Halle , Heinz (Ed.)
Book
P obleme de Haushal s- und Finanzplanung
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 52
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Halle , Heinz (Ed.) (1969) : P obleme de Haushal s- und Finanzplanung, Sch i en
des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 52, ISBN 978-3-428-42112-1, Duncke & Humblo , Be lin,
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Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band
52
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SCHRIFTEN
DES
VEREINS FUR SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 52
P obleme de
Haushal s- und Finanzplanung
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
B E R L I N
1969
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P obleme de
Haushal s- und Finanzplanung
Von
WiIli Albe s, WilheImine D eißig,
He be Fische .Menshausen, F ied ich Menge ,
F i z Neuma k, Alois Obe hause , Paul Sen
He ausgegeben on Heinz Halle
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
1969
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Alle
Rech e
o behal en
©
1969
Duncke
&
Humblo ,
Be lin
41
Ged uck
1969
bei
Be line
Buchd ucke ei.
Union
GmbH.,
Be lin
61
P in ed
in
Ge many
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Vo wo
Diese
Band
en häl
die Re e a e,
die
au
den
Tagungen
des
Aus-
schusses
ü
Finanzwissenscha
de
"Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en -
Ve ein
ü
Socialpoli ik"
in
Mainz (1966),
Mün-
s e
(1967)
und
Innsb uck
(1968)
zum
F agenk eis
Haushal s ech s e o m,
Haushal sges al ung
und
Finanzplanung
gehal en
wo den
sind.
De
Ausschuß
ha
be ei s
ühe
"P obleme
des ö en lichen
Budge s"
behandel
und
da übe
einen
Band
o geleg
(Sch i en des
Ve eins
ü
Socialpoli ik, N. F. Bd. 31, h sg. . H. Jech ).
E
ha
wegen
de
Bedeu ung
und
Ak uali ä
de
P oblema ik
die
Diskussion
wiede
au genommen
und
insbesonde e
die
konjunk u poli ischen
und
länge is igen
Pla-
nungsaspek e
mi einbezogen.
Angesich s
de
gese zgebe ischen
En wicklung
in
diesen
Jah en
muß en
einige
Bei äge
du ch
en sp echende
E gänzungen
au
den
neues en
S and
geb ach
we den.
Dies
is
jeweils
on
dem
be e enden
Au o
e me k .
Es
wä e
e eulich,
wenn
die
Bei äge
dieses
Bandes
do ,
wo
die Dinge
noch
im
Fluß
sind,
bei
den
Be a ungen
übe
gese zgebe ische En schei-
dungen
Beach ung
inden
wü den;
doch
de
Ausschuß
sah
es
nich
als
seine
Au gabe
an, Ra schläge
zu
e eilen,
ielmeh
wa
e
um
die
Ge-
winnung
g undsä zliche
E kenn nisse
bemüh .
De He ausgebe
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Inhal s e zeichnis
P obleme
des
Haushal sausgleichs
Von
P o .
D .
Wilhelmine
D eissig,
Be lin
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
G undgedanken
des
Gu ach ens
übe
die
Finanz e o m
in
de
Bundes epu-
blik
Deu schland
Von
P o .
D . D . h. c. D . h. c. D . h. c.
F i z
Neuma k,
F ank u /Main
41
S a is ische
Un e suchungen
zu
Gemeinde inanz e o m
Von
Lei endem
Regie ungsdi ek o
F ied ich
Menge ,
Wiesbaden.
...
50
Mi el is ige
Finanzplanung
und
Haushal s ech
Von
Minis e ialdi ek o
a.
D.
He be
Fische -Menshausen,
Hambu g..
56
Haushal s ech liche
G undlagen
und
elas ische
Du ch üh ung
eine
kon-
junk u ge ech en
Finanzpoli ik
Von
P o .
D . WiHi
Albe s,
Heidelbe g
..
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
77
Die
konjunk u poli ische
Koo dinie ung
de
ö en lichen
Finanzwi scha -
en
und
ih e
inanz-
und
haushal s ech lichen
Vo ausse zungen
Von
P o .
D .
Alois
Obe hause ,
F eibu g
...........................
111
Die
Re o m
de
ö en lichen
Haushal sgeba ung
zu
E höhung
de
T ans-
pa enz
Von
P o .
D .
Paul
Sen ,
Saa b ücken
...............................
143
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14
Wilhelmine D eißig
nommen
wi d,
is
in
de
P axis
de
e gangenen
Jah e
ums i en
ge-
wesen.
Das
mag
zum
Teil
da an
gelegen
haben,
daß
die
Vo sch i
des
§ 3 RSchO
nich
ganz
eindeu ig
is . Diese
besag
nämlich,
daß
"die
zu
o übe gehenden
Ve s ä kung
de
Be iebsmi el
be-
s imm en
Scha zanweisungen,
Wechsel
und
Da lehen
nich
spä e
als
sechs
Mona e
nach
Ablau
des
Rechnungsjah es,
ü
das
die
Ve s ä kung
zugelassen
is , ällig
we den
(dü en)".
