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Sehnsucht nach Mutterschaft? Eine vergleichende Analyse von La Perra von Pilar Quintana und Eva von Verena Kessler

Abstract

Departamento de Literatura Española y Teoría de la Literatura y Literatura Comparada

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Sehnsucht nach Mutterschaft? Eine vergleichende Analyse von La Perra von Pilar Quintana und Eva von Verena Kessler

Author: Redondo Martín, Celia
Publisher: Universidad de Valladolid
Year: 2024
Source: https://uvadoc.uva.es/bitstream/10324/71962/1/TFG_F_2024_181.pdf
Facul ad de Filoso ía y Le as
G ado en Lenguas Mode nas y sus Li e a u as
TRABAJO DE FIN DE GRADO
Sehnsuch nach Mu e scha ? Eine e gleichende Analyse on La
Pe a on Pila Quin ana und E a on Ve ena Kessle .
Celia Redondo Ma ín
Tu o as: Sa a Molpece es A náiz y Bea iz Bu gos Cuad ille o
Cu so: 2023-2024
2
MADRE. - (Echándose el pelo hacia a ás.) He de es a se ena.
(Se sien a.) Po que end án las ecinas y no quie o que me ean an pob e.
¡Tan pob e! Una muje que no iene un hijo siquie a que pode se lle a a los labios.
(Ga cía Lo ca, 2017, ac o III, cuad o úl imo)
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Zusammen assung: Die zei genössische Li e a u spiegel ein neues Ve s ändnis des
Themas Mu e scha und de Figu de Mu e wide , das sich aus de eminis ischen
Rech e igung de F au als indi iduelles Subjek e gib , und lehn die Mu e scha als
e was Obliga o isches und dem F ausein inhä en es ab. Aus diesem G und ziel diese
Bachelo a bei da au ab, zu analysie en, wie die We ken on Au o innen im Kon ex de
gegenwä igen deu schsp achigen und spanischsp achigen Li e a u , die Figu de F au,
die keine Mu e sein kann, wide spiegeln. Dies alles inne halb des heo e ischen und
me hodologischen Rahmens de e gleichenden Li e a u wissenscha und de
eminis ischen Li e a u k i ik. Nach dem heo e ischen Rahmen olg die Analyse des
Ko pus: de Roman E a on de deu schen Sch i s elle in Ve ena Kessle und La pe a
on de kolumbianischen Sch i s elle in Pila Quin ana. Die F ages ellung, die diese
wissenscha liche Un e suchung lei e , is , ob und wie diese Romane gegen die
adi ionelle Rolle de F au als Mu e ebellie en und die ech e Reali ä de F auen
wide spiegeln.
S ichwo e: Mu e scha , Gegenwa sli e a u , e gleichende Li e a u , Feminismus,
deu schsp achige Li e a u , spanischsp achige Li e a u .
Resumen: La li e a u a ac ual e leja un nue o en endimien o de la ma e nidad y la igu a
de la mad e desde la ei indicación eminis a de la muje como suje o indi idual, y
echaza la ma e nidad como algo obliga o io e inhe en e al hecho de se muje . Po ello,
es e T abajo de Fin de G ado p e ende analiza cómo las ob as esc i as po muje es
e lejan la igu a de la muje que no puede se mad e en el con ex o de la li e a u a
con empo ánea esc i a en alemán y en español. Todo ello den o del ma co eó ico y
me odológico de la li e a u a compa ada y la c í ica li e a ia eminis a. Al ma co eó ico
le sigue el análisis del co pus: las no elas E a de la esc i o a alemana Ve ena Kessle y
La pe a de la esc i o a colombiana Pila Quin ana. La p egun a que guía es e abajo
académico es si, y en al caso cómo, es as no elas se ebelan con a el papel adicional
de la muje como mad e y e lejan la e dade a ealidad de las muje es.
Palab as cla e: Ma e nidad, li e a u a con empo ánea, li e a u a compa ada, eminismo,
li e a u a alemana, li e a u a española.
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Abs ac : Con empo a y li e a u e e lec s a new unde s anding o mo he hood and he
igu e o he mo he , as a esul om he eminis indica ion o he woman as an
indi idual subjec , ejec ing mo he hood as some hing obliga o y and inhe en o
womanhood. Fo his eason, his bachelo hesis aims o analyse how he wo ks o
emale au ho s in he con ex o con empo a y Ge man and Spanish li e a u e e lec he
igu e o he woman who canno be a mo he . All his wi hin he heo e ical and
me hodological amewo k o compa a i e li e a u e and eminis li e a y c i icism. The
heo e ical amewo k is ollowed by he analysis o he co pus: he no el E a by he
Ge man w i e Ve ena Kessle and La pe a by he Colombian w i e Pila Quin ana. The
ques ion guiding his esea ch is whe he and how hese no els ebel agains he
adi ional ole o women as mo he s and e lec he ue eali y o women
Keywo ds: Mo he hood, con empo a y li e a u e, compa a i e li e a u e, eminism,
Ge man li e a u e, Spanish li e a u e.
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INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG: MUTTERSCHAFT IN DER LITERATUR .................................... 6
2. FORSCHUNGSMETHODE ..................................................................................... 8
2.1. BEGRÜNDUNG DES KORPUS ................................................................................... 11
3. THEORIE ................................................................................................................ 12
3.1. MUTTER, MUTTERSEINS UND MUTTERSCHAFT ................................................ 12
3.1.1. Die pa ia chalen Visionen ..................................................................... 12
3.1.2. Die Sich des Feminismus: Die Pe spek i en de F auen....................... 14
3.1.3. In de Li e a u ........................................................................................ 16
3.2. NICHT-MUTTERSEINS ...................................................................................... 18
4. ANALYSE: MUTTERSCHAFT IN LA PERRA UND EVA ................................... 21
4.1. KORPUS: LA PERRA UND EVA ............................................................................ 21
4.2. VERPFLICHTUNG ZUR ODER SEHNSUCHT NACH MUTTERSCHAFT? ................... 22
4.3. NICHT-MUTTERSEINS ...................................................................................... 27
4.4. UNTERSCHIEDLICHE SITUATIONEN: DER VERSUCH MIT ANDEREN METHODEN 29
4.5. DIE WEIBLICHE SCHULD: EINE NEUE (UND KRITISCHE) PERSPEKTIVE .............. 31
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK ................................................... 34
LITERATURVERZEICHNIS ........................................................................................ 37

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1. Einlei ung: Mu e scha in de Li e a u
Das Konzep de Mu e scha ha sich im Lau e de Geschich e s a k e ände , die
Bedeu ung und Wich igkei , die mi diesem Wo e bunden is , wa nich imme dieselbe.
Dahe haben sich die E wa ungen und No men ü F auen
1
und/ode Mü e im Lau e
de Jah hunde e und in e schiedenen Kul u en e ände . In de Li e a u wu de dieses
Thema mi de niede en Kul u in Ve bindung geb ach und wenn die Mu e scha in
einem de so genann en „g oßen We ke“ de Li e a u eine wich ige Rolle spiel e, so wa
es du ch die Rep oduk ion on Vo bilde n, die de ealen Mu e scha nich nahe kamen.
Das lieg da an, dass die meis en Au o en Männe wa en und de ealen E ah ung de
Mu e scha öllig emd wa en (Leona do-Loayza, 2022).
