Forschungsbericht 2014 - Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln
Abstract
Die Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln möchte mit diesem Bericht dokumentieren, mit welchen Problemstellungen sich die forschenden Kolleginnen und Kollegen der Fakultät im Jahr 2014 auseinander gesetzt haben.
Full text
FORSCHUNGSBERICHT 2014 Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Fachhochschule Köln Gustav Heinemann-Ufer 54, D-50968 Köln Kölner Arbeitspapiere zur Wirtschaftswissenschaft Arbeitspapier 1/2015 Köln, 2015 ISSN (Print) 2192-7936 ISSN (Internet) 2192-7944
2 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort.......................................................................................................................... 4 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften ............................................. 5 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ........................................................................ 5 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ............................................................................... 5 2.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge ........................................ 8 2.1.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................12 2.2 Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen ..................................................14 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................14 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................15 2.2.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................21 2.3 Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation .........................................................22 2.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................22 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................23 2.3.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................25 2.3.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................26 2.4 Institute of Global Business and Society (GLOBUS) ......................................................27 2.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................27 2.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................28 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................32 2.5 Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement .............................................................33 2.5.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................33 2.5.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................33 2.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................35 2.6 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften ..................................................36 2.6.1 Forschungsprojekte ............................................................................................36 2.6.2 Veröffentlichungen ..............................................................................................40 2.6.3 Vorträge ..............................................................................................................42 2.6.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................44 2.6.5 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................44
3 3 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Institut für Versicherungswesen ................................................................................46 3.1 Forschungsschwerpunkt Rückversicherung ...................................................................46 3.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................46 3.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................47 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................48 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................49 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht ............................................................................50 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................50 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................50 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................52 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................52 3.3 Forschungsstelle aktuarielle Modelle & Methoden im Risikomanagement (FaRis) ...........................................................................................53 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................53 3.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................55 3.3.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................57 3.3.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................58 3.4 Forschungsstelle Versicherungsmarkt ...........................................................................59 3.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................59 3.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................60 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................63 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................64 3.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Instituts für Versicherungswesen ...................................................................................65 3.5.1 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................65 3.5.2 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................66 3.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................66
4 1 Vorwort Die Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln legt hiermit ihren jährlichen Forschungsbericht vor. Wir dokumentieren gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber unseren Freunden und Förderern, mit welchen Problemstellungen wir uns als forschende Kolleginnen und Kollegen im vergangenen Jahr auseinander gesetzt haben. Der vorliegende Forschungsbericht gibt einen Überblick über die Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte des vergangenen Jahres und darüber hinaus einen Ausblick auf die im aktuellen Jahr geplanten Projekte und Forschungsaktivitäten, sofern diese bereits jetzt absehbar sind. Wir wollen mit diesem Forschungsbericht dokumentieren, was wir geleistet haben; wir sind uns aber bewusst, dass noch viel zu tun ist, um unserem ambitionierten Anspruch in vollem Umfang zu genügen. Die Forschung an der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften zeichnet sich durch einen besonders intensiven Praxisbezug aus. Alle Professorinnen und Professoren haben mehrere Jahre Praxiserfahrung und sind wissenschaftlich ausgewiesen. Diese Praxiserfahrung und die laufenden Kontakte zu den Unternehmen schärfen den Blick auf die Theorie und fördern eine zielgerichtete Forschung. Innerhalb der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften ist ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen und Forschungsaktivitäten vertreten. Mittlerweile sind an der Fakultät neun Kompetenzzentren in der Forschung etabliert: • Kölner Forschungsstelle für Medienrecht, • Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen, • Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation, • Institute of Global Business and Society (GLOBUS), • Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement, • Forschungsschwerpunkt Rückversicherung, • Forschungsstelle Versicherungsrecht, • Forschungsstelle aktuarielle Modelle & Methoden im Risikomanagement (FaRis), • Forschungsstelle Versicherungsmarkt. Eine wichtige Unterstützung erfahren wir beim Start und bei der Weiterentwicklung der Kompetenzzentren durch unsere Förderer. Hier sind insbesondere der Verein der Förderer des Instituts für Versicherungswesen an der Fachhochschule Köln sowie der Verein Alumni und Förderer des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften, Köln zu erwähnen. Den externen Förderern, der Hochschulleitung und -verwaltung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungsstellen und der Fakultät gilt unser Dank für all die Unterstützung der Aktivitäten im vergangenen Jahr. Prof. Dr. Erich Hölter Prof. Dr. Oskar Goecke Dekan Prodekan Forschung
5 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht wurde 2006 an der Fachhochschule Köln errichtet. Ihr Gründer und Leiter ist Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann. In fünf Forschungsschwerpunkten forschen und lehren vier Professoren und zahlreiche Dozenten aus Medienunternehmen aller wesentlichen Mediengattungen sowie Repräsentanten von Rechtsanwaltskanzleien und Medienaufsicht. Die Forschungsstelle hat einen Beirat mit beratender Funktion. Wesentliche Aufgabe der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ist es, aktuelle Entwicklungen des Medienrechts in enger Verbindung mit der Medienpraxis wissenschaftlich zu begleiten. Sie steht für eine Hochschulausbildung, die die Belange der Medienwirtschaft mit einer Ausbildung auf wissenschaftlichem Niveau in Einklang bringt. Hierfür bietet sich der Hochschulstandort Köln in der von Medienunternehmen sehr unterschiedlicher Art geprägten rheinischen Region an. Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht begeht mehrere Wege zur gattungsübergreifenden Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Zum einen veranstaltet die Forschungsstelle Mediensymposien und Vortragsreihen als gemeinsame Foren für Repräsentanten von Medienwissenschaft und Medienunternehmen unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit. Zum anderen entstehen unter dem Dach der Forschungsstelle einerseits Veröffentlichungen, die der Ausbildung dienen und andererseits solche, die an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis angesiedelt sind. Am Forschungsbetrieb der Forschungsstelle sind die nachfolgend aufgelisteten Wissenschaftler und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen beteiligt:
6 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht, Leiter der Forschungsstelle Schmalenbach Institut rolf.schwartmann@ fh-koeln.de Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht Schmalenbach Institut bernd.eckardt@ fh-koeln.de Prof. Klaus Gennen Wirtschaftsrecht, insbesondere Informationstechnologierecht mit IT-Vertragsrecht und Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs Schmalenbach Institut klaus.gennen@ fh-koeln.de Dr. ChristianHenner Hentsch Urheberrecht Lehrbeauftragter christian-henner.hentsch @fh-koeln.de Prof. Dr. Stefan Sporn Medienund Urheberrecht Lehrbeauftragter Schmalenbach Institut stefan.sporn@ mediengruppe-rtl.de Izabela Dumistracel Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Gila Polzin Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Sara Ohr Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Elissaveth Theodorou Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Stefanie Nesseler-Janik Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Geschäftsführerin Schmalenbach Institut stefanie.nesseler-janik@ fh-koeln.de Mei Parruca Studiengangsbetreuerin Schmalenbach Institut [email protected] • Leitung: Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann ist als Leiter der Forschungsstelle für die Forschungsund Lehrtätigkeit verantwortlich und entscheidet über die diesbezüglichen inhaltlichen Fragen. • Geschäftsführung: RAin Stefanie Nesseler-Janik ist Geschäftsführerin der Forschungsstelle und Ansprechpartnerin in den Angelegenheiten der Forschungsstelle einschließlich des Masterstudiengangs Medienrecht und Medienwirtschaft. • Professuren und Schwerpunkte: Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht deckt in fünf Abteilungen die Schwerpunkte nationales und internationales Medienrecht (Schwerpunkt I), Datenschutzrecht (Schwerpunkt II), Urheberrecht (Schwerpunkt III), Informationstechnologierecht (Schwerpunkt IV) und Wettbewerbsrecht (Schwerpunkt V) ab. Das Medienrecht ist sowohl in seiner nationalen als auch in seiner völkerund europarechtlichen Ausprägung ein Kerngebiet der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Abgedeckt wird ausgehend von Art. 5 GG das öffentliche Medienrecht, insbesondere das Rundfunkund Presserecht. In Zeiten der Digitalisierung nimmt das Telemedienrecht zunehmend Raum ein. Das Medienrecht wird vertreten durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann: Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht und Leitung der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht;
7 > Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A.: Geschäftsführung des Gesprächsund Arbeitskreises Geistiges Eigentum (enGAGE!); Leiter Politik VG Media; > Prof. Dr. Stefan Sporn: General Manager International Distribution & Copyright Law, Mediengruppe RTL Deutschland; Rechtsanwalt AHS Rechtsanwälte Köln, Sprecher des Beirats der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Das Datenschutzrecht behandelt das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit mit Blick auf den Schutz von Daten durch privaten und hoheitlichen Zugriff. Es wird vertreten durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann (s. o.). Das Recht des Urhebers an seinem geistigen Eigentum sowie die Schranken dieses Rechts gewinnen in Zeiten der Digitalisierung an besonderer Bedeutung. Es ist ein wichtiger Forschungsgegenstand der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Dieser Schwerpunkt wird abgedeckt durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann (s. o.); > Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A.(s. o.); > Prof. Dr. Stefan Sporn (s. o.). Das Informationstechnologierecht wird vertreten durch: > Prof. Klaus Gennen: Professur für Wirtschaftsrecht, insbesondere Informationstechnologierecht mit IT-Vertragsrecht und Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs, Fachanwalt für Informationstechnikrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Das Wettbewerbsrecht wird verantwortet von: > Prof. Dr. Bernd Eckardt: Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht. • Beirat: Zur Unterstützung der Forschungsstelle konnte ein Beirat gewonnen werden, der Persönlichkeiten aus Medien, Politik und Wissenschaft vereint, um im Gedankenaustausch mit der Forschungsstelle über medienpolitische und medienrechtliche Themen von übergeordnetem Belang zu beraten. Dem Beirat gehören an: > Achim Berg: seit April 2013 Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Tochter Arvato AG; > Dr. Jürgen Brautmeier: Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und Gründer sowie amtierender Vorsitzender der Europäischen Plattform der Regulierungsbehörden (EPRA); > Dr. Peter Charissé: Geschäftsführer bei ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.; > Prof. Dr. Dieter Dörr: Inhaber des Professur für Öffentliches Recht, Völkerund Europarecht, Medienrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Direktor des Mainzer Medieninstituts und Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK); > Dr. Florian Drücke: Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI);
14 2.2 Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die aktuelle Finanz-, Schuldenund Wirtschaftskrise hat verdeutlicht, dass rein ökonomische Steuerungsund Erklärungsansätze nicht ausreichen, um die komplexen Zusammenhänge und Fragen nach dem Warum zu behandeln. Notwendig ist der Blick über den wirtschaftswissenschaftlichen Tellerrand: Die Krise hat neben grundsätzlichen Fragen des Marktund Staatsversagens vor allem Fragen der effizienten Regulierung marktwirtschaftlicher Prozesse, Fragen nach der institutionellen Gestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen (z.B. im Rahmen der EU-Verträge) sowie Fragen der gerechten Lastenverteilung und der Fairness aufgeworfen. Die Institutionen, die sich in der Wirtschaftsordnung eines Staates niederschlagen, stehen in der Kritik, ebenso wie geltende Anreizsysteme für Manager einerseits und Politiker andererseits. Für eine umfassende Betrachtung dieses Themenkomplexes ist es nötig, eine zuweilen zu eng angelegte wirtschaftswissenschaftliche Sicht vor allem um die Perspektiven der Institutionenökonomik, der Verhaltensökonomik und der Wirtschaftsethik zu erweitern und auch Forschungsergebnisse anderer Disziplinen zu berücksichtigen. Ziel der Forschungsstelle ist in erster Linie die Nutzung von Netzwerkeffekten. Durch die Forschungsstelle wird eine Schnittstelle geschaffen, an der spezifische Forschungsschwerpunkte zusammengeführt werden. Durch regelmäßiges Abgleichen der Ergebnisse sollen sich die jeweiligen Forschungsaktivitäten sowohl ergänzen als auch Anreize für zukünftige Aktivitäten liefern. Die Forschungsstelle wird damit erheblich dazu beitragen, die vielfältigen Themenschwerpunkte unter der Leitvision „Management – Markt – Institutionen“ zusammenzuführen. An der Forschungsstelle wirken die nachfolgend aufgelisteten Professoren der Fachhochschule Köln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Frank Gogoll Volkswirtschaftslehre, insb. Geld und Währung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Manfred Kiy Volkswirtschaftslehre, insb. Umweltökonomie Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Christian Rennert Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensführung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Wolfgang Veit Volkswirtschaftslehre, Internationale Wirtschaftsfragen, Risikomanagement Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Dominik H. Enste International Business / Betriebswirtschaft, insb. Business Ethics, Behavioural Economics Schmalenbach Institut [email protected] Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert.
