Caesa , Rol
A icle
Mone ä e Wi kungen eines Mul iwäh ungs-
In e en ionssys ems mi Saldenausgleich
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Caesa , Rol (1975) : Mone ä e Wi kungen eines Mul iwäh ungs-
In e en ionssys ems mi Saldenausgleich, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 8, Iss. 1, pp. 91-122,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.8.1.91
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Mone ä e Wi kungen eines
Mul iwäh ungs-In e en ionssys ems mi Saldenausgleich
Un e such am Beispiel de eu opäischen Wäh ungs-Schlange*
Von Rol Caesa , Köln
Du ch den Übe gang zum Block loa ing in de EWG im Mä z 1973
haben die -be eilig en Gemeinscha slände einen wesen lichen Teil ih e
s abili ä spoli ischen Au onomie zu ückgewonnen1. Jedoch kann keine
Rede da on sein, daß dami die na ionale Geldpoli ik öllig unabhän-
gig on de mone ä en En wicklung in den eu opäischen Pa ne lände n
gewo den sei. Dies 'be uh wesen lich da au , daß die inne halb de Ge-
meinscha gel enden In e en ions- und Saldenausgleichs e einba ungen
un e ¡bes imm en Vo ausse zungen di ek e und gewisse maßen „au o-
ma ische" Konsequenzen ü die Liquidi ä s e so gung in Gemeinscha s-
wäh ungen und dami ü die Geldpoli ik de be o enen Lände haben
können. Zwa is de Gel ungsbe eich de „Eu o-Schlange"2 du ch die
Nich -Be eiligung G oßb i anniens und I lands sowie das Ausscheiden
I aliens (im Feb ua 1973) und F ank eichs (im Janua 1974) gegenwä -
ig au sieben Lände 3 besch änk , so daß die po en iellen S ö wi kungen
en sp echend eduzie sind. Eine Analyse des Sys ems schein abe den-
noch lohnend. Zum einen is es die e klä e Absich , die Eu o-Schlange
mi den de zei Be eilig en au jeden Fall wei e bes ehen zu lassen und
* Abgeschlossen im Ok obe 1974.
1 Vgl. e wa Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1973,
S. 20 .; gl. auch Eu opäische Gemeinscha , Kommission: Sieben e Ge-
sam be ich übe die Tä igkei de Eu opäischen Gemeinscha 1973, B üs-
sel/Luxembu g 1974, S. 188.
2 F ühe auch als „Schlange im Tunnel" bezeichne , wobei de „Tunnel"
du ch die Bandb ei e gegenübe dem US-Dolla bes imm wa . Sei dem Ube -
gang zum sogenann en Block loa ing, also sei de Au hebung de In e en-
ionsp lich de EG-Wäh ungen gegenübe dem US-Dolla , kann man jedoch
nich meh on einem „Tunnel" sp echen.
3 Die Benelux-S aa en, die Bundes epublik und Dänema k sowie No wegen
und Schweden, die sich den Ve einba ungen de Eu o-Schlange eiwillig an-
geschlossen haben.
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92 Rol Caesa
die nich be eilig en Lände , zumindes au mi le e Sich , wiede in das
Sys em zu in eg ie en. Zum ande en is die Eu o-Schlange häu ig als
mögliches Vo bild ü ein wel wei es Mul iwäh ungs-In e en ionssys em
genann wo den4. Diese Vo schlag is zwa — ebenso wie die geplan e
Neuo dnung des Wel wäh ungssys ems gene ell — du ch die sogenann e
Ölk ise und ih e wäh ungspoli ischen Auswi kungen e was in den Hin-
e g und de ak uellen Diskussion ge ück und nach Meinung manche
Wäh ungsexpe en „nich meh seh ak uell"5, doch bleib die Idee eines
de a igen Sys ems meh sei ige In e en ionen zu gegensei igen S ü -
zung es e Pa i ä en nach wie o au de Tageso dnung ü eine
g undlegende Re o m de Wel wäh ungso dnung6.
Mi den mone ä en Konsequenzen eines solchen Sys ems, wie es sei
1972 in de EWG bes eh , beschä ig sich die o liegende Abhandlung.
Sie be ach e zunächs die (g undsä zliche Funk ionsweise des Sys ems
de Eu o-Schlange (I). Anschließend we den die E ek e un e such , die
on diesem Sys em au die in e na ionale Geld e so gung ausgehen kön-
nen (II); dabei we den anhand eines s a k e ein ach en Beispiels zu-
nächs die Wi kungen bei „no malem" Ablau des Sys ems und danach
bei Anwendung e schiedene Ausnahme egelungen analysie . Abschlie-
ßend we den de Zusammenhang zwischen in e na ionale und na iona-
le Geld e so gung sowie einige da aus esul ie ende wäh ungspoli ische
Konsequenzen disku ie (III).
Die Un e suchung beweg sich dabei au zwei e schiedenen Ebenen.
Im e s en Sch i (Kap. II.) we den die mone ä en Wi kungen au den
gesam en „p i a en" Be eich im In- und Ausland analysie , wo un e
die Gesam hei de Banken und Nich banken, jedoch ausschließlich Zen-
alba ken und ö en liche Haushal e, e s anden wi d7. Dagegen wi d
im zwei en Sch i (Kap. III.) die Be ach ung au den p i a en Nich -
bankensek o , die un e binnen-wi scha spoli ischen Gesich spunk en
eigen liche Zielg uppe, eingeeng . Die in III. o genommene Di e en-
zie ung zwischen Banken und Nich banken wi d in II. aus G ünden
4 Siehe z. B. Helmu Schmid , Die Re o m des in e na ionalen Wäh ungs-
sys ems gewinn Ges al , in: Eu opa-A chi , 28. Jg. (1973), Folge 17, S. 577.
6 Siehe z. B. O ma Emminge , Wäh ungs e o m — Ein Op e de öl-
hausse?, in: F ank u e Allgemeine Zei ung om 15. Feb ua 1974.
6 Siehe im einzelnen: A d a ou line o mone a y e o m, p epa ed by he
depu ies o he IMF's Commi ee o 20, abged uck in: Eu omoney, Oc obe
1973, S. 51.
7 Zu beg i lichen Abg enzung gl. die Aus üh ungen un e II.l.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 93
de ein ache en Da s ellung un e lassen, da es do nu um eine globale
Analyse de in e na ionalen E ek e im „p i a en" Sek o (also eine
Vo s u e on III.) geh ; eine T ennung in Banken- und Nich banken-
sek o wü de in II. lediglich eine wei e e Komplika ion, jedoch keine
wesen lichen zusä zlichen E kenn nisse, mi sich b ingen.
I. Die g undsä zliche Kons uk ion des
Mul iwäh ungs-In e en ionssys ems in de EWG
1. Die „no male" Abwicklung on In e en ion und Saldenausgleich
a) Die beiden „Regel älle" «de In e en ion
Nach de En schließung des Ra es de Eu opäischen Gemeinscha übe
die Bandb ei en e inge ung in de EWG om 21. Mä z 19728 haben
die Zen albanken de Gemeinscha slände in Gemeinscha swäh ungen
zu in e enie en, „wenn de en Ku se au dem be e enden De isen-
ma k die ... höchs zulässigen Schwankungsg enzen e eichen"9. Die In-
e en ionspunk e sind e eich , wenn die Abweichung zwischen de
„s ä ks en" und de „schwächs en" Gemeinscha swäh ung, gemessen an
den inne halb de EWG gel enden Lei ku sen10, eine Spanne on 2,25 %
e eich . Die In e en ions e p lich ung igil g undsä zlich gegenübe
8 En schließung des Ra es de Eu opäischen Gemeinscha und de Ve e e
de Regie ungen de Mi glieds aa en om 21. Mä z 1972 be e end die An-
wendung de En schließung om 22. Mä z 1971 übe die s u enweise Ve wi k-
lichung de Wi scha s- und Wäh ungsunion in de Gemeinscha , abged . in:
Eu opa-A chi , 27. Jg. (1972), Folge 14, S. D 337 . Die G undgedanken wa-
en be ei s im We ne -Plan und de S ellungnahme des EWG-Zen albankaus-
schusses dazu konzipie wo den; siehe Be ich an Ra und Kommission de
Eu opäischen Gemeinscha en übe die s u enweise Ve wi klichung de Wi -
scha s- und Wäh ungsunion in de Gemeinscha , abged . in: Deu sche Bun-
des ag, 6. Wahlpe iode, D ucksache VI/1315 om 28. Ok obe 1970, S. 12 und
S. 15, sowie Ausschuß de P äsiden en de Zen albanken: S ellungnahme zum
We ne -Be ich , abged uck ebenda, S. 22 .
