Saturn im Steinbock; für fast alle Steinböcke ist diese Zeit sehr schwierig AV 354. Ob allein oder in Wortverbindungen verwendet, die Bezeichnungen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische werden ausschließlich mit Großbuchstaben geschrieben.
Ausschließlich großgeschrieben werden, wie auch auf Websites, die Namen der Planeten. Planeten gehören ebenfalls zu den wichtigsten Gegenständen der Astrologie, daher kommen ihre Namen in Publikationen besonders häufig vor, z. B.: So regiert Merkur das Zeichen Jungfrau, Jupiter das Zeichen Fische Z 77; Eine günstige Stellung Jupiters bedeutete Ehre und Reichtum, eine ebenso günstige Stellung Saturns – zunächst unbegrenzte Macht und danach den tiefen Fall DAŽ 21. Sie kommen ebenfalls überwiegend als einteilige Bezeichnungen vor; solche Namen …
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Page 6Fälle der Erwähnung wie Man nimmt an, dass es Mittel gibt, einem Menschen seine Aktivität zurückzugeben – man muss seine Verbindung zum Planeten Mars stärken TT 64 kommt selten vor. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass in der Astrologie auch die Sonne als Planet gilt, die in der Astronomie als Stern bezeichnet wird, ebenso wie der Mond, der in der Astronomie als Satellit der Erde bezeichnet wird; außerdem wurde angemerkt, dass diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen keine Unterschiede in der Schreibung bewirken – Sonne und Mond werden auch als astrologische Planetennamen großgeschrieben (Vaskelaitė 2021: 13–14). Das Material der Publikationen bestätigt dies vollständig, z. B.: Tatsächlich spüren Kinder sehr gut jene Erwachsenen, die eine starke Sonne haben; mit ihnen wollen sie immer spielen AV 65; Es gibt Menschen, in deren Horoskop der Mond stärker ist als die Sonne TT 38. Andere Himmelskörper als Planeten werden nicht nur auf Astrologieseiten, sondern auch in gedruckten Publikationen kaum erwähnt; wenn sie doch genannt werden, werden ihre Namen nur großgeschrieben, etwa die Namen von Asteroiden: Aber den Chiron kannten Astrologen bereits im 3. Jahrhundert AV 35; Als Proserpina in die Quadratur mit Pluto trat (1933–1934), drohte der Welt die Selbstvernichtung AV 166.
Planeten und Tierkreiszeichen werden in Publikationen wie auf Websites auch als reale Himmelskörper, also als astronomische Objekte, erwähnt, z. B.: Mond – Satellit der Erde TT 39; Merkur ist der der Sonne am nächsten gelegene Planet DHK 219; Die Sternbilder des Tierkreises steigen in folgender Reihenfolge am Himmel auf: Widder, Stier, Zwillinge <...> Z 24. Da die Schreibnorm für astronomische Namen – anders als für ALP – kodifiziert ist und ihre Schreibung mit Großbuchstaben vorsieht, wurde in einer früheren Arbeit erwogen, dass dieser Faktor zur Einheitlichkeit der Schreibung von Planeten- und Tierkreiszeichennamen auch in astrologischen Texten beitragen könnte (siehe Vaskelaitė 2021: 5–10). Die Website-Texte ließen jedoch bereits erkennen, dass Himmelskörper darin nicht nur in astronomischer, sondern auch in mythologischer Bedeutung erwähnt werden (Vaskelaitė 2020: 12); ein Faktor für die Einheitlichkeit der Schreibung könnte somit nicht nur die Kodifizierung der Schreibnormen für astronomische Namen, sondern auch für mythologische Namen oder die Schreibtradition sein. Die enge Verbindung zwischen Astrologie und Mythologie zeigt sich auch in den Publikationen. So wird Jupiter sowohl als größter Planet des Sonnensystems als auch als höchster Himmels- und Sturmgott der römischen Mythologie beschrieben, dessen Entsprechung in der griechischen Mythologie Zeus ist (AV 85), Saturn als römischer Schutzgott der Zeit und der Landwirtschaft, der griechische Kronos (AV 42), Venus als römische Göttin der Liebe, Leidenschaft und Gärten, die griechische Aphrodite (AV 31) usw. Mitunter werden auch mythologische Entsprechungen in anderen Kulturen genannt, etwa Shiva, der in der indischen Kultur der Uranus-Schwingung entspricht (TT 72), sowie als Entsprechungen Jupiters der litauische Perkūnas und der skandinavische Thor (TT 85) usw. In einer Publikation, in der die Tierkreiszeichen als Archetypen behandelt werden, werden
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Page 7auch mythologische Entsprechungen der Tierkreiszeichen genannt, beispielsweise Parabrahman, der in der indischen Symbolik den Widder verkörpert (TT 98). Solche Namen von Gottheiten oder anderen Wesen werden ausschließlich großgeschrieben, etwa Sie sind ein Ritter der Wahrheit, der gegen die bösen Mächte und Ungerechtigkeit kämpft wie Prometheus <...> AKK 102, das mythologische Symbol Merkurs ist die Nymphe Maja MP 19 oder die Energie des Stiers steht mit der Göttin Lakshmi, der Gemahlin des Gottes Vishnu, in Verbindung AV 55; darunter auch Namen, die mit Bezeichnungen von Planeten oder anderen Himmelskörpern übereinstimmen, z. B.: In der römischen Mythologie ist dies der Gott Saturn, er war der Schutzgott der Zeit und der Landwirtschaft AV 42; In der römischen Mythologie Merkur ist der Gott des Handels, der Beredsamkeit, der Reisenden und des Gewerbes AV 79; Der Gott Mars war ein Gott des Frühlings und der Landwirtschaft, also auch des Krieges AV 25. Keine Ausnahme bilden Sonne und Mond – nicht nur diese Namen, sondern auch ihre Entsprechungen in anderen Kulturen werden ausschließlich großgeschrieben, z. B.: Deshalb wird er häufig als Sonnengott dargestellt, zum Beispiel Mitra TT 16; Die griechische Mondgöttin war Selene AV 48; In Indien ist der Mondgott Soma oder Chandra AV 48. Die Schreibnorm für Namen mythologischer Wesen ist kodifiziert und sieht ebenfalls die Großschreibung vor; diese Namen haben zudem eine lange Verwendungstradition. Das sollte ein ebenso starker Faktor für die Einheitlichkeit der Schreibung dieser ALP sein wie die Kodifizierung der Schreibnormen für astronomische Namen.
Aus astrologischen Websites war jedoch bereits ersichtlich, dass ALP ihrer Bedeutung nach weder mit astronomischen noch mit mythologischen Namen übereinstimmen und auch in ihrer Form nicht unbedingt übereinstimmen (Vaskelaitė 2021: 11–22)5. In astrologischen Texten werden sowohl Planeten als auch Tierkreiszeichen am häufigsten nicht in astronomischer oder mythologischer, sondern in astrologischer Bedeutung behandelt – als bestimmte Symbole, genauer gesagt als Ansammlungen symbolischer Bedeutungen. In den Publikationen wird diese Symbolik besonders ausführlich erläutert, z. B.: In der Astrologie symbolisiert der Planet Jupiter Glück im weitesten Sinne. Er ist der große Wohltäter. Weisheit, Religiosität und Ideal, aber auch Ehre und Reichtum DHK 231; In der Astrologie ist Venus, ebenso wie die gleichnamige griechische Göttin, ein Symbol für Liebe, Sexualität, Harmonie und Schönheit DHK 223; Stier symbolisiert Befruchtung und Schöpfung TT 114; denn Krebs ist ein Symbol für Nähe, Wärme und seelisches Wohlbefinden AKK 58. Symbolhaftigkeit kann somit ebenfalls ein Faktor sein, der die Einheitlichkeit der Schreibung dieser Namen fördert.
Diese Annahme, die bei der Untersuchung der Schreibung von ALP auf Astrologieseiten nicht formuliert wurde, ließe sich durch die Schreibung der in den Publikationen verwendeten Namen der östlichen Astrologie nahelegen. Auf den Websites kamen sie nur selten vor, da der Schwerpunkt auf
5 Die Unterschiede zwischen den Bedeutungen von ALP und astronomischen Namen werden ausführlicher im Artikel der Autorin über astrologische Termini dargelegt (Vaskelaitė 2020). Dabei werden allerdings überwiegend Gattungsnamen von ALP behandelt.
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Page 8die die westliche Astrologie weiterentwickeln, während sie in den Publikationen häufiger verwendet werden. Allerdings wird in einer Publikation darauf hingewiesen, dass es wesentlich schwieriger ist, die grundlegenden Prinzipien der chinesischen Astrologie darzustellen als die der westlichen Astrologie, da die chinesische Astrologie von unterschiedlichen philosophischen und religiösen Systemen sowie von den Naturreligionen vieler in China lebender Völker beeinflusst wurde und daher uneinheitlich ist (DAŽ 166)6. Als eines der ältesten wird ein auf der Wanderung des Mondes beruhendes System erwähnt: Der Mond durchläuft Abschnitte seiner Bahn, die sogenannten Mondhäuser, die ebenfalls Tiernamen tragen: Krokodil, Drache, Dachs, Fuchs, Hund, Hase, Ratte, Leopard, Tiger, Schwein usw. (DAŽ 172–176). Offensichtlich sind die Tiernamen Symbole, und ihre Schreibung der ALP mit Großbuchstaben wird wohl durch das Bedürfnis bestimmt, sie von den allgemeinen Tierbezeichnungen zu unterscheiden. Großschreibung ist durchgängig üblich, z. B.: Aus den von Nebel umhüllten Ebenen Ratte wird zu lichtdurchfluteten Höhen aufsteigen <...> DAŽ 178. Wie bei den Bezeichnungen der Abschnitte des westlichen Tierkreises werden auch die Bezeichnungen der Abschnitte des chinesischen Tierkreises als Bezeichnungen für Charaktertypen verwendet; in solchen Fällen besteht erst recht das Bedürfnis, den symbolischen Namen vom Namen des realen Tieres zu unterscheiden. Daher schreibt man ausschließlich mit Großbuchstaben, z. B.: Die geheimnisvolle chinesische Astrologie verrät, ob Sie mutig sind Tiger, treuer Hund, langsamer, ruhiger Stier oder fröhlicher Affe DAŽ 165; Unter diesem Typ Schlangen gibt es zahlreiche Kunstkenner und Museumsmitarbeiter DAŽ 201; Für Chinesen ist es immer eine große Freude, wenn in der Familie ein Hase geboren wird DAŽ 198; Werfen Sie sie hinaus, Schwein RVA7; Wenn Ihr Kind ein Drache ist, wird es gern Befehle erteilen <...> RVA. In einer Publikation werden die Zeichen des chinesischen und des westlichen Tierkreises miteinander verbunden, wodurch die einheitliche Großschreibung der Bezeichnungen besonders deutlich wird, z. B.: Sie sind Widder nach der westlichen Astrologie und Tiger nach der chinesischen Astrologie RVA; Alle Schlangen sind sehr schön, doch jene mit Stierhörnern ist so selten und exotisch, dass es sich kaum beschreiben lässt RVA. Da auch die Jahre des chinesischen Kalenders nach Tiernamen benannt sind, werden mehrteilige Jahresbezeichnungen verwendet; wie bei den zweiteiligen Bezeichnungen der Tierkreiszeichen des westlichen Horoskops (Zeichen der Zwillinge, Zeichen der Fische usw.) bleibt bei ihrer Schreibung der Großbuchstabe erhalten, z. B.: Wenn Ihr Geschäftspartner jedoch im Jahr des Hasengeboren wurde, ist das schon eine ganz andere Sache <...> RVA 10; Zum Beispiel wurde das Jahr 1999 (Katzejahr) am 16. Februar gefeiert; das Jahr 2000 (Drachejahr) am 5. Februar; das Jahr 2001 (Schlangejahr) am 24. Januar; das Jahr 2002 (Pferd) am – Februa-
6 „Wenn wir auch nur einige Bücher zur chinesischen Astrologie genauer betrachten, werden wir feststellen, dass sie sich deutlich voneinander unterscheiden“ (DAŽ 166).