15 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet: • „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“2 Prof. Dr. Erich Hölter (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen), EB Cert GmbH, Köln, RKWC GmbH, Aachen/Peking Inhalt des Verbundprojektes der Fachhochschule Köln, der Universität Duisburg-Essen und zweier Praxispartner, EB Cert GmbH und RKWC GmbH, ist die Entwicklung, der Aufbau sowie die nachhaltige Implementierung, Dissemination und Verwertung eines international anerkannten Weiterbildungsstandards zur Förderung von „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“ unter Maßgabe der Etablierung eines dauerhaften, sich selbst tragenden Bildungskonzeptes. Das Projekt baut auf das bereits bestehende Berufsbildungsangebot „Economist Pass“ auf, wird jedoch für den chinesischen Kulturraum angepasst und weiterentwickelt mit dem Ziel, ein kulturübergreifendes Konzept zum Aufbau wirtschaftlicher Kompetenz bei (angehenden) chinesischen Fachund Führungskräften zu etablieren. Dafür beinhaltet das Verbundprojekt die wissenschaftlich begleitete Entwicklung, Adaption, Transferierung, Implementierung und Evaluation eines Zertifikatskurses inklusive Zertifikatsprüfung auf der einen Seite und ein System zur Multiplikatoren- /Trainerund Prüfer-Zertifizierung auf der anderen Seite. Das dreijährige Verbundprojekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. • „Geld und Beschäftigung – Modellierung monetärer Effekte in ökonometrischen Modellen“ Prof. Dr. Frank Gogoll, Prof. Dr. Wolfgang Veit, Prof. Dr. Manfred Kiy (alle Fachhochschule Köln) Das Projekt basiert auf bereits geleisteten Vorarbeiten im Rahmen der praxisorientierten Forschung an der FH Köln. Das vom ZAW (Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung) – ein an den Fachhochschulen Köln und Bonn/Rhein-Sieg angesiedeltes Institut – entwickelte ökonometrische Konjunkturmodell für Deutschland dient als Grundlage für das Projekt. Dieses grundlegende ZAW-Modell wird derzeit im Rahmen der Fachhochschulübergreifenden (FH Köln/FH Bonn/Rhein-Sieg) Forschungsarbeit für die Anwendung als Konjunkturprognosemodell fortentwickelt. Das Konjunkturmodell wird bereits in der Lehre in Form eines Simulationsspiels erfolgreich eingesetzt. Die detailliertere Ausgestaltung der monetären Seite des Modells erlaubt die intensive Befassung der Studenten mit geldund währungstheoretischen wie auch -politischen Fragestellungen. Insbesondere die Studiengänge „International Business“ und „Banking & Finance“ dürften hiervon profitieren. Ziel des Projektes ist es, die neueren Erkenntnisse über Transmissionskanäle monetärer Schocks auf die Beschäftigung zusammenzutragen und in die Struktur des beste2 Dieses Projekt wird insbesondere von Prof. Dr. Erich Hölter getragen. Es ist daher ebenfalls aufgeführt in Kapitel 2.6: Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften.
16 henden Konjunkturmodells in geeigneter Weise zu integrieren bzw. damit zu verbinden. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen der europäischen Geldpolitik der EZB als auch die über den Euro-Wechselkurs auf die deutsche Wirtschaft einwirkenden Effekte analysiert und modelliert werden. Die EZB legt mit ihrem Zwei-Säulen-Konzept besonderes Gewicht auf die Beobachtung der Abweichung der Geldmenge M3 vom publizierten Referenzwert einerseits und auf die auf breiter Grundlage erfolgende Beurteilung der Preisperspektiven andererseits. Letzteres wird vor allem durch die Anwendung von Konjunkturmodellen möglich. • „Value-Based Management in international operating SMEs“ Prof. Dr. Frank Gogoll (Fachhochschule Köln) The project aims at developing an easy to use framework for the implementation of tools for a value-based management in internationally operating small and medium sized companies. Value-Based Management (VBM) acts on the maxim that every decision in a firm needs to be aligned with the ultimate objective of maximizing shareholder value. Implementing VBM involves a correct choice of framework. Every shareholder value metric should integrate basic components to accurately measure the company’s value and to serve as a foundation of value-based decision-making with a special focus on risk management. • „Corporate Social Responsibility als öffentliches Problem“ Prof. Dr. Christian Rennert (Fachhochschule Köln) Weite Teile der einschlägigen Literatur diskutieren Corporate Social Responsibility als Problem von Unternehmen und Managern, deren Handlungen unter Wettbewerbsbedingungen sozial erwünschte oder unerwünschte Resultate hervorbringen. In diesem Projekt wird die Blickrichtung umgekehrt. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich sozial verantwortliches Handeln von Unternehmen nicht vielmehr als Konsequenz gesellschaftlicher Diskurse und einer kritischen Öffentlichkeit einstellt. Sollte sich dieser Ansatz als fruchtbar erweisen, käme der Öffentlichkeit und ihren originären Institutionen (z.B. Hochschulen) eine größere Bedeutung für Corporate Social Responsibility zu als den Unternehmen selbst. Im Kontext dieser Fragestellungen soll ferner untersucht werden, ob gesellschaftlicher Fortschritt eine deutliche(re) Grenzziehung zwischen öffentlichen Aufgaben und öffentlicher Verantwortung sowie unternehmensbezogenen Aufgaben und unternehmensbezogener Verantwortung erfordert. • „Von ‚Work-Life-Balance‘ zur ‚In-Work-Balance‘“ Prof. Dr. Christian Rennert (Fachhochschule Köln) Der Alltag in Unternehmen ist häufig durch Termindruck sowie vielfältige externe und interne Konflikte gekennzeichnet. Im Bestreben, alle sachlich bestimmten Aufgabenziele in diesem Kontext wirksam erledigen zu wollen, besteht insbesondere bei Personen mit erheblicher Fachund Führungsverantwortung die Gefahr einer dysfunktionalen Intensivierung des Arbeitseinsatzes („Workaholics“). In ungünstigen Fällen kann dies zu „Burn-out“- Erscheinungen führen, die nicht nur die Gesundheit der Betroffenen, sondern auch deren Vermögen zu reflektierten und wohl begründeten Entscheidungen zu kommen negativ beeinflussen. Geraten Unternehmen in (unvorhergesehene) Krisensituationen, kann diese
17 Einschränkung des Entscheidungsvermögens von Schlüsselpersonen ggf. die Existenz (von Teilen) des Unternehmens gefährden. Im Rahmen dieses Projekts sollen Maßnahmen für den präventiven Umgang mit solchen Gefährdungen im Unternehmensalltag identifiziert werden. Ferner soll der Frage nachgegangen werden, ob deren Umsetzung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Qualität von Entscheidungen in Organisationen führen und so die Fähigkeit von Unternehmen zur Adaption an Kontextveränderungen (in einem evolutorischen Sinne) fördern kann. • „Frauen im Management“ Prof. Dr. Christian Rennert (Fachhochschule Köln) Im kompetenzbasierten Ansatz des strategischen Managements haben Wettbewerbsvorteile ihren Ursprung in der Entwicklung, einzigartigen Kombination und Nutzung unternehmensinterner Ressourcen. In einem solchen Bezugsrahmen wird in diesem Projekt der Frage nachgegangen, inwiefern eine stärkere Inklusion von Frauen in das Management Wettbewerbsvorteile zu schaffen sowie die Fähigkeit von Unternehmen zur Adaption an Kontextveränderungen (in einem evolutorischen Sinne) zu erhöhen vermag. Insbesondere soll die These überprüft werden, dass eine ausgewogene Verteilung der Geschlechter im Management zu einer Verbesserung der Qualität von Entscheidungen in Unternehmen führt und somit einen nachhaltigen Einfluss auf Unternehmenserfolg und -überleben im Wettbewerb besitzt. Auf diese Weise soll auch ein Beitrag zur aktuellen Debatte um Quotenregelungen und Chancengleichheit geleistet werden. • „Business Environment in Emerging Markets“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (Fachhochschule Köln), Dipl.-Vw. Christian Streege (IHK Nord Westfalen) SMEs from OECD countries, when investing in emerging and developing countries or trading with them, find it particularly cumbersome to deal with a multitude of hurdles erected by host country governments. This project aims to identify these hurdles, suggest measures to overcome them and evaluates the efforts of governments to remove them. An institutional analysis approach including economic, social, political and cultural factors is taken. The project has started in the summer of 2010. Two papers have been published so far, a third one is in preparation. Results continue to be presented at international conferences. The World Bank and the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) have supported this research. • „Currency Risk Assessment“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (Fachhochschule Köln) Exchange rate volatility poses a major risk for firms engaged in international trade and investment. Research focuses on the calibration of an analytical tool (“CURRI”) developed by the authors. In particular, the signaling properties of CURRI are subject of present research activities.
18 • „Export Opportunity Survey“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Carol Scovotti (University of WisconsinWhitewater) Die Nachhaltigkeit des internationalen Warenhandels zu stärken ist das Ziel dieses Forschungsprojekts. Zu diesem Zweck werden jährlich die Exportbedingungen für ausgewählte Produkte in die USA und Deutschland vergleichend analysiert und als Export Opportunity Surveys publiziert. Sie dienen Produzenten insbesondere in Entwicklungsund Schwellenländern als Orientierung für eine Ausrichtung ihrer Produktionsweisen an Kriterien der Nachhaltigkeit (Stichwort Bio/Organic und Fairtrade). Die Analysen werden von Studierenden des Master-Studiengangs International Business der Fachhochschule Köln und des Studiengangs MBA der University of Wisconsin-Whitewater (UWW) unter Anleitung der Projektverantwortlichen erstellt. • „Multi-Cultural Virtual Team Management“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Susann Kowalski (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Carol Scovotti (University of Wisconsin-Whitewater) Collaborative technologies, such as videoconferencing, social media, document sharing platforms, etc. empower businesses to challenge their brightest and best, regardless of location, to solve critical problems. The promise of technology has made multinational virtual teams (MVTs) one of the most popular topics in international business management today. On the surface, the possibilities for borderless collaboration appear endless. However, the promises of technology are not easily realized in the workplace. When teams work without being together, team identity/cohesion that motivates members may not develop. Leaders struggle with managing virtual work design, flow, and results. Distant expert may not work well in the virtual team environment. Culture adds another layer of complexity with MVT interactions. Cultural differences elicit diverse interpretations of seemingly simple messages, which leads to frustration. Conflict develops. To avoid conflict, the members stop communicating with each other. This causes members lose trust in their teammates. Once trust disappears, disfunctionality becomes a self-perpetuating cycle. These problems are real and happening in almost every organization using virtual teams today. The objective of this ongoing research is to determine approaches and processes that work and do not work for MVTs. This extensive endeavor involves multiple companies in different industries across Germany and the US. We use critical case analysis involving short interviews and team member surveys to identify the key issues that impact the MVT results. We also focus on the metrics that the firm uses to determine MVT success. The end result is a guide of “best practices” that firms can use to improve the productivity and member satisfaction of their MVTs. • „Praktische Wirtschaftspolitik mit dem ZAW-Modell“ Prof. Dr. Manfred Kiy, Prof. Dr. Frank Gogoll, Prof. Dr. Wolfgang Veit (alle Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Reiner Clement, Prof. Dr. Johannes Natrop, Prof. Dr. Wiltrud Terlau (alle Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) Das Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung (ZAW) ist entstanden aus einer langjährigen Kooperation von Professoren der Volkswirtschaftslehre der der Hochschule
19 Bonn-Rhein-Sieg und der Fachhochschule Köln. Ein wesentliches Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein ökonometrisches Modell, das die Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland in einem System von etwa 250 Definitionsund Verhaltensgleichungen nachbildet. Das Modell war zunächst als vierteljährliches Konjunkturmodell konzipiert worden; seit der letzten Revision der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung basiert es auf Jahresdaten. Es wird jährlich aktualisiert, so dass jeweils im April eines jeden Jahres eine aktuelle Version vorliegt, d.h. im Frühjahr 2013 lag eine Modellversion vor, die auf den Daten des Zeitraums 1991 bis 2012 beruhte. Das ZAW-Modell kann einerseits für Analysen und Prognosen aktueller wirtschaftsund gesellschaftspolitischer Maßnahmen eingesetzt werden. Andererseits ist es die formale Grundlage für das volkswirtschaftliche Simulationsspiel des ZAW, mit dem Studierende praktische Probleme der Wirtschaftspolitik realitätsnah simulieren können. Die Simulationsversion des ökonometrischen Modells wird gesteuert durch eine Anzahl exogener Variablen, die von der Spielleitung vorgegeben werden und die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wiedergeben. Daneben gibt es Instrumentvariablen, über deren Einsatz die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger der jeweiligen Arbeitsgruppen entscheiden. Aufgrund dieser Vorgaben werden Prognosen für die Verwendungsund Entstehungskomponenten des Bruttoinlandsproduktes, den Staatshaushalt, das Preisgefüge und das verfügbare Einkommen der Privaten Haushalte erstellt. Die Resultate sind vergleichbar mit den Prognosen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Frühjahrsund Herbstprognose). >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Dominik H. Enste (2013): Internationaler Gerechtigkeitsindex – Analyse und Ergebnisse für 28 Industriestaaten; IW-Analysen – Forschungsberichte Nr. 91, Köln 2013 (mit Heide Haas und Jana Wies). • Dominik H. Enste (2014): Mitverantwortung und Moral – Eine unternehmensethische Reflexion; IW-Positionen - Beiträge zur Ordnungspolitik Nr. 63, Köln 2014 (mit Julia Wildner). • Dominik H. Enste (2014): Gerechtigkeit im internationalen Vergleich; Wirtschaftsdienst, 94. Jg., Heft 2, 2014, S. 148–150 (mit Jana Wies). • Dominik H. Enste (2015) (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung; Springer, Berlin 2015 (mit Michael Hüther und Knut Bergmann). • Dominik H. Enste (2015): Zur ökonomischen Theorie der Unternehmensverantwortung; in: Michael Hüther, Knut Bergmann, Dominik Enste (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung, Springer, Berlin 2015, S. 79-100.
