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Investitionsmultiplikator und Horten

Abstract

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Investitionsmultiplikator und Horten

Author: Korner, Emil
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1960
DOI: 10.3790/schm.80.3.39
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290946/1/schm.080.3.039.pdf
Ko ne , Emil
A icle
In es i ionsmul iplika o und Ho en
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ko ne , Emil (1960) : In es i ionsmul iplika o und Ho en, Schmolle s Jah buch
ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin,
Vol. 80, Iss. 3, pp. 39-88,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.80.3.39
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290946
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295] 39
In es i ionsmul iplika o und Ho en
Von
Emil Ko ne - Po William (Scho land)
Inhal s e zeichnis: I. Das Rich ige in Keynes' Beschä igungs heo ie nu
eine e schlech e e Ve sion de Theo ie on Adam Smi h und Robe Mal hus
S. 39 — II. Übe die angebliche Unlogik on Schwankungen in de Beschä i-
gungsmenge, übe Massenpsychologie und die Eignung on G enz-, Kollek i -
und Du chschni sg ößen zu Lösung des Beschä igungsp oblems S. 40 — III.
E dich e e „E ah ungs a sachen" S. 45 — IV. Die de „E spa nis-In es i ions-
gleichung" zug unde liegende gedankliche Teilung des Ve kau se löses nu
auschwe mengenmäßig du ch üh ba S. 48 — V. Übe die De ini ion des In-
es i ionsmul iplika o s S. 50 — VI. Übe sein Ve häl nis zum „G enzhang zum
Ve b auch" S. 52 — VII. Keynes ha das Wesen des Mul iplika o s nich ein-
gesehen S. 54 — VIII. Ve anschaulichung de Mul iplika o wi kung an eine
Robinsonade S. 55 — IX. Wie Keynes zu seine Mul iplika o heo ie wah -
scheinlich gelang e S. 58 — X. Übe die Eignung de zu E assung eine Be-
schä igungszunahme e wende en Masse S. 62 — XI. Die Mul iplika o heo ie
e möch e, selbs wenn sie ich ig wä e, keine ü p ak isches Handeln b auch-
ba en P inzipien zu lie e n S. 65 — XII. Übe die Ve schiedenhei de K ank-
hei sanlagen e schiedene indi iduelle Volkswi scha en und die Ve schieden-
hei de U sachen on Wi scha ss ö ungen S. 65 — XIII. Übe Keynes' pseudo-
ma hema ische Me hoden S. 72 — XIV. De schwe s e Fehle de Mul iplika o -
heo ie S. 74 — XV. Ho en als einhei liches Symp om jede Un e beschä i-
gung S. 77 — XVI. En ho en als ih einhei liches Heilmi el S. 85.
„A man is ne e mo e ap o decei e o he s han
when he has decei ed himsel " (Ben ham).
I.
In meine Abhandlung ,,J. M. Keynes und die Beschä igungs heo ie
de Klassike " (80. Jah g., 1. He diese Zei sch i ), die o zuse zen
diese S udie bes imm is , leg e ich an Hand on Zi a en aus den
Klassike n be e s de „Allgemeinen Theo ie de Beschä igung"
un e ande em da ,
„daß ih Rich iges schon zu Gänze in Mal hus7 P inciples O Poli ical
Economy en hal en wa , wäh end ih Neues un ich ig is " (Abschn. III).
F eilich e gib die Übe legenhei on Adam Smi h und R o -
be Mal hus übe J. M. Keynes sich nich nu aus de Un-
ich igkei seines Neuen, sonde n auch aus de Ta sache, daß sein
Rich iges im bes en Falle nu eine e schlech e e Ve sion de klas-
sischen Theo ie bilde .
Hie he gehö o allem die Ve nachlässigung des Sä i-
gungsphänomens und de aus ihm e wachsenden Nö igung zu
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40 Emil Ko ne [296
En deckung bzw. zu E egung neue Bedü nisse und de en Be-
iedigung du ch neua ige (Luxus-)Gü e (ode wenigs ens du ch pe -
sönliche Diens e), abe auch die ehlende Einsich in das Wesen des
S p a e n s ode in die Bedeu ung de F eihei des Außen-
handels und de Wechselku sbildung ü das Voll-
beschä igungsziel.
Was abe Keynes' Un e nehmen anbelang , „die Ve anlassung zu
In es i ion" dem e de blichen Ein luß des P o i mo i s zu en ziehen
und den „Indi idualismus on seinen Mängeln und Mißb äuchen zu
einigen", so is ü die Eignung des zu Realisie ung dieses Zweckes
in Aussich genommenen Mi els Ve s aa lichung de In es i ion4
nich s so bezeichnend, wie daß Keynes die F age:
..Was woll ih un, wenn ih alle Häuse und S aßen und S ad hallen und
Elek izi ä swe ke und Wasse we ke usw. ausgebau hab , die die s abile Be-
ölke ung de Zukun alle E wa ung nach benö igen kann?"
nich ande s als dami zu bean wo en wuß e,
„daß dieselbe Schwie igkei auch ü p i a e In es i ionen und indus ielle Aus-
dehnung gil 44.
Und dies, obgleich, wie in jene Abhandlung gezeig wu de, „die-
selbe Schwie igkei " eines eils ü Smi h und
Mal hus nich bes anden ha , wäh end ande n eils gegen
die Keynessche Lösung des Beschä igungsp oblems de gleiche Ein-
wand e hoben we den kann, den e gegen die Bau ä igkei de
Pha aonen und de mi elal e lichen Fü s en e hob. De Einwand
nämlich, daß sie keine wi kliche Lösung bilde en, sonde n
„nu den Tag au schoben, an dem die Fülle des Kapi als au die Fülle de
P oduk ion s ö end einwi k 44 (Allg. Theo ie d. Besch., S. 184).
Doch mani es ie die In e io i ä de Keynesschen gegenübe de
klassischen Beschä igungs heo ie sich auch noch in ielen ande en E -
kenn nislücken, Unkla hei en, I üme n und Wide sp üchen au dem
Gebie e des Rich igen seine Leh e. In den olgenden Abschni en
sollen diese Mängel abe (ohne wei e e Re e enz zu den ko espon-
die enden klassischen Theo emen) nu insowei Beach ung inden, als
sie die Un ich igkei seines Neuen u sächlich beg ünden.
IL
Zu seinem Neuen gelang e Keynes anscheinend au G und
de olgenden Be ach ung übe die „das he o s echende Me kmal
unse e gegenwä igen Wi scha so dnung" bildenden „g oßen
Schwankungen in bezug au die P oduk ion und Beschä igung":
„Da nun diese E ah ungs a sachen sich nich aus logische No -
wendigkei e geben, ha man anzunehmen, daß die Umgebung und d i e
psychologischen Neigungen de mode nen Wel de a sein
müssen, daß sie diese E gebnisse he o b ingen. Es is deshalb nü zlich, zu
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297] In es i ionsmul iplika o und Ho en 41
übe legen, welche hypo he ischen psychologischen Neigungen zu einem bes ändigen
Sys em üh en wü den; und e ne , ob diese Neigungen de Wel , in
de wi leben, glaubha zugesch ieben we den können" (ebendo , S. 209).
Es is ein mons öse Sa z. E ah ungs a sachen, die „sich nich
aus logische No wendigkei e geben", obgleich sie no wendige weise
aus den „psychologischen Neigungen de mode nen Wel " esul ie en!
Als ob die Au gabe eine „Allgemeinen Theo ie de Beschä igung"
nich jus wä e, sich „diesen E ah ungs a sachen" so anzupassen und
sie so zu e klä en, daß die Ve ke ung des ihnen annahmegemäß zu-
g undeliegenden Geschehens als Na u - und Denkno wendigkei e -
schein ! Als ob die Logik einen Gegensa z zu Psychologie beg ünde e,
de e möglich , daß es „logisch" ande s hä e kommen können, als
es „ a sächlich" gekommen is ! Als ob Logik sich on Psychologie nich
ielmeh bloß insowei un e schiede, als die le z e e die Gese ze e -
o sch , nach denen unse e Vo s ellungen en s ehen, wäh end jdie
e s e e bloß das Fo melle des Denkp ozesses ausd ück , d. h. sich
bloß mi den Gese zen be aß , nach denen diese selben Vo s ellungen
mi einande e bunden we den müssen, um objek i gül ige E kenn -
nisse zu e zielen! Und — nich zule z — als ob de „zu eichende"
logische G und ü „diese E ah ungs a sachen" dem zu eichenden
psychologischen G und wide sp echen könn e und dü e, obgleich
Logik nich meh is als nu „das Wissen on de Ve ah ungsweise
de Ve nun " (Schopenhaue )!
Nich wenige mons ös is , daß Keynes anscheinend nich bloß
das menschliche Indi iduum, sonde n auch die „m o d e n e
Wel " als eine seelische, on alle hand Ge ühlen, Neigungen und
Willens egungen (wie z. B. dem „psychologischen Hang zum Ve -
b auch", de „psychologischen E wa ung des kün igen E ägnisses
aus Kapi alwe en" und dem „psychologischen Ve hal en zu Liqui-
di ä "; ebendo , S. 206 u. 209) bed äng e seelische Einhei au aß e,
die als „Massenpsychologie eine g oßen Zahl unwissende Menschen"
(ebendo , S. 130) na u gemäß „Wellen i a ionale Psychologie" aus-
s ahle (ebendo , S. 137) und de man dahe eine „Geschä s- und
eine Ma k psychologie" (ebendo , S. 131 u. 137) „glaubha zu-
sch eiben" dü e.
Also o mulie e e das das Ve hal en de mode nen Wel be-
s immende und die Theo ie des „In es i ionsmul i-
plika o s" beg ündende „psychologische Gese z", wonach
„sich de lau ende Ve b auch mi eine Zunahme de Beschä igung ausdehn ,
abe um wenige als den ganzen Zuwachs des Realeinkommens und daß
e bei eine Abnahme de Beschä igung abnimm , abe um wenige als die
ganze Abnahme des Realeinkommens. Was au den Du chschni
de Einzelnen zu i , i übe dies wah scheinlich auch au die Re-
gie ungen zu . . (ebendo , S. 210).
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42 Emil Ko ne [298
Daß zu solche Ve mengung empi ische Massenbeobach ung mi
Psychologie, die doch imme nu Indi idual-Psychologie
sein kann (selbs wenn gewisse E scheinungen de Indi idualpsycho-
logie sich nu aus Einwi kungen de Gesellscha e klä en lassen),
keine lei G und o lag, e hell nich zule z aus diese seine Be-
g ündung des angeblich „den Du chschni des Gemein-
wesen s" behe schenden Gese zes:
„Mi eine Zunahme des Realeinkommens e minde sich nich nu de
D ude de gegenwä igen Bedü nisse, sonde n e g öße sich auch de ei e -
wendba e Teil übe de bes ehenden Lebenhal ung; und bei eine Abnahme
des Realeinkommens i das Gegen eil zu" (ebendo ),
eine Beg ündung, die sich o enba au eine psychologische, wenn-
gleich so obe lächliche Beobach ung des indi iduellen Be-
wuß seins g ünde , daß man on ih schon in Anbe ach des Auße -
ach lassens des Sä igung s phänomens und de Rolle, die
sie in de „Allgemeinen Theo ie de Beschä igung64 spiel , sagen kann,
sie habe „den menschlichen U eilen die ge äh lichs en Falls icke
geleg " (Nie zsche).
Anscheinend in de Übe zeugung, daß „die unlogische No wendig-
kei " de Beschä igungsschwankungen dem Laissez- ai e-Indi idualis-
mus „glaubha zugesch ieben we den kann", ück e Keynes eben
nich nu on de Indi idualwi scha , de Indi iduale hik und allen
wi scha s heo e ischen Indi idualbeg i en, sonde n auch on de
Indi idualpsychologie ab, aß e e , um dies mi Vo eil un zu können,
die subjek i en Neigungen, Abneigungen, Fähigkei en, S e-
bungen sowie gewisse physiologische und psychologische Phänomene
des indi idualwi scha lichen Be eichs nach Ka l Ma xsche A in
„objek i e" Du chschni swe e zusammen, denen
e Namen e lieh, die zum G oß eil ausge echne dem Sp achscha ze
de subjek i en We heo ie en lehn sind, wie z. B. G enz-
nach eil de A bei , G enze zeugnis, G enze lös, G enz ak o kos en,
G enzhang zum Ve b auch, G enzleis ungs ähigkei des Kapi als, ja
soga ,G enzmul iplika o 6, Daneben schu e sich im Bilde des ,Ge-
sam kapi alis en bzw. des ,Gesam a bei e s6 auch Kollek i -
g ößen, wie z. B. „gesam e Angebo p eis66, „Funk ion des ge-
sam en Angebo es66, „Funk ion de gesam en Nach age66, „Elas izi ä
de Beschä igung66, „Elas izi ä de P oduk ion66, „Ve anlassung zu
In es i ion66, „Du chschni se gebnis de In es i ionen66 usw. Die Me-
hode a e e, ku z gesag , in eine Apo heose dessen aus, was ich in
„Das Mi el gegen K ieg und A mu 66 (Eu opa e lag, Zü ich 1949 und
Williams & No ga e, London 1951) als den „Glauben in den hl. Du ch-
schni " angep ange ha e, d. i. als den Hang de mode nen Wel
und de hochgeleh en Auslege ih e glaubha en hypo he ischen
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i a ional-psychologischen Neigungen, „Ve schiedenes gleichzumachen,
um Unbeweisba es zu beweisen" (Bd. I, S. 24—52).
