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Fe dinand I. und seine e s e Begegnung
mi dem König eich Böhmen und P ag 1527
im Spiegel de zei genössischen Flugblä e
und Flugsch i en*
Jana Hubko á
FERDINAND I AND HIS FIRST ENCOUNTER WITH THE KINGDOM OF BOHEMIA
AND PRAGUE IN 1527 IN THE MIRROR OF THE PERIOD LEAFLETS
The au ho examines lea le publici y and he ela ionship be ween Fe dinand I and he ci y o P a-
gue. He p ime ocus is on mos o Ge man lea le s conce ning he jou ney o Fe dinand and Anne
Jagiello om Vienna o P ague (1527), accep ance o he oyal pai by he C own owns and es a es in
Bohemia and Mo a ia, he en y in o he capi al, he King’s and Queen’s co ona ion, and he subse-
quen es i i ies. She b ie ly men ions o he ele an ypes o lea le publici y conce ning he ule ,
documen ing e en s in P ague, and he ci y’s ans o ma ions unde his ule.
KEYWORDS:
lea le ; ule ; es a es; iumphal en y; co ona ion; es i i ies; p in ing
De P o agonis unse e Kon e enz, Fe dinand I., leb e in eine b isan en Epoche. Zu
seinen Lebzei en kam es zu bedeu enden Ve ände ungen und Umwandlungen in e -
schiedenen Lebensbe eichen de eu opäischen Be ölke ung. Fe dinand und seine
Zei genossen e leb en den Au i de Re o ma ion, pe manen e Bed ohung du ch
die Tü ken, eligiöse Kon lik e und nich zule z auch die Ve ände ungen, die mi de
Ve b ei ung des Buchd ucks und mi de aschen En wicklung de ged uck en Publi-
zis ik zusammenhingen. Die illus ie en ode nich illus ie en Flugblä e und Flug-
sch i en kommen ie en alle Be eiche des Lebens. Im Rahmen dieses Bei ags möch e
ich mich Fe dinand, seine Zei und seine Beziehung zu P ag mi els dieses imme
ein luss eiche en Mediums annähe n. In de Einlei ung e wähne ich einige D ucke
zu den E eignissen, die Fe dinand den Weg zum böhmischen und unga ischen Th on
be ei e en. Dann möch e ich mich aus üh liche de ged uck en Publizis ik zu Reise
des Königspaa s nach Böhmen, zum Einzug in P ag und zu K önung widmen und im
Schluss eil möch e ich au einige wei e e hema ische K eise de Flugblä e und Flug-
sch i en au me ksam machen, die sich au das Thema unse e Tagung beziehen.
De niede ländische Fo mschneide Jan an Nieuland s ell e au seinem im
Rijksmuseum au bewah en, illus ie en Einbla d uck die sechs Kinde on Phi-
lipp dem Schönen und Johanna on Kas ilien da .1 Von links kann de Be ach e
* Diese S udie en s and dank de Un e s ü zung de Czech Science Founda ion, P ojek N .
13–16963S P ague — Residence o Fe dinand I o Habsbu g and his Cul u al Ci cle, 1526–1524.
1 Jan an NIEULANDT, Plus oul e. De zes kinde en an Filips de Schone en Johanna de Waanzin-
nige an Cas ilië, s. l. 1521–1526, Rijksmuseum Ams e dam, In . N . RP-P-1928–138.
Jana HuBKO Á 43
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Fe dinand, Ka l, Isabella, Eleono e, Ka ha ina und Ma ia sehen, inmi en be inde
sich die De ise des Spanischen Königshauses „Plus oul e“. Die Rei e po ä s de
Geschwis e e gänzen einige S ophen mi Ve sen. Die Eh enplä ze nehmen die
B üde Ka l und Fe dinand, de als ie es Kind und zwei e Sohn am 10. Mä z
1503 in Alkalá de Hena es bei Mad id gebo en wu de, ein. Nach dem Tode seines
Va e s wu de e am spanischen Ho e e zogen, nach 1518 leb e e am Ho e seine
Tan e Ma ga e he in den Niede landen. Die Zukun zweie diese Kinde — Fe -
dinand und Ma ia — beein luss en wesen lich die E b e äge zwischen den Ja-
giellonen und Habsbu ge n, die 1515 in Wien in Anwesenhei d eie Könige abge-
schlossen wu den. Diese Zusammenkun wu de zum Thema einige la einische
und deu sche Flugsch i en des Wiene Humanis en Johann Cuspinianus. Seine
la einische Sch i „Cong essus“ [Abb.1] übe se z e de P age Humanis und Buch-
d ucke Mikuláš Konáč on Hodiško ins Tschechische.2 Diese Flugsch i [Abb. 2]
wi d gewöhnlich mi den An ängen de schechisch ged uck en Be ich e s a ung
e bunden. Au dem Ti elbla sind die e s en ged uck en Wappen de Lände de
böhmischen K one zu sehen.
