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Das Entstehen des christlichen Glaubens

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Das Entstehen des christlichen Glaubens

Author: Funda, Otakar Antoň
Publisher: Nakladatelství Karolinum,Praha
Year: 2012
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/111490/1/Das%20Entstehen%20des%20christlichen%20Glaubens%20.pdf
O aka A. Funda
Das En s ehen
des ch is lichen
Glaubens
KA Olinum
Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
O aka A. Funda (P o . ThD . D . Theol.)
ezensen en:
P o . D . Ge d lüdamann, Gö ingen
P o . D . Heikki ãisãnen, Helsinki
Sa z DTP Ka olinum
E s e Ausgabe
© O aka A. Funda, 2012
iSBn 978-80-246-2112-8 (online : pd )
Ka ls-uni e si ä P ag
Ve lag Ka olinum 2012
P o . ThD . OTAKA A. FunDA
D . Theol. (geb. 1943 in P ag).
1965 beende e sein S udium an de
E angelischen heologischen Comeni-
us Fakul ä in P ag. 1965–1966 S u-
dium an de Philosophischen Fakul ä
Ka lsuni e si ä in P ag. 1966–1967
Pos g adual S udium an de Theolo-
gischen Fakul ä Uni e sis ä in Basel.
1971 p omo ie e O. A. Funda an de
Theologischen Fakul ä de Uni e -
si ä in Basel bei P o . M. Geiege , au
dem G und de Disse a ion: T. G. Masa yk, sein philosophisches, eligiöses und
poli isches Denken, e ö en lich im Ve lag Pe Lang, Be n, F ank u am M.,
Las Vegas, 1978, in de Reihe: Basle und Be ne S udien zu his o ischen und
sys ema ischen Theologie, Band 36.
Die kommunis ischen Behö den in de damaligen Tschechoslowakei haben die
Nos i ika ion (Einbü ge ung) seines Ti els on Uni e si ä Basel abgelehn .
Nach manchen Schwie igkei en p omo ie e Funda 1981 an de E angelischen
heologischen Fakul ä in P ag bei P o . A. Molná au dem G und de Disse a ion:
Ei enaios´ Recapi ula io Leh e, und bekamm sein zwei es D .Theol.
Seine Habili a ionssch i (1984) dem P ojek de En my hologisie ung und
de exis enziellen, an h opologischen In e p e a ion des ch is lichen Glaubens
gewidme , haben die kommunis ischen S aa sbehö de on poli ischen G ünden
zu Deba e nich zugelassen.
1968–1986 wa Funda als P a e in de E angelischen Ki che des Böhmi-
schen B üde ä ig. Wäh end de ach zige Jah e ha e seinen Sch i on de
Theologie zu Philosophie und Religionswissenscha ge an.
Gleich nach de Wende im Janua 1990 wu de e zu Leh ä igkei an die
Ka lsuni e si ä be u en. Seine Habili a ion wu de angenommen, e las als Do-
zen habil. zue s an de Hussi ischen heologischen Fakul ä , ha e Leh s uhl
ü Philosophie und Religionswissenscha inne, ab 1994 an de Pädagogischen
Fakul ä de Ka lsuni e si ä .
2003 wu de e au dem G und seine Publika ion, Fo schung und Leh ä ig-
kei om S aa sp äsiden en zum P o esso ü Philosophie e nann . 1999–2002
wu de e P odekan de Pädagogischen Fakul ä de Ka sluni e si ä .
2010 ging e au eigenen Gesuch in Ruhes and. E lies noch als Gas an de
Philosophischen Fakul ä de Wes böhmischen Uni e si ä und an de P i a en
Hochschule ü Li e a u und eu opäische Bildung in P ag, wo e abe on allen
ande en P lich en ei is .
,
Buchpublika ionen
T. G. Masa yk, sein philosophisches, eliGiöses und poliTisches denken, Pe Lang
Ve lag, Be n, F ank u am Main, Las Vegas 1978.
Ví a bez nábožensTVí, P ok uh, P aha 1994, (Glaube ohne Religion).
de p o undís, doxai. Pedagogická akul a UK, P aha 1997 (Tschechisch).
znaVená eV opa uMí á, Ka olinum, P aha 2000, Nachd uck 2002, (Das e müde e
Eu opa s i b ).
Mezi Ví ou a acionaliTou, Ma ek, B no 2003, (Zwischen Galuben und Ra ionali ä ).
Ježíš a MýTus o k isTu, Ka olinum, P aha 2007, (Jesus und My hos om Ch is us).
když se ákos chVěJe nad hladinou, Ka olinum, P aha 2009, (Philosophische Tex e
und F agmen e)
Ins Tschechisch übe se z :
Albe Schwei ze : Reich Go es und Ch is en um. Das Ch is en um und
die Wel eligionen, Vyšeh ad, P aha 1989 (Albe Schwei ze , zas ánce
k i ického myšlení) auch Einlei ungs udie on O. A. Funda.
T augo Hol z: Jesus aus Naza e , Vyšeh ad, P aha 1991.
