360 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII
HARALD BICHLMEIER
Sächsische Akademie de Wissenscha en zu Leipzig
Ma in-Lu he -Uni e si ä Halle-Wi enbe g
Fo schungs ich ungen: Toponomas ik (Ge manisch,
Kel isch), Al i anis ik, Mykenologie, Indoge manis ik,
E ymologie.
DOI: doi.o g/10.35321/all83-17
Pe e Wiesinge , Alb ech G eule
BAIERN UND ROMANEN.
ZUM VERHÄLTNIS DER
FRÜHMITTELALTERLICHEN
ETHNIEN AUS DER SICHT DER
SPRACHWISSENSCHAFT UND
NAMENFORSCHUNG
Ka og aphie: Michael Sche bäck.
Tübingen: Na F ancke A emp o,
2019, 250 Sei en. ISBN: 978-3-7720-8659-5 (P in );
978-3-7720-5659-8 (E-book)
Die Toponomas ik de äl e en Sp achschich en (Mi el-)Eu opas wi d indo-
ge manis ische sei s sei Jah (zehn )en nich (meh ) sys ema isch und .a. kaum
in monog aphischen A bei en un e such . Ausnahmen sind einzelne We ke wie
Scheung abe , G ünzweig (2014), die abe übe wei e S ecken in e s e Li-
nie nu den bes ehenden Wissenss and zusammen agen, ohne wi klich neue
Resul a e zu lie e n. Die sys ema ische Un e suchung jenes Sp achma e ials
au dem ak uellen S and de Indoge manis ik is somi wei e hin ein Deside-
a de Fo schung. G öße e Un e suchungen anden .a. zum kel ischen ony-
mischen Ma e ial s a , das wohl als am bes en un e such gel en da (Faliley-
e , Gohil, Wa d 2010; An ei e 1996, 2016; Sims-Williams 2006; Raybould,
Sims-Williams 2007–2009 sowie wei e e zahl eiche S udien zu Pe sonenna-
men, wie e wa Meid 2005). Au ak uellem indoge manis ischen Ni eau wa
Pe e Wiesinge Alb ech G eule. Baie n und Romanen. Zum
Ve häl nis de ühmi elal e lichen E hnien aus de Sich de Sp ach-
wissenscha und Namen o schung
Recenzijos / Re iews 361
auch die Un e suchung de an ik übe lie e en Namen Pannoniens du ch An-
ei e (2001). He o zuheben is hinsich lich de Gewässe namen das DGNB
(2014), das o z seine Schwächen im De ail und seine übe mäßigen Kü ze
( gl. Bichlmeie 2015, 2015a) als ein We k gel en da , das einen gu en Übe -
blick lie e . Aus diese Pe spek i e wenige gelungen is das DONB (2012), was
eben alls an de übe mäßigen Kü ze de A ikel und meh noch an de achli-
chen Dispa a hei de as 90 Bea bei e de A ikel lieg .
1. ALLGEMEINES ZUM BUCH
Das hie o zus ellende Gemeinscha swe k de beiden bekann en Ge ma-
nis en is nach eigene Aussage in e s e Linie e ass wo den, um eine (dem
Rez. so bislang ga nich bekann e und wohl auch sei mindes ens einem Jah -
zehn nich meh ele an e Hypo-)These zu wide legen, die um das und nach
dem Jah 2000 besonde s in A chäologenk eisen e b ei e gewesen zu sein
schein : Dass nämlich die Baie n le z lich omanischen U sp ungs seien (S. 21–
25, Rückendeckel). Wie den beiden Au o en e schein es auch dem Rez. au -
g und de Ta sache, dass das Bai ische nun einmal eine Va ie ä des Deu schen
is , also in Baye n und Ös e eich eben in e s e Linie Deu sch gesp ochen wi d,
unkla , wie man zu diese Ansich gelangen kann.
