scieee Science in your language
[de] (orig)

Der Traum von den Riesenwächtern Böhmens Das Riesengebirge zwischen der deutschen und tschechischen Literatur der Vormärzzeit

Abstract

27

Read accessible full text

Der Traum von den Riesenwächtern Böhmens Das Riesengebirge zwischen der deutschen und tschechischen Literatur der Vormärzzeit

Author: Futtera, Ladislav
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2021
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/152477/1/Ladislav_Futtera_27-44.pdf
De T aum on den Riesenwäch e n Böhmens
Das Riesengebi ge zwischen de deu schen und
schechischen Li e a u de Vo mä zzei
Ladisla Fu e a– Akademie de Wissenscha en de Tschechischen
Republik/Ka ls ‑Uni e si ä P ag
ABSTRACT
Das Riesengebi ge– eine meh sp achige Region an de böhmischen G enze– wu de zum
belieb en da ges ell en Raum in de deu schen sowie schechischen oman ischen Dich‑
ung. De o liegende Bei ag übe p ü am Beispiel dieses Raums und seine li e a ischen
Ges al ung die Thesen des schechischen Li e a u his o ike s Vladimí Macu a zu Nega‑
ion de deu schsp achigen Kul u au de einen Sei e und zum „Übe agungscha ak e “
de schechischen Kul u de Vo mä zzei au de ande en. Zu den Zen al agen gehö en
die Möglichkei en des Aus auschp ozesses zwischen deu sche und schechische Li e‑
a u sowie die S a egien bei de symbolischen Aneignung des meh sp achigen Raumes
ü die eigene Na ionalkul u im Disku s des oman ischen Na ionalismus.
SCHLÜSSELWÖRTER
böhmische Lände ; Riesengebi ge; Vladimí Macu a; Vo mä z
ABSTRACT
D eam abou he gian gua dians o Bohemia
The Gian Moun ains be ween he Ge man and Czech li e a u e in he p e ‑Ma ch
pe iod
The Gian Moun ains– amul ilingual space on he bo de o Bohemia– became apopula
loca ion o he Ge man as well as Czech poe y in he pe iod o oman icism. This pape
ies o e iew he heses o he Czech li e a y his o ian Vladimí Macu a abou he ne‑
ga ion o he Ge man cul u e and abou he ans e ence cha ac e o he Czech cul u e
in he p e ‑Ma ch pe iod on he example o his egion and i s li e a y ep esen a ion.
Possibili ies o he exchange p ocess be ween he Ge man and Czech li e a u e as well as
s a egies o he symbolic app op ia ion o he mul ilingual space o he own na ional cul
‑
u e in discou se o he oman ic na ionalism a e among he cen al ques ions o he pape .
KEY WORDS
Bohemian lands; Gian Moun ains; Vladimí Macu a; p e ‑Ma ch
28 BRÜCKEN 28/1
Vladimí Macu a sch ieb in seine Sammlung semio ische S udien Český sen [De
schechische T aum] aus dem Jah e 1998 übe die Vo s ellung eine symbio ischen
Ve bindung on Heima und Li e a u in de schechischen Kul u de Vo mä zzei ,
wobei e s in de Li e a u eine olls ändige Realisa ion on Heima (im subs i u i en
Sinne als E sa z de ealen Heima ) möglich wä e: „[Č]eská li e a u a byla nap o i
omu jedinou au en ickou las í, e k e é mohl český in elek uál ží podle s ých
předs a , neods ko án ana s ém.“ (Macu a 2015: 287) [Die schechische Li e a u
wa im Gegensa z dazu die einzige au hen ische Heima , in de de schechische
In ellek uelle nach seinen Vo s ellungen ohne jede Zu ückse zung leben konn e.]
Eine solche S a egie be a bei de E ich ung eine „ schechischen Wel “ nich nu
das P age Zen um, sonde n auch die Regionen, wie Macu a in demselben Band
am Beispiel des egionalen Kul es um den my hischen Be g Blaník1 zeig e, de zum
in eg alen Teil eine e allgemeine en Vo s ellung on Heima wu de (Macu a 2015:
253). Die Posi ionie ung de Blaník ‑Sage in de schechischen na ionalen My hologie
üh uns on de äumlichen Dimension des Heima ‑Beg i s zu Macu as Konzep
des „Übe agungscha ak e s“ de schechischen Kul u und Li e a u de Vo mä z‑
zei (Macu a 1977).
2
Als Schlüssel ex zu Kons i u ion eine mode nen T adi ion de
Blaník ‑Sage in de schechischen Kul u wi d nämlich de deu schsp achige Roman
des P age Sch i s elle s Joseph Schi ne Zdenko on Zasmuk und seine Ge äh en ode
die im Be ge Blanik eingeschlossenen Ri e aus dem Jah e 1798 be ach e (K aus 2015:
123; Macu a 2015: 255).
In diesem Bei ag e suche ich an Macu a anzuknüp en und seine Thesen zu Ne‑
ga ion de deu schsp achigen Kul u au de einen Sei e und zum „Übe agungscha‑
ak e “ de schechischen Kul u de Vo mä zzei au de ande en Sei e am Beispiel
de Region Riesengebi ge zu übe p ü en. Im Gegensa z zum Blaník in Zen alböhmen
be and sich diese Region aus schechische Pe spek i e an de Pe iphe ie, di ek an de
e hnischen deu sch ‑ schechischen sowie an de böhmisch ‑schlesischen G enze. Das
ande e Themen eld des Bei ags soll die F age nach den Spezi ika dieses pe iphe en
Cha ak e s und de zweisp achigen Reali ä des Raumes bilden.
1. VERMESSUNG DER WELT: LITERARISCHE DARSTELLUNG DES
RIESENGEBIRGES UM 1800
Nach den Alpengegenden des südlichen Deu schlands und de Schwei z, is kein
ande es Gebi ge im mi le n Eu opa, in diesem Jah hunde e so häu ig besuch , so
o und zum Theil so gu besch ieben wo den, als die hohe Ke e de Sude en zwi‑
schen Böhmen und Schlesien; abe auch kein ande es Gebi ge, on den beschnei en
Spi zen de Py eneen, bis zu den auhen Schei eln de Ka pa hen besi z ielleich ,
einen in jede Rücksich so e dien en Ru als unse böhmisch ‑schlesisches Riesen‑
gebi ge (Hose 1803: 3).
