Fo s mann, Alb ech
A icle
Zu Theo ie de Beschä igung (II)
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Fo s mann, Alb ech (1949) : Zu Theo ie de Beschä igung (II), Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 69, Iss. 5, pp. 31-77,
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543] 31
Zu Theo ie de Beschä igung (II)
Von
Alb ech Fo s mann, Be lin
C. Die A en de Beschä igung
Die o au gegangenen Fes s ellungen übe die wesen lichs en Zu-
sammenhänge des wi scha lichen K eislau geschehens und de die-
ses Geschehen bes immenden Fak o en haben gezeig , daß ein Teil de
lau enden Einkommen dem Ve b auch dien und daß diese Ve b auchs-
quo e des lau enden Einkommens en sp echend dem Gese z om ab-
nehmenden Ve b auchszuwachs mi zunehmendem Einkommen ela i
abnimm . Da nun de dem Ve b auch dienende Teil des lau enden
Einkommens de Anscha ung on Ve b auchsgü e n dien , so be-
deu e das, daß ein dem Um ange de Nach age nach Ve b auchs-
gü e n en sp echende Teil de Be ölke ung in de Ve b auchsgü e -
indus ie als de en P oduk ions ak o en beschä ig is .
Bei de Beu eilung de Wi kungen de E spa nisse wa zunächs
eine Un e scheidung hinsich lich ih e Ve wendungsmöglichkei en e -
o de lich. Es wu de es ges ell , daß die E spa nisse g undsä zlich
en wede geho e ode abe in es ie we den können. De geho e e
Teil de E spa nisse scheide aus de Dynamik des wi scha -
lichen K eislau geschehens aus und is dahe ohne ak i en Ein luß au
den Um ang de Beschä igung inso e n, als du ch ihn keine S eige-
ung im Um ange de Beschä igung e eich we den kann. De in-
es ie e Teil de lau enden E spa nis hingegen dien de E s ellung
on Realin es ie ungen, zu de en E s ellung ein ande e Teil de Be-
ölke ung als de en P oduk ions ak o en Beschä igung inde .
Es lassen sich also zwei g undsä zliche A en de Be-
schä igung un e scheiden, die den A en de ak i en Ve wen-
dung des lau enden Einkommens sinngemäß en sp echen, und zwa
einmal die Beschä igung in de Ve b auchsgü e -
e zeugung und zum ande en die Beschä igung in de
Realin es ie ung. Zwischen beiden A en de Beschä igung
bes ehen bes imm e Zusammenhänge und Abhängigkei en, die be ei s
in den o au gegangenen Be ach ungen angedeu e wu den und die
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32 Alb ech Fo s mann [544
in den olgenden Un e suchungen noch e was eingehende analysie
we den müssen.
Wie be ei s es ges ell wu de, haben die mone ä en Ta bes ände
und Vo gänge bes imm e gü e wi scha liche En sp echungen, die in
einem ganz bes imm en Ve häl nis zueinande s ehen müssen, wenn
S ö ungen im wi scha lichen Ablau e mieden we den sollen. Fü
sie gel en auch ganz bes imm e Vo ausse zungen, wenn eine be-
s ehende „P oblema ik" de Beschä igung übe wunden we den soll.
Diese Zusammenhänge sind dahe zunächs ku z zu be ach en.
Die Ta sache, daß E spa nisse gemach we den, bedeu e gü e wi -
scha lich gesehen, daß die P oduk ions ak o en de Ve b auchsgü e -
e zeugung einen Teil de on ihnen e zeug en Gü e nich e b auchen,
sonde n da au e zich en, um da ü einen Ansp uch zu e we ben,
den sie in ande e Weise e wenden wollen. Diese „e spa e" Teil des
lau enden Einkommens wi d
—
ce e is pa ibus
—
um so g öße sein, je
besse die echnische P oduk i i ä is .
Die Gü e , au de en E we b die P oduk ions ak o en de Ve -
b auchsgü e e zeugung dadu ch e zich en, daß sie E spa nisse machen,
müssen nun abe
—
wenn es sich bei ihnen nich um eine Fehlp oduk-
ion handeln soll
—
ande wei ig Ve wendung inden. Das kann abe nu
dadu ch geschehen, daß sie on ande en Pe sonen gekau we den, die
Beda nach ihnen haben und die zwa auch übe Kau mi el e ügen,
mi de en Hil e sie diese Gü e kau en können, die diese Kau mi el
abe nich als P oduk ions ak o en in de Ve b auchsgü e e zeugung
e wo ben haben, die also ih e sei s nich die am Ma k be indliche
Menge liquide Ve b auchsgü e e meh haben dü en.
Diese Fo de ung kann nu dadu ch Genüge ge an we den — und
das en sp ich auch de no malen wi scha lichen En wicklung —, daß
die E spa nisse, die die P oduk ions ak o en de Ve b auchsgü e -
e zeugung gemach haben und die
—
in Geld o m
—
eine Legi ima ion
zum Emp ang beliebig gea e e Gü e da s ellen, au Pe sonen übe -
agen we den, die sie als En lohnung ü ih e Be eiligung als P o-
duk ions ak o en on Vo haben e hal en, die den Um ang de lau en-
den Menge liquide Ve b auchsgü e nich e meh en, die abe als
Nach agende am Ve b auchsgü e ma k au e en, und das sind no -
male weise die P oduk ions ak o en de Realin es ie ungen.
Ein Gleichgewich des wi scha lichen K eislau geschehens se z
dann
—
unabhängig om jeweiligen Um ange de Beschä igung
—
sinn-
gemäß Kong uenz zwischen geldsei igen und gü e wi scha lichen Ta -
bes änden und Vo gängen o aus und is — wie K e y n e s zu e end
aus üh
—
imme dann gegeben, wenn „die E zeugung, gemessen an
den P oduk ionskos en, zwischen Konsumgü e n und In es i ions-
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545] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 33
gü e n in dem gleichen Ve häl nis au ge eil is , wie die Ausgaben zwi-
schen dem lau enden Konsum und de E spa nis"66. Ein solches Gleich-
gewich des wi scha lichen K eislau es, das seinen mone ä en Aus-
d uck bekann lich in de Übe eins immung on „ i uellem" Zins
und „Ma k zins" ha , is jedoch keines alls auch iden isch mi Voll-
beschä igung, sonde n es kann ielmeh bei e schiedenen Lagen des
Beschä igungsum anges o liegen.
Da die P oduk ions ak o en de Realin es ie ungen sei ens de
P oduk ions ak o en de Ve b auchsgü e e zeugung „alimen ie "
we den müssen, so bedeu e das, daß im Falle des Gleichgewich es de
wi scha lichen K eislau o gänge die Kos en de In es i ionsgü e
dem We e jene Ve b auchsgü e menge en sp echen müssen, die die
Ve b auchsgü e indus ie übe den Beda ih e P oduk ions ak o en
hinaus e zeug .
Bei diesem Gleichgewich des wi scha lichen K eislau geschehens
is dann auch „Vollbeschä igung" o handen, wenn bei Op imal-
beschä igung in de Ve b auchsgü e e zeugung, d.h. bei einem Be-
schä igungsum ang, bei dem mi Einsa z eine wei e en Beschä i-
gungseinhei un e abnehmendem E agszuwachse p oduzie we den
wü de, die Kos en de Realin es ie ungen dem'We e des Übe schus-
ses de Ve b auchsgü e e zeugung übe den eigenen Beda ih e P o-
duk ions ak o en en sp ich 67.
Aus de Ta sache, daß ü den Fall des k eislau heo e ischen
Gleichgewich es die lau ende E spa nis mi de lau enden In es i ion
übe eins imm , olg , daß ein Ungleichgewich im wi scha lichen
K eislau geschehen imme dann gegeben sein muß, wenn lau ende E -
spa nis und lau ende Realin es ie ung oneinande abweichen, wie
dies ja K e y n e s auch in seinen ühe en Un e suchungen „Vom
Gelde" nachgewiesen ha . Ein solches Ungleichgewich kann au
zweie lei g undsä zliche A en en s ehen, und zwa en wede dadu ch,
daß die lau ende E spa nis die lau ende In es i ion übe s eig ode
abe daß sie hin e diese zu ückbleib .
Das bedeu e im e s genann en Falle, daß de Um ang de Be-
schä igung in de Realin es ie ung nich aus eich , den Übe schuß
de Ve b auchsgü e e zeugung übe den Beda ih e P oduk ions-
ak o en au zunehmen, mi dem E olg eine Reduk ion im Um ange
66 J. M. K e y n e s : Vom Gelde,
a.
a. 0., S. 110.
67 Nach Ansich on Keynes („Allgemeine Theo ie", a. a. 0., S. 24) bes eh
Vollbeschä igung dann, wenn „zu ällig ode absich lich die lau ende In es i ion eine
Nach ageinenge scha , die genau gleich is dem Übe schuß des gesam en An-
gebo sp eises de P oduk ion, die on Vollbeschä igung he üh , übe die Menge,
die die Be ölke ung be ei is zu e b auchen, wenn sie ollbeschä ig is ".
Schmollc s Jah buch LXIX, 5 3
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de Ve b auchsgü e e zeugung und demgemäß auch im Um ange de
Beschä igung ih e P oduk ions ak o en mi en sp echenden Rück-
wi kungen au das üb ige wi scha liche K eislau geschehen, die so-
lange bes ehen bleiben, bis sich ein Ausgleich zwischen E spa nis und
In es i ion au einem nied ige en Ni eau de Beschä igung ein-
ges ell ha .
Eine solche Di e genz zwischen E spa nis und In es i ion — mi
den angegebenen Rückwi kungen au den Um ang de Beschä igung
— is de Ausd uck eine de la o ischen En wick-
lung, die ih en Ausgang da on nimm , daß de „ i uelle" Zins den
„Ma k zins" un e sch ei e bzw. daß le z e e den e s e en übe -
sch ei e .
Bleiben die lau enden E spa nisse hin e de lau enden Real-
in es ie ung zu ück, so bedeu e das, daß die lau ende Realin es ie-
ung mi Hil e „zusä zliche " K edi e inanzie wi d, du ch die die
zwischen E spa nis und In es i ion bes ehende Di e genz ausgeglichen
wi d, und zwa
—
wie be ei s ühe e wähn wu de
—
einmal au dem
Wege de „Zwangse spa nis" und zum ande en dadu ch, daß die S ei-
ge ung im Um ange de Beschä igung
—
unmi elba und mi elba —
zu eine S eige ung im Um ange de lau enden Einkommen und dami
auch de lau enden E spa nis üh .
Das in diese A de wi scha lichen En wicklung zum Ausd uck
kommende Ungleichgewich is ein solches in la o-
ische A und ha seinen Ausgangspunk da in, daß de „ i -
uelle" Zins den „Ma k zins" übe sch ei e bzw. daß de le z e e den
e s e en un e sch ei e .
Die ü die p ak ische Lösung des Beschä igungsp oblems g und-
sä zlich wich igen Gesich spunk e e geben sich un e Be ücksich i-
gung de oben es ges ell en Ta sachen und Zusammenhänge aus den
olgenden Übe legungen:
Die Ta sache, daß — en sp echend dem Gese z om abnehmenden
Ye b auchszuwachs — das lau ende Einkommen nich öllig e aus-
gab , sonde n ein Teil on ihm gespa wi d, bedeu e gü e wi scha -
lich gesehen das Bes ehen eine Übe p oduk ion in de Ve b auchs-
gü e e zeugung, bezogen au den Beda ih e P oduk ions ak o en,
die
—
ce e is pa ibus
—
um so g öße sein wi d, je g öße die echnische
P oduk i i ä in de Ve b auchsgü e e zeugung is . De Absa z dieses
Meh e zeugnisses — und dami die Ve hinde ung eine a sächlichen
Übe p oduk ion
—
is nu dadu ch und nu dann möglich, daß es on
ande en, nich an de E zeugung on Ve b auchsgü e n be eilig en
Pe sonen e wo ben wi d. Solche Pe sonen sind no male weise die
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547] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 35
P oduk ions ak o en de Realin es ie ungen68; es können abe auch
ande e alimen ie ungsbedü ige Vo haben bzw. Pe sonen sein, wie
beispielsweise Ren ne usw.
