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Besprechungen

Abstract

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Besprechungen

Author: Montaner, Antonio
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1955
DOI: 10.3790/schm.75.3.93
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290826/1/schm.075.3.093.pdf
Mon ane , An onio
A icle
Besp echungen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Mon ane , An onio (1955) : Besp echungen, Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
75, Iss. 3, pp. 93-128,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.75.3.93
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290826
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349] 93
Besp echungen
Ri schi, Hans: Die G undlagen de Wi scha so dnung. Ge-
sammel e Au sä ze zu Leh e on de Wi scha so dnung. (Ve -
ö en lichungen de Akademie ü Gemeinwi scha , Hambu g.)
Tübingen 1954. J. C. B. Moh (Paul Siebeck). X und 174 S.
Was Hans Ri sehl zum P oblem de Wi scha so dnung neben
seinen Büche n „Gemeinwi scha und kapi alis ische Ma k wi -
scha " (Tübingen 1931) und „Theo e ische Volkswi scha sleh e"
(namen lich Band I, Tübingen 1947) an Abhandlungen und Reden e -
a bei e ha , e einig diese Sammlung in eine hema isch ge-
schlossenen Auswahl: Das Selbs bildnis des Menschen in seine Be-
deu ung ü die soziale O dnung. — Das Eigen um* — Wahl ode
Wandlung de Wi scha so dnung. — Die K ise des Kapi alismus. —
Idee und Ges al des Sozialismus. — Wi scha so dnung und Wi -
scha spoli ik. Es is ausgeschlossen, den ganzen Reich um des Buches
an heo e isch ie g ündigen und his o isch wei ausholenden Ge-
danken in wenigen Sä zen zu umsch eiben. Ri schis A gumen a ionen
s eue n on philosophischen, ins i u ionalis ischen und o dnungs-
poli ischen F ages ellungen he konzen isch au die allen seinen
Sys embilde n und We ungen zug unde liegende These zu, daß das
Wi scha sleben s e s in eine gesellscha lichen O dnung abläu , die
wei gehend als Rech so dnung gesiche und his o isch e ände lich
is , wo aus „sich zwei F agen e heben, e s ens die wissenscha liche:
Wie sind diese O dnungen gewo den, welche S uk u p inzipien be-
s immen ih en Au bau, wie und aus welchen G ünden haben sie sich
e ände , welche Tendenzen eine wei e en Ve ände ung können wi
beobach en? — und zwei ens die poli ische F age: Können wi diese
O dnung willen lich e ände n und e besse n?" (S. 105 .) Wissen-
scha und Poli ik g ei en mannig al ig ineinande , beide s ehen o
dem dualis ischen G und e häl nis on Indi iduum und Gesellscha
(das in allen kul u ellen Lebens o men nu als Ve häl nis on Pe -
sönlichkei und Gemeinscha ollziehba is , S. 11), hie um zu e -
kennen und zu e s ehen,' do um zu handeln und zu e söhnen. Wie
jede gesellscha liche O dnung den e hischen No men de Si e und
des Rech s un e wo en is , so is auch die Wi scha so dnung — e wa
aus dem Be eich de ökonomisch- echnischen P oduk ionsbedingungen
— im o aus nich eindeu ig de e minie (S. 56). Ri sehl wah die
T adi ion deu sche Sozialwissenscha , Theo ie und Geschich s-
be agung wie Analyse und K i ik zu e binden, und e bleib sich
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94 Besp .: Geo g D alieim, Die Genossenscha als Un e nehmungs yp [350
dabei s ändig seine eigenen Axioma ik bewuß , die au die Koo di-
na ion alle wi scha spoli ischen Maßnahmen in eine einhei lichen,
den gemeinwi scha lichen und den ma k wi scha lichen Be eich um-
assenden Rahmenplanung hin üh (S. 166). Doch hal en sich diese
p agma ischen Lei mo i e und Maßs äbe seines Denkens e n on
den In e essen enmeinungen und Schlagwo en de Tagespoli ik; sie
en sp ingen de his o ischen E ah ung mi de libe alen Leh e und
P axis, inden ihn abe ande e sei s auch nich be ei , Leh e und P axis
des his o ischen und wissenscha lichen Sozialismus bedenkenlos zu
akzep ie en. Wo e Komp omisse zu schließen such , geh es ihm nich
um den bequemen goldenen Mi elweg; ü ihn als His o ike sind
e hische (auße - und übe wi scha liche) No men des Indi idual- und
Sozialgeschehens ebenso gewachsene Reali ä en wie kapi alis ische und
sozialis ische Wi scha ss uk u en und Glaubensbekenn nisse, mi
denen die Wi scha spoli ik zu echnen ha und die jede zei eine
unbe angenen Läu e ung un e zogen we den müssen, weil wi zum
Handeln be u en und o die No wendigkei ges ell sind, uns o
den noch „o enen Möglichkei en" (Jaspe s) zu en scheiden. „Da in
abe un e scheiden sich alle sozialis ischen Sys eme om libe alen In-
di idualismus, daß sie nach allen E ah ungen die Ha monie im so-
zialen Leben nich meh e wa en aus einem mechanis ischen und
na u alis ischen Sys em, aus einem eien Spiel de K ä e, sonde n daß
sie diese Ha monie zu ges al en als Au gabe e kennen" (S. 56 ., 59).
De Ve asse beläß es nich bei de a allgemeinen Fo mulie un-
gen, sonde n e such , seine Übe zeugungen und die Konsequenzen
hie aus auch an den Bau eilen und Funk ionsabläu en de Wi scha
sich ba zu machen. Abschließend en wickel e die G undzüge seine
„s uk u analy ischen Theo ie de Wi scha so dnung". Siche lich be-
deu e dies alles eine schwie ige e und dem Augenschein nach
undankba e e Au gabe als die Pe ek ion abs ak - heo e ische
Sys eme. Abe die P inzipien, die in de Gesellscha , in de Wi -
scha und in de Technik he schen, we den nich e unden, sonde n
au gedeck (S. 147, 151). Liegen auch demgegenübe die kons i u i en
Elemen e des o malen Sys ems e s wesen lich im Denken beschlossen
(H. Wagen üh ), so sind sie le z en Endes dennoch e lek ie e Wi k-
lichkei . An onioMoii ane - Mainz
D aheim, Geo g: Die Genossenscha als Un e nehmungs yp.
Gö ingen 1952. Ve lag Vandenhoeck & Rup ech . 250 S.
D aheim ha es im o liegenden Buch nich au no ma i e, son-
de n au seinswissenscha liche E ö e ungen genossenscha liche P o-
bleme abgesehen. In eine Zei , in welche die on p agma ischen
Gesich spunk en dik ie e Li e a u nach eine kü ze en Pe iode de
Fö de ung heo e ische Abhandlungen wiede zunimm , sch eib de
Ve asse , de sei langem dem Genossenscha swesen in lei enden
Posi ionen p ak isch e bunden is , eine heo e ische A bei , wie sie
sich im In- und Ausland o z iele beach liche We ke kaum in ähn-
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351] Besp .: Geo g D aheim, Die Genossenscha als jn e nehmuiigs yp 95
lieh ie schü ende und ollende e Weise wiede inde . E is ganz
o enba de Au assung, daß seinswissenscha lich die en scheidenden
E kenn nisse o z iele wesen liche Ansä ze und wich ige Fes -
s ellungen noch nich ge unden ode doch noch nich endgül ig o mu-
lie wu den. Man kann das seinen Wo en en nehmen, daß e mi
diesem Buche „eine g undsä zliche Auseinande se zung übe den
Un e nehmungs yp Genossenscha einzulei en" beabsich ige (S. 5).
Aus diesen Wo en geh nun üb igens nich nu die F age nach
dem „was is 64 ganz allgemein he o , sonde n es wi d zugleich die
besonde e S ellung diese F age, die eine besonde e A de wissen-
scha lichen Behandlung mi els ganz bes imm e Me hoden e lang ,
bezeichne . Typische Zusammenhänge und En wicklungs endenzen,
nich jedoch jede denkba e ode auch wi kliche Einzel all de Ge-
nossenscha sind D aheim in e essan . Es sollen auch nich in de
bishe igen A de Genossenscha s heo ie die ökonomischen, soziolo-
gischen, ju is ischen usw. Aspek e de Genossenscha en ü sich e -
ö e we den, wie es z. B. noch in de im Jah e 1951 e schienenen
beach lichen A bei „Vom Wesen de Genossenscha en und ih e
s eue liche Behandlung" (Neuwied 1951) du ch P o esso en und
ande e wissenscha liche Mi a bei e des Genossenscha sins i u s Mün-
s e geschieh . D aheim ha , wie e aus üh , in seinem Buch ein mo -
phologisches Anliegen. Dies ha e üb igens o ku zem in eine wei-
e en Ve ö en lichung noch einmal deu lich zum Ausd uck geb ach
(Zei sch . . d. ges. Genossenscha swesen, Band 4, He 2, S. 134).
E will die Genossenscha en als Ganzes und Typisches e assen und
analysie en. Unmiß e s ändlich handel es sich ü ihn dabei zugleich
da um, ih Wesen, d. h. ih e Reali ä zu e en. Es sollen nich e wa
bloße Beg i se klä ungen bzw. Modelle als im logischen Raum des
bloß Denkmöglichen e bleibende de ini o ische Bes immungen de
Gebilde und des Ve hal ens ih e Ges al e gegeben we den.
In einigen Besp echungen des We kes sind diese zen alen Ge-
sich spunk e des Ve asse s nich genügend he o gehoben, ja z. T. so-
ga e kann wo den. Die K i ik Ohms (Zei sch . . d. ges. S aa s-
wissenscha , 109. Band, 2. He ) e ehl D aheims Gedankengänge
as ganz, indem sie o zugsweise übe De ini ions agen — ob die
Genossenscha Un e nehmen ode Hil swi scha sei — und nich
wie bei D aheim übe die in besonde e Weise s uk u ie e Genos-
senscha als E ah ungs a sache handel . D aheim in e essie en — um
es zu wiede holen — nich in e s e Linie heo e ische Modelle ode
die diesen e wand en einen Typen de Un e nehmen, de Be iebe
und des Ve hal ens de Wi scha e . Bei den Modellen und den einen
Typen handel es sich le z lich imme um F agen de so ode so zu
e enden Sp ach egelung ( gl. dazu z. B. Hu chison, T. W., Theo e-
ische Ökonomie als Sp achsys em, Zei sch . . Na ionalökonomie,
Band VIII). D aheim hingegen will in mo phologische Sich Real-
hypo hesen übe die wi klichen Genossenscha en gewinnen. E sp ich
— besonde s in de genann en A bei in de „Zei sch i ü das ge-
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96 Besp .: Geo g D aheim, Die Genossenscha als Un e nehmuiigs yp [352
sam e Genossenscha swesen" — on Real ypen bzw. Typen ließende
Übe gänge, um die es ihm zu un is . Die au diese Weise gewonnenen
E kenn nisse we den, sowei sie als sys embezogene Ta bes ände im
Sinne E. Gu enbe gs on solchen übe die E we bsun e nehmen ab-
weichen, na u gemäß besonde s bezeichne . Die so en s ehenden neuen
Beg i e, gegen die auße Ohm auch Henzle (in Zei sch . . d. ges.