1 Im Be g Blaník soll nach de Sage ein Hee schla en, das den Böhmen hel e, wenn das Land übe allen
wi d. Im 19. Jah hunde wu de die Sage mi dem Kul des Heiligen Wenzel e bunden (K aus 2015;
Macu a 2015: 257).
2 Vgl. auch die Einlei ung zu diesem He on Mi ek Němec und Václa Smyčka.
29LADISLAV FUTTERA
Diese Wo e des A z es und Geleh en böhmische He kun Joseph Ka l Edua d
Hose aus seinem We k Riesengebi ge in eine s a is isch ‑ opog aphischen und pi o esken
Uebe sich aus dem Jah e 1803 spiegel en das wachsende In e esse am Riesengebi ge
in de deu schsp achigen üh oman ischen Li e a u in eine Zei wide , in de „es
je z Mode is , den Somme übe einige Wochen in i gendeinem Gesundb unnen zu‑
zub ingen, ode ein me kwü diges Gebi ge zu du ch eisen“ (Hose 1803: 4). Hose
gelang es, in seinem We k die mannig al igen Mo i e de Be gbesuche zusammen‑
zu assen– wie es alle dings schon im Ti el angedeu e wi d. Fü ihn s and die genaue
Pe spek i e des Geleh en an e s e S elle, die in den s a is ischen und opog aphi‑
schen Passagen zum Ausd uck geb ach wu de. De in P ag lebende A z knüp e
dami an d ei Fo schungsexpedi ionen de Königlichen Böhmischen Gesellscha
de Wissenscha en ins Riesengebi ge an, die in den Jah en 1786–1788 mi dem Ziel
o ganisie wo den wa en, den Be gzug au wissenscha liche Basis zu e messen
und zu e o schen (Ji asek/Haenke/G ube /Ge s ne 1791).
3
Hose be ücksich ig e
abe auch den besonde en Zaube de „pi o esken“ Landscha und sch ieb om
„auße o den liche[n] Reich hum an in e essan en die Seele e hebenden Szenen, die
es in dem Raume wenige Quad a meilen en häl “, die nich nu ü Ökonomen ode
Na u o sche , sonde n auch ü einen Male ode Philosophen a ak i seien. Jede
„F eund de Na u […] be ach e We ke de Na u in den Be gen, und ih en leisen
geheimniß ollen Gang; ie e in ih Heilig hum d ing sein geweih e Blick.“ Hose
be on e abe zugleich:
In den äl e n Zei en, und o genug noch im An ange de le z en Häl e dieses Jah ‑
hunde s [des 18. Jah hunde s] such e man do e bo gene Schä ze und beschwo
den Teu el. Heu zu Tage denk Niemand meh an solche Albe nhei en, und sind
auch die Endzwecke, um welche je z on Jah zu Jah g öße e S öme on F em‑
den nach den e habenen Gip eln und schaue lich schönen Thäle n de Sude en
hinwallen, nich on eine ley We h; so sind sie im Ganzen doch e nün ige , als
ehedem. (Hose 1803: 4)
Fas 40 Jah e spä e lös e ein ande e böhmische Ve asse eines Reisebe ich es
ins Riesengebi ge, de lange in Leipzig lebende Sch i s elle Ka l He loßsohn, die
Spannung zwischen dem Bemühen um exak e Besch eibung de Landscha und de
Bewunde ung ü die Na u aus de Pe spek i e eines oman ischen Subjek s aus
eine öllig ande en Pe spek i e: In seinen Wande ungen du ch das Riesengebi ge und die
G a scha Gla z zi ie e He loßsohn die geog aphischen und na u wissenscha lichen
Angaben aus den We ken seine Vo gänge ,4 aus de Pe spek i e de e zähle ischen
Ins anz bekann e e sich abe zu de Faszina ion on diesen „Riesenwäch e n Böhmens,
den Gigan en on No ddeu schland“ (He loßsohn 1840: 5). Im Gegensa z zum au klä‑
3 Die e s e Expedi ion s and un e Lei ung des Ingenieu s Johann Ji asek und des Bo anike s Thaddäus
Haenke und dien e de E o schung de Mine alien und de iesengebi gischen Flo a. De Physike
F anz Joseph Ge s ne und de Ma hema ike Tobias G ube beschä ig en sich in den olgenden Jah en
mi me eo ologischen und geog aphischen Messungen (Ji asek/Haenke/G ube /Ge s ne 1791: IX–XIII).
4 E e wähn e die Reise üh e wie Wegweise du ch das Sude engebi ge (B eslau, 1828) on Johann Ch is‑
ian Hein ich Be nd und Wegweise ode Neues Taschenbuch ü Reisende du ch das schlesisch ‑böhmische
Riesengebi ge (3. Au l., Glogau, 1837) on Ka l Amand Mülle (He loßsohn 1841: 7).
30 BRÜCKEN 28/1
e ischen Geleh en Hose e wähn e de oman ische Sch i s elle He loßsohn auch
Sagen on dem Be ggeis Rübezahl; kein Wunde , denn sein We k wu de im Rahmen
eine Reihe on Reise üh e n mi dem Ti el Das male ische und oman ische Deu schland
he ausgegeben, in welche die meis besuch en Landscha en o ges ell wu den, die
wäh end de Zei de Roman ik an Popula i ä gewannen.– Nich meh als Ziele de
au klä e ischen Bildungs eisen, wie sie z. B. Johann Wol gang on Goe he un e nahm,
sonde n als Ausd uck de Wande lus des oman ischen Subjek s (Al haus 1999: 30 .).
Diese Reiselus kann man als indi iduell, subjek i und p ominen be ach en.