7 Aufgrund der Besonderheiten dieser Publikation werden nicht überall Seitenzahlen angegeben; deshalb werden sie auch bei Zitaten daraus nicht immer genannt.
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Page 9ruar MP 24. Übrigens werden die einen wie die anderen Bezeichnungen auch ausdrücklich als Symbole beschrieben: Die östliche Astrologie ist unmittelbar mit Ihrem Geburtsjahr und den 12 Tieren verbunden. Die westliche Astrologie, deren Begründer die Babylonier waren, stützt sich ebenfalls auf 12 Symbole; hier hängt jedoch alles von Ihrem Geburtsmonat ab RVA 12. In der Avesta8 werden die Tage des Mondmonats nach Tiernamen (und den Namen anderer Geister) benannt; es gibt also zweigliedrige Tagesbezeichnungen, bei denen die Großschreibung ebenfalls beibehalten wird, z. B.: Gerade am Hahn-Tag bewahrte Pythagoras Schweigen AV 235; Angenommen, jemand wurde am Leopard-Tag geboren <…> AV 332. In einer anderen Publikation werden die Totems und Antitotems des zoroastrischen Horoskops aufgezählt; auch diese Erwähnung belegt die Großschreibung: Kobra, Werwolf, Kröte, Fliege, Schlange, Möwe, Maulwurf, Ratte, Bandwurm, Springer G 149–150. Wird hingegen zur Beschreibung der Eigenschaften von Abschnitten des westlichen oder östlichen Tierkreises oder von Charaktertypen ein Vergleich mit einem entsprechenden Tier oder Gegenstand herangezogen, wird die Bezeichnung des Tieres oder Gegenstands kleingeschrieben, vgl.: Ihr Mond steht im Zeichen des Skorpions, Ihr Gefäß aber ist still und geheimnisvoll <…> und das Sternzeichen Skorpion wird mit dem Spinnentier – dem skorpion AKG 208; Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit veranlasst den Löwen, gegen den Willen der Gesellschaft und alte Traditionen zu protestieren. Doch der löwe ist der König der Tiere, nicht der Menschen TT 172. Oder in der Beschreibung des Leopardentags nach der Avesta-Tradition heißt es Der Tag wird tatsächlich durch den leoparden im Sprung widergespiegelt AV 231; zur Beschreibung des Brunnentags heißt es: Wie ein Brunnensein eigenes Wasser nach oben spritzt, so bringt auch der Mensch an diesem Tag zum Vorschein, was in ihm selbst verborgen liegt AV 237. Die Großschreibung ist demnach in diesen Fällen ein notwendiges Mittel zur Unterscheidung der Bedeutungen; wahrscheinlich ist das der Grund für ihre konsequente Verwendung. Bei den meisten anderen ALP hingegen gibt es größere oder kleinere Schwankungen in der Schreibweise.
2. SCHWANKENDE SCHREIBWEISE
Die Schreibweise der ALP auf Websites ließ drei Arten von Schwankungen erkennen: solche, die mit der Grenze zwischen Eigennamen und Gattungsbezeichnungen zusammenhängen, solche, die sich aus der Möglichkeit einer stilistischen Schreibweise ergeben, und solche, die auf Unsicherheiten der Kodifizierung zurückzuführen sind. Natürlich kann die Schwankung in der Schreibweise einer bestimmten Bezeichnung auch durch mehrere Faktoren bedingt sein. Daher werden wir zunächst die ALP anhand der Faktoren erörtern, die auf den Websites hervorgetreten sind, und im zusammenfassenden Kapitel nach Zusammenhängen oder Gemeinsamkeiten zwischen den Faktoren suchen.
8 Avesta – das heilige Buch des Zoroastrismus, eine Sammlung altpersischer religiöser Texte. Erhalten geblieben sind fünf Bücher, die die Hymnen Zarathustras, kosmogonische Mythen, Gebete an Gottheiten und Geister der Naturkräfte und anderes umfassen (VLEe). In astrologischen Texten wird die Avesta als persische Astrologie erwähnt.
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Page 102.1. Schwankungen an der Grenze zwischen Eigennamen und Gattungsbezeichnungen
Die erörterten Namen der Tierkreiszeichen wären das Ergebnis einer Umwandlung von Gattungsbezeichnungen in Eigennamen – die nach Tieren benannten Teile des Tierkreises, und die Bezeichnung wurde zum Eigennamen. Für die Sprache ist jedoch auch eine Tendenz in die entgegengesetzte Richtung charakteristisch, die in Grammatiken und lexikologischen Arbeiten erwähnt wird, nämlich die Umwandlung von Eigennamen in Gattungsbezeichnungen (z. B.: LKG 1965: 163; Jakaitienė 2010: 66). So heißt es etwa in der dreibändigen Grammatik der litauischen Sprache: „Zwischen Gattungs- und Eigennamen gibt es keine scharfe Grenze. Sobald ein Eigenname als verallgemeinerte Bezeichnung gleichartiger Dinge verwendet wird, geht er in die Gruppe der Gattungsnamen über <...>“ (LKG 1965: 163). Diese Gesetzmäßigkeit wird auch in Arbeiten bekräftigt, die Rechtschreibnormen festlegen (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 78). Wahrscheinlich werden einige einzelne Wörter unter ihrer Berücksichtigung normiert. So wird in Litauische Rechtschreibung und Zeichensetzung angegeben, dass die Wörter Sonne, Mond und Erde, wenn sie nicht als astronomische Bezeichnungen verwendet werden, kleingeschrieben werden, und dass auch das Wort Universum kleingeschrieben wird (LKRS 1992: 63). Im Beratungsportal der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache werden außerdem Tierkreis, Galaxie als Wörter genannt, die in nichtastronomischen Texten kleingeschrieben werden (KB). Die Gesetzmäßigkeit der Umwandlung von Eigennamen in Gattungsbezeichnungen ist jedoch allgemein; folglich könnte man erwarten, dass nicht nur astronomische Bezeichnungen, sondern auch ALP dazu tendieren, von einem lexikalischen Bereich in den anderen überzugehen. Selbstverständlich vollzieht sich dieser Übergang nicht augenblicklich; daher kann es eine Zeit lang zu Schwankungen in der Schreibung kommen.
In astrologischen Texten scheint dieser Prozess jedoch komplizierter zu sein. Das Material aus den Publikationen legt nahe, dass die Bezeichnung Tierkreis, die die zwölf Tierkreiszeichen zusammenfassend benennt, keineswegs dazu neigt, zur Gattungsbezeichnung zu werden. Fälle der Kleinschreibung traten nur auf Websites auf (siehe Vaskelaitė 2021: 18–22); Schwankungen in der Schreibung dieses Wortes lassen sich daher nur beim Vergleich des Materials aus Publikationen und Websites feststellen. In allen zehn Büchern wird das Wort Tierkreis ausschließlich großgeschrieben, z. B.: Doch Der Tierkreis beruht auf der Bewegung der Sonne DAŽ 18; Und Der Tierkreis ist jene Grenze, die unser Universum zusammenhält, wie die Schlange der Materie den Geist zusammenhält Z 19. So wird auch in Wortverbindungen aus zwei Wörtern geschrieben; am häufigsten ist Tierkreis, z. B.: Vergessen wir nun kurz diese Erzählung und betrachten wir den Tierkreis Z 74; So dreht sich der ganze Tierkreis <...> DHŽ 24; Untersuchen wir nun, wie das Tierkreisband unser tägliches Leben praktisch beeinflusst Z 17. In Publikationen wie auch auf Websites wird der Tierkreis mit den Tierkreiskonstellationen in Verbindung gebracht, also mit astronomischen Objekten; auch in diesem Fall könnte somit die Verbindung zwischen Astronomie und Astrologie der Grund für die Großschreibung sein. Zugleich wird jedoch auch der Unterschied betont: Es handelt sich um den Weg der Sonne,
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Page 11des Mondes und der Planeten, wie er von der Erde aus sichtbar ist; astronomisch gilt die Sonne hingegen als unbeweglicher Stern. Der astrologische Tierkreis ist in zwölf gleich große Abschnitte unterteilt, die jedoch nicht mit den Tierkreiskonstellationen übereinstimmen, obwohl sie dieselben Namen tragen (DHK 21)9. Dass die Konstellationen und Tierkreisabschnitte gleichen Namens nur vor zweitausend Jahren teilweise übereinstimmten10, wird zum Gegenstand der Astrologiekritik (DHK 23); aus astrologischen Texten geht jedoch hervor, dass die Astrologie keinen Anspruch auf astronomische Berechnungen erhebt. Der Tierkreis ist hier, ebenso wie die ihn bildenden Zeichen, ein Symbol, ein aus symbolischen Teilen zusammengesetztes Ganzes. An einer Stelle wird er als Abfolge grundlegender Prinzipien beschrieben: <...> Stellen wir uns unser Leben, die Welt und die in ihr wirkenden Urkräfte als einen Kreis in der Unendlichkeit kosmischer Kraft vor. Der Kreis besteht aus zwölf Tierkreiszeichen (vom Widder bis zu den Fischen). Deshalb sollten Sie den Tierkreis als Abfolge von zwölf grundlegenden Prinzipien verstehen. Sie füllen sowohl den gesamten Kosmos als auch jeden Menschen aus. Die einzelnen, aufeinanderfolgenden Teile spiegeln ein universelles, höheres Gesetz wider. Jedes dieser zwölf Urprinzipien geht aus dem vorhergehenden hervor und entwickelt sich weiter AKK 105.
