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Forschungsbericht 2015 - Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln

Abstract

Jährlicher Forschungsbericht der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln.

Full text

FORSCHUNGSBERICHT 2015 Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften Technische Hochschule Köln Gustav Heinemann-Ufer 54, D-50968 Köln Kölner Arbeitspapiere zur Wirtschaftswissenschaft Arbeitspapier 1/2016 Köln, 2016 ISSN (Print) 2192-7936 ISSN (Internet) 2192-7944 2 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort.......................................................................................................................... 4 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften ............................................. 5 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ........................................................................ 5 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ............................................................................... 5 2.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge ........................................ 8 2.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................10 2.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................11 2.2 Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen ..................................................14 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................14 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................15 2.2.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................21 2.3 Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation .........................................................21 2.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................21 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................23 2.3.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................25 2.4 Institute of Global Business and Society (GLOBUS) ......................................................27 2.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................27 2.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................28 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................31 2.5 Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement .............................................................32 2.5.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................32 2.5.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................32 2.6 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften ..................................................36 2.6.1 Forschungsprojekte ............................................................................................36 2.6.2 Veröffentlichungen ..............................................................................................41 2.6.3 Vorträge ..............................................................................................................43 2.6.4 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................44 3 3 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Institut für Versicherungswesen ................................................................................45 3.1 Forschungsschwerpunkt Rückversicherung ...................................................................45 3.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................45 3.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................46 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................49 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................51 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht ............................................................................52 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................52 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................52 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................54 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................55 3.3 Forschungsstelle aktuarielles Risikomanagement (FaRis) .............................................55 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................55 3.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................57 3.3.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................59 3.3.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................60 3.4 Forschungsstelle Versicherungsmarkt ...........................................................................61 3.4.1 Zielsetzung und Mitwirkende ..............................................................................61 3.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................62 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................65 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................66 3.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Instituts für Versicherungswesen ...................................................................................67 3.5.1 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge .......................................67 3.5.2 Wissenschaftliche Veranstaltungen ....................................................................68 3.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben .....................................................................69 4 1 Vorwort Die Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der Technischen Hochschule Köln (kurz: TH Köln) legt hiermit ihren jährlichen Forschungsbericht vor. Wir dokumentieren gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber unseren Freunden und Förderern, mit welchen Problemstellungen wir uns als forschende Kolleginnen und Kollegen im vergangenen Jahr auseinandergesetzt haben. Der vorliegende Forschungsbericht gibt einen Überblick über die Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte des vergangenen Jahres und darüber hinaus einen Ausblick auf die im aktuellen Jahr geplanten Projekte und Forschungsaktivitäten, sofern diese bereits jetzt absehbar sind. Wir wollen mit diesem Forschungsbericht dokumentieren, was wir geleistet haben; wir sind uns aber bewusst, dass noch viel zu tun ist, um unserem ambitionierten Anspruch in vollem Umfang zu genügen. Die Forschung an der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften zeichnet sich durch einen besonders intensiven Praxisbezug aus. Alle Professorinnen und Professoren haben mehrere Jahre Praxiserfahrung und sind wissenschaftlich ausgewiesen. Diese Praxiserfahrung und die laufenden Kontakte zu den Unternehmen schärfen den Blick auf die Theorie und fördern eine zielgerichtete Forschung. Innerhalb der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften ist ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen und Forschungsaktivitäten vertreten. Mittlerweile sind an der Fakultät neun Kompetenzzentren in der Forschung etabliert:  Kölner Forschungsstelle für Medienrecht,  Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen,  Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation,  Institute of Global Business and Society (GLOBUS),  Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement,  Forschungsschwerpunkt Rückversicherung,  Forschungsstelle Versicherungsrecht,  Forschungsstelle aktuarielles Risikomanagement (FaRis),  Forschungsstelle Versicherungsmarkt. Eine wichtige Unterstützung erfahren wir beim Start und bei der Weiterentwicklung der Kompetenzzentren durch unsere Förderer. Hier sind insbesondere der Verein der Förderer des Instituts für Versicherungswesen an der TH Köln sowie der Verein Alumni und Förderer des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften, Köln zu erwähnen. Den externen Förderern, der Hochschulleitung und -verwaltung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungsstellen und der Fakultät gilt unser Dank für all die Unterstützung der Aktivitäten im vergangenen Jahr. Prof. Dr. Erich Hölter Prof. Dr. Oskar Goecke Dekan Prodekan Forschung 5 2 Forschungsaktivitäten nach Kompetenzzentren – Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften 2.1 Kölner Forschungsstelle für Medienrecht 2.1.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht wurde 2006 an der TH Köln errichtet. Ihr Gründer und Leiter ist Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann. In fünf Forschungsschwerpunkten forschen und lehren vier Professoren und zahlreiche Dozenten aus Medienunternehmen aller wesentlichen Mediengattungen sowie Repräsentanten von Rechtsanwaltskanzleien und Medienaufsicht. Die Forschungsstelle hat einen Beirat mit beratender Funktion. Wesentliche Aufgabe der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht ist es, aktuelle Entwicklungen des Medienrechts in enger Verbindung mit der Medienpraxis wissenschaftlich zu begleiten. Sie steht für eine Hochschulausbildung, die die Belange der Medienwirtschaft mit einer Ausbildung auf wissenschaftlichem Niveau in Einklang bringt. Hierfür bietet sich der Hochschulstandort Köln in der von Medienunternehmen sehr unterschiedlicher Art geprägten rheinischen Region an. Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht begeht mehrere Wege zur gattungsübergreifenden Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Zum einen veranstaltet die Forschungsstelle Mediensymposien und Vortragsreihen als gemeinsame Foren für Repräsentanten von Medienwissenschaft und Medienunternehmen unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit. Zum anderen entstehen unter dem Dach der Forschungsstelle einerseits Veröffentlichungen, die der Ausbildung dienen und andererseits solche, die an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis angesiedelt sind. Am Forschungsbetrieb der Forschungsstelle sind die nachfolgend aufgelisteten Wissenschaftler und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen beteiligt: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht, Leiter der Forschungsstelle Schmalenbach Institut rolf.schwartmann@ th-koeln.de Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht Schmalenbach Institut bernd.eckardt@ th-koeln.de 6 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Klaus Gennen Wirtschaftsrecht, insbesondere Informationstechnologierecht mit IT-Vertragsrecht und Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs, Fachanwalt für Informationstechnologierecht Schmalenbach Institut klaus.gennen@ th-koeln.de Dr. ChristianHenner Hentsch, M.A., LL.M. Urheberrecht Lehrbeauftragter christian-henner.hentsch @th-koeln.de Prof. Dr. Stefan Sporn Medienund Urheberrecht Lehrbeauftragter Schmalenbach Institut stefan.sporn@ mediengruppe-rtl.de Sara Ohr Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Sebastian Lohmann Wissenschaftliche Mitarbeiterin Schmalenbach Institut [email protected] Stefanie Nesseler-Janik Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Geschäftsführerin Schmalenbach Institut stefanie.nesseler-janik@ th-koeln.de Mei Parruca Studiengangsbetreuerin Masterstudiengang Medienrecht und Medienwirtschaft, LL.M. Schmalenbach Institut [email protected] Michaela Schlitte Büroleitung (ab August 2015) Schmalenbach Institut [email protected]  Leitung: Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann ist als Leiter der Forschungsstelle für die Forschungsund Lehrtätigkeit verantwortlich und entscheidet über die diesbezüglichen inhaltlichen Fragen.  Geschäftsführung: RAin Stefanie Nesseler-Janik ist Geschäftsführerin der Forschungsstelle und Ansprechpartnerin in den Angelegenheiten der Forschungsstelle einschließlich des Masterstudiengangs Medienrecht und Medienwirtschaft.  Professuren und Schwerpunkte: Die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht deckt in fünf Abteilungen die Schwerpunkte nationales und internationales Medienrecht (Schwerpunkt I), Datenschutzrecht (Schwerpunkt II), Urheberrecht (Schwerpunkt III), Informationstechnologierecht (Schwerpunkt IV) und Wettbewerbsrecht (Schwerpunkt V) ab. Das Medienrecht ist sowohl in seiner nationalen als auch in seiner völkerund europarechtlichen Ausprägung ein Kerngebiet der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Abgedeckt wird ausgehend von Art. 5 GG das öffentliche Medienrecht, insbesondere das Rundfunkund Presserecht. In Zeiten der Digitalisierung nimmt das Telemedienrecht zunehmend Raum ein. Das Medienrecht wird vertreten durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann: Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere öffentliches und internationales Wirtschaftsrecht und Leitung der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht; > Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A., LL.M.: Geschäftsführung des Gesprächsund Arbeitskreises Geistiges Eigentum (enGAGE!); Justiziar des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware; 7 > Prof. Dr. Stefan Sporn: Senior Vice President International Distribution, RTL International GmbH, Rechtsanwalt AHS Rechtsanwälte Köln, Sprecher des Beirats der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Das Datenschutzrecht behandelt das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit mit Blick auf den Schutz von Daten durch privaten und hoheitlichen Zugriff. Es wird vertreten durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann (s. o.). Das Recht des Urhebers an seinem geistigen Eigentum sowie die Schranken dieses Rechts gewinnen in Zeiten der Digitalisierung an besonderer Bedeutung. Es ist ein wichtiger Forschungsgegenstand der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Dieser Schwerpunkt wird abgedeckt durch: > Prof. Dr. habil. Rolf Schwartmann (s. o.); > Dr. Christian-Henner Hentsch, M.A., LL.M. (s. o.); > Prof. Dr. Stefan Sporn (s. o.). Das Informationstechnologierecht wird vertreten durch: > Prof. Klaus Gennen: Professur für Wirtschaftsrecht, insbesondere Informationstechnologierecht mit IT-Vertragsrecht und Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs, Fachanwalt für ITund Arbeitsrecht. Das Wettbewerbsrecht wird verantwortet von: > Prof. Dr. Bernd Eckardt: Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht.  