Fe dinand, de ku z nach dem Wo mse Teilungs e ag in seine ös e eichischen
Besi zungen ab eis e, hei a e e Anna Jagiello am 26. Mai 1521 in Linz. In den olgen-
den ün Jah en wu de e König on Böhmen, Unga n und K oa ien, E zhe zog on
Ös e eich, He zog on Bu gund, de S eie ma k, on Kä n en und K ain, Ma kg a
on Mäh en, G a on Ti ol und Gö z usw. Das alles wa eine unmi elba e Folge des
Todes Ludwigs, des le z en Königs on Böhmen und Unga n au dem Schlach eld
bei Mohács am 29. Augus 1526. De P age Mikuláš Konáč kommen ie e dieses E -
eignis mi zwei ged uck en Liede n3 und benu z e dabei zum e s en Mal in Böhmen
No end uck. Fe dinand wa zwa Ehemann de Schwes e des e s o benen Königs,
seine Ansp üche muss en jedoch die S ände alle ün Lände de Böhmischen K one
ane kennen. In E wägung kamen auch ande e Kandida en. Konáč, de 1526 auch Be-
schlüsse des Land ages d uck e, wa Zeuge de Königswahl, ja soga Mi glied de Bo -
scha , die dem kün igen König diese e euliche Nach ich in Wien mi eil e.4 Seh
2 Johannes CUSPINIANUS, CONGRESSVS AC CELEBERRIMI CONVENTVS CAESARIS MAX.
ET TRIVM REGVM HVNGARIAE, BOEMIAE ET POLONIAE, [Wien] 1515, VD16 C 6482; Mi-
kuláš KONÁČ Z HODIŠKOVA, Sgezd Cysa zske welebnos i w Wijdni a na Jasneyssych zij
K aluo, In maio i P aga, Nicolaus [Mikuláš Konáč], 1515, Knihopis Digi al N . K01666. Im
Einklang mi dem Ve zeichnis de im deu schen Sp ach aum e schienenen D ucke des
16. Jah hunde s VD16 (www. d16.de) und mi Knihopis Digi al (h p://db.knihopis.o g)
ansli e ie e ich die Incipi e sowohl de deu schen als auch de schechischen D ucke.
Ich be u e mich o angig au oll digi alisie e und allgemein zugängliche Va ian en.
3 DERS., O Ness ias ne Bi wie a Po aažce Vh uo od Ná odu Tu eckeho čiňenee A o Sm i welmi
smu nee a žalos iwee slawne panie i [!] K ále Ludwíka […], V S a ém Měs ě P ažském 1526,
Knihopis Digi al N . K01156.
4 Sněmy české od lé a 1526 až po naši dobu I: 1526–1545 [Die böhmischen Land ags e handlun-
gen und Land agsbeschlüsse om Jah e 1526 an bis au die Neuzei I: 1526–1545], P aha
1877, N . 22, S. 30, un e den Bo scha en „Von S äd en“ wu de e als Niclas Hodischaw an-
ge üh .
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wah scheinlich b ach e Konáč im Lau e de olgenden Ve handlungen auch seine
sp achlichen Fähigkei en zu Gel ung. De Be ieb seine eigenen D ucke ei wu de
jedoch 1528 beende . Danach be o zug e e die Beam enlau bahn und bekleide e bis
1543 das Am des s ell e e enden Ho ich e s. Zugleich widme e e sich seine ei-
genen li e a ischen Tä igkei .5
Fe dinands Au s ieg und die e i o ialen Ve ände ungen in Mi eleu opa lös-
en Au me ksamkei aus und die Flugblä e und Flugsch i en mi diese Thema-
ik anden in ganz Eu opa Absa z. Einige (übe wiegend anonyme) deu sche Flug-
sch i en en hal en aus üh liche Schilde ungen on Fe dinands Reise on Wien
nach P ag, des Einzugs des Königspaa s in die P age S äd e, des Ve lau s de
K önung und de dami e bundenen Fes lichkei en. Einige Flugsch i en behan-
del en diese E eignisse sepa a . Die Flugsch i , die 1527 Hein ich S eine in Augs-
bu g d uck e, be ich e e o allem übe Fe dinands Reise on Wien nach Böhmen
und seinen Einzug in P ag.6 Das Mo i de Reise be on e schon de quad a ische
Holzschni au dem Ti elbla . Diese s ell eine du ch die Landscha ziehende
G uppe on Bewa ne en da , welche die Fahne mi dem böhmischen doppel-
schwänzigen Löwen agen [Abb. 3]. In demselben Jah gab auch de Nü nbe ge
D ucke Hans He go eine Flugsch i mi diese Thema ik [Abb. 4] he aus.7 De
Be ich des E u e D ucke s Johan Loe s el üh dazu noch eine ku ze E wäh-
nung de K önung an und üg auch Nach ich en aus ande en O en hinzu.8 Die
Ve asse ande e Tex e konzen ie en sich liebe nu au die K önung des Kö-
nigs und de Königin sowie au die beglei enden Feie n.9 Manchmal e schienen die
Schilde ungen diese P age E eignisse in Kombina ion mi de Be ich e s a ung
aus ande en eu opäischen Lokali ä en.10 Einige Tex e diese Kleind ucke inden
wi (o ohne aus eichende Iden i izie ung de en sp echenden Quellen) auch au
den Sei en de Quellenedi ion des Königlichen böhmischen Landesa chi s Sněmy
české / Die böhmischen Land ags e handlungen, die sich den E eignissen des Jah es
5 Edua do FERNÁNDEZ COUCEIRO, Český u ak is ický humanismus li e á ním díle Mikuláše
Konáče z Hodiško a [De böhmische u aquis ische Humanismus im li e a ischen We k des
Mikuláš Konáč on Hodiško ], P aha 2011, S. 23–68.
6 Künigkliche Mayes a Zů Behem ñ Hunge n [e ]c. Zug nd ein ei en au die C önung gen P ag
Anno. [e ]c M.D.XXVII., Augsbu g, Hein ich S eine , 1527, VD16 K 1869.
7 Künigkliche Maies a zu Behem nd Hunge n e c. Zug nd eyn ey en / au die C önung gen
P ag. Anno e c. MDxx ii., Nü nbe g, Hans He go , 1527, VD16 K 1867.