Der Unterschied zwischen einem astronomischen und einem astrologischen Objekt zeigt sich auch in der Wortverbindung, mit der die Teile des Tierkreises bezeichnet werden: Als astronomische Objekte werden Tierkreiskonstellationen genannt, als astrologische dagegen Tierkreiszeichen. Auch in diesen zweigliedrigen Wortverbindungen wird Tierkreis stets großgeschrieben, z. B.: Andererseits wissen Sie, dass die Planeten große Macht gewinnen oder geschwächt werden, je nachdem, durch welches Tierkreis zeichen sie gerade wandern <...> Z 25; Widder ist das erste Tierkreiszeichen TT 86; Es ist schwierig, dem Löwen gegenüber zu leben, dem mächtigsten Tierkreiszeichen AKG 297. Wie die konkreten Namen der Tierkreiszeichen wird auch die zweigliedrige Wortverbindung Tierkreiszeichen (Tierkreiszeichen) in zwei Bedeutungen verwendet: Sie bezeichnet sowohl einen Teil des symbolischen Kreises als auch einen verallgemeinerten Typ, der davon abhängt, in welchem dieser Teile die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen stand. Doch in beiden Fällen wird großgeschrieben
9 Obwohl die Namen der Tierkreiszeichen mit den Griechen in Verbindung gebracht werden, scheint nach wie vor unklar zu sein, wem die Namen zuerst gegeben wurden – den Tierkreiszeichen oder den Tierkreiskonstellationen. Ein solcher Zweifel wurde in dem 1976 erschienenen Buch Die Sonne wandert auf dem Tierpfad geäußert: „Es ist unbekannt, ob die Namen nach vorgestellten Figuren zuerst den Konstellationen gegeben wurden und erst später auf die Tierkreisteile übergingen oder ob die Stunden zuerst benannt wurden und danach die Tierkreisteile und Konstellationen.“ Dennoch wird hinzugefügt: „Wissenschaftler neigen zu der Annahme, dass die Formen der Konstellationen den Anstoß für die Namen der Tierkreisteile gaben. Angeblich verbanden die Astronomen der Antike mehrere helle Sterne zu einer Figur und sahen plötzlich, dass diese Figur einem Löwen ähnelte. Dann nannten sie sowohl die Konstellation als auch den Tierkreisteil Löwe“ (Kalონaitis 1976: 17). In einer der analysierten Quellen wird nachdrücklicher behauptet: „Die zwölf Abschnitte der Ekliptik wurden bereits vor Tausenden von Jahren nach den Namen der Konstellationen benannt, von denen die meisten Tiernamen trugen“ (DHK 22).
10 Damals, mit Beginn des Frühlings, wanderte die Sonne in die Widderkonstellation; inzwischen hat sich der Frühlingspunkt verschoben.
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Page 12Fällen, vgl. Der Astrologe teilt den Kreis in zwölf Abschnitte von jeweils etwa 30° ein, die wir Tierkreiszeichen nennen. Der Sektor, in dem sich die Sonne zum Zeitpunkt unserer Geburt befindet, ist unser spezifisches Tierkreiszeichen DHK 21, selbst wenn in Werken, die Rechtschreibnormen festlegen, empfohlen wird, das Wort Tierkreis, wenn es für den Charakter eines Menschen verwendet wird, kleinzuschreiben, zum Beispiel Was ist dein Sternzeichen? (KB; Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 25). In astrologischen Publikationen wird diese Möglichkeit, ein Eigenname könne zu einem Gattungsnamen werden, nicht genutzt; außerdem wird die Bedeutung eines Typs, der bestimmte Charaktereigenschaften zusammenfasst, dort nur durch die zweigliedrige Verbindung ausgedrückt – Tierkreiszeichen. Man neigt also dazu, eine einheitliche Schreibweise zu wählen. Auf der Grundlage von Websites wurde die Annahme aufgestellt, dass zwischen den beiden Bedeutungen, in denen die Wortverbindung Tierkreiszeichen in der Astrologie verwendet wird, ein enger Zusammenhang besteht (Charaktereigenschaften sind die Ausdrucksform der von einem oder anderen Teil des Tierkreises verkörperten Energie auf der Ebene des Menschen) und eine Differenzierung der Bedeutungen durch unterschiedliche Schreibweisen schwierig wäre (Vaskelaitė 2021: 21). Wie sich zeigte, führen Versuche, dies zu tun, zu uneinheitlicher Schreibung. In den Publikationen wird diese Uneinheitlichkeit vermieden – es wird nur Tierkreiszeichen geschrieben. Großgeschrieben wird es sogar in dreigliedrigen Verbindungen, die sich in einigen Publikationen finden, etwa Am 21. April tritt die Sonne astrologisch in das Tierkreiszeichen Stier <...> DHK 62 oder Ihr Karma, das Sie von Ihrem Vater erhalten haben, wird am stärksten von Ihrer Sonne im Tierkreiszeichen Schütze AKK 101, obwohl auf der Grundlage der Websites erwogen wurde, dass in ihnen vielleicht das Wort Tierkreis oder die Wortverbindung Tierkreiszeichen dazu tendieren könnten, zu Gattungsbezeichnungen zu werden (Vaskelaitė 2021: 22).
Auch die Wörter Sonne, Mond, Erde werden in astrologischen Texten kaum als Gattungsnamen verwendet, obwohl normative Publikationen auch für sie eine Tendenz zur Gattungswerdung vorsehen, wohlgemerkt auf Grundlage der hier erörterten astronomischen Bezeichnungen. So heißt es sowohl im früheren als auch im neuen Regelwerk zur Rechtschreibung, dass diese Wörter, wenn sie nicht als Eigennamen astronomischer Himmelskörper gebraucht werden, kleingeschrieben werden sollen (LKRS 1992: 63; Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 88). Nicht nur auf Websites, sondern auch in Publikationen neigt man nicht dazu, diese Differenzierung anzuwenden; die allgemeinen Tendenzen bestätigen vielmehr die Gründe für die Großschreibung dieser Bezeichnungen, die sich auf den Websites abgezeichnet hatten. Zum einen sind Sonne und Mond in der Astrologie Planeten, was dazu verleitet, beide Bezeichnungen wie die Namen der anderen astrologischen Planeten zu schreiben. Die Erde gehört nicht zur Gruppe der astrologischen Planeten; in der Astrologie ist sie der Bezugspunkt, von dem aus die Bewegung der Planeten beobachtet wird. Dies wird auch ausdrücklich hervorgehoben: In der Astrologie wird alles von der Erde aus beobachtet DHK 274; Für den Astrologen ist die Erde ein fester Positionspunkt, von dem aus die Bewegung der Sonne und des Mondes (aber nicht der Erde!) von Osten nach Westen beobachtet wird DAŽ 21.
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Page 13Die Erde wird jedoch auch als astronomischer Planet erwähnt, z. B.: Auch unsere Erde ist ein Planet DHK 37–38. Darüber hinaus offenbaren die Publikationen die symbolische Bedeutung dieses Objekts, die auf den Websites nicht zum Ausdruck gekommen war. Z. B.: Und noch weiter unten ist die Erde, Symbol der Verwirklichung auf materieller Ebene Z 127. Zumal Sonne und Mond in der Astrologie Symbole sind, wie bereits diese Erklärung zeigt: Die Sonne symbolisiert die Quelle Ihres Geistes und die Energie, die Ihr Leben und Ihr individuelles Ego erhält AKK 69; In der Astrologie symbolisiert der Mond auch Wandelbarkeit DHK 215. Die Großschreibung der Namen dieser Objekte wird also sowohl durch den Zusammenhang mit der Astronomie als auch durch ihre Symbolhaftigkeit und die im ersten Kapitel hervorgetretenen Verbindungen zur Mythologie begünstigt – dieselben Faktoren, die die Großschreibung der Namen anderer astronomischer Planeten bestimmen.
Die untersuchten Quellen sind jedoch keine wissenschaftlichen Werke, daher werden diese Objekte darin auch mit anderen, für den allgemeinen Sprachgebrauch typischen Bedeutungen erwähnt. So stehen Sonne und Mond beispielsweise für am Himmel sichtbare Lichtkörper, die Erde für den Gegensatz zum Himmel o. Ä. Auf Grundlage der für astronomische Bezeichnungen kodifizierten Rechtschreibnorm müsste man in solchen Fällen offenbar eine Ausnahme machen und dieselben Wörter kleinschreiben. In den Publikationen wird jedoch ebenso wenig wie auf den Websites eine solche Bedeutungsdifferenzierung vorgenommen, und sie wäre auch schwer anzuwenden, etwa in folgendem Fall: Gerade die Sonne offenbart das Göttliche im Menschen und verleiht dem individuellen Geist Unsterblichkeit. Doch die Sonne begannen die Menschen erst nach der Entwicklung des Ackerbaus zu verehren TT 167. Also werden auch dann, wenn Sonne, Erde und Mond nicht als Planeten erwähnt werden, diese Bezeichnungen meist großgeschrieben, z. B.: Zum Beispiel ist es im März noch Winter, und dennoch spüren an manchen Tagen die Vögel und Blumen aufgrund der Sonne den Frühling Z 106; Es bedurfte eines Impulses – eines Sonnenstrahls, damit das Leben wieder zu kraftvollem Leben erwachte TT 96; Wir dürfen nicht vergessen, dass wir über die Fußsohlen ständig mit der Erde und den Strömen der Erde in Verbindung stehen Z 88. Fälle der Kleinschreibung sind nur vereinzelt anzutreffen, z. B.: Besonders viel Energie gewinnen wir, wenn wir die aufgehende oder untergehende sonne beobachten, wenn sie nahe am Horizont steht und nicht in den Augen blendet AV 65; Etwas steigt vom Himmel auf die sündige Erde herab, und dieses Etwas ist der Stier TT 119; Zusammen mit der sonne, die Herzensregungen und Charakterzüge widerspiegelt, beschreibt der Mond den allgemeinen Verhaltensstil MP 11.