2. ZUM ERSTEN TEIL DES BUCHS (S. 11–98)
De e s e Teil des Buches se z sich nun also eben mi diese Theo ie on
A chäologen auseinande und wide leg sie deu lich. Nach einem Fo schungs-
übe blick wi d die bai ische Sp achgeschich e und dami auch die Geschich-
e on Namenin eg a en ins Bai ische in o bildliche , wenn auch bisweilen
ech kondensie e Weise da ges ell . Bedaue lich is , dass die in ih e Gesam -
hei siche lich du chweg ich igen Zei angaben ü das Wi ken e wa on e s-
e und zwei e Lau e schiebung, i-Umlau , a-Umlau , jünge en Monoph hon-
gie ungs- und Diph hongie ungsp ozessen e c. wei gehend ohne Ve weise au
wei e e Li e a u gebo en we den. Es mag hie ü wenige mi de Ma e ie e -
au e Lese bisweilen de unzu e ende Eind uck en s ehen, man habe es mi
om Ve . (hie Wiesinge ) ga neu gewonnenen E kenn nissen zu un. Dies is
eilich kaum einmal de Fall.
Die Inhal e des Buchs hinsich lich de Da ie ungen de lau lichen P ozesse
im Ge manisch-Deu schen seien hie abella isch zusammenges ell , wodu ch
auch die e einzel oneinande abweichenden Da ie ungen sich ba we den:
HARALD BICHLMEIER
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P ozess Da ie ung Sei e
En undung o -/ ühu ge m. *o >
u ge m. *a in de Tonsilbe
„wohl spä es ens um Ch . Geb.
ollzogen“
„den um Ch . Geb. ollzogenen
ge m. Lau wandel on o > a“
61
84
En undung o -/ ühu ge m. *o >
u ge m. *a in de Komposi ions uge
on Namen
nach dem 1. Jh. n. Ch .?
(Cha io alda bei Taci us)
61
o -/ ühu ge m. *ā > u ge m. *ō „spä es ens im 1. Jh. n. Ch .
ollzogen“
61
äl e e i-Umlau u ge m. *e > i„ab dem 2. Jh. n. Ch .“, „um 600
abgeschlossen“
„ on e wa 150 bis längs ens 700“
o „dem auslau enden 7. Jh.“
62
95
124
a-Umlau *i > *e 2. Jh. n. Ch . bis 600 (gleichzei ig
mi dem i-Umlau )
„ on e wa 150 bis längs ens 700“
62
95
äl e e Ak e de 2. Lau e schiebung
( , p, k > ss/z, /p , <ch> [χχ] (also
k nu in e okalisch)
„gegen 600 einse zend“, „ ühes ens
nach 565 einse zend“
„ca. 600–650“
„spä es ens gegen 650 ollzogen[en]“
49, 55,
60, 63,
64
65
66
2. Phase de 2. Lau e schiebung (d
> )
(spä es ens) 1. H. des 8. Jh.s
„ca. 700–760“
62, 64
65
3. Phase de 2. Lau e schiebung (b
> p)
„unge äh 740 bis 780“ 64, 66
bai ., alem. k > „<ch> /[kχ] im
Anlau , in de Gemina ion, nach
Nasal“
„unge äh 740 bis 780“ 65
4. Phase de 2. Lau e schiebung (g
> k)
2. H. des 8. Jh.s
„e wa 760 bis o 800“
62
65, 66
Hebung o > u /_NK 2. H. des 8. Jh.s 62
jünge e i-Umlau 2. H. 8. des Jh.s bis ins 12. Jh.
„ om 9. Jh. bis in die spä ahd. Zei
des 11. Jhs.“
67–69
126
Akzen e lage ung au die
e s e Silbe bei In eg a ion ins
Al hochdeu sche
„bis zu Mi e des 11. Jhs.“ 70
Pe e Wiesinge Alb ech G eule. Baie n und Romanen. Zum
Ve häl nis de ühmi elal e lichen E hnien aus de Sich de Sp ach-
wissenscha und Namen o schung
Recenzijos / Re iews 363
P ozess Da ie ung Sei e
sogenann e „neuhochdeu sche“
Diph hongie ung on mhd. ī – ū –
iu“
„be ei s ab dem 2. Vie el des 12.
Jhs. ausgehend om mi elbai ischen
Donau aum“
70 .