Abg enzungsme k-
mal
ü
die
beiden
Ve schuldungska ego ien
-
auße o den liche
Ein-
nahmen
eine sei s
und
Mi el
zu
De izi inanzie ung
ande e sei s
-
is
danach
die
F is igkei
de
einzelnen
Schulda en.
Die
äuße s e
Lau -
zei ,
die
Be iebsmi elk edi e
e eichen
können,
wä en
17
Mona e. Dies
is
dann
de
Fall,
wenn
die
Schulden
im
e s en
Mona
des
Rechnungs-
jah es
au genommen
wu den.
Alle
Ti el,
die
am
Ende
des
Rechnungs-
jah es
eine
länge e
Res lau zei
als
6
Mona e
au weisen,
wä en
danach
als
Einnahmen
in
die
Rechnung
einzus ellen.
Die
Vo sch i
des
§ 3 RSchO
läß
hingegen
o en, ob
nich
K edi e
mi
kü ze en
Res lau zei en,
so
z. B.
im
le z en
Mona
des
Jah es
begebene
Scha zwechsel,
die
im
zwei en
Mona
des
nächs en
Jah es
ällig
we den,
eben alls
als
Einnahme
e -
buch
we den
könn en
ode
ob sie
s e s
als
Be iebsmi elk edi e
zu
be-
handeln
sind.
Es
geh
um
die
F age,
ob
die
6-Mona sg enze
nu
nach
eine
Sei e
gil
ode
ob
sie
die
au genommenen
K edi e
eindeu ig
de
einen
ode
ande en
A
zuo dne .
Wie
eng
ode
wie
wei
man
abe
auch
die
Vo sch i
auslegen
mag,
so
is
m. E.
nich
zu
bes ei en,
daß
jeden alls
alle
K edi e,
die
nach
dem
30.
Juni
des
jeweils
olgenden
Rechnungs-
jah es
ällig
we den,
unzwei elha
zu
den
(auße o den lichen)
Einnah-
men
echnen.
In
de
Haushal sp axis
is
jedoch
nich
imme
nach
diesem
P inzip
e ah en
wo den.
Daß
die
e s en,
An ang
de
ün zige
Jah e
om
Bund
emi ie en
U-Schä ze
als
Einnahmen
e buch
wu den,
obwohl
ih e
Lau zei
nu
6
Mona e
be ug
und
sie
in olgedessen
in
de
e s en
Häl e
des
olgenden
Rechnungsjah es
ällig
wa en,
mag
bei
wei e
In e -
p e a ion
des
§ 3 RSchO noch
angängig
gewesen
sein.
Die
Ta sache
jedoch,
daß
die
in
den
sechzig
e
Jah en
begebenen
U-Sehä ze
meis
mi
dem
ollen
Be ag
den
Be iebsmi elk edi en
zuge echne
wu den,
auch
wenn
ih e
Res lau zei
meh
als
6
Mona e
be ug,
is
mi
de
gel enden
Rech s o sch i
nich
zu
e einba en.
Die
C ux
de
Angelegenhei
lieg
selbs e s ändlich
in
den
ech lichen
Vo sch i en.
Sowohl
un e
ökono-
mischen
Gesich spunk en
als
auch
im
In e esse
de
Du chsich igkei
de
ö en lichen
Finanzgeba ung
is
es
nich
sinn oll,
bei
den
K edi au nah-
men,
die
im
Ve lau
des
gleichen
Rechnungsjah es
nich
wiede
ge ilg ,
sonde n
endgül ig
zu
Deckung
eines
Teils
de
Jah esausgaben
he an-
gezogen
we den,
eine
Zwei eilung
in
Einnahmen
eine sei s
und
"Finan-
zie ungsmi el"
ande e sei s
o zunehmen.
Bes ehen
jedoch solche
Vo -
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P obleme des Haushal sausgleichs
15
sch i en, so soll e auch nach
ihnen
e ah en
we den.
Die
un e schied-
liche
Anwendung,
wie
sie
in
de
Nachk iegszei
p ak izie
wu de,
üh
dazu,
daß
das
Abschluße gebnis, so p oblema isch die
im
Haushal s ech
de inie en
Beg i e
des
Fehlbe ags
und
des
übe schusses
auch
sein
mögen,
in
einzelnen
Jah en
e was
Ve schiedenes
besagen
kann.
So
kann
das
"De izi "
einmal
ge inge ,
ein
ande mal
g öße
ausgewiesen
we den,
als
sich
bei
Innehal ung
diese Vo sch i en
e geben
müß e.
(2)
Behandlung
on
Geldbes änden
Ges a e
das
Haushal s ech
die
Bildung
on
Rücklagen
ode
sch eib
es sie
soga
o , so
is
die
Zu üh ung
an
die Rücklage
als
Ausgabe,
de
Rückg i
au
die
Rücklage
als
Einnahme
zu
be ach en.
Das
Haushal s-
ech
des
Bundes
is
eilich
ehe
ücklagen eindlich.
In
de
RHO
is
nu
eine
Be iebsmi el ücklage
o gesehen, die
aus
o den lichen
Einnahmen
zu
bilden
is
(§
26).