Beirat: Zur Unterstützung der Forschungsstelle konnte ein Beirat gewonnen werden, der Persönlichkeiten aus Medien, Politik und Wissenschaft vereint, um im Gedankenaustausch mit der Forschungsstelle über medienpolitische und medienrechtliche Themen von übergeordnetem Belang zu beraten. Dem Beirat gehören an: > Achim Berg: Operating Partner bei General Atlantic; > Dr. Jürgen Brautmeier: Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und Gründer sowie amtierender Vorsitzender der Europäischen Plattform der Regulierungsbehörden (EPRA); > Dr. Peter Charissé: Geschäftsführer bei ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., Rechtsanwalt; > Prof. Dr. Dieter Dörr: Inhaber der Professur für Öffentliches Recht, Völkerund Europarecht, Medienrecht an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Direktor des Mainzer Medieninstituts und Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK); > Dr. Florian Drücke: Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI); > Helmut Heinen: Geschäftsführer des Heinen-Verlags, Herausgeber der Kölnischen Rundschau und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger e.V.; 14 2.2 Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen 2.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die aktuelle Finanz-, Schuldenund Wirtschaftskrise hat verdeutlicht, dass rein ökonomische Steuerungsund Erklärungsansätze nicht ausreichen, um die komplexen Zusammenhänge und Fragen nach dem Warum zu behandeln. Notwendig ist der Blick über den wirtschaftswissenschaftlichen Tellerrand: Die Krise hat neben grundsätzlichen Fragen des Marktund Staatsversagens vor allem Fragen der effizienten Regulierung marktwirtschaftlicher Prozesse, Fragen nach der institutionellen Gestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen (z.B. im Rahmen der EU-Verträge) sowie Fragen der gerechten Lastenverteilung und der Fairness aufgeworfen. Die Institutionen, die sich in der Wirtschaftsordnung eines Staates niederschlagen, stehen in der Kritik, ebenso wie geltende Anreizsysteme für Manager einerseits und Politiker andererseits. Für eine umfassende Betrachtung dieses Themenkomplexes ist es nötig, eine zuweilen zu eng angelegte wirtschaftswissenschaftliche Sicht vor allem um die Perspektiven der Institutionenökonomik, der Verhaltensökonomik und der Wirtschaftsethik zu erweitern und auch Forschungsergebnisse anderer Disziplinen zu berücksichtigen. Ziel der Forschungsstelle ist in erster Linie die Nutzung von Netzwerkeffekten. Durch die Forschungsstelle wird eine Schnittstelle geschaffen, an der spezifische Forschungsschwerpunkte zusammengeführt werden. Durch regelmäßiges Abgleichen der Ergebnisse sollen sich die jeweiligen Forschungsaktivitäten sowohl ergänzen als auch Anreize für zukünftige Aktivitäten liefern. Die Forschungsstelle wird damit erheblich dazu beitragen, die vielfältigen Themenschwerpunkte unter der Leitvision „Management – Markt – Institutionen“ zusammenzuführen. An der Forschungsstelle wirken die nachfolgend aufgelisteten Professoren der TH Köln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Frank Gogoll Volkswirtschaftslehre, insb. Geld und Währung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Manfred Kiy Volkswirtschaftslehre, insb. Umweltökonomie Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Christian Rennert Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensführung Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Wolfgang Veit Volkswirtschaftslehre, Internationale Wirtschaftsfragen, Risikomanagement Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Dominik H. Enste International Business / Betriebswirtschaft, insb. Business Ethics, Behavioural Economics Schmalenbach Institut [email protected] Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 15 2.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet:  „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“ 1 Prof. Dr. Erich Hölter (TH Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen), EB Cert GmbH, Köln, RKWC GmbH, Aachen/Peking Ziele des Verbundprojektes sind die Entwicklung, der Aufbau sowie die nachhaltige Implementierung und Verwertung eines international anerkannten Angebots der Weiterbildung zur Förderung von Wirtschaftskompetenz in China unter Maßgabe der Etablierung eines dauerhaften, sich selbst tragenden Bildungskonzeptes. Das Teilvorhaben der TH Köln konzentriert sich auf die Entwicklung, wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Zertifikatskurses „Betriebswirtschaftslehre“ mit entsprechenden Zertifikatsprüfungen, der Lehrund Lernunterlagen sowie des E-Learning-Angebotes und zielt darauf ab, das Bildungsangebot wissenschaftlich fundiert und nachhaltig in China zu etablieren.  „Geld und Beschäftigung – Modellierung monetärer Effekte in ökonometrischen Modellen“ Prof. Dr. Frank Gogoll, Prof. Dr. Wolfgang Veit, Prof. Dr. Manfred Kiy (alle TH Köln) Das Projekt basiert auf bereits geleisteten Vorarbeiten im Rahmen der praxisorientierten Forschung an der TH Köln. Das vom ZAW (Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung) – ein an den Hochschulen Köln und Bonn/Rhein-Sieg angesiedeltes Institut – entwickelte ökonometrische Konjunkturmodell für Deutschland dient als Grundlage für das Projekt. Dieses grundlegende ZAW-Modell wird derzeit im Rahmen der hochschulübergreifenden (TH Köln/HS Bonn/Rhein-Sieg) Forschungsarbeit für die Anwendung als Konjunkturprognosemodell fortentwickelt. Das Konjunkturmodell wird bereits in der Lehre in Form eines Simulationsspiels erfolgreich eingesetzt. Die detailliertere Ausgestaltung der monetären Seite des Modells erlaubt die intensive Befassung der Studenten mit geldund währungstheoretischen wie auch -politischen Fragestellungen. Insbesondere die Studiengänge „International Business“ und „Banking & Finance“ dürften hiervon profitieren. Ziel des Projektes ist es, die neueren Erkenntnisse über Transmissionskanäle monetärer Schocks auf die Beschäftigung zusammenzutragen und in die Struktur des bestehenden Konjunkturmodells in geeigneter Weise zu integrieren bzw. damit zu verbinden. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen der europäischen Geldpolitik der EZB als auch die über den Euro-Wechselkurs auf die deutsche Wirtschaft einwirkenden Effekte analysiert und modelliert werden. Die EZB legt mit ihrem Zwei-Säulen-Konzept besonderes Gewicht auf die Beobachtung der Abweichung der Geldmenge M3 vom publizierten Referenzwert einerseits und auf die auf breiter Grundlage erfolgende Beurteilung der Preisperspektiven 1 Dieses Projekt wird insbesondere von Prof. Dr. Erich Hölter getragen. Es ist daher ebenfalls aufgeführt in Kapitel 2.6: Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften. 16 andererseits. Letzteres wird vor allem durch die Anwendung von Konjunkturmodellen möglich.  „Value-Based Management in international operating SMEs“ Prof. Dr. Frank Gogoll (TH Köln) The project aims at developing an easy to use framework for the implementation of tools for a value-based management in internationally operating small and medium sized companies. Value-Based Management (VBM) acts on the maxim that every decision in a firm needs to be aligned with the ultimate objective of maximizing shareholder value. Implementing VBM involves a correct choice of framework. Every shareholder value metric should integrate basic components to accurately measure the company’s value and to serve as a foundation of value-based decision-making with a special focus on risk management.  „Corporate Social Responsibility als öffentliches Problem“ Prof. Dr. Christian Rennert (TH Köln) Weite Teile der einschlägigen Literatur diskutieren Corporate Social Responsibility als Problem von Unternehmen und Managern, deren Handlungen unter Wettbewerbsbedingungen sozial erwünschte oder unerwünschte Resultate hervorbringen. In diesem Projekt wird die Blickrichtung umgekehrt. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich sozial verantwortliches Handeln von Unternehmen nicht vielmehr als Konsequenz gesellschaftlicher Diskurse und einer kritischen Öffentlichkeit einstellt. Sollte sich dieser Ansatz als fruchtbar erweisen, käme der Öffentlichkeit und ihren originären Institutionen (z.B. Hochschulen) eine größere Bedeutung für Corporate Social Responsibility zu als den Unternehmen selbst. Im Kontext dieser Fragestellungen soll ferner untersucht werden, ob gesellschaftlicher Fortschritt eine deutliche(re) Grenzziehung zwischen öffentlichen Aufgaben und öffentlicher Verantwortung sowie unternehmensbezogenen Aufgaben und unternehmensbezogener Verantwortung erfordert.  „Von ‚Work-Life-Balance‘ zur ‚In-Work-Balance‘“ Prof. Dr. Christian Rennert (TH Köln) Der Alltag in Unternehmen ist häufig durch Termindruck sowie vielfältige externe und interne Konflikte gekennzeichnet. Im Bestreben, alle sachlich bestimmten Aufgabenziele in diesem Kontext wirksam erledigen zu wollen, besteht insbesondere bei Personen mit erheblicher Fachund Führungsverantwortung die Gefahr einer dysfunktionalen Intensivierung des Arbeitseinsatzes („Workaholics“). In ungünstigen Fällen kann dies zu „Burn-out“- Erscheinungen führen, die nicht nur die Gesundheit der Betroffenen, sondern auch deren Vermögen zu reflektierten und wohl begründeten Entscheidungen zu kommen negativ beeinflussen. Geraten Unternehmen in (unvorhergesehene) Krisensituationen, kann diese Einschränkung des Entscheidungsvermögens von Schlüsselpersonen ggf. die Existenz (von Teilen) des Unternehmens gefährden. Im Rahmen dieses Projekts sollen Maßnahmen für den präventiven Umgang mit solchen Gefährdungen im Unternehmensalltag identifiziert werden. Ferner soll der Frage nachgegangen werden, ob deren Umsetzung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Qualität von Entscheidungen in Organisationen führen 17 und so die Fähigkeit von Unternehmen zur Adaption an Kontextveränderungen (in einem evolutorischen Sinne) fördern kann.  „Business Environment in Emerging Markets“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (TH Köln) SMEs from OECD countries, when investing in emerging and developing countries or trading with them, find it particularly cumbersome to deal with a multitude of hurdles erected by host country governments. This project aims to identify these hurdles, suggest measures to overcome them and evaluates the efforts of governments to remove them. An institutional analysis approach including economic, social, political and cultural factors is taken. The project has started in the summer of 2010. Two papers have been published so far, a third one is in preparation. Results continue to be presented at international conferences. The World Bank and the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) have supported this research.  „Currency Risk Assessment“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (TH Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (TH Köln) Exchange rate volatility poses a major risk for firms engaged in international trade and investment. Research focuses on the calibration of an analytical tool (“CURRI”) developed by the authors. In particular, the signaling properties of CURRI are subject of present research activities.  „Export Opportunity Survey“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (TH Köln), Prof. Dr. Carol Scovotti (University of Wisconsin-Whitewater) Die Nachhaltigkeit des internationalen Warenhandels zu stärken ist das Ziel dieses Forschungsprojekts. Zu diesem Zweck werden jährlich die Exportbedingungen für ausgewählte Produkte in die USA und nach Deutschland vergleichend analysiert und als Export Opportunity Surveys publiziert. Sie dienen Produzenten insbesondere in Entwicklungsund Schwellenländern als Orientierung für eine Ausrichtung ihrer Produktionsweisen an Kriterien der Nachhaltigkeit (Stichwort Bio/Organic und Fairtrade). Die Analysen werden von 18 Studierenden des Master-Studiengangs International Business der TH Köln und des Studiengangs MBA der University of Wisconsin at Whitewater (UWW) unter Anleitung der Projektverantwortlichen erstellt.  „Multi-Cultural Virtual Team Management“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (TH Köln), Prof. Dr. Susann Kowalski (TH Köln), Prof. Dr. Carol Scovotti (University of Wisconsin-Whitewater) Collaborative technologies, such as videoconferencing, social media, document sharing platforms, etc. empower businesses to challenge their brightest and best, regardless of location, to solve critical problems. The promise of technology has made multinational virtual teams (MVTs) one of the most popular topics in international business management today. On the surface, the possibilities for borderless collaboration appear endless. However, the promises of technology are not easily realized in the workplace. When teams work without being together, team identity/cohesion that motivates members may not develop. Leaders struggle with managing virtual work design, flow, and results. Distant ex- 18 pert may not work well in the virtual team environment. Culture adds another layer of complexity with MVT interactions. Cultural differences elicit diverse interpretations of seemingly simple messages, which leads to frustration. Conflict develops. To avoid conflict, the members stop communicating with each other. This causes members lose trust in their teammates. Once trust disappears, disfunctionality becomes a self-perpetuating cycle. These problems are real and happening in almost every organization using virtual teams today. The objective of this ongoing research is to determine approaches and processes that work and do not work for MVTs. This extensive endeavor involves multiple companies in different industries across Germany and the US. We use critical case analysis involving short interviews and team member surveys to identify the key issues that impact the MVT results. We also focus on the metrics that the firm uses to determine MVT success. The end result is a guide of “best practices” that firms can use to improve the productivity and member satisfaction of their MVTs.  „Predicting International Supply Chains“ Prof. Dr. Wolfgang Veit (TH Köln), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Trade liberalization on a bilateral, regional or global level is meant to increase and/or change the direction of trade flows. With intraand interindustrial trade playing an increasing role in global trade it becomes imperative for the key actors in their respective industries to identify future supply chain opportunities. This research project analyses the predictive capacity of the concept of Revealed Comparative Advantage (“Balassa Index”) by developing a suitable model and testing it empirically. First results were obtained for East and South East Asia (with support from GIZ) and the empirical basis is now extended to the European Union and Latin America.  „Praktische Wirtschaftspolitik mit dem ZAW-Modell“ Prof. Dr. Manfred Kiy, Prof. Dr. Frank Gogoll, Prof. Dr. Wolfgang Veit (alle TH Köln), Prof. Dr. Reiner Clement, Prof. Dr. Johannes Natrop, Prof. Dr. Wiltrud Terlau (alle HS Bonn-Rhein-Sieg) Das Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung (ZAW) ist entstanden aus einer langjährigen Kooperation von Professoren der Volkswirtschaftslehre der der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der TH Köln. Ein wesentliches Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein ökonometrisches Modell, das die Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland in einem System von etwa 250 Definitionsund Verhaltensgleichungen nachbildet. Das Modell war zunächst als vierteljährliches Konjunkturmodell konzipiert worden; seit der letzten Revision der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung basiert es auf Jahresdaten. Es wird jährlich aktualisiert, so dass jeweils im April eines jeden Jahres eine aktuelle Version vorliegt, d.h. im Frühjahr 2013 lag eine Modellversion vor, die auf den Daten des Zeitraums 1991 bis 2012 beruhte. Das ZAW-Modell kann einerseits für Analysen und Prognosen aktueller wirtschaftsund gesellschaftspolitischer Maßnahmen eingesetzt werden. Andererseits ist es die formale Grundlage für das volkswirtschaftliche Simulationsspiel des ZAW, mit dem Studierende praktische Probleme der Wirtschaftspolitik realitätsnah simulieren können. Die Simulationsversion des ökonometrischen Modells wird gesteuert durch eine Anzahl exogener Variablen, die von der Spielleitung vorgegeben werden und die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wiedergeben. Daneben gibt es Instrumentvariablen, über deren Einsatz die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger der jeweiligen Arbeits- 19 gruppen entscheiden. Aufgrund dieser Vorgaben werden Prognosen für die Verwendungsund Entstehungskomponenten des Bruttoinlandsproduktes, den Staatshaushalt, das Preisgefüge und das verfügbare Einkommen der Privaten Haushalte erstellt. Die Resultate sind vergleichbar mit den Prognosen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Frühjahrsund Herbstprognose). >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden im Berichtszeitraum veröffentlicht:  Dominik H. Enste (2015): Mensch und Moral. Eine individualethische Reflexion; in: Institut der deutschen Wirtschaft Köln; IW-Positionen - Beiträge zur Ordnungspolitik Nr. 70, Köln 2015 (mit Julia Wildner).  Dominik H. Enste (2015) (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung; Springer, Berlin 2015 (mit Michael Hüther und Knut Bergmann).  Dominik H. Enste (2015): Zur ökonomischen Theorie der Unternehmensverantwortung; in: Michael Hüther, Knut Bergmann, Dominik Enste (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung, Springer, Berlin 2015, S. 79-100.  Dominik H. Enste (2015): Zur ökonomischen Theorie der Unternehmensverantwortung; in: Michael Hüther, Knut Bergmann, Dominik Enste (Hrsg.): Unternehmen im öffentlichen Raum – Zwischen Markt und Mitverantwortung, Springer, Berlin 2015, S. 79-100.  Dominik H. Enste (2015): Eine ordnungspolitische Analyse des Koalitionsvertrags. Deutschlands Zukunft gestalten; Gutachten für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V, in: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 28.04.2015: http://www. iwkoeln.de/studien/gutachten/beitrag/dominik-h-enste-michael-huether-marie-moellereine-ordnungspolitische-analyse-des-koalitionsvertrags-deutschlands-zukunft-gestalten237469 (mit Michael Hüther, Marie Möller).  Dominik H. Enste (2015): Markt und Moral. Eine ordnungsethische Reflexion; in: Institut der deutschen Wirtschaft Köln; IW-Positionen - Beiträge zur Ordnungspolitik Nr. 69, Köln.  Dominik H. Enste (2015): The shadow economy in industrial countries. Reducing the size of the shadow economy requires reducing its attractiveness while improving official institutions; in: IZA World of Labor, Nr. 127.  Dominik H. Enste (2015): Unternehmerische Freiheit in Gefahr? Ein internationaler Vergleich unter 28 OECD-Staaten; in: Roman Herzog Institut (RHI-Diskussion, 26): http://www.romanherzoginstitut.de/uploads/tx_mspublication/RHIDiskussion_26_online.pdf (mit Theresa Eyerund).  Dominik H. Enste (2015): Internationaler Gerechtigkeitsmonitor 2015 (GEMO II). Ein Vergleich von 28 Ländern für die Jahre 2000 bis 2014 über sechs Gerechtigkeitsdimensi- 20 onen. Kurzstudie; in: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 18.6.2015: http://www.iwkoeln.de/_storage/asset/237455/storage/master/file/7342817/download/Gere chtigkeitsmonitor%20Gutachten.pdf (mit Marie Möller).  Dominik H. Enste (2015): IW-Vertrauensindex 2015. Vertrauen in Deutschland und Europa. Ein internationaler Vergleich von 20 Ländern; in: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 22.7.2015 (IW Policy Paper, 20/2015): http://www.iwkoeln.de/_storage/asset/ 236963/storage/master/file/7335205/download/IW-Vertrauensindex%202015 %20policy%20paper.pdf (mit Marie Möller).  Dominik H. Enste (2015): Querdenker in Unternehmen, Staat und Gesellschaft; in: Roman Herzog Institut (RHI-Diskussion, 23): http://www.romanherzoginstitut.de/uploads/tx_ mspublication/RHI_Diskussion_Nr_23.pdf (mit Marie Möller, Inna Knelsen).  Manfred Kiy (2015): Der verantwortungsvolle Konsument – Einstellungen von Wirtschaftsund Sozialwissenschaftlern; in: Manfred Kiy, Wiltrud Terlau (Hrsg.): Forum NIL. Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, 3/2015 (mit Wiltrud Terlau, Jana Voth).  Manfred Kiy (2015): Konsumentenbefragung zu zertifizierten nachhaltigen Lebensmitteln – Die Bedeutung von Fairtrade und Bio; in: Manfred Kiy, Wiltrud Terlau (Hrsg.): Forum NIL. Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, 2/2015 (mit Wiltrud Terlau, Jana Voth).  Manfred Kiy, Wiltrud Terlau (Hrsg.) (2015): An Evaluation of Sustainable Consumption in the German Meat Market; in: Forum NIL. Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, 1/2015 (mit Jana Voth).  Christian Rennert (2015): Unternehmensstrategie und Moral; in: Ingo Pies (Hrsg.): Der Markt und seine moralischen Grundlagen. Diskussionsmaterial zu einem Aufsatz von Jeff R. Clark und Dwight R. Lee, Freiburg, Br., München, Alber (Angewandte Ethik: Marktwirtschaft und Moral, 1), S. 206-217.  Wolfgang Veit, Carol Scovotti (Hrsg.) (2015): The Market for Organic Cotton in Germany and the United States; TH Köln, EOS Research Paper 1/2015: urn:nbn:de:hbz:832epub4-6545.  Wolfgang Veit, Carol Scovotti (Hrsg.) (2015): The Market for Organic Oats in Germany and the United States; TH Köln, EOS Research Paper 1/2014: urn:nbn:de:hbz:832-epub46552.  Wolfgang Veit, Carol Scovotti (Hrsg.) (2015): The Market for Organic RYE in Germany and the United States; TH Köln, EOS Research Paper 2/2014: urn:nbn:de:hbz:832-epub46566. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle im abgelaufenen Jahr gehalten: 21  Dominik H. Enste: Menschen zwischen Markt, Macht und Moral – oder: Wie Vertrauen Werte schafft; Forschungsforum der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der TH Köln, 25. Juni 2015, Köln.  Dominik H. Enste: Ungleiche Vermögensverteilung Gefahr für die Demokratie?; XXVI. Wirtschaftsethisches Forum mit Evangelischer und Katholischer Akademie, 19. November 2015, Berlin.  Dominik H. Enste: Faire Finanzindustrie? Compliance – Culture – Conduct; VI. Wissenschaftliche Tagung mit IW Köln und Max-Planck-Institut Köln, 10. November 2015, Köln.  Christian Rennert: Ökonomik als kritische Gesellschaftstheorie; Tagung Marktwirtschaft und Moral, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 31. August – 02. September 2015.  Wolfgang Veit: Subregionale Integrationsbestrebungen in Südostasien; Forschungsforum der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der TH Köln, 25. Juni 2015, Köln. 2.2.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Dominik Enste: > Herausgeber: Verhaltensökonomik und Sozialpolitik, Sonderband der Zeitschrift „Sozialer Fortschritt“ (mit Theresa Eyerund). Manfred Kiy: > Herausgeber: Forum NIL – Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel, Publikationsreihe des Verbundprojektes „Regionales Forum Verantwortungsvolles Wirtschaften im Bereich Lebensmittel“ (mit Wiltrud Terlau). Wolfgang Veit: > Herausgeber: EOS – Export Opportunity Survey; Publikationsreihe des Forschungsprojektes „Export Opportunity Survey“ (mit Carol Scovotti). 2.3 Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation 2.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die 2010 gegründete Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation beschäftigt sich mit Wirtschaftsmediation sowie Kommunikationsund Konfliktmanagement als erfolgreiche Instrumente außergerichtlicher Streitbeilegung. Sie hat als Einrichtung der TH Köln das Ziel, den professionellen Umgang mit Streit und Konflikten in Wissenschaft, Lehre und Praxis voranzutreiben. Die Tätigkeitsgebiete der Forschungsstelle sind Studium und Weiterbildung sowie Forschung, sachverständige Mediationsbegleitung und Praxistransfer. Wesentliche Themen- 22 schwerpunkte sind: Innerbetriebliches Kommunikationsund Konfliktmanagement, Unternehmensnachfolge im Mittelstand und in Familienunternehmen Konfliktfelder und Mediation in interkulturellen Kontexten, Konflikte und Verhandlung im Baubereich sowie Frauen in Führung. An der Forschungsstelle wirken die nachfolgend aufgelisteten Personen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Ricarda Rolf Wirtschaftsrecht, insbesondere Arbeitsund Sozialrecht sowie Personalmanagement, Konfliktmanagement, Wirtschaftsmediatorin, Gründerin und Vorstand der Forschungsstelle Schmalenbach Institut ricarda.rolf@ th-koeln.de Joachim Hund-von Hagen Wirtschaftsmediator, Fachanwalt für Handelsund Gesellschaftsrecht sowie Steuerrecht, Mitbegründer und Vorstand der Forschungsstelle aclanz Partnerschaft von Rechtsanwälten Joachim.HundvHagen @aclanz.de Gebhard Mann Wirtschaftsmediator, Mitbegründer und Vorstand der Forschungsstelle Syndicus, STRABAG Property and Facility Services gebhard.mann@ strabag-pfs.com Katharina Hellwig Geschäftsführerin des IWM, Mediatorin, Fachanwältin für Familienrecht, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) k[email protected] Bernd Hoffmann Geschäftsführer des IWM, Wirtschaftsmediator und Rechtsanwalt, Vorstand der Forschungsstelle IWM (Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement) bkhhoffm[email protected] Prof. Dr. Susann Kowalski Wirtschaftsinformatik, Kulturvergleichende Studien zum Lehren, Lernen, Arbeiten und zu Konflikten Schmalenbach Institut [email protected] Prof. Dr. Bernd Eckardt Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbes. Handels-, Gesellschaftsund Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediator Schmalenbach Institut bernd.eckardt@ th-koeln.de Christoph Bubert international zertifizierter Mediator in Baukonflikten, Supervisor, Schiedsrichter, Mediationstrainer und Rechtsanwalt Rechtsanwälte Osenbrück, Bubert, Kirtsen, Voppel, Köln [email protected] Robert Glunz Betriebswirt und Mediator Vorstand der Deutschen Stiftung Mediation, München [email protected] Dr. Askim MüllerBozkurt Interkulturelle Mediation, Politologin und Sozialwissenschaftlerin, Wirtschaftsmediatorin, EUProjekte Bereichsleiterin Projekte beim Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH, Kerpen [email protected] Björn Müller Betriebswirt und Dipl.