Ge ha d Ebeling: Das Wesen des ch is lichen Glaubens, Oikumené, P aha 1996.
Schwe punk e de Fo schung und Leh ä igkei :
T adi ionen des eu opäischen Denkens
Philosophische Re lexion de eu opäischen Iden i ä
Quellen des eu opäischen Humanismus
Jesus und U ch is en um in eligionswissenscha liche Sich
Philosophische Re lexion des Ch is en ums
Das Bild des Menschen in de an iken My hologie, in de Heb äischen Bibel und
im Neuen Tes amen
Religionsphilosophie – Exis enz, T anszendenz und Ra ionali ä
K i isches Denken als Me kmal de eu opäischen Iden i ä
Themen aus de Philosophiegeschich e (besonde s: S oa, Empi ismus,
Au klä ung, Logische Possi i ismus).
K i ische Realismus und k i ische Ra ionalismus
Reali ä , Objek i i ä , Ra ionali ä , Humani ä (G. Mo e, N. Ha mann, A. N.
Whi ehead, K. R. Poppe , H. Albe )
Ra ionali ä und Exis enz
Hans Albe s K i ik de mode nen Theologie
Monog aphien ode monog aphische S udien übe : Thomas G. Masa yk, Albe
Schwei ze , Rudol Bul mann, Hans Albe
:
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
Eu opa wu de du ch Jah hunde e om Ch is en um gep äg . Die
zen ale F age de Geschich e Eu opas heiss da um: Wie is de
ch is liche Glaube en s anden? Mi diese F age s eh und äll das
Ch is en um wel wei – mi seinen Ka hed alen, Ki chen und Gemein-
dehäuse n.
Wenn in de Geschich e e was geschehen is , is es in bes imm e Ein-
deu igkei geschehen, auch wenn den Ak eu en dies Geschehen die Mo-
i e und Vo gänge ih es Handelns nich eindeu ig kla gewesen wa en.
Es gib also au die F age, wie es zum ch is lichen Glauben kam, eine
eindeu ige An wo , auch wenn wi zu ih nich ganz eindeu ig du ch die
u ch is lichen T adi ionsschich en du chd ingen können.
Ande s wi d om S andpunk seines Glaubens au diese F age ein
ech gläubige Ch is an wo en, ande s ein Religionswissenscha le ,
de als His o ike on de his o isch-k i ischen Me hode konsequen Ge-
b auch mach . De Gläubige wi d den ch is lichen Glauben als on Go ,
ode on dem au e s andenem Ch is us, also als on Jensei s ini iie
e s ehen. Ein His o ike , de die Phänomene de Geschich e nich on
Jensei s, sonde n om menschlichen Handeln, on menschlichen Vo -
gängen e klä , wi d die En s ehung eine Religion, in unse em Falle die
En s ehung des ch is lichen Glaubens, on dem Menschlichen und aus
dem Menschlichen e klä en, also on menschlichen psychischen Vo gän-
gen. Dabei, um dem Thema ge ech zu we den, soll e e nich e schwei-
gen, dass die e s en Ch is en ie übe zeug wa en, dass ih Glaube nich
in ih en menschlichen Vo gängen ih en U sp ung ha , sonde n dass e
ihnen in ih Leben gegeben, gesag wu de, on Jensei s, on Oben.
Diese Tex b ing die Vo lage ü den ei gesp ochenen Vo ag O. A. Funda’s in Gö ingen
im Mä z 2012.

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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
De Theologe, de eilweise mi de his o isch-k i ischen Me hode
a bei e und zugleich sich selbe dem Glauben e p lich e , sich selbe
als den Gläubigen e s ehen mag, wi d sich zwischen diesen beiden Po-
si ionen uneindeu ig bewegen– non cla e e non dis inc e. Ein Beleg ü
iele: G. Theißen.
In seinem Buch „Religion de e s en Ch is en“ en wickel e seine
eligionswissenscha liche Theo ie, Religion als Zeichensp ache, und
komm mi de These de Übe bie ung. Die demons ie e schon an de
Religion des al en Is ael, und dann wende e sie au die En s ehung des
ch is lichen Glaubens an. Folgen wi ku z Theißens Gedankengang: Die
babylonische Ge angenscha bedeu e e ü Is aeli en eine ie e K isis
ih es Glaubens, ih es Ve auens zu Jahwe, ih es Bewuss seins de E -
wählung. Die einzige Möglichkei , diese K isis zu übe winden, bes and
da in, ih en Jahwe, Go hei ih es Bundes, ih e Volksgemeinscha , o z
de Ka as ophe, als den einzigen, ich igen Go übe alle Gö e und
übe alle Völke zu e heben. Das haben sie auch ge an. De Sieg de
Babylonie übe Is ael wu de dann on diesem einen, einzigen Jahwe,
Go Is ael, und zugleich dem einzigen uni e salen Go de Wel zuge-
lassen als S a e ü die Sünden Is aels. Diese Go Is aels und zugleich
de einzige uni e sale Go ha sich abe o z de Ka as ophe, die e
zugelassen ha , on seinem Volk nich losgesag . Es komm einmal die
Zei , e kündig en die P ophe en, da wi d e seine T eue zu seinem Volk
bewäh en, ja soga alle Völke kommen zu Is ael. Das Volk Ab ahams
wi d zum Segen ü alle Völke . Das E höhen Jahwes, eine Volksgo hei
zum uni e salen Go übe alle Völke , das wa die Übe bie ung de K i-
sis de Religion des al en Is aels, de ie en K isis, die die babylonische
Ge angenscha ü Is ael bedeu e e.