Das
ha
jedoch
nich
e hinde ,
daß
de
Bund
zei -
weise
eine
Rücklage (in Höhe
on
meh e en
M d. DM)
angesammel
und
ih e
spä e e
Ve ausgabung
als
Einnahme
im
o den lichen
Haushal
e a isie
ha .
Im
Haushal s ech
de
Lände
is
da übe
hinaus
in
de
Regel
die
Bildung
eine
allgemeinen
Ausgleichs ücklage o gesch ieben;
auße dem
können
auch Rücklagen
ü
besonde e
Zwecke
angesammel
we den.
Das
i
auch
ü
diejenigen
Lände
zu,
in
denen
g undsä zlich
die
RHO gil ,
da
bei
de
Ein üh ung
de
RHO
in
den
Lände n
(1936
und
1937)
in
diese Hinsich
eine
Ausnahme egelung
gescha en
wu de
4•
Wi d
dagegen
de
Einnahmeübe schuß,
de
in
einem
bes imm en
Jah e
en s eh ,
nich
als
"Zu üh ung
an
Rücklagen"
und
dami
nich
als
Aus-
gabe
e buch , so
e gib
sich
ein
Haushal sübe schuß.
Zusammen assend
is
es zus ellen,
daß
de
Haushal
auch
dann
aus-
geglichen is ,
wenn
e
au
de
Einnahmesei e
neben
den
egulä en
Ein-
nahmen
E löse
aus
K edi au nahmen
und/ode
de
Ve ausgabung
on
Rücklagen bzw. sons igen
Geldbes änden
en häl
und
wenn
e
au
de
Ausgabesei e
Au wendungen
ü
die
Tilgung
on
Schulden
und
die
Bil-
dung
on
Geldbes änden
o sieh .
2. O den liche und auße o den liche Haushal
In
den
o angehenden
Beme kungen
is
die
F age
"o den liche "
und
"auße o den liche
Haushal "
be ei s
angeklungen. Die
beiden
Teile,
in
die
de
Gesam haushal
ze äll ,
sind
im
Gese z
on
de
Einnahmesei e
he
de inie .
Gemäß
§ 3
de
RHO ,,(gehö en)
in
den
o den lichen
Haus-
hal
die
egelmäßigen
Einnahmen
(o den liche
Einnahmen)
und
die
aus
ihnen
zu
bes ei enden
Ausgaben
(o den liche Ausgaben),
in
den
4
Vgl.
2.
DVO
zum Gese z übe die Haushal s üh ung, Rechnungslegung und
Rechnungsp ü ung de Lände om 30.
6.
1937, RGBl. H,
S.
195.
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16
Wilhelmine D eißig
auße o den lichen
Haushal
die
Einnahmen
aus
Anleihen
(auße o den -
liche
Einnahmen)
und
die
aus
ihnen
zu
bes ei enden
Ausgaben
(auße -
o den liche
Ausgaben)".
Unbeschade
de
spä e
zu
e ö e nden
F age,
ü
welchen
Zweck
"Anleihen"
au genommen
we den
dü en,
d. h.
ob
nich
doch
die
Na u
de
Ausgaben
das
en scheidende
K i e ium
ü
die
T ennung
in
o den lichen
und
auße o den lichen
Haushal
bilde ,
sei
hie
es gehal en,
daß
die
Vo sch i
des
§ 3
on
den
Finanz e wal ungen
sei
eh
und
je
ein
o mal
ausgeleg
wo den
is .
Je
nachdem,
welche
E -
wa ungen
hinsich lich
de
En wicklung
de
o den lichen
Einnahmen
geheg
we den,
e scheinen
Au wendungen
ü
bes imm e
In es i ions-
zwecke
ganz
im
o den lichen
ode
ganz
im
auße o den lichen
Haushal
ode
(was
meis
de
Fall
is )
mi
-
on
Jah
zu
Jah
-
wechselnden
An eilen
in
beiden
Haushal en.
Ausgaben
ü
ein
und
denselben
Zweck
sind
in
den
e gangenen
Jah en
sowohl
beim
Bund
als
auch
bei
den
Lände n
häu ig
"du chgeschni en"
wo den,
d.
h.
mi
demjenigen
Teil,
de
aus
" egelmäßigen"
ode
o den lichen
Einnahmen
inanzie
we den
soll e,
in
den
o den lichen
Haushal
einges ell
wo den
und
mi
dem
e -
bleibenden
Teil,
ü
den
solche
Decknungsmi el
nich
meh
e ügba
wa en,
in
den
auße o den lichen
Haushal .
So
is
es
gang
und
gäbe,
daß
de
Bund
und
die
Lände
In es i ionsausgaben
wie
z.
B.
eigene
Au wen-
dungen
ü
den
S aßenbau
ode
Da lehen
ü
den
Wohnungsbau
zwei-
eilen
und
sie
in
beiden
Haushal en
e anschlagen.
De
auße o den liche
Haushal
is
also
wede
au g und
de
Rech s o sch i en
noch
nach
de
gel enden
Haushal sp axis
eine
A
on
Kapi alhaushal .