- Sozialpädagoge Bereichsleiter Ausbildungsberatung und Training beim Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH, Kerpen b.mueller@ bauindustrie-nrw.de 23 Weitere Informationen zur Kölner Forschungsstelle für Wirtschaftsmediation finden sich auf der Homepage unter www.wirtschaftsmediation.th-koeln.de. Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 2.3.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet:  „Streitkulturindex für Unternehmen in Deutschland“ Prof. Dr. Ricarda Rolf (TH Köln); Institut für Wirtschaftsmediation und Kommunikationsmanagement (IWM); aclanz, Partnerschaft von Rechtsanwälten Dieses im Rahmen des Forschungssemesters von Prof. Dr. Ricarda Rolf durchgeführte Forschungsprojekt zielt darauf ab, in Unternehmen und Organisationen branchenübergreifend und deutschlandweit die Streitkultur sowie den Umgang mit Konflikten innerund interbetrieblich mit Hilfe einer Erhebung zu erforschen und hieraus Strategien und konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation, Konfliktfähigkeit sowie der Unternehmensund Führungskultur abzuleiten. Zugleich sollten aus diesem Projekt für die Forschungsstelle zusätzliche Forschungsperspektiven sowie weitere Kooperationspartner aus der Unternehmenspraxis gewonnen werden. Den Streitkulturindex gibt es in dieser Form erstmalig. Konkret verfolgt der Streitkulturindex das Ziel, die Qualität und Professionalität von Unternehmen und Organisationen in Deutschland im Umgang mit Streit und Konflikten mittels einer Online-Befragung zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Die Befragung wurde auf wissenschaftlicher Basis erstellt und ausgewertet. Sie richtete sich an Unternehmen des Mittelstandes und Großunternehmen mit Sitz (auch) in Deutschland; aber auch kleinere Unternehmen wurden in die Erhebung mit einbezogen. Für die teilnehmenden Unternehmen bietet der Streitkulturindex Vergleichsmaßstäbe und zeigt mögliche Handlungsfelder und Verbesserungspotentiale auf. Die Unternehmen können ihn als wichtiges, zusätzliches Instrument für Ihr unternehmerisches Handeln, insbesondere in den Bereichen Führung, Personalentwicklung, Fortund Weiterbildung, Change-Management, Unternehmenskultur sowie Strategieentwicklung nutzen. Besonders hervorzuheben sind zwei Erkenntnisse: > Mediation wird von Unternehmen stark nachgefragt und hervorragend bewertet. So haben ein Drittel aller Unternehmen schon externe Mediatoren zur Konfliktbearbeitung beauftragt, und über 80% dieser Unternehmen bewerteten die Arbeit der Mediatoren als gut bis sehr gut. Damit liegt die Zufriedenheit mit Mediatoren wie auch Moderatoren, Supervisoren und Coaches deutlich höher als bei den klassischen Streitbeilegungsprofessionen (Rechtsanwälten, Schlichtern oder Schiedsgericht). > Unternehmen sehen insbesondere bei Führungskräften einen großen Handlungsbedarf in der Professionalisierung und Qualifizierung im Umgang mit Konflikten. Sie sind auch bereit, darin zu investieren, insbesondere im Hinblick auf ein einschlägiges Fortund Weiterbildungsangebot. Besonders hohen Bedarf für die Professionalisierung der Streitkultur 30 >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden von den Mitgliedern der Fakultät im Berichtszeitraum veröffentlicht:  Harald Sander (2015): Deposit Insurance in Times of Crises: Safe Haven or Regulatory Arbitrage?; GLOBUS Working Paper 1/2015 (mit Stefanie Kleimeier, Shusen Qi).  Harald Sander (2015): As Eurozone squares up to quantitative easing, are fears justified?; in: The Conversation: https://theconversation.com/as-eurozone-squares-up-toquantitative-easing-are-fears-justified-36446.  Harald Sander (2015): Cross-border retail banking; in: Louis-Philippe Rochon, Sergio Rossi (Hrsg.): The encyclopedia of central banking, Cheltenham, Edward Elgar Publishing, S. 128-130.  Harald Sander (2015): The ‘Juncker plan’ does not offer a genuine route to boosting the Eurozone’s recovery; in: The London School of Economics and Political Science: http://blogs.lse.ac.uk/europpblog/2015/03/19/the-juncker-plan-does-not-offer-a-genuineroute-to-boosting-the-eurozones-recovery/.  Harald Sander (2015): The use of overly intrusive conditionality in Greece is threatening the European project; in: The London School of Economics and Political Science: http://blogs.lse.ac.uk/europpblog/2015/06/01/the-use-of-overly-intrusive-conditionality-ingreece-is-threatening-the-european-project/.  Harald Sander (2015): What Holds Back Eco-innovations? A “Green Growth Diagnostics” Approach; in: Vikash Ramiah, Greg N. Gregoriou (Hrsg.): Handbook of Environmental and Sustainable Finance, Amsterdam, Academic Press, S. 147-163. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle im abgelaufenen Jahr gehalten:  Harald Sander: Deposit Insurance in Times of Crises: Safe Haven or Regulatory Arbitrage?; Research Seminar, National Bank of Poland, 18. November 2015, Warschau.  Harald Sander: The Past, Present and Future of Eurozone Banking Market Integration; Jean Monnet Lehrstuhl – Public Lecture, Universität Warschau, 19. November 2015, Warschau.  Harald Sander: The Resurgence of Cultural Borders in European Cross-Border Depositing; Journal of Corporate Finance Culture and Finance Conference, 17. April 2015, Winston-Salem. 31  Harald Sander: The Resurgence of Cultural Borders in European Cross-Border Depositing; XXIII International Rome Conference on Money, Banking and Finance, 11. Dezember 2014, Rom.  Harald Sander: The Resurgence of Cultural Borders in International Finance during the Financial Crisis: Evidence from Eurozone Cross-Border Depositing; Research Seminar, Dutch Central Bank, 14. Oktober 2014, Amsterdam. 2.4.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Harald Sander: > Associate Editor von “Finance Research Letters” (seit 2015); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Foundations of Management” (seit 2012); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Journal of Banking and Financial Economics” (seit 2015); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Yearbook of Polish European Studies” (seit 2012); > Mitglied im Editorial Advisory Board von “Yearbook of Polish European Studies” (seit 2012); > Associate Editor von “International Business: Research, Teaching and Practice” (seit 2010). 32 2.5 Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement 2.5.1 Zielsetzung und Mitwirkende Der Forschungsschwerpunkt Wissensmanagement ist eine Institution, die an der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften angesiedelt ist und von der TH Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen anerkannt und unterstützt wird. Der Forschungsschwerpunkt hat das Ziel, Forschungsaktivitäten im Bereich Wissensmanagement zu unterstützen und durchzuführen. An der Forschungsstelle wirkten 2015die folgenden Personen mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Rolf Franken Wissensmanagement, Unternehmensführung Schmalenbach Institut [email protected] Udo Inden Wissensmanagement, BWL/General Management Lehrbeauftragter Schmalenbach Institut [email protected] Olivia Macolic Wissensmanagement, BWL/General Management Lehrbeauftragte Schmalenbach Institut [email protected] Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts sind nachfolgend dokumentiert. 2.5.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden im Berichtsjahr bearbeitet:  „ARUM – Adaptive Production Management“ Prof. Dr. Rolf Franken, Udo Inden, Olivia Macolic (alle TH Köln) / Projektpartner: EADS Deutschland GMBH (Deutschland), Airbus Operations‘ GmbH (Deutschland), Certicon A.S. (Tschechische Republik), Iacobucci HF (Italien), Modular Galley Systems GmbH (Deutschland), TIE Netherlands B.V. (Niederlande), SEC Smart Solutions (Russland), ALMENDE B.V. (Niederlande), P3 Ingenieurs SAS (Frankreich), The University of Manchester (England), Instituto Politécnico de Braganḉa (Portugal), Institute of Communication and Computer Systems (Griechenland), Ceske Vysoke Ugeni Technicke v Praze (Tschechische Republik), Fernuniversität Hagen (Deutschland) ARUM befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Planungsund Steuerungssysteme für die Fertigung sehr komplexer Produkte, insbesondere unter den Bedingungen komplexer Produktionsumgebungen und hoher Produktionsunsicherheit. Das Fallbeispiel für komplexe Produkte ist der Airbus A350 (Erstauslieferung im Dezember 2014) – und die Komplexität der Umgebung ergibt sich primär aus den Risiken des meist sehr hohen technologischen Innovationsumfangs, der von den Kunden, den Airlines, gefordert wird. Die Konsequenz sind häufige, kaum prognostizierbare und z. T. massive Produktionsstörungen. Im ARUM-Projekt entwickelte Managementtechnologien sollen den „R.E.A.L.- Prozess“ des Managements (Realise, Evaluate, Act, Learn) nicht nur beschleunigen, son- 33 dern auch qualitativ verbessern, d. h. vor allem, Handlungsoptionen bereitzustellen, die dem aktuellen Kontext entsprechen. Ein Problem ist die Beherrschung der Heterogenität und, in der Ramp-up-Phase, der Variabilität der Daten, die sich aus Anpassungen des Produktes, der Lieferantenstruktur oder der Prozessstrukturen ergeben kann. Das zweite Fallbeispiel wird von der Firma Iacobucci bereitgestellt, die Ausrüstungen für die Galley und die Kabine von Flugzeugen herstellt: Espressound Kaffeemaschinen, Trashcompactors, Induktionsöfen, Sitze für Business Jets, Catering-Trolleys. Der einfache Größenvergleich zwischen einem A350 (ca. 6 Millionen Teile) und z. B. einer Kaffeemaschine (ca. 600 Teile) führt in die Irre: Ein großer Teil der Komplexität resultiert bei IHF aus dem Parallelbetrieb von bis zu sieben, z. T. über die Ressourcennutzung von einander abhängigen Produktionslinien oder z. B. aus der geringen Kontrollmacht eines relativ kleinen Unternehmens gegenüber vielen Kunden und einigen Lieferanten. Außerdem sind die Hierarchien deutlich flacher und die Unterstützungssysteme wesentlich direkter mit den Management Workflows verbunden. Das ARUM Projekt wurde im November 2015 mit einer erfolgreich absolvierten „Final Review“ durch das Evaluatoren-Team der EU Kommission abgeschlossen. Die primären Ergebnisse des Projektes sind IT-Lösungen für die ereignisgenaue Planung und Steuerung komplexer Produktionssysteme, die nach den Vorgaben der Industriepartner Airbus Hamburg und Iacobucci HF (Italien) getestet und abgenommen wurden. Am Beispiel der Flugzeugproduktion (Airbus A350) sowie der Produktion von Geräten für die Ausstattung von Flugzeug-Galleys (Iacobucci HF, Italien) hat sich das Projekt auf die Entwicklung von Modellen sowie intelligenter Verfahren und IT-Werkzeuge für die strategische und taktische Planung sowie die echtzeitnahe Steuerung der Produktion und Produktionsanläufe (Ramp-up) komplexer und hoch individualisierter Produkte konzentriert. Diese Produktionsumgebungen implizieren Formen und Propagationen von Fehlern, die in der Massenproduktion nicht oder nur äußerst selten auftreten. Ein weiterer Schwerpunkt des Teams war die Koordination der Entwicklung der UserInterfaces, die das Design der Fabrik und der zu verarbeitenden Szenarien in einer für die Verwendung in anderen Anwendungsfällen hinreichend abstrakten Form instrumentieren (der sog. „Factory & Scenario Designer). Die dritte und weitreichendste Aufgabe des Teams war die Beratung und Unterstützung des Industriepartners Iacobucci|HF (Italien) u. a. bei der Spezifizierung der Anforderungen an ARUM Werkzeuge, der Modellierung der Industrieund der Managementprozesse, der frühen und effektiven Bereitstellung von Daten für die Softwareentwickler sowie für die Tests der Funktionalität und Anwendungsreife, die Entwicklung solcher Tests. Eine Querschnittsaufgabe war, das IHF Management bei der Analyse und Weiterentwicklung des Management Systems auf der Basis von ARUM-basierten Lösungen zu beraten und, weiterführend, in den Kontext der sich entwickelnden digitalen Wirtschaft/Industrie 4.0-Umgebung zu stellen. 34  „Führung 4D – Führung und Führungskompetenzen für die digitalisierte Arbeitswelt“ Beteiligung an einem Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Swetlana Franken (Fachhochschule Bielefeld) unter Mitwirkung von Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, OWL Maschinenbau e. V., DGFP e. V., it‘s OWL Management GmbH, IHK zu Bielefeld, CLAAS KGaA mbH, Schüco GmbH Digitalisierte Unternehmen der Zukunft (Industrie 4.0) erfordern flexible Organisationsstrukturen, dezentrale Entscheidungen, sich selbst organisierende Teams und Netzwerke, Integration sämtlicher Potenziale heterogener Belegschaften sowie Mut zum Experimentieren und Ausprobieren. Der Schlüssel dafür ist eine innovative Führung, die aus den digitalen Möglichkeiten und neuartigen Herausforderungen der Wirtschaft und Gesellschaft einen nachhaltigen Mehrwert für Menschen und Unternehmen schafft. Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht darin, ein innovatives, zukunftsträchtiges Führungsmodell für die digitalisierte Arbeitswelt, insbesondere Industrie 4.0 zu entwickeln, das in Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und Wissenschaft in ausgewählten Pilotunternehmen eingeführt und getestet und danach in die breite Masse von Unternehmen, insbesondere KMU, transferiert wird.  „Women Ressource 4.0 – Potenziale von qualifizierten Frauen, darunter auch mit Zuwanderungsgeschichte, für die Industrie 4.0“ Beteiligung an einem Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Swetlana Franken (Fachhochschule Bielefeld) unter Mitwirkung von Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, OWL Maschinenbau e.V., Regionalagentur OWL, it‘s OWL Management GmbH, IHK zu Bielefeld Um den digitalen Wandel und Industrie 4.0 in Deutschland zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu sichern, sind vor allem spezifische Wissensressourcen und Kompetenzen der Beschäftigten und Führungskräfte notwendig. In diesem Kontext entwickelt sich der zunehmende Fachkräftemangel zu einem Problemfaktor, da beträchtliche Engpässe vor allem in Maschinenund Fahrzeugtechnikberufen, im Bereich Mechatronik, Automatisierungsund Elektrotechnik sowie in der Informatik und Softwareentwicklung vorliegen (Bundesagentur für Arbeit 2015). Das Ziel des Projektvorhabens Women Ressource 4.0 ist es, Potenziale von qualifizierten Frauen, darunter auch mit Zuwanderungsgeschichte, für die Gestaltung des digitalen Wandels in der Wirtschaft und Wissenschaft besser zu erschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden vielfältige praktische Instrumente eingesetzt: Industrie 4.0-Schnuppertage; Workshop-Reihen für MINTStudentinnen und Young Professionals zur Qualifizierung für Digitalisierung/Industrie 4.0; Veranstaltungen zur Vernetzung von Studentinnen und Unternehmen/Führungskräften in innovativen Formaten; virtueller Lernraum zum Informationstransfer und Austausch zum Thema Industrie 4.0; Experteninterviews mit Studentinnen, MINT-Fachkräften, Führungskräften in Unternehmen und Organisationen; Kongresse und Publikationen zur Kommunikation von Ergebnissen. 35 >> Veröffentlichungen Folgende Arbeiten wurden im Berichtszeitraum veröffentlicht:  Rolf Franken (2015): Management in der digitalisierten Wirtschaft – Industrie 4.0 und ihre Folgen; in: Swetlana Franken (Hrsg.): Industrie 4.0 und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt, Aachen 2015, S. 62-92.  Rolf Franken, Swetlana Franken (2015): Management in der Industrie 4.0; in: Rüdiger H. Jung, Jürgen Bruck, Sabine Quarg (Hrsg.): Allgemeine Managementlehre. Lehrbuch für die angewandte Unternehmensund Personalführung. 5. Aufl. Berlin 2016 (im Erscheinen). >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern des Forschungsschwerpunkts im abgelaufenen Jahr gehalten:  Rolf Franken: Management in der Industrie 4.0. Wissen, Ideen, Innovationen: Industrie 4.0 und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt; Konferenz der FH Bielefeld, Bielefeld, 27. April 2015.  Rolf Franken: Arbeitsplätze für Betriebswirte 2025 – Anforderungen an die betriebswirtschaftliche Ausbildung für morgen; Forschungsforum der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der TH Köln, 21. Januar 2015, Köln.  Rolf Franken: Wandel und Auswirkungen durch die Digitalisierung auf Unternehmen; 3. Wirtschaftskonferenz OWL “Digitale Wertschöpfung”, Gütersloh, 28. August 2015.  Rolf Franken, Swetlana Franken: Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt und das Management; Wima 4.0, Stuttgart, 23.-24. Juni 2015.  Rolf Franken, Swetlana Franken: Arbeit und Lernen in der Smart Factory; Bitkom KnowTech 2015, Hanau, 28.-29. Oktober 2015. 36 2.6 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften 2.6.1 Forschungsprojekte Folgende weiteren Projekte wurden von Mitgliedern des Schmalenbach Instituts für Wirtschaftswissenschaften der TH Köln im Berichtsjahr bearbeitet:  „Nachhaltigkeitsberichterstattung in KMU (kleine u. mittlere Unternehmen)“ Prof. Dr. Ursula Binder (TH Köln) Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Controlling für KMU“ und in Form von Bachelorarbeiten unterstützen Studierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Parallel dazu werden die Qualitätskriterien für Nachhaltigkeitsberichte und für die Messung von Nachhaltigkeit erforscht und die Frage geklärt, inwieweit gute Nachhaltigkeitsberichte mit Fortschritten in der Nachhaltigkeit der Unternehmensführung korrespondieren (oder nicht).  „dre:RAUM“ Prof. Dr. Ursula Binder (TH Köln), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt, Fakultät für Architektur der TH Köln Interdisziplinäres, studentisches Projekt, das an der TH Köln durchgeführt wird und von mehreren Professor(inn)en mit Lehrveranstaltungen, Abschlussarbeiten und Projektarbeiten unterstützt wird. Initiator ist ein Masterstudent der erneuerbaren Energien, Christian Brosig. Es geht um die Schaffung eines nachhaltigen Raumes zum Wohnen, Leben und Lernen in Köln. Die Umsetzung erfolgt durch den Umbau einer alten Fabrikhalle im Bereich der Stadt Köln. Zu dem Namen „dre:RAUM“: Der vordere Teil des Namens setzt sich aus den Adjektiven dezentral und regenerativ zusammen und ergibt die Drehung, die symbolisch für das Schließen von Kreisläufen steht. Die bisherigen Akteure stammen aus den Fakultäten Architektur, Bauingenieurwesen, erneuerbare Energien und Wirtschaftswissenschaften. Weitere Fakultäten können dazu kommen. Im Wintersemester 2014/15 läuft bereits eine Lehrveranstaltung im Rahmen der erneuerbaren Energien, die diese Projektarbeit integriert. Im Sommersemester 2015 werden die Fakultät für Architektur und die Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften im Rahmen einer Lehrveranstaltung weitere Projektaufgaben für dieses Projekt anbieten.  „Arbeitgeberattraktivität bei Studierenden und Berufstätigen“ Prof. Dr. Christian Ernst (TH Köln) Die Attraktivität deutscher Unternehmen als Arbeitgeber ist in Zeiten des demographischen Wandels zu einem Wettbewerbsfaktor im Kampf um die besten Mitarbeiter/innen geworden. Im „War For Talents“ müssen sich vor allem mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber profilieren. Die empirische Untersuchung befragt Studierende und 37 Berufstätige nach ihren persönlichen Attraktivitätsmerkmalen, nach denen sie ihren Arbeitgeber aussuchen (werden). Dabei soll u. a. untersucht werden, inwieweit sich die Kriterien zwischen Studierenden und Berufstätigen unterscheiden und auf welche Basis ein modernes „Employer Branding“ gestellt werden muss. Die empirischen Ergebnisse werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 vorgestellt. Das zugrundeliegende „Employer Branding“-Modell wurde bereits veröffentlicht.  „Die Zufriedenheit von Auszubildenden in Deutschland“ Prof. Dr. Christian Ernst (TH Köln) Die praxisorientierte duale Berufsausbildung Deutschlands ist im internationalen Maßstab führend. Zahlreiche Länder beneiden unser Land um diese Ausbildungsqualität und versuchen, diese zu kopieren. Der Ausbildungsmarkt ist allerdings in den letzten Jahren von einem Anbieterzu einem Nachfragermarkt geworden. Gute Schulabgänger können sich ihre Ausbildungsunternehmen aussuchen. Die Ausbildungsqualität ist deshalb heute von hochgradiger Bedeutung für die Bindung der zukünftigen Fachkräfte. Dabei muss es Unternehmen gelingen, die Ausbildung so zu gestalten, dass die Auszubildenden selbst zufrieden sind und auch langfristig im Unternehmen verbleiben wollen. Die empirische Studie untersucht zentrale Zufriedenheitskriterien aus der Sicht der Auszubildenden. Dabei sollen auch Defizitbereiche der dualen Berufsbildung in den Betrieben und Berufsschulen – nach Branche und Unternehmensgröße – eruiert werden. Erste Ergebnisse der Studie wurden in einem Interview der Zeitschrift „Personalwirtschaft“ im Mai 2015 veröffentlicht. Im Laufe des Jahres 2016 wird der Abschlussbericht des Projektes vorgestellt. An der Befragung beteiligt waren ca. 1.600 Auszubildende.  „Mitarbeiterzufriedenheit in Profitund Nonprofitunternehmen“ Prof. Dr. Christian Ernst (TH Köln) Die demographische Entwicklung und der vielfach und teils kontrovers diskutierte Fachkräftemangel sind nach wie vor Gegenstand der wirtschaftspolitischen Debatte. Auch Personalchefs betonen, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt, vor allem in Technikund Gesundheitsberufen, vom Angebotszum „Nachfragermarkt“ entwickelt, wobei die Arbeitnehmer als Nachfrager eine zunehmende Entscheidungsund Verhandlungsmacht auf dem Arbeitsmarkt besitzen. Das bedeutet zugleich, dass sich Unternehmen nicht nur damit beschäftigen, wie man leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter/innen gewinnt, sondern auch damit, wie sie ihre besten Fachund Führungskräfte längerfristig an das Unternehmen binden können. Die zentrale Frage des Retention-Managements (Bindung von Arbeitnehmer/innen) lautet daher, wie ein Unternehmen längerfristig für seine Belegschaft ein attraktiver Arbeitgeber sein kann. Die Langzeitstudie basiert auf der Auswertung von Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit – mit insgesamt rund 5.000 Befragten aus mittelständischen Profitund Nonprofitunternehmen. Was ist Menschen im Beruf besonders wichtig und stellt damit eine virulente Quelle des Retention-Managements dar? Die Langzeituntersuchung gibt Aufschluss darüber. Teilnehmer der Befragungen waren vor allem Fachkräfte in kaufmännischen und technischen Berufen der deutschen Wirtschaft sowie im Sozialund Gesundheitswesen. Am 30. März 2015 veröffentlichte die TH Köln dazu ei- 38 ne Pressemitteilung, die zu zahlreichen Veröffentlichungen in Printund Onlinemedien führte.  „Entwicklung eines Lebensphasenmodells“ Prof. Dr. Christian Ernst (TH Köln) In der psychologisch ausgerichteten Studie werden die maßgeblichen Problembereiche, aber auch „Energiequellen“ verschiedener Lebensphasen untersucht. Ziel der über mehrere Jahre angelegten Studie ist die Konzeption eines empirisch fundierten Phasenmodells, das auch aktuelle wirtschaftsund sozialpolitische Entwicklungen in Deutschland reflektiert. Zunächst wurde dafür ein operationales Modell entwickelt und ein Fragebogen entworfen. In einer ersten empirischen Phase beteiligten sich bereits rund 2.000 Menschen zwischen 16 und 80 Jahren an der Studie. Eine Teilnahme an der anonymen Befragung dauert lediglich 5 Min. und ist unter dem folgenden Link möglich: https://ww2.unipark.de/uc/LPM2016/.  „Wirtschaftskompetenz für mehr Effektivität und Effizienz in China“ 2 Prof. Dr. Erich Hölter (TH Köln), Prof. Dr. Frank Gogoll (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen), EB Cert GmbH, Köln, RKWC GmbH, Aachen/Peking Ziele des Verbundprojektes sind die Entwicklung, der Aufbau sowie die nachhaltige Implementierung und Verwertung eines international anerkannten Angebots der Weiterbildung zur Förderung von Wirtschaftskompetenz in China unter Maßgabe der Etablierung eines dauerhaften, sich selbst tragenden Bildungskonzeptes. Das Teilvorhaben der TH Köln konzentriert sich auf die Entwicklung, wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Zertifikatskurses „Betriebswirtschaftslehre“ mit entsprechenden Zertifikatsprüfungen, der Lehrund Lernunterlagen sowie des E-Learning-Angebotes und zielt darauf ab, das Bildungsangebot wissenschaftlich fundiert und nachhaltig in China zu etablieren.  „Analyse und Bewertung von Add-ins zu Tabellenkalkulationsprogrammen“ Prof. Dr. Marc Kastner (TH Köln) Die Angebote auf dem Markt der Softwaretools zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Entscheidungsproblemen sind sehr vielfältig und unübersichtlich. Insbesondere existiert eine Vielzahl von kommerziellen und nichtkommerziellen Add-ins, die in vorhandene Tabellenkalkulationsprogramme wie z. B. Microsoft Excel integriert werden können. Die Tools unterscheiden sich vor allem in ihrem Anwendungsbezug und sollen deshalb auf Leistungsfähigkeit und Eignung für den Einsatz zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Entscheidungsproblemen untersucht und kategorisiert werden. Forschungsgegenstand ist die Auswertung der relevanten Fachliteratur, insbesondere von Marktanalysen und empirischen Studien zu den relevanten Excel-Add-ins sowie die Durchführung von Softwaretests. 2 Dieses Projekt wird insbesondere von Prof. Dr. Erich Hölter getragen. Prof. Dr. Frank Gogoll ist zusätzlich Mitglied der Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen. Dieses Projekt ist daher ebenfalls aufgeführt in Kapitel 2.2: Forschungsstelle Management – Markt – Institutionen. 