3. ZUM ZWEITEN TEIL DES BUCHES
3.1. Gliede ung
Den zwei en Teil des Buches (S. 99–218) um assen die nach Gebie en
(Südbaye n: G eule; Ös e eich: Wiesinge ) geo dne en Namenka aloge (wo-
bei die Namen ü en sp echende Que e weise du chnumme ie wu den):
175 Namen in an ik- omanische T adi ion (S. 99–186), 73 omanisch-deu -
sche Mischnamen (S. 186–203), 20 Walchen-Namen (also mi dem Bes and eil
walch- ‘Romane’ komponie e Namen; S. 203–208), 15 Pa schalken-Namen (S.
208–211). Da au olg eine Au lis ung de auszuscheidenden omanisch-deu -
schen Namen (S. 213–218; nu mi max. zweizeiligen Kommen a en zu E y-
mologie), also solche Namen, die o mals als Mischnamen angesehen wu den,
nun abe ande s e klä we den.
Es schließen sich dann noch neun Ka en (au den unpaginie en Sei en
221–229) an, S. 54, Anm. 64 e äh de Lese , dass die Ka en 6–9 (also S.
226–229) Wiesinge 1994 en nommen sind. Im Ka en eil selbs wi d dies nich
e wähn . Beschlossen wi d das Buch mi einem Ve zeichnis de Abkü zungen
(S. 231) und einem Li e a u e zeichnis (S. 233–246) sowie einem Regis e
de behandel en Namen omanisch-an ike , gemisch e He kun , de Walchen-
und Pa schalken-Namen (247–250 [zweispal ig]).
3.2. Zu im Buch e wende en Indoge manis ik und
de Sch eibweise de Rekons uk e
De zwei e Haup eil is de p oblema ische e Teil des Buches. Hie we -
den die einzelnen Namen besp ochen und auch e ymologisch analysie . Es
wi d eine Auswahl an Belegen gebo en (be o zug na ü lich die äl e en), da au
olg die E ymologie. Diese Namena ikel können wenige Zeilen, abe du ch-
aus des Ö e en auch übe eine halbe Sei e bei G eule und auch übe eine Sei e
bei Wiesinge lang sein. Dies üh zu eine gewissen Unausgewogenhei in de
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364 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII
Da s ellung, da Wiesinge bei seinen Namena ikeln auch wesen lich meh his-
o ische und geog aphische In o ma ionen ein ließen läss , als G eule dies u .
Eine Diskussion di e ie ende Meinungen zu einem Namen inde meis
nich s a , bisweilen we den zwei Möglichkei en ange üh , dies wohl e was ö -
e bei Namena ikeln Wiesinge s als in A ikeln G eules. Ein wei e e Un e -
schied zwischen beiden Au o en bes eh da in, dass Wiesinge noch wenige als
G eule in de Lage zu sein schein , die sei einem halben Jah hunde üblichen
Me hoden und Sch eibweisen de Indoge manis ik ko ek anzuwenden. So
inden sich bei Wiesinge as du chweg un e lek ie aus dem IEW übe nom-
mene Ansä ze mi zwei Vokalen wie „idg. *bhe em-“ (S. 129), die Aspi a ion
wi d (wie im ge ade ange üh en Beispiel) p ak isch du chweg nich hochge-
s ell (ande s meis bei G eule), Gleiches gil ü die labialisie e Sekundä a i-
kula ion (ebenda: „*gṷ em-“ s a ko ek em *gṷ em- – hie wi d somi das IEW
alsch wiede gegeben). Au ällig is die Uneinhei lichkei , die dadu ch en s eh ,
dass bisweilen s a *ṷ bzw. *ṷ die ehe im anglophonen Be eich übliche Sch ei-
bung mi *w bzw. *w geb auch wi d, man gl. e wa dazu den A ikel zu Lech:
„idg. *wlikwó- ‘Be euch e ’ zu idg. *wleikw- ‘be euch en’“ (S. 107; G eule) e c.