E
um aß
eine sei s
nich
alle
Kapi alausgaben
(wie
imme
diese
auch
de inie
sein
mögen),
ja
manchmal
nu
einen
kleinen
Teil
on
ihnen,
ande e sei s
könn en
in
ihm
auch
"lau ende"
Ausgaben
e a isie
sein,
da
nach
de
Vo sch i
des
§ 3 RHO
ü
die
Eins ellung
de
Ausgaben
in
den
einen
ode
ande en
Teil
des
Haushal s
die
A
de
Deckung
en scheidend
is .
Hä e
de
Bund
z. B.
in
den
le z en
Jah en
die
du ch
Ve schuldung
bei
den
T äge n
de
gese zlichen
Ren en e siche ung
inanzie en
Zuschüsse
an
diese
Ve siche ungs äge
en sp echend
den
haushal s ech lichen
Vo -
sch i en
a sächlich
oll
in
den
Haushal splan
einges ell
und
diese
T ansak ionen
nich
auße halb
des
Haushal s
abgewickel , so
hä e
e
au -
g und
des
§ 3 RHO
neben
dem
du ch
egulä e
Einnahmen
inanzie en
und
dahe
auch
im
o den lichen
Haushal
e a isie en
Teil
diese
Zu-
schüsse
den
e bleibenden,
du ch
Ve schuldung
zu
deckenden
Teil
in
den
auße o den lichen
Haushal
eins ellen
müssen.
Es
wä e
also
auch
bei
solchen
E a pos en,
die
eindeu ig
zu
den
lau enden
Ausgaben
gehö en,
zu
eine
Zwei eilung
gekommen,
wie
sie
bei
den
In es i ionsausgaben
die
Regel
is .
Is
diese -
on
de
Deckung
he
bes imm e
-
Eino dnung
de
Aus-
gaben
in
die
beiden
Teile
des
Haushal s
schon
wenig
einleuch end,
so
is
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P obleme des Haushal sausgleichs
17
die
Ve wi ung
du ch
die
wei e e
En wicklung
des Rech s,
wie
sie sich
du ch
Vo sch i en
de
jäh lichen
Haushal sgese ze
he ausgebilde
ha ,
noch
g öße
gewo den.
Im
Gese z
ü
das
Rechnungsjah
1965
wu de
nämlich
de
Haushal sausschuß des
Bundes ages
e s mals
e mäch ig ,
"au
An ag
des Bundes inanzminis e s anzuo dnen,
daß
e mögens-
wi ksame
Ausgaben, die
im
o den lichen
Haushal
e anschlag
sind,
aus
Mi eln
des
auße o den lichen
Haushal s
geleis e
we den,
wenn
das
nach
de
En wicklung
de
Einnahme-
ode
Ausgabesei e
zu
Siche ung
des Haushal sausgleichs e o de lich is "5.
Die
oben
besch iebene
P axis
de
Ve anschlagung
ha
sich
deshalb
he ausgebilde ,
weil
-
wie
nunmeh
zu
zeigen
sein
wi d
-die
Vo -
sch i
übe
die Zweckbes immung
de
K edi au nahme
so
ieldeu ig
is ,
daß
sie
ü
die
K edi inanzie ung
keine
e ns zunehmende
Rich linie
bil-
den
konn e.
3.
De
Zweck
und
die G enzen
de
K edi au nahme
Die Vo sch i
übe
die
Zulässigkei
on
K edi au nahmen
is
nahezu
wö lich
on
de
Reichs e assung (A .
87)
in
das
GG
(A . 115)
übe -
nommen
wo den,
und
sie
ha
auch
Eingang
in
die
meis en
Landes e -
assungen
ge unden.
K edi au nahmen
sind
danach
nu
bei
"auße o -
den lichem
Beda "
und
"in
de
Regel
nu
ü
Ausgaben
zu
we benden
Zwecken"
ges a e .
Was
den
"auße o den lichen
Beda "
angeh ,
so
is
e
in
de
Nachk iegszei nich
zu
Rech e igung
de
K edi au nahmen
be-
müh
wo den,
"de
we bende
Zweck"
hingegen
ha
zu
den
e schieden-
s en
In e p e a ionen
ge üh :
on
im
p i a wi scha lichen
Sinne
en-
ie
lichen
Anlagen
übe
Au wendungen
ü
Sachin es i ionen
und
s aa -
liche
Da lehensgewäh ungen
bis
hin
zu
all
jenen
Au wendungen,
on
denen
ein
Bei ag
zu
E höhung
des
Sozialp oduk s
und
dami
des
S eu-
e au kommens
e wa e
we den
könn e.
Geh
man
om
Wo lau
de
Vo sch i aus, so
lieg
es nahe,
den
"we benden
Zweck"
im
e s genann en
Sinne, also
seh
eng
zu
in e p e ie en,
nämlich
dahingehend,
daß
die
E äge
de
mi
F emdmi eln
inanzie en
Anlagen
die olle
Bedienung
de
Schulden
siche n. Die
P axis
is
übe
diese
In e p e a ion
hinaus-
gegangen, ob -
om
Willen des Gese zgebe s
he
gesehen -zu Rech
ode
zu
Un ech
mag
dahinges ell
bleiben.