39  „Entwicklung eines Lehrbuches mit Online-Lernumgebung zur Statistik in der Reihe ‚Kiehl Wirtschaftsstudium‘“ Prof. Dr. Marc Kastner (TH Köln) Forschungsgegenstand war die Auswertung der relevanten Fachliteratur zur Statistik, um darauf aufbauend ein Lehrbuch zur deskriptiven und induktiven Statistik zu entwickeln. Hiermit soll den Studierenden das Vertiefen der Vorlesungsinhalte und die Vorbereitung auf die Modulprüfung erleichtert werden. Der Aufbau des Lehrbuches lehnt sich an die Vorgehensweise der Lehrveranstaltung an. Die statistischen Methoden und Formeln werden praxisnah vermittelt und durch zahlreiche Beispiele erläutert. Begleitend zum Lehrbuch wurde ein passgenauer Online-Bereich mit Aufgaben und Lösungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen entwickelt. Damit können die Studierenden die Lerninhalte noch weiter verinnerlichen und sich optimal auf die Prüfung vorbereiten. Zudem steht Dozenten auf der Website des Verlags zu diesem Titel ein kompletter Foliensatz zur Verfügung.  „Kommentierung Mietund Pachtrecht“ Prof. Dr. Friedrich Klein-Blenkers (TH Köln) Dritte Auflage der Kommentierung von Allgemeinem Mietrecht, Gewerberaummietrecht, Pachtrecht, Landpachtrecht und Unternehmenspachtrecht für den AnwaltKommentar BGB.  „Lehrbuch Rechtsformwahl“ Prof. Dr. Friedrich Klein-Blenkers (TH Köln) Zweite völlig überarbeitete Auflage des Lehrbuchs zur Rechtsformwahl.  „E-Government Prof. Dr. Ursula Ley (TH Köln) Die Finanzverwaltung tritt in das Zeitalter des E-Government ein. Begonnen hat dies mit der elektronischen Übersendung der Umsatzsteuervoranmeldungen, der Lohnsteuervoranmeldungen. Sukzessiv werden weitere Steuererklärungen einbezogen. Es folgt eine elektronische Erteilung der Steuerbescheide. Das gesamte Besteuerungsverfahren befindet sich damit vor einem Quantensprung. Die beabsichtigten Neuerungen beeinflussen die Kommunikation zwischen Steuerpflichtigem/Berater und der Finanzverwaltung einerseits sowie dem steuerlichen Berater und dem Mandanten andererseits. Im Zuge dieser Umstellung ist das Steuerverfahrensrecht den geänderten Verhältnissen anzupassen und die Risikoverteilung zwischen Finanzverwaltung und Steuerpflichtigem/Beratern neu zu justieren. Die erforderlichen Anpassungen sollen mit dem Gesetz zur Modernisierung des Steuerverfahrensrechts vorgenommen werden. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll der gesamte Prozess des Übergangs zum E-Government auf Beraterund Finanzverwaltungsseite kritisch begleitet werden.  „E-Bilanz“ Prof. Dr. Ursula Ley (TH Köln) Eine Facette des E-Government stellt die E-Bilanz dar, die bereits für die nach dem 31.12.2012 beginnenden Wirtschaftsjahre verbindlich bei der Finanzverwaltung einzu- 46 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Alexandra Pitscheider (B.A.) Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsschwerpunkt Rückversicherung alexandra.pitscheider @th-koeln.de Brigitte Schumann-Kemp (M.Sc.) Mitarbeiterin Forschungsschwerpunkt Rückversicherung brigitte.schumannkem[email protected] Die Finanzierung des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung (Personalkosten der wissenschaftlichen Mitarbeiter, Literatur, Reisekosten, Sachmittel, etc.) erfolgt vollständig aus den vom Förderkreis Rückversicherung zur Verfügung gestellten Drittmitteln. In dem Förderkreis wirken derzeit insgesamt 84 Rückversicherer bzw. rückversicherungsorientierte Unternehmen mit. Zudem werden das Kölner Rückversicherungs-Symposium (teilweise), die Jahrestagung des Förderkreises sowie die Exkursionen durch die eingeworbenen Drittmittel finanziert. Die Forschungsstelle Rückversicherung ist Mitglied im IIS-Forschungsnetzwerk (International Insurance Society). Die Forschungsaktivitäten des Forschungsschwerpunkts Rückversicherung sind nachfolgend dokumentiert. 3.1.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Folgende Projekte wurden bzw. werden in dem Forschungsschwerpunkt Rückversicherung bearbeitet:  Prof. Stefan Materne Prof. Stefan Materne beschäftigte sich mit den Auswirkungen der gegenwärtigen massiven Risikotransfer-Überkapazität – resultierend aus der (fast) unlimitierten Liquidität bei Nullzinsniveau infolge des Quantitative Easings der Notenbanken – auf das Geschäftsmodell der Rückversicherer und dessen notwendigen Anpassungen.  Manuel Dietmann und Sebastian Hoos Manuel Dietmann und Sebastian Hoos analysierten die rückversicherungsrelevanten Bilanzpositionen unter HGB und Solvency II. Zentraler Aspekt des Projekts war die Darstellung der wesentlichen Bewertungsunterschiede.  Manuel Dietmann Manuel Dietmann setzte sich im Rahmen von Solvency II mit den zusätzlichen Anforderungen an die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen zum Zwecke der Finanzstabilität (Säule 3) auseinander. Dabei wurden die Berichtsinhalte, die zum Bericht verpflichteten Unternehmen und daraus resultierende Konsequenzen für die betroffenen Versicherungsunternehmen dargestellt. 47  Sebastian Hoos Sebastian Hoos analysierte den langfristigen Verlauf und die Bewertung des deutschen Leitungswassergeschäfts aus der Sicht eines (proportionalen) Rückversicherers. Hierzu wurden die Risikostatistiken des GDV und Verbands öffentlicher Versicherer differenziert ausgewertet, um die Entwicklung der Bruttoergebnisse darzulegen.  Robert Joniec, Prof. Stefan Materne und Andreas Völker Das gemeinsame Projekt von Robert Joniec, Prof. Stefan Materne und Andreas Völker (Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt) umfasste das Thema „Substitution eines traditionellen Rückversicherungsprogramms von Naturgefahrrisiken durch innovative Lösungen“. Insbesondere wurden die Möglichkeiten sowie die Vorund Nachteile der Verbriefung von Versicherungsrisiken speziell in den eigenen Investorenkreis untersucht.  Lucas Kaiser Lucas Kaiser befasste sich mit dem Thema Rating-Bewertung speziell von Rückversicherungsunternehmen.  Kai-Olaf Knocks Kai-Olaf Knocks beschäftigte sich mit dem Risiko unbemannter Fluggeräte in der Haftpflichtversicherung und den damit verbundenen Herausforderungen für die (Rück-) Versicherungswirtschaft.  Jan Thorben Marquardt, Prof. Materne und Tobias Müller Jan Thorben Marquardt, Prof. Materne und Tobias Müller (Müller Unternehmensberatung) konzipierten gemeinsam eine spezifische Rückversicherungsvertragsform („Solvenzquote“), die unter Solvency II eine optimierte SCR-Entlastung für den Zedenten bewirkt.  Fabian Pütz Fabian Pütz untersuchte die Auswirkungen der Weichmarktphase im Rückversicherungszyklus auf die Definition der Ereignisklausel in Rückversicherungsverträgen.  Lihong Wang Lihong Wang has been working on a research project on the Employer’s Liability (EL) Insurance in China. This project concentrated on the background and the recent development of this line of business. Die geplanten Veröffentlichungen zu den einzelnen Forschungsthemen sowie die für das nächste Jahr geplanten Forschungsprojekte sind im letzten Abschnitt aufgelistet. 48 >> Veröffentlichungen Der Forschungsschwerpunkt Rückversicherung veröffentlichte im Berichtszeitraum folgende Publikationen:  Sebastian Hoos (2015): Das Geschäftsmodell der Rückversicherer – den Herausforderungen gewachsen?; Bericht zum 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium vom 12. Mai 2015; in: Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV), Nr. 11/2015, S. 342-343.  Sebastian Hoos (2015): Das Geschäftsmodell der Rückversicherer – den Herausforderungen gewachsen?; Bericht zum 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium vom 12. Mai 2015; in: Versicherungspraxis (VP), Nr. 7/2015, S. 34.  Kai-Olaf Knocks, Stefan Materne (2015): Risiko Drohnen: Unbemannte Fluggeräte in der Haftpflichtversicherung; Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) 18/2015, S. 587-590.  Stefan Materne, Thomas Seemayer (2015): Rückversicherung; in: Halm/Engelbrecht/ Krahe (Hrsg.): Handbuch des Fachanwalts Versicherungsrecht, 5. Auflage, Köln, 2015, S. 2359-2399.  Stefan Materne (2015): Rückversicherer vor substantiellen Fragen: Hurrikane nicht das Thema; Versicherungswirtschaft-Heute, Tagesreport vom 12. Mai 2015.  Stefan Materne (2015): Im Bereich der Rückversicherung gibt es keinen Kopierschutz; in: Versicherungswirtschaft (VW), Nr. 9/2015, S. 18-19.  Fabian Pütz (2015): Die Bedeutung der Ereignisdefinition im Underwritingprozess des Rückversicherers; Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) 21/2015, S. 711-712.  Lihong Wang (2015): Competitive Market – Employer’s Liability Business in China; Versicherungswirtschaft (VW) 11/2015, S. 40-42. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von Mitgliedern des Forschungsschwerpunkts im Berichtszeitraum gehalten:  Manuel Dietmann: Rückversicherung in der Solvenzbilanz; Vortrag im Rahmen der Researchers’ Corner, 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Sebastian Hoos: Vereinfachter NatCat Modellierungsansatz für Kraftfahrt Kasko; Vortrag im Rahmen der Researchers’ Corner, 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Kai-Olaf Knocks: Drohnen drohen… – das Risiko unbemannter Fluggeräte in der Haftpflichtversicherung; Vortrag im Rahmen der Researchers’ Corner, 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Stefan Materne: Rechtliche Grundlagen und Praxisprobleme in der Rückversicherung; FU Berlin, Lehrstuhl Prof. C. Armbrüster für Bürgerliches Recht, Handelsund Gesell- 49 schaftsrecht, Privatversicherungsrecht und Internationales Privatrecht, 24. November 2015, Berlin.  Stefan Materne: Geschäftsmodell der Rückversicherer im Wandel; Beltios Forum 2015, 12. November 2015, Köln.  Stefan Materne: Das Geschäftsmodell der Rückversicherer – den Herausforderungen gewachsen?; 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium, 12. Mai 2015, Köln.  Stefan Materne: Trends und Perspektiven in der Rückversicherung; VVB Fachkreistagung HUK/Rück/Sach, 8. Mai 2015, München.  Stefan Materne: Wertbeitrag von Industrieversicherungen; Symposium der Hamburger Gesellschaft zur Förderung des Versicherungswesens (HGFV), 27. Januar 2015, Hamburg.  Ulrich Müller, Stefan Materne: Beurteilung des Rückversicherungsmarktes aus Zedentensicht; 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Andreas Schwepcke, Stefan Materne: Schiedsgerichtsverfahren in traditioneller Rückversicherung und alternativem Risikotransfer; 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Lihong Wang: Employer’s Liability Insurance in China; Vortrag im Rahmen der Researchers’ Corner, 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung, 26. Juni 2015, Niederkassel Uckendorf.  Stefan Wintels, Stefan Materne: Die Attraktivität der (Rück-) Versicherungsbranche aus Investorensicht und die Trends in der Kapitalanlage; 12. Kölner RückversicherungsSymposium, 12. Mai 2015, Köln. 3.1.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr vom Forschungsschwerpunkt Rückversicherung durchgeführt:  12. Kölner Rückversicherungs-Symposium Am 12. Mai 2015 fand das 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium zum Thema „Das Geschäftsmodell der Rückversicherer – den Herausforderungen gewachsen?“ statt. Prof. Stefan Materne beleuchtete in seinem Einführungsvortrag die verschiedenen Facetten des Themas. Das erste Panel wurde von Dr. Marc Surminski (Chefredakteur, Zeitschrift für Versicherungswesen) geleitet. Folgende Diskutanten haben teilgenommen: > Pina Albo (Vorstand, Munich RE) und > Dirk Lohmann (CEO, Secquaero Advisors). 50 Ein Interview wurde von Prof. Dr. Materne mit Stefan Wintels (Vorstandsvorsitzender, Citigroup Global Markets Deutschland) durchgeführt. Die zweite Diskussionsrunde leitete Herbert Fromme (Süddeutsche Zeitung). Das Panel war mit folgenden Vertretern aus der Erstund Rückversicherungswirtschaft besetzt: > Pina Albo (Vorstand, Munich RE), > Tom Bolt (Director Performance Management, Lloyd’s), > Joe Brandon (Executive Vice President, Alleghany Corporation), > Gunther Saacke (CEO, Qatar Re) und > Dirk Spenner (Managing Director N/E/C, Willis Re). Inhalte und Thesen des 12. Kölner Rückversicherungs-Symposiums werden in einem separaten Jahresbericht vertieft behandelt.  8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung Am 26. Juni 2015 fand die 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung des Instituts für Versicherungswesen der TH Köln im Hotel Clostermanns Hof in NiederkasselUckendorf statt. Prof. Stefan Materne informierte über den Forschungsschwerpunkt Rückversicherung und führte Interviews mit Ulrich Müller (Bereichsleiter Rückversicherung bei der Versicherungskammer Bayern) über die vergangene Erneuerung von NatCat-Geschäft in dem weichen Markt und den Einkauf von Rückversicherung unter Berücksichtigung eines Gruppenselbstbehaltes sowie mit Dr. Andreas Schwepcke (Geschäftsführer Arias Europe) zur Zukunft von Schiedsgerichtsverfahren in der Rückversicherungswirtschaft durch. In der Researchers‘ Corner als zusätzlichem Themenschwerpunkt der Jahrestagung wurden folgende Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Forschungsstelle in Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion dargestellt. Referenten waren: > Lihong Wang (R+V Rück): Employer’s Liability Insurance in China, > Kai-Olaf Knocks (Scor): Drohnen drohen… – das Risiko unbemannter Fluggeräte in der Haftpflichtversicherung, > Manuel Dietmann (KPMG): Rückversicherung in der Solvenzbilanz, > Sebastian Hoos (Deutsche Rück): Vereinfachter NatCat Modellierungsansatz für Kraftfahrt Kasko. Inhalte und Thesen der 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung werden in einem separaten Jahresbericht vertieft behandelt. 51 3.1.