Auch He loßsohn o e ie e nämlich einen Ve gleich mi den Alpen und de Schweiz,
o dne e abe in seine Bewe ung das Riesengebi ge den Alpen nich un e , sonde n
s ell e es als eine Insel ech e ‚wilde ‘ Na u oman ik en gegen, d. h. als Gegenpol zu
de schon ehe ‚zi ilisie en‘ Landscha de Alpen mi ih e komplexen ou is ischen
In as uk u : „We die P ach gas hö e de Schweiz, mi ih en pa ise Ga çons, mi
den Lecke eien alle Zonen hie such , inde sich eilich ge äusch .– E inde hie
Na u , Ein achhei , ka ge, abe gesunde Nah ung und ge ade so iel Bequemlichkei ,
als ein müde Be gwande e beda .“ (He loßsohn 1840: 12) Pa adoxe weise üh en
abe solche Reisebe ich e in den nächs en Jah zehn en zum eigen lichen Au schwung
de massenha en Tou is ik auch im Riesengebi ge, on de sich He loßsohn aus
seine Pe spek i e dis anzie e.
Die Blü ezei des Riesengebi ges als eine de bedeu ends en Landscha en des
„male ische[n] und oman ische[n] Deu schland[s]“ bilde en die e s en Jah zehn e des
19. Jah hunde s. Zu diese Zei wu de de Be gzug meh mals on bekann en Küns ‑
le n de deu schen Roman ik besuch , denen diese Landscha zu Inspi a ion dien e.
Es handel e sich beispielsweise um den Dich e Theodo Kö ne (1809),5 den Male
Caspa Da id F ied ich (1810), Au o des Gemäldes Mo gen im Riesengebi ge (Ha ‑
mann 1995: 13), ode den Komponis en Ca l Ma ia on Webe , in den Jah en 1804–1806
Kapellmeis e in B eslau. Seine geplan e Ope Rübezahl blieb jedoch un ollende .6
In den küns le ischen Da s ellungen des Riesengebi ges dominie en in diese Zei
eine sei s die oman ische Gebi gslandscha (besonde s das meh mals wiede hol e
Mo i des Sonnenau gangs an de Schneekoppe),7 ande e sei s die Rübezahl ‑Sagen.
Diese These bes ä ig de Einak e Rübezahl on Augus on Ko zebue aus dem Jah e
1803. Ko zebues S ellung zum oman ischen Lebenss il wa – ähnlich wie bei seinem
Zei genossen Hose – ehe zu ückhal end. Als e abe in seinem We k mi eine ge‑
wissen i onischen Dis anz einen ‚ oman ischen‘ Helden sowie Handlungso such e,
and e kein besse es Beispiel als Rübezahl und das Riesengebi ge. Hie , „au einem
wilden oman ischen Pla ze“, wo Rübezahl, „wenn es seyn kann, un e einem Gewi e
aus de E de he au [s eig ]“, wi d das D ama pla zie (Ko zebue 1804: 2 .). Als Vo lage
zu oman ischen Da s ellung dieses „d olligen, neckischen und o so wohl ä igen
Be gkönigs“ (He loßsohn 1840: 13) dien en pa adoxe weise die i onischen au klä‑
e ischen Legenden on Rübezahl des Weima e Sch i s elle s Johann Ka l Augus
Musäus aus seinen Volksmä chen de Deu schen (e schienen 1782–1787), an die wei e e
5 Von seinem Poem Edua d und Ve onika ode Die Reise ins Riesengebi ge blieb nu ein To so, nu die Ballade
Kynas wu de e igges ell (Mülle 2001: 45).
6 Un e dem Ti el Behe sche de Geis e wi d die Ou e ü e zu diese Ope bis heu e gespiel (T ojan
2003: 198).
7 Im Jah e 1819 bes ieg sie auch E. T. A. Ho mann (Mülle 2001: 36).
31LADISLAV FUTTERA
Epigonen und Nachahme anknüp en (Fu e a 2020: 44–48). An Musäus knüp en
nich nu Au o en de übe egional (e wa Benedik e Naube s Neue Volksmä chen de
Deu schen [1789–1793]), sonde n auch de egional konzipie en Sagensammlungen
an. Rübezahl ‑Sagen bilde en einen es en Bes and eil de Mä chensammlungen,
die schon in ih em Ti el au Musäus hinwiesen, wie Volksmäh chen de Schlesie on
F ied ich Augus Schus e (1801) (Büsching 1812: 414) ode Volksmäh chen de Böhmen
on Wol gang Adolph Ge le (1819) (Ge le 1819: 1–324).
Wäh end abe die iesengebi gischen Mo i e in de deu schen Roman ik höchs
belieb wa en, wu de diese Be gzug in den An angsphasen de sog. na ionalen Wie‑
de gebu on de ‚neu schechischen‘ Li e a u in nu ge ingem Maße hema isie .8
Um die Jah hunde wende en s and nu ein Tex , dessen Handlungso im Riesenge‑
bi ge si uie wa . Es handel sich um das anonyme Volksbuch Ryb col na K konoských
ho ách aneb Zaklený a ys obozený P ync [Rübezahl au dem Riesengebi ge ode De
e zaube e und be ei e P inz] aus dem Jah e 1794 (Anonym 1947: 75–144). Die He ‑
ausgabe dieses Tex es olg e de S a egie seines Ve lege s Ma ěj Václa K ame ius,
die dö lichen Lese schich en zum böhmischen Pa io ismus zu e ziehen, indem die
adi ionellen Fo men des Volksbuchs um neue Mo i e, S o e und Themen aus den
Ga ungen des i e lichen Romans, des Mä chens und ande e Fo men de Un e ‑
hal ungsli e a u be eiche wu den. Eine heimische, pa io ische Sage, die sich
böhmische Realien bedien , wu de mi dem mä chenha en Schema kombinie , das
aus dem Tex de B üde G imm De Teu el mi den d ei goldenen Haa en bekann is . In
diese Fassung soll de Held Rudol dem Va e seine B au d ei goldene Fede n on
Rübezahls Kop b ingen (Lange 1979: 59; Koudelko á 2006: 102–107). Die böhmischen
Realien– P ag und Riesengebi ge– we den jedoch au eine bloße Au zählung on
Toponymen eduzie . Die Besch eibung P ags (e wähn sind die Wache im S ad o
und die Bu g) pass zu jede Residenzs ad . Das Riesengebi ge wi d als ein anonymes
be giges Ödland o ges ell . O snamen wie Kolešec und K koh ádek sind so ik i
wie Rübezahls Bu g, die sich in einem Tal in de Mi e eines Teiches be inden soll e
(Anonym 1947: 88–94).
Dieses Volksbuch, e wa zwei Jah e spä e ins Deu sche übe se z , wu de zu eine
de wich igs en Vo lagen ü Ge les Volksmäh chen de Böhmen (Fu e a 2020: 48).
