Ke schagl, Richa d
A icle
Zukun sp obleme de No enbanken
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ke schagl, Richa d (1967) : Zukun sp obleme de No enbanken, Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 87, Iss. 3, pp. 257-274,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.87.3.257
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Zukun sp obleme de No enbanken
Von Richa d Ke schagl, Wien
L
Zwei Theo ien haben in de Ve gangenhei das We den de No en-
bankpoli ik und die S ellung de No enbanken en scheidend beein-
luß . Beide Theo ien sind o de Mi e des o igen Jah hunde s
en s anden; beide bauen, wie as jede ökonomische Theo ie, zu einem
nich ge ingen Teil au den Ve häl nissen und E ah ungen ih e Zei
au .
Von diesen beiden Theo ien is es zunächs die Cu ency-Theo ie1,
ü welche de Gedanke de sogenann en Au oma ik de No enbanken
cha ak e is isch is . Sie geh on dem Gedanken aus, daß, wenn im
wesen lichen Volldeckung de Bankno en in Gold bei ech e und un-
besch änk e Kon e ibili ä de No en gegeben sei, sich du ch Goldzu-
und -ab luß sowohl eine S abili ä des Ku sni eaus, als eine S abili ä
des P eisni eaus, als ein au oma ische Ausgleich de Handelsbilanz
e geben müsse, ohne daß i gendwelche wei e en Eing i e e o de lich
seien. Diese Gedanke de nonin e en ion in eine ein libe alen
Wi scha ss uk u be uh au de Vo s ellung, daß e s ens bei un-
besch änk e Kon e ibili ä in Gold de Außenku s eine Wäh ung
nu um die sogenann en beiden Goldpunk e schwanken könne. Bei
S eigen des Außenku ses wi d de selbe du ch Goldab luß, bei Sinken
des Außenku ses du ch Goldzu luß au oma isch ko igie . Dadu ch
abe müsse sich eine Auswei ung ode Zusammenziehung des No en-
umlau es e geben, de ja wei gehend s a an die jeweilige Golddek-
kung gebunden sei. Diese Auswei ung beziehungsweise Zusammenzie-
hung des No enumlau es müsse abe im Sinne de einen Quan i ä s-
heo ie wiede ih e sei s auch au oma isch zu eine S abilisie ung des
P eisni eaus üh en, die le z en Endes eine ein mone ä e Angelegen-
hei sei. Abe auch die Handelsbilanz wü de ih en au oma ischen Aus-
gleich dadu ch inden, daß bei eine Tendenz zu P eiss eige ung es ü
das Ausland o eilha wä e, Gold zu impo ie en ans a Wa en, bei
eine Neigung zu P eissenkung abe im Inland p eisgüns ig einzu-
1 Richa d Ke schagl: Volkswi scha sleh e. Ein Ab iß de wich igs en Leh mei-
nungen. 5. Au l. Wien 1952. S. 96 .
17 Schmolle a Jah buch 87,3
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kau en und da ü Gold zu Ein uh zu b ingen. Au diese Weise könne
au die Daue auch niemals ein g öße es De izi de Handelsbilanz ein-
e en, wenn nu die ange üh en Spiel egeln unbeding beach e
wü den.
Schon aus dem o he Gesag en wi d es so o kla , daß diese Theo-
ie on eine Reihe on Vo ausse zungen ausgeh , die heu e in keine
Weise gegeben sind. Es bes eh wede eine Gold olldeckung i gend-
eine Wäh ung gekoppel mi öllige Kon e ibili ä de selben in
Gold. Es bes eh in keinem Lande de Wel gegenwä ig eine o al
libe ale Binnenwi scha und in de ganzen Wel keine o al libe ale
Außenwi scha , die o allem den öllig eien Geld-, Kapi al- und Wa-
en e keh ga an ie en wü de, wenngleich gewisse Bemühungen zu
Besei igung de alle ä gs en Sch anken schon sei Jah en im Gange
sind. Dennoch könn e im Sozials aa de Gegenwa , de in den mei-
s en Lände n bis zu Häl e des Volkseinkommens neu e eil , in ab-
sehba e Zei on eine libe alen Wi scha so dnung nich die Rede
sein. Von einem in e na ionalen P eisausgleich, selbs wenn ein solche
sich handelspoli isch als möglich e weisen wü de, könn e doch imme
nu bei Wa en die Rede sein, welche Wel handelscha ak e agen.
