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LORETA VAIČULYTĖ-SEMĖNIENĖ

Institut für Litauische Sprache

Forschungsschwerpunkte: Morphosyntax, Typologie, Valenz, Semantik.

FUNKTIONALER ASPEKT REZIPROKER MARKER IN MONADISCHEN KONSTRUKTIONEN

Funktionaler Aspekt reziproker Marker in monadischen Konstruktionen

ZUSAMMENFASSUNG

Gegenstand dieses Artikels sind reziproke Marker, die in monadischen Konstruktionen mit reziproken Verben verwendet werden. Auf Grundlage des Materials aus dem Textkorpus der Gegenwartssprache Litauens (DLKT) wird erörtert, was durch den einen oder anderen reziproken Marker aktualisiert und spezifiziert wird. Als Ausgangspunkt dient die Semantik. Die Untersuchung zeigte, dass reziproke Marker etwas anders als bisher, nämlich graduell, unterschieden werden können und dass sich anhand ihrer Ausrichtung auf das Subjekt oder auf das Prädikat sowie der Aufgliederung der durch das Subjekt ausgedrückten Mutanten eine Hierarchie reziproker Marker bestimmen lässt. Am häufigsten werden auf das Subjekt ausgerichtete reziproke Marker verwendet; durch sie werden unterschiedliche, (getrennt: ganzheitlich) wahrgenommene Teilnehmer einer wechselseitigen Situation aktualisiert.

SCHLÜSSELWÖRTER: reziprokes Verb, Mutant, reziproke monadische Konstruktion, reziproker Marker, semantischer Parameter.

ANNOTATION

Gegenstand des Artikels sind reziproke Marker, die in monadischen Konstruktionen mit reziproken Verben verwendet werden. Anhand des Korpus der Gegenwartssprache Litauisch (CCL) werden die durch den einen oder anderen reziproken Marker aktualisierten und spezifizierten Sachverhalte erörtert. Dabei dient die Semantik als Ausgangspunkt. Die Untersuchung ergab, dass reziproke Marker etwas anders als bisher unterschieden werden können, nämlich graduell, und dass sich eine Hierarchie reziproker Marker nach ihrer Ausrichtung auf das Subjekt oder das Prädikat sowie nach der Segmentierung der als Subjekt ausgedrückten Mutanten diskutieren lässt. Am häufigsten werden subjektorientierte reziproke Marker verwendet; sie aktualisieren unterschiedlich verstandene (separat: nahtlos; lit. atskirai: vientisai) Teilnehmer einer wechselseitigen Situation.

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S C H L Ü S S E L W Ö R T E R: reziprokes Verb, Mutant, reziproke monadische Konstruktion, reziproker Marker, semantischer Parameter.

1. EINLEITUNG

Die litauischen Verben bendrauti, bendradarbiauti, bičiuliauti, bučiuotis, derėti(s), diskutuoti, (su)sugraugauti, ginčytis, kariauti, kovoti, kužėtis, lenktyniauti, muštis, rungtyniauti, sugyventi, su(si)tarti, susižvalgyti, sveikintis, šnabždėtis, taikytis, tuoktis, žaisti, varžytis und Ähnliches bezeichnen wechselseitige Handlungen oder sind reziprok. Einige davon sind lexikalische Reziprokverben1 (engl. lexical reciprocal) (bičiuliauti (: bičiulis), draugauti (: draugas), kovoti (: kova) usw.), andere sind grammatische2, genauer gesagt reflexive3 (engl. reflexive reciprocals) Reziprokverben (apkabinti (: apkabinti), bučiuotis (: bučiuoti); muštis (: mušti), tuoktis (: tuokti usw.). Solche reziproken Verben (Prädikate) drücken eine wechselseitige Beziehung zwischen mindestens zwei Situationsteilnehmern – den Mutanten (engl. mutant)4 – aus. Die inhärente wechselseitige Beziehung der Mutanten ist symmetrisch. In der reziproken Konstruktion (engl. reciprocal construction) Jonas spricht mit Onute sind die Teilnehmer der wechselseitigen Beziehung

1 „Dieser Begriff [d. h. lexikalische Reziprokverben] bezeichnete Verben mit inhärenter reziproker Bedeutung, die nicht durch ein Derivationsmittel markiert ist, d. h. semantisch reziproke Verben ohne das Marker -si/-s [...] sowie Verben mit dem reflexiv-medialen Marker, der keine reziproke Bedeutung kennzeichnet (giminiotis). [...] Formal können lexikalische Reziprokverben einfach (unabgeleitet) oder abgeleitet sein; im letzteren Fall können es denominale oder deverbale Derivate sein“ (Geniušienė 2007: 658; zu diesem Thema ausführlicher siehe Nedjalkov 2007: 14–16, 96–101).

2 Plačiau apie tai žr. Nedjalkov 2007: 9–12.

3 „Dieser Begriff [d. h. reflexive Reziprokverben] wird hier für morphologisch markierte Reziprokverben verwendet, die aus nichtreziproken Verben allein mithilfe des reflexiv-medialen Markers abgeleitet sind“ (Geniušienė 2007: 658). Petronėlė Bernadišienė (Ulvydas, Hrsg., 1971: 196) stellt fest, dass „reflexive Verben mit der Bedeutung einer wechselseitigen Handlung (reflexiva reciproca) anzeigen, dass zur selben Zeit zwei, mehrere oder mehr Handelnde aufeinander einwirken“. Stasė Kniūkštė schreibt in Dabartinė lietuvių kalbos gramatika (Ambrazas, Hrsg., 1996: 288), dass „die Funktion des grundlegenden Reflexivformanten -s(i), den Bereich des verbalen Subjekts einzuschränken, in verschiedenen Bedeutungsgruppen reflexiver Verben zu erkennen ist: a) bei wechselseitigen Handlungen: bučiuotis, bartis“. Evalda Jakaitienė stellt ebenda (Ambrazas, Hrsg., 1996: 408) fest, dass „reflexive Verben mit wechselseitiger Handlungsbedeutung anzeigen, dass die durch das Grundwort bezeichnete Handlung von zwei Handelnden ausgeführt wird: von demjenigen, der Subjekt des Grundworts war, und von demjenigen, der dessen Objekt war, z. B.: bučiuotis (vgl. Jonas bučiavo Oną – jie (Jonas ir Ona) bučiuojasi), bartis, mylėtis, peštis, sveikintis, susitikti. Bei solchen Ableitungen fügt das Reflexivaffix das semantische Merkmal „einander“ hinzu“.

4 Ausführlicher zu den Begriffen mutuantas bzw. reciprokantas (engl. mutant resp. reciprocant), reziprok bzw. symmetrisch bzw. wechselseitig (reciprocal resp. symmetric resp. mutual) und zu ihrem Umfang siehe Haspelmath 2007.

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Funcinis reciprokinių žymelių monadinės konstrukcijose aspektas

(Jonas, Onute) Das Prädikat kalbėti „sprechen“ wird durch zwei separate Valenzstellen ausgedrückt: durch ein nominativisches Subjekt, das dem Agens entspricht, und durch eine Präpositional- su- und Instrumentalkonstruktion, die als indirektes Objekt fungiert und der Komitivfunktion entspricht (Šližienė 1994: 330). Solche reziproken Konstruktionen werden als diskontinuierliche oder dyadische Konstruktionen bezeichnet (engl. discontinous construction, dyadic construction).

In der Sprache besteht die Tendenz, die Mutuanten einer wechselseitigen Situation (engl. mutual situation) als ein einziges Aktant auszudrücken, d. h. typischerweise werden alle (mindestens zwei) an der Situation beteiligten Mutuanten – ihre Gesamtheit und nicht einer von ihnen allein – als Bezugspunkt (engl. reference point) gewählt (Haspelmath 2007: 291). Dann werden beide Aktanten des zweiwertigen Prädikats im Satz durch eine pluralische Substantiv- oder Pronomenform als Subjekt oder durch zwei mit der Konjunktion ir6 verbundene Substantive oder Pronomen ausgedrückt. In den Sätzen 1–3 fungiert eine solche Gesamtheit der Mutuanten als kollektiver Aktant und nimmt die dem Agens entsprechende Subjektstelle ein (vgl. Šližienė 1994: 43). Genauer gesagt fällt ein solches Agens mit dem Komitiv zusammen (verschmilzt mit ihm) und kann als Komitiv aufgefasst werden. Hier zeigt sich eine syntaktische Valenzreduktion (engl. valence-reduction) (vgl. Šližienė 1994: 330). Diese Verwendungsfälle werden als einheitliche oder monadische (reziproke) Konstruktionen bezeichnet (engl. simple construction, monadic construction7).

1) Jonas, Petras ir Antanas sprechen miteinander. (zitiert nach Šližienė 1994: 43)

2) Wenn sie schon lange geplaudert hatten, tat er so, und sie konnte sich nicht dazu durchringen, einen Fehler einzuflechten; auch er sagte nichts, und die beiden sprachen weiter, als wäre nichts geschehen. Seitdem sind viele Jahre vergangen. DKT

3) Vaida, die offenbar versucht, Sie hier zu kompromittieren, doch dabei kommt für sie etwas sehr Kindisches heraus. Wir, Sie und ich, haben in dieser Hinsicht ernsthafter gesprochen. Aber etwas kindisch Gemeines, das sie hier einmal getan hat (aus professioneller Sicht ist das geradezu ein Kindergarten), stellt sie als ernsthafte Tatsache dar. DKT

Aus den Sätzen 1–3 geht hervor, dass die dem Komitiv entsprechende Argumentstelle der betreffenden Prädikate unbesetzt bleibt. Sie kann durch ein nichtvalenzgebundenes Element – ein freies Glied – besetzt werden

5 „Diskontinuierliche Konstruktionen sind solche, in denen der zweite Reziprokant kein Subjekt ist“ (Nedjalkov, Geniušienė 2007: 396). „Eine dyadische Konstruktion, die eine symmetrische Situation erzeugt, indem sie einen Beteiligten in einer Subjekt-NP und einen anderen in einer Komitativphrase platziert“ (Hurst 2010: 290).

6 In solchen Fällen unterscheidet Nijolė Šližienė im Wörterbuch der Valenzverbindungen litauischer Verben gewöhnlich eine eigene Verbvalenzstruktur, in der der syntaktische Aktant, der dem kollektiven Aktanten entspricht, durch ein Substantiv (oder Pronomen) im Plural ausgedrückt wird – Nomₚlr: Juodu tarp savęs kariauja dėl pirmenybės (vgl. z. B. Šližienė 1994: 175t, 330, 336, 338, 356, 440; 1998: 178t; 2004: 221t, 233, 270, 452).

7 „Einfache Konstruktionen sind solche, in denen beide Reziprokanten durch das Subjekt ausgedrückt werden“ (Nedjalkov, Geniušienė 2007: 396). „Eine monadische Konstruktion, die die Beteiligten an der Relation in der Subjekt-NP zusammenfasst und dabei eine Objekt-NP entfallen lässt“ (Hurst 2010: 290).

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mit dem Status von Reziprokmarkern (engl. reciprocal marker), beispielsweise die monosemantische reziproke Anapher einer mit dem anderen, der Lokativ des Substantivs untereinander sowie die Präpositionalphrase zwischen sich (vgl. Sätze 4–5). Diese Reziprokmarker stehen in Satz 5 nicht in Zusammenhang mit der Valenz des Verbs sprechen ‚eine Sprache beherrschen; Gedanken mit Worten ausdrücken können‘ (siehe Slizienė 1994: 31), sind jedoch unter kommunikativen Gesichtspunkten wichtig. Die genannten Reziprokmarker, die die wechselseitige Beziehung ausdrücken und sie auf die eine oder andere Weise aktualisieren und spezifizieren, sind Modifikatoren⁸, d. h. das Verb verlangt sie weder semantisch noch syntaktisch (sogenannte Reduplikation oder doppelte Ausdrucksform der wechselseitigen Beziehung⁹ (engl. replication, double reciprocals).