8 Newe zey ung wie de hochgebo en Fe dina[n]dus E zhe zog Os e eych e c. zu P ag ynn Behem
mi g ossem iu[m]ph eynge i en sey, [E u ], Johann Loe s el , 1527, VD16 ZV 11521. De
Inhal e ass auch in Sněmy české I, N . 152, S. 202–203 un e Ti el „Johann Loe s el s Be-
ich …“ mi Be u ung au den Abd uck in den „Ve handl. des böhm. Museums. 1823“. Die
Au o scha wu de hie ohne E wähnung eine hand- ode lugsch i lichen Vo lage dem
E u e D ucke zugesch ieben.
9 Kü. Maies a zuo Behaim nnd Hunge n [e ]c. C önung / so zuo P ag beschehen is an sand Ma -
hias ag des heiligen Zwel po en / de da gewesen is den xxiiij. Tag des Mona s Feb ua ii / im
1527.ja / is hie in in disem büchlein ku zlich besch iben, s. l. 1527, VD16 ZV 25888.
10 De Königlichen Du chlauch zu Beheim E zhe zog Fe dinandus […] Königkliche C önung zu
P ag im 1527 Ja , s. l. 1527, VD16 K 1863.
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1527 widmen.11 Auch manche äl e e g undlegende S udien schöp en aus diesen
Flugsch i en.12
Die olls ändigs e Schilde ung des Geschehens on de Aus ah des Königs aus
Wien bis zu Nachklängen de K önung b ing eine Flugsch i , die in de O izine de
E ben on Ma hias Schü e in S aßbu g e schienen is [Abb. 5].13 Aus diesem G und
bilde ge ade sie die Haup s ü ze ü die olgenden Zeilen. Im Einklang mi ande en
Flugsch i en un e scheide auch de anonyme Ve asse dieses Tex es den ös e -
eichischen, mäh ischen und böhmischen Teil de Reise des Königspaa s nach P ag.
Fe dinand, seine Gemahlin und ih zahl eiches Ge olge e ließen Wien am Mon ag
den 21. Janua und übe nach e en in Ko neubu g. Danach eis en sie übe S ocke au
(22. 1.), Hollab unn (23. 1.) und Rogendo (24. 1.). Den olgenden Tag übe sch i en sie
die mäh ische G enze und wu den on den Bü ge n de königlichen S ad Znaim/
Znojmo emp angen. Do e b ach e das Königspaa auch den olgenden Tag, den
Sams ag den 26. Janua . Dann zog de Zug du ch die Besi zungen des He n B nický
on Walds ein in Mäh isch Budwi z/Mo a ské Budějo ice und Pi ni z/B nice und
am Diens ag den 29. Janua wu de de König on den Bü ge n de königlichen S ad
Iglau/Jihla a emp angen.
Am Mi woch den 30. Janua übe sch i Fe dinands Zug die mäh isch-böhmi-
sche G enze, die de Fluss Jihla a/Igel bilde e. Au de böhmischen Sei e wa e en
die böhmischen He en mi P age n und 600 bewa ne en Rei e n. Als de König und
seine Gemahlin das böhmische Land be a en, wu den sie mi eine ku zen Rede be-
g üß . Danach las de Obe s kämme e de Böhmischen K one Ja osla on Schellen-
be g den la einischen Tex des Eides des Königs o . De König soll e sich — ähnlich
wie die o he igen Könige — e p lich en, dem Land und seinen S änden ih e F ei-
hei en, P i ilegien und al en Gewohnhei en zu belassen und die Ganzhei und Un eil-
ba kei de Böhmischen K one zu ga an ie en. Fe dinand leis e e in diesem Momen
zwa keinen Eid, doch zeig e e seine Zus immung und wäh end des Vo lesens des
Tex es leg e e seine ech e Hand au seine B us .
11 Sněmy české I, N . 203–229, S. 202–229.
12 An onín REZEK, Geschich e de Regie ung Fe dinands I. in Böhmen I. Wahl und Regie ungs-
an i , P aha 1878; DERS., Jednání Čechů , Mo a anů i Slezanů s Fe dinandem I. e Víd-
ni a ko uno ace k álo ská P aze [Die Ve handlungen de Böhmen, Mäh e und Schlesie
mi Fe dinand I. in Wien und die Königsk önung in P ag], Časopis Českého Musea 51,
1877, S. 334–372; DERS., No é příspě ky k olbě české . 1526 a k počá kům Fe dinando y lá-
dy zemích ko unních [Neue Bei äge zu böhmischen Wahl 1526 und zu den An ängen
on Fe dinands Regie ung in den K onlände n] (Z pojednání K ál. české společnos i nauk
řady VI, díl 11), P aha 1882; DERS., Z olení a ko uno ání Fe dinanda I. [Die Wahl und K ö-
nung Fe dinand des E s en zum böhmischen König], P aha 1877.
13 Küniklyche mages a zn Behem nd Hunge n [e ]c. Züg nd eyn ey en / au die C oenung gen
P ag Anno e c. M.D.XX ij, S aßbu g, Ma hias Schü e (E ben), 1527, VD16 K 1868. Die-
se Tex en sp ich eine „gleichzei igen Kopie im k. k. Wiene S aa sa chi . Böhmen
I. 1400–1570“, die als Un e lage ü Besch eibung de K önungs eise Fe dinands I. und sei-
ne Gemahlin Anna nach P ag und de K önungs eie daselbs dien e. Sněmy české I, N . 155,
S. 205–213.
46 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015
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In de nahen S ad Deu schb od/Německý B od schlossen sich die obe s en
böhmischen Landesbeam en (de Obe s kämme e Ja osla on Schellenbe g, de
Obe s e Land ich e Zdisla Be ka on Dubá, de Obe s kanzle Adam on Neuhaus,
de Obe s e No a ius Radsla Beřko ský),14 iele He en und Ri e und auch die
Ve e e de S äd e dem Zug an. Den He en on Rosenbe g eil e Fe dinand Eh-
enplä ze im königlichen Hau en zu. Einige Tausend Baue , die e p lich e wu den,
im Be gwe k in Ku enbe g/Ku ná Ho a zu a bei en, beg üß en den König au eine
Höhe zwischen Deu schb od und Tschaslau/Čásla . Denselben Tag zog de Zug in die
le z genann e S ad ein.
