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PERSONALIA

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STEPANOV, JU. S. 1965b: Структура французского языка: Морфология, словообразование, основы синтаксиса в современной французской речи, Москва: Высшая школа.

STEPANOV, JU. S. 1966: Основы языкознания, Москва: Просвещение.

STEPANOV, JU. S. 1970: Литовское yra – 3 лицо глагола „быть“. Baltistica 6 (2), 193–196.

STEPANOV, JU. S. 1971: Семиотика, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1975a: Методы и принципы современной лингвистики, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1975b: Основы общего языкознания, Москва: Просвещение.

STEPANOV, JU. S. 1981: Имена. Предикаты. Предложения: Семиологическая грамматика, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1985a: В трехмерном пространстве языка: Семиотические проблемы лингвистики, философии, искусства, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1985b: Лит. yra, рус. (он) и есть (К вопросу о происхождении). Baltistica 21 (1), 4–13.

STEPANOV, JU. S. 1988: Текстовая теория русских падежей в описательном и сравнительно-историческом языкознании. Русистика сегодня. Язык: система и ее функционирование, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1989a: Индоевропейское предложение, Москва: Наука.

STEPANOV, JU. S. 1989b: Счет, имена чисел, алфавитные знаки чисел в индоевропейских языках. Вопросы языкознания 4, 46–72; 5, 5–31.

STEPANOV, JU. S. 1995: Баба-Яга, Яма, Янус, Ясон и другие: К вопросу о „нестрогом“ сравнительно-историческом методе. Вопросы языкознания 5, 3–15.

STEPANOV, JU. S. 1997a: Константы: Словарь русской культуры: Опыт исследования, Москва: Языки русской культуры.

STEPANOV, JU. S. 1997b: Непарадигматические передвижения ударения в индоевропейском: (1. Вокруг законов Ваккернагеля и Лескина). Вопросы языкознания 4, 5–26.

STEPANOV, JU. S. 1998: Язык и метод: К современной философии языка, Москва: Языки русской культуры.

STEPANOV, JU. S., PROSKURIN, S. G. 1993: Константы мировой культуры: Алфавиты и алфавитные тексты в период двоеверия, Москва: Наука.

Regina Venckutė Kazimieras Garšva Olegas Poliakovas

RUSSISCHE BULGARISTIK UND LITAUEN

Mit Litauen sind zwei bedeutende russische Wissenschaftler verbunden, Spezialisten für die bulgarische Sprache und Kultur: der aus Ungarn stammende Begründer der russischen Bulgaristik Jurij Venelin (Geburtsname – Georgis Hucas) und der aus Litauen, aus der Gegend von Obeliai, stammende Prof. Grigorij Venediktov, einer der bedeutendsten heutigen Moskauer Bulgaristen.

Litauischen Sprachwissenschaftlern ist G. Venediktov schon seit Langem durch seine Publikationen „K istorii lituanistiki v Rossii“ bekannt, insbesondere durch seine Arbeiten über das litauistische Material und die Korrespondenz des Sprachwissenschaftlers Jonas Juška, die im Archiv des russischen Sprachwissenschaftlers I. Sreznevskij erhalten geblieben sind, der ihn gefördert hatte. Außerdem pflegt er nicht nur aktiv den Kontakt zu den Förderern der litauischen Kultur und den Baltisten in Moskau, sondern unterhält auch enge Beziehungen zu litauischen Sprachwissenschaftlern und schickt ihnen seine Arbeiten sowie andere wertvolle Literatur. Sprachwissenschaftler

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Gegenstand seiner Studien ist die Epoche der bulgarischen nationalen Wiedergeburt im 19. Jahrhundert sowie die Entstehung und Normierung der bulgarischen Standardsprache jener Zeit und verschiedene weitere Fragen der Kulturgeschichte. Über den Wissenschaftler selbst, seine Arbeiten und einige Parallelen zwischen der nationalen Wiedergeburt der litauischen und bulgarischen Völker ist bereits einiges geschrieben worden (vgl. Lietuvių kalbotyros klausimai 30, 1993, 218–220). Übrigens ist dort ein Fehler unterlaufen: Der spätere Sprachwissenschaftler ging 1947 nach dem Abschluss des 4. (russischen) Gymnasiums in Vilnius zum Studium der Slawistik nicht nach Moskau, sondern ins damalige Leningrad (Sankt Petersburg). Nach dem Aspiranturstudium begann er 1956 am Institut für Slawistik in Moskau zu arbeiten.