Wie es um den wissenscha lichen We de Keynesschen Du ch-
schni sg ößen bes ell is , e hell z. B. aus de E wägung, daß es
o enba genau so iele e schiedene „G enznach eile de A bei 46
geben muß als A bei e , genau so iele e schiedene „G enz ak o -
kos en" als Fab ikun e nehmungen. Wenn eines eil wah sein soll,
daß „G enznach eil de A bei " gleichbedeu end is mi jegliche Übe -
legung,
„die einen Menschen e anlassen könn e, liebe nich zu a bei en, als einen
Lohn anzunehmen, dessen Nu zen ü ihn un e einem gewissen Minimum lieg "
(Allgem. Theo ie d. Besch., S. 5),
einem Minimum, dessen Höhe o enba nu diese Mensch allein zu
bes immen e mag, wäh end die E ah ung ande n eils leh , daß die
Ve kau sp eise on Leis ungen und E zeugnissen gleiche Quali ä au
gleichem Ma k e gleich sind, obgleich selbs die E zeugungskos en
zweie un e gleichen Bedingungen p oduzie ende Un e nehme des
gleichen P oduk ionszweiges ungleich aus allen: wie soll e zugleich
wah sein können, daß
„de Reallohn nich nied ige sein kann als de G enznach eil de A bei " (eben-
do , S. 24)?
Welche on den Billionen G enznach eilen de A bei is mi diese
Fo mel gemein ?
Doch sind die hl. Du chschni sg ößen ungeach e de heillosen
Ve wi ung, die sie an ich en, noch lange nich das Schlimms e.
Schwe e wieg eines eil de E sa z des Einzelun e -
nehme s du ch den Gesam kapi alis en, ande n eils
abe , daß die „nich aus logische No wendigkei " e wachsenen ,, E -
ah ungs a sachen" zumeis alles sind, ausgenommen Ta -
sachen de E ah ung.
Was o allem die Ausschal ung des Einzelun e -
nehme s aus de Keynesschen Beschä igungsanalyse anbelang ,
so is zu bedenken, daß in eine dem F eihei isgese z un e wo enen
Volkswi scha in jedem einzelnen P oduk ionszweige de leis ungs-
ähigs e Un e nehme konku en den P eis jedes einzelnen P oduk es
gewisse maßen ü das Wi scha sganze bes imm und daß auch
e es is , de u. a. den als ,Nach ageelas izi ä 4 be-
kann en Beschä igungsmul iplika o in Be-
wegung se z . Denn da de ,Gesam un e nehme ' nu
übe den Du chschni aus gu en und schlech en P oduk ionsmöglich-
kei en, aus gu en und schlech en T anspo - und Absa zbedingungen,
aus gu en und schlech en A bei e -, Beam en- und Un e nehme -
quali ä en usw. e üg , so is de sein Ve hal en bes immende Du ch-
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44 Emil Ko ne [300
schni seine E zeugungskos en no wendige weise bedeu end höhe
als seine nied igs en Kos en, de Du chschni seine E zeugnisquali ä
bedeu end schlech e als seine bes e E zeugnisquali ä usw., so is ihm
e sag , es (in bezug au Ges al ung de Beschä igungsmenge) eine
Volkswi scha gleichzu un, in welche „die nich zu be iedigende
Begie de zu Haben" (Kan ) indi iduelle Absa zs eige ung soga un-
geach e einschneidende Absa zsenkung e zwing und de E -
zeugnisp eis allgemein he abgese z wi d, so-
e n auch nu die P oduk ionskos en eine ein-
zelnen Un e nehmung sinken.
Und nich ge inge is die Bedeu ung des leis ungs ähigs en Einzel-
un e nehme s bei de Bes immung des Wechselku ses
au dem eien De isenma k e. Denn die wei e b ei e e Vo s ellung,
de eie Wechselku s we de du ch die du chschni liche
Kau k a de Wäh ungseinhei im Inlande ges al e , is na ü -
lich i ig. In Wi klichkei is ganz gu denkba , daß ein einzige ,
Expo eu , z. B. de csl. Schuh ab ikan Thomas Ba a, den in e -
alu a ischen Wechselku s de Wäh ung seines Heima landes (ohne
Rücksich au die ielleich iel ge inge e ela i e Leis ungs ähigkei
de üb igen heimischen Indus ien) allein bes imm . Diesbezüglich sei
au meine im 78. Jah g. diese Zei sch i (1. He ) e ö en lich e
Abhandlung „De Julius u m im Lich e de Einkommensgleichung"
e wiesen, indem ich die do igen Aus üh ungen (III., S. 10—15) noch,
wie olg , e gänze:
Un e s ell man de Ve ein achung halbe , daß ün de inlän-
dischen E zeugnisa en A, B, C, D und E in den Ve einig en S aa en
einen unbesch änk au nahme ähigen Ma k zu dem do gel enden
einhei lichen P eis on $ 1000,— haben, wäh end im b i ischen In-
lande ü die Einhei A 200, ü die Einhei B 250, ü die Einhei C
300, ü die Einhei D 320 und ü die Einhei E 350 P unds e ling
zu e zielen sind; e ne daß es eine Impo schuld on 10 Millionen
Dolla zu bezahlen gil : so is kla , daß de Dolla ku s sich in London
au mindes ens 4/- sh s ellen muß, dami de E zeuge on A seine
Rechnung inde . Reich die E zeugungskapazi ä de A-P oduk ions-
s ä en aus, um die gesam e Dolla nach age zu be iedigen, so bes eh
kein Anlaß zu Ku sände ung. Soll en die A-E zeuge abe bloß Ex-
po au äge bis zum Höchs be age on 5 Millionen Dolla auszu-
üh en ims ande sein, so daß auch die E zeuge on B und C he an-
gezogen we den müssen, so wi d de Dolla ku s die Höhe on 6/- sh
zu e klimmen haben. Denn e s bei diesem Ku s e geben die in USA
e zielba en 1000.— $ einen E lös on £ 300 je E zeugniseinhei C.
Ausdehnung de A- und de B-P oduk ionsanlagen wä e un e diesen
Ums änden gleichbedeu end mi Ku s eduk ion und also auch mi
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301] In es i ionsmul iplika o und Ho en 45
Ve billigung de Ein uh . Umgekeh abe wü de E eichung de
Sä igungsg enze ode eine aus ande en G ünden s a indende Ein-
sch änkung de ame ikanischen Au nahme ähigkei ü die be e en-
den b i ischen P oduk e zu Wechselku se höhung üh en. Solche -
a wi d das Ku sni eau du ch denjenigen we-
nigs leis ungs ähigen Expo eu bes imm , au
dessen De isen de Ma k zu Deckung des Be-
da s bzw. zu Bezahlung de Impo schulden
noch angewiesen is . (Mi hin e schein auch die on
Keynes in „Ein T ak a übe Wäh ungs e o m" o geb ach e Be-
haup ung un undie ,
„daß die Wechselku sschwankungen zwischen zwei Lände n . . . sich ziemlich
genau den Schwankungen des inne en P eisni eaus de beiden Lände
anpassen. Da aus olg , daß de Wechselku s zuguns en eines de Lände du ch
eine Finanzpoli ik e besse we den kann, die sich au die Senkung des inne en
P eisni eaus ich e ".
Falls z. B. G oßb i annien S ahl am billigs en, alle ande en Gü e am
eue s en in de Wel e zeug e, wü de de eie «^-Ku s lediglich die
Kau k a des £ gegenübe S ahl zum Ausd uck b ingen, so e n die
S ahlp oduk ion zu Bezahlung de b i ischen Impo e aus eich ).
Ohne die Psychologie des Einzelun e nehme s
und de üb igen einzelnen Wi scha enden geh es also nich . Nu
das Indi iduum ha Fähigkei en und Begie den. Nu das Indi iduum
emanie Ein luß. Und da es umgekeh keine gesellscha lichen, son-
de n nu indi iduelle Vo s ellungen und Mo i e, keinen gesellscha -
lichen, sonde n nu indi iduellen Willen gib , selbs wenn on In-
di iduen ü die Gesellscha und im Einklang mi de Meh zahl ih e
Mi gliede gewoll und gehandel wi d, so kann mi Hil e des ,Gesam -
un e nehme s4 ode des ,Gesam spa e s' ode des ,Gesam a bei e s6
und de ihnen zugesch iebenen ,Gesam unk ionen4 ielleich Sozial-
biologie ode a i hme isch undie e Kausals a is ik be ieben, doch
keines alls das de Beschä igungs heo ie ges eck e Ziel e eich
we den: „zu en decken, was die Menge de Beschä igung bes imm 66
(Allgem. Theo ie d. Besch., S. 77) und das Wi scha sgeschehen so
lenken zu le nen, daß „die Be iedigung ü das Gemeinwesen au s
Höchs maß66 ges eige wi d (ebendo , S. 271).
III.
Die Übe legungen abe , die Keynes übe die „nich aus logische
No wendigkei 66 e wachsenen E ah ungs a sachen ans ell e,
e üh en ihn dazu, E ah ungen zu e dich en, sie als unmi elba e
E idenz zu p äsen ie en, um dann nach jenen P inzipien suchen zu
können, die seine Fik ion logisch beg ünden und „glaubha 66 machen.
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46 Emil Ko ne [302
Beispielsweise gib es keine E ah ung, de zu olge (wegen des
.Gese zes om abnehmenden E age')
„jede Zunahme de Beschä igung ü die schon o he Beschä ig en ein ge-
wisses Op e im Realeinkommen beding " (ebendo , S. 69 .),
ode
„mi de Zunahme de wi ksamen Nach age die Beschä igung zu einem Real-
lohn zunimm , de un e dem bes ehenden Reallohn lieg , bis ein Punk komm ,
an dem keine übe schüssige A bei zu dem bes ehenden Reallohn e ügba is . .
(ebendo , S. 245).
Solange die P oduk ionskapazi ä de bes ehenden Aus üs ung und
de e ügba en A bei smengen nich oll ausgenü z e schein , i
auch nich zu,
„daß de E ag an de G enze de Zunahme de au eine gegebenen Kapi alaus-
üs ung beschä ig en A bei seinhei en abnimm " (ebendo , S. 97),
bzw. daß, wenn die Beschä igung zunimm ,
„die En schädigung, je A bei seinhei in Lohngü e n ausged ück , im allgemeinen
allen und de Gewinn zunehmen muß" (ebendo , S. 15).
Angesich s de No o ie ä o gese z e P oduk i i ä ss eige ung in
den meis en Indus ien (in olge echnisch-o ganisa o ischen Fo -
sch i es), o allem abe de Wi kung, welche Absa zzunahme mi ein-
ande konku ie ende Un e nehmungen au den ixen Kos en-
an eil und dami auch au den P eis de E zeugnisse ausüb , is
ielmeh das genaue Gegen eil ich ig, s eh dem abnehmen-
den Bodene ag e ah ungsgemäß ©in zuneh-
mende indus ielle E ag gegenübe . Das wu de
schon in Bd. I (S. 234 .) meines ühe e wähn en We kes ( gl. auch
Bd. II, S. 257) da ge an, wo de on Keynes (in eine Fußno e au
S. 15 de Allg. Th. d. Besch.) ge üh e „Beweis" un e ande em, wie
olg , wide leg e schein :
„Da un e den angegebenen Ums änden die Beschä igung eines indus iellen Un-
e nehmens nu zuzunehmen e mag, solange es übe unausgenü z e A bei s- und
P oduk ionskapazi ä , bzw. übe unbese z e A bei splä ze e üg , i in Wi k-
lichkei das ge ade Gegen eil de behaup e en Folgen ein. S a zu sinken wü de . .
he ewa d pe uni o labou s eigen. Und dies sowohl ,in e ms o wage-goods4,
als auch in bezug au das gesellscha lidie Geldeinkommen. In diesem R ahmen
wi d das ela i e Ausb ingen du ch jeden zusä zlichen A bei e nich nu nich
e inge , sonde n soga wesen lich ges eige . Bloß in dem au S. 125 e wähn en
Falle eine mi els Appa a u e wei e ung zu bewi kenden P oduk ionss eige ung
e möch e Senkung des ela i en Ausb ingens, bzw. Kos ens eige ung s a zu-
inden. Abe jus ü ihn i die Keynessche Un e s el-
lung eines ,gi en S a e o equipmen 4 nich zu.
