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Steuerreform und Wirtschaftswachstum

Gottschalk, Wolf

Abstract

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Full text

Go schalk, Wol A icle S eue e o m und Wi scha swachs um Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Go schalk, Wol (1970) : S eue e o m und Wi scha swachs um, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 90, Iss. 3, pp. 327-336, h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291219 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Be ich e S eue e o m und Wi scha swachs um Be ich übe das P o esso en-Kolloquium de Adol -Webe -S i ung am 12. 2.1970 in F ank u am Main Ho s Albach sp idi zunächs übe „S eue e o m und Wi scha s- wachs um in mik oökonomische Sich ". E beginn mi de Fes s el- lung, daß die gegenwä ige Diskussion übe die geplan e S eue e o m on e schiedenen Ziel o s ellungen beein luß we de. So solle z.B. nach Ansich des Bundes inanzminis e s die S eue las quo e nich e - ände we den. De Wissenscha liche Bei a beim Bundes inanzmini- s e ium habe die gleiche Ziel o s ellung, be one da übe hinaus abe , daß die S uk u des S eue au kommens nach bes imm en Gesich s- punk en de Leis ungs ähigkei de S eue zahle und de s eue lichen Ge ech igkei geände we den solle. Schließlich gebe es noch den S ü zelplan, nach dem bei gleichbleibende S eue las quo e unk ionale Gesich spunk e be ücksich ig we den sollen. Beckmann und e haben geglaub , daß auch die F age nach dem Ein luß gep ü we den müsse, den das de zei ige S eue sys em und seine geplan en Re o men au das Wachs um de Un e nehmen und de Gesam wi scha haben. Man solle auch das P oblem de S eue - ge ech igkei un e dem Aspek eine dynamischen Wi scha e - ö e n. Die Analyse diese P obleme haben e und Beckmann in de Weise o genommen, daß Albach zunächs die F age behandel habe, wie das Wachs um eines einzelnen Un e nehmens und dessen In- es i ionsmöglichkei en du ch Ände ungen in den e schiedenen S eue a en und -sys emen beein luß we den und wie sich dann diese Pa ialaussagen in Beckmanns mak oökonomische Analyse ein ügen ließen. Zu angewand en Me hode beme k Albach9 daß e da on ausgegan- gen sei, daß das Wachs um de Gesam wi scha en scheidend on de In es i ions ä igkei de p i a en Indus ie ge agen we de. Diese Ta sache habe e in den Mi elpunk seine Übe legungen ges ell und dann un e such , wie die Neigung de Un e nehmen, zu in es ie en, du ch Ände ungen on S eue sä zen und S eue modali ä en beein luß we de. Um diese F age auch quan i a i bean wo en zu können, habe OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 328 Be ich e e e such , die In es i ionsneigung de Un e nehmen und das In- es i ions e hal en zahlenmäßig zu e assen und dazu eine bes imm e Me hode de In es i ions echnung, nämlich die sog. Kapi alwe - me hode e wand , die die Yo eilha igkei eines In es i ionsobjek es ausd ücke in dem Gegenwa swe alle zukün igen Gewinne abzüg- lich de In es i ionsausgaben. De Re e en geh dann au Einzelhei en de Be echnungsme hode und des benu z en s a is ischen Ma e ials ein und s ell es , daß mi de Kapi alwe me hode das In es i ions e hal en de deu schen Wi - scha seh gu e klä we de, und zwa besse als mi jede ande en bishe bekann gewo denen Übe p ü ung de In es i ions unk ion. Das gel e üb igens auch im Falle de E bscha ss eue und de en Ein- luß au die In es i ions ä igkei de Un e nehme . Albach behandel nun im einzelnen S eue ände ungswi kungen au das In es i ions olumen und au die In es i ionss uk u , insbeson- de e au den An eil länge lebige In es i ionen