Besonde s es lich wa de Einzug in die königliche S ad Ku enbe g am 1. Fe-
b ua . Im Feld zwischen Tschaslau und Ku enbe g wu de de König on wei e-
en Adeligen aus e schiedenen O en de Böhmischen K one, ih en Diene n und
200Rei e n in Bekleidung e schiedene Fa ben beg üß . Mi diesen He en kamen
au sechs Wagen ih e F auen, ande e Adeligen sowie die eichs en Bü ge innen on
Ku enbe g. Die Königin wu de on diesen F auen emp angen und alle Anwesenden
beglei e en Fe dinand und Anna in die S ad bis zu Münzs ä e, wo das Königspaa
un e geb ach wu de. In diese S ad e b ach e de König zwei Tage und besich ig e
das Be gwe k und die Schmelzhü en. Am Mon ag den 4. Feb ua zog de König in
seine S ad Böhmisch B od/Český B od ein.
Am Diens ag den 5. Feb ua e ließ Fe dinand Böhmisch B od und mach e sich
au den Weg nach P ag. Nach 4 Meilen blieb de Umzug s ehen und unge äh um
3Uh nachmi ags zog de König in die Haup s ad ein. So de Tex diese Flugsch i .
Ande e Quellen e wähnen das F ühs ück des Königs im Schloss Malešice, das im
Besi z de Neus ad P ag wa . Hie e wa e en wei e e böhmische Adelige mi dem
Obe s en Bu gg a en Zdeněk Le on Rosen al an de Spi ze den neuen König. Die
einzelnen G uppen des Zugs eih en sich o dem nahen Wäldchen au .15
De Ve asse des Flugbla ex es besch ieb aus üh lich alle Teile des Zugs ein-
schließlich de Reihen olge, Bekleidung, Auss a ung und Anzahl de einzelnen Teil-
nehme g uppen. Nach seinen Angaben nahmen 3381 Rei e an diesem Einzug eil.
De Zug [Beilage 1] wu de nach al en B äuchen geo dne , die bei den königlichen Ein-
zügen in die Haup s ad ode bei den Huldigungs eisen in die Haup s äd e de ein-
e leib en Lände eingehal en wu den. De An ang des Zugs wa den Einheimischen
o behal en. An de Spi ze i de Haup mann de S ad P ag mi seinen Rei e n und
P age Spieß äge n, dann olg en iele böhmische Adelige, o allem de Obe s e
Bu gg a Zdeněk Le on Rosen al mi seine G uppe on 380 in b aun, g ün, gelb
gekleide en Schü zen au P e den. Dann olg e eine g oße G uppe des königlichen
Ho gesindes. Das Königspaa i nebeneinande inmi en des Umzugs. Eine adi-
ionelle ze emonielle Rolle spiel e de Obe s kämme e Ja osla on Schellenbe g,
de in Abwesenhei des Obe s ma schalls o dem König mi gezück em Schwe i .
Das zeig anschaulich de Holzschni au dem Ti elbla eine ande en Flugsch i
14 U sp ünglich: Ja oslaus on Schellenbe g, Zdislauß Be ka, Adam on Newhauß, Ra ißlaus
Be zkowosky.
15 Václa Vladi oj TOMEK, Dějepis měs a P ahy XI [Geschich e de S ad P ag], P aha 1897,
S. 36.
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[Abb.4], die die Spi ze des Umzugs mi dem Obe s kämme e und dem nebeneinan-
de ei enden Königspaa da s ell .16
Eine ie el Meile o P ag, im Be eich de Weinbe ge, e wa e en den König 300
schön gekleide e Juden mi ih en Geis lichen und Sänge n. Sie ugen einen Balda-
chin mi den Zehn Gebo en und ba en um die Bewilligung, bei ih em Glauben, ih en
Gewohnhei en und ih en O dnungen bleiben zu können. Fe dinand e sp ach es
ihnen. Nu zwei Mona e spä e bes ä ig e Fe dinand dem D ucke Ge son ben Sa-
lomon Kohen das lebenslängliche Monopol au den D uck heb äische Büche nich
nu in P ag, sonde n im ganzen König eich Böhmen.17 Danach wu de de König on
den u aquis ischen Geis lichen und on de P age Uni e si ä beg üß , und e e -
sp ach auch diesen, ih e Rech e und F eihei en zu bes ä igen.
Um d ei Uh nachmi ags nähe e sich de Umzug dem e s en P age To (Be g-
o ). Do wu de de König om Bü ge meis e und den Schö en de e bundenen
Al en und Neuen S ad P ag emp angen, die ihm nach al em B auch die Schlüssel de
beiden S äd e übe gaben. Die Ob is en de S ad a en on beiden Sei en zum König,
und beglei e en ihn du ch die Al - und Neus ad . An de G enze de S ad , in de
Mi e de Ka lsb ücke, wa e en de Bü ge meis e und de Ra de Kleinsei e. Auch
diese übe gaben dem He sche die Schlüssel und beglei e en ihn du ch die Gassen.
Die Bü ge und Bewohne alle d ei S äd e bilde en ein Spalie und s anden om e s-
en Pos en bis zum Ende de Kleinsei e in ih en Ha nischen, mi ih en Zun banne n
und Fahnen, Pa esen, Büchsen, „All und Schweinspiessen“ und ande en Wa en. Au
dieselbe Weise wu de das Königspaa on de S ad H adschin emp angen.