20 • Dominik H. Enste (2015): Unternehmen im öffentlichen Raum. Themen und ordnungspolitische Position; in: Michael Hüther, Knut Bergmann, Dominik Enste (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung, Springer, Berlin 2015, S. 1-34 (mit Michael Hüther und Knut Bergmann). • Manfred Kiy (Koautor) (2014): Nachhaltigkeitsökonomie; Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2014 (mit Reiner Clement (Erstautor) und Wiltrud Terlau). • Manfred Kiy (Koautor) (2014): A Comparison of Fair Trade in Selected European Countries; in: Manfred Kiy und Wiltrud Terlau (Hrsg.): NIL – Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel. e-Publications, Köln 2014 (mit Jasmin Baumgartl, Ann-Kathrin Boderius, Wiltrud Terlau, Jana Voth). • Christian Rennert (2014): Auch Kritiker haben legitime Interessen; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. August 2014, S. 16 (zusammen mit Christiane L. Döhler). • Christian Rennert (2014): Unternehmensstrategie, Unternehmenskommunikation und die Gestaltung von Handlungsspielräumen; in: Hans Jörg Hennecke und Volker Kronenberg (Hrsg.): Großprojekte als unternehmerische und politische Herausforderung, Bonn 2014, S. 51-57(zusammen mit Christiane L. Döhler). • Wolfgang Veit (2014): Is regulatory change predictable? Socio-economic determinants of regulatory reforms (im Erscheinen). • Wolfgang Veit (2014): Regional Integration in East Asia: RCA and new business opportunities (im Erscheinen). >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle im abgelaufenen Jahr gehalten: • Dominik H. Enste: Warum wir nicht zum Glücklichsein geboren sind; Verband der Nordwestdeutschen Textilund Bekleidungsindustrie, Hamburg, 31. Oktober 2014. • Dominik H. Enste: Manager zwischen Macht und Moral; Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Köln, 19. Oktober 2014. • Dominik H. Enste: Manager und Mitarbeiter zwischen Markt, Macht und Moral; Technoform Group Kassel, Kassel, 07. Oktober 2014. • Dominik H. Enste: Vorlesungsreihe „Auf der Suche nach dem Glück, oder: Determinanten der Lebenszufriedenheit“; Universität zu Köln, Köln, Oktober 2014 bis Februar 2015. • Dominik H. Enste: Ethik in der Wirtschaft; Köln Metall Verband/ Wirtschaftsvertreter der Stadt Köln, Köln, 02. Juli 2014.
21 • Dominik H. Enste: Vortragsreihe „Manager zwischen Markt, Macht und Moral – Herausforderungen und Lösungsansätze“; IW Akademie/ Deutsche Bank, Köln/ Frankfurt a. M., Januar 2014 bis Dezember 2014. • Dominik H. Enste: „Vom Schlechten des Guten“ – Warum wir nicht zum Glücklichsein geboren sind…: Evolutionspsychologische und ökonomische Einsichten; Allianz AG, Frankfurt a. M., 21.-22. Januar 2014. • Dominik H. Enste: Fairer Föderalismus? Zum Reformbedarf bei Bildung und Finanzen; Wissenschaftliche Tagung mit dem Max Planck Institut Köln/ IW Köln, Köln, 12. November 2014. • Manfred Kiy: Befragungen zum Thema Fair Trade an Hochschulen in NordrheinWestfalen; Forschungsforum F04, Wissenschaftliche Vortragsreihe der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln, Köln, 25. Juni 2014. • Christian Rennert: Marktwirtschaft und Moral; Tagung an der Leucorea Wittenberg, Wittenberg, 28.-30. Mai 2014. • Christian Rennert: Strategiebildung und Kommunikation von Unternehmen bei Großprojekten; Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP), 8. November 2013 (mit Christiane L. Döhler). • Wolfgang Veit: Is regulatory change predictable? Socio-economic determinants of regulatory reform; Doing Business: Past, Present and Future of Business Regulation Research, World Bank, Washington D.C., 20. Februar 2014. 2.2.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Dominik Enste: > Herausgeber: Verhaltensökonomik und Sozialpolitik, Sonderband der Zeitschrift „Sozialer Fortschritt“ (mit Theresa Eyerund). Manfred Kiy: > Herausgeber: Forum NIL – Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, Publikationsreihe des Verbundprojektes „Regionales Forum Verantwortungsvolles Wirtschaften im Bereich Lebensmittel“ (mit Wiltrud Terlau). Wolfgang Veit: > Herausgeber: EOS – Export Opportunity Survey; Publikationsreihe des Forschungsprojektes „Export Opportunity Survey“ (mit Carol Scovotti).
22 2.3 Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation 2.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die 2010 gegründete Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation beschäftigt sich mit Wirtschaftsmediation sowie Kommunikationsund Konfliktmanagement als erfolgreiche Instrumente außergerichtlicher Streitbeilegung. Sie hat als Einrichtung der Fachhochschule Köln das Ziel, den professionellen Umgang mit Streit und Konflikten in Wissenschaft, Lehre und Praxis voranzutreiben. Die Tätigkeitsgebiete der Forschungsstelle sind Studium und Weiterbildung sowie Forschung, sachverständige Mediationsbegleitung und Praxistransfer. Wesentliche Themenschwerpunkte dabei sind: Innerbetriebliches Kommunikationsund Konfliktmanagement, Unternehmensnachfolge im Mittelstand und in Familienunternehmen, Interkulturelle Mediation, Konflikte im Baubereich sowie Frauen in Führung. An der Forschungsstelle wirken die nachfolgend aufgelisteten Personen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Ricarda Rolf Wirtschaftsrecht, insbesondere Arbeitsund Sozialrecht sowie Personalmanagement, Konfliktmanagement, Wirtschaftsmediatorin, Gründerin und Vorstand der Forschungsstelle Schmalenbach Institut ricarda.rolf@ fh-koeln.de Joachim Hund-von Hagen Wirtschaftsmediator, Fachanwalt für Handelsund Gesellschaftsrecht sowie Steuerrecht, Mitbegründer und Vorstand der Forschungsstelle aclanz Partnerschaft von Rechtsanwälten Joachim.HundvHagen @aclanz.de Gebhard Mann Wirtschaftsmediator, Mitbegründer und Vorstand der Forschungsstelle Syndicus, STRABAG Property and Facility Services gebhard.mann@ strabag-pfs.com Katharina Hellwig Geschäftsführerin des IWM, Mediatorin, Fachanwältin für Familienrecht, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) [email protected] Bernd Hoffmann Geschäftsführer des IWM, Wirtschaftsmediator und Rechtsanwalt, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) [email protected] Prof. Dr. Susann Kowalski Wirtschaftsinformatik, Kulturvergleichende Studien zum Lehren, Lernen, Arbeiten und zu Konflikten Schmalenbach Institut susann.kowalski@ fh-koeln.de Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbes. Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediator Schmalenbach Institut bernd.eckardt@ fh-koeln.de
23 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Christoph Bubert international zertifizierter Mediator in Baukonflikten, Supervisor, Schiedsrichter, Mediationstrainer und Rechtsanwalt Rechtsanwälte Osenbrück, Bubert, Kirtsen, Voppel, Köln [email protected] Robert Glunz Betriebswirt und Mediator Vorstand der Deutschen Stiftung Mediation Robert.Glunz@ cognizant.de Dr. Askim MüllerBozkurt Interkulturelle Mediation, Politologin und Sozialwissenschaftlerin, Wirtschaftsmediatorin, EUProjekte Bereichsleiterin Projekte beim Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH, Kerpen [email protected] Björn Müller Betriebswirt und Dipl.- Sozialpädagoge Bereichsleiter Ausbildungsberatung und Training beim Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH, Kerpen b.mueller@ bauindustrie-nrw.de Weitere Informationen zur Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation finden sich auf der Homepage unter www.wirtschaftsmediation.fh-koeln.de. Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet: • „Streitkulturindex für Unternehmen in Deutschland“ Prof. Dr. Ricarda Rolf (Fachhochschule Köln); Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement (IWM); aclanz, Partnerschaft von Rechtsanwälten Dieses im Rahmen des Forschungssemesters von Prof. Dr. Ricarda Rolf durchgeführte Forschungsprojekt zielt darauf ab, in Unternehmen und Organisationen branchenübergreifend und deutschlandweit die Streitkultur sowie den Umgang mit Konflikten innerund interbetrieblich mit Hilfe einer Erhebung zu erforschen und hieraus Strategien und konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation, Konfliktfähigkeit sowie der Unternehmensund Führungskultur abzuleiten. Zugleich sollen aus diesem Projekt für die Forschungsstelle zusätzliche Forschungsperspektiven sowie weitere Kooperationspartner aus der Unternehmenspraxis gewonnen werden. Dieser neu entwickelte Streitkulturindex hat konkret zum Ziel, die Qualität und Professionalität von Unternehmen sowie Organisationen in Deutschland im Umgang mit Streit und Konflikten mittels einer Online-Befragung zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Er wird auf wissenschaftlicher Basis erstellt sowie ausgewertet und richtet sich an Unternehmen des Mittelstandes und Großunternehmen in Deutschland. Aber auch kleinere Unternehmen sind als Teilnehmer willkommen. Es ist geplant, die Befragung jährlich zu wiederholen. Den Streitkulturindex gibt es in dieser Form erstmalig. Eine lebendige und kon-
30 • „Best-Practices of Culturally-Aware International Graduate Business Education“ Prof. Dr. Harald Sander (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Elke Schuch (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Jeffrey Michelman (University of North Florida), Prof. Dr. Steve Paulson (University of North Florida), Prof. Dr. Alojzy Nowak (Warsaw University), Dr. Waldemar Koziol (Warsaw University), Prof. Dr. David Wang (Dongbei University of Finance and Economics) This is a joint research project of all GlobalMBA partners in order to reflect on bestpractices in culturally-aware international graduate business education, to continuously evaluate the GlobalMBA program and to contribute to further improvement in graduate business education. • „Green Growth, Eco-Innovation and Transfer of Green Technology“ Prof. Dr. Harald Sander (Fachhochschule Köln), Steffen Wolfer (Fachhochschule Köln) This project explores the role of eco-innovation in achieving “green growth” in emerging markets; with particular focus on China. The research is closely linked to a dissertation project investigating into business strategies for technological innovation and environmental sustainability in China. • „The Portrayal of Female Athletes in Mass Media“ Prof. Dr. Elke Schuch (Fachhochschule Köln), Dr. Elena Teso (Liverpool John Moores University) Nachdem über Jahrzehnte hinweg Frauen von vielen olympischen Sportarten ausgeschlossen waren, erklärte IOC-Chef Jacques Rogge bei der Eröffnungsfeier die Olympischen Spiele in London 2012 als „die weiblichsten Spieler“ aller Zeiten und begründete die neue Weiblichkeit der Spiele mit der hohen Präsenz an Sportlerinnen. Aber dokumentierte sich der erhöhte Frauenanteil von Sportlerinnen auch in einer erhöhten Sichtbarkeit in den Medien? Ließen die Medien eine geschlechtergerechte und -sensible Berichterstattung erkennen? Inwieweit prägten geschlechtsstereotypisierende Muster nach wie vor die Berichterstattung? Wie wurden weibliche und männliche Athleten massenmedial dargestellt? In der Analyse von deutschen, spanischen und britischen Medien verbindet das Projekt eine Erhebung der medialen Sichtbarkeit von weiblichen Athleten während der Londoner Olympiade 2012 im Vergleich zu männlichen Athleten (quantitative Analyse) mit der Analyse der geschlechtsgebundenen Konstruktionen, die der Medienberichterstattung zugrunde lagen (qualitative Textund Bildanalyse). Die für die Berichterstattung in den jeweiligen Ländern analysierten Ergebnisse sollen miteinander verglichen werden und den Ausgangspunkt für weitere interkulturelle Analysen im Bereich Mediensport und Geschlecht bilden. • „Diary-writing as a tool for monitoring and assessing intercultural learning “ Prof. Dr. Elke Schuch (Fachhochschule Köln), Ulrike Meyer (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Halina Grzymała-Moszczyńska (Universität Warschau), Prof. Dr. Yu, Xiaoyan Yu, (Dongbei University of Finance and Economics, Dalian, China), Dr. Steve Paulson (University of North Florida, Jacksonville, USA) Das Projekt begleitet den von den Fakultäten 03 und 04 der Fachhochschule Köln in Kooperation durchgeführten Masterstudiengang „Internationales Management und Interkulturelle Kommunikation“. Für Studierende in diesem Masterstudiengang, die in ihrer zukünftigen Berufstätigkeit mit kulturübergreifenden Management-Problemen konfrontiert sein