an den gesam en In- es i ionen. Die Un e suchung de In es i ions unk ion zeige, daß das In es i ions olumen on den e wa e en Gewinnen abhänge, die mi eine In es i ion e ziel we den können. Somi müsse jede S eue - e höhung das In es i ions olumen senken, weil die Gewinne wa un- gen sinken. Alle dings sei diese E ek bei den einzelnen S eue a en seh un e schiedlich. So könne man seh deu lich es s ellen, daß E - agss eue sa ze höhungen besonde s s a k au die In es i ions ä ig- kei wi ken, wäh end eine E höhung des Meh we s eue sa zes eine ge inge e Auswi kung au die In es i ions ä igkei — jeden alls bei unse en heu igen Ausgangssä zen — habe. Seh au schluß eich sei die An wo au die F age, wie das S eue - sys em au die S uk u des In es i ions olumens hinsich lich de Nu zungsdaue de In es i ionen und de Risikobe ei scha de Un- e nehme wi ke. Fü das Wachs um de Wi scha sei ja en schei- dend, ob die Un e nehme be ei und in de Lage seien, auch lang- is ig und auch in isiko eichen Mä k en mi g oßen Zukun schancen zu in es ie en. Die Un e suchung habe e geben, daß hohe E ags- s eue sä ze die Vo eilha igkei länge lebige In es i ionsobjek e iel s ä ke als diejenigen kü ze lebige In es i ionsobjek e e minde n. Eine E höhung de E agss eue sä ze e e da übe hinaus auch In- es i ionsobjek e mi hohen Gewinnchancen und en sp echend hohen Risiken e heblich s ä ke als In es i ionsobjek e mi ge ingen Risiken. Hohe E agss eue sä ze e inge en somi die In es i ionsneigung länge is ige und isiko eiche In es i ionen mi allen sich da aus e gebenden Konsequenzen ü das Wi scha swachs um insgesam . In- e essan e weise gel e dies nich ü die Umsa zs eue , de en E höhung OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 Be ich e 329 isiko eiche In es i ionen ehe begüns ige als beein äch ige, wie die E gebnisse de quan i a i en Analyse zeig en. De Re e en un e such schließlich den Zusammenhang on In- es i ions ä igkei und Wi scha sbes eue ung, ein Thema, das in le z- e Zei besonde s he ig disku ie we de. Au die Kapazi ä se ek e de E bscha ss eue eingehend, s ell de Re e en es , daß diese S eue en gegen de Absich des Gese zgebe s wenige die Leis ungs- ähigkei des E ben als ielmeh die We bewe bs ähigkei des E blas- se s e e und seine In es i ionsneigung beein äch ige. Ein e an - wo ungs olle Un e nehme we de nämlich Vo so ge da ü e en, daß im Falle seines Todes de Bes and des Un e nehmens du ch eine E bscha ss eue des E ben nich ge äh de we de. E we de dahe also ech zei ig eine E bscha ss eue e siche ung abschließen, de en P ämie einen bedeu samen Kos en ak o ü seinen Be ieb da s elle. Analoges gel e ü alle Fo men eine Selbs e siche ung ü den E b all. Es sei also du chaus möglich, daß de du ch eine E bscha ss eue - e höhung anges eb e Um e eilungse ek du ch Wachs ums e lus e ge äh de we de. Dies sei ein Beweis ü seine These, daß S eue - e o m o schläge nich ohne Be ücksich igung de Wachs umsaspek e disku ie we den dü en, denn s e iges Wi scha swachs um sei schließlich eine no wendige Bedingung ü eine besse e und auch ge- ech e e Gü e e so gung de Be ölke ung in de Zukun . Anschließend sp ich Ma in J. Beckmann übe „S eue e o m und Wi scha swachs um aus mak oökonomische Sich ". Das Re e a bau au seinen Übe legungen zu einem Gu ach en au , das zusammen mi dem Gu ach en Albachs in Kü ze e ö en lich we den wi d und in dem e such wi d, die ökonomischen Auswi kungen on S eue sys em- ände ungen au Sozialp oduk , Konsum, In es i ion, Gewinne, Expo , Impo und ande e ele an e G ößen zu messen und zu e klä en. Da- bei sei es üb igens keineswegs