Ein Faktor, der eine einheitliche Schreibweise begünstigt, wurde auch bei der Untersuchung der Schreibung astronomischer Ereignisbezeichnungen auf der Grundlage von Websites festgestellt. Es zeigte sich, dass die Bezeichnungen von Tagundnachtgleichen, Sonnenwenden sowie Mondphasen, die in astronomischen Texten und im allgemeinen Sprachgebrauch kleingeschrieben werden, auf Astrologie-Websites großgeschrieben werden: Frühlings-Tagundnachtgleiche, Sommersonnenwende, Neumond, Vollmond usw. (Vaskelaitė 2021: 22–25). Als ein Faktor für diese Schreibweise wurde neben der Schreibweise von ALP auch …
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Page 14Mangels eindeutiger Kriterien wurde die Bedeutung dieser Ereignisse aus astrologischer Sicht erkannt – es handelt sich um wichtige astrologische Ereignisse, von denen einige Festen gleichgestellt werden. Es wurde jedoch festgestellt, dass in denselben Texten, wenn sie auch aus astronomischer Sicht erörtert oder mit allgemeinsprachlichen Bedeutungen erwähnt werden (z. B. die Herbst-Tagundnachtgleiche als Ende der warmen Jahreszeit), die Kleinschreibung überwiegt, was ebenfalls für die Wahl einer universellen Schreibweise sprechen würde. In den Publikationen werden diese Bezeichnungen ausschließlich kleingeschrieben; andererseits werden sie als astrologische Ereignisse oder Feste auch nicht behandelt. Sie werden als astronomische oder Naturerscheinungen erwähnt, z. B.: Wenn der Mond auf einer Linie zwischen Sonne und Erde steht, sehen wir seine dunkle Seite – dann tritt Neumond ein. Wenn die Erde auf einer Linie zwischen Mond und Sonne steht, sehen wir Vollmond TT 39; Wie die Sonne im Zenit erreicht die allumfassende Lebenskraft im Sommer ihren Kulminationspunkt; zur Sommersonnenwende vermag die Nacht ihren dunklen Schleier kaum zu entfalten DAŽ 13. Eine Publikation widmet den Mondphasen viel Aufmerksamkeit und bringt sie auch mit der Mythologie in Verbindung; sie werden jedoch eher als physikalisches Phänomen behandelt, und wahrscheinlich deshalb werden die Bezeichnungen in der gesamten Publikation kleingeschrieben, z. B.: Es ist nicht bekannt, warum Vollmond die Psyche und Physiologie vieler Tiere auf der Erde beeinflusst MP 18; Vom Neumond bis zum Vollmond wird der Mond als zunehmender Mond bezeichnet, und nach dem Vollmond – als abnehmender Mond MP 6; Während des Vollmonds ist der Genuss alkoholischer Getränke kategorisch verboten, denn eine zu große Alkoholmenge könnte zur Tragödie führen MP 39. In einer Publikation wird allerdings auch die astrologische Bedeutung des Vollmonds erwähnt: Während des Neumonds sind wir fröhlicher und munterer, während wir bei Vollmond reizbarer sind. Astrologisch gesehen ist der Vollmond eine Zeit der stärksten, instabilsten Emotionen TT 37. Dennoch gibt wohl auch in diesem Fall der Kontext den Ausschlag, und die Bezeichnung wird selbst dann kleingeschrieben, wenn sie in astrologischer Bedeutung verwendet wird.
Einheitliches Schreiben ließe sich auch an der Schreibweise der Bezeichnungen für Urprinzipien oder Elemente erkennen, die in einigen Publikationen verwendet wird. Die in der Philosophie oder Religion entwickelte Vorstellung, dass die Welt aus mehreren materiellen Urprinzipien hervorgegangen sei, wird auch in der Astrologie¹¹ weitergeführt; somit werden auch hier die vier materiellen Urprinzipien erwähnt, aus denen die Welt geschaffen wurde, z. B.: Aus Hitze und Trockenheit entstand Feuer, aus Hitze und Feuchtigkeit – Luft, aus Feuchtigkeit und Kälte – Wasser, und aus Kälte und Trockenheit – Erde DAŽ 31; Oben befindet sich die Atmosphäre, die ebenfalls aus zwei Urprinzipien besteht: Luft und Feuer (Lichtstrahlen, die die Luft durchdringen) Z 59. Für die Astrologie sind jedoch natürlich nicht materielle Stoffe oder chemische Elemente relevant, sondern Symbole, die verschiedene Energien oder Bereiche zusammenfassen – die Elemente: Es ist klar, dass die Astrologie den Begriff Element anders auffasst als
11 Dieses Konzept wurde von den griechischen Philosophen Empedokles, Platon und Aristoteles ausgearbeitet. Die mittelalterlichen Alchemisten stützten sich auf die antike Elementenlehre, die auch die Philosophie der Renaissance beeinflusste. Eine Elementenlehre findet sich auch in der altindischen Philosophie und in verschiedenen religiösen Doktrinen (VLEe).
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Page 15als die Chemie. Letztere bezeichnet materielle Stoffe als Elemente, während astrologische Elemente die grundlegenden Eigenschaften von Menschen, Dingen und Ereignisverläufen meinen DAŽ 31. So wird etwa Wasser mit Gefühlen in Verbindung gebracht: Zum Beispiel werden dem Wasserelement die Bereiche der Gefühle und der Seele zugeordnet <...> DAŽ 31. An einer Stelle werden diese Elemente als grundlegende kosmische Prinzipien bezeichnet: Offensichtlich müssen Sonne (Feuer), Mond (Wasser), Wind (Luft) und Erde nicht nur als die vier uns bekannten materiellen Urprinzipien verstanden werden, sondern auch als grundlegende kosmische Prinzipien, aus denen die Materie besteht Z 11. Als Ausdruck jedes einzelnen gelten jeweils drei Tierkreiszeichen.
Materialių pradų minėjimas lyg ir numatytų rašymą mažąja, o kaip simboliai šie pavadinimai, kaip ir 1 skyriuje aptarti pavadinimai, lyg ir turėtų būti rašomi didžiąja raide. Kai kurie atvejai rodytų, kad šią skirtį lyg ir mėginama daryti. Pavyzdžiui, aptarus pirmapradžius elementus, iš kurių radosi pasaulis, rašoma, kad Zodiake elementai išsidėsto tokia tvarka: ugnis, žemė, oras, vanduo, o tolesniame sakinyje – jau Taigi Avinas – Ugnies ženklas, Jautis – Žemės, Dvyniai – Oro ir t. t. DAŽ 31. Kita vertus, ir tie pradai minimi ne kaip cheminiai elementai, o kaip filosofinės, skirtingas materijos formas apibendrinančios sąvokos, ir, ko gero, todėl apskritai linkęs nusverti rašymas didžiąja raide, pvz.: Keturios Mėnulio fazės siejamos su keturiomis stichijomis – tai Ugnis, Žemė, Oras, Vanduo MP 36; O Ugnies žmonės stokoja kantrybės TT 26. Tik dviejuose leidiniuose kaip universalus rašymo būdas pasirenkamas rašymas mažąja, pvz.: Dvyniai – oro ženklas, o juk visi gerai žino, kad oras juda, pučia, keičiasi RVA; Dabar patyrinėkime ugnies trikampį Z 116. Vis dėlto paprastai nepavyksta išvengti svyravimų, pvz.: Taigi Avinas – Ugnies ženklas, Jautis – Žemės, Dvyniai – Oro ir t. t. DAŽ 31 ir Kaip ir ugnies ženklas, ji tuoj pat pajunta kiekvieną pokytį <...> DAŽ 35; Sunkiausiai šį periodą atlaiko Ugnies ir Oro ženklai, ypač Avinai AV 319 ir Būdamas ugnies ženklas, Šaulys mėgsta sportuoti AV 114. O tai ryškintų neaiškumą, kaip stichijų pavadinimus rašyti. Tokių pat neaiškumų kyla ir rašant kinų astrologijos stichijų pavadinimus. Joje Zodiako gyvūnai siejami su penkiomis stichijomis, ir taip susidaro dariniai Medžio Gaidys, Ugnies Gaidys, Žemės Gaidys, Metalo Gaidys, Vandens Gaidys, Medžio Arklys, Ugnies Arklys ir kt. Viename leidinyje taip ir rašoma, pvz.: Dažnai įsiveliantis į ginčus Ugnies Gaidys neieško dalykinio reikalo sprendimo <...> DAŽ 234; Tai visiška priešingybė Medžio Kiškiui DAŽ 198. Tačiau kitur stichijos pavadinimas rašomas mažąja, pvz.: metalo Arklys, vandens Arklys, medžio Arklys RVA 10.
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Page 16Schwankungen zeigt auch die Schreibung der Bezeichnungen einer weiteren Gruppe von ALP, obwohl sie auf Grundlage der Websites kaum hervorgetreten waren. Es wurde lediglich vermutet, dass die Großschreibung für Bezeichnungen von Horoskoppunkten charakteristisch sein könnte (Vaskelaitė 2021: 17); die Publikationen, insbesondere die aus einem früheren Zeitraum, lassen diese Tendenz tatsächlich deutlich hervortreten. In ihnen wird sowohl Ascendentas als auch der gegenüberliegende Horoskoppunkt, Descendentas, großgeschrieben, zum Beispiel: Der wichtigste Ekliptikpunkt des Horoskops ist der Ascendentas DHK 40; Die horizontale Achse verläuft durch den Ascendentą und den Descendentą DHK 270; Das erste Haus beginnt am Eintrittspunkt, der besonders bedeutsam ist und deshalb Ascendentu genannt wird; abgekürzt Asc, bedeutet das lateinische ascendum „aufsteigen“ DAŽ 152; Sein Scheitelpunkt heißt Descendentu, abgekürzt DC; das lateinische descendere bedeutet „hinabsteigen“ DAŽ 152.