Ve gegenwä ig
man
sich
den
inanzwissenscha lichen
Hin e g und,
aus
dem
die Vo sch i
e -
wachsen is , so
läß
sich,
je
nachdem, welchen
Au o
man
he anzieh
und
au
welche Teile seines
We kes
man
die
In e p e a ion
s ü z ,
eine
meh
ode
wenige
wei e
Auslegung
ech e igen.
In
de
Regel
wi d
5
Vgl.
Gese z übe die Fes s ellung des Bundeshaushal s ü das Rechnungs-
jah
1965, § 7
Abs.
3.
Gleichlau ende Vo sch i en sind auch in den en sp e-
chenden Gese zen ü die olgenden
Jah e
en hal en.
2
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli lk
52
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18
Wilhelmine D eißig
A.
Wagne
mi
seine
Ein eilung
des
S aa sbeda s
in
o den lichen
und
auße o den lichen
Beda
als
K onzeuge
bemüh ,
abe
bei
nähe em
Hin-
sehen
is
zu
e kennen,
daß
e
die
on
ihm
zunächs
ela i
wei
gezogenen
G enzen
ü
die
S aa s e schuldung
doch
ganz
e heblich
eingeeng
ha .
In
die
heu ige
Sp ache
de
Na ionalökonomie
übe se z ,
läß
sich
seine
Deckungs egel
dahingehend
zusammen assen,
daß
de
S aa
in
de
oll-
beschä ig en
Wi scha
nach
Möglichkei
nich
mi
den
p i a en
Un e -
nehmen
um
die
E spa nisse
konku ie en
solle,
abgesehen
on
de
K edi au nahme
ü
In es i ionen
in
ö en lichen
Un e nehmen
6•
Wie
dem
auch
sei, so
s eh
die
Vo sch i
des
A .
115
GG
p ak isch
ü
alle
Auslegungen
o en,
und
sie
is
auch
-
je
nach
den
iskalischen
Be-
dü nissen
in
den
e gangenen
Jah en
-
seh
un e schiedlich
ausgeleg
wo den.
Da
die
Ausgaben
ü
"we bende
Zwecke"
nich
eindeu ig
zu
de inie en
wa en,
schwand
dami
de
Sache nach
auch
die
u sp ünglich
-
in
Anlehnung
an
p i a wi scha liche
K i e ien
beabsich ig e
-
Ob-
jek bezogenhei .
Es
dü e
den
ü
die
K edi au nahme
e an wo lichen
S ellen
nich
schwe
allen,
ü
nahezu
alle
Ausgabeka ego ien
des
ö en -
lichen
Haushal s
eine
"P oduk i i ä "
zu
behaup en.
Eine
G enze
ü
die
Ve schuldung
is
du ch
den
A .
115
GG
p ak isch
also
nich
gezogen
wo den.
4.
De
Sollabschluß
Wenn
das
Gese z
den
jäh lichen
Ausgleich
on
Einnahmen
und
Aus-
gaben
o sch eib ,
so
sind
dami
die
ü
das
jeweilige
Jah
e wa e en
bzw.
bewillig en
Be äge
gemein ,
nich
dagegen
die
wäh end
des
Jah es
kassenmäßig
o aussich lich
eingehenden
und
ausgehenden
Mi el.
Glei-
ches
gil
ü
den
Abschluß,
de
die
ü
die
Rechnung
des
jeweiligen
Jah es
e einnahm en
und
e ausgab en
Be äge
nachweisen
soll.
Au
de
Ein-
nahmensei e
sind
die
Un e schiede
zwischen
den
ü
das
Rechnungsjah
6 Diese In es i ionen
wa en
on
A.
Wagne
bekann lich als die "p i a wi -
scha lichen Kapi alanlagen des S aa es" bezeichne wo den, wobei
e
eilich
neben
de
ollen auch eine eilweise "Ren ie lichkei " de un e nehme ischen
Tä igkei des S aa es als hin eichend bezeichne ha e. Neben diesen "p i a -
wi scha lichen Kapi alanlagen des S aa es" ha e
e
-bei
de
De ini ion des
auße o den lichen Beda s -die s aa swi scha lichen Kapi alanlagen (Sach-
in es i ionen
z.
B.
im S aßenbau sowie Re o mmaßnahmen de e schieden-
s en A ) e wähn , wo un e
e
alle P ojek e e s and, die die "G undlage
ü
eine e g öße e Leis ungs ähigkei des S aa es bilde en", und schließlich -
an
le z e S elle -die auße o den lichen Ausgaben im enge en Sinne (wich-
igs es Beispiel: K iegskos en), die nich "p oduk i " seien, sonde n soga zu
einem Kapi al e lus üh en.