Ein solche Alimen ie ungs o gang, du ch den — bzw. du ch
dessen Rückwi kungen
—
nich nu die Au nahme de den eigenen Be-
da de P oduk ions ak o en de Ve b auchsgü e e zeugung1; übe -
sch ei enden Ve b auchsgü e menge gesiche " is , sonde n du ch den
auch eine en sp echende S eige ung im Um ange de Beschä igung
e eich we den kann, lieg bei allen solchen in e alu a ischen Lei-
s ungen o , die als „einseilige We übe agungen" zu bezeichnen
sind. Die „mul iplika i en Konseku i wi kungen" solche „einsei igen
We übe agungen" au den Beschä igungsum ang bzw. au die Ein-
kommenshöhe sind dahe auch in jünge e Zei eingehende un e -
such wo den69.
Das Bes ehen eines Gleichgewich es im wi scha lichen K eis-
lau geschehen se z also, wie gezeig wu de, einmal Gleichgewich
zwischen E spa nis und In es i ion o aus, und es se z wei e ein be-
s imm es Ve häl nis zwischen dem Um ange de Ve b auchsgü e -
e zeugung und dem de Realin es ie ung o aus, das im besonde en
abhängig is on de Höhe des lau enden Einkommens, das seine sei s
ja ü die Höhe de Ve b auchsgü e quo e und dami auch ü die
Höhe de lau enden E spa nis bes immend is .
De Um ang de lau enden Realin es ie ung is abhängig einmal
on de Höhe de R e in es ie ung und zum ande en on de de
Neu in es ie ungen. Die Höhe de Rein es ie ungen — de en Finan-
68 Diesen Ta bes and o mulie W. Lau enbach (Übe K edi und P o-
duk ion, a. a. 0., S. 64) olgende maßen: „Da imme nu ein Teil des Einkommens
on den Einkommensbeziehe n e b auch wi d, können niemals die Ve b auchs-
gü e zu ih en P oduk ionskos en abgese z we den, wenn nich auße dem Ve -
b auchseinkommen, das du ch die P oduk ion de Ve b auchsgü e selbs gescha en
wi d, noch Ve b auchseinkommen aus ande e Quelle ließ . Diese ande e Quelle
is no male weise die P oduk ion zum Zwecke de In es i ion."
69 Vgl. hie zu insbesonde e die olgenden Un e suchungen:
J. M. K e y n e s : The Means o P ospe i y, London 1933, pg. 36; R. F. H a -
o d : The T ade Cycle, Ox o d 1936, pg. 153 .; C. C
1
a k : The Na ional Income
o Aus alia, London 1933, pg. 102; de selbe: De e mina ion o he Mul iplie om
Na ional Income S a is ics, EJ., ol. 48, 1938, pg. 102; D.H.Robe son: M .
Cla k and he Fo eign T ade Mul iplie , EJ., ol. 49, 1939, pg. 354, gl. hie zu auch
C. C
1
a k : Commen , ebenda, pg. 356; G. Habe le : P ospe i y and Dep ession,
3 d ed., Gene a 1941, pg. 461 .; F. Machlup: In e na ional T ade and he In-
come Mul iplie , Philadelphia 1943; H. Neisse : The Signi iance o Fo eign
T ade ü Domes ic Employmen , Soc.Res., ol. 13, 1946; G. S olpe : The Volume
o Fo eign T ade and he Le el o Income, QJ., ol. 61, 1947; J. J. P o
1
a k : The
Fo eign T ade Mul iplie , AER, 1947; siehe hie zu auch G. Habe le : Commen ,
ebenda, pg. 898 ., sowie J. J. P o
1
a k and G. Habe le : A Res a emen , ebenda,
pg. 906 .
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36 Alb ech Fo s mann [548
zie ung ja nich aus E spa nissen, sonde n unmi elba aus den Kos en
de E zeugung e olg und dahe auch in de en P eis mi en hal en is
—
is im allgemeinen, abgesehen ielleich on besonde s a men Volks-
wi scha en — nich aus eichend, um das Gleichgewich des wi -
scha lichen K eislau geschehens zu e möglichen, sonde n hie zu sind
ielmeh aus eichende Neu in es ie ungen ode ande e alimen ie-
ungsbedii ige Vo haben e o de lich, de en Um ang im Gleich-
gewich ja dem Be age de lau enden E spa nis en sp echen muß.
Wenn also eine S eige ung im Um ange de Beschä igung — als
Ausd uck eine Lösung des Beschä igungsp oblems
—
e eich we den
soll, so kann diese nich on eine Meh beschä igung in de Ve -
b auchsgii e e zeugung ausgehen, da diese ja angesich s de Ta sache,
daß die p o A bei seinhei e zeug e Ve b auchsgii e menge g öße is
als die on ih nachge ag e, s e s eine ela i e Übe p oduk ion be-
dingen wü de. Die S eige ung im Um ange de Beschä -
igung muß dahe s e s on eine alimen ie ungs-
bedü igen Beschä igungsa ausgehen, gleich-
iel ob es sich inne wi scha lich um Realin e-
s ie ungen ode außenwi scha lich um die E zeu-
gung des gü e wi scha lichen Äqui alen s „ein-
sei ige We übe agungen" handel .
Eine S eige ung im Um ange de alimen ie ungsbedü igen Be-
schä igung üh dann
—
unmi elba und mi elba
—
zu eine S eige-
ung de Nach age nach Ve b auchsgü e n und indizie dadu ch
auch eine S eige ung de Ve b auchsgü e e zeugung und demen sp e-
chend auch eine S eige ung im Um ange de Beschä igung ih e P o-
duk ions ak o en.
De Um ang de Realin es ie ung is nun bekann lich nich om
Um ange de lau enden E spa nisse, sonde n on den un e nehme-
ischen An izipa ionen abhängig, d. h. on den Ansich en, die die
Un e nehme hinsich lich de wei e en wi scha lichen En wicklung
hegen und die ih en Ausd uck bekann lich in de Höhe des „ i -
uellen" Zinses inden. Sie we den sich zu Du ch üh ung on Real-
in es ie ungen ode ähnlichen alimen ie ungsbedü igen Vo haben
en schließen, wenn das Ve häl nis ih es subjek i en „ i uellen"
Zinses zum „Ma k zins" g öße is als die Einhei 70.
70 Die hie ele an en Zusammenhänge aß K e y n e s — ohne daß wi ihm
hie bei alle dings auch in jede Hinsich zuzus immen e möch en — in die ol-
genden Fes s ellungen („Allgemeine Theo ie", a.a.O., S. 23 .):
„De Um iß unse e Theo ie kann wie olg ausged ück we den: Wenn die
Beschä igung zunimm , nimm das gesam e Realeinkommen zu. Die Psychologie
de Be ölke ung is de a , daß bei eine Zunahme des gesam en Realeinkommens
auch de gesam e Ve b auch zunimm , obschon nich im gleichen Maße wie das
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549] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 37
Da die Höhe des „Ma k zins ußes" im wesen lichen du ch den
Diskon sa z bes imm is und demen sp echend auch on de K edi -
poli ik de Banken abhängig is , so kann in diese Hinsich de Um-
ang de Realin es ie ungen und auch ande e alimen ie ungsbedü -
ige Vo haben in nich une heblichem Um ange du ch die K edi -
poli ik de Banken bes imm bzw. beein luß we den.
Eine solche Beein lussungsmöglichkei bes eh alle dings nu so-
lange, als de „ i uelle" Zins den Nullwe nich un e sch ei e
—
was
im allgemeinen nu im Falle eine s uk u ellen A bei slosigkei exo-
gene Beding hei und g öße en Um anges de Fall is —, da in diesem
Falle die Banken einen nega i en We ü den Ma k zins uß in An-
wendung b ingen müß en, um dem wi scha lichen K eislau -
geschehen einen expansi en Au ieb geben zu können.
Ein solche Fall des „ i uellen" Zinses un e den Nullwe is
g undsä zlich de Ausd uck da ü , daß eine de la o ische En wicklung
in eine De la ion übe gegangen is , und das is , wie schon gesag , s e s
de Ausd uck des Wi ksamwe dens exogen beding e K ä e und da-
mi eine Un e beschä igung s uk u ellen Cha ak e s.
In diese Ta sache lag auch die Unmöglichkei beg ünde , de wi -
scha lichen En wicklung zu Zei de sogenann en „Wel wi scha s-
k ise" au dem Wege eine Poli ik des „billigen Geldes" einen Au -
ieb zu geben, da hie zu die Anwendung eine nega i en Bank a e
e o de lich gewesen wä e.
Einkommen. Die Un e nehme wü den dahe einen Ve lus e leiden, wenn die ge-
sam e Zunahme de Beschä igung de Be iedigung de e meh en Nach age ü
den so o igen Ve b auch gewidme wü de. Um eine gegebene Beschä igungs-
menge zu ech e igen, is somi ein Be ag lau ende In es i ion e o de lich, de
g oß genug is , um den Übe schuß de gesam en P oduk ion übe die Menge zu
abso bie en, die die Be ölke ung ge ade e b auch , wenn die Beschä igung au
de gegebenen Höhe is . Denn wenn diese Be ag de Ih es i ion nich o handen
is , we den die Einkün e de Un e nehme kleine sein, als no wendig is , um sie
zu e anlassen, die gegebene Menge de Beschä igung anzubie en. Da aus olg , daß,
wenn das, was wi den Hang zum Ve b auch de Be ölke ung nennen [d. h. die
Ve b auchsquo e des lau enden Einkommens], gegeben is , das Gleichgewich sni eau
de Beschä igung, das heiß das Ni eau, au dem die Un e nehme in ih e Ge-
sam hei keine Ve anlassung haben, die Beschä igung zu s eige n ode zu e -
inge n [d. h. wenn de » i uelle4 Zins dem ,Ma k zins uß4 en sp ich ], on de
Menge de lau enden In es i ion abhäng . Die Menge de lau enden In es i ion wi d
wiede um on dem abhängen, was wi die Ve anlassung zu In es i ion nennen
we den, und wi inden, daß die Ve anlassung zu In es i ion om Ve häl nis zwischen
dem Schema de G enzleis ungs ähigkei des Kapi als [d. h. dem , i uellen4 Zins]
und dem Komplex de Zinssä ze ü Anleihen e schiedene Fälligkei en und Risiken
[d. h. im wesen lichen om ,Ma k zins uß4] abhäng .44
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38 Alb ech Fo s mann [550
D. Die Wi kungen on Ande u n gen im Um ange
de Beschä igung
1. Allgemeines
Die E kenn nis de Wi kungen, die du ch Ände ungen im Um-
ange de Beschä igung he o ge u en we den, be e en nich nu
die heo e ische Sei e des Beschä igungsp oblems — namen lich auch
in bezug au die Dynamik des wi scha lichen Ablau es —, sonde n sie
sind nich minde wich ig ü das Ve s ändnis de G undlagen de -
jenigen Maßnahmen — und dami auch ih e zielkla en P ojek ie-
ung —, die anzuwenden sind, um eine bes ehende „P oblema ik" de
Beschä igung, die ih en Ausd uck in dem Bes ehen eine en sp echen-
den Un e beschä igung inde , zu lösen.