Genossenscha swesen, Band 3, S. 212) als „nich ü den p ak ischen
Geb auch zweckmäßig" am Rande polemisie , en sp echen du chaus
den Fo schungse gebnissen des Ve asse s, de lediglich das Sein zu e -
o schen, es au ypologische Ta bes ände hin zu analysie en, es in
alsi izie ba en Hypo hesen zu o mulie en s eb e. Sie sind zu Be-
nennung de o ge undenen Ta bes ände zweckmäßig.
Aus de Vielges al igkei des empi ischen Un e suchungsgegen-
s andes wi d zunächs die „doppel e Na u " de Genossenscha he -
ausgea bei e . Sie wi d als Nebeneinande on G uppe im soziologi-
schen Sinne (Sozialgebilde, Pe sonen e einigung im Sinne des Rech s)
und ökonomisch- echnischem Gemeinscha sbe ieb (Wi scha sgebilde,
Geschä sbe ieb im Sinne des Rech s) ausgezeichne e aß . Diese
G unde kenn nis on de Doppelna u des genossenscha lichen Ge-
bildes ha ü die wei e en Aus üh ungen die Bedeu ung eines o en
Fadens. Zunächs we den alle wesen lichen P obleme des a sächlichen
genossenscha lichen G uppenlebens behandel . U. a. we den dabei
eingehend die indi iduellen Mo i a ionen de Genossenscha e , die
allgemeine Neigung zu Bildung genossenscha liche G uppen (Koo-
pe a i neigung), die G öße, S ä ke, Willensbildung, inne e Gliede ung
und die Phänomene des G uppengeis es analysie . Dann widme sich
de Ve asse ähnlich g ündlichen Un e suchungen übe den Gemein-
scha sbe ieb. Hie sind im besonde en die Aus üh ungen übe die
Bedü nisse de Mi gliede wi scha en als G undlage des genossen-
scha lichen Gemeinscha sbe iebs wich ig. Bedeu sam sind auch die
Da legungen übe das Ausmaß de unk ionalen Ve bindung zwischen
de Genossenscha und den Mi gliede wi scha en (Koope a i nexus)
und übe die du ch den Gemeinscha sbe ieb e eichba en Wi kungen
(Koope a i e ek e).
Nachdem au diese Weise die Genossenscha als G uppe und als
Gemeinscha sbe ieb p o ilie is , gelang de Au o zu den P o-
blemen, die die Genossenscha als ge üg es und gewachsenes Ganzes,
d. h. als Un e nehmens yp, be e en. Dabei we den u. a. de aillie
behandel : Die Wechselwi kungen zwischen dem G uppenleben in de
Genossenscha und dem Gemeinscha sbe ieb sowie das Gleichgewich
zwischen diesen beiden Zen en genossenscha lichen Lebens; die Ve -
hal ensmöglichkei en de Mi gliede wi scha en und de Genossen-
scha zueinande ; F agen de Eigenkapi albescha ung, de Geschä s-
üh ung, de be iebswi scha lich und soziologisch e s andenen
G öße des Gebildes, de Mi gliede e bundenhei , de F emdgeschä s-
isiken, de a sächlichen Inansp uchnahme des Gemeinscha sbe iebe6
du ch die Mi gliede (F equenz) sowie des Übe schusses und de Ve -
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353] Besp .: Geo g D aheim, Die Genossenscha als Un e nehmungs yp 97
eilung desselben. Besonde s e diens oll, weil Lücken de bishe igen
Genossenscha s heo ie schließend, sind die Aus üh ungen übe die
Zen algenossenscha en (und ande e genossenscha liche Zen al-
ein ich ungen) sowie übe die Möglichkei en und G enzen de Anwen-
dung des Un e nehmens yps.
Wie schon diese ku ze Au zählung zu bes ä igen e mag, beach e
de Ve asse imme zugleich die be iebswi scha lichen und die
soziologischen P obleme des Gebildes Genossenscha . Abe auch die
olkswi scha liche „Sei e" des genossenscha lichen Wi kens, die
Wechselwi kung zwischen Genossenscha en als einzelwi scha lichen
Gebilden und de Gesam wi scha (in ih en e schiedenen Ges al-
ungen) komm nich zu ku z. Nachdem nämlich die Un e suchungen
übe den Un e nehmens yp als solchen zum Abschluß geb ach sind,
s ell D aheim die seh ak uelle F age nach dem Ve hal en des S aa es
und de Wi scha so dnung gegenübe den Genossenscha en. E
a bei e die e schiedenen his o isch be ei s einmal e wi klich en
Einwi kungsg ade sys ema isch und seh einp ägsam he aus. Am Ende
des We kes we den einige, wenn auch nich alle wich igen En wick-
lungs endenzen inne halb des Sek o s de Genossenscha en knapp
au gezeig .
In de Sp ache Weisse s bzw. Halle s ( gl. die Wü digung on
Band 1 des We kes on G. Weisse „Fo m und Wesen de Einzelwi -
scha en") handel es sich bei D aheims We k um eine gelungene
Da s ellung des S il-(To al-) yps „mode ne Genossenscha 44. Die ü
dieses besonde e Gebilde a sächlich kennzeichnenden Me kmale we -
den he ausges ell , die wi ksamen Gese zmäßigkei en abgelei e und
gu e deu lich . De Ve asse ha da übe hinaus zwei ellos abe
auch einen Blick ü das nich in a ionale Weise e aßba e his o isch
Einmalige diese Un e nehmen sui gene is.
Ein Ve gleich mi dem genann en We k on Weisse üh zu de
Fes s ellung, daß beide Un e suchungen du ch das mo phologische An-
liegen e wand sind und sich ausgezeichne e gänzen. Weisse is be-
s eb , ein Sys em de Mo phologie alle einzelwi scha lichen Ge-
bilde zu bie en (wenngleich die Genossenscha en •— sei es g undsä z-
lich, sei es zu Illus a ion — im Gedankengang imme eine bedeu-
ende Rolle spielen). Zu diesem Zweck leg e zunächs das Schwe -
gewich seine Bemühungen au logische Exak hei des Ins umen a-
iums. E beginn mi de He ausa bei ung und E ö e ung mögliche
einzelne Me kmale und Pa ial ypen de Einzelwi scha en, be o
Me kmalskombina ionen o genommen we den und dann zu unmi -
elba en E kenn nis de Wi klichkei mi els S il-(To al-) ypen sowie
anschauliche Be ach ungen de E ah ungsgegens ände übe gegangen
wi d. Na u gemäß sind die ü wesen lich gehal enen Me kmale ßo
gewähl , daß sie gegebenen alls einen Aussagewe ü alle ode doch
iele Einzelwi scha en besi zen. Es sind nich seh iele
Me kmale, die genann we den. Diese genügen kaum, ein bes imm es,
Schmolle s Jah buch LXXV, 3 7
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98 Besp .: Geo g D aheim, Die Genossenscha als Un e nehmungs yp [354
in de E ah ung gegebenes Un e nehmen schon hin eichend genau
zu kennzeichnen. Die e s eb en Zus andsgese ze sollen imme o -
kommende Eigenscha en und Beziehungen i n den Einzelwi scha en
e assen.
D aheim se z in seinen Un e suchungen — om sys ema ischen
Ganzen eine olls ändigen Un e nehmensleh e aus gesehen — wesen -
lich spä e an. E s ell wenige au isolie e Me kmale und de en
o läu ige Kombina ion in Pa ial ypen als on o nhe ein au den
einen genossenscha lichen To al yp ab, den e du ch eine Fülle
on Me kmalen zu kennzeichnen such . Hie sind nich Zus ands-
gese ze übe S il e wand scha en zwischen e schiedena igen Un e -
nehmen gewoll , sonde n lediglich Zus andsgese ze, welche die Eigen-
scha en, Beziehungen und Gese zmäßigkei en des einen S il yps
be e en. D aheim beabsich ig alle dings mi diese Analyse zugleich
einen Bei ag zu allgemeinen Leh e on den Un e nehmen, wie e
ausd ücklich und mi Rech ü sich in Ansp uch nimm (S. 5). Doch
b ing es eben die spezielle P oblems ellung und die de selben adä-
qua e Behandlung mi sich, daß de Au o mi dem du ch eine Fülle
on Me kmalen und Me kmalskombina ionen ange eiche en speziel-
len We k übe die Genossenscha eine im Hinblick au die allgemeine
Leh e de Un e nehmen wenige allgemeingül ige A bei konzipie .
Dies bedeu e nich , daß diese im Sinne de To al ypenbildung
e dich e e Da s ellung nich ge ade auch on g oßem We ü die
Wei e bildung de allgemeinen Leh e zu sein e möch e. Ganz im
Gegen eil, es wi d hie die Au assung e e en, daß D aheim — de
auch akademische Leh e ü Be iebswi scha sleh e is — mi
diesem Buche nich nu die Genossenscha s heo ie en scheidend o -
üh , sonde n zugleich in Rich ung eine wünschenswe en Wei e -
en wicklung de be iebswi scha lichen Disziplin wi k . In de Be-
sp echung des Buches on Weisse wu de diese Rich ung nähe cha ak-
e isie . Die gelungene gleichzei ige Bea bei ung be iebswi scha -
liche , soziologische und sozialpsychologische Ta bes ände — das
Gelingen dü e o allem au die wie eine Klamme wi kende mo -
phologische Ve ah ensweise zu ückzu üh en sein — ha siche Zu-
kun auch ü die olls ändige E assung ande e Un e nehmens-
ypen und de en gesam e P oblema ik. Fü die allgemeine Leh e de
Un e nehmens ypen könn en in diesem Sinne — um nu einige Mög-
lichkei en he o zuheben — die E ö e ungen übe das Me kmal de
F eiwilligkei (bzw. des Zwangs) im Zusammenhang des Un e neh-
mensau baus, übe die Mo i a ionen und Milieubedingungen de Nei-
gung zu un e nehme ische Wi scha und übe die un e nehmens-
bezogenen — im Sinne Gu enbe gs wiede um sys embezogenen —
Eigenkapi alsbescha ungs- und- Ve zinsungs agen Bedeu ung besi zen.