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben  Ausblick auf zukünftige Vorhaben Auch im kommenden Jahr wieder wird der Forschungsschwerpunkt Rückversicherung das 13. Kölner Rückversicherungs-Symposium (31. Mai 2016) sowie die 9. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung (8. Juli 2016) ausrichten. Zusätzlich sollen im kommenden Jahr die folgenden Projekte bearbeitet und publiziert werden: > Manuel Dietmann: Berichterstattung unter Solvency II - Analyse der QRTs für die Rückversicherung; > Sebastian Hoos: Bewertung des deutschen Leitungswassergeschäfts aus der Sicht eines (proportionalen) Rückversicherers; > Lucas Kaiser: Solvenzbonds; > Fabian Lassen: Chancen und Risiken von Offshore Windparks für Rückversicherung; > Stefan Materne, Matthias Engling, Fabian Pütz: Die Bedeutung der Ereignisdefinition im Underwritingprozess des Rückversicherers; > Stefan Materne, Frederik Gerhards: Pricing von stand-alone Terror-Rückversicherungsverträgen; > Stefan Materne (Hrsg.): Jahresbericht zum 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium und zur 8. Jahrestagung des Förderkreises Rückversicherung. > Fabian Pütz: ReTakaful; > Lihong Wang: Chinese Economic Issues and Its Impact on Insurance/Reinsurance Markets. 52 3.2 Forschungsstelle Versicherungsrecht 3.2.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle für Versicherungsrecht wurde 2010 gegründet, um die Forschungsaktivitäten des Instituts für Versicherungswesen im Hinblick auf juristische Fragestellungen zu bündeln. An der Forschungsstelle Versicherungsrecht wirken folgende Professoren des Instituts für Versicherungswesen der TH Köln mit: Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Karl Maier Leitung für die Bereiche Kraftfahrt-, Unfall, Rechtschutzversicherung und Versicherungsrecht Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Jochen Axer Leitung für den Bereich betriebliche Steuerlehre Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. DirkCarsten Günther Leitung für die Bereiche Sachversicherung, Betriebsunterbrechungsversicherung und Versicherungsrecht Institut für Versicherungswesen Dirk-carsten.guenther @th-koeln.de Prof. Dr. Peter Schimikowski Leitung für die Bereiche Haftpflichtversicherung und Versicherungsrecht Institut für Versicherungswesen peter.schimikowski @th-koeln.de Weitere Informationen zur Forschungsstelle Versicherungsrecht finden sich auf der Homepage unter www.f04.th-koeln.de/fakultaet/institute/ivw/informationen/fs_versicherungsrecht. Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 3.2.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Veröffentlichungen Die Mitglieder der Forschungsstelle Versicherungsrecht veröffentlichten im Berichtszeitraum folgende Publikationen:  Jochen Axer, Christos Mantas (2015): Die Möglichkeit der Selbstanzeige – zukünftig nur noch Vergangenheit?; in: Hoffmann/Schlüter/Langenhorst (Hrsg.): Mittelstandsjahrbuch 2015/2016, S. 175-206.  Dirk-Carsten Günther (2015): Der Regress des Sachversicherers; 6. Auflage, Verlag Versicherungswirtschaft, Karlsruhe, 2015. 53  Dirk-Carsten Günther (2015): Beitrag zur Abgrenzung eines Raubes vom Trickdiebstahl in der Hausratversicherung; in: VersR 2015, S. 750 f.  Dirk-Carsten Günther (2015): Erster oder letzter Tropfen – Nässeschaden als andauernder Versicherungsfall; in: juris-PR-VersR 11 / 2015, Anmerkung 1.  Dirk-Carsten Günther (2015): Kommentierung der Elementarschadenversicherung; in: Langheid/Wandt: Münchner Kommentar zum VVG. 2. Auflage, Band 1, München, 2016.  Karl Maier (2015): Die neue Rechtsprechung des BGH zum Eintritt des Versicherungsfalls in der Rechtsschutzversicherung; in: r+s 2015, S. 489.  Karl Maier (2015): Kein Versicherungsschutz bei der Beförderung beschädigter Sachen; Anmerkung zu LG Dessau – Roßlau, in: r+s 2015, S. 126.  Karl Maier (2015): Kein Gesamtschuldnerausgleich zwischen Zugmaschine und abgekoppeltem Anhänger; Anmerkung zu AG Altena, in: r+s 2015, S. 128.  Karl Maier (2015): Relative Fahruntüchtigkeit in der Kaskound in der Kfz Haftpflichtversicherung; Anmerkung zu OLG Saarbrücken, in: r+s 2015, S. 340.  Karl Maier (2015): „Zwangsmediation“ in der Rechtsschutzversicherung; Anmerkung zu OLG Frankfurt, in: r+s 2015, S. 351.  Heiko Klaus Medert, Jochen Axer, Birgit Voß (2015): Kommentar zum Versicherungssteuergesetz; 1. Auflage, Verlag Versicherungswirtschaft, 2015.  Peter Schimikowski (2015): Die neuen Musterbedingungen für die Privathaftpflichtversicherung; in: r+s 2015, S. 373-377.  Peter Schimikowski, Rüffer, Halbach(2015): VVG – Handkommentar; 3. Auflage, 2015.  Peter Schimikowski (2015): Garantieversicherungen beim Gebrauchtwagenkauf: Verhüllte Obliegenheiten sind unwirksam; in: jurisPR-VersR 9 / 2015, Anmerkung 4.  Peter Schimikowski (2015): Anforderungen an Fragen in Textform i. S. d. § 19 Abs. 1 S. 1 VVG und an die Belehrung gem. § 19 Abs. 4 VVG; in: jurisPR-VersR 6 / 2015, Anmerkung 4.  Peter Schimikowski (2015): Zurechnung des Maklerverhaltens bei Anfechtung des Krankenversicherungsvertrags wegen arglistiger Täuschung; in: jurisPR-VersR 8 / 2015 Anmerkung 5.  Peter Schimikowski (2015): Sachund Vermögensschäden – Anm. zu OLG Köln Urt. v. 14.2.2012 – 9 U 116/11; in: r+s 2015, S. 192.  Bernd Späte, Peter Schimikowski (2015): Haftpflichtversicherung; 2. Auflage, 2015. 54 >> Vorträge Folgende Vorträge wurden von den Mitgliedern der Forschungsstelle Versicherungsrecht im abgelaufenen Jahr gehalten:  Dirk-Carsten Günther: Smart home – rechtliches Neuland?; Schadenforum 2015 der MunichRe, 6. Mai 2015, Schloss Hohenkammer.  Dirk-Carsten Günther: Smart Home und Sachversicherung; Forschungsforum der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der TH Köln, 25. Juni 2015, Köln.  Dirk-Carsten Günther: Die Rechtsprechung in der Sachversicherung zu „Dubiosschäden“; MWV (Münchner Seminare für Wirtschaftsund Versicherungsrecht), 11. Mai 2015, Köln.  Dirk-Carsten Günther: Moderation des Symposiums zum „Regress in der Schadenversicherung“; VersicherungsForum zu „Aktuellen Rechtsund Regulierungsfragen in der Sachversicherung“, 23. November 2015.  Dirk-Carsten Günther: Wider die Furcht vor Datenschutz bei der Betrugsbekämpfung; MCC-Schadenforum, 17. November 2015, Köln. 3.2.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr von der Forschungsstelle Versicherungsrecht durchgeführt:  11. Diskussionsforum Versicherungsrecht Das 11. Diskussionsforum der Forschungsstelle Versicherungsrecht fand am 10. April 2015 mit folgenden Vorträgen zu aktuellen versicherungsrechtlichen Themen statt: > Dr. Thomas Schneider (Richter am LG Saarbrücken): Zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge: Information, Beratung und Belehrung im Versicherungsvertragsrecht; > Dr. von Rintelen (Rechtsanwalt Hamburg): Abgrenzung des reinen Leistungsmangels vom Sachschaden in den technischen Versicherungen.  12. Diskussionsforum Versicherungsrecht Am 22. Oktober 2015 fand das 12. Diskussionsforum der Forschungsstelle Versicherungsrecht mit folgenden Vorträgen zu aktuellen versicherungsrechtlichen Themen statt: > Roland Wendt (Richter BGH i. R. IV. Zivilsenat, Karlsruhe): Versicherungsschutz im Schadenfall - Höchstrichterliches, Ausgewähltes aus der aktuellen Wundertüte mit AKB, AUB und AHB; > Priv.-Doz. Dr. Dominik Klimke (Freie Universität Berlin): Rechtliche Probleme des autonomen Fahrens. > Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther (Institut für Versicherungswesen, TH Köln): Das Smart Home in Sachund Haftpflichtversicherung. 55 3.2.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben  Masterstudiengang Versicherungsrecht Die Forschungsstelle Versicherungsrecht hat in einer Kooperation zwischen dem ivwKöln mit der Universität Limerick den Masterstudiengang Versicherungsrecht erfolgreich zum Sommersemester 2015 gestartet. Der Studiengang richtet sich an Studierende, die am ivwKöln oder an einer anderen Hochschule einen Bachelor-Abschluss erworben und Interesse an rechtlichen Fragestellungen haben. Voraussetzung ist eine einjährige Berufserfahrung und ein Notendurchschnitt von 2,5. Angesprochen werden sollen aber auch in der Versicherungswirtschaft tätige Juristen und Rechtsanwälte, die mit versicherungsrechtlichen Fragestellungen befasst sind. Der dreisemestrige Master-Studiengang schließt mit dem Master of Laws (LL.M.) in Versicherungsrecht ab. Gleichzeitig erwerben die Absolventinnen und Absolventen die theoretischen Kenntnisse des „Fachanwalts für Versicherungsrecht“. Mit einem Modul an der University of Limerick besteht der Studiengang aus insgesamt zehn Modulen plus Master-Thesis. Drei dreitägige und zwei zweitägige Blockveranstaltungen pro Semester und werden durch Online-Phasen ergänzt.  Geplante Veranstaltungen Auch im nächsten Jahr plant die Forschungsstelle Versicherungsrecht wieder zwei Diskussionsforen zu aktuellen Themen im Frühjahr und im Herbst. 3.3 Forschungsstelle aktuarielles Risikomanagement (FaRis) 3.3.1 Zielsetzung und Mitwirkende Die Forschungsstelle aktuarielles Risikomanagement (FaRis) wurde mit der Intention gegründet, eine verbesserte Koordination der Forschungsaktivitäten der Kolleginnen und Kollegen, die sich mit aktuariellen Fragen und Aspekten des Risikomanagements beschäftigen, und eine Verbesserung der Außenwahrnehmung zu erreichen. FaRis ist dabei eindeutig anwendungsorientiert. Insofern ist es eine wesentliche Zielsetzung der Forschungsstelle, Kontakte zur Versicherungspraxis zu vertiefen, anwendungsorientierte Forschungsprojekte mit Hilfe der Praxis zu initiieren und insbesondere interessierte Experten in die Arbeit einzubeziehen. FaRis dient auch dem beidseitigen Wissenstransfer von Hochschule und Wirtschaft. Weitere Informationen zu FaRis finden sich auf der ivwKöln Webseite (www.ivw-koeln.de) unter Forschung / Forschungsstelle FaRis. An der Forschungsstelle arbeiten alle Professorinnen und Professoren mit, die sich aktiv mit aktuariellen Themen und Fragestellungen zum Risikomanagement auseinandersetzen; dies bezieht nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Versicherungswesen mit ein, sondern ausdrücklich auch alle interessierten Kolleginnen und Kollegen anderer Institute. 62 Name Funktion / Schwerpunkt Institut / Unternehmen Kontakt Prof. Dr. Michaele Völler Leitung der Forschungsstelle, Versicherungsmarketing, Digitalisierung, insbesondere Social Media, Kundenverhalten, CRM. Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Horst MüllerPeters Leitung der Forschungsstelle, Kundenverhalten, Marketing, Marktforschung, CRM, Behavioral Insurance. Institut für Versicherungswesen horst.mueller-peters@ th-koeln.de Prof. Dr. Rolf Arnold Personal, Vertrieb. Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Gabriele Zimmermann Führung, Organisationsentwicklung, Vertrieb. Institut für Versicherungswesen gabriele.zimmermann @th-koeln.de Jürgen Schulz Maklermarkt. Lehrbeauftragter juergen.schulz-koeln @t-online.de Prof. Dr. Detlef Rüdiger Volkswirtschaftslehre, Krankenversicherung. Institut für Versicherungswesen [email protected] Prof. Dr. Horst Grundhöfer Versicherungsmarketing. Institut für Versicherungswesen [email protected] Weitere Informationen zur Forschungsstelle Versicherungsmarkt finden sich auf der Homepage unter https://www.th-koeln.de/wirtschafts-und-rechtswissenschaften/forschungsstelleversicherungsmarkt_18881.php. Die Forschungsaktivitäten der Forschungsstelle für das Berichtsjahr sind nachfolgend dokumentiert. 3.4.2 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge >> Projekte Im aktuellen Jahr wurden im Rahmen der Forschungsarbeit folgende Forschungsschwerpunkte gesetzt:  Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft,  Innovation im Versicherungsmarkt,  Einfluss sozialer Medien,  Konsumentenverhalten, Versicherungspsychologie, Behavioral Insurance,  Versicherungsbetrug,  Frauen im Versicherungsvertrieb,  Change Management in Versicherungsunternehmen sowie  Absolventinnen des integrierten Studiums - Langzeitstudie des beruflichen Werdegangs. Zu diesen Themen trägt die Forschungsstelle durch regelmäßige Projekte, Publikationen und Veranstaltungen zur laufenden Forschung bei und betreibt entsprechende Fallstudien. 63 Im Rahmen der forschungsorientierten Projektarbeiten Marketing ("PAM") und Projektarbeiten Master ("PAMA") wurden die folgenden Projekte durchgeführt:  Fallstudien: PAM – ProjektArbeit Marketing > Bedeutung mobiler Geräte in der Customer Journey von Versicherungskunden. > Digitalisierung der Schadenmeldung. > Entwicklung eines Kommunikationskonzepts für situative Versicherungen. > Facebook als relevanter Touchpoint für Vermittler? > Leadmanagement im Branchenvergleich. > Möglichkeiten und Bedeutung von Online-Empfehlungen und –Bewertungen in der Assekuranz. > Multikanalmanagement für junge Leute (U31). > Online-Beratung in der Krankenversicherung. > Sensibilisierung (extrem) junger Leute für das Thema Versicherungen.  Fallstudien: PAMA - ProjektArbeit MAster > Entwicklung einer Competence Site „Behavioural Insurance“. > Gift CRM. > HR-Marketing von Versicherern für die Generation Y. > Optimierte Verzahnung der Onlineund Offline-Vertriebskanäle im K-Herbst. > Pay how you drive-Versicherung. >> Veröffentlichungen Folgende Veröffentlichungen wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsmarkt erstellt:  Horst Müller-Peters, Vanessa Koeneke, Detlef Fetchenhauer: Versicherungsbetrug verstehen und verhindern; Verlag Springer Gabler, 2015.  