Obwohl die schechische Fassung wäh end des 19. Jah hunde s meh mals ged uck
wu de, e olg e eine b ei e e Rezep ion in de schechischen Gesellscha – besonde s
bei den Rep äsen an en de schechischen oman ischen Kul u und Wissenscha –
im Gegensa z zu deu schböhmischen e s Mi e des 19. Jah hunde s (Belege da ü
we den wei e un en kommen ie ).
2. SUCHE NACH EINER ROMANTISCHEN LANDSCHAFT
Die schechische Belle is ik des ühen 19. Jah hunde s wa mo i isch sowie he‑
ma isch nu sel en an bes imm en geog aphischen Regionen o ien ie . Da die sche‑
chische Sp ache lange auch keine wissenscha liche Funk ion ha e, e schienen au
Tschechisch keine opog aphischen A bei en. Das bishe ige übe wiegende Schweigen
8 De Beg i „neu schechische Li e a u “ [„no očeská li e a u a“] bezeichne adi ionell die li e a i‑
schen Tex e sei ca. 1780, in denen die pa io ische Idee p äsen is (Vodička 1994: 19–29).

32 BRÜCKEN 28/1
übe das Riesengebi ge in de schechischen Li e a u wu de e s in den 1820e , deu
‑
liche dann in den 1830e Jah en du chb ochen, d. h. in de eigen lichen Blü ezei
de schechischen Roman ik (Janáčko á 2008: 205–208). Das Riesengebi ge gewann
in de schechischen Li e a u diese Zei die p ominen e S ellung eines magisch‑
‑my hischen O es, de in de Opposi ion zu ‚p o anen‘ Wel s eh , on de e um‑
geben is . Zu belieb en Mo i en bei de Da s ellung des Riesengebi ges gehö e das
E scheinen des Teu els wie in de Faus iade Jan E azim Vocels Laby in slá y [Das
Laby in h des Ruhms] (1846) (Vocel 1846: 3–5) ode in de E zählung Ka el Sabinas
Ob azy ak ě y snů [Bilde und Blumen de T äume] (1835). De e sch ockene Wande e
häl hie den Mephis opheles zue s ü Rübezahl (Sabina 2010: 116). De my hische
He sche de Be ge d ang in die zei genössische Ly ik (Václa Klimen Klicpe a:
K konošská kleč [Das iesengebi gische Knieholz, 1824]; Ka el Hynek Mácha: Přelka [Die
Spinne in, 1833]), die P osa (F an išek Ladisla Čelako ský: Li e a u a k konošská [Die
iesengebi gische Li e a u , 1824], Ka el Sla oj Ame ling: K ě omlu a [Die Blumen‑
sp ache, 1833]) ode die D ama ik (Václa Klimen Klicpe a: Ženský boj [De F auen‑
k ieg, 1827]; Jose Kaje án Tyl: T dohla á žena aneb Zamilo aný školní mládenec [Die
ha köp ige F au ode De e lieb e Un e leh e , 1849]) ein. Mi Ausnahme de Sa i e
au die Si ua ion de schechischen Li e a u on Čelako ský, in de Rübezahl die Rolle
eines edlen Mäzens des li e a ischen Scha ens spiel , en sp ach die Da s ellung des
Be ggeis es öllig dem mäch igen, bed ohlichen, schelmenha en, abe auch gü igen
He n de Gnomen de deu schen oman ischen Li e a u (Koudelko á 2006: 89–93).
Auch in de Komödie Klicpe as übe den S ei zwischen Männe n und F auen um
ih e Rolle in de Gesellscha wi d Rübezahls Wü de (im Gegensa z zu den komischen
Menschen ypen) bewah :
Duch eliký h dinský. Nohy má bíle oděny, na sobě dlouhý mod a ě bílý plášť, bílé,
ale k á ké ousy, na hla ě klobouk bílý, přes něj bílý k á ký ocas. Jde ážně azdlouha
přes di adlo, a p a o skalinách opě zmizí; za ním jde šes menších ašes ě ších
duchů . (Klicpe a 1863: 185)
[Ein g oße Heldengeis . Seine Beine sind weiß angekleide , e äg einen langen
blau ‑weißen Man el, ha einen weißen, abe ku zen Ba , einen weißen Hu au
dem Kop mi einem ku zen weißen Schwanz. E geh wü dig und langsam übe
die Bühne und e schwinde an de ech en Sei e wiede in den Felsen; ihm olgen
sechs kleine e und sechs g öße e Geis e .]
De my hisch ‑mä chenha e Raum des Riesengebi ges, wie e in de schechischen
Roman ik gescha en wu de, wu de am komplexes en in de P osa des bedeu ends en
Ve e e s de schechischen Roman ik, Ka el Hynek Máchas Pouť k konošská [Die Pil‑
ge ah ins Riesengebi ge] (1833–1834) da ges ell . „Osamělý pou ník“ [„Ein einsame
Pilge “], de Haup held de E zählung, e läss P ag und mach sich au den Weg ins
Riesengebi ge. Zue s e wandel sich de Cha ak e de Landscha und des We e s:
„Pus o kolem,“ po zdechl jinoch, „p ák iz ěř míjí k aj en o, ani s om ani k ě
ne zejde u o, jen člo ěk jediný iskne se zdy ýše a ýše čis ější nebe blanky ,
anenalézá zde léč ajemně šus ící mech as udený sníh.“ V om nesl í okolo áře
33LADISLAV FUTTERA
jeho mo ýla, jenž ouzkos li ě nada mo se b ánil křidélkoma ba e nýma, ch ěje
nazpě dolu k ě né k aje, odkuď ho bouřli ý í byl zanesl. „Nešťas ný, oužíš
nazpě luhy pes é, k e é i byly kolébkou;– y jsi nech ěl k aje y o, p o i ůli
é ě chladnou ýši zanáší en samý í , co ě mládí ém kolíbal na líci oz i‑
ého k í í;– já jsem p a il, že člo ěk se iskne zhů u kjasnému nebi;– ó, on musí,“
zas í aje si ukou čelo, „musí. Pos up mi ichřice mo ýla oho o, já jej ezmu ssebou
zpě k aje oné, odkuďs jej zanesla.“ (Mácha 1961: 107 .)