9 En schließung des Ra es om 21. Mä z 1972, a.a.O., S. D 339.
10 Diese Lei ku se inne halb de EWG e echne en sich als c oss- a es aus
den im Rahmen des IWF e einba en, sei Dezembe 1971 so genann en
„Lei ku sen" gegenübe dem US-Dolla . Vgl. auch die Beme kungen übe die
Rolle des Dolla s als Um echnungsmi el im Rahmen de Eu o-Schlange bei
Heinz B es el, Wie unk ionie das Block-Floa en in Eu opa?, in: F ank u e
Allgemeine Zei ung om 21. 4. 1973.
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alien am Sys em de Eu o-Schlange be eilig en Wäh ungen (jedoch nich
gegenübe dem US-Dolla 11) und in unibesch änk e Höhe.
Du ch die In e en ionen we den in de Regel in beiden Lände n Be-
äge de „schw-achen" Wäh ung am Ma k angekau , indem da ü
„ s a ke" Wäh ung hingegeben wi d. Diese In e en ionswäh ung wi d
du ch die Zen albank des Landes mi de „s a ken" Wäh ung — im
olgenden ku z „Gläubige land" genann — im «benö ig en Um ang neu
gescha en, wäh end die Zen alibank des Landes mi de „schwachen"
Wäh ung — ku z „Schuldne land" genann — sie aus ih en Wäh ungs-
ese en en nehmen muß. Die Zen albank des Gläubige landes („Gläu-
bige zen albank") e wi b du ch ih e In e en ion eine Fo de ung ge-
genübe de be e enden Pa ne zen albank („Schuldne zen albank"),
die diese im Wege des Saldenausgleichs zu begleichen ha . Ve üg die
Schuldne zen albank jedoch zum Zei punk de In e en ion übe keine
Bes ände an s a ke Wäh ung („Gläubige wäh ung"), so muß sie sich
den benö ig en Be ag k edi weise gegen eigene Wäh ung („Schuldne -
wäh ung") on de Gläubige zen albank bescha en. Die Saldenaus-
gleichs e p lich ung e höh sich in diesem Falle en sp echend.
b) Die beiden „Regel älle" beim Saldenausgleich
De Saldenausgleich is „binnen eines Mona s"12 o zunehmen, d. h.
in p axi am Ende des Mona s, de au den Mona de De isenin e en-
ion olg 13. Bezüglich de Finanzie ung des Saldenausgleichs sind wie-
de zwei „Regel älle" möglich. G undsä zlich sind Ve p lich ungen de
Schuldne zen albank au g und de In e en ionen p imä in Gläubige -
wäh ung zu begleichen; dies e gib sich aus de Ta sache, daß sowohl
die In e en ion de Gläubige zen albank als auch ih e e en uelle zu-
sä zliche K edi gewäh ung an die Sdiuldne zen albank (zu In e en-
11 Dies gil jeden alls sei dem Ube gang zum Block loa ing im Mä z 1973.
Im u sp ünglichen Sys em de EG-Bandb ei en e inge ung bes and dagegen
du chaus auch eine In e en ionsp lich gegenübe dem Dolla gemäß den S a-
u en des I WS-Sys ems ( gl. Fußno e 8). Zu den Zusammenhängen zwischen
In e en ionen in Dolla und in Gemeinscha swäh ungen gl. e wa F anz
Holzheuy Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de Eu opäischen Wi -
scha sgemeinscha , 93. Jg. (1973), 2. He , S. 176 . sowie Hans Willge od l
Alexande Domsehl Rol HasselVolke Me x, Wege und I wege zu eu o-
päischen Wäh ungsunion, Bei äge zu Wi scha spoli ik, Bd. 16, F eibu g
i. B . 1972, S. 202 .
12 En schließung des Ra es om 21. Mä z 1972, a.a.O., S. D 339.
13 Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1972, S. 33.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 95
ion du ch diese) in Gläubige wäh ung e olg sind14. Ve üg also die
Schuldne zen albank am S ich ag des Saldenausgleichs übe Bes ände an
Gläubige wäh ung, so ha sie zunächs idiiese Rese en zum Saldenaus-
gleich einzuse zen. Fü den Fall jedoch, daß sie solche Rese en am Fäl-
ligkei s ag nich besi z , soll sie, um ih e Ve schuldung abzudecken, den
Ausgleich in ande en Rese emedien o nehmen15. Dalbei gil die Vo -
sch i , daß die Schuldne zen albank diese Rese eelemen e in einem
Ve häl nis e wenden soll, das de S uk u 16 ih e eigenen Wäh ungs-
ese en en sp kh 17.
Fü «die in e na ionale Liquidi ä s e so gung spiel alle dings de Sal-
denausgleich di ek keine Rolle. Da es sich dabei um eine T ansak ion
ausschließlich zwischen Zen albanken — bzw. zwischen Zen albanken
und dem Eu opäischen Fonds ü wäh ungspoli ische Zusammena bei —
handel , wi d de in de o liegenden Albhandlung allein in e essie ende
p i a e Sek o 18 da on nich be üh . Somi is auch die obige Un e -
14 Vgl. hie zu im einzelnen Ge ha d Jennemann, Was bedeu e die Band-
b ei en e inge ung in de EWG?, in: Bö sen-Zei ung om 8. 4. 1972.
15 Diese Fall dü e in de P axis e heblich häu ige o kommen als de
e s e e Regel all. Denn zum einen e ügen die meis en EWG-Lände nu
übe ela i bescheidene Be äge an Gemeinscha swäh ungen, zum ande en
wi d die Ansammlung solche Wäh ungen du ch Bes immungen des Sys ems
wie auch du ch ande e Ums ände (z. B. ehlende Wechselku sga an ie, Zins e -
lus e) no male weise eingesch änk , siehe Fußno e 25). Vgl. auch Hans Ch i-
s oph Binswange , Das De isenin e en ionssys em de EWG und Koope a-
ionspe spek i en ü die Schweiz, in: De Eu opäische Wäh ungsblock, Bank-
wi scha liche Fo schungen, Bd. 16, Be n/S u ga 1973, S. 52.
16 Dabei wi d un e „S uk u de Wäh ungs ese en" jedoch lediglich das
Ve häl nis on goldgebundenen Rese en (Gold, Sonde ziehungs ech e, Re-
se eposi ion im IWF) zu nich goldgebundenen Rese en ( = De isen) e s an-
den; inne halb de beiden G uppen können die Schuldne lände wählen, wel-
che Un e a de jeweiligen Rese eg uppe (also ob z. B. Gold ode Sonde -
ziehungs ech e bzw. ob z. B. Dolla ode ande e De isen) sie e wenden möch-
en. Vgl. dazu auch die Aus üh ungen in: EWG, Wi scha s- und Sozialaus-
schuß: Dossie 5/Wi om 15. 11. 1973, S. 57, sowie Geschä sbe ich de
Deu schen Bundesbank ü das Jah 1972, S. 34.
17 Siehe En schließung des Ra es om 21. Mä z 1972, a.a.O., S. D 339;
Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1972, S. 34. Die Ziele
diese Bes immung wa en einmal, zu e meiden, daß ein Land eine bes imm e
Rese ea o zei ig au b auch und dadu ch o z aus eichende Gesam ese -
en in Schwie igkei en ge ä ; zum ande en wu de dami bewuß anges eb ,
im Lau e eine länge en Ube gangszei eine g öße e Ha monisie ung de Re-
se es uk u in de EWG zu e eichen. Siehe G. Jennemann, Was bedeu e die
Bandb ei en Ve inge ung in de EWG?, a.a.O.