ausgeschlossen, daß die mak oökono- mische Analyse zu E gebnissen komme, die die E gebnisse de Mik o- un e suchung ums oßen können, weil sie u. U. quan i a i s ä ke seien als die in de Mik oanalyse gemessenen di ek en E ek e. Im o - liegenden Falle seien alle dings die E gebnisse de Mik oanalyse Al- bachs in de Mak oanalyse bes ä ig wo den. Beckmann üh aus, daß e die Un e suchung des P oblems zu- nächs an einem ein achen ökonomischen K eislau modell und dann an einem ökonome ischen Modell du chge üh habe. Das e s e Glei- chungssys em mi ün Gleichungen sei no wendige weise mi s a ken Ve ein achungen belas e , habe abe den Vo zug eine allgemeinen Ve s ändlichkei und leich en Übe p ü ba kei . Das ökonome ische Modell bie e hingegen den Vo eil eine besse en Absiche ung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 330 Be idi e Analyse gegen den Ein luß un e d ück e Va iable , die E möglichung quan i a i e Vo aussagen und die Un e suchung on Übe gangsphäno- menen, also on P ozessen, die on einem Gleichgewich szus and in den ande en üh en. De Nach eil eines ökonome ischen Modells sei na ü lich de , daß bei alsche Spezi ika ion, also bei alschen An- nahmen, das Modell an ällige gegen I um sei. Aus diesen Übe legun- gen he aus habe e dahe zu Un e suchung de ökonomischen Wi - kungen on S eue sys emände ungen sowohl die quali a i e als auch die quan i a i e Analyse angewende . Beckmann üh seinen Zuhö e n nun zunächs das ökonomische K eislau modell o und e läu e da an die Auswi kungen on S eue - sa zände ungen. Jede S eue e höhung üh e bei Kons an hal en alle üb igen exogenen G ößen, insbesonde e de S aa sausgaben, zu eine Ve kleine ung des Sozialp oduk s. Dabei sei die Ve minde ung des Sozialp oduk s bei eine E höhung de di ek en S eue n g öße als bei eine gleichg oßen E höhung des Au kommens an indi ek en S eue n. Diese Ve minde ung sei am g öß en bei eine E höhung de Gewinn- s eue n, sei mi elg oß bei de E höhung de indi ek en S eue n und sei am ge ings en bei eine E höhung de Lohns eue . Hie sei ange- me k , daß Beckmann lediglich diese d ei S eue a en als Ins umen - a iable in seinem quali a i en Modell e wende . In e essan sei üb igens das E gebnis, daß das Sozialp oduk auch dann sinke, wenn die di ek en S eue n e höh und gleichzei ig die in- di ek en S eue n so gesenk we den, daß das S eue au kommen ins- gesam gleich bleibe. De Re e en leg anschließend dem Kolloquium sein ökonome i- sches Modell o , das aus 29 Gleichungen mi 29 endogenen und 19 exogenen Va iablen bes ehe und zu einem wesen lichen Teil au einem Modell des Niede lände s an de We be uhe. Das Modell sei linea in den Wachs ums a en. Es we de zusammen mi dem obene wähn en Gu ach en in Kü ze de Ö en lichkei o ge üh we den. E wolle sich in diese Gesp ächs unde wenige mi den me hodischen P oble- men des Modells als ielmeh mi einigen quan i a i en E ek en eine Gewinns eue e höhung, eine Senkung de Umsa zs eue und eine gleichzei igen Du ch üh ung beide Maßnahmen ü eine Zei pe iode on ün Jah en be assen. Als E gebnis diese Analyse könne es gehal en we den, daß bei E - höhung de Gewinns eue n um ün P ozen nach ün Jah en ein Rückgang de In es i ionen um 6,8 P ozen punk e, des B u osozial- p oduk s um 0,6, des P i a en Ve b auchs um 2,7 und de e ügba en Gewinne um 5,9 P ozen punk e es zus ellen sei. Bei eine Senkung de Umsa zs eue um zwei P ozen punk e sei hingegen in diesem Zei - aum ein leich e Ans ieg de genann en G ößen zu beobach en. Bei OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 Be ich e 331 eine gleichzei igen E höhung de Gewinns