Schmid, Michael
A icle
Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schmid, Michael (1980) : Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen
Wi scha , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 100, Iss. 3, pp. 297-336,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.100.3.297
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Lohnpoli ik und Beschä igung
in de o enen Wi scha
Was sag de mone ä e Ansa z?
Von Michael Schmid*
Kann du ch eine Lohnzu ückhal ung die Beschä igung in eine o enen
Wi scha e höh we den? Welchen Ein luß ha die Lohnpoli ik au ein
beschä igungso ien ie es Demand-Managemen ? Diese F agen we den bei
es em und lexiblem Wechselku s in einem minimalen Zwei-Lände -Modell
des mone ä en Ansa zes mi Un e beschä igung un e such .
1. Einlei ung
Aus de Sich des Theo e ike s — so läß sich a gumen ie en — ha e
sich de Sach e s ändigen a (SVR) mi seinem Gu ach en 77/781 eigen -
lich nu e laub , au eine mangelnde mik oökonomische Fundie ung
de adi ionellen Globals eue ung hinzuweisen, womi e die Mi e -
an wo ung de Lohnpoli ik ü die mak oökonomische S abilisie ung
he auss ell e. Mi de schlich en Umkeh ung des G undsa zes „meh
Nach age scha meh Beschä igung" in „meh Beschä igung scha
meh Nach age" (Zi . 241) wi d de Lohnpoli ik alle dings eine
Schlüssel olle bei de Übe windung on A bei slosigkei zugewiesen,
die be ech ig zu en schiedenem Wide sp uch ge üh ha . De konse-
quen emp ohlenen S a egie eine Lohnzu ückhal ung wu de de
Vo wu des Rück alls in p ä-Keynes'sche Denkmus e gemach , an-
de e beklag en ein ach die ehlende empi ische Fundie ung, und wiede
ande e mach en sich au zu beweisen, daß de Ra im Rahmen ssine
eigenen „neoklassischen Wel " eine öllig e olglose S a egie p o-
pagie e2.
* Diese Au sa z gib die e idie e Fassung eines Vo ages o dem Aus-
schuß „Außenwi scha s heo ie und -poli ik" des Ve eins ü Socialpoli ik
am 5. Mai 1979 in Deidesheim. Ohne die ge ings e Absich , Ve an wo ung
ü Unzulänglichkei en ode Fehle mi ande en eilen zu wollen, möch e
ich mich bei den Mi gliede n des Ausschusses bedanken ü eine hil eiche
Diskussion. Besonde s nü zlich wa en k i ische Kommen a e on Ho s
He be g, Man ed Bo che und Jü gen Ro h.
1 Jah esgu ach en 1977/78 des Sach e sch ändigen a es.
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298 Michael Schmid
In diese Deba e ha Gahlen3 seh deu lich au eine wohlbekann e
öllige Übe eins immung bei de Klassik und bei Keynes selbs e -
wiesen, wenn es da um geh , A bei slosigkei zu besei igen. Fü beide
gil ein nega i e Zusammenhang zwischen Beschä igung und Real-
lohn. De Un e schied lieg nu in de Auswahl eine geeigne en Poli-
ik zu E eichung de e o de lichen Reallohnsenkung. Wäh end die
Klassik on eine Ve an wo ung de Nominallohnpoli ik ü die Voll-
beschä igung ausgeh , gib Keynes eine Poli ik des Demand-Manage-
men den Vo zug, weil e eine Senkung des Reallohns übe einen An-
s ieg des P eisni eaus ü allein ealis isch und wünschenswe häl .
Ganz o ensich lich zwei el de SVR am wei e en Funk ionie en dieses
„Keynes'schen T icks" (Gahlen), wenn e indi ek da au zu sp echen
komm , daß bei Ta i e handlungen mi Nominallohnbindungen eine
adi ionelle Keynes'sche S abilisie ungspoli ik zum Schei e n e u -
eil wä e, wenn die Gewe kscha en nich meh be ei seien, Reallohn-
senkungen übe einen P eisni eauans ieg zu akzep ie en (Zi . 297).
Mi seine Be ach ung de Angebo ssei e de Volkswi scha inde
sich de SVR du chaus au de Linie neue e mak oökonomische Fo -
schung und Leh e, wobei es zunächs da au ankomm , neoklassische
ode übe haup i gendwelche Elemen e des Angebo e hal ens on
Un e nehmen mi de adi ionellen mak oökonomischen K eislau -
analyse zu e knüp en4.
Wi s ellen dahe in diesem Au sa z au de Basis eines seh ein-
achen Modells e neu die F age nach den Auswi kungen eine Nomi-
nallohn a ia ion au die Beschä igung (Abschni 3). Insbesonde e
we den wi zeigen, daß sich au de G undlage unse e Annahmen seh
wohl ein posi i e Beschä igungse ek de Lohnzu ückhal ung auch
bei lexiblen Wechselku sen ablei en läß . Im Rahmen des gleichen
Modells (Abschni 4) e ö e n wi dann die Bedeu ung de Lohnpoli ik
ü den E olg eine Beschä igungspoli ik übe Maßnahmen des De-
mand-Managemen . In diesem Kon ex wi d zu zeigen sein, un e wel-
chen Bedingungen eine Demand-Managemen -Poli ik olls ändig in
eine P eisni eaue höhung e pu , ohne eine Beschä igungsWi kung
zu hin e lassen.
De SVR selbs (Zi . 305/306) und auch die Teilnehme an de Dis-
kussion gehen au die besonde en Ums ände eine o enen Volkswi -
scha nu beiläu ig ein. Deshalb wollen wi unse e Übe legungen ü
2 Die Diskussion is kaum übe sehba . Wich ig sind die Bei äge im
Schwe punk he des IAB: Lohnhöhe und Beschä igung (1978) und meh e e
einschlägige A ikel in »Konjunk u poli ik4 24 (1978). Quellenangaben zu
ö en lichen Diskussion in de Bundes epublik inden sich bei Me ens
(1978), 94.
3 Vgl. Gahlen (1978), 281 - 282.
4 Vgl. Klein (1978), 1 -7, ode Do nbusch/Fische (1978), chap . 11-13.
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 299
eine o ene Volkswi scha (Zwei-Lände -Modell) ans ellen. Unse e
P oblems ellung en sp echend muß e bei de Kons uk ion des Modells
zunächs ein Ansa z gewähl we den, de übe haup in de Lage is ,
Ou pu bzw. Beschä igung und P eisni eau simul an zu e klä en. An-
de e sei s üh eine P oblemanalyse im Zwei-Lände -Modell seh
schnell zu einem ela i g oßen ma hema ischen Modellau wand. Wi
haben uns dahe ü einen mone ä en Ansa z en schieden, dessen De-
ails im nächs en Abschni (Abschni 2) aus üh lich e läu e we den.
Wi e olgen dami eine doppel e Absich :
(1) De mone ä e Ansa z wu de on seinen mode nen P o agonis en5
haup sächlich ü ollbeschä ig e Wi scha en p äsen ie . Wi
wollen zeigen, wie sich in diesen Ansa z Un e beschä igung ein-
üh en läß , so daß P eis- und Mengenkomponen e de Sozialp o-
duk sen wicklung in eine o enen Volkswi scha ge enn e -
aßba we den.
(2) Die angesp ochene E wei e ung soll an eine on Do nbusch6 ge-
gebenen Ein-Gu -Va ian e des mone ä en Ansa zes o genommen
we den. Dabei lassen sich wesen liche Aspek e des Denkansa zes
in eine minimalen Modell o m p äsen ie en7.
T o zdem e geben sich du ch den minimalen Ansa z einige wich ige
Besch änkungen unse e Un e suchung: e ms-o - ade-E ek e können
mak oökonomisch ü die Beschä igung eine wich ige Rolle spielen,
wenn z. B. im Falle impo ie e Vo leis ungen cos -push-E ek e au
de Angebo ssei e zugelassen we den8. Unbe iedigend e schein in Mo-
dellen mi a iablem P eisni eau auch die Ve nachlässigung de S aa s-
ak i i ä , weil u. U. au oma isch s aa liche Budge salden au e en kön-
nen, du ch de en Finanzie ung Ve mögense ek e übe die Leis ungs-
5 Vgl. die Au sa zsammlung de Chicago-Schule in Johnson/F enkel (1976).
« Vgl. Do nbusch in Johnson/F enkel (1976), 168 - 177, bzw. Do nbusch
(1973).
7 Wi we en minimale Modellanalyse hie nich als ein Denkspiel bei
beliebig abs ak e Annahmense zung, ielmeh e wa en wi on E geb-
nissen eines minimalen Modells eine Robus hei in dem Sinne, daß sie sich
in einem ansp uchs olle en Modell ahmen imme wiede e zeugen lassen.