Danach begab sich de Zug schon unmi elba „au san Wen zels be g“, di ek
o dem Schlossa eal. Die P ies e scha des S .-Vei -Kapi els mi den P äla en des
ganzen König eichs gingen dem König und seine Gemahlin in eine P ozession en -
gegen. Zue s wu den sie om „P age P obs “18 emp angen und dann wu den sie
du ch den Vo ho in den Vei sdom ge üh . Wäh end des klang ollen Singens Ad e-
nis i deside abilis19 wu den Fe dinand und Anna in die Wenzelskapelle ge üh und
do knie en sie zum Gebe niede . Dann e ön e Te Deum laudamus. Das königliche
16 Künigkliche Maies a zu Behem nd Hunge n […], VD16 K 1867.
17 Olga SIXTOVÁ, Žido ské iská ny a iskaři P aze 1512–1670 (1672) [Jüdische D ucke eien
und D ucke in P ag 1512–1670 (1672)], in: Dies. (ed.), Heb ejský knih isk Čechách a na
Mo a ě, P aha 2012, S. 33–74, hie S. 39.
18 So bezeichne de Ve asse de Flugsch i (VD16 K 1867) E ns on Schleini z, den P ops
de S . Vei s-Kapi els in den Jah en 1509–1548. Vgl. An onín PODLAHA, Se ies p aeposi-
o um, decano um, a chidiacono um, alio umque p ela o um s. me opoli anae ecclesiae P agen-
sis a p imo diis usque ad p aesen ia empo a, P aha 1912.
19 Mi diesem Gesang beg üß e de Kle us schon den König Wenzel II. bei seinem Einzug
in P ag 1283. Mlada HOLÁ, „Fui hono i ice suscep us“. Holdo ací ces y českých pano níků do
V a isla i pozdním s ředo ěku [Die Huldigungs eisen böhmische He sche nach B es-
lau im Spä mi elal e ], in: Lenka Bobko á — Jana Kon ičná (edd.), Rezidence a sp á ní
celky zemích České ko uny e 14.–17. s ole í (Ko unní země dějinách českého s á u III),
P aha 2007, S. 273–300, hie S. 274, Anm. 5. Hie auch eine we olle Übe sich de Li e-
a u zu den Einzügen de He sche in die Haup s äd e.
48 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015
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Paa wu de zum Hochal a ge üh und auch do knie en sie au dem ü sie o be-
ei e en Pla z niede . Die adeligen Jung auen und die o nehms en He scha en
olg en Fe dinand und Anna nach. Inzwischen wu de es dunkel und das königliche
Paa wu de un e Beleuch ung on Fackeln und Ke zen ins Schloss zu Abendmahl-
zei und in ih e Gemäche ge üh .
Die K önung soll e u sp ünglich am 17. Feb ua s a inden, sie muss e jedoch au
den 24. Feb ua e schoben we den. Eine de Haup u sachen wa en ohne Zwei el
die Ve handlungen des Königs mi den mäh ischen, schlesischen, obe - und niede -
lausi zischen S änden. De König muss e noch übe einige Punk e des Ve lau s de
K önung en scheiden. Eine de Flugsch i en [Abb. 6] e ass auch Fe dinands En -
scheidung übe den S ei zwischen den böhmischen He en und de Ri e scha
um das T agen de K önungskleinodien bei de K önung.20 Mi den K önungsze e-
monien wa en jedoch noch wich ige e F agen e bunden. De neue König und sein
Ra , de Bischo on T ien , ha en sich mi dem böhmischen K önungso do schon
im Lau e de o he igen Ve handlungen e au gemach . Im Zusammenhang mi
diesen Be a ungen en s and wohl auch de la einische Tex Ce emoniae obse a ae in
co ona ione Fe dinandi I. egis Bohemiae anno 1527, de in de Edi ion Die böhmischen
Land ags e handlungen publizie wu de.21 Diese ass e die Gesänge und O a ionen
zusammen, die bei den K önungen de böhmischen Könige gesungen und ausge-
sp ochen we den soll en. Die K önungs i uale g ünde en au den Bes immungen
des K önungso do Ka ls IV., de bei de Konzipie ung auch die K önungs adi io-
nen de přemyslidischen Könige be ücksich ig ha e.22 Im Einklang dami e wähn
auch das ange üh e la einische Dokumen die üh ende Rolle des P age E zbischo s
und de Tex echne auch mi de Mi wi kung de Bischö e on Olmü z und on
Lei o mischl/Li omyšl. Diese Rollen e eilung konn e alle dings im Jah e 1527 nich
ealisie we den, weil de P age E zbischo ss uhl ab 1425 nich bese z wa . Wegen
diese langen Sedis akanz muss e schließlich de Bischo on Olmü z die Haup olle
des E zbischo s on P ag übe nehmen und die K önungs i uale e lie en un e Mi -
wi kung de Bischö e on B eslau und T ien . Im Ve gleich mi Ka ls K önungso do
wu de auch die Reihen olge de einzelnen Sch i e de K önung abgeände [siehe
Beilage 2: Tabelle de Phasen de K önung]. Das bezeug auch de Tex de oben e -
wähn en Flugsch i , de die olgenden In o ma ionen en häl .23
20 Kü. Maies a zuo Behaim nnd Hunge n […], VD16 ZV 25888, ol. Aiii .
21 Sněmy české I, N . 156, S. 213–222.
22 Jose CIBULKA, Český řád ko uno ační a jeho pů od [De böhmische K önungso do und
sein U sp ung], P aha 1934, S. 100, 101; Jiří KUTHAN — Mi osla ŠMIED (edd.), Ko uno-
ační řád českých k álů [De K önungso do de böhmischen Könige], P aha 2009. Vgl. Beni-
a BERNING, „Nach all em löblichen Geb auch.“ Die böhmischen Königsk önungen de F ühen
Neuzei (1526–1743), Köln — Weima — Wien 2008; Václa ŽŮREK, Ko uno ační řád Ka -
la IV. jako i ualizo aný pano nický p og am [De K önungso do Ka ls IV. als i ualisie -
es He sche p og amm], Časopis Ná odního muzea. Řada his o ická 176, 2007, N . 3–4,
S. 105–143.
23 Küniklyche mages a zn Behem nd Hunge n […], VD16 K 1868. Besch eibung de K önung
des Königs ol. Bii –Biiii .