Selbs wo dies abe de Fall wä e, sind ganze Zweige de Wi scha ,
wie zum Beispiel in Eu opa ein g oße Teil de Landwi scha und
nich une hebliche Teile des Gewe bes, in de e schiedens en Weise
du ch in e en ionis ische Maßnahmen geschü z , wobei kaum zu e -
wa en is , daß, zumal die Wi scha an sich ja nich Selbs zweck is ,
zu einem laissez- ai e, laissez passe in i gendeinem Zei punk zu ück-
gegangen wü de, mögen dies auch einzelne Au o en on g öß e Be-
deu ung, wie e wa Al ed Amonn, wä ms ens emp ohlen haben. Die
a sächliche Wi kung eine solchen Poli ik, selbs wenn sie ein mone-
ä du chge üh we den könn e, müß e, zumindes au das P eis-
ni eau im Inland, im güns igs en Falle als äuße s ge ing bezeichne
we den. Im üb igen ha man selbs in dem einzigen Land, das eine
Zei lang be ei wa , sich wenigs ens heo e isch au die ange üh e
Ideologie einzus ellen, nämlich in England, au Mi el wie e wa Dis-
kon poli ik ode O en-Ma k -Poli ik p ak isch nich e zich en kön-
nen. Hie bei soll au die F age ga nich e s eingegangen we den,
daß sich bei Anwendung diese Theo ie die Gold p oduzie enden
Lände in eine seh ungleichen Si ua ion gegenübe den nich Gold
p oduzie enden Lände n be inden müß en.
Die zwei e Theo ie, nämlich die sogenann e Banking-Theo ie2, ha
so wei e p ak ische Anwendung ge unden, daß man sie heu e soga
mi einem gewissen Rech als die klassische No enbank heo ie bezeich-
2 Ke schagl: Volkswi scha sleh e a.a.O., S. 96 .
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Zukun sp obleme de No enbanken 259
nen kann. Auch sie is en s anden in eine Pe iode eines wei gehenden
Libe alismus und is in den olgenden Jah zehn en und un e dem
Ein luß de ame ikanischen No enbankgese zgebung bis zu einem ge-
wissen G ad modi izie wo den. In ih en G undzügen abe ha sie
keine wesen liche Ve ände ung e ah en und wi d auch heu e noch
iel ach als mus e gül ig und als allgemein ane kann e Lei sa z be-
ach e . Auch sie geh on eine im wesen lichen libe alen Binnen-
und Außenwi scha aus. Auch sie is na u gemäß s a k on den Ve -
häl nissen de Zei o e wa 120 Jah en beein luß ; sie un e scheide
sich abe on de Cu ency-Theo ie in d ei wesen lichen Punk en: Sie
wünsch keine gewisse maßen goldisola ionis ische No enbankpoli ik,
wenngleich auch sie au eine eilweisen Golddeckung und de No wen-
digkei de Kon e ibili ä de Wäh ung in Gold basie , ja beides als
eine selbs e s ändliche Vo ausse zung ansieh mi de Einsch änkung,
daß sie, im Gegensa z zu Cu ency-Theo ie, eine Volldeckung in Gold
ü nich e o de lich häl , auch nich zu Au ech e hal ung de unbe-
sch änk en Kon e ibili ä de Wäh ung in Gold. Sie geh zwei ens
on de Idee aus, daß eine besse e Angleichung an die Wi scha sen -
wicklung e olgen müsse, und zwa du ch den Eskomp on sogenann-
en Wa enwechseln, wodu ch nach ih e Meinung — auch bei ein
quan i ä smäßige Anschauung — das Gleichgewich zwischen No en-
e meh ung und Gü e e meh ung in aus eichende Weise gesiche
sei. Dami abe diese Appa a gehö ig unk ionie en könne, geh sie
on dem P inzip de Au oma ik und de nonin e en ion ab. Sie is
be ei , en sp echende echnische Mi el anzuwenden, und zwa o
allem die Diskon poli ik und die O en-Ma k -Poli ik, spä e auch die
sogenann e Mindes ese enpoli ik. Es gib üb igens auch einzelne Au-
o en, insbesonde e in den spä e en Jah en des 20. Jah hunde s, wel-
che eine sogenann e selek i e K edi poli ik emp ehlen, also eine
K edi poli ik, die be ei s e häl nismäßig s a ke planwi scha liche
Momen e in ih em le z en G unde au weis . Wi we den die einzel-
nen Mi el, die üb igens heu e noch wei gehend in Geb auch s ehen,
au ih e heo e ische Rich igkei , au ih e p ak ische Anwendba kei
und nich zule z au ih e Wi ksamkei un e öllig e ände en Um-
s änden un e suchen. In jede Wi scha spoli ik, also auch in de
Wäh ungspoli ik, gil in hohem G ade hinsich lich de en Wi ksamkei
und Zweckmäßigkei die nich nu im Rech , sonde n auch in de Wi -
scha , oll zu Gel ung kommende clausula ebus sie s an ibus.
Im allgemeinen muß abe schon je z es ges ell we den, daß auch
diese Theo ie de sogenann en banking school on einem im wesen -
lichen nich in e en ionis ischen Modell de Binnenwi scha wie de
Außenwi scha ausgeh . Es is wei e ü sie cha ak e is isch, daß
sie on eine ein mone ä en P eis heo ie und Konjunk u heo ie aus-
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geh , das heiß , daß sie die nich mone ä en Fak o en in de Wi -
scha wei gehend nich be ücksich ig ode zumindes s a k un e -
schä z . Wi wollen im nach olgenden diese sogenann en Mi el de
klassischen No enbankpoli ik eingehend un e suchen.