18 S. o. die abg enzenden Beme kungen au Sei e 91 .
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96 Rol Caesa
Scheidung in zwei „Regel älle" beim Saldenausgleich ü die wei e en
Übe legungen g undsä zlich i ele an . Die Du ch üh ung des Salden-
ausgleichs kann allen alls inso e n on indi ek e Bedeu ung sein, als be-
s imm e Ausnahme egeln bezüglich de In e en ionen (s. u. 2. b)) no -
male weise nu im Falle eines Saldenausgleichs in Gläubige wäh ung zu
Anwendung kommen19.
2. Mögliche Ausnahme egelungen
a) G undsä zliche Beme kungen
Das Konzep de Eu o-Schlange, wie es oben geschilde wo den is ,
ha e — insbesonde e au Be eiben de deu schen Ve e e — seine e-
la i s enge Fo mulie ung e hal en, um im „No mal all" einen gewis-
sen Au oma ismus zu gewäh leis en. Jedoch wa be ei s in de En -
schließung om 21. Mä z 1972 eine Reihe on Ausnahme egelungen
o gesehen wo den. Diese s ellen demnach zwa Abweichungen om
„No malzus and" da , sind jedoch du chaus egelkon o m. Um abe eine
exzessi e Nu zung diese Ausnahme e einba ungen zu e meiden, wu de
ih e Ink a se zung an die Bedingung gebunden, daß alle on eine Son-
de egelung be o enen Zen albanken o he zus immen müß en.
Eine ku ze Da s ellung de ele an en Ausnahme egelungen schein
zweckmäßig, um anschließend ih e po en iellen Wi kungen au die Geld-
e so gung in den be o enen Wäh ungen he ausa bei en zu können.
Dabei we den nu Ausnahme egelungen bezüglich de In e en ion un-
e such . Die möglichen Sonde e einba ungen hinsich lich des Salden-
ausgleichs — o zei ige Rückzahlung mi de Gläubige wäh ung, Ve -
länge ung de Rückzahlungs is um d ei bis sechs Mona e, Saldenaus-
gleich nu in nich -goldgebundenen Rese en — könn en ja, wie be ei s
e wähn , die Geld e so gung nich di ek beein lussen, da sich de Sal-
denausgleich lediglich in de Zen albanksphä e abspiel 20.
19 Eine o zei ige Rückzahlung soll no male weise nu in Gläubige wäh-
ung o genommen we den. Ein Saldenausgleich gemäß de S uk u de Wäh-
ungs ese en des Schuldne landes e olg dagegen in de Regel e s zum üb-
lichen Fälligkei s ag.
20 Es wü den dadu ch nämlich en wede nu die F is en bzw. de Zei punk
des Wi kungsein i s, nich dagegen A und Um ang de E ek e selbs , be-
ein luß ( o zei ige bzw. e zöge e Rückzahlung) ode abe lediglich die
S uk u de Wäh ungs ese en e ände , nich dagegen die Geld e so gung
(z. B. bei Rückzahlung nu in Dolla ).
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 97
b) Die ele an en Ausnahme egelungen
(1) Zwischenzei liche Ankau on Gläubige wäh ung gegen eigene
Wäh ung
Nach de En schließung om 21. Mä z 1972 is eine Abweichung on
de Regel, daß die Zen albanken nu bei E eichen de es geleg en In-
e en ionspunk e in Gemeinscha swäh ungen in e enie en dü en, nu
ausnahmsweise und „nu nach abges imm e En scheidung de Zen al-
banken", d. h. nach o he ige Abs immung un e den (be eilig en21)
Zen albanken zulässig. Ein de a ige eiwillige Ankau eine Ge-
meinscha swäh ung zwischen den Bandb ei en kann beispielsweise aus
de Sich eine Schuldne zen albank wünschenswe sein, wenn diese
ih e Ve bindlichkei en im Saldenausgleich o zei ig mi de Gläubige -
wäh ung begleichen möch e22; s imm die Gläubige zen albank dem zu,
so kann die Ausnahme egelung angewende we den, wie es auch a säch-
lich einige Male geschehen is 23'24. Eine Schuldne zen albank kann au
21 Nich alle Zen albanken, die am Sys em be eilig sind, müssen in jedem
Einzel all zus immen. Vielmeh gil dies nu ü die Zen albanken de Län-
de , de en Wäh ungen di ek ode indi ek on eine un e die Ausnahme-
egelung allenden T ansak ion be o en sind ode be o en we den können;
das kann bila e ale — wenn nämlich nu eine wei e e Wäh ung be üh wi d
— ode auch mul ila e ale Absp achen — bei meh e en Be o enen — bedeu-
en. Die Zus immungsp lich de po en iell Be o enen zu Anwendung on
Ausnahme egelungen gil im üb igen sinngemäß auch ü alle ande en im ol-
genden besch iebenen Ausnahme egeln.
22 Das Mo i ü eine o zei ige Rückzahlung is meis die E spa nis on
Zinsen ü den seh ku z is igen K edi , den eine Schuldne zen albank in
Fo m de S undung de aus eine In e en ion de Gläubige zen albank e-
sul ie enden Ve p lich ungen bis zum Saldenausgleich e häl ; diese K edi e
müssen mi dem Du chschni de Diskon sä ze de am Sys em de Eu o-
Schlange be eilig en Lände e zins we den, sind also ela i eue .
23 Eine wei e e Möglichkei des zwischenzei lichen Ankau s on Gläubige -
wäh ungen du ch die Schuldne zen albank s ell de Fall da , daß die Wech-
selku s e häl nisse zwischen de u sp ünglich „s a ken" und de „schwachen"
Wäh ung sich zwischen dem Zei punk de „e s en" In e en ion und dem des
Saldenausgleichs umkeh en wü den. Da aus esul ie e nunmeh auch ein genau
umgekeh es Gläubige -Schuldne -Ve häl nis mi en sp echend kon ä en Wi -
kungen. Le z lich wü den diese abe die E ek e de e s en In e en ion nu —
eilweise ode ganz — au heben; in einem e wa e bleibenden Ne o-Um ang
de In e en ion bzw. des Saldenausgleichs wü den jedoch unse e Aus üh un-
gen p inzipiell wei e gel en, so daß diese Fall nich als a sächliche Aus-
nahme all zu be ach en is und im wei e en e nachlässig we den kann.
24 Alle dings hal en sich die Käu e on Gemeinscha swäh ungen am Ma k
inne halb des Zei aums bis zum Saldenausgleich meis in ela i engen G en-
7 K edi und Kapi al 1/1975
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98 Rol Caesa
diese Weise soga Gläubige wäh ung in eine Höhe ansammeln, die übe
die Ve p lich ung zum Saldenausgleich hinausgeh . Eine solche Ne o-
posi ion in Gläulbige wäh ung au g und on In e en ionen zwischen
den Bandb ei en is alle dings au die „wo king balances" beg enz 25,
d. h. au seh kleine Be äge, die als P ozen sa z des ku z is igen Bei-
s andssys ems in de EWG ausged ück sind.
(2) Zwischenzei liche Ankau on Gläubige wäh ung gegen d i e
Wäh ung
Denkba is wei e hin, daß eine Zen albank eiwillig Gläubige -
wäh ung gegen d i e Wäh ung, e wa US-iDolla , am Ma k ankau ,
um diese im Saldenausgleich einzuse zen. Auch diese Fall 'beda jedoch
de (bila e alen) Genehmigung de Wäh ungsbehö den des Gläubige -
landes.