Das be emdliche weise on de Landwi scha (s a on den wage-goods
indus ies) he beigehol e A gumen : ,The n h man adds a bushel a day o he
ha es 4 muß in Anbe ach de Ta sache e sagen, daß auch das ixe Kos en-
elemen des landwi scha lichen G oßbe iebes dem ,Gese z om abnehmenden
Bodene ag4 nich nu en gegenwi k , sonde n es häu ig au heb und soga übe -
wieg . Den Beweis abe ü die Behaup ung, daß de Reallohnsenkung eine P o i -
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309] In es i ionsmul iplika o und Ho en 53
sehen einem Zuwachs de Reinin es i ion und dem Zuwachs de mi ih e bun-
denen Gesam beschä igung niede zulegen" (ebendo , S. 97),
besse zu dienen e mögen als eine Du chschni sg öße des „Hanges
zum Ve b auch".
Was abe die Ände ungen im Ve b auch anbelang , die den
„G enzhang zum Ve b auch" gebä en, bleibe
„uns nu de Schluß üb ig, daß ku z is ige Ände ungen im Ve b auch sich g öß-
en eils au Ände ungen in de Ra e s ü zen, in welche Einkommen (in
Lohneinhei en gemessen) e dien wi d, und nich au Ände ungen in dem Hang,
aus einem gegebenen Einkommen zu e b auchen" (ebendo , S. 94),
zumal „de Haup hinde ungsg und subjek i e und gesellscha liche
An iebe sich nu langsam" ände e.
Wie die Funk ion des Mul iplika o s, so s ü z sich mi hin
auch die Funk ion des G enzhanges zum Ve b auch au
jenes „g undlegende echnische Gese z". Wie de Mul iplika o , so
sag uns auch de G enzhang zum Ve b auch,
„wie de nächs e P oduk ionszuwachs zwischen Ve b auch und In es i ion wi d
e eil we den müssen" (ebendo , S. 98).
Und wie de Mul iplika o , so is auch
„de G enzhang zum Ve b auch nich ü alle Ni eaus de Beschä igung bes än-
dig, wi d e wah scheinlich eine Neigung haben, mi de Zunahme de Beschä i-
gung abzunehmen; das heiß , das Gemeinwesen wi d bei eine Zunahme de
Realeinkommen nu einen sich allmählich e minde nden Teil da on e -
b auchen wollen" (ebendo , S. 105).
Doch gebe es auch noch ande e Fak o en,
„die eine Ände ung des G enzhanges zum Ve b auch und olglich auch des
Mul iplika o s bewi ken können" (ebendo , S. 103),
wie z. B. abnehmende E ag, A bei slosigkei usw. (ebendo ).
Allein da — eben alls wie de Mul iplika o — auch de G enz-
hang zum Ve b auch e s du ch Zunahme jene In es i ions ä igkei
in E scheinung i , welche die Einkommens- und Ve b auchszunahme
des Gemeinwesens ini iie e, so is kla , daß diese beiden
Beg i e öllig mi einande übe eins immen und
also öllig gleiche Ve häl nis g oßen bilden,
abe ebenso unkla , was mi de Scha ung on
zwei so e schieden klingenden Beg i en glei-
chen Inhal es bezweck wu de.
Insbesonde e bleib une indlich, welches Ziel mi els Tau ologien
diese A e olg wo den is :
„Je g öße de G enzhang zum Ve b auch, des o g öße de Mul iplika o " (eben-
do , S. 106),
ode auch mi :
„Die Theo ie des Mul iplika o s gil jedoch in jedem Zei abschni in dem Sinne,
daß de Zuwachs de gesam en Nach age gleich is dem P oduk des Zuwachses
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54 Emil Ko ne [310
de Gesam in es i ion und des du ch den G enzhang zum Ve b auch bes imm en
Mul iplika o s" (ebendo , S. 105).
Wie imme es sich dami auch e hal en möge, so we de ich midi
o an doch lediglich mi dem „Mul iplika o " be assen, den „G enz-
hang zum Ve b auch" abe schon im Hinbiid da au igno ie en, daß
das, was, nach Keynes, den Mul iplika o ausmach und seine Wi kung
auslös , iel e ende du ch „P oduk i i ä sg ad" ausge-
d ück hä e we den können, wenn es pa ou ein kollek i e Du ch-
schni sbeg i sein muß e.
VII.
In de Ta weis die He anziehung des G enzhanges zum Ve b auch
zu E klä ung de Mul iplika o unklion an sich da au hin, daß
Keynes — eben alls mangels Ve anschaulichung —
Wesen und U sache des Mul iplika o phänomens nie öllig ein-
gesehen ha , und daß es also keine Tugend, sonde n eine No wa ,
die ihn e anlaß e, es lediglich du ch ins Ma hema ische übe se z e
willkü liche Annahmen zu „beg ünden".
Denn mi de Behaup ung, die Funk ion des Mul iplika o s und
seine G öße we de du ch ein psychologisches Gese z inso e n be üh ,
als olle Ve b auch des du ch eine zusä zliche In es i ion,
„s ei sie noch so ge in g", e lang en Einkommens eine A
Hyd a-Sys em in Ges al sich
„anhäu ende Zunahme de wi ksamen Nach age in Bewegung se zen wü de, bis
ein Zus and de Vollbeschä igung e eich is " (ebendo ,
S. 79 und 210),
is na ü lich ga nich s e klä . Nich einmal wa um und in welche
Weise jus Vollbeschä igung eine i gendwie en essel en Nach age
diese A ein Ende se z , geschweige denn, aus welchem G unde
die Mul iplika o egel nu ü In es i ions zunähme, nich abe
auch ü eine Ve b auchs zunähme, „sei sie noch so ge ing",
Gel ung haben solle, die z. B. au« E indung ode Luxuss eue au -
hebung ode adikale Ve billigung on S aubsauge n, Wasch-
maschinen, Tele isionsappa a en, Ai condi ione n und ande en .Luxus-
gü e n6 esul ie , hiel Keynes de E läu e ung ü we . Und dies,
obgleich seine an ühe e S elle e ö e e Ve siche ung, Ve b auch
sei selbs e s ändlich einzige Wi scha szweck ( gl. IV), die ebenso
„selbs e s ändliche" Wah hei einschließ , daß In es ie en nich E -
zeugung unnü ze E dlöche zum Ziele haben da , sonde n nu in-
di ek e Vo so ge ü Bedü nisbe iedigung au jenen Gebie en, wo
es an Ve b auchs gü e n ehl . Insbesonde e abe an E zeug-
nissen
„o such a na u e ha his consump ion can ex end wi h i s cheapness" (R. Mal-
hus, P inciples O Pol. Economy, p. 352 .),
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311] In es i ionsmul iplika o und Ho en 55
so daß ih e zusä zliche E zeugung eine A zusä zlichen Mul iplika o
gebie .
Da on abgesehen, is kla , daß die ü zusä zliche In es i-
ionen e ausgab en Fak o kos en, welche zusä zlichen Ve -
b auch in die Wege lei en, sich on den ü E zeugung zusä zliche
Ve b auchsgü e e ausgab en Fak o kos en in keine Weise
un e scheiden, und also unkla , wa um die Wi kung e schieden sein
soll e.
Denn die „anhäu ende Nach age", als Folge zusä zliche In-
es i ion, wi d on Keynes o enba nu e wa e , weil die In-
es i ionse zeuge ü das e ziel e zusä zliche Lohn-, Zins- und P o i -
einkommen Ve b auchsgü e kau en, die e s in olge diese
Nach age e zeug we den und den Ve b auchsgü e p oduzen en eben-
alls zu zusä zliche Beschä igung und zu einem zusä zlichen Ein-
kommen e hel en, das ü wei e e zusä zlich zu e zeugende Ve -
b auchsgü e ausgegeben wi d. De u sp üngliche Ans oß se ze sich
mi hin in seine u sp ünglichen S ä ke o , wäh end e , alls die
p äsum i en Käu e einen Teil ih es zusä zlichen Einkommens
„spa en", nach Keynes (de diesen Beg i mi „ho en" e wechsel ,
gl. XV), eine p og essi s eigende Schwächung e ah e, um allmählich
zum S ills ande zu kommen. (F eilich e schein hie bei auch nich be-
ücksich ig , daß de „Hang zum Ve b auch" ielleich nu da um
nich zunahm, weil man es du ch Wechselku s ixie ung, De isen-
kon olle, Ein uh e bo e und au ande e Weise e hinde e.)
Jeden alls kann hie on „E klä ung" in wissenscha lichem Sinne
keine Rede sein, ganz abgesehen da on, daß Keynes du ch seine E -
klä ung die eigene These wide leg , wonach Schwäche de Ve an-
lassung zu In es i ion „zu allen Zei en de Schlüssel zum wi scha -
lichen P oblem gewesen is " (ebendo , S. 294). Zeig sich doch, daß
zusä zliche Ve b auch de In es i ion se zeuge bzw.
de aus ihm esul ie ende zusä zliche Ve b auch de Genuß-
gü e e zeuge die gleiche Mul iplika o wi kung zei ig wie
zusä zliche In es i ion!
VIII.
Aus allen diesen G ünden, abe auch weil Keynes uns übe jene
„nü zlichen Übe legungen" öllig im Dunkeln ließ, die ihn e kennen
ließen, welchen „hypo he ischen psychologischen Neigungen" de „ge-
genwä igen menschlichen Na u " die Mul iplika o wi -
kung „glaubha zugesch ieben we den kann" ( gl. das 1. Zi a in II),
u es no , das on ihm Ve säum e nunmeh nachzuholen.
Zu diesem Zwecke e schein es angezeig , seine Annahme eines Ge-
meinwesens, das neun Zehn el des gesellscha lichen Einkommens e -
b auch und ein Zehn el in es ie ( gl. das Vi a in V), an Hand jenes
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56 Emil Ko ne [312
Ka l Ma xschen C usoe-Kollek i s „ eie Menschen" zu e anschau-
lichen, mi els dessen ich in meinem ühe en We ke (Bd. II,
S. 125—95) au G und de olgenden S elle aus „Das Kapi al"
ope ie e:
„S ellen wi uns einen Ve ein eie Menschen o , die mi gemeinscha lichen
P oduk ionsmi eln a bei en . .. Alle Bes immungen on Robinsons A bei wiede -
holen sich hie . Nu gesellscha lich s a indi iduell. Nu zu Pa allele mi de
wah en P oduk ion se zen wi o aus, de An eil jedes P oduzen en sei bes imm
du ch seine A bei szei . Die A bei szei wü de also eine doppel e Rolle spielen.
Ih e gesellscha liche planmäßige Ve eilung egel die ich igen P opo ionen de
e schiedenen A bei s unk ionen zu den Bedü nissen. Ande e sei s dien die A -
bei szei als Maß des indi iduellen An eils de P oduzen en" (Bd. I, S. 42).
Un e s ell man, daß in eine solchen Wi scha — wegen ih es
ge ingen „P oduk i i ä sg ades" — 9 A bei e e o de -
lich wä en, um die ü die 10 A bei e nö igen Ve b auchsgii e bis zum
Ausmaß olle Sä igung zu e zeugen, so is kla , daß zusä z-
liche Beschä igung on 5 a bei slos gewo denen „Ve einsmi -
gliede n" ü E ich ung on Wegen und B ücken so o ige Ans ellung
wei e e 45 A bei slose e zwänge. Haben sie doch nich nu den
Tauschgegenwe de zusä zlichan In es i ionsleis ung be ei zus ellen,
sonde n auch den Tauschgegenwe de eigenen Leis ung!
Die E spa nis-In es i ionsgleichung abe e wüchse hie aus de
No wendigkei , die Baua bei e aus E spa nissen zu en lohnen,
die zu diesem Zweck e s gescha en we den müssen. Bei einem Tag-
lohn on 8 „S unden anken" und jäh lich 300 A bei s agen be äg
das indi iduelle Jah eseinkommen 2400 F anken, so daß die Jah es-
kos en de zusä zlichen In es i ion 5mal 2400, d. i. zusammen
12 000 F anken ausmachen und au jedes de nunmeh 100 be-
schä ig en Mi gliede 120 F anken en allen wü den, die in Ges al
on Lohnabzügen (ode S eue n) eingehoben und zu Bezahlung
de Baua bei e löhne e wende we den wü den. Am Ende des
Jah es s ünde dann de „E spa nis" on 12 000 F anken (100 X 120)
eine „In es i ion on 12 000 F anken (5 X 2400) gegenübe , hä e
jede einzelne A bei e ü den Ve b auch 2280 F anken e aus-
gab . Und die Zunahme in de In es i ion wü de also in de Ta
„eine Zunahme im Einkommen e geben, die genüg , um die Be-
ölke ung zu den nö igen E spa nissen zu e anlassen" (Allg. Theo ie
d. Besch., S. 100). Daß dieses E gebnis du ch s aa lichen Zwang,
also küns lich, e ziel wu de, hä e nich s zu besagen angesich s de
Ta sache, daß In es i ionen auch in de eien Wi scha du ch den
In es o zu bezahlen sind und daß sie auch do nu aus (eigenen
ode emden) E spa nissen bezahl zu we den e mögen. Ebenso
e schläg es nich s, daß die eie Wi scha es nich nu mi
Lebensno wendigkei en zu un ha , sonde n auch mi
Luxusgü e n gemäß Mal hus' E kenn nis:
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313] In es i ionsmul iplika o und Ho en 57
„ he less ime he indi idual wo ke is employed in p ocu ing ood, he mo e ime
will he be able o p oduce luxu ies".