Als e s es und haup sächlichs es Mi el komm ü die klassische No en-
bankpoli ik die Diskon poli ik in Be ach , und zwa in eine doppel-
en Wi kungs ich ung, nämlich in de Rich ung hinsich lich des Außen-
we es und in de Rich ung hinsich lich des Binnenwe es, also de
Kau k a de Wäh ung. Hinsich lich des Außenwe es de Wäh ung
e wa e en sich die Anhänge de Diskon poli ik als exod omischem
Mi el3, daß, nach dem damals als allgemeingül ig angesehenen Gese z
des Zu lusses des Kapi als nach den O en des jeweils höchs en E ags,
bei eine Zins ußhinau se zung ein Kapi al- und Goldzu luß ins In-
land, im Falle eine He abse zung ein Ab luß in de umgekeh en Rich-
ung zu e wa en sei. Im üb igen e wa e e man sich auch, in analoge
Weise, du ch höhe en Zins uß de No enbank und seinen dami e -
bundenen Ein luß au die Höhe de Ve zinsung de Spa einlagen, bei
s eigendem Zins uß eine e s ä k e Bildung on Spa kapi al, bei He -
abse zung hingegen eine Wi kung in de en gegengese z en Rich ung.
Diese E wa ungen sind ü beide Fälle zwei ellos iel zu allgemein
o mulie . Es wi d hie bei e s ens nich Rücksich da au genom-
men, daß auch ande e Fak o en, o allem solche psychologische Na-
u , wie das Momen de Siche hei und des Glaubens an die Si-
che hei , eine en scheidende Rolle spielen. Es wi d zwei ens nich
Rücksich genommen au den Un e schied de e schiedenen Rigidi-
ä sg ade des Kapi als, welche die Mobili ä des Kapi als en scheidend
beein lussen. Und es wi d d i ens nich Rücksich da au genommen,
daß ein g oße Un e schied bes eh , ob sich das Kapi al daue nde In-
es i ionsanlagen ode zei weilige Spekula ionsanlagen such , wobei
un e ande em das spä e on Keynes so bezeichne e Momen de liqui-
di y p e e ence eine en scheidende Rolle spiel . Es wi d schließlich
auch hie on dem Theo em eine öllig eien in e na ionalen Be-
weglichkei des Kapi als ausgegangen, also wiede on de Annahme
eines modellmäßigen, ode wie wi sagen könn en, ik i en, ollkom-
menen F eihandels und eine o alen F eihei de Kapi albewegungen.
Und es wi d schließlich dabei nich die F age in E wägung gezogen,
ob eigen lich in den in e na ionalen Wi scha sbewegungen de Gü e -
s om dem Kapi als om ode de Kapi als om dem Gü e s om olg ;
eine F age, au die eine allgemeingül ige An wo kaum zu inden is .
Gegen die Diskon poli ik als Mi el de P eiss abilisie ung lassen
sich abe noch iel meh und noch iel gewich ige e Momen e an üh-
3
Geo g F ied ich Knapp: S aa liche Theo ie des Geldes. 4. Au l. München und
Leipzig 1923. S. 228, 236 .
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en. Zunächs muß da au hingewiesen we den, daß die Wi kung au
die Be iebe eine gänzlich e schiedene sein wi d, je nachdem, ob es
sich um kapi alin ensi e ode kapi alex ensi e Be iebe handel . Ähn-
liches gil ü den g undlegenden Un e schied zwischen Be ieben mi
ela i hohem Eigenkapi al und ela i ge ingem F emdkapi al, im
Gegensa z zu Be ieben mi ela i ge ingem Eigenkapi al und ela i
hohem F emdkapi al. Die Wi kung wi d schon aus diesen G ünden je
nach B anchen und Be ieben eine seh e schiedene sein.
Hie zu komm noch, daß bei de Wi kung de Höhe des Diskon s
d ei Momen e eine en scheidende Rolle spielen, und zwa e s ens die
F age, ob eine solche Maßnahme in einem Land mi ela i b ei e
Kapi aldecke ode mi ela i ku ze Kapi aldecke, beziehungsweise
ob sie in eine Zei s a ke ode ge inge Liquidi ä o genommen
wi d. Von besonde e Bedeu ung abe wi d zwei ens de Ums and
sein, in welchem Ve häl nis die Höhe de jeweiligen Zins ußände-
ung zu ande en Kos en ak o en s eh , insbesonde e zu E höhung
ode Senkung de Löhne, de S eue n, de sozialen Abgaben und ähn-
lichem. Man kann soga sagen, daß in de heu igen Zei , und zwa sei
dem Ende des E s en Wel k ieges, in auße o den lich ielen Fällen
eine Kompensa ion, ja eine Übe kompensa ion on Diskon e höhungen
du ch wesen lich s ä ke e E höhungen in den genann en Sek o en as
egelmäßig e olg is , so daß die Diskon bewegung bes en alls als ein
Signal, nich abe als du chschlagend bezeichne we den kann und
muß. Was soll beispielsweise eine E höhung des Zins ußes um ein
P ozen wi klich bewi ken, wenn gleichzei ig Lohne höhungen on
ün ode zehn P ozen ein e en? Dies nu ein Beispiel ü iele.