31 werden, ist die Reflexion und das eigene Verständnis der Prozesse interkulturellen Lernens zentraler Teil ihrer professionellen Kompetenz. Um die international zusammengesetzte Kohorte bei diesem erfahrungsbasierten Prozess der Selbstreflexion zu unterstützen, werden in dem an allen vier Studienstandorten (Köln, Warschau, Dalian/China, Jacksonville/USA) angebotenem Modul „Applied Intercultural Communication“ Lernportfolios eingesetzt, in denen Studierende eine kritische Analyse ihrer während des gesamten Studienverlaufs gemachten Erfahrungen hinsichtlich Akkulturation, kulturelle Differenz und Teambildung sowie eine Evaluation des eigenen Lernens vornehmen. Über eine studienstandort-übergreifende, 15 Monate umspannende qualitative Auswertung der Lernportfolios sollen Erkenntnisse über die während des Studiums erfolgte Entwicklung von sozialer und Teamkompetenz der Studierenden gewonnen werden, die dazu beitragen werden, den Prozess des interkulturellen Lernens transparenter zu machen. >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden von den Mitgliedern der Fachhochschule Köln im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Harald Sander (2013): Les activités bancaires transfrontalières de détail: un aspect méconnu de la mondialisation financière en temps de crise; Revue D’Economie Financière, 112, 2013, S. 211-239 (mit Stefanie Kleimeier). • Harald Sander (2013): Potentially less austerity for the troubled Eurozone, in: The Conversation, 04. November 2013: https://theconversation.com/potentially-less-austerity-forthe-troubled-eurozone-18804. • Harald Sander (2014): Introduction: Global Banking, Financial Stability, and Post-Crisis Policy Challenges Symposium; in: Comparative Economic Studies, 56, 2014, S. 253-256 (mit Stefanie Kleimeier). • Harald Sander (2014): The Resurgence of Cultural Borders in International Finance during the Financial Crisis: Evidence from Eurozone Cross-Border Depositing; GLOBUS Working Paper 2014-02; Institute of Global Business and Society, Fachhochschule Köln, Köln 2014. • Harald Sander (2014): Draghi calls for spending to rescue Euro – but will governments do ‘whatever it takes’?; in: The Conversation, 04. September 2014: https://theconversation .com/draghi-calls-for-spending-to-rescue-euro-but-will-governments-do-whatever-it-takes31173. • Harald Sander (2014): On the road to Asia: why Germany and the Eurozone want a trade deal with Australia; in: The Conversation, 23. Dezember 2014: https://theconversation. com/on-the-road-to-asia-why-germany-and-the-eurozone-want-a-trade-deal-withaustralia-34482.
32 • Harald Sander (2015): As Eurozone squares up to quantitative easing, are fears justified?; in: The Conversation, 21. Januar 2015: https://theconversation.com/as-eurozonesquares-up-to-quantitative-easing-are-fears-justified-36446. • Elke Schuch (2014): Transcultural perspectives on teaching literature to advanced EFL students; in: Saila Poutiainen (Hrsg.): Theoretical turbulence in intercultural communication studies, Cambridge Scholars Publishing, Cambridge 2014, S. 145-164. • Elke Schuch (2014): Übersetzung als Kulturtransferprozess. Zur kulturspezifischen Umformung von Literaturund Medienangeboten; in: Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kuehle, Michael Schreiber (Hrsg.): Translationswissenschaftliches Kolloquium III. Beiträge zur Übersetzungsund Dolmetschwissenschaft (Köln/ Germersheim), Peter Lang, Frankfurt/Main 2014, S. 227-245. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle im abgelaufenen Jahr gehalten: • Harald Sander: What holds back Eco-Innovation? A “Green Growth Diagnostics” Approach”; 1st Conference of Natural Resources and Development, Center for Natural Resources and Development, Viña del Mar, Chile, 25.-28. November 2013 • Harald Sander: Culture, Trust and Cross-Border Depositing; Annual Conference Financial Management Association, Financial Management Association, 17.-19. Oktober 2013. • Elke Schuch: Gendered narratives: The representation of female athletes in the Spanish and German media during the Olympic Games in London 2012; Rhetorik in Europa: Konvergenz und Divergenz in Europa, Universität des Saarlands, 09.-13. Oktober 2013 (mit Elena Teso und Laura Hanusch). • Elke Schuch: Diary-writing as a tool for monitoring and assessing intercultural learning; Nordic Intercultural Communication Conference: Language, Culture and Communication, University of Iceland, 26.-28. November 2014 (mit Ulrike Meyer). 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Harald Sander: > Mitherausgeber: International Business: Research, Teaching, Practice, The Journal of the Academy of International Business (Southeast USA Chapter); > Redaktionsbeirat: Foundations of Management; > Beiratsmitglied: Yearbook of Polish European Studies; > Gutachter für die Fachzeitschriften: Emerging Markets Review, Emerging Markets Finance and Trade, Global Finance Journal, International Review of Economics and Finance, Journal of Asia Business
33 Studies, Journal of Banking and Finance, Journal of International Financial Markets, Institutions and Money, Journal of International Money and Finance, Organization Studies, Oxford Bulletin of Economics and Statistics, Oxford Economic Papers, Quarterly Review of Economics and Finance, Review of Financial Economics, The Economics of Transition, The European Journal of Finance, The Manchester School. 2.5 Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement 2.5.1 Zielsetzung und Mitwirkende Der Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement ist eine Institution, die an der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften angesiedelt ist und von der Fachhochschule Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen anerkannt und unterstützt wird. Der Forschungsschwerpunkt hat das Ziel, Forschungsaktivitäten im Bereich Wissensmanagement zu unterstützen und durchzuführen. An der Forschungsstelle wirken die folgenden Personen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Rolf Franken Wissensmanagement, Unternehmensführung Schmalenbach Institut [email protected] Udo Inden Wissensmanagement, BWL/General Management Lehrbeauftragter Schmalenbach Institut [email protected] Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts sind nachfolgend dokumentiert. 2.5.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet: • „ARUM – Adaptive Production Management“ Prof. Dr. Rolf Franken, Udo Inden, Olivia Macolic (alle Fachhochschule Köln) / Projektpartner: EADS Deutschland GMBH (Deutschland), Airbus Operations‘ GmbH (Deutschland), Certicon A.S. (Tschechische Republik), Iacobucci HF (Italien), Modular Galley Systems GmbH (Deutschland), TIE Netherlands B.V. (Niederlande), SEC Smart Solutions (Russland), ALMENDE B.V. (Niederlande), P3 Ingenieurs SAS (Frankreich), The University of Manchester (England), Instituto Politécnico de Braganḉa (Portugal), Institute of Communication and Computer Systems (Griechenland), Ceske Vysoke Ugeni Technicke v Praze (Tschechische Republik), 14 Fernuniversität Hagen (Deutschland) ARUM befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Planungsund Steuerungssysteme für die Fertigung sehr komplexer Produkte, insbesondere unter den Bedingungen komple-
34 xer Produktionsumgebungen und hoher Produktionsunsicherheit. Das Fallbeispiel für komplexe Produkte ist der Airbus A350 (Erstauslieferung im Dezember 2014) – und die Komplexität der Umgebung ergibt sich primär aus den Risiken des meist sehr hohen technologischen Innovationsumfangs, der von den Kunden, den Airlines, gefordert wird. Die Konsequenz sind häufige, kaum prognostizierbare und z. T. massive Produktionsstörungen. Im ARUM-Projekt entwickelte Managementtechnologien sollen den „R.E.A.L.- Prozess“ des Managements (Realise, Evaluate, Act, Learn) nicht nur beschleunigen, sondern auch qualitativ verbessern, d. h. vor allem, Handlungsoptionen bereitzustellen, die dem aktuellen Kontext entsprechen. Ein Problem ist die Beherrschung der Heterogenität und, in der Ramp-up-Phase, der Variabilität der Daten, die sich aus Anpassungen des Produktes, der Lieferantenstruktur oder der Prozessstrukturen ergeben kann. Das zweite Fallbeispiel wird von der Firma Iacobucci bereitgestellt, die Ausrüstungen für die Galley und die Kabine von Flugzeugen herstellt: Espressound Kaffeemaschinen, Trashcompactors, Induktionsöfen, Sitze für Business Jets, Catering-Trolleys. Der einfache Größenvergleich zwischen einem A350 (ca. 6 Millionen Teile) und z. B. einer Kaffeemaschine (ca. 600 Teile) führt in die Irre: Ein großer Teil der Komplexität resultiert bei IHF aus dem Parallelbetrieb von bis zu sieben, z. T. über die Ressourcennutzung von einander abhängigen Produktionslinien oder z. B. aus der geringen Kontrollmacht eines relativ kleinen Unternehmens gegenüber vielen Kunden und einigen Lieferanten. Außerdem sind die Hierarchien deutlich flacher und die Unterstützungssysteme wesentlich direkter mit den Management Workflows verbunden. Inzwischen hat das Projekt die Testund Demonstrationsphase der entwickelten Software Systeme erreicht: > Die “intelligent Enterprise Service Bus” (iESB) stellt die Verbindung zwischen den verfügbaren Datenquellen, von ERP-Systemen über Sensoren oder mobile Geräte bis hin zu Excel-Tabellen und manuellen Eingaben einerseits sowie Anwendungen zur Unterstützung des Managements der Produktionsprozesse andererseits, die in der Ramp-upPhase noch häufig und z. T. massiv von unvorhergesehenen Ereignissen gestört werden. Ontologiegestützte (semantische) Technologien unterstützen die Beherrschung der hohen Heterogenität der Daten. Diese Infrastruktur stellt u. a. die Gültigkeit und Widerspruchsfreiheit der Entscheidungen auf den verschiedenen Planungshorizonten und -ebenen sicher. > Die Management Tools unterstützen: i) die langfristige (strategische) Planung von Produktionsprogramm und Kapazität; ii) die taktische Produktionsund Ressourcenplanung zur Anpassung an mittelund kurzfristige Auftragslagen sowie die Verfügbarkeiten von Material oder den Stand der Ausbildung und Erfahrung der Techniker, die im Ramp-up z. B. wegen einer noch unzureichenden technischen Reife des Produktund Produktionssystems sowie häufiger Änderungen problematisch sein kann; iii) die Ablaufkoordination (Scheduling) der Prozesse und die effiziente Planung und Steuerung der Reaktion auf Störungen, vor allem zur Eingrenzung der Störungspropagation und, soweit wie möglich, die rasche Wiederherstellung eines geplanten Ablaufes. Dies
35 schließt die Unterstützung der Störungserkennung und -analyse sowie die Beachtung der in der Luftverkehrsindustrie geltenden und staatlich kontrollierten Verfahren ein. Im Rahmen der Arbeitspakete zur Entwicklung dieser Tools und ihrer Infrastrukturen war das Team der Fachhochschule Köln auf der funktionalen Ebene verantwortlich für die Koordination der Arbeit an den semantischen Modellen sowie an den Schnittstellen zur Spezifikation der Produktionsumgebung und für das Management von Szenarien. Von Beginn an hat sich das Kölner Team in enger und intensiver Zusammenarbeit mit Iacobucci HF (Italien) mit der Entwicklung der spezifischen Anforderungen und Anwendungsspezifikationen auf der Ebene der Produktionsprozesse und der Management-Workflows sowie mit der Erarbeitung realistischer Testbzw. Demonstrationsszenarien und die Unterstützung der Bereitstellung der dazu erforderlichen Daten befasst. In der bis zum Projektende verbleibenden Zeit wird sich das Team auf zwei Themen konzentrieren: Auf der Basis der Ergebnisse des Iacobucci Cases sollen KMU-spezifische Industrialisierungsund Kommerzialisierungsstrategien für die im Projekt entwickelten Lösungen bereitgestellt werden. Ein weiteres Thema ist die Entwicklung einer Lernstrategie, die die Möglichkeiten der Tools ausnutzt oder ggf. erforderliche Erweiterungen aufzeigt. >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden im Berichtszeitraum veröffentlicht: • Udo Inden (2014): Aspects of Modelling and Processing Complex Networks of Operations’ Risk; in: ThinkMind – International Journal On Advances in Software, Ausgabe 7, Nummer 3 und 4, 30. Dezember 2014 (mit Despina T. Meridou, Maria-Eleftheria C. Papadopoulou, A.-C. G. Anadiotis, Iakovos S. Venieris und C.-P. Rückemann). 2.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Udo Inden: > Mitgliedschaft in Programand Review-Boards: HOLOMAS PROGRAM COMMITTEE 2013 – Industrial Applications of Holonic and Multi-Agent Systems; INFOCOMP 2012 & 2013, Technical Program Committee – International Conference on Advanced Communications and Computation. > Mitgliedschaft in Konsortien: INNOJET (H2020 SME-Instrument), Focus: Development and implementation of solutions for complex design conflicts and constraints of producibility of electronic and mechanical product components for aircraft interiors by exploiting additive production technologies and multi-criteria design optimization methodologies.