Fü
alle diese als auße o den lich bezeichne en
Au wendungen soll e zwa g undsä zlich eine K edi inanzie ung möglich sein,
jedoch ha e
e
diese gene elle Fes s ellung ü die s aa swi scha lichen
Kapi alanlagen
und
die auße o den lichen Ausgaben im enge en Sinne einge-
sch änk au die "Pe ioden laue Geschä e", wenn "Mi el müßig liegen und
nich in de P oduk ion beschä ig sind". Vgl. A.
Wagne :
Finanzwissenscha ,
1.
Teil,
3.
Kap.,
3.
Au l., Leipzig
und
Heidelbe g
1883,
S.
130
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
P obleme des Haushal sausgleichs
19
und
den
im
Rechnungsjah
e wa e en
bzw.
eingegangenen
Mi eln
ela-
i
unbedeu end.
Sie
können
dahe
im
olgenden
e nachlässig
we den.
Dagegen
kann
es
au
de
Ausgabensei e
zu
be äch lichen
Abweichungen
kommen.
Dies
e klä
sich
o
allem
aus
de
Ins i u ion
de
Übe agba -
kei ,
du ch
die
das
P inzip
de
zei lichen
Budge speziali ä
du chb ochen
wi d.
Unbeschade
des
G undsa zes,
daß
"die
bewillig en
Be äge
nu
...
inne halb
des
Rechnungsjah es
e wende
we den
dü en"
(§
30
RHO),
we den
Bewilligungen
ü
alle
auße o den lichen
und
einmaligen
Aus-
gaben
sowie
ü
bes imm e
-
du ch
Haushal s e me k
bezeichne e -
o den liche
Ausgaben
mi
den
im
Jah
de
Bewilligung
nich
ausgegebe-
nen
Be ägen
übe
das
Rechnungsjah
hinaus
zu
Ve ügung
ges ell .
En scheidend
in
diesem
Zusammenhang
is
jedoch
nich
die
Übe agba -
kei
als
solche,
sonde n
die
Behandlung
de
Res e
in
de
Rechnung
des
"Bewilligungsjah es"
und
in
den
Plänen
und
Rechnungen
alle
olgenden
Jah e.
Gemäß
§
75
RHO
is
bei
de
E mi lung
des
Abschluße gebnisses
de
Gesam be ag
de
Ausgaben
und
de
Einnahmen
gegenübe zus ellen.
Diese
Vo sch i
wi d
in
Ve bindung
mi
§
77
RHO
dahingehend
ausge-
leg ,
daß
un e
Gesam be ag
de
Ausgaben
alle
ü
das
be e ende
Jah
e anschlag en
Ausgaben
gemein
sind
7• Diese
Auslegung
is
zwa
nich
unbes i en,
abe
die
Finanz e wal ungen
haben
sie sich
wei gehend
zu
eigen
gemach ,
was
da aus
he o geh ,
daß
sie,
wenn
sie
nich
ange-
wende
we den
soll e,
im
Haushal sgese z
ü
das
be e ende
Jah
aus-
d ücklich
auße
K a
gese z
wu de.
Was
die
Vo sch i
ma e iell
besag ,
läu
au
olgendes
hinaus:
In
de
Jah es echnung
sind
zusä zlich
zu
den
Is ausgaben
des
be e en-
den
Jah es
auch
alle
aus
den
Bewilligungen
des
gleichen
Jah es
e bliebe-
nen
Res e
zu
e buchen,
abzüglich
de jenigen
Be äge,
die
aus
Vo jah es-
es en
e ausgab
wu den.
Handel
es sich
um
die
Ingangse zung
neue
um ang eiche
P og amme,
ü
die
im
Bewilligungsjah
nu
ein
B uch eil
de
e anschlag en
Summe
ausgegeben
we den
kann
-es sei
an
die
um ang eichen
Neubewilligungen
e inne ,
die
sei
Mi e
de
ün zige
Jah e
im
Bundeshaushal
ü
Ve eidigungszwecke
e a isie
wu den,
ode
an
die
in
den
Jah en
de
"Kassen ülle"
(1960
bis
1962)
be äch lich
he au gese z en
Bewilligungen
ü
In es i ionszwecke
in
den
Lände -
haushal en
-,
so
is
de
Sollabschluß ausgeglichen,
auch
wenn
de
Is -
abschluß,
bei
dem
die
Res e
unbe ücksich ig
bleiben,
einen
Übe schuß
au weis .
Dies
is
dann
de
Fall,
wenn
eine
Finanzie ung
aus
lau enden
Einnahmen
o gesehen
wa .
We den
dabei
die
"übe schüssigen"
Dek-
kungsmi el
eine
Rücklage
zuge üh ,
die
haushal smäßig
als
Ausgabe
e buch
wi d,
so
is
auch
de
Is abschluß
ausgeglichen.
Wa
dagegen
7 Vgl. R. Schulze
und
E.
Wagne : Kommen a zu Reichshaushal so dnung,
Be lin 1934,
S.
189
.;
F.
K.
Vialon: Haushal s ech ,
2.
Au l., Be lin 1959,
S.
908
und
925.
2·
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20
Wilhelmine D eißig
eine
"Anleihe inanzie ung"
o gesehen
und
ha
de
Finanzminis e
on
de
Au nahme
emde
Mi el
abgesehen
(da sie nich
benö ig
wu den),
so
weis
de
Sollabschluß
einen
Fehlbe ag
au S.