Von meinem nich heologischen, sonde n eligionswissenscha li-
chen S andpunk we de ich hinzu ügen: Du ch diese ungeheue e Übe -
bie ung haben die P ophe en Is aels den is aeli ischen Go und den
Glauben des Volkes Is ael, sowie auch ih en eigenen Glauben ge e e .
E was Ähnliches ha sich, nach Theißen, auch nach de K euzigung
Jesu e eigne . Seine Anhänge haben ih e K isis angesich s des K euzes
dadu ch übe wunden, dass sie den Gek euzig en nich als Siege übe
das Synhed ium, ode übe Pila us, sonde n als Siege übe alle bösen
Mäch e e klä ha en, ja als den, de den höchs en Feind, die Sünde und
den Tod besieg ha . E is aus dem Tode au e s anden.
Ich möch e nu hinzu ügen, dass diese Übe bie ung de K isis kein
augenblickliches E eignis, sonde n ein s u enweises Geschehen wa . Da-
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
um sp eche ich on den Phasen des En s ehens des ch is lichen Glau-
bens, und om o läu igen P o o-Glauben.
Mi Zus immung olge ich diese Übe bie ungs hese on Theißen.
Abe plö zlich in de Anme kung 8 au de Sei e 80, b ich Theißen die-
sen seinen eligionswissenscha lichen Gedankengang ab und e such
sich als dennoch gläubige Theologe zu e en, indem e sag : „Noch
einmal sei be on : Ich e suche hie keine psychologische Ablei ung de
Os e e scheinungen. Die Os e e scheinungen sind mi Kon lik en [...]
e bunden, abe sie lassen sich aus ihnen kaum ablei en.“1
Hic sun leones! Hic Rhodos, hic sal a. Ein Anhänge eine Religion,
de Inhal e seine Religion inne lich eil , e klä ih en U sp ung „ on
oben“, on gö liche O enba ung. Ein Religionswissenscha le , de als
His o ike , das Menschliche om Menschlichen e klä , wi d auch die
En s ehung eine Religion on menschlichen psychischen Vo gängen
e klä en. Eine ande e A und Weise, wie man die En s ehung eine Re-
ligion e klä en kann, kenne ich nich . Te ium non da u !
De Un e schied bes eh da in: De Theologe ha im Selbs e s änd-
nis de gläubigen e s en Ch is en, so wie auch in seinem Glauben, den
G und ü diese seine Au assung. De Religionswissenscha le kann ü
die seine au die du chaus menschliche E klä ung on menschlichen Vo -
gängen, sowie auch au menschliche Analogien, hinweisen. De Theologe
wi d ü seine Au assung die He meneu ik zu Hil e u en und e wide :
Nu de , de nich on außen, sonde n on innen diese Sache sieh , wi d
ih ge ech , und kann e was adäqua da übe sagen.
Übe lassen wi also den Theologen ih e Zweideu igkei en und keh en
wi mi konsequen his o isch-k i ische Me hode zu unse em Thema,
zum En s ehen des ch is lichen Glaubens als dem menschlichen Phäno-
men in de menschlichen Geschich e zu ück.
Jesus wu de gek euzig . Die G ünde, Ums ände, Da ie ung und ju is-
ischen P obleme seine Hin ich ung liegen je z auße halb unse e Be-
ach ung. Mi Siche hei können wi annehmen, dass e au dem Wege
on Galiläa nach Je usalem on eine Scha seine Anhänge beglei e
wu de. Die, die ihm besonde s nah s anden, olg en ihm den ganzen
Weg. Vielleich wu de Jesu Wi ken au meh e e Jah e, soga e wa d ei,
ausgedehn . Die G uppe mi ih em bescheidenen Un e hal wu de seh
wah scheinlich on einigen, in den E angelien soga genann en F au-
1 G. Theißen: Religion de e s en Ch is en, Ch. Kaise , 3. Ausgabe, Gü e slohe Ve lagshaus,
Gü e sloh 2003, S. 80.