D i ens abe wi d die Diskon poli ik — und wi we den im Zusam-
menhang mi de Besp echung de O en-Ma k -Poli ik noch eingehen-
de da au zu sp echen kommen — on seh ielen und maßgeblichen
öllig auße mone ä en Fak o en zumindes in ih e p ak ischen Du ch-
üh ung, nich nu in ih e heo e ischen Beg ündung, beein luß we -
den. Wi we den an ande e S elle noch da au zu ückkommen, daß
jede Zins uße höhung le z en Endes au die Ausschal ung iele G enz-
be iebe, jede Zins uße mäßigung abe au die küns liche Lebense hal-
ung e agsmäßig agwü dige Be iebe hinauslau en kann und
dami im e s e en Falle in s ik em Gegensa z zu jede Poli ik de Voll-
beschä igung — und dies ha auch Keynes ich ig e kann —, im le z-
e en Falle abe zu eine ungüns igen Ve schiebung de Inpu -ou pu -
Rela ion üh en muß. Ge ade le z e es haben zwa die Keynes-K i i-
ke , nich abe Keynes selbs , e kann . Wenn wi noch hinzu ügen, daß
jede Diskon e höhung zum Beispiel on en scheidendem Ein luß au
den S aa sk edi inso e n is , als sie eine sei s die Kos en on Neu-
au nahmen on Anleihen no wendige weise e höh , den Ku s de
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al en Anleihen abe senken muß, da le z e e ja diese Bewegung nich
mi machen können, so können wi hie uhig sagen, daß mi eine
Diskon e höhung un e Ums änden seh une wünsch e Wi kungen ii
den S aa sk edi und dami ü das Budge e bunden sein können.
Dami sind wi abe bei einem de Haup p obleme angelang . Eine
de Haup i üme de Ve künde de Wi ksamkei de Diskon -
poli ik und de Be echenba kei ih e Wi kungen lieg da in, daß sie,
unbewuß ode ge lissen lich, iel ach übe sehen haben, daß die Zin-
sen einen Bes and eil sowohl de ech en als de kalkula o ischen Ko-
s en da s ellen4. Es is kla , daß hohe Zinssä ze das P oduk e eue n,
wo au wi be ei s zu An ang unse e K i ik de Zins ußpoli ik hin-
gewiesen haben. Es wi d also in seh ielen Fällen die Zins uße hö-
hung nich zu eine Ve billigung, sonde n zu eine Ve eue ung de
Wa en und dami zu einem S eigen und nich zu einem Sinken de
P eise üh en. Wenn on den u sp ünglichen Schöp e n de Theo ie
de Diskon poli ik noch bis ie ins 20. Jah hunde hinein imme
wiede da au hingewiesen wu de, daß man du ch die Ve eue ung
des K edi es un e ande em auch den Ab e kau on geho e en La-
ge n an Gü e n und dami indi ek eine P eissenkung, ode zumindes
eine Ve s ä kung des Angebo es, und dami le z en Endes auch eine
di ek e P eissenkung bewi ken wolle, so übe sieh diese Behaup ung,
daß in eine no malen Wi scha de P oduzen nich p oduzie , um
Wa en zu ho en — denn dann wü de e uinie sein —, sonde n um
sie zu e kau en. T i abe auch nu die ge ings e We minde ung des
Geldes ein, so wi d eine Zins uße höhung au den Ve kau on La-
ge n— wobei man sich meis übe die a sächliche G öße solche Lage
eine s a ken Illusion hingib — kaum eine Wi kung haben, wenn nu
die ge ings e Ge ah bes eh , daß die in e höh em Ausmaß au lau en-
den K edi kos en ü die be ei s e zeug e Wa e du ch Gelden we ung
kompensie ode übe kompensie we den. Niemand wi d sich bei
P eiss eige ungen on sagen wi zehn P ozen du ch eine Zins uße hö-
hung on ein ode zwei P ozen zu einem Ve kau zwingen lassen,
de au G und eine ech en, le z en Endes au den Wiede bescha -
ungs- und Rep oduk ionskos en basie enden P eiskalkula ion un e -
meidlich zu eine Aushöhlung de Subs anz seines Un e nehmens üh-
en muß. Selbs do , wo de echnische Fo sch i , e wa nach dem
Ca eyschen Gese z de Rep oduk ionskos en, be ei s o handene Lage
en we e ode die e ek i we dende Konku enz de Auslandsmä k e
wi ksam we den kann, wi d doch solange als nu möglich und mi nu
4 Das is üb igens eines de wenigen ich igen Mo i e de Keynesschen Theo ie,
daß eine küns liche Zinshe abse zung kos enmäßig — bis zu einem gewissen G ad
zusammen mi de Mul iplika o wi kung — p eisminde nd wi ken soll.