Die Me kmale wü den übe ih e unmi elba e Bedeu ung zu E -
kenn nis de gese zmäßigen und indi iduell-his o ischen Genossen-
scha sphänomene hinaus dami als kombina ions ähige Eigenscha en
alle Un e nehmen angesehen.
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355] Besp echung: Ges al wandel de Un e nehmung 99
Fü die allgemeine Leh e on den Un e nehmen und den gesam en
Be eich de Be iebswi scha sleh e könn e auch eine ganz allgemeine
Ve ah ens egel D aheims bedeu sam sein. E lehn nich nu — wie
schon ausge üh — Aspek be ach ungen genossenscha liche F agen
und Modellanalysen ü seine eigene E ö e ung ab, sonde n will auch
mo phologische Un e suchungen e s dann du chge üh wissen, wenn
genügend empi isches Ta sachenma e ial in sys ema isie e Fo m o -
lieg . In äuße s e Selbs k i ik is de Ve asse de Au assung, daß
auch eine um assende mo phologische Theo ie de Genossenscha en
aus Mangel an sys ema isie en e gleichenden Be ach ungen de
wi klichen Genossenscha en noch nich gebo en we den kann. Doch
beweis wohl sein o liegendes eigenes Buch, daß auch ein meh
in ui i deduzie ende Empi ike zum Ziele zu gelangen e mag,
wenn e nu die Ganzhei des E ah ungsobjek es be ücksich ig . Ha
demnach ü ihn die sys ema isie e Ta sachen o schung — gelegen -
lich wi d in de Li e a u in diesem Zusammenhang on induk i e
Theo ie gesp ochen — nu die Funk ion de E möglichung on E -
gänzungen und Ve olls ändigungen des schon bekann en Wissens, so
besi z de Hinweis ü den Modellbe ach ungen ans ellenden Teil
de Be iebswi scha sleh e und auch ü eine lediglich Pa ial ypen
e ö e nde o male allgemeine Un e nehmensmo phologie eine ge-
wisse Bedeu ung. Fo sche diese Rich ungen we den wohl iel ach
e s dann zu uch ba en wissenscha lichen E gebnissen gelangen,
wenn sie im Sinne dieses me hodologischen Pos ula s zunächs um-
ang eiche desk ipi e Un e suchungen ans ellen bzw. solche be ei s
o liegenden Un e suchungen sys ema isch e a bei en. Daß auch die
mo phologische To al ypen o schung au diese Weise be äch lich ge-
ö de we den kann, sei gleich alls be on . Gu e A bei en, die sich
wie die o liegende du ch' in ui i e genaue E assung de Empi ie aus-
zeichnen, we den wohl niemals allzu häu ig sein.
We ne Engelha d - Köln
Ges al wandel de Un e nehmung. Nü nbe ge Hochschulwoche om
16. bis 20. Sep embe 1953. (Nü nbe ge Abhandlungen zu den
Wi scha s- und Sozialwissenscha en, he ausgegeben on Hans
P oesle in Ve bindung mi M. R. Lehmann und Wal e Weddigen,
He 4.) Be lin 1954. Duncke & Humblo . 282 S.
Die Sch i gib den olls ändigen, du ch zahl eiche Li e a u -
e weisungen e gänz en Wo lau de Vo äge wiede , die im Rah-
men de Tagung de Nü nbe ge Hochschule ü Wi scha s- und So-
zialwissenscha en im Sep embe 1953 zum P oblemk eis „Ges al -
wandel de Un e nehmung" gehal en wo den sind. Die Redne und
ih e Themen wa en: Ludwig E ha d, F eies Un e nehme um und
Ka ellgese zgebung; Wal e Weddigen, De Un e nehme in de
Volkswi scha ; He mann Eichle , Die p i a ech liche Lage des
Un e nehmens; Ku Balle s ed , G und ech e und G undp lich en des
Un e nehme s; Kon ad Pöhne , De mode ne Un e nehme on de
7'
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100 Besp echung: Die Ges al ung de Un e nehmens o men
P axis he gesehen; Vic o Jung e , Wandlungen des Un e nehme -
beg i s im 20. Jah hunde ; Hans P oesle , Sozial- und wi scha s-
geschich liche En wicklungs endenzen sei Beginn des Indus ialismus;
Eugen Sasse, Die Un e nehmung im Banne de Technik; F ied ich
Zie sch, Un e nehmung und ö en liche Be ieb; Hans Linha d , Die
Un e nehmung im Wandel on Geld und Wäh ung; Ka l Hax, Wand-
lungen de Gewinn o s ellungen; Al ed Isaac, De Wandel in de
Finanzie ung de Un e nehmung; Hube Fiedle , Un e nehmung und
S eue ; E ich Schä e , Wandlungen im Binnenabsa z und in de Expo -
o ganisa ion; H. H. Kunze, Wissenscha liche (nich wie im Inhal s-
e zeichnis „wi scha liche") Be iebs üh ung — ges e n und heu e.
Den Inhal de einzelnen Vo äge auch nu anzudeu en, läß de
enge Raum eine Besp echung nich zu. Sie haben wie das ihnen zu-
g unde liegende Tagungsp og amm ih Gene al hema un e allen we-
sen lichen achlichen und his o ischen Aspek en angepack und du ch-
weg mi eine namen lich auch de Wi scha sp axis dienlichen An-
schaulichkei und Zei nähe eine Viel al sozialwissenscha liche und
echnologische Einsich en e knüp und da aus neue zu Tage ge-
ö de . Die in säm lichen Bei ägen bes ä ig e p inzipielle Wand-
lung des Un e nehme ums ha Pöhne S. 91 zu e end au die Fo mel
geb ach : „Das ein p i a wi scha liche Denken om Be ieb, wie
es ühe üblich wa , is meh und meh im Rückgang beg i en; an
seine S elle i eine neue Au assung, nämlich die Au assung om
Be ieb als Ins i u ion, on de Un e nehmung als Teils ück des
ö en lichen Lebens." . ,, .
An onio Mon ane - Mainz
Die Ges al ung de Un e nehmens o men un e den Gesich spunk en
de Wi scha s- und Sozial e assung, Re e a e on R. R e i n -
ha d , A. Nikisch, L. Raise . (Ve handlungen des
39. Deu schen Ju is en ages, Wi scha s- und Sozial ech liche Ab-
eilung.) Tübingen 1952. Ve lag J. C. B. Moh (Paul Siebeck).
138 S.
Das Thema de in diese Ve ö en lichung zusammenge aß en Re-
e a e einschließlich de dazugehö enden Diskussionsbei äge, Thesen
und Beschlüsse umschließ die ech lichen F agen de Ges al ung de
mode nen Un e nehmung, insbesonde e die F age: In welche ech -
lichen Fo m is eine Be eiligung de A bei nehme am Kapi al und
am Gewinn, sowie die Mi bes immung möglich? De Beschluß des
39. Deu schen Ju is en ages (S u ga 1951) ha es ü e o de lich
gehal en, die heu e bes ehenden Un e nehmens o men da au zu
un e suchen, ob sie den sozialen und wi scha s e assungs ech lichen
Gegebenhei en genügend Rechnung agen. Es sei eine de he o -
agends en Au gaben de deu schen Ju is en, beizu agen zu eine
Lösung de aku en sozialen P obleme.
F ied ich Bülow - Be lin
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368] Besp echung: Wö e buch de Wi scha 107
hinausgehenden wi scha lichen, wi scha s ech lichen und wi -
scha ssoziologischen Zusammenhang zu e assen.
Den P ak ike wie auch den S udie enden wi d es euen, daß e
sich schnell und g ündlich übe wich ige wi scha liche und wi -
scha spoli ische Dinge o ien ie en kann. Aus diesem G unde sei dies
Nachschlagewe k besonde s emp ohlen. De Indus ielle ode Ge-
schä smann ha meis ens ga nich die Zei , sich übe gewisse P o-
bleme, die ihm die P axis au d äng ode die im Handels eil de Tages-
zei ungen e ö e we den, sich aus Leh büche n ode Einzelda s el-
lungen einen Beg i zu bilden, de nich du ch die Tagespoli ik e -
ze wi d. De S udie ende möch e sich manchmal schon im e s en
Semes e ku z übe F agen de Wi scha und Wi scha spoli ik kla -
we den, die an sich e s in spä e en Semes e n in Vo lesungen ode
Übungen e ö e we den. In diesem Fall gib ihm das „Wö e buch
de Wi scha " bes e Auskun . We ande e sei s am Ende seines
S udiums noch einmal eine p äzise De ini ion sel ene Fachausd ücke
such , e häl auch dann siche e Auskun .
Den Fachmann eu die so wohl gelungene, in kü zes e Fo m ge-
b ach e, wissenscha lich undie e E läu e ung alle wesen lichen be-
iebs- und olkswi scha lichen, s a is ischen, s eue lichen, wi -
scha s ech lichen, wi scha ssoziologischen Beg i e. Die A ikel
übe Ak ie und Ak iengesellscha , Be iebsplanung, Be iebs e as-
sung, Bilanz und Bilanz heo ien, Kalkula ion und die dami zusammen-
hängenden F agen, Kos en echnung, Plankos en echnung, Ra ionali-
sie ung, Spa en und In es ie en, Ve b auch, P oduk i i ä , Vollbe-
schä igung usw. sind ausgezeichne gelungene, ku ze und p äzise
Da s ellungen. Es is eine Kuns , mi wenigen Wo en das Wesen -
lichs e zu sagen. Imme wiede wi d de Fachmann diese Kuns un-
eingesch änk en Bei all zollen. Selbs e s ändlich wi d e mi dem
Ve asse in de Beu eilung jedes wi scha s heo e ischen ode wi -
scha spoli ischen P oblems nich imme übe eins immen. Meinungs-
e schiedenhei en liegen in de wissenscha lichen Beg i sbildung be-
g ünde . Auch eine objek i e Behandlung, eine den Gegens and selbs
e g ei ende und umg ei ende Da s ellung is ohne einen o ausgese z en
S andpunk , d. h. ohne den Willen, die Dinge so und nich ande s zu
be ach en, nich denkba . Dami abe e binde sich de Wille zu
Wissenscha lichkei , d. h. — bei alle nich auszuschließenden Sub-
jek i i ä — de Wille, den Gegens and in seine A und seinem: Zu-
sammenhang mi ande en Gegens änden zu beg ei en. So ollzieh sich
wissenscha liche A bei no wendig in eine dialek ischen Spannung.
De Lese inde in den wich igs en A ikeln das E gebnis eine g ünd-
lichen und gediegenen wissenscha lichen A bei . Das We k zeug on
dem edlichen Bemühen um einen möglichs objek i en Beg i des
jeweils in F age s ehenden Gegens andes.
He be Schack- Be lin
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108 Besp echung: We ne Bosch, Die Saa age [364
Bosch, We ne :
Die Saa age
. Eine wi scha liche Analyse.