In einigen Publikationen wird auch der Begriff Aspektai, der zusammenfassend die Winkel zwischen den Planeten bezeichnet, großgeschrieben, zum Beispiel: Bevor wir alle Einzelheiten des Sonnenhoroskops mit den Charakterisierungen der zwölf Zodiaktypen untersuchen und die Planeten, Aszendenten, Aspektus und Häuser (Wohnstätten) besprechen, möchten wir einige Tipps dazu geben, wie man selbst ein Horoskop erstellt DHK 43; Eine Konjunktion ist ein Aspektas, bei dem die Gestirne dieselbe Länge aufweisen <...> DHK 39; Die gegenseitige Harmonie von Sonne und Mond, ihre Ergänzung oder die zwischen ihnen entstandene Spannung wird in der Astrologie durch bestimmte Regeln beschrieben, die sogenannte Lehre von den Aspektus MP 12. Zwar wird der Begriff an derselben Stelle auch kleingeschrieben, doch in einer Publikation werden sogar die Bezeichnungen der Aspektarten großgeschrieben, zum Beispiel: Beschränken Sie sich zu Beginn Ihrer Untersuchungen auf die wichtigsten Aspekte – Trigonu, Sekstiliu, Kvadrantu, Opozicija und Konjunkcija DAŽ 161; Wenn hier zum Beispiel der Mond eine Konjunkciją mit dem Deszendenten bildet, gilt er als besonders stark DAŽ 162. Auch die Bezeichnungen weiterer Horoskopelemente werden großgeschrieben, zum Beispiel: Diese Abweichung wird Orbisu genannt DAŽ 157. Wie erwähnt, sind nicht alle Publikationen Nachschlagewerke, weshalb solche Begriffe nicht überall vorkommen; insgesamt zeigt sich jedoch, dass in astrologischen Publikationen die Bezeichnungen von Horoskopelementen häufig großgeschrieben werden. Im Zusammenhang mit dem Horoskop werden sogar Wörter wie ekliptika, horizontas oder andere großgeschrieben, zum Beispiel: Wir müssen nur wissen, wie weit sie vom Ekliptikos-Nullpunkt entfernt ist, das heißt, welche Länge DAŽ 158; Bei der Erstellung eines Geburtshoroskops ist es wichtig, die Längen- und Breitengrade des Geburtsortes zu kennen, damit sich auf dem Meridiano, der das Tierkreiszeichen oder die Ekliptiką schneidet, die entsprechende Geburtszeit ermitteln lässt Medium Coeli DHK 270; Das erste Haus liegt wie auch die folgenden sechs unter dem Horizontu. Das siebte beginnt am Horizonto im Westen DAŽ 152.
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Page 17Diese Schreibweise ist für Publikationen aus der früheren Zeit (1998 und 1999) typischer12 und scheint darauf hinzudeuten, dass man allmählich zur Kleinschreibung übergeht. Dennoch lässt sich wohl kaum sagen, dass diese Fälle einen Prozess der Umwandlung eines Eigennamens in ein Gattungswort darstellen. Zum einen werden bei der Erörterung dieses Prozesses gewöhnlich Namen angeführt, die ihre individuelle Bedeutung verloren haben, etwa Personennamen (Don Quijote, Don Juan, Braille), Namen mythologischer Wesen (Fortuna, Flora, Fauna) und Tiernamen (Brisius) (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 81), während es sich bei diesen Wörtern um Bezeichnungen ohne individuelle Bedeutung handelt. Das würde eher die Tendenz unterstreichen, Namen astrologischer Objekte ebenso wie Namen astronomischer Objekte großzuschreiben. Zum anderen gibt es, selbst wenn diese Schreibweise in Publikationen aus der früheren Zeit stärker ausgeprägt ist, auch in neueren Publikationen Schwankungsfälle. So finden sich im 2020 erschienenen Astrologie-Lehrbuch sowohl Was ist der Aszendent? AV 176, Den größten Einfluss auf das Aussehen hat jedoch Aszendent AV 264 als auch Meistens jedoch Aszendentwirkt AV 264, Der hier stehende Aszendentwird diese Merkmale am stärksten hervortreten lassen AV 264. Umgekehrt finden sich in Publikationen aus der früheren Zeit Fälle von Kleinschreibung, z. B.: Zwillinge können wortkarg und in sich gekehrt sein, wenn ihre Sonne allein steht und Mond und Aszendentim Zeichen Steinbock stehen DAŽ 53; Diesen scheinbaren Lauf der Sonne nennt der Astrologe Ekliptik DHK 21; Es ist sehr wichtig, in welchem Tierkreiszeichen sich die Konjunktion DHK 276. Das würde die Unklarheit darüber, wie ALP zu schreiben ist, noch verstärken. Die Festlegung, dass Termini kleingeschrieben werden, wurde erst im neuen Regelwerk zur Rechtschreibung formuliert (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 105–106). Andererseits wird das Verhältnis zwischen Terminus und Eigenbezeichnung (Eigenname) nicht nur in Regelwerken zur Rechtschreibung, sondern generell weder untersucht noch benannt.
In einer früheren Arbeit wurde angesichts der Schreibung zweier Wortverbindungen, die Horoskoppunkte bezeichnen und als nicht adaptierte Latinismen verwendet werden, sowie des engen Zusammenhangs zwischen astrologischer Terminologie und dem Lateinischen vermutet, dass die Tradition der Großschreibung lateinischer Bezeichnungen in zusammenhängenden oder nicht zusammenhängenden Texten die Großschreibung beeinflussen könnte (Vaskelaitė 2021: 18). Diese Latinismen werden auch in Publikationen verwendet, zum Beispiel: Viele Astrologen halten Medium Coeli (abgekürzt MC) für den zweitwichtigsten Faktor nach dem Aszendenten <...> DHK 269; Mars und Medium Coeli ermöglichen es, das Ziel leicht zu erreichen DHK 295. In einer der Publikationen …
12 Und man könnte daraus schließen, dass er recht alt ist, denn viele derartige Bezeichnungen werden auch in der 1994 erschienenen Astrologijoje von Saulė Katiliūtė-Jonynienė großgeschrieben, zum Beispiel: Der litauische Ascendentas im Zeichen des Krebses beschreibt die Menschen Litauens; sie sind familienorientiert, emotional und in Kombination mit dem Wassermann freundlich A 108; Bei der Berechnung der Horoskopzeit wenden Sie für eine im Süden, unterhalb des Pusiaujo (Ekvatoriaus) geborene Person dieselbe Formel an A 101. Diese Publikation gehört nicht zu den für die Analyse ausgewählten Quellen, da nur solche Quellen ausgewählt werden sollten, in denen ein Sprachredakteur angegeben ist.
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Page 18angegeben wird auch die lateinische Bezeichnung eines weiteren Horoskoppunkts: Lebenspunkt (Pars Vitae) beginnt im Augenblick der Geburt seinen Weg am nullten Grad des Widders <…> AV 218. In den Publikationen werden jedoch auch litauische oder nichtlitauische Entsprechungen dieser Latinismen verwendet. Es zeigt sich, dass bei den litauischen Entsprechungen nur das erste Wort großgeschrieben wird oder sogar beide Wörter kleingeschrieben werden, z. B.: Die zehnte Hausspitze wird abgekürzt MC oder Medium Coeli genannt, Himmelsmitte, während die gegenüberliegende Spitze des vierten Hauses IC oder Imum Coeli, d. h. Himmelstiefe genannt wird DAŽ 152. Nichtlitauische Entsprechungen werden jedoch nur mit Großbuchstaben geschrieben, z. B.: Medium Coeli ist also Zenit am Himmelsgewölbe senkrecht über uns DHK 269; Zum Beispiel befindet er sich mittags im Zenit über unserem Geburtsort auf dem Großkreis (auch Meridian genannt), der durch den Pol und genau diesen Zenit verläuft DHK 269; Der dem MC gegenüberliegende Punkt wird Imum Coeli (abgekürzt IC) oder Nadir genannt DHK 270. Daraus ließe sich schließen, dass die Großschreibung nicht nur von der Tradition der Schreibweise lateinischer Bezeichnungen beeinflusst sein könnte, sondern auch von den Schreibgewohnheiten bei Horoskoppunkten oder generell bei ALP in anderen Sprachen, zumal viele Astrologiebücher Übersetzungen sind. Natürlich wäre eine gesonderte Untersuchung nötig, um diese Annahme zu bestätigen oder zu widerlegen.
Als deutlicheres Beispiel für die Umwandlung eines Eigennamens in ein Gattungswort könnte die Bezeichnung Ephemeridentafeln gelten. Dies sind Tabellen, in denen die genaue Position der Planeten im Zodiak für jeden Tag angegeben ist (DAŽ 158). Die offizielle zweigliedrige Bezeichnung wird mit großgeschriebenem Anfangsbuchstaben des ersten Wortes geschrieben. Verwendet wird jedoch auch eine eingliedrige Bezeichnung, die kleingeschrieben wird, z. B.: Um die Position der Planeten zu ermitteln, benötigen wir spezielle Tabellen, sogenannte Ephemeriden, aus denen wir entsprechend die jeweilige Sternzeit entnehmen können DHK 44. Allerdings gibt es auch Schwankungen, z. B.: Von der Erde aus betrachtet bilden die Sternbilder miteinander Winkel, die sich in Grad, Minuten und Sekunden messen lassen, wobei Ephemeriden verwendet werden DHK 273. Dennoch ist diese Bezeichnung recht selten, denn der damit bezeichnete Gegenstand – ein von Astrologen zur Erstellung von Horoskopen verwendetes Hilfsmittel – ist nicht mehr aktuell. Heute werden Horoskope mit astrologischen Programmen erstellt.
2.2. Der Faktor stilistischer Großschreibung
Bereits die Untersuchung der Texte auf Astrologiewebsites hat eine für astrologische Texte charakteristische Besonderheit deutlich gemacht: die Verwendung von Großbuchstaben aus stilistischen Gründen, d. h. Wörter werden großgeschrieben, wenn den bezeichneten Begriffen eine besondere Bedeutung oder Ehrfurcht beigemessen wird (Vaskelaitė 2021: 28–31). Auch in den Publikationen gibt es viele Fälle
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Page 19in denen aus solchen Beweggründen großgeschrieben wird, z. B.: Das Kind wird geboren, wenn das Schicksal die kosmische Uhr in Gang setzt MP 128; Den Spruch der Höheren Wesen müssen wir annehmen Z 48; Aus Sicht der medizinischen Astrologie ist der Mensch ein Teilchen des Mikrokosmos, das nach den Gesetzen von Karma und des Makrokosmos lebt MP 106; Wenn die Menschen die Weisheit des Jupiter erkennen, betrachten sie ihn als ihren Lehrer und Autorität AV 83; Wir haben eine Mutter, eine Heimat und eine Sonne am Himmel... TT 25.
Diese Besonderheit astrologischer Texte gab Anlass zu der Annahme, dass der Faktor stilistischer Großschreibung auch die Schreibgewohnheiten zumindest bei einigen ALP beeinflussen könnte und dass die Schreibgewohnheiten in Publikationen eine solche Annahme bestätigen würden. Auch in Publikationen werden Sonne oder Mond nicht nur als astrologische, sondern auch als die wichtigsten Planeten erwähnt (z. B. Astrologen begegnen ständig dem geheimnisvollen Einfluss des Mondes auf die Gefühle des Menschen. Seit alters her wird er einem der beiden Hauptplaneten – den Lichtern (das andere ist die Sonne) DHK 215), was ebenfalls zur Großschreibung dieser Wörter beitragen kann. Der Faktor der Ehrfurcht trägt vermutlich auch zur Tendenz bei, die Erde großzuschreiben. Die Möglichkeit stilistischer Großschreibung steht der Möglichkeit entgegen, dass Eigennamen zu Gattungswörtern werden, und dies würde ebenfalls erklären, warum sich Letztere in astrologischen Texten nur schwer anwenden lässt.