Ande son/Takayama (1977) haben gezeig , daß sich die E gebnisse des Ein-
Gu -Modells un e geeigne en Annahmen zum Ausschluß on e ms-o - ade-
E ek en aus de Zwei-Gu -Va ian e eines mone ä en Ansa zes ablei en
lassen.
8 Au die Bedeu ung impo ie e P oduk ions ak o en ü die mak o-
ökonomische Analyse wu de on Schmid (1976), He be g (1976) und Findlay/
Rod iguez (1977) hingewiesen. Im Zusammenhang mi unse em Thema is
es du chaus denkba , daß eine Lohnzu ückhal ung imme dann nich zum
e wa e en E olg üh , wenn ein P eisans ieg bei impo ie en Rohs o en
die im Inland e eilba e We schöp ung so e minde , daß ein g und-
sä zlich posi i e Beschä igungse ek de Lohnzu ückhal ung übe kompen-
sie wi d.
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300 Michael Schmid
bilanz siche modi izie we den. Man mag auch die Abwesenhei on
Zinse ek en in de Abso p ions unk ion bedaue n. Eine E wei e ung
des Ve mögensbeg i s um We papie e, insbesonde e die Anlage in
ausländischen Ve mögens i eln wü de Po olioübe legungen und in-
e na ionalen Kapi al e keh ins Spiel b ingen. Im Po olioansa z
wü de de Wechselku s dann ku z is ig du ch Bes andsanpassungen
im Po e euille des Publikums bes imm und en s ehende Leis ungs-
bilanzsalden müß en lang is ig du ch den E we b ode Abgabe on
We papie en inanzie we den9. In la ionse wa ungen we den in die-
sem Au sa z nu bei Lohn e handlungen be ücksich ig , sie haben si-
che lich auch einen Ein luß bei Po olioen scheidungen, abe sie kön-
nen auch die Konsumgü e nach age e ände n10. Schließlich e schein
de Hinweis on einige Bedeu ung, daß sich unse e Analyse im Sinne
de mode nen Gleichgewich s heo ie mi Mengen a ionie ung au den
Sonde all eine Gleichgewich sanalyse mi „ma ke Clea ing" au dem
Gü e ma k besch änk . Es e schein no wendig zu be onen, daß mo-
de ne Keynes-In e p e a o en au de G undlage dieses Mengen a io-
nie ungsmodells in de Lage sind, eine posi i e Beziehung zwischen
Reallohn und Beschä igung abzulei en11. Dami kann dem sogenann-
en „Kau k a a gumen ", das sich in unse e Analyse nich s ü zen
läß , eine heo e ische Fundie ung gegeben we den.
2. P eisni eau und Beschä igung in einem
minimalen Zwei-Lände -Modell des mone ä en Ansa zes
Baus eine des Modells
Wi be ach en zwei Volkswi scha en, de en Ve mögenssek o je-
weils seh e ein ach du ch ein eins u iges Bankensys em cha ak e i-
sie is . Zugelassen sind d ei Ve mögensobjek e: inländische bzw. aus-
ländische Wäh ung und in e na ionale Wäh ungs ese en. Zu Ve ein-
achung de A gumen a ion un e s ellen wi eine in e na ionale Wäh-
ungso dnung nu mi „ou side ese es", d. h. Wäh ungs ese en we -
den nich du ch na ionale No enbanken gescha en (z. B. Gold-De isen-
S anda d), sonde n müssen ex e n geschöp we den (z. B. Gold-S an-
®
Kou i (1976) ha das Ein-Gu -Modell in diese Hinsich e wei e . Ein
Zwei-Lände -Modell wu de on Schmid (1979) un e such . Alle diese Ansä ze
un e s ellen jedoch Vollbeschä igung.
10 Rod iguez (1978) ha ge ade Un e beschä igung und In la ion in de
geschlossenen Wi scha mi Hil e eines de a ig e wei e en dynamischen
Modells analysie .
n Vgl. den Bei ag on Pe hig (1978). Diese A bei geh on eine ge-
schlossenen Wi scha aus. Die Anwendung des Mengen a ionie ungsmodells
au die Außenhandels heo ie s eck in den An ängen. Ein seh in e essan e
Bei ag is de Au sa z on Dixi (1978).
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 301
da d). Seien
R, R*
na ionale Bes ände an Wäh ungs ese en, bewe e
in jeweils na ionalen Wäh ungseinhei en, so gil ü einen gegebenen
Bes and an Wel wäh ungs ese en
R*
die olgende Besch änkung12
(1/e) R + R* = R*
Hie e schein de Wechselku s e als P eis de ausländischen Wäh ung
in inländischen Wäh ungseinhei en. Bei konsan em Wechselku s is
dann eine mengenmäßige Um e eilung des Wel goldbes andes zwi-
schen beiden Lände n gleichwe ig eine Um e eilung de bewe e en
Bes ände an Wäh ungs ese en. Bei eine Wechselku sände ung müs-
sen jedoch eine sei s ab dem S ich ag de neuen Wäh ungspa i ä zu
Deckung on Zahlungsbilanzsalden die Wäh ungs ese en bei den
Zen albanken zum neuen Ku s gekau we den, ande e sei s wi d de
we mäßige Al bes and an Rese en e ände , sowei eine Bewe ung
de Al bes ände mi de neuen Wäh ungspa i ä e olg . Du ch solche
Bewe ungse ek e soll kein Ein luß au die na ionale Geld e so gung
ausgeüb we den. Deshalb e scheinen in Zen albankausweisen Ko -
ek u pos en zu Bewe ungsabg enzung18. Man beach e, daß wi du ch
diese Sch eibweise implizi un e s ellen, daß die oben e wähn e Rech-
nungsabg enzung, wenn no wendig, au oma isch du chge üh wi d.
In jedem Land häl das Publikum nu Kassenbes ände in heimische
Wäh ung, d. h. wede We papie e noch emde Wäh ung14. Die Geld-
menge jedes Landes,
M
bzw.
M*,
is somi übe die En s ehungskom-
ponen en de Zen albankgeldmenge olls ändig e klä .
M = R + D ; M* = R* + D*
Auße de ü o ene Volkswi scha en ypischen Zen albankgeld-
schöp ung übe De isenma k in e en ionen haben wi K edi gewäh-
ung an heimische Wi scha ssubjek e (domes ic c edi ) D, D* als zwei e
Quelle ü Zen albankgeld zugelassen. Eine sinn olle In e p e a ion
diese Va iablen häng om E klä ungsansp uch des gesam en Mo-
dells ab.
12 No a ion: Ausländische Va iable we den mi dem Symbol „*" gekenn-
zeichne und geben in ausländischen Wäh ungseinhei en gemessene G ößen,
wenn siie We g ößen bezeichnen. Va iable, die sich au die Wel als Ganzes
beziehen, e hal en einen Que s ich „—We den diese als We g ößen in
ausländischen Wäh ungseinhei en gemessen, e scheinen sie mi S e n. Ein
Dach „A" übe eine Va iablen bezeichne die ela i e Ände ung diese
G öße, d. h. x = dx/x .
Vgl. Kommen a zum BuBankGes. . Spindle /Becke /S a ke (1973),
481 - 489.
14 Modelle mi „cu ency subs i u ion" wu den on Cal o/Rod iguez (1977)
und Kou i (1976) un e such .
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302 Michael Schmid
Im Rahmen diese A bei sind zwei In e p e a ionen möglich15.
(1) D, D* s ell ein Maß ü die Zen albankgeldschöp ung da , sowei
diese nich du ch den E we b on Wäh ungs ese en gedeck is .
Denk man dabei ein ach an den buchhal e ischen Ausgleich ü
na ionale Wäh ung, die on de No enbank ohne Deckung du ch
Wäh ungs ese en in Umlau geb ach wi d, so müssen wi D, D*
im Sinne on F iedmans „helicop e money" in e p e ie en.
(2) D, D* können abe auch als Bes and an S aa sschuld i eln au -
ge aß we den. Dann ep äsen ie en sie den S and de s aa lichen
K edi inanzie ung übe die Zen albank. K edi inanzie ung übe
die Zen albank is als Geld inanzie ung des s aa lichen Budge s
bekann . In einem Modell mi Kasse als einzige Ve mögens o m
des Publikums is Geld inanzie ung die einzig denkba e A de
Finanzie ung s aa liche De izi e.
Nach de Besch eibung de Ve mögenssek o en wenden wi uns je z
dem K eislau sek o des Modells zu. Unse e Wel ökonomie wi d als
Ein-Gu -Modell konzipie . In beiden Lände n we den e schiedene
Mengen, y, y*, desselben Gu es du ch den Einsa z de P oduk ions ak-
o en A bei (l,
Z*)
und Kapi al (K, K*) he s ell . Die landspezi ischen
P oduk ions unk ionen sind linea -homogen in A bei und Kapi al,
wobei de Kapi albes and ku z is ig als kons an be ach e wi d.
