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Analyse der persönlichen Zufriedenheit von Einsatzkräften während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Deutschland. Eine Umfrage zur Steigerung der Motivation von Helfern im Bevölkerungsschutz.

Baumgarten, Christian,Bentler, Christian

Abstract

In der vorliegenden Publikation werden die persönliche Zufriedenheit und die Motivation von eingesetzten Helfern des Bevölkerungsschutzes im Hochwassereinsatz 2013 in Deutschland betrachtet. Die Ziele dieser Studie sind eine Analyse der Zufriedenheit mit diesem Einsatz, die Ermittlung von Beeinflussungsfaktoren für die Zufriedenheit und die Bewertung der Auswirkungen auf zukünftige Einsätze. Für die Erreichung dieser Ziele wurden die notwendigen Daten über eine retrospektive Umfrage von November 2013 bis Januar 2014 erhoben, welche über soziale Medien und organisationsinterne Verteiler veröffentlicht wurde und deren Beantwortung auf einer internetgestützten Plattform möglich war. Mittels statistischer Auswertung der Daten kann eine Überprüfung von aufgestellten Thesen in Zusammenhang mit der persönlichen Zufriedenheit und die Analyse von unterschiedlichen Beeinflussungsfaktoren erfolgen. Die Ergebnisse können den Organisationen des Bevölkerungsschutzes als Basis für mögliche Optimierung zukünftiger Einsätze dienen, bilden aber ausschließlich Empfehlungen auf Basis des deutschen Hochwassereinsatzes 2013.

Full text

Integrative Risk and Security Research Volume 2/ 2015 Alexander Fekete, Christiane Grinda, Alex Lechleuthner, Ompe Aimé Mudimu, Celia Norf, Ulf Schremmer Analyse der persönlichen Zufriedenheit von Einsatzkräften während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Deutschland Eine Umfrage zur Steigerung der Motivation von Helfern im Bevölkerungsschutz Christian Baumgarten & Christian Bentler Baumgarten, C & Bentler, C 2015 Integrative Risk and Security Research Volume 2/ 2015 This document is published within the series 'Integrative Risk and Security Research'. All publications can be downloaded from http://opus.bszbw.de/fhk/doku/publizierte_Schriftenreihen.php. Despite thorough revision the information provided in this document is supplied without liability. The document does not necessarily present the opinion of the editors. EDITION NOTICE: Editors of Series: Alexander Fekete (Prof. Dr.-Ing.) Christiane Grinda (Dipl.-Geogr.) Alex Lechleuthner (Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.) Ompe Aimé Mudimu (Prof. Dr.-Ing.) Celia Norf (M. Sc.) Ulf Schremmer (Prof. Dr.-Ing.) Cologne University of Applied Sciences Institute of Rescue Engineering and Civil Protection Betzdorfer Str. 2 50679 Cologne Germany www.irg.fh-koeln.de Contact: Christiane Grinda Email: [email protected] Phone: + 49 (0) 221 8275 2739 Web: http://riskncrisis.wordpress.com Authors of this Volume: Christian Baumgarten (B. Eng.)  [email protected] Christian Bentler (B. Eng.)  [email protected] Recommended Citation: Baumgarten, C & Bentler, C 2015, Analyse der persönlichen Zufriedenheit von Einsatzkräften während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Deutschland. Eine Umfrage zur Steigerung der Motivation von Helfern im Bevölkerungsschutz. In: Integrative Risk and Security Research, 2/2015, Cologne. Cologne, February 2015 Integrative Risk and Security Research Volume 2/ 2015 Vorwort Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis eines Masterprojekts, das im Sommersemester 2014 an der FH Köln am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr durchgeführt wurde. Ein Masterprojekt ist eine eigenständige Hausarbeit, die unter Anleitung eines Professors in einem begrenzten Zeitraum zu erstellen ist. Das konkrete Thema dieser Arbeit, die Zufriedenheit der Helfer nach dem Hochwassereinsatz 2013, entstand bereits im Semester zuvor, im Rahmen des Mastermoduls „Risikound Krisenmanagement“, das verschiedene Blickwinkel der Aufarbeitung des Hochwassers 2013 fokussierte. Themen waren u.a. das Aufkommen der sozialen Medien im Hochwassereinsatz und der umstrittene Umgang damit, die Verantwortung von Führungskräften, die Zusammenarbeit mit dem Ausland oder die Bedeutung von sogenannten Sekundärgefahren im Zuge des Hochwassers, zum Beispiel die Unterbrechung kritischer Versorgungsinfrastrukturen. Die vorliegende Studie repräsentiert demnach nur einen Aspekt von vielen, die beim Hochwasser 2013 für Akteure des Bevölkerungsschutzes, Rettungswesens, der Gefahrenabwehr oder des Risikomanagements von Interesse waren und immer noch sind. Dabei hat die Umfrage, die diese Arbeit vorstellt, eine solch unerwartet große Resonanz erfahren, so dass dieses spezielle Thema und seine Ergebnisse hier im Rahmen der Schriftenreihe vorgestellt werden. Die vermutete Un-/Zufriedenheit der Helfer mit der Organisation und Einbindung in den Hochwassereinsatz, die auch unter den Studierenden, von denen eine beachtliche Anzahl gleichzeitig beruflich oder ehrenamtlich in Hilfsorganisationen eingebunden sind, im Gespräch zu hören war, sollte systematisch aufgearbeitet werden. Dabei hat dieses Thema, gestartet als kleine Umfrage unter Nutzung der sozialen Medien, scheinbar einen Nerv innerhalb der Gruppe der Helfer getroffen. Die große Zahl an vollständig beantworteten Fragebögen (>3300) unterstreicht den Bedarf an einer Aufarbeitung des Themas. Helfer und ihre Motivation sind ein Kernbestandteil des Hochwasserrisikomanagements, ob sie nun in offizielle Strukturen eingebunden sind oder nicht. Aber gerade die offiziell eingebundenen Helfer, die hier untersucht wurden, können auch im Nachgang zu einer bewältigten Krise viel dazu beitragen, unser Wissen über die Optimierung von solchen Einsätzen zu bereichern. Auch haben die Helfer selbst ein großes Interesse an solchen Untersuchungen, wie auch die hohe Nachfrage nach Einsicht in die Ergebnisse dieser Studie zeigt – über Hundert Nachfragen wurden am Ende des Fragebogens oder per Email an die Autoren gerichtet. Medien und Behörden haben gleichermaßen Interesse bekundet, so liegen bereits kleinere Auszüge aus dieser Umfrage veröffentlicht vor (Zeitschrift Im Einsatz, siehe unten), auch wurden die Ergebnisse auf einer internationalen Katstrophenvorsorgekonferenz in Davos präsentiert. Weiterhin befindet sich auf internationaler Ebene eine Publikation der Vereinten Nationen in Vorbereitung, die anhand von Fallbeispielen den Stand des Wissens um Katastrophenvorsorge auf der Weltkonferenz 2015 in Sendai darstellen wird. Es ist ungewöhnlich, eine Studienarbeit im Rahmen einer wissenschaftlichen Schriftenreihe zu veröffentlichen. Wir verstehen diese Schriftenreihe jedoch als Forum, das relevante Studien und Forschung zu Themen der Sicherheitsund Risikoforschung mit einem ganzheitlichen Blickwinkel der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchte. Herausragende studentische Arbeiten gehören hier in Ausnahmefällen dazu, gerade wenn diese wertvolle Datenerhebungen und Analyseerkenntnisse bieten, von denen andere Forscher aber auch Anwender und Entscheider profitieren könnten. In diesem Falle war zusätzlich das Interesse bereits im Vorfeld groß, die Auswertung auch detailliert aufbereitet zu bekommen. Baumgarten, C & Bentler, C 2015 Wir hoffen, dass Ihnen diese Arbeit Anregungen liefert und bedanken uns ganz herzlich bei den Studienteilnehmern und allen, die ihr Interesse daran ausgedrückt haben. Es ist ein großer Wunsch unseres Studiengangs und Forschungsinstituts, anwenderrelevante Ergebnisse zu erarbeiten und Ihr Interesse befördert auch unsere Motivation. Alexander Fekete Publikationen zu dieser Studie: Baumgarten, C & Bentler, C 2014, 'Wie zufrieden waren Einsatzkräfte im Hochwasser 2013?' in Im Einsatz, vol. 21 , no. 3, , pp. 8-11. Baumgarten, C, Bentler, C, Brauner, F, Fekete, A, Mudimu, OA, & Lechleuthner A 2014, 'A ‘lessons learned’ study for measuring the satisfaction of disaster relief forces in natural catastrophes using the example of the German flood disaster in 2013' in Proceedings of the International Disaster and Risk Conference. IDRC Davos 2014 Poster Collection. International Disaster and Risk Conference. Integrative Risk Management – The role of science, technology and practice, 24 – 28 August 2014 Davos, Switzerland, eds M Stal, D Sigrist & W Ammann, Global Risk Forum GRF Davos, Switzerland, pp. 36-40. Baumgarten, C, Bentler, C & Fekete, A vor. 2015, 'A ‘lessons learned’ study to measure satisfaction of disaster relief forces involved in 2013 floods in Germany', UNISDR Scientific and Technical Advisory Group (STAG), Available from http://www.preventionweb.net/english/professional/networks/public/stag/ [28 January 2015]. Masterprojekt im Studiengang „Rettungsingenieurwesen“ der Fachhochschule Köln Eine Umfrage zur Steigerung der Motivation von Helfern im Bevölkerungsschutz Christian Baumgarten Christian Bentler Analyse der persönlichen Zufriedenheit von Einsatzkräften während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Deutschland Zusammenfassung II Zusammenfassung In der vorliegenden Publikation werden die persönliche Zufriedenheit und die Motivation von eingesetzten Helfern des Bevölkerungsschutzes im Hochwassereinsatz 2013 in Deutschland betrachtet. Die Ziele dieser Studie sind eine Analyse der Zufriedenheit mit diesem Einsatz, die Ermittlung von Beeinflussungsfaktoren für die Zufriedenheit und die Bewertung der Auswirkungen auf zukünftige Einsätze. Für die Erreichung dieser Ziele wurden die notwendigen Daten über eine retrospektive Umfrage von November 2013 bis Januar 2014 erhoben, welche über soziale Medien und organisationsinterne Verteiler veröffentlicht wurde und deren Beantwortung auf einer internetgestützten Plattform möglich war. Als Zielgruppe dieser Befragung wurden alle eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 des deutschen Bevölkerungsschutzes definiert. Insgesamt konnten mit dieser Umfrage 3.377 verwertbare Datensätze erhoben werden. Mittels statistischer Auswertung dieser Daten kann eine Überprüfung von aufgestellten Thesen in Zusammenhang mit der persönlichen Zufriedenheit und die Analyse von unterschiedlichen Beeinflussungsfaktoren erfolgen. Dabei konnte eine hohe Zufriedenheit generell, aber auch mit einzelnen Beeinflussungsfaktoren ermittelt werden. Weiterhin wurden verschiedene Einflüsse dieser Faktoren auf die Zufriedenheit festgestellt. Durch die Auswertung von offenen Fragen war zusätzlich die Erfassung von weiteren Beeinflussungsfaktoren und Motivationsgründen für einen Einsatz im Bevölkerungsschutz möglich. Abschließend können die Ergebnisse den Organisationen des Bevölkerungsschutzes als Basis für mögliche Optimierung zukünftiger Einsätze dienen, bilden aber ausschließlich Empfehlungen auf Basis des deutschen Hochwassereinsatzes 2013. Schlagwörter Bevölkerungsschutz, Einsatzkräfte, Helfer, Hochwasser, Motivation, Zufriedenheit Abstract This paper deals with personal satisfaction and motivation of disaster relief forces that were in mission during Germany's flood disaster in 2013. The objectives of this study were to analyze satisfaction of the relief forces, determine the criteria based on the analysis and assess the consequences for further missions. To meet those objectives, relevant data were collected through a retrospective survey during the period of November 2013 until January 2014 on the social media and in organizations. It was possible to respond to the questionnaire on a website. All disaster relief forces involved in the floods of 2013 were part of the target group of this study. Overall, 3,377 complete datasets were collected. To prove the theses in combination with satisfaction, a statistical analysis of the data as well as an analysis of the different criteria was conducted. High satisfaction with the flood mission and different criteria were some of the main results. Furthermore, different influences of the criteria on satisfaction could be detected. With the evaluation of open questions, several additional criteria and reasons for motivation could be collected. The results of this study can help civil protection organizations improve their dealing with further missions. However, these suggestions are based only on the specific scenario of the 2013 floods. Keywords Civil protection, disaster relief forces, auxiliaries, flood, motivation, satisfaction Inhaltsverzeichnis III Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung .................................................................................................................................. II Abstract ................................................................................................................................................... II Inhaltsverzeichnis ................................................................................................................................... III Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................................................... IV Tabellenverzeichnis ................................................................................................................................ IV Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................................ IV 1 Einführung .......................................................................................................................................... 1 Exkurs: Hochwasserkatastrophe 2013 ................................................................................................2 2 Zielsetzung ......................................................................................................................................... 3 3 Zufriedenheit und Motivation .............................................................................................................. 5 4 Stand der Forschung .......................................................................................................................... 6 5 Vorgehensweise ................................................................................................................................. 8 5.1 Methodischer Ansatz .................................................................................................................8 5.2 Thesenbildung ...........................................................................................................................9 5.3 Peergroups ............................................................................................................................. 14 5.4 Umfrage.................................................................................................................................. 15 5.4.1 Fragebogenkonstruktion............................................................................................ 16 5.4.2 Vorabtest ................................................................................................................... 17 5.4.3 Erhebungsverfahren .................................................................................................. 18 5.4.4 Grundgesamtheit ....................................................................................................... 