Die Wi kungen on Ände ungen im Um ange de Beschä igung
e geben sich im allgemeinen aus den o au gegangenen Be ach ungen
übe die k eislau heo e ischen Zusammenhänge und insbesonde e
auch übe die die A de Beschä igung cha ak e isie enden Ein lüsse,
wie sie namen lich auch du ch den Zusammenhang zwischen Ve ände-
ungen des Ve häl nisses zwischen p oduk i e und in es i i e Be-
schä igung und dem wi scha lichen K eislau geschehen zum Aus-
d uck kommen. Diese Zusammenhänge sind dahe auch besonde s ü
die E kenn nis des k eislau heo e ischen Gleichgewich s, seine Be-
s immungsg ünde und seine S ö ungsmöglichkei en und ande e sei s
auch ü die Gesich spunk e on Wich igkei , die zu beach en sind,
wenn solche S ö ungen besei ig we den sollen. De a ige Wi kungen
on Ände ungen im Um ange de Beschä igung au den wi scha -
lichen Ablau sind solche olkswi scha liche A .
Ande sa ige Wi kungen on Ände ungen im Um ange .de Be-
schä igung e geben sich aus de Ta sache de nich linea en Abhängig-
kei , die zwischen dem E zeugungsum ange eine sei s und den E zeu-
gungskos en ande e sei s bes eh und die sich o allem in ih em Ein-
lüsse au die Ges al ung de spezi ischen E zeugungskos en auswi ken.
Diese nich linea e Abhängigkei komm da in zum Ausd uck, daß
du ch Ände ungen im Um ange de E zeugung und demen sp echend
auch de Beschä igung eine Ve ände ung de spezi ischen E zeugungs-
kos en, d. h. de Kos en p o Einhei de E zeugung e u sach wi d.
Diese Ve ände ung de spezi ischen E zeugungskos en b ing eine en -
sp echende Ände ung de echnischen P oduk i i ä ode , ande s aus-
ged ück , eine Ände ung de Gü e de Kombina ion de P oduk ions-
ak o en zum Ausd uck. Die Wi kungen on Ände ungen im Um ange
de Beschä igung, die du ch diese Ein lüsse beding sind, sind solche
be iebswi scha liche A .
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557] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 45
s aa liche A handel , ob sie aus den lau enden S eue einnahmen
ode abe aus Anleihen inanzie we den können7®.
Die olkswi scha lich beding en Wi kungen on Ände ungen im
Um ange de Beschä igung e geben sich also aus den olgenden g und-
sä zlichen Zusammenhängen: Eine jede Volkswi scha is einges ell
au einen bes imm en Um ang de Ve b auchsgü e e zeugung und einen
bes imm en Um ang de In es ie ungen. Die No wendigkei zu
Realin es ie ungen e gib sich hie bei da aus, daß de P oduk ions-
appa a einmal s e s au de Höhe de Technik gehal en we den muß,
e e gib sich wei e aus de Ta sache de Wandlung de Bedü nisse,
und e is schließlich no wendig, wenn de Be ölke ungsum ang ex-
pansi e Tendenzen au weis .
Die Möglichkei zu Realin es ie ung e gib sich aus de Ta -
sache, daß de Um ang de E zeugung in de Ve b auchsgü e indus ie
p o Einhei de Beschä igung g öße is als de Beda p o Einhei
de Beschä igung und daß de Ube schuß de spezi ischen E zeu-
gungsmenge, d. h. de E zeugungsmenge p o Beschä igungseinhei
übe de en Beda um so g öße is , je g öße die echnische P oduk-
i i ä in de Ve b auchsgü e e zeugung und je höhe das lau ende
Einkommen ih e P oduk ions ak o en is .
Hie aus olg alle dings ande e sei s auch wiede die No wendig-
kei zu Du ch üh ung alimen ie ungsbedü ige Vo haben um den
Übe schuß de Ve b auchsgü e e zeugung, de sich bei eine einige -
maßen wi scha lichen Ausnu zung de E zeugungskapazi ä de Ve -
b auchsgü e indus ie und demen sp echendem Lebenss anda d ih e
P oduk ions ak o en übe de en Beda e gib , abse zen zu können.
Diese No wendigkei is na u gemäß um so g öße , je g öße die ech-
nische P oduk i i ä in de Ve b auchsgü e e zeugung is .
Ande e sei s olg aus diese le z genann en Ta sache, daß je
g öße de Um ang alimen ie ungsbedü ige Vo haben in eine
Volkswi scha is
—
und diese wi d nach einem K iege sowohl ü
wi scha liche wie auch ü auße wi scha liche (Repa a ionen usw.)
Zwecke im allgemeinen ein nich unbe äch liche sein —, auch die
echnische P oduk i i ä in de Ve b auchsgü e e zeugung so g oß
79 Es is dahe auch unzu e end ode doch zumindes i e üh end, wenn
E. Schneide (Ein üh ung in die Wi scha s heo ie, a. a. 0., S. 49) die Ansich
e i , „daß in de geschlossenen Volkswi scha ohne
s aa liche Ak i i ä in jedem Augenblick bzw. in jede
Pe iode on beliebige Länge ex-pos de We de Ne o-
in es i ion gleich is dem We de Ne oe spa ni s"; denn „in
jedem Augenblick" is das keines alls zu e end, und „ex-pos " kann es so sein,
m u ß es abe keines alls, und wi d es insbesonde e auch dann nich , wenn sich im
Ve lau e de Realin es ie ungen das Ve häl nis de k i ischen Zinssä ze e schlech-
e , d. h. insbesonde e wenn de „ i uelle" Zins den „Ma k zins" un e sch i en ha .
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46 Alb ech Fo s mann [558
wie möglich sein muß, um den Übe schuß de Ve b auchsgü e e zeu-
gung übe den eigenen Beda , den ih e P oduk ions ak o en bei aus-
eichendem Lebenss anda d nach ih en E zeugnissen haben, dem Um-
ange de du ch die alimen ie ungsbedü igen Vo haben bzw. dem
ih e P oduk ions ak o en beding en Nach age nach Ve b auchs-
gü e n möglichs olls ändig anzupassen.
Je olls ändige diese Anpassung is , um so olls ändige kann
auch die Alimen ie ung de alimen ie ungsbedü igen Vo haben —
wi scha liche ebenso wie auch auße wi scha liche A — ohne
Anwendung de Me hode des „Zwangsspa ens", mone ä e ode is-
kalische Na u
—
du chge üh we den; d.h. um so meh können ins-
besonde e auch Vo haben auße wi scha liche A wie K iegsen -
schädigungen, Repa a ionen usw., abe auch A bei sbescha ungs o -
haben, die
—
p i a wi scha lich be ach e
—
„un en abel" sein wü -
den, ohne Senkung des Lebenss anda ds aus jene Kos endeg ession
inanzie we den, die sich da aus e gib , daß diese alimen ie ungs-
bedü igen Vo haben
—
unmi elba und mi elba en sp echend dem
Gese z de mul iplika i en Konseku i wi kungen — den E zeugungs-
um ang in de Gesam wi scha s eige n. Au die hie ele an en Zu-
sammenhänge wi d nunmeh e was nähe einzugehen sein.
3. Die be iebswi scha lich beding en Wi kungen
Wi ha en be ei s ühe e wähn , daß egelmäßig eine be-
iebswi scha liche Un e beschä igung in de Volkswi scha be-
s eh , die da au be uh , daß die Be iebe no male weise un e op imäl
ausgenu z sind, so daß bei eine S eige ung im Um ange de Beschä -
igung — und dami na u gemäß auch im Um ange de E zeugung —
eine S eige ung de echnischen P oduk i i ä ein i .
Die sich hie aus e gebenden Kos ene spa nisse bedingen dann en -
wede wei e e Realin es ie ungen ode eine S eige ung im Um ange
de Läge 80; es kann abe auch
—
und das wi d namen lich dann de
Fall sein, wenn sich diese En wicklung inne halb ela i länge e Zei -
äume abspiel
—
eine E höhung des Lebenss anda ds dami e bunden
sein. Namen lich diese Ta sache is
—
in Ve bindung mi eine S eige-
ung im Um ange de Be ölke ung
—
die Vo ausse zung da ü , daß in
g öße em Um ange du chge üh e Realin es ie ungen sich nich
schließlich als „Fehlin es i ionen" e weisen.
80 Wie wi be ei s e wähn en, is diese F age ü Keynes nich o handen,
da e ja keinen Un e schied zwischen de ak i en Ka ego ie de Realin es ie-
ungen und de passi en de Läge kenn ; denn ü ihn is („Allgemeine Theo-
ie", a. a. 0., S. 55) ein ach „In es i ion gleich dem We e des Teils de lau enden
P oduk ion ..., de nich e b auch wi d", schließ also die „Läge " ebenso ein
wie eine jede Fehlin es i ion.
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559] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 47
Eine S eige ung im Um ange de Beschä igung in de Real-
in es ie ung, die die angegebenen mul iplika i en Konseku i wi kun-
gen au weis , wie sie oben aus üh liche da ges ell wu den, se z o -
aus, daß die Vo haben, die de p imä en S eige ung im Um ange de
Beschä igung dienen, alimen ie ungsbedü ig sind und dahe in olge
de du ch ih e P oduk ions ak o en e u sach en S eige ung de
Nach age nach Ve b auchsgü e n eine en sp echende S eige ung im
Um ange de Ve b auchsgü e e zeugung und dami auch de Beschä -
igung ih e P oduk ion ak o en indizie en. Wie seihon gesag wu de,
is es ü die Gegenwa s Wi kungen öllig gleichgül ig, welche
A diese Vo haben sind, die de unmi elba en S eige ung im Um-
ange de Beschä igung dienen, wenn es sich bei ihnen nu um ali-
men ie ungsbedü ige Vo haben handel . Die Z u k u n s Wi kungen
und dami auch die wi scha liche Legi imi ä solche Vo haben abe
häng da on ab, in welche Weise du ch sie und ih e mul iplika i en
Konseku i wi kungen die Kos enges al ung in de Gesam wi scha
beein luß wi d. Es handel sich hie also um eine be iebswi scha -
lich beding e F age, die nunmeh e was nähe zu p ü en is .
Wie be ei s wiede hol es ges ell wu de, be uh de Ein luß, den
die be iebswi scha lichen Gegebenhei en au die hie ele an en
Ta bes ände und Vo gänge haben, au dem Ein luß on Ve ände ungen
de echnischen P oduk i i ä als Ausd uck eine Ve ände ung in de
Gü e de Kombina ion de P oduk ions ak o en, die in eine Ve -
ände ung de spezi ischen E zeugungskos en, d. h. de Kos en p o
Einhei de E zeugung in E scheinung i .
Eine Ve ände ung de spezi ischen E zeugungskos en und insbeson-
de e eine Reduk ion diese Kos en als Ausd uck eine Ve ände ung
bzw. eine Ve besse ung de echnischen P oduk i i ä kann einmal
da au be uhen, daß neue echnisch e besse e E zeugungs e ah en
einge üh we den, du ch welche de Um ang de E zeugung e ände
bzw. e höh we den kann, ohne daß dadu ch eine en sp echende S ei-
ge ung de au zuwendenden Kos en e o de lich wä e. In einem
solchen Falle de Ein üh ung neue E zeugungs e ah en au G und
eine E wei e ung des echnischen Wissens handel es sich um eine
Da enände ung aus — wie ühe schon gesag wu de — auße wi -
scha liche , also exogene Ve u sachung.