36 2.6 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften 2.6.1 Forschungsprojekte Folgende weiteren Projekte wurden von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Fachhochschule Köln im Berichtsjahr bearbeitet: • „Bildung für nachhaltige Entwicklung – ReparaTour meets ProfiL2“ Prof. Dr. Ursula Binder (Fachhochschule Köln) Das Ziel dieses Projekts ist es, dauerhaft Studierenden die Möglichkeit zu bieten, ein ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Geschäftsmodell aktiv mitzugestalten. Das Projekt wurde 2012 von der UNESCO als Weltdekade-Projekt (Weltdekade der Vereinten Nationen 2005-2014, Bildung für nachhaltige Entwicklung) ausgezeichnet. Es wurden und werden auch weiterhin Bachelorund Masterarbeiten im Zusammenhang mit diesem Projekt vergeben (Business-Plan, Marktforschung, Prozess-Simulation etc.). Der nächste Schritt besteht in der Klärung der Finanzierung. Parallel wird es voraussichtlich ab dem WS 2014/15 eine begleitende Lehrveranstaltung „Nachhaltige Unternehmensführung“ geben. Die bisherigen Forschungsergebnisse mündeten 2013 in einer Veröffentlichung (Fachbuch): „Ursula Binder: Nachhaltige Unternehmensführung“. • „Nachhaltigkeitsberichterstattung in KMU (kleine u. mittlere Unternehmen)“ Prof. Dr. Ursula Binder (Fachhochschule Köln) Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Controlling für KMU“ und in Form von Bachelorarbeiten unterstützen Studierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Parallel dazu werden die Qualitätskriterien für Nachhaltigkeitsberichte und für die Messung von Nachhaltigkeit erforscht und die Frage geklärt, inwieweit gute Nachhaltigkeitsberichte mit Fortschritten in der Nachhaltigkeit der Unternehmensführung korrespondieren (oder nicht). • „dre:RAUM“ Prof. Dr. Ursula Binder (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt, Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln Interdisziplinäres, studentisches Projekt, das an der Fachhochschule Köln durchgeführt wird und von mehreren Professor(inn)en mit Lehrveranstaltungen, Abschlussarbeiten und Projektarbeiten unterstützt wird. Initiator ist ein Masterstudent der erneuerbaren Energien, Christian Brosig. Es geht um die Schaffung eines nachhaltigen Raumes zum Wohnen, Leben und Lernen in Köln. Die Umsetzung erfolgt durch den Umbau einer alten Fabrikhalle im Bereich der Stadt Köln. Zu dem Namen „dre:RAUM“: Der vordere Teil des Namens setzt sich aus den Adjektiven dezentral und regenerativ zusammen und ergibt die Drehung, die symbolisch für das Schließen von Kreisläufen steht. Die bisherigen Akteure
37 stammen aus den Fakultäten Architektur, Bauingenieurwesen, erneuerbare Energien und Wirtschaftswissenschaften. Weitere Fakultäten können dazu kommen. Im Wintersemester 2014/15 läuft bereits eine Lehrveranstaltung im Rahmen der erneuerbaren Energien, die diese Projektarbeit integriert. Im Sommersemester 2015 werden die Fakultät für Architektur und die Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften im Rahmen einer Lehrveranstaltung weitere Projektaufgaben für dieses Projekt anbieten. • „REITs: Real Estate or Stock?“ Dr. Wilhelm Breuer (Professorenvertreter) (Fachhochschule Köln) Real Estate Investments Trusts (REITs) are listed funds/companies that exclusively hold and operate income-producing real estate assets. Do they behave/perform like real estate or stocks? This question is tested on the basis of the Portfolio Selection Theory, the CAPM and other theories with samples from German institutional investors. • „Arbeitgeberattraktivität bei Studierenden und Berufstätigen“ Prof. Dr. Christian Ernst (Fachhochschule Köln) Die Attraktivität deutscher Unternehmen als Arbeitgeber ist in Zeiten des demographischen Wandels zu einem Wettbewerbsfaktor im Kampf um die besten Mitarbeiter/innen geworden. Im „War For Talents“ müssen sich vor allem mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber profilieren. Die empirische Untersuchung befragt Studierende und Berufstätige nach ihren persönlichen Attraktivitätsmerkmalen, nach denen sie ihren Arbeitgeber aussuchen (werden). Dabei soll u.a. untersucht werden, inwieweit sich die Kriterien zwischen Studierenden und Berufstätigen unterscheiden und auf welche Basis ein modernes „Employer Branding“ gestellt werden muss. • „Die Zufriedenheit von Auszubildenden in Deutschland“ Prof. Dr. Christian Ernst (Fachhochschule Köln) Die praxisorientierte duale Berufsausbildung Deutschlands ist im internationalen Maßstab führend. Zahlreiche Länder beneiden unser Land um diese Ausbildungsqualität und versuchen, diese zu kopieren. Der Ausbildungsmarkt ist in den letzten Jahren von einem Anbieterzu einem Nachfragermarkt geworden. Gute Schulabgänger mit einer hohen allgemeinbildenden Qualifikation können sich die Ausbildungsunternehmen aussuchen. Die Ausbildungsqualität ist deshalb heute von hochgradiger Bedeutung für die Bindung der zukünftigen Fachkräfte. Dabei muss es Unternehmen gelingen, die Ausbildung so zu gestalten, dass die Auszubildenden selbst zufrieden sind und auch langfristig im Unternehmen verbleiben wollen. Die empirische Studie untersucht zentrale Zufriedenheitskriterien aus der Sicht der Auszubildenden. Dabei sollen auch Defizitbereiche der dualen Berufsbildung in den Betrieben – nach Branche und Unternehmensgröße – eruiert werden.
38 • „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“4 Prof. Dr. Erich Hölter (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen), EB Cert GmbH, Köln, RKWC GmbH, Aachen/Peking Inhalt des Verbundprojektes der Fachhochschule Köln, der Universität Duisburg-Essen und zweier Praxispartner, EB Cert GmbH und RKWC GmbH, ist die Entwicklung, der Aufbau sowie die nachhaltige Implementierung, Dissemination und Verwertung eines international anerkannten Weiterbildungsstandards zur Förderung von „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“ unter Maßgabe der Etablierung eines dauerhaften, sich selbst tragenden Bildungskonzeptes. Das Projekt baut auf das bereits bestehende Berufsbildungsangebot „Economist Pass“ auf, wird jedoch für den chinesischen Kulturraum angepasst und weiterentwickelt mit dem Ziel, ein kulturübergreifendes Konzept zum Aufbau wirtschaftlicher Kompetenz bei (angehenden) chinesischen Fachund Führungskräften zu etablieren. Dafür beinhaltet das Verbundprojekt die wissenschaftlich begleitete Entwicklung, Adaption, Transferierung, Implementierung und Evaluation eines Zertifikatskurses inklusive Zertifikatsprüfung auf der einen Seite und ein System zur Multiplikatoren- /Trainerund Prüfer-Zertifizierung auf der anderen Seite. Das dreijährige Verbundprojekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. • „Analyse und Bewertung von Add-ins zu Tabellenkalkulationsprogrammen“ Prof. Dr. Marc Kastner (Fachhochschule Köln) Die Angebote auf dem Markt der Softwaretools zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Entscheidungsproblemen sind sehr vielfältig und unübersichtlich. Insbesondere existiert eine Vielzahl von kommerziellen und nichtkommerziellen Add-ins, die in vorhandene Tabellenkalkulationsprogramme wie z. B. Microsoft Excel integriert werden können. Die Tools unterscheiden sich vor allem in ihrem Anwendungsbezug und sollen deshalb auf Leistungsfähigkeit und Eignung für den Einsatz zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Entscheidungsproblemen untersucht und kategorisiert werden. Forschungsgegenstand ist die Auswertung der relevanten Fachliteratur, insbesondere von Marktanalysen und empirischen Studien zu den relevanten Excel-Add-ins sowie die Durchführung von Softwaretests. • „Kommentierung Mietrecht“ Prof. Dr. Friedrich Klein-Blenkers (Fachhochschule Köln) Dritte Auflage der Kommentierung Mietrecht, in: AnwaltKommentar BGB, Nomos Verlag, Baden-Baden (ca. 250 Seiten). • „E-Bilanz“ Prof. Dr. Ursula Ley (Fachhochschule Köln) Im Rahmen des E-Governments stellt die Finanzverwaltung die Einreichung der Steuererklärungen und der steuerlichen Gewinnermittlung auf eine elektronische Übermittlung unter dem Stichwort „Elektronik statt Papier“ um. Diese Umstellung dient u.a. dazu, ein au4 Prof. Dr. Frank Gogoll ist Mitglied der Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen. Dieses Projekt ist daher ebenfalls aufgeführt in Kapitel 2.2: Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen.