(Ve ö en lichungen des Fo schungsins i u es ü Wi scha s-
poli ik an de Uni e si ä Mainz, he ausgegeben on E. Wel e ,
Band 4.) Heidelbe g 1954. Ve lag Quelle & Meye . 174 S.
Als Géné al Se igny (Le e ou au bon sens, Pa is 1946, S. 145 .)
wegen des anzösischen Kohlenmangels und de ii Zukau e ehlen-
den De isen „le a achemen " de Saa e ho e, wa seine Logik
allem Anschein nach in ökonomischen Aspi a ionen e angen, die
denen om Jah e 1919 ähnel en, wo sich Saa kohle und lo h ingische
Mine e noch e gänz en. Wenn F ank eich abe auch in spä e e Zei
den wi scha lichen Anschluß des Saa landes, de ja in keinem Abkom-
men de Alliie en niede geleg , au de Moskaue Kon e enz 1947
alle dings on den Ve einig en S aa en und G oßb i annien gebillig
wo den is ( gl. hie zu K. Momme , Eine Saa lösung mi dem Risiko
de F eihei , S u ga e Zei ung N . 236 om 9. Ok obe 1954), imme
wiede mi de Be eue ung beschönig e, die Wi scha sunion sei bei-
den Lände n dienlich, so wu de die Expansion de anzösischen
Schwe indus ie und insbesonde e de Lo h ingens gla igno ie .
Dabei is es doch kein Geheimnis, daß sich de e s e Monne -Plan das
Ziel ges eck ha e, neben de S einkohlen ö de ung die Mon anindu-
s ie du ch E wei e ung de Koke eien, Mode nisie ung de Appa a-
u in de Eisene zeugung und Ve eine ung de S ahlp oduk e bis
zu op imal möglichen Ve selbs ändigung o wä s zu eiben ( gl.
F. Haussmann, De Schuman-Plan, München-Be lin 1952, S. 169 .).
Und nachdem diese Ambi ionen eben o zugsweise in Lo h ingen in
die Ta umgese z wu den, muß sich eigen lich auch, e glichen mi
ühe , das Volumen de Beziehungen zum Saa gebie , so e n empi-
isch nich s üg , au oma isch in eine G ößeno dnung e kleine
haben, die den lo h ingischen Fo sch i en unge äh adäqua is .
Um ang und T agwei e des Handicaps, das den saa ländischen
Haup e we bszweig und hie mi zugleich den üb igen Wi scha s-
kö pe a , ökonomisch objek i und ohne poli ischen Beigeschmack
zu e uie en, wa na ü lich deu sche sei s höchs e wünsch . Bosch ha
nun ge ade ech zei ig diese nich leich e Au gabe o bildlich bewäl-
ig , indem e zunächs Wi scha so dnung und Wi scha ss uk u
des Saa landes mi Sei enblick au die nachba lichen Gegebenhei en
schilde und. alsdann, was ü das poli ische Schicksal de Saa on
elemen a e Bedeu ung is , die posi i en und nega i en Vo zeichen
de wi scha lichen Ve lech ung mi F ank eich sowie mi Deu sch-
land he ausschäl . Komple ie wi d die Sch i du ch einen mi
manche lei Zahlen ausge üll en Anhang.
W!ohl be inde sich die saa ländische Indus ie im Zeichen de
Vollbeschä igung, die En wicklung des Kohlenbe gbaues und de
Eisenindus ie sei jedoch gegenübe F ank eich bzw. Lo h ingen zu-
ückgeblieben, und die Anomalie habe ih e U sache einzig in de
un e schiedlichen Kapi alin es ie ung. So belau e sich on 1946 bis
1951 die In es i ion in de anzösischen Eisenindus ie au meh als
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365] Besp echung: We ne Bosch, Die Saa age 109
das Ach ache de Summe, die in den Saa hü en in es ie wo den
sei. Bezeichnende is indessen noch die E mi lung des Ve asse s,
wonach de Saa be gbau on den Geldmi eln, die aus dem Ma shall-
Plan zu In es ie ung im anzösischen Kohlensek o beiges eue
wo den seien, lediglich einen seine an F ank eichs Be gbau gemesse-
nen P oduk ionskapazi ä nich im ge ings en en sp echenden Be ag
emp angen habe und da on obend ein den alle g öß en Teil in Ge-
s al on Bank- und S aa sk edi en, weshalb de anzösische S aa
und anzösische Banken als unmi elba e Gläubige igu ie en und
nich die Behö de des Ma shall-Planes. Da das saa ländische K edi -
wesen sowieso öllig in das anzösische Sys em eingegliede wo den
sei, bes imme demnach F ank eich das wi scha liche Gedeihen des
Saa gebie es und habe es allein zu e an wo en, daß das lo h ingische
Re ie s a zu einem Kombina mi dem Nachba e ie zum mäch-
igen Konku en en gewo den sei, de die Saa nich bloß in de
Eisenhe s ellung übe age und in de S ahl e igung einzuholen im
Beg i e sei — die Ve handlungen übe den Ve kau de Röchling-
schen Eisen- und S ahlwe ke an die anzösische Fi ma Schneide &
Cie. ode wenigs ens übe eine Kapi albe eiligung dieses Un e neh-
mens mi 52 .H. b auchen nu zum Abschluß zu kommen —, sonde n
auch in de Kohlengewinnung auss echen we de, sobald de Be gbau
Lo h ingens wei e in die ausgiebigs e saa ländische Kohlen ese e,
das Wa nd eld, o s oße; eine E en uali ä , die jeden alls in olge de
— wie die „Neue Zü che Zei ung46 (Das anzösisch-deu sche Ab-
kommen übe die Saa , Fe nausgabe N . 295 om 27. Ok obe 1954)
kommen ie — „ziemlich a blosen" Vo sch i des neuen Saa s a u s
übe die e wal ungsmäßige Kompe enz de Saa b ücke Regie ung
hinsich lich de Kohlen o kommen keineswegs abgewende zu sein
schein .
Obgleich also F ank eich, das an den aus de „Régie des Mines44
he o gegangenen „Saa -Be gwe ken44 imme hin noch mi 50 . H.
be eilig is und in kleine en Mon anbe ieben be ei s einen Meh hei s-
ein luß besi z , eichlich sa u ie sein dü e, klamme e es sich bei
dem Feilschen in Pa is im Ok obe 1954 an die Fo daue de Wi -
scha sunion mi dem Saa land und dies o z des D uckes, den die
Kapi alschwäche de Saa wi scha be ei e e. Zu de en schlossenen
Hal ung konn en deshalb an sich lediglich die beiden G ünde be-
wogen haben, die schon Bosch olgende maßen e dolme sch : E s ens
sei das Saa gebie an das Lizenzie ungssys em des anzösischen
Außenhandels gebunden mi dem E olg, daß F ank eich den saa -
ländischen Wa enbeda nahezu decke, wäh end es selbs on seinen
ge inge en Bezügen on de Saa wiede und 40 . H. expo ie e und
da ü De isen einnehme, m. a. W. „das Saa land is ein Ak i pos en
in de anzösischen Handelsbilanz44 (S. 118). Zwei ens be ü ch e
F ank eich im, Falle eine Rückgliede ung de Saa „ein wi scha -
liches Übe gewich 44 Deu schlands (S. 124). Weil eilich die Saa -
wi scha dadu ch, daß o allem ih e Schwe indus ie keinen be-
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110 Besp .: Hein . Klaus, S uk u wandlungen de Wi scha Spaniens [366
iedigenden Absa z meh in F ank eich inde, ü K isen an ällige
gewo den sei ( gl. hie zu G. Eile s, Saa -P emie Johannes Ho -
mann, Die Wel woche N . 1094 om 29. Ok obe 1954) — so daß on
Saa b ücken o de Pa ise Kon e enz auße namha en In es ie-
ungsk edi en ( gl. hie zu Saa wi scha b auch Geld, Die Gegen-
wa , 9. Jah g. 1954, S. 738 .) wiede hol eine E leich e ung des Wa-
en e keh s mi de Bundes epublik ge o de wu de —, olge de
Ve asse ge ade hie aus, die gegenwä ige Wi scha ss uk u de
Saa weise undum au die Wiede anknüp ung eines ege en Gü e -
aus ausches mi Deu schland. De s eigende T end wes deu sche Im-
po e saa ländische P o enienz im Jah e 1954 ha auch die de P ä-
misse gemäß on den ealen No wendigkei en des Saa gebie es und
nich on de Poli ik du chd ungene A gumen a ion zwei ellos noch
e hä e . Doch die wi scha liche a io konn e bei dem poli ischen
Klima, das le z ens wäh end de Endphase de Kon e enz on Pa is
o he sch e, nich oll zum Zuge kommen. Schon mi de Au ech -
e hal ung de Wi scha sunion is die gel ende einsei ige Bindung
des Saa gebie es an F ank eich besiegel wo den, und inwiewei die
de Saa p o iso isch einge äum e Au onomie o läu ig eingesch änk
bleiben soll ( gl. hie zu W. Bosch, Das Saa abkommen, F ank u e
Allgemeine Zei ung N . 257 om 4. No embe 1954), äuße sich am
sinn älligs en in de Ve klausulie ung de kün igen Geschä s ä ig-
kei mi de Bundes epublik. Mi hin wi d abgewa e we den müssen,
in welchem Maße die p oklamie e deu sch- anzösische Koope a ion
au die Du ch üh ung des Saa s a u s und speziell au die on den
zwei Ve agskon ahen en o gesehenen Abmachungen mi dem Saa -
land einzuwi ken e mag.
A hu Dissinge - Ra ensbu g
Klaus,Hein ieh: S uk u wandlungen und Nachk iegsp obleme
de Wi scha Spaniens. (Kiele S udien, Fo schungsbe ich e des
Ins i u s ü Wel wi scha an de Uni e si ä KieJ, he ausgegeben
on P o . D . F i z Baade, N . 28.) Kiel 1954. 139 S.