Eine Senkung de spezi ischen E zeugungskos en kann zum ande en
— und diese Fall in e essie hie o allem
—
dadu ch e eich we den,
daß eine S eige ung de Nach age zu eine E höhung des E zeugungs-
und dami auch des Beschä igungsum anges bei bishe un e op imal
ausgenu z e E zeugungskapazi ä üh .
Bei diese A de Senkung de spezi ischen E zeugungskos en
kann es sich einmal da um handeln, daß in den einzelnen Be ieben
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48 Alb ech Fo s mann [562
in olge eine Ve g öße ung des E zeugungsum anges Einspa ungen ge-
mach we den, und zum ande en können alle Be iebe eines Indus ie-
zweiges und dami diese als Ganzes en sp echende Einspa ungen
machen. Die e s genann e A de Einspa ungen nenn Ma shall
„in e nal economics", die le z e e „ex e nal economics"81.
Bei den „in e nal economics" kann es sich wiede da um handeln,
daß en wede eine Kos ensenkung bei kons an e Be iebsg öße du ch
eine besse e Ausnu zung de gegebenen E zeugungskapazi ä e eich
wi d ode abe daß die Kos ensenkung du ch eine Ve ände ung de
Be iebsg öße e eich wi d82.
Hinsich lich de zwischen E zeugungskos en und E zeugungs- bzw.
du ch die E spa nis und In es i ion mi einande in Einklang geb ach
auch Beschä igungsum ang bes ehenden nich linea en Beziehungen
sind die olgenden g undsä zlich wich igen Zusammenhänge zu be-
ach en, die mi Rücksich au die Gewinnung eindeu ige E kenn nisse
hie ku z zusammen assend angegeben we den müssen.
Die Kos en eines Be iebes
—
und das gil sinngemäß auch ü den
gesam en olkswi scha lichen E zeugungsappa a — lassen sich in
ih e e schiedenen g undsä zlich wich igen Komponen en ze legen,
und als Funk ionen des E zeugungsum anges au G und de be-
kann en, on E. Schmalenbach gese z en Beg i e83 in e s e Ap-
81 Vgl. hie zu A. Ma shall : P inciples o Poli ical Economy, 5 h ed., Lon-
don 1905.
82 Die Ansich G. Habe le s (De in e na ionale Handel, Wien 1933, S. 151),
daß die on F. D. G a h a m un e s ell e Annahme sinkende Kos en nich die E -
kenn nisse de Kos en heo ie be ücksich ige, en beh de e o de lichen Beg ün-
dung; das gil ähnlich auch ü die sei ens F. H. K n i g h gegenübe G aham
e hobenen Einwände.
Die Behaup ung Habe le s (ebenda, S. 153), „daß sinkende Kos en in-
olge de Vo eile des G oßbe iebes (in e ne Einspa ungen) mi eie Kon-
ku enz au die Daue un e einba 44 seien, gil nu endenziell ü
die En wicklung im „long- un44, was wohl du ch die Wo e „au die Daue 44 zum
Ausd uck geb ach sein soll.
88 Vgl. E. Schmalenbach: G undlagen de Selbs kos en echnung und
P eispoli ik, 6. Au l., Leipzig 1934.
Die hie ele an en Zusammenhänge ha e be ei s Th. Vogels ein (Das
E agsgese z de Indus ie, A Sw., Bd. 34, 1912, S. 778) in die Fes s ellung ge aß :
„Kapi al, A bei und Boden ... sind ... Zusammen assungen iele Elemen e, die
bei de P oduk ion mi wi ken. Wi können sie in ih e einzelnen Komponen en
ze legen und jedes einzelne Kapi algu , jede einzelne A bei sa , jede einzelne
Na u k a nach A und Fo m als gegeben und e meh ba ansehen und alle
ande en in s eigenden Mengen zu üh en. Imme wi d sich das gleiche Resul a
e geben: Eine Ku e, die e s ans eig , dann kulminie und da au wiede äll .
Das Gese z abnehmenden E ages is ein absolu gül iges Gese z alle Va ia ionen
bei Gleichbleiben eines einzigen Elemen s on einem bes imm en Punk an. Das
gleiche gil on dem Gese z zunehmenden E ages bis zu E eichung de op i-
malen Zu üh ung de ande en P oduk ionselemen e.44
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561] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 49
p oxima ion du ch die nach olgenden Beziehungen wiede gegeben:
1. Kons an e Kos en kk = ck
2. P opo ionale Kos en kp = Cp - V
3. Abnehmende (deg essi e) Kos en . ka = ca ' Va
4. Zunehmende (p og essi e) Kos en . kz = cz * Yß
Hie bei sind dann ck, Cp, ca und cz sowie auch a und ß Be iebs-
kons an e, also G ößen, die du ch die Ve häl nisse des jeweils be-
ach e en Be iebes bes imm sind. Fü die beiden le z genann en
G ößen gel en dabei ganz allgemein die Bedingungen
Schließlich is V das aus als homogen angenommenen Einhei en be-
s ehende E zeugungs olumen.
Die Gesam kos en e geben sich dann als Resul ie ende aus de
Supe posi ion de angegebenen Einzelkos en zu
K = ck+cp.V + caV.a + cI.V ^ (15)
Die spezi ischen E zeugungskos en e geben sich dann in Abhängig-
kei om E zeugungsum ang du ch Di ision des E zeugungsum anges
in die Gesam kos en zu
Ksp = K/V = Ck . V-1 + Cp + Ca .V"-1 + Cc . V^1 (16)
Aus de Kos engleichung olg , daß es einen We des E zeugungs-
um anges geben muß, bei dem die spezi ischen E zeugungskos en ein
Minimum e eichen. Dieses „E zeugungsop imum" läß sich aus eine
g aphischen Da s ellung de Bildku e ü die spezi ischen E zeu-
gungskos en unschwe angenähe e mi eln. Rechne isch e gib es
sich aus de le z genann en Beziehung Fo mel (16) un e Be ücksich-
igung de Op imumbedingung
/ 2
dK81
dV
q
(
dKSp Q
Diese Beziehung is nun abe nich allgemein lösba . Das E zeu-.
gungsop imum — ausged ück du ch die op imale E zeugungsmenge
—
läß sich jedoch aus de oben in Fo mel (15) ü die Ge-
sam kos en angegebenen Beziehung un e Be ücksich igung de Be-
dingung de Wende angen e be echnen. Diese lieg bekann lich jenem
Punk e de Bildku e an, in dem ih e K ümmung e schwinde , ü
den also
dk =o
dV2
is .
Schmolle 9 Jah buch LXIX, 5 4
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50 Alb ech Fo s mann [560
Somi e gib sich das op imale E zeugungs olumen in ein ache
Weise aus de zwei en Ablei ung de Kos en unk ion zu
' op
" . (1 — «) Ca_
a-ß
De Ein luß de hie en wickel en und, wie unschwe zu e kennen,
bes immenden Zusammenhänge84, die zeigen, daß in de Indus ie no -
male weise mi zunehmendem E agszuwachs p oduzie wi d85, wu -
den on K e y n e s bei seinen Be ach ungen übe das Beschä igungs-
p oblem nich nu nich be ücksich ig , sonde n o enba nich e -
kann inso e n, als e on den en gegengese z en Vo ausse zungen aus-
geh . Aus den on ihm ausd ücklich gemach en Un e s ellungen
e geben sich nämlich Wi kungen, die den on ihm behaup e en genau
en gegengese z sind. Denn Keynes nimm dem Geschehen de wi -
scha lichen Wi klichkei und den dieses Geschehen bes immenden
Ta bes änden zuwide an, daß die indus ielle P oduk ion nich , wie
dies nachgewiesene maßen de Fall is , no male weise en sp echend
dem Gese z de Massenp oduk ion mi s eigende echnische P oduk-
i i ä , also mi zunehmendem E agszuwachs p oduzie , son-
de n daß, wie be ei s e wähn wu de, seine Ansich nach im Gegen-
eil „die Indus ie no male weise ... mi abnehmendem E ag a bei e ,
84 Vgl. zu diesen F agen auch die Un e suchungen on H. Becke a h: De
mode ne Indus ialismus, Jena 1930; T. N. Ca e : Dis ibu ion o Weal h,
New-Yo k 1929; F. D. G a h a m : Some Aspec s o P o ec ion Fu he Conside ed,
QJ., ol.37, 1923, siehe hie zu auch QJ., ol.39, 1915; R. F. Ha od: No es on
Supply, EJ., ol.40, 1930; de selbe: |he Law o Dec easing Cos s, EJ., ol.41, 1931;
F. H. Knigh : Risk, Unce ainly and P o i , Bos on 1921; de selbe: Some Fal-
lacies in he In e p e a ion o Social Cos , QJ., ol. 38, 1924, siehe hie zu auch QJ.,
ol. 39, 1925; D. H. MacG ego : Indus ial Combina ions, London 1906 A. M a -
shall: P inciples o Poli ical Economy, a.a.O.; siehe auch de selbe: Indus y
and T ade, 5 h ed., London 1923; K. Melle owicz : Kos en und Kos en ech-
nung, Be lin 1933; O.Mo gens e n: O ene P obleme de Kos en- und E -
ags heo ie, Z N., Bd. 2, 1931; R. N a a i
1
: Die ich ige Deu ung de E -
agsgese ze, Jb NS ., Bd. 144, 1936; A. C. P i g o u : Economics o Wel a e, 3 d ed.,
London 1929; E. Schmalenbach: G undlagen de Selbs kos en echnung und
P eispoli ik, a.a.O.; E. Schneide : Kos en heo e isches zum Monopolp oblem,
Z N., Bd. 3, 1931; de selbe: Reine Theo ie monopolis ische Wi scha s o men,
Tübingen 1932; de selbe: Theo ie de P oduk ion, Wien 1934; G. F. S h o e : In-
c easing Re u ns and he Rep esen a i e Fi m, EJ., ol. 40, 1930; C. S i
1
b e : Die
E agsges al ung in de Indus ie, a.a.O.; H. . S a c k e 1 b e g : G undziige de
heo e ischen Volkswi scha sleh e, Be lin 1943; F.W.Taussig: P inciples o
Economics, 3 d ed., New-Yo k 1921; Th. Vogels ein: Das E agsgese z de
Indus ie, a.a.O.; J. V i n e : Cos Cu es and Supply Cu es, Z N., Bd. 3, 1931;
de selbe: The Doc ine o Compa a i e Cos , WA., Bd. 36, 1932; W. Weddigen:
Theo ie des E ages, a. a. O.; F. X. W e i ß : A ikel „Abnehmende E ag im Hwb.
d. S w., 4. Au l.
85 Siehe hie zu auch oben S. 12, Anm. 17.
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563] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 51
so daß das G enze zeugnis abnimm "80, wäh end es, wie gesag , in de
Ta bis zu E eichung des E zeugungsop imums zunimm 87.
Eine Ve besse ung de echnischen P oduk i i ä du ch Ausdeh-
nung des E zeugungs- und demen sp echend auch des Beschä igungs-
um anges se z o aus, daß die Vo haben, de en Du ch üh ung die
unmi elba e S eige ung im Um ange de Beschä igung dien ,
um die angegebenen mul iplika i en Konseku i wi kungen zu e zielen,
den Um ang de Menge liquide Ve b auchsgü e nich e meh en,
sonde n daß sie ielmeh „alimen ie ungsbedü ig" sind, und zwa is
es hie bei zunächs öllig gleichgül ig, wie das
schließliche wi scha liche E gebnis solche
Vo haben is ; es is also zunächs gleichgül ig, ob es sich bei diesen
Vo haben um solche p oduk i e ode unp oduk i e A handel .