Mi
de
Ve buchung
de
Res e
in
de
Rechnung des
Bewilligungsjah es
sind
diese
ein
ü
allemal
haushal smäßig
abgewickel .
Sie
we den
in
den
Plänen
de
olgenden
Jah e,
in
denen
sie ausgegeben
we den
sollen,
nich
e neu
e a isie .
Das
is
deshalb
nich e o de lich,
weil
die
zu
Finanzie ung
des
Gesam p og ammes
e o de lichen
Deckungsmi el
in
olle
Höhe
im
Bewilligungsjah
be ei ges ell
we den.
Ha e
man
eine
S eue inanzie ung
o gesehen, so
müß en
die
Geldbes ände
des
Haus-
hal s
(zweckbes imm e Rücklagen
ode
de
allgemeine Kassenbes and)
um
den
Be ag
de
zusä zlich
gebilde en
Res e ges iegen sein, so
daß
die
Finanzie ung
de
Res e
du ch
den
Rückg i
au
diese
Bes ände
ge-
siche is .
Soll en
dagegen
K edi e
au genommen
we den,
so
hä e
sich
ein
P oblem
e geben
können,
da
emde
Mi el
meis
nu
dann
au genom-
men
we den,
wenn
ein
kassenmäßige
Beda
bes eh
und
K edi e mäch-
igungen
nich
übe agba
sind.
De
Bund
und
die
Lände
haben
diese
F age
dadu ch
gelös ,
daß
sie die
am
Ende
des
Rechnungsjah es
e -
löschenden -nich
in
Ansp uch
genommenen
-
K edi e mäch igungen
du ch
das Haushal sgese z des olgenden
Jah es
bzw.
de
olgenden
Jah e
ganz
ode
eilweise
wiede
au leben
ließen.
In
den
nächs en
Jah en,
in
denen
die
Ausgaben
in olge des
Abbaus
de
Res e
übe
die jeweiligen Neubewilligungen hinausgehen,
i
dies
gleichwohl
in
de
Rechnung nich
in
E scheinung,
da
die Res e bei
de
E mi lung
des Solls
on
den
Is ausgaben
abgezogen
we den.
Die Soll-
echnung
is
ausgeglichen
ode
weis
soga
einen
übe schuß
aus. Die
Is echnung
is
eben alls
ausgeglichen (alle dings
mi
höhe en
Einnah-
men
und
Ausgaben)
ode
sie schließ , alls "schwebende"
Schulden
zu
Deckung
de
Res e
au genommen
wu den,
mi
einem
Fehlbe ag
ab.
Ein
e ein ach es Schema
eine
solchen Soll echnung
im
Ve gleich
zum
ausgeglichenen
Haushal splan
is
zu
Is echnung
aus
de
olgenden
Tabelle
zu
e sehen.
Es sei
e wähn ,
daß
in
dem
Beispiel -
de
Ein achhei
halbe
-
au
die
Zwei eilung
in
den
o den lichen
und
auße o den lichen
Haushal
e zich e
wu de;
e ne
wu den
die
Meh einnahmen
des
e s en
Jah es
nich
als
Zu üh ung
an
Rücklagen
und
dahe
auch nich als
Ausgaben
e buch .
Wä e
dies geschehen, so
hä e
sich
im
Is
des
e s en
Jah es
ein
Ausgleich e geben.
In
de
nach ich lichen
Angabe
(IV)
is
mi ge eil ,
welche
E gebnisse
ein
cash
budge
(Kassen echnung)
hä e,
bei
dem
die
oben
bezeichne en " inanziellen
T ansak ionen"
nich
Bes and eil
de
Einnahmen
und
Ausgaben
sind.
8
Vgl.
P.
Sen :
Budge übe schüsse und Budge de izi e, in: P obleme des
ö -
en lichen Budge s, a.a.O.,
S.
11
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
P obleme
des
Haushal sausgleichs
21
Schema ische Da s ellung
on Haushal sabschlüssen gemäß HaushaI s ech
1.
Jah
2.
Jah
I.
Plan
gemäß
Haushal s ech
1.
Regulä e
Einnahmen
...............................
.
90
100
2.
K edi au nahme
...................................
. 10
3.
Gesam e
Einnahmen
...............................
.
100
100
4.
Lau ende
Sach-
und
Pe sonalausgaben
sowie
Einkom-
mensübe agungen
................................
.
70
80
5.
Schulden ilgung
...................................
. 5 5
6.
Neubewilligung
ü
In es i ionszwecke
.............
.
25
15
7.
Gesam e
Ausgaben
(4
bis
6)
.........................
.
100
100
11.
Is
gemäß
Haushal s ech
1.
Regulä e
Einnahmen
...............................
.
90
100
2.
K edi au nahme
...................................
.
10
a)
3.
Gesam e
Einnahmen
...............................
.
90
110
4.
Lau ende
Sach-
und
Pe sonalausgaben
sowie
Einkom-
mensübe agungen
................................