39 tomatisiertes Risikomanagementsystem über die eingereichten Bilanzen laufen zu lassen, um kennziffernbasiert die Steuerfälle auszusuchen, die einer Betriebsprüfung zugeführt werden sollen. Für bilanzierende Steuerpflichtige wird dies mittels einer sogenannten E-Bilanz geschehen. Die Erstellung dieser E-Bilanz ist nur möglich, wenn zuvor die Kontenpläne der Unternehmen an die Strukturvorgaben der E-Bilanz angepasst wurden. Dies führt zu tiefgreifenden Veränderungen in der Finanzbuchhaltung der Steuerpflichtigen sowie in der Arbeit der steuerlichen Berater. Das gesetzgeberische Projekt wird kritisch unter Beobachtung der Praxis begleitet. In diesem Zusammenhang wurde auch an der Pilotphase der Finanzverwaltung teilgenommen. • „Handbuch zum Wirtschaftsrecht im Wirtschaftsprüferexamen“ Prof. Dr. Volker Mayer (Fachhochschule Köln) Gem. §13b Wirtschaftsprüferordnung können die Prüfungsgebiete Recht und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre/Volkswirtschaftslehre im Wirtschaftsprüfer-Examen durch die Anrechnung von Studienleistungen in einem wissenschaftlichen Studium absolviert werden. Gegenstand des vierbändigen Handbuchs sind die spezifischen berufspraktischen Fragestellungen aus dem Bereich der Rechtswissenschaft, die didaktisch aufgearbeitet werden, um zugleich als Vorbereitung auf das Wirtschaftsprüferexamen verwendbar zu sein. Zugleich wird damit der Stoff der einschlägigen Studiengänge im Hinblick auf die anzurechnenden Prüfungsleistungen dargestellt und ein Handbuch bereitgestellt, das auch dem Praktiker als Nachschlagewerk dienen kann. • „Institutionelle Defizite“ Prof. Dr. Volker Mayer (Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Philippe Mbarga (Université Catholique d'Afrique Central, Yaoundé/Kamerun), Prof. Dr. Obiora Ike (Godfrey Okoye University, Enugu/Nigeria); Fördermittelgeber: Erzbischöfliches Generalvikariat Köln, Hanns-Seidel-Stiftung Projektinhalt sind Gastdozenturen und eine Forschungskooperation zum Thema „Freiheit, Recht und Ordnung – Institutionelle Defizite“. Die Kooperation besteht seit 2002. Sie war initiiert durch ein Hilfsprojekt zum Aufbau und Betrieb konkreter Institutionen im Bildungsund Gesundheitsbereich (Schule, Waisenund Krankenhaus) und wird seither begleitend dazu aufgebaut. Aus der jeweiligen Ländersicht wird die Qualität von „Institutionen“ dargestellt und aus Sicht des Aufbaus und der Entwicklung (staatlicher, rechtlicher) Gemeinschaften verglichen und bewertet. Darauf aufbauend sollen Empfehlungen erarbeitet werden. Gegenstand der Untersuchung sind die Qualität von „Institutionen“ im Sinne der Weltbank-Studie (www.worldbank.org/wbi/governance): Verwirklichung der Menschenwürde in bürgerlichen und politischen Rechten einschließlich des Privatrechts, staatliche Administration und Sozialstaatlichkeit, Rechtsstaatlichkeit. Das Projekt bezweckt die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Entwicklung staatlicher Gemeinschaften, im Besonderen über die Einflussfaktoren für das wirtschaftliche Wachstum der Gemeinschaften. Nach dem Stand der empirischen Forschung, wie ihn etwa die Weltbank, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die GIZ/GTZ oder die KfW ihren Analysen zugrunde legen, sind institutionelle Defizite die einzige fundamentale Ursache ausbleibender Entwicklungserfolge. Eine wirksame Wirtschaftsund Sozialpolitik ist danach langfristig nicht ohne hinreichende institutionelle Absicherung
46 3 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Institut für Versicherungswesen 3.1 Forschungsschwerpunkt Rückversicherung 3.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle Rückversicherung wurde 2008 gegründet und 2009 in den Forschungsschwerpunkt Rückversicherung umgewandelt. Am Forschungsschwerpunkt Rückversicherung wirken die nachfolgend aufgelisteten Professoren und wissenschaftlichen Hilfskräfte und Mitarbeiter mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Stefan Materne, FCII Leiter des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung, Rückversicherung. Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Lutz Reimers-Rawcliffe Transportversicherung, Rückversicherung. Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Jochen Axer Betriebswirtschaftslehre, insbes. betriebliche Steuerlehre. Institut für Versicherungswesen [email protected] Manuel Dietmann (M.Sc.) Wissenschaftlicher Mitarbeiter KPMG / Institut für Versicherungswesen [email protected] Sebastian Hoos (M.Sc., FCII) Wissenschaftlicher Mitarbeiter Deutsche Rück / Institut für Versicherungswesen [email protected] Kai-Olaf Knocks (M.A., FCII) Wissenschaftlicher Mitarbeiter Scor Global P&C SE / Institut für Versicherungswesen [email protected] Alexandra Pitscheider (B.A.) Wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Versicherungswesen alexandra.pitscheider @fh-koeln.de Lihong Wang (M.Sc.) Wissenschaftliche Mitarbeiterin R+V Re / Institut für Versicherungswesen [email protected] Frederik Gerhards (B.Sc.) Wissenschaftliche Hilfskraft Institut für Versicherungswesen [email protected] Lucas Kaiser (B.Sc.) Wissenschaftliche Hilfskraft Institut für Versicherungswesen [email protected] Florian DavidSpickermann (B.Sc.) Wissenschaftliche Hilfskraft University of Limerick, Irland [email protected] Fabian Pütz (B.Sc.) Wissenschaftliche Hilfskraft Institut für Versicherungswesen [email protected]
47 Die Finanzierung des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung (Personalkosten der wissenschaftlichen Mitarbeiter, Literatur, Reisekosten, Sachmittel, etc.) erfolgt vollständig aus den vom Förderkreis Rückversicherung zur Verfügung gestellten Drittmitteln. In dem Förderkreis wirken derzeit insgesamt 80 Rückversicherer bzw. rückversicherungsorientierte Unternehmen mit. Zudem werden das Kölner Rückversicherungs-Symposium (teilweise), die Jahrestagung des Förderkreises sowie die Exkursionen durch die eingeworbenen Drittmittel finanziert. Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung sind nachfolgend dokumentiert. 3.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden bzw. werden in dem Forschungsschwerpunkt Rückversicherung bearbeitet: • Prof. Stefan Materne (Fachhochschule Köln) > Professor Stefan Materne untersucht derzeit die Auswirkung der nahenden Solvency IIImplementierung speziell auf das Kapitalanlageverhalten von Erstund Rückversicherern. Dabei scheint die Festlegung der je Risikoklasse notwendigen Eigenkapitalunterlegung nicht ausschließlich durch risikotheoretische Überlegungen, sondern zunehmend auch von politisch motivierter Incentivierung zur Steuerung von Investment-Strömen zu erfolgen. Beispiele hierfür sind die Kapitalunterlegung für Kreditverbriefungen und Infrastrukturprojekte. Ein weiterer Interessenschwerpunkt besteht in der Kategorisierung und dem Vergleich von direkten Investment-Möglichkeiten in Risikotransfer (Alternative Capital) statt über Eigenkapital-Investment von Rückversicherern. > Zudem analysiert Professor Stefan Materne die Gründe für das erhebliche Anwachsen der zur Verfügung stehenden Rückversicherungskapazität und schätzt die Konsequenzen ab, die sich aus den nachfolgend beschriebenen Entwicklungen für den Rückversicherungsmarkt und das Geschäftsmodell Rückversicherung ergeben. Über die letzten Jahre eilt die Kapitalisierung von einer Rekordhöhe zur nächsten. Hinzu kommt die ebenfalls substantiell und immer schneller zunehmende Risikotransfer-Kapazität aus dem Kapitalmarkt. Diese addiert sich noch zu dem traditionellen Überangebot. Auch qualitativ verschärft sich die Situation: Stellten die Cat Bonds mit ihren teils sehr hohen Attachment Points eher komplementäre Kapazität zu den traditionellen Rückversicherungsdeckungen dar, so entwickelt sich die jetzt in den Markt strömende „Collateralized Capacity“ zu einer direkten Konkurrenz im Platzierungswettbewerb. Ein Ende dieses Trends – getrieben nicht zuletzt durch das niedrige Zinsumfeld – ist nicht in Sicht. Dieser kontinuierlich steigenden Überkapazität steht in den meisten Märkten bestenfalls eine Stagnation der Nachfrage gegenüber, vielerorts sogar ein Rückgang durch erhöhte Selbstbehalte sowie durch eine zentralisierte Einkaufspolitik unter Berücksichtigung eines Konzernselbstbehalts.
48 >> Veröffentlichungen Der Forschungsschwerpunkt Rückversicherung veröffentlichte im Berichtszeitraum folgende Publikationen: • Sebastian Hoos (2014): Risikotransfer 2.0 – welche Rolle spielen die Rückversicherer?; Bericht zum 11. Kölner Rückversicherungs-Symposium vom 15. Mai 2014, in: Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV), Nr. 12/2014, S. 355-356. • Sebastian Hoos, Stefan Materne, Ingo Wichelhaus (2014): Die Verbriefung von Langlebigkeitsrisiken durch Longevity Bonds – Darstellung anhand zweier Praxisbeispiele; in: Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV), > Teil 1 in Nr. 11/2014, S. 327-331, > Teil 2 in Nr. 12/2014, S. 365-368. • Maria Heep-Altiner, Sebastian Hoos (2014): Vereinfachter Nat Cat Modellierungsansatz zur Rückversicherungsoptimierung“; in: Forschung am IVW, März 2014. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von Mitgliedern des Forschungsschwerpunkts im Berichtszeitraum gehalten: • Stefan Materne: Risktransfer 2.0 – A Few Observations; Karel’s Club Executive Insurance Forum – Reinsurance and Alternative Forms of Risk Transfer, 30. Oktober 2014, Frankfurt. • Stefan Materne: Risikotransfer 2.0 – Welche Rolle spielen die Rückversicherer?; 11. Kölner Rückversicherungs-Symposium, 15. Mai 2014, Köln. • Stefan Materne: Alternative Capital; DVS Ausschusssitzung, 8. Mai 2014, Petersberg. 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr vom Forschungsschwerpunkt Rückversicherung durchgeführt: • 11. Kölner Rückversicherungs-Symposium Der „Risikotransfer 2.0“ – die Konkurrenz von traditioneller Rückversicherung und alternativer Kapazitäten aus dem Kapitalmarkt – sowie das geänderte Zedentenverhalten waren die thematischen Schwerpunkte des 11. Kölner Rückversicherungs-Symposiums am 15. Mai 2014. 587 Teilnehmer waren der Einladung des Instituts für Versicherungswesen gefolgt. Im Rahmen der von Prof. Stefan Materne initiierten und federführend organisierten Veranstaltung wurden zwei Podiumsdiskussionen abgehalten.
49 Das erst Panel wurde von Dr. Marc Surminski (Chefredakteur, Zeitschrift für Versicherungswesen) geleitet. Folgende Diskutanten haben teilgenommen: > Jürgen Meisch (bis April 2014 Finanzvorstand, Gothaer), > Dr. Christian Mumenthaler (CEO Reinsurance, Swiss Re) und > Michael Stahel (Partner, LGT Insurance-Linked Strategies). Die zweite Diskussionsrunde leitete Herbert Fromme (Süddeutsche Zeitung). Das Panel war mit folgenden Vertretern aus der Erstund Rückversicherungswirtschaft besetzt: > Amer Ahmed (CEO, Allianz Re), > Dr. Arno Junke (Vorstandsvorsitzender, Deutsche Rück), > Stephan Knipper (President & CEO, AXIS Re Europe), > Dr. Christian Mumenthaler (CEO Reinsurance, Swiss Re), > Victor Peignet (CEO Global P&C, SCOR) und > Jan-Oliver Thofern (Chairman & CEO Aon Benfield DACH). • 7. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung Die 7. Jahrestagung der im Förderkreis Rückversicherung mitwirkenden Unternehmen fand am 4. Juli 2014 mit rund 85 Teilnehmern statt. Prof. Stefan Materne, Leiter des Forschungsschwerpunkt Rückversicherung, führte durch die Veranstaltung. Referenten waren: > Frank Müller (Bereichsleiter Rückversicherung bei AXA) und > Dirk Lohmann (Gründungsmitglied und Managing-Partner bei ILS-Fund Secquaero). 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben • Ausblick auf zukünftige Vorhaben Das 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium findet am 12. Mai 2015 und die 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung am 26. Juni 2015 in Köln statt.
50 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle für Versicherungsrecht wurde 2010 gegründet, um die Forschungsaktivitäten des Instituts für Versicherungswesen im Hinblick auf juristische Fragestellungen zu bündeln. An der Forschungsstelle Versicherungsrecht wirken folgende Professoren des Instituts für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Karl Maier Leiter der Forschungsstelle, Versicherungsrecht Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Jochen Axer Betriebliche Steuerlehre Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. DirkCarsten Günther Sachversicherung Institut für Versicherungswesen Dirk-carsten.guenther @fh-koeln.de Prof. Dr. Peter Schimikowski Versicherungsrecht Institut für Versicherungswesen peter.schimikowski @fh-koeln.de Weitere Informationen zur Forschungsstelle Versicherungsrecht finden sich auf der Homepage unter www.f04.fh-koeln.de/fakultaet/institute/ivw/informationen/fs_versicherungsrecht. Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Veröffentlichungen Die Mitglieder der Forschungsstelle Versicherungsrecht veröffentlichten im Berichtszeitraum folgende Publikationen: • Dirk-Carsten Günther (2014): Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 25. Oktober 2013 – V ZR 230/12 zu dem nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch zwischen Sondereigentümern. • Dirk-Carsten Günther (2014): Anmerkung zur Aufgabeobliegenheit des Versicherungsnehmers gemäß § 86 Abs. 2 VVG; in: VersR 2014, S. 624. • Karl Maier (2014): Die Fahrerschutzversicherung – Neue Wege beim Versicherungsschutz für den Fahrer; in: recht + schaden 2014, S. 219. • Peter Schimikowski (2014): Erfüllungssurrogat und Mangelfolgeschaden in der Betriebshaftpflichtversicherung; Anmerkung zu öOGH Wien, 17.04.2013 – 7 Ob 46/13k.; in: recht + schaden 2014, S. 232.