19 5.4.5 Auswertung ............................................................................................................... 19 Exkurs: Statistische Analyseverfahren ................................................................................... 22 6 Ergebnis ........................................................................................................................................... 25 6.1 Umfang ................................................................................................................................... 25 6.2 Auswertung ............................................................................................................................ 25 6.2.1 Thesen....................................................................................................................... 26 6.2.2 Peergroups ................................................................................................................ 52 6.2.3 Offene Fragen ........................................................................................................... 56 6.3 Zusammenfassung der Ergebnisse ....................................................................................... 61 6.4 Bewertung .............................................................................................................................. 63 6.4.1 Repräsentativität ....................................................................................................... 63 6.4.2 Diskussion der Methode ............................................................................................ 64 6.4.3 Vergleich mit dem Stand der Forschung ................................................................... 66 7 Schlussfolgerung .............................................................................................................................. 67 7.1 Empfehlungen ........................................................................................................................ 67 7.2 Ausblick .................................................................................................................................. 69 A Anhang ................................................................................................................................................ i A1 Fragebogen ................................................................................................................................ i A2 Ergebnisübersicht ................................................................................................................... vii Literatur .................................................................................................................................................. xvi Abkürzungsverzeichnis IV Abkürzungsverzeichnis ASB Arbeiter-Samariter-Bund B-FAST Belgisches “First Aid and Support Team” BOS Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben DLRG Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DRK Deutsches Rotes Kreuz JUH Johanniter-Unfall-Hilfe MHD Malteser Hilfsdienst THW Technisches Hilfswerk Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Zielsetzung ............................................................................................................................. 3 Tabelle 2: Methodischer Ansatz .............................................................................................................. 9 Tabelle 3: Bewertungsskala Beeinflussungskriterien ............................................................................ 17 Tabelle 4: Eingesetzte Helfer (5) ........................................................................................................... 19 Tabelle 5: Bewertungsskala mit Werten ................................................................................................ 20 Tabelle 6: Zahlen & Fakten ................................................................................................................... 25 Tabelle 7: Prozentualer Anteil der Altersgruppen.................................................................................. 52 Tabelle 8: Prozentualer Anteil der Geschlechter ................................................................................... 53 Tabelle 9: Prozentualer Anteil der Entfernung zum Heimatort .............................................................. 54 Tabelle 10: Worthäufigkeiten ................................................................................................................. 59 Tabelle 11: Zusammenfassung der Thesenergebnisse ........................................................................ 62 Tabelle 12: Zusammenfassung der häufigsten Gründe für eine Änderung der Motivation .................. 63 Tabelle 13: Fragebogen ............................................................................................................................i Tabelle 14: Ergebnisübersicht nach Häufigkeiten .................................................................................. vii Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Gebietskörperschaften mit Katastrophenalarm (4) ............................................................ 2 Abbildung 2: Mögliche Beeinflussungsfaktoren der Zufriedenheit ........................................................ 11 Abbildung 3: Persönliche Zufriedenheit befragter Helfer ...................................................................... 26 Abbildung 4: Persönliche Motivation befragter Helfer ........................................................................... 28 Abbildung 5: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Motivation ............................................................ 29 Abbildung 6: Führungsausbildung befragter Helfer ............................................................................... 30 Abbildung 7: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Führungsausbildung ............................................ 31 Abbildung 8: Erfahrungen befragter Helfer ............................................................................................ 32 Abbildung 9: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Erfahrung ............................................................. 33 Abbildung 10: Empfinden der Informationsversorgung ......................................................................... 34 Abbildung 11: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Informationsversorgung ..................................... 35 Abbildung 12: Empfinden der Alarmierung / Vorinformation ................................................................. 36 Abbildung 13: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Alarmierung / Vorinformation ............................. 37 Abbildunsgverzeichnis V Abbildung 14: Bewertung der Einsatzvorbereitung ............................................................................... 38 Abbildung 15: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Einsatzvorbereitung ........................................... 39 Abbildung 16: Empfinden der Einsatznachbereitung / Empfang ........................................................... 40 Abbildung 17: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Einsatznachbereitung / Empfang....................... 41 Abbildung 18: Bewertung der Zusammenarbeit unter den Helfern ....................................................... 42 Abbildung 19: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Zusammenarbeit ................................................ 43 Abbildung 20: Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten ......................................... 44 Abbildung 21: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Verhalten des Vorgesetzten .............................. 45 Abbildung 22: Bewertung der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz ..................................................... 46 Abbildung 23: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Vereinbarkeit von Beruf / Einsatz ...................... 47 Abbildung 24: Empfinden der persönlichen Bedürfnisse ...................................................................... 48 Abbildung 25: Gegenüberstellung Zufriedenheit und persönliche Bedürfnisse .................................... 49 Abbildung 26: Empfinden der psychischen Belastung .......................................................................... 50 Abbildung 27: Gegenüberstellung Zufriedenheit und psychische Belastung ........................................ 51 Abbildung 28: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Altersgruppen .................................................... 53 Abbildung 29: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Geschlecht ......................................................... 54 Abbildung 30: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Entfernung zum Heimatstandort ........................ 55 Abbildung 31: Gegenüberstellung persönliche Bedürfnisse und Entfernung ........................................ 56 Abbildung 32: Negative Begründungen zur Auswirkung der Motivation ............................................... 57 Abbildung 33: Positive Begründungen zur Auswirkung der Motivation ................................................. 58 Abbildung 34: Darstellung der Häufigkeit der Beeinflussungsfaktoren ................................................. 60 Abbildung 35: Häufig genannte Begriffe ................................................................................................ 61 Stand der Forschung 7 Zufriedenheit mit der Organisation durchschnittlich einen sehr hohen Wert (23). Gemeinsam haben diese Studien, dass sie sich auf den generellen Verbleib oder die allgemeine Zufriedenheit in einer Organisation konzentrieren. Untersuchungen der Einsatzzufriedenheit lassen sich in einer Recherche nur vereinzelt finden. Beispielsweise wurde die mentale Gesundheit des belgischen „First Aid and Support Team“ (B-FAST) während des Haiti-Erdbebens 2010 untersucht (24). Neben einem Fragebogen wurden in dieser Untersuchung weitere Methoden angewendet, um den Zustand des Teams zu überwachen. Bei vielen Untersuchungsteilnehmern konnte eine Auswirkung auf die mentale Gesundheit festgestellt werden, die sich durch unterschiedliche Symptome (wie beispielsweise Depressionen, Hoffnungslosigkeit, Nervosität oder physische Probleme) gezeigt hat (24). Weiterhin hat das „United States Department of Defense“ die Zufriedenheit von Militärärzten in verschiedenen humanitären Einsätzen untersucht. Dazu wurde ebenfalls eine internetbasierte Umfrage mit 667 Teilnehmern durchgeführt. Als Ergebnis der Umfrage konnte festgehalten werden, dass die Umfrageteilnehmer in einem hohen Grad zufrieden mit den Einsätzen sind und die Dauer der Einsätze positiv mit der Zufriedenheit korreliert (25). Für den Hochwassereinsatz 2013 konnte durch Gespräche mit verschiedenen Helfer des Bevölkerungsschutzes in Erfahrung gebracht werden, dass das Technische Hilfswerk (THW) im gleichen Jahr eine interne Umfrage durchgeführt hat. Diese wurde von der THW-Leitung initiiert und innerhalb der Organisation verteilt. Ziel dieser Umfrage war eine Verbesserung der Einsatzstrukturen des THWs. Daher fokussiert die Umfrage überwiegend eine Bewertung der internen Abläufe und der Ausstattung. Ebenfalls wurden auch psychosoziale Aspekte und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen erhoben. Die Ergebnisse der Umfrage waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit allerdings noch nicht veröffentlicht und können daher nicht als Grundlage für eine Ergebnisbewertung herangezogen werden. Vorgehensweise 8 5 Vorgehensweise Die Erhebung und Analyse der persönlichen Zufriedenheit und Motivation von Helfern im Hochwasser 2013 sowie die anderen in Kapitel 2 erläuterten Ziele können durch unterschiedliche Vorgehensweisen erreicht werden. Daher wird im nachfolgenden Kapitel erläutert, welche einzelnen Schritte zur Erreichung der Ziele durchgeführt werden und wie sich daraus resultierend die vorliegende Publikation gliedert. 5.1 Methodischer Ansatz Bereits in der Einführung sowie in der Zielsetzung wurde erwähnt, wie wichtig die Zufriedenheit und Motivation von Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz ist. Die geführten Vorgespräche mit eingesetzten Helfern im Hochwasser 2013 sowie die während der erwähnten „Lessons Learned“ Studie gewonnenen Erkenntnisse dienen daher als Grundlage für den methodischen Ansatz. Verschiedene Aussagen von Einsatzkräften können verwendet werden, um Thesen in Verbindung mit der Zufriedenheit und der Motivation in Bezug auf die eingesetzten Einsatzkräfte im Hochwasser 2013 aufzustellen. Unter einer These versteht man in der Wissenschaft eine allgemein zu beweisende Behauptung, wobei die Thesen keinen logischen Widerspruch enthalten dürfen und auf der Basis von erhobenen und bewerteten wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt oder widerlegt werden können (26). Für diese Bewertung ist es notwendig, verschiedene Daten im Zusammenhang mit der Zufriedenheit und der Motivation von Einsatzkräften zu erheben. Aus diesem Grund erfolgte eine Datenerhebung in Form einer Umfrage, welche überwiegend geschlossene und teilweise offene Fragen enthielt. Die erhobenen Daten sollen mit anerkannten statistischen Analyseverfahren 2 ausgewertet werden, um belastbare Ergebnisse erzielen zu können. Dieses Vorgehen ermöglicht eine Bewertung und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der aufgestellten Thesen, sodass diese belegt oder widerlegt werden können. Zudem können durch die integrierten offenen Fragen weitere relevante Faktoren der Zufriedenheit und der Motivation von Einsatzkräften gewonnen werden. Für zukünftige Einsätze im Bevölkerungsschutz können aus diesen Ergebnissen abschließend Schlussfolgerungen gezogen werden, die mögliche Verbesserungen hinsichtlich der Zufriedenheit und der Motivation von Einsatzkräften aufzeigen. So können die in Kapitel 2 beschriebenen Ziele erreicht werden. 