Denn das alles wü de nich s an de Ta sache ände n, daß •— in olge
des bes ehenden P oduk i i ä sg ades — aus 10% zusä zliche In-
es i ionsbeschä igung 90°/o zusä zliche E zeugung on Ve -
b auchsgii e n jede A esul ie en wü den, bzw. daß es
ohne die 10 % In es i ionszunahme wede Lebensno wendigkei en
noch Luxusgü e , da ü abe 100% A bei slosigkei gegeben hä e.
Mi dem den Ta bes and komplizie enden P oblem de in de
eien wie in de kollek i en Wi scha bes ehenden Leis ungs- und
Einkommens Ungleichhei abe ha Ka l Ma x sich im
gleichen Kapi el, wie olg , auseinande gese z :
„Komplizie e A bei gil nu als mul iplizie e ein ache A bei , so daß ein klei-
ne es Quan um komplizie e A bei gleich is einem g öße en Quan um ein ache
A bei . Daß diese Reduk ion bes ändig o sich geh , zeig die E ah ung. Eine
Wa e mag das P oduk komplizie es e A bei sein, ih We se z sie dem P o-
duk ein ache A bei gleich und s ell dahe selbs nu ein bes imm es Quan um
ein ache A bei da . Die e schiedenen P opo ionen, wo in e schiedene
A bei sa en au ein ache A bei als ih e Maßeinhei
eduzie sind, we den du ch einen gesellscha lichen P ozeß hin e dem
Rücken de P oduzen en es gese z und scheinen ihnen dahe du ch das He kom-
men gegeben. De Ve ein achung halbe gil uns im olgenden jede A bei sk a
unmi elba ü ein ache A bei sk a , wodu ch nu die Mühe de Reduk ion
e spa wi d". (Das Kapi al, I/S. 12)
und dami in ui i zum Ausd uck geb ach , was ich (in Bd. II, S. 547,
meines ühe en We kes) so o mulie e:
„Unbewuß und mi hin ungeplan und ungewoll , en gegen de om Goldabe -
glauben und ande en hl. Du chschni s o u eilen behe sch en ö en lichen Meinung
und s aa lichen Gese zgebung, ja soga im Gegensa z zu Adam Smi h's Ansich , daß
,al hough labou is he eal measu e o he exchangeable alue o all commodi-
ies, i is no ha by which hei alue is commonly
es ima ed',
ha de a bei s eilig p oduzie ende Mensch übe all in de Wel den P eis de
schlech es bezahl en A bei (und, du ch sie, den P eis de au sie en allenden
E zeugnisse) zu P eiseinhei gemach ), nich abe , wie die Wi scha s heo e ike .
Wi scha spoli ike und Wi scha sdik a o en sich und ande en weismachen, die
s aa liche sei s es gese z e Gold- ode Silbe - ode Papie - ode Ge eide- ode
i gendwelche ande e Wäh ung. Meh noch: Das Geb auchswe mengen e häl nis
de unquali izie en A bei zu ih en auschwe gleichen E zeugnissen is soga un-
abhängig da on unse e P eiseinhei , ob es zum Sel enhei smesse am bes en aug .
Selbs wenn unquali izie e A bei nich das einzige Gu wä e, das nich selbs
den nämlichen Ve ände ungen wie diejenigen Dinge un e lieg , de en We wi
bes immen, ja selbs wenn sie in Bezug au die zum We messe e o de lichen
Quali ä en allen üb igen wi scha lichen Gü e n nachs ünde, so wä e sie allein
dessenungeach e übe all P eiseinhei und We maß. Und uns bliebe nu üb ig,
uns mi ih en Mängeln abzu inden, wie wi uns mi jede ande en ,höhe en Ge-
wal 6 ab inden. Die unquali izie e A bei , als P eiseinhei ,
du ch ein ande es wi scha liches Gu zu e se zen,
s ünde nich in unse e Mach ".
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58 Emil Ko ne [314
Abe obgleich das Bild, welches meine Ve anschaulichung bie e ,
den on Keynes angegebenen Mul iplika o wi kungen öllig ge ech
wi d, s imm es anscheinend mi seinen eigenen Vo s ellungen on
de U sache des Mul iplika o s bzw. on den Ände ungen, die e
auslös , in keine Weise übe ein. F eilich auch nich mi
den meinigen! Denn es sei hie nachd ücklichs be on , daß
meine Ve anschaulichung ausschließlich dem Zwecke zu dienen be-
s imm is , eine on Keynes e säum e E läu e ung seine eigenen
Theo ie nachzuholen, eine Theo ie, die ich aus noch
o zub ingenden G ünden e we e.
Jeden alls zeig auch die obige Robinsonade, daß Keynes9
In es i ionsmul iplika o um so kleine wi d,
je uch ba e sich die A bei ges al e . Im Bei-
spiels alle be üge e o enba nu 5, alls ie A bei e aus eich en,
um den Genußgü e beda de zusä zlichen 5 P oduk i gü e e zeuge
zu decken, iele e au 2, alls 1 A bei e ims ande wä e, ü den
Ve b auchsgü e beda on 2 A bei e n o zuso gen.
IX.
Die Fes legung eines .Mul iplika o 6 geheißenen Ve häl nisses
zwischen Einkommen und In es i ion bzw. zwischen Beschä igungs-
menge und In es i ion s ell im üb igen inso e n eine absolu e
Umkeh ung des u sp ünglichen Gedankenin-
hal es de Keynes sehen E spa nis-In es i-
ionsgleichung da , als de bishe ige In es i ionsübe -
schuß des Einkommens übe den Ve b auch au hö , Wi kung eines
gegebenen Einkommens, eines gegebenen Ve b auchs und
ih e Di e enz in Ges al eine gegebenen E spa nis zu sein.
Aus de bishe igen Wi kung In es i ion' is plö zlich die U -
sache gewo den, welche, als solche, alle jene K ä e auslös , die
den Einkommensminuenden und den Ve b auchssub ahenden diese
Gleichung zusammen mi de E spa nisdi e enz he o u en. De
Sa z:
„Die En scheidungen, zu e b auchen, und die En scheidungen, zu in es ie en, be-
s immen un e sidi das Einkommen" ( gl. das Keynes-Zi a in II),
mach de These Pla z: Die En scheidungen, zu in es ie-
en, bes immen Einkommen und Ve b auch.
Zwa bilden sie beide, E spa nis und In es i ion, nach wie o ,
jedes ü sich, den „Übe schuß des Einkommens übe den Ve -
b auch". Doch nich meh im Sinne de bishe igen, zu Beginn seines
Buches on Keynes e e enen Au assung eines En s ehens de In-
es i ion aus de E spa nis, die ih e sei s du ch Nich e b auch on
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315] In es i ionsmul iplika o und Ho en 59
Einkommen en s ehe. Vielmeh wi d seine neue Ansich , wie olg ,
besch ieben:
„Die he kömmliche Analyse wa sich bewuß , daß E spa nis on Einkommen ab-
häng , abe sie übe sah die Ta sache, daß Einkommen on
In es i ion abhäng in solche Weise, daß, wenn sich die In es i ion
ände , sich das Einkommen no wendige weise in jenem G ade ände n muß, de
e o de lich is , um die Ände ung in de E spa nis gleich de Ände ung in de
In es i ion zu machen" (Allgem. Theo ie d. Besch., S. 154).
Demnach sei die In es i ion in Wi klichkei dasjenige, ohne
welches wede Einkommen wä e noch Ve b auch ode E spa nis. Ein-
kommen en s ehe du ch das Zusammenwi ken on In es i ion und
Mul iplika o als de en P oduk , aus welchem de „Hang zum Ve -
b auch" den „Übe schuß des Einkommens übe den Ve b auch" so
ges al e , daß E spa nis und In es i ion mi einande genau übe ein-
s immen. Man könn e ge adezu die Wo e des E angelis en so
a iie en:
Im An ang wa die In es i ion,
Und die In es i ion schu das Einkommen
Und das Einkommen schu den Ve b auch und schu die E spa nis
Im Bilde de In es i ion.
E s hie i kla zu age, wa um Keynes sich gezwungen sah, den
Jah ese lös in den au In es i ionsgü e und in den au Ve b auchs-
gü e en allenden Teil zu ze legen ( gl. IV), läß sich e a en, was
e mi de Behaup ung mein e, daß die G öße des Mul iplika o s
„du ch die A beein luß we den wi d, in de sich das aus de e meh en wi k-
samen Nach age e gebende neue Einkommen zwischen e schiedenen Klassen on
Ve b auche n e eil " (ebendo , S. 252).
O enba schweb e ihm o , daß de In es i ionsmul iplika o
nich e s du ch eine In es i ions -Zunahme ins Leben ge u en
wi d, daß e sich ielmeh schon in de u sp ünglichen Beschä igung
„be ä ig " haben muß, wobei das Wie seine Wi kung on de Nach-
ages uk u abhing und sich eben im Ve häl nis des
Ve b auchsgü e -E löses zum In es i i o»n s -
gü e -E lös ausd ück e. Je kleine ode g öße de In-
es i ionsan eil am Ve kau se lös, des o g öße bzw. kleine sei de
das Ausmaß des u sp ünglichen Beschä igungsni eaus ges al ende
In es i ionsmul iplika o gewesen. Hä e de In es i ionsan eil z. B.
ein Zehn el des Gesam e löses be agen, so wü de de Mul iplika o 10
gewesen sein, wäh end e nu 3 hä e be agen können, alls au die
P oduk i gü e nu ein D i el om Ve kau se lös en iel. Zunahme
in de In es i ionsbeschä igung scha e solche a nich neue K ä e,
sonde n modi izie e nu die bes ehenden. Und Sonde behandlung de
Zunahme wa nö ig, weil (im Einklang mi dem in II. e ö e en
„psychologischen Gese ze")
„jedem Ni eau de gesam en wi ksamen Nach age eine einziga ige Ve -
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60 Emil Ko ne [316
eilung de wi ksamen Nach age un e die E zeugung jede einzelnen Indus ie
en sp ich " (ebendo , S. 242),
so daß de u sp üngliche Mul iplika o du ch jedwede Zu- ode Ab-
nahme de In es i ion eine Ände ung e ah en müsse.
Hie nach läß sich die G öße des Mul iplika o s — wenigs ens
was die u sp üngliche Beschä igung anbelang — hin e d ein genau
e echnen, indem man ein ach den olkswi scha lichen Gesam e -
kau se iös du ch den au In es i ionsgü e en allenden Teil dieses
E löses di idie . Is z. B. de so e hal ene Quo ien 10, weil die im
Einkommensjah e e kau en P oduk i gü e 10!% des Ve kau s-
e löses einb ach en, so is , nach Keynes, eben anzunehmen, daß (ge-
mäß jenem „psychologischen Gese z") de In es i ionszuwachs e -
häl nismäßig g öße , z. B. 12 V2 % aus allen und also nu einen Mul i-
plika o on 8 gebä en wi d.
Die Fähigkei de In es i ion abe , eine solche Mul iplika ions-
bewegung he o zu u en, schein Keynes sich au G und des olgen-
den Ke enschlusses zu ech geleg zu haben:
1. E spa nis is gleich de In es i ion, weil sie beide den Übe schuß
des Einkommens übe den Ve b auch bilden.
2. E spa nis kann ohne Einkommen und Ve b auch nich en s ehen.
3. Also kann auch In es i ion nich ohne Einkommen und Ve b auch
da sein.
4. Mi hin beweis das Dasein zusä zliche In-
es i ion wenn nich das Gewesensein on
Einkommen und Ve b auch, so doch zumin-
des , daß sie noch nach äglich en s ehen
we den.
5. In es i ion e u sach Beschä igung, wäh end E spa nis, als
solche, keine Beschä igung e u sach .
6. Mi hin kann nu die In es i ion, nich abe die E spa nis den
Mul iplika o auslösen.
Wa um abe jus die E zeugung on P oduk i gü e n das Mul i-
plizie en de Beschä igung bewi k , nich abe (auch) die Ve b auchs-
gü e p oduk ion?