51 • Peter Schimikowski (2014): Versicherungsvertragsrecht;. 5. Auflage, München, BeckVerlag, 2014. • Peter Schimikowski (2014): Deckungsumfang einer Luftfahrt-Haftpflichtversicherung; Anmerkung zu OLG Hamm, 26.04.2013 – 20 U201/12; in: recht + schaden 2014, S. 11. • Peter Schimikowski (2014): Grundsatz der Spezialität des versicherten Risikos; Anmerkung zu AG Wiesbaden 06.09.2013 – 1 O 209/12; in: recht + schaden 2014, S. 66. • Peter Schimikowski (2014): Versicherungsfall in der D&O-Versicherung; Anmerkung zu OLG Düsseldorf 31.01.2014 – 4 U 176/11; in: recht + schaden 2014, S.122. • Peter Schimikowski (2014): Zum Begriff des Schadenereignisses; Anmerkung zu OLG Karlsruhe 17.6.2014 - 12 U 36/14; in: recht und schaden 2014, S. 411. • Peter Schimikowski (2014): Auslegung der Benzinklausel; Anmerkung zu LG Karlsruhe 23.5.2014 - 9 S 460/13; in: recht und schaden 2014, S. 553. • Peter Schimikowski (2014): Anwendbarkeit der Benzinklausel in der PHV bei Aufsichtspflichtverletzung; Anmerkung zu OLG Brandenburg 3.9.2014 - 11 U 28/14; in: recht und schaden 2014. S. 602. • Bernd Späte, Peter Schimikowski (2014): Haftpflichtversicherung; 2. Aufl. München, Beck-Verlag, 2015. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle Versicherungsrecht im abgelaufenen Jahr gehalten: • Dirk-Carsten Günther: Reichspogromnacht und die deutsche Versicherungswirtschaft; 9. Diskussionsforum Versicherungsrecht, 11. März 2014, Köln. • Dirk-Carsten Günther: Aktuelle Entwicklungen zum Betrug in der Sachversicherung; Jahres-Tagung der Decra Claims, 20. März 2014, Altensteig. • Dirk-Carsten Günther: Datenschutz versus Sachverhaltsaufklärung am Beispiel der Personenversicherung; VersForum, 25. März 2014. • Dirk-Carsten Günther: Aktuelle Rechtsprechung zu ‚Dubiosschäden‘ in der Sachversicherung“; MWV, 26. Juni 2014. • Dirk-Carsten Günther: Insurance Fraud: Neue Entwicklungen in der Rechtsprechung; 15. MCC-Kongress „Innovatives Schadenmanagement 2014“, 20. November 2014. • Dirk-Carsten Günther: Regress in der Sachversicherung; Versicherungsforum, 18. September 2014.
52 • Peter Schimikowski: Produkthaftpflichtversicherung – aktuelle Entwicklungen; 10. Diskussionsforum Versicherungsrecht, 17. Oktober 2014, Köln. 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr von der Forschungsstelle Versicherungsrecht durchgeführt: • 9. Diskussionsforum Versicherungsrecht Die 9. Tagung der Forschungsstelle Versicherungsrecht fand am 11. März 2014 statt. Sie stand zunächst im Rahmen des 80. Geburtstags von Professor Dr. Johannes Wälder, der u. a. als Schriftleiter die Geschicke von „recht und schaden“, einer der wichtigsten versicherungsrechtlichen Zeitschriften, maßgeblich beeinflusst hat. Aktuelle versicherungsrechtliche Themen der Tagung waren: > Thema 1: „Verhüllte Obliegenheiten – ein Nachruf“, Joachim Felsch, Mitglied des Versicherungssenat (IV. Zivilsenat) des BGH; > Thema 2: „Arglistiges Verhalten des VN im neuen VVG“, Professor Dr. Helmut Schirmer, Freie Universität Berlin, Fachbereich Rechtswissenschaft; > Thema 3: „Die Reichspogromnacht und die deutsche Versicherungswirtschaft“, Professor Dr. Dirk-Carsten Günther, Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln. • 10. Diskussionsforum Versicherungsrecht Am 17. Oktober 2014 fand das 10. Diskussionsforum der Forschungsstelle Versicherungsrecht mit folgenden Vorträgen statt: > Thema 1: „Lösungsrechte vom Vertrag – insbesondere § 5a VVG a.F., § 8 VVG n.F.“, Marion Harsdorf-Gebhardt, Richterin am BGH, IV. Zivilsenat; > Thema 2: „Organhaftung bei Unternehmensbußen und Versicherungsschutz“, Björn Fiedler, Rechtsanwalt bei Friedrich Graf von Westphalen & Partner; > Thema 3: „Produkthaftpflichtversicherung – aktuelle Entwicklungen“, Prof. Dr. Peter Schimikowski, Forschungsstelle Versicherungsrecht am IVW der FH Köln, Moderator der Veranstaltung. 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben • Auftritte in Medien Am 22. September 2014 kam Prof. Dr. Karl Maier als Experte in der WDR-Sendung „markt“ zu Wort. Thema war die Mitfahrzentrale Uber, deren Vertrag mit den Fahrern Prof. Maier geprüft hat. • Masterstudiengang Versicherungsrecht Die Forschungsstelle Versicherungsrecht hat in einer Kooperation zwischen dem IVW mit der Universität Limerick einen Masterstudiengang Versicherungsrecht aufgelegt, der zum Sommersemester 2015 startet. Der Studiengang richtet sich an Studierende, die am IVW
53 oder an einer anderen Hochschule einen Bachelor-Abschluss erworben und Interesse an rechtlichen Fragestellungen haben. Voraussetzung ist eine einjährige Berufserfahrung und ein Notendurchschnitt von mindestens 2,5. Angesprochen werden sollen aber auch in der Versicherungswirtschaft tätige Juristen und Rechtsanwälte, die mit versicherungsrechtlichen Fragestellungen befasst sind. Der dreisemestrige Master-Studiengang schließt mit dem Master of Laws (LL.M.) in Versicherungsrecht ab. Gleichzeitig erwerben die Absolventinnen und Absolventen die theoretischen Kenntnisse des „Fachanwalts für Versicherungsrecht“. Mit einem Modul an der University of Limerick besteht der Studiengang aus insgesamt zehn Modulen plus Master-Thesis. Drei dreitägige und zwei zweitägige Blockveranstaltungen pro Semester und werden durch Online-Phasen ergänzt. • Geplante Veranstaltungen Auch im nächsten Jahr plant die Forschungsstelle Versicherungsrecht wieder zwei Diskussionsforen zu aktuellen Themen im Frühjahr und im Herbst. 3.3 Forschungsstelle aktuarielle Modelle & Methoden im Risikomanagement (FaRis) 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle aktuarielle Modelle & Methoden im Risikomanagement (FaRis) wurde mit der Intention gegründet, eine verbesserte Koordination der Forschungsaktivitäten der Kolleginnen und Kollegen, die sich mit aktuariellen Fragen beschäftigen, sowie eine Verbesserung der Außenwahrnehmung zu erreichen. FaRis ist dabei eindeutig anwendungsorientiert. Insofern ist es eine wesentliche Zielsetzung der Forschungsstelle, Kontakte zur Versicherungspraxis zu vertiefen, anwendungsorientierte Forschungsprojekte mit Hilfe der Praxis zu initiieren und insbesondere interessierte Experten in die Arbeit einzubeziehen. FaRis dient auch dem beidseitigen Wissenstransfer von Hochschule und Wirtschaft. An der Forschungsstelle arbeiten alle Professorinnen und Professoren mit, die sich aktiv mit aktuariellen Fragestellungen auseinandersetzen; dies bezieht nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Versicherungswesen mit ein, sondern ausdrücklich auch alle interessierten Kolleginnen und Kollegen anderer Institute.
54 Die derzeitigen FaRis Mitglieder sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet. Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Oskar Goecke Finanzdienstleistungen, Kapitalanlagemanagement Institut für Versicherungswesen oskar.goecke @fh-koeln.de Prof. Dr. Maria Heep-Altiner Sprecherin von FaRis, Schadenversicherungsmathematik, Finanzierung im VU Institut für Versicherungswesen maria.heep-altiner @fh-koeln.de Prof. Dr. Ralf Knobloch Quantitative Methoden, Risikomanagement, Betriebliche Altersversorgung Schmalenbach Institut ralf.knobloch @fh-koeln.de Prof. Dr. Lutz Reimers-Rawcliffe Transportversicherung, Rückversicherung Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Torsten Rohlfs Risikomanagement Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Jürgen Strobel Lebensversicherung, betriebliche Altersversorgung, Schriftleitung „Forschung am IVW Köln“ Institut für Versicherungswesen juegen.strobel @fh-koeln.de Prof. Dr. Magda Schiegl Korrespondierendes Mitglied Hochschule Landshut Madga,[email protected] Marcel Berg Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Versicherungswesen [email protected] Katharina Graz Studentische Hilfskraft Institut für Versicherungswesen katharina.graz@ smail.fh-koeln.de Urij Dolgov Bereich “Product Management & Development – Pricing Actuaries” Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG Darüber hinaus ist in Übereinstimmung mit der Konzeption von FaRis auch die aktive Mitwirkung interessierter Aktuare möglich, die außerhalb einer Hochschultätigkeit angesiedelt sind. Es gehört zum Selbstverständnis von FaRis, auch externe Partner und Förderer in die Forschungsarbeit einzubeziehen. Hierfür wurde ein Förderprogramm für alle Interessenten erarbeitet. Projekte, die in diesem Zusammenhang aufgesetzt wurden, sind in den entsprechenden Rubriken dieses Forschungsberichtes aufgelistet. Bei Interesse an einer derartigen Projektarbeit oder einer allgemeinen Förderung kann man sich direkt an FaRis wenden, wobei FaRis sich allerdings das Recht vorbehält, die Zusammenarbeit mehr an wissenschaftliche als an monetäre Interessen zu knüpfen. Ansprechpartner hierfür ist Prof. Dr. Ralf Knobloch. Weitere Informationen zu FaRis finden sich auf der Homepage unter www.fh-koeln.de/faris. Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert.
55 3.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im vergangenen Jahr von den Mitgliedern der Forschungsstelle FaRis bearbeitet: • Prof. Dr. Oskar Goecke, Prof. Dr. Knobloch (Fachhochschule Köln) In 2013 haben Prof. Dr. Goecke und Prof. Dr. Knobloch ein Forschungsprojekt zum Thema „Liquiditätsmanagement in Versicherungsunternehmen“ in Kooperation mit der Compiricus AG gestartet; das Projekt ist mit einer Studie beendet worden. Compiricus hat in diesem Zusammenhang die Forschungsstelle mit einer signifikanten Spende unterstützt. Die Studie sowie die Vorträge diesbezüglich sind nachfolgend aufgelistet. • Prof. Dr. Maria Heep-Altiner (Fachhochschule Köln) > Prof. Dr. Maria Heep-Altiner hat im Berichtsjahr ein Veröffentlichungsprojekt gemeinsam mit ihren Masterstudenten zum Thema „wertorientierte Steuerung in der Schadenversicherung“ abgeschlossen. Die Veröffentlichung ist nachfolgend aufgelistet. > Ein weiteres Buchprojekt von Prof. Dr. Heep-Altiner zum Thema „Finanzierung im (Schaden) Versicherungsunternehmen“ ist gestartet worden und soll im nächsten Jahr beendet werden. >> Veröffentlichungen Die Mitglieder der Forschungsstelle FaRis veröffentlichten im Jahr 2014 folgende Arbeiten: • Thomas Büttner, Oskar Goecke, Ralf Knobloch (2014): Das Management des Liquiditätsrisikos bei Versicherungsunternehmen – Empirische Studie für den deutschsprachigen Versicherungsmarkt; Studie von FaRis in Zusammenarbeit mit der COMPIRICUS AG, (die Studie ist online abrufbar unter: http://www.f04.fh-koeln.de/imperia/md/content/hpf04/ivw/forschungundevents/faris/studie_faris.liquidit_tsrisiko.pdf (Stand: 08.12.2014)). • Oskar Goecke (Hrsg.) (2014): Modell und Wirklichkeit. Proceedings zum 5. FaRis & DAV Symposium am 6. Dezember 2013 in Köln; in: Forschung am IVW Köln, 5/2014. • Maria Heep-Altiner (2014): Recht und Aktuariat – Bremser oder Impulsgeber für den Versicherungsmarkt? – Teil1; in: erschienen in Müller-Peters, Völler (Hrsg.): Innovation in der Versicherungswirtschaft, Forschung am IVW Köln, 10/2014, S. 23-25. • Maria Heep-Altiner (2014): Katastrophenmodellierung. Naturkatastrophen, Man Made Risiken, Epidemien und mehr; in: Heep-Altiner, Berg (Hrsg.): Katastrophenmodellierung – Naturkatastrophen, Man Made Risiken, Epidemien und mehr. Proceedings zum 6. FaRis & DAV Symposium am 13.06.2014 in Köln, Forschung am IVW Köln, 6/2014, S. 1-8.