[„Öde ingsum“, seu z e de Jüngling, „Vogel und Wild meiden die Gegend, hie ge‑
deihen nich einmal Baum und Blume, allein de Mensch d äng imme höhe und
höhe zu des Fi mamen s eins em Azu , doch inde e hie nich s als aschelndes
Moos und kal en Schnee.“ Da ug de Wind einen Schme e ling an seinem Gesich
o übe , de sich e geblich mi seinen a bigen Flügeln ängs lich weh e und in
die blühende Landscha zu ückwoll e, aus de ihn de s ü mische Wind en üh
ha e. „Du Unglückliche , du sehns dich nach den bun en Wiesen, die deine Wiege
wa en;– du woll es nich in diese Gegenden, du wi s gegen deinen Willen in die
kühle Höhe ge agen on dem gleichen Wind, de dich in deine Jugend au dem
An li z eine e blüh en Blume wieg e;– ich sag e, de Mensch d äng e hinau zum
kla en Himmel; oh, e muß“, e beschi m e die S i n mi de Hand, „e muß.– Gib,
Wi belwind, mi den Schme e ling, ich b inge ihn zu ück in das Land, aus dem
du ihn o ge agen has “.] (Mácha 2000: 153 .)
De Weg üh ihn „höhe und höhe “ (in de E zählung is auch das belieb e Mo i des
He abschauens om Be ggip el übe die b ei e Landscha p äsen ) bis zu Schnee‑
koppe, wo „s k os ný go ickém způsobu s a ěný, eď napolou již zřicený kláš e
anákladný ch ám jeho zdobil emeno její“ (Mácha 1961: 110) [„ein p äch iges, in go‑
ischem S il e bau es, schon halb e allenes Klos e mi eine p unk ollen Ki che
zie e den Kamm des Be ges“(Mácha 2000: 158)], das on geheimnis ollen Mönchen
bewohn wi d, die ü das ganze Jah e s e ben und nu ü einen Tag wiede e leben.
Die Abg enzung de Be ge on ih e Umgebung (und die dami e bundene my hi‑
sche O dnung, nach de de Raum o ganisie wi d) wu de noch in Božena Němco ás
Do geschich e Babička [Die G oßmu e ] aus dem Jah e 1855 ins seman ische Ge üge
de ik ionalen Wel implizi einbezogen. In de Komposi ion de Geschich e bilde das
Riesengebi ge, das om ge äh lichen, unbe echenba en Rübezahl bewohn sein soll e
und aus dem das bed ohliche Hochwasse komm , einen Kon as zum idyllischen Tal,
dem Handlungso de E zählung (Fu e a 2020: 51).
Wie schon im Falle Rübezahls beme k wu de, s imm e die Schilde ung des Raumes
im Allgemeinen mi den äl e en deu schen li e a ischen We ken übe ein, die auch
ins Riesengebi ge si uie wu den. Es bedeu e abe nich , dass die Da s ellung des
Be gzuges in de schechischen Li e a u on (philologischen) Übe se zungen aus dem
Deu schen abhängig wä e. Es is besse , an die These on de En wicklung de Li e a‑
u – sowohl de schechischen als auch de deu schen– in den böhmischen Lände n
„in einem geis esgeschich lichen Kon ex mi de deu schen Klassik und Roman ik“
anzuknüp en, „wobei eine ‚p o inzbeding e Ve spä ung‘ nebs un e schiedliche
Akzen uie ung oman ische Ideen, Themen, Mo i e und Topoi zu e zeichnen is “
(Fiala ‑Fü s /Höhne 2017: 129). Wi können also on eine s uk u ellen Übe agung
34 BRÜCKEN 28/1
und Übe se zung de Mo i e und Topoi de oman ischen Li e a u aus de deu schen
Kul u in die schechische sp echen, wobei die Au o en und We ke deu schböhmi‑
sche P o enienz eine bedeu ende Ve mi le olle spiel en.9 Diesen P ozess kann
man– mi Macu as Wo en– als ein Beispiel ü das Scha en „české kul u y ces ou
počešťo ání aposlo anšťo ání německých kul u ních je ů, jinými slo y ces ou budo‑
ání české (slo anské) kul u y analogií na základě podně ů zněmeckého kul u ního
p os ředí“ (Macu a 2015: 45) [de schechischen Kul u du ch das Tschechisie en und
Slawisie en de deu schen kul u ellen E scheinungen, mi ande en Wo en ü das
Scha en de schechischen Kul u du ch Analogien anhand de An egungen aus dem
deu schen kul u ellen Milieu] hal en.10
In diesem Zi a spiegel sich auch die po enzielle Schwäche on Macu as Konzep
wide , nach dem schechische und deu sche Kul u in eine binä en Opposi ion
s ehen soll en. Macu a mach e keinen Un e schied zwischen den (no d‑)deu schen
li e a ischen Zen en und de deu schböhmischen Li e a u (obwohl e ih e Au o en
egis ie e). Diese Vo s ellung üh e abe zu eine e ein achenden Vo s ellung de
kul u ellen Übe se zung aus de deu schen in die schechische Kul u . Obwohl die
Rich ung deu sch– schechisch dominan wa , sind mindes ens au de Ebene de
deu schböhmischen und schechischen Li e a u de Vo mä zzei meh e e Beispiele
des Ein lusses de schechischen Kul u au die deu schböhmische Li e a u nach‑
weisba (Fu e a 2020). Im Falle des Riesengebi ges and die oman ische Da s ellung
des Be gzugs zwa mi eine ‚p o inzbeding en Ve spä ung‘ im Ve gleich mi de
gesam deu schen Kul u ih en Höhepunk , e lie abe pa allel mi dem deu schböh
‑
mischen Sch i um. Als Beispiel können die E zählungen on U o Daniel Ho n aus
den 1840e Jah en dienen, die 1847 un e dem Ti el Böhmische Dö e he ausgegeben
wu den.11 Somi läss sich, im Falle de wechselsei igen Beziehungen au de Achse
deu schböhmisch– schechisch wede on eine ‚Ve spä ung‘ noch einem einsei i‑
gen T ans e , sonde n ehe on eine beidsei igen p oduk i en ‚Resonanz‘ sp echen
(Smyčka 2019: 229).