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
en– obwohl ih e Namen a iie en– un e s ü z .2 Vo allem de synop-
ischen T adi ion können wi en nehmen, dass diese Anhänge Jesu in
i gendeine Weise die on ihm e kündig e Nähe de Go eshe scha
eil en.3 Wie genau die Vo s ellung Jesu on de Go eshe scha wa –
wie wei , ode ob e sie übe haup mi dem Endge ich e band, ode
nich e band, wie e die Ges al des Menschensohnes e s and, lassen
wi je z auße Ach . Diese F agen gehö en in die Fo schung nach dem
his o ischen Jesus. Uns in e essie je z die En s ehung des ch is lichen
Glaubens. Mi Siche hei können wi sagen, dass die nächs en Anhänge
Jesu ihn ku z o de K euzigung e lassen haben (Mk 14,50; M 26,56
b). Seh wah scheinlich mi Ausnahme einige F auen. Die Mu e Jesu
gehö e as bes imm nich zu diesen, die b ing e s das E angelium
nach Johannes un e das K euz (Joh 19,25–27). Diese Angabe, dass die
Jünge ihn e lassen haben, ge eich den Jünge n nich zu Eh e. Es
is also seh unwah scheinlich, dass diese Angabe sich e s spä e ein
Sch eibe eine T adi ion ode des E angeliums ausgedach hä e, wenn
sie nich ie in de al en T adi ion, ja in de his o ischen Reminiszenz
e anke wä e, so dass keine sie e ouchie en konn e.
Randbeme kung: Bei den Ta sachen, wo in de b ei en Fo schung
allgemeine Übe eins immung au dem G und de u ch is lichen Tex-
e he sch ode übe wieg , e zich e ich au Li e a u hinweise. Sons
müss e ich en scheiden, bei welchen on ielen, ielen Fo sche n soll
ich hie an angen: ob schon bei Da id S auss, ode schon bei Ch is i-
an Fe dinand Baue ode e s bei Wal e Baue , ode e s bei Johannes
Weiss, ode bei Ma in Kähle , ode bei Wilhelm Bousse , ode bei Al-
be Schwei ze , ode e s bei E ns Lohmeye , ode e s bei Rudol Bul -
mann und Gün he Bo nkamm, Hans Conzelmann, E ns Käsemann,
ode bei Osca Cullmann, ode bei Feine, Böhm, ode e s bei beiden
S egemanns, ode Ma in Hengel, Ge d Theißen, Ul ich Luz, ode Ge d
Lüdemann. Und die Menge de wü digen, hie je z nich e wähn en
Fo sche , bi e ich um liebenswü dige En schuldigung. Die Kommen a e
zu u ch is lichen Tex en und Li e a u übe das U ch is en um bilden
2 F auen Namen in E angelien– Hinweise in E angelien: Lk 8,1–3, Dazu meh : G. Theißen: Wi
haben alles e lassen, in: S udien zu Soziologie des U ch is en um, Moh & Siebeck, Tübingen
1989. E. W. S egemann, W. S egemann: F auen in Jesusnach olge im Land Is ael, in: U ch is liche
Sozialgeschich e, Kohlhamme , S u ga 1997, S. 323–329.
3 Die Jünge haben Jesu E wa ung de Go eshe scha mi ihm ge eil , auch wenn in ganz
e schiedenen Vo s ellungen– dazu meh : G. Theißen: Wande adikalismus, In: S udien zu
Soziologie des U ch is en ums. E. W. S egemann, W. S egemann: U ch is liche Sozialgeschich e,
Kohlhamme , S u ga , 1997, S. 168–188.
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
eine um ang eiche Biblio hek. Viele neue A bei en a iie en ode e gän-
zen das schon ühe Gesag e. Wi klich neu sind o allem die on Da id
Flusse und ande en Fo sche n en deck en indi ek en Zusammenhänge
zwischen Qum an und U ch is en um.
Gehen wi on de Ta sache aus, dass die Anhänge , ode wenn Sie
schon wollen, die Jünge Jesu, die ihn on Galiläa nach Je usalem beglei-
e en, ihn ku z o de K euzigung e lassen haben. I gendwo hin muss-
en sie sich begeben. Die Hypo hese, schon on E ns Lohmeye ,4 dass sie
ku z nach de K euzigung Jesu nach Galiläa zu ückkeh en, hal e ich ü
seh wah scheinlich. Im Un e schied zu Lohmeye : Sie muss en in Gali-
läa nich gleich U gemeinden bilden. De Sch eibe des Lukasco pus– in
seinem In e esse an de Ki che und ih e Geschich e– e schweig zwa
diese Ta sache, e läss die Jünge nach de K euzigung Jesu in Je usalem
bleiben, abe es gib genug Hinweise und Andeu ungen in den E angeli-
en, beziehungsweise in de den E angelien eingea bei e en al en Schich
de mündlichen T adi ion, dass sie nach Galiläa, wah scheinlich auch mi
den F auen, die aus de Nähe die K euzigung gesehen haben, zu ück-
keh en . Dazu: M 28,7; M 28,16–17; Joh 21,1–14.
Ob Jesus om K euz nach Elia ge u en ha , ode ob e mi den Wo -
en des Psalmes 22, 2 s a b, wissen wi nich . Jeden alls is keine Go es-
he scha angeb ochen. De Himmel blieb e schlossen.