Diese Wi kungen sind e s ü die zukün igen Gleichgewich s-
e häl nisse wich ig und müssen im Hinblick hie au na ü lich auch
be ücksich ig we den; sie sind nu ohne Ein luß au die gegenwä igen
mul iplika i en Konseku i wi kungen, sowei sie nu alimen ie ungs-
bedü ig sind.
Die Ta sache, daß hie nich eine jede beliebige, sonde n nu eine
solche Beschä igungsa angewand we den da , die o ausse z , daß
die beschä ig en A bei sk ä e sei ens de Volkswi scha alimen ie
we den, e gib sich, wie be ei s ühe gesag wu de, da aus, daß in
de Ve b auchsgü e indus ie die E zeugungsmenge p o Einhei de
Beschä igung, d. h. die au den einzelnen, an de E zeugung on Ve -
b auchsgü e n beschä ig en A bei e en allende Ve b auchsgü e -
menge g öße is als diejenige Menge, die e zu Be iedigung seine
Bedü nisse nach ag , so daß ü den Fall, daß die „übe schüssigen"
Ve b auchsgü e keine ande wei ige Ve wendung inden können, das
Gleichgewich des wi scha lichen K eislau s ges ö wä e mi dem
E olg eine Reduk ion im Um ange de Beschä igung, bis sich ein
neues Gleichgewich au einem nied ige en Ni eau de Beschä igung
einges ell ha .
Eine S eige ung im Um ange de Gesam beschä igung als mul i-
plika i e Konseku i wi kung eine S eige ung im Um ange de alimen-
86 J. M. K e y n e s : „Allgemeine Theo ie", a. a. 0., S. 15.
87 Es sei e wähn , daß die hie bes immenden Zusammenhänge auch die G und-
lage ü die wi scha liche Legi imi ä de sogenann en „E ziehungszölle" bilden,
inso e n, als de Sinn diese A on Zöllen da in lieg , die be e enden In-
dus ien solange o ausländische Konku enz zu schü zen, bis ih E zeugungs-
um ang de a is , daß sie mi aus eichend nied igen spezi ischen E zeugungskos en
zu p oduzie en e mögen, also eine möglichs op imale Kombina ion de P oduk-
ions ak o en e eich haben. En gegen dem F eihandelsa gumen de „kompa a-
i en" Kos en kann man hie also on einem Schu zzolla gumen de „deg essi en"
Kos en sp echen.
4*
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52 Alb ech Fo s mann [564
ie ungsbedü igen Beschä igung lieg also auch dann o , wenn
übe haup A bei sk ä e beschä ig we den, du ch de en Tä ig-
kei de Um ang de lau enden Ye b auchsgii e menge keine unmi -
elba e S eige ung e äh . Diese Vo ausse zung is abe , wie schon
gesag wu de, nich nu bei in es i i en ode auch solchen Vo haben
gegeben, die de E zeugung des gü e wi scha lichen Äqui alen s
„einsei ige We übe agungen" dienen, sonde n sie sind auch e üll
bei allen solchen Vo haben, die no male weise als
„unp oduk i " ode auch als „ e lus ha " bezeich-
ne we den, wie dies beispielsweise bei Rüs ungsausgaben, K iegs-
kos en usw. de Fall is .
Hie aus e gib sich die Ta sache, daß die Ausgaben ü eine jede
A on alimen ie ungsbedü ige Beschä igung, also auch ü die
genann en „unp oduk i en" ode „ e lus ha en" Vo haben in olge
de du ch sie bewi k en mul iplika i en Konseku i wi kungen eine
S eige ung de echnischen P oduk i i ä in de Gesam wi scha
du ch Ausdehnung des E zeugungsum anges und die hie du ch be-
ding e Ve besse ung de Kombina ion de P oduk ions ak o en, aus-
ged ück du ch eine en sp echende Kos endeg ession, e u sachen.
Diese S eige ung de echnischen P oduk i i ä kann de a sein, daß
es möglich is , die Kos en ü diese unp oduk i en ode e lus ha en
Ausgaben du ch eine s eue liche Belas ung de Volkswi scha zu
decken, ohne daß dadu ch eine Reduk ion de Ge-
winne gegenübe ih e bishe igen Höhe e o de -
lich wä e. Es bes eh soga da übe hinaus die Möglichkei , daß
o z de s eue lichen Belas ung zum Zwecke de Finan-
zie ung de unp oduk i en ode e lus ha en Vo haben, de en Du ch-
üh ung de S eige ung im Um ange de Beschä igung dien e, noch
eine S eige ung de Gewinne gegenübe dem bis-
he igen S ande e eich we den kann.
Es wi d dies imme dann de Fall sein, wenn die Kos en de un-
p oduk i en ode e lus ha en Vo haben, welche du ch K edi e an i-
zipie und aus au kommenden S eue eingängen abgedeck we den
müssen, ge inge sind als jene Kos ene spa nis, die de Ausd uck de
Kos endeg ession is , welche le z lich die Folge de S eige ung im Um-
ange de jenigen Beschä igung — und de hie du ch e u sach en
mul iplika i en Konseku i wi kungen
—
is , die de Du ch üh ung de
unp oduk i en ode e lus ha en Vo haben dien e.
Wenn K e y n e s also mein , daß „ e lus ha e" Ausgaben „das Ge-
meinwesen im Ende gebnis o zdem be eiche n können", so daß „das
Bauen on Py amiden, E dbeben, selbs K iege ... dazu dienen
[mögen], den Reich um zu e meh en"88, so is das zwa an sich g und-
88 J. M. K e y n e 8 : „Allgemeine Theo ie", a. a. 0., S. 110.
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565] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 53
sä zlich möglich und dahe auch — wenn auch e was übe ieben ge-
sag
—
du chaus ich ig beobach e ; es kann abe nich , wie Key n es
das zu un e such , dami beg ünde we den, daß „ ü einen Men-
schen, de lange a bei slos wa , ... i gendein Maß on A bei , s a
Nach eil einzuschließen, einen posi i en Nu zen haben" mag89, son-
de n is lediglich eine Folge da on, daß die Kos en solche Vo haben
ge inge sind als jene du ch Kos endeg ession beding e Kos ene spa -
nis, die le z lich das E gebnis de mul iplika i en Konseku i wi -
kungen jene alimen ie ungsbedü igen Vo haben is , zu de en Du ch-
üh ung die P imä s eige ung im Um ange de Beschä igung e olg e.
Wenn K e y n e s diese Zusammenhänge nich ich ig, sonde n nu
du ch die on ihm angewand e A eine gewissen mys ischen Um-
sch eibung beg ünden konn e, so lag das an seinen g undsä zlich
i igen Vo s ellungen übe die A de indus iellen Kos enges al ung.
IV. Die A bei sbescha ung
Un e A bei sbescha ung e s eh man wohl allgemein die Ta -
sache, daß A bei sk ä e sei ens ö en liche S ellen eingese z we -
den zu Du ch üh ung on Vo haben, die du ch die p i a e Wi scha
nich ode doch nich in dem be e enden Zei punk e du chge üh
wo den wä en, um au diese Weise eine in de Wi scha bes ehende
Un e beschä igung zu beheben.
Bei de Planung und Du ch üh ung on Maßnahmen, die de
„A bei sbescha ung" dienen sollen, muß de Cha ak e de bes ehen-
den Un e beschä igung, die gemilde ode besei ig we den soll, s e s
beach e , d. h. es muß be ücksich ig we den, ob sie eine solche kon-
junk u elle ode ielmeh eine solche s uk u elle Ve u sachung,
und in le z e em Falle o allem auch endogene ode exogene Na u
is . Diese No wendigkei is insbesonde e deshalb gegeben, weil die
Vo haben, die de A bei sbescha ung dienen sollen, im e s e en Falle
ka aly isch, in le z e em Falle abe kausal wi ken müssen; wobei
na ü lich nich bes i en we den soll, daß die insgesam ka aly isch
wi kende A bei sbescha ung zu Besei igung eine konjunk u ellen
A bei slosigkei nich an sich auch in ih en Wi kungen kausal sein
kann.
Be ach en wi zunächs die Gesich spunk e, die bei de Planung
und Du ch üh ung on Maßnahmen zu beach en sind, die de Besei i-
gung eine konjunk u ellen Un e beschä igung dienen sollen, und die
in ih en Wi kungen, wie gesag , g undsä zlich ka aly ische Na u
89 Ebenda, S. 109.
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54 Alb ech Fo s mann [566
sein müssen. Um diese Gesich spunk e e kennen zu können, muß zu-
nächs ku z und g undsä zlich die U sache eine solchen konjunk-
u ellen Un e beschä igung es ges ell we den.
Eine konjunk u elle Un e beschä igung als Ausd uck eines kon-
junk u ellen Abs iegs bzw. seines Abschlusses is le z lich dadu ch
beding , daß die Un e nehme ih en E zeugungsum ang und dami auch
den Um ang de on ihnen beschä ig en A bei sk ä e einsch änken
bzw. eingesch änk haben. Eine solche Einsch änkung e olg deshalb,
weil die Un e nehme die wi scha liche En wicklung ungüns ig be-
u eilen und dahe de „ i uelle" Zins als Ausd uck ih e An i-
zipa ionen en sp echend nied ig lieg , de a , daß e un e halb ode
bei dem ü sie ele an en „Ma k zins uß" lieg .
Um in einem solchen Falle eine S eige ung im Um ange de Be-
schä igung e eichen zu können, muß also das Ve häl nis on „ i uel-
lem" Zins zum „Ma k zins uß" so ges al e we den, daß es g öße is
als die Einhei . Das kann g undsä zlich au zweie lei A geschehen,
nämlich einmal dadu ch, daß de „ i uelle" Zins sowei gehoben wi d,
daß e obe halb des „Ma k zins ußes" lieg , und zum ande en dadu ch,
daß de „Ma k zins uß" sowei gesenk wi d, daß e den „ i uellen"
Zins un e sch ei e .
Das le z genann e Ziel kann bekann lich dadu ch e eich we den,
daß die Banken ih en Zins aus eichend senken. Diese Me hode is die,
die man als die „Poli ik des billigen Geldes" zu bezeichnen p leg ; sie
is , wie gesag wu de, nu solange anwendba , als de „ i uelle" Zins
g öße is als Null. Eine solche Poli ik ha ih e sei s auch inso e n
eine ka aly ische Wi kung au den „ i uellen" Zins, als die Senkung
des „Ma k zins ußes" sei ens de Un e nehme als ein güns iges Zei-
chen angesehen wi d und dahe in Rich ung eine S eige ung des
„ i uellen" Zinses wi k 1. Diese Poli ik des „billigen Geldes" is alle -
dings, wie be ei s wei e oben gesag wu de, nu anwendba , solange
de „ i uelle" Zins obe halb des We es Null lieg . In diesem Falle,
d. h. wenn e bei ode un e Null lieg , is die bes ehende Dep ession
nich meh konjunk u ellen, sonde n s uk u ellen Cha ak e s und
egelmäßig auch exogene Ve u sachung.
De ande e Weg zu Besei igung eine konjunk u ellen Un e -
beschä igung is de , den „ i uellen" Zins zu e höhen. Das geschieh ,
wie gezeig , einmal du ch die ka aly ischen Wi kungen eine Senkung
des „Ma k zins ußes", zum ande en abe auch selbs ändig du ch en -
1 In diesem Sinne äuße sich auch J. M. K e y n e s (Vom Gelde a. a. 0., S. 172),
e sag : „Eine sinkende Bank a e ha zum Beispiel die Tendenz, den na ü -
lichen Zins zu e höhen, wenn sie die E wa ung eine s eigenden P eis endenz
e weck , wodu ch die Anziehungsk a de In es i ion, in Geld ausged ück , e -
höh wi d."