3. WO IST MEIN HEIM (UND WIE GRENZE ICH ES AB)?
De My hisie ung des Riesengebi ges in de schechischen Kul u dien e die pe i‑
phe e S ellung diese Region. Aus de Pe spek i e on Máchas Pilge heiß es: „so a
č y yk á e na š i ilo slunce h obky k álů českých ch ámě P ažském“ (Mácha 1961:
108) [„kaum ie mal ha e die Sonne die G abs ä en de böhmischen Könige im P age
Dom besuch “(Mácha 2000: 154)], bis e das Ödland de Be ge e eich e. Die pe iphe e,
ja öllig selbs s ändige S ellung de Gegend im Ve gleich mi dem Binnenland wi d
in Klicpe as Komödie Ženský boj meh mals hema isie . Im D ama kon as ie en
„k álo s í“ [das König eich] und „ o iny“ [das lache Land] mi dem Riesengebi ge,
9 Ka el Hynek Mácha woll e beispielsweise wäh end seine Wande ung ins Riesengebi ge die on Jose
Ka l Edua d Hose besch iebenen Geis es e assungen des Sch eckens und de Schwe mu übe p ü en
(K čma 1933: 169–171).
10 Macu a häl diesen P ozess ü komplemen ä zu de ande en S a egie des Negie ens de deu schen
Kul u . Vgl. dazu auch (Macu a 1977: 71).
11 Besonde s eich an Ve wicklungen und S e eo ypen de oman ischen Da s ellung des Riesengebi ges
is die E zählung Paschhampel (Ho n 1847: 1–64).
35LADISLAV FUTTERA
wo de Kamp zwischen Männe n und F auen ausb ach. „Do k álo s í na o iny“
[ins König eich, in das lache Land] will de einzige weise Held Sla oš seine Gelieb e
Libomí a o üh en (Klicpe a 1863: 144). Aus dem so benann en Binnenland e wa en
beide Hee e auch Zuzüge.
Den Zusammenhang zwischen pe iphe e S ellung (und Wah nehmung) eine
Region und ih e My hisie ung in de li e a ischen Da s ellung bes ä ig die Ta sache,
dass das Riesengebi ge sei den 1860e Jah en in de schechischen Li e a u imme
deu liche als ein en zaube es Ziel massenha e Tou is ik da ges ell wu de (Fu e a
2021: 255 .). In de Posi ion eine aszinie enden Wildnis wu de das Riesengebi ge
du ch ande e Pe iphe ien e se z (e inne n wi uns an He loßsohns Kon as ie ung
de ‚zi ilisie en‘ Wildnis de Schweize Alpen und de ‚au hen ischen‘ Wildnis des
Riesengebi ges), zue s om Böhme wald,12 dem in de Zwischenk iegszei die Ka ‑
pa enuk aine olg e (K a och il 2018: 357–358).
Diese iesengebi gische Pe iphe ie ha e abe ein wich iges Me kmal, das on de
Schilde ung de Landscha in Klicpe as Ženský boj ablei ba is :
Podí ej e se s é o ho y na še s any, do šech končin. Podí ej e se na poledne!
Tam jsou Češi, naši k ajané! Podí ej e se na ýchod! Tam jsou Polané aMo a ané.
Podí ej e se kpůlnoci! Tam jsou Slezáci, aza nimi med ědi. Podí ej e se na západ,
am jsou Němci aza nimi Ta aři! (Klicpe a 1863: 172)
[Schau aus diesem Be g in alle Sei en, in alle Gegenden hinab. Schau nach Süden!
Do sind Tschechen, unse e Landsleu e! Schau nach Os en! Do sind Polen und
Mäh e . Schau nach No den! Do sind Schlesie und hin e ihnen Bä en. Schau
nach Wes en, do sind Deu sche und hin e ihnen Ta a en!]
Obwohl das Riesengebi ge in Klicpe as Komödie eine selbs ändige, in sich geschlos‑
sene Region bilde , wi d sie on den Tschechen, und zwa nu on den Tschechen
bewohn . Von eine Meh sp achigkei de Region gib es keine Spu , was die Si u‑
ie ung de Handlung ins 12. Jah hunde (d. h. o de deu schen Kolonisa ion des
böhmischen G enzlandes) e möglich (Klicpe a 1863: 102).
Diese deu liche Tendenz zu (li e a ischen) App op ia ion des Riesengebi ges ü
die schechische Kul u ging dem Scha en de my hisch ‑mä chenha en Da s ellung
diese Landscha in de schechischen Roman ik noch o aus. In de Rukopis zeleno‑
ho ský [G ünbe ge Handsch i ], dem im Jah e 1818 ‚en deck en‘ und e s spä e ü
ein Falsum e kann en ‚al schechischen‘ Manusk ip , das ins 10. Jah hunde da ie
wu de, wu de das u sp üngliche böhmische S aa s ech un e de He scha de
Fü s in Libussa hema isie (Jičínská 2014: 58). Libussa soll e on de Bu g Vyšeh ad
(Wyscheh ad), au die de Land ag einbe u en wu de, ein ausgedehn es S aa sge‑
bilde e wal en, dessen Um ang dem spä e en König eich Böhmen en sp ach. Die
Ausdehnung on Libussas Reich, welche die Fälsche sugge ie en woll en, is on
12 Zu diese S ellung des Böhme waldes üh e u. a. de S u mwind aus dem Jah e 1870, dem in den ol‑
genden Jah en eine Bo kenkä e kalami ä olg e. In de schechischen Kul u wu de de Böhme wald
als eine „s e bende“ Landscha da ges ell , Ka l/Ka el Klos e mann keh e dann in seinen P osawe ‑
ken mi neo oman ischen Zügen zu Schilde ung des „al en“ Böhme waldes o dem O kan zu ück
(Tomášek 2016: 128–131).
42 BRÜCKEN 28/1
schen und na ionalis ischen Kon ex en].– In: Bendo á, E a/Hojda, Zdeněk (Hgg.), Od p áce
kzába ě. Volný čas české kul uře 19. s ole í [Von de A bei zu Ve gnügung. F eizei in de
schechischen Kul u des 19. Jah hunde s]. P aha: Academia, 250–263.