Doch sei dem Momen , in dem weibliche S immen in de li e a ischen Wel (und
na ü lich auch in ande en Be eichen) imme meh an Gewich gewinnen, und dem dami
e bundenen zunehmenden Au e en on Au o innen, is die Mu e scha zu einem
wiede keh enden Thema in de Gegenwa sli e a u gewo den. Und zwa aus
Pe spek i en, die nich s mi de adi ionellen Sich weise zu un haben. Diese Au o innen
nähe n sich dem Thema und s ellen es au eine A und Weise da , die den e schiedenen
Reali ä en ge ech wi d und wei en e n on dem ühe au e leg en Ideal de
Mu e scha is . Die neuen E zählungen s ellen die Mu e scha aus eine k i ischen und
hin e agenden Pe spek i e da . Die Mu e scha wi d in ih e ganzen Komplexi ä und
Wide sp üchlichkei un e such und ih na ü liche , weibliche U sp ung in F age ges ell .
Die Allgegenwa des Mu e ideals in de Li e a u und das E scheinen neue We ke, die
Mu e scha aus ande en Pe spek i en be ach en, haben mein In e esse geweck , neue
Bilde on Mu e scha in de Li e a u zu un e suchen. Jedoch is Mu e scha ein seh
b ei es Konzep , und das gil auch ü ih e ak uelle Da s ellung in de Li e a u . Man
könn e die Figu de gu en Mu e , de bösen Mu e , de abwesenden Mu e , de F au,
die keine Mu e sein will, de Mu e scha und de K ea i i ä , u.a. analysie en. Aus
G ünden des Um angs diese Bachelo a bei wa es jedoch no wendig, einen Aspek de
Mu e scha ode eine neue Pe spek i e auszuwählen, um diese zu analysie en. Nach
eine gewissen Zei de Reche che und Lek ü e iel die s a ke P äsenz de Idee au , dass
1
Die Ve wendung des Wo es „F au“ in diese A bei schließ Menschen ein, die als F auen sozialisie
wu den, abe aus p ak ischen G ünden wi d nu das Wo „F au“ e wende . Mi diese E läu e ung soll
mögliche T ansphobie e mieden und kla ges ell we den, dass T ans auen F auen sind und dass es
Menschen mi eine Gebä mu e gib , die keine F auen sind, abe als solche sozialisie wu den und dahe
die Las de Mu e scha auch au sie äll .
7
Weiblichkei und Mu e scha als zwei un ennba e Konzep e be ach e we den, was
da au hindeu e , dass eine F au e s dann eine olls ändige F au is , wenn sie Mu e is .
Und sobald diese Ansa z on F au=Mu e ge unden wa , e gaben sich au oma isch die
olgenden F agen: Was geschieh mi den F auen, die keine Mü e sind? Was geschieh
mi denen, die Mü e sein wollen, es abe nich scha en? Is diese Wunsch ein
na ü liche Wunsch, ode is e in Wi klichkei eine Ve p lich ung? Und mi diesen F agen
im Hin e kop en s eh die G undidee diese A bei , zu un e suchen, wie die ak uelle
Na a i e diese F agen s ellen, bean wo en ode angehen. Die olgende Un e suchung
beschä ig sich mi We ken aus de deu schen und spanischsp achigen Li e a u . Und in
diesem Fo schungskon ex wu den die beiden Romane ge unden, die den Ko pus de
o liegenden Analyse bilden. Beide Romane sind ak uell, liegen nu sechs Jah e
auseinande und handeln on P o agonis innen, die den une üll en Wunsch nach
Mu e scha wide spiegeln.
Nach de Lek ü e beide Romanen en s eh die Hypo hese, dass in beiden die
gesellscha liche E wa ung an F auen k i isie wi d, die da on ausgeh , dass sie nu
du ch Mu e scha als au hen ische F auen gel en können. Die Romane ebellie en gegen
diesen ep essi en Impe a i , indem sie den na ü lichen U sp ung und Rolle de
Mu e scha du ch die P o agonis innen, die keine Mü e we den können, in F age
s ellen.
De Ansa z diese A bei lieg im Be eich de e gleichenden Li e a u wissenscha , nich
nu , weil ein deu schsp achiges und ein spanischsp achiges We k e glichen we den,
sonde n auch, weil Mu e scha , wie be ei s e wähn , ein Thema is , das in de Kul u -
und Li e a u geschich e sei langem behandel wi d. Ge ade das neue Pa adigma de
Kompa a is ik e möglich es zu un e suchen, wie sich das Ve s ändnis on Mu e scha
e ände ha und wie die Li e a u dies du ch das We k on Sch i s elle innen
wide spiegel .
Ziel diese S udie is es, einen um assenden heo e ischen Rahmen zu scha en, de als
G undlage ü die eben alls du chzu üh ende Analyse dien . De heo e ische Rahmen
bes eh aus zwei Teilen: Im e s en Teil wi d Mu e scha aus e schiedenen Pe spek i en
beleuch e , einschließlich de pa ia chalischen Vision, de eminis ischen Pe spek i e
und ih e Da s ellung in de Li e a u . De zwei e Teil be ass sich mi Nich -Mu e scha
und un e such die Ideen und Kons uk e übe F auen, die keine Mü e sind. Die Analyse
bes eh aus eine e gleichenden Un e suchung on La Pe a on Pila Quin ana und E a
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on Ve ena Kessle , wobei in e schiedenen Teilen un e schiedliche Aspek e de Romane
un e such we den.
2. Fo schungsme hode
Die Me hodik, die ü die Analyse diese A bei e wende wi d, is im Rahmen de
e gleichenden Li e a u wissenscha und de eminis ischen Li e a u k i ik zu e o en.
Um die Eino dnung diese A bei zu e s ehen, is es wich ig, den Übe gang on einem
e s en Pa adigma de Ve gleichenden Li e a u wissenscha zu einem zwei en Pa adigma
zu be ücksich igen. Mi dem neuen Pa adigma (Fokkema, 1998; Ma ino, 1988; Swigge s,
1998) geh es on einem Ve s ändnis de Ve gleichenden Li e a u wissenscha , das
We ke ode Au o en mi einande e gleich , zu einem seh un e schiedlichen Ve s ändnis
übe . Das neue Pa adigma be ach e Li e a u als Spiegelbild de Ideologie eine Kul u ,
ebenso wie als de en Schöp e und Ve mi le . Li e a u wi d als Spiegelbild on
Sys emen und Subsys emen de Ideologie eine Kul u un e such und e s anden
(Molpece es A náiz, 2021: 167). Das heiß , lau diesem neuen Pa adigma kann man du ch
die Analyse de Li e a u aus de Pe spek i e de Ve gleichenden Li e a u wissenscha
analysie en, wie eine Kul u und eine Gesellscha denken, da sich dies in den on ih
he o geb ach en We ken mani es ie .
Deshalb wi d diese S udie aus diesem neuen Pa adigma he aus en wickel , da sie
un e suchen will, wie Li e a u bishe ein bes imm es Ve s ändnis on Mu e scha
e mi el e, weil die Ideologie und die Gesellscha diese Posi ion e eidig en, und wie
sich die Li e a u je z ände , weil sich die Ideologie ände . Ebenso wie sich die Li e a u
ände , ände sich auch die Ideologie. Beide beein lussen sich gegensei ig, und deshalb
soll mi diesem me hodischen Rahmen besse e s anden we den, welche neuen
Vo s ellungen on Mu e scha in de ak uellen Reali ä du ch die Li e a u en s ehen.