Keynes wü de diese F age wah scheinlich mi dem Hinweis au
diejenigen Teile seine Theo ie bean wo e haben, wonach Ve -
b auchsgü e e zeugung selbs dann nich In es ie en he beizu üh en
b auch , wenn sie E spa nis he bei üh . Und da „mi hin" In es ie en
die U sache, Ve b auch und Wenige e b auch abe nu die Wi kung
de u sp ünglichen Beschä igung bilde en, müsse die En s ehung de
In es i ion de En s ehung on Ve b auchsgü e n wohl ode übel
o ausgegangen sein . . .
Als ob „aus logische No wendigkei " es s ünde, daß die eine
Ve kau se lös-G öße wenn nich U sache, so doch zumindes Wi kung
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317] In es i ionsmul iplika o und Hö el. 61
de ande n Ve kau se lös-G öße is , bleib uns hie nach nu üb ig,
zu en scheiden, welche „hypo he ischen psychologischen Neigungen
de mode nen Wel " die eine on ihnen zu U sache, die ande e abe
zu Wi kung ges al e en. Und „au G und unse e Kenn nis de ge-
genwä igen menschlichen Na u " ( gl. das Keyneszi a in II), d. h.
ohne den Schein i gendeines Beweises ü das Bes ehen i gendeine
Kausali ä , en schied Keynes eben, die U hebe scha de Gesam -
beschä igung, des Ve b auchs und de E spa nis de In es i-
ions ä igkei „glaubha zuzusch eiben".
Abe muß nich gegen diese En scheidung, sowie auch gegen
meinen ühe en Ve aiischaulichungs e such eingewende we den, daß
die heu ige In es i ion ,Saa gu 6 wohl eine E n e he o zub ingen
e mag, die den kün igen Ve b auch mi sam dem kün -
igen Saa gu beda deck , daß dies abe nich s gegen die „he -
kömmliche Au assung" beweis , wonach gegenwä iges Saa -
gu e s i gendeinmal o he e spa wo den sein muß, um neues
Ve b auchs- und neues Saa ge eide zeugen zu können? Und e -
möch e nich mi dem gleichen Rech ge olge zu we den: „Um Lohn
und Zins zu e zeugen, b auch man nu P o i zu e zeugen"?
O enba handel es sich hie inso e n um einen du ch Jonglie en
mi e schiedenen Einkommenspe ioden e möglich en Taschenspiele -
ick, als die gegenwä ige E spa nis, welche die gegenwä ige In-
es i ion inanzie e, mi de e mi els de le z e en zu e scha en-
den kün igen E spa nis nich meh zu scha en ha als das gegen-
wä ige mi dem kün igen Saa gu .
Da on abgesehen, üh Keynes' obe lächliche A bei sweise auch
hie zu unübe b ückba en Wide sp üchen. Das is z. B. de Fall in
de Be ach ung:
„E spa nis und In es i ion sind die Bes imm en des Sys ems und nich die
Bes immenden. Sie sind die Zwillingse gebnisse de Bes immenden des
Sys ems, nämlich des Hanges zum Ve b auch, de Tabelle de G enzleis ungs ähig-
kei des Kapi als und des Zins ußes. Diese Bes immenden sind zwa selbe kom-
plex, abe . .
Ha Keynes doch nich nu „die Schwäche de Ve anlassung zu In-
es i ion au die angeblich du ch Ve mögensanhäu ung e u sach e
Sch ump ung de zwischen „G enzleis ungs ähigkei des Kapi als46
und Zins uß bes ehenden Spanne zu ückge üh , sonde n auch seine
Ve s aa lichungs o de ung nu e hoben, um die In es i ions ä igkei
on diese Spanne unabhängig und zu „Bes immenden des Sys ems"
zu machen, wäh end e den „Hang zum Ve b auch" als ein Ve häl nis
zwischen einem noch nich exis en en (da e s du ch In-
es i ionszunahme und Mul iplika o zu bewi kenden) Einkommen
und jenem Teil dieses selben Einkommens de inie e, „de o -
aussich lich e b auch we den wi d"! Wie e möch e die
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62 Emil Ko ne [318
a sächliche In es i ion (die, nach Keynes, die G öße des Ein-
kommens und, du ch dasselbe, den „Hang zum Ve b auch" bes imm )
das on ih e angeblichen Wi kung Bewi k e sein? Kann Logik sich
wi klich noch meh in den Schwanz beißen?
X.
Ähnlich is de Wide sp uch mi de eigenen Leh e, in den sich
Keynes du ch die Behaup ung e wickel e:
„Die In es i ion, in Lohneinhei en gemessen, kann nich zunehmen, ohne daß die
Be ölke ung be ei wä e, ih e E spa nisse, in Lohneinhei en gemessen, zu e -
meh en. Gewöhnlich wi d die Be ölke ung dies nich un, ohne daß ih gesam es
Einkommen, in Lohneinhei en gemessen, zunimm 46 (ebendo , S. 100).
Komm dies doch eines eils einem Wide u des E spa nis-In-
es i ionsgleichungsp inzips gleich, das die Möglichkei eine Ab-
weichung de In es i ion on de E spa nis übe haup ausschließ ,
und ande n eils einem Wide u de Leh e, wonach die E spa nis
du ch die In es i ion zu Wel geb ach wi d, nich abe die In-
es i ion du ch die E spa nis!
Was die Bedingung „in Lohneinhei en gemessen66 an-
belang , is sie nu zu beg ei en, wenn man sie als Kind de ag-
wü digen Regel be ach e ,
„daß de Hang zum Ve b auch in einem gegebenen Zus and als eine ziemlich
s abile Funk ion be ach e we den kann, so e n wi Ände ungen in de
Lohneinhei , in Geld gemessen, ausgeschal e haben64 (ebendo ,
S. 82).
O enba is Ausschal ung on „Ä nde ungen
in de Lohneinhei , in Geld gemesse n", in de
P axis gleichbedeu end mi de Scha ung
auschwe bes ändigen Geldes. Das is in meinem
ühe en We ke (Bd. I, S. 195 . und Bd. II, S. 209 ., 212 . und
326—94) da ge an wo den. Doch kann Keynes sich übe diese Kon-
sequenz de Ausschal ung on Lohnände ungen schon aus dem
G unde nich im kla en gewesen sein, weil e Geldwe s abili ä mi
Kau k a bes ändigkei des Geldes e wechsel e und dahe zwischen
Geld auschwe und Geldkau k a nich zu un e -
scheiden wuß e.
Am leich es en läß die Di e genz diese beiden Beg i e sich
du ch die E wägung beg ei en, daß die Geldeinhei unse es C usoe-
Kollek i s mi seine Leis ungseinhei (de ,ein achen6 A bei ss unde)
koinzidie und daß do ,S abili ä de Geldeinhei 4 (1 S unden-
anken) gleichbedeu end is mi S abili ä de A bei ss unde. Nu
scheinba e mag de Leis ungsgehal des S unden anken geände
zu we den. Eine solche Ände ung ände z. B. s a , alls C usoe den
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325] In es i ionsmul iplika o und Ho en 69
Meine obige Un e s ellung, alle wünschenswe en ö en lichen A -
bei en seien be ei s geleis e , soll e nochmals kla machen, daß die
Un e scheidung zwischen „In es i ions-" und „Ve b auchsgü e n", de
bei Keynes eine so g oße Rolle zu äll , ü die Beschä igungs heo ie
im allgemeinen, ü die Mul iplika o heo ie im besonde en öllig
we los is . Wede e mag „die Schwäche de Ve anlassung zu In-
es i ion" meh U sache on Wi scha ss ö ungen zu sein als „die
Schwäche de Ve anlassung zum Ve b auch", noch bilde „in
einem gegebenen Zus and de Hang zum Ve b auch" eine s abi-
le e Funk ion als „de Hang zu In es i ion" ( gl. die Keynes-Zi a e
in X). Das e gib sich schon aus ih e du chgängigen Wechselwi kung,
indem das zusä zliche Einkommen de In es i-
ionse zeuge zum G oß eil ü zusä zliche Ve -
b auchsgü e e ausgab wi d. Doch läß es sich auch
aus de Ta sache e schließen, daß es ü den Heilungsp ozeß belang-
los is , ob C usoe jene zusä zlichen ün A bei e ( gl. VIII) zu He -
s ellung neua ige Ve b auchsgü e ka ego ien ode abe neue P o-
duk ionsmi el beschä ig . In beiden Fällen wä e Wiede ans ellung
on 45 Ve b auchsgü e e zeuge n die Folge.
Ebenso i bloß ü eine mi olle Ausnü zung ih e P oduk-
ionskapazi ä a bei ende Wi scha zu, daß „die Beschä igung nu
im gleichen Sch i mi de In es i ion zunehmen kann" (Allg. Theo-
ie d. Besch., S. 97), nich abe ü die un e beschä ig e Wi scha ,
mi de en Ve häl nissen Keynes sich o zugsweise be aß e, da e sich
mi de Folge „Übe p oduk ion" de „übe mäßigen E spa nis" be-
aß e. Und schon ga nich ü die no male, gewöhnlich mi übe -
dimensionie e P oduk ionsappa a u ausges a e e Wi scha !
Was abe A bei szei kü zung anbelang , so könn e sie
den Au lösunsp ozeß nu un e de Vo ausse zung absolu e Ein-
kommens gleichhei mi einem Schlage zum Hal en b ingen.
Daß e sich bei Einkommens di e enzie ung o se zen muß,
solange auch nu ein einziges Mi glied de C usoegemeinde sein Ein-
kommensplus nich zu e we en e mag, wu de in Abschn. IX de
o ausgegangenen Keynes-S udie e möge de Un e s ellung da -
ge an, daß „70 Mi gliede den ein achen, 20 Mi gliede den doppel-
en und 10 Mi gliede den d ei achen S undenlohn beziehen". Be e s
des einzig wi ksamen Heil e ah ens im Falle de du ch Un e s el-
lung on Einkommens Ungleichhei bewi k en P oblemkompli-
ka ion heiß es in meinem ühe en We ke (Bd. II, S. 192 .):
„Demen sp echend s eh C usoe unabsich lich Ho enden gegenübe nu das Mi el
zu Ve ügung: E zeugs du s a des Übe lüssigen und da um Un e käu lichen
das bishe Unkäu liche, so machs du jenes wiede sel en, so scha s du du ch
dieses zugleich die e o de liche Kau k a . Und wäh end das uneingelös geblie-
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70 Emil Ko ne [326
bene Geldeinkommen sich de neuen Wa ena zuwenden wi d, wi d das neue
Geldeinkommen die al e, nunmeh knapp gewo dene Wa ena kau en.
Wie das zu e s ehen is , wi d kla , wenn man un e s ell , daß es in olge
a bei s eiligen und echnischen Fo sch i es geglück wä e, das gesellscha liche
P oduk schon in ie s ündige s a in ach s ündige A bei zu e zeugen; daß
das gesellscha liche Geldeinkommen in olgedessen on 336 000 F anken au
168 000 F anken sink , wo on 84 000 F anken au die 70 ein ach A bei enden und
84 000 au die 30 po enzie A bei enden en allen; daß das Realeinkommen de
Be eilig en un e ände bleib , weil die P eise au oma isch au die Häl e sinken;
daß also de Kau p eis ü die zu Vollsä igung nö ige Menge in jede de bishe
e zeug en Ve b auchsgü e g uppen je A bei e 1200 F anken be äg , ans a
2400 F anken; daß die bishe ausschließlich au Exis enzgü e angewiesenen
70 Ve einsmi gliede nunmeh e suchen, die gewonnene A bei szei zu Bescha -
ung de Luxusgü e g uppe A zu e we en.
Dann e gib sich nämlich, daß die , eien Menschen6 nich im-
s ande sein we den, ih nunmeh iges Geld- und ih bis-
he iges Realeinkommen auch nu um einen einzigen F an-
ken ode um eine einzige L u x u s e z e u g n i s e i n h e i , ge-
schweige denn um 84000 F anken ode die zu Vollsä igung
ode Vollbeschä igung aus eichende Gü e menge zu s ei-
ge n, so e n es ihnen nich geling , eine en sp echende
Zahl zusä zliche , d. h. bis dahin unbekann e Luxuska e-
go ien e inden und e zeugen zu le nen sowie die hie zu
e o de lichen P oduk ionsmi el zu bescha en. Dami die
30 po enzie Leis enden an de Ve doppelung des Einkommens ih e 70 ein ach
leis enden Genossen du ch P oduk ion de Luxusgü e A (mi denen sie selbs bis
zu G enze de Konsum ähigkei e so g sind) mi wi ken, muß auch ih eigenes
Einkommen du ch Gü e e doppel we den, die sie sich bishe noch nich leis en
konn en. Sollen sie an de He s ellung de zusä zlich e o de lichen Mengen de
Luxusgü e g uppe A mi 42 000 , eduzie en4 S unden eilnehmen, so müssen auch
die 70 Unquali izie en an de He s ellung de ü sie e o de lichen neuen Luxus-
gü e a en 42 000 S unden lang a bei en. Das eine is de Gegenwe ü das
ande e. Wi d diese Gegenwe aus i gendeinem G unde nich geleis e , so e mag
auch de We nich in Exis enz zu e en. Um das gemeinsame Einkommensziel
zu e wi klichen, müß e das u sp üngliche Schema demnach so umges al e we den:
Löhne ein ache doppel e d ei ache zusammen F anken
Exis enzgü e 70 20 10 100 120 000
Luxusgü e A 70 20 10 100 120 000
Luxusgü e B — 20 10 30 36 000
Luxusgü e C — 20 10 30 36 000
Luxusgü e D — — 10 10 12 000
Luxusgü e E — — 10 10 12 000
140 80 60 280 336 000
Die Ve dopplung des bishe igen Minimaleinkommens du ch E zeugnisse de Luxus-
gü e g uppe A is , wie e sich lich, nu möglich, alls es geling , die P oduk ion in
de G uppe B zu e d ei achen, eine p og essi wachsende Zahl Spiela en neu-
a ige Wa en, nämlich die Luxusgü e g uppen G, D und E zu e inden und in
eine Menge zu e zeugen, du ch welche 70 ein ache Jah eseinkommen abso bie
we den.
