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Steuerreform und Wirtschaftswachstum

Abstract

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Steuerreform und Wirtschaftswachstum

Author: Gottschalk, Wolf
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1970
DOI: 10.3790/schm.90.3.327
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291219/1/schm.090.3.327.pdf
Go schalk, Wol
A icle
S eue e o m und Wi scha swachs um
Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Go schalk, Wol (1970) : S eue e o m und Wi scha swachs um, Schmolle s
Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin,
Vol. 90, Iss. 3, pp. 327-336,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291219
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Be ich e
S eue e o m und Wi scha swachs um
Be ich übe das P o esso en-Kolloquium de Adol -Webe -S i ung
am 12. 2.1970 in F ank u am Main
Ho s Albach sp idi zunächs übe „S eue e o m und Wi scha s-
wachs um in mik oökonomische Sich ". E beginn mi de Fes s el-
lung, daß die gegenwä ige Diskussion übe die geplan e S eue e o m
on e schiedenen Ziel o s ellungen beein luß we de. So solle z.B.
nach Ansich des Bundes inanzminis e s die S eue las quo e nich e -
ände we den. De Wissenscha liche Bei a beim Bundes inanzmini-
s e ium habe die gleiche Ziel o s ellung, be one da übe hinaus abe ,
daß die S uk u des S eue au kommens nach bes imm en Gesich s-
punk en de Leis ungs ähigkei de S eue zahle und de s eue lichen
Ge ech igkei geände we den solle. Schließlich gebe es noch den
S ü zelplan, nach dem bei gleichbleibende S eue las quo e unk ionale
Gesich spunk e be ücksich ig we den sollen.
Beckmann und e haben geglaub , daß auch die F age nach dem
Ein luß gep ü we den müsse, den das de zei ige S eue sys em und
seine geplan en Re o men au das Wachs um de Un e nehmen und
de Gesam wi scha haben. Man solle auch das P oblem de S eue -
ge ech igkei un e dem Aspek eine dynamischen Wi scha e -
ö e n. Die Analyse diese P obleme haben e und Beckmann in de
Weise o genommen, daß Albach zunächs die F age behandel habe,
wie das Wachs um eines einzelnen Un e nehmens und dessen In-
es i ionsmöglichkei en du ch Ände ungen in den e schiedenen
S eue a en und -sys emen beein luß we den und wie sich dann diese
Pa ialaussagen in Beckmanns mak oökonomische Analyse ein ügen
ließen.
Zu angewand en Me hode beme k Albach9 daß e da on ausgegan-
gen sei, daß das Wachs um de Gesam wi scha en scheidend on
de In es i ions ä igkei de p i a en Indus ie ge agen we de. Diese
Ta sache habe e in den Mi elpunk seine Übe legungen ges ell und
dann un e such , wie die Neigung de Un e nehmen, zu in es ie en,
du ch Ände ungen on S eue sä zen und S eue modali ä en beein luß
we de. Um diese F age auch quan i a i bean wo en zu können, habe
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328 Be ich e
e e such , die In es i ionsneigung de Un e nehmen und das In-
es i ions e hal en zahlenmäßig zu e assen und dazu eine bes imm e
Me hode de In es i ions echnung, nämlich die sog. Kapi alwe -
me hode e wand , die die Yo eilha igkei eines In es i ionsobjek es
ausd ücke in dem Gegenwa swe alle zukün igen Gewinne abzüg-
lich de In es i ionsausgaben.
De Re e en geh dann au Einzelhei en de Be echnungsme hode
und des benu z en s a is ischen Ma e ials ein und s ell es , daß mi
de Kapi alwe me hode das In es i ions e hal en de deu schen Wi -
scha seh gu e klä we de, und zwa besse als mi jede ande en
bishe bekann gewo denen Übe p ü ung de In es i ions unk ion.
Das gel e üb igens auch im Falle de E bscha ss eue und de en Ein-
luß au die In es i ions ä igkei de Un e nehme .