Da lau dem neuen Pa adigma ein Spiegelbild de Ideologie eine Gesellscha is , kann
man auße dem sagen, dass dies in g oßen Themen ode Konzep en ma e ialisie wi d,
die übe das Li e a ische hinausgehen und die Ve gleichende Li e a u wissenscha mi
de S o geschich e e binden (F enzel, 1974). Das heiß , die g oßen Themen können
un e such we den, um zu e s ehen, wie eine Kul u denk ode wie diese Kul u
bes imm e Reali ä en in e p e ie .
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Und dieses Pa adigma bie e zwei Möglichkei en de Un e suchung: diach one S udien,
die sich da au konzen ie en, wie sich die g oßen Ideen ode g oßen Themen im Lau e
de Zei en wickeln, und ande e sei s synch one S udien, die zu e s ehen e suchen, wie
eine bes imm e Epoche au ideologische Ebene gebilde is , wobei in beiden Fällen die
Li e a u imme de G unds ein ü jede Un e suchung is (Molpece es A náiz, 2021:
168).
Es gib Themen, wie z.B. die Liebe ode de Tod, die diach onisch sind, und die die Zei
übe daue n. Die Mu e scha is eines diese Themen, das in de Li e a u übe all und im
Lau e de Zei seh wich ig und p äsen wa und is , wie be ei s in de Einlei ung diese
A bei e wähn . Vo diesem Hin e g und kann man da on ausgehen, dass die Mu e scha
eines de g oßen Themen is , das die Li e a u im Lau e de Zei du chzogen ha und je
nach Epoche au seh un e schiedliche Weise da ges ell wu de. Dahe wi d die
heo e ischen Rahmen diese Un e suchung ein Übe blick de En wicklung de
Mu e scha in de Li e a u und im ideologischen Denken im Lau e de Zei geben.
Danach we den zwei zei genössische We ke mi dem Konzep de Mu e scha als
Haup hema e glichen. Um zu gegenwä igen Wah nehmung und Da s ellung des
Themas zu gelangen, we den sie aus synch one Sich analysie . Ziel diese
Un e suchung is es, wie die Mu e scha und die Mu e -/Nich -Mu e -Figu da ges ell
wi d. Und da sich die Ve ände ung und En wicklung dieses Themas o allem du ch den
Feminismus im le z en Jah hunde e ände ha , wi d diese S udie auch mi de
Pe spek i e de eminis ischen Li e a u k i ik analysie .
De Feminismus um ass lau No z (2014) die olgenden d ei Phänomene: eine poli ische
Theo ie, eine soziale Bewegung und eine akademische Disziplin. Und diese A bei basie
au dem Feminismus als akademische Disziplin.
Wäh end des g öß en Teils de Geschich e und de Geschich e de Li e a u wu den
F auen zum Schweigen geb ach , sie wu den de Bildung und de wi scha lichen
Unabhängigkei e ngehal en. Und in de on Männe n gesch iebenen Li e a u wu den
diese Vo s ellungen pe pe uie (Habib, 2005: 667-668).
„Indeed, he depic ion o women in male li e a u e – as angels, goddesses, who es, obedien wi es,
and mo he igu es – was an in eg al means o pe pe ua ing hese ideologies o gende “ (Ibidem)
Da die Figu de Mu e o in de Li e a u genu z wi d, um die Vo s ellungen zu
e s ä ken, die das Pa ia cha on F auen e lang , is es unse Ziel, eminis ische
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P oduk ionsmi el und die ökonomische Unabhängigkei , jedoch auch die Kon olle übe
ih en eigenen Kö pe en zogen we den (Ma ínez, 2019: 65).
Insgesam zeigen die ielen S immen on F auen, die sich aus dem Feminismus he aus
zum Thema Mu e scha geäuße haben und wei e hin äuße n, zunehmend eine
ealis ische e Pe spek i e da au , was es bedeu e , eine F au zu sein und die Las de
Mu e scha zu agen. Denn wie Ruddick so e end o mulie ha (Ruddick, in Da ies,
2020: 253)
Ca ecemos de un lenguaje ealis a con el que plasma los place es y dolo es
o dina ios/ex ao dina ios de la labo ma e nal. La gue a, la pob eza y el acismo as ocan los
mayo es es ue zos de una mad e. Semejan e desg acia no la aca ea la p opia ma e nidad, sino que
esponde a causas sociales y es polí icamen e emediable [...] En muchas sociedades, la ideología
de la ma e nidad es op esi a pa a las muje es: de ine la labo de la mad e como un ex enuan e
eje cicio de iden idad que equie e unos sac i icios de salud, de place es y ambiciones o almen e
innecesa ios pa a el bienes a de los niños.
3.1.3. In de Li e a u
Wie alle ande en sozialen und kul u ellen Reali ä en haben sich auch die Mu e scha
und das Ve s ändnis on Mu e scha imme in de Li e a u wide gespiegel . In de
Li e a u inde man je nach Zei und O un e schiedliche Modelle on Mu e scha . Es
is wich ig, e was he o zuheben, das be ei s in de Me hodologie e wähn wu de,
nämlich dass die Sch i s elle ei ü F auen lange Zei kein zugängliche Raum wa und
dahe ih e S immen zu Mu e scha bis zum 20. Jah hunde nich in de Li e a u
wide gespiegel wu den (Habib, 2005). Die Rolle, die den F auen zugedach wa und die
auch heu e noch seh p äsen is , wa die de oben e wähn en Mu e .
Eine ideale Mu e a bei e also nich , is nich küns le isch ä ig, nimm nich an ielen
Ak i i ä en auße halb de Familie eil, geh nich aus, eis nich allein, usw. Die Mu e
kümme sich au die Kinde , abe ih wi d keine k ea i e K a zugesch ieben, sie wi d
nich als wich ige Teil de Schöp ung be ach e , die mi de Fo p lanzung e bunden
is . F auen wu den gezwungen, sich o zup lanzen, abe sie wu den de Fähigkei zu
K ea ion be aub . Das Konzep de Mu e scha ha dahe einen eno men Ein luss au
alle Be eiche, in denen sich F auen bewegen, und bes imm olls ändig die F eihei , die
sie haben, um ih Leben zu üh en. Dahe is es nich e wunde lich, dass auch in de
Li e a u die Schöp ung ausschließlich de Männe o behal en wa und die F auen außen

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o gelassen wu den. Wie die Au o innen on The Madwoman in he A ic, Gilbe und
Guba , sagen, wi d das Sch eiben in den wes lichen Kul u en als e was ausschließlich
Männliches konzipie , wobei jede Au o als Va e seines We kes und die männliche
Sexuali ä als Ke n de li e a ischen Scha ensk a angesehen wi d (Gilbe und Guba ,
2000). De Au o is „ a he , p ogeni o , p oc ea o , an aes he ic pa ia ch whose pen is an
ins umen o gene a i e powe like his penis” (Gilbe und Guba , 2000: 6). Aus diese
Pe spek i e wa es seh schwie ig ü F auen übe haup zu sch eiben. Es schein , dass de
männliche Au o -Va e das einzige akzep ie e Vo bild ü Au o scha wa und deshalb
männliche K ea i i ä als alleinig exis ie end da ges ell wu de (Hassle , 2017: 266).
Dahe anden und inden sie sich in de Li e a u o allem Bilde on de gu en und de
bösen Mu e , die imme in Opposi ion zueinande s ehen. Wie be ei s e wähn , wächs
jedoch dank de zunehmenden Zahl weibliche li e a ische S immen das mögliche
Imaginä e de Mu e scha .