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327] In es i ionsmul iplika o und Ho en 71
Das Luxusgu e weis sich
scha sau schwunges. Es imme
<le e do keine kleine Au gabe, wo noch
ichni s-O enba ung geglaub wi d:
so als Schlüssel des Wi -
ech zei ig be ei zus ellen, is insbeson-
an die Wah hei diese heiligen Du ch-
,Bes ünde also heu e kein du ch das poli ische Mi el gese z es Eigen um, lösse
de E ag de A bei den A bei e n selbs wiede zu, wä e also ih Lohn
maximal, dann wä e auch das gesellscha liche We kgu an Masse und Wi k-
samkei maximal. Dann wü de die mi ungeheue en Mengen schlech bewa -
ne e Menschenk a be iebene Luxusp oduk ion und wü den die Luxusdiens e
zum alle g öß en Teile e schwinden und du ch die mi alle gewal igs en We k-
zeugen bewa ne e Geb auchsgü e indus ie e se z we den; und dadu ch wü de
es in de Ta möglich sein, die p o Kop e eilba e Masse alle nü zlichen
und wünschenswe en Geb audisgü e in einem ü uns as undenkba en Maße
zu e meh en. Denn dann lösse ih Gesam p oduk wide s andslos und ohne
Reibung in die Ve ügungsgewal de Bü ge und könn e heo e isch jede
denkba e Fabelhöhe e eichen, da dann nu die na ü liche G enze de E zeu-
gungsk a als Hemmnis bes ehen bliebe6 (F anz Oppenheime , Theo ie d.
einen u. poli ischen Ökonomie, 13. Abschn., S. 592).
S a dieses handg ei lichen Unsinns wi d de weise Robinson seine Mannscha
o an zu leh en haben: Wi scha liche Fo sch i is . . .
nu du ch einen kul u ellen zu bewi ken, de seinen Nie-
de schlag eines eils in E indung und E zeugung neue
L u x u s g ü e a e n und ande n eils in Umwandlung bis-
he ige Luxusgü e in Exis enzgü e inde . Geh ech-
nische Fo sch i jedoch nich Hand in Hand mi dem
kul u ellen, so üh e zu wi scha lichem Rücksch i ."
Die obigen zwei Beispiele soll en de Ta sache Rechnung agen,
daß Keynes seinen Analysen nahezu ausschließlich den Wi scha szu-
s and zug unde leg e, de du ch eine in olge „übe mäßigen Spa ens"
he o ge u ene k ankha e Wa eniibe iille gekennzeichne
is . Da es abe , wie in Abschn. XV gezeig we den wi d, zahl-
eiche K isenu sachen gib , e schein es angezeig , auch eine du ch
Wa enmangel, z. B. schlech es E n ee gebnis, he o ge u ene
E k ankung eine isolie en Wi scha und das zu ih e Heilung
nö ige besonde e Ve ah en zu exempli izie en.
Nach Rica do wi d
„eine schlech e E n e einen hohen P eis de Lebensmi el he o u en, und de
hohe P eis is das einzige Mi el, du ch das de Konsum gezwungen wi d,
sich dem S ande des Angebo s anzupassen. Wä en alle Käu e des Ge eides eich,
so könn e de P eis zu jede Höhe s eigen; das Resul a abe
bliebe un e ände ..." (G unds, d. Volksw. u. d. Bes eue ung).
Es is abe kla , daß eine Unmenge ande e E zeugnisse un e käu -
lich und ih e E zeuge a bei s- und einkommenslos we den müssen,
alls man dem Ge eidep eis ges a e , „zu jede Höhe zu s eigen".
Reich das Geldeinkommen de Massen nu zu Be iedigung ih es
Nah ungsbeda es aus, so hö en nich nu Luxus-, sonde n auch alle
ande en Genuß- und Geb auchisgü e au , Tauschwe zu haben, so is
es mi ih e Absa z ähigkei zu Ende. Da um da man (wie in allen
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72 Emil Ko ne [328
sons igen Fällen de Ausschal ung des P eiswegweise s!) den
hohen P eis eben nich „einziges Mi el" de An-
gebo anpassung we den lassen. Und sei es nu , weil
das Mi el „E zeugung neua ige Gü e " zwecks Abso bie ung de
on den Ge eide e käu e n e ziel en auße o den lichen P o i e un-
wi ksam bliebe. Vo allem abe , weil es zu den Au gaben des S aa es
gehö , die P eisbes immung do zu kon ollie en, wo — wie im
Falle de Ausschal ung des P eiswegweise mechanismus du ch Mono-
pol ode höhe e Gewal — de Reich um de einen U sache wi d de
A mu ande e und P eis eihei also gegen das F eihei sgese z ( gl.
Bd. I, 6. Kap. meines ühe en We kes) e s oßen wü de. Nu wenn
diese Au gabe behö dliche sei s e üll wi d, weil de P eisweg-
weise sie nich zu bewäl igen e mag, kann eine Wi scha ss ö-
ung e hü e we den. Und sie wi d eben du ch Fes se zung am -
liche Rich p eise und Ra ionie ung de Lebens-
mi el e üll . (Denn keine No lage ech e ig am liche Rich -
p eise, die nich mi am liche Ra ionie ung gekoppel e scheinen:
weil es gegen das F eihei sgese z auch e s öß , den Vo ang de —
e möge höhe e Leis ung e ziel en — g öße en Kau k a du ch
den Vo ang des — mi els Zei e geudung e ziel en — höhe en
Pla zes in de ,Schlange4 zu e se zen!)
XIII.
Nunmeh is kla , daß zusä zliche In es i ion kei-
nes alls ein Allheilmi el bilde . Auch dann nich ,
wenn es „an Häuse n, S aßen und S ad hallen und Elek izi ä s-
we ken" ( gl. das Keynes-Zi a in I.) noch ehl !
Die unheimliche Ähnlichkei des Ve lau es selbs so e ein ach e
Wi scha sk isen mi dem K ankhei sbild de menschlichen „Aus-
zeh ung" läß , auch ohne Rücksich au die bes e-
hende Ve schiedenhei de K ankhei sanlagen
e schiedene Volkswi scha en, zumindes den ol-
genden Analogieschluß zu: Is es unge eim , die Ab- und Zunahme
de menschlichen Kö pe subs anz und ih e Fe gewebe in einem
z. B. du ch Tube kulose ode Syphilis ode K ebs e seuch en Men-
schenkö pe e möge willkü liche Un e s ellungen in ein „Mul ipli-
ka o " genann es Mengen e häl nis zu in izie enden Bazillenzahl
bzw. zu zuge üh en A zneimenge zu se zen, so is es auch unge-
eim , die Wi scha sk ise mi els Mul iplika o hypo hesen en -
ä seln zu wollen, die du ch keine lei E ah ungs a sachen he ausge-
o de we den und auch nich du ch Expe imen e e i izie ba sind.
Und weil selbs e s ändlich auch meine eige-
nen Ve anschaulichungsbeispiele im bes e n
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329] In es i ionsmul iplika o und Ho en 73
Falle nu die Ablei ung quan i a i e Wenn-
und Abe -Ge se ze Keyn es 'sche A e mög-
lichen, muß be e s de in de „Allgemeinen Theo ie de Be-
schä igung" gehandhab en algeb aischen Mul iplika ions o meln jus
das gesag we den, was do „den jüngs en ma hema ischen Wi -
scha sleh en" nachgesag wi d, nämlich:
„Es is ein g oße Fehle de symbolischen pseudoma hema ischen Me hoden, die
ein Sys em wi scha liche Analyse o malisie en, daß sie ausd ücklich s enge
Unabhängigkei zwischen den bezüglichen Fak o en o ausse zen und alle ih e
zwingende Gewal e lie en, wenn diese Hypo hese aus-
geschlossen wi d. . . . Ein allzu g oße Teil jüngs e ma hema ische Wi -
scha sleh en is ein bloßes Geb äu, so ungenau wie die an änglichen Vo ausse zun-
gen, au denen sie be uhen und welche dem Au o e lauben, die Ve wicklungen
und gegensei igen Abhängigkei en de wi klichen Wel in einem Wus anmaßen-
de und nu zlose Symbole aus dem Gesich zu e lie en" (ebendo , S. 251 .).
Ein k asses Beispiel ü „Geb äu" lie e die These, wonach „ein
Be ag lau ende In es i ion e o de lich is , g oß genug, um den ge-
sam en Ube schuß" übe den Ve b auch zu abso bie en (ebendo ,
S. 23). Wi d in diese Fo mel doch die Abhängigkei des lau enden
Ve b auchs on de E spa nis und de G öße de lau enden In es i-
ion öllig igno ie und ge an, als ob zwischen Ve b auch und In-
es i ion „s enge Unabhängigkei he sch e" bzw. als ob denkba
wä e, daß eine solche Übe schußlücke du ch In es i ion allein ausge-
üll zu we den e mag, ungeach e de E ah ung:
„Eine Zunahme (ode Abnahme) in de Ra e de In es i ion wi d abe eine Zu-
nahme (ode Abnahme) in de Ra e des Ve b auchs mi sich b ingen müssen"
(ebendo , S. 207)!
Fü das „Aus-dem-Gesich - e lie en" de „Ve wicklungen und gegen-
sei igen Abhängigkei en" abe is z. B. cha ak e is isch, wie Keynes
die „anmaßende und nu zlose" Fo mel:
„un e gegebenen Ums änden kann nämlich ein bes imm es Ve häl -
nis, de Mul iplika o , zwischen Einkommen und In es i ion es geleg we den"
(ebendo , S. 97),
„aus dem Gesich e lo ", als es gal , die solche Fes legung e mög-
lichenden Ums ände ande s als ex pos (d. h. au G und des e ziel en
und in Wi klichkei un eilba en Ve kau se löses!) zu besch eiben.
Und da es hie bloß um die Wiede he bei üh ung on Vollbe-
schä igung in eine in olge E k ankung un e beschä ig en Wi -
scha ging, so is nich zule z auch de Ausd uck „zusä zliche
In es i ion" ebensowenig am Pla ze wie de Ausd uck ?,M ul ipli-
k a o ". Kann on „zusä zlich" doch nu in Bezug au einen Be-
ha ungszus and, on „Mul iplika o " abe nu gesp ochen we den,
wenn die o ausgegangene In es i ionsabnahme du ch einen „D i i -
s o " e aßba wa !
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74 Emil Ko ne [330
XIV.
De schwe s e Fehle in de Mul iplika o heo ie wu de schon in
meine Julius u m-S udie (S. 23 .) bloßgeleg . E bes eh in de
Nich beach ung de Ta sache, daß dem Geldeinkommen, mi dem
Keynes in seinen Gleichungs o meln han ie e,
„nu Einkommensgeld en sp echen kann, wäh end die Koexis enz ande en
Geldes seine Beweis üh ung die heo e ische G undlage en zieh , indem sie das
P inzip des Tausches de gesellscha lichen Leis ung gegen das gesellscha liche
P oduk e mi els des gesellscha lichen Geldeinkommens au oma isch auße K a
se z ."
Ode wie F . . Wiese es ungeach e seine Unkenn nis de« ich-
igen (Einkommens-)Geldes ausged ück ha :
„Un e Vo a is nich die Summe Geldes zu e s ehen, die jemand ge ade in de
Tasche ha , sonde n das ü jede Wi scha spe iode e ügba e Einkommen, in
dessen Rahmen jede einzelne Summe e wende we den soll."
Und weil es in unse e Wi scha , de en Geschehen sich in diesem
Aus ausch e schöp ,
„nu ein einziges ich iges Geld, abe zahllose A en un ich igen Geldes
geben kann, de en jede das na ü liche Gleichgewich au besonde e Weise
s ö ",
so is (wie in dem e wähn en Au sa ze da ge an wi d) nu jenes
Geld „ ich i g", das „als Leis ungsbescheinigung
beim Leis ungs e kau (zugleich mi den E zeug-
nissen de e kau en Leis ung) en s eh und
beim E zeugnis e kau e geh " (ebendo , S. 6)
und dessen Tauschwe „du ch Au ech e hal-
ung des einmal es gese zen (Minimal-) Lohnsa -
zes ü die nied igs e bezahl e A bei sleis ung"
bes ändig e hal en wi d ( gl. 17. u. 21. Kap. meines ühe-
en We kes).