Einige Wörter werden vermutlich ausschließlich aus stilistischen Gründen großgeschrieben. So wird in einem Buch das Himmel genannt: Wenn ein Kind zum ersten Mal schreit, prägt der Himmel seinem Ätherkörper sein Siegel auf und erstellt ein Horoskop, in dem das ganze Schicksal festgeschrieben ist Z 16. Das Wort Universum hat offenbar keine besondere astrologische Bedeutung; vermutlich wird es deshalb häufiger als Sonne, Mond oder Erde kleingeschrieben (z. B.: Der Mensch entwickelte sich gemeinsam mit dem Universum Z 23; Liebe ist die Hauptwährung des Universums „Währung“ AV 63), doch es gibt auch viele Fälle der Großschreibung, z. B.: Du kannst eine Einheit mit dem Universum AV 159; Spürst du nicht, wenn du unter dem Sternenhimmel stehst, dass du ein winziger Teil des mächtigen Universums bist? TT 11; Doch der Mensch ist ein Teilchen des großen, lebendigen Organismus, d. h. des Universums . Um glücklich und gesund zu sein, muss er lernen, sich dem kosmischen Rhythmus anzupassen und die Gesetze der Harmonie des Universums zu erlernen MP 4.
Didžiąja dažnai rašoma ir Kosmosas, Gamta, pvz.: Žmonės, gyvenantys Žemėje, naiviai galvoja, kad Kosmose nėra gyvybės, nėra protingų būtybių MP 18; Koks tolimas ir paslaptingas tas mirguliuojantis Kosmoso pasaulis TT 11; Pagrindinis Kosmoso elementas – Zodiako ženklas MP 106; Mat Gamta – didžioji mūsų mokytoja AKK 34; Visi juk esame Gamtos, Visatos, Kosmoso dalelės MP 4. Viename leidinyje didžiąja parašomas net ir žodis žvaigždės (pvz., Saulės, Mėnulio ir Žvaigždžių magnetinių laukų srovės, praeidamos per naujagimio kūną, visam gyvenimui savitai išdėsto elektronus bei
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Page 20Protonen in den Atomen des Körpers, des Blutes und der Knochen MP 95), obwohl es anderswo, ebenso wie Sternbild, Planet oder Asteroid, als Gattungsbezeichnung verwendet wird, vgl.: Wer eine Ansammlung von Sternen in einem der Wasserzeichen hat, kann den Weg des gewählten Berufs erfolgreich beschreiten <...> DHK 34.
Die stilistische Schreibweise wird in den Publikationen nicht nur bei Wörtern, sondern auch bei Wortverbindungen angewandt, z. B.: Sie wird mit dem Kosmischen Feuer in Verbindung gebracht MP 125; Schon im ersten Monat schlägt im Kind, das noch weder Gesicht noch Gliedmaßen hat, ein Herz, das seinen Lebensweg bestimmt MP 125; Mögen eure Gedanken von Kosmischer Liebe erfüllt sein – und Harmonie wird euer Kind besuchen MP 128. Allerdings werden sie unterschiedlich geschrieben – bei anderen wird nur das erste Wort großgeschrieben, z. B.: Darum wird der Widder Krieger des Lichts genannt AV 106; Diesen hilft die höchste Kraft TT 282. Diese unterschiedliche Schreibweise trat auch in astrologischen Websites zutage (Vaskelaitė 2021: 30–31); zugleich wurden normative Unklarheiten und Unregelmäßigkeiten sichtbar (8–10). In den Publikationen werden jedoch auch zahlreiche mythologische und biblische Namen verwendet, sodass nicht so einfach festzustellen ist, wann die Großschreibung stilistischen Gründen dient und wann sie sich aus der Anwendung der Schreibregel für mythologische Namen oder Bezeichnungen ergibt. Die Großschreibung des Wortes Chaos dürfte beispielsweise durch letzteren Faktor begünstigt sein (etwa: So berichten die Mythen, dass die Welt aus dem Chaos entstand und das Leben im Wasser geboren wurde TT 278); bei der Großschreibung von Kosmos oder Universum hingegen kann sowohl der eine als auch der andere Faktor ausschlaggebend sein.
2.3. Schwankungen im Zusammenhang mit Kodifizierungsunklarheiten
Die bisher erörterten Schwankungen bei der Schreibung von ALP und ihre Ursachen hängen vor allem mit dem ersten Wort der Bezeichnung zusammen. Der im vorherigen Artikel dargestellte Gebrauch machte jedoch deutlich, dass astrologische Texte auch Schwankungen bei der Schreibung anderer Wörter von ALP aufweisen. Es zeigte sich, dass bei mehrgliedrigen Bezeichnungen Unsicherheit darüber besteht, welche Regel zur Schreibung von Eigennamen anzuwenden ist. Wie dort dargestellt, sah das Regelwerk Lietuvių kalbos rašyboje ir skyryboje zwei grundlegende Regeln vor: großgeschrieben wird das erste Wort (sowie darin enthaltene Eigennamen), oder großgeschrieben wird jedes Wort der Bezeichnung (siehe Vaskelaitė 2021: 5–10). Maßgeblich für die Anwendung ist das bezeichnete Objekt: Die meisten Bezeichnungen werden nach der ersten Regel geschrieben (z. B.: Der Große Nordische Krieg, Neujahr, Muttertag), Namen von Personen und mythologischen Wesen, Tieren, geografischen, topografischen und astronomischen Objekten dagegen nach der zweiten (z. B.: Jean-Jacques Rousseau, Gott der Vater, Zeus der Donnerer,
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Page 21Der Große Wagen, die Milchstraße13. Dieses Prinzip gilt auch in den aktualisierten Rechtschreibregeln – in R. Vladarskienės und P. Zemlevičiūtės Lietuvių kalbos rašyboje. Aus den Kodifizierungsarbeiten ließe sich schließen, dass die Großschreibung des ersten Wortes die universellere Regel ist und die Großschreibung jedes einzelnen Wortes eine Ausnahme für bestimmte Gruppen von Bezeichnungen darstellt, auch wenn deren Grund nicht klar ist.
Wie dem auch sei, bei der Aufzählung der nach der einen oder anderen Regel zu schreibenden Bezeichnungsgruppen wird die ALP-Gruppe in den Kodifizierungsarbeiten nicht erwähnt; daher ist auch unklar, welche Regel anzuwenden ist. Im früheren Artikel, der auf Material aus astrologischen Websites beruht, bezeichnete die Autorin dies als Kodifizierungsunklarheit, genauer gesagt als Fehlen einer Kodifizierung für die Schreibung von ALP, und bewertete es als möglichen Faktor für Schwankungen bei der Schreibung mehrgliedriger Bezeichnungen (Vaskelaitė 2021). Besonders deutlich traten diese Schwankungen bei zwei Bezeichnungsgruppen zutage: zusammengesetzte Horoskoppunktbezeichnungen, die den einwortigen Bezeichnungen Rahu und Ketu entsprechen und sowohl als Aufsteigender karmischer Mondknoten, Absteigender karmischer Mondknoten als auch als Aufsteigender Karmischer Mondknoten, Absteigender Karmischer Mondknoten sowie als aufsteigender karmischer Mondknoten, absteigender karmischer Mondknoten geschrieben werden (Vaskelaitė 2021: 14–18); außerdem Jahresbezeichnungen nach dem chinesischen Kalender, die sowohl als Jahr des weißen Metall-Büffels als auch als Jahr des Metallenen Weißen Büffels geschrieben werden (Vaskelaitė 2021: 27).
In den Publikationen kommen mehrgliedrige Jahresbezeichnungen nach dem chinesischen Kalender nicht vor (es finden sich nur die bereits erwähnten zweigliedrigen wie Jahr des Hasen usw.); mehrgliedrige Bezeichnungen, die Rahu und Ketu entsprechen, kommen jedoch vor. Ihre Schreibweise würde allerdings eher Schwankungen hinsichtlich des ersten Wortes einer Bezeichnung erkennen lassen, vgl.: Bis zur karmischen Reife wird dem Menschen geraten, nach seinem persönlichen Ketu (absteigenden karmischen Mondknoten) im Horoskop zu leben <...> AV 223; und den Tag, an dem der Mond den absteigenden Knoten passiert, halten viele für unglücklich MP 159; Wer sich zur Seite des aufsteigenden Knotens neigt, kann seine gesammelten Erfahrungen und seine Wurzeln verleugnen MP 158; Deshalb erhielt die Bewegung nach oben – gemäß dem aufsteigenden Knoten und die Bewegung nach unten – gemäß dem absteigenden – eine karmische Deutung MP 157. Diese Termini werden jedoch nicht in allen Publikationen verwendet; und auch dort, wo sie vorkommen, werden sie, wie die Beispiele zeigen, gekürzt. Daher ist es möglich, dass sich Fälle der von den Websites aufgezeigten unterschiedlichen Schreibung anderer Bezeichnungswörter aufgrund dieser Umstände nicht finden.
13Der im Artikel erörterte Rekomendacija dėl kai kurių religinių vardų, terminų, pavadinimų rašymo didžiąja raide (VLKK 2004) würde darauf hindeuten, dass auch die meisten religiösen Bezeichnungen nach der letztgenannten Regel geschrieben werden, z. B.: Neues Testament, Gute Nachricht, Vetus Latina, Sakrament der Eucharistie, Erste Kommunion (Vaskelaitė 2021: 5–10).
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Page 22In den Publikationen werden jedoch auch weitere Entsprechungen für Rahu und Ketu synonym verwendet, wobei sich bei ihrer Schreibweise Uneinheitlichkeiten zeigen. Das verwendete Paar nördlicher Mondknoten und südlicher Mondknoten weist zwar ebenfalls lediglich Schwankungen beim ersten Wort auf, vgl.: Diese Schnittpunkte nennen wir südlicher absteigender Mondknoten (oder den karmischen Planeten Ketu) und nördlichen aufsteigenden Mondknoten (oder den karmischen Planeten Rahu) AV 168 und Die Mondknoten bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn: der nördliche Mondknoten (der dem Nordpol nächstgelegene Punkt) wird auch aufsteigender Knoten oder Rahu genannt, während der südliche (der dem Südpol nächstgelegene Punkt) absteigender Knoten oder Ketu genannt wird AS. Bei einem weiteren Entsprechungspaar für Rahu und Ketu wird das zweite Wort hingegen unterschiedlich geschrieben, vgl.: Es gibt aufsteigende Mondknoten, die Drachenkopf genannt werden, und absteigende – Drachenschwanz DAŽ 51; im 12. Haus finden wir vielleicht auch die Mafia; Drachenschwanz hier, und Pluto im Krebs in Konjunktion mit Mars in der Waage A 109; Die Vorherrschaft des Drachenkopfesweist auf Evolution und einen schwierigen Weg der spirituellen Entwicklung hin, während der Drachenschwanzumgekehrt den Abstieg, die Involution der Seele, anzeigt MP 157–158.