2 Eine detaillierte Erläuterung der verwendeten statistischen Analyseverfahren ist im „Exkurs: Statistische Analyseverfahren“ auf Seite 15 zu finden. Vorgehensweise 9 Tabelle 2: Methodischer Ansatz Methodischer Ansatz 1. Vorgespräche mit Einsatzkräften 2. Thesenbildung 3. Empirische Untersuchung durch eine offene Umfrage 4. Auswertung der Umfrageergebnisse 5. Bewertung und Diskussion der Ergebnisse 6. Schlussfolgerungen und Ableitung von Verbesserungen Tabelle 2 zeigt zusammenfassend den methodischen Ansatz in der logischen Reihenfolge, wobei dieser in den folgenden Kapiteln aufgegriffen und entsprechend der einzelnen Schritte im Detail beschrieben und erläutert wird. 5.2 Thesenbildung Wie im methodischen Ansatz beschrieben, wurden für die Untersuchung Thesen gebildet, mit deren Überprüfung Rückschlüsse auf die Zufriedenheit und die Motivation der Helfer gezogen werden können. Die Grundlage für die Aufstellung der Thesen bildeten formlose, nicht standardisierte Vorgespräche mit verschiedenen Einsatzkräften des Bevölkerungsschutzes, welche teilweise im Hochwassereinsatz 2013 eingesetzt waren. Die Auswahl der Einsatzkräfte wurde zufällig und ebenfalls nicht standardisiert vorgenommen, um eine zu starke Fokussierung auf bestimmte und gegebenenfalls negative Aspekte des Hochwassers 2013 zu vermeiden. Durch die so getroffene Auswahl wird die Objektivität der Untersuchung erhöht. Im Folgenden werden die Thesen vorgestellt und die hintergründigen Überlegungen kurz erläutert. Zu Beginn soll zunächst die allgemeine Zufriedenheit mit dem Einsatz erfasst werden. Dazu wird These 1 aufgestellt. These 1 Die Zufriedenheit der eingesetzten Helfer des Bevölkerungsschutzes im Hochwasser 2013 war gering. Aufgrund der bereits erläuterten Struktur des Bevölkerungsschutzes in Deutschland und den Zielen der Publikation nimmt die Betrachtung der Zufriedenheit der eingesetzten Helfer eine zentrale Rolle ein. Diese Wichtigkeit wird zusätzlich durch die starke Präsenz der Medien während dem Hochwasser 2013 und die Wahrnehmung der Einsatzkräfte erhöht. In den Medien und während den Gesprächen mit den Einsatzkräften konnte eine starke Fokussierung auf negative Anmerkungspunkte und Kritiken an diversen Aspekten des Einsatzablaufes festgestellt werden. Daher scheinen negative Erinnerungen an den Einsatz zu überwiegen, woraus sich eine Unzufriedenheit folgern lassen könnte. Aus diesen Gründen wurde von den Autoren die Vorgehensweise 10 oben genannte These aufgestellt, um diese Eindrücken zu überprüfen und damit die Schlussfolgerungen auf die Gesamtzufriedenheit der Einsatzkräfte ziehen zu können. An die erste These schließt These 2 an und greift die Motivation für weiteres Engagement auf. These 2 Die geringe Zufriedenheit wirkt sich negativ auf die Motivation für ein zukünftiges Engagement im Bevölkerungsschutz aus. Bei den Helfern der BOS handelt es sich überwiegend um Kräfte ohne Angestelltenverhältnis in ihren Organisationen. Sie engagieren sich oftmals freiwillig im Bevölkerungsschutz und können ihr Engagement kurzfristig aufgeben, da keine vertraglichen Verpflichtungen bestehen. Besondere Ereignisse, wie beispielsweise ein außergewöhnlicher Einsatz, können daher die Motivation zum Engagement erheblich beeinflussen. Mit dieser These soll überprüft werden, ob die Zufriedenheit eine Rolle auf ein zukünftiges Engagement hat und wie genau sich die Zufriedenheit auswirkt. Somit kann allgemein die Auswirkung des Hochwassereinsatzes auf das weitere Engagement festgehalten werden. Die ersten Thesen behandeln die Auswirkungen des Hochwassereinsatzes allgemein. Die weiteren folgenden Thesen beinhalten die Zufriedenheit in speziellen Bereichen und Zusammenhängen. These 3 Einsatzkräfte mit höherer Führungsausbildung waren zufriedener mit dem Hochwassereinsatz 2013. In den Vorgesprächen mit den Einsatzkräften konnte der Eindruck gewonnen werden, dass ausgebildete Führungskräfte zufriedener mit dem Einsatzablauf waren als Helfer, die nicht als Führungskraft ausgebildet worden sind. Mögliche Ursachen dafür könnten beispielsweise der eigenen Entscheidungsrahmen, die Vorerfahrung, die zusätzlichen Ausbildung oder der bessere Zugang zu Informationen sein. In dieser These liegt zunächst der Schwerpunkt auf den Einsatzkräften, die als Führungskräfte ausgebildet worden sind. Mittels dieser Unterscheidung kann festgestellt werden, ob Führungskräfte generell zufriedener mit dem Hochwassereinsatz waren. Die gesonderte Betrachtung der eingesetzten Führungskräfte erfolgt separat durch verschiedene Teilnehmerkreise der Umfrage, den so genannte Peergroups in Kapitel 5.3 und 6.2.2. An diese These schließt These 4 an. So kann ebenfalls vermutet werden, dass die Anzahl der ähnlichen Einsätze, in denen ein Helfer bereits eingesetzt worden ist, in einem Zusammenhang mit der Zufriedenheit steht. Vorgehensweise 11 These 4 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Anzahl an Einsätzen vergleichbarer Dimension beeinflusst, an denen die Einsatzkraft bereits früher beteiligt war. Einsatzkräfte, die bereits in weiteren Einsätzen mit vergleichbaren Ausmaßen aktiv waren, verfügen über einen höheren Erfahrungsschatz, bezogen auf diese Art der Einsätze. Während der Vorgespräche mit den Einsatzkräften wurde eine Beeinflussung durch die persönlichen Erfahrungen vermutet, lediglich über die Art und die Richtung bestand kein einheitliches Meinungsbild. Zur weiteren Analyse des Hochwassereinsatzes 2013 wurden Beeinflussungskriterien aufgestellt, die unabhängig von persönlichen Merkmalen Einfluss auf die Zufriedenheit haben können. Diese Beeinflussungskriterien wurden ebenfalls in den Vorgesprächen mit Einsatzkräften entwickelt. Insgesamt konnten neun Beeinflussungskriterien ermittelt werden, die in Abbildung 2 dargestellt werden. Abbildung 2: Mögliche Beeinflussungsfaktoren der Zufriedenheit Da viele Anmerkungen zum Hochwassereinsatz 2013 in den Vorgesprächen auf fehlende oder unpassende Informationen zurückgeführt werden konnten, wird in diesem Bereich ein Schwerpunkt festgelegt. Aus diesem Grund wird in den beiden folgenden Thesen ein besonderer Fokus auf die Informationsversorgung gelegt. Dabei wird unterschieden in Versorgung mit Informationen vor Einsatzbeginn und die Alarmierung betreffend sowie die Informationsversorgung während eines Einsatzes. These 5 greift zunächst die Versorgung mit Informationen während des Einsatzes auf. These 5 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Versorgung mit Informationen während des Einsatzes beeinflusst. Hinter dieser These steckt der Gedanke, dass mit ausreichenden Informationen weitere Beeinflussungskriterien gemildert oder verstärkt werden können. Dies kann an dem folgenden Beispiel deutlich gemacht werden: „Die Einsatzkräfte werden zum Zufriedenheit Informationsversorgung Alarmierung und Vorinformationen Einsatzvorbereitung Einsatznachbereitung Zusammenarbeit der Helfer Verhalten des Vorgesetzten Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz Persönliche Bedürfnisse Psychische Belastung Vorgehensweise 12 Einsatz gerufen und treffen dort nach einer bestimmten Anfahrtszeit ein. Die Anfahrt wurde ohne Verzögerung vorgenommen. Vor Ort eingetroffen wird den Einsatzkräften zunächst kein Auftrag zugeteilt und eine Wartephase beginnt.“ Diese zunächst neutrale Beschreibung, die aus den Vorgesprächen entlehnt ist, macht deutlich, wie wichtig die Versorgung mit Informationen ist. So könnten beispielsweise Informationen zur Anfahrt, zum Eintreffzeitpunkt aber auch Informationen über das weitere Vorgehen und den Grund der Auftragssituation eine Beeinflussung der Zufriedenheit bedingen. Daher erscheint die Untersuchung dieser These für die Erfassung der Zufriedenheit der Einsatzkräfte wichtig. Weiterhin erscheint ebenso wichtig die Versorgung mit Informationen vor Einsatzbeginn, weshalb dieser mögliche Beeinflussungsfaktor in These 6 aufgegriffen wird. These 6 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch den Ablauf der eigenen Alarmierung inklusive die Informationsversorgung vor Einsatzbeginn beeinflusst. In enger Verbindung zur Alarmierung und zum Informationsfluss vor Einsatzbeginn steht ebenfalls die Einsatzvorbereitung. Daher ist dieser Beeinflussungsfaktor in Form von These 7 zusätzlich mit in die Untersuchung aufgenommen worden. These 7 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Vorbereitung auf den Hochwassereinsatz 2013 beeinflusst. Aus den Vorgesprächen konnte entnommen werden, dass die Vorbereitung auf den konkreten Hochwassereinsatz, aber auch auf größere Einsätze im Allgemeinen, in einem Zusammenhang mit der Zufriedenheit steht. Dabei umfasst die Vorbereitung beispielsweise die persönliche, aber auch durch die Organisationen durchgeführte, Vorbereitung in Form von Ausbildung, persönlicher Einweisung direkt vor dem Einsatz oder die vorhandene Ausstattung. Die Untersuchung der These ermöglicht eine Erfassung dieses Zusammenhangs, um eventuell eine verbesserte Vorbereitung als Empfehlung für eine verbesserte Helferzufriedenheit durchführen zu können. Vergleichbar zu der Einsatzvorbereitung kann ebenfalls die Einsatznachbereitung die Gesamtzufriedenheit beeinflussen. Dies wird in der These 8 aufgegriffen. These 8 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Einsatznachbereitung und / oder dem Empfang am Heimatstandort nach dem Hochwassereinsatz beeinflusst. Mit vergleichbaren Motiven werden daher die Einsatznachbereitung und der Empfang der rückkehrenden Helfer am Heimatstandort betrachtet. So wurde beispielsweise von einer Einsatznachbereitung berichtet, in der negative Anmerkungen am Vorgehensweise 13 Einsatzablauf besprochen werden konnten. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die Einsatznachbereitung einen Einfluss auf die Zufriedenheit hat. These 9 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die generelle Zusammenarbeit unter den Helfern beeinflusst. Im Hochwassereinsatz waren Helfer verschiedener Organisationen und aus verschiedenen Herkunftsgebieten eingesetzt. Einen weiteren Aspekt bei der Zufriedenheit mit dem Einsatz könnten daher zwischenmenschliche Beziehungen spielen. Die Zusammenarbeit zwischen den Helfern der einzelnen Organisationen tritt vermehrt bei größeren Einsätzen auf, da hier die Anzahl der beteiligten Organisationen und Helfern größer ist. Sollten Spannungen in diesem Bereich auftreten, ist eine negative Auswirkung auf die Zufriedenheit mit dem gesamten Einsatz denkbar. Anhand der These 9 soll die Zusammenarbeit zwischen diesen Helfern untersucht werden. Eine mangelnde Zusammenarbeit unter den Organisationen wurde in kaum einem Vorgespräch erwähnt. Dennoch erscheint, besonders vor dem Hintergrund der Dimension dieses Einsatzes, die Betrachtung der Zusammenarbeit für die persönliche Zufriedenheit sinnvoll. Neben den zwischenmenschliche Beziehungen unter den Helfern im Einsatz scheint weiterhin eine Betrachtung der Verhältnisse zu den direkten Vorgesetzten interessant und wird daher in der These 10 aufgegriffen. These 10 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten beeinflusst. Wie oben bereits beschrieben können zwischenmenschlichen Beziehungen im Einsatz Auswirkungen auf die Zufriedenheit haben. Dies gilt insbesondere auch für das Verhalten des direkten Vorgesetzten. Dieser hat direkten Einfluss auf seine Helfer und kann im Rahmen seiner Entscheidungskompetenz auf die Situation der Helfer einwirken. Daher erscheint interessant, wie die Helfer mit dem Verhalten des Vorgesetzten zufrieden waren und in welchem Zusammenhang dies mit der Gesamtzufriedenheit steht. Die anschließende These 11 befasst sich mit dem häufig angesprochenen Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatztätigkeit. These 11 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz während des Einsatzes beeinflusst. Ebenfalls wurde in den Vorgesprächen die Freistellung vom Beruf für den Einsatz, also die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatztätigkeit, angesprochen. Klare Regelun- Vorgehensweise 14 gen zur Freistellung und unterstützende Arbeitgeber ermöglichen den Einsatzkräften eine Fokussierung auf das eigentliche Einsatzgeschehen und somit eine zufriedenstellende Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz, welche sich auf die Gesamtzufriedenheit auswirken kann. Beispielhaft wurden hier Probleme mit Vorgesetzten der Arbeitsstelle, unerledigte Arbeiten oder Aufträge und eine Mitverantwortung am Erfolg der Arbeitsstelle durch die Einsatzkräfte angesprochen. Die Untersuchung dieser These soll aufzeigen, wie die Einsatzkräfte die Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit beurteilen und welche Auswirkungen dieses Beeinflussungskriterium auf die allgemeine Zufriedenheit hat. Weiterhin ergibt sich die Hypothese, dass die Sicherstellung der persönlichen Bedürfnisse (wie beispielsweise Ruhemöglichkeiten, Hygienemöglichkeiten oder die Verpflegung) in Verbindung mit der Gesamtzufriedenheit steht. These 12 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Sicherstellung der eigenen Bedürfnisse während des Einsatzes beeinflusst. Ob die Einsatzkräfte des Hochwassereinsatzes dies ebenso empfunden haben, soll anhand der These 12 untersucht werden. Vermutet werden kann, dass die behelfsmäßige Versorgung im Einsatzfall eine Rolle bei der Zufriedenheit spielt. In der letzten These wird die psychische Belastung des Einsatzes aufgegriffen. These 13 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die psychische Belastung während des Hochwassereinsatzes beeinflusst. Die psychische Belastung eines Einsatzes mit besonderen Dimensionen ist nicht allgemein ermittelbar, da sie personenbezogen ist und von einer Vielzahl von Faktoren abhängt. Mittels dieser These soll untersucht werden, wie die Einsatzkräfte ihre persönliche psychische Belastung während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden haben und diese in einem Zusammenhang zur Gesamtzufriedenheit steht. 5.3 Peergroups Neben der Betrachtung der 13 Thesen ist die Untersuchung von unterschiedlichen Peergroups interessant. Eine Peergroup ist eine Gruppe von Umfrageteilnehmern mit gleichen Merkmalen. Für die Untersuchung der Zufriedenheit der Helfer im Hochwassereinsatz 2013 werden verschiedene Gruppenmerkmale für die Untersuchung definiert, welche in persönliche und einsatzbezogene Merkmale unterschieden werden können. Standardmäßig erfolgt eine Erfassung der Merkmale Alter und Geschlecht. Interessant in der Untersuchung kann sein, ob diese beiden Merkmale Auswirkungen auf die persönliche Zufriedenheit oder auf einzelne Beeinflussungsfaktoren haben. Ebenfalls erscheint interessant, ob einsatzspezifische Merkmale einen Einfluss auf die Vorgehensweise 15 Zufriedenheit oder einzelne Beeinflussungsfaktoren haben. Besonders interessant könnte die Frage sein, ob Führungsqualifikationen oder –Funktionen die Zufriedenheit beeinflussen. Insbesondere der Informationsfluss konnte während der Vorgespräche als beachtenswerter Gegenüberstellungspunkt zwischen diesen Gruppen identifiziert werden. Ebenso kann die Entfernung zum betroffenen Hochwassergebiet eine Auswirkung auf die Zufriedenheit haben, da andere Bedürfnisse aber auch eine andere Betroffenheit entsteht. Vermutet werden kann weiterhin ein Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit und der Dauer des Einsatzes, aufgrund eventueller Einarbeitungszeiten oder die Erfahrung aus früheren Einsätzen. Auch erscheint eine Betrachtung der Fachdienste (wie beispielsweise Betreuung oder Wasserrettung) in Kombination mit der Zufriedenheit interessant, da unterschiedliche Aufgaben in einem Einsatz durch die Fachdienste wahrgenommen werden und diese Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit haben können. Mittels dieser Merkmale können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um Einflussfaktoren bewerten zu können. Die Betrachtung der Peergroups erfolgt in Anlehnung an die Thesen, die Ergebnisse werden jedoch in einem separaten Kapitel dargestellt. 