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seh ge inge Auswi kung de Zins ußges al ung ge ach e we den,
diese Gü e nich un e den Selbs kos en abzugeben5.
Wi wollen abe auch noch au die P obleme de sogenann en Wa-
enwechsel heo ie , also au die Zweckmäßigkei de Diskon ie ung
on Rohs o wechseln, die aus dem E lös de Fe ig ab ika e eingelös
we den sollen, zu ückkommen. Sie s ell zwei ellos in manche Be-
ziehung du ch ih e Loslösung om Isola ionsp inzip de s a en Gold-
deckung eine besse e Ve bindung de Wäh ung mi de Wi scha ,
abe auch eine besse e Be ücksich igung gesam wi scha liche Momen-
e da . Ih is abe — ebenso wie de sogenann en Quan i ä s heo ie
— en gegenzuhal en, daß sie nich genügend die quali a i en Momen e
gegenübe den quan i a i en Momen en be ücksich ig . Es komm nich
allein da au an, wie es e wa das sogenann e Fulla onsdie Gese z6
annimm , daß die Rohs o k edi e i gendeinmal aus dem E lös de
Fe ig ab ika e zu ückgezahl we den. Es komm hie bei nich zule z ,
wie wi be ei s an ande e S elle ausge üh haben, au das Zei mo-
men ode , wenn wi so sagen wollen, au das „b idging" zwischen
Gelden s ehung und Gü e en s ehung an. Es komm auch da au an,
was ü Gü e e zeug we den, und dies nich e wa nu un e dem
naheliegenden Gesich spunk de Ve käu lichkei ode Nich e käu -
lichkei diese Gü e . Es komm auch au den Un e schied bei de
He s ellung on P oduk i gü e n und Konsumgü e n an, wobei e s e e
schon nach dem Böhm-B awe kadien Gese z jeweils nu mi dem We
ih e P oduk ion in den Konsumgü e k eislau einzu e en e mögen.
Hie zu komm noch, daß eben de We diese P oduk e le z en Endes
ü den We de P oduk i gü e en scheidend is ; schon nach dem
Böhm-B awe ksdien Beispiel wi d eine nich ode nich oll ausge-
nü z e Maschine zu al em Eisen, und bei jede Liquida ion eines Be-
iebes wi d du ch diesen Ums and soga de Subs anzwe des Un e -
nehmens ein meh als p oblema ische . Es komm wei e dazu — und
dies ha wenigs ens Schumpe e 7 in seine imme hin e besse en
5 Diese E wägungen spielen üb igens in zwei seh g oße und wich ige P obleme
allgemeinwi scha liche Na u jensei s des ein mone ä en Fak o s hinein. Das
eine is die F age, welche Ve ände ungen im F eihandels- ode Schu zzollsys em
no wendige weise Auswi kungen au die P eisges al ung — und dami auch au die
mögliche Lohnges al ung — haben müssen. Zwei ens abe wi d die F age on Ab-
eden eine g oße Rolle spielen, welche ge ade hinsich lich solche Wa en seh häu-
ig ge o en we den, ja ge o en we den müssen, um nich den echnischen Fo -
sch i nich nu zu eine echnologischen A bei slosigkei , sonde n auch zu eine
emp indlichen We e minde ung de Subs anz de Wi scha üh en zu lassen. Hie
we den so iel ache nich nu poli ische und soziale, sonde n auch allgemeinwi -
scha liche Momen e on en scheidende Bedeu ung in E scheinung e en, daß nu
du ch ich iges Abwägen alle diese Momen e eine ich ige Lösung ü den Einzel-
all— beileibe keine gene elle Lösung — ge unden we den kann.
6
Ke schagl: Volkswi scha sleh e a.a.O., S. 97.
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Quan i ä s heo ie seh deu lich e kann —, daß nich die Geldmenge
kau , sonde n die Einkommen kau en, wobei nich nu die on den
Einkommen abgezogene Spa quo e die i uelle Kau k a de Ein-
kommen zumindes empo ä bes imm , sonde n auch die F age de
einen K edi käu e eine g oße Rolle spiel . Dies geh so wei , daß man
sich die F age o legen muß, ob es, ökonomisch gesehen, sich hie -
bei wi klich um ech e Einkommen ode nu um küns liche Ein-
kommensau blähungen handel , de en Wi kung üb igens bei e -
schiedene Wi scha slage seh e schieden zu beu eilen sein wi d.
Nich zule z abe wi d die Wa enwechsel heo ie, je nachdem, ob es
sich um di ek e Ve a bei ung on Rohma e ialien ode um die Ein-
schal ung eine ode meh e e Halb ab ika ionss u en handel , wesen -
lich komplizie , ja soga zu eine A Ke en heo ie ode Meh we -
heo ie, was le z en Endes zum Beispiel bei de Neuges al ung de
al en Umsa zs eue o men zu eine Meh we umsa zs eue eine g oße
Rolle gespiel ha .