Die Figu de „gu en Mu e ” is in de heo e ischen wissenscha lichen und in de
küns le ischen Li e a u allgegenwä ig. Diese Mu e wu de du ch eine s a ke Bindung
an das Kind gekennzeichne und du ch die Un e o dnung ih e eigenen Wünsche und
Bedü nisse un e die des Kindes. Die E üllung des Glücks diese Mu e is die Mu e -
Kind-Beziehung. In de Theo ie wi d dieses Bild häu ig als Ausgangspunk ü
heo e ische E klä ungen on Mu e scha da ges ell und in de Li e a u als Vo bild ü
we dende Mü e e wende (Baig, 2023: 9).
Ande sei s gib es die Figu de „bösen Mu e ”. Mü e , die nich au ih e Kinde
au passen, us ie e, en mannende Mü e , Mü e , die ih e Kinde zu ückhal en, die sie
misshandeln, die keine Mü e sein wollen ode die sich om Mu e ideal en e nen
(Molpece es A náiz, 2024).
Auße dem gib es eine wei e e Figu , die ande s is , abe das Bild de idealen Mu e scha
genauso au ech e häl wie alle ande en oben genann en Figu en. Das Bild, das auch
heu e noch ak uell is und häu ig in de Kinde li e a u o komm , is die Figu de
S ie mu e . Nach Beau oi (2021) is diese Figu nich das Bild de bösen Mu e , das
ande e Möglichkei en ode Reali ä en on Mu e scha wide spiegeln könn e, sonde n
die Figu de bösen S ie mu e is die „küns liche“ Mu e , die g ausam is , die keinen
Mu e ins ink ha , die kas ie und bes a . Im Gegensa z dazu s eh imme die Figu
de na ü lichen, gu en Mu e . Die Mu e , die mi ih em Mu e ins ink on Na u aus gu
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wa , abe leide ges o ben is . To kann sie imme das Bild diese un e ände lichen
idealen Mu e scha sein, o kann sie diesem Ideal nie wide sp echen. Die S ie mu e
hingegen kann böse sein, weil sie ih e na ü liche Funk ion, eigene Kinde zu haben, nich
e üll .
Abe , wie gesag , übe all sind in le z e Zei zahl eiche Sch i s elle innen he o ge e en,
die in ih en We ken nich die pa ia chalisch gep äg e, sonde n die eale Mu e scha
wide spiegeln. Sie zeigen Mü e im Kon lik , "böse Mü e ", Mü e , die keine Mü e
sein woll en, F auen, die sich gegen die Mu e scha en schieden haben. Mü e , die o z
ih es Wunsches, Mu e zu sein, mi ielen Schwie igkei en kon on ie sind, angesich s
eine Reali ä , die den An o de ungen eine na ü lichen und idealisie en Mu e scha
öllig wide sp ich (Leona do-Loayza, 2020). Diese Mü e we den nich meh als zu
k i isie ende ode zu bes a ende Mü e da ges ell ode als Vo bilde ü ande e F auen,
wie sie nich sein soll en. Diese Figu en e en heu e aus eine e lek ie enden Posi ion
he aus au . Diese Li e a u e such , ih e E ah ungen mi de Mu e scha in all ih e
Komplexi ä zu e s ehen. Sie e en au , um den Raum jene F auen zu ückzue obe n,
die om pa ia chalischen Sys em abgelehn und an den Rand ged äng wu den
(Leona do-Loayza, 2020 und 2022; Baig, 2023).
3.2. Nich -Mu e seins
la llegada de la mens uación se in e p e a como un bau izo de la condición emenina, la cual se
consag a como muje solo si llega a se mad e (Sánchez Pe e a, 2023: 242).
¿quién soy como muje además de como mad e? Ambas coexis en y la lucha, in uyo, es á en no
deja que ninguna de esas iden idades agoci e a la o a. Pe o ambién imagino que […] hay o a
p egun a legí ima y pe inen e: ¿quién soy como «no mad e»? La ausencia, y no solo la p esencia
—la de un bebé en ambos casos—, ambién agmen a la iden idad y la duplica (López T ujillo,
2019: 75).
Diese beiden Zi a e e deu lichen das bes ehende Manda , das F auen dazu zwing ,
Mü e zu sein, und wohin es sie üh , wenn sie es nich sind. Welchen Raum können
F auen, die keine Mü e sind, einnehmen? Können sie als F auen übe haup Raum
einnehmen?
19
Die Angs de F auen o S e ili ä is eine Konsequenz de Gleichse zung on F au und
Mu e . Wenn eine F au ih e na ü liche Rolle als Mu e nich e üllen kann, wi d sie als
un olls ändig wah genommen. Somi kann die Angs o de S e ili ä nich nu bei de
wi klich s e ilen F au ode bei de F au, die Schwie igkei en ha , schwange zu we den,
exis ie en sonde n bei allen F auen, da diese Bü de sie alle be i . Soll e keine ande e
Vo s ellung exis ie en, die es e laub , diese Belas ung abzulehnen, wi d die Angs o de
S e ili ä e s mi de Schwange scha und dem Zugang zu Mu e scha gelös (Ga ay,
2008).
Abe „el deseo de un hijo no es algo inna o y pe sis en e en odos los se es humanos, y
a ía no sólo de un indi iduo a o o, sino incluso en una misma muje en di e en es ases
de su ida” (Ga ay, 2008: 32). Und so, obwohl es als eine indi iduelle E ah ung
besch ieben wi d, die ih en U sp ung im Biologischen und Psychischen ha , a iie en in
Wi klichkei ih e Bedeu ung und Implika ionen je nach den sozialen We en und
Vo sch i en (Ga ay, 2008: 32).
In einem Kon ex , in dem das Ideal de Mu e scha die Weiblichkei ausmach , bedeu e
Un uch ba kei Lee e und Nich -F ausein. Wenn es eine F au nich geling , Mu e zu
we den, wi d ih e F ausein und dami ih e gesam e Exis enz in F age ges ell (Ga ay,
2008: 36).
Die Ta sache, dass das Gebä en als Zen um weibliche Mach angesehen wi d,
bezeichnen Soziologen als „Mu e scha smanda “. So is es nich e wunde lich, dass
Un uch ba kei nich als pe sönliche Ve lus ode indi iduelle T aue emp unden wi d,
sonde n als exis enzielles Bedaue n. Un uch ba e F auen ühlen sich au ih em
Lebensweg o ien ie ungslos und emp inden ein Ge ühl de Lee e. Da die Mu e scha
dem Leben de F au einen Sinn geben soll, wi d die un uch ba e F au ode Nich -Mu e
aus de allgemein akzep ie en symbolischen O dnung de Weiblichkei ausgeschlossen.
Misogyne S e eo ypen haben bishe e hinde , dass dieses Thema in de Ö en lichkei
disku ie wi d, abe ge ade die neu en s ehende Li e a u on F auen zeig , dass es sich
um ein eindeu iges Geschlech e p oblem handel und ein Thema, das die eminis ische
Bewegung beschä ig (Kimball, 2020).