Ve asse behandel die spanische Wi scha ss uk u seh g ünd-
lich und b ing in einem besonde en Anhang s a is isches Ma e ial,
um seine Thesen zu belegen. Bekann lich is es seh schwie ig, S a-
is iken zu bekommen, die bis in die Gegenwa eichen; doch hä e
eine s ä ke e He anziehung de Wi scha szei sch i en eine E gän-
zung de meis en Zahlen bis 1953 e laub , was einem nich im Lande
ansässigen Fo sche na ü lich nich imme möglich is . Es wä e, bei
Benu zung neues en Ma e ials, möglich gewesen, noch wei e -
gehende S uk u wandlungen au zuzeigen, die sich ge ade in den
le z en zwei Jah en einges ell , z. B. die Indus ialisie ung on Mad id,
das 1954 zum e s en Male als zwei g öß e Indus ies ad mi und
15 000 Be ieben au a . Die seh so g äl ige Be ücksich igung alle
na ü lichen, sozialen, psychologischen, außen- und innenpoli ischen
Fak o en e laub eine seh komple e Be ach ung, und die aus de
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367] Be9p .: Hein . Klaus, S uk u -Wandlungen de Wi scha Spaniens Hl
Beobach ung diese Fak o en gezogenen Schlüsse können als du ch-
aus zu e end bezeichne we den, besonde s was die En wicklung de
Finanzen, P eise, Löhne be i . Audi das Ungleichgewich inne halb
de spanischen Landwi scha s- und Indus iep oduk ion is ebenso
e end geschilde wie die Außenhandels e lech ung als ein wei e es
Ge ah enelemen ü die En wicklung de spanischen Wi scha .
Es is schade, daß die „Boom"-Pe iode on 1945 bis 1947, bei alle
ih e Beg enzung doch seh wich ig, nich eine Sonde be ach ung
e uh . Die En wicklung nach 1948 bis 1953 mi ih e k isenha en
P oduk ionskon ak ion hä e dann noch s ä ke e Beach ung ge-
unden. Die Indices de Ak ienku se an de Bö se sind zwa au
S. 139 e zeichne , doch is de S u z on 320,9 (1947) au 192,2 (1950)
nich e läu e wo den, und ge ade de Umb uch on 1948 is ja
eine de en scheidenden Momen e de S uk u wandlung gewesen.
Ebenso wä e eine, wenn auch ged äng e Analyse de Wi scha s-
s uk u o 1931 angeb ach gewesen, um den Un e schied zwischen
spanische und zen aleu opäische Wi scha sen wicklung noch meh
he auszus ellen.
Ein e was zu summa ische Schluß is Ve asse un e lau en, als e
1943 bis 1950 als eine „andaue nde Dü epe iode" bezeichne (S. 17)
und den P oduk ions ückgang da au zu ück üh und au S. 33 e -
wähn , daß die Rückgänge bei übe wiegend au „ egadio" angebau en
E zeugnissen ge inge wa en als bei den „secano"-Kul u en. Ein-
mal wa en 1943 bis 1950 nich ausschließlich Dü ejah e. 1943 und
1944 wa en heiße ockne Somme , doch 1946 und 1947 as no male,
1948 und 1949 wa en seh ockne Somme , 1950 no mal, 1951 und
1952 seh egen eich, 1953 wiede seh dü . De Rückgang de „se-
cano"-Kul u en, da un e o allem des Ge eidee ags, is na ü -
lich da on beein luß wo den, doch wa en auch de Düngemi el-
mangel und die T anspo schwie igkei en mi da an be eilig . En -
scheidend abe wa damals de Ablie e ungszw ang ü Ge eide bei
es gese z en P eisen, die als zu nied ig gegenübe den Ges ehungs-
kos en angese z wa en, so daß die P oduzen en, um hohe S a en bei
Nich e üllung des Ablie e ungssolls zu e meiden, au Anbau e zich-
e en und die Ge eideanbau läche on 1946 bis 1949 abe mals un e
Vo k iegsni eau sank. Ein Ve gleich de Anbau lächen hä e de E -
agss a is ik (S. 32) ange üg we den müssen. Das Fehlen on land-
wi scha lichen Maschinen endlich is ein wei e e E klä ungs ak o .
Was nun die P oduk ionsschwankungen im „ egadio", dem Bewässe-
ungsland, angeh , das nu 1 mill ha gegenübe 41 mill ha sons ige
landwi scha liche Nu z läche ausmach , so können sie nach ih e
Na u nich g oß sein, da die s enge Regelung de Wasse bewi scha -
ung in Dü ezei en die P io i ä de wich igs en Kul u en schü z .
Leide is die hochin e essan e Wasse gese zgebung, eine de äl es en
Wi scha s egulie ungs ak o en in Spanien, nich e wähn wo den,
obwohl ih e p ak ische Anwendung sei Jah hunde en eibungslos
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112 Besp .: Wilhelm Hill, Die Indus ialisie ung de Ag a s aa en [368
unk ionie ha und in e essan e Ve gleichsmöglichkei en mi heu-
igen wi scha spoli ischen Maßnahmen bie en wü de.
Bei de ich ig e kann en Di e enzie ung de spanischen Regionen
is na ü lich eine e schöp ende Da s ellung alle Fak o en des Wi -
scha slebens in Spanien p ak isch as unmöglich, o allem ü solche
Wi scha e , die das Land nich aus eigene Anschauung o dem
K iege kann en und die sich heu e eine Fülle on P oblemen gegen-
übe sehen, die nu au G und de Vo en wicklung zu e s ehen sind.
Es is dahe das g oße Ve diens des Ve asse s, o u eilslos an die
F agen he angegangen zu sein und ih e Zusammenhänge au gezeig
zu haben, wobei e zu den seh gu gelungenen Schlüssen, die e aus
de En wicklung de le z en Jah e zog, mi Rech beglückwünsch
we den kann. Das Buch e mi el dem nich mi Spanien bekann en
Wi scha e einen plas ischen Eind uck de heu igen P obleme und
de Wi scha s e lech ung mi bzw. Isolie ung on de üb igen Wel .
I mga d de A landis - Mad id
Hill, Wilhelm: Die Indus ialisie ung de Ag a s aa en und ih e
Rückwi kung au die eu opäische Tex ilindus ie. (Ve ö en -
lichungen de Handels-Hochschule S . Gallen, Reihe A, He 34.)
Zü ich und S . Gallen 1953. Polyg aphische Ve lag A.G. XIII,
349 S.
De alle dings noch o dem ko eanischen Rüs ungs iebe ange-
s ell en We ung des Gü e e keh es mi Ag a lände n ha A. P e-
döhl (Außenwi scha , Gö ingen 1949, S. 82) wohlweislich den ü
Eu opas Außenhandel exis en iell ziemlich lich ollen Übe schlag
o ausgeschick , die Indus ialisie ung de Ag a s aa en sei ela i
nu mäßig o gesch i en. T o zdem ließ man sich in den al en eu o-
päischen Indus iezen en nich da on abhal en, gelegen lich des
Wiede e scheinens japanische Fab ika e au dem in e na ionalen
Ma k e die he kömmlichen Je emiaden übe den S uk u wandel de
Wi scha anzus immen. Ja, als die Konjunk u in den Ve einig en
S aa en nachließ bzw. sich quasi zu no malisie en begann, wu de im-
me d ingliche eine Ve ie ung des Os -Wes -Handels e lang —
ähnlich wie o übe 25 Jah en, wo gleich alls das Rußlandgeschä
in alle Munde wa —, zumal sich die Sowje union und de Os block
auch gegenübe de Ein uh on Konsumwa en plö zlich au geschlos-
sene zeig en als bislang ( gl. De Os -Wes -Handel, Die Gegenwa ,
8. Jah g., 1953, S. 777 .; Sowje ische Handelso ensi e, ebenda,
S. 810 .). Die Chancen eines lau enden Aus ausches mi Lände n,
de en Außenhandel eine in eg alen S aa skon olle un e wo en is ,
dü en zwa o aussich lich kaum seh hoch anzuse zen sein, selbs
wenn die ame ikanische Emba go-Poli ik im Sinne des Randall-Re-
po s gelocke we den soll e. Scheinba is jedoch ebensowenig e -
messen wo den, daß on 1948 bis 1952 Eu opa nach Asien weidlich
meh expo ie als on do impo ie ha ( gl. hie zu UN, A S udy
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369] Besp .: Wilhelm Hill, Die Indus ialisie ung de Ag a s aa en H3
o T ade be ween Asia and Eu ope, Gen 1954). Jede E kundung des
Indus ialisie ungsp ozesses in Japan, China, Indien und Südame ika
bis in die Nachk iegsjah e wi d in olgedessen be ei williges Gehö
inden, und ach e hie bei das Haup anliegen nach de aillie e E -
assung de Tex ilindus ie sam ih e Auss ahlung au Eu opa, so
muß, soll e man wenigs ens meinen, de Anklang ehe noch übe -
wiegen, nachdem eine sei s in den Ag a egionen de G unds ock ü
die Ums ellung meis ens mi E ich ung on Tex il ab iken geleg
wu de und ande e sei s ge ade Tex ilien ühe zu he o agends en
Ka ego ie des Gü e s omes nach Ag a s aa en echne en. Die o -
liegende Sch i , in de mi löblichem Fleiß G und und Wechselwi -
kung de s uk u ellen Neu o mung nachgezeichne we den, handel
sodann im le z en Teil on de No wendigkei und Möglichkei eine
Anpassung an die e ände en Gegebenhei en.
De Ein luß übe seeische Indus ialisie ung au die eu opäische
Wi scha wi d egelmäßig mi de Konku enz dokumen ie , die
de b i ischen Baumwollindus ie du ch Indien, China und Japan e -
wuchs; nich geläu ig is hingegen wohl de on dem Ve asse be-
leg e Vo gang, wonach Indien, dessen Expo on Baumwollga nen
] 913/14 den G oßb i anniens übe a , in den d eißige Jah en on
seinem ehemaligen Abnehme China g obe Ga ne zu P eisen ein-
üh e, die soga Japan nich un e bie en konn e, und insowei also
selbs ein „Op e " seines indus iellen S ebens gewo den is
(S. 144 .), wäh enddessen beim indischen Impo on Baumwollge-
weben, de zwischen 1913/14 und 1936/38 dank de heimischen E -
zeugung au ein „Fün el" absank, in de gleichen Zei spanne Japan
mi einem on 0,3 au 51,5 H ges eige en An eil den eins igen G oß-
lie e an en England zu ückged äng ha (S. 147 . und 86 .).
Dem P oduk ions olumen nach wu de de japanische Vo ma sch
au dem Tex ilsek o abe ollends wel be ühm du ch die Kuns -
seidenindus ie, denn in diese Spa e wiesen be ei s 1935 nu noch
die Ve einig en S aa en eine höhe e Zi e au . Hink en auch Deu sch-
land und I alien zu de Pe iode hin e he (S. 64, 78 und 170 .), so
ha sich nich sdes owenige die i alienische Aus uh on Kuns seide
nach den Ag a lände n analog de japanischen so seh en al en kön-
nen, daß da aus Hill als Ausnahme on dem gewohn en S uk u -
schema ablei e , in I alien habe „eine gewisse e spä e e Indus iali-
sie ung s a ge unden", die, ohne du ch Japan behellig zu we den,
ausschließlich die eu opäischen Mi bewe be benach eilig e (S. 284
und 286). Ab 1950 bis 1952 e moch e sich Japan in de He s ellung
on Chemie ase n o z K iegsschäden und Kapi alknapphei wiede
nach den Ve einig en S aa en au den zwei en Pla z empo zua bei en
— Kuns seidenga n allein wu de noch 1948 e s übe ein Ach el on
1939 e zeug (S. 78) — und Wes deu schland au den d i en. Aus
de Au nahme Japans als ko espondie endes Mi glied in das GATT,
wodu ch das „come back" o iziell sank ionie wo den is , die Kon-
Schmolle s Jah buch LXXV, 3 8
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114 Besp .: Wilhelm Hill, Die Indus ialisie ung de Ag a s aa en [370
Sequenzen zu ziehen, dazu konn en sich indessen o e s einige Com-
monweal h-Lände , Indonesien und F ank eich nich en schließen.