Als wei e es iel ach geb auch es Mi el de No enbankpoli ik
komm die O en-Ma k -Poli ik in Be ach . Audi sie geh , wie die
Diskon poli ik, im wesen lichen on de Quan i ä s heo ie aus, bei de ,
wie be ei s da geleg , alle sogenann en „Ve eine ungen" ech p o-
blema isch sind, da sie schon in ih en G undlagen eine Reihe on
Ums änden nich be ücksich ig , die sich auch als Hinde nis jede ein
mone ä en K isen- und P eis heo ie no wendige weise en gegens ellen.
Wi haben auch an ande e S elle be ei s da au hingewiesen, daß die
Nich be ücksich igung psychologische Fak o en ge ade bei de Quan-
i ä s heo ie, und bei jede Geldwe heo ie übe haup , zumin-
des jede P ognose äuße s p oblema isch mach . Selbs die
Ve eine ungen, welche Schumpe e du ch die Einbeziehung des Ein-
kommens ak o s in seine Fo mulie ung de Quan i ä s heo ie hinein-
geb ach ha , sind heo e isch du chaus ich ig, p ak isch abe on
ge ingem We , denn schon bei de p ak ischen Be echnung de Sum-
me de Einkommen is die Be echnung de Na u aleinkommen, die
F age de Doppel echnung ode Ein ach echnung sogenann e abgelei-
e e Einkommen übe haup , ja selbs die F age de Na u de abge-
lei e en Einkommen, und schließlich die jeweils ungleiche Höhe des
In es i ions ak o s gegenübe dem Konsum ak o , also die An wo
au die F age, ob die Einkommen o ode nach Abziehung des In-
es i ions ak o s in die Gleichung eingese z we den sollen, eine exak-
en Lösung seh schwe zugänglich. Zu diesen psychologischen Fak o-
7 Vgl. Joseph Schumpe e : Das Sozialp oduk und die Rechenp ennige. A chi ü
Sozialwissenscha und Sozialpoli ik. Bd. 44 (1917), S. 627 . Wiede abged uck in:
Au sä ze zu ökonomischen Theo ie. Tübingen 1952.
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Zukun sp obleme de No enbanken 271
wenige Glück gleichzei ig auch Wachs umspoli ik zu be eiben. Wä e
diese Gedanke zu Ende gedach wo den, so hä e man die No enbank
als wi scha liche Kommandos elle de Gesam wi scha ausbauen
müssen, was abe ni gends geschehen is . Im Gegen eil ha man sich
bemühen müssen, sich de di ek en De isenzu eilung nach Möglichkei
zu en ziehen, sei es du ch die Scha ung on Clea ing e ägen und
die Zulassung on Kompensa ionsgeschä en, sei es im Zuge de Libe-
alisie ungsabkommen e wa des GATT dadu ch, daß die No enbank
ü bes imm e Fälle im wachsenden P ozen sa z De isen nich nu zu-
eilen du e und konn e, sonde n muß e. Das S eben, aus eine
Zwangswi scha he auszukommen, ü de en Du ch üh ung ih die
Mi el ehl en und de en Du ch üh ung sie le z en Endes nich ge-
wachsen wa und gewachsen sein konn e, wa un e diesen Ums änden
un e meidba . Es soll an diese S elle nich un e such we den, wie-
wei in eine wei gehend di igis ischen Wi scha die No enbank übe -
haup sich diesem T end en ziehen kann, soll sie nich gewisse maßen,
wie das unschöne Wo lau e , als hil lose G eis au dem Dache si zen
bleiben und sich au diese Weise mi de Fik ion eine Hil eleis ung
und Ein lußnahme begnügen müssen, de keine ech e Reali ä gegen-
übe s eh .
Zwei P obleme seien hie noch angeschni en, welche die Möglich-
kei en de Tä igkei eine No enbank en scheidend beein lussen. Das
eine P oblem beinhal e die Ta sache, daß die No enbank le z en En-
des ein au Gewinn ge ich e es Un e nehmen is , das nich nu seine
Beam en und seinen ganzen Appa a bezahlen muß, sonde n auch den
Ak ionä en, welche alle dings heu e bei den meis en No enbanken
ausschließlich ö en lich- ech lichen Cha ak e agen, Di idenden aus-
zahlen muß. Abe nich nu das: Die bei as allen No enbanken noch
bes ehenden g öße en ode ge inge en Res e aus Fo de ungen on
seine zei dem S aa gewäh en ode on ihm ga an ie en K edi en,
de en Besei igung du ch Rückzahlung eben wiede on de Höhe de
e ziel en Gewinne abhäng , is ein seh bedeu sames Teilp oblem in-
ne halb des eben geschilde en Gesam p oblems. Die No enbank wi d
so imme wiede gezwungen, zwischen dem na ü lichen Gewinns eben
eine Bank und Funk ionen als gesam wi scha liche Ins i u ion hin
und he zu schwanken, wobei diese beiden In e essen keineswegs
imme , ja in de Regel soga seh sel en, pa allel lau en we den.