4) Wenn ich jeden einzeln frage, welches Leben ihn glücklich machen würde, zeigt sich, dass sich der Mann ein Leben vorstellt, die Frau jedoch ein ganz anderes. Aber untereinander (vgl. einer mit dem anderen, zwischen sich) sprechen sie nicht darüber, entwickeln keine gemeinsame Vision, daher bleibt alles in Scherben. DLKT

5) Das Treffen war bewegend und ergreifend – ein Melodram. Worte waren unnötig. Sie miteinander (vgl. zwischen sich; untereinander) sprachen mit subtilen Bewegungen, in einer nur ihnen bekannten Zeichensprache, die einem zufällig Hinzukommenden zumindest seltsam hätte vorkommen können. DLKT

Im Folgenden richtet sich die Hauptaufmerksamkeit auf die Sätze 4–5 mit inzintyvinus: Erörtert werden Fälle, in denen alle Beteiligten einer wechselseitigen Situation als Bezugspunkt gewählt werden, in monadischen Konstruktionen als Subjekt fungieren und ihre wechselseitige Beziehung oder die reziproke Handlungsbedeutung des Prädikats selbst durch einen Reziprokmarker zusätzlich aktualisiert und spezifiziert wird. Ziel des Artikels ist es, die Frage zu beantworten, was durch den einen oder anderen Reziprokmarker aktualisiert wird und anhand welcher semantischen Parameter. Zu diesem Zweck werden folgende Aufgaben gestellt: kurz zu erwähnen, was zu dieser Frage bereits geschrieben wurde (siehe Abschnitt 2), den Gebrauch von Reziprokmarkern in monadischen Konstruktionen zu analysieren und die hierarchischen Beziehungen zwischen den Reziprokmarkern zu bestimmen (siehe Abschnitt 4). Verwendet werden deskriptiv-analytische und Interpretationsmethoden. Zur Erreichung des Ziels wird auf Material aus dem am Zentrum für Computerlinguistik der Vytautas-Magnus-Universität Kaunas erstellten Korpus der Texte des heutigen Litauischen (im Folgenden DLKT) zurückgegriffen (Näheres siehe Abschnitt 3).

8 Zu den hier zugrunde gelegten Begriffen syntaktischer Relationen – Rektion und Modifikation, Regens bzw. Modifikator, regierendes bzw. modifiziertes Wort – siehe ausführlicher Holvoet, Judžentis (2003: 11–35; 2005: 11–38). Ebenda vgl. auch den traditionellen Überblick über die Arten syntaktischer Relationen.

9 Eine solche Ausdrucksform eines semantischen Aktanten, bei der eine andere Form keine neue, die Bedeutung des Prädikatswortes ergänzende Information liefert, schlägt Dalija Tekorienė (1985: 74) als verdoppelten Ausdruck desselben semantischen Aktanten zu bezeichnen vor (z. B.: ich fahre ihnen entgegen; Paare ähneln einander).

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Funkcinis reciprokinių žymeklių monadinėse konstrukcijose aspektas

2. BESCHREIBUNG DER REZIPROKMARKER IN GRAMMATIKWERKEN

Um zu erörtern, was durch Reziprokmarker aktualisiert wird und anhand welcher semantischen Parameter, und um ihre Beziehungen untereinander zu bestimmen, ist es wichtig zu erwähnen, was hierzu bereits gesagt wurde.

Pavyzdžiui, Petronėlė Bernardienė Lietuvių kalbos gramatikoje (Ulvy das, red., 1971: 198) rašo, kad „tarpusavio veiksmo reikšmės sangrąžiniai veiksmažodžiai gali būti vartojami kartu su paryškinamaisiais žodžių junginiais ar žodžiais, pvz.: vienas kitą, vienas su kitu, tarp savęs, savo tarpe, tarpusavy ir pan.; šie žodžių junginiai ar žodžiai sustiprina dviejų ar kelių veikėjų sąveikos reikšmę, pabrėžia glaudesnius pačių veikėjų tarpusavio santykius“.

Jonas Šukys (1998: 515), aptardamas lietuvių kalbos linksnį ir prielinksnių vartoseną, laikosi nuomonės, kad „prielinksnio tarp konstrukcijos kartais reiškia objektą, tiksliau – objektus, tarp kurių yra koks neatitikimas, vyksta konfliktai ar bendravimas. [...] Konfliktą ar bendravimą gali reikšti ir posakis tarp savęs. [...] Tokiam tarp savęs yra sinonimiškas aptarėjais vienininkas tarpusavy(je), plg. Pasitare tarp savęs – Pasitare tarpusavyje.“ „Toks vienininkas sakinėje eina būdo aplinkybe. [...] Bet ir jie [būdo vienininkai tarpusavyje] turi tokių nors, kartais kalbai net įprastesnių pakaitalų. Moterys [...] ėmė tarpusavyje (plg. tarp savęs, viena su kita) šnabždėtis“ (Šukys 1998: 300). Kitais žodžiais kalbant, J. Šukys, panašiai kaip Elena Valiulytė Lietuvių kalbos gramatikoje (Ulvy das, red., 1976: 75, 105), skiria objektinius santykius žyminčią tarp savęs konstrukciją ir (būdo) aplinkybę tarpusavyje. Autorius (Šukys 1998: 515) mano, kad „posakiu tarp savęs nereikėtų piktnaudžiauti, ypač kai jis dubliuoja sangrąžinę veiksmažodžio formą ir kai iš sakinio aišku, kokius veikėjus ir kaip sieja veiksmas“.

Emma Geniušienė (2007: 669t, aptardama lietuvių kalbos reciprokines konstrukcijas, laikosi nuomonės, kad, pavyzdžiui, konstrukcija seserys pasi-bčiavo viena su kita reciprokine anafora viena su kita veikiau pabrėžia refleksyvinio reciproko reikšmės komitatyvinį komponentą. Tarpusavio komponento emfazei (an. emphasis), pasak jos, pasirenkamas reciprokinių žymeklis tarpusavyje arba tarp savęs10.

Hier zeigt sich, dass einige Autoren (zum Beispiel P. Bernardienė) Reziprokmarker allgemein erwähnen und ihre semantische Verbindung, d. h. ihre Orientierung, in den Blick nehmen11,

10 Vgl.: „Explizite Ausdrücke der reziproken Bedeutung sind die Wendungen tarpusavyje/tarp savęs [...] mit dem Reflexivpronomen save, und savo tarpe [...], sie können jedoch ausschließlich mit reziproken Verben (formal reflexiven und lexikalischen) verwendet werden, um die reziproke Bedeutung zu intensivieren oder zu spezifizieren; z. B.: Mes baramės tarpusavyje. Jie draugauja tarpusavyje“ (Geniušienė 2007: 636t).

11 Orientacijos terminas vartojamas pagal Holvoet 2009: 99.

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su subjektu pasakomais mutantais, kiti skiria juos sintaksiškai ir / arba semantiškai: t. y. papildinio (objekto) vienas su kitu12, tarp savęs vs. aplinkybė tarpusavyje (pavyzdžiui, J. Šukys, E. Valiulytė); orientuotas į subjektą vienas su kitu ir orientuotas į predikatą tarp savęs, tarpusavyje (plg. E. Geniušienė). Pripažįstama (J. Šukys), kad funkciškai reciprokines žymeklis tarpusavyje gali priartėti prie tarp savęs.

Adelė Valeckienė, aptardama įvardžius Lietuvių kalbos gramatikoje (Ulvyda, red., 1965: 696; plg. Ambrazas, red., 1996: 26913), rašo, kad „įvardžių poros vienas... kitas [...] nurodo du vienas nuo kito atibotus neapibrėžtus daiktus ar ypatybes, taip pat daiktų ar ypatybių grupes.“ Tokiais atvejais, kai šie tarp savęs susiję įvardžiai turi skirtingų linksnių formas ir vartojami su prielinksniai, be nurodytos atskiriamosios neapibrėžiamosios reikšmės, jie dar įgauna papildomas reikšmes, išplaukiančias iš tų linksnių ir prielinksnių funkcijų. „Pavyzdžiui, šios rūšies įvardžiai, išreikšti vienas vardininko, kitas galininko linksniu, gali turėti papildomą tarpusavio ryšio reikšmę (Vienas kitą veja). [...] Jau visi rūkė, kalbėjosi vienas su kitu“ (Ulvyda, red., 1965: 697).

Albertas Rosinas (1996: 135), išsamiai aprašydamas įvardžius, atkreipia dėmesį į tai, kad „tam tikrais atvejais galima reciprokinių [vienas su kitu] ir sangrąžinių įvardžių neutralizacija. [...] Tarp + savęs gali pakeisti reciprokinių įvardžio įnagininko formą, plg.: Ten jie (...) tarp savęs ar su Ona pasišnekučiavo; Vieni pritarė, kiti negė ir ginčijosi tarp savęs. Tačiau kalbamoji neutralizacija, nors ir rodo sangrąžinių ir reciprokinių įvardžių semantinį panašumą, yra retoka.“ Paprastai vienaskaitos reciprokinių įvardžių vienas su kitu formos skaido abė, susidedančią iš dviejų elementų ir rodo tų elementų santykį. „Tačiau vienaskaitinėmis formomis skaidos ir tokios abės, kurios susideda daugiau kaip dviejų elementų. [...] visos rašto dalelės derinosi viena su kita.

So kann der semantisch reziproke Marker untereinander der reziproken Anapher einer mit dem anderen nahekommen und/oder der reziproke Marker einander kann ihr nahekommen. Abgesehen von solchen Synonymiefällen hat jeder reziproke Marker seine eigene typische Funktion. In Fällen, in denen die reziproke Anapher einer mit dem anderen verwendet wird (vgl. Satz 5), werden damit die einzelnen durch Subjekte ausgedrückten Beteiligten einer wechselseitigen Situation hervorgehoben. Hier ist der Parameter der Anzahl relevant. Was durch die reziproken Marker untereinander, einander in dieser Hinsicht hervorgehoben wird, wird weiter unten erörtert (siehe Abschnitt 4). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die bislang genannten Autoren,

12 Vgl.: „Als Ergänzung treten die Pronomen einer den anderen, einer den zweiten auf, wenn ihr zweites Glied im indirekten Kasus (manchmal mit einer Präposition) steht und das erste im Nominativ. [...] Die Tochter und der Vater vermieden es, einander zu begegnen“ (Valiulytė in: Ulvydas, Hrsg., 1976: 479).

13 Vgl.: „Die separativen [Pronomen] bezeichnen unbestimmte, aber voneinander getrennte sowie mit Attributen versehene Gegenstände (Personen, allgemeine Erscheinungen) oder Eigenschaften“ (Ambrazas, Hrsg., 1996: 269).

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Funkcinis reciprokinių žymeklių monadinės konstrukcijos aspektas

In Fällen ohne Synonymie unterscheiden sie die reziproken Marker semantisch unterschiedlich: Die behandelten Marker sind subjektorientiert (P. Bernadienė); subjektorientiert sind die reziproken Ausdrücke einer mit dem anderen, untereinander, während der reziproke Marker einander prädikatorientiert ist (E. Valiulytė, J. Šukys, A. Rosinas); subjektorientiert ist die reziproke Anapher einer mit dem anderen, prädikatorientiert sind die Marker untereinander, einander (E. Geniušienė). Anders ausgedrückt: Es zeigen sich unterschiedliche Auffassungen darüber, was die betreffenden reziproken Marker hervorheben und spezifizieren – das Subjekt resp. das Prädikat.