Die An h opologie ha die Ängs e un e such , die Un uch ba kei bei F auen auslös , und
die Tendenz, sie im Lau e de Geschich e zu dämonisie en, zu beschuldigen und soga zu
k iminalisie en. Obwohl Un uch ba kei ein uni e selles P oblem is , wi d sie imme
noch als e was ausschließlich Weibliches da ges ell . Die Vo s ellung on weibliche
20
Un uch ba kei ha ih en U sp ung im Pa ia cha und, wie be ei s e wähn , basie au
eine Vo s ellung, die F auen au ih e Gebä mu e eduzie (Beau oi , 2021). Wenn dies
nich de Fall is und es F auen gib , die nich uch ba sind ode sich aus eien G ünden
gegen eine Mu e scha en scheiden, we den sie abgelehn , weil sie gegen die
G undlagen e s oßen, au denen die Geschlech e kons uk ion, das Pa ia cha und die
A bei s eilung be uhen (Kimball, 2020; Ma ínez, 2019). Und in de Ta zeig sich die
Dämonisie ung un uch ba e F auen deu lich in den Hexen e b ennungen, denn iele
de de Hexe ei beschuldig en F auen wa en un uch ba und wu den nich nu deshalb
beschuldig , sonde n auch da ü , dass sie Männe impo en mach en (Kimball, 2020;
Fede ici, 2021).
Auße dem s ö die Nich -Mu e nich nu die G undlage, au de das weibliche
Geschlech basie , sonde n diese F auen wu den o als Mons e da ges ell , die ih e
T au igkei und F us a ion in Wu umwandeln, und Wu wu de bei F auen imme als
e was Ge äh liches, I a ionales und Ze s ö e isches angesehen (Kimball, 2020). Und das
b ich mi de weiblichen Rolle und nähe sich de männlichen Rolle an, was diese
T ennung des abilisie und somi die Männlichkei und olglich das Pa ia cha un e
Ve dach s ell . Und so wi d in de jüdisch-ch is lichen T adi ion das einzig akzep able
Bild ü die un uch ba e F au und die „be ende, eligiöse und un e wü ige“ (Kimball,
2020) nich -mü e liche F au Hanna gescha en. Un uch ba , abe ugendha , be e sie
zu Go , ih ein (männliches) Kind zu gewäh en (Kimball, 2020; La Biblia cul u al, 1998:
343-344).
Ein wei e e g undlegende Aspek de Sich weise de Un uch ba kei is , dass die
F auen au ge o de we den, niemals die Ho nung zu e lie en. Da Un uch ba kei als
e was Mys e iöses und Unbekann es, soga ge enn on de Wissenscha , e s anden
wi d. Dies bedeu e , dass das Thema Un uch ba kei losgelös on seine poli ischen
Bedeu ung und de Geschlech e pe spek i e als ein ungewisses Thema be ach e wi d,
das on Geduld und Glauben abhäng , wie in Hannas oben e wähn em Gebe (Kimball,
2020: 30).
Doch wie alle ande en Aspek e on Mu e scha und Nich -Mu e scha wi d auch die
Unmöglichkei , au biologischem Wege Kinde zu bekommen, mi dem Au kommen
weibliche S immen in de Li e a u imme häu ige e lek ie . In den Tagebüche n on
Syl ia Pla h inde sich beispielsweise olgendes F agmen :
21
He llegado, con g an dolo y es ue zo, al pun o en que mis deseos, emociones y pensamien os se
cen an en aquello en lo que se cen an las muje es no males, y ¿qué he descubie o? La in e ilidad.
[…] Mue a pa a mi cue po de muje . […] Dios mío, es a es la única cosa en el mundo que no puedo
a on a , es peo que una en e medad ho ible. Es he iene escle osis múl iple pe o iene hijos. Jan es á
loca, la iola on, pe o iene hijos. Ca ol no es á casada, es á en e ma, pe o iene un hijo. En cambio yo,
cuando llega la ho a, la magní ica ho a en que los hijos co onan y glo i ican el amo , es oy aquí
comiéndome las uñas. Sencillamen e, no sé qué hace . Toda la aleg ía y la espe anza se han es umado
(Pla h, in Da ies, 2020: 33-34).
Und wie bei ih , so auch bei ielen ande en Sch i s elle innen, wie denjenigen, die in
diese A bei im olgenden Abschni analysie we den.
4. Analyse: Mu e scha in La Pe a und E a
In de o liegenden Analyse soll, wie be ei s e wähn , un e such we den, wie die beiden
Romane die Unmöglichkei , Mu e zu sein, die Angs , keine Mu e zu sein, und den
inne en und äuße en D uck, Mu e zu sein, wide spiegeln. Es wi d analysie , wie sie
diese Themen e lek ie en, indem es wi d be ücksich ig , dass beide Romane on F auen
gesch ieben wu den und P o agonis innen haben, die diese Themen in de e s en Pe son
e leben, was de pa ia chalischen Sich weise en geh . Dabei we den auch die
Un e schiede zwischen den beiden We ken be ücksich ig , insbesonde e jene, die die
ökonomischen und soziokul u ellen Un e schiede de P o agonis innen wide spiegeln.
4.1. Ko pus: La Pe a und E a
La Pe a on Pila Quin ana wu de in 2017 e ö en lich . De Roman e zähl die
Geschich e on Dama is, eine schwa zen F au aus a men Ve häl nissen in Kolumbien.
Dama is is mi Rogelio zusammen, und nach ein paa Jah en agen die Leu e um sie
he um, ob sie keine Kinde haben we den. De Roman spiegel alle Ve suche on Dama is
und Rogelio wide , Dama is schwange zu machen. Nach ielen Ve suchen und den
Reak ionen de Leu e beschließen sie, au zugeben. Dann adop ie Dama is eine kleine
Hündin und kümme sich um sie, als wä e sie ih e eigene Toch e . Die Menschen um sie
he um machen sich da übe lus ig. Im Lau e des Romans e schlech e sich die
Beziehung zwischen Dama is und ih e Hündin Chi li. Dies gip el da in, dass die Hündin
schwange wi d und sie die Welpen e nachlässig .

22
Neben de Mu e scha eg de Roman zum Nachdenken übe e schiedene Themen wie
A mu , Na u , T aue usw. an. Die auch ü zukün ige Analysen in e essan sein könn en.
In Ve ena Kessle s Roman E a (2023) inden wi die Geschich en on ie e schiedenen
F auen, die jedoch mi einande e bunden sind. Das e s e Kapi el konzen ie sich au
die Pe spek i e on Sina, de en Geschich e au g und ih e hema ischen Ähnlichkei mi
La Pe a im Mi elpunk de Analyse s ehen wi d. Im nächs en Kapi el le n man E a
kennen, eine F au, die sich au g und ih es Klimaak i ismus gegen eine Mu e scha
en scheide , was eine he ige missbilligende Reak ion auslös . Im d i en Kapi el geh es
um Mona, Sinas Schwes e , die Mu e und e hei a e is , sich abe nie ak i ü
Mu e scha en schieden ha und sei ih e Schwange scha on de Mu e scha gequäl
wi d. Im ie en und le z en Kapi el le nen wi Monas unbekann en Nachba in kennen,
eine F au, die ih Kind e lo en ha , was die F age au wi , wo die Mu e scha ende ,
wenn sie übe haup ende .
Sina is eine F au, die wie Dama is nich schwange we den kann. Das wi iele
Gedanken au , wohe diese Wunsch komm und wie wei sie gehen kann, um zu
e suchen, Mu e zu we den. Die Geschich e spiegel seh genau wide , was diese
Si ua ion in Sinas Kö pe und Geis auslös . Sie spiegel auch den Schaden wide , den
diese Si ua ion in ih e Beziehung an ich e , und den un e schiedlichen D uck und
Unglück, das all dies zwischen ih , eine F au, und ih em Pa ne , einem Mann, auslös .