De o Jah en om Blick eld a ionale A bei s eilung ange eg e Be-
hel , dem Angebo billige japanische P oduk e einen sch anken-
losen Ab luß in die eu opäischen Kolonien zuzuges ehen (W. Röpke,
In e na ionale O dnung, E lenbach-Zü ich 1945, S. 216), wu de somi
in den Wind geschlagen, obgleich e bü g is , daß lediglich mi de
Unzugänglichkei de südos asia ischen und a ikanischen Mä k e mo-
i ie we den kann, wenn de japanische Außenhandel mi dem
S e linggebie 1953 in ein De izi ge ie und wenn sich Japan neue -
dings wiede b ei e en Absa z in China zu e scha en e such .
Wohl angesich s de güns igen En wicklung japanische Bezüge
on S e lingwa en, e ne e mu lich wegen de e häl nismäßig be-
äch liche en Ve meh ung ame ikanische Expo e nach Asien, d. h.
dem klassischen Raum des Commonweal h, ha nun An ang 1954
G oßb i annien ü den S e lingbe eich einen neuen Zahlungs- und
Handels e ag mi Japan e einba , de alle dings, da e auch die
b i ischen Kolonien einbezieh und Japan u. a. zu eine zwa be-
g enz en Ein uh on ohen Baumwoll- und Kuns seidens o en in
England e mäch ig , o allem on de Tex ilindus ie in Lancashi e
un e Be u ung au die ehedem be üch ig en japanischen P ak iken
a ackie wo den is . Nach Examinie ung de sei ens Japans übe -
nommenen Ve p lich ung, die Impo quo en ü Wollga n, Wollwa en
usw. au ech zue hal en, will es eilich schon om Pos ula des wel -
wi scha lichen Gleichgewich s he scheinen, als ob die das b i ische
Dogma au de GATT-Kon e enz 1953 en schieden desa ouie ende
Beg ündung de Londone Behö den, eine wei e e Disk iminie ung
Japans wü de dem Commonweal h nu zum Schaden ge eichen, am
Ende alles ü sich ha ( gl. hie zu The Economis , Vol. 170, 1954,
S. 376, 407 . und 455).
Diese Wide s ei on einzel- und gesam wi scha lichen In e -
essen illus ie imme hin beispielha die im Ge olge de Indus iali-
sie ung zwangsläu ig einhe gehende Gewich s e schiebung inne halb
des aus uh ähigen Gü e so imen es. So wa es auch be ei s ü
W. Ho mann (Die In eg a ion Eu opas als P oblem de Indus iali-
sie ung, Die Wi scha sunionen usw., Müns e -Be lin-Bad Godesbe g
1950, S. 117 .) ein Axiom, daß zu Finanzie ung de eu opäischen
Ein uh en o nweg allein noch P oduk ionsmi el und spezielle Kon-
sump oduk e in Be ach kommen. Und was den Expo de Tex il-
indus ie im besonde en be i , s eh Hill (S. 334 . und 341 .)
zu olge, nachdem eben in den indus ialisie en Ag a s aa en die Ve -
kau saussich en in S apela ikeln minimal, wenn nich gleich Null ge-
wo den sind, als einzig gangba die Aus luch o en, en wede Fab i-
ka ions ilialen im Auslande au zuziehen, was eine eibungslose T ans-
e ie ung de Kapi ale ägnisse o ausse z , ode P eisabschläge
o zunehmen, die indessen im Hinblick au das Lohnge älle — ganz
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371] Besp echung: Hilde Wande , Be u sausbildung und P oduk i i ä H5
zu schweigen on de Labili ä de Wechselku se — höchs sel en zum
Ziele üh en, ode abe quali a i hochwe ige Gewebe sowie de
Modelaune ausgese z e E zeugnisse anzu e igen. Das Besch ei en des
le z en Weges is augenscheinlich ü Handelsbilanz und A bei sma k
am uch ba s en, so e n die Aus uh nich du ch Impo es ik io-
nen gehemm wi d; mi Hil e on Kapi alexpo , übe dessen Einsa z
und s imulie enden Po enzen sich de Ve asse eigen ümliche weise
in dem Zusammenhang ausschweig , können jedoch de a ige Hinde -
nisse un e Ums änden geglä e we den.
A hu Dissinge - Ra ensbu g
Wande , Hilde: Be u sausbildung und P oduk i i ä . Wes -
deu sche Nachwuchsp obleme im Zusammenhang in- und ausländi-
sche En wicklungen. (Kiele S udien, Fo schungsbe ich e des In-
s i u s ü Wel wi scha an de Uni e si ä Kiel, he ausgegeben
on F i z Baade, Band 26.) Kiel 1953. VI, 157 S. und 7 Schau-
bilde .
Die Ve asse in weis nachd ücklich au die Re o mbedü igkei
des Be u sausbildungswesens als ein in de Ta seh e ns zu nehmen-
des Nachk iegsp oblem de deu schen Wi scha hin, denn die ie -
g ei enden Wandlungen im Be ölke ungsau bau haben die P lege und
Fö de ung de menschlichen A bei sleis ung uns ei ig zum wich ig-
s en Hebel gesam wi scha liche Wohls andsmeh ung und ges eige -
e We bewe bs ähigkei gemach . Im einlei enden his o ischen Ab-
iß de Be u sausbildung we den En wicklung und Bedeu ung so-
wohl schulische und be iebliche Nachwuchse ziehung als auch hand-
we kliche und indus ielle Leh e gegenübe ges ell . Alsdann wü dig
die Ve asse in die Rolle de Be u sausbildung in de mode nen Wi -
scha un e demog aphischen, ökonomischen und sozialen Gesich s-
punk en und zeig , wie die heu e und kün ig ans ehenden en schei-
denden F agen des A bei s- und Be u seinsa zes in de Bundes epu-
blik, o allem die Be u sp obleme de Jugendlichen, gelös we den
können. Die Un e suchung ö de eine ganze Anzahl beme kenswe -
e Fes s ellungen zu age, wie z. B. jene, daß de echnische Fo -
sch i nich zu e minde en, sonde n s ändig wachsenden Ansp üchen
an die Ausbildung üh e ode daß das Be u sausbildungswesen in
Deu schland zu unelas isch und zu exklusi is und den Bedü nissen
eine o wiegend indus iellen Wi scha nich ge ech wi d. Du ch
sys ema isches Ve gleichen de Ausbildungswege in Deu schland, Wes -
eu opa und den Ve einig en S aa en gelang die Ve asse in zu eine
Lis e on Re o m o schlägen, die de wei e en E ö e ung on Be-
u s o be ei ung, Be u sbe a ung und Be u sausbildung siche lich als
nü zliche An egungen dienen können.
Eine mus e gül ige S udie, die sich den me hodischen Schwie ig-
kei en de E assung und Wägung des A bei s ak o s auch angesich s
de K iegs- und Nachk iegs e ände ungen in Be ölke ungsau bau und
8•
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116 Besp echung: We ne Schlo e, B i ish O e seas T ade [372
-en wicklung ollau gewachsen zeig und in Wissenscha wie Poli ik
wei es e Beach ung e dien . Zum Geschich lichen wä e nachzu agen,
daß die deu schen Handelskamme n die kau männische und indu-
s ielle Be u sausbildung wesen lich ge ö de haben und sich, wie O o
Mos (Handelskamme n und Mi bes immungs ech , S u ga 1950,
S. 28) mi Rech he o gehoben ha , ühmen dü en, am Au bau des
Be u sschulwesens maßgeblich be eilig gewesen zu sein.
An onio Mon ane - Mainz
Schlo e, We ne : B i ish O e seas T ade. F om 1700 o he
1930s. T ansla ed by W. 0. Hende son and W. H. Chalone . Ox o d,
1952. Basil Blackwell, 181 S.
Schlo es bekann es We k „En wicklung und S uk u wandlungen
des englischen Außenhandels on 1700 bis zu Gegenwa 66 (Jena 1938)
lieg je z in eine Übe se zung ins Englische o . Die ansp echende
und äuße s gewissenha e Übe agung e olg e in de wi scha s-
geschich lichen Ab eilung de Uni e si ä Manches e ; Zwei els agen
wu den mi dem am Hambu ge Wel wi scha sa chi ä igen Au o
abgesp ochen. Abgesehen on eine ku zen Einlei ung, einigen weni-
gen e gänzenden Anme kungen und eine ku zen Übe sich übe
neue e Ve ö en lichungen zum gleichen Thema handel es sich um
eine wö liche Übe agung aus dem Deu schen. Allein die Ta sache
eine wö lichen Übe se zung 14 Jah e nach de e s en Ve ö en -
lichung zeig be ei s, daß dieses sich au eine E ö e ung de ange-
wand en Me hode und eine ein quan i a i en Da s ellung besch än-
kende Buch eine he o agende Fo sche - und Ins i u sleis ung en -
häl . Es zeig , daß auch im Jah e 1938 am Ins i u ü Wel wi scha
in Kiel sachliche A bei on bleibendem We geleis e wu de. Die
seine zei in diesem Jah buch e schienene ku ze Besp echung (63. Jg.
I. Hb., S. 367/368) wi d in keine Weise dem Gehal de Ve ö en -
lichung ge ech . Dennoch e zich en wi hie au eine Besp echung des
Inhal es. Bu kha d Röpe - Aachen
Klösges, E.: Die S eue lawine. Mi einem Gelei wo on
G. Schmölde s. (Finanzwissenscha liche Fo schungsa bei en.
Neue Folge, He 1.) Be lin 1953. Ve lag Duncke & Humblo .