(1) y = F (l,
K)
y* =
F* (l*,
K*)
F,>0;F l<0; ? > 0;
F%
< 0 ;
P eisbildung und Angebo we den au de G undlage eine ku z is i-
gen Gewinnmaximie ung, d. h. übe eine En lohnung des ku z is ig
a iablen Fak o s nach seine G enzp oduk i i ä e klä . Seien P, P*
die P eisni eaus ü die P oduk ion des Inlandes bzw. Auslandes, je-
weils gemessen in inländischen bzw. ausländischen Wäh ungseinhei en,
dann läß sich die om Un e nehmenssek o in jedem Land gewünsch e
Beschä igung und somi auch de Ou pu übe die bekann e G enz-
p oduk i i ä sbedingung inden.
W = PF
(l,
K) W* =
P*
F
(l*
K*)
Die olgenden Übe legungen zu E läu e ung de Angebo ssei e we -
den ü das Inland anges ell , gel en abe auch en sp echend ü das
15 Vgl. Swoboda (1976), 21. Die Un e d ückung des Geschä sbankensys ems
nimm uns die Möglichkei , in D bzw. D* ande e wich ige Komponen en de
Zen albankgeldschöp ung zu sehen z. B: Re inanzie ung, O enma k poli ik.
O enma k geschä e sind in unse em Modell nich möglich, weil das Pub-
likum annahmegemäß keine We papie e im Po e euille häl .
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 303
Ausland: Fü linea -homogene P oduk ions unk ionen wi d de P o-
duk ionswe bekann lich du ch die Summe de Fak o en gel e aus-
geschöp , d. h. de P oduk p eis deck ge ade die Summe de Fak o -
kos en p o Ou pu einhei .
(2) P = a W + ak R a = Uy ak = K/y
In (2) e scheinen de Nominallohn, W, und de En lohnungssa z ü
Kapi al, (Py
—
Wl)/K = R. Die Inpu koe izien en a (i =
Z,
K) sind be-
kann lich bei gegebene linea -homogene Technologie Funk ionen
allein des Fak o p eis e häl nisses (W/R). Di e en ia ion on (2) lie e
dann die Ände ung des P oduk p eises als gewogenen Du chschni de
Ände ung de Fak o p eise, wobei on de Bedingung ü Kos enmini-
mie ung Geb auch gemach wi d.
(3)
JP
= & w + &k R
In (3) e scheinen die Symbole 6i = (W/P) ah Qk = (R/P) ak als Fak o -
an eile am P oduk ionswe . Es gil
e« + ek = 1
Bei G enzp oduk i i ä sen lohnung können wi diese An eile auch als
pa ielle P oduk ionselas izi ä en au assen, wenn wi (1) di e enzie en.
y = 9 l + &kK
Bezeichnen wi die Fak o in ensi ä mi x = K/Z, so läß sich eine
Ou pu a ia ion übe die Ände ung de Fak o in ensi ä und eine Än-
de ung des P oduk ionsni eaus da s ellen.
y =
—
+ K
Die Ände ung de Fak o in ensi ä is abe übe die De ini ion de
Subs i u ionselas izi ä mi de Ände ung des ela i en Fak o p eis-
e häl nisses e knüp .
x = ak
—
di = — o (R — W)
<y
> 0
Eine P oduk ionsände ung läß sich je z da s ellen sowohl in Ab-
hängigkei on de Ände ung des Fak o p eis e häl nisses bei gege-
benem Kapi als ock als auch in Abhängigkei om gesam en Fak o -
einsa z bei gegebenem Fak o p eis e häl nis.
<4) x = Gio(R -W) +K
Gleichungen (3) und (4) e assen die P eis-Ou pu -Reak ion des P o-
duk ionssek o s in um assende Weise. So können wi in Fig. 1 das
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304 Michael Schmid
Konzep eine mak oökonomischen Angebo s unk ion ü einen kon-
s an en Kapi als ock K und bei gegebenem Nominallohn W da s ellen.
y = y(P;W,K)
Die Elas izi ä diese Angebo s unk ion olg aus (3) und (4).
<9;
y/P W = 0 e*
-o > 0
Fig. 1
Die Angebo sku e is die G enzkos enku e bei a iablem A bei s-
einsa z. Bei eine Bewegung au de Angebo sku e muß sich de En -
lohnungssa z des kons an gehal enen Fak o s e ände n (R^O). An-
de e sei s läß sich ü einen kons an en Kapi als ock bei gegebenem R
auch de Ein luß eine E höhung des Nominallohns au P eis und Ou -
pu angeben.
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 311
duzie en Finanzie ungssalden Ve mögensände ungen. Umgekeh we -
den abe auch K eislau g oßen om „Zus and" des Ve mögenssek o s
beein luß . In dem Maße, wie sich du ch den Kassenau bau die Disk e-
panz zwischen gewünsch em und ak uellem Kassenbes and e kleine ,
wi d sich de Finanzie ungssaldo e kleine n. Wenn sich in den Ve -
mögenssek o en de be eilig en Wi scha en wiede ein Bes andsgleich-
gewich einges ell ha , is de Anpassungsp ozeß beende , weil dann
auch de Finanzie ungssaldo e schwunden is . Ein solche Zus and is
die einzige Ruhelage des s ock- low-Sys ems und wi d als „lang is iges"
ode „ olls ändiges" Gleichgewich bezeichne . Es gil dann
H + eH* = 0 und H = 0
Zwei lang is ige Gleichgewich e un e scheiden sich du ch un e -
schiedliche Kassenbes ände im Ve mögenssek o . Im Gegensa z zum
lang is igen Gleichgewich sp echen wi om „ku z is igen" Gleich-
gewich , wenn nu die Bedingung (19) gil
H + eH* = 0
Ein ku z is iges Gleichgewich bes imm die Anpassung de be eilig en
Wi scha en un e Ve nachlässigung de Ve mögenswi kungen on
Finanzie ungssalden. Diese Au sa z behandel nu die Analyse ku z-
is ige Gleichgewich e.
Das Modell
Wi p äsen ie en das Modell zue s in geome ische Fo m sowohl ü
den Fall kons an en Ou pu s bzw. Beschä igung als auch ü den Fall
a iablen Ou pu s bzw. Beschä igung bei kons an em Nominallohn.
Fig. 2 zeig eine A Box-Diag amm ü die gegebene kons an e Wel -
p oduk ion an Gü e n, y. Diese Wel p oduk ion wi d in kons an en
Mengen, 2/o, 2/g» im Inland bzw. im Ausland e s ell . Dadu ch is eine -
sei s die G öße de Box du ch die S ecke 0* 0 es geleg , ande e sei s
cha ak e isie Punk 0' die Au eilung de Wel p oduk ion au die
beiden Lände . Sowohl in Punk 0 als auch in Punk 0* haben wi den
U sp ung je eines Koo dina ensys ems geleg , au dessen O dina en-
achse das inländische P eisni eau gemessen wi d. Die Abszisse des in
Punk 0 (Punk 0*) en sp ingenden Koo dina ensys ems miß eale Ab-
so p ion und eale P oduk ion des Inlandes (c, y) ( eale Abso p ion und
eale P oduk ion des Auslandes (c*, ?/*)). Nach (10), (12) und (16) lassen
sich die eale inländische Abso p ion bzw. die eale ausländische Ab-
so p ion als allende cc-Ku e bzw. als allende c*c*-Ku e im 0- bzw.
0*-Koo dina ensys em angeben. Man beach e, daß jede eale Abso p-
ions unk ion die nominale Geldmenge (Kassenbes and) des Landes als
Pa ame e en häl . De Wechselku s e schein als zusä zliche Pa a-
20*
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312 Michael Schmid
me e ü die ausländische Abso p ions unk ion. In e essan is nun die
Beobach ung, daß die cc- und c*c*-Ku en eine al e na i e In e p e a-
ion e hal en, wenn wi Punk 0' zum U sp ung eines neuen Koo dina-
ensys ems machen, au dessen posi i e Abszisse sowohl das eale En -
ho en des Auslandes (— h*) als auch das eale Ho en des Inlandes (h)
gemessen we den, wäh end die nega i e Abszisse das eale Ho en des
Auslandes (7i*) und das eale En ho en des Inlandes (— h) miß . Punk e
au de cc-Ku e links on 0' ep äsen ie en eine posi i e inländische
Übe schußnach age, was nu du ch inländisches En ho en möglich is .
Punk e au de cc-Ku e ech s on 0' kennzeichnen ein inländisches
Übe schußangebo , welches nu du ch inländisches Ho en e eich we -
den kann. En sp echend ho e das Ausland in Punk en au de c*c*-
Ku e links on 0' und en ho e in Punk en ech s on 0 Es wi d
deu lich, daß in einem Ein-Gu -Modell28, mi al e na i e Ve wendungs-
28 in Modellen mi meh als einem Gu wi d de mone ä e Cha ak e des
Ho ens deu liche . Ho en is dann die Di e enz zwischen Einkommen und
Konsumausgaben bzw., wenn In es i ionsgü e nach age zugelassen is , die
Di e enz zwischen Einkommen und Abso p ion.