Nich nu solche Uneinhei lichkei en hä en eine nochmalige Du chsich des
Buchs ( on beiden Au o en) wünschenswe e scheinen lassen.
Aus indoge manis ische Sich is es zuhal en, dass die ge manis ische Na-
men o schung den ak uellen Kenn niss and de Indoge manis ik übe Jah -
zehn e igno ie e und eigen lich e s sei gu einem Jah zehn allmählich au -
zuschließen beginn . Es sei hie da au hingewiesen, dass die Wi kungso e de
beiden Au o en, Wien und Regensbu g, eben auch die on Jochem Schindle
bzw. Ge Klingenschmi wa en, zweie G ößen de Indoge manis ik, die das
Fach deu lich o an geb ach und be ei s sei den 1970e Jah en konsequen
und ausschließlich mi dem phonologischen Sys em gea bei e haben, das eben
auch in LIV² und NIL e wende wi d.
Hinzuweisen is auch da au , dass on ge manis ische Sei e (nich nu im
Be eich de Namenkunde, sonde n allgemein in de his o ischen Sp achwis-
senscha [al -]ge manische Sp achen) nich nu die mode ne Indoge manis ik
wei es gehend nich ezipie wo den is bzw. wi d (nich einmal, wenn sie ex-
plizi das Ge manische be i , wie e wa Mülle 2007 ode EWAhd und EDPG),
sonde n dass auch die ü den Raum Baye n-Ös e eich wich igen Fo schungen
zu Kel ologie, auch solche in anzösische und englische Sp ache, p ak isch
nich in die hie o liegenden Un e suchungen (in zi ie e Fo m) ein ließen –
dies be i onomas ische Einzelun e suchungen ebenso wie E ymologika (so
e wa das EDPC, das wohl au g und seine bequemen Handhabba kei ech e-
gelmäßig zumindes on G eule im DGNB noch zi ie wu de, hie nun abe
ehl ). Es ehlen im o liegenden Buch (ebenso wie be ei s im DGNB und in
Pe e Wiesinge Alb ech G eule. Baie n und Romanen. Zum
Ve häl nis de ühmi elal e lichen E hnien aus de Sich de Sp ach-
wissenscha und Namen o schung
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ielen ande en A bei en de beiden Au o en e wa die (zwa eils p oblema i-
schen abe o zdem g undlegenden) We ke on Delama e (2007, 2012, 2017,
DLG², DLG³, DTNG [Le z e es hä e eilich in beiden We ken nich ezipie
we den können, da Band 1 e s 2019 e schienen is ]), wei e s die on Faliley-
e (Falileye , Gohil, Wa d 2010; Falileye 2013, 2014), Lambe 2003, McCo-
ne 1996, Repanšek 2016, Sims-Williams 2006; Raybould, Sims-Williams 2007,
2009, Zai 2012 e c. sowie das LEIA als leide To so gebliebenes, abe bislang
g ündlichs es e ymologisches Wö e buch eine al kel ischen Einzelsp ache.
Ohnehin scheinen in de Bibliog aphie des o iegenden Buchs als E ymo-
logika nu IEW, LIV² und NIL au , was angesich s de zahl eichen dann auch
a gumen a i e wende en Wö e aus e schiedenen Sp achen öllig ungenü-
gend is . Besonde s schwe wiegend wi k sich bisweilen aus, dass o z de ie-
len kel ischen Ansä ze wede ACS [Holde ], noch LEIA ode EDPC (geschwei-
ge denn die A bei en Delama es, Lambe s ode Repanšeks) zi ie wo den
sind. Bisweilen hä e sich siche auch ein Blick ins EWAhd ode ins EDPG
gelohn .
Da das alles schon länge so geh , üh dies dazu, dass bisweilen in de ge -
manis ischen Sp achwissenscha (bzw. Namenkunde) und de Kel ologie un-
e schiedliche Eino dnungen desselben Namens eils übe Jah zehn nebenein-
ande he exis ie ( )en, ohne dass eine Diskussion s a ände: De Name de Isa
e wa gil Kel ologen sei mindes ens einem Jah hunde als kla kel isch1 (und
is es au g und lau liche K i e ien ja auch siche ; gl. dazu Bichlmeie 2016) –
hie wi d e wiede als „idg.- sp .“ o.ä. einges u .