(3) In e en ionen in d i e Wäh ung
Mi dem Übe gang zum Block-Floa ing ha en die EWG-Lände be-
schlossen, die Wechselku se ih e Wäh ungen gemeinsam gegenübe dem
Dolla und ande en D i wäh ungen ei schwanken zu lassen. Das be-
deu e , daß eine sei s die seine zei ige Ve p lich ung in de En schlie-
ßung übe die Bandb ei en e inge ung om Mä z 1972 hin ällig ge-
wo den is , „in US-Dolla (zu in e enie en), wenn de Ku s des Dol-
la s au dem be e enden De isenma k die nach den Vo sch i en des
in e na ionalen Wäh ungs onds höchs zulässige Schwankungsb ei e e -
eich "26. Da übe hinaus is eine In e en ion in Dolla in de Regel
nich o gesehen, sonde n s ell einen Ausnahme all da , zu dem es eine
Absp ache un e den be eilig en Zen albanken beda . Diese Fall is
alle dings z. B. p ak izie wo den, als I alien — zu eine Zei , als die
Li a noch Mi glied des eu opäischen Wäh ungsblocks wa — die E laub-
nis e hiel , zuguns en de Li a in Dolla s a in Gemeinscha swäh un-
zen, weil sie nu bei eine nachhal igen Ve besse ung de Ku s ela ionen zu-
guns en de Schuldne wäh ung möglich sind; ande n alls wü de diese wiede
asch an die obe e In e en ionsg enze gelangen.
25 „Die Ansammlung on Gemeinscha swäh ungen sei ens einzelne Zen-
albanken, ohne sie in den pe iodischen Saldenausgleich einzub ingen, beda
de ausd ücklichen Zus immung de be e enden Zen albank, die dadu ch
e hinde n kann, daß ih e Wäh ung zu eine A Rese ewäh ung wi d."
(G. Jennemann, Was bedeu e die Bandb ei en Ve inge ung in de EWG?,
a.a.O.)
26 En schließung des Ra es om 21. Mä z 1972, a.a.O., S. D 339.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 105
Ab echnungszei aums en s ehende Gu haiben und Schulden eines Lan-
des saldie en bzw. ausgleichen kann46. Auße dem e wal e e im Rah-
men des Sys ems des ku z is igen Wäh ungsbeis andes die on ande en
No enbanken k edi weise be ei ges ell en Mi el.
Die Ta sache, daß mi dem Eu opäischen Fonds eine zen ale „Buch-
üh ungss elle" einge ich e wo den is , bedeu e jedoch nich , daß die
oben im Zwei-Lände - bzw. Zwei-Wäh ungen-Modell analysie en Wi -
kungen zwangsläu ig hin ällig wü den. Zum einen »beein luß nämlich
die Ein ich ung des Fonds als eine gemeinsamen Ve echnungss elle in
keine Weise die A de Ve p lich ung zu In e en ion sowie die Wi -
kungen de In e en ionen selbs au GMin ,
DM
und GMin > dk
47. Die E -
ek e sind p inzipiell mi den un e II. 2. geschilde en iden isch.
Auch die Ta sache, daß im mul ila e alen Fall die Fo de ungen und
Ve bindlichkei en nich meh in de u sp ünglichen Gläubige wäh ung
bes ehen und abge echne we den, sonde n in eu opäischen Rechmings-
einhei en denominie sind, bedeu e keine g undsä zlich neuen E geb-
nisse. Hie on unbe üh bleib nämlich die Regel, daß eine Schuldne -
zen albank ih e Ve bindlichkei en gegenübe dem Eu opäischen Fonds
p imä in de Gläu'bige wäh ung zu ückzuzahlen ha , die zu In e en-
ion e wende wo den is . Ve üg die Schuldne zen albank übe de -
a ige Bes ände an Gläu'bige wäh ung — also im obigen Beispiel DM —
ode gleich sie in ande en, goldgebundenen und nich goldgebundenen
Rese en aus, so sind die Wi kungen hinsich lich GMin ?
DM
und GMin ,
DKR
mi den o cen un e 2. geschilde en iden isch. Bescha sie .sich die Gläu-
bige wäh ung gemäß A I, so liegen die E gebnisse aus Abschni 3. o .
Auch de — in de Reali ä du chaus häu ige — Fall, daß eine Schuld-
ne zen albank noch inne halb des Zei aums zwischen de „e s en" In-
e en ion und dem da aus olgenden Saldenausgleich ih e Rolle wech-
seln kann, indem sie selbs eine ande e, d i e48, Gemeinscha swäh ung
s ü z und dadu ch zu Gläubige zen albank wi d, s ell keine wesen -
46 Du ch die Mul ila e alisie ung kann sich also insgesam eine Ve minde-
ung des Beda s an Wäh ungs ese en e geben. Siehe W. M. Co den, Mon-
e a y In eg a ion, Essays in In e na ional Finance, No. 73, P ince on 1972;
gl. auch F. Holzhe y Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung ..., a.a.O.,
S. 183.
47 Vgl. auch Ch is ian Lu z, Nach u au die eu opäische Wäh ungsschlange,
in: Eu opa-A chi , 29. Jg. (1974), Folge 9, S. 288.
48 De bila e ale Fall, daß sich das u sp üngliche Gläubige -Schuldne -Ve -
häl nis genau umgekeh , wa ja be ei s disku ie wo den. S. o. Fußno e 23.
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106 Rol Caesa
liehe Komplika ion da . Es we den lediglich die z. B. ü eine u sp üng-
liche Schuldne zen albank bes ehenden Ve p lich ungen gegenübe dem
Fonds um die Fo de ungen e mäßig , die diese Zen albank au g und
de S ü zungsak ion zuguns en eine d i en Gemeinscha swäh ung ge-
genübe dem Fonds e wi b , so daß nu meh de e l. e bleibende Res -
be ag im Saldenausgleich abzu edinen wä e49. Hie bei könn e die Schuld-
ne zen albank jedoch die u sp üngliche Gläubige wäh ung e wenden
ode au ih e ande en Rese en zu ückg ei en. Die in e na ionalen Geld-
mengen wü den dadu ch wiede um nu in den Ausnahme ällen I ode II
beein luß ; ü den Ausnahme all III gel en die Aus üh ungen un e
II. 3. un e ände .
Schließlich e ände auch die Ve wal ung de on ande en No en-
banken gg . au dem K edi wege be ei ges ell en Mi el «du ch den
Fonds die Wi kungen au die umlau enden ¡Geldmengen nich , da gegen-
übe dem bila e alen Fall lediglich ein Gläubige ausch s a inde .
Zusammen assend läß sich es hal en, daß sich aus de Mul ila e ali-
sie ung in de P axis zwa e echnungs echnische Saldie ungen e geben,
jedoch keine g undsä zlich neuen Gesich spunk e. De Meh -Lände -
bzw. Meh -Wäh ungen-Fall s ell le z lich nich s ande es da als eine Ad-
di ion meh e e hin e einande ablau ende bila e ale Fälle, so daß die
oben am bila e alen Modell abgelei e en Aussagen übe die in e na io-
nale Geld e so gung auch im mul ila e alen Fall de P axis p inzipiell
un e ände wei e gel en.
5. Zusammen assung
Es is deu lich gewo den, wie das Sys em de Eu o-Schlange die in e -
na ionalen Geldmengen in den beiden jeweils on de In e en ions-
bzw. S ü zungsp lich be o enen Wäh ungen 'beein lussen kann; dabei
mach es p inzipiell keinen Un e schied, ob die Wi kungen im „ein-
achen" bila e alen Modell be ach e we den, ode ob die in de P axis
e olgende Mul ila e alisie ung bei de Finanzie ung -de In e en ionen
und de Abwicklung des Saldenausgleichs übe den Eu opäischen Fonds
be ücksich ig wi d.