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 313
möglichkei des Einkommens nu ü Kassenhal ung ode Kau on
Wa en, die ealwi scha liche Übe schußnach age eines Landes nach
Gü e n das Spiegelbild de gewünsch en Ände ung de Ve mögens-
(Kassen)hal ung dieses Landes sein muß. Dies läß sich un e Be ück-
sich igung on (10), (12) und (16) auch du ch Angabe de Übe schuß-
nach age unk ionen belegen.
c
—
y =
— X
(ky
—
m) =
—
h mi h = H/P
c*
—
y* =
— X* (k*
y* - em*) = - h* mi h* = H*/P* , m* = M*/P
Unse e Übe legungen zeigen also, daß die cc- und c*c*-Ku e auch als
eale Ho ungs unk ionen in e p e ie we den können, wenn wi
Punk 0' als Koo dina enu sp ung wählen. Diese Ho ungs unk ionen
lassen sich dann wie olg angehen
h =
X
(ky
—
m)
h* =
X* (k*
y*
—
em*)
Ein ku z is iges Gleichgewich au dem Wel ma k is e eich bei
einem Wel ma k p eis (Po in Fig. 2), bei dem die na ionalen Übe schuß-
nach agen sich ge ade ausgleichen. Die P eise P bzw. P" e u sachen
o ensich lich Übe schußnach iiage bzw. Übe schußangebo au dem
Wel ma k , was zu einem P eisd uck bzw. P eisans ieg üh en müß e.
Nu beim P eis Po en sp ich de Angebo sübe hang des Inlandes dem
Nach ageübe hang des Auslandes. Gleichzei ig is im Punk P zum
he schenden Wechselku s e die Gleichhei on inländischem Ho en
und ausländischem En ho en gegeben. Jede Schni punk de beiden
Ku en, de nich au de Achse übe 0' lieg , ep äsen ie ein ku z-
is iges Gleichgewich . Solange solche Punk e ku z is igen Gleichge-
wich s links diese Achse liegen, en ho e das Inland in dem Ausmaß,
wie das Ausland ho e . Das Inland ha also ein Finanzie ungsde izi ,
d. h. eine de izi ä e Leis ungsbilanz. Schni punk e de Ho ungs unk-
ionen ech s de Achse b ingen dagegen dem Inland Leis ungsbilanz-
übe schüsse. In Fig. 2 ha das Inland einen ealen Leis ungsbilanzübe -
schuß 0' B.
Fo mal e assen wi ku z is ige Gleichgewich ssi ua ionen des Mo-
dells du ch eine Be ücksich igung de Ho ungs unk ionen in de Glaich-
gewich sbedingung ü den Wel gü e ma k (19) und in de Gleichung
ü den Leis ungsbilanzsaldo (15).
(21)
X
[kPyQ - M] +
X* [k*
Py* - eM*] = 0
B
— X
[kPyo - M] = 0
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314 Michael Schmid
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 315
Sys em (21) genüg zu Bes immung des inländischen P eisni eaus, P,
und des inländischen Leis ungsbilanzsaldos, B, wenn wi die An angs-
e eilung de Wel geldmenge zwischen beiden Lände n, den Wechsel-
ku s und die P oduk ionsni eaus beide Lände , yo, y*, also exogene
Va iable o geben.
Bei a iable P oduk ion modi izie en wi unse e g a ische Da s el-
lung, wie in Fig. 3 gezeig . Im linken Diag amm e schein die mak o-
ökonomische Angebo s unk ion des Inlandes als ans eigende yy-Ku e.
Diese Ku e ha den kons an en Nominallohn des Inlandes, Wo, als
Pa ame e . Auße dem haben wi do als aa-Ku e die eale Abso p-
ion des Inlandes als allende Funk ion des inländischen P eisni eaus
abgebilde . Die aa-Ku e is das Bild olgende Funk ion
(22) c = c (y (P
;
W0) , M</P)
Die aa-Ku e e aß bei a iablem P eisni eau zwei E ek e au die
eale Abso p ion, die g undsä zlich gegenläu ig; au die Abso p ion
wi ken:
(1) Bei s eigendem P eisni eau und kons an em Realeinkommen wi k
de Realkassene ek eduzie end au die Abso p ion.
(2) Bei s eigendem P eisni eau e höh sich jedoch auch das Realein-
kommen und e g öße die eale Abso p ion.
Di e en ia ion on (22) im lang is igen Gleichgewich spunk Po, yo
zeig deu lich, daß in olge diese gegenläu igen E ek e die S eigung
de aa-Ku e unbes imm is .
(23) c/P
= ((1 - e) - o) 0
aa
Es gib zwei Ex emlagen de aa-Ku e: Fü q = 0, d. h.
<%
= 1, ha die
aa-Ku e dieselbe posi i e S eigung wie die Angebo sku e. Fü 0 = 0
en äll de Realeinkommense ek und die aa-Ku e ha die nega i e
S eigung de oben besch iebenen cc-Ku e c/P =
—
q. Die aa-Ku e
e läu e ikal, wenn die eale Abso p ion au P eisände ungen nich
eagie . Die Bedingung ü diesen Spezial all is
(24) # = 1-9
Im ech en Diag amm on Fig. 3 e scheinen die en sp echenden
Ku en des Auslandes. Do is de Wechselku s, Co, ein wei e e Pa a-
me e de ausländischen a*a*-Ku e neben de ausländischen Geld-
menge (M*) und dem ausländischen Nominallohnsa z (W*). Die a*a*-
Ku e is das Bild de ausländischen Abso p ions unk ion
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316 Michael Schmid
(25) c* = c* (y* (P/e0 , W*) , (e0/P) MJ)
Di e en ia ion on (25) im lang is igen Gleichgewich spunk Po, y
gib
(26) c*/P
(27) c*/e
= ((1 - £*) - £*)
a* a*
= - c*/P
a* a* a* a*
E gebnis (26) en sp ich E gebnis (23). In e essan e is (27), wonach
eine Abwe ung de Inlandswäh ung die a*a*-Ku e sowohl nach links
als auch nach ech s e schieben kann. Eine Abwe ung wi k zunächs
als „wind all gain", indem sie die eale Kau k a de ausländischen
Geldmenge e höh . Sie ha abe auch einen nega i en Realeinkom-
mense ek im Ausland, weil im Ausland nach de Abwe ung das aus-
ländische P eisn ieau sinken muß, wenn das Ausland au dem Wel -
ma k konku enz ähig bleiben will, so z. B. wü de bei gegebenem
P eis Po de Auslandsp eis um die Ra e de Wechselku sände ung sin-
ken müssen, wodu ch ein P oduk ions ückgang e u sach wü de. Die-
se P oduk ions- und Einkommensaus all e schein als Links e schie-
bung de ausländischen Angebo s unk ion, weshalb diese den Wechsel-
ku s (eo) neben dem Nominallohn (W*) als Pa ame e ha . Im mi le en
Diag amm de Fig. 3 wi d au de posi i en Abszisse das eale Ho en
des Inlandes und das eale En ho en des Auslandes abge agen, wäh-
end die nega i e Abszisse inländisches En ho en und ausländisches
Ho en miß . Nun läß sich die eale Ho ungs unk ion des Inlandes als
hh-Ku e mi posi i e S eigung und die eale Ho ungs unk ion des
Auslandes als h*h*-Ku e mi nega i e S eigung angeben29. Schnei-
den sich die Ho ungs unk ionen beide Lände genau au de O dina e,
so lieg ein lang is iges Gleichgewich o . Schni punk e links de
O dina e kennzeichnen eine de izi ä e Leis ungsbilanz des Inlandes,
und Schni punk e ech s de O dina e e assen eine de izi ä e Lei-
s ungsbilanz des Auslandes.
Ku z is ige Gleichgewich e lassen sich bei a iable Beschä igung
du ch den olgenden e wei e en Modellansa z e assen
1 [kPy (P,
W)
- M] +
?* [Je*
Py* (P/e,
W*)
- eM*] = 0
(28)
B
— X
[kPy (P, W)
—
M] = 0
29 Man beach e, daß die posi i e bzw. nega i e S eigung diese Ku en
unabhängig on de S eigung de aa-Ku e bzw. de S eigung de a*a*-
Ku e ga an ie is .
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 317
Sys em (28) genüg zu Bes immung on P eisni eau (P) und Leis ungs-
bilanzsaldo (B), wenn die An angs e eilung de Wel geldmenge, die
Lohnni eaus beide Lände und de Wechselku s gegeben sind.