Ein ich iges Geldsys em da dahe
„den Geldbeda de Leis enden bloß im Rahmen ih es indi iduellen Geldeinkom-
mens be iedigen und also nu ,Einkommensgeld6 in Umlau b ingen,
solches, das das Einkommensgleichungsp inzip",
au G und dessen audi Keynes seine Leh en en wickel e, ealisie .
Hie bei e schläg es nich s,
„daß die Regie ungen eiwillig ode un eiwillig einem Budge de izi anheim-
allen ode z. B. A bei slosenun e s ü zungen aus gebo g em Geld gewäh en"
(Allg. Theo ie d. Besch., S. 84),
solange diese« Ve ah en nich zu Schöp ung un ich igen Geldes üh ,
solchen Geldes, das nich aus ,Nu auschwe 6, dem einzigen ich igen
Gelds o , e zeug is ( gl. Bd. II, S. 32—36 meines ühe en We kes).
Gäbe es nämlich auch noch ande es als Einkommensgeld, z. B.
eines, das gegen Ve p ändung on Ve mögenswe en ode als En -
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331] In es i ionsmul iplika o und Ho en 75
gel ü zu „Deckungszwecken" angekau e Edelme alle emi ie
wa d, so iele das gesellscha liche P oduk nich zu Gänze, sonde n
nu zum Teile seinen Un e nehme -, Spa e - und A bei e -E zeuge n
zu, so könn e es zu S ö ungen ähnliche A kommen, wie wenn eine
Fälsche bande den Geldumlau mi els ih e ,P oduk e' e höh e. Und
da die ollbeschä ig e Wi scha nu solange ollbeschä ig bleib ,
als jede einzelne ü p oduk i e Leis ungen e -
ziel e P eis zum Kau e gesellscha liche P o-
duk e e wende wi d, so müß e — selbs bei absolu e
Kau willigkei alle Einkommensinhabe — Un e beschä igung ein-
e en, alls das Geldschöp ungsins i u ih en legi imen Geldbeda
nich oll be iedig e, es sei denn, daß ih Kau ansp uch du ch Emp-
änge un ich igen Geldes ausgeüb wi d. Eine Geldschöp ung abe ,
die sowohl den legi imen als auch den illegi imen Geldbeda be ie-
dig e, wü de die E zeugnisp eise au blähen und, sowei auch
de Lohn ü unquali izie e A bei on diese
P eise höhung e aß wi d, den Geld auschwe
senken. Abe auch ohne diese le ze e Folge wä e sie gleichbedeu-
end mi Kü zung des legi imen An eils de E zeuge des gesell-
scha lichen P oduk es zu Guns en de Inhabe un ich igen Geldes.
No male weise abe wi d de Ansp uch de Ve käu e p oduk-
i e Leis ungen du ch o ä ige Ve b auchs- und P oduk i gü e
be iedig zu we den e mögen, zumal — ich ige Geldschöp ung o -
ausgese z — die Summe des jeweiligen Vo a s be-
s and es die Summe des jeweiligen Geldbes andes
bei wei em übe s eig , weil das Un e nehme einkommen
— im Gegensa ze zum A bei s- und Zinseinkommen — nich schon
gelegen lich de E zeugung, sonde n e s nach ollzogenem E zeugnis-
e kau und Eingang des Ve kau se löses in Exis enz i . Und da
jedwede In es i ion aus „dem Übe schuß des Einkommens übe den
Ve b auch" inanzie zu we den p leg (de in seine nich mone ä-
en Fo m aus noch un e kau en und da um o ä igen E zeugnissen
bes eh ), so b auch zusä zliches in es ie en4 nich
einmal zusä zliche E zeugung de hie zu e o -
de lichen Roh- und Hil ss o e zu Folge zu
haben, geschweige denn zusä zliche E zeugung
del j/enigen Ve b auchsgü e , die on den In-
es i ionse zeuge n ü ih zusä zliches Geld-
einkommen gekau we den. (Dami äll u. a. auch die
Theo ie zusammen, In es ie en e zeuge E spa nis, nich umgekeh .)
Mi hin i auch nich zu,
„daß e meh e Beschä igung ü In es i ionszwecke ,no wendige weise4
zu eine Gesam zunahme de Beschä igung üh en muß, die ein Meh aches de
ü die In es i ion benö ig en G undbeschä igung is " (ebendo ).
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76 Emil Ko ne [332
Zwa üh zusä zliche Beschä igung ü In es i ionszwecke „no wen-
dige weise" zu zusä zlichem Ve b auch. Doch e mag diese
Ve b auch auch aus den o handenen Gü e be-
s änden gedeck zu we den, de en Wiede au üllung, nach
Keynes, on E wa ungen de A bei gebe abhäng — und bei pessi-
mis ische Eins ellung de selben — un e bleib .
Solche a s eh wohl es , „daß sich de lau ende Ve b auch bei
Zunahme de Beschä igung du ch In es i ionen ausdehn " (ebendo ,
S. 210), abe nich , daß solche Ve b auchszu-
nahme auch Beschä igungszunahme olg .
Ebensowenig kann — selbs wenn wi sein Ausmaß kenn en —
de „G enzhang zum Ve b auch" uns sagen,
„wie de nächs e P oduk ionszuwachs zwischen Ve b auch und In es i-
ion wi d e eil we den müssen" (ebendo , S. 98).
Denn da auch diesem Hang du ch die E zeugnisbes ände s a gegeben
zu we den e mag, b auch auch hie keine Zunahme de Ve b auchs-
gü e p oduk ion zu esul ie en.
So is es in de un e beschä ig en, on K ise und
A bei slosigkei heimgesuch en Wi scha . Abe auch in eine bishe
ollbeschä ig en Wi scha se z zusä zliches In es ie en
zugleich mi dem Vo handensein eines Realgü e -Lohn onds in Ge-
s al on P oduk i - und Konsum i gü e bes änden auch die Exis enz
on Geldbes änden o aus, die zwa den Kau de Vo ä e e mög-
lichen, nich abe auch ih e Wiede au üllung, zumal es
keine akan e P oduk ionskapazi ä gib . Es is jene Fall, wo zu-
sä zliche Nach age kein zusä zliches Angebo , sonde n bloß
„eine Neigung de P eise e zeug , g enzenlos zu s eigen, bis wi einen Zus and
wah e In la ion e eich haben" (ebendo , S. 101).
Finde abe die Rep oduk ion eines in olge In es i ionszunahme au -
geb auch en Genußgü e bes andes nich unmi elba s a , so en -
äll auch das in VII e ö e e Hyd a-Sys em, so
i die Wi kung des Mul iplika o s nich in K a . Ih e e waige Aus-
lösung gelegen lich spä e e Wiede au üllung de Bes ände abe
wü de nu beweisen, daß es nich jus eine In es i ions-
zunahme beda , um den Mul iplika o zu en esseln bzw. um den
Heilungsp ozeß einzulei en. Zusä zliche Genußgü e p oduk ion genüg !
Es beda mi hin auch nich de wel emden Annahme:
„Nu wenn das Gemeinwesen seinen Ve b auch o z Zunahme de Beschä igung
un e ände beibehäl ..
um die Konsequenz he beizu üh en:
„. . . wi d die Zunahme de Beschä igung au die du ch die ö en lichen A bei en
gescha ene G undbeschä igung besch änk sein" (ebendo , S. 100).
Daß „das Gemeinwesen seinen Ve b auch o z Zunahme in de Be-
schä igung" nich du ch zusä zliche E zeugung on Ve b auchsgü e n,
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333] In es i ionsmul iplika o und Ho en 77
sonde n aus seinen Vo ä en deck , eich aus, um dieses E gebnis zu
bewi ken. Und jus das geschieh , solange die Schwa zsehe ei de
Wi scha sk ise nich übe wunden is .
Abe obgleich Keynes übe all, wo e in seinen Analysen des Gel-
des bedu e (wie z. B. bei E ö e ung on Zins und G enzleis ungs-
ähigkei des Kapi als), mi ,un ich igem Gelde' umging, wa
e sich de Unzulänglichkei de bes ehenden Wäh ungseinhei en, wie
in IV und X angedeu e wu de, i gendwie bewuß . Das e gib sich
nich nu aus seine e geblichen Suche nach einem geeigne en Maß-
s abe und de Ums ändlichkei seine „E klä ung", wa um
„wi die Einhei de A bei als einzige physische Einhei nehmen konn en, die
wi , abgesehen on Einhei en des Geldes und de Zei , in unse em wi scha lichen
Sys em benö igen" (ebendo , S. 179),
sonde n auch aus de Folge ung,
„daß es angesich s de a sächlichen Geb äuche und Ein ich ungen . . . zweckmäßi-
ge is , au eine s a e Geldpoli ik abzuzielen als au eine nachgiebige Poli ik46
(ebendo , S. 224).
Es is eine Folge ung, in de unse „Re olu ionä " u , als ob „ a -
sächliche B äuche und Ein ich ungen44 selbs dann zu espek ie en
wä en, wenn sie sich als schädlich e weisen; als ob die zu bekämp-
ende „nachgiebige Poli ik44 nich ebenso zu diesen Ins i u ionen ge-
hö e wie die be ü wo e e „s a e Geldpoli ik44; als ob es eine Viel-
hei on Maßen bedü e, ungeach e des „ a sächlichen Geb auches44
eines einzigen, des Geldmaßes; als ob es unmöglich wä e,
die on Na u bes ehende Iden i ä on Lei-
s ungs- und P eiseinhei bzw. on P eiseinhei -
o m und Geldeinhei inhal au ech zue hal en.
Und da o enba nich unse ma e ielle Reich um, sonde n unse e
geis ige A mu das is , was uns e hinde , diese und ande e Fehle
unse e wi scha lichen O dnung zu beheben, so is eis eine s a ke
Zumu ung, den Aussp uch e ns nehmen zu sollen:
„Je eiche ein Gemeinwesen, des o empö ende die Mängel unse e wi scha -
lichen O dnung" (ebendo , S. 26).
Ich ü meinen Teil hä e die olgende Fassung o gezogen:
„Je angesehene und geeh e die Ökonomis en eines Gemeinwesens, des o empö-
ende die Mängel seine wi scha lichen O dnung!"
x .
„No poli ical economis o he p esen day can by
sa ing mean me e hoa ding" (Mal hus).
Schon je z is kla , daß das Übel „Un e beschä igung"
nich meh und nich wenige in de „Schwäche des Hanges zum Ve -
b auch" bes eh als in de „Schwäche de Ve anlassung zu In es i-
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78 Emil Ko ne [334
ion". Vo allem abe : daß dieses Übel mi de den Menschen, nach
Keynes, behe schenden Neigung, on eine Einkommenszunahme
e häl nismäßig meh zu spa en als om bishe igen Einkommen, un-
möglich i gendwas zu scha en haben kann, wenn es sich um ich-
iges Spa en handel , ode auch nu wah is , daß die E spa nis
no wendige weise gleich is de In es i ion.
No male weise i in eine ollbeschä ig en Wi scha Un e -
beschä igung in Wi klichkei nu ein, wenn die du ch Lei-
s ungs e kau e ziel en Geldbe äge bloß zu einem Teil di ek ode
indi ek ü gesellscha liche P oduk e i gendwelche A (d. h. gleich-
iel ob ü Ve b auchs- ode In es i ionsgü e ) e ausgab , zum an-
de en Teile abe „geho e " we den.
Indi ek inde E zeugniskau in olge „Spa en s" s a , d. h.
in olge Ve leihung geho e e Geldbe äge gegen ein Zins e sp echen,
so daß „Spa en" als U sache on Un e beschä i-
gung schon aus dem G unde niemals in F age kom-
men kann, weil,
„was man im Jah e e spa e, ebenso egelmäßig e b auch wi d, wie was ( om
Spa enden) im .lah e ausgegeben wu de. Nu wi d es on ande en Menschen e -
b auch " (Adam Smi h),
bzw. weil de indi iduelle Wenige e b auch des Spa e s nich
zu gesellscha lichem Wenige e b auch üh .
Das Übel bes eh mi hin im „H o e n", d. h. in jenem indi-
iduellen Wenige e b auch, de auch gesellscha lichen
Wenige e b auch zu Folge ha .