Albach
behandel nun im einzelnen S eue ände ungswi kungen au
das In es i ions olumen und au die In es i ionss uk u , insbeson-
de e au den An eil länge lebige In es i ionen an den gesam en In-
es i ionen. Die Un e suchung de In es i ions unk ion zeige, daß das
In es i ions olumen on den e wa e en Gewinnen abhänge, die mi
eine In es i ion e ziel we den können. Somi müsse jede S eue -
e höhung das In es i ions olumen senken, weil die Gewinne wa un-
gen sinken. Alle dings sei diese E ek bei den einzelnen S eue a en
seh un e schiedlich. So könne man seh deu lich es s ellen, daß E -
agss eue sa ze höhungen besonde s s a k au die In es i ions ä ig-
kei wi ken, wäh end eine E höhung des Meh we s eue sa zes eine
ge inge e Auswi kung au die In es i ions ä igkei — jeden alls bei
unse en heu igen Ausgangssä zen — habe.
Seh au schluß eich sei die An wo au die F age, wie das S eue -
sys em au die S uk u des In es i ions olumens hinsich lich de
Nu zungsdaue de In es i ionen und de Risikobe ei scha de Un-
e nehme wi ke. Fü das Wachs um de Wi scha sei ja en schei-
dend, ob die Un e nehme be ei und in de Lage seien, auch lang-
is ig und auch in isiko eichen Mä k en mi g oßen Zukun schancen
zu in es ie en. Die Un e suchung habe e geben, daß hohe E ags-
s eue sä ze die Vo eilha igkei länge lebige In es i ionsobjek e iel
s ä ke als diejenigen kü ze lebige In es i ionsobjek e e minde n.
Eine E höhung de E agss eue sä ze e e da übe hinaus auch In-
es i ionsobjek e mi hohen Gewinnchancen und en sp echend hohen
Risiken e heblich s ä ke als In es i ionsobjek e mi ge ingen Risiken.
Hohe E agss eue sä ze e inge en somi die In es i ionsneigung
länge is ige und isiko eiche In es i ionen mi allen sich da aus
e gebenden Konsequenzen ü das Wi scha swachs um insgesam . In-
e essan e weise gel e dies nich ü die Umsa zs eue , de en E höhung
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Be ich e 329
isiko eiche In es i ionen ehe begüns ige als beein äch ige, wie die
E gebnisse de quan i a i en Analyse zeig en.
De Re e en un e such schließlich den Zusammenhang on In-
es i ions ä igkei und Wi scha sbes eue ung, ein Thema, das in le z-
e Zei besonde s he ig disku ie we de. Au die Kapazi ä se ek e
de E bscha ss eue eingehend, s ell de Re e en es , daß diese
S eue en gegen de Absich des Gese zgebe s wenige die Leis ungs-
ähigkei des E ben als ielmeh die We bewe bs ähigkei des E blas-
se s e e und seine In es i ionsneigung beein äch ige. Ein e an -
wo ungs olle Un e nehme we de nämlich Vo so ge da ü e en,
daß im Falle seines Todes de Bes and des Un e nehmens du ch eine
E bscha ss eue des E ben nich ge äh de we de. E we de dahe
also ech zei ig eine E bscha ss eue e siche ung abschließen, de en
P ämie einen bedeu samen Kos en ak o ü seinen Be ieb da s elle.
Analoges gel e ü alle Fo men eine Selbs e siche ung ü den
E b all.
Es sei also du chaus möglich, daß de du ch eine E bscha ss eue -
e höhung anges eb e Um e eilungse ek du ch Wachs ums e lus e
ge äh de we de. Dies sei ein Beweis ü seine These, daß S eue -
e o m o schläge nich ohne Be ücksich igung de Wachs umsaspek e
disku ie we den dü en, denn s e iges Wi scha swachs um sei
schließlich eine no wendige Bedingung ü eine besse e und auch ge-
ech e e Gü e e so gung de Be ölke ung in de Zukun .
Anschließend sp ich Ma in J. Beckmann übe „S eue e o m und
Wi scha swachs um aus mak oökonomische Sich ". Das Re e a bau
au seinen Übe legungen zu einem Gu ach en au , das zusammen mi
dem Gu ach en Albachs in Kü ze e ö en lich we den wi d und in
dem e such wi d, die ökonomischen Auswi kungen on S eue sys em-
ände ungen au Sozialp oduk , Konsum, In es i ion, Gewinne, Expo ,
Impo und ande e ele an e G ößen zu messen und zu e klä en. Da-
bei sei es üb igens keineswegs ausgeschlossen, daß die mak oökono-
mische Analyse zu E gebnissen komme, die die E gebnisse de Mik o-
un e suchung ums oßen können, weil sie u. U. quan i a i s ä ke seien
als die in de Mik oanalyse gemessenen di ek en E ek e. Im o -
liegenden Falle seien alle dings die E gebnisse de Mik oanalyse Al-
bachs in de Mak oanalyse bes ä ig wo den.