88 S.
Diese neue Ve ö en lichung des Finanzwissenscha lichen Fo -
schungsins i u s de Uni e si ä Köln e such den Ein luß de deu -
schen Un e nehmungss eue n, und zwa nich nu de be iebswi -
scha lich als Kos ens eue n angesehenen, sonde n auch de Gewinn-
s eue n, insbesonde e de Einkommen- und Kö pe scha s eue mi
ih en Anhängseln, au die P eisbildung zu bes immen, und s ü z sich
dabei au eine Un e suchung de Ve häl nisse in den Jah en 1950/51
bei Fi men de Webe ei, übe de en Zahl und Auswahl keine Angaben
gemach we den. Tendenzen de P eise höhung we den als indi ek e
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379] Besp echung: S a is ik — Au gaben und Anwendung in de Gegenwa 123
Be iebss a is ik, de Ag a -, Gewe be-, Ve keh s- und Handels-
s a is ik sowie aus dem Gebie de olkswi scha lichen Bilanzen be-
handel .. Wei e e Sonde bei äge be assen sich mi den Au gaben-
be eichen de Raum o schung und mi F agen de K iegs-
olgens a is ik, insonde hei mi den s a is ischen E gebnissen
de Suchs ellen zu E o schung des Schicksals on Weh mach - und
Zi il e miß en sowie mi de s a is ischen E assung de K iegs-
schäden.
Ein besonde e Vo zug de Bei ags olge lieg da in, daß sie sich
nich in ma e ielle Sammela bei ze spli e , sonde n un e Be-
sch änkung au knappe Me hodenbesch eibung und illus a i e Tex -
abellen dem Lese elemen a e Un e weisung in de s a is ischen Ve -
ah ensp axis und Fo schungsme hodik e eil . Es is nich de land-
läu ige Lei aden zum sys ema ischen S udium de angewand en Sozial-
s a is ik. De in o ma ionsbedü ige Lese , de den Band als Nach-
schlagewe k, und de S udie ende, de ihn als Examenskompendium
auszubeu en sich müh , wi d da in manchen Baus ein im Monumen-
albau de s a is ischen Gesellscha sleh e e missen, wie z. B. Bei äge
zu S a is ik des Ve b auchs, de Lebenshal ung, des Reallohnes, de
P eisbildung u. ä. m. Dagegen wi d de Wi scha spoli ike und
Sozial o sche neben bekann en Lei egeln und E mi lungse gebnissen
de angewand en S a is ik da in mannig ache An egungen zu speziel-
le Fo schungsa bei inden. Besonde e Beach ung e dienen hie o
allem die E ö e ungen übe die Bedeu ung de S a is ik ü die geld-
heo e ische Fo schung, ü die E mi lung des Volkseinkommens und
zu E g ündung s eue wi scha liche Zusammenhänge. So zeig Ri -
e shausen am Phänomen des Geldmengenbeg i es, wie s a-
is ische E assung und heo e ische Beg i sbildung in wechselsei ige
Ve knüp ung am Bedeu ungswandel des Geldbeg i s mi gewi k
haben und welche Möglichkei en sich in s a is ische Sich ü eine Fun-
damen ie ung de mone ä en Nach age heo ie e geben. Auch in de
s a is ischen Behandlung des Volkseinkommensp oblems on H u h
1
e
e häl de Lese in ged äng e Übe schau de gegenwä igen Au -
assungen des in- und ausländischen Sch i ums Einblick in den seh
e wickel en s a is isch- heo e ischen Beg i skomplex und dami eine
Vo s ellung on den mannig al igen Möglichkei en beg i sbeding e
Ve ah ens echnik. Schließlich wi d auch die mode ne Finanz-
o schung on Schmölde s mi eind inglichen A gumen en in
seinem Bei ag übe „Die s a is ische E assung on S eue wi kungen"
on de No wendigkei übe zeug , die iel äl igen Wechselwi kungen
zwischen S eue a i und Wi scha s e häl en (des Ve b auchs- und
Ma k sek o s) im E kenn nis eld s a is ische Un e suchungen sich ba
zu machen. Ge ade hie du ch e s wi d eine beg i s heo e ische Klä-
ung bes imm e Vo gänge de Übe wälzung und des Konjunk u ab-
lau s, auch om S andpunk s eue poli ische E olgss a is ik, ge-
siche .
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124 Besp echung: Das Anges ell en e siche ungsgese z
So bie e die Fes sch i , auch ohne Ansp uch au Volls ändigkei
im didak ischen Sinne e heben zu wollen, nich nu als Ve bindung
on spezielle Me hodenbesch eibung und ma e ielle S o auslese,
sonde n auch als Anlei ung zum p oblembewuß en Denken und be-
g i skla en Me hodenansa z dem P ak ike und Wissenscha le eine
Quelle mannig ache Beleh ung und Hinweise ü kausals a is ische
Un e suchungsa bei . Cha lo e Lo enz - Gö ingen
Das Anges ell en e siche ungsgese z. Kommen a on Hugo Koch
und O o K. Ha mann, 2. Au l. bea bei e u. h sg. on
A. . A 11 o c k u. P. F ü s . Bd. I: XIV, 868 S., Bd. II: S. 869
bis 1289 u. 103 S. Regis e . S and om Ok obe 1953 (6. E g.-
Lie e ung). Be lin SW 11, Engel-Ve lag.
Die e s e Au lage des bekann en „Koch-Ha mann" (aus de Fede
zweie he o agende Ab eilungslei e de R A) e schien 1938, nach-
dem de sei 1925 wei e b ei e e Kommen a Schulz-Ha mann
längs e g i en wa . Fü die neue Au lage — on 1952 ab, in Fo m
eine Losebla sammlung — handel es sich o allem da um, den
Kommen a wiede an den heu igen S and de Gese zgebung und an
die a sächlichen Ve häl nisse de Gegenwa he anzu üh en. Dabei
e wies es sich als unumgänglich, an das ühe e Rech anzuknüp en,
da ge ade in de Ren en e siche ung (hie de jenigen de Anges ell en)
e gangene Rech sabschni e noch Jah zehn e lang nachwi ken.
Die Gesam da s ellung gliede sich in ie Teile: Teil I gib einen
Übe blick übe die Anges ell en e siche ung (AV), und zwa die
geschich liche En wicklung und die sys ema ische Da s ellung de
heu igen AV, Teil II den Wo lau des AVG mi de Kommen ie ung
on S. 71 bis zum Schluß des I. Bandes, Teil III en häl die Reichs-
und Bundesgese ze, -Ve o dnungen und -Bekann machungen zu AV,
Teil IV endlich das gesam e Regis e zu den ande en Teilen. Au die
Un e schiede in den einzelnen Zonen — Abweidlungen zwischen de
ame ikanischen und de anzösischen Zone eine sei s und de
b i ischen Zone and e sei s — und im Lande Be lin wi d in jedem
einzelnen Falle eingegangen.
In dem eigen lichen Kommen a (Teil II) we den o allem die
Rech ssä ze au de G undlage de gesam en Rech sp echung (bis 1945
des ühe en Reichs e siche ungsam s, sei dem de Landes- und Obe -
e siche ungsäm e ) e läu e , dabei (sei 1924) die g undsä zlichen
En scheidungen des RVA im O iginalwo lau ange üh . Audi die
maßgebende Li e a u (in Zei sch i en usw.) is zu jedem Rech s-
gebie au ge üh . Aus üh ungen, die ausländische Gebie e angehen
— z. B. sei 1938 o übe gehend in das Deu sche Reich eingegliede e
ode bese z gewesene Gebie e, ode zwischens aa liches Ve siche ungs*
ech — sind du ch ande s a biges D uckpapie (gelb, blau) gekenn«
zeichne .
Aus de Fülle de Einzelhei en sei als ü alle jemals in de R A
e siche gewesenen Anges ell en in e essan he o gehoben, daß as
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381] Besp .: Bundesans al ü A bei s e mi lung u. A bei slosen e siche ung 125
alle Bei agskon en wie auch die au ge echne en g ünen Ve siche-
ungska en übe den K ieg hinübe ge e e wo den sind; e nich e
sind lediglich 1500 on insgesam e wa 9,5 Mill. Kon en (also nu
ein B uch eil on einem P omille).
De III. Teil beginn mi einem Auszug aus de bekann en Kaise -
lichen Bo scha on 1881, en häl u. a. auch das Gese z übe die
Al e s e so gung ü das deu sche Handwe k om 21. Dezembe 1938,
das Sozial e siche ungsanpassungsgese z om 17. Juni 1949, die Be-
kann machung om 16. Augus 1951 zum Schweiz-Ve ag, om
27. Feb ua 1952 zum F ank eich-Ve ag, om 12. Dezembe 1952
zum Ve ag mi den Niede landen und om 30. Dezembe 1952
zum Ös e eich-Ve ag, e ne das F emd en engese z om 7. Augus
1953 und das Sozialge ich sgese z om 3. Sep embe 1953.
Pe e Quan e - Kiel
Die Bundesans al ü A bei s e mi lung und A bei slosen e siche-
ung.
Ein üh ung und Anme kungen zum Gese z on W. Hen-
kelmann. Köln 1952. Bund-Ve lag GmbH. 107 S.
Nachdem die du ch das Gese z om 16. Juni 1927 (AVAVG) ge-
scha ene „Reichsans al ü A bei s e mi lung und A bei slosen e -
siche ung" du ch die K iegs- und Nachk iegse eignisse als Zen als elle
ausge allen wa , e hiel en die Landesa bei säm e eine gewisse Selb-
s ändigkei und wu den in den neugebilde en Lände n als „Sonde -
behö den44 de Regie ung diese Lände un e s ell . Gegenübe diesem
ü eine einhei liche Behandlung de einschlägigen F agen unzu äg-
lichen Zus and o de en die Sozialpa ne , o allem de Deu sche
Gewe kscha sbund (besonde s au seinem G ündungskong eß om
12. bis 14. Ok obe 1949) die e neu e Scha ung eine Bundesans al
mi wei gehenden Selbs e wal ungs ech en. Maßgebend wu den dabei
die „Ha enheime G undsä ze44 om F ühjah 1950, au die sich A -
bei gebe und A bei nehme geeinig ha en.
Im F ühjah 1951 leg e dann die Bundes egie ung dem Bundes ag
einen en sp echenden Gese zen wu o , de am 10. Juni 1951 an-
genommen wu de, abe nich die Zus immung des Bundes a es and,
so daß nach länge en Ve handlungen im He bs 1951 schließlich dem
Bundes ag ein neue En wu o geleg wu de. Diese zwei e En wu
wu de am 23. Janua 1952 angenommen, e hiel abe wiede nich die
Zus immung des Bundes a es, de den Ve mi lungsausschuß an ie .