Jesu Leichnam kam alle Wah scheinlichkei nach zule z in ein ge-
meinsames G ab ü Hinge ich e e.5 Die johannäische ande e Va ian e
de He abnahme om K euz, nich du ch Joseph on A ima ia, sonde n
du ch den ömischen Söldne au Wunsch des Synhed iums, hal e ich ü
seh wah scheinlich (Joh 19,31–37). Die e s spä e en s andene Legende
om lee en G ab, die Paulus noch nich kann e, b auch e das konk e e
G ab zum Iden i izie en, und so ens anden die e schiedenen Ve sionen
on de G ablegung du ch Joseph on A ima ia.6
Die Anhänge Jesu, die nach Galiläa zu ückkeh en, be anden sich in
eine ie en K isis. Welche A auch imme , das bleib uns e schlossen,
4 E. Lohmeye : Galiläa und Je usalem, Vandenhoeck & Rup ech , Gö ingen 1936.
5 G. Lüdemann: Au e s ehung, Vandenhoeck & Rup ech , Gö ingen, S. 65–67: „Wie wu de Jesus
on Naza e h wi klich bes a e ?“„Die Hypo hese eine Bes a ung Jesu im Familieng ab des
Joseph on A ima ia schei e an de Tendenz de ühch is lichen Be ich e“; „Im Falle eine
Kenn nis des G abes Jesu hä en die ühe en Ch is en dieses e eh .“ J. D. C ossan: The
his o ical Jesus. The Li e o a Medi e anean Jewish Peasan , 1991, S. 294: „Nobody knew wha had
happened o Jesus´ body“.
6 Hinweis au e schiedene Va ian en de Legende on de G ablegung Jesu on Joseph on
A ima ia in kanonischen E angelien: Mk 15,42–47; M 27,57–61; Lk 23,50–56; Joh 19,38–42–
dazu meh in Kommen a en zu den E angelien, G undmann, NTD, Meye s Kommen a .
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
II. Die zwei e allgemein bekann e S elle, wo das Wo ma ana a o -
komm , inden wi in de Didaché, im Zusammenhang de Eucha is ieli-
u gie, Didaché 10,6: „Komm Gnade und e ände e diese Wel . Hosanna
dem Go Da ids. We heilig is , komm! We nich , ue Busse! Ma ana a
Amen!“ Auch an diese S elle is de Ru mi s enge E mahnung, mi
Wa nung e bunden. Im Wö e buch zum NT inden Sie die A gumen-
e, dass man diesen Ru als: „Komm unse He !“ ode „Unse He
komm “ ode „Unse He is gekommen“ übe se zen kann.
Das A gumen , dass in de Didache– en wede um das Jah 80, ode
um das Jah 100 en s anden– diese Ru als spä e e li u gische Fo mel
angewende wu de, is nich zu hal en. Da id Flusse ha übe zeugend
nachgewiesen, dass de Tex on den „Zwei Wegen“ in de Didache qum-
anische He kun is .25 Es spiel also keine Rolle, in welche Zei wi die
u ch is liche End edak ion de Didache da ie en. Beleg is , dass diese
Sch i al e, ja soga o ch is liche Schich en beinhal e . Wenn die An e-
de „ma a“ schon bei den Essene n bekann wa , und wenn de Tex on
den Zwei Wegen qum anische He kun is , kann man e mu en, dass
au diesem Wege die An ede „ ma a“ in das U ch is en um kam.
Die Damaskus-Sch i , in de die An ede „ma a“ ode „ mo e“ beleg
is , ep äsen ie einen Abzweig on Qum an, dazu meh bei Da id Flus-
se .26 Diese Essene gemeinscha um Damaskus ha e in Einzelhei en eine
spezi ische P ägung im Ve gleich zu Qum an.
Wohe kamen die hellenis ischen Juden um S ephanus nach Je usa-
lem? Wah scheinlich on do , wohin sie sich nach de S ephanuss ei-
nigung begeben ha en, und wo sie dann Saul-Paulus im Au ag om
Synhed ium wegen ih e I leh e au such , um eine Leh zuch du chzu-
üh en: Von Damaskus.
De Zusammenhang zwischen Essene n und U gemeinde is auch
du ch die S ephanus-Rede o seine S einigung beleg : De Sa z Apg
7,48 „de Höchs e wohn nich in einem Bau, de on Menschenhand
gemach is “, in Anspielung an Jes 66,1 und 1 Kön 8,27, sowie auch an
Jesus, M 26,61 und Joh 2,19, dass Go nich im Tempel wohn , ko -
espondie mi de K i ik de Essene am Tempel.27 Auch de Sa z in
de S ephanus-Rede: „O ih Halss a igen und an He z und Oh en Un-
beschni enen! Imme o wide s eb ih dem Heiligen Geis , wie eu e
25 Ibid., S. 95–104.
26 Ibid., S. 17 u. 139–140.
27 Ibid., S. 46, 65. Dazu noch: C. A. E ans: Oposi ion gegen den Tempel, in: Cha leswo h: Jesus and
he Dead Sea Sc olls, Doubleday, New Yo k, London, To on o, in schechische Übe se zung,
Vyšeh ad, P aha 2000, S. 242–257.