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573] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 61
sonde n seine Bedeu ung is nich minde g oß auch ü die Beu ei-
lung de in e alu a ischen Ve häl nisse, wie dies die o au gegan-
genen Be ach ungen übe die Lage de Ve einig en S aa en be ei s
haben e kennen lassen. Es lieg dies besonde s da an, daß jene alimen-
ie ungsbedü igen Vo haben, die die G undlage ü die Ände ungen
im Um ange de Beschä igung und ih e wi scha liche Legi imi ä
bilden, ih en Ausd uck auch in jenen „einsei igen We übe agungen"
inden, die
—
wie be ei s angedeu e
—
on in eg ie ende Wich igkei
ü die die in e alu a ische Dynamik bes immenden Zusammenhänge
sind.
Es e schein dahe auch e o de lich, daß wi zum Abschluß unse e
Be ach ungen übe das Beschä igungsp oblem noch besonde s au
das Alimen ie ungsp oblem und seine cha ak e is ischen Bes immungs-
g ünde eingehen, und zwa un e Be ücksich igung namen lich auch
de in e alu a ischen Zusammenhänge, wie sie ih en besonde en Aus-
d uck in den „einsei igen We übe agungen" und ih en wi scha -
lichen Vo ausse zungen und Wi kungen als Ausd uck de in e alu a-
ischen Alimen ie ungen inden1.
Das Alimen ie ungsp oblem is allgemein gekennzeichne du ch die
Ta sache, daß eine wi scha liche Ausnu zung des E zeugungsappa-
a es eine Volkswi scha bei aus eichende Beschä igung o aus-
se z , daß eine genügende Anzahl on Vo haben o handen is , die
A bei sk ä e abso bie en und die ih e sei s wiede Lohn emp angen,
ohne daß diese A bei sk ä e den Um ang de liquiden Ve b auchs-
1 Es is bedaue lich, daß K e y n e s bei seinen Un e suchungen übe das Be-
schä igungsp oblem („Allgemeine Theo ie", a. a. 0.) au die in e na ionalen Wi -
scha szusammenhänge und Beding hei en und insbesonde e au die in e na ionale
Abhängigkei des Beschä igungsp oblems on den „einsei igen We übe agungen'4
übe haup nich eingegangen is , obgleich ge ade diese Zusammenhänge und ins-
besonde e die du ch exogen beding e Ein lüsse e u sach en ano ganischen Ve -
ände ungen de in e na ionalen S uk u gegebenhei en und ih e Wi kungen ü das
eigen liche „P oblem" de Beschä igung zwischen den Wel k iegen on bes im
mende Bedeu ung wa en.
E e wähn Ein lüsse diese A nu meh nebenbei un e de Annahme, daß
die in e na ionalen Wi scha sbeziehungen im wesen lichen au einem bloßen Aus-
ausch on Gü e n be uh en, und be ücksich ig diejenigen Gü e bewegungen, die
de Ausd uck einsei ige We übe agungen sind, ga nich . So mein e beispiels-
weise (ebenda, S. 102 .): „In eine o enen Wi scha so dnung mi Handelsbezie-
hungen zum Ausland wi d ein Teil des Mul iplika o s de e meh en In es i ion
de Beschä igung in emden Lände n zugu e kommen, weil ein Teil des e meh -
en Ve b auchs die güns ige Zahlungsbilanz unse es eigenen Landes e minde n
wi d, so daß wi bei de bloßen Be ücksich igung de einheimischen Beschä i-
gung, im Gegensa z zu Wel beschä igung, die olle Zahl des Mul iplika o s e -
minde n müssen. Ande e sei s mag unse eigenes Land einen Teil dieses Abganges
du ch güns ige Rückwi kungen zu ücke langen als Folge de du ch den Mul ipli-
ka o im emden Lande e u sach en Zunahme de wi scha lichen Tä igkei ."
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62 Alb ech Fo s mann [574
gü e e meh en, daß also eine aus eichende Möglichkei zu Alimen-
ie ung on A bei sk ä en o handen is , die nich unmi elba
p oduk i ä ig sind. Diese No wendigkei is
—
ce e is pa ibus — um
so g öße , je meh die echnische P oduk i i ä in de Ve b auchs-
gü e e zeugung wächs . Diese Ta sache de No wendigkei zu
Alimen ie ung bezeichne man ielleich am zweckmäßigs en als
das ak i e Alimen ie ungsp oblem.
Im Gegensa z dazu se z eine aus eichende Kapi albildung o -
aus, daß ü die Du ch üh ung on Realin es ie ungen aus eichende
Ve b auchsgü e mengen zu Ve ügung s ehen ode zu Ve ügung ge-
s ell we den können2, dami die bei de Realin es ie ung und den
Zub inge indus ien beschä ig en A bei sk ä e alimen ie we den
können, denn „die Ve meh ung ode Ve minde ung des Kapi als häng
on de Höhe de In es i ion und nich on de Höhe de E spa nis
ab"8.
Die Ta sache de Abhängigkei alimen ie ungs-
bedü ige Vo haben on dem Vo handensein aus eichende
Alimen ie ungsmi el kann ielleich zweckmäßig als das passi e
Alimen ie ungsp oblem bezeichne we den. Auch dieses P o-
blem is ü die Beu eilung de in e alu a ischen Zusammenhänge
und ih e S ö ungen du ch exogen beding e Ein lüsse on Wich igkei .
Die ü die beiden Sei en des Alimen ie ungsp oblems wesen lichen
Zusammenhänge sollen nun ku z und un e besonde e Be ücksich i-
gung auch de in diesem Zusammenhange wich igen außenwi scha -
lichen Ta bes ände und Vo gänge be ach e we den, und zwa wollen
wi uns zunächs de Be ach ung des ak i en Alimen ie ungsp oblems
zuwenden.
B. Die ak i e Alimen ie ung
Un e de ak i en Alimen ie ung e s ehen wi , wie be ei s ge-
sag wu de, die No wendigkei , daß aus eichende alimen ie ungsbedü -
ige Vo hagen o handen sind, um den ela i en E zeugungsübe schuß
—
und zwa bes eh diese , sowei hie zunächs die inne wi scha lichen
2 D. h., daß au dem Wege de „Zwangse spa nis" Ve iigungsmach übe Ve -
b auchsgü e in die Hände de In es o en gelang .
3 J. M. K e y n e s : Vom Gelde, a. a. 0., S. 141.
Wäh end Keynes hie (ebenda) noch zu e end da au hinweis , „daß Spa en
ohne eine en sp echende In es i ion möglich is ", mein e , wie schon gesag wu de,
spä e („Allgemeine Theo ie", a. a. 0., S. 70), „daß E spa nis und In es i ion ...
oneinande abweichen können ... du ch eine op ische Täuschung e klä we den"
müß e.
Vgl. hie zu auch oben S. 24.
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575] Zu Theo ie de Beschä igung (II) .63
Ve häl nisse in e essie en, aus Ve b auchsgü e n — bei aus eichende
wi scha liche Ausnu zung des E zeugungsappa a es und aus eichen-
dem Beschä igungsum ang abse zen zu können.
De hie bes ehende Zwang zu Alimen ie ung, d. h. die
No wendigkei zu Au indung und Du ch üh ung on Vo haben, die
alimen ie ungsbedii ig und dahe in de Lage sind, einen Übe schuß
an Ve b auchsgü e n als gü e wi scha lichen Ausd uck en sp echen-
de E spa nisse au nehmen zu können, is um so g öße , je g öße ein-
mal die echnische P oduk i i ä — insbesonde e in de Ve b auchs-
gü e indus ie — is und je g öße zum ande en das Ve häl nis de
hohen zu den nied igen Einkommen is , je meh also bei eine Ve -
ände ung de Einkommensschich ung eine solche Ve ände ung zu-
guns en de hohen Einkommen e olg , d. h. je meh en wede bei
gleich hohem Na ionaleinkommen ein Sinken de nied igen Einkom-
men s a inde ode je meh bei einem Gleichbleiben de nied igen
Einkommen die hohen Einkommen s eigen bzw. eine Kombina ion aus
beiden Al e na i en ein i .
Diese Zusammenhänge sind dadu ch beding , daß bei eine S eige-
ung de echnischen P oduk i i ä die p o A bei seinhei in de Ve -
b auchsgü e e zeugung p oduzie e Gü e menge s eig , ohne daß eine
en sp echende S eige ung de Nach age o liegen wü de. Im Gegen-
eil bes eh die Möglichkei , daß
—
wenn nich besonde e kompensie-
ende Ein lüsse au e en — die Nach age deshalb noch sinken wi d,
weil die S eige ung de echnischen P oduk i i ä eine en sp echende
Anzahl on A bei sk ä en bei gleichbleibendem E zeugungsum ang
übe lüssig mach . Es muß also ü die in olge eine Ve besse ung de
echnischen P oduk i i ä bei gleichem Um ang de E zeugung übe -
schüssig we denden A bei sk ä e eine en sp echende ande wei ige Be-
schä igung ge unden we den, wenn das Gleichgewich des wi scha -
lichen K eislau geschehens, wie es oben de inie wu de4, nich ge-
s ö we den soll und dadu ch wei e e kon ahie ende Rückwi kungen
au den Beschä igungsum ang ausgeüb we den sollen.
Das gleiche gil sinngemäß auch ü den Fall, daß eine Ve ände-
ung de Einkommensschich ung ein i , de a , daß das Ve häl nis
de hohen zu den nied igen Einkommen zunimm . Diese Wi kung be-
uh da au , daß die na ionale Spa quo e en sp echend dem Um ange
de Ve ände ung des angegebenen Ve häl nisses zunimm , weil in die-
sem Falle eine dem Gese z om abnehmenden Ve b auchszuwachs
en sp echend ges eige e Ve b auchsen hal ung in de Volkswi scha
ein i , die nu dann und nu dadu ch in ih en Wi kungen au das
wi scha liche K eislau geschehen au gehoben we den kann, daß eine
4 Siehe hie zu oben S. 33.
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64 Alb ech Fo s mann [576
en sp echende Ausdehnung de alimen ie ungsbedü igen Vo haben
ein i .
Die angegebenen Wi kungen eine Ve besse ung de echnischen
P oduk i i ä — und sinngemäß auch eine en sp echenden Ve ände-
ung de Einkommensschich ung — we den nun abe nu dann ein-
e en, wenn diese Ände ungen de echnischen P oduk i i ä die U -
sache de angegebenen wi scha lichen En wicklung is , nich abe
auch dann, wenn sie sich aus diese endogen e geben.
Von besonde e Wich igkei ü die hie in e essie ende P oble-
ma ik is eine Ve ände ung de echnischen P oduk i i ä , die aus
exogen beding en Ein lüssen esul ie , namen lich dann, wenn sie
on g oßem Ausmaße is , wie dies im Ve lau e des e gangenen Jah -
hunde s de Fall wa , als das gesam e E zeugungs e ah en du ch
Ein üh ung de du ch neue E indungen e möglich en echnischen
Ve besse ungen „ a ionalisie " wu de.