4.2. Ve p lich ung zu ode Sehnsuch nach Mu e scha ?
In diesem e s en Teil de Analyse we den F agmen e e glichen, die sich mi de
Ve p lich ung zu Mu e scha und mi dem e sehn en Ve langen, Mu e zu sein,
be assen. Wie be ei s im heo e ischen Rahmen da geleg , is de Wunsch, Mu e zu sein,
e was, das aus pa ia chalische Sich als e was Na ü liches und Wesen liches ü F auen
e s anden wu de. Heu e könn e man on einigen Posi ionen aus a gumen ie en, dass es
sich ehe um eine indi iduelle Angelegenhei handel , obwohl es Au o en wie Leona do-
Loayza (2022: 82) gib , die e eidigen, dass das Ve langen, ein Kind zu bekommen,
keine indi iduelle Angelegenhei is , sonde n eine soziokul u elle Vo ausse zung.
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Um mi de Analyse diese Reali ä en zu beginnen, wu den e schiedene F agmen e
ausgewähl . Da de äuße e Zwang am deu lichs en zu beobach en is und Wünsche imme
schwe zu e s ehen sind, we den in diesen e s en F agmen en die Reak ionen und
Meinungen on Pe sonen aus dem Um eld on Dama is und Sina un e such .
Dama is no había podido ene hijos. Se jun ó con Rogelio a los dieciocho y lle aba dos años con
él cuando la gen e empezó a deci les "¿Pa a cuándo los bebés?" o "Qui'hubo que se es án
demo ando". […] Que ían ene cua o, ojalá una pa eja de cada sexo. Pe o pasa on o os dos años
y ya u ie on que explica les a los que p egun aban que el p oblema e a que ella no quedaba
emba azada. La gen e empezó a e i a el ema (Quin ana 2018: 19-20).
Das We k on Pila Quin ana zeig , wie die Umgebung on Dama is nach zwei Jah en,
als sie zwanzig Jah e al is , an äng zu agen, wann sie Kinde haben wi d. Als es jedoch
meh P obleme gib und es schein , dass Dama is ih e „Rolle als F au“ nich e üllen
kann, weil die nich -Mu e F au abuisie is ode Unbehagen he o u , hö en die Leu e
au zu agen. In diesen ku zen Sä zen spiegel Quin ana seh e end die F eihei wide ,
die die Menschen zu haben glauben, um übe ih e Pläne Mu e zu we den, zu sp echen.
Die F eihei , da au zu d ängen, dass F auen endlich ih e Mu e olle e üllen, sobald sie
mi einem Mann zusammen sind. Es zeig abe auch, dass die Menschen, sobald es
P obleme gib , au hö en, F agen zu s ellen und o en nachzu agen, weil die Ta sache,
dass eine F au keine Mu e sein kann, unangenehm is . Es wi d da on ausgegangen, dass
eine F au, die keine Mu e sein kann, wenige F au is . Eine F au, die keine Mu e is ,
b ich mi de weiblichen G und olle, und das is e was, was die Leu e unangenehm inden
und was sie dazu b ing , das Thema zu e meiden. Was am Ende auch dazu üh , dass
F auen isolie we den.
In diesem Ausschni aus de Pe spek i e on Sina s ell Kessle eine P o agonis in o ,
die ge ade e such , gegen das Tabu anzukämp en, das auch heu e noch das Thema de
geschei e en Mu e scha umgib .
Als mi kla wu de, dass es bei uns nich ein ach so klappen wü de, ing ich so o an, all meinen
F eundinnen da on zu e zählen […]. Ich ha e Angs , in ein Ge ühl de Scham zu u schen, ich
woll e nich s e heimlichen, woll e nich ausweichen, wenn ich ge ag wu de, wie es bei uns mi
Kinde n aussah. Doch schon bald be eu e ich diese O enhei . Ich me k e, dass nich jede mi
unse e Si ua ion umgehen konn e und manche ih e eigenen Ängs e au mich p ojizie en.
F eundinnen, ü die de Kinde wunsch schon imme selbs e s ändliche gewesen wa als ü
mich, behandel en mich au einmal so, als wä e mi e was Fü ch e liches zuges oßen. Dass nu
wenige die Ambi alenz meine Ge ühle nach ollziehen konn en, k änk e mich, und schon bald
hass e ich die Nach agen […]. Und genauso hass e ich, wenn sie nich ag en […] (Kessle , 2023:
59).
24
Eine sei s will die P o agonis in o en übe ih en Kinde wunsch sp echen, abe wenn sie
ihn einmal ausgesp ochen ha , kann sie es nich e agen, dass man sie aus ag , ande e
Ängs e au sie p ojizie und D uck au sie ausüb . Ande e sei s kann sie es nich e agen,
dass das Thema igno ie ode abuisie wi d, obwohl sie o en da übe gesp ochen ha ,
um sich zu en las en.
Ich hä e kein P oblem dami , eines de wenigen kinde losen Paa e im F eundesk eis zu sein. Ich
wä e ge n die F au gewesen, die selbs bewuss gesag hä e, dass sie ein ach keine Kinde will.
[…] Doch sie s and mi nich meh o en. Soll en wi wi klich kinde los bleiben, wä e das ü
imme ein G und, uns zu bemi leiden. Sie haben es lange e such , abe es ging nich . Ich konn e
es nich meh umdeu en, das hä e nu noch meh Mi leid e eg . Je z ede sie sich lein, dass sie
es sowieso nie gewoll ha . Die A me (Kessle , 2023: 59-60).
Und nachdem sie da übe gesp ochen ha , e weige ih soziales Um eld ih die
Möglichkei zu zwei eln. Dies is ein wei e e Aspek , de sich aus dem Au ag de
Mu e scha e gib . Wenn die Mu e scha e was Na ü liches und Wesen liches ü die
F au is , muss jede F au sie wollen. Es is nich akzep abel, dass eine F au Mu e we den
will, abe uhig akzep ie , dass sie es nich wi d. Und wie be ei s e wähn , wi d in diese
„na ü lichen“ Sich weise die Mu e scha als die einzige Bes immung de F au
e s anden. Wenn es ih e einzige Bes immung is , wie kann eine F au dann akzep ie en,
dass sie sie nich e üll ? Und diese Sich weise sp ich de F au die Fähigkei zu zwei eln
ab. Kessle s ell in Sina jedoch eine P o agonis in da , die sich Kinde wünsch und
e such , sie zu bekommen, die abe nich im absolu en Unglück leb , weil sie sie nich
bekommen kann. Sie is eine F au, die nich weiß, wie seh sie es will, ode besse gesag ,
wie iel sie zu op e n be ei is , denn sie wä e auch zu ieden, wenn sie am Ende keine
Mu e wä e. Dieses ku ze F agmen zeig , wie eine F au, die sag , dass sie Mu e
we den will, wenn sie ih e Meinung ände ode soga eine ande e Reali ä ohne Kinde
akzep ie , diese Möglichkei e weige wi d. Man glaub ih nich , man glaub soga ,
dass sie sich selbs belüg . Sina bie e ein neues Bild, eine neue Möglichkei , nämlich dass
sie Mu e sein will, abe weiß, dass sie auch glücklich sein und ih Leben leben kann,
ohne Mu e zu sein. Eine Ambi alenz, die in de pa ia chalen Kons uk ion on
Mu e scha und Weiblichkei nich e laub is .
All dies üh zum Dilemma des Wunsches. Bishe wu de da geleg , wie beide We ke die
äuße e Ve p lich ung wide spiegeln, abe wie sieh es mi de inne en Ve p lich ung aus:
Is es ü Sina und Dama is eine geschei e e Ve p lich ung ode ein eie Wunsch?