5.4 Umfrage Zur Gewinnung ausreichender Daten, die notwendig für die Untersuchung der oben aufgestellten Thesen waren, wurde eine Umfrage unter Helfern im Bevölkerungsschutz durchgeführt, die in diesem Kapitel erläutert wird. Aufgrund des überdimensionalen Einsatzes und der beteiligten Helferanzahl, war es notwendig, eine Vielzahl an Helfern zu erreichen, um die verschiedenen Herkunftsorte und die unterschiedlichen Einsatzbereiche abzudecken. Bei der Durchführung der Umfrage wurde zudem großen Wert auf eine nicht mögliche Rückverfolgbarkeit zur Gewährleistung der Anonymität gelegt, da in der Zielsetzung die persönliche Zufriedenheit der eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 im Allgemeinen und nicht Organisationsoder Standortbezogen relevant war. Aus den allgemein bekannten Vorteilen 3 einer internetgestützten Umfrage ergaben sich besonders drei Argumente für die Anwendung dieser. Zunächst war das Aufwand-Nutzen-Verhältnis bei dieser Vorgehensweise besonders günstig. Dies ergibt sich insbesondere aus der Möglichkeit die Umfrage effektiver zu verteilen. Die begrenzten finanziellen Ressourcen waren ein weiterer Grund für die Auswahl dieser Umfrageart. Wie beschrieben ergab sich aus dem Hochwassereinsatz 2013 die Notwendigkeit einer hohen Fallzahl und einer Verteilung der Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, um die verschiedenen Peergroups abdecken zu können. Dies 3 Zu den allgemein bekannten Vorteilen einer internetgestützten Befragung gehören die Schnelligkeit, die einfach Durchführbarkeit und die geringen Kosten. Jedoch birgt eine internetgestützte Befragung methodische Probleme, wodurch wissenschaftliche Einschränkungen verursacht werden (26). Dies wird im weiteren Verlauf diskutiert. Vorgehensweise 16 wäre beispielsweise durch Vorortoder einzelne Experteninterviews nur mit erheblichem Mehraufwand zu leisten. Weiterhin muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass keine freizugängliche und vollständige Übersicht über alle eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 existierte (siehe auch Kapitel 5.4.4). Lediglich auf regionaler Ebene oder innerhalb der Organisationen waren diese Informationen bekannt. Daher konnte nicht auf telefonische Befragungen zurückgegriffen werden, da die notwendigen Kontaktdaten nur aufwendig beschafft werden konnten. Folglich war die internetgestützte Befragung die effektivste Vorgehensweise für die Erreichung der Ziele. 5.4.1 Fragebogenkonstruktion Das Hauptaugenmerk lag bei der Konstruktion des Fragebogens auf einer einfachen und verständlichen Gestaltung der Umfrage. Die Bearbeitungsdauer des Fragebogens sollte eine Zeitspanne von 15 Minuten nicht überschreiten. Als Resultat dieser Anforderungen ist ein Fragebogen entstanden, der in drei Hauptabschnitte aufgeteilt wurde und 25 Frage umfasst. Der erste Abschnitt dient der Sortierung der Teilnehmer. Als erste Frage wurden alle Helfer gefiltert, die tatsächlich im Hochwassereinsatz beteiligt waren, damit nur diese in der Auswertung berücksichtigt werden. Neben den tatsächlich im Hochwassergebiet eingesetzten Helfer wurden zusätzlich auch Helfer berücksichtigt, die im Voralarm oder in Bereitstellung versetzt worden sind sowie administrativ oder organisatorisch in den Einsatz eingebunden waren. Diese Helfer wurden weiter nach ihrer gesamten Zufriedenheit mit dem Hochwassereinsatz und den Auswirkungen auf ihre persönliche Motivation gefragt. Die Begründung zu den Auswirkungen auf die persönliche Motivation konnte in einem Freitextfeld erfolgen. Die Positionierung dieser beiden Fragen erfolgte bewusst bereits zu Beginn der Umfrage, damit eine Beeinflussung durch die späteren Fragestellungen ausgeschlossen werden konnte. Abschließend wurde im ersten Abschnitt die Frage nach möglichen Bewertungskriterien gestellt. Hier bestand für den Umfrageteilnehmer die Möglichkeit in einem Freitextfeld seine persönlichen Bewertungskriterien für die Zufriedenheit mit dem Hochwassereinsatz 2013 anzugeben. Im zweiten Abschnitt wurden die möglichen Beeinflussungskriterien abgefragt, die bereits im Kapitel 5.2 erläutert worden sind. Zur Bewertung der neun möglichen Beeinflussungsfaktoren stand dem Umfrageteilnehmer eine einheitliche, fünfstufige Bewertungsskala zur Verfügung, die in Tabelle 3 dargestellt ist. Bei jeder Frage war es außerdem möglich, keine Bewertungen abzugeben. 4 4 Die gebildete Bewertungsskala entspricht der häufig verwendeten „Likert-Skala“ der Sozialforschung (26), also einer diskret gestuften bipolaren Skala (27). Die so entstehende Skala gibt eine natürliche Rangfolge wieder und wird damit Ordinalskala genannt (26). Dabei ist der Wert „gut“ (2) besser als der Wert „schlecht“ (4) jedoch kann nicht festgehalten werden, um welchen Faktor dieser Wert besser ist. Vorgehensweise 23 Tabellenanalyse Das Aufstellen in Form einer Kreuztabelle ist eine geeignete Form der Darstellung eines Zusammenhangs zwischen zwei Variablen, in dem die jeweiligen Häufigkeiten numerisch oder prozentual zugeordnet werden können (34). Dies ermöglicht eine erste Interpretation einer Tendenz, wie verschiedene Merkmale in Bezug auf die Thesen zusammenhängen können. Jedoch können aufgrund dieser Kreuztabellen ebenfalls keine statistisch signifikanten Rückschlüsse auf eine Grundgesamtheit gezogen werden. Chi-Quadrat-Test Diesen Rückschluss auf die Grundgesamtheit eines Zusammenhangs zwischen zwei Variablen ermöglicht der sogenannte Chi-Quadrat-Test. Der Chi-Quadrat-Test berechnet die Wahrscheinlichkeit des in der Stichprobe beobachteten Zusammenhangs zwischen zwei Variablen, wenn kein Zusammenhang in der Grundgesamtheit besteht. Damit lässt sich gegenläufig eine Aussage über den Zusammenhang von zwei Variablen in der Grundgesamtheit treffen. Der Test liefert zudem eine statistische Irrtumswahrscheinlichkeit, in wie weit ein oder kein Zusammenhang besteht. Bei der Anwendung dieses Tests gilt es einige Voraussetzungen zu beachten, welche hier jedoch nicht näher erläutert werden, sondern der vertiefenden Literatur entnommen werden können. Somit kann festgestellt werden, ob in der vorliegenden Stichprobe ein Kriterium in Zusammenhang mit anderen möglichen Kriterien stehen und dieser Zusammenhang auf die Grundgesamtheit übertragen werden kann. Korrelationsanalyse Um den Zusammenhang zwischen zwei Variablen genauer zu untersuchen und zu beschreiben, wird eine Analyse der Korrelation der Variablen durchgeführt, in der ein sogenannter Korrelationskoeffizient ermittelt wird. Dieser Korrelationskoeffizient liegt zwischen den numerischen Werten -1 und 1, wobei ein Betrag gegen 1 einen starken sowie ein Betrag gegen 0 einen schwachen Zusammenhang der Variablen bedeutet (35). Bei einem negativen Korrelationskoeffizient besteht dabei ein gegenläufiger Zusammenhang. Der zugehörige Signifikanztest ermöglicht zudem die Übertragung des Zusammenhangs auch auf die Grundgesamtheit. Die Anwendung der Korrelationsanalyse ist dabei abhängig von den hinterlegten Skalen der Variablen. Je nach Form der Bewertungsskala können unterschiedliche Korrelationen wie der Korrelationskoeffizient nach Pearson oder die Rangkorrelation nach Spearman und Kendalls Tau herangezogen werden (34). Regressionsanalyse Die Regressionsanalyse ermöglicht die Untersuchung eines Modells, in der eine Variable durch eine oder mehrere andere Variablen beschrieben wird. Diese Beschrei- Vorgehensweise 24 bung der Abhängigkeit erfolgt über die Bestimmung eines Regressionskoeffizienten, welcher die Anhängigkeit der Variable widerspiegelt. Die Aussagekraft dieser Analyse ist abhängig vom sogenannten Bestimmtheitsmaß oder auch Determinationskoeffizienten, dessen Werte zwischen 0 und 1 liegen. Unterscheidet sich dieser Wert deutlicher von Null, kann der Regressionskoeffizient genauer interpretiert werden (26). Folglich ermöglicht dieses Analyseverfahren die Beschreibung der Zufriedenheit und Motivation von Einsatzkräften durch verschiedene Kriterien. Die einzusetzende Regressionsanalyse ist abhängig vom vorhandenen Datensatz und entsprechend hinterlegten Skalen. So kann hier beispielweise zwischen der linearen und ordinalen Regressionsanalyse unterschieden. In der vorliegenden Publikation wird die Regressionsanalyse für die Ergebnisdiskussion herangezogen. Sonstige Neben den hier beschriebenen statistischen Analyseverfahren können durch die in Kapitel 5.4.5 beschriebene computergestützten Auswertung diverse weitere an bestimmten Stellen eingesetzt werden, um die Aussagekraft von Interpretationsergebnissen zu verstärken. Da diese jedoch nicht durchgängig für die Auswertung der erhobenen Daten herangezogen werden, erfolgt eine Erwähnung an entsprechender Stelle. Der methodische Hintergrund kann der vertiefenden Literatur entnommen werden. Vertiefende Literatur  ARBEITSKREIS DEUTSCHER MARKTUND SOZIALFORSCHUNGSINSTITUTE E.V. StichprobenVerfahren in der Umfrageforschung. Eine Darstellung für die Praxis. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer VS, 2014. ISBN 978-3-531-16445-8.  BÜHL, A. SPSS 22. Einführung in die moderne Datenanalyse. 14., aktualisierte Auflage. Hallbergmoos: Pearson Deutschland GmbH, 2014. Pearson Studium - Scientific Tools. ISBN 978-3-86894-249-1.  SCHNELL, R., P.B. HILL und E. ESSER. Methoden der empirischen Sozialforschung. 9., aktualis. Auflage. München: Wissenschaftsverlag R. Oldenbourg, 2011. ISBN 3486591061.  WOLF, C., Hg. Handbuch der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2010. ISBN 978-3-531-16339-0. Ergebnis 25 6 Ergebnis Die nachfolgenden Kapitel befassen sich mit der Darstellung und Bewertung der Ergebnisse der Umfrage sowie dessen Übertragung auf die in Kapitel 5.2 aufgestellten Thesen. Bevor auf die Ergebnisse der einzelnen Fragen in der Umfrage eingegangen wird, erfolgt ein kurzer Überblick über den Rahmen der Umfrage. 6.1 Umfang Mit einer Laufzeit von sechs Wochen (42 Tage) wurde die Umfrage am 26. November 2013 gestartet und am 07. Januar 2014 beendet. Die erhobenen Datensätze zeigen, dass in der ersten Umfragewoche bereits mehr als 1000 Personen an der Umfrage teilgenommen haben. Diese Anzahl vermittelt einen Eindruck, mit welchem enormen Interesse die Umfrage bei Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz des Hochwassereinsatzes 2013 aufgenommen wurde. Über die gesamte Laufzeit konnten exakt 5489 Teilnehmer registriert werden. Ausgehend von dieser Gesamtteilnehmerzahl liegen 3619 vollständige Antwortsätze vor, wovon 3377 Fragebögen durch eingesetzte Bevölkerungsschutzhelfer der BOS im Hochwassereinsatz 2013 und damit der Zielgruppe ausgefüllt wurden. Die 3377 Antwortsätzen bilden somit die Grundlage für die Auswertung und Untersuchung der produzierten Ergebnisse (n = 3377). Den Antworten konnte zudem entnommen werden, dass die durchschnittliche Einsatzzeit der teilnehmenden Helfer im Hochwasser bei 6,8 Tagen lag. 6.2 Auswertung Eine Auswertung in Bezug auf die Ziele eine Umfrage kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden. Wie bereits in Kapitel 5.4.5 erläutert, erfolgte die Auswertung des erhobenen Datensatzes computergestützt und ermöglicht so eine durchgängige Anwendung der statistischen Analyseverfahren. Die Darstellung der Auswertung und Übertragung auf die Zielsetzung erfolgt zunächst hinsichtlich der Thesen, bevor die Peergroups und die Ergebnisse der offenen Fragen näher betrachtet werden. Eine einfache Übersicht aller beantworteten Fragen mit den Häufigkeiten der Antwortmöglichkeiten kann dem Anhang A2 entnommen werden. Tabelle 6: Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten Beginn 26.11.2013 Ende 07.01.2014 Laufzeit 6 Wochen Teilnehmer 5489 Vollständig 3619 Eingesetzte Helfer 3377 Ergebnis 26 6.2.1 Thesen Im Folgenden werden die der Auswertung zur Grunde liegenden Thesen einzeln aufgegriffen und mit den Ergebnissen der Auswertung verknüpft. Dies ermöglicht einerseits die Darstellung einzelner Fragen in Bezug auf die Zielsetzung, anderseits können relevante Verknüpfungen zwischen den Ergebnissen verschiedener Fragen aufgegriffen werden, um die aufgestellten Thesen belegen oder widerlegen zu können. Damit ist eine Ergebnisdarstellung unter Berücksichtigung statistischer Analyseverfahren hinsichtlich der Thesen gewährleistet. Den Autoren ist durchaus bewusst, dass es sich dabei nicht um eine reine Ergebnisdarstellung handelt, aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur Verdeutlichung des Zusammenhangs zwischen Umfrageergebnis und Thesen wurde jedoch diese Struktur gewählt. 6.2.1.1 These 1: Zufriedenheit im Einsatz These 1 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der eingesetzten Helfer im Einsatz gering war. Um eine Aussage in Bezug auf diese These treffen zu können, werden die Antworten der Frage 2 der Beantwortung zur Grunde gelegt werden. Hier wurde die persönliche Zufriedenheit der Helfer mit dem gesamten Hochwassereinsatz erhoben. Abbildung 3 zeigt das prozentuale Ergebnis der Häufigkeiten der Antwortmöglichkeiten. Die Darstellung zeigt, dass exakt 75% der befragten, eingesetzten Helfer im Hochwasser 2013 mit dem Einsatz „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ waren. 10% waren mit dem Hochwassereinsatz 2013 „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. Die restlichen 15% waren weder „zufrieden“ noch „unzufrieden“ oder gaben „keine Wertung“ ab. Diese Betrachtung zeigt eine deutliche positive Tendenz der vorhandenen Zufriedenheit eingesetzter Helfer im Hochwassereinsatz 2013. Abbildung 3: Persönliche Zufriedenheit befragter Helfer (n = 3377) 13% 62% 13% 8% 2% 2% Persönliche Zufriedenheit Sehr zufrieden Zufrieden Weder noch Unzufrieden Sehr unzufrieden Keine Wertung Ergebnis 27 Die Frage, ob sich dieses Ergebnis auch in der Grundgesamtheit wiederfindet, kann an dieser Stelle nur vermutet werden. Aufgrund einer nicht vorhandenen Normalverteilung, was durch den Kolmogorow-Smirnow-Test belegt wird, kann keine verlässliche Aussage in Bezug auf die Grundgesamtheit getroffen werden. Allerdings zeigen statistische Analysen 9 mit höchster Signifikanz unter Annahme einer vorhandenen Normalverteilung, dass sich diese Tendenz auch in der Grundgesamtheit widerspiegelt könnte. Damit kann als Ergebnis für die Untersuchung von These 1 festgehalten werden, dass die an der Umfrage teilgenommenen und eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 überwiegend zufrieden waren und dieses Ergebnis sich ebenfalls in der Grundgesamtheit aller Umfrageteilnehmer wiederfinden dürfte. Die ursprüngliche These, dass die Helfer weniger zufrieden waren, ist damit widerlegt. These 1 Die Zufriedenheit der eingesetzten Helfer des Bevölkerungsschutzes im Hochwasser 2013 war gering. Analyseergebnis Die Helfer im Hochwassereinsatz 2013 waren überwiegend zufrieden. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden könnte. Folglich ist die ursprüngliche These 1 widerlegt. 