Jana HuBKO Á 49
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Das Ri ual begann mi dem Zug on de „Tü des Königpalas es gegenübe de
S .Geo g Ki che“24 in die Ka hed ale um 7 Uh mo gen. An de Spi ze gingen die
Geis lichen: P age Domhe en, Äb e, P öps e und d ei Bischö e (B. on Olmü z,
B eslau, T ien ). Dann wu den die Op e gaben und K önungskleinodien ge agen.
D ei Ri e (1 E bschenk und 2 E b uchsesse) ugen ein e golde es Wein ässchen
und zwei e golde e B o e, He Opl on Fic um ug das Schwe des hl. Wenzel, de
Obe s e Land ich e Zdisla Be ka ug das Zep e , de Kanzle Adam on Neuhaus
ug den Ap el und die K one wu de om Obe s en Bu gg a Zdeněk Le on Rosen-
al und zwei (nach einigen Quellen d ei) He en on Rosenbe g ge agen. Danach
sch i Fe dinand im o en, mi He melin e zie en E zhe zogsman el, mi E zhe -
zogshu und goldenem K euz. Dann olg en de päps liche Gesand e ( ech s) und de
Gesand e des Königs on England (links). Dann e schienen die Ma kg a en on B an-
denbu g (Casimi und Geo g), die unga ischen Gesand en und eine lange P ozession
on G a en, He en und Ri e n.
Die Op e gaben wu den au den Al a geleg und die Adeligen e sammel en sich
im Cho . Dann olg e das Gebe des Königs o dem Hochal a . De Bischo on Ol-
mü z sp ach den Segen übe den König. Fe dinand wu de zum Th on ge üh , de
sich ün Sch i e o dem Hochal a be and, die He en mi den K oninsignien
s anden neben ihm. Dann olg e die Akklama ion. Zdeněk Le on Rosen al sp ach
die ganze Ve sammlung seh lau an und ag e d eimal, ob die S ände Fe dinand
als König haben wollen. Die S ände an wo e en eben alls d eimal: „wi wollen, wi
wollen, wi wollen“ und danach e ön en T ompe en. Hie onymus Rizzi, P ops des
Doms in T ien , hiel eine länge e la einische P edig . Dann zeleb ie e de Bischo
on Olmü z eine g oße gesungene Messe mi O geln, Posaunen, Zinken und T om-
pe en. Nach Glo ia in excelsis ging de König zum Hochal a , iel mi dem Gesich zum
Boden und die Bischö e, Äb e und P öps e sangen die Li anei übe ihm. Dann olg e
die Salbung, de Bischo on Olmü z salb e den König an Kop , Schul e n und Hän-
den. Dem König wu de die Alba, S ola und de goldene königliche Cho man el ange-
zogen, e wu de zum Hochal a ge üh und e hiel den bischö lichen Segen. Danach
op e e e zwei e golde e B o e, ein e golde es Wein ässchen und 100 Duka en. De
olgende Teil des Ri uals s ell e die Übe gabe de Insignien da . De Bischo on Ol-
mü z gab Fe dinand das Wenzelsschwe und se z e ihm die K one au das Haup .
De König e hiel auch das Zep e und den Ap el. Dann e ön en T ompe en und de
Cho sang Te Deum laudamus. Fe dinand mi de K one, dem Zep e und Ap el wu de
zum Th on ge üh , das Schwe wu de ihm he o ange agen. Dann b ach en die
Bischö e das E angelia , de König leg e die K one ab und las die en sp echende Pas-
sage aus dem Johannese angelium, die de Bischo on Olmü z danach sang. Als die
Messe zu Kommunion kam, wu de de König zum Al a ge üh , e knie e niede ,
emp ing das Sak amen und keh e zum Th on zu ück.
Nach de Messe o de e de Obe s e Bu gg a Zdeněk Le die im Cho e sam-
mel en S ände zum Eid au und diese huldig en dem König. Sie a en zu ihm, e -
beug en sich o ihm und be üh en mi zwei Finge n die K one au dem Haup des
Königs. Danach eich e He Opl on Fic um dem König das Wenzelsschwe und de
24 V. V. TOMEK, Dějepis XI, S. 39.
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neue He sche schlug meh e e Adelige zu Ri e n, da un e die beiden Ma kg a en
on B andenbu g und 12 königliche Edelknaben, die im Lau e de Messe b ennende
Ke zen hiel en. Nach dem Ri e schlag e ließ de Umzug die Ki che. De König
sch i zum Schloss, ging un e dem Schall de T ompe en du ch den g oßen Saal
(Wladislawsaal) und be a den Raum, in dem sich das Am de Land a eln be and.
Do and das Fes mahl ü den König, die Königin, die Gesand en, ü die geis lichen
und wel lichen Fü s en und diejenigen, die Insignien und Op e gaben ugen, s a .
Königin Anna, die ge ade an diesem Tag die T aue kleidung (wegen ih es e s o be-
nen B ude s) ableg e, kam in p äch igen Kleide n in Beglei ung ih es Ge olges.