Ein ku z is iges Gleichgewich mi einem Leis ungsbilanzsaldo kann
jedoch keine endgül ige „Ruhelage" des Wel wi scha ssys ems sein.
So wi d z. B. du ch die Finanzie ung eines Leis ungsbilanzde izi s im
Ausland ein Geldmengen-Mechanismus ausgelös , du ch den c. p. ein
kon inuie liche Ausgleich de Leis ungsbilanz e olg . Im Ausland
(Inland) is nämlich ein Übe schußangebo (Übe schußnach age) an aus-
ländische (inländische ) Wäh ung en s anden, welches dem We de
ausländischen (inländischen) Übe schußnach age (Übe schußangebo )
nach Gü e n en sp ich . Die mengenmäßig kompa iblen Übe schußnach-
agen beide Lände können in einem mone ä en Modell nu dann
du ch einen a sächlichen Handel ausgeglichen we den, wenn ein Aus-
ausch-Medium exis ie , welches on beiden Handelspa ne n akzep-
ie wi d. Gold ese en spielen im Modell die Rolle dieses Mediums.
Da das Übe schußangebo an ausländische Wäh ung am De isenma k
zu einem Abwe ungsd uck au die ausländische Wäh ung üh 30, muß
das Übe schußangebo an ausländische Wäh ung im Sys em es e
Wechselku se du ch S ü zungskäu e aus dem Ma k genommen we -
den. Du ch Abgabe on Gold ese en sei ens de ausländischen Zen-
albank an das ausländische Publikum gegen ausländische Wäh ung
inde eine Ve nich ung on Zen albankgeld im Ausland s a . Das
ausländische Publikum bezahl sein Leis ungsbilanzde izi mi Wäh-
ungs ese en und das inländische Publikum be iedig seine Übe -
schußnach age nach Inlandswäh ung, indem es bei de inländischen
Wäh ungsbehö de die im Außenhandel e wo benen Wäh ungs ese en
gegen inländische Wäh ung ein ausch . De Ankau on Gold ese en
du ch die inländische Zen albank ha dadu ch im Inland zu eine Zen-
albankgeldschöp ung ge üh . De lang is ige Anpassungsmechanis-
mus e u sach somi eine Um e eilung des Wel goldbes andes zu-
guns en des abwe enden Landes, und gleichzei ig komm es dami zu
Zen albankgeldschöp ung im Inland und zu Ve nich ung on Zen al-
bankgeld im Ausland. De Zus om on Gold ese en im Inland häl
an, solange das ausländische Leis ungsbilanzde izi bes eh . Alle dings
wi d du ch das induzie e Anwachsen de inländischen Geldmenge die
Bes andsübe schußnach age im Inland bzw. das Bes andsübe schuß-
angebo im Ausland allmählich abgebau . Im neuen lang is igen Gleich-
gewich sind die Ho ungswünsche und somi de Leis ungsbilanzsaldo
e schwunden, und das Inland ha du ch den Geldmengenmechanis-
30 Spiegelbildlich üh die Übe schußnach age nach inländische Wäh-
ung zu eine Au we ungs endenz de inländischen Wäh ung.
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318 Michael Schmid
mus des unausgeglichenen Leis ungsbilanzsaldos wäh end de Anpas-
sung einen bes imm en Zuwachs an Wäh ungs ese en au Kos en des
Auslandes akkumulie en können31'32.
3. Lohnpoli ik und Beschä igung
De deu sche Sach e s ändigen a ha e im Jah esgu ach en 1977/78
die mi le weile bekann e und inzwischen he ig disku ie e These38
o ge agen, wonach du ch eine Lohnzu ückhal ung zumindes bei
es en Wechselku sen wah scheinlich eine Ve besse ung de inländi-
schen Beschä igungslage e eich we den könn e. De Sach e s ändi-
gen a selbs , abe auch ande e Au o en gaben zu bedenken34, daß al-
le dings eine gewisse Skepsis gegenübe den posi i en Beschä igungs-
wi kungen eine Lohnzu ückhal ung dadu ch angeb ach sei, daß ein
bewegliche Wechselku s c. p. in olge de zu e wa enden Au we ung
de heimischen Wäh ung die na ionalen Kos en o eile ni ellie e bzw.
nich meh en s ehen ließe. Die in e na ionale We bewe bsposi ion des
Inlands könne sich demnach kaum e besse n und ein posi i e Be-
schä igungse ek we de zwei elha .
Unse Modell is geeigne die F age zu un e suchen, welchen Ein luß
eine Nominallohnpoli ik au P eisni eau, Beschä igung und Leis ungs-
bilanz bei es em und lexiblem Wechselku s ausüb . Wi können somi
die ange üh e A gumen a ion au de Basis unse e Modellannahmen
eine logischen Übe p ü ung lin e ziehen.
Nominallohn und Beschä igung: es e Wechselku se
Im Kon ex unse es Modells (kein Wachs um, kein P oduk i i ä s-
o sch i ) e schein eine Lohnzu ückhal ung als eine au onome Sen-
kung des Nominallohns im Inland. Die neoklassische Reak ion de An-
gebo ssei e au eine Nominallohnsenkung zeig sich in eine Kos en-
senkung bzw. in eine Ve g öße ung des Angebo s35. Dami s eigen im
81 Die lang is ige Ände ung de Zen albankgeldmenge läß sich aus dem
Modell genau be echnen. Vgl. hie zu Schmid (1978), 134. Wa e nachlässigen
in diese A bei die analy ische Behandlung de lang is igen Aspek e.
32 Technisch gesp ochen we den die Ho ungsku en in Fig. 2 und Fig. 3
du ch den lang is igen Anpassungsmechanismus imme so lange e schoben,
bis de Schni punk de Ku en au de O dina enachse lieg .
83 Vgl. Jah esgu ach en 1977/78, Zi . 288 - 306.
34 Vgl. Jah esgu ach en 1977/78, Zi . 305 und Zi . 306, abe auch z. B.
Me ens (1978), 79.
35 Dies is Ausd uck de en able e scheinenden Nu zung des P oduk-
ions ak o s A bei . Die Fak o einsa z ela ion ände sich zuguns en on
A bei . Wegen de ku z is igen Kons anz des ixen Fak o s müssen sich bei
de neuen Fak o in ensi ä Ou pu und Beschä igung e g öße n.
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 319
Modell Beschä igung und Realeinkommen au de G undlage mik o-
ökonomische En scheidungen de Un e nehmungen. Die Un e neh-
mungen scha en in diesem Modell ein g öße es Realeinkommen, un-
abhängig da on, ob sich die Einkommens e eilung in Abhängigkei on
de Subs i u ionselas izi ä de P oduk ions ak o en zuunguns en de
Lohneinkommen geände ha ode nich . De K eislau zusammenhang
e lang , dieses ges iegene Realeinkommen zu G undlage de Abso p-
ions eak ion de Haushal e zu machen. Die Abso p ion des Inlandes
s eig dahe au jeden Fall, wobei das Ausmaß des Ans iegs on de
ma ginalen Abso p ionsneigung abhäng 86. Diese Übe legungen e -
scheinen in Fig. 3 als Rech s e schiebung sowohl de yy-Ku e als auch
de aa-Ku e, wobei sich die aa-Ku e ü 0 <
<x
< 1 um wenige nach
ech s e schieb als die yy-Ku e. Die Lohnsenkung üh zu einem
Ube schußangebo an Gü e n im Inland, welches beim gegebenen P eis-
ni eau Po au den Wel ma k d äng und do eine P eissenkung aus-
lös . De Ve all des Wel ma k p eises üh bei es em Wechselku s
im Ausland zu einem Rückgang de P oduk ion und des Realeinkom-
mens. Gleichzei ig e gib sich do ein Übe schuß de Abso p ion übe
das neue gesunkene Realeinkommen. Dies wä e o ensich lich, alls die
ausländische Abso p ion ne o ges iegen sein soll e, abe auch bei einem
Rückgang de Abso p ion wü de ü 0
<C Q*
< 1 de Abso p ionsaus all
kleine sein als de Rückgang des Realeinkommens. Insgesam e hal en
wi dami ein Leis ungsbilanzde izi des Auslandes, welchem im Zwei-
Lände -Modell ein inländische Leis ungsbilanzübe schuß en sp ich .
Diese Übe legung läß sich in Fig. 3 o mal bes ä igen. Da eine Lohn-
zu ückhal ung im Inland zu eine Un e abso p ion üh , muß sich die
hh-Ku e nach h" i e schieben. Im Gleichgewich spunk A wi d ein
Leis ungsbilanzübe schuß des Inlandes sich ba .
E gebnis: Eine Lohnzu ückhal ung üh zu P eisni eausenkung und
einem Ans ieg de Beschä igung im Inland. De Beschä igungsans ieg
wu de bei es em Wechselku s eilweise auch e eich du ch einen ge-
lungenen Expo de Un e beschä igung ins Ausland.