eue n um ün P ozen - punk e und kompensie ende Senkung de Umsa zs eue um ca. zwei P ozen punk e schlage de nega i e E ek de Gewinns eue e höhung s a k du ch, insbesonde e au In es i ionen und Sozialp oduk . Die Diskussion wi d on Kon ad Li mann (Hambu g) gelei e , de zunächs sein Bedaue n da übe ausd ück , daß die zu Ve ügung s ehende Zei nich aus eiche, um das on Ma in Beckmann o - geleg e ökonome ische Modell um assend zu besp echen. Wenn man be ücksich ige, wie iel A bei in diesem Modell s ecke, dann sei de Zei mangel besonde s bedaue lich. S aa ssek e ä a. D. Paul Binde (S u ga ) wende gegen die Übe - legungen Albachs ein, daß diese in seinem Modell e schiedene psy- chologische Reak ionen de Un e nehme auße ach gelassen habe. Nehme man einmal an, daß die Gewinns eue n e höh wü den und die Meh we s eue gesenk wü de, so ließen sich meh e e Reak ions- weisen o s ellen. Ein Teil de Un e nehme we de je z e s ech in es ie en, weil sie sich in olge de Kau k a e höhung in den Hän- den de Konsumen en eine E wei e ung de Geschä smöglichkei en aus echne en. Ein ande e Teil we de ielleich e suchen, die S eue n au die Konsumen en zu übe wälzen. Das hänge na ü lich on de P eiselas izi ä de Nach age de be e enden Gü e ab. Schließlich gebe es auch noch Un e nehme , ü die eine de a ige S eue sa z- ände ung de Zwang zu Ra ionalisie ung wä e. Na ü lich dü e in allen genann en Fällen die S eue sch aube nich „übe d eh " we den, sons könn en die E ek e soga lähmend sein. Ho s Albach mein dazu, daß man eine S eue e o m nich au Ve mu ungen au bauen soll e. Mik oökonomische Ve hal ensweisen bei einzelnen Un e nehme n müß en sich du chaus nich gesam wi - scha lich niede schlagen. Man habe mak oökonomische Übe legungen zu F age de Elas izi ä on Gewinnen und In es i ionen in bezug au eine Meh we s eue ände ung und un e Be ücksich igung on Übe - wälzungsmöglichkei en und e höh e Kau k a gep ü . Dabei habe sieh gezeig , daß diese Elas izi ä bei Meh we s eue sä zen bis 16 .H. un e 1 und e s bei einem Meh we s eue sa z on 20 .H. bei 1,25 liege. Dagegen liege die Elas izi ä de In es i ionen in bezug au eine E agss eue sa zände ung bei den heu igen S eue sä zen be äch lich übe 1. Diese Zahlene gebnisse seien s a is isch gesiche und inso e n meh als Ho nungen und Ve mu ungen. Auch Ma in Beckmann is de Au assung, daß die These Binde s, Gewinns eue e höhungen könn en In es i ionen ge adezu auslösen, du ch das o liegende s a is ische Ma e ial keineswegs bes ä ig we - den könne. Die Zei eihen zeig en einen seh kla en Zusammenhang zwischen den In es i ionen eines Jah es und den Gewinnen des Vo - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 332 Be ich e jah es. Na ü lich könne hie und da die In es i ionsneigung wachsen, abe In es i ionsmöglichkei en, also die Finanzie ungsmöglichkei en, wü den ge inge , wenn die Gewinne ielen. Zu F age de e wand en Übe wälzungshypo hese, die on Hans- Jü gen K upp (F ank u a. M.) angeschni en wi d, beme k Beck- mann , daß heo e ische Übe legungen und s a is isches Ma e ial gezeig haben, daß eine E höhung de Gewinns eue n in eine Pe iode auch im Zus and de Vollbeschä igung zu einem In es i ions ückgang in de nächs en Pe iode üh en we de. Diese P ozeß sei öllig unabhängig on de Übe wälzba kei . Es lasse sich mi Hil e on Akzele a o - übe legungen zeigen, daß — un e de Annahme ollkommene Übe - wälzba kei de Gewinns eue n — das In es i ions olumen in de nächs en Pe iode wegen des Zusammenhanges on s eigenden P eisen und sinkendem Konsum und den hie aus esul ie enden Akzele a o - wi kungen eben alls kleine