Hie zu komm noch ein Le z es. Wie wi noch aus üh liche da s el-
len we den, is die Keynessche Fo mel on de P io i ä de Vollbe-
schä igungspoli ik, die le z en Endes au ein neues Ziel de No en-
bankpoli ik hinausläu , zwa bishe nich ealisie wo den — man
kann wohl sagen glückliche weise, denn sons wü de dami das P ima
de Wäh ungss abili ä als Zen alpunk de No enbankpoli ik au ge-
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hoben und ein neue , höchs agwü dige „Sinn" einge üh wo den
sein. Wi we den im olgenden noch meh da übe sagen, abe schon
hie möch en wi be onen, daß, wenngleich das P ima de Vollbe-
schä igung in keinem S a u de No enbanken zum Ausd uck gekom-
men is und auch de Keynes-Plan in B e on Woods gegenübe dem
Whi e-Plan nich du chzud ingen e moch e, doch imme hin un e
den sechs Punk en des B e on Woods-Abkommens e s an d i e
S elle die unbeding e Wiede he s ellung de Wäh ungss abili ä s eh ,
jedoch im zwei en Punk e die No wendigkei de Vollbeschä igung,
die Ve g öße ung des Wi scha swachs ums und die E höhung de
Realeinkommen als en scheidende Momen e de Wäh ungspoli ik an-
ge üh sind. Ganz aus dem Ideenk eis on Männe n, welche die Wi -
scha spoli ik zu beein lussen e mögen — nich nu on Theo e i-
ke n —, und nich zule z auch aus dem Gedankenk eis einzelne Ge-
we kscha en und poli ische Pa eien en schwunden is diese Idee
jedoch zumindes bishe nich , und es bes eh imme hin die Möglich-
kei , daß sie in de einen ode ande en Fo m die Ideen übe eine
kün ige No enbankpoli ik bis zu einem gewissen G ad zu beein lussen
e mag. Wi können und wollen hie nich die G ünde de Un e ein-
ba kei de E eichung beide Ziele nähe un e suchen und wollen uns
an diese S elle dami begnügen es zus ellen, daß, ein empi isch ge-
sehen, noch in keinem einzigen Falle beide Ziele gleichzei ig e eich
wo den sind. Es schein ielmeh ieles ü die Ansich zu sp echen, daß
ohne „dosie e In la ion" die E eichung de Vollbeschä igung zumin-
des in bes imm en Pe ioden des Wi scha sablau es nich möglich sei.
Wi sind jedoch es da on übe zeug , daß im Falle de No wendigkei
de Wahl unbeding die Wäh ungss abili ä gewähl we den soll e,
ohne die es keinen wi klich es en Punk in de Wi scha gib 8.
m.
Wi glauben, in dem be ei s Gesag en d ei Dinge deu lich genug
gemach zu haben: E s ens, daß es iel wenige um das Finden neue
wäh ungs echnische Mi el geh als um die S ellung de No enbank
als solche . Zwei ens, daß diese echnischen Mi el noch nich ode
nich alle ge unden sind und daß sie sich genauso e ände n müssen,
wie sich die Gesam wi scha e ände . Alle sinn ollen Mi el sind
le z en Endes nu adäqua e Mi el eine adäqua en Wi scha s o m.
Dies is na ü lich ge ade heu e besonde s schwie ig, wo das Suchen
nach neuen Wi scha s o men i gendwo zwischen Planwi scha und
eie Wi scha noch lange nich beende is und sogenann e neue
8 Vgl. in diesem Zusammenhang auch F. Aschinge : Die heu ige Rolle de No en-
banken. Außenwi scha 1967. H. 1. S. 67 .
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Zukun sp obleme de No enbanken 273
Wi scha s o men, wie e wa die soziale Ma k wi scha , ehe einen
neuen Namen ü einen e was unkla en Inhal da s ellen als eine wi k-
lich neue Lösung on einige Hal ba kei . D i ens abe is siche , daß,
was imme geschieh , dem Ums and Rechnung ge agen we den muß,
daß die Wäh ungspoli ik Gesam wi scha spoli ik gewo den is , kei-
ne lei Au oma ismus meh besi z , ja nich als isolie e Wäh ungspoli ik
be ieben we den kann, selbs wenn ode e s ech nich , wenn man
sich au das unbeding e P ima de Ku ss abili ä einmal geeinig ha .
Wi können dahe im olgenden nich e wa de aillie e echnische Ra -
schläge geben, sonde n müssen uns bewuß da au besch änken, in
welche Rich ung eine Neuo dnung zu e olgen hä e.