Die Di e genz on „W enige e b auch" bzw. „H o -
e n" eine sei s, „Spa e n" ande e sei s wu de schon in dem e -
wähn en Julius u m-Au sa z aus üh lich e läu e . Hie nach is die
De ini ion on „E s p a n i s" als „Übe schuß des Einkommens
übe den Ve b auch" un e dem Gesich spunk e des Volkswi scha s-
ganzen un ich ig, weil indi iduelle Wenige e b auch eben nich
gleichbedeu end is mi gesellscha lichem Wenige e b auch, so e n
e zu „Spa en46 üh . Im allgemeinen sei, so üh e ich do aus,
„Spa en schon aus dem G unde kein dem Wenige konsum adequa e Ausd uck,
weil ein du ch Wenige konsum angehäu e Geld o a e s Ho gewesen sein
muß, be o e — du ch leihweise Übe lassung an einen D i en — ,E spa nis' we -
den kann. Ode ande s ausged ück : Da Wenige konsum zu Ho - B i 1 d u n g ,
Spa en abe zu Ho -Anlage üh , is Spa en ge adezu ,E n h o -
e n s eh de Hang zum Ve b auch gesellscha lich nu zu Ho en, nich abe
auch zu Spa en in Gegensa z, da ,W enige konsum' also bloß dem
Ho en gleichgese z we den, muß das Wo ,Spa en4 om Beg i
»Spa en4 ein ü allemal ge enn we den".
In de Ta bie e .Spa en4, so se z e ich o , ü
die Beschä igungsleh e übe haup kein P o-
blem, habe da um
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341] In es i ionsmul iplika o und Ho en 85
F eilich ha das alles die geleh ige Mi wel nich gehinde , „de
e s en Annähe ung des Ho ens an die Liquidi ä sp ä e enz" du ch
Keynes dieses Lob zu spenden:
„Keynes ha mi seine Analyse de Liquidi ä smo i e das P oblem des Ho ens
und En ho ens geklä 46 (G.N.Halm, Geld, Außenhandel und Beschä igung).
XVI.
„To know wha cau be done, and how o do i , is he
mos aluable species o In o ma ion. The nex o i
is, o know wha canno be done and why we canno
do i " (Mal hus).
Um die im Wi scha sau schwung allen alls gegebene Vollbe-
schä igung s ändig au ech zue hal en und wede in Übe -,
noch in Un e beschä igung ausa en zu lassen, gil es, um mi
Mal hus zu eden, das Einkommen on unse em Fleiß abhängig
zu machen, s a (wie bishe ) on de wi ksamen Nach age.
Da Ho en die Beschä igungsmenge e inge , wäh end
En ho en sie e g öße , lieg es nahe, sich des einen wie des
ande en als Mi els s aa liche Beschä igungspoli ik zu bedienen, d. h.
Ho en im wi scha lichen Au schwung zu begüns igen, um eine
(gewöhnlich mi In la ion e bundenen) Übe beschä igung zu be-
gegnen, es dagegen im wi scha lichen Niede gange zwecks Vo -
beugung on Un e beschä igung zu hin e eiben.
Wie dieses Ziel am leich es en zu e eichen is , wu de in meinem,
eben alls in diese Zei sch i e ö en lich en Absa z „Laissez- ai e
und S aa sin e en ionismus64 (76. Jah g., 3. He , S. 317—38) gezeig .
Hie nach komm es da au an, die gemäß de Laissez- ai e-Dok in
nö ige sachliche Au gaben eilung zwischen Indi iduum und S aa
in de Weise auch zu eine zei lichen auszuges al en, daß sie
gleichmäßige e Ve eilung de Beschä igungsmengen e möglich . Dem-
en sp echend habe die Zuweisung on Au ägen des S aa es und
ö en liche Kö pe scha en (be e end E ich ung on S aßen,
Eisenbahnen, Kanälen, B ücken, Ha enanlagen, Dämmen, Fluß-
egulie ungen, Wasse we ken und Wasse lei ungen, Schulen, Uni-
e si ä en, Museen, Thea e -, Pos - und Ge ich sgebäuden, Ge äng-
nissen, Polizeis a ionen, Kase nen, K anken-, A men e so gungs- und
I enhäuse n, Al e sheimen, Kliniken, Exe zie - und Flugplä zen
Flugzeugen und K iegsschi en usw.) g undsä zlich nu in Zei en on
Beschä igungsmangel s a zu inden und aus S eue übe schüssen inan-
zie zu we den, die sich in Zei en des Wi scha sau schwunge® (im
Ve gleich mi den no malen Einkün en) e geben, Übe schüssen, die
e o de lichen alls geho e we den, um das Risiko ,Übe beschä -
igung6 und ,A bei e mangel' wi ksam auszuschal en.
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86 Emil Ko ne [342
Eine Möglichkei , solche Vo so ge ohne Ausübung i gendwelchen
Zwanges au die P i a un e nehmung zu übe wälzen, könn e z. B.
du ch gewisse Ände ungen in de s eue lichen Behand-
lung de Amo isa ion neue P oduk ionsmi el
gescha en we den. Um auch den Appa a u e sa z und die Aus-
dehnung bes ehende P oduk ionsanlagen o zugsweise in Zei en de
Un e beschä igung s a inden zu lassen, b auch de Gese zgebe den
Indus iellen bloß zu ges a en, zu Las en des E ages neben den
bishe igen no malen, auch auße o den liche Amo i-
sa ions onds zu bilden, die nu dann nach ägliche Bes eue-
ung un e liegen wü den, alls ode insowei man sie nich inne -
halb eine nach K isenein i s aa liche sei s es zuse zenden F is
ü E sa z ode Ausdehnung de P oduk ionsappa a u e ausgab e.
Es handel sich also im G unde nu um Beschleunigung de Ab-
sch eibung. In gleiche Weise könn e in solchen Zei en auch die
Ein äumung langjäh ige S eue be eiung ü
neua ige Indus iezweige wi ken.
Beide Begüns igungen haben den Vo eil, daß sie den S aa nich s
kos en. Die e s e e: weil nu Vo e schiebung de Te mine ohnehin
zulässige s eue liche Abzugspos en s a ände. Die le z e e: weil
de S aa hie nu au Einnahmen e zich e , die ihm ohne dieses
P i ileg ohnehin nich zuge lossen wä en.
Ein ähnliches E gebnis gleichmäßige e Au eilung de Beschä i-
gung könn e auch die in de o e wähn en S udie emp ohlene S a-
uie ung des ,Rech es au A bei 6 zwecks S abilisie ung des
Geld auschwe es ( gl. X) e bunden mi de ,P lich zu Übe -
s undenleis ung' alle de jenigen zei igen, die on dem Rech
Geb auch machen, sowie die Ein ich ung und Handhabung de ,A -
bei szei sch aube' zwecks S abilisie ung des Geldlausch-
we es und Besei igung on A bei e mangel und A bei e übe luß.
Die Idee is hie , bei Ein i on Un e beschä igung die
gese zliche Maximala bei szei o übe gehend einhei lich ü alle Be-
u e he abzuse zen und sie bei Ein i on Übe beschä i-
gung ebenso o übe gehend un e S ipulie ung eines den No mal-
lohn seh übe s eigenden Übe s undenen gel es zu e höhen (be e s
Handhabung de A bei szei sch aube gl. auch 17. und 21. Kap. in
Band II meines ühe en We kes). Neben ih en wäh ungspoli ischen
Vo eilen en häl diese Regelung auch den Schlüssel zu Lösung des
Einkommensp oblems de Un e beschä ig en und des Beschä igungs-
p oblems ih e A bei gebe .
Um den Diens nehme n übe die „sieben mage en Jah e" de
Wi scha sk ise, den Diens gebe n abe übe den du ch den Ein-
kommensaus all de Ve b auche e u sach en P oduk ionsaus all
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343] In es i ionsmul iplika o und Ho en 87
hinwegzuhel en, wü de o enba aus eichen, im Wi scha sau schwung
Ho p lich ücksich lich eines B uch eils, z. B. de Häl e des
Übe zei lohns, zu s ipulie en, die en sp echenden Bankeinlagen zu
blockie en und sie dann, bei Ein i on Un e beschä igung (z. B.
in Wochen a en) eizugeben. (Is z. B. de gese zliche Minimallohn
je 40-S undenwoche mi 6 £ es gese z , so daß o übe gehende He -
abse zung de A bei szei au 30 Wochens unden den Wochenlohn au
£ 4,10,- senk , wäh end Hono ie ung de Übe s unden mi dem Dop-
pel en des No mallohns ihn im Wi scha sau schwung bei 50 Wochen-
s unden au £ 9,-,- s eigen mach , so wü de jede ,ungele n e6
A bei e in einem sieben Jah e daue nden Au schwung eine Bankein-
lage on £ 1,10,- X 52 Wochen X 7 Jah e, d. i. zusammen £ 546,-,-
anhäu en und also mindes ens sieben K isenjah e lang den gewohn en
Lebenss anda d au ech e hal en können.) Nich nu mach das Ve -
ah en A bei slosen e siche ung übe lüssig, be ei es den A bei e
on de Exis enzso ge. Da übe hinaus wü de de e zwungene We-
nige e b auch im Wi scha sau schwung bzw. de e möglich e Meh -
e b auch im Wi scha sniede gange ein wesen liches Milde ungs-
mi el on Konjunk u bewegungen bilden.
Zu diesen p ophylak ischen Maßnahmen gehö
auch F eihei de Wechselku sbildung und Besei igung alle Außen-
handelshinde nisse. Von ihnen is das einem in olge Ho bildung e -
k ank en Wi scha skö pe gegenübe anzuwendende Heil e -
ah en zu un e scheiden. Hie bei handel es sich da um, ei-
gese z e A bei s- und Kau k a du ch P oduk ionszweige au zu-
saugen, bei denen die Absa zg enzen noch nich e eich sind. Hie zu
gehö z. B. E indung, E zeugung ode Ein uh on Luxus-
gü e n, Demone isie ung des Goldes, Au hebung
on Zöllen und Ve b auchss eue n, Bekämp ung de
Monopole. Auch diese Mi el de ,E n h o u n g' wu den in
de o e wähn en Abhandlung ( gl. auch die Julius u ms udie und
Bd. II, 15., 16., 17. und 21. Kapi el meines ühe en We kes) e ö e .
In allen diesen Fällen handel es sich meh ode wenige bloß
um Besei igung bes ehende Un e käu lichkei on E zeugnissen
du ch Umwandlung on Ho en in E spa nis! Ein un ehlba es Mi el
dieses Zweckes könn e eie Ein uh ausländische
Bö senpapie e (Ak ien und Anleihe i es) bilden, alls zusä z-
liche Wa enein uh aus i gendeinem G unde nich in F age komm .
Gleich iel ob diese We papie e in de eigenen ode in de emden
Wäh ung bezahl we den, muß ih e Ein uh au oma isch
zu zusä zliche Aus uh und dami zu zusä zliche Inlandbeschä igung
üh en. Denn im e s e en Falle wi d de inländische Expo eu , im
le z e en de ausländische Impo eu du ch die Wechselku sges al ung
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88 Emil Ko ne [344
s imulie . De Zwang, emde We papie e in de emden Wäh ung
zu begleichen, eib de en Ku s im Inlande au ein Ni eau, das den
Expo inländische E zeugnisse luk a i ges al e , wäh end de Ve -
kau on an Zahlungs S a emi ie en inländischen Zahlungsmi eln
im Auslande de en P eissenkung au ein Ni eau bewi k , das do
zu Impo unse e E zeugnisse e üh , was also au dasselbe he -
auskomm .
Soll e diese Weg de Ho umwandlung sich jedoch aus i gend-
einem G unde als ungangba e weisen (z. B. weil das Risiko aus-
ländische Gelden we ung die Ho besi ze absch eck ), so läge eben
eine de Fälle o , wo de S aa einzug ei en ha , weil
ihm au e leg is , jene wi scha lichen Au gaben zu ollb ingen, die
die K a de einzelnen Wi scha enden übe s eigen ( gl. das Adam-
Smi h-Zi a in XI). Einen E olg e heiß z. B. die Ein äumung
lang is ige K edi e an wi s cha lich zu ückgebliebene
S aa en, K edi e, die au die eigene Wäh ung lau en und die de
s aa liche K edi gebe du ch Au nahme on Inlandanleihen e mög-
lich . Auch hie wü de Aus olgung de on den Anleihezeichne n
(d. i. on den Ho inhabe n) au geb ach en Zahlungsmi el an den
ausländischen K edi nehme — eben alls ganz au oma isch — zu zu-
sä zlichem Expo üh en.
Die gleiche En ho ungswi kung wä e na u gemäß e zielba , alls
man — gemäß dem G undsa ze „cha i y begins a home" — das Ve -
ah en e s zuguns en de heimischen Gemeinden und S äd e an-
wende e. In beiden Fällen abe wi d mi dem E olg um so siche e
ge echne we den können, je meh das Inlandgeld dem Ideal des
auschwe bes ändigen und p eisneu alen Ein-
kommensgeldes nahekomm und das „ eie Ve edlungs-
ech " de Liquidi ä sp ä e enz ein Ende be ei e e ( gl. die Julius-
u m-S udie, S. 7, und das 21. Kapi el meines ühe en We kes).
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