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Ja, ich ha e es mi so gewünsch . Abe ich wa nich siche , was dieses Es eigen lich wa .
Schwange sein, Mu e we den, ein Kind? Ode dass die quälende Zei de mona lichen
En äuschungen endlich o bei wä e, dass sich die F age, ob es ü uns klappen wü de, ein ü alle
Mal klä e, dass ich endlich wuss e, ob sich all das Ho en und Zwei eln übe haup lohn e (Kessle ,
2023: 44).
Sina zöge , sie weiß nich , was sie wi klich will. In diesem F agmen e lek ie Kessle
eine g oße Sub e sion gegen die Vo s ellung on mü e lichem Begeh en und Ins ink .
Denn in Wi klichkei is die Un e scheidung zwischen Wunsch und P lich auch eine
Übe o de ung. Denn is es nich so, wie Cla a Se a (2024: 74) zu Rech ag , dass wi
unse e eigenen Wünsche as nie kennen? Von eine F au wi d e lang , Mu e zu sein,
und sie muss sich da übe im Kla en sein, sie muss wissen, wohe dieses Ve langen
komm und ob ih Wunsch ech is ode nu eine Ve inne lichung des äuße en Au ags.
In Sina b ich Kessle mi diesem Dilemma und bie e Raum ü Ambi alenz, indem sie
die Reali ä de F auen aus ih e eigenen E ah ung he aus e lek ie und nich aus dem,
was on ihnen e wa e wi d.
Que el suje o no coincida consigo mismo, que lo habi e el con lic o in e no, que pueda que e de
modos con adic o ios o, lo que es lo mismo, que es é a a esado po el deseo […] odo ello pone
en jaque los deli ios de g andeza del suje o anspa en e, conscien e y acional (Se a, 2024: 79).
Denn dieses Indi iduum, das Se a besch eib und das wi alle so gu kennen, is das Bild,
das um die pa ia chale Männlichkei he um kons uie wu de und um das he um man
on bes imm en O en aus e such , die „be ei e“ F au zu kons uie en, ans a das ganze
Bild di ek abzuscha en (Cixous, 1976; Habib, 2005).
Au de ande en Sei e inden wi in Dama is eine P o agonis in, die ih Begeh en
gegenübe ih em Pa ne o en äuße , eine P o agonis in, die ih Begeh en leb und
e leide .
Dama is se puso a llo a . […] yo quie o un bebé. Llo ando, le con ó la his o ia de la muje de
ein a y ocho, de las eces que había llo ado en silencio, de lo ho ible que e a que odo el mundo
pudie a ene hijos y ella no, de las cuchilladas que sen ía en el alma cada ez que eía a una muje
p eñada, un ecién nacido o una pa eja con un niño, del suplicio que e a i i ansiando un se
pequeñi o pa a acuna lo en su pecho y que odos los meses le llega a la egla (Quin ana, 2018: 22-
23).
Quin ana spiegel den ie en Schme z wide , den die Unmöglichkei , Kinde zu
bekommen, in de P o agonis in auslös . Sie zeig eine Dama is, die genau weiß, was sie
32
In La pe a können wi einen ähnlichen Faden wei e spinnen, denn so wie Sina diese
Unge ech igkei in de Behandlung anp ange , be on sie auch die Ve an wo ung de
F auen. Und Pila Quin ana b ich au seh sub ile Weise mi diese e mein lichen,
weiblichen Schuld du ch San os. San os is eine Hexe, die, nachdem sie einige Me hoden
an Dama is ausp obie und es ges ell ha , dass sie nich unk ionie en, sag , Rogelio
habe das P oblem: “A Dama is le hizo un poco de cada cosa y cuando io que acasaba
le dijo que el p oblema debía se de su ma ido y lo mandó llama .” (Quin ana, 2018: 20).
Es s imm , sie e such es zue s bei Dama is, abe als sie seh schnell sieh , dass ih e
Behandlungen bei Dama is nich unk ionie en, geh sie da on aus, dass das P oblem
beim Mann lieg . Das b ich ielleich nich ganz mi dem weiblichen Schuldge ühl, und
auße dem zeig sie spä e im Roman nich , dass Rogelio meh be o en is als Dama is.
Dennoch kann man sagen, dass es on An ang an ein sub iles Elemen gib , das da au
abziel , die weibliche Schuld in de olgenden Lek ü e loszuwe den. Auße dem, wenn
no male weise die F au di ek da ü e an wo lich is , dass ein Paa keine Kinde
bekommen kann, bleib das Bild des uch ba en und s a ken Mannes jedoch in ak .
Deshalb is es so schockie end, inno a i und k i isch, wenn San os sag , dass Rogelio
das F uch sba kei sp oblem ha .
Und mi de Schuld de F au komm die Las de Schuld. Die psychische Las , die die
F au zu agen ha , die P lege und So ge, die au ih en Schul e n las e und nich au
denen des Mannes ode au denen beide :
Ich ging zu meine Sei e des Be s, se z e mich au die Kan e und s ei e meine Socken ab. Ich
woll e es ihm sagen, woll e es hin e mich b ingen, doch mein Hals wa wie zugeschnü . Nich
heu e Abend. E soll e noch eine Nach haben, eine le z e Nach , in de ü ihn die Möglichkei
bes and, dass alles gu we den wü de, dass aus uns eine Familie we den konn e, wenn nich je z ,
dann i gendwann (Kessle , 2023: 62).
E kann eine uhige Nach haben, eine Nach de Unwissenhei . Sie kann es nich . Die
Biologie wi k au sie ein, abe die psychische Las , die biologische Las allein zu agen,
en s eh aus eine gesellscha lich kons uie en Las : de Schuld.
Und dann wa da noch e was, ein Ge ühl, das an angs za und glimmend wa und in le z e Zei
imme ö e anschwoll, bis es meine B us beinahe zu sp engen d oh e. Angs . […] Sei wi es
e such en, nag e an mi die Angs da o , was mi uns passie en wü de, wenn ich Milo seinen
g öß en Wunsch nich e üllen konn e (Kessle , 2023: 44).

33
Eine Schuld, die ein Ge ühl de Angs he o u , das nich ih eigenes is , sonde n aus
de Ve an wo ung en s eh , die sie da ü ühl , alls sie den Wunsch ih es Pa ne s nich
e üllen kann.
Die Analyse de Romane ende hie , abe diese We ke weisen wei e e in e essan e
Me kmale au , die ü zukün ige S udien ele an sein könn en. Obwohl die Analyse im
Rahmen de es geleg en G enzen um assend wa , sind die Romane seh inhal s eich und
e dienen eine ie e e Un e suchung.
In beiden Romanen spielen die K a de Na u und de Klimawandel eben alls eine
wich ige Rolle, die aus eine öko- eminis ischen Pe spek i e und im Zusammenhang mi
de Mu e scha un e such we den könn en. Auße dem könn e inne halb de Thema ik
de Mu e scha die Geschich e on Mona in E a mi de Beziehung on Dama is zu
ih e Hündin und de Hündin zu ih en Welpen in Ve bindung geb ach we den. Diese
Geschich en symbolisie en e schiedene A en, die Mu e scha zu leben, e nab on
Idealisie ungen, und zeigen, dass Mu e scha nich imme zu Glück üh en muss.
Dadu ch wi d ein Weg ü ande e Fo men de Weiblichkei e ö ne .