49 En sp echend e inge wü de na ü lich auch die gegebenen alls — näm-
lich beim Saldenausgleich en sp echend de S uk u de Wäh ungs ese en des
Schuldne landes — ein e ende Ni ellie ungswi kung au die S uk u de
Wäh ungs ese en de e schiedenen Gemeinscha slände , gl. oben Fußno e 17.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 107
So wi d du ch die In e en ionen die Geldmenge in s a ke Wäh ung
expansi beein luß , ein Resul a , das im Regel all auch du ch den Sal-
denausgleich nich ückgängig gemiach wi d. Umgekeh wi d die um-
lau ende Menge in schwache Wäh ung eingesch änk , also ein Ve knap-
pungse ek he o ge u en, de eben alls du ch den Saldenausgleich e-
gelmäßig unbe üh gelassen wi d. (Zu den Auswi kungen au die bin-
nenländische Geld e so gung und die wäh ungspoli ischen Konsequen-
zen s. u. III.)
Ande s is es jedoch, wenn Ausnahme egelungen angewende we den,
insbesonde e wenn die Schuldne zen albank zwischenzei lich Gläubige -
wäh ung am Ma k zum Einsa z im Saldenausgleich ankau en kann. In
diesem Falle is es möglich, daß die expansi en bzw. kon as i en Wi -
kungen, die sich aus den In e en ions o sch i en zunächs e geben,
nach äglich ückgängig gemach we den. Dabei kann sich — je nach
A de Finanzie ung de u sp ünglichen In e en ionen und je nach
A de Finanzie ung des zwischenzei lichen Ankau s de Gläubige wäh-
ung — pe Saldo en wede
— eine eilweise, jedoch pa allele Reduzie ung de E ek e in Gläu-
bige - und Schuldne wäh ung (R I + A I),
— eine olls ändige Rück üh ung de Geldmengen sowohl in Gläubige -
ais auch Schuldne wäh ung (R II + A II),
— eine Rückgängigmachung de u sp ünglichen In e en ionse ek e, je-
doch in un e schiedlichem Ausmaß hinsich lich de Gläubige - und
de Schuldne wäh ung (A II),
— eine be ei s im Zuge de In e en ionen ausschließlich au die schwa-
che Gemeinscha swäh ung besch änk e Wi kung (A III)
e geben.
Le z lich en sp ich also das Sys em de Eu o-Schlange in seinen mone-
ä en Wi kungen im P inzip den bekann en Sys emen es e Wechsel-
ku se50, und diese Wi kungen we den auch du ch den Saldenausgleich —
genaue : du ch die A seine Finanzie ung — nu in bes imm en Aus-
nahme ällen ückgängig gemach .
Einige wäh ungspoli ische Konsequenzen und P obleme de oben he -
ausgea bei e en E gebnisse we den im olgenden angesp ochen.
50 Man könn e in gewissem Sinne on einem abgewandel en „B e on-
Woods-Sys em im kleinen, im eu opäischen Rahmen" sp echen. Vgl. Hans
Mölle , Das Ende eine Wel wäh ungso dnung?, München 1972, S. 81.
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108 Rol Caesa
III. Wäh ungspoli ische Konsequenzen
1. In e na ionale Geldmenge und binnenländische Geld e so gung
Aus den Aus üh ungen un e II. is deu lich gewo den, daß das Sy-
s em de Eu o-Schlange seh un e schiedliche Auswi kungen au die in-
e na ionale Geld e so gung in s a ken und/ode schwachen Gemein-
scha swäh ungen haben kann. In den meis en Fällen e bleiben auch
nach de Finanzie ung des Saldenausgleichs nich une hebliche expansi e
ode kon ak i e Ne oe ek e au den in e na ionalen Geldumlau in
den be o enen Wäh ungen; diese we den im olgenden Abschni als
die „ einen Ne o-Liquidi ä s-E ek e" bezeichne . In einigen Fällen e-
en (auße dem) zwischenzei lich Liquidisie ungs- bzw. Liquidi ä sen -
zugse ek e au , die jedoch du ch die A de Finanzie ung des Salden-
ausgleichs wiede ückgängig gemach we den; in diesen Fällen soll on
„ ime-lag-E ek en" gesp ochen we den.
Fü den na ionalen Wäh ungspoli ike e gib sich nun die F age nach
de Rele anz de oben geschilde en Winkungen ü seine p imä ¡binnen-
wi scha lich ausge ich e en En scheidungen. Es geh also um den Ein-
luß on Ve ände ungen de in e na ionalen Geldmenge (in eine na io-
nalen Wäh ung) au die inländische Geld e so gung (in de selben Wäh-
ung). G undsä zlich is de „inländische" Geldk eislau — bei es en
Wechselku sen — übe aus eng mi dem „ausländischen" K eislau e bun-
den, wenn ein in e na ionale Kapi al e keh möglich is . Im Ex em all
absolu ungehinde e Kapi als öme wä e eine olls ändige In e depen-
denz zwischen de Geld Ve so gung in einem Land und de jenigen in al-
len ande en Lände n gegeben; die Au onomie de na ionalen Geldpoli ik
wä e gleich null, da jede ela i e Abweichung eines Landes om in e -
na ionalen Gleichsch i de Geldpoli ik du ch die Wi kungen des „mo-
ne ä en Ausgleichs heo ems"51 ko igie wü de.
In de Reali ä bes ehen abe in as allen Lände n meh ode minde
s enge Ba ie en gegen Kapi alimpo e und/ode -expo e aus dem bzw.
in das Ausland. Es is dami jedoch nich gesag , daß man bezüglich ein
und de selben Wäh ung in eine „in e na ionale" Geldmenge und eine
„inländische" Geldmenge di e enzie en kann, wie man es beispielsweise
nach de geläu igen Un e scheidung m „inländisches Zinsni eau" und
„ Eu o-Zinsni eau " e mu en könn e.
51 Vgl. dazu e wa Al ed Bosch und Reinhold Vei , Theo ie de Geldpoli ik,
Wi scha swissenscha liche und wi scha s ech liche Un e suchungen des Wal-
e -£#c ee c-Ins i u s F eibu g i. B ., N . 3, Tübingen 1966, insbes. S. 12 .
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 109
Nehmen wi e wa den Fall de Wi kungen des Sys ems de Eu o-Schlan-
ge au die „in e na ionale" Geldmenge in DM (die olgenden Aus üh un-
gen gel en dabei sowohl hinsich lich de Ne o-Liquidi ä s-Wi kungen
wie hinsich lich de ime-lag-E ek e), so wä e zu eine geldpoli isch e-
le an en Un e scheidung in eine „in e na ionale" und eine „inländische"
Geldmenge eine s ik e T ennung zwischen den beiden Geldk eisläu en
e o de lich.
Um eine sinn olle Un e scheidung zwischen eine „inländischen" und
eine „ausländischen" ode „in e na ionalen" Geldmenge o nehmen zu
können, wä en jedoch wi ksame adminis a i e Ba ie en (ode abe
lexible Wechselku se) no wendig, die eine wechselsei ige Beein lussung
de beiden Teil-Geldmengen un e binden wü den. Abe auch dies wä e
noch keine hin eichende Bedingung ü einen ge enn en „ausländischen"
Geldumlau in inländische Wäh ung. Dazu wä e ielmeh noch e o -
de lich, daß die be e ende Wäh ung in s a kem Um ang als in e na io-
nales Zahlungsmi el e wende wü de52, so daß sich a sächlich ein wei -
gehend unabhängige Geldumlau in diese Wäh ung auße halb des u -
sp ünglichen na ionalen Wäh ungsgebie s he ausbilden könn e. Diese Be-
dingungen wa en beispielsweise ü den US-Dolla jah elang e üll , als
die Zinsausgleichs eue den inne ame ikanischen Geld- und Kapi al-
ma k om Eu o-Dolla -Ma k 'bzw. den üb igen „non- esiden -cu -
ency-ma ke s"53 abschi m e und gleichzei ig de Dolla als in e na iona-
les Zahlungsmi el dominie e; hie konn e a sächlich on einem „aus-
ländischen" Dolla -K eislau gesp ochen we den, de zwa nich öllig,
jedoch wei gehend om inne ame ikanischen Geldk eislau isolie wa 54.