Beckmann üh aus, daß e die Un e suchung des P oblems zu-
nächs an einem ein achen ökonomischen K eislau modell und dann an
einem ökonome ischen Modell du chge üh habe. Das e s e Glei-
chungssys em mi ün Gleichungen sei no wendige weise mi s a ken
Ve ein achungen belas e , habe abe den Vo zug eine allgemeinen
Ve s ändlichkei und leich en Übe p ü ba kei . Das ökonome ische
Modell bie e hingegen den Vo eil eine besse en Absiche ung de
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330 Be idi e
Analyse gegen den Ein luß un e d ück e Va iable , die E möglichung
quan i a i e Vo aussagen und die Un e suchung on Übe gangsphäno-
menen, also on P ozessen, die on einem Gleichgewich szus and in
den ande en üh en. De Nach eil eines ökonome ischen Modells sei
na ü lich de , daß bei alsche Spezi ika ion, also bei alschen An-
nahmen, das Modell an ällige gegen I um sei. Aus diesen Übe legun-
gen he aus habe e dahe zu Un e suchung de ökonomischen Wi -
kungen on S eue sys emände ungen sowohl die quali a i e als auch
die quan i a i e Analyse angewende .
Beckmann
üh seinen Zuhö e n nun zunächs das ökonomische
K eislau modell o und e läu e da an die Auswi kungen on S eue -
sa zände ungen. Jede S eue e höhung üh e bei Kons an hal en alle
üb igen exogenen G ößen, insbesonde e de S aa sausgaben, zu eine
Ve kleine ung des Sozialp oduk s. Dabei sei die Ve minde ung des
Sozialp oduk s bei eine E höhung de di ek en S eue n g öße als bei
eine gleichg oßen E höhung des Au kommens an indi ek en S eue n.
Diese Ve minde ung sei am g öß en bei eine E höhung de Gewinn-
s eue n, sei mi elg oß bei de E höhung de indi ek en S eue n und
sei am ge ings en bei eine E höhung de Lohns eue . Hie sei ange-
me k , daß
Beckmann
lediglich diese d ei S eue a en als Ins umen -
a iable in seinem quali a i en Modell e wende .
In e essan sei üb igens das E gebnis, daß das Sozialp oduk auch
dann sinke, wenn die di ek en S eue n e höh und gleichzei ig die in-
di ek en S eue n so gesenk we den, daß das S eue au kommen ins-
gesam gleich bleibe.
De Re e en leg anschließend dem Kolloquium sein ökonome i-
sches Modell o , das aus 29 Gleichungen mi 29 endogenen und 19
exogenen Va iablen bes ehe und zu einem wesen lichen Teil au einem
Modell des Niede lände s
an de We
be uhe. Das Modell sei linea
in den Wachs ums a en. Es we de zusammen mi dem obene wähn en
Gu ach en in Kü ze de Ö en lichkei o ge üh we den. E wolle
sich in diese Gesp ächs unde wenige mi den me hodischen P oble-
men des Modells als ielmeh mi einigen quan i a i en E ek en eine
Gewinns eue e höhung, eine Senkung de Umsa zs eue und eine
gleichzei igen Du ch üh ung beide Maßnahmen ü eine Zei pe iode
on ün Jah en be assen.
Als E gebnis diese Analyse könne es gehal en we den, daß bei E -
höhung de Gewinns eue n um ün P ozen nach ün Jah en ein
Rückgang de In es i ionen um 6,8 P ozen punk e, des B u osozial-
p oduk s um 0,6, des P i a en Ve b auchs um 2,7 und de e ügba en
Gewinne um 5,9 P ozen punk e es zus ellen sei. Bei eine Senkung
de Umsa zs eue um zwei P ozen punk e sei hingegen in diesem Zei -
aum ein leich e Ans ieg de genann en G ößen zu beobach en. Bei
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Be ich e 331
eine gleichzei igen E höhung de Gewinns eue n um ün P ozen -
punk e und kompensie ende Senkung de Umsa zs eue um ca. zwei
P ozen punk e schlage de nega i e E ek de Gewinns eue e höhung
s a k du ch, insbesonde e au In es i ionen und Sozialp oduk .