In jüngster Zeit widmet G. Venediktov dem zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, bereits erwähnten Begründer der russischen Bulgaristik, J. Venelin (1802–1839), viel Aufmerksamkeit; dessen Arbeiten waren für die Wiedergeburt des bulgarischen Volkes, seiner Sprache und Kultur von großer Bedeutung. Bei dieser Gelegenheit sind zwei neue, dank seiner Bemühungen entstandene Bücher zu erwähnen, die uns erreicht haben: Ju. I. Venelin v bolgarskom vozroždenii (1998; darin werden die Materialien der 1989 in Uschhorod und Sofia abgehaltenen Konferenzen sowie die gesamte Bibliografie von J. Venelin veröffentlicht, anlässlich des 150. Todestages des Wissenschaftlers) und die erstmals gedruckte, bereits 1834 verfasste erste Grammatik der bulgarischen Sprache von J. Venelin (Grammatika nynešnego bolgarskogo narečija, 1997, mit einem ausführlichen Begleitaufsatz von G. Venediktov über das Schicksal von J. Venelins Grammatik).

Am 22. April 2002 jährte sich J. Venelins Geburt zum 200. Mal. Aus diesem Anlass sollte man einige wichtigere Daten aus dem Leben und Wirken des Wissenschaftlers, seine bedeutenderen Werke und seinen bescheidenen Beitrag zur Geschichte der litauischen Kultur etwas ausführlicher in Erinnerung rufen. Leider wurden zu Sowjetzeiten das Leben von J. Venelin als ehemaligem Geistlichen, seine vielfältigen Interessen und seine beeindruckenden Arbeiten verschwiegen. Daher könnten auch die Angaben, die wir noch der Zarenzeit-Enzyklopädie entnommen haben, ungenau sein (neuere Veröffentlichungen konnten nicht gefunden werden).

Georgis Hucas wurde 1802 in Ungarn, in der Siedlung Nagytevel, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Ungvár, danach ein Lehrerseminar. Als er sich für den geistlichen Beruf entschied, änderte er seinen Nachnamen von Hucas in Venelin und schrieb sich an der Universität Lemberg ein, wo er Philosophie studierte. 1822 schloss er die Universität ab. 1823 erhielt er eine Stelle als Lehrer und Erzieher an einem geistlichen Seminar und ging nach Kischinjow. Während seiner dortigen Tätigkeit lernte Venelin bulgarische Emigranten kennen und vertiefte sich in das Studium ihres Alltags, ihrer Sprache und ihrer Geschichte, das seinen weiteren Lebensweg bestimmte.

1825 kam Venelin nach Moskau und studierte Medizin; 1829 schloss er das Studium ab und erhielt sein Arztdiplom. Als Arzt arbeitete er jedoch nicht. Nachdem er die Arbeit an seinem begonnenen Werk Die alten und heutigen Bulgaren unter politischem, volkskundlichem, historischem und religiösem Gesichtspunkt im Verhältnis zu den Russen (Drevnie i nynešnie bolgare v političeskom, narodopisnom, istoričeskom i religioznom ich otnošenii k rossijanam) abgeschlossen hatte, legte er es den Fachleuten der Akademie der Wissenschaften vor. Die Arbeit wurde gut bewertet, und der erste Band erschien bereits 1829. Die gesamte Monografie wurde später, erst nach dem Tod des Verfassers, nämlich 1841, veröffentlicht (Bd. 1, 241 S.; Bd. 2, 326 S.; zweite Auflage 1856).

1830 wurde J. Venelin nach Bulgarien entsandt, um die dortigen Buchbestände kennenzulernen und zu überprüfen, Handschriften zu sammeln und seine Studien zur bulgarischen Sprache, zum Alltag, zur Geschichte usw. zu vertiefen. Doch Venelin hatte dort weder Erfolg bei der Überprüfung der Bibliotheken noch fand er bedeutendere Handschriften. Die Menschen litten unter dem türkischen Joch, waren von den Beamten eingeschüchtert und misstrauten dem unbekannten Ankömmling. Näheren Einblick gewann er nur in den Alltag, die Kultur und Sprache der Einwohner sowie in die Anzeichen des nationalen Wiederauflebens. Mehr Material fand er, nachdem er etwa fünf Monate in der Walachei (Rumänien), in den Bibliotheken und Archiven Bukarests, gearbeitet hatte. 1831 kehrte Venelin nach Moskau zurück und widmete sich der wissenschaftlichen Arbeit; auf Grundlage des von ihm gesammelten Materials verfasste er Studien und beteiligte sich mit zahlreichen Artikeln an Diskussionen. Er lebte in außerordentlich großer Armut, von bescheidenen Honoraren und Spenden. Er starb, bevor er auch nur das 37. Lebensjahr vollendet hatte, am 14. März 1839. Begraben wurde er auf dem Friedhof des Moskauer St.-Daniel-Klosters (Danilow-Klosters).