Die Ve asse de Flugbla ex e besch ieben meh ode wenige aus üh lich auch
die K önung de Königin Anna, die am Mon ag den 25. Feb ua 1527 s a and. Lau
de selben, in S aßbu g e schienenen Flugsch i wu de die „Kü. M. Gemahel“ so-
wohl on ih en F auen in asch a benen Damas kleide n mi silbe nen S icke eien
und „Sama en Pane en, mi Pe lin“ als auch on ielen böhmischen und emden
F auen und Jung auen in he lichen, mi Gold und Silbe e zie en Kleide n beglei-
e . Sie ug einen silbe nen, mi Zobel ge ü e en Man el und da un e ein o gol-
denes, mi p äch igen Pe len e zie es Kleid an. De König sch i zu ih e ech en
Hand in einem goldenen, mi Zobel ge ü e en Man el. De Ma kg a Casimi üh e
die Königin, sein B ude Geo g ug die Schleppe ih es Rocks. Genauso wie bei de
K önung des Königs gingen auch je z die Gesand en, Bischö e, P äla en, G a en, He -
en und Ri e in P ozession, nu de kaise liche Gesand e, de e s nach de K önung
des Königs ankam, ging neben dem päps lichen und englischen Gesand en. Einen
wich igen Pla z nahmen die böhmischen Adeligen mi den Kleinodien ein, die dies-
mal nu die K one, das Zep e und den Ap el ugen, weil das Schwe nu dem König
o ge agen we den du e. Als Ih e königliche Hohei in die Ki che kam, knie e sie
gemeinsam mi Fe dinand o dem Al a . Dann se z e sich de König au seinen S uhl,
wäh end „die Künigin so lang biß man e lich O a ion ob j gelesen / knyend o dem
Al a “ blieb. Danach wu de sie zum mi Gold e zie en Th on ge üh , de sich in-
mi en des Cho s be and und do knie e sie au eine Weile niede . Als die Äb issin
des S . Geo gsklos e s mi de es lichen K one au ih em Haup do hin kam, wu de
Anna wiede zum Al a ge üh und do blieb sie „mi dem Angesich nahend zu
de E den“ knien, zwischen de s ehenden Äb issin und Annas Ho meis e in. Nach
dem Lesen und de Salbung, die de Bischo on Olmü z de Königin an ih en Hän-
den und am Hals o nahm, op e e sie — genauso wie de König — Wein, B o und
Gold und sie wu de om Al a in ein zie liches Tabe nakel gelei e . Do nahmen die
Äb issin und die Ho meis e in de Königin Anna ih e mi Gold und Pe len e zie e
Haube und ih en o en, mi Pe len ges ick en Pane ab und sie wu de mi au gelös-
en Haa en wiede zum Al a ge üh . Nach einigen Wo en, die übe sie de Bischo
aussp ach, hiel Le on Rosen al eine länge e schechische Rede und ag e da au ,
ob die Böhmen Anna „zu eine Künigin haben wöl en“. Die Angesp ochenen an wo -
e en lau : „Ja / wi wöllen sie haben“. Dann se z e de Bischo on Olmü z die K one
de Königin au ih Haup und auch das Zep e und de Ap el wu den ih übe geben.
Danach e schall en Posaunen und T ompe en, es wu de Te Deum laudamus gesungen
und die Königin mi de K one, dem Zep e und mi dem Ap el wu de wiede zum
Th on ge üh .
Jana HuBKO Á 57
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ANHANG 1: FERDINANDS EINZUG IN PRAG (1527) — ZUGORDNUNG38
Spi ze des Umzugs
• Haup mann de Haup s ad P ag mi seinen bewa ne en Rei e n — 250 P e de
• P age Spieß äge — 40 P e de
• 1. G uppe on böhmischen Adeligen — 86 P e de
• 2. G uppe on böhmischen Adeligen — 108 P e de
• He Mal zan mi seinem Ge olge — 12 P e de
• 3. G uppe on böhmischen Adeligen — 144 P e de
• Zdeněk Le on Rosen al mi seinen Schü zen — 380 P e de
• Böhmische Rei e — 32 P e de
K. M . zu Beheim Ho gesind
• Schü zen des Ma kg a en Casimie on B andenbu g — 50 P e de
• Schü zen des Bischo s on T ien — 40 P e de
• Gemisch e G uppe on Schü zen — 54 P e de
• 120 Rei e de He en on Rosenbe g — 120 P e de
• Schü zen und Spieß äge aus Niede ös e eich, S eie ma k und Kä n en —
380 P e de
• Ho spieß äge und Spieß äge aus Ti ol — 210 P e de
• 22 königliche Edelknaben — 22 P e de
• Gemisch e G uppe on böhmischen und de zum Ho gehö enden He en —
94 P e de
• T ompe e und Hee pauke de Königin und des Königs — 17 P e de
• E liche „mäch ige, gu angekleide e böhmische He en“ — 32 P e de
• Königliche He olde („Eh holden“) und „Pe se an en“ — 3 P e de
• Ja osla on Schellenbe g mi dem gezück en Schwe — 1 P e d
• König Fe dinand und Königin Anna, nebeneinande — 2 P e de
• 50 T aban en mi ih en Helleba den — 50 P e de
• 12 Jung auen de Königin, ih e Diene und zwei Sän en de Königin — 34 P e de
• 10 Wagen mi dem Ge olge („F auenzimme “) de Königin — 40 P e de
• Ha schie und e liche Nach abe mi Spießen — 80 P e de
• 140 böhmische schwa z und b aun gekleide e Schü zen — 140 P e de,
• Rei e mi dem b aunen und gelben bu gundischen K euz — 30 P e de
• Rei e in Gold a be mi blau e b äm — 20 P e de
• Gemisch e G uppe des Ho gesindes — 60 P e de
• 4 Kamel ie e, 2 geladen, 2 ungeladen
• Wei e e königliche O izie e und Ho gesinde — 400 P e de
• Land olk om Adel — 400 P e de
Gesam zahl — 3381 P e de
38 E a bei e au g und de Flugsch i Küniklyche mages a zn Behem nd Hunge n [e ]c. Züg
nd eyn ey en / au die C oenung gen P ag Anno e c. M.D.XX ij, S aßbu g, Ma hias Schü-
e (E ben), 1527, VD16 K 1868.