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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
Vä e “, zeig bes imm e Ve wand scha mi de K i ik de Essene an
den Pha isäe n, besonde s an den Sadduzäe n.28
Diese Zusammenhänge und Indizien lassen uns e mu en, dass die
schon bei den Essene n bekann e An ede „ma a“, An ede des Leh e s
wa ; sie wu de im U ch is en um neu ak uell, und sie wa an den Ge-
k euzig en ge ich e , als an den diesen Jünge n so e au en, bekann en
Leh e , Meis e , Rabbi Jesus. Mi dem ch is ologischen Ti el ky ios ha
dies ma a noch nich s zu un. De Ti el ky ios s amm om Kaise kul ;
e a in de Polemik mi diesem in den Vo de g und.
Wenn die Didaché diesen Aus u e wähn , geh dies wah scheinlich
au die äl es e u ch is liche Schich zu ück. Aus einem u ch is lichen,
spon anen, schwä me ischen Pa usieaus u ma ana a wu de spä e eine
schon ko igie e li u gische Fo mel. Die u sp üngliche isionä e Dyna-
mik is mi de Zei zu eine li u gischen Fo mel kondensie . Vom Aus-
u „Komm, unse He “ wu de „Unse He komm “ und „Unse He
is gekommen“.
So iel wi on de ch is lichen Eucha is ie wissen ode e mu en,29
haben die Ch is en sich in de Nach e sammel , haben Go esdiens
ge eie , und wenn mi de Mo gen ö e die Pa usie nich s a and, ha-
ben sie sich Ch is us in de Eucha is ie e gegenwä ig . De spon ane
Pa usie u wu de unmi elba o de Eucha is ie ausge u en. Wenn die
Pa usie nich s a ge unden ha e, begann die Feie de Eucha is ie. Mi
de Zei wu de on einem eks a ischen Aus u eine gep äg e li u gische
Fo mel. Vom Pa usieaus u „Komm, unse He !“ wi d die eucha is ische
P oklama ion „unse He komm “, ode „unse He is gekommen“.
Da haben abe schon die e s en Ch is en mi de Pa usie das soge-
nann e zwei e Kommen Ch is i e s anden, weil sie im Einklang mi des
Paulus Glaubens o mel das K euz und die Au e s ehung als e s es Kom-
men Ch is i e s anden haben. Abe in de u -u ch is lichen U schich ,
noch o Paulus‘ Glaubens o mel, wu de de Aus u ma ana a nich mi
de E wa ung de zwei en He kun Ch is i e bunden, sonde n mi
de E wa ung, dass de Gek euzig e gleich komm , und die Go es-
he scha , die e e kündig e, hie au de E de in Bewegung se z . Die
U ch is en in diese e s en Schich , wuss en noch nich s on Paulus und
on Johannes, sie wuss en noch nich s on eine Scha de E lös en im
Himmel.
28 D. Flusse : Das essenische Aben eue , in schechische Übe se zung, Oikumené, P aha 1999,
S. 27, 58 und 61; Dazu meh : Ma in Hengel, Juden um und Hellenismus, Moh & Siebeck,
Tübingen 1988, Kap. III/7, S. 394–406.
29 J. Neijenhuis: Das Eucha is iegebe , E angelische Ve lagans al , Leipzig 1999.
18
O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
III. Die d i e S elle, wo ma ana a o komm , is de Schluss de
O enba ung des Johannes. Da is es schon ins G iechische übe se z ,
O b 22,21: E chou ky ie Iesou. Hé cha is ou ky iou Iesou me a pan on.
Me ken wi , dass ähnlich wie im Didache ex , auch hie ma ana a mi de
Rede on de Gnade zusammen s eh .
Auch wenn die Da ie ung de O enba ung des Johannes ein s i i-
ges Thema is , jeden alls sp ich in de Johanneso enba ung eine T a-
di ion des ch is lichen Radikalismus. Gleich o dem Aus u ma ana a
e siche in de Johanneso enba ung de He die Seinen, dass e bald
komm . In de O enba ung des Johannes wi d un e ma ana a be ei s
das zwei e Kommen Ch is i e s anden.
In de O enba ung des Johannes is Ch is us Al a und Omega, O b
22,13. Dami ko espondie das a amäische „a a“. a . Su ixal kann man
ennen: Aleph und Taw, de e s e und le z e Buchs abe des heb äischen
Alphabe s. Da au machen alle A ikel zum S ichwo ma ana a in e -
schiedenen Edi ionen des Wö e buchs zum Neuen Tes amen au me k-
sam.
Eine Sch i ode einen Gesang mi dem Namen de Go hei , ode
mi dem Aus u de Go hei zu beenden– das wa im Al e um übliche
li e a ische Manie . Das le z e Wo de Ilias bei Home heiß He a. De
e s e Sang de Odyssee ende mi A héna. Das le z e Wo Thebais on
S a ias heiß Mi h a. Indem die Johanneso enba ung an den Schluss
de Kanonsammlung– nach allem Ve zöge n– doch noch eingegliede
wu de, ende mi dem ma ana a das ganze Neue Tes amen . Ich habe as
Lus zu sagen: De Aus u , mi dem alles begonnen ha , s eh am Ende.