Nicholas Evans, Stephen C. Levinson, Alice Gaby ir Asifa Majid (2011: 31–33), išsamiai nagrinėdami reciprokinius veiksmažodžius semantinės tipologijos aspektu, skiria penkis semantinius tarpusavio situacijos parametrus, turinčius (galinčius turėti) įtakos vienų ar kitų reciprokinių konstrukcijų vartojimui: tai (a) dalyvių skaičius (du vs. daugiau nei du); (b) dalyvių konfiguracija (an. configuration14); (c) simetrija (simetriškas vs. asimetriškas); (d) laikas (an. temporal organisation) (vienalaikis vs. sekos arba abu (t. y. nepritaikomas)), (e) situacijos, arba įvykio tipas (an. action or situation type; event-type). Kalbininkų nuomone, tipiškoje tarpusavio situacijoje, reiškiamoje, pavyzdžiui, konstrukcija Jonukas ir Onutė apsikabino vienas su kitu, dalyvauja du (Jonukas, Onutė) mutantai. Tokia monadinė konstrukcija pasakomas kompleksinis įvykis (an. complex event; a joint action or plurality of events), kurį sudaro dvi vienalaikės (tuo pačiu metu, kai Jonukas apkabino Onutę, Onutė apkabino Jonuką), simetriškos (tai, ką daro Jonukas Onutei, Onutė daro Jonukui) ir draugės (sudėtį argumentų; an. conjoined argument) (tai, ką daro Jonukas ir Onutė, jie daro kartu) propozicijos (an. two sub-events). Tarp tokių mutantų yra stipri (an. strong15), poros (an. pair16) konfiguracija. Be šių, minėtieji autoriai dar skiria grandines (an. chain17), radinę (an.

14 „Der […] Parameter Konfiguration kommt zum Tragen, sobald mehrere Beteiligte involviert sind, denn dann können auch die möglichen Permutationen dessen variieren, wer auf wen einwirkt“ (Majid, Evans, Gaby, Levinson 2011: 31).

15 „Wenn alle Beteiligten symmetrisch aufeinander einwirken, ist das Ereignis vollständig gesättigt“ (Majid, Evans, Gaby, Levinson 2011: 31).

16 „A und B sowie ebenso C und D könnten in einer starken symmetrischen Wechselwirkung stehen, ohne dass es eine Wechselwirkung zwischen den Paaren gibt“ (Majid, Evans, Gaby, Levinson 2011: 32).

17 „A könnte auf B einwirken, der auf C einwirken könnte, der wiederum auf D einwirken könnte, wodurch eine lineare Ereignisfolge entstünde“ (Majid, Evans, Gaby, Levinson 2011: 32).

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radial) 18, Schwarm (engl. melee)19 und Ring (engl. ring)20-Konfigurationen.

Nagrinėdama lietuvių kalbos reciprokinės konstrukcijas E. Geniušienė (2007: 69t) teigia, kad su leksiniais reciprokais, implikuojančiais tik du mutu- antus (žr. 6–8 sakinį) arba tik daugiau nei du (žr. 9–11 sakinius), reciprokine anafora vienas su kitu yra redundantinė ir todėl paprastai nevartojama. Su kitas leksiniais reciprokais, pavyzdžiui, bendrauti, draugauti, giminiuotis; lenktyniauti, rungtyniauti, kovoti, kariauti ir pan., vienaskaitos arba daugiskaitos vienas su kitu formos vartojamos specifinių tarsavio situacijos dalyvių skaičių (pvz.: jie draugauja vienas su kitu / vieni su kitais; dar plg. 12–13 sakinius). Vienaskai- tos arba daugiskaitos vienas su kitu iš esmės galimas ir su refleksyviniais recip- rokais, bet jie esą vartojami tik labai retais atvejais: kai būtina, t. y. norima, pabrėžti (plg. 14–16 sakinius). Reciprokiniai žymekliai tarpusavyje, tarp savęs taip pat gali pabrėžti du ir daugiau tarpusavio situacijos mutantų (pvz.: Visi siė giminuojasi tarpusavyje; Giminės retai tuokiasi tarpusavyje; Jiedvi barasi tarp savęs; *Je pasibučiuo tarp savęs; *Jie susitokė tarpusavyje; *Paukščiai buriasi (telkiasi) tarpusavyje; jie dažniausiai vartojami su refleksyviniais reciprokai, turinčiais reikšmę ’būti vienas kitą’ (barasi, pėnasi, mušasi, graužiasi) ar ’kal- bėti, šnabždėti vienas kitam’ (kalbasi, pasišnėbėjo) (Geniušienė 2007: 67; plg. 17–20 sakinius).

Aus dem Litauischen lässt sich somit schließen, dass die Zahl der Teilnehmer an einer reziproken Situation – abgesehen von den genannten Ausnahmen – keinen Einfluss auf die Wahl reziproker Marker hat. Vor dem Hintergrund des kurz Dargelegten wird im Folgenden (siehe Abschnitt 4) die Frage untersucht: Was hat größeren Einfluss und was wird durch die betreffenden Marker (stärker) hervorgehoben?

6) Naturliebhaber lernten, Blumen nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter zu ziehen. Sie gingen noch weiter: Unter häuslichen Bedingungen brüteten sie selbst, bauten Nester und zogen Junge auf. DĖKT

7) Alle Schauspieler verpaarten sich im Laufe der Zeit in J. Miltinis’ Studio miteinander, heirateten und tauften die Kinder der jeweils anderen – dagegen kann man sich nicht schützen, es sei denn, das Studio wäre ein Kloster. DĖKT

18 „Der Satz [The teacher and her pupils intimated one another] ist mehrdeutig; in einer seiner Lesarten deutet die Lehrerin jedem ihrer Schüler etwas an und umgekehrt, zwischen den Schülerpaaren findet jedoch keine Andeutung statt“ (Evans, Levinson, Gaby, Majid 2011: 8).

19 „A und C könnten jeweils auf D einwirken, wobei nur D auf C einwirkt usw.“ (Majid, Evans, Gaby, Levinson 2011: 32).

20 „Jeder Beteiligte [in: The children chased each other round in a ring] wird sowohl gejagt als auch zum Jäger; es gibt jedoch kein Paar, innerhalb dessen eine symmetrische Relation besteht“ (Evans, Levinson, Gaby, Majid 2011: 8).

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Funcinis reciprokinių žymėjų monadinėse konstrukcijose aspektas

8) Das Publikum trank Cocktails, verpaarte sich, hörte heimtückische Musik und wurde schnell betrunken. DLKT

9) Meine Kurse nähern sich dem letzten Studientag. Ich fühlte mich ganz glücklich, dass meine erst in einem Jahr enden würden. Doch was ist das? Im Foyer des Konservatoriums versammeln sich meine zwei Lieben Vytautas, Rita Kučinskaitė und... Gražina Ručytė – mein erträumtes Ideal einer Pianistin! DLKT

10) Ein Mann sitzt in einer Yoga-Pose. Ein Japaner oder Chinese? Und neben dem Fenster eine Leinwand, nicht bloß eine Kopie: Mose freut sich über Gottes Gebote. Der Berg raucht. Auf der Lichtung versammeln sich Menschen. DLKT

11) Ein warmer Frühherbsttag bricht an. Rebhühner kommen unter den Büscheln bräunlich werdenden Grases hervor; auf den kahler werdenden Hügeln versammeln sich Störche. Und auch das Gras unter den Füßen glänzt kaum – zertreten, zertrampelt, verblasst. DLKT

12) Auf dem Heimweg fragte Gauss sich, ob eines Tages wohl der Tag kommen würde, an dem Menschen miteinander kommunizieren würden, ohne zu lügen. DLKT

13) Gerade deshalb können die verschiedenen Menschenbilder nicht nebeneinander bestehen, ohne miteinander verbunden zu sein, sondern kämpfen miteinander, und zwar aus gutem Grund. DLKT

14) Die Toten verbrannten sie auf Scheiterhaufen und bestatteten die verbrannten Leichen ohne Grabbeigaben; die Gräber umgaben sie mit Steinkränzen, die miteinander verbunden waren, oder sie bestatteten sie weiter entfernt in Hügelgräbern, wobei sie die Toten immer häufiger unverbrannt beisetzten und metallene Schmuckstücke in die Gräber legten. DLKT

15) Als Armando hörte, dass der Fremde ihn grüßte, tat er ohne zu zögern dasselbe. „In meiner Verwandtschaft wird dieses Fest gefeiert. Die Menschen grüßen einander, aber ich weiß nicht, woher diese Tradition stammt. Könnten Sie es mir vielleicht sagen?“, fragte er verwundert. DLKT

16) Kleine Menschen gehen wie Vögelchen über die Erde und wachsen heran. Und wie sie heranwachsen, sollte uns allen am Herzen liegen. Doch wir stürzen uns aufeinander, häufen an, streiten miteinander wegen Nichtigkeiten und vergessen dabei manchmal diese kleinen Menschen. DLKT

17) Die Wecker in den Häusern zirpten, die Alten schnarchten, die Kinder schlurften zu Bett, Männer und Frauen liebkosten einander. Das Leben ging weiter. DLKT

18) Einige Glöckner sprangen auf, hoben den Leser auf die Arme, gingen hinunter und trugen ihn hinter den Kirchhof, wobei sie freudig schrien. Die anderen liebkosten einander und küssten einander, vor Freude weinend, andere stimmten ein Lied an: Einen fröhlichen Tag haben wir erlebt, nach dem wir uns seit Langem gesehnt hatten... DLKT

19) Es war erschreckend, darüber zu lesen, dass die russische Luftwaffe auch die eigenen Stellungen bombardierte und die Panzer aufeinander schossen. Interessant ist auch, dass die Funkverbindungen auf denselben Frequenzen funktionieren; mit anderen Worten können die Russen die Tschetschenen abhören und letztere die Befehle der Russen. DLKT

20) 44 Teilnehmerinnen traten nach dem Schweizer System (10 Runden) gegeneinander an. Jedes Paar spielte gegeneinander (vgl. untereinander; vs. eine gegen die andere) zwei Partien – mit den weißen und den schwarzen Figuren. DLKT

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3. QUELLE UND AUSWAHL DES EMPIRISCHEN MATERIALS

Die Grundlage des Artikels bilden 111 Belege, in denen in monadischen Konstruktionen mit reziproken Verben (siehe Kapitel 1) und finiten oder infiniten Formen (Partizipien, Infinitiv) aller Tempora und Personen reziproke Marker verwendet werden: eine mit der anderen, einer mit dem anderen, eine mit den anderen, einer mit den anderen, untereinander, miteinander, gegenseitig, beiderseitig, wechselseitig.