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ANHANG 2: PHASEN DER KRÖNUNG FERDINANDS I. 1527
(IM VERGLEICH MIT DER KRÖNUNGSORDNUNG KARLS IV.)39
Umzug (A1)
Gebe des Königs o dem Hochal a
Segen/Weihegebe e (E?): Bischo on Olmü z
Akklama ion (C): Zdeněk Le on Rosen al (3 F agen), S ände (3 An wo en)
P edig (A 2): Hie onymus Rizzi, P ops des Doms in T ie
Eid des Königs (P) — bezeugen ande e Quellen
Messe (F): Bischo on Olmü z
Li anei (D): Bischö e, Äb e und P öps e singen übe dem o dem Al a liegenden
König
Salbung (G): Bischo on Olmü z
Einkleidung (H): Alba, S ola, Cho man el
Segen des Königs am Al a (M)
Op e gaben des Königs: 2 e golde e B o e, 1 e golde es Fässchen und 100 Duka en
Übe gabe de Insignien (L): Bischo on Olmü z
Reihen olge: Schwe , K one, Zep e und Ap el
Te Deum laudamus (O2): T ompe en, Cho
In h onisie ung (N): De König wi d zum Th on ge üh , die Bischö e b ingen das
E angelia
Vo lesen des E angeliums (F): König lies die Passage des Johannese angelium o ,
de Bischo on Olmü z sing dieselbe Passage
Kommunion: De König emp äng das Sak amen und keh zum Th on zu ück
Huldigung de S ände (O1): Zdeněk Le on Rosen al o de die S ände zum Eid au .
Sie e en nacheinande zum Th on zu und leis en den Eid
Ri e schlag: 2 Ma kg a en on B andenbu g, 12 Edelknaben des Königs
39 E a bei e au g und de Flugsch i Küniklyche mages a zn Behem nd Hunge n [e ]c. Züg
nd eyn ey en/ au die C oenung gen P ag Anno e c. M.D.XX ij, S aßbu g, Ma hias Schü e
(E ben), 1527, VD16 K 1868 und au g und de Schemen on Jose CIBULKA, Český řád ko-
uno ační a jeho pů od, P aha 1934, S. 100, 101. Buchs aben in Klamme n bezeichnen en -
sp echende Sch i e im K önungso do Ka ls IV.
Jana HuBKO Á 59
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RÉSUMÉ:
Wi h ega d o he p esen ed ypes o lea le publici y, one ha can be bes e alua ed is a g oup
o anonymous lea le s in Ge man ha gi e accoun o he a i al o Fe dinand I o he Kingdom
o Bohemia (1527), his en y in o he capi al, co ona ion, and he subsequen es i i ies. These
small p in s documen he i s encoun e o new ule and his wi e wi h he Kingdom o Bohemia,
he Land Es a es and owns in he C own Lands, in pa icula Bohemia and Mo a ia. Some we e
published wi hou imp essum, o he s we e p oduced by p in e s in Reich owns (Nu embe g, E u ,
S asbou g). Thei con en bea s wi ness o he solid exchange o in o ma ion be ween he Bohemian
milieu and he Reich owns, esul ing om he unc ional collabo a ion be ween Bohemian au ho s
and p in e s and hei p o essional coun e pa s in he Reich owns, no ably in Nu embe g.
The au ho o au ho s o he concep ion o his class o p in s had a good o e iew o he
condi ions in he Kingdom o Bohemia, eco ded a numbe o cus oms associa ed wi h he
ule ’s en y and he co ona ion ce emonies. The con en o hese lea le ex s e iden ly comes
om one sou ce. The iches sum o in o ma ion is p o ided by a lea le p in ed in S asbou g. The
con en is hen epublished sepa a ely (jou ney and en y / co ona ion and es i i ies), ab idged o
expanded acco ding o he p in e ’s needs and he na u e o he p in , o supplemen ed wi h news
om elsewhe e. These lea le s se ed well o p esen he new King and o highligh he adi ions o
he Kingdom o Bohemia, whose bea e s we e la gely p o incial o icials and he Bohemian Es a es.
Pe sonali ies able o concei e such a ex and ha ing he necessa y in o ma ion, con ac s, language
skills, and expe ience o ansla ions o lea le ex s we e no so nume ous. As a con ac pe son who
had al eady been engaged in his a ea we can conside , a leas hypo he ically, he P ague humanis
and p in e Mikuláš Konáč o Hodiško . This is in keeping wi h his subsequen o icial ca ee o
many yea s in he se ice o Fe dinand I.
S udy o he lea le ex s shows ha hei con en in luenced ou no ions o his o ical e en s
mo e han we usually ealise. F om he 16 h o he 19 h cen u y hese p in s (o hei manusc ip
models o ansc ip ions) se ed as a sou ce o his o iog aphic knowledge, which was some imes
knowledge ecei ed wi hou any special sou ce c i icism. Fo hei indispu able impo ance some o
hese ex s ( hough wi hou su icien ly accu a e iden i ica ion da a) we e included in a key edi ion
o sou ces, “Bohemian Assemblies”.
Mg . Jana Hubko á, Ph.D., specialises in he his o y and social unc ions o Mode n Age p in
media. She wo ks as a his o ian in he Municipal Museum o Ús í nad Labem and collabo a es
on a numbe o esea ch- ela ed and educa ional p ojec s wi h Czech and o eign ins i u ions
(hubko a@muzeumus i.cz).