Die Diskussion wi d on Kon ad
Li mann
(Hambu g) gelei e , de
zunächs sein Bedaue n da übe ausd ück , daß die zu Ve ügung
s ehende Zei nich aus eiche, um das on Ma in
Beckmann
o -
geleg e ökonome ische Modell um assend zu besp echen. Wenn man
be ücksich ige, wie iel A bei in diesem Modell s ecke, dann sei de
Zei mangel besonde s bedaue lich.
S aa ssek e ä a. D. Paul
Binde
(S u ga ) wende gegen die Übe -
legungen
Albachs
ein, daß diese in seinem Modell e schiedene psy-
chologische Reak ionen de Un e nehme auße ach gelassen habe.
Nehme man einmal an, daß die Gewinns eue n e höh wü den und die
Meh we s eue gesenk wü de, so ließen sich meh e e Reak ions-
weisen o s ellen. Ein Teil de Un e nehme we de je z e s ech
in es ie en, weil sie sich in olge de Kau k a e höhung in den Hän-
den de Konsumen en eine E wei e ung de Geschä smöglichkei en
aus echne en. Ein ande e Teil we de ielleich e suchen, die S eue n
au die Konsumen en zu übe wälzen. Das hänge na ü lich on de
P eiselas izi ä de Nach age de be e enden Gü e ab. Schließlich
gebe es auch noch Un e nehme , ü die eine de a ige S eue sa z-
ände ung de Zwang zu Ra ionalisie ung wä e. Na ü lich dü e in
allen genann en Fällen die S eue sch aube nich „übe d eh " we den,
sons könn en die E ek e soga lähmend sein.
Ho s
Albach
mein dazu, daß man eine S eue e o m nich au
Ve mu ungen au bauen soll e. Mik oökonomische Ve hal ensweisen
bei einzelnen Un e nehme n müß en sich du chaus nich gesam wi -
scha lich niede schlagen. Man habe mak oökonomische Übe legungen
zu F age de Elas izi ä on Gewinnen und In es i ionen in bezug au
eine Meh we s eue ände ung und un e Be ücksich igung on Übe -
wälzungsmöglichkei en und e höh e Kau k a gep ü . Dabei habe
sieh gezeig , daß diese Elas izi ä bei Meh we s eue sä zen bis 16 .H.
un e 1 und e s bei einem Meh we s eue sa z on 20 .H. bei 1,25
liege. Dagegen liege die Elas izi ä de In es i ionen in bezug au eine
E agss eue sa zände ung bei den heu igen S eue sä zen be äch lich
übe 1. Diese Zahlene gebnisse seien s a is isch gesiche und inso e n
meh als Ho nungen und Ve mu ungen.
Auch Ma in
Beckmann
is de Au assung, daß die These
Binde s,
Gewinns eue e höhungen könn en In es i ionen ge adezu auslösen,
du ch das o liegende s a is ische Ma e ial keineswegs bes ä ig we -
den könne. Die Zei eihen zeig en einen seh kla en Zusammenhang
zwischen den In es i ionen eines Jah es und den Gewinnen des Vo -
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332 Be ich e
jah es. Na ü lich könne hie und da die In es i ionsneigung wachsen,
abe In es i ionsmöglichkei en, also die Finanzie ungsmöglichkei en,
wü den ge inge , wenn die Gewinne ielen.
Zu F age de e wand en Übe wälzungshypo hese, die on Hans-
Jü gen
K upp
(F ank u a. M.) angeschni en wi d, beme k
Beck-
mann
, daß heo e ische Übe legungen und s a is isches Ma e ial gezeig
haben, daß eine E höhung de Gewinns eue n in eine Pe iode auch im
Zus and de Vollbeschä igung zu einem In es i ions ückgang in de
nächs en Pe iode üh en we de. Diese P ozeß sei öllig unabhängig
on de Übe wälzba kei . Es lasse sich mi Hil e on Akzele a o -
übe legungen zeigen, daß — un e de Annahme ollkommene Übe -
wälzba kei de Gewinns eue n — das In es i ions olumen in de
nächs en Pe iode wegen des Zusammenhanges on s eigenden P eisen
und sinkendem Konsum und den hie aus esul ie enden Akzele a o -
wi kungen eben alls kleine we den müsse.