Diese Schwankung könnte mit der Unklarheit hinsichtlich der in der Kodifizierung vorgesehenen Ausnahme für ein Gattungswort zusammenhängen. Denn die Regel für die Schreibung von Eigennamen, nach der jedes Wort mit Großbuchstaben beginnt, sieht auch vor, dass ein als Bestandteil des Namens auftretendes Gattungswort kleingeschrieben wird, zum Beispiel Mėlynoji Ramybės jūra. Daher schreibt man Didieji Grįžulo Ratai, Paukščių Takas, aber Šiaurės žvaigždė, Andromedos ūkas, Kuršių nerija, da jūra, žvaigždė, nerija Gattungswörter sind, während Ratai, Takas keine sind, obwohl beide Gruppen Gattungswörter umfassen (siehe Vaskelaitė 2021: 7). Die Schreibweise Drakono Galva an einer Stelle und Drakono galva an einer anderen könnte auf Schwierigkeiten hindeuten, ein Gattungswort von einem gemeinsprachlichen Wort zu unterscheiden. Bei anderen verwendeten zweigliedrigen Namen scheinen solche Schwierigkeiten jedoch nicht aufzutreten. So wird auch das häufig verwendete Wort Mėnulio mazgas im zweiten Wort nicht großgeschrieben. Wie aus Kapitel 1 hervorging, gibt es auch bei der Schreibung zweigliedriger Namen der Tierkreiszeichen keine Schwankungen (Mergelės ženklas usw.), ebenso wenig bei Zeitraumnamen nach östlichen Traditionen (Kiškio metai, Leopardo diena usw.). In den Publikationen kommen noch weitere astrologische Zeitraumnamen vor, deren Gattungswort ebenfalls kleingeschrieben wird, z. B.: Die vor dem Zeitalter der Fische liegende Ära des Widders war durch die Religion des Moses gekennzeichnet, die davor liegende Ära des Stiers durch die Religionen Ägyptens und Babylons Z 107; Im astrologischen Kalender wird den Tagendes Mondes besondere Aufmerksamkeit gewidmet; ihre Deutung hat sich in jüngster Zeit durch Bücher und verschiedene Publikationen stark verbreitet MP 45; Seine Grundlage bilden die Jahreder Sonne MP 19.
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Page 23Allerdings ist unklar, ob diese Namen nach der Regel geschrieben werden, die die Ausnahme für ein Gattungswort vorsieht, oder nach der Regel, nach der das erste Wort großgeschrieben wird, denn bei zweigliedrigen Namen stimmen die Schreibweisen nach beiden Regeln überein; dies wurde im vorherigen Artikel als ein Faktor für ihre vergleichsweise konsequente Schreibung erkannt (Vaskelaitė 2021: 27). Welche der beiden Regeln angewandt wird, lässt sich nicht allein anhand der Schreibweise zweigliedriger Bezeichnungen für Zeiträume, sondern auch für Horoskoppunkte oder -figuren erkennen, z. B. Im Horoskop von J. Assange sehen wir auch das große Trigon aus roten Linien, die Venus, Mars und Proserpina verbinden AV 202, Ein besonders empfindlicher Planet ist der Tau-Quadrat, der sich an der Spitze des rechten Winkels befindet AV 388, Dies ist das sogenannte fixe Kreuz AV 73, In der Astrologie wird der Lebenspunktberechnet G 49, Suchen Sie Menschen, die in ihrem Horoskop die Liebesformelhaben AV 375, Suchen Sie Paare, die das Glücks- oder Unglückssiegelhaben AV 375, zumal auch bei der Schreibung eingliedriger Horoskoppunktnamen (Aszendent, Aspekt, Nadir usw.) die Regeln zur Schreibung beider Wortarten übereinstimmen. Dass zwischen zwei Regeln geschwankt wird, zeigten lediglich die längeren, auf Websites verwendeten Namen wie aufsteigender karmischer Mondknoten und aufsteigender karmischer Mondknoten. Wenn diese Unklarheit besteht, könnte auch die Schreibweise Drachenkopf, aber großes Trigon oder Glückssiegel darauf zurückzuführen sein.
Da Rahu und Ketu nicht nur als Horoskoppunkte, sondern auch als fiktive (nicht existierende) Planeten bezeichnet und in astrologischen Texten ebenfalls aus astronomischer Sicht erklärt werden, wurde in einer früheren Arbeit die Vermutung geäußert, dass die Analogie zur Schreibung astronomischer Namen die Schreibweise mehrgliedriger Entsprechungen für Rahu und Ketu mit Großschreibung jedes Wortes begünstigen könnte. Eine astronomische Erklärung findet sich auch in den Publikationen, z. B.: Die Mondknoten sind keine Himmelskörper; es sind Punkte, an denen sich die Umlaufbahnen des um die Erde kreisenden Mondes und der um die Sonne kreisenden Erde schneiden. Die Stellen, an denen die Mondbahn die Erdbahn kreuzt und dabei einmal unter die Bahnebene der Erde sinkt und einmal aus ihr hervortritt, werden Mondknoten genannt. Sie sinkt ab – der absteigende Knoten, sie steigt auf – der aufsteigende Knoten MP 159. Somit kann die Analogie zur Schreibung astronomischer Namen auch die Schreibweise von Entsprechungen für Rahu und Ketu wie Drachenkopf, Drachenschwanz beeinflussen. Die Publikationen lassen jedoch noch einen weiteren Faktor erkennen – die Anwendung der Regeln für mythologische Namen.
In zwei Publikationen werden diese Namen unmittelbar mit der Mythologie in Verbindung gebracht. In einer heißt es, der Drache sei ein mythologisches Symbol, das die westliche Astrologie aus östlichen astrologischen Schulen übernommen habe (MM 157–158), während die andere erklärt, es handle sich nach der indischen Mythologie um Körperteile eines Dämons: Ketu – der Körper des Dämons,
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Page 24Rahu – sein Kopf (AV 168)14. Somit wird beim Schreiben dieser beiden Bezeichnungen möglicherweise versucht, nicht die Schreibregel für astronomische, sondern die für mythologische Namen anzuwenden, die für den Gattungsbegriff keine Ausnahme vorsieht, vgl.: Gott Vater, Zeus der Donnerer, Weihnachtsmann (LKRS 1992: 60–62)15. Zumal auch die zweiteiligen Bezeichnungen eines weiteren Horoskoppunktpaars, das ebenfalls mythologisch erklärt wird, genauso geschrieben werden, z. B.: In der Astrologie werden diese beiden Pluspunkte durch zwei Planeten symbolisiert – Weißer Mond (Selene) und Schwarzer Mond (Lilith) MP 140; Der Mensch dient dem Bösen, und in den Momenten der Rückkehr des Schwarzen Mondes erhält er seine Vergeltung MP 144; Die griechische Mondgöttin war Selene. Nach ihrem Namen wird in der Astrologie heute der Weiße Mond genannt (AV 48)16. Allerdings wird ihr zweites Wort in astrologischen Texten als Bezeichnung großgeschrieben. Doch so werden auch zweiteilige Bezeichnungen von Totems und Antitotems geschrieben (Goldener Hirsch, Bergwidder, Weißer Bär, Braunbär, Warzenkröte, Dschungelkatze, Menschenfresserkater, Schwarze Witwe u. a. G 148–150) oder die in einer anderen Publikation verwendete Bezeichnung Gorgone Medusa (z. B. Das Symbol ist die Göttin Gorgone, die Gorgone Medusa gebar, MP 39). Somit kann beim Schreiben von Drachenkopf, Drachenschwanz ebenfalls die Schreibregel für die Namen mythologischer Wesen angewendet werden.
Tačiau kitų iš dviejų ar kelių žodžių sudarytų mitologinių būtybių pavadinimų rašymas svyruoja. Vienų visi žodžiai rašomi didžiąja raide, pvz., Labiausiai garbinama senovinėje žmonių kultūroje, žinoma, buvo Didžioji Deivė Motina MP 42, Yra daugybė priežasčių, patvirtinančių ryšį tarp Didžiosios Deivės ir Mėnulio MP 42, bet net tame pačiame leidinyje parašoma ir Laukinė liūtė yra Didžiosios Motinos simbolis TT 166, ir Žuvų prigimtis siejama su Didžiosios motinos archetipu <...> TT 283, dar plg.: Mitologijoje šį vaidmenį atlieka Dangaus tėvas, skirtingose šalyse įvairiai vadinamas TT 232; Ezoterinėje tradicijoje šis stipruolis yra didis kovotojas su Juoduoju drakonu <...> T 114. Juolab nevienodai parašomi objektų pavadinimai, plg.: Dvyniai, trečias Zodiako ženklas, simbolizuoja ir kosminio proceso fazę – Permainų Ratą, t. y. akimirką, kai grynoji kūrybinė jėga skyla į dvi dalis taip, kad viena ima vyrauti, o kita sutrūkinėja į daugybę įvairiausių reiškinių
14 Im Mythos vom Aufquirlen des Milchozeans stahl dieser Dämon den Trank der Unsterblichkeit und schaffte es, davon zu kosten; Vishnu, der dies sah, schleuderte jedoch seine Waffe und schlug ihm den Kopf ab. Da der Trank der Unsterblichkeit den Kopf des Dämons bereits berührt hatte, blieb dieser unsterblich (AV 168).
15 Sie bleibt auch in den aktualisierten Rechtschreibregeln unverändert: Die Namen von Gottheiten, mythologischen Wesen und religiösen Personen (Aphrodite, Hades, Urania, Gott Vater) sowie auch sekundäre oder metaphorische Bezeichnungen wie Lamm Gottes, Guter Hirte, Heiligste Gottesgebärerin Maria, Zeus der Donnerer werden großgeschrieben (Vladarskienė, Zemlevičiūtė 2022: 78–79).
16 Selene wird als Gestalt der antiken Mythologie bezeichnet (MP 6, 37), Lilith hingegen als weiblicher Dämon und zugleich als erste Frau Adams (MP 142).