Das empirische Material wurde aus dem DLKT erhoben, dessen Großteil aus schriftlichen, häufig redigierten Sprachtexten besteht. Die Texte gehören verschiedenen Gattungen an (Publizistik, Belletristik, Sach- und Verwaltungsliteratur). Beispiele aus der gesprochenen Sprache sind dort deutlich seltener. Sätze mit reziproken Verben wurden der Reihe nach ausgewählt, indem in das erweiterte Suchfeld des DLKT beispielsweise tarpusavyje eingegeben wurde (Suchkriterium sutampa) oder beispielsweise vienas su (Suchkriterium frazė), und zwar allgemein, d. h. ohne Unterscheidung nach funktionalen Stilen, Sprachvarietäten oder Ähnlichem. Die Frage, ob etwa der Gebrauch bestimmter reziproker Marker mit funktionalen Stilen korreliert, bleibt somit offen. Bei der Suche wurden im DLKT 7060 Belege für tarpusavyje gefunden, 845 Belege für tarp savęs, 401 Belege für vieni su kitais, 1079 für vienas su kitu, 52 für vienos su kitomis und 653 für viena su kita. Davon wurden 317 Sätze mit den betreffenden Verben und tarpusavyje ausgewählt, 190 Sätze mit tarp savęs, 215 Sätze mit vieni su kitais und 8 mit vienos su kitomis, 191 Sätze mit vienas su kitu sowie 174 Sätze mit viena su kita. Ausgehend von der in Wörterbüchern angegebenen Bedeutung des Substantivs tarpusais ‚Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit‘²¹ wurde im DLKT auch nach semantisch verwandten Verwendungsweisen von savitarpyje, savitarpiškai, abipusiškai, abipusiai gesucht. Für diese reziproken Marker wurden vereinzelte Belege gefunden. Unter Berücksichtigung des erwähnten

21 Vgl. DŽe: tarpusavis (1) Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit: Jie šnekasi ~yje (untereinander). savitarpis (1) Verbindung zwischen Personen, Gruppen usw., Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit: Gerai sugyveno ~yje. LKŽ: tarpusavis Subst. (1) Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit: Mes, pasidavę rankas, prieikėme tvirtai laikytis tarpusav draugystės J.Balč. Am ersten Paarungstag trafen die Mannschaften unserer beiden Republiken aufeinander sp. savitarpis Subst. (1) Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit: Jų savitarpio santykiai tam žmogui rūpėjo Jabl. Dort sprechen Männer und Frauen untereinander Polnisch Rd. Savitarpyje schimpfen NdŽ. Savitarpė[j] anie (vaikai) taip šneka DūnŽ. Doch die gegenseitige Eitelkeit treibt uns bis heute an Mair. | Reziproke Verben mit der Bedeutung ‚gegenseitig‘ sind ebenfalls intransitiv, da die von ihnen bezeichnete Handlung wechselseitig von einem Subjekt auf das andere übergeht LKGI185. abipusiškumas Subst. (2) BŽ305 → abipusikas: Gegenseitigkeit von Pflichten TTŽ. abipusiškas adj. (1) gegenseitig, wechselseitig: Abipusiška meilė rš. abipusiškai Adv.: Liaukos abipusiškai vienos kitas reguliuoja rš. savitarpiškas adj. (1) für wechselseitige Beziehungen charakteristisch: Bendras savitarpiškas gyvenimas rš. savitarpiškai Adv. Vieles wird gegenseitig geschenkt FT. Savitarpiškai bedeutungsgleich entsprechend SkŽ284.

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J. Diese Ansicht, dass man beim Gebrauch reflexiver Verben für wechselseitige Handlungen den reziproken Marker tarp savęs nicht übermäßig verwenden sollte, ebenso wie die andere von E. Geniušienė (siehe Abschnitt 2), scheint Anlass zu geben, darüber nachzudenken, ob dies die Verwendung reziproker Marker beeinflusst. Reflexive Prädikate, die 58,4 Prozent (646 Sätze) aller untersuchten Sätze ausmachen, werden von nichtreflexiven Prädikaten mit 41,6 Prozent (461 Sätze) unterschieden. Das vorliegende Material verteilt sich wie in Tabelle 1 dargestellt.

TABELLE 1. Reziproke Marker in monadischen Konstruktionen

Reziproker Marker | Reziprokes Verb | Reflexiv | Nichtreflexiv | Anzahl der Sätze | Einer mit dem anderen | 117 (61,3%) | 74 (38,7%) | 191 (100%) | Eine mit der anderen | 95 (54,6%) | 79 (45,4%) | 174 (100%) | Einige mit den anderen | 141 (65,6%) | 74 (34,4%) | 215 (100%) | Einige mit den anderen (weiblich) | 3 (37,5%) | 5 (62,5%) | 8 (100%) | Untereinander | 127 (66,8%) | 63 (33,2%) | 190 (100%) | Miteinander | 156 (49,2%) | 161 (50,8%) | 317 (100%) | Gegenseitig | 4 (57,1%) | 3 (42,9%) | 7 (100%) | Wechselseitig | – | 2 (100%) | 2 (100%) | Beiderseitig | 3 (75%) | 1 (25%) | 4 (100%) | Gegenseitig | – | 3 (100%) | 3 (100%) | Insgesamt | 646 (58,1%) | 465 (41,9%) | 111 (100%)

TABELLE 2. Reziproke Marker in monadischen Konstruktionen

Reziproker Marker | Reziprokes Verb | Reflexiv | Nichtreflexiv | Anzahl der Sätze | Einer mit dem anderen (Singular und Plural, maskulin und feminin) | 356 (60,5%) | 232 (39,5%) | 588 (100%) | Untereinander | 127 (66,8%) | 63 (33,2%) | 190 (100%) | Miteinander | 156 (49,2%) | 161 (50,8%) | 317 (100%) | Gegenseitig | 4 (57,1%) | 3 (42,9%) | 7 (100%) | Gegenseitig | – | 2 (100%) | 2 (100%) | Beiderseitig | 3 (75%) | 1 (25%) | 4 (100%) | Gegenseitig | – | 3 (100%) | 3 (100%) | Insgesamt | 646 (58,4%) | 465 (41,6%) | 111 (100%)

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Fasst man alle monadischen Konstruktionen mit Singular- und Pluralformen des Maskulinums und Femininums vienas su kitu zusammen, ergibt sich die zusammenfassende Datentabelle 2, aus der hervorgeht, dass der reziproke Marker vienas su kitu oder tarp savęs etwas häufiger mit reflexiven Verben verwendet wird, tarpusavyje dagegen mit nichtreflexiven Verben. Das dürfte kaum relevant sein. Andere Faktoren beeinflussen die Verwendung (Auswahl) reziproker Marker. Andererseits ist aus der Tabelle offensichtlich, dass Sprachbenutzer den reziproken Marker savitarpškai, abipusiai, abipusiai nur in Einzelfällen wählen. Anders gesagt, die Art und Weise, in der das Prädikat wechselseitiges Handeln zum Ausdruck bringt, wird nur selten aktualisiert und spezifiziert.

4. REZIPROKE MARKER NACH SEMANTISCHEN PARAMETERN

Wie erwähnt (siehe Abschnitt 2), können reziproke Marker semantisch ähnlich sein: Der reziproke Marker tarpusavyje kann synonym zum Marker tarp savęs sein, und letzterer wiederum zur reziproken Anapher vienas su kitu. Die Aufmerksamkeit galt dem Parameter der Aufgliederung, nach dem die reziproke Anapher vienas su kitu eine aus zwei oder mehr Mitgliedern bestehende Menge aufgliedert und ihre Mitglieder als einzelne bezeichnet.

Betrachten wir anhand der Aufgliederung die folgenden DKT-Sätze. Beispielsweise aktualisiert die reziproke Anapher vienas su kitu in den Sätzen 21–22 zwei einzelne (individuelle) durch das Subjekt bezeichnete Mutanten. Die Aktualisierung von mehr als zwei einzeln wahrgenommenen, durch das Subjekt bezeichneten Mutanten zeigt sich in den vorangehenden Sätzen (12–16) (siehe auch weiter unten). Im Satz 23 aktualisiert die reziproke Anapher vieni su kitais die wechselseitige Beziehung zwischen zwei getrennten Gruppen – Eltern und Kindern –, während der reziproke Marker tarp savęs die wechselseitige Beziehung einzelner (getrennter) Teilnehmer innerhalb jeder einzelnen Gruppe (Eltern, Kinder) bezeichnet (vgl. auch Satz 20; siehe weiter unten). Bei Betrachtung von Satz 24 können wir von der Mehrdeutigkeit des reziproken Markers tarp savęs sprechen: Entweder ist er synonym mit der reziproken Anapher vienas su kitu, oder, wie auch in Satz 25, werden die beiden durch das Subjekt bezeichneten Mutanten als Gruppe hervorgehoben. Wenn die durch das Subjekt bezeichnete Mutantengruppe in einer wechselseitigen Beziehung steht, ist die Unterscheidung der Teilnehmer an dieser Beziehung nicht oder weniger relevant, und die Gruppe wird als stärker abgegrenzt wahrgenommen (engl. bounded set) (zum Beispiel tremtis vaikų); zur Spezifizierung und Hervorhebung wird auch tarp savęs in den Sätzen 26–27 gewählt. Wahrscheinlich bezeichnet tarpusavyje in Satz 28 die wechselseitige Beziehung innerhalb einer geschlossenen Mutantengruppe (keturi Benetton). Wenn dem so ist, können wir auch den in den Sätzen 29–30 verwendeten Marker tarpusavyje als semantisch mit den beiden durch das Subjekt bezeichneten Mutanten verbunden interpretieren: Das reziproke tarpusavyje aktualisiert (und) schließt (möglicherweise) eine Gruppe von zwei Mutanten ab (siehe weiter unten).

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Das Verständnis der von den Subjekten ausgedrückten Mutuanten beeinflusst somit den Gebrauch reziproker Marker: Die reziproke Anapher einer mit dem anderen aktualisiert jeden Beteiligten der wechselseitigen Situation einzeln; die reziproken Marker untereinander, miteinander – alle (zwei oder mehr) Beteiligten stärker als geschlossene oder abgeschlossene Gruppe – als eine bestimmte, weniger transparente Gruppe. Mit anderen Worten: Der Parameter der (Un-)Durchsichtigkeit ist für den Gebrauch reziproker Marker relevant. Man könnte annehmen, dass der Gebrauch der reziproken Marker untereinander, miteinander, zum Beispiel in den Sätzen 24, 26 und 28, möglicherweise auch ein Stück weit von der syntaktischen Distribution beeinflusst wird: Daneben wird eine Präpositionalphrase verwendet, vgl.: Sie verkehren mehr miteinander als mit anderen. Auf der Grundlage von Satz 31 müssen wir jedoch anerkennen, dass ihr Einfluss nicht wesentlich ist.

21) Die Stille wird vom Trubel der Veranstaltungen unterbrochen. Aber andererseits ist das vielleicht auch gut. Nicht, weil Poesie und Logik nicht unbedingt miteinander harmonieren. Manchmal ist es sinnvoller zu schreiben, wenn man voller Eindrücke ist. DKT

22) Auch im Innersten kommt es vor, dass Seele und Materie miteinander kämpfen. Schon Espronceda hat folgende Worte gesagt: Im Leben ist der Mensch nie zufrieden. Zu viel Seele oder Körper hat er. DKT

23) Es gibt Familien, in denen Eltern und Kinder nicht nur miteinander sprechen, sondern untereinander. DKT

24) Zwei Hirten, untereinander freundschaftlich plaudernd, erzählen vom Erlöser und seiner Mutter oder besingen gleichsam im Wettstreit miteinander das Kindlein und die Jungfrau. DKT

25) Je weniger Eheleute miteinander sprechen (vgl. einer mit dem anderen), desto größer wird die Enttäuschung und desto eher entsteht eine „Sprachbarriere“. Man möchte nicht mehr zusammen sein. Vollständige Ruhe setzt sich durch. DKT

26) Ich stelle nur fest, dass diese jungen Menschen eine Art eigene Jugendgruppe bilden: sie treten kaum irgendwo besonders in Erscheinung, verkehren eher miteinander als mit anderen, sondern unter sich. Und ihr Umgang miteinander ist viel stiller, nicht so wie der all dieser anderen. DKT

27) Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts heirateten in ganz Litauen die Kinder landloser, armer Familien untereinander (vgl. miteinander), da die sozialen Schichtungen in der Dorfgemeinschaft noch deutlich ausgeprägt waren. Arme Mädchen hatten keine Wahl². DKT

22 Vgl. die russischen Sprachdaten: „Wenn das Prädikat jedoch Situationen mit nur zwei Beteiligten bezeichnet, scheint seine Verbindung mit meždu soboj offenbar unpassend zu sein; vgl.: *Oni pocelovalis’ (poznakomilis’, pozënilis’) meždu soboj. Durch die Aufhebung solcher quantitativen Beschränkungen (zum Beispiel durch Hinzufügen einer distributiven Bedeutung) würden diese Verbindungen durchaus möglich; vgl.: Oni vse perecelovalis’ (perenakomilis’, perežенilis’) meždu soboj.“ (Knjažev 2007: 689–690).