Die Gegenläu igkei de Ou pu - und P eisen wicklung läß sich auch
o mal bes ä igen du ch o ale Di e en ia ion des Sys ems (28). Wi
e hal en olgende E gebnisse aus de im Anhang I gezeig en Ma ix-
gleichung ü die kompa a i e S a ik ku z is ige Gleichgewich szu-
s ände
36 Soll en die Lohneinkommen ela i gesunken sein, so e inge dies
bei g uppenspezi ischen Konsumneigungen zwa die gesam wi scha liche
Abso p ionsneigung, jedoch bleib die Reak ion de Abso p ion imme
posi i . Das „Kau k a a gumen e schein zumindes in diesem Modell
nich hal ba .
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320 Michael Schmid
P/W :
<Pg /u, >0
<Z> [QVpi + Q* V* A* (1 + <£*)] ^ n
y/W = — ^ < 0
(29)
A = q ja, (l + + £* * p* (1 + $*) > 0
li = M/eM* ; ju* = M*/M* ; = 1/k ; * = 1 /Je*
M* = (1/e)
M
+ M*
, y* ep äsen ie en die K eislau geschwindigkei des Geldes, eine in-
s i u ionelle Kons an e unse es Modells, ß, /u* sind die na ionalen An-
eile an_de Wel geldmenge gemessen in ausländischen Wäh ungsein-
hei en (M*). Es is on einigem In e esse zu wissen, wie bei gegenläu i-
gen P eis- und Mengenkomponen en schließlich die nominale En wick-
lung des Sozialp oduk s in beiden Lände n aussieh .
(30)
Ä Ä $o* * u* (i +
y/w = - ——' / —- < o
~ ~ (1 + $*) &QVU
Y*/W = ; > 0
O ensich lich dominie im allgemeinen de Ou pu ans ieg die nega-
i e P eisen wicklung, obwohl sich ein heo e ische G enz all angeben
läß , ü den das inländische Nominaleinkommen kons an bleib .
P = £
O* = 0
1 + #
- 0
1 + #
; Y = 0
; Y* = (1 + £*) £
1 + 0
Fü q* = 0 is die Abso p ionsneigung des Auslandes Eins. Je z sinken
Einkommen und Abso p ion im Ausland im gleichen Ausmaß, d. h. es
kann sich kein ausländisches Leis ungsbilanzde izi en wickeln. Weil
inländische und ausländische Leis ungsbilanz, abgesehen om Vo zei-
chen, iden ische G ößen sind, muß dann auch die inländische Bilanz
ausgeglichen sein. Dies is nu möglich, wenn das inländische Nominal-
einkommen kons an bleib .
De Ans ieg de inländischen Beschä igung is imme dann beson-
de s g oß, wenn das P eisni eau des Inlandes kons an bleib . Dies is
zu e wa en, wenn die Lohne höhung in einem „kleinen Land" e -
olg 37, welches sich mi einem bes imm en Wel ma k p eis ab inden
muß,
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 327
P eisni eau kann kons an bleiben. Dami en sp echen sich Realein-
kommen und Abso p ion im Ausland genau beim al en P oduk ions-
ni eau yl.
4. Geldpoli ik und Beschä igung
Geld- und Fiskalpoli ik sind die adi ionellen Ins umen e des De-
mand-Managemen . Da wi in unse em Modell S aa sak i i ä un e -
d ück haben, un e suchen wi die Geldpoli ik de Zen albank s ell-
e e end ü die Gesam hei de S abilisie ungspoli ik. Unse ein-
aches Modell be on dabei den di ek en Ve mögense ek in de Ab-
so p ions unk ion. Es is jedoch möglich, in einem e wei e en Modell
mi We papie en zinsinduzie e Abso p ionse ek e eine Geldpoli ik
zusä zlich zu e assen. Nach dem o hodoxen Keynes'schen Konzep is
Un e beschä igung au mangelnde gesam wi scha liche Nach age
zu ückzu üh en und du ch kompensie ende Maßnahmen de Geld- und
Fiskalpoli ik eduzie ba . Die o ensich liche E olglosigkei diese
Konzep ion ha den Blick de Theo e ike ü die geände en Ve -
hal ensweisen bei de Lohn- und P eisbes immung geschä . So wi d
es heu e in de Mak o-Analyse üblich, die Mul iplika o wi kung eine
Geld- ode Fiskalpoli ik explizi in ih e P eis- und Mengenkomponen-
en au zuspal en. Je nachdem wie die Un e eilung des Gesam e ek s
au Mengen- und P eiskomponen e aus äll , kann de expansi e S i-
mulus eine Demand-Managemen -Poli ik in einem Ans ieg des P eis-
ni eaus e pu en, wobei ein seh ge inge We des ealen Beschä i-
gungsmul iplika o s e eich we den kann. Im Ex em all e i eine
G uppe on Ökonomen die Ansich , daß bei eine olls ändigen In-
dexie ung de Löhne am P eisni eau keine lei Beschä igungsWi kun-
gen e eich we den können, sonde n ielmeh nu eine pe ek e Lohn-
P eis-Spi ale ausgelös wi d. Unse Modell is gu geeigne , diese un-
e schiedlichen Posi ionen au ela i ein ache Weise da zus ellen.
Geldpoli ik bei es em Wechselku s
Wi un e s ellen in de Ausgangslage einen lang is igen Gleichge-
wich szus and bei Un e beschä igung, yo, yl sind P oduk ionsni eaus,
welche dem a sächlichen A bei sk ä eeinsa z en sp echen. Bei gege-
benem Nominallohnni eau in jedem Land (Wo, Wj) wi d übe die Be-
s immung de na ionalen P eisni eaus (P, P*) ein bes imm e Reallohn
(w0 = Wo/Po, w* = WQ/PQ) in jedem Land ealisie . Füh en wi die
Annahme ein, daß das A bei sangebo öllig elas isch au den A bei s-
ma k geb ach wi d, wenn die Gewe scha en genau diese Reallöhne
in jedem Land e wa en, dann muß de ge o de e Nominallohnzu-
wachs genau mi de Ra e des e wa e en P eisni eauans iegs übe ein-
21*
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328 Michael Schmid
s immen. P ognose ehle bei de Schä zung des zukün igen P eisan-
s iegs Pe = eP und s
=1= 1
üh en dann zu olgenden Fo meln ü die
Lohnbindung
(36)
W ^eP
; W* =
s* P*
=
s*
(P
— e) s , e*
> 0
Fü 0 <£,£*< 1 bleiben die Nominallöhne kons an bzw. wachsen mi
Ra en, die kleine sind als de na ionale P eisni eauans ieg. Fü
£,e* = 1 bes ehen „ es los geldillusions eie Lohn e handlungen"42.
Zu Bes immung de Wi kungen on Lohnbindungen be ücksich i-
gen wi (36) in (35) und e hal en
£ (1
-
e)
- 1 0 P
(37)
QVJA
+
Q* V*
/LC*
[1 + (1 £*)]
,OV. A,
0 Y
.OV./LL
- (1/eM*)
dB
0 0
QV,[JL
.O*
V*
[A*
QVJA,
0
g* V*
JU*
[+ (1
-
£*)]
0
Die Geldpoli ik ha dann olgende Wi kungen
QV{JL$ (1
P/M =
A
'
>0
;
y/M
=
M
M*
e
-s)
A
'
(38)
dB/M
= -
- 1 q jaq* * ju* [1
+
#*(!- E*)]
eM* A
'
A
' =
QV JL
[1
+ $
(1
-
£)]
+
.O*
V* [A* [1
+ (1 -
£*)]
Die Geldpoli ik läß sich in Fig. 6 je z seh ein ach beu eilen. Sy-
s em (35) zeig , daß ü eine expansi e Geldmengenpoli ik eine Rech s-
e schiebung sowohl de
ynyn-Ku e
als auch de LB-Ku e
genau
im
Ausmaß de p ozen ualen Geldmengenände ung e olgen muß. De
esul ie ende P eisni eauans ieg üh bei Lohnbindung zu eine Links-
e schiebung de
yaya-K i e.
Punk Bi zeig das neue Gleichgewich
mi einem Leis ungsbilanzde izi bei un e ände e Beschä igung und
ges iegenem P eisni eau, wenn eine pe ek e unmi elba e Lohnbin-
42 Siehe
Ro h
(1977), 331 ü einen Hinweis au Konsequenzen diese
Annahme in einem Zwei-Lände -Sys em mi zwei Gü e n. Die modellmäßige
E assung on Lohnbindungen im Rahmen de Außenhandels heo ie geh
au
Salop
(1974) zu ück. Sie inde sich auch bei
Helpman
(1976),
He be g
(1976) und
Schmid
(1978). Eine gewisse Besch änk hei unse e Ungleichge-
wich s o mulie ung des A bei sma k es e schein in de implizi en Annahme,
daß das Ausmaß de Lohn o de ungen nu am e wa e en P eisni eauans ieg
und nich gleichzei ig auch an de Höhe de Un e beschä igung ausge ich e
is .