we den müsse. Heinz Halle (Zü ich), Mi glied des Wissenscha lichen Bei a s beim Bundesminis e ium de Finanzen, beme k , daß die on diesem Bei a anges eng en Übe legungen zu geplan en S eue e o m zu ande en E gebnissen üh en als die Un e suchungen Albachs und Beckmanns. Au einen Einwu Albachs , daß beiden Rich ungen ja un e schiedliche Ziel o s ellungen zug unde gelegen hä en — de Bei a be one das Ge ech igkei spos ula , Albach und Beckmann hingegen die Wachs- umsaspek e eine S eue e o m — und dahe u.U. auch zu ande en E gebnissen kommen müß en, s ell e Halle es , daß es dankenswe sei, daß die hie o ge agenen Un e suchungen du chge üh wo den seien, die in diesem Um ang und in de G ündlichkei de Bei a au - g und seine Zusammense zung und zei lichen Möglichkei en nich hä e an e igen können. Es sei abe doch ielleich hie de Anschein e weck wo den, als sei de Bei a ein wenig leich e ig e ah en und habe seine Vo - schläge e was unübe leg o ge agen. Dies sei abe du chaus nich de Fall. Vielmeh sei de Bei a on de G undeins ellung ausgegangen, daß die spezi isch wachs ums ö de nden Maßnahmen, die lange Zei — insbesonde e in de Wiede au bauphase — das deu sche S eue - wesen s a k gep äg hä en, heu e nich meh no wendig seien, son- de n daß man heu e das Ge ech igkei spos ula s ä ke be onen müsse. Die En scheidung de F age, ob man meh Wachs um ode meh Ge- ech igkei wolle, implizie e ein We u eil. De Bei a habe sich ü das Ge ech igkei spos ula en schieden. Folge ich ig habe e dann S eue n und1 Begüns igungen un e such und en sp echende Vo schläge übe de en Beibehal ung, Abscha ung ode Anhebung gemach . So habe e e wa ü eine s ä ke e P og ession bei de Di ek bes eue ung plädie , was zu Folge gehab habe, daß e dann auch ü eine leich e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 Be ich e 333 Ve inge ung de indi ek en S eue n sp echen muß e, wenn es ihm, dem Bei a , um eine Kons an hal ung de S eue quo e wi klich e ns sei. F eihe on Be hmann (F ank u a. M.) beschä ig sich mi dem In es i ions e hal en de Un e nehme und mein , es gel e die These, daß eine E höhung de di ek en S eue n zu eine Ve minde ung de In es i ions ä igkei üh en müsse, nu in de ku z is igen Be ach- ung. Ve gleiche man einmal die nied igen Einkommens eue sä ze ühe e Zei en und die heu igen hohen S eue sä ze mi den en sp e- chenden In es i ionsneigungen, dann müsse man es s ellen, daß heu e die In es i ionsbe ei scha du chaus nich nied ige , sonde n ehe höhe sei als ühe . E be ach e dies im üb igen als ein Zeichen da ü , daß die di ek en S eue n doch s a k übe wälz wü den. Fe ne glaube e , daß die In es i ionsneigung des Un e nehme s seh s a k on de Eigenkapi alauss a ung des Un e nehmens abhänge. Bei eine hohen F emd inanzie ung sei nach seinen E ah ungen mi eine g oßen In- es i ionsbe ei scha zu echnen, was bei Un e nehmen mi g oße Eigenkapi alauss a ung nich so s a k zu beobach en sei. Diese These wi d on Albach anhand seine Übe p ü ung de on ihm au ges ell en In es i ions unk ion bes ä ig , die e an g iechischen Ak iengesellscha en ge es e habe. Do habe sich gezeig , daß das Wachs um de Un e nehmen bei wachsendem Ve schuldungsg ad ge- s iegen sei. Alle dings müsse man sich hie o eine Gene alisie ung diese Beobach ung hü en; insbesonde e schon deshalb, weil es sich bei den do he angezogenen K edi en as ausschließlich um S aa s- k edi e gehandel habe, de en Lenkung mögliche weise nach ande en als Rendi easpek en e olg e. Einige Diskussions eilnehme bedaue n lebha , daß Albach sein Modell aus Zei g ünden nich genaue o üh en konn e. Dies sei