Horst Müller-Peters (Hrsg.): Studentische Unternehmensberatung; Themendossier, www.consulting.de, November 2015.  Horst Müller-Peters, Michaele Völler: Chance Innovation? Wie viel Neuerung braucht der Versicherungsmarkt?; in: Zimmermann, Gabriele (Hrsg.): Change Management in Versicherungsunternehmen – Die Zukunft der Assekuranz erfolgreich gestalten, Springer Gabler Verlag, Wiesbaden 2015, S. 315-333.  Horst Müller-Peters (Hrsg.): Mit Technik in die Zukunft. Apparative Messung – Science Fiction in der Marktforschung; marktforschung.dossier, Dezember 2015 (www.marktforschung.de/hintergruende/themendossiers/apparative-messung/). 64  Horst Müller-Peters (Hrsg.): Themenseite Behavioral Insurance; (www.behavioralinsurance.de).  Horst Müller-Peters, Claas Lübbert: Bitte forschen Sie weiter!; in: Keller, Bernhard / Klein, Hans-Werner / Tuschl, Stephan (Hrsg.): Zukunft der Marktforschung: Entwicklungschancen in Zeiten von Social Media und Big Data, Springer Gabler, Wiesbaden 2015, S. 1-13.  Horst Müller-Peters: Behavioral Economics: Revolution im Menschenbild – Revolution in den Methoden?; marktforschung.dossier, März 2015.  Horst Müller-Peters: Die Digitalisierung der Kundenbeziehung: Customer Feedback, Data Analytics, CRM & Co; marktforschung.dossier, April 2015.  Michaele Völler, Horst Müller-Peters: PAM und PAMA – ein projektorientiertes Lehrkonzept zwischen Theorie und Praxis. Vorbereitung, Umsetzung und Erfahrungen an der TH Köln; in: Neues Handbuch Hochschullehre, Ausgabe 70 / 2015, Raabe Verlag Berlin, Stuttgart, S. 71-92.  Michaele Völler, Lilli Wunder: Enterprise 2.0: Konzeption eines Wikis im Sinne des prozessorientierten Wissensmanagements; Forschung am ivwKöln, Band 7 / 2015.  Michaele Völler: Der Kunde in der digitalen Welt; in: Versicherungs-Betriebswirt 6 / 2015, S. 174-176.  Michaele Völler: Nichts zu tun, ist die schlechteste Option; Versicherungsjournal Extrablatt, 4 / 2015, S. 20-22.  Gabriele Zimmermann: Change Management – wenn sich Tanker drehen müssen; in: Versicherungsmagazin 6 / 2015, S. 62-64.  Gabriele Zimmermann: Frauen im Vertrieb – sicherlich fehlen Frauen die weiblichen Vorbilder; in: Versicherungsbote 11 / 2015, S. 30-31.  Gabriele Zimmermann (Hrsg.): Change Management im Versicherungsunternehmen. Die Zukunft der Assekuranz erfolgreich gestalten; Springer Gabler, Wiesbaden, 2015. >> Vorträge Folgende Vorträge wurden im Berichtsjahr von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsrecht gehalten:  Horst Müller-Peters: Digitales Kundenverhalten; Erfahrungskreis Markt und Vertrieb des Sparkassenverband Bayern, 21. März 2015, Tegernsee.  Horst Müller-Peters: Versicherungsbetrug: Erklärung und Prävention aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive; Deutsche Krankenversicherung (DKV), 4. Mai 2015, Köln. 65  Michaele Völler: Kundenerwartungen und -erfahrungen in der digitalen Welt; 3. Strategy Circle der Forschungsstelle Versicherungsmarkt, 27. November 2015, Köln.  Michaele Völler: Sozialisiert durch Google, Apple, Amazon, Facebook & Co. - Versicherungskunden in der digitalen Welt; 17. Zweibrücker Symposium der Finanzdienstleistungen, 26. November 2015, Zweibrücken.  Michaele Völler: Der Kunde in der digitalen Welt; 20. Kölner Versicherungssymposium, 5. November 2015, Köln.  Michaele Völler: Versicherungskontakte in Zeiten von Web 2.0: Alles online oder was?; Trendgespräche 2015, 10. September 2015, Hamburg.  Michaele Völler: Zwischen Vergleichsportalen und Facebook – wo bleibt der Vermittler?; 8. Tag der saarländischen Versicherungswirtschaft, 24. Juni 2015, Saarbrücken.  Michaele Völler: McDonalds und die Möhre – Welche Rolle spielen Marken eigentlich für uns?; Kinderuni der TH Köln, 28. Mai 2015, Köln.  Michaele Völler: Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft – Altes Spiel mit neuen Regeln?; ICIS-User-Konferenz, 21. Mai 2015, Hamburg.  Michaele Völler: Michaele: Herausforderungen in der digitalen Welt – KISSing the customer; IBM Insurance Industry Days, 5. Mai 2015, Köln.  Michaele Völler: Das Social Media Reifegradmodell – revisited; Forschungsforum der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften der TH Köln, 21. Januar 2015, Köln.  Gabrielle Zimmermann: Wie professionell wurde das Projekt „gut beraten“ als Change Projekt gemanaged?; Feierlichkeiten zum einjährigen Geburtstag der Initiative „gut beraten“.  Gabrielle Zimmermann: Der Versicherungsmakler im Kampf um gute Mitarbeiter – Führung und Entwicklung als Kernfaktoren von Mitarbeiterbindung; Maklerforen Leipzig, 21. Oktober 2015, Leipzig.  Gabrielle Zimmermann: Frauen in Führung bringen; ERGO Versicherung, 29. Oktober 2015, Köln. 3.4.3 Wissenschaftliche Veranstaltungen Die folgenden Veranstaltungen wurden im Berichtsjahr von Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsmarkt durchgeführt:  Prof. Müller-Peters organisierte auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (GOR 2015 an der TH Köln) den Themenbereich „Angewandte OnlineForschung“ und moderierte die Podiumsdiskussion „Behavioral Economics: A new idea of man – a need for new methods?“. 66  Prof. Müller-Peters organisierte und moderierte gemeinsam mit Prof. Dr. Fred Wagner den „Leipziger Gesprächskreis Versicherungsmarketing“ am 15. März 2015 in Düsseldorf.  Prof. Dr. Völler organisierte am 05. November 2015 das 20. Kölner Versicherungssymposium zum Thema “Sozialisiert durch Google, Apple, Amazon, Facebook & Co. – Kundenerwartungen und -erfahrungen in der Assekuranz“. Das Programm mit den Inhalten ist in Abschnitt 5 aufgelistet.  Prof. Dr. Völler organisierte und moderierte den 3. Strategy Circle der Forschungsstelle Versicherungsmarkt am 27. November 2015 an der TH Köln zum Thema „Der Kunde in der digitalen Welt“.  Prof. Müller-Peters moderierte die Podiumsdiskussion auf dem VOE-Schadenforum Sach vom 16. bis 17. Juni 2015 in Berlin. 3.4.4 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben Die sonstigen Aktivitäten im Berichtsjahr bzw. die geplanten Vorhaben im Folgejahr der Forschungsstelle Versicherungsmarkt sind nachfolgend zusammengestellt.  Personalia > Anlässlich der Hochzeit eines royalen Paares wurde Prof. Dr. Völler von dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gdv zu der Frage interviewt, ob sich der Abschluss einer Versicherung für den Fall lohnt, dass die Hochzeit ausfallen muss. > Prof. Dr. Völler empfing am 18. Juni 2015 Herrn Jun Yamashita (Vertreter des General Insurance Institute of Japan) zum wissenschaftlichen Austausch. > Prof. Dr. Völler und Prof. Müller-Peters stellten am 29. Mai 2015 Herrn Jan Schoombee (Vertreter der MMI Holding aus Südafrika) ausgewählte Forschungsergebnisse vor. > Prof. Dr. Völler wurde im Mai 2015 vom Fachjournal „Versicherungswirtschaft Heute“ zur Markenführung in der Assekuranz interviewt. > Prof. Müller-Peters ist seit Anfang 2015 nicht nur Herausgeber des Branchenportals www.marktforschung.de, sondern auch des neuen Branchenportals www.consulting.de. Darin werden Nachrichten und Hintergründe rund um das Thema Unternehmensberatung behandelt. > Der internationale Gewerbeversicherer Markel hat unter Gewerbemaklern einen Wettbewerb für Produktinnovationen ausgeschrieben. Prof. Müller-Peters ist hierbei Mitglied der Jury. > Prof. Müller-Peters und Prof. Dr. Völler haben als wissenschaftlicher Beirat die „Digital-Kultur-Studie“ der internationalen Kommunikationsberatung Instinctif Partners begleitet. > Das von Prof. Müller-Peters herausgegebene Kölner Versicherungslexikon ist jetzt auch online verfügbar. Daneben steht es weiterhin als App für IOS und Android zum Download bereit. 67  Geplante Veranstaltungen > Prof. Müller-Peters wird auf dem nächsten Kongress der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (GOR 2016 an der Universität Dresden) den Themenbereich „Angewandte Online-Forschung“ organisieren und die Podiumsdiskussion „The big showstopper: Online research strangled by data protection regulations?“ moderieren. Das Programm, der Call for Papers sowie Anmeldemöglichkeiten finden sich unter www.gor.de. > Das 21. Kölner Versicherungssymposium soll ebenfalls zum Thema „Big Data“ organsiert werden. Verantwortlich für die Organisation werden Prof. Dr. Heep-Altiner (FaRis) und Prof. Müller-Peters (Forschungsstelle Versicherungsmarkt) sein. > Prof. Dr. Völler wird den 4. Strategy Circle der Forschungsstelle Versicherungsmarkt zum Thema „Kooperation mit Start-ups“ organisieren.  Geplante Veröffentlichungen Folgende Veröffentlichungen sind von den Mitwirkenden der Forschungsstelle Versicherungsmarkt im aktuellen Jahr geplant: > Michaele Völler (Hrsg.): Proceedings zum 20. Kölner Versicherungssymposium; in Forschung am ivwKöln. > Horst Müller-Peters: Marketing; in Gablers Versicherungslexikon, 2. Auflage, 2016. > Horst Müller-Peters: Behavioral Insurance; in Gablers Versicherungslexikon, 2. Auflage, 2016. > Horst Müller-Peters (Hrsg.): Themendossier zu „Unternehmensberatung für die Versicherungsbranche“; in consulting.de. 3.5 Weitere Forschungsaktivitäten von Mitgliedern des Instituts für Versicherungswesen In diesem Abschnitt sind alle weiteren Forschungsaktivitäten des Instituts für Versicherungswesen oder einzelner Professoren des Instituts dokumentiert, sofern dies nicht bereits in einem vorherigen Abschnitt geschehen ist. 3.5.1 Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Vorträge Vom ivwKöln bzw. von einzelnen Professoren des ivwKöln wurden im Berichtsjahr folgende weiteren Forschungsprojekte durchgeführt, Veröffentlichungen erstellt bzw. Vorträge gehalten: >> Projekte Alle Forschungsprojekte des Instituts sind vollständig in den vorherigen Abschnitten dokumentiert. 68 >> Veröffentlichungen Über die in den einzelnen Abschnitten dokumentierten Veröffentlichungen hinaus hat das Institut in der Schriftenreihe „Forschung am ivwKöln“ unter der laufenden Nummer 1 / 2015 den Forschungsbericht für das Vorjahr veröffentlicht. Der Forschungsbericht des ivwKöln hat in dieser Form Eingang in den gesamten Forschungsbericht der Fakultät für Wirtschaftsund Rechtswissenschaften gefunden. >> Vorträge Alle Vorträge des Instituts sind vollständig in den vorherigen den Abschnitten dokumentiert. 3.5.2 Wissenschaftliche Veranstaltungen Das Institut für Versicherungswesen veranstaltet einmal pro Jahr das sogenannte „Kölner Versicherungssymposium“. Da es sich um ein Symposium des gesamten Institutes handelt, wird es in diesem Abschnitt detaillierter als Forschungsaktivität des gesamten Institutes dokumentiert. Darüber hinaus wird das Symposium auch bei den Forschungsstellen aufgeführt, die maßgeblich an der Organisation beteiligt waren. Das diesjährige 20. Kölner Versicherungssymposium fand am 5. November 2015 zum Thema „Sozialisiert durch Google, Apple, Amazon, Facebook & Co. – Kundenerwartungen und -erfahrungen in der Assekuranz“ statt – einem der Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Michaele Völler von der Forschungsstelle Versicherungsmarkt, die aus diesem Grund auch das Symposium organisiert hat. Das Vortragsprogramm zusammen mit den jeweiligen Referenten ist in der nachfolgenden Übersicht aufgelistet: > Prof. Dr. Rolf Arnold (Institut für Versicherungswesen TH Köln): Begrüßungsvortrag; > Prof. Dr. Michaele Völler (Institut für Versicherungswesen TH Köln): Der Kunde in der digitalen Welt; > Dr. Thomas Zabel (LVM Versicherung): Dreiklang im CRM – Drei Gewinner!?; > Stefan Göbel (CosmosDirekt): Der Kunde entscheidet – Die nahtlose Verzahnung von Online und Offline; > Martin Meyer-Gossner (Allianz SE): Von Vertretern und Kunden – Über Brücken und Grenzen des Social Selling; > Dr. Jörg Rheinländer (HUK-Coburg): New Mobility World – Herausforderung in der Autoversicherung; > Dr. Astrid Stange (AXA Konzern); Kundenzentrierung ist Programm!. 69 3.5.3 Sonstige Aktivitäten und Vorhaben  Für das Jahr 2016 ist die Herausgabe eines Tagungsbandes zum 20. Kölner Versicherungssymposium mit Prof. Dr. Völler als Herausgeberin als Onlinepublikation in der Schriftenreihe „Forschung am ivwKöln“ geplant.  Als konsequente Fortführung des Themenschwerpunktes „Digitalisierung“ vom 20. Kölner Versicherungssymposium wird sich das Institut für Versicherungswesen im aktuellen Jahr mit dem Themenschwerpunkt „Big Data“ auseinandersetzten – als ein gemeinsames Forschungsprojekt über mehrere Forschungsstellen. Die gemeinsame Forschungsstellenarbeit soll in der folgenden Arbeitsgruppe organisiert werden: > Prof. Dr. Maria Heep-Altiner (ivwKöln, FaRis), > Prof. Horst Müller-Peters (ivwKöln, Forschungsstelle Versicherungsmarkt), > Prof. Dr. Peter Schimikowski (ivwKöln, Forschungsstelle Versicherungsrecht) sowie > Prof. Dr. Bernd Schnur (Schmalenbach Institut, IT & Prozesse). In diesem Zusammenhang werden sowohl das 10. FaRis & DAV Symposium im Juni 2016 (organisiert von Prof. Dr. Heep-Altiner und Prof. Dr. Schnur) sowie das 21. Kölner Versicherungssymposium (organisiert von Prof. Dr. Heep-Altiner und Prof. MüllerPeters) zu diesem Themenschwerpunkt stattfinden.  Darüber hinaus haben sowohl Prof. Dr. Heep-Altiner als auch Prof. Müller-Peters weitere Vorträge zu diesem Thema geplant; eine (oder ggf. mehrere) Veröffentlichungen zu diesem Thema unter dem Gesichtspunkt „IT & Prozesse“ in Forschung am ivwKöln von Prof. Dr. Schnur ist angedacht.