Zusammen assend läss sich sagen, dass diese Analyse hie ende , abe die Romane ein
wei es Feld ü zukün ige Fo schungen bie en, die Themen e ie en könn en, die in
diese Un e suchung au g und de Besch änkungen on Um ang und Fo ma nich
behandel wu den.
34
5. Schluss olge ungen und Ausblick
Am An ang diese A bei s anden olgende F agen: Was passie mi den F auen, die keine
Mü e sind? Was geschieh mi denen, die Mu e sein wollen, es abe nich können? Is
dies ein na ü liche Wunsch ode is es in Wi klichkei ein Zwang? Mi diesen F agen im
Hin e kop en s and die G undidee diese Bachelo a bei : Wie die ak uellen E zählungen
diese F agen s ellen, bean wo en ode dami umgehen.
Auße dem wu de zu Beginn de A bei es ges ell , dass sich beide Romane gegen das
Konzep de Mu e scha wenden, nach dem die F au nu dann eine olls ändige F au is ,
wenn sie Mu e is . Nach de Analyse kann geschluss olge we den, dass beide We ke
die eingangs au ges ell e Hypo hese e üllen.
Quin ana und Kessle b ingen ein Thema au den Tisch, das heu e on en scheidende
Bedeu ung is , um das Pa adigma de obliga o ischen Mu e scha zu e ände n. Kessle
zeig eine sei s eine P o agonis in, die die Tie e ih es Ve langens hin e ag , und
Quin ana ande e sei s die Auswi kungen, die dieses angeblich innewohnende Ve langen
au den Kö pe und den Geis eine F au ha .
Deshalb is es hie wich ig zu be onen, welche Bedeu ung es ha e, beide We ke im
Rahmen des neuen Pa adigmas de Ve gleichenden Li e a u wissenscha zu analysie en.
Dies e möglich e es, das Thema Mu e scha , wie es in den Romanen da ges ell wi d,
im Kon ex de kul u ellen Reali ä en zu un e suchen, in denen beide We ke en s anden
sind.
Diese Romane b echen nich nu mi dem Au ag de gu en Mu e scha bzw. de idealen
Mu e scha . Heu zu age gib es iele Romane, die mi dem Vo bild de idealisie en
Mu e scha b echen und Mü e zeigen, die ih e Mu e scha mi Schwie igkei en und
Wide sp üchen leben ode di ek unglücklich sind. Quin ana und Kessle gehen in ih en
Romanen noch einen Sch i wei e , denn sie b echen nich nu mi de idealen und
pe ek en Mu e scha , sonde n mi de Mu e scha übe haup . Sie zeigen F auen, die
keine Mü e sind, und indem sie uns all das Leid o Augen üh en, das ih e Si ua ion
mi sich b ing , e lek ie en sie, wie e d eh das Manda de Mu e scha is und welchen
Schaden es Mü e n und Nich -Mü e n zu üg .
Kessle zeig auch eine F au, die zwa da un e leide , keine Mu e sein zu können, die
abe weiß, wie sie aus diesem Leiden he auskomm ode zumindes dami leben kann. Sie
akzep ie die Ambi alenz, den Zwei el. Sie ag sich, ob es ih eigene Wunsch is ode
35
ein au gezwungene . Auch wenn die P o agonis in den U sp ung dieses Wunsches nich
ganz e s eh , wi d sie in diese In ages ellung ak i , sie wi d zum handelnden Subjek
und b ich dami mi dem Schicksal jede F au, Mu e zu sein, das unbes ei ba und
un ennba zum F ausein, zum Weiblichen gehö .
Ande e sei s zeig Pila Quin ana in La Pe a eine F au, die leide , eine F au, die
Schme zen ha . Und hie in, im Zeigen de Ve wüs ung, die die schwe e Las de
Mu e scha in den F auen an ich e , lieg be ei s ein Ak de Rebellion, ein B uch mi
de No m. Sie b ich mi de No m, indem sie den Schme z zeig , den diese No m
he o u . Da übe hinaus spiegel sie eine P o agonis in wide , die auch ak i is , die
auch handeln kann. Indem Dama is die Hündin adop ie , b ich sie mi de na ü lichen
Mu e scha . Sie kann wede leibliche noch adop ie e Kinde haben, abe ans a nich s
zu un und übe ih e So gen zu aue n, beschließ sie, eine Hündin zu adop ie en und
du ch sie ih e mü e liche Sehnsuch zu leben, ungeach e de U eile on außen. Als sie
me k , dass sie mi de Ta sache, dass die Hündin Mu e is , nich leben kann, weil sie sie
an ih en äusch es Mu e ideal e inne , ö e sie die Hündin. Dies kann als Me aphe ü
den endgül igen Ausb uch aus dem au gezwungenen Mu e ideal e s anden we den.
Indem Dama is ih e Hündin ö e , ö e sie endlich diese Zumu ung. Sie ö e diese
s ändige E inne ung, die sie nich e eichen kann, die sie abe e eichen muss, sie b ich
mi de Zumu ung und akzep ie ih e Reali ä .
Zusammen assend läss sich sagen, dass beide Romane seh sub e si sind, wenn auch
au un e schiedliche Weise. Beide Romane geben de Ambi alenz Raum, sie b echen mi
den s a en S uk u en, die den F auen o sch eiben, au die eine ode ande e Weise zu
sein ode zu ühlen. Die P o agonis innen ö nen in ih em s ändigen Kommen und Gehen,
in ih en wide sp üchlichen Übe legungen, in ih en wechselnden Gedanken eine neue Tü
ü F auen, ih e Weiblichkei absei s de pa ia chalen Mu e scha zu leben.
Beide Romane spielen an un e schiedlichen O en, un e un e schiedlichen Bedingungen
und aus un e schiedlichen Pe spek i en, abe beschä igen sich au seh ähnliche Weise
mi de Nich mu e scha und de Un uch ba kei . Diese Ta sache zeig , dass die
Mu e scha ein äuße s wich iges ak uelles Thema is , das Au o innen und F auen au
de ganzen Wel beschä ig . Es is dahe wich ig, diese We ke zu analysie en und ihnen
Au me ksamkei zu schenken.
36
Le z lich bleib in den Romanen unkla , ob diese eie Wunsch nach Mu e scha
a sächlich exis ie ode ob es sich um einen als Wunsch ge a n en Au ag handel . Und
ge ade bei de Analyse de We ke zeig sich, dass de Zwang zu Un e scheidung und de
ehlende Raum ü Ambi alenzen den be ei s bes ehenden pa ia chalen D uck noch
e s ä ken.
Und genau das is das Sub e si s e an diesen beiden We ken, weil sie diese Ambi alenz
wide spiegeln. Sie e lek ie en die Ta sache, dass man nie genau weiß, wohe dieses
Begeh en nach Mu e scha komm , und dass es nich on den Bedingungen, die es
umgeben, ge enn we den kann. Unabhängig da on, ob es sich um ein eies Begeh en
handel ode nich , e lek ie en beide We ke den D uck, de au F auen im
Zusammenhang mi de Mu e scha las e , und p ange n die Schäden an, die diese Las
e u sach . Ob es sich nun um einen Wunsch, einen Au ag ode eine Mischung aus
beidem handel , die neuen Au o innen b echen mi dem pa ia chalen Ideal. Sie
du chb echen das Schweigen und p ange n den P eis an, de ü die Mu e scha gezahl
we den muss, um eine F au zu sein, ob sie nun Mu e is ode nich .
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