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Page 25TT 124, Tik nuo paties žmogaus, jo švaros priklauso, kokį vaisių jis nuskins nuo Pažinimo Medžio AV 232 ir Pradžios knyga praneša, kad Edeno sodas, Rojus, buvo apsodintas visokiais medžiais, bet paminimi tik du: Gyvybės medis ir Gėrio ir blogio pažinimo medis Z 65, Pirminis vandenynas, arba Pasaulinis okeanas, yra žmonijos lopšys TT 278.
Die Schreibnorm für Namen mythologischer Wesen ist kodifiziert und sieht die Großschreibung jedes Wortes vor; eine Schreibweise wie Himmelsvater oder Große Mutter würde daher auf Schwierigkeiten bei ihrer Anwendung hindeuten. Kodifiziert ist jedoch nur die Schreibnorm für Namen; mythologische Objekte werden, ebenso wie astrologische Objekte, bei der Kodifizierung der Schreibnormen für Eigennamen nicht erwähnt. Die Schwankungen bei der Schreibweise ihrer Bezeichnungen können somit auf eine fehlende Kodifizierung zurückzuführen sein. Die Empfehlung zur Großschreibung bestimmter religiöser Namen, Termini und Bezeichnungen (VLKK 2004) umfasst nur die Schreibweise religiöser Bezeichnungen und wirft zudem, wie bereits in einer früheren Arbeit erörtert (siehe Vaskelaitė 2021: 89), ebenfalls Fragen auf. Astrologische Publikationen machen die enge Verbindung zwischen astrologischen und mythologischen Bezeichnungen deutlich; somit kann auch diese Unklarheit der Kodifizierung zu den Schwankungen bei der Schreibweise der ALP beitragen.
ZUSAMMENFASSUNG
Die auf gedruckten Publikationen beruhende Analyse der Schreibweise der ALP bestätigt im Wesentlichen die Tendenzen, die bei der Untersuchung von Texten astrologischer Websites sichtbar wurden. Dies zeigt, dass diese Tendenzen nicht durch Merkmale bedingt sind, die für das Medium der Internetkommunikation charakteristisch sein können, etwa Rechtschreib- und Korrekturfehler, fehlende oder unzureichende sprachliche Redaktion und Ähnliches. Indem das Material aus den Publikationen diese Tendenzen bestätigt, bestätigt es auch die auf Grundlage des Internetgebrauchs gezogenen Schlussfolgerungen zu den Einflussfaktoren und ermöglicht zugleich eine vertiefte Analyse dieser Faktoren.
Auch aus dieser Datenquelle geht hervor, dass die Schreibweise eines Teils der ALP nicht schwankt. Dazu gehören die in astrologischen Texten häufig verwendeten Bezeichnungen der Tierkreiszeichen und Planeten: Zwillinge, Krebs, Löwe usw.; Merkur, Venus, Jupiter usw. Obwohl syntaktische Varianten vorkommen, gelten sie im Hinblick auf die Verwendung von Großbuchstaben als gefestigt. Da diese Bezeichnungen sowohl astronomische als auch astrologische Entsprechungen haben, kann die Tradition oder Kodifizierung der Schreibweise astronomischer und mythologischer Namen als ein Faktor ihrer Stabilität gelten. Die Publikationen machen jedoch auch Bezeichnungen sichtbar, die für östliche astrologische Traditionen charakteristisch sind (Hase, Schlange, Schwein usw.), und heben damit einen weiteren Faktor hervor, der die Einheitlichkeit der Schreibweise beeinflusst: die Unterscheidungsfunktion, die durch die Buchstabenform erfüllt wird.
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Page 26Wenn kein deutlicher Bedeutungsunterschied besteht, neigt man in Publikationen ebenso wie auf Websites dazu, eine einheitliche Schreibweise zu wählen. Nur bei den Bezeichnungen für Tagundnachtgleichen, Sonnenwenden und Mondphasen überwiegt die in der Astronomie und im allgemeinen Sprachgebrauch übliche Kleinschreibung (Frühlings-Tagundnachtgleiche, Sommersonnenwende; Neumond, Vollmond); in den übrigen Fällen tendiert man dazu, als einheitliche Schreibweise die in astrologischen Texten übliche Großschreibung zu wählen. So schreibt man Sonne, Erde, Mond – sowohl dann, wenn diese Wörter als astrologische Bezeichnungen verwendet werden, als auch dann, wenn sie in den im allgemeinen Sprachgebrauch üblichen Bedeutungen gebraucht werden. Wegen des engen Bedeutungszusammenhangs wird auch Tierkreis, Tierkreiszeichen ausschließlich großgeschrieben. Als einheitliche Schreibweise tendiert man zur Großschreibung auch bei den Bezeichnungen der Elemente (Feuer, Luft; Feuerzeichen, Luftzeichen). Das erklärt, warum es schwieriger ist, die in normativen Werken befürwortete Tendenz, Eigennamen zu Gattungsnamen werden zu lassen, auf astrologische Texte anzuwenden als auf den allgemeinen Sprachgebrauch. Zudem steht die Möglichkeit eines stilistischen Gebrauchs der Großschreibung einer solchen Tendenz entgegen. Der Versuch, diese Tendenz auf astrologische Texte anzuwenden, führt zu Schwankungen in der Schreibweise.
Schwankungen zwischen Groß- und Kleinschreibung werden auch durch fehlende oder unklare Kodifizierung verursacht. Dies trägt zur uneinheitlichen Schreibung der Bezeichnungen für die Elemente bei. Mit Unklarheiten der Kodifizierung hängt auch die schwankende Schreibung der Bezeichnungen für Horoskopelemente zusammen. Einige davon sind Individualnamen (Rahu – Drachenkopf, Ketu – Drachenschwanz, Lilit – Schwarzer Mond, Selena – Weißer Mond), andere sind Gattungsbezeichnungen (aufsteigender karmischer Mondknoten, Aszendent, Aspekte, Ekliptik, Zenit u. a.); dennoch werden sowohl die einen als auch die anderen großgeschrieben. Das Material aus den Publikationen ließe die Annahme zu, dass dabei die Traditionen der Schreibung lateinischer Bezeichnungen in Fließtexten mit oder ohne typografische Absetzung eine Rolle spielen könnten; sie würde jedoch durch die Annahme ergänzt, dass auch ein Einfluss der Schreibung dieser Bezeichnungen in anderen Sprachen möglich ist. Zur Bestätigung oder Widerlegung beider Annahmen wären weitere Untersuchungen erforderlich.
Die Kodifizierung der Schreibung von Eigennamen umfasst nicht die Schreibung von ALP, sieht jedoch eine Norm für die Schreibung astronomischer Objektbezeichnungen vor. Astrologie steht mit Astronomie in Beziehung, daher kann in astrologischen Texten die Schreibweise astronomischer Bezeichnungen als Analogie herangezogen werden. Andererseits haben Astrologie und Astronomie alte gemeinsame Wurzeln, weshalb sich Gemeinsamkeiten in der Schreibung in beiden Bereichen auch unabhängig voneinander herausgebildet haben können. Die Untersuchung der Publikationen zeigt jedoch auch eine enge Verbindung der Astrologie mit der Mythologie sowie ähnliche Schwankungen bei der Schreibung von Bezeichnungen. Dies weist auf einen weiteren möglichen Einflussfaktor für die Schreibweisen von ALP hin: Unklarheiten der Kodifizierung im Zusammenhang mit der Schreibung mythologischer Bezeichnungen.
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DAŽ – Bogun Werner 1999: Didysis astrologijos žinynas, iš vokiečių k. vertė M. Rindokienė, redagavo M. Penkauskienė, Vilnius: Lektūra.
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MP – Azanovas Sergejus 2005: Mėnulio paslaptys, kalbos redaktorė O. Lipinskienė, leidėjas UAB „Medicina visiems“.
RVA – Richard Craze 2001: Rytų ir Vakarų astrologija: vartyk ir derink, iš anglų kalbos vertė L. Tamūnas, redaktorė I. Čiužauskatė, Vilnius: Alma littera.
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Gauta 2022 04 05 Priimta 2022 06 02
RAMUNĖ VASKELAITĖ
WRITING OF ASTROLOGICAL NAMES IN PRINTED PUBLICATIONS
Summary
The paper deals with the research of writing astrological names (ANs), which was started by the author in the previous issue of the Bendrinė kalba. After analyzing the writing of ANs on astrology websites, this paper analyzes their writing in printed publications which are the usual environment for the functioning of a
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Page 29standard language. Based on 10 books on astrology, the aim is to assess the extent to which ANs writing tendencies are common to websites and printed publications, and to determine whether they are influenced by the online environment. The paper reveals the similarity of writing tendencies and confirms the results of previous work showing that only a part of the ANs writing is invariant. The writing of others, like on astrology sites, is variant, and this variability is determined by several factors. By confirming the factors which began to emerge in the previous work, this work leads to a deeper and more substantiated analysis of the factors, and complements it with new insights.
KEYWORDS: writing, astrological names, capital letter.
RAMUNĖ VASKELAITĖ
Lietuvių kalbos institutas
Petro Vile išio g. 5, LT-10308 Vilnius
[email protected]
RAMUNĖ VASKELAITĖ
ASTROLOGINIŲ PAVADINIMŲ RAŠYMAS SPAUSDINTUOSE LEIDINIUOSE
S a n t r a u k a
Straipsnyje analizuojamas ankstesniame Bendrinės kalbos numeryje autorės pradėtas nagrinėti objektas – astrologinių pavadinimų (ALP) rašymas. Ankstesniame straipsnyje aptarus rašymą internete veikiančiose astrologijos svetainėse, šiame straipsnyje nagrinėjamas rašymas spausdintuose leidiniuose – įprastinėje bendrinės kalbos funkcionavimo terpėje. Taip siekiama įsitikinti ėmusių ryškėti ALP rašymo polinkių universalumu ir kartu nustatyti, ar jiems turi įtakos internetinė kalbos vartojimo terpė. Tyrimas atskleidžia rašymo polinkių panašumą ir patvirtina, kad nusistovėjęs tik dalies ALP rašymas. Kitų pavadinimų rašymas, kaip ir astrologijos svetainėse, yra svyruojantis, o svyravimai lemiami kelių veiksnių. Patvirtindamas ankstesniame straipsnyje ėmusius ryškėti svyravimų veiksnius, šis straipsnis leidžia veiksnių analizę pagilinti, labiau pagrįsti, o kartu ją papildo naujomis įžvalgomis.
ESMINIAI ŽODŽIAI: rašymas, astrologiniai pavadinimai, didžioji raidė.
RAMUNĖ VASKELAITĖ
Lietuvių kalbos institutas
Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius
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