9 Der Einstichproben-T-Test (35) zeigt beispielsweise diese Tendenz auf, obwohl formale Voraussetzungen wie die Normalverteilung nicht erfüllt sind. Die Datensatz weist jedoch unter Betrachtung von Histogrammen eine ähnliche Verteilung auf, sodass die Ergebnisse eines solchen Tests vorsichtig interpretiert werden können. Ergebnis 28 6.2.1.2 These 2: Persönliche Motivation These 2 beinhaltet, dass sich die geringe Zufriedenheit mit dem gesamten Einsatz negativ auf die persönliche Motivation für ein zukünftiges Engagement im Bevölkerungsschutz auswirkt. Die Betrachtung der Umfrageergebnisse der Frage 3 ermöglicht eine von der Zufriedenheit unabhängige Darstellung der persönlichen Motivation. Demnach ist durch den Hochwassereinsatz bei 53% der befragten Helfer die persönliche Motivation für ein zukünftiges Engagement gestiegen, bei nur 5% sank die Motivation durch den Hochwassereinsatz. Bei den restlichen 42% hatte der Hochwassereinsatz keinen Einfluss auf die Motivation, wie Abbildung 4 zeigt. Demnach kann festgehalten werden, dass bei mehr als der Hälfte der befragten Personen, der Hochwassereinsatz eine positive Auswirkung auf die Motivation für ein zukünftiges Engagement im Bevölkerungsschutz hatte. Dies bestätigt ebenfalls der Mittelwert, welcher deutlich im Bereich der positiven Motivation liegt. Abbildung 4: Persönliche Motivation befragter Helfer (n = 3377) Die erhobenen Daten aus Abbildung 4 ermöglichen hinsichtlich der These 2 eine Betrachtung, wie sich die persönliche Zufriedenheit auf die persönliche Motivation für ein Engagement im Bevölkerungsschutz auswirkt. Eine Kreuztabellierung der Ergebnisse von Frage 2 und Frage 3 zeigt auf, dass befragte Helfer mit einer höheren Zufriedenheit in den meisten Fällen eine steigende Motivation haben. Durch einen relativen und visuellen Vergleich in Abbildung 5 kann dies deutlich gemacht werden, welche ein gestapeltes Säulendiagramm der erhobenen Ergebnishäufigkeiten darstellt. Demnach sind im Bereich der gestiegenen Motivation deutlich mehr Zufriedenheiten zu finden, als es im Bereich der gesunkenen Motivation der Fall ist. 53% 42% 5% Persönliche Motivation Ja, meine Motivation ist gestiegen. Nein, auf meine Motivation hatte der Einsatz keinen Einfluss. Ja, meine Motivation ist gesunken. Ergebnis 29 Abbildung 5: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Motivation (n = 3377) Folglich finden sich im Gegensatz dazu im Bereich der gesunkenen Motivation weniger zufriedene Helfer. Es scheint also durchaus ein Zusammenhang zwischen der persönlichen Motivation und der persönlichen Zufriedenheit in den erhobenen Daten vorzuliegen. Der Chi-Quadrat-Test bestätigt zudem mit höchster Signifikanz, dass zwischen diesen beiden Variablen ebenfalls ein Zusammenhang in der Grundgesamtheit besteht. Dieser Zusammenhang lässt sich durch die Bestimmung der Korrelation näher beschreiben. Ein positiver Korrelationskoeffizient nach Spearman von 0,33 zeigt eine geringe Korrelation, welche die getroffenen Aussagen auf Basis von Abbildung 5 und der Kreuztabellierung positiv unterstützen, auch wenn es die Korrelation aufgrund des niedrigen Wertes vorsichtig zu interpretieren gilt. Unter Berücksichtigung aller erhobenen Daten kann trotzdem das Ergebnis festgehalten werden, dass sich eine geringe persönliche Zufriedenheit mit dem Hochwasser 2013 überwiegend negativ auf die persönliche Motivation für ein Engagement im Bevölkerungsschutz auswirkte. Damit ist die These 2 belegt. These 2 Die geringe Zufriedenheit wirkt sich negativ auf die Motivation für ein zukünftiges Engagement im Bevölkerungsschutz aus. Analyseergebnis Eine geringe Zufriedenheit im Hochwassereinsatz 2013 wirkte sich überwiegend negativ auf die Motivation für ein Engagement im Bevölkerungsschutz aus. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 2 belegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Ja, meine Motivation ist gestiegen. Nein, auf meine Motivation hatte der Einsatz keinen Einfluss. Ja, meine Motivation ist gesunken. Zufriedenheit und Motivation Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 30 6.2.1.3 These 3: Führungsausbildung These 3 beinhaltet, dass Einsatzkräfte mit höherer Führungsausbildung zufriedener mit dem Hochwassereinsatz 2013 waren und damit die persönliche Ausbildung im Zusammenhang mit der Zufriedenheit steht. Die befragten Helfer gaben durch die Beantwortung von Frage 16 an, dass 17% keine sowie 11% sonstige Führungsausbildungen im Rahmen ihres Engagements im Bevölkerungsschutz besitzen. 20% hingegen besitzen eine Truppführer-Ausbildung und 26% eine GruppenführerAusbildung. Im Bereich der höher qualifizierten Helfer gaben 15% an, eine ZugführerAusbildung absolviert zu haben, die Verbandsführeroder höhere Ausbildung wurde mit 11% registriert. Die Zahlen deuten auf eine recht heterogene Verteilung der Führungsausbildung unter den eingesetzten Helfern, welches durch die Visualisierung in Abbildung 6 bestätigt wird. Die Darstellung erfolgt von der niedrigsten Führungsausbildung „Keine“ bis hin zur höchsten möglichen Ausbildung „Verbandsführer oder höher“. Abbildung 6: Führungsausbildung befragter Helfer (n = 3377) Die Untersuchung des Zusammenhangs dieser heterogenen Verteilung der Führungsausbildung sowie der persönlichen Zufriedenheit ermöglicht die Kreuztabellierung dieser Variablen (Frage 2 und Frage 16). Die Tabellenwerte vermitteln ebenfalls ein relativ heterogenes Ergebnis, sodass sich hier vorerst keine Aussage über den Zusammenhang von Führungsausbildung und persönlicher Zufriedenheit treffen lässt. Betrachtet man den relativen Vergleich in Abbildung 7, wird diese Beobachtung verdeutlich. In allen Führungsausbildungen existiert eine ähnliche Verteilung der Zufriedenheit unter den befragten Helfern. Es sind auf Grundlage dieser Darstellung also keine Unterschiede festzustellen. 17% 20% 26% 15% 11% 11% Führungsausbildung Keine Truppführer Gruppenführer Zugführer Verbandsführer oder höher Sonstige Ausbildung Ergebnis 31 Abbildung 7: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Führungsausbildung (n = 3377) Folglich stellt sich die Frage, ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen der Führungsausbildung und der persönlichen Zufriedenheit besteht. Der Chi-Quadrat-Test untersucht diese Frage in der Grundgesamtheit und gibt im Ergebnis an, dass der Zusammenhang nicht signifikant ist. Damit scheint es kein Zusammenhang zwischen der Führungsausbildung und der persönlichen Zufriedenheit in der Grundgesamtheit zu geben. Unterstützt wird diese Aussage durch die Betrachtung der Korrelation, welche einen Korrelationskoeffizienten nach Spearman von 0,02 hat und damit fast gegen null läuft. Die Korrelation lässt damit auch auf einen nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen den beiden Variablen schließen. Folglich lässt sich auf Grundlage der statistischen Analyseverfahren für die These 3 das Ergebnis festhalten, dass die Führungsausbildung von Helfern nicht im Zusammenhang mit der persönlichen Zufriedenheit mit dem Hochwassereinsatz 2013 stand. Mit diesem Ergebnis ist These 3 widerlegt. These 3 Einsatzkräfte mit höherer Führungsausbildung waren zufriedener mit dem Hochwassereinsatz 2013. Analyseergebnis Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Führungsausbildung beeinflusst. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis nicht auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 3 widerlegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheit und Führungsausbildung Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 32 6.2.1.4 These 4: Erfahrung These 4 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch die Anzahl an Einsätzen vergleichbarer Dimension beeinflusst wird, an denen die Einsatzkraft bereits früher beteiligt war. Durch die Ergebnisdarstellung der Frage 18 wird deutlich, dass 52% und damit mehr als die Hälfte der befragten Helfer noch nicht einem Einsatz vergleichbarer Dimension teilgenommen haben. 20% der befragten Helfer haben bereits an einem einzigen Einsatz vergleichbarer Dimension teilgenommen, 28% sogar an mehreren Einsätzen. Abbildung 8 zeigt die visualisierte Darstellung der ermittelten Häufigkeiten der einzelnen Antworten. Ein großer Anteil der befragten Helfer nahm folglich ohne Erfahrung aus einem Einsatz mit solcher Dimension teil. Abbildung 8: Erfahrungen befragter Helfer (n = 3377) Für die Betrachtung eines möglichen Zusammenhangs zwischen den Erfahrungen der Einsatzkräfte und der persönlichen Zufriedenheit kann eine Kreuztabellierung der Ergebnisse von Frage 2 und Frage 18 herangezogen werden. Diese zeigt, wie die vorherige Thesenuntersuchung, eine ähnliche Verteilung der Zufriedenheiten innerhalb der einzelnen Antwortmöglichkeiten der Erfahrung. Abbildung 9 verdeutlicht diese Tendenz, indem durch die relative Darstellung der Ergebnisse diese Verteilung der Zufriedenheit innerhalb der Erfahrung sichtbar wird. Es lassen sich visuell keine Unterschiede feststellen, sodass allein mit diesem Ergebnis keine Aussage zum Zusammenhang zwischen der persönlichen Zufriedenheit und der Erfahrung der Helfer mit Einsätzen vergleichbarer Dimension getroffen werden kann und weitere Untersuchungen zur Beschreibung dieses Zusammenhangs vorgenommen werden müssen. 28% 20% 52% Erfahrungen der befragten Helfern Ich habe bereits an mehreren Einsätzen dieser Dimension teilgenommen. Ich habe bereits an einem Einsatz dieser Dimension teilgenommen. Ich habe bisher noch nicht an einem Einsatz dieser Dimension teilgenommmen. Ergebnis 39 Abbildung 15: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Einsatzvorbereitung (n = 3377) Diese Art der Verteilung lässt sich auch durch den Chi-Quadrat-Test feststellen, der mit einem höchst signifikanten Ergebnis die Übertragung der Ergebnisse auf die Grundgesamtheit ermöglicht. Um also einen Zusammenhang der persönlichen Zufriedenheit durch die Einsatzvorbereitung feststellen zu können, kann die Rangkorrelation nach Spearman herangezogen werden. Allerdings verdeutlicht der ermittelte Korrelationskoeffizient von 0,081 einen fast nicht existenten Zusammenhang der beiden Variablen. Somit bleibt festzuhalten, dass kein Zusammenhang zwischen der persönlichen Zufriedenheit sowie der Einsatzvorbereitung bestand. These 7 kann aus diesem Grund mit den erzielten Ergebnissen widerlegt werden, da die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwassereinsatz 2013 nicht von der Einsatzvorbereitung beeinflusst wurde. These 7 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Vorbereitung auf den Hochwassereinsatz 2013 beeinflusst. Analyseergebnis Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Einsatzvorbereitung beeinflusst. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 7 widerlegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheit und Einsatzvorbereitung Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 40 6.2.1.8 These 8: Einsatznachbereitung These 8 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch die Einsatznachbereitung und beziehungsweise oder dem Empfang am Heimatstandort nach dem Hochwassereinsatz beeinflusst wird. Betrachtet man das Empfinden der Einsatznachbereitung und beziehungsweise oder des Empfangs am Heimatstandort der befragten Helfer, kann dies anschließend mit der Zufriedenheit für die Beantwortung der These gegenübergestellt werden. Die erhobenen Antworten der Frage 12 spiegeln dieses Empfinden in Abbildung 16 wider. Demnach haben 53% der befragten Helfer die Einsatznachbereitung und beziehungsweise oder den Empfang am Heimatstandort „sehr gut“ oder „gut“ empfunden, 23 % gaben ein „befriedigendes“ Ergebnis an. Die Antwortmöglichkeiten „schlecht“ oder „sehr schlecht“ wählten 16%, 8% der befragten Helfer gaben keine Wertung an. Der Mittelwert liegt im „befriedigenden“ bis „guten“ Bereich. Damit scheint ein überwiegend positives Empfinden der Einsatznachbereitung und beziehungsweise oder des Empfangs am Heimatstandort der befragten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 gegeben zu sein. Abbildung 16: Empfinden der Einsatznachbereitung / Empfang (n = 3377) Die Gegenüberstellung dieser erhobenen Antworten mit den Ergebnissen der persönlichen Zufriedenheit aus Frage 2 in einer Kreuztabelle lässt eine erste Tendenz des Zusammenhangs zwischen der Zufriedenheit und der Einsatznachbereitung und beziehungsweise oder dem Empfang am Heimatstandort erkennen. Demnach scheint es im Bereich des positiven Empfindens dieser Variable einen größeren Anteil von zufriedenen Helfern zu geben. In der Visualisierung des relativen Vergleichs in Abbildung 17 ist eine solche Tendenz ebenfalls zu erkennen. Gerade der Vergleich zwischen einem „sehr guten“ Empfinden und einem „sehr schlechten“ Empfinden zeigt den Unterschied in den Zufriedenheiten deutlich. Demnach lässt sich auch hier ein Zusammenhang interpretieren. 16% 37% 23% 11% 5% 8% Einsatznachbereitung / Empfang Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Ergebnis 41 Abbildung 17: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Einsatznachbereitung / Empfang (n = 3377) Dieser in der Gegenüberstellung ermittelte Zusammenhang kann auch auf die Grundgesamtheit übertragen werden, da der Chi-Quadrat-Test diese Annahme mit einem höchst signifikanten Ergebnis bestätigt. Der bereits in der Visualisierung festgestellte Zusammenhang kann durch die Betrachtung der Korrelation der beiden Variablen weiter bekräftigt werden. Mit einem Korrelationskoeffizient nach Spearman 0,247 lässt sich eine geringe, aber positive Korrelation feststellen, welches die ermittelten positiven Tendenzen unterstützt. Zusammenfassend kann These 8 mit diesen Ergebnissen belegt werden und hinsichtlich einer positiven Tendenz ergänzt werden. Ein positives Empfinden der Einsatznachbereitung und oder beziehungsweise des Empfangs am Heimatstandort wirkte sich folglich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. These 8 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Einsatznachbereitung und / oder dem Empfang am Heimatstandort nach dem Hochwassereinsatz beeinflusst. Analyseergebnis Ein positives Empfinden der Einsatznachbereitung / Empfang am Heimatstandort wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 8 belegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheiten und Einsatznachbereitung / Empfang Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 42 6.2.1.9 These 9: Zusammenarbeit der Helfer These 9 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch die generelle Zusammenarbeit unter den Helfern beeinflusst wird. Für die Untersuchung dieser These können die Antworten aus Frage 7 herangezogen werden. Hier gaben 88% der befragten Helfer an, dass die generelle Zusammenarbeit „sehr gut“ oder „gut“ war, 9% bewerteten die Zusammenarbeit als „befriedigend“. Nur 1% der befragten Helfer gaben eine „schlechte“ Bewertung ab, eine „sehr schlechte“ Bewertung konnte nur bei 0,2% festgestellt werden. Dementsprechend liegt der Mittelwert der Antworten weit im „guten“ bis „sehr guten“ Bereich. So scheint eine durchweg positive Bewertung der generellen Zusammenarbeit unter den Helfern bei den befragten Einsatzkräften vorzuliegen. Abbildung 18: Bewertung der Zusammenarbeit unter den Helfern (n = 3377) Bei der Gegenüberstellung dieser Ergebnisse mit der persönlichen Zufriedenheit in einer Kreuztabelle fällt auf, dass auf dieser Basis bereits eine Tendenz des Zusammenhangs erkennbar ist. Im Bereich der positiven Bewertung der generellen Zusammenarbeit unter den Helfer existiert ein größerer Anteil von „zufriedenen“ „oder“ „sehr zufriedenen“ Einsatzkräften. Wie Abbildung 19 im relativen Vergleich der einzelnen Bewertungsmöglichkeiten zeigt, befinden sich deutlich mehr zufriedenere Helfer im Bereich einer der „sehr guten“, „guten“ und „befriedigenden“ Bewertung dieser Zusammenarbeit. Somit scheint es einen positiven Zusammenhang der persönlichen Zufriedenheit und der generellen Zusammenarbeit unter den Helfern zu geben. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass eine große Anzahl der befragten Helfer diese Zusammenarbeit einzeln betrachtet äußerst positiv bewertet hat. Daher muss dieser mögliche Zusammenhang sehr vorsichtig interpretiert werden. 48% 40% 9% 1% 0,2% 2% Generelle Zusammenarbeit Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Ergebnis 43 Abbildung 19: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Zusammenarbeit (n = 3377) Die Durchführung des Chi-Quadrat-Tests bestätigt diese Aussage, da der Test keine signifikanten Ergebnisse ausgibt. Damit ist eine Übertragung des Zusammenhangs zwischen der persönlichen Zufriedenheit und der generellen Zusammenarbeit unter den Helfern im Hochwasser 2013 auf die Grundgesamtheit nicht möglich. Zwar ist mit einem Korrelationskoeffizient nach Spearman von 0,261 eine positive Korrelation erkennbar, allerdings kann dieses Ergebnis nur auf die befragten Helfer übertragen werden. Damit kann die These 9 nur in Teilen belegt werden, da die persönliche Zufriedenheit von den befragten Einsatzkräften im Hochwassereinsatz 2013 durch eine positive Zusammenarbeit unter den Helfern positiv beeinflusst wurde, eine generelle Aussage über den Zusammenhang an dieser Stelle allerdings nicht getroffen werden kann. These 9 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die generelle Zusammenarbeit unter den Helfern beeinflusst. Analyseergebnis Die persönliche Zufriedenheit der befragten Einsatzkräfte im Hochwasser 2013 wurde durch ein positives Empfinden der Zusammenarbeit unter den Helfern positiv beeinflusst. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis nicht auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 9 nur für die Umfrageteilnehmer belegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheit und Zusammenarbeit Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 44 6.2.1.10 These 10: Verhalten des Vorgesetzten These 10 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten beeinflusst wird. Das Empfinden des Verhaltens des Vorgesetzten durch die befragten Helfer kann den Antworten der Frage 11 entnommen werden, um dieses anschließend für die Untersuchung der These 10 mit der persönlichen Zufriedenheit der Helfer gegenüberzustellen. Wie in Abbildung 20 zu erkennen ist, empfanden 77% der befragten Helfer das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten „gut“ oder „sehr gut“, 13% gaben ein „befriedigendes“ Empfinden an. Nur 7% der befragten Helfer gaben an, dass das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten im Hochwasser 2013 „sehr schlecht“ oder „schlecht“ empfunden wurde. Bei dieser Verteilung zeigt sich ein deutliches positives Empfinden bei den befragten Helfern, welches sich ebenfalls bei der Betrachtung des Mittelwertes erkennen lässt. Dieser befindet sich im „guten“ und damit im absolut positiven Bereich des Empfindens. Abbildung 20: Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten (n = 3377) Bei der Gegenüberstellung dieser Ergebnisse mit der persönlichen Zufriedenheit in einer Kreuztabelle lässt sich feststellen, dass dieses positive Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten sich mit einer leichten Tendenz bei zufriedeneren Helfern widerspiegelt. Bei einem relativen Vergleich der persönlichen Zufriedenheit in Bezug auf das Empfinden zeigt sich, dass durchaus weniger zufriedenere Helfer bei einem negativen Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten zu finden sind. Diese Tendenz lässt sich ebenfalls in Abbildung 21 erkennen, welche den relativen Vergleich der Gegenüberstellung beider Variablen darstellt. Die farblichen Unterschiede in der Abbildung zeigen diese Tendenz der befragen Helfer auf, 36% 41% 13% 5% 2% 3% Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr Schlecht Keine Wertung Ergebnis 45 welche es hinsichtlich der Übertragung auf die Grundgesamtheit detailliertet untersucht werden müssen, um eine Aussage in Bezug auf These 10 treffen zu können. Abbildung 21: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Verhalten des Vorgesetzten (n = 3377) Der Chi-Quadrat-Test zeigt in dieser Untersuchung mit einem höchst signifikanten Ergebnis, dass der Zusammenhang zwischen der persönlichen Zufriedenheit und dem Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten auch auf die Grundgesamtheit übertragen werden kann. Die bereits ermittelte positive Tendenz wird durch die Betrachtung des Korrelationskoeffizienten bestätigt. Mit einer Rangkorrelation nach Spearman von 0,241 liegt eine geringe, aber positive Korrelation zwischen den Variablen vor. Damit scheint eine positive Beeinflussung der persönlichen Zufriedenheit von Helfern durch das Empfinden des Verhaltens des unmittelbaren Vorgesetzten gegeben zu sein. Mit diesem Ergebnis kann These 10 belegt werden, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte im Hochwasser 203 durch das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten beeinflusst wurde. Weiterhin lässt sich diese Beeinflussung hinsichtlich einer positiven Tendenz ergänzen. These 10 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch das Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten beeinflusst. Analyseergebnis Ein positives Empfinden des Verhaltens des Vorgesetzten wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 10 belegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheit und Verhalten des unmittelbaren Vorgesetzten Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 46 6.2.1.11 These 11: Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz These 11 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz während des Einsatzes beeinflusst wird. Die erhobenen Daten für die Untersuchung dieser These basieren auf den Antworten der befragten Helfer aus Frage 6. Die in Abbildung 22 visualisierten prozentualen Häufigkeiten dieser Antworten zeigen, dass 70% der befragten Helfer die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz „gut“ oder „sehr gut“ bewerteten. Eine „befriedigende“ Bewertung gaben 15% ab, nur 12% bewerteten die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz im Hochwasser 2013 als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Diese Verteilung der Antworthäufigkeiten zeigt, dass eine überwiegend positive Bewertung der Vereinbarkeit durch die befragten Helfer vorliegt. Der Mittelwert im Bereich „gut“ bestätigt diese überwiegend positive Bewertung. Abbildung 22: Bewertung der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz (n = 3377) Die Gegenüberstellung der persönlichen Zufriedenheit mit der Bewertung der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz in einer Kreuztabelle lässt auf den ersten Blick keine Aussage zu, wie der Zusammenhang zwischen diesen Variablen beschrieben werden könnte. Dieser Eindruck wird durch die visualisierte Darstellung des relativen Vergleichs in Abbildung 23 unterstützt. Mit Ausnahme der „sehr schlechten“ Bewertung der Vereinbarkeit, scheint es eine ähnliche Verteilung der Zufriedenheiten unter den befragten Helfern zu geben. Daher lässt sich sowohl durch die Betrachtung der Kreuztabellierung als auch durch die visualisierte Abbildung keine konkrete Aussage zum Zusammenhang zwischen der persönlichen Zufriedenheit und der Bewertung der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz treffen. Daher ist an dieser Stelle fraglich, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen auf Grundlage der erhobenen Daten beschrieben werden kann. 42% 28% 15% 7% 5% 3% Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Ergebnis 47 Abbildung 23: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Vereinbarkeit von Beruf / Einsatz (n = 3377) Zwar lassen die höchst signifikanten Ergebnisse des Chi-Quadrat-Tests die Übertragung des erhobenen Zusammenhangs auf die Grundgesamtheit zu, eine Beschreibung dieses Zusammenhangs ermöglicht der Test allerdings nicht. Ergänzend zeigt eine Untersuchung der Rangkorrelation nach Spearman, mit einem Korrelationskoeffizienten von 0,127 eine sehr geringe Korrelation, welches eine Aussage zum Zusammenhang ebenfalls nicht unterstützt. Somit scheint eine Beschreibung der Beeinflussung der persönlichen Zufriedenheit durch die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz im Hochwasser 2013 auf Grundlage der erhobenen Daten nicht möglich. Aus diesem Grund wird festgehalten, dass die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 nicht von der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz beeinflusst wurde und These 11 damit widerlegt werden kann. These 11 Die Zufriedenheit der Einsatzkräfte wird durch die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz während des Einsatzes beeinflusst. Analyseergebnis Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz beeinflusst. Die statistische Analyse zeigt, dass das Ergebnis ebenfalls auf die Grundgesamtheit der Umfrageteilnehmer übertragen werden kann. Folglich ist die ursprüngliche These 11 widerlegt. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Zufriedenheit und Vereinbarkeit von Beruf / Einsatz Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 48 6.2.1.12 These 12: Persönliche Bedürfnisse These 12 beinhaltet, dass die Zufriedenheit der Einsatzkräfte durch die Sicherstellung der eigenen Bedürfnisse während des Einsatzes beeinflusst wird. Das Empfinden der persönlichen Bedürfnisse der befragten Helfer wurde durch Frage 10 erhoben. Dabei gaben 64% an, die persönlichen Bedürfnisse im Einsatz „gut“ oder „sehr gut“ empfunden zu haben. Nur 9% der befragten Helfer gaben ein „schlechtes“ oder „sehr schlechtes“ Empfinden der persönlichen Bedürfnisse an, 22% bewerteten dieses Empfinden „befriedigend“. Demnach scheint ein deutliches positives Empfinden der persönlichen Bedürfnisse während des Hochwassereinsatzes 2013 unter den befragten Helfern vorzuliegen. Die zeigt auch der Mittelwert dieser Antworten, welche zwischen dem „befriedigenden“ und „guten“ Empfinden liegt. Abbildung 24: Empfinden der persönlichen Bedürfnisse (n = 3377) Um den Zusammenhang der persönlichen Zufriedenheit und dem Empfinden der persönlichen Bedürfnisse aufzuzeigen, kann die Kreuztabellierung dieser beiden Variablen herangezogen werden. Die jeweiligen Werte vermitteln eine Tendenz, wie der Zusammenhang aussehen könnte. Im Bereich des „befriedigenden“ bis „sehr guten“ Empfindens der persönlichen Bedürfnisse finden sich vergleichsweise deutlich mehr zufriedenere Helfer als im Bereich „sehr schlechten“ Empfindens. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass ein positives Empfinden einen positiven Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit der befragten Helfer haben könnte. Der in Abbildung 25 dargestellte relative Vergleich vermittelt eine ähnliche Tendenz, da mit negativeren Bewertungen der Sicherstellung der eigenen persönlichen Bedürfnisse auch die Zufriedenheit unter den befragten Helfern deutlich sinkt. Der Zusammenhang dieser Verteilung kann zudem auf die Grundgesamtheit übertragen werden. 25% 39% 22% 7% 2% 5% Persönliche Bedürfnisse Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Ergebnis 55 Die Gegenüberstellung der Entfernung zur Zufriedenheit ermöglicht eine Aussage über den Einfluss der Entfernung. Die Gegenüberstellung ist in Abbildung 30 dargestellt und zeigt zunächst nur geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Entfernungsgruppen. Die Helfer aus einem anderen Bundesland haben die Angabe „zufrieden“ weniger gewählt, als die anderen Entfernungsgruppen. Der Korrelationskoeffizient nach Spearman von 0,038 bestätigt, dass lediglich ein sehr geringer Zusammenhang zwischen der Entfernung und der persönlichen Zufriedenheit besteht. Als Ergebnis kann folglich festgehalten werden, dass die Entfernung keinen Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit hat. Abbildung 30: Gegenüberstellung Zufriedenheit und Entfernung zum Heimatstandort (n = 3377) Als Ergebnis des Chi-Quadrat-Tests kann festgehalten werden, dass eine Übertragbarkeit dieses Zusammenhangs auf die Grundgesamtheit möglich ist. Als weiteren Aspekt kann die Entfernung mit den persönlichen Bedürfnissen gegenübergestellt werden. Damit soll die Vermutung untersucht werden, ob beispielsweise die behelfsmäßige Unterbringung der Einsatzkräfte aus entfernten Gebieten einen Einfluss auf die Zufriedenheit mit den persönlichen Bedürfnissen hat. Um diese Vermutung, Helfer aus weiter entfernten Standorten waren mit der Sicherstellung der persönlichen Bedürfnisse weniger zufrieden, zu überprüfen, bedarf es einer detaillierten Betrachtung dieser Faktoren. In Abbildung 31 ist die graphische Gegenüberstellung der Sicherstellung der persönlichen Bedürfnisse und der Entfernung dargestellt. Auch hier sind zunächst keine großen Unterschiede zu erkennen. Auffällig ist, dass die Helfer aus dem direkten Umkreis prozentual am geringsten die Option „sehr zufrieden“ gewählt haben. In der Addition der Optionen „sehr zufrieden“ 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Ja, der Heimatstandort liegt im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebiete. Nein, der Heimatstandort liegt nicht im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebieten, allerdings im selben Bundesland Nein, der Heimatstandort liegt in einem anderen Bundesland und ist weiter entfernt als 50 Kilometer. Zufriedenheit und Entfernung Keine Wertung Sehr unzufrieden Unzufrieden Weder noch Zufrieden Sehr zufrieden Ergebnis 56 und „zufrieden“ haben jedoch die Helfer aus anderen Bundesländern diese am geringsten gewählt. Abbildung 31: Gegenüberstellung persönliche Bedürfnisse und Entfernung (n = 3377) Der Chi-Quadrat-Test zeigt erneut, dass eine Übertragbarkeit des Zusammenhangs auf die Grundgesamtheit möglich ist. Die statistische Berechnung des Zusammenhangs bestätigt den ersten graphischen Eindruck. Der Korrelationskoeffizient nach Pearson zeigt jedoch einen sehr geringen Zusammenhang. Einen Einfluss der Entfernung des Heimatstandortes kann daher weder auf die persönliche Zufriedenheit noch auf die Sicherstellung der persönlichen Bedürfnisse festgestellt werden. Somit spielt es für die Zufriedenheit der Einsatzkräfte keine Rolle, ob sie aus einem entfernten Bundesland kommen. 6.2.2.4 Einfluss sonstiger Merkmale Bedingt durch die Mehrfachnennungen oder die Vielzahl der unterschiedlichen Nennungen bei den ausgeführten Führungsfunktionen, bei der Dauer des Einsatzes und bei den Fachdiensten kann der Einfluss dieser nicht auf eine einfache Weise analysiert werden. Aufgrund des Umfangs der Darstellung des Zusammenhangs zwischen der persönlichen Zufriedenheit und diesen einsatzbezogenen Merkmalen wird an dieser Stelle darauf verzichtet. 