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28) Keiner der vier Benton-Brüder, der Firmengründer, besuchte ein College oder absolvierte eine spezielle Ausbildung in Handel oder Design. Noch heute sprechen sie untereinander (vgl. miteinander) und mit den älteren Mitarbeitern des Unternehmens den lokalen Dialekt und nicht korrektes Italienisch. DKT

29) Manė beruhigte sich immer wieder: „Entspann dich. Wenn sie kommen – sprich irgendetwas in deiner Sprache und mach dabei Mussolinis Miene. Grimassen helfen immer.“ Das mexikanische Paar gründete gemeinsam (? miteinander). Ich vermute, dass sie einst Lorca gelesen haben. DKT

30) Und der zweite schwieg ebenfalls, eine weinende Stimme stimmte zu: – Aber wo sind meine Verbindungen? Herr, sind das meine Verbindungen? Galapataka und der Richter versanken ineinander, und einige Diener stiegen von der Terrasse hinab. – Von welchem Kuntis spricht er da? – fragte einer der Pagen. – Sie meiden das Licht und denken an Verbindungen? DKT

31) In Gruppen aufgeteilt, strömten sie zu den überfüllten Kirchen und Zellen; sie holten Radieschen aus dem Klostergarten, stritten mit den Nonnen, die sie herumführten, und miteinander.Dutzende Mönche, alte und ganz junge, empfingen die Gäste wie eine unvermeidliche, von Gott gesandte Prüfung. DKT

Die Bedeutung des Teilungsparameters für den Ausdruck zeigt sich auch in Beschreibungen von Orts- oder Zeitbedeutungen. Jonas Kilius (1977: 45) weist bei der Erörterung der Struktur der orientierenden Bedeutungen²³ von Kasus und Präpositionen darauf hin, dass für den Lokativ und die hier behandelte Präposition tarp das Merkmal „Innen“ relevant ist. Er behauptet, dass der Lokativ (zum Beispiel statinis) „das ungeteilte Innere eines Bezugsobjekts (bei einem Plural: jedes einzelnen Gegenstands) bezeichnet, wobei das Äußere ausgeschlossen wird, während die orientierende Bedeutung der Präposition tarp gleichsam hybrid ist – zugleich Innen und Außen; Innen in dem Sinne, dass sie einen durch das Bezugsobjekt abgegrenzten Raum bezeichnet, und Außen, weil sich der abgegrenzte Raum außerhalb der Objekte befindet, die das Bezugsobjekt bilden“ (vgl. Valiulytė 1995: 7f.). Nach Auffassung des Linguisten (Kilius 1977: 46) kann der Lokativ aufgrund des gemeinsamen Merkmals „Innen“ im Kontext die Bedeutung „zwischen“ annehmen, wenn a) das Bezugsobjekt – ein einzelnes Teilungsobjekt – durch ein Substantiv im Plural ausgedrückt wird (In der Türöffnung erschienen die Dovdonai; Er steht zwischen den Türen); b) der Plural eine Ansammlung gleichartiger Objekte bezeichnet, die teilweise jedoch als ein Ganzes mit Volumen aufgefasst wird (In den Blättern leuchteten blaue Beerenbüschel; Zwischen ihnen (den Baumblättern) glänzten goldene Früchte)“²⁴.

E. Valiulytė (1995: 10), detalizuodama vietos raišką, polemizuoja su J. Kiliumi (1977) ir mano, kad vietos linksnių ir prielinksnių konstrukcijų priešprieša

23 „Eine orientierende Bedeutung ist eine Bedeutung, die angibt, an welcher Stelle sich das Subjekt in Bezug auf das Bezugsobjekt befindet, befand oder befinden wird – innerhalb, außerhalb, oberhalb, seitlich davon usw.“ (Kilius 1977: 40).

24 Panašios nuomonės laikosi ir E. Valiulytė (1995:120; dar plg. Šukys 1998: 27): „Kai kurių daiktavardžių daugiskaita, žymi vienarūšių daiktų sankaupą, taip pat gali būti pakaitomis vartojama su prielinksniu tarp ir vietininku.“

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Die Bedeutungen „Ortsgemeinschaft / außerhalb“ sind allgemeiner. Daher sei Letztere, wie sie argumentiert, günstiger als die von J. Kilius vorgeschlagene Opposition „innen / außen“. Grundlage der Opposition „Ortsgemeinschaft / außerhalb“ (Valiulytė 1995: 8) ist der Innen-Lokativ, der „meist den Aufenthaltsort von etwas im Inneren eines Gegenstands (eines Bezugsobjekts), innerhalb seiner Grenzen“ bezeichnet (ebd.: 11), und der der tarp-Konstruktion gegenübersteht, die einen von zwei oder mehreren Seiten umschlossenen Aufenthaltsort bezeichnet. Ein solcher Lokativ der Innenbedeutung kann synonym sein mit tarp + Genitiv: zwischen den Toren / in den Toren (ebd.: 13, 118²⁵). In diesem Kontext entspricht das Substantiv vartai seiner Bedeutung nach dem zusammengesetzten Wort tarpvartė: „Sein Lokativ kann die genannten Formen ersetzen, z. B.: [...] Markuskas ging fort, und sie blieb allein in der Tordurchfahrt (/ in den Toren / zwischen den Toren)“ (Valiulytė 1995: 119, vgl. 1998: 100f.). Zwar ist „der Unterschied zwischen den Konstruktionen tarp durų, vartų und den Lokativformen schwerer zu erfassen: Die Präposition tarp hebt jedoch die seitlichen Grenzen des durch das Substantiv bezeichneten Zwischenraums hervor (d. h. sie zeigt einen gegliederten Raum an), während der Lokativ nur die vertikale Ebene als abgegrenzten Raum angibt. Allgemein werden die im Plural-Lokativ bezeichneten Gegenstände als der von ihnen eingenommene Raum (in diesem Sinne als zusammenhängend) aufgefasst, während die Präpositionalkonstruktion tarp den Raum als gegliedert darstellt (in den Zweigen / zwischen den Zweigen zwitschern Vögel)“ (Valiulytė 1995: 121; vgl. 1998: 102–104)²⁶.

J. Šukys (1998: 283), nagrinėdamas lietuvių kalbos linksnių ir prielinksnių vartoseną, atkreipia dėmesį į tai, kad „kuo daiktavardis abstraktesnis, tuo jo vietininko vietos reikšmė mažiau ryški, kartais įgijusi kitų reikšmių atspalvių“, o „abstraktesnės reikšmės vietininkais dar [...] vis dažniau nusakoma nebe tiek vieta, kiek veiksmo, reiškinio reiškimosi sritis (Linkime jums sėkmės visuose dalykuose), kokį objektą naudojamas, taikomas, buvimas kokioje nors srityje (Kalbos normos diegimas praktikoje (plg. praktiškai)). Tokie vietininkai dažnai turi ir būdo, būvio reikšmių atspalvių“. Abstrakčių daiktavardžių tarpuose, krūva, būrys ar pan. vietininkais reiškiamas veiksmo atlikimo būdas (Šukys 1998: 300t; dar žr. skirsnį 2). Čia svarbu ir tai, kad „dalis tokių būdo reikšmės vietininkų turi ir vietos ar laiko reikšmės atspalvį (reikšmių sinkretizmas), pvz.: Viešumoje (plg. Viešai) apie tai nekalbama“ (Šukys1998: 301); prielinksnio tarp konstrukcija, pavyzdžiui, sakinyje Ir visoki žiedeliai taip tarp savęs pinas reiškia objektą (Šukys 1998: 515), o polinksnis tarp – objektą su būdo atspalviu, pvz.: Atvykėliai patyluais kalbėjosi savo tarpe (t. p.: 518).

25 Dar pažymėja E. Valiulytės nuomonę žr. Ulvydas, red., 1976: 72.

26 Kiek vėliau E. Valiulytė (1998: 24t), išsamiai aprašydama dabartinės lietuvių kalbos sintaksinius sinonimus ir atsižvelgusi į laiko reikšmėms įvardyti vartojamus terminus, vietoj „vartoto nebelai aiškaus vietos bendrumo termino“, skiria aukščiausios pakopos semantinę opoziciją – „sutampanti / nesutampanti vieta“. Sutampančią vietą žymintys vietininkas ir tarp konstrukcija autorės skiriami kaip opoziciniai „vidus / skaidumas“ pagrindu (plg. skirtingai Valiulytė 1995: 8). Pagal slankumo reikšmes abi vietos raiškos žymi buvimo vietą.

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Ausgehend von dem Gesagten könnten wir nach Analogie zum Ausdruck von Ortsangaben zwischen den Toren / in den Toren / im Torweg im Folgenden auch von den hier relevanten reziproken Markern untereinander / gegenseitig / im Zwischenraum27 sprechen. Dann würden wir die nach dem Muster von Orts- (Raum-)Bedeutungen gebildeten untereinander / gegenseitig / im Zwischenraum verallgemeinernd als adverbiale Modifikatoren betrachten, die den Bereich der Handlungsbedeutung in einem (bestimmten) Raum angeben (vgl. Sätze 32–33). Hinsichtlich ihrer Form könnten die lokativischen untereinander / gegenseitig / im Zwischenraum von den durch Adverbien gegenseitig, wechselseitig, einander ausgedrückten Modalitätsmodifikatoren unterschieden werden, zum Beispiel in den Sätzen 34–36. Oder, wenn wir den hier relevanten funktionalen Aspekt berücksichtigen und uns auf die Tradition stützen (Ruže in: Ulvydas, Hrsg., 1976: 504; Šukys 1998: 300), könnten wir untereinander / im Zwischenraum aufgrund seiner Bedeutungsnähe zu einem typischen Modaladverb (gegenseitig, wechselseitig, einander) als Modalitätsmodifikatoren betrachten. Dann könnten die syntaktisch als Modalitätsmodifikatoren fungierenden untereinander, im Zwischenraum, gegenseitig, wechselseitig, einander relativ von den objektbezogenen Ausdrücken einander, untereinander unterschieden werden. Eine relative Unterscheidung wird durch die Anzahl der Dinge beziehungsweise der durch Subjekte bezeichneten Entitäten begründet. Wie gesagt, auch der Gebrauch des reziproken Markers gegenseitig kann ihr zugrunde liegen (siehe weiter unten).

32) Dasselbe wiederholte der Minister auch im Frühjahr 1938: Die Juden selbst konnten sich über die Gemeinden nicht einigen. „Sollen die Juden sait arpy (vgl. untereinander) streiten, dann kann man verhandeln.“ DLKT

33) Weshalb rebellieren wir untereinander (vgl. miteinander) und streiten uns ständig? Das sind doch Kleinigkeiten, der nichtswürdige Unsinn einer verkommenen Donquichotterie. DLKT

34) Die Vertragsparteien empfehlen den Unternehmen, Streitigkeiten in erster Linie [untereinander] gütlich durch gegenseitige Vereinbarung beizulegen. DLKT

35) Diese Art der Analyse bietet die Möglichkeit, nicht nur genauer auf das Schaffen dieser Dichter einzugehen, sondern auch einiges zu systematisieren und zu versuchen zu verstehen, wie Form und Inhalt wechselseitig miteinander korrespondieren und wie der Gedanke formal zum Ausdruck gebracht wird. DLKT

36) Ebenso gehören dazu die Versuche, das Streben von Bürgergruppen nach Führung und Herrschaft mit dem Wunsch vieler Menschen in Einklang zu bringen, frei und ungehindert miteinander zu kommunizieren. DLKT

Anders gesagt: Wählt man hier den semantischen Aspekt als Ausgangspunkt, zeigt sich, dass einige reziproke Marker semantisch stärker mit dem Subjekt verbunden (d. h. auf es ausgerichtet) sind, andere hingegen mit dem Prädikat selbst, das die reziproke Handlung bezeichnet. In Anbetracht dessen erscheint es sinnvoll, von einer gewissen Abstufung der reziproken Marker zu sprechen: einer mit dem anderen > untereinander > miteinander > saitarpyje > wechselseitig / reziprok,

27 Vgl. die in Wörterbüchern angegebene Bedeutung des Substantivs tarpas: „das Umfeld von Menschen, die durch etwas miteinander verbunden sind“: Jene begannen in ihrer Mitte zu zanken und zu streiten. Akm. Und jene beiden werden in ihrer Mitte spielen, einer den anderen lieben, einer den anderen umarmen (über Kinder) Žb. In ihrer ~e lebten sie gut zusammen (DŽe).