Auße dem gil auch ü dieses Buch, dass die wissenscha liche Meinung
zu den einzelnen Namen bei Wei em nich so einhellig is , wie es hie sugge-
ie wi d: Dasselbe P oblem wa be ei s in Bezug au das DGNB anzume ken
( gl. Bichlmeie 2015, 2015a). Fü das o liegende Buch, das nun siche lich
wenige Pla zbesch änkungen un e lag als das DGNB, wä e es unschwe mög-
lich gewesen, zumindes die gesam e ele an e Li e a u zu den einzelnen Na-
men zu ezipie en und auch un e schiedliche Vo schläge zu E ymologie ku z
zu disku ie en. Das Buch hä e wesen lich gewonnen und hä e so du chaus zu
einem Handbuch ü die o deu schen Namen in (Süd-)Baye n und (Zen al-)
Ös e eich we den können. Diese Chance wu de indes e geben, da neue Ein-
blicke (sp ich: E ymologien) bie ende und Au schlüsse lie e nde Li e a u de
beiden le z en beiden Jah zehn e ech konsequen nich ezipie wu de. Die
1 Vgl. e wa Poko ny 1914: 293, wo e die baye ische Isa als kel isch bezeichne ode DLG² 191, Fa-
lileye , Gohil, Wa d 2010: 136; Delama e 2012: 165; DLG³ 192; DTNG 1: 390, wo *isa ā- eben-
alls selbs e s ändlich als kel isch gil . – Beide Posi ionen e e ie Bach 1954: 21 ., ohne eine
En scheidung zu e en.
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366 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII
Rezep ion diese in du chaus gängigen Reihen und Zei sch i en e ö en lich-
en A bei en (es geh insgesam um siche d ei Du zend Ti el e schiedene Au-
o en) hä e in e lichen Fällen dazu bei agen können, den Wiede abd uck e -
al e e bzw. eils soga alsche / unmögliche Lösungen zu e meiden bzw. im
Falle eine den Usancen de Wissenscha en sp echenden, die e schiedenen
Lösungs o schläge disku ie enden Da s ellung diese abzulehnen.
Nich zule z als Folge de Nich ezep ion on Teilen de zei genössischen
wissenscha lichen Li e a u e gib sich hinsich lich de zi ie en Li e a u in
den Namena ikeln eine gewisse Tendenz zu Au o e e en iali ä (G eule zi ie
bisweilen nu sich selbs , Wiesinge be o zug sich selbs ), ein häu ige zi ie e
Au o is daneben ( ü Baye n) noch on Rei zens ein (bes. Rei zens ein 2006
[hinsich lich Al baye ns], 2013 [hinsich lich Baye isch Schwabens], e einzel
auch Rei zens ein 1991). G eule geh insgesam spa same mi Li e a u um, e
zi ie sel en meh als d ei Ti el, Wiesinge hingegen du chschni lich doppel
so iele, wie auch insgesam Wiesinge s Namena ikel im Schni deu lich län-
ge sind, da sie o noch E liches zu Geschich e des benann en Objek s bie en
(s.o.).
Diese Fes s ellungen nun an ausgesuch en Beispielen o zu üh en, wü de zu
wei üh en und den Rahmen diese Zei sch i sp engen. Ve wiesen sei hie au
die aus üh lich Da s ellung in Bichlmeie 2020, wo dies alles an übe d ei Du -
zend Beispielen aus üh lich da geleg wi d.
Insgesam e gib sich olgendes Bild:
So übe zeugend – wenn auch li e a u angabena m – de e s e Teil des Bu-
ches is , so wenig übe zeug de zwei e Teil mi den Namena ikeln. Die Na-
mena ikel zeichnen sich übe wei e S ecken du ch olgende Me kmale aus:
• Hinsich lich de e wende en T ansk ip ionsweise (u -)indoge manische
Rekons uk e (*w s. *ṷ, *bh- s. *bh- e c.) sind sie uneinhei lich.