Fü die Wäh ungen de Eu opäischen Gemeinscha läß sich alle dings
En sp echendes nich kons a ie en55. Jede (nennenswe e) Be ag in die-
52 Denn ansons en wü de kein De isenauslände In e esse haben, die be e -
ende Wäh ung zu eine Anlage bzw. Ve wendung auße halb des o iginä en
Wäh ungsgebie es zu e we ben. Wä e ihm eine lohnende Anlage diese Wäh-
ung im be e enden Inland nich möglich, so wü de e na ü lich diese Wäh-
ung nu e we ben wollen, wenn ihm eine en sp echend p o i able Anlage —
sei es un e Zinsaspek en, sei es un e wäh ungsspekula i en Gesich spunk en
— im „Ausland" möglich wä e.
53 Vgl. Helmu Lip e , Ein üh ung in die Wäh ungspoli ik, 8. e besse e
und e gänz e Au lage, München 1974, S. 108 .
54 Vgl. hie zu e wa F anz E. Aschinge , Das Wäh ungssys em des Wes ens,
F ank u a. M. 1971, S. 140 .
55 Holzheu sp ich on eine „me klichen Subs i u ionslücke" zwischen den
EWG-Wäh ungen und dem Dolla hinsich lich de Ve wendba kei als in e -
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110 Rol Caesa
sen Wäh ungen, de dem p i a en Sek o im „Ausland" zu ließ , wan-
de aus G ünden de Ve zinsung inne halb alle kü zes e Zei in das
u sp üngliche Wäh ungsgebie zu ück56. So e n nämlich die be e ende
Wäh ung nich (wie oben ü den Dolla beispielha geschilde ) ein ge-
wisses „Eigenleben" auße halb ih es U sp ungsgebie es üh und dahe
auch nich im „Ausland" e agb ingend angeleg we den kann, wi d je-
de De isenauslände — ob P i a mann, Un e nehmen ode K edi ins i-
u — bes eb sein, diese Wäh ung do hin zu ans e ie en, wo sie e -
zinslich angeleg we den kann57; dies gil auch dann, wenn e diese Wäh-
ung aus spekula i en G ünden häl . Ein dänische Besi ze on DM
e wa, de diese au g und on In e en ionen de dänischen Zen albank
gegen dk e wo ben ha , dü e keine lei G und haben, sie nich — so-
e n keine gese zlichen Hemmnisse bes ehen58 — einem deu schen K e-
di ins i u gegen Zinszahlung zu übe lassen, es sei denn, e kann diesen
E ag auch bei eine Anlage bei eine ande en, z. B. dänischen ode Lon-
done Bank e zielen. Diese Bank abe wi d wiede um nu be ei sein,
ihm Zinsen zu zahlen, wenn sie selbs (höhe e) E äge ü die Deposi en
e wi scha en kann; aus diesem G unde wi d das le z e „ausländische"
Glied de Ke e die DM in die BRD — d. h. zu einem do ansässigen
K edi ins i u — ans e ie en. Nich nu die In e en ionen im „In-
land", sonde n auch diejenigen im „Ausland" üh en also dazu, daß sich
na ionales p i a es Kassenhal ungs- und Schuldenbemessungsmedium (F. Holz-
heu, Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung ..., a.a.O., S. 187).
56 Dem wide sp ich nich die Ta sache, daß sich ein Eu o-Ma k in DM in
eine G ößeno dnung on meh als 30 M d. Dolla Gegenwe he ausgebilde
ha . Ande s nämlich als de Eu o-Dolla -Ma k , de als Quelle (und als Aus-
d uck) eines wei gehend au onomen in e na ionalen Geldk eislau s zu be ach-
en is (U sache: die Lei wäh ungs unk ion des Dolla s), könn e man den Eu o-
DM-Ma k gewisse maßen als „Du chlau -" bzw. „Sammelbecken" on auße -
halb des u sp ünglichen Wäh ungsgebie s (BRD) o übe gehend e ügba e
DM-Liquidi ä ansehen (dabei wi d on de — du chaus ealis ischen — Mög-
lichkei eine wachsenden in e na ionalen Rese ehal ung in DM abs ahie ).
Diese im „Ausland" gehal ene Liquidi ä e möglich zwa eine eizügige in-
e na ionale K edi gewäh ung in DM auße halb de BRD, doch geschieh dies
le z lich — zumindes zum g öß en Teil — zum Zwecke de Anlage bzw. des
Kau s in de BRD. Au keinen Fall abe kann behaup e we den, daß de
Eu o-DM-Ma k in nennenswe em Um ang aus In e en ionen im Sys em
de Eu o-Schlange alimen ie wo den sei.
57 Es wi d un e s ell , daß de „Auslände " sich zinsbewuß e häl , also die
Wäh ung nich un e Inkau nahme on Zins e lus ho e .
58 Vgl. z. B. das sei einige Zei in de BRD bes ehende Ve zinsungs e bo
und die besonde en Mindes ese ebes immungen ü Einlagen on Gebie s-
emden sowie das Ba depo gese z.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 111
die Einlagen (bei deu schen K edi ins i u en (und dami de en eie Li-
quidi ä s ese en59) nach ku ze Zei e höhen.
Fü den S abili ä spoli ike le z lich en scheidend is jedoch, ob sich
dies in eine E höhung de inländischen Liquidi ä niede schläg . Eine
E höhung de Einlagen on ausländischen K edi ins i u en wi d die be-
e ende Bank no male weise e anlassen, ih e K edi gewäh ung an
Banken und/ode Nich banken auszuwei en. Zwa wä en die Wi kun-
gen au die inländische Geldmenge60 du chaus e schieden, idoch wü de
in beiden Fällen de Liquidi ä sspiel aum des p i a en Sek o s e höh .
Fü die wei e en Aus üh ungen wi d dahe e ein achend angenommen,
daß sich als Folge de aus dem Ausland zu ließenden Gelde die inlän-
dische K edi gewäh ung an Nich banken und dami die inländische Geld-
menge in en sp echendem Maße auswei e .
Jede E höhung de „in e na ionalen" Geldmenge hinsich lich eine
s a ken Gemeinscha swäh ung schläg demnach in ollem Um ang au
die „inländische" Geldmenge du ch; diese Aussage gil ice e sa ü
eine Ve inge ung de „in e na ionalen" Geldmenge im Falle eine
schwachen Gemeinscha swäh ung. Es kann in olgedessen es ges ell
we den, daß die oben un e II, skizzie en Ve ände ungen de in e -
na ionalen Geld e so gung in Gemeinscha swäh ungen, die sich aus dem
Sys em ide Eu o-Schlange e geben können, ü die na ionale Geld e -
so gung oll wi ksam we den61.
2. De Ne o-Liquidi ä s-Aspek
a) G undsä zliche Übe legungen
Un e .dem Gesich spunk de Liquidi ä s e so gung eine Volkswi -
scha in e essie en on den oben analysie en Fällen p imä alle die-
59 Vgl. e wa: Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Ban-
ken, in: Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Juli 1974, S. 17 und S. 20.
60 Dabei wä e es ü die olgenden Übe legungen zwei angig, welches de
üblichen Geldmengen-Konzep e — also ob Ml, M la ode M 2 — zug unde-
geleg wü de. En scheidend wä e allein, daß in de jeweiligen Geldmenge die
aus dem „Ausland" ins „Inland" ein ließenden Gelde be ücksich ig wä en.
Wah scheinlich dü e e wa sein, daß ela i ku z is ige Anlage o men ge-
wähl wü den, so daß M 1 ode M la adäqua e Geldmengenkonzep e wä en.
61 Dies schein auch die Bundesbank — alle dings nu in indi ek e Fo m —
in ih em Jah esbe ich ü 1973 zuzugeben: „Die Be eiung de Bundesbank
on de In e en ions Ve p lich ung ... gegenübe dem F anzösischen F anc
b ems e den In la ionsimpo au dem Wege übe Geldzu lüsse aus dem Aus-
land und schu dami die Basis eine s abili ä so ien ie en Geldpoli ik im In-
land" (S. 22).