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J. Venelin war ein Wissenschaftler mit breit gefächerten Interessen. In seinem kurzen Leben leistete er sehr viel. Zu seinen wichtigeren und umfangreicheren Werken zählen: Über den Charakter der Volkslieder der jenseits der Donau lebenden Slawen (O charaktere narodnych pesen u slavjan zadunajskich, 1835), Über die Anfänge der neuen bulgarischen Literatur (O zarodyše novoj bolgarskoj literatury, 1838), Die Schriften der walachischen Bulgaren oder dakischen Slawen (Vlacho-bolgarskie ili dako-slavjanskie gramoty, 1840), Kritische Untersuchungen zur Geschichte der Bulgaren… (Kritičeskie issledovanija ob istorii bolgar…1849) und weitere. Ungedruckt blieb nur eines der wichtigsten Werke J. Venelins – die erwähnte Grammatik.

Mit seinen Arbeiten begründete J. Venelin wissenschaftlich die Existenz der Bulgaren als eines eigenständigen Volkes und einer eigenständigen Sprache mit einer eigenen kulturellen Tradition. Somit trug er sowohl durch seine wissenschaftliche als auch durch seine kulturelle Tätigkeit wesentlich zum beschleunigten nationalen Wiedererwachen der Bulgaren bei. Nicht umsonst gelten Venelins Werke als programmatisch, da sie die wichtigsten Leitlinien für die Entwicklung des bulgarischen Volkes, seiner Sprache, Literatur und Kultur vorgaben.

Mit seinem Werk Die Bewohner der Länder an der Ostsee, das heißt Letten und Slawen (Okružnye žiteli Baltijskogo morja, to est’ lety i slavjane, 1846) ging J. Venelin in die Geschichte der litauischen Kultur ein. Als Letten bezeichnete er alle Balten, genauer gesagt die baltischen Völker – Litauer, Letten und Preußen. Litauische Kulturschaffende (darunter auch Sprachwissenschaftler) stützen sich vor allem auf diese Monografie Venelins, wenn sie über die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung Litauens zu Beginn des 19. Jahrhunderts sprechen. Litauen, das damals bereits in das Russische Reich eingegliedert war, wurde in zwei Gouvernements aufgeteilt: Wilna und Grodno. Mit seiner ungefähren Darstellung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung dieser Gouvernements war Venelin nicht originell. Er stützte sich auf das 1825 in Breslau (dem heutigen Wrocław in Polen) erschienene Werk Geografia wschodniej części Europy (Geografie des östlichen Teils Europas), das heißt auf die darin enthaltenen Angaben.

Da beide erwähnten Werke heute bibliografische Raritäten sind, ist es sinnvoll, diese Angaben dem Leser wenigstens kurz vorzulegen. Die Zahlen der Einwohner nach Nationalitäten werden hier in derselben Reihenfolge aufgeführt wie in J. Venelins Buch; in Klammern stehen die von uns berechneten Prozentwerte. Gouvernement Grodno: Polen 80 000 (10%), Russen (Rosijan) 490 000 (61,25%), Litauer 100 000 (12,5%), Tataren 10 000 (1,25%), Juden 120 000 (15%); Gouvernement Wilna: Polen 100 000 (8,33%), Litauer 780 000 (65%), Russen 130 000 (10,83%), Tataren 10 000 (0,83%), Juden 180 000 (15%). Außerdem leben in Ostpreußen (das heißt in Kleinlitauen) noch mehr als 200 000 Menschen litauischer Herkunft. Venelin erwähnte auch das Gouvernement Białystok, sagte aber nichts über die dort lebenden Litauer.

Interessant sind auch andere Einzelheiten. Die in Litauen lebenden Menschen nennen sich lietuvninkais und ihr Land Lietuva. Angaben zu den litauischen und lettischen Sprachen werden mit denen des Lateinischen, Russischen, Griechischen und Deutschen verglichen. Auch einige mythologische Inhalte werden dargeboten. J. Venelins Ansichten spiegeln im Wesentlichen die Auffassungen der herrschenden Schicht des damaligen Russischen Reiches wider. Das Gouvernement Białystok, das Gouvernement Grodno und teilweise das Gouvernement Wilna seien im 14. Jahrhundert noch „reines Russland“ gewesen. Erst später hätten die Polen begonnen, sich dieses Gebiet anzueignen. Die Russen seien zu Sklaven gemacht worden, während die Polen die Oberschicht bildeten – die Klasse der Bojaren, des polnischen Adels und der Stadtbewohner. Der alte Name Preußens sei Borusija, entstanden aus Porussia, das heißt, ein Land an der Seite Russlands. Natürlich konnte Venelin wohl kaum anders schreiben.