Ge le, Wol gang Adolph (1819): Volksmäh chen de Böhmen, Zwei es Bändchen. P ag: Cal e.
Ha mann, Idis B. (1995): Das Riesengebi ge als male ische Landscha in de Kuns des 18. und 19.
Jah hunde s.– In: Muschiol, Ba ba a (Hg.), Blaue Be ge, g üne Täle . Reiseland Riesengebi ge.
Eine landeskundliche Auss ellung de S i ung Deu schlandhaus. Be lin: S i ung Deu schland‑
haus, 11–14.
He loßsohn, Ka l (1840): Wande ungen du ch das Riesengebi ge und die G a scha Gla z (= Das male‑
ische und oman ische Deu schland, 6). Leipzig: Geo g Wigand.
Ho n, U o (1847): Böhmische Dö e , Band 2. Leipzig: F ied ich Ludwig He big.
Hose , Joseph Ka l Edua d (1803): Das Riesengebi ge in eine s a is isch ‑ opog aphischen und pi o es‑
ken Uebe sich mi e läu e nden Anme kungen und eine Anlei ung dieses Gebi ge au die zweckmä‑
ßige A zu be eisen. Wien: Joseph Geis inge .
H och, Mi osla (1968): Die Vo kämp e de na ionalen Bewegung bei den kleinen Völke n Eu opas. Eine
e gleichende Analyse zu gesellscha lichen Schich ung de pa io ischen G uppen (= Ac a Uni e ‑
si a is Ca olinae. Philosophica e His o ica, 24). P aha: Uni e zi a Ka lo a.
Janáčko á, Ja osla a (22008): Od oman ismu do symbolismu.– In: Lehá , Jan/S ich, Alexand /
Janáčko á, Ja osla a/Holý, Jiří (Hgg.), Česká li e a u a od počá ků kdnešku. P aha: Naklada els ‑
í Lido é no iny, 203–441.
Jelínek, Milan (2007): Pu ismus.– In: Pleskalo á, Jana/K čmo á, Ma ie/Veče ka, Rado an/Ka lík,
Pe (Hgg.), Kapi oly zdějin české jazyko ědné bohemis iky [Kapi el aus de Geschich e de sche‑
chischen sp achwissenscha lichen Bohemis ik]. P aha: Academia, 540–572.
Jičínská, Ve onika (2014): We is de besse e Fälsche ? Die ge älsch en schechischen Manu‑
sk ip e im Na ionali ä enkamp um kul u elle Hegemonie.– In: Zei sch i ü in e kul u elle
Ge manis ik 5/2, 57–72.
Ji asek, Johann/Haenke, Thaddäus/G ube , Abbé/Ge s ne , F anz (1791): Beobach ungen au Reisen
nach dem Riesengebi ge. D esden: Wal he ische Ho buchhandlung.
Klicpe a, Václa Klimen (1824): K konošská kleč [Das iesengebi gische Knieholz].– In: Čechoslaw
5/40, 313–317.
Klicpe a, Václa Klimen (1863): Ženský boj [De F auenk ieg].– In: De s., Spisy. Bolesla o ci–
Ženský boj– Běla– Zasnoubení po pohřbu [Sch i en. Fü s Bolesla und seine Nachkommen–
De F auenk ieg– Běla– Die Ve lobung nach de Bee digung]. P aha: Kobe , 101–214.
Kollá , Jan (1862): Slá y dce a. Ly icko ‑epická báseň pě i zpě ích [Die Toch e de Slawia. Das
ly isch ‑epische Gedich in ün Gesängen]. P aha: Kobe .
Ko zebue, Augus on (1804): Rübezahl. Ein Schauspiel in einem Ak . Wien: Johann Bap is Wallis‑
hausse .
Koudelko á, E a (2006): K akonoš li e a uře. Kapi oly kli e á nímu z á nění lá ky oK akonošo i
[Rübezahl in de Li e a u . Kapi el zu li e a ischen Ges al ung des Rübezahl ‑S o es]. Libe‑
ec: Bo .
Kořalka, Jiří (2018): Tschechen und Deu schland im langen 19. Jah hunde . S udien zum gegensei igen
Ve häl nis 1800–1918. D esden: Thelem.
K a och il, Alexande (2018): Podka pa ská Rus ajejí li e a u y [Die Ka pa enuk aine und ih e
Li e a u en].– In: Šámal, Pe /Pa líček, Tomáš/Ba bo ík, Vladimí /Janáček, Pa ele al. (Hgg),
Li e á ní k onika p ní epubliky. Událos i, díla, sou islos i [Die Li e a u ch onik de E s en
Tschechoslowakischen Republik]. P aha: Academia– Pamá ník ná odního písemnic í–
Ús a p o českou li e a u u AV ČR, . .i., 354–359.
K aus, A noš Vilém (2015): Blaník [Die Blaník ‑Sage].– In: Pe bok, Václa (Hg.), A noš Vilém
K aus (1850–1943) apočá ky české ge manobohemis iky [A noš Vilém K aus (1850–1943) und An‑
änge de schechischen Ge manobohemis ik]. P aha: Academia, 108–132.

43LADISLAV FUTTERA
K čma, F an išek (1933): D obné příspě ky mácho ské [Kleine Bei äge zu Ka el Hynek Mácha].–
In: Lis y ilologické 60, 168–180.
K olmus, Václa (2011): S a očeské po ěs i, zpě y, h y, obyčeje, sla nos i anápě y ohledem na bájeslo í
česko ‑slo anské, Band 1 [Al schechische Sagen, Gesänge, Spiele, B äuche, Fes e und Melodien
in Hinsich au die schechisch ‑slawische My hologie]. P aha: Plo .
Kusáko á, Lenka (1995): Český ces opis časopisech 20. le 19. s ole í [De schechische Reisebe‑
ich in Zei sch i en de 1820e Jah e].– In: Moldano á, Dob a a/Čecho á, Ma ie/Ho álek,
Jan/Kolářo á, I ana (Hgg.), Ces y aces o ání jazyce ali e a uře [Reise und Reisen in de Sp a‑
che und Li e a u ] (= Ac a Uni e si a is Pu kynianae. S udia li e a ia e linguis ica, 11). Ús í
nad Labem: Uni e zi a J. E. Pu kyně, 112–118.