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 329
Fig. 6
dung o lieg (e, e* = 1). De Leis ungsbilanzsaldo wi d bei kons an e
Beschä igung ausschließlich übe Realkassene ek e in beiden Lände n
e ziel : Die inländische Übe schußnach age nach Gü e n d äng au
den Wel ma k und üh do zu P eiss eige ungen. Bei kons an em
Wechselku s sieh sich das Ausland bei pe ek e P eisa bi age übe
den in e na ionalen P eiszusammenhang eben alls einem ges iegenen
P eis in ausländische Wäh ung gegenübe und emp inde den Wunsch,
eigene Kassenhal ung au zubauen. Deshalb eduzie das Ausland seine
eale Abso p ion un e das kons an e Realeinkommen. Im ku z is igen
Gleichgewich en sp ich beim Gleichgewich sp eis die Übe schußnach-
age des Inlandes nach Gü e n genau dem Übe schußangebo des Aus-
landes. Es is ein Leis ungsbilanzde izi ü das Inland en s anden, wo-
bei inländisches En ho en dem ausländischen Ho en en sp ich . Bei
öllig ehlende Lohnbindung (e, e* = 0) haben wi in Punk Gi bei ge-
inge em P eisni eauans ieg eine Beschä igugnsWi kung de Geldpoli-
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330 Michael Schmid
ik. Die bishe alein au Realkassene ek en be uhende Leis ungsbilanz-
wi kung wi d du ch Einkommense ek e übe lage . Die Wel ma k -
p eiss eige ung lös in beiden Lände n eine Expansion on P oduk ion
und Beschä igung aus. Ein expansi e Einkommensmechanismus e -
besse g undsä zlich die Leis ungsbilanzsi ua ion des Landes, in dem
e s a inde , solange die ma ginale Konsumneigung dieses Landes
0 <
<x,
a* < 1. Dami haben wi olgendes E gebnis: Je g öße 0 und je
kleine £, um so g öße is de Einkommense ek im Inland, und um so
ge inge wi d das inländische Leis ungsbilanzde izi aus allen, weil de
Einkommense ek ein du ch den Realkassene ek bewi k es De izi
abschwäch . Je g öße 0* und je kleine £*, um so g öße is de Ein-
kommense ek im Ausland, um so g öße äll das inländische Lei-
s ungsbilanzde izi aus ( e gl. (38)).
Wenden wi uns dem lang is igen Anpassungsmechanismus zu, so
i die g undsä zliche P oblema ik eine Geldmengenpoli ik im Sy-
s em es e Wechselku se zu Tage: Die Geldmengenexpansion im Inland
e schein als Übe schußangebo on Inlandswäh ung au dem De isen-
ma k , wäh end gleichzei ig eine Übe schußnach age nach Auslands-
wäh ung en s anden is . Um den Abwe ungsd uck au die Inlands-
wäh ung zu besei igen, muß die mone ä e Behö de am De isenma k -
in e enie en, indem sie Wäh ungs ese en gegen Inlandswäh ung ab-
gib . Dadu ch is sie gezwungen, einen Teil de Geldmengenexpansion
mi Rücksich au die Ku ss abilisie ung wiede ückgängig zu machen.
Das Inland „bezahl " dem Ausland das Leis ungsbilanzde izi du ch
Abgabe on Wäh ungs ese en. Das ausländische Publikum kann sei-
nen Beda an ausländische Wäh ung decken, indem es einen Tausch
de e wo benen Wäh ungs ese en gegen ausländische Wäh ung bei
de ausländischen Zen albank du ch üh . Au diese Weise komm es
im Ausland zu eine Zen albankgeldschöp ung, wäh end sich im In-
land die F age s ell , welche Res de u sp ünglich beabsich ig en
Geldmengene höhung nach Be ücksich igung alle „Ab lüsse übe den
Geldmengenmechanismus" dem Inland e hal en bleib 43.
Geldpoli ik bei lexiblem Wechselku s
Da eine expansi e Geldmengenpoli ik, wie jede Demand-Manage-
men -Poli ik, die sich au die Abso p ion des Inlandes ich e , auch im
mone ä en Ansa z zu einem Leis ungsbilanzde izi üh , wi d bei lexi-
43 Eine genaue E assung diese Zusammenhänge zeig , daß nu ein
kleines Land dabei im gleichen Um ang Zen albankgeld e nich en muß,
wie die Zen albankgeldmenge an änglich e höh wu de. (-+ These on de
lang is igen Wi kungslosigkei de Geldpoli ik). Im Zwei-Lände -Fall komm
es solange zu eine Übe agung on Wäh ungs ese en, bis die u sp üng-
lichen na ionalen An eile an de Wel geldmenge wiede e eich sind. Vgl.
Schmid (1978), 134.
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 331
blem Ku s übe eine Abwe ung de Inlandswäh ung eine e s ä k e
Wi kung de Geldpoli ik zu e wa en sein. Diese Ve mu ung wi d be-
s ä ig , solange das Ve hal en de Ta i pa ne einen posi i en Be-
schä igungse ek zuläß (0 < e < 1). So wi d bei öllig ehlende
Lohnbindung in Fig. 6 diese Ve s ä kungse ek sich ba du ch eine
Bewegung on Punk Gi nach Gc. Im Falle eine olls ändigen Lohn-
bindung e pu die expansi e Wi kung je z in Fo m eine pe ek en
Lohn-P eis-Spi ale, ohne den ge ings en Beschä igungse ek . Punk
Bi in Fig. 6 wi d nach Be e lage , o ensich lich eine pe ek e Lohn-
P eis-Spi ale im Inland,
P = w = M
wobei die Inlandswäh ung genau mi de Ra e de Geldmengenexpan-
sion abgewe e wu de. Diese E gebnisse lassen sich o mal bes ä igen,
wenn wi Sys em (37) als lexibles Wechselku ssys em behandeln. Fol-
gende Wi kungen eine Geldpoli ik lassen sich dann be echnen
1 ~ - #
(1
- e)
P/M = TC —
;
y/M =
•
1 + #
(1
- s) 1 y 1 + £
(1
- e)
(39)
= l + gp-«) ; *'k* =" 1 +
Ein Ve gleich de Wi ksamkei eine Geldpoli ik bei es en und lexi-
blen Ku sen e gib : Bei bes en Ku sen kann ein Land einen gewissen
An eil de no wendigen P eis- und Mengenanpassung ins Ausland
„expo ie en". Es inde eine 'Übe agung posi i e P eis- und Men-
gene ek e ins Ausland s a . Diese gedämp e Anpassung wi d du ch
eine ausländische Un e abso p ion on Gü e n e möglich . Im Gegen-
sa z dazu sind bei lexiblen Wechselku sen die P eis- und Mengen-
wi kungen im Inland s ä ke , weil das Ausland je z öllig gegenübe
dem Geschehen im Inland abgeschi m is und das Inland die olle An-
passungslas allein agen muß.
Be ach en wi diesen Abschi mungse ek lexible Ku se noch
e was genaue . Nach (39) läß eine Ha monisie ung de Geldpoli ik in
beiden Lände n nu dann den Wechselku s un e ände , wenn gil
0(1 - s) = $*.(1 -
e*)
Un e diesen Bedingungen is dann die Wechselku sen wicklung gleich
de Di e enz de Ra en de Geldmengenände ung in beiden Lände n.
D. h. bei lexiblem Wechselku s und olls ändige Lohnbindung in je-
dem Land können zwei Lände un e schiedliche Wachs ums a en ih e
Lohn-P eis-Spi alen haben.
P = w =
M
+ P* = W« =
M*
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332 Michael Schmid
De Wechselku s e ände sich dann um einen P ozen sa z, welche
de Di e enz de beiden Wachs ums a en en sp ich , zuguns en des
Landes mi de kleine en Ra e de Geldmengenexpansion.
Schlußbeme kungen
Wi sehen zwei wich ige E gebnisse unse e Un e suchung eine sei s
ü die heo e ische Analyse ande e sei s im wi scha spoli ischen Be-
eich.
(1) Es gib keine ech en Un e schiede in den E gebnissen eines wohl-
e s andenen mone ä en Ansa zes mi Un e beschä igung und eines
um Ve mögense ek e e wei e en Keynes'schen Ansa zes. Insbesonde e
läß sich nich a gumen ie en, Realeinkommense höhungen wä en im
Keynes'sehen Modell mi Leis ungsbilanzde izi en e bunden, wäh end
im mone ä en Ansa z Übe schüsse esul ie en44. Unse Modell zeig ,
daß diese Aussage in Bezug au die Leis ungsbilanz nich gül ig is .