J. Huc (Venelin) hat sich durch seine Arbeit die große Achtung und Dankbarkeit der Bulgaren verdient. Für die Bulgaren bedeutet er vermutlich mehr als Jurgis Zauerveinas für die Litauer. Außerdem unterscheiden sich die Zeit und die Umstände. Das Russische Reich half den Bulgaren nicht nur, sich vom türkischen Joch zu befreien, sondern förderte und unterstützte fortwährend auch ihre nationale und staatliche Wiedergeburt. Nicht umsonst lernte Dr. J. Basanavičius, der lange in Bulgarien gelebt und viel zur Förderung der bulgarischen Kultur beigetragen hatte, dort vieles und wandte es später an, als er zur Wiederherstellung der unabhängigen Republik Litauen beitrug.

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Wir können uns nur darüber freuen, dass die von J. Venelin begründete Bulgaristik im heutigen Russland von unserem Landsmann, dem uns nahestehenden Sprachwissenschaftler und Kollegen G. Venediktov, fortgeführt wird, der gut Litauisch spricht und schreibt.

Aloyzas Vidugiris

VON PARTIKELN BIS ZUR SYNTAKTISCHEN GESAMTHEIT

(Zum 70. Geburtstag von Professor Vito Labutis)

Die wissenschaftliche und pädagogische Tätigkeit von Professor Vito Labutis ist vielfältig und umfangreich. Zehn Jahre lang arbeitete er am Institut für Litauische Sprache und Literatur, später lehrte er an der Kaunaser Abendfakultät der Universität Vilnius und seit 1972 an der Philologischen Fakultät der Universität Vilnius. Viele Jahre lang hielt er Vorlesungen zur Syntax der litauischen Sprache und verschiedene Spezialkurse, betreute studentische wissenschaftliche Arbeiten und Dissertationen. Er übernahm verschiedene Verwaltungsaufgaben. Zugleich widmete er sich intensiv der wissenschaftlichen Arbeit. Die Bibliografie des Professors umfasst die Monografie Lietuvių kalbos sintaksė, mehrere Lehrbücher und mehr als hundertfünfzig Beiträge und Aufsätze! Vitas Labutis ist einer unserer bedeutendsten Syntaktiker. Doch Professor Labutis hat sich nicht allein mit Fragen der Syntax befasst. Er schrieb auch zu Themen der Morphologie, Terminologie, Onomastik und der Theorie der Sprachkultur. Anlässlich seines siebzigsten Geburtstags soll der Professor geehrt werden, indem seine bedeutenderen Untersuchungen zur Grammatik der litauischen Sprache und seine zahlreichen Veröffentlichungen zu anderen Themen, darunter Fragen der Sprachpraxis und der Unterrichtsmethodik, im Überblick dargestellt werden; andere Aspekte bleiben dabei außen vor.

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Zu Beginn seiner eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit nahm sich V. Labutis eines damals noch wenig erforschten Themas der Grammatik der litauischen Sprache an: der Partikeln. Sein Artikel „Partikeln und ihr Platz unter den Wortarten“, der 1962 in der Zeitschrift Literatūra ir kalba erschien, war die erste speziell dieser Wortart gewidmete Studie in der litauischen Sprachwissenschaft. Sie entstand zu einer Zeit, als noch keine klare Auffassung vom Platz der Partikeln unter den übrigen Wortarten und ihrem Verhältnis zu Adverbien und Konjunktionen bestand. Auch eine ausführlichere Beschreibung der Bedeutungen und des Gebrauchs der Partikeln lag nicht vor.

In der Studie wird die Interpretation der Partikeln in früheren Arbeiten zur litauischen Sprachwissenschaft untersucht und werden ihre allgemeinen semantischen und syntaktischen Merkmale beschrieben. Partikeln gelten, vorwiegend auf der Grundlage der in der sowjetischen Sprachwissenschaft maßgeblichen Kriterien zur Einteilung der Wortarten, als eigenständige Wortart: Sie können keiner anderen Wortart zugeordnet werden und stehen zu den übrigen Wortarten als gleichrangige Wortgruppe in Beziehung (Labutis 1962: 368). Partikeln werden definiert als „eine nicht selbstständige Wortart, die zusätzliche Bedeutungsnuancen von Erscheinungen der Wirklichkeit oder deren gegenseitigen Beziehungen ausdrückt und diese einzelnen Satzgliedern oder dem ganzen Satz verleiht“ (ebd.). Mit Partikeln werden unter anderem auch modale, expressive und emotionale Bedeutungsnuancen ausgedrückt. Es gibt keine scharfen Grenzen, die Partikeln von anderen Wortarten trennen: Einige Partikeln können auch als Konjunktionen auftreten, andere lassen sich nur schwer von Adverbien unterscheiden, und wieder andere werden zu Affixen oder Bestandteilen untrennbarer Wortverbindungen. Nach ihrer Struktur können Partikeln einfach oder zusammengesetzt sein.

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