In einem solchen Falle bes eh de Zwang zu Alimen ie ung in
ganz besonde em Um ange und auch in ganz besonde e A , denn an-
gesich s de Ta sache, daß die Menge de E zeugung p o Einhei de
au gewand en A bei auße o den lich ans eig und die ela i e S a -
hei de Löhne eine S eige ung de nied igen Einkommen und dami
auch eine S eige ung de Nach age nach Ve b auchsgü e n e schwe
ode ausschließ
—
abgesehen on ande en in diese Rich ung wi ken-
den Ta sachen
—
s eigen zwa die hohen Einkommen, ohne daß abe
auch die Realin es ie ungen in dem diese Ve ände ung in de Schich-
ung de Einkommen e o de lichen Um ange s eigen wü den, obgleich
na ü lich eine gewisse S eige ung du ch die neuen E indungen und
ih e Ein üh ung in das E zeugungs e ah en s a inden wi d.
Mi Rücksich au die in einem solchen Falle bes ehenden unzu-
eichenden Möglichkei en on Inlandsin es ie ungen wi d es dann e -
o de lich sein, den E zeugungsübe schuß, de sich bei Ausnu zung
de echnisch e besse en E zeugungskapazi ä und aus eichendem
Beschä igungsum ang e geben muß — und zwa an Gü e n alle A
— als „Kapi alaus uh ", also als „einsei ige We übe agung" ins
Ausland auszu üh en.
Hie du ch we den die g undsä zlich gleichen Rückwi kungen au
die inne wi scha liche En wicklung — die Einkommensges al ung,
den Beschä igungsum ang usw. — desjenigen Landes he o ge u en,
das solche „einsei igen We übe agungen" aus üh , wie sie sich auch
bei Inlandsin es i ionen e geben. Denn es handel sich in beiden Fäl-
len um alimen ie ungsbedü ige Vo haben.
Es is dahe auch e klä lich, daß man als Ausd uck de du ch solche
„einsei igen We übe agungen" bzw. du ch den Außenhandel — das
le z e e is alle dings nich ganz exak ausged ück
—
he o ge u enen
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577] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 65
mul iplika i en Konseku i wi kungen analog dem on Kahn5 au ge-
s ell en „Beschä igungsmul iplika o " bzw. dem on K e y n e s an-
gegebenen „In es i ionsmul iplika o "6 auch einen „Außenhandels-
mul iplika o " einge üh ha 7, de die mul iplika i en Konseku i -
wi kungen des Außenhandels zum Ausd uck b ingen soll.
Die Besei igung bzw. die Ve hinde ung eine Un e beschä igung,
die du ch eine meh ode wenige s a ke S eige ung de echnischen
P oduk i i ä e u sach is bzw. e u sach we den kann, und die
o ausse z , daß aus eichende Möglichkei en eine ak i en Alimen ie-
ung bes ehen, is hie also nich du ch die Vo nahme i n ländische ,
sonde n nu du ch die Du ch üh ung aus ländische Realin es ie un-
gen e eichba ; d.h. de Um ang de Beschä igung is im o liegen-
den Falle eine Folge de „einsei igen We übe agungen" —1 und
zwa in de Fo m de „Kapi alaus uh "
—
und de mul iplika i en Kon-
seku i wi kungen de E zeugung de jenigen Gü e , die als ein en -
sp echende Aus uh übe schuß den gü e wi scha lichen Ausd uck
diese Kapi alaus uh da s ellen und die dahe auch — un e beson-
de e Be ücksich igung ih es Ve wendungszweckes — auch als „Ka-
pi algü e " zu bezeichnen sind — auch dann, wenn sich un e ihnen
Gü e be inden, die no male weise Ve b auchsgü e sind, die hie abe
zu Alimen ie ung des P oduk ions ak o s „A bei " de ausländischen
Realin es ie ungen dienen8.
Die P ospe i ä des aus üh enden Landes be uh dann au de
Möglichkei aus eichende Auslandsin es ie ungen, da du ch diese
allein die e o de liche wi scha liche Ausnu zung des a ionalisie en
na ionalen E zeugungsappa a es bei aus eichendem Beschä igungs-
um ang und aus eichendem Lebenss anda d möglich is . Ein gewisse
8 Vgl. R. F. K a h n : a. a. 0.
• Vgl. J. M. K e y n e s : „Allgemeine Theo ie, a. a. 0.
7 Zu Theo ie dieses „Außenhandelsmul iplika o s" gl. auch die wei e oben
angegebene Li e a u (S. 35, Anm. 69).
Zum Beg i dieses „Außenhandelsmul iplika o s" s ell J. J. P o
1
a k (The Fo-
eign T ade Mul iplie , a. a. 0., pg. 891), de eine e gleichende Un e suchung de
e schiedenen ü einen solchen Mul iplika o au ges ell en Beziehungen mi selb-
s ändige S ellungnahme du chge üh ha , insbesonde e es : „Kahn ha seinem
Mul iplika o die Au gabe zugewiesen, die Wi kungen es zus ellen, die die Kos en
ö en liche Vo haben au das Volkseinkommen haben. In du chaus ähnliche
Weise ha de Außenhandelsmul iplika o die Au gabe, als Ins umen zu Mes-
sung de Wi kungen zu dienen, die du ch eine Ve ände ung de Außenhandels-
posi ion eines Landes au Volkseinkommen, Beschä igungsum ang usw. he o ge-
u en we den."
8 In diesem Sinne nenn beispielsweise W. E u c k e n (Kapi al heo e ische
Un e suchungen, Jena 1934, S. 125): „Kapi al ... in de Geldwi scha die Ve -
ügungsmach übe Konsumgü e , sowei sie sich in Händen de Un e nehme be-
inde ." (Im O iginal gespe .)
Schmolle g Jah buch LXIX, 5 5
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66 Alb ech Fo s mann [578
ge ung de echnischen P oduk i i ä in Ve bindung mi de S eige-
inne wi scha liche Ausgleich de du ch die Technisie ung des E -
zeugungs e ah ens au den Um ang de Beschä igung indizie en
Wi kungen wi d dann lang is ig auch dadu ch möglich, daß die S ei-
ung des E zeugungsum anges — hie zunächs zum Zwecke de Aus-
landsin es ie ung
—
auch die Lohn e häl nisse e besse und dadu ch
zu eine gewissen Ve ände ung de Einkommensschich ung in Rich-
ung de . nied igen Einkommen üh , so daß dann auch die au die
A bei seinhei en allende Ve b auchsgü e menge eine S eige ung e -
äh . Denn diese is ja bei eine S eige ung de nied igen Einkom-
men g öße als bei eine solchen de hohen Einkommen.
Es bes eh nun noch eine ande e Möglichkei zu Alimen ie ung.
Diese lieg da in, daß Einkommen an Pe sonen gezahl wi d, die en -
wede unp oduk i e ode auch e lus ha e A bei en aus üh en ode
die übe haup nich beschä ig sind, wie es beispielsweise in le z -
genann e Hinsich bei Ren ne n, Pensionä en usw. de Fall is . Auch
in diesem Falle bes eh die — oben im einzelnen beg ünde e — Mög-
lichkei , daß die an solche Pe sonen gezahl en Be äge die Wi scha
nich nu nich übe mäßig bzw. übe haup belas en, sonde n daß hie -
du ch ielmeh eine du ch Kos endeg ession beding e Kos ene spa -
nis indizie wi d, die die ü solche unp oduk i en ode auch e lus -
ha en Ausgaben e u sach en Kos en kompensie ode auch übe -
kompensie . Auch in diesem Falle bes eh eine Analogie außenwi -
scha liche A , die sich aus den olgenden Ta sachen e gib :
Wenn emde Lände mi Hil e ausländische Kapi alien au ge-
schlossen we den und sie au diese Weise zu de ini i en Schuld-
ne lände n we den, so e ügen sie nach ih e Au schließung s e s
übe eine E zeugungskapazi ä , die bei aus eichend wi scha liche
Ausnu zung die eigenen Beda sbe iedigungsmöglichkei en bei wei em
übe sch ei e ; die abe e o de lich is , wenn die gegebenen na ü -
lichen güns igen E zeugungsbedingungen solche Lände aus eichend
ausgenu z we den sollen, und de en Ausnu zung eben alls no wendig
is , um einen aus eichenden Um ang de Beschä igung bei aus ei-
chendem Lebenss anda d zu ga an ie en.
Angesich s diese Ta sache is es e o de lich, daß solche Lände ,
wie beispielsweise die Ve einig en S aa en, in de gleichen Weise o -
gehen, wie dies die Lände un, die zu Ve wendung ih es E zeugungs-
übe schusses Kapi alexpo be eiben, und die, da sie spä e Gläubige
de Lände we den, in die sie in de Gegenwa Kapi al aus üh en,
auch als „we dende Gläubige lände " bezeichne we den können. Sie
müssen also eben alls ih en E zeugungsübe schuß in de Fo m „ein-
sei ige We übe agungen" an das Ausland abse zen.
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579] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 67
Die Möglichkei zu diesem Vo gehen gib ihnen ih e wi scha -
liche S ellung im in e na ionalen Ve keh , die das na ü liche E gebnis
ih e ühe en En wicklung is , au G und de en sie zu de ini i en
Schuldne lände n gewo den sind. Da sie au G und ih e ühe en
Kapi alein uh en dem Auslande zinsp lich ig gewo den sind, so können
sie nun ih en E zeugungsübe schuß dazu benu zen, ih en Zins e p lich-
ungen dem Auslande gegenübe nachzukommen und e binden da-
bei inso e n das Angenehme mi dem Nü zlichen, als diese gü e wi -
scha lich e ek uie en Zinsleis ungen und de en mul iplika i e
Konseku i wi kungen au ih e inne wi scha liche En wicklung es
ihnen e s e möglichen, ih en E zeugungsappa a in eine Weise aus-
zunü zen, daß sich da aus bzw. du ch die au diese Weise e ziel en
Kos ene spa nisse ein Gewinn e gib , de die zu Zinsleis ung e o de -
lichen Be äge bei wei em übe s eig , wie wi be ei s bei de Be ach-
ung de wi scha lichen Si ua ion de Ve einig en S aa en e -
wähn en.
Die Ve hinde ung eine Un e beschä igung lieg also auch bei die-
sem „S uk u yp" in de Möglichkei jene ak i en Alimen ie ung,
die ih en Ausd uck in den als Zinsleis ungen ausge üh en „ein-
sei igen We übe agungen4* inde . De Um ang de Beschä igung
is hie also die Folge jene Gü e aus uh und de sich hie aus e -
gebenden mul iplika i en Konseku i wi kungen, die de gü e wi -
scha liche Ausd uck de E üllung de angegebenen Zins e p lich-
ungen is . Und die ausge üh en Gü e sind — wel wi scha lich ge-
sehen — als Ve b auchsgü e zu bezeichnen, auch wenn sie no male -
weise nich zu diese Ka ego ie on Gü e n ge echne we den.
Bei den alimen ie ungsp lich igen Lände n diese A , den „de i-
ni i en Schuldne lände n", lieg also die Vo ausse zung ih es na iona-
len Wohls andes, ih es Lebenss anda ds ebenso wie auch ih es Be-
schä igungsum anges in ih e Ve p lich ung zu Alimen ie ung an-
de e Lände , d. h. in de diese Ve p lich ung beg ündenden in e -
na ionalen Ve schuldung, die das E gebnis ih e ühe en Au schließung
mi els ausländische Kapi alhil e is . We den ihnen diese genommen
ode we den diese Lände soga zu in e na ionalen Gläubige n, ohne
daß dies im Ve lau e eine — alle dings langen — na ü lichen En -
wicklung e olg , sonde n we den sie dies au exogene Weise, ohne
daß sich ih e üb igen S uk u me kmale in eine diese Ve ände ung
adäqua en Weise ände n — und das wi d kaum möglich sein —, so is
das E gebnis eine K ise, de en Schwe e du ch das Ausmaß de s a -
ge undenen Ve ände ung bes imm is und die nu dann und nu da-
du ch zu beheben is , daß die ühe en na ü lichen Gegebenhei en
wiede he ges ell we den.