6.2.3 Offene Fragen In Frage 3 wurden die Betroffenen nach der Auswirkung gefragt, die der Hochwassereinsatz 2013 auf ihre Motivation hatte. Die quantitative Auswertung der Antworten ist in Kapitel 0 beschrieben. In einem Kommentarfeld war es zusätzlich möglich Be0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Ja, der Heimatstandort liegt im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebiete. Nein, der Heimatstandort liegt nicht im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebieten, allerdings im selben Bundesland Nein, der Heimatstandort liegt in einem anderen Bundesland und ist weiter entfernt als 50 Kilometer. Persönliche Bedürfnisse und Entfernung Keine Wertung Sehr schlecht Schlecht Befriedigend Gut Sehr gut Ergebnis 57 gründungen für die Auswirkungen auf die Motivation anzugeben. Die thematische Kategorisierung aller 916 Antworten, mit einer Vielzahl von Aspekten, wird in den folgenden Kapiteln und Abbildungen dargestellt. Zunächst ist festzuhalten, dass eine hohe Anzahl der Teilnehmer (42%) überhaupt keine Änderung ihrer Motivation beschreiben. Vielen Antworten drücken ein Selbstverständnis zu helfen, insbesondere in Zusammenhang mit dem Engagement in einer BOS, aus. Antworten wie „Ich bin und bleibe motiviert. Daran ändert ein Einsatz nichts“ wurden sehr häufig erwähnt. Bei insgesamt 5% der Umfrageteilnehmer ist die Motivation durch den Hochwassereinsatz gesunken. Die Begründungen sind zahlenmäßig erfasst und in Abbildung 32 dargestellt. Insgesamt wurde die Worte „schlecht“ und „negativ“ 31-mal verwendet. Als häufigste Begründungen wurde eine lange Wartezeit (30 Nennungen) und Koordinationsprobleme, inklusive Kommunikationsprobleme (27 N.), angegeben. Als weitere Gründe für eine verschlechterte Motivation wurden organisationsinterne Probleme (19 N.), eine als schlecht empfundene Führung (17 N.), negative Auswirkungen oder Probleme mit der Politik (17 N.) und Probleme mit dem Arbeitgeber (14 N.) genannt. Darüber hinaus haben elf Teilnehmer einen nicht optimalen Alarmierungsablauf aufgeführt und fünf Teilnehmer gaben an, dass es demotivierend sei, nach den Hochwassern 2002 und 2006 keine Verbesserungen erkennen zu können. Eine weitere Vielzahl von Gründen wurde angegeben, jedoch mit weniger als fünf Nennungen. Daher wird aus Gründen der Übersichtlichkeit an dieser Stelle auf die Erwähnung verzichtet. Abbildung 32: Negative Begründungen zur Auswirkung der Motivation (916 Antworten) 0 5 10 15 20 25 30 35 Negative Aspekte Auswirkung auf die Motivation Ergebnis 58 Den negativen Begründungen stark zahlenmäßig überlegen waren die Begründungen für eine Motivationssteigerung. Insgesamt 93-mal wurden die Begriffe „positiv“ und „gut“ verwendet. Die Abbildung 33 zeigt die häufigsten positiven Begründungen. Dabei können besonders die Zusammenarbeit unter den Organisationen aber auch im eigenen Team (113 N.) und die Dankbarkeit der Bevölkerung (105 N.) hervorgehoben werden. Ebenfalls häufig wurde von den Teilnehmern die Möglichkeit helfen zu können beziehungsweise eine Wirkung der Hilfe erkennen zu können (72 N.) und die Möglichkeit das Gelernte anzuwenden (60 N.) genannt. Weiterhin wurde die Ambition für Verbesserungen in der Zukunft (37 N.), das positive Verhalten der zivilen Helfer (35 N.) und das Gefühl gebraucht zu werden (32 N.) als Begründung angegeben. Ebenfalls für fünf Personen war eine Verbesserung nach den Hochwassern 2002 und 2006 eine positive Motivation. Weitere Begründungen mit weniger als fünf Nennungen werden nicht aufgeführt. Abbildung 33: Positive Begründungen zur Auswirkung der Motivation (916 Antworten) Mit den negativen Aspekten lassen sich nun bereits einige Verbesserungsmöglichkeiten ableiten. Insbesondere lange Wartezeiten und Koordinationsprobleme können durch Kommunikation und Erfahrung aller Helfer verbessert werden. Bei den positiven Begründungen fallen insbesondere zwischenmenschliche Aspekte auf. Sowohl die Zusammenarbeit unter den Helfern, als auch die Dankbarkeit der Anwohner und das positive Verhalten der zivilen Helfer war für viele Einsatzkräfte eine Motivationssteigerung. Daneben sind die Möglichkeiten helfen zu können und das Gelernte anzuwenden sowie das Gefühl gebraucht zu werden ein zweiter großer Bereich, welcher positiv motiviert hat. 0 20 40 60 80 100 120 Positive Aspekte Auswirkungen auf die Motivation Ergebnis 59 In Frage 4 werden anschließend Bewertungskriterien für die Zufriedenheit im Hochwassereinsatz abgefragt. Diese Frage wurde ebenfalls bewusst an den Anfang der Umfrage gestellt, um eine Beeinflussung durch den Fragebogen zu vermeiden. Ziel der Frage war eine Überprüfung der gewählten Beeinflussungsfaktoren und die Benennung weiterer, nicht berücksichtigter Beeinflussungsfaktoren. Die Zählung der Worthäufigkeiten aller in Frage 4 genannten Antworten ist in Tabelle 10 dargestellt. Aus Gründen der Übersicht sind nur Wörter aufgeführt, die häufiger als 30-mal genannte worden sind. Weiterhin wurde diese Liste um alle Begriffe gefiltert, die keine Beeinflussungsfaktoren darstellen. Tabelle 10 zeigt, dass insbesondere Begriffe wie „Verpflegung“, „Unterkunft“, „Versorgung“ und ähnliche häufig genannt worden sind. Weiterhin spielt als zweites Themengebiet die „Zusammenarbeit“, „Kameradschaft“ und das „Team“ eine große Rolle. Ebenfalls häufig wurden Begriffe aufgeworfen, die in Verbindung mit der „Führung“ oder „Einsatzleitung“ stehen. Diese Begriffe können in den verschiedenen Beeinflussungsfaktoren wiedergefunden werden. Zusätzlich lässt sich insbesondere ein Aspekt herausstellen. Das Zusammenspiel mit der Bevölkerung wurde weiterhin häufig genannt. Bei genauerer Analyse der einzelnen Textpassagen fällt auf, dass immer wieder die „Dankbarkeit“, das „Verhalten der Bevölkerung und Anwohner“ erwähnt wird. Damit konnte ein weiteres Beeinflussungskriterium identifiziert werden, welches noch nicht in die vorliegende Umfrage als Beeinflussungskriterien eingeflossen ist. Zusätzlich werden „Kommunikation“ und „Planung“ häufiger erwähnt und lassen sich nicht in die bestehenden Kriterien integrieren. Außerdem werden die „Zusammenarbeit unter den Organisationen“ und die „Kameradschaft“ häufig getrennt angesprochen, sodass hier eine striktere Trennung notwendig ist. Die Ergebnisse der thematischen Kategorisierung sind in Abbildung 13 dargestellt. Es ist ersichtlich, dass insbesondere die persönlichen Bedürfnisse von den Helfern sehr häufig genannt (722 N.) worden sind. Daraus lässt sich eine hohe Wichtigkeit dieser Bedürfnisse für die Zufriedenheit im Einsatz schließen. Ebenfalls häufig wurde die Zusammenarbeit zwischen den Helfer und den OrTabelle 10: Worthäufigkeiten Wort Häufigkeit % Verpflegung 578 6,91 Zusammenarbeit 348 4,16 Bevölkerung 281 3,36 Unterkunft 254 3,04 Organisation 229 2,74 Versorgung 185 2,21 Kameradschaft 164 1,96 Dankbarkeit 129 1,54 Führung 88 1,05 Menschen 88 1,05 Essen 88 1,05 Einsatzleitung 82 0,98 Kameraden 80 0,96 Betroffenen 76 0,91 Zusammenhalt 73 0,87 Unterbringung 72 0,86 Arbeit 66 0,79 Team 62 0,74 Planung 56 0,67 Organisationen 54 0,65 Koordination 47 0,56 Kommunikation 46 0,55 Ablauf 46 0,55 Informationsfluss 43 0,51 Aufgaben 38 0,45 Erfolg 36 0,43 Alarmierung 35 0,42 Informationen 31 0,37 Unterstützung 26 0,31 Untereinander 26 0,31 Hilfsbereitschaft 25 0,30 Teamgeist 23 0,28 Logistik 21 0,25 Ergebnis 60 ganisationen erwähnt (388 N.). Hier wurden zusätzlich die Suchwörter „Team*“ und „Kamerad*“ mitberücksichtigt. An dritter Stelle wurde das „Verhalten des Vorgesetzten“ erwähnt. In insgesamt 206 Antworten wurden Textpassagen gefunden, die auf einen Beeinflussung durch dieses Kriterium schließen lassen. Damit konnten, neben den persönlichen Bedürfnissen und der Zusammenarbeit unter den Helfern und Organisationen, drei elementare Beeinflussungsfaktoren ermittelt werden, die in den weiteren Teilen des Fragebogens bereits berücksichtigt werden. Die weiteren Beeinflussungsfaktoren wurden weniger als 10-mal genannt, die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz wurden in der Frage 4 nicht genannt. Abbildung 34: Darstellung der Häufigkeit der Beeinflussungsfaktoren (1812 Antworten) Insbesondere die „Dankbarkeit der Bevölkerung“ und das „Verhalten der Anwohner vor Ort“ wurden darüber hinaus häufig erwähnt. Die lexikalische Suche nach Begriffen wie „Bevölkerung“, „Dank*“, „Freund*“, „*wohner“ ergab insgesamt 309 Treffer und damit nur knapp weniger Treffer als zum Beeinflussungsfaktor Zusammenarbeit. Erkennbar ist damit schon an dieser Stelle, dass viele Gründe für eine Änderung der Motivation ebenfalls als Beeinflussungsfaktor angegeben werden. In der letzten Frage bestand für den Umfrageteilnehmer noch einmal die Möglichkeit den Autoren der Umfrage einige Hinweise mitzugeben. In diesem Feld wurden insgesamt 671 Anmerkungen verschiedenster Art gemacht. Einige Anmerkungen beziehen sich auf die bereits abgefragten Beeinflussungskriterien oder die Gründe zur Änderung der Motivation. Häufig sind jedoch auch Meinungen zum Sinn und Zweck der Umfrage zu finden. Dabei ist das Meinungsbild zweigeteilt. Einige Teilnehmer sehen das Helfen in besonderen Einsätzen als Aufgabe des Bevölkerungsschutzes und be0 100 200 300 400 500 600 700 800 Nennungshäufigkeit Beeinflussungsfaktoren Ergebnis 61 dürfen keiner besonderen Motivation. Andere Teilnehmer loben die Umfrage und erhoffen sich eine Bekanntmachung der Ergebnisse. Dies ist auch aus den 361 schriftlichen Interessenbekundungen ersichtlich, die den Autoren innerhalb des Umfragezeitraums zugegangen sind. Zusätzlich wurde weiterhin eine Vielzahl von Aspekten durch die Teilnehmer aufgegriffen. Abbildung 35: Häufig genannte Begriffe Die Abbildung 35 zeigt graphisch dargestellt die häufigsten Begriffe in Frage 25. Dabei steht die Größe der Buchstaben für die Häufigkeit der Nennungen. Aus den Antworten zu Frage 25 ging teilweise ein Verlassen der Organisation aufgrund des Hochwassereinsatzes hervor. Damit konnten erste konkrete Beispiele festgehalten werden, welche die Hintergründe dieser Umfrage bestärken. 6.3 Zusammenfassung der Ergebnisse Im gesamten vorherigen Kapitel sind die Ergebnisse der Thesenüberprüfung, der Peergroup-Analyse und der Auswertung der offenen Fragen ausführlich dargestellt und erläutert worden. Die umfangreichen Ergebnisse werden an dieser Stelle noch einmal in komprimierter Form dargestellt. Dazu bietet die Tabelle 11 eine Übersicht über die Ergebnisse der aufgestellten Thesen. Dabei kann zunächst eine hohe persönliche Zufriedenheit mit dem Hochwassereinsatz 2013 festgehalten werden (75% waren zufrieden oder sehr zufrieden). Weiterhin lässt sich festhalten, dass eine geringe Zufriedenheit die Motivation der Helfer negativ beeinflusst. Bei konkreter Betrachtung der aufgestellten Thesen lässt sich entnehmen, dass weder die Einsatzkräfte mit höherer Führungsausbildung noch die Einsatzkräfte mit einer größeren Anzahl an Einsätzen vergleichbarer Art ihre Zufriedenheit anders bewertet haben. Aus den Thesen lassen sich darüber hinaus verschiedene Beeinflussungsfaktoren der persönlichen Zufriedenheit ableiten. Letztendlich hat eine Vielzahl der gewählten Beeinflussungsfaktoren einen Einfluss auf die persönliche Gesamtzufriedenheit der Einsatzkräfte. Lediglich zwischen der Vorbereitung auf den Einsatz, der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz sowie der psychische Belastung während des Hochwasser- Ergebnis 62 einsatzes und der persönlichen Gesamtzufriedenheit lässt sich kein Zusammenhang feststellen. Tabelle 11: Zusammenfassung der Thesenergebnisse Nr. Thesenergebnis Verweis 1 Die Helfer im Hochwassereinsatz 2013 waren überwiegend zufrieden. 6.2.1.1 2 Eine geringe Zufriedenheit im Hochwassereinsatz 2013 wirkte sich überwiegend negativ auf die Motivation für ein Engagement im Bevölkerungsschutz aus. 0 3 Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Führungsausbildung beeinflusst. 6.2.1.3 4 Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von Erfahrungen durch Einsätze vergleichbarer Dimension beeinflusst. 6.2.1.4 5 Ein positives Empfinden der Informationsversorgung im Einsatz beeinflusste die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 positiv. 6.2.1.5 6 Ein positives Empfinden der Alarmierung und Vorinformation wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. 6.2.1.6 7 Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Einsatzvorbereitung beeinflusst. 6.2.1.7 8 Ein positives Empfinden der Einsatznachbereitung / Empfang am Heimatstandort wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. 6.2.1.8 9 Die persönliche Zufriedenheit der befragten Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde durch positive Zusammenarbeit unter den Helfern positiv beeinflusst 6.2.1.9 10 Ein positives Empfinden des Verhaltens des Vorgesetzten wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. 6.2.1.10 11 Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz beeinflusst. 6.2.1.11 12 Ein positives Empfinden der persönlichen Bedürfnisse wirkte sich positiv auf die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 aus. 6.2.1.12 13 Die persönliche Zufriedenheit von Einsatzkräften im Hochwasser 2013 wurde nicht von der psychischen Belastung beeinflusst. 6.2.1.13 Bei der Auswertung der Peergroups konnte festgehalten werden, dass persönliche Merkmale wie Altersgruppe oder Geschlecht keinen Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit der Helfer im Hochwassereinsatz 2013 hatten. Die Ergebnisse der Auswertung aller offenen Fragen zeigen unter anderem die meist genannten Begründungen für eine Änderung der Motivation. Die jeweils fünf häufigsten Gründe sind in der Tabelle 12 dargestellt. Hierbei spielen insbesondere zwischenmenschliche Aspekte eine herausragende positive Rolle, wohingegen Aspekte, welche den Einsatzablauf betreffen, eher negativ bewertet wurden. Ergebnis 63 Tabelle 12: Zusammenfassung der häufigsten Gründe für eine Änderung der Motivation Rang Positive Begründung Negative Begründung 1 Zusammenarbeit Lange Wartezeit 2 Dankbarkeit der Anwohner Koordinationsprobleme 3 Möglichkeit helfen zu können Organisationsinterne Probleme 4 Möglichkeit das Gelernte anzuwenden Schlecht empfundene Führung 5 Verbesserung für die Zukunft Negative Auswirkungen der Politik Die Aspekte spielen weiterhin bei den Beeinflussungsfaktoren eine Rolle, die von den Helfern als wichtig empfunden wurden. Neben den persönlichen Bedürfnissen wurden in Frage 4 insbesondere die Zusammenarbeit mit Helfern und freiwilligen Kräften sowie die Kameradschaft und das Verhalten der Bevölkerung hervorgehoben. Das Verhalten des Vorgesetzten und die Versorgung mit Informationen wurden an dieser Stelle ebenfalls zahlreich erwähnt. Mit diesen Ergebnissen können in den folgenden Kapiteln Empfehlungen für Verbesserungen und beachtenswerte Aspekte für zukünftige Einsätze abgeleitet werden. 6.4 Bewertung In Kapitel 6.2 wurden die Ergebnisse der Umfrage, gegliedert nach den aufgestellten Thesen, den Peergroups sowie der Auswertung von offenen Fragen und erläutert. So konnten auf Basis dieser Ergebnisse verschiedene Aussagen über die Zufriedenheit der eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz 2013 getroffen werden. Allerdings sind diese Ergebnisse kritisch, gerade in Hinblick auf die Erhebung und statistische Analyse des Datensatzes, zu hinterfragen. Aus diesem Grund erfolgt in diesem Kapitel eine Diskussion der Ergebnisse, besonderes hinsichtlich der Repräsentativität der Umfrage, aber auch der interpretierten Ergebnisse auf Basis der statistischen Analyse. Des Weiteren werden die Ergebnisse dieser Befragung mit bereits vorhandener Forschung verglichen, welche in Kapitel 4 vorgestellt wurde. Neben der Übertragung der dort verwendeten Methoden auf die Vorgehensweise in dieser Arbeit können die Ergebnisse verglichen werden. Auf Basis dieses Vergleiches ist es möglich die Ergebnisse zu validieren, die Vergleichbarkeit zu überprüfen und letztendlich die Aussagekraft dieser zu stärken. 