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112 Rol Caesa
jenigen, 'bei denen nach Ablau des gesam en P ozesses ( on In e en-
ionen plus Saldenausgleich) ein Ne o-E ek posi i e ode nega i e
A e bleib , ¡bei denen also die inländische Geld e so gung in s a ken
und/ode schwachen Wäh ungen pe Saldo du ch den gesam en P ozeß
e ände wi d. Dies gil , wie oben ausge üh , ü die Regel älle sowie
ü die Fälle R I + A I, A II und A III.
Eine Ve ände ung de Geld e so gung bedeu e g undsä zlich ein ex-
pansi es (bei Expansion de Geldmenge) bzw. ein kon ak i es (bei Re-
duk ion de Geldmenge) Finanzie ungspo en ial. Daß dabei du chaus
geldpoli isch bedeu same G ößeno dnungen e eich we den können, ha
sich in ¡den beiden le z en Jah en gezeig . So muß e die Bundesbank bei-
spielsweise allein im Juni/Juli 1973 In e en ionen zuguns en ande e
Wäh ungen in Höhe on d. 6 M d. DM o nehmen62; im Ap il/Mai
1974 kam es au g und on In e en ionen e neu zu De isenzu lüssen
on übe 5 M d. DM, im Juli/Augus dagegen zu in e en ionsibeding-
en De isenaib lüssen on knapp 2 M d. DM63. Un e welchen Bedin-
gungen nun aus de a igen Liquidi ä s e ände ungen a sächlich in la-
ionä e bzw. de la ionä e Wi kungen esul ie en, kann an diese S elle
nich un e such we den. Es wi d ielmeh e ein achend un e s ell ,
daß eine Ve g öße ung de Geldmenge expansi (bzw. in la ionä ), eine
Ve kleine ung kon ak i (bzw. de la ionä ) wi k 64. Un e diesen Vo -
ausse zungen soll im olgenden e such we den, eine Bewe ung de
mone ä en Wi kungen65 des Sys ems de Eu o-Schlange aus de Sich
de wäh ungspoli ischen Ins anzen o zunehmen.
62 Ebenda, S. 20.
63 Siehe Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Juni 1974, S. 12, und
Juli 1974, S. 9, sowie O ma Emminge , Ak uelle F agen de inne en und äuße-
en Wäh ungspoli ik, in: Deu sche Bundesbank, Auszüge aus P essea ikeln,
N . 57 om 9. 9. 1974, S. 3.
64 Vgl. dazu auch Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Sep embe
1972, S. 12: „Eine zu eichliche Auss a ung de Wi scha und de P i a en
mi Liquidi ä wi k on sich aus s imulie end au die Nach ageen scheidun-
gen, wie eng ode lose auch imme in eine Volkswi scha die Beziehungen
zwischen Geld olumen und Endnach age ges al e sein mögen."
65 Dabei besch änken sich die olgenden Aus üh ungen au die p imä en Wi -
kungen, also die Ve ände ungen de Geldbes ände, „wie sie mi De isenzugän-
gen zu den Nich banken und de en Übe agung au das Bankensys em" e -
bunden sind (Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, Sep embe 1972,
S. 11). Sekundä e Wi kungen, nämlich eine mögliche wei e e Ausdehnung bzw.
Ve inge ung de K edi expansion au de Basis de p imä en Ve ände ungen,
we den dagegen auße ach gelassen.
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Mul iwäh ungs-In e en ionssys em 113
b) Beu eilung de Ne o-Liquidi ä swi kungen
In allen hie in e essie enden Fällen e en (du ch die In e en ionen
und/ode die Finanzie ung des Saldenausgleichs Ve ände ungen de in-
ländischen Geld e so gung in den be o enen Wäh ungen und dami
(gemäß unse e Annahme) expansi e bzw. kon ak i e Wi kungen au .
Aus de Sich de wäh ungspoli ischen Ins anzen de be e enden Län-
de s ellen diese p inzipiell unkon ollie ba e Fak o en da , die ih e
wäh ungspoli ische, inisbesonde e geldpoli ische S a egie zu s ö en ge-
eigne sind. Un e diesem Gesich spunk könn e man g undsä zlich alle
Ne o-Wi kungen als une wünsch ansehen und e suchen, sie du ch ge-
eigne e wäh ungspoli ische Maßnahmen zu e hinde n ode wenigs ens
zu kompensie en ( gl. dazu 4.).
E giebige e schein jedoch eine di e enzie e e Be ach ung, wonach
die Ne o-Wi kungen un e bes imm en Vo ausse zungen s ö end, un e
ande em jedoch mögliche weise du chaus e wünsch sein könn en66.
(1) Es sei angenommen, daß in dem Land mi de s a ken Wäh ung
eine es ik i e Geldpoli ik 'be ieben wi d, z. B. im Zuge eine allge-
meinen S abilisie ungspoli ik im In e esse de Geldwe s abili ä . Diese
Fall dü e du chaus häu ig zu eine e gleichsweise „s a ken" Wäh-
ung üh en, da dadu ch ce e is pa iibus g undsä zlich sowohl
— eine Ak i ie ungs endenz de Bilanz de lau enden Pos en als auch
— eine Ak i ie ungs endenz de Kapi albilanz au g und zinsinduzie -
e Kapi albewegungen als auch
— eine Ak i ie ungs endenz de Kapi albilanz au g und spekula i e
Kapi albewegungen he o ge u en we den können.
Die d ei haup sächlichen U sachen, die den Ku s eine Wäh ung an
den un e en In e en ionspunk s oßen lassen können, ä en hie zu-
sammen.
66 Nich Gegens and de olgenden Be ach ungen is dagegen die F age, wie
die po en iell in la ionä en bzw. de la ionä en E ek e ü das Sys em „als
ganzes" bzw. ü die Gesam hei de am Sys em be eilig en Lände zu beu -
eilen sind. Siehe dazu e wa H. C.Sinswange , Das De isenin e en ionssys em
de EWG, a.a.O., S. 53 ., ähnlich Al ed Mülle -A mack/Rol Hasse/W ol-
ke A enc/Joachim S a ba y, S abili ä in Eu opa. S a egien und Ins i u ionen
ü eine eu opäische S abili ä sgemeinscha , Sch i en eihe de Ludwig E ha d-
S i ung, Bd. 1, Düsseldo /Wien 1971, S. 146 .
8 K edi und Kapi al 1/1975
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114 Rol Caesa
Aus de Sich dieses Landes dü e eine expansi e Wi kung in de
Regel une wünsch e scheinen, da sie eine Du chk euzung seine geld-
poli ischen S a egie da s ell e. Lediglich in dem Sonde all, daß die
wäih ungspoli ischen Ins anzen eine gewisse Locke ung de Geldpoli ik
ü angeb ach hal en, jedoch aus psychologischen G ünden ih e Res ik-
ionslinie nich au geben wollen (Ge ah eine Signalwi kiung), könn e
ihnen de expansi e E ek willkommen sein.
(2) Ähnliche Schluß olge ungen gel en p inzipiell ü den Fall, daß
im Land mi de s a ken Wäh ung eine „neu ale" Geldpoli ik be ie-
ben wi d, also wede eine bewuß es ik i e noch ¡bewuß expansi e
Poli ik. Eine expandie ende Geldmenge dü e hie eben alls no male -
weise une wünsch sein, da sie einen In la ionss oß he o u en könn e.
Eine ande e Beu eilung wä e allen alls dann möglich, wenn — e wa
aus Beschä igungsg ünden — ein expansi e E ek gebo en e schiene.