Ku na , F an išek (2003): Ob ozenské las enec í anacionalismus. Příspě ek kná odnímu
aspolečenskému obsahu češs í doby ob ozenské [De au klä e ische Pa io ismus und Na io‑
nalismus. Bei ag zum na ionalen und sozialen Inhal des Tschechen ums in de Zei de
schechischen Wiede gebu ]. P aha: Ka olinum.
Lange , Gud un (1979): Das Mä chen in de schechischen Li e a u on 1790 bis 1860. S udien zu En ‑
wicklungsgeschich e des Mä chens als li e a ische Ga ung. Giessen: Wilhelm Schmi z.
Lee ssen, Joep (2014): When was Roman ic Na ionalism? The Onse , he Long Tail, he Banal, An we p:
NISE.
Lud ík, Jose Myslimí (2016): Myslimí po ho ách k konošských pu ující [De du ch das Riesengebi ‑
ge wande nde Myslimí ]. Libe ec: Bo .
Mac a lane, Robe (2004): Moun ains o he Mind. Ad en u es in Reaching he Summi . New Yo k:
Vin age Books.
Macu a, Vladimí (1976): My ologie Slá y dce y [My hologie de Toch e de Slawia].– In: Česká
li e a u a 24, 37–46.
Macu a, Vladimí (1977): Die Beziehung zu deu schen Kul u als kul u bildende Fak o au dem
Höhepunk de schechischen na ionalen Wiede gebu .– In: Seehase, Ilse (Hg.), Bei äge
zu Li e a u de schechischen und slowakischen Wiede gebu . Leipzig: Ka l ‑Ma x ‑Uni e si ä ,
70–80.
Macu a, Vladimí (1987): Ame lingů Budeč– mý us a eali a [Ame lings Budeč– My hos und
Reali ä ].– In: Wollmann, Sla omí /Benešo á, Libuše (Hgg.), Funkce ědy e ý oji slo anských
kul u [Funk ion de Wissenscha in de En wicklung de slawischen Kul u en]. P aha: Ús a
p o českou as ě o ou li e a u u ČSAV, 180–191.
Macu a, Vladimí (2015): Znamení z odu ačeské sny [Zeichen de En s ehung und schechische
T äume] (= Vyb ané spisy Vladimí a Macu y, 1). P aha: Academia.
Mácha, Ka el Hynek (1961): Pouť k konošská [Die Pilge ah ins Riesengebi ge].– In: De s., P óza
[P osa] (= Spisy Ka la Hynka Máchy, 2), 107–115.
Mácha, Ka el Hynek (2000): Die Pilge ah ins Riesengebi ge.– In: De s., „Die Liebe ging mi
mi …“ P osa, Poesie, Tagebüche . Übe se z on Eckha d Thiele. S u ga /München: Deu sche
Ve lags ‑Ans al , 151–164.
Mülle , Do a (2001): Das Riesengebi ge in de deu schen Li e a u mi Hinweisen au einige schechische
und polnische Au o en. An hologie. B no: A e.
[Musäus, Johann Ka l Augus ] (1783): Volksmäh chen de Deu schen, Band 2. Go ha: Ca l Wilhelm
E inge .
Sabina, Ka el (2010): Ob azy ak ě y snů [Bilde und Blumen de T äume].– In: Vaněk, Vác‑
la e al. (Hgg.), M í anečníci. An ologie české oman ické p ózy [To e Tänze . An hologie de
schechischen oman ischen P osa]. Příb am: Pis o ius & Olšanská, 112–126.
Sengle, F ied ich (1972): Biede meie zei . Deu sche Li e a u im Spannungs eld zwischen Res au a ion
und Re olu ion 1815–1848, Band 2. S u ga : Me zle .
44 BRÜCKEN 28/1
Sklenář, Ka el (2012): Václa K olmus. Ži o adílo a cheologa oman ika [Václa K olmus. Leben und
We k eines A chäologen ‑Roman ike s]. Roudnice nad Labem: Podřipské muzeum/Mladá
Bolesla : Muzeum Mladobolesla ska.
Smyčka, Václa (2019): In e ex české ačeskoněmecké li e a u y ( ezonance, palimpses y ače ní
pasažéři [De In e ex schechische und deu schböhmische Li e a u . Resonanz, Palimp‑
ses und Schwa ze Passagie ].– In: Pe bok, Václa /Smyčka, Václa /Tu ek, Ma ouš/Fu e‑
a, Ladisla (Hgg.), Jak psá anskul u ní li e á ní dějiny? [Wie sch eib man anskul u elle
Li e a u geschich e?]. P aha: Ak opolis, 221–249.
Tomášek, Ma in (2016): K ajiny ořené slo y. K opologii české li e a u y de a enác ého s ole í [In
Wo en gebilde e Landscha en. Zu Topologie de schechischen Li e a u des 19. Jah hun‑
de s]. P aha: Dokořán/Os a a: Os a ská uni e zi a.
T ojan, Jan (22003): Die deu sche Muse ließ sich in Böhmen küssen: Tschechische Suje s in de
deu schen Ope .– In: Koschmal, Wal e /Nekula, Ma ek/Rogall, Joachim (Hgg.), Deu sche und
Tschechen. Geschich e– Kul u – Poli ik. München: Beck, 192–199.
Třeš ík, Dušan (2008): Počá ky Přemyslo ců. Vs up Čechů do dějin (530–935) [An änge de
Přemysliden. Ein i de Tschechen in die Geschich e (530–935)]. P aha: Lido é no iny.
[Vidimský, Jan Milos ín] (1840): Beseda na Blaníku [Un e hal ung au dem Blaník].– In: Kwě y 7/41,
327–328 [un e sch ieben Milos ín].
Vocel, Jan E azim (1846): Laby in sláwy [Das Laby in h des Ruhms]. P aha: Cal e.
Vodička, Felix (1994): Počá ky k ásné p ózy no očeské. Příspě ek kli e á ním dějinám doby Jungmanno‑
y [An änge de neu schechischen schönen P osa. Bei ag zu Li e a u geschich e de Epoche
Jungmanns]. Jinočany: H & H.
Wille, B uno (1903): Die Sagenhalle des Riesengebi ges (Sch eibe hau). De My hus on Wo an ‑Rübezahl
in We ken de bildenden Kuns . Leipzig: Webe .