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Während die reziproke Anapher vienas su kitu typischerweise auf das Subjekt selbst als eine als gegliedert wahrgenommene Größe ausgerichtet ist und mit ihr jeder einzelne, vom Subjekt bezeichnete Beteiligte der wechselseitigen Situation aktualisiert wird, sind die Adverbien abipusiai / abipusiškai / savitarpiškai auf das Prädikat ausgerichtet, und mit ihnen wird die Reziprozität der durch das Prädikat bezeichneten Handlung selbst als Bedeutung der wechselseitigen Handlung aktualisiert; andere reziproke Marker liegen zwischen vienas su kitu und savitarpiškai. Somit spiegeln die hier erörterten reziproken Marker hierarchische Unterschiede hinsichtlich der Orientierung bzw. der Aktualisierung und Spezifizierung des Subjekts >Prädikats wider (vgl. auch Satz 37–38). Gestützt auf die erwähnten Untersuchungen von J. Kilius und E. Valutė zu Raum- und Zeitausdrücken können wir den vorherigen Gedanken außerdem präzisieren und analog dazu sagen, dass die Bedeutungen der Merkmale der als Subjekte bezeichneten, gegliederten Mutuanten der wechselseitigen Situation die Ausprägung einzeln: ganzheitlich oder individuell (Individuum): kollektiv (Gruppe) aufweisen, ein Merkmal (Parameter), das mit der Variation der reziproken Marker vienas su kitu > tarp savęs > tarpusavyje korreliert: Die wechselseitige Beziehung einzelner Mutuanten wird durch die reziproke Anapher vienas su kitu aktualisiert (siehe Satz 39); die wechselseitige Beziehung von Mutuanten innerhalb einer abgeschlossenen oder als abgeschlossen wahrgenommenen Gruppe, als einer (eher) ganzheitlichen Einheit, wird durch die reziproken Marker tarp savęs oder tarpusavyje ausgedrückt (siehe entsprechend die Sätze 40–41 und 42). Wie erwähnt, kann der reziproke Marker tarp savęs aufgrund seiner Gliederung der Spezifizierung der wechselseitigen Beziehung einzelner Mutuanten durch die reziproke Anapher vienas su kitu nahekommen (siehe Satz 43, vgl. auch Satz 24); oder der reziproke Marker tarpusavyje kann ihr nahekommen (siehe Satz 44, vgl. auch die Sätze 28–29).

37) Dafür trat Vokietija einen größeren Teil des litauischen Gebiets an die Russen ab. Damals waren Deutschland und die Sowjetunion Verbündete: abi griffen Polen an, abipusiai sutardamos zogen die Einflusslinie und zerschnitten gemeinsam die Landkarte Osteuropas so, wie es ihnen gefiel. DLT

38) Das Licht des Bewusstseins entsteht aus einer Vielzahl von „Informationen“, die aus allen Bereichen unserer Psyche zusammenströmen, und äußert sich in einer ganzen Reihe von „Ich weiß“-Aussagen, die einander wechselseitig ergänzen (vgl. *ergänzen sich untereinander) und das sogenannte „Licht des Bewusstseins“ immer heller oder umgekehrt erscheinen lassen. DLT

39) Laut dem Vorsitzenden habe es weder Überredungsversuche noch Demagogie gegeben, „aber das bedeutet nicht, dass wir nicht einzeln miteinander (?untereinander;?miteinander) hätten beraten und sprechen können“. DLT

40) Wenn wir sagen, dass die Elite verpflichtet ist, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gestalten, dann ist es für sie [für die Elite] wichtig, zu kommunizieren und untereinander (vgl. miteinander;?jeweils miteinander) und mit der Gesellschaft. DLT

41) Die erste Gruppe vertritt die Interessen der polnischen und russischen Minderheiten, die zweite die der litauischen Regierung. Jede Gruppe legt, nachdem sie zuvor untereinander diskutiert hat (vgl.

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miteinander) zu diesem Thema ihre Position zu den genannten Fragen dar und versucht anschließend, das Problem der didaklystės zu lösen. DKT

42) Die Gruppe einigt sich untereinander (vgl. untereinander; miteinander) darauf, eine schwierige Situation zu erörtern, wobei sie sich einander zugewandt gegenüberstehen, die Arme verschränkt halten, murren und sich gegenseitig unterbrechen. DKT

43) Humbtas schien Gausas zum Schweigen bringen zu wollen. Aus dem Salon begannen interessiert Leute herauszukommen. Der kahlköpfige Mann und die Dame in schwarzer Kleidung flüsterten miteinander (vgl. einer mit dem anderen), während das Mädchen im Nachthemd ihnen über die Schultern hinweg zusah. DKT

44) Valdas gehörte, wie mir damals schien, zur arrogantesten Gruppe ehemaliger Schüler des Kaunasser „Aušros“-Gymnasiums. Die sogenannten Aušro-Schüler verkehrten nur untereinander (vgl. miteinander). Als ich Valdas zum ersten Mal sah, dachte ich: „Der junge Mann sieht nicht schlecht aus, aber – ein Kaunasser und obendrein ein Aušro-Schüler.“ DKT

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die reziproken Marker hierarchisch nach ihrer Orientierung auf das Subjekt bzw. das Prädikat (siehe 1) und nach der Anzahl der durch die Subjekte bezeichneten Mutuanten (siehe 2) wie folgt geordnet sind:

1) Aktualisierung der durch die Subjekte ausgedrückten Mutuanten > Aktualisierung der Bedeutung der wechselseitigen Handlung des Prädikats

EINER MIT DEM ANDEREN > UNTEREINANDER > MITEINANDER > WECHSELSEITIG > GEGENSEITIG / WECHSELSEITIG / MITEINANDER

2) Individuell (einzeln) > kollektiv (ganzheitlich)

Es wird sich zeigen, dass die Wahrnehmung der Beteiligten an der wechselseitigen Situation mit der Wahl der reziproken Marker vienas su kitu, tarp savęs, tarpusavyje korreliert; der relevante Parameter ist die von Typologen unterschiedene Konfiguration der Beteiligten. So war beispielsweise in den vorhergehenden Sätzen (6–8) zu sehen, dass reziproke Marker gewöhnlich nicht verwendet werden, wenn in typischen monadischen Konstruktionen zwei symmetrische, gleichzeitige Mehrfachpropositionen ausgedrückt werden und die beiden an der wechselseitigen Situation beteiligten Mutuanten eine stark ausgeprägte Paar-Konfiguration aufweisen. Werden solche Marker verwendet, spezifiziert die reziproke Anapher vienas su kitu die wechselseitige Beziehung der getrennt aktualisierten Mutuanten, während die reziproken Marker tarp savęs und tarpusavyje die wechselseitige Beziehung von Mutuanten in einer (eher) geschlossenen Gruppe ausdrücken, die als relativ gegliedert (tarp savęs) oder ganzheitlich (tarpusavyje) wahrgenommen wird (vgl. entsprechend die Sätze 21–22, 24–25, 29–30). Die hier erörterten reziproken Marker werden auch verwendet, wenn zwischen den Mutuanten eine Kettenkonfiguration (siehe die Sätze 45–46), eine Ansammlungskonfiguration (siehe die Sätze 47–49) oder eine starke Konfiguration (siehe die Sätze 50–51) vorliegt. Gestützt auf den Kontext von Sätzen wie 52–55 können wir außerdem

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Wir könnten sagen, dass zwischen den von den Subjekten ausgedrückten Mutanten eine starke Konfiguration besteht, oder konkreter etwa von Reziprozitäts- oder Kohäsions-Konfigurationen in den Sätzen 52 beziehungsweise 53–55 sprechen, in denen die Wahl des reziproken Markers davon abhängt, ob die Mutanten der reziproken Situation getrennt oder als Einheit wahrgenommen werden können. Die Reziprozitätskonfiguration schränkt den Gebrauch des reziproken Markers tarpusavyje ein. Hier ist der Zeitparameter wichtig: Aus zeitlicher Sicht wird die im Satz 52 ausgedrückte reziproke Situation zwischen drei Mutanten als Abfolge interpretiert: Text B spricht mit dem (vorangehenden) Text A, danach mit dem (nachfolgenden) Text C; C spricht mit dem (vorangehenden) B, danach mit Text D und so weiter; ähnlich wie in der monadischen Konstruktion Žiūrėk, jiedu, Jonukas ir Onutė, sveikinasi vienas su kitu, wo in der reziproken Situation typischerweise (in unmarkierten Fällen) einer der Mutanten zuerst handelt, d. h. X grüßt Y, danach grüßt Y X. Anders verhält es sich beispielsweise beim generischen Gebrauch oder in einem Satz mit einem perfektiven Prädikat, vgl. Džugė – žmonės sveikinasi (pasveikino) vieni su kitais / tarpusavyje, wo die reziproken Marker weniger die Zeit (Abfolge) hervorheben als vielmehr die getrennt wahrgenommenen Mutanten einer unbestimmten Anzahl oder den Grußvorgang innerhalb einer als Einheit wahrgenommenen Gruppe von Mutanten²⁸. Dass der Abfolgeparameter den Gebrauch reziproker Marker beeinflusst, ist auch an den Sätzen 56–57 zu erkennen, in denen zwischen den Mutanten eine ringförmige (siehe Satz 56) oder radiale (siehe Satz 57) Konfiguration vorliegt.

45) Er saß in der Ecke am Esstisch, während die Großmutter die größte Zauberin begleitete und erklärte, wie die Buchstaben miteinander verbunden werden (vgl. jungiasi) einer mit dem anderen (vgl.?tarpusavyje), ließ Bafra-Zigarettenrauch aufsteigen, die sie nie aus dem Mundwinkel nahm. DLKT

46) Dielen und Parkett werden mit speziellen Gummidichtungen hergestellt, die dem Holz ermöglichen, sich „zu bewegen“. Beim Verlegen werden diese Dielen miteinander verbunden, und zwar von unten mit speziellen Metallklammern. Das verleiht dem Boden zusätzliche Elastizität; zwischen den Dielen entstehen keine Ritzen. DLKT²⁹

28 Vgl. auch die Sätze aus DLKT: Auf die Frage, ob ihr Land nicht Afghanistanern gehöre, als Dank dafür, dass Pakistan den Amerikanern seinen Luftraum geöffnet habe, antwortet Asin: „Bei uns wäre es untereinander religiös verboten“; die Mitglieder müssen einander ausspionieren und den Älteren unangemessenes Verhalten oder aufgeschnappte ungehörige Bemerkungen melden. Neulingen ist es verboten, miteinander zu sprechen, ohne dass ein Älterer sie beaufsichtigt. Es wird ihnen befohlen, Kontakte zu ehemaligen Mitgliedern, Kultkritikern und der Sekte gegenüber feindlich eingestellten Familienangehörigen zu meiden.