• Rele an e Li e a u de le z en zwei Jah zehn e wi d nich zi ie (obgleich
bisweilen de Eind uck en s eh , dass sie du chaus gelesen wu de) und e -
schein olglich auch nich im Li e a u e zeichnis. Nachzu agen sind /
wä en insgesam siche d ei Du zend Ti el meh e e Au o en. Aus de
Nich ezep ion diese z.T. äl e e Lösungen deu lich e besse nden bzw.
wide legenden Li e a u olg le z lich, dass das Buch insgesam sel en
übe den Wissenss and des Jah es 2000, p ak isch nie übe den on 2010
hinausgeh .
• Die besonde s im zwei en Teil gegebenen Li e a u angaben sind s a k au-
o e e en iell, besonde s hinsich lich de Gewässe namen. Nich on den
beiden Au o en s ammende Li e a u dü e wohl kaum die Häl e aus-
machen, sodass ü den Lese de alsche Eind uck en s ehen kann, dass
die E ymologien on jenen zi ie en Au o en s ammen könn en, was sie
Pe e Wiesinge Alb ech G eule. Baie n und Romanen. Zum
Ve häl nis de ühmi elal e lichen E hnien aus de Sich de Sp ach-
wissenscha und Namen o schung
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abe in de Regel nich un. Die ‘En decke ’ de jeweiligen E ymologien
we den jeden alls nich geziel benann , bisweilen is die Lösung schon ein
Jah hunde al .
• Nu in Einzel ällen we den einmal konku ie ende Vo schläge genann ,
nu sel en we den diese disku ie . Meis wi d abe nu eine Lösung an-
ge üh , nich imme die (nach allgemeine Ansich bzw. sp achwissen-
scha liche Einsich ) ich ige.
• Folglich wi d in zahl eichen Fällen eine längs übe hol e bzw. längs als
nich zu e end e kann e E ymologie gebo en, die gebo enen Lösungen
s ellen zudem des Ö e en einen Rücksch i gegenübe dem schon o -
dem E eich en da , bisweilen auch gegenübe dem, was die beiden Au-
o en in ih e eigenen zi ie en Li e a u schon einmal gesch ieben ha en.
• Meh ach wi d ohne Diskussion eine Lösung als einzige gebo en, die
in de zum jeweiligen Namen zi ie en Li e a u so ga nich au schein ,
die zi ie e Li e a u s ü z also nich no wendige weise die p äsen ie e
E ymologie.
Es is schön, dass die abs use These eine (sp achlich) omanischen He -
kun de Baie n wide leg wu de und dass man den (wei gehend) gesam en2
o deu schen Namenscha z Al baye ns und Zen alös e eichs nun in eine
Au s ellung beisammen ha – als Handbuch de E ymologien diese Namen is
das We k indes nich b auchba : Zwa sind wohl die äl es en Belege alle angege-
ben, die E ymologien können abe – ge ade wenn es sich um kel ische ode ga
o kel ische Bildungen handel – nich du chweg als zu e end beu eil we -
den. De Ve such, die mode ne Indoge manis ik in die Besch eibung und E -
klä ung de Namen mi einzubeziehen is zwa lobenswe , muss abe le z lich
als geschei e angesehen we den. Inso e n is das Buch ein ypische Ve e e
de A bei en zu den äl es en Namenschichen in (Mi el-)Eu opa on Ve asse n
mi dem Thema nich adäqua en Indoge manis ikkenn nissen.
Die Au a bei ung dieses al en Namenscha zes Mi eleu opas in seine Ge-
sam hei au undie e indoge manis ische Basis bleib also wei e hin ein De-
side a . Sie ollzieh sich abe – wenngleich ge manis ische sei s o nich e-
zipie ode nich e s anden – Name ü Name in lose Folge in A ikeln in
Zei sch i en und Sammelbänden du chaus.
2 Hingewiesen sei e wa au das Fehlen on A ikeln zu (Bad) Ischl, Ille , Ilz, Vils / Fils, wei e e Na-
men dü en ehlen.
HARALD BICHLMEIER
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