6.4.1 Repräsentativität Wie bereits in Kapitel 5.1 und 5.4.3 erwähnt, kann die Repräsentativität dieser Umfrage in Frage gestellt werden. Unter der Repräsentativität einer Umfrage versteht man in der empirischen Sozialforschung die statistisch korrekte Übertragung von Umfrageergebnissen auf die Grundgesamtheit (26). Folglich können bei einer repräsentativen Umfrage die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragen werden. Aus der Fachliteratur ergeben sich unterschiedliche Indikatoren anhand deren Umfrage- Ergebnis 64 ergebnisse als repräsentativ eingestuft werden können. Dazu zählen beispielsweise eine exakte Kenntnis der Grundgesamtheit oder eine Auswahl der Umfrageteilnehmer durch eine Zufallsstichprobe. Nur Zufallsstichproben stellen sicher, dass aus den Ergebnissen einer Stichprobe auf eine gleiche Verteilung in der Grundgesamtheit geschlossen werden kann (26). Folglich ist eine repräsentative Umfrage nur gegeben, wenn das Erhebungsverfahren eine zufällige Auswahl der Teilnehmer aus der Grundgesamtheit vornimmt. Für die Umfrage ist weder die exakte Grundgesamtheit, also die eingesetzten Helfer im Hochwasser 2013, bekannt, noch kann im vorliegenden Erhebungsverfahren von einer Zufallsauswahl innerhalb der Grundgesamtheit gesprochen werden. Durch die Verteilung der Umfrage über soziale Medien und gefilterte Informationswege der Hilfsorganisationen kam es zu nicht zu einer zufälligen Auswahl, da nicht alle eingesetzten Helfer in der Grundgesamtheit die Chance hatte, an dieser Umfrage teilzunehmen und eine konkrete Auswahl nicht erfolgt ist. Bereits aus diesem Grund kann vorliegend nicht von einer repräsentativen Umfrage gesprochen werden. Diese Feststellung bedeutet jedoch nicht, dass die erhobenen Ergebnisse nicht in der Grundgesamtheit wiederzufinden sind, sondern lediglich dass diese Ergebnisse vorsichtiger interpretiert werden müssen. Wie die Peergroups in Kapitel 5.3 und 6.2.2 zeigen, sind verschiedene Merkmale wie unterschiedliche Altersklassen oder Führungsausbildung durchgängig abgedeckt, sodass eine Übertragung auf die Grundgesamtheit vermutet werden kann, statistisch hierfür allerdings kein Beweis vorliegt. 6.4.2 Diskussion der Methode Neben der zu diskutierenden Repräsentativität gilt es die produzierten Ergebnisse hinsichtlich ihrer Belastbarkeit kritisch zu hinterfragen, um Schlussfolgerungen auf die Aussagekraft ziehen zu können. Dazu sollte zunächst die Konstruktion des Fragebogens diskutiert werden, da an einigen Stellen Formulierungen und Bezeichnungen gewählt wurden, die eventuell für den Umfrageteilnehmer unverständlich gewesen sind. Dafür spricht jedenfalls die hohe Zahl der Teilnehmer, die die Umfrage vorzeitig abgebrochen und damit nicht verwertbare Ergebnisse erzeugt haben. Es kann weiterhin ergänzt werden, dass in den Fragen 5 bis 7 jeweils die Formulierung „Wie bewerten Sie…“ verwendet wurde und in den weiteren Fragestellung die Formulierung „Wie haben Sie persönlich ... empfunden“. Damit ist eine Vergleichbarkeit dieser Ergebnisse schlecht möglich. Ob dieser Formulierungsunterschied einen Einfluss auf die Ergebnisse hat, kann vorliegend jedoch nicht beurteilt werden. Die Verwendung einer fünfstufigen Skala ist an dieser Stelle ebenfalls kritisch zu hinterfragen werden. Durch diese kann sich ein „Hang zur Mitte“ bilden und eine eventuell vorhandene Tendenz ist nicht mehr zu erfassen. Ob die Kategorie „keine Wertung“ einen solchen Einfluss hat, kann jedoch nicht beurteilt werden. Die deskriptive Statistik der Häufigkeiten in den Thesenuntersuchungen gibt eine Übersicht, wie die Anhang ii Motivation Teil I Wie bewerten Sie persönlich Ihre Vorbereitung auf den Hochwassereinsatz 2013 (zum Beispiel durch Ausbildungen und Übungen)? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 5 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Wie bewerten Sie persönlich die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz (inklusive der Freistellung vom Arbeitsplatz) während des Hochwassereinsatzes 2013? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 6 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Wie bewerten Sie persönlich die generelle Zusammenarbeit unter den Helfern im Hochwassereinsatz 2013? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 7 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Wie haben Sie persönlich den Ablauf Ihrer eigenen Alarmierung inklusive der Informationsversorgung vor Einsatzbeginn empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 8 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Anhang iii Wie haben Sie persönlich Ihre Versorgung mit Informationen (zum Beispiel Informationen zur Lage) während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 9 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Motivation Teil II Wie haben Sie persönlich die Sicherstellung Ihrer eigenen Bedürfnisse (zum Beispiel Hygiene, Ruhemöglichkeiten oder Verpflegung) während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 10 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Wie haben Sie persönlich das Verhalten Ihres unmittelbaren Vorgesetzten während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 11 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr Schlecht Keine Wertung Wie haben Sie persönlich die Einsatznachbereitung und/oder den Empfang an Ihrem Heimatstandort nach dem Hochwassereinsatz 2013 empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 12 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Keine Wertung Anhang iv Wie haben Sie persönlich die psychische Belastung während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 13 Sehr hoch Hoch Gering Sehr gering Keine Wertung Ausgeglichen Welche Verbesserungen schlagen Sie vor, damit Helfer aus zukünftigen Einsätzen zufriedener herausgehen? Frage 14 Offene Frage mit Kommentarfunktion Statistik Teil I Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? (Bitte wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus) Frage 15 Helfer Truppoder Gruppenführer Zugführer Verbandsführer Stabsarbeit Sonstige Funktion Welche höchste Führungsqualifizierung haben Sie im Rahmen einer Ausbildung absolviert? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 16 Keine Truppführer Gruppenführer Zugführer Verbandsführer oder höher Sonstige Ausbildung Gesamtsumme Wie viele Tage waren Sie am Hochwassereinsatz 2013 beteiligt (Alarmierung bis Einsatzende)? Frage 17 Offene Frage mit Kommentarfunktion Anhang v Waren Sie bereits früher an Einsätzen vergleichbarer Dimension (zum Beispiel Anzahl der Helfer, Dauer des Einsatzes oder Zahl der Betroffenen) als Helfer beteiligt? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 18 Ich habe bereits an mehreren Einsätzen dieser Dimension teilgenommen. Ich habe bereits an einem Einsatz dieser Dimension teilgenommen. Ich habe bisher noch nicht an einem Einsatz dieser Dimension teilgenommen. Gesamtsumme Für welchen Fachdienst waren Sie im Hochwassereinsatz 2013 tätig? (Bitte wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus) Frage 19 Brandschutz Rettungsund Sanitätsdienst Technische Hilfeleistung Wasserrettung Umweltschutz Versorgung Logistik Führungsdienst Information & Kommunikation Betreuung Sonstiger Fachdienst Ist der Heimatstandort Ihres Fachdienstes in der Nähe (Umkreis von 50 Kilometern) der betroffenen Hochwassergebiete angesiedelt? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 20 Ja, der Heimatstandort liegt im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebiete. Nein, der Heimatstandort liegt nicht im Umkreis von 50 Kilometer der betroffenen Gebiete, allerdings im selben Bundesland. Nein, der Heimatstandort liegt in einem anderen Bundesland und ist weiter entfernt als 50 Kilometer. Statistik Teil II Welchem Geschlecht gehören Sie an? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 21 weiblich männlich Welcher Altersgruppe gehören Sie an? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 22 Unter 25 Jahre Zwischen 25 und 35 Jahre Zwischen 36 Jahre und 45 Jahre Zwischen 46 Jahre und 60 Jahre Über 60 Jahre Anhang vi Wie sind Sie bei Ihrer Organisation beschäftigt? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 23 Hauptamtliche Beschäftigung Ehrenamtliche Beschäftigung Sonstige Beschäftigung Wie sind Sie auf diese Umfrage aufmerksam geworden? (Bitte wählen Sie nur eine der folgenden Antworten aus) Frage 24 Über meine Dienststelle oder meine Organisation Über Freunde, Bekannte oder Kollegen Über soziale Medien Anderweitig Die Umfrage verfolgt das Ziel, die Helferzufriedenheit im Hochwassereinsatz 2013 zu ermitteln. Haben Sie Anmerkungen zu dieser Thematik, welche für eine Auswertung und Analyse interessant sein können? Frage 25 Offene Frage mit Kommentarfunktion Anhang vii A2 Ergebnisübersicht Dieser Anhang stellt in Tabelle 14 die einfachen Häufigkeiten ohne deskriptive Statistik der jeweiligen Antworten in den einzelnen Fragen dar. Ergebnisse der statistischen Analyseverfahren können der Auflistung nicht entnommen werden. Fragen mit Kommentarfunktion sind bei der nachfolgenden Auflistung zudem nicht berücksichtigt. Tabelle 14: Ergebnisübersicht nach Häufigkeiten Waren Sie als Mitglied einer Behörde oder Organisation mit Sicherheitsaufgaben (zum Beispiel Feuerwehr oder Hilfsorganisation) am Hochwassereinsatz 2013 beteiligt? Häufigkeit Prozent Frage 1 Ja, ich war im Einsatzgebiet vor Ort. 2965 87,8 Ja, ich war im Voralarm oder in Bereitschaft. 203 6,0 Ja, ich war administrativ oder organisatorisch eingebunden. 209 6,2 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie zufrieden sind Sie persönlich mit dem gesamten Hochwassereinsatz 2013? Häufigkeit Prozent Frage 2 Sehr zufrieden 447 13,2 Zufrieden 2100 62,2 Weder noch 439 13,0 Unzufrieden 258 7,6 Sehr unzufrieden 75 2,2 Keine Wertung 58 1,7 Gesamtsumme 3377 100,0 Hat der Hochwassereinsatz 2013 eine Wirkung auf Ihre persönliche Motivation zu helfen? Häufigkeit Prozent Frage 3 Ja, meine Motivation ist gestiegen. 1792 53,1 Nein, auf meine Motivation hatte der Einsatz keinen Einfluss. 1402 41,5 Ja, meine Motivation ist gesunken. 183 5,4 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie bewerten Sie persönlich Ihre Vorbereitung auf den Hochwassereinsatz 2013 (zum Beispiel durch Ausbildungen und Übungen)? Häufigkeit Prozent Frage 5 Sehr gut 734 21,7 Gut 1479 43,8 Befriedigend 776 23,0 Schlecht 223 6,6 Sehr schlecht 76 2,3 Keine Wertung 89 2,6 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie bewerten Sie persönlich die Vereinbarkeit von Beruf und Einsatz (inklusive der Freistellung vom Arbeitsplatz) während des Hochwassereinsatzes 2013? Häufigkeit Prozent Anhang viii Frage 6 Sehr gut 1415 41,9 Gut 935 27,7 Befriedigend 509 15,1 Schlecht 257 7,6 Sehr schlecht 162 4,8 Keine Wertung 99 2,9 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie bewerten Sie persönlich die generelle Zusammenarbeit unter den Helfern im Hochwassereinsatz 2013? Häufigkeit Prozent Frage 7 Sehr gut 1611 47,7 Gut 1354 40,1 Befriedigend 299 8,9 Schlecht 41 1,2 Sehr schlecht 7 0,2 Keine Wertung 65 1,9 Gesamtsumme 3377 100,0 Anhang ix Wie haben Sie persönlich den Ablauf Ihrer eigenen Alarmierung inklusive der Informationsversorgung vor Einsatzbeginn empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 8 Sehr gut 536 15,9 Gut 1227 36,3 Befriedigend 931 27,6 Schlecht 422 12,5 Sehr schlecht 245 7,3 Keine Wertung 16 0,5 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie haben Sie persönlich Ihre Versorgung mit Informationen (zum Beispiel Informationen zur Lage) während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 9 Sehr gut 426 12,6 Gut 1090 32,3 Befriedigend 1092 32,3 Schlecht 531 15,7 Sehr schlecht 208 6,2 Keine Wertung 30 0,9 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie haben Sie persönlich die Sicherstellung Ihrer eigenen Bedürfnisse (zum Beispiel Hygiene, Ruhemöglichkeiten oder Verpflegung) während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 10 Sehr gut 863 25,6 Gut 1305 38,6 Befriedigend 732 21,7 Schlecht 231 6,8 Sehr schlecht 76 2,3 Keine Wertung 170 5,0 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie haben Sie persönlich das Verhalten Ihres unmittelbaren Vorgesetzten während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 11 Sehr gut 1223 36,2 Gut 1379 40,8 Befriedigend 430 12,7 Schlecht 160 4,7 Sehr Schlecht 81 2,4 Keine Wertung 104 3,1 Gesamtsumme 3377 100,0 Anhang x Wie haben Sie persönlich die Einsatznachbereitung und/oder den Empfang an Ihrem Heimatstandort nach dem Hochwassereinsatz 2013 empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 12 Sehr gut 535 15,8 Gut 1262 37,4 Befriedigend 779 23,1 Schlecht 364 10,8 Sehr schlecht 170 5,0 Keine Wertung 267 7,9 Gesamtsumme 3377 100,0 Wie haben Sie persönlich die psychische Belastung während des Hochwassereinsatzes 2013 empfunden? Häufigkeit Prozent Frage 13 Sehr hoch 146 4,3 Hoch 590 17,5 Gering 694 20,6 Sehr gering 610 18,1 Keine Wertung 164 4,9 Ausgeglichen 1173 34,7 Gesamtsumme 3377 100,0 Anhang xi Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Helfer Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 1865 55,2 Ja 1512 44,8 Gesamtsumme 3377 100,0 Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Truppoder Gruppenführer Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 2126 63,0 Ja 1251 37,0 Gesamtsumme 3377 100,0 Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Zugführer Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 3004 89,0 Ja 373 11,0 Gesamtsumme 3377 100,0 Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Verbandsführer Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 3223 95,4 Ja 154 4,6 Gesamtsumme 3377 100,0 Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Stabsarbeit Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 2976 88,1 Ja 401 11,9 Gesamtsumme 3377 100,0 Welche Funktion haben Sie während des Hochwassereinsatzes 2013 ausgeübt? Sonstige Funktion Häufigkeit Prozent Frage 15 Nicht Gewählt 2968 87,9 Ja 409 12,1 Gesamtsumme 3377 100,0 Integrative Risk and Security Research Volume 2/ 2015 Integrative Risk and Security Research Other volumes in this series Volume 1/ 2014: Norf, C, Grinda, C, Blätgen, T & Fekete, A, Eds 2014, Coping with Disasters and Climate Extremes – Challenges & Cooperation Potential. Research Contributions to DAAD Alumni Summer School 2013. Integrative Risk and Security Research, 1/2014, Cologne. Volume 1/2015: Grinda, C, Norf, C, Blätgen, T & Fekete, A Eds 2015, Country Profiles of Climate and Disaster Extremes in 16 Countries. Results of the DAAD Alumni Summer School 2013. Integrative Risk and Security Research, 1/2015, Cologne.