Heinz
Halle
(Zü ich), Mi glied des Wissenscha lichen Bei a s beim
Bundesminis e ium de Finanzen, beme k , daß die on diesem Bei a
anges eng en Übe legungen zu geplan en S eue e o m zu ande en
E gebnissen üh en als die Un e suchungen
Albachs
und
Beckmanns.
Au einen Einwu
Albachs
, daß beiden Rich ungen ja un e schiedliche
Ziel o s ellungen zug unde gelegen hä en — de Bei a be one das
Ge ech igkei spos ula ,
Albach
und
Beckmann
hingegen die Wachs-
umsaspek e eine S eue e o m — und dahe u.U. auch zu ande en
E gebnissen kommen müß en, s ell e
Halle
es , daß es dankenswe
sei, daß die hie o ge agenen Un e suchungen du chge üh wo den
seien, die in diesem Um ang und in de G ündlichkei de Bei a au -
g und seine Zusammense zung und zei lichen Möglichkei en nich
hä e an e igen können.
Es sei abe doch ielleich hie de Anschein e weck wo den, als
sei de Bei a ein wenig leich e ig e ah en und habe seine Vo -
schläge e was unübe leg o ge agen. Dies sei abe du chaus nich de
Fall. Vielmeh sei de Bei a on de G undeins ellung ausgegangen,
daß die spezi isch wachs ums ö de nden Maßnahmen, die lange Zei
— insbesonde e in de Wiede au bauphase — das deu sche S eue -
wesen s a k gep äg hä en, heu e nich meh no wendig seien, son-
de n daß man heu e das Ge ech igkei spos ula s ä ke be onen müsse.
Die En scheidung de F age, ob man meh Wachs um ode meh Ge-
ech igkei wolle, implizie e ein We u eil. De Bei a habe sich ü
das Ge ech igkei spos ula en schieden. Folge ich ig habe e dann
S eue n und1 Begüns igungen un e such und en sp echende Vo schläge
übe de en Beibehal ung, Abscha ung ode Anhebung gemach . So
habe e e wa ü eine s ä ke e P og ession bei de Di ek bes eue ung
plädie , was zu Folge gehab habe, daß e dann auch ü eine leich e
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Be ich e 333
Ve inge ung de indi ek en S eue n sp echen muß e, wenn es ihm,
dem Bei a , um eine Kons an hal ung de S eue quo e wi klich e ns
sei.
F eihe
on Be hmann
(F ank u a. M.) beschä ig sich mi dem
In es i ions e hal en de Un e nehme und mein , es gel e die These,
daß eine E höhung de di ek en S eue n zu eine Ve minde ung de
In es i ions ä igkei üh en müsse, nu in de ku z is igen Be ach-
ung. Ve gleiche man einmal die nied igen Einkommens eue sä ze
ühe e Zei en und die heu igen hohen S eue sä ze mi den en sp e-
chenden In es i ionsneigungen, dann müsse man es s ellen, daß heu e
die In es i ionsbe ei scha du chaus nich nied ige , sonde n ehe
höhe sei als ühe . E be ach e dies im üb igen als ein Zeichen da ü ,
daß die di ek en S eue n doch s a k übe wälz wü den. Fe ne glaube
e , daß die In es i ionsneigung des Un e nehme s seh s a k on de
Eigenkapi alauss a ung des Un e nehmens abhänge. Bei eine hohen
F emd inanzie ung sei nach seinen E ah ungen mi eine g oßen In-
es i ionsbe ei scha zu echnen, was bei Un e nehmen mi g oße
Eigenkapi alauss a ung nich so s a k zu beobach en sei.
Diese These wi d on
Albach
anhand seine Übe p ü ung de on
ihm au ges ell en In es i ions unk ion bes ä ig , die e an g iechischen
Ak iengesellscha en ge es e habe. Do habe sich gezeig , daß das
Wachs um de Un e nehmen bei wachsendem Ve schuldungsg ad ge-
s iegen sei. Alle dings müsse man sich hie o eine Gene alisie ung
diese Beobach ung hü en; insbesonde e schon deshalb, weil es sich
bei den do he angezogenen K edi en as ausschließlich um S aa s-
k edi e gehandel habe, de en Lenkung mögliche weise nach ande en
als Rendi easpek en e olg e.