29 Vgl. auch die Sätze aus DLKT: Die Schritte der Vedantisten, Taoisten, Stoiker, Sufis und Pantheisten nähern sich allmählich einer objektiven Auffassung des Absoluten. Die Schritte ähneln einander (*untereinander), denn sie führten immer wieder zum selben, waren aber auch verschieden, weil sie zur Reife des menschlichen Bewusstseins führten. Jetzt stehen wir im Stadtteil Shiba vor der Tür eines der Liebeshotels. Wir sind noch nicht hineingegangen, aber es sieht so aus, als würden wir das unbedingt tun. Als wären die Liebeshotels aneinandergeklebt, zögen sie sich den Hügel entlang.

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47) Grün, Gelb, Orange. Aus genau diesen Farben werden Farbkombinationen zusammengestellt. Obwohl es weniger Elemente gibt (eine Blume, einen Punkt oder ein Quadrat), stehen diese Farben miteinander in Beziehung. DKT

48) „Na dann!..“ Kola hob sein Glas. „Auf die Freundschaft!.. Darauf, dass wir uns nicht streiten und – was am wichtigsten ist! – niemals untereinander prügeln! Selbst wenn wir stockbesoffen sind!“ Sie tranken in einem Zug aus, und Gaučys Glas leerte sich ebenfalls. Es machte ihm kaum etwas aus. DKT

49) Dann zogen sie sich um, wie es sich gehörte, und begannen, lautstark Lärm zu machen, mit Ketten zu klirren und mit Soldatenglöckchen zu läuten; sie schlugen mit Waffen und Werkzeugen aufeinander ein und scharrten, umringten aber hüpfend die Tanzfläche, auf der die Menschen noch immer wie eine erstarrte Masse dastanden. DKT

50) Auch tief in der Nacht verstummt das Alarmsignal nicht; die Worte hallen einem noch in den Ohren nach. Als ob die Maschinen miteinander sprächen. Es dreht und dreht sich immer weiter. Und die Gedanken der schlaflosen Nacht folgen dem Rhythmus des Alarms. DKT

51) Ihr zufolge ist es wichtig, die eigene Farbpalette zu kennen. Agnė sagte, der Vorteil der Kleidung von Benetton sei, dass sie alle miteinander harmonieren. A. Zuokienė verschwieg nicht, wie schwierig es sei, Kleidung für das Geschäft auszuwählen. Es würden wahnsinnig viele Modelle angeboten, und die Farbpalette sei sehr breit. DKT

52) Almanache zeichnen sich durch Geschlossenheit aus; man muss sie Seite für Seite lesen, denn die Texte scheinen miteinander zu sprechen (vgl. einer mit dem anderen;?untereinander), gleich einem Dialog mit den Gedichten der Autoren auf den vorangehenden und folgenden Seiten. DKT

53) Die Bestandteile vermischen sich miteinander und zerstören das Bild des Ganzen für denjenigen, der sich davon befreien möchte. DKT

54) Das denkwürdigste Projekt war die Fusion von „Nordea bank Lietuva“ und „Kredit bank“, denn nicht nur die Produkte wurden zusammengeführt: sie verschmolzen miteinander, sondern auch die Teams der Mitarbeiter. Solche Veränderungen zu bewältigen ist nicht leicht, aber sehr interessant. DKT

55) Aus den Daten geht hervor, dass die Lymphknoten der Mäuse in allen Fällen infolge der Wirkung der Pilze anschwellen. Die Organe vergrößern sich in dem befallenen Gewebe, in dem sich Pilzherde bilden; die Organe verwachsen miteinander und können deshalb nicht normal funktionieren; ihr Gewicht nimmt ab, einzelne Individuen sterben. DKT

56) Die Kinder sitzen um den Tisch herum und teilen miteinander einen Apfel (vgl.?untereinander; aber: sie teilten untereinander).

57) Ignas beschloss, diese Frage nicht gleich, sondern später zu vertiefen, wenn Miežūnas sich mit den Gästen unterhalten und sie besser einander kennenlernen würde (vgl.?untereinander). DKT

Es scheint, dass sich die Parameter der Sequenz auch anhand des Gebrauchs der reziproken Anapher *vieni su kitu* im Satz 58 begründen ließen: Während sie umhergehen und unterwegs einander begegnen, können die Einheimischen sich nur *vienas su kitu* und *vieni su kitais* (mit den jeweils angetroffenen Einheimischen) begrüßen, nicht aber *tarpusavyje*. Andererseits ist auf der Grundlage von Satz 59 anzuerkennen, dass

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Funkcinis reciprokinių žymeklių monadinėse konstrukcijose aspektas

Die Zeit der im Satz 58 ausgedrückten wechselseitigen Situation könnte auch als gleichzeitig aufgefasst werden: Während sie umhergehen und unterwegs einander begegnen, können die Einheimischen sich *vienas su kitu*, *vieni su kitais* oder *tarpusavyje* begrüßen; das heißt, dieser Parameter ist hier nicht anwendbar und für die Wahl reziproker Marker weniger wichtig. Aus dem Kontext der Sätze 58–59 könnten wir schließen, dass der Gebrauch reziproker Anaphern durch die Dynamik der wechselseitigen Situation bedingt ist, das heißt, die Auffassung der Situation als dynamisch schränkt den Gebrauch reziproker Marker ein, mit denen die wechselseitige Beziehung innerhalb einer geschlossenen Gruppe von Mutanten aktualisiert wird (vgl.: ?Traurige Blätter, wenn der Wind weht, grüßen sich im Flug *tarp savęs* / *tarpusavyje*;?Sie grüßen sich laufend *tarp savęs* / *tarpusavyje*; aber Die traurigen Blätter begrüßen (begrüßten) sich *vienas su kitu* / *tarp savęs* / *tarpusavyje*; Sie begrüßten sich *vieni su kitais* / *tarp savęs* / *tarpusavyje*). Dem widersprechen die Sätze 60–62 und 63–65, in denen bei dynamischen Prädikaten sowohl die reziproken Marker *tarp savęs*, *tarpusavyje* als auch die Anapher *vienas su kitu* gebraucht werden. Folglich haben in den Sätzen 58–59 andere Kriterien größeren Einfluss auf den Gebrauch reziproker Marker: Eines davon ist die Aktualisierung einer (noch) andauernden wechselseitigen Handlung. Dass der Gebrauch (die Wahl) reziproker Marker auch davon beeinflusst wird, wie der Sprecher die durch das Verb bezeichnete Handlung, ihre Prozessualität, betrachtet und auffasst, zeigt sich an den vorherigen Sätzen 45–46 und 56. In den Sätzen 45, 52 und 56 wird eine bestimmte Sequenz aktualisiert (die Perspektive auf eine (noch) andauernde Handlung (einen Prozess); vgl. auch Satz 58). Die wechselseitige Beziehung der daran beteiligten Mutanten wird durch die reziproke Anapher *vienas su kitu* oder den reziproken Marker *tarp savęs* spezifiziert. Anders gesagt: Auf der Grundlage der Aktionsartbedeutungen hängt der Gebrauch reziproker Marker damit zusammen, wie der Sprecher die an der durch die Prädikate bezeichneten Handlung beteiligten Mutanten einschätzt (sieht) oder einschätzen (sehen) kann – einzeln als Individuen oder kollektiv als einheitliches Ganzes –, das heißt, ob der Sprecher aus seiner Perspektive oder seinem Blickwinkel alle Mutanten als geschlossene Gruppe, als einheitliches Ganzes, wahrnehmen kann. Das wird schwierig, wenn die Handlung in einer bestimmten Sequenz andauert und die Zahl der Mutanten unbestimmt ist. Daher schränkt die Kontinuativbedeutung in Satz 66 den Gebrauch des reziproken Markers *tarp savęs* ein, anders als in den Sätzen 67–68, in denen das Subjekt eine minimale Anzahl von Mutanten bezeichnet oder das Prädikat perfektive Bedeutung hat, sowie etwa in Sätzen mit habituellen oder iterativen Prädikaten. Dass die Kontinuativbedeutung den möglichen Gebrauch reziproker Marker beeinflusst, zeigt sich auch beim Vergleich des von E. Geniušienė angeführten Beispiels *Paukščiai buriasi tarpusavyje* mit *Paukščiai susibūrė tarpusavyje* (in Schwärme).

58) Tur̃gelis – verkauft Kleidung, Hefte und andere Schulutensilien – morgen ist der erste September. Festlich gekleidet Einheimische schlendern umher, begrüßen einander (vgl.?*tarpusavyje*) und mustern immer wieder neugierig unser Trio. DLT

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LORETA VAČIULYTĖ-ŠEMENĖ

59) In der Nähe raschelt etwas. Offenbar sind es dieselben traurigen Blätter, die Blätter, wenn der Wind aufkommt, einander begrüßen (vgl.?*tarpusavyje*) oder in schmutzigen Klumpen davonfliegen. DLKT

60) Varžovai net nebejoja, kad iškovos pergalės. Jie atvirai tyčiojasi iš mūsų nacionalinės rinktinės, į jos vartus mūsų vis daugiau įvarčių ir tarsi tarp savęs (plg. tarpusavyje; vs. vieni su kitais) lenktyniauja, kas jų pelnys daugiau. DLKT

61) Ihre Töchter, eine achtzehn, die andere etwa zweiundzwanzig Jahre alt, warfen uns Blicke zu. Die Mädchen schienen sich sogar untereinander zu messen (vgl. *tarpusavyje*), wer von uns den Tisch decken oder eine Tasse Tee bringen würde. DLKT

62) Ein großes Wohnhaus von Varnas. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Am Abend des ersten Weihnachtstages hatten sich die betrunkenen Strebitelai gegenseitig beschossen. Deveikis erschoss Macelis und dessen Schwägerin Macelienė. Die Toten stammten aus der Gegend von Pagiriai. DLKT

63) Dünische Mythen erzählen oft von zwei Brüdern, die von Geburt an Rivalen sind und gegeneinander kämpfen oder keine Antagonisten sind, sondern in ihrer Person Gegensätze verkörpern. In einigen Mythologien treten Zwillingsbrüder als ambivalente Wesen auf. DLKT

64) Belgier mögen, genau wie Amerikaner, große, schöne Autos. Am schlimmsten ist es, wenn die Sattelschlepper auf einer dreispurigen Autobahn beschließen, miteinander zu wetteifern. DLKT

65) Nehmen Sie das Kind beim Gehen in den Arm und streicheln Sie ihm den Rücken. Sechsjährige Kinder können schon allein zurechtkommen. Sie spielen aktiv miteinander, sodass es manchmal scheint, als bräuchten sie die Zärtlichkeit der Eltern nicht mehr. Das stimmt jedoch nicht. DLKT

66) Schau, schließlich verbinden sich die Kettenglieder A, B, C und +n miteinander (?*tarp savęs*).

67) Schau, die beiden, Jonukas und Onutė, sprechen bis heute noch miteinander (untereinander, *tarpusavyje*).

68) Schließlich haben sich alle Elemente (A, B, C und D) miteinander verbunden (untereinander, *tarpusavyje*).

In den Sätzen 69–71 implizieren die verwendeten telischen reziproken Verben ein Handlungsergebnis, das in den Sätzen 72–74 ausdrücklich genannt wird. Im letzteren Fall wird der reziproke Marker gewöhnlich nicht verwendet, während er in Sätzen wie 69–71 entsprechend der Perspektivierung gewählt wird. Anders gesagt, in den Sätzen 69–74 zeigen sich Unterschiede in der Aktualisierung der Perspektive: Entscheidend ist entweder die Auffassung der durch die Subjekte bezeichneten Mutanten oder das Ergebnis der wechselseitigen Handlung selbst.