62 • Gabriele Zimmermann (2014): Change Management muss an den Vorstandstisch; in: Versicherungswirtschaft 10/2014, S. 18-19. • Gabriele Zimmermann (2014): Frauen im Versicherungsvertrieb. Was sagen die Privatkunden dazu?; in Schriftenreihe Forschung am IVW Köln, Nr. 2/2014. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle Versicherungsmarkt im abgelaufenen Jahr gehalten: • Horst Müller-Peters: Versicherungspsychologie: Von Hasenfüßen, Schlitzohren und Problemverdrängern; Forschungsforum F04, Wissenschaftliche Vortragsreihe der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln, Köln, 22. Januar 2014. • Horst Müller-Peters: Kundenverhalten im Umbruch? Informationsund Abschlusswege in der Kfz-Versicherung; BusinessForum21-Jahrestagung „Kfz-Versicherung im Fokus“, Köln, 19. Februar 2014. • Horst Müller-Peters: Betrugsprävention 2.0: Mit Psychologie die Schadenkosten senken; Messekongress Schadenmanagement und Assistance, Leipzig, 25. März 2014. • Horst Müller-Peters: Kundenzufriedenheit messen: Methoden, Erfolgsfaktoren und Grenzen; Fachtagung Qualitätsmanagement der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe, Bonn, 10. Juni 2014. • Horst Müller-Peters: Marktforschung im Umbruch; Questback Kundentag, Köln 18. September 2014. • Michaele Völler: Insurances and digital natives: What are the challenges in bringing together insurance and young people?; Vortrag vor Vertretern von BCG Lissabon und der Fidelidade Portugal, Lissabon, 28. März 2014. • Michaele Völler: How do customers check information on insurances in times of web 2.0?; Vortrag vor Vertretern von BCG Lissabon und der Fidelidade Portugal, Lissabon, 28. März 2014. • Michaele Völler: McDonalds und die Möhre – Welche Rolle spielen Marken eigentlich für uns?“, Workshop im Rahmen der Kinderuni an der Fachhochschule Köln, Köln, 14. Mai 2014. • Michaele Völler: Skurrile Versicherungen; Interview für Artikel „Zehn Millionen für ein Lächeln“ in „Die Welt“ vom 3. November 2014 und „Die skurrilsten Versicherungen der Deutschen“ im Hamburger Abendblatt vom 3. November 2014.
63 • Michaele Völler: Social Media Aktivitäten – Brotlose Kunst für Versicherungen?; Forschungsforum F04, Wissenschaftliche Vortragsreihe der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Fachhochschule Köln, Köln, 25. Juni 2014. • Michaele Völler: Wie schaffe ich Wow-Effekte – oder: Was kommt nach der grünen Ampel?; Vortrag und Workshop auf der Führungskräfte-Klausur der Central Krankenversicherung, Marburg, 04. September 2014. • Michaele Völler: Vertrieb 2020 zwischen Vergleichsportalen und Facebook – wo bleibt der Vermittler?; 5. Versicherungsvermittlerforum der IHK Magdeburg, Magdeburg, 13. November 2014. • Gabrielle Zimmermann: Frauen im Versicherungsvertrieb – was sagen die Privatkunden dazu?; Workshop „Frauen im Versicherungsvertrieb“ des AGV, München, 12. Februar 2014. • Gabrielle Zimmermann: Die Versicherungsbranche muss bunter werden?!; Moderation, Workshop auf dem Bildungskongress der Versicherungswirtschaft am 01. und 02. Oktober 2014. • Gabrielle Zimmermann: Leadership 2020 – Fähigkeiten der erfolgreichen Versicherungsmanagerin von morgen; Frauenführungskräftetagung der Versicherungswirtschaft, 8. Oktober 2014. • Gabrielle Zimmermann: Vom Verwalter zum Problemlöser – kultureller Wandel zu wirklicher Kundenorientierung; ERGO Transparenz Symposium, 17. Oktober 2014. • Gabrielle Zimmermann: Frauen im Versicherungsvertrieb; Vortrag bei der R+V Versicherung, 25. November 2014. • Gabrielle Zimmermann: Frauen im Versicherungsvertrieb – Chance oder Wagnis?; Vortrag bei der Preisverleihung „Maklerchampions 2014“, 27. März 2014. • Gabrielle Zimmermann: Frauen im Versicherungsvertrieb; Vortrag bei der Zurich Gruppe, Köln, 05. Mai 2014. 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr von der Forschungsstelle Versicherungsmarkt durchgeführt: • 16. General Online Research Conference (GOR) Vom 5. bis 7. März 2014 fand die 16. General Online Research Conference (GOR) statt. Tagungsort war erstmals die Fachhochschule Köln. Als Herausgeber des Branchenportals marktforschung.de organisierte Prof. Horst Müller-Peters den Programmteil „B: Angewandte Onlineforschung“ und moderierte unter anderem die Paneldiskussion „Is Mr. X dead? Anonymity in Market Research”.
64 • Prof. Horst Müller-Peters moderierte den „Leipziger Gesprächskreis Versicherungsmarketing“ am 22. September 2014 in Köln und hielt einen Vortrag zum Thema „Digitale Transformation“. • Das 19. Kölner Versicherungssymposium zum Thema „Change Management in Versicherungsunternehmen. Die Zukunft erfolgreich gestalten“ wurde am 06. November 2014 von Prof. Dr. Gabriele Zimmermann organisiert; eine detaillierte Dokumentation dieses IVW Symposiums erfolgt im nachfolgenden Abschnitt. • Am 28. November 2014 fand in Köln der erste Strategy Circle der Forschungsstelle Versicherungsmarkt unter der Moderation von Prof. Dr. Michaele Völler statt. Die Runde der Konzernstrategen befasste sich am Vormittag zunächst mit dem herausfordernden Thema „Innovation in der Versicherungswirtschaft“. Am Nachmittag hielten die Google-Vertreter Jan Meessen, Industry Manager, und Jan Müller, Industry Analyst, einen Vortrag über „Multi-Access Excellence für Versicherungen“ und standen auch für eine anschließende Diskussion zur Verfügung. 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Die sonstigen Aktivitäten der Forschungsstelle Versicherungsmarkt im Berichtsjahr bzw. die geplanten Vorhaben im Folgejahr sind nachfolgend zusammengestellt. • Auftritte in Medien Prof. Dr. Michaele Völler untersuchte für ein Interview in der WDR-Sendung „markt“ vom 13. Oktober 2014 das aktuelle Konzept von friendsurance („friend“ und „insurance“) und wies auf Schwächen und Einschränkungen des derzeitigen Angebots von friendsurance hin. • Geplante Veranstaltungen > Vom 18. bis 20. März 2015 findet die 17. General Online Research Conference (GOR) statt. Tagungsort ist in diesem Jahr wieder die Fachhochschule Köln. Als Herausgeber des Branchenportals marktforschung.de organisiert Prof. Horst Müller-Peters den Programmteil „D: Angewandte Onlineforschung“ und moderiert unter anderem die Paneldiskussion „Behavioural Economics: A new idea of man – a need for new methods?”. > Das 20. Kölner Versicherungssymposium am 5. November 2015 wird von Prof. Dr. Michaele Völler zum Thema „Digitalisierung“, einem Forschungsschwerpunkt der Forschungsstelle Versicherungsmarkt, gestaltet. > Am 27. November 2015 findet der zweite Strategy Circle der Forschungsstelle Versicherungmarkt statt, der von Prof. Dr. Michaele Völler organisiert und moderiert wird. Die Vorträge und Diskussionen werden das Thema „Kooperationen mit Start-ups“ behandeln. • Geplante Veröffentlichungen > Vanessa Koenecke, Detlef Fetchenhauer, Horst Müller-Peters: Versicherungsbetrug: Verbreitung, Erklärung, präventive Maßnahmen; Gabler, Wiesbaden (im Erscheinen).
65 > Horst Müller-Peters (Hrsg.): Unternehmensberatung für die Versicherungsbranche; Themendossier auf www.consulting.de. > Horst Müller-Peters, Claas Lübbert: Bitte forschen Sie weiter!; in: Bernhard Keller, Hans-Werner Klein, Stephan Tuschl (Hrsg.): Zukunft der Marktforschung: Entwicklungschancen in Zeiten von Social Media und Big Data, Springer Gabler, Wiesbaden 2015 (im Erscheinen). > Michaele Völler, Horst Müller-Peters: PAM und PAMA – ein projektorientiertes Lehrkonzept zwischen Theorie und Praxis; in: Neues Handbuch Hochschullehre, NHHL Juni 2015. > Gabriele Zimmermann: Proceedings zum 19. Kölner Versicherungssymposium; in: Forschung am IVW Köln. > Gabriele Zimmermann: Überarbeitung des Gabler Versicherungslexikons, Themenbereich „Versicherungsmarketing“, u. a. mit einem Schwerpunktbeitrag zum Thema „Digitales Marketing“. 3.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Instituts für Versicherungswesen In diesem Abschnitt sind alle weiteren Forschungsaktivitäten des Instituts für Versicherungswesen oder einzelner Professoren des Instituts dokumentiert, sofern dies nicht bereits in einem vorherigen Abschnitt geschehen ist. 3.5.1 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge Vom Institut für Versicherungswesen bzw. von einzelnen Professoren des Instituts wurden im Berichtsjahr folgende weiteren Forschungsprojekte durchgeführt, Veröffentlichungen erstellt bzw. Vorträge gehalten: >> Projekte Alle Forschungsprojekte des Instituts sind vollständig in den vorherigen Abschnitten dokumentiert. >> Veröffentlichungen Über die in den einzelnen Abschnitten dokumentierten Veröffentlichungen hinaus hat das Institut in der Schriftenreihe „Forschung am IVW Köln“ unter der laufenden Nummer 1/2014 den Forschungsbericht für das Vorjahr veröffentlicht. Der Forschungsbericht des IVW hat in dieser Form Eingang in den gesamten Forschungsbericht der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften gefunden.
66 >> Vorträge Alle Vorträge des Instituts sind vollständig in den vorherigen den Abschnitten dokumentiert. 3.5.2 Wissenschaftliche Veranstaltungen Das Institut für Versicherungswesen veranstaltet einmal pro Jahr das sogenannte „Kölner Versicherungssymposium“. Da es sich dabei um ein Symposium des gesamten Instituts handelt, wird es in diesem Abschnitt als Forschungsaktivität des gesamten Instituts etwas detaillierter dokumentiert. Das 19. Kölner Versicherungssymposium fand am 6. November 2014 zum Thema „Change Management in Versicherungsunternehmen. Die Zukunft erfolgreich gestalten“ statt. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Gabriele Zimmermann von der Forschungsstelle Versicherungsmarkt organisiert. Folgende Vorträge wurden gehalten: > Prof. Dr. Gabriele Zimmermann (Fachhochschule Köln): „Veränderungen in der Versicherungsbranche gestalten“; > Beatrice Freiwald (Abteilungsleiterin der BaFin): „Regulatorische Anforderungen als ein wesentlicher Treiber für die Versicherungsbranche“; > Sven Lixenfeld (Vorstandsmitglied der Sparkassenversicherung in Stuttgart): „Vom Monopolisten zum agilen Wettbewerber“; > Dr. Gerhard Hastreiter (Managing Partner bei der Inhouse Consulting Einheit der Allianz Group): „Ein Blick in die Zukunft der deutschen Assekuranz“; > Dietmar Austrup (Leiter der globalen Versicherungspractice bei Egon Zehnder International): „Die erfolgreiche Führungskraft von morgen“; > Iris Kremers (Vorstandsmitglied der Talanx Deutschland AG): „Werkraum Führung“; > Dr. Torsten Oletzky (Vorstandsvorsitzender der Ergo Versicherungsgruppe AG): „Die neue ERGO – Kundenorientierung neu definiert“. Wie Veränderungen in Versicherungsunternehmen erfolgreich im Spannungsfeld zwischen Markterfordernissen und Regulierung gestaltet werden können, wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referenten unter der Moderation von Philipp Krohn, Versicherungskorrespondent der FAZ, diskutiert. 3.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben • Im Folgejahr ist die Herausgabe eines Tagungsbandes zum 19. Kölner Versicherungssymposium als Onlinepublikation in der Schriftenreihe Forschung am IVW geplant. • Das 20. Kölner Versicherungssymposium wird am 5. November 2015 stattfinden. Es wird wieder von der Forschungsstelle Versicherungsmarkt organisiert und ist entsprechend bei den geplanten Aktivitäten dieser Forschungsstelle aufgelistet.