5*
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68 Alb ech Fo s mann [580
In diesem Falle en s eh in diesen Lände n eine Un e beschä i-
gung, die
—
en sp echend dem Gese z de mul iplika i en Konseku i -
wi kungen — ein Viel aches des Beschä igungs ückganges in den ali-
men ie enden, hie also in den Aus uh gü e e zeugungen be äg .
Zum ande en en s eh eine na ionale Gewinnminde ung bzw. ein
na ionale Ve lus , de in seinem Ausmaße bes imm is du ch die Höhe
jene sons gemach en Kos ene spa nisse, die dadu ch e u sach
wa en, daß die Aus uh und die du ch sie beding en mul iplika i en
Konseku i wi kungen au die inne wi scha lichen K eislau o gänge
einen E zeugungsum ang e möglich en, de eine hohe echnische P o-
duk i i ä in olge eine güns igen Kombina ion de P oduk ions ak-
o en ep äsen ie e. Du ch den Aus uh ückgang und die hie aus
esul ie enden mul iplika i en Konseku i wi kungen
—
nunmeh abe
im nega i en Sinne
—
sink auch de na ionale E zeugungsum ang um
ein Viel aches des Aus uh ückganges und e schlech e hie du ch
die echnische P oduk i i ä in de gesam en Wi scha in olge
Kos enp og ession, die sich aus de Reduk ion im Um ange de E zeu-
gung e gib . Lebenss anda d und Volkswohls and e leiden dadu ch also
eine en sp echende Ve schlech e ung.
C. Die passi e Alimen ie ung
Die passi e Alimen ie ung is , wie eingangs be ei s e wähn wu de,
dadu ch gekennzeichne , daß ü die Möglichkei de Du ch üh ung
alimen ie ungsbedü ige Vo haben die en sp echenden Vo aus-
se zungen zu Alimen ie ung im passi en Sinne e üll sind, d. h., daß
aus eichende Alimen ie ungsmi el zu Ve ügung ges ell we den.
Eine „P oblema ik" de passi en Alimen ie ung muß dahe imme
dann ein e en, wenn die zu Du ch üh ung alimen ie ungsbedü ige
Vo haben e o de lichen Mi el, d. h. gü e wi scha lich gesehen die
hie zu e o de lichen Ve b auchsgü e , nich in aus eichendem Um-
ange o handen ode zu Ve ügung ges ell we den, weil die P o-
duk ions ak o en de Ve b auchsgü e e zeugung keine aus eichende
Konsumen hal ung üben und ein Zwang zu Konsumen hal ung nich
ausgeüb wi d, wenn also, geldsei ig gesehen, nich die e o de lichen
E spa nisse, S eue eingänge usw. zu Ve ügung s ehen.
Im Ve lau e eine no malen wi scha lichen En wicklung wi d in
einem solchen Falle eine Anpassung on Sei en de alimen ie ungs-
bedü igen Vo haben dadu ch e olgen, daß de Um ang de du ch
die un e nehme ischen An izipa ionen bes imm en Realin es ie ungen
die du ch die Höhe des „ i uellen" Zinses bes imm is , an die Höhe
de zu Alimen ie ung zu Ve ügung s ehenden E spa nisse dadu ch
e olg , daß de „Ma k zins uß" sowei s eig , bis die den Um ang de
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581] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 69
E spa nisse übe s eigenden Realin es ie ungen nied ige e wa e e
E äge on de Nach age ausgeschieden sind. Das gil alle dings nu
ü den Fall, daß Kapi aldisposi ionen lediglich aus „ech en" E spa -
nissen zu Ve ügung ges ell we den.
Einem solchen Mangel an ech en E spa nissen kann nun abe
bekann lich dadu ch begegne we den, daß den In es o en aus-
eichende Mi el zu Du ch üh ung ih e Realin es ie ungen zu einem
dem Um ange diese Realin es ie ungen bzw. dem diesem Um ange
en sp echenden „ i uellen" Zins angemessenen, aus eichend nied igen
„Ma k zins uß" zu Ve ügung ges ell we den. Das is dadu ch mög-
lich, daß zu den aus ech en E spa nissen gewäh en „ e mi elnden"
K edi en, „Zwangse spa nisse" also aus „zusä zlich" gewäh en, de
K edi schöp ung en s ammende Mi el e en. In einem solchen Falle
bes eh na ü lich, wie dies ja oben aus üh liche da geleg wu de, die
Möglichkei — wenn na ü lich auch nich , wie dies Keynes au
G und seine unzulässig in eg a i en Be ach ungsweise annimm , de
Zwang
—
daß sich diese E spa nisse, die sich in e s ä k em Maße als
Folge de Realin es ie ungen und ih e mul iplika i en Konseku i -
wi kungen bilden, den in es ie en Nominalbe ägen
—
wenigs ens eil-
weise bei gleichen Realwe en — angleichen, und zwa dadu ch, daß
sich, wie Keynes mein , „das Einkommen in jenem G ade e höh ,
de e o de lich is , um die Ände ung de E spa nis gleich de Ände-
ung in de In es i ion zu machen"9.
Ein passi es Alimen ie ungsp oblem wi d imme dann o liegen,
wenn au G und exogene Ve u sachung alimen ie ungsbedü ige
Vo haben on einem Ausmaße o liegen, das wei übe das Ausmaß de
Mi el geh , die zu ih e Du ch üh ung no male weise zu Ve ügung
ges ell we den können. Ein solche Zus and wi d in besonde s aus-
gesp ochenem Maße nach einem K ieg o liegen, und zwa sowohl in
bezug au wi scha lich legi ime wie auch in bezug au „ e lus ha e"
Vo haben. Hie kommen als wi scha lich legi ime Vo haben alimen-
ie ungsbedü ige A alle jene Vo haben in F age, die man un e
dem Beg i des „Nachholebeda s" zu subsumie en p leg , wäh end
als unp oduk i e bzw. als e lus ha e Vo haben alle solche zu nennen
sind, die ohne einen Gegenwe bleiben und exogene Leis ungen ep ä-
sen ie en, wie K iegsen schädigungen, Repa a ionen usw.
Die Lösung eines passi en Alimen ie ungsp oblems se z die
Anwendung on Maßnahmen o aus, die zu einem Zus and üh en
müssen, wie e ypisch ü das Bes ehen eines ak i en Alimen ie-
ungsp oblems is , welches bekann lich dadu ch gekennzeichne is ,
daß ein Übe maß an Alimen ie ungsmi eln zu Ve ügung s eh . Zu
9 J. M. K e n e s : „Allgemeine Theo ie", a. a. 0., S. 154.
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70 Alb ech Fo s mann [582
Lösung des passi en Alimen ie ungsp oblems, das du ch das Fehlen
solche Mi el gekennzeichne is , e lang also o allem eine s a ke
S eige ung de echnischen P oduk i i ä in de Ve b auchsgü e -
e zeugung, um zu e eichen, daß die Menge e zeug e bzw. e zeugba e
Ve b auchsgü e p o au gewand e A bei seinhei möglichs g oß is ,
so daß eine möglichs g oße übe schüssige Menge an Ve b auchsgü e n
zu Alimen ie ungszwecken zu Ve ügung s eh .
Um dieses Ziel — wenigs ens einige maßen — e eichen zu können,
müssen Maßnahmen e g i en we den, du ch die Reibungs e lus e und
Fehllei ungen nach Möglichkei e mieden we den, und es muß wei e
auch die Ve b auchsgü e e zeugung nach Möglichkei e ein ach ,
u. U. soga geno m we den. Wei e hin is auch ü eine aus eichende
— abe auch nich übe mäßige — Ve b auchseinsch änkung bei ge-
ech e Ve eilung de o handenen bzw. lau end an allenden Ve -
b auchsgü e So ge zu agen. Das is no alls du ch Anwendung on
Ra ionie ungsmaßnahmen zu e eichen; auch is die Ve b auchsgü e -
e zeugung du ch besonde e Maßnahmen, wie beispielsweise S eue -
e leich e ungen, anzu egen.
Die F age de passi en Alimen ie ung is nun — ebenso wie dies
auch bei de ak i en Alimen ie ung de Fall wa
—
auch ü die außen-
wi scha lichen Ve häl nisse on Bedeu ung und is dahe hie auch
un e diesem Gesich swinkel noch ku z zu be ach en.
Ein passi es Alimen ie ungsp oblem in e alu a ische A kann
beispielsweise dann en s ehen, wenn Lände zum Zwecke de Au -
schließung einen s a ken Kapi albeda haben, den sie selbe aus
eigene K a deshalb nich zu be iedigen e mögen, weil ihnen —
in olge ih es meh ode wenige kolonialen Cha ak e s — die hie zu
e o de lichen Mi el nich zu Ve ügung s ehen.
De Um ang de Beschä igung solche Lände und auch ih
Lebenss anda d is , wenn ih e Au schließung möglichs schnell e olgen
soll, abhängig da on, daß sie on ande en Lände n aus eichend alimen-
ie we den. Diese passi e Alimen ie ung e olg hie in de Fo m
eine „einsei igen We übe agung" als Kapi alein uh , de en gü e -
wi scha liches Äqui alen eine en sp echende Wa enein uh is , die
abe nich nu aus solchen Gü e n zu bes ehen b auch , die no male -
weise als Kapi algü e bezeichne we den, sonde n zu denen auch
Gü e gehö en können, die de Alimen ie ung de P oduk ions-
ak o en de Realin es ie ungen dienen, also no male weise als Ve -
b auchsgü e bezeichne we den. Da sich diese Lände du ch die in
Ansp uch genommene passi e Alimen ie ung an das Ausland o -
lau end e schulden, so kann diese in e na ionale S uk u yp als
„we dendes Schuldne land" bezeichne we den.
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589] Zu Theo ie de Beschä igung (II) 77
Nach eile hä en sich also schon nach Beendigung des K ieges zeigen
müssen. Dies wa auch zunächs de Fall, jedoch wu den sie danach
dadu ch ausgeschal e , daß die Vo ausse zungen de Alimen ie ung
au küns lichem Wege11 du ch die sei ens de Ve einig en S aa en ge-
wäh en K edi e gescha en wu den. Die Wel wi scha sk ise muß e
also ausb echen in dem Augenblick, in dem die Vo ausse zungen de
in e na ionalen Alimen ie ungen passi e und ak i e A in Weg all
kamen, in dem also die K edi e nich meh wei e gewäh wu den,
wie dies ja auch de Fall wa .
Abschließend können wi es s ellen, daß eine S eige ung im Um-
ange de Beschä igung als Lösung eines Beschä igungsp oblems nu
du ch eine S eige ung im Um ange eine alimen ie ungsbedü igen
Beschä igung gelös we den kann. Solche alimen ie ungsbedü igen
Beschä igungsa en sind inne wi scha lich die Realin es ie ungen
und außenwi scha lich alle A en „einsei ige We übe agungen'',
in denen sich — je nach de A des in e na ionalen S uk u yps —
en wede eine ak i e ode eine passi e Alimen ie ung mani es ie .
11 Au küns lichem Wege deshalb, weil die s uk u ellen Gegebenhei en
de Ve einig en S aa en — insbesonde e auch die Be ölke ungsdich e — nich jenen
Vo ausse zungen en sp ich , die e üll sein müssen, um einem Lande die Quali-
ika ion eines „we denden Gläubige landes" zu geben; — namen lich dann, wenn
Ve zinsung und Amo isa ion ausge üh e Kapi alien ku z is ig e olgen soll.
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