69) Die Bestandteile vermischen sich miteinander und erzeugen das Bild eines Ganzen für denjenigen, der sich absondern möchte. DLKT

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Funkcinis reciprokinių žymeklių monadinėse konstrukcijose aspektas

70) Das denkwürdigste Projekt war der Zusammenschluss der „Nordea bank Lietuva“ und der „Kredit bank“, denn zusammengeführt wurden nicht nur Produkte: eine mit der anderen verschmolz und auch die Mitarbeiter-teams. Solche Veränderungen herbeizuführen ist nicht leicht, aber sehr interessant. DKT

71) Aus den Daten geht hervor, dass sich in allen Fällen infolge der Pilzeinwirkung die Lymphknoten der Mäuse vergrößern und die Organe mit einem Belag überzogen werden, in dem sich Pilzherde bilden, die Organe miteinander verwachsen, sodass sie nicht normal funktionieren können, ihr Gewicht abnimmt und einzelne Tiere sterben. DKT

72) Bei dem Geschäft mündeten alle vier Vorinė-Straßen in eine einzige kleine Gasse. DKT

73) Lauft ihr oft zu einem Haufen zusammen? DKT

74) Sport und Kultur sind an einem Ort zusammengekommen, obwohl diese Bereiche zueinander stehen wie Himmel und Erde. DKT

Ausgehend vom minimalen Kontext von Satz 75 und im Vergleich dieses Satzes mit den Sätzen 6–8 lassen sich semantische Unterschiede erkennen. In Satz 75 wechseln die Teilnehmer wiederholter (nicht einmaliger) reziproker Situationen³⁰: Hier wird eine typischerweise einmalige Paarungssituation mit zwei wechselseitigen Partnern (vgl. in den Sätzen 6–8 „werden sich miteinander paaren“ = A paart sich mit B, C paart sich mit D usw.) als iterativ aktualisiert, d. h. als alle sechs Monate zwischen wechselnden n Teilnehmern wiederkehrend („alle paarten sich miteinander“ = A paarte sich mit B, C paarte sich mit D, ein halbes Jahr später paarte sich A mit F, B paarte sich mit G usw.) (vgl. Satz 76). Mit anderen Worten: Wenn eine monadische Konstruktion eine untypische (in diesem Fall wiederholte) reziproke Situation bezeichnet, kann der reziproke Marker obligatorisch werden.

75) Sie respektiert und liebt ihren Mann. Genau. – Giedrė. – Ich denke, dass sie das auch tut, allerdings sind die Leute seit Urzeiten doch nicht ständig über die Felder gelaufen alle kreuz und quer und, und sich alle sechs Monate miteinander gepaart hätten, und so ein Durcheinander gab es wohl auch nicht... Trotzdem fand jeder einen Menschen, der mehr oder weniger zu einem passte, zumindest stellt man sich das so vor. DKT³¹

76) Wenn wir nach der Arbeit nach Hause kommen, umarmen [wir] einander. DKT

Schließlich ist auch wichtig, dass, wenn in einem Satz zwei reziproke Marker verwendet werden können, einer davon (der in der Hierarchie weiter links stehende) (stärker) auf das Subjekt ausgerichtet ist, der andere (weiter rechts in der Hierarchie) dagegen auf das Prädikat selbst (vgl.:

³⁰ Plačiau apie situacijos daugumą, arba kartotinumą, sąvoką žr. Plungian 2010: 205tt.

³¹ Vgl. auch: „Ich war dort“, sagte Lizanas, „wo Menschen, Männer und Frauen, Alte und Junge, in der Johannisnacht nackt ausziehen und um das Feuer tanzen, und danach miteinander schlafen und sich küssen, und man hört fröhliche Lieder und Lachen, und unter ihnen gibt es weder Feindschaft noch Neid.“ DKT

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Das mexikanische Paar küsst sich gegenseitig; (= 30) Galapataka und der Richter fesselten einander; siehe auch die Sätze 37–38). Die Ausrichtung des reziproken Markers tarpusavyje auf das Prädikat selbst schränkt das verallgemeinernde Subjektpronomen visas (vgl. Viskas, was sie anscheinend getan haben, ist, miteinander (*vienas su kitu) verbunden zu sein) oder das kollektive (Gruppen-)Subjekt im Singular ein (vgl. (= 29) Das mexikanische Paar küsst sich gegenseitig; siehe auch Satz 42). In solchen Fällen werden durch den Marker tarpusavyje die vom Subjekt bezeichneten Mutanten als geschlossene Gruppe aktualisiert und spezifiziert; funktional unterscheidet sich ein solches tarpusavyje von tarp savęs (siehe Satz 41). Insgesamt ist anzuerkennen, dass die Ausrichtung des Markers tarpusavyje, insbesondere in den Fällen, in denen er allein im Satz verwendet wird und das Subjekt leicht in einzelne Objekte zerlegbare Mutanten bezeichnet, (auch) reziprok sein kann: Sie lässt sich sowohl als semantisch mit den vom Subjekt bezeichneten Mutanten verbunden interpretieren als auch als in einer semantischen Beziehung zum Prädikat selbst stehend (vgl. etwa die Sätze 30, 46, 51 und 71). Kurz gesagt ist das zuvor in der Hierarchie eingeordnete reziproke tarpusavyje gleichsam ein relativer Übergang von der Ausrichtung des reziproken Markers auf das Subjekt zu seiner Ausrichtung auf das Prädikat.

5. ZUSAMMENFASSUNG

In monadischen reziproken Konstruktionen können Modifikatoren verwendet werden – die reziproken Marker vienas su kitu, tarp savęs, tarpusavyje, savitarpyje, abipusiai, abipusiškai, savitarpiškai. Einige reziproke Marker sind (stärker) auf das Subjekt ausgerichtet (vienas su kitu), andere auf das Prädikat, das die Bedeutung einer wechselseitigen Handlung selbst trägt (abipusiai / savitarpiškai). Die Daten des DKT zeigen, dass Marker, die mit dem reziproken Verb selbst verbunden sind, nur vereinzelt verwendet werden; das heißt, die Art und Weise einer wechselseitigen Handlung wird nur selten hervorgehoben. Am häufigsten werden reziproke Marker verwendet, die semantisch mit den vom Subjekt bezeichneten Mutanten verbunden sind: Sie werden entweder gesondert hervorgehoben oder als Einheit mit dem vom Subjekt bezeichneten Mutanten aufgefasst.

Für die Aufgliederung der vom Subjekt bezeichneten Mutanten einer wechselseitigen Situation ist ein separater: individueller oder kollektiver: kollektiver Parameter relevant, der mit der Verwendung der reziproken Marker vienas su kitu > tarp savęs > tarpusavyje korreliert. Die reziproke Anapher vienas su kitu hebt jedes einzelne Mutanten als Mitglied der vom Subjekt bezeichneten Gesamtheit hervor; die wechselseitige Beziehung der Mutanten wird innerhalb einer als geschlossen oder geschlossen wahrgenommenen Gruppe (mehr oder weniger) nicht mitgezählt, das heißt in einer einheitlichen Gesamtheit – dort kommen die reziproken Marker tarp savęs oder tarpusavyje zum Einsatz. Die Hervorhebung der Teilnehmer an einer wechselseitigen Beziehung entspricht Unterschieden der Perspektive, des Blickwinkels: In Sätzen mit der reziproken Anapher vienas su kitu wird jeder Teilnehmer an der wechselseitigen Situation gleichsam individuell betrachtet,

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in Sätzen mit tarpusavyje tritt das einzelne an der wechselseitigen Situation beteiligte Mutant gleichsam in den Hintergrund (ан. background), das heißt, es wird unwichtig, und die Gesamtheit der Mutanten wird als Einheit betrachtet.

Im Kontext kann sich der reziproke Marker tarp savęs einem Spezifikator der wechselseitigen Beziehung einzelner Mutanten annähern – der reziproken Anapher vienas su kitu – oder der reziproke Marker tarpusavyje kann sich ihr annähern.

Nach ihrer Ausrichtung, das heißt der Hervorhebung und Spezifizierung des Subjekts resp. des Prädikats, sowie nach der Aufgliederung der vom Subjekt bezeichneten Mutanten ordnen sich die reziproken Marker hierarchisch an: vienas su kitu > tarp savęs > tarpusavyje > savitarpyje > abipusiai / abipusiškai / savitarpiškai. Das reziproke tarpusavyje ist gleichsam ein relativer Übergang von der Ausrichtung auf das Subjekt zur Ausrichtung auf das Prädikat. Neben diesen Parametern beeinflussen auch Unterschiede in den Aspektbedeutungen des Prädikats, Teilnehmerkonfigurationen, der Sequenzparameter und die Hervorhebung atypischer wechselseitiger Situationen die mögliche Verwendung reziproker Marker. In solchen Fällen wird die Verwendung des reziproken tarpusavyje (möglicherweise) eingeschränkt.

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LORETA VAICIULYTĖ-SEMĖNIENĖ

Functional Aspect of Reciprocal Markers in Monadic Constructions

SUMMARY

Reciprocal markers used in monadic constructions with the meaning of mutual action or reciprocal verbs are analysed in the article, based on the Corpus of the Contemporary Lithuanian Language (CCL). The object of the article is to discuss, focusing on the functional aspect, what is actualised and specified by one or another reciprocal marker. The study shows that a hierarchy of reciprocal markers can be distinguished according to possible segmentation of mutuas that are expressed as subject and orientation to subject resp. predicate, i.e., the actualisation and specification of the subject and predicate: one with the other > among themselves > between themselves > reciprocity > mutual / mutually / reciprocally (Lith. vienas su kitu > tarp savęs > tarpusavyje > savitarpyje > abipusiai / abipusiškai / savitarpiškai).

Reciprocal markers one with the other, among themselves, between themselves, reciprocity, mutual, mutually, reciprocally that express interrelation and actualise and specify it are modifiers. Some reciprocal markers are (more) subject-oriented (one with the other), others are more oriented to the predicate of the meaning of the mutual action itself (mutually / reciprocally). CCL data indicates that markers related to the reciprocal verb itself are used sporadically, i.e., the manner of expressing mutual action itself is rarely actualised. Reciprocal markers semantically linked with mutuas expressed as subject are used the most frequently: they actualise together or separately understood mutuas expressed as subject.

As to the segmentation of mutuas of mutual situation that are expressed as subject, significant is separate: seamless, or individual: collective (Lith. individuals: kolektyvinis) parameter that correlates with the usage of reciprocal markers one with the other > among themselves > between themselves. Reciprocal anaphora one with the other actualises every separate mutuant as a member of the whole expressed as subject; mutual relation of mutuants in a group that is regarded as more closed or closed as (more or less) indivisible, i.e., seamless, whole is actualised by reciprocal marker among themselves or between themselves respectively.

The actualisation of the participants of the mutual relation corresponds to the differences of perspective, point of view: in the sentences with a reciprocal anaphora one with the other, each participant of a mutual situation seems to be visible individually; in the sentences with between themselves, an individual mutuant participating in a mutual situation seems to be shifted to the background, i.e., becomes irrelevant and all mutuants are considered together, i.e., as a whole.

In the context reciprocal marker among themselves can get closer to a specifier of mutual relation of separate mutuants, i.e., reciprocal anaphora one with the other, or reciprocal marker between themselves can get closer to it.

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Acta Linguistica Lithuanica LXXVI

Funkcinis reciprokinių žymeklių monadinėse konstrukcijose aspektas

According to orientation or subject resp. predicate actualisation and specification and segmentation the mutants that are expressed as subject, reciprocal markers range hierarchically: one with the other > among themselves > between themselves > reciprocity > mutual / mutually / reciprocally. Reciprocal between themselves is like a relative transition from being subject-oriented to being predicate-oriented. Additionally, possible usage of reciprocal markers is also influenced by the differences of the meaning of predicate aspect, participle configurations, sequence parameter and actualisation of atypical mutual situations. In these cases, the usage of reciprocal between themselves is (possibly) limited.

Įteikta 2017 m. gegužės 18 d.

LORETA VAIČIULYTĖ-SEMĖNIENĖ

Lietuvių kalbos institutas

Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lietuva

[email protected]

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