Einige Diskussions eilnehme bedaue n lebha , daß
Albach
sein
Modell aus Zei g ünden nich genaue o üh en konn e. Dies sei in-
so e n nach eilig, als die Diskussions eilnehme dahe nich da übe
in o mie seien, welche Annahmen in das Modell eingegangen seien.
Ge ade diese abe seien ü die Beu eilung de E gebnisse aus dem
Modell d ingend no wendig. Sons nämlich sei das Modell ein Au o-
ma , on dem Außens ehende nich wüß en, wie e kons uie sei und
wie wi klichkei snahe die E gebnisse seien. Als Beispiel könne e nu
die Annahmen zu Übe wälzungsmöglichkei de di ek en S eue n an-
üh en. Es gebe da übe zahl eiche, höchs un e schiedliche Theo ien,
und es sei schon no wendig zu wissen, welche diese Theo ien in dem
Modell e wende wu den. Ähnliches lasse sich zu F age de In es i-
ions unk ion sagen.
Zu den in den beiden Modellen e wende en In es i ions unk ionen
üh
Beckmann
aus, daß diese Funk ionen mak oökonomisch bes imm
seien. Die Aus üs ungsin es i ionen we den in seinem Modell on de
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334 Be ich e
Ve ände ung des B u osozialp oduk s, dem Diskon sa z und dem Ge-
winn de Vo pe iode bes imm . Lediglich de Koe izien des Zinses
sei dabei s a is isch nich gesiche . Die beiden ande en Koe izien en
seien s a is isch gesiche und hä en das ich ige Vo zeichen — üb i-
gens ein Anhal spunk da ü , daß keine Mul ikollinea i ä o liege.
Au g und on Zei eihenanalysen on Gewinnen und In es i ionen
habe man es s ellen können, daß die Gewinne den In es i ionen um
eine Pe iode o lie en.
Zu Übe wälzungs age mein
Beckmann
, daß e hie keine will-
kü lichen Annahmen gemach habe, sonde n daß das Modell das a -
sächliche Übe wälzungs e hal en in de Ve gangenhei wiede gebe.
Um das A gumen on o nhe ein abzuweh en, daß es du ch Ände-
ungen des S eue sys ems zu neua igen Ve hal ensweisen bei de
Übe wälzung kommen könn e, habe e auch den denkba ungüns igs en
Fall be ach e , daß nämlich die Meh we s eue nich übe wälz , da-
gegen die Gewinns eue n oll übe wälz wü den. Selbs in diesem
ungüns igs en Fall e e bei eine Senkung de Meh we s eue und
E höhung de Gewinns eue n ein nega i e E ek au die In es i-
ionen ein.
Ho s
Albach
sag zu den Annahmen, die e bezüglich de mik o-
ökonomischen Übe wälzungsmöglichkei en gemach habe, daß e sich
an die E gebnisse de mak oökonomischen Fo schung gehal en habe,
da es eine allgemeine mik oökonomische Theo ie da übe zu Zei
nich gebe. Diese F age sei ja ge ade eines de Ke np obleme, um
de e willen e und
Beckmann
gemeinsam an dem gleichen Un e -
suchungsgegens and gea bei e hä en. Au g und diese Zusammen-
a bei mi dem Mak oÖkonomen habe e dann angenommen, daß bei
den Gewinns eue n eine Übe wälzung nich möglich sei, daß hingegen
bei de Meh we s eue je nach Ma k si ua ion eine meh ode wenige
s a ke Übe wälzung zu e wa en sei. Dami habe e im le z e en Fall
zwei Al e na i en, nämlich keine Übe wälzung und olle Übe wälzung,
zu p ü en gehab . Dabei habe wiede die Un e scheidung in Vo wä s-
und Rückwä sübe wälzung gemach we den müssen. En sp echend
den Kombina ionsmöglichkei en diese E ek e habe e dann die Fälle
einzeln du chge echne .
Au die on ihm e wand e In es i ions unk ion eingehend, be on
Albach
, daß e diese sei meh e en Jah en imme wiede gep ü habe.
E habe die Akzele a o hypo hese, die Umsa zinduzie ung und den
Gewinn geschä z , wobei sich üb igens gezeig habe, daß die Akzele-
a o hypo hese nich so gesiche e Aussagen e laube wie die Gewinn-
hypo hese. Fü seine P ü ung habe e das Zahlenma e ial on 100
deu schen Ak iengesellscha en aus dem Zei aum on 1952 bis 1965
he angezogen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55