Es is zunächs kla , daß die No enbank i gendwie als eine Koo di-
nie ungss elle de Wi scha spoli ik unk ionie en muß. Na ü lich
wü de dies au na ionale Ebene genauso zu Sou e äni ä s e lus en
einzelne Minis e ien üh en, wie dies heu e schon e wa hinsich lich
de in e na ionalen S ellung de No enbanken gegenübe dem Wäh-
ungs onds de Fall is . Das Ex em wä e, die No enbank als plan-
wi scha liche Zen ale ode als di ek es Ins umen eine planwi -
scha lichen Zen ale zu be ach en, wie dies in bezug au die Fes -
se zung on K edi kon ingen en und No enemissionskon ingen en e wa
in de Sowje union de Fall is . Daß eine solche ex eme Lösung, mag
man sie nun emp ehlen ode nich , mi eine auch nu einige maßen
ech en Ma k wi scha nich e einba wä e, is wohl kla . Ja selbs
wenige ex eme Lösungen, wie zum Beispiel de bewuß e Übe gang
zu eine s a k selek i en K edi poli ik, müß en le z en Endes au eine
A planwi scha liche Basis e olgen, wo sich alle dings die G enzen
zwischen ech e Planwi scha und di igis ische Wi scha schwe zie-
hen lassen, zumal ja jede Di igie ung i gendein Plan zug unde liegen
muß, wenn man nich in eine neue Fo m de Wi scha , nämlich in
eine „planlose Planwi scha ", gelangen will.
So e n man abe so wei gehende Lösungen nich in Be ach zieh ,
müß en gewisse ande e, nich so wei gehende, doch als eine A Mini-
malp og amm gedach we den. Ein solche Lösungs e such wä e e wa
Si z und S imme ü den No enbankp äsiden en ode dessen Ve e e
im Minis e a , wo e ein unbeding es Ve o ech in allen Wi scha s-
agen hä e. Wie dies echnisch gelös wü de, wä e ziemlich gleich-
gül ig; das En scheidende dabei bliebe ein unbeding es Einsp uchs ech
de No enbank in allen en scheidenden Wi scha smaßnahmen, welche
die Kau k a und dami , übe die Kau k a pa i ä en, den a sächlich
hal ba en Ku s de Wäh ung beein lussen beziehungsweise bes immen.
Es is kla , daß dies nich ein ach du ch üh ba wä e. Ebenso kla
is abe , daß e schiedene Techniken angewende we den könn en,
wobei als Minimum ein en scheidendes Mi sp ache ech in de Lohn-
18 Schmolle s Jah buch 87,3
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274 Richa d Ke schagl
P eis-Poli ik zu siche n wä e. Es wü de zwei ellos nich ein ach sein
— gegenübe den Gewe kscha en eine sei s und den Un e nehme -
Ve bänden ande e sei s —, hie gewisse maßen als Schieds ich e mi
seh wei gehenden Vollmach en au zu e en. Abe e wa in eine Kom-
mission zu si zen, ohne wi klichen Ein luß ausüben zu können, wä e
as ebenso schlimm, wie übe haup nich e e en zu sein. Es wü de
die Illusion eine Ein lußnahme gegenübe eine Reali ä on Ein luß-
losigkei bedeu en.
Eine eben alls in e essan e Lösungsmöglichkei wä e ein besse e
Kon ak de No enbank mi den gese zgebenden Kö pe scha en. Hie -
bei wä e es ziemlich gleichgül ig, ob dies im Wege on Hea ings ode
im Wege on Expe enkommissionen geschehen wü de; das En schei-
dende dabei bliebe, daß gu e Ra schläge nich ein ach igno ie we -
den könn en. Hie zu da alle dings es ges ell we den, daß be ei s
eine en sp echende Publizi ä de gemach en Vo schläge un e Um-
s änden das Gewissen und den ökonomischen Ve s and eine Na ion
wecken könn e.
Wi können nu nochmals sagen: Die No enbank ha nu die Wahl,
en wede ein ein be a endes ode ein wei gehend en scheidendes O -
gan in allen Wi scha s agen und nich nu au dem Gebie de
Wäh ungspoli ik im engs en Sinne zu sein. Sie ha nu die Wahl hil -
los ode bes immend, Hamme ode Amboß zu sein. Man müß e ih
übe die gegenwä igen ein mone ä en Mi el hinaus die Möglichkei
e scha en, einen wi klichen Ein luß au die Du ch üh ung eine be-
s imm en Kos enpoli ik und dami de P eis-Lohn-Poli ik zu nehmen.
Diese ech komplizie en, abe wi kungs ollen Poli ik bie e sich nu
eine einzige Al e na i e: eine wesen lich ein ache e, abe wei gehend
wi kungslose und dami illusionä e Poli ik mi den he kömmlichen Mi -
eln zu be eiben. Alle Fak o en des ö en lichen Lebens, o allem
abe auch die No enbank selbs , müssen sich da übe im kla en sein,
daß sie nu die Wahl haben, die Vo s ellungen des Jah es 1844
allen zu lassen ode ein e al e es, his o isches Relik inne halb
neue Wi scha s o men zu sein.
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