in- so e n nach eilig, als die Diskussions eilnehme dahe nich da übe in o mie seien, welche Annahmen in das Modell eingegangen seien. Ge ade diese abe seien ü die Beu eilung de E gebnisse aus dem Modell d ingend no wendig. Sons nämlich sei das Modell ein Au o- ma , on dem Außens ehende nich wüß en, wie e kons uie sei und wie wi klichkei snahe die E gebnisse seien. Als Beispiel könne e nu die Annahmen zu Übe wälzungsmöglichkei de di ek en S eue n an- üh en. Es gebe da übe zahl eiche, höchs un e schiedliche Theo ien, und es sei schon no wendig zu wissen, welche diese Theo ien in dem Modell e wende wu den. Ähnliches lasse sich zu F age de In es i- ions unk ion sagen. Zu den in den beiden Modellen e wende en In es i ions unk ionen üh Beckmann aus, daß diese Funk ionen mak oökonomisch bes imm seien. Die Aus üs ungsin es i ionen we den in seinem Modell on de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55 334 Be ich e Ve ände ung des B u osozialp oduk s, dem Diskon sa z und dem Ge- winn de Vo pe iode bes imm . Lediglich de Koe izien des Zinses sei dabei s a is isch nich gesiche . Die beiden ande en Koe izien en seien s a is isch gesiche und hä en das ich ige Vo zeichen — üb i- gens ein Anhal spunk da ü , daß keine Mul ikollinea i ä o liege. Au g und on Zei eihenanalysen on Gewinnen und In es i ionen habe man es s ellen können, daß die Gewinne den In es i ionen um eine Pe iode o lie en. Zu Übe wälzungs age mein Beckmann , daß e hie keine will- kü lichen Annahmen gemach habe, sonde n daß das Modell das a - sächliche Übe wälzungs e hal en in de Ve gangenhei wiede gebe. Um das A gumen on o nhe ein abzuweh en, daß es du ch Ände- ungen des S eue sys ems zu neua igen Ve hal ensweisen bei de Übe wälzung kommen könn e, habe e auch den denkba ungüns igs en Fall be ach e , daß nämlich die Meh we s eue nich übe wälz , da- gegen die Gewinns eue n oll übe wälz wü den. Selbs in diesem ungüns igs en Fall e e bei eine Senkung de Meh we s eue und E höhung de Gewinns eue n ein nega i e E ek au die In es i- ionen ein. Ho s Albach sag zu den Annahmen, die e bezüglich de mik o- ökonomischen Übe wälzungsmöglichkei en gemach habe, daß e sich an die E gebnisse de mak oökonomischen Fo schung gehal en habe, da es eine allgemeine mik oökonomische Theo ie da übe zu Zei nich gebe. Diese F age sei ja ge ade eines de Ke np obleme, um de e willen e und Beckmann gemeinsam an dem gleichen Un e - suchungsgegens and gea bei e hä en. Au g und diese Zusammen- a bei mi dem Mak oÖkonomen habe e dann angenommen, daß bei den Gewinns eue n eine Übe wälzung nich möglich sei, daß hingegen bei de Meh we s eue je nach Ma k si ua ion eine meh ode wenige s a ke Übe wälzung zu e wa en sei. Dami habe e im le z e en Fall zwei Al e na i en, nämlich keine Übe wälzung und olle Übe wälzung, zu p ü en gehab . Dabei habe wiede die Un e scheidung in Vo wä s- und Rückwä sübe wälzung gemach we den müssen. En sp echend den Kombina ionsmöglichkei en diese E ek e habe e dann die Fälle einzeln du chge echne . Au die on ihm e wand e In es i ions unk ion eingehend, be on Albach , daß e diese sei meh e en Jah en imme wiede gep ü habe. E habe die Akzele a o hypo hese, die Umsa zinduzie ung und den Gewinn geschä z , wobei sich üb igens gezeig habe, daß die Akzele- a o hypo hese nich so gesiche e Aussagen e laube wie die Gewinn- hypo hese. Fü seine P ü ung habe e das Zahlenma e ial on 100 deu schen Ak iengesellscha en aus dem Zei aum on 1952 bis 1965 he angezogen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.3.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:55