Schließlich einig e man sich au ein Komp omiß, das am 28. Feb ua
1952 die endgül ige Zus immung des Bundes ages und einen Tag
spä e die des Bundes a es and. Ve künde wu de das Gese z am
10. Mä z 1952 im Bundesgese zbla I S. 123.
Bemängel wu den wäh end de Be a ungen in den e schiedenen
Kö pe scha en und bemängel we den auch heu e noch die Bes im-
mungen des Gese zes, die das P oblem des Ein lusses de Sozial-
pa ne in Fo m eine „Selbs e wal ung44 angehen. Die dem Kom-
men a o he gehende „Ein üh ung44 (S. 28 .) gib dem Bedaue n
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126 Besp .: Die Sa zung de Ve so gungsans al des Bundes und de Lände [382
o allem des DGB Ausd uck, „daß wede die Sozialpa ne die
Selbs e wal ung ausüben noch die s aa liche Be o mundung ausge-
schal e wu de".
Das Gese z selbs egel in den §§ 1 bis 34 den o ganisa o ischen
Au bau de Bundesans al — die nach dem Bundesgese z om 29. No-
embe 1951 ih en Si z in Nü nbe g ha — als Kö pe scha des
ö en lichen Rech s mi eine Haup s elle, den Landesa bei säm e n
und den A bei säm e n, wobei de Bundesminis e ü A bei die
Au sich übe die Ans al ausüb . Die §§ 35 bis 53 en hal en Übe -
gangs- und Schlußbes immungen, die sich au die Übe nahme de o -
handenen Beam en, Anges ell en und A bei e , das Ve mögen
(„Reichss ock ü A bei seinsa z" usw.) und die Tä igkei de Sp uch-
behö den beziehen. Pe e Quan e - Kiel
Die Sa zung de Ve so gungsans al des Bundes und de Lände .
Kommen a on Hans 111 g e n. München u. Be lin 1952.
C. H. Beck'sche Ve lagsbuchhandlung. XII, 195 S.
Am 26. Feb ua 1929 haben das Deu sche Reich und das Land
P eußen du ch gemeinsamen Ak die „Zusa z e so gungsans al des
Reichs und de Lände " als Ans al des ö en lichen Rech s geg ünde ,
um den A bei e n und Anges ell en de Reichs- und Lände e wal-
ungen — wozu auch noch Gemeinden, sons ige A bei gebe wie
Reichsbank, Reichsnäh s and usw. und T äge de Reichs e siche ung
hinzukamen — neben den Leis ungen de allgemeinen Sozial e siche-
ung (abe unabhängig on dem Bes ehen eines de a igen Ve siche-
ungs e häl nisses) Ruhegeld, Hin e bliebenen en en und S e begeld
zu gewäh en. Wie de Ve asse , de selbs P äsiden de Ve so -
gungsans al is , in de Einlei ung schilde , ha diese Zusa z e so -
gungsans al du ch den Zusammenb uch des Jah es 1945 zwa den
g öß en Teil ih e Ve siche en und d. 1 M d. RM an Ve mögen e -
lo en, o zdem abe nach dem Wiede au bau in den d ei Wes zonen
den Ve siche ungsbes and neu e assen und ih e Leis ungs ähigkei
e hal en können. De Ve siche enbes and um aß e 1952 und
330 000 Anges ell e und A bei e aus den e schiedenen Zweigen de
ö en lichen Ve wal ung einschl. zahl eiche Gemeinden in den Län-
de n de b i ischen Zone, de T äge de Sozial e siche ung und eine
g öße en Zahl gemisch wi scha liche Un e nehmen und Be iebe.
Maßgebend ü die je zige Regelung sind die Ta i e einba ungen
om 19. Juni 1951 ( ü den Bund) und om 10. Juni 1952 ( ü die
Lände ). Die Sa zung selbs is en hal en im Bundesanzeige om
19. Sep embe 1952. Im Hinblick au die „Konku enz" de Höhe -
e siche ung de Ren en e siche ungen (Bundesges. om 14. Mä z
1951) s ell de Ve asse es , „es wi d eingehende Au klä ungs-
a bei bedü en, um den in F age kommenden Pe sonenk eis da on
zu übe zeugen, daß eine Ve siche ung bei de Ve so gungsans al
auch gegenübe den neuen Bedingungen ü die Höhe e siche ung im
allgemeinen de Vo zug zu geben is " (S. 7); e beleg diese Fes -
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383] Besp echung: Vo läu ige Landa bei so dnung 127
S ellung du ch die Gegenübe s ellung on Bei ägen und Leis ungen
de Ve so gungsans al und de „Höhe e siche ung44 (S. 138 .).
In dem Kommen a selbs sind on besonde e Bedeu ung die
Abschni e übe die Ve siche en, die Bei äge und die Ans al s-
leis ungen, in denen ü Ve gangenhei und Gegenwa aus üh lich
die» maßgebenden Vo sch i en (auch nach den e schiedenen Ge-
bie en) un e Hinweis au en sp echende Regelungen de Sozial-
e siche ung au ge üh und e läu e we den. Zahl eiche Beispiele
o allem bei de Be echnung de Leis ungen e leich e n das Ein-
d ingen in die eichlich schwie ige Ma e ie.
Gu die Häl e des Ganzen nimm de ü die p ak ische Ve wen-
dung besonde s wich ige „Anhang44 ein, de auße den Aus üh ungs-
bes immungen und den Geschä so dnungen u. a. die einschlägigen
Ta i e äge (z. B. de O sk ankenkassen, de Lände ), Auszüge aus
den Lohns eue ich linien, Bei ags abellen und Fo mblä e en häl .
Pe e Quan e - Kiel
Vo läu ige Landa bei so dnung
. Kommen a on E ich M o 1 i o .
(Beck'sche Kommen a e zum A bei s ech , Bd. VIII). 2. umgea b.
Au l. München und Be lin 1952. C. H. Beck'sche Ve lagsbuchhand-
lung. XI, 84 S.
So e s aunlich es zunächs e scheinen mag, is die „Vo läu ige
Landa bei so dnung44 om 24. Janua 1919 — also aus de Zei des
„Ra es de Volksbeau ag en44 — noch imme in K a und nich
du ch ein endgül iges Gese z abgelös wo den. De Ve asse des o -
liegenden Kommen a s e klä diese Ta sache dami , daß die Land-
a bei so dnung „ o z de übe eil en En s ehung kein schlech es Ge-
se z (is ) und sich in de P axis bewäh 44 ha . Man e inne e sich,
daß die Landa bei so dnung (nach einem En wu on Asmis) no -
wendig wu de du ch die Au hebung de Gesindeo dnungen und die
Ein üh ung des Ach -S unden-Tages, de ü die landwi scha lichen
Be iebe nich paß e.
Vo de eingehenden Kommen ie ung de 20 Pa ag aphen de
Landa bei so dnung, die auch au den du ch das A bei so dnungs-
gese z des III. Reiches au gehobenen und noch nich wiede e -
se z en § 13 übe die „A bei so dnung44 eingeh , gib de Ve asse
eine Ein üh ung, die die En s ehung de Vo läu igen Landa bei s-
o dnung selbs und die Bes ebungen nach eine Neu egelung schil-
de , sich auch mi de En wicklung des äl e en Landa bei s ech s (an-
knüp end an die Baue nbe eiung) und o allem mi den „Besonde -
hei en de landwi scha lichen A bei 44 be aß . Dabei müssen alle -
dings zu einigen Fes s ellungen Bedenken geäuße we den, so wenn
e ech allgemein die „schlech e wi scha liche Lage de Landwi -
scha 44 da ü e an wo lich mach , daß „die Lohn- und A bei sbedin-
gungen in de Landwi scha im Ve häl nis zu Indus ie e häl nis-
mäßig schlech sind44, wenn e wei e wiede seh allgemein on eine
„in de ganzen Wel sich beme kba machenden Knapphei und dami
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128 Besp echung: Jugendwohl ah s ech [384
P eiss eige ung de landwi scha lichen E zeugnisse" sp ich und (all-
gemein) die Ren abili ä de Landwi scha „ o z wei gehenden E -
sa zes de menschlichen und ie ischen A bei sk a du ch Mo o en"
als so ge ing ansieh , „daß eine wesen liche Ve besse ung de Lohn-
und A bei sbedingungen noch nich in einem solchen Maße e eich
we den kann wie in de gewe blichen Wi scha ".
Gegenübe solchen allgemeinen Fes s ellungen is wohl ehe Be-
dach da au zu nehmen, die Gebie e mi unleugba gesunden und
wi scha lich gu undie en landwi scha lichen Be iebs e häl nis-
sen on solchen zu un e scheiden, in denen allgemein du ch F ei eil-
ba kei , Bodenze spli e ung usw. Ve häl nisse he beige üh wo den
sind, die du ch keine noch so gu gemein e Landa bei so dnung zu-
ech ge ück we den können. Fü den Kommen a als solchen sind
alle dings diese Bedenken nich wesen lich, ielmeh is he o zu-
heben, in wie um assende und eind ingliche Weise de Ve asse
übe all den Besonde hei en de landwi scha lichen Ve häl nisse ü
das A bei s ech übe haup ge ech wi d.
Pe e Quan e - Kiel
Jugendwohl ah s ech
. Tex ausgabe mi Ve weisungen und Sach-
egis e on D . He mann Riedel. München und Be lin 1951.
C. H. Beck'sche Ve lagsbuchhandlung. XI, 216 S.
Das Reichsjugendwohl ah sgese z (RJWG) wu de am 9. Juli 1922
e lassen, also e häl nismäßig bald nach Beendigung des e s en Wel -
k ieges, und ha bes imm zu seinem Teil dazu beige agen, den be-
sonde en Schwie igkei en abzuhel en, denen sich alle ü E ziehung
und Gedeihen de deu schen Jugend e an wo lichen K eise in den
Nachk iegsjah en mi ih e wi scha lichen, sozialen und si lichen
No gegenübe ges ell sahen. Diese Schwie igkei en haben sich nach
dem zwei en Wel k ieg e neue und e iel ach , o allem du ch
eine Häu ung heima lose Jugend.
De Ve asse (Landge ich s a am Landge ich München I) will
mi seine Tex ausgabe ge ade auch den Bedü nissen in e essie e
Nich ju is en Rechnung agen, wozu ich auch die ielen Tausende
Wohl ah sp lege und -p lege innen echnen möch e, die besonde s
au dem Gebie e de Jugenda bei ä ig sind und de en In e esse an
eine angemessenen Da s ellung de Gese zesma e ie ich aus jah e-
lange Tä igkei an Wohl ah sschulen kenne.
Wich ige Beigaben sind die Landesgese ze zum JWG — im all-
gemeinen aus de Zei bis 1939, eilweise auch nach 1945 —, das
Vo mundscha s ech des BGB (§§ 1773 .), das Jugendge ich sgese z
(auszugsweise), o allem das Gese z zu E leich e ung de Annahme
an Kindes S a om 8. Augus 3950 und die landes ech lichen Be-
s immungen de le z en Zei zum Schu ze heima lose Jugend (Baye n,
Hessen, Rheinland-P alz, Wü embe g-Baden),
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