Fü die un e schiedliche Leis ungsbilanz eak ion is ielmeh die A
de S ö ung auschlaggebend, du ch welche eine Realeinkommense hö-
hung ausgelös wi d. Eine Geldpoli ik s ell e e end ü eine Demand-
Mangemen -Poli ik i p imä die Abso p ion. Solange die ma ginale
Abso p ionsneigung kleine is als Eins, wi d de Einkommenszuwachs
deshalb kleine aus allen als die Zunahme de Abso p ion — Leis ungs-
bilanzde izi e müssen esul ie en. Eine Nominallohnsenkung i p i-
mä das Realeinkommen, und solange die Abso p ionsneigung kleine
Eins is , wi d de Abso p ionszuwachs kleine aus allen als de Ein-
kommenszuwachs — Leis ungsbilanzübe schüsse müssen e scheinen.
(2) O ensich lich e mag eine Nominallohnpoli ik ebenso wie eine
Poli ik des Demand-Managemen au die Beschä igung einzuwi ken.
Wenn dies es s eh schein es wi klich angeb ach , das Schwa ze-
Pe e -Spiel (Gahlen (1978), 287) au zugeben, und on eine Mi e -
an wo ung de T äge on Geldpoli ik und Nominallohnpoli ik in de
Beschä igungs age auszugehen. Wa um is Vollbeschä igung dann so
schwe zu e eichen?
Aus unse em Modell läß sich beg ünden, daß die Gewe kscha en
als T äge de Nominallohnpoli ik angesich s ih e Unsiche hei übe
das Ve hal en de Regie ung/No enbank a ional handeln, wenn sie
ehe eine Poli ik höhe e Nominallöhne e olgen, um die Reallohn-
posi ion zu e besse n, als Lohnzu ückhal ung üben, um eine besse e
Beschä igung zu e eichen: De Beschä igungse olg eine Lohnzu-
ückhal ung häng nämlich om Ve hal en de No enbank ab. Eine
44 Die gleiche g undsä zliche Au assung e i Ja chow (1977), de om
Keynes'schen Modell ausgehend eine mak oökonomische P oduk ions unk ion
ein üh und P oduk i i ä sände ungen un e such .
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 333
Rücknahme de Geldmenge besei ig zuguns en eines ge allenen P eis-
ni eaus den an änglichen Beschä igungsans ieg, wäh end ein Ans ieg
de Geldmenge den an änglichen Beschä igungse olg zwa e s ä k ,
jedoch au Kos en eine Ve schlech e ung de Reallohnposi ion. Da im
e s en all das anges eb e Ziel eine Beschä igungs e besse ung nich
e eich wu de und im zwei en Fall soga eine Ve schlech e ung des
Reallohns de Mi gliedscha olg , is es ü die Gewe kscha lohnen-
de , sich dem Ziel eine Reallohn e besse ung übe eine Nominallohn-
e höhung zu widmen. Ve zich e die No enbank in diesem Fall au
eine Geldmengene höhung, kann sie ü die e s ä k e Un e beschä -
igung e an wo lich gemach we den, so daß es wah scheinlich zu
eine Geldmengenalimen ie ung de Lohne höhungen kommen wi d.
Dies üh dann zu eine Lohn-P eis-Spi ale ohne Beschä igungs-
e ek e. Ande e sei s zeig das Modell, daß sich die Regie ung als T ä-
ge des Demand-Managemen angesich s de Unsiche hei übe das
Ve hal en de Gewe kscha in eine Wahl-Demok a ie a ional e -
häl , wenn sie ehe au P eisni eaus abili ä ach e als übe expansi e
Maßnahmen die Beschä igung e besse : De Beschä igungse olg
expansi e Maßanhmen häng nämlich auch on de Nominallohn-
poli ik de Gewe kscha ab. Eine Nominallohnzu ückhal ung e schein
de Regie ung unwah scheinlich, weil sie zu Reallohnsenkung üh .
Eine Nominallohne höhung b ing jedoch einen P eisni eauans ieg,
wobei de Beschä igungse olg de expansi en Poli ik e nich e
wi d. Da die Regie ung/No enbank eine Lohn-P eis-Spi ale au jeden
Fall zu e meiden such , wi d die Geldmengenpoli ik ehe kon ak i
eingese z , wodu ch e s ä k Un e beschä igung en s eh . Angesich s
diese s a egischen Unsiche hei e schein somi ein P eisni eauans ieg
und/ode eine wei e e Ve schlech e ung de Beschä igung als das
wah scheinliche E gebnis eine unkoo dinie en S abilisie ungspoli ik.
Anhang I
Fo mal besch ieben wi d die kompa a i e S a ik ku z is ige Gleichge-
wich ssi ua ionen du ch Di e en ia ion des Sys ems (28) im Punk eines
lang is igen Gleichgewich szus ands.
A [P +
y- M]
+
X* jL*
[P +
y* - e - M*] =
0
dB =XM[P + y - M]
Be ücksich igung on (5) e laub Subs i u ion on
y
und
y*.
[X pL (1 + + X* ju* (1 + £*)] P = X* * (1 + e
+ X p M
+
X* p* M*
+
X ii 0 W + X* /** 0* W*
dB = X M
[(1 + 0) P -
$ W - M]
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334 Michael Schmid
Se zen wi ü
X
= $
, X*
=
£'* *
und e wei e n dde ech e Sei e de Leis ungs-
bilanzgleichung um eM*, so e gib sich olgendes Sys em
(1 + 0) +
£*'* ¿4* (1
+ £*)] o
Q x
(1
+ 0) - (1 /eM*)
P
dB
QVJl Q*V*
JA*
q ja 0
M
M*
o* * ja* (1
+
0*)
0 +
QVJA$ £* V*
JA*
$*
QVJA$
0
D = - (1 /eM*) A < 0
A =
$VJA (1
+ £) +
Q* V*
.¡LI*
(1
+ #*) > 0
(a = M/eM* ,
ja*
=
M*/M*
M* = (1/e) M + M*
W
W*
Anhang II
Das G undmodell (32) - (34) ü lexible Wechselku se e häl man au seh
ein ache Weise aus Sys em (35) du ch "Übe nahme de Wechselku s a iablen,
e, in die Menge de endogenen Va iablen.
<£ - 1
QVJA
+
Q* V*
JA*
(1
+
$*) QVJJL
QVJA QVJA
O* V*
JA*
(1
+
#*)
0
p
y
e
0 0 M 0
QVJA Q* V*
JA*
+ 0
QVJA Q* V*
JA*
M*
QJAV
0 M* 0
Q* V*
JA*
0
w
w*
A
=
.0* V*
JA*
(1
+
£*)
QVJA
(1
+ £) > 0
Folgende E gebnisse ü eine No minallohnpoli ik bzw. Geldpoli ik lassen
sich be echnen
P/W =-
e/W =
P/M =-
1 + £
£
1 + #
1
1 + $
>0
>0
>0
y/W =-
- $
e/M
•
y/M =
-
1 + ^
1
1 + 0
^
1 + 0
<0
>0
>0
Zusammen assung
Diese Au sa z b ing eine ein ache Syn hese zwischen Keynesianischem
und mone ä em Ansa z im Modellbau ü o ene Volkswi scha en. Un e
Be onung de gleichzei igen E klä ung on P eis- und Mengenkomponen e
des Sozialp oduk s wi d eine Poli ik de Lohnzu ückhal ung als Begga -my-
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Lohnpoli ik und Beschä igung in de o enen Wi scha 335
neighbou -Poli ik bei es em Wechselku s analysie . Bei lexiblem Wechsel-
ku s is diese Supply-Managemen -Poli ik wenige beschä igungswi ksam,
weil hie — zumindes in einem Ein-Gu -Zwei-Lände -Modell — eine oll-
s ändige Abschi mung des Auslandes gegenübe inländischen P eis- und
Mengenimpulsen s a inde . Es wi d ande e sei s gezeig , daß Demand-
Managemen -Poli ik nu dann e olg eich sein kann im Kamp gegen Un e -
beschä igung und In la ion, wenn die Gewe kscha en eine mi e an wo -
liche Lohnpoli ik be eiben.
Summa y
This pape p o ides a simple syn hesis o he Keynesian and mone a y ap-
p oaches o modelling he open economy. On he one hand a supply-mana-
gemen policy o domes ic wage- es ain is shown o be a begga -my-
neighbou policy unde ixed exchange a es. Unde lexible a es he e is
a educed e icacy o his policy w. . . domes ic employmen because a
leas in a one-good wo-coun y model lexible a es p o ide pe ec in-
sula ion agains ansmission o domes ic p ice-ou pu impulses o he
o eign economy. On he o he hand demand-managemen policy is demon-
s a ed no o be su icien o igh unemploymen and in la ion in open
economies unless ade unions pu sue co- esponsible wage policies.
Li e a u
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.100.3.297 | Gene a ed on 2023-04-04 11:58:11