IV. An ielen S ellen in den E angelien lesen wi eine– im P äsens
ode Ao is – a iie e Redeweise: E che ai ho Iésus kai legei au ois. Is
es wi klich nu eine bloße Ve bindungs o mel, die äl e e T adi ionen
ode Logien mi einande e binden soll? Is es nich meh els bloße Ve -
bindungs o mel, sonde n eine li u gische Fo mel? In de Heb äischen
Bibel is on Jahwe die Rede, dass e de is , de komm und ede . E
geschieh in seinem Wo . Wenn Jesu Wo e und Ta en in den E an-
gelien mi de Redeweise eingelei e sind, „e komm “, „e komm und
sag “, ode „e komm und u “, so e mu e ich, de damalige jüdische
Hö e soll e dahin e die Anspielung wah nehmen: De , de hie je z
komm und sp ich , ode komm und u , komm im Au ag Go es. Ich
s elle die F age: Is die Redeweise „e che ai ho Iesus kai legei“, in e -
schiedenen Va ia ionen, wi klich nu Ve bindungs edeweise, ode eine
ganz unkon en ionelle ke ygma ische Einlei ung o mel? Üb igens: das
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
e bum adix „hjh“, übe se z Sep uagin a mi gines hai, abe auch mi
e ches hai. Gines hai, e ches hai, hjh gehö zum Wesen Go es. „Go es
Sein is im We den“, sagen wi mi Ebe ha d Jüngel.
Abe auch in de hellenis ischen Wel wa diese Fo mel plausibel.
Die kommende Go hei wa eine, ja in ih e Bedeu ung e schiedene,
ielschich ige, abe imme hin allgemein e s ändliche und e wende e
eligiöse he o ische Figu . „E che ai“ und „legei“, das wa nich nu den
Juden e s ändlich.
Besonde s das Johannese angelium, das die B ücke zu hellenis i-
schen Wel bau , a bei e seh häu ig mi de Ka ego ie e ches hai, ja
soga mi dem pa icipium e chómenos. Jesus sag im Johannese ange-
lium in den „Ego eimi“– Reden imme wohe , wozu ode wa um e
gekommen is .30 E p oklamie sich selbe und e wi d p oklamie als
de e chómenos.
Bei Klemens on Alexand ia und bei O igenes inden wi e was meh
als 550 Belege on E chomenos. Klemens und O igenes e wenden die-
ses pa icipium schon eindeu ig als ch is ologischen Ti el.
Die Absich meine Ma ana ahypo hese bes eh da in, au den Zu-
sammenhang des langen Weges on ma ana a bis zum e chómenos hin-
zuweisen.
Wie is de ch is liche Glaube nach dem K euz en s anden? Ha sich
de Au e s andene seinen Jünge n, e s F auen, dann auch Männe n
o enba , ode haben die nächs en Anhänge Jesu du ch ih en Aus u
ma ana a, olle Schme z und zugleich olle Ho nung und apokalyp-
ische E wa ung, den ch is lichen Glauben in Gang gese z ? Mi ma a-
na a– ha meine Meinung nach– alles begonnen. De Aus u ma ana a
ha den Gek euzig en zu Rech en Go es e höh . De Aus u ma ana a
ha Jesus aus dem Tode e weck .31
30 Schmolle , Konko danz, e ches hai, e chómenos im Johannese angelium. Dazu meh : O. A.
Funda: Ma ana a– E chómenos, schechisch Religio I/ 1998.
31 E s 2011 wu de ich au das Buch: M. Puglischi: Gésú e il mi o di C is o, G. La e za, Ba i 1912
au me ksam gemach . Puglischi sag : „Die e s en Ch is en haben zue s keine Li e a u
e ass , weil sie ma ana a ausge u en haben.“
Zum Thema Vision, eligiöse Wah nehmung, meh : G. Theißen: E leben und Ve hal en de e s en
Ch is en. Eine Psychologie des U ch is en ums, Gü e slohe Ve lagshaus, Gü e sloh 2007,
S. 124–203.
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
SchLuSSwo T
Wenn Sie mich agen: „Was wollen Sie eigen lich dami sagen?“ is mei-
ne An wo : Das, was ich gesag habe. Dass de Glaube an Ch is us, so
wie auch de Glaube an Go ein menschliches Gebilde is .
De Slo akische Neu es amen le on de Lu he ischen heologi-
schen Fakul ä de Uni e si ä B a isla a, Ka ol Nand ásky, den ich seh
schä ze, ha mi in unse e B ie diskussion gesch ieben: “Es gib auch
posi i e Illusionen“. Ja ich ig, dem s imme ich eilweise zu. Zwa als
k i ische Realis om S andpunk des k i ischen Ra ionalismus, den ich
nich ganz als Wide legung des Posi i ismus in e p e ie e, (das wä e ein
Thema ü einen ex a Vo ag), we de ich sagen: Was ü einen We ha
eine posi i e Illusion, wenn sie mi de Wi klichkei nich im Einklang
is ? Abe gu . Lassen wi diese F ages ellung o en.