(3) Schließlich is heo e isch möglich — wenn auch no male weise
unwah scheinliche —, daß in dem Land mii de s a ken Wäh ung eine
expansi e Geldpoli ik be ieben wi d; hie könn en die In e en ionen
au spekula i e Momen e zu ückzu üh en sein. Nunmeh sind die aus
In e en ionen bzw. Saldenausgleichs inanzie unig esul ie enden Geld-
mengenwi kungen ja p inzipiell gleichge ich e mi de u sp ünglichen
Linie de Geldpoli ik. Sie scheinen also die geldpoli ische S a egie zu
un e s ü zen und könn en dahe e wünsch sein, e wa weil dadu ch zu-
sä zliche expansi e Maßnahmen sei ens de na ionalen Wäh ungsbehö -
den übe lüssig wü den. Es bleib jedoch zum einen das P oblem de
g undsä zlichen Nich s eue ba kei dieses Expansionss oßes bes ehen.
Zum ande en könn e sich die Ge ah eine Übe expansion e geben.
(4) Fü das Land mi de schwachen Wäh ung können die Schluß ol-
ge ungen un e (1) bis (3) g undsä zlich mi umgekeh en Vo zeichen
gel en67. Hie wi d de du ch das Sys em de Eu o-Schlange gegebenen-
alls bewi k e kon ak i e E ek kaum willkommen sein, wenn eine —
z. B. zum Zwecke de Beschä igungs ö de ung (be iebene — expansi e
ode auch nu eine neu ale Poli ik p ak izie wu de. Lediglich wenn
en wede eine es ik i e Poli ik be ieben wu de ode abe ein es ik-
67 Dies gil alle dings nu so lange, wie das be e ende Land noch übe
Wäh ungs ese en e üg ode abe seine in e na ionale Ve schuldungsg enze
noch nich e eich ha . Sind diese Vo ausse zungen jedoch nich e üll , so is
das Land in olge de Ve p lich ung zum Saldenausgleich in seinem geldpoli i-
schen Spiel aum eng besch änk .
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Mul iwàh ungs-In e en ionssys em 121
na ional mone a y policy comple ely independen o mone a y de elopmen s
in Eu opean pa ne coun ies. This is mainly due o he ac ha unde ce -
ain condi ions he in e en ion and se lemen ag eemen s in o ce wi hin he
Communi y may ha e di ec and, so o speak, "au oma ic" consequences o
supplies o liquidi y in Communi y cu encies and hence o he mone a y-
policy o he a ec ed coun ies. This s udy deals wi h he mone a y e ec s
o such a sys em as i has exis ed in he EEC since 1972. Fi s , i conside s he
undamen al modus ope andi o he Eu opean loa ing block sys em. Then
ollows an analysis o he e ec s his sys em may ha e on in e na ional sup-
plies o money. Fi s , he e ec s a e analysed o no mal ope a ion o he
sys em, using a simpli ied example, and hen o applica ion o a ious ex-
cep ional a angemen s. I p o es ha in mos cases, e en a e he inancing
o he se lemen o su pluses and de ici s, conside able ne expansi e o con-
ac i e e ec s on he in e na ional ci cula ion o money in he a ec ed cu -
encies s ill emain ("pu e ne liquidi y e ec s"). In some cases in e im Kquid-
i y-inc easing o liquidi y-skimming e ec s occu , which a e cancelled ou ,
howe e , by he mode o inancing he se lemen o su pluses and de ici s
(" ime-lag e ec s"). These changes in he in e na ional supply o Communi y
cu encies ake ull e ec on he na ional supply o money. F om he s and-
poin o mone a y policy-make s, bo h he ne liquidi y e ec s and he ime-
lag e ec s a e p obably undesi able, as hey un coun e o he s a egy o
mone a y policy; only in ce ain special cases can he e ec s o he Eu opean
loa ing block be conside ed welcome. The ques ion he e o e a ises o whe he
he cen al banks o he coun ies conce ned should a emp o p e en o
compensa e o he e ec s o he sys em. While he e seems o be ha dly any p o-
spec o success in he case o he ime-lag e ec s, mone a y policy measu es
o coun e he ne liquidi y e ec s a e qui e possible. Bu his in luences only
he e ec s, no he causes o he in e en ion, and he e is a isk o epe i ion
o he en i e p ocess. Exchange- a e policy measu es migh be a emedy, bu
would b eak up he sys em i sel . In he inal analysis, he Eu opean loa ing
block sys em once again aises he old p oblem o he incompa ibili y o ixed
exchange a es on he one hand and di e en economic de elopmen in a ious
coun ies on he o he . In i s p esen inadequa e o m i is mo e likely, also
in he u u e, o con ibu e o jeopa diza ion a he han s eng hening o
Eu opean in eg a ion.
Résumé
E e s moné ai es d'un sys eme d'in e en ion Mul imone ai e
s'accompagnan d'une compensa ion des soldes des balances e ude
basee su l'exemple du « se pend mone ai e » Eu opéen
L'in oduc ion du lo emen conce é des monnaies dans la CEE a endu
aux E a s pa icipan s une ac ion essen ielle de leu au onomie en poli ique
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122 Rol Caesa
de s abilisa ion. Ceci ne signi ie nullemen que les poli iques moné ai es na io-
nales soien de enues complè emen indépendan es du dé eloppemen moné-
ai e des E a s eu opéens pa enai es. Ca le sys ème epose su le ai que
sous ce aines condi ions les con en ions d'in e en ion e de compensa ion des
soldes appliquées dans la Communau é peu en en aîne des conséquences
di ec es e même
«
au oma iques
»
su le olume des liquidi és en monnaies
communau ai es e dès lo s aussi su la poli ique moné ai e des E a s conce -
nés. Les e e s moné ai es de ce sys ème, el qu'il exis e dans la CEE depuis
1972, on l'obje du p ésen a icle. L'on y examine d'abo d le égime onda-
men al de onc ionnemen du sys ème du se pen eu opéen. Ensui e son e-
che chées les épe cussions que ce sys ème peu a oi su le olume moné ai e
in e na ional. Dans ce cad e, à pa i d'un exemple simpli ié, l'au eu analyse
les les e e s du sys ème en applica ion no male e en applica ion de di e ses
églemen a ions d'excep ion. L'on peu obse e que dans la plupa des cas,
même ap ès le inancemen de la compensa ion des soldes, d'impo an s e e s
ne s expansi s ou con ac i s agissen enco e su la ci cula ion moné ai e in e -
na ionale des monnaies conce nées (« pu s e e s ne s su la liquidi é »). Dans
ce ains cas in e iennen empo ai emen des e e s d'appo s ou de e ai s de
liquidi és, qui s'annulen ou e ois ul é ieu emen pa le gen e de inancemen
de la compensa ion des soldes (« e e s e a dés dans le emps » ou « e e s du
imelag »). Les modi ica ions appo ées à l'alimen a ion moné ai e in e na io-
nale pa les monnaies communau ai es se épe cu en en iè emen su les o-
lumes moné ai es na ionaux. Les ins ances de la poli ique moné ai e de aien
géné alemen considé e indési ables les pu s e e s ne s su la liquidi é e les
e e s du « ime-lag », ca ils con a ien la s a égie de la poli ique moné ai e;
ce n'es que dans ce ains cas excep ionnels que ces e e s du se pen eu opéen
pou on ê e accueillis a o ablemen . La ques ion se pose pa conséquen de
sa oi si les banques cen ales des pays oudiés au aien in é ê à s'oppose aux
e e s du sys ème ou à les compense . Si pa eilles en a i es smblen ouées
à l'échec pou les e e s du « ime-lag », des mesu es de poli ique moné ai e
peu en agi à l'encon e des e e s ne s su la liquidi é. Mais ce p ocessus
n'agi que su les e e s e non su les causes des in e en ions, ce qui implique
un dange de écidi e de ce p ocessus. Des mesu es de poli ique de aux de
change pou aien cons i ue une éplique, mais elles e aien écla e le sys ème
lui-même. Le sys ème du se pen eu opéen a écemmen soule é à nou eau
l'ancien p oblème de l'incompa ibili é des aux de change ixes a ec les dé e-
loppemen s économiques di e gen s de plusieu s pays. Dans sa o me ac uelle
boi euse, le sys ème ep ésen e plu ô un dange qu'un en o cemen de l'in-
ég a ion eu opéenne.
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