Eine F age inde ich wich ig und ge ech e ig : Was bleib dann noch
om Ch is en um? So ha sich schon einmal Albe Schwei ze ge ag
und e an wo e e: „He aus o de ung zu Liebe zum Nächs en“ So ha
sich auch He be B aun ge ag , und e an wo e e: Eine spezi ische
An h opologie. Ich eile diese beiden An wo en.
De Ke n des My hos om Ch is us bes eh in eine ganz spezi ischen
An h opologie. Wo in sie bes eh ? Das wä e wiede ein Thema ü min-
des ens einen eigenen Vo ag. Dieses Thema habe ich in Vo lesungen in
meh e en Semes e n wäh end meine zwanzigjäh igen Tä igkei an de
Ka lsuni e si ä a iie . Auch wenn ich die ch is liche An h opologie
nich unbeding eilen muss, auch wenn ich ih gegenübe bes imm e
Vo behal e haben kann, muss ich abe als de , de sich om eligionswis-
senscha lichen S andpunk mi dem U ch is en um beschä ig, adäqua
zu Wo e kommen lassen, wie die ch is liche An h opologie sich selbe
e s eh , was sie sag , was sie b ing . Ich e suche es zum Schluss in d ei
Punk en anzudeu en.
+ Die F age nach Go bleib eine o ene F age. Es wä e Wahnsinn
zu meinen, dass de Mensch jemals mi diese F age e ig wi d. Wa -
um zieh die F age nach Go den Menschen imme an? Mi p imi i en
An wo en kommen wi hie nich aus. Die du chaus menschliche F age
nach dem Menschen üh den Menschen zu F age nach Go , nach de
T anszendenz, nach de Dimension de Gnade, nach de E lösung.
+ Die An h opologie des My hos om Ch is us b ing zum Ausd uck,
dass die ie e Dimension des Menschseins Gnade heiß . De Mensch is
nich nu das, was e weiß, was e kann, was e leis e . Sein Humanismus
eich nich aus. E b auch die Gnade, die ihn e e , die ihm die Ho -
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O. A. Funda: Das En s ehen des ch is lichen Glaubens
nung und Zukun ö ne . Das is das Ke ygma des My hos om Ch is-
us. Als uns in P ag de links o ien ie e a heis ische Philosoph Sla oj
Žižek im Jah e 2008 in de philosophischen Gesellscha besuch ha e,
begann e mi den Wo en: „Humanismus eich nich aus“. E hin e ließ
uns in P ag sein Manusk ip : „Humanismus eich nich aus.“ Wi ha en
die Eh e, dass diese Tex zue s schechisch e schienen is . Wi können
dies Thema disku ie en. Wi können wide sp echen. Wi können sagen:
Abe wi haben nich s Besse es. Wi können sagen: Es bleib uns nich s
ande es üb ig als Humanismus. Abe wi sollen uns zue s diese F a-
ge: Reich de menschliche Humanismus aus gegen alle Sch ecken, alle
Schme zen, alle unmenschliche Bes iali ä in unse e Wel ?– in unse
Leben ie eingehen lassen. Mi diese F age wi d de Mensch nie e ig.
+ O wi d gesag : De eu opäische Humanismus ha in de An ike
seinen U sp ung. Ich meine, das is nu seh , seh eilweise wah . Viel-
leich s imm es einige massen ü Anaximenes, ü Demok i , ü Epi-
ku , besonde s dann ü die S oike . Abe auch de Humanismus des
s oischen Weisen is ein zu ückhal ende Humanismus. De S oike wi d
sich bemühen, niemandem zu schaden, e wi d das Leid in de Wel nich
e meh en, abe e wi d sich nich p og amma isch ü die Schwachen
und Leidenden einse zen. Bei Pla o können wi ga nich om Huma-
nismus eden. Je z meine ich den wi klichen Pla o, nich Pla oin e p e-
a ion du ch die B ille on Augus in und in Lec ionen des ch is lichen
Mi elal e s. Pla os höchs e Idee is die Idee de Vollkommenhei . Diese
Vollkommenhei kenn kein Mi leid, keine Nächsenliebe. Nach Pla o
soll man mi dem eugenischen Fak o die philosophische he schende
Eli e e zeugen. Die Schwachen, Leidenden sind bei Pla o du chaus ab-
gesch ieben, du chaus ausse Ach . Genauso bei Home . Haben Sie bei
Home je eine Szene gelesen, dass jemand sich eines Schwachen, eines
Leidenden annimm ? Humanismus, wie wi ihn in de eu opäichen T a-
di ion e s ehen, ode sagen wi leide ich ige : e s anden haben, Hu-
manismus als P oexis enz, is ein du chaus on einigen Höhepunk en
de Heb äischen Bibel und on ch is liche An h opologie gesä ig e
Humanismus.