.
70
80
5.
Schulden ilgung
...................................
. 5 5
6.
E ek i e
Ausgaben
ü
In es i ionszwecke
..........
.
10
25
7.
Gesam e
Ausgaben
(4
bis
6)
.........................
.
85
110
8.
übe schuß
(+),
Fehlbe ag
(-)
(3./.7)
...............
. + 5
111.
Soll
gemäß
Haushal s ech
1.
Regulä e
Einnahmen
..............................
.
90
100
2.
K edi au nahme
...................................
.
10
3.
Gesam e
Einnahmen
...............................
.
90
110
4.
Lau ende
Sach-
und
Pe sonalausgaben
sowie
Einkom-
mensübe agungen
................................
.
70
80
5.
Schulden ilgung
...................................
. 5 5
6.
E ek i e
Ausgaben
ü
In es i ionszwecke
..........
.
10
25
7.
Res e
..............................................
.
15
b) -
lOb)
8.
Gesam e
Sollausgaben
(4
bis
7)
......................
.
100
100
9.
übe schuß
(+),
Fehlbe ag
(-)
(3./.8)
..............
.
-10
+
10
IV.
Nach ich lich:
Kassen echnung
1.
Regulä e
Einnahmen
(=
gesam e
Einnahmen)
.......
.
90
100
2.
Lau ende
Sach-
und
Pe sonalausgaben
sowie
Einkom-
mensübe agungen
................................
.
70
80
3.
E ek i e
Ausgaben
ü
In es i ionszwecke
.........
.
10
25
4.
Gesam e
Kassenausgaben
(2+3)
....................
.
80
105
5.
übe schuß
(+),
Fehlbe ag
(-)
(1./.4)
..............
. +
10
-5
a)
Zu
Las en
de
Vo jah ese mäch igung
au genommen.
b)
16./.
II
6.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
22
Wilhelmine D eißig
Wie
ein
Ve gleich
diese
nach ich lichen
Angaben
mi
dem
Sollab-
schluß (III) zeig ,
sind
dessen
E gebnisse
ganz
und
ga
unsinnig.
Ein
Haus-
hal ,
de
im
e s en
Jah
ma e iell
einen
übe schuß
au weis , d. h.
bei
dem
die
egulä en
Deckungsmi el,
in
e s e
Linie
die
S eue einnahmen,
be-
äch lich
übe
die
Ausgaben
ü
Gü e ,
Diens leis ungen
und
T ans e -
zahlungen
hinausgehen,
wi d
in
einen
De izi aushal
e wandel ;
im
zwei en
Jah
ollzieh
sich
de
gleiche
Vo gang
mi
umgekeh en
Vo -
zeichen.
Da au ,
daß
de
Sollabschluß
wede
einen
ökonomischen, noch
auch
einen
inanzwi scha lichen
Aussagewe
ha ,
is
namen lich
on
P.
Sen 9
hingewiesen
wo den.
Gleiches gil ,
wenn
auch
nich
in
gleiche
Schä e,
ü
den
Is abschluß10.
Zu
a sächlichen
Handhabung
de
Rechnungslegung
is
nachzu agen:
Die
En wicklung
is
beim
Bund
und
bei
den
Lände n
sei
einigen
Jah en
im
Fluß.
Im
Ve eidigungshaushal
des
Bundes
muß e
die
ühe e
P axis
be ei s
o
Jah en
au gegeben
we den,
weil
die
zu
Res edeckung
angesammel en
Mi el
(Julius u m)
ü
ande e
Zwecke
e wende
wu den
( ü
neue
lau ende
Ausgaben
bzw.
zu
Deckung
on
a.
o.
Aus-
gaben,
die
nach
den
Plänen
mi
"Anleihen"
inanzie
we den
soll en).
De
Bund
ha
dahe
in
de
Folgezei
die
e wa e en
kassenmäßigen
Ausgaben
e a isie en,
d. h.
bei
den
Neubewilligun-
gen
eines
jeden
Jah es
auch
die
aus
den
Vo jah en
übe agenen
Res e
be ücksich igen müssen,
sowei
mi
ih e
Ve ausgabung
zu
echnen
wa .
Dagegen
kommen
Res e
ü
die
zi ilen
Resso s
im
a.
o.
Bundeshaushal
wei e
o , doch
wi d
neue dings
du ch
Vo sch i en
im
jäh lichen
Haushal sgese z
da ü
So ge
ge agen,
daß
ih e
Ve ausgabung
den
inanziellen
Rahmen
nich
sp engen
kann
ll
.
Danach
dü en
Res e
nu
insowei
ausgegeben
we den,
als
im
gleichen
Rechnungsjah
neue
Res e
gebilde
we den.
Diese
P axis,
bei
de
sich
de
Gesam be ag
de
Res e
nich
e ände n
kann,
sonde n
allen alls
dessen
Zusammense zung,
läß
jedoch
die
F age
en s ehen,
ob
die
übe agba kei
un e
diesen
Um-
s änden
übe haup
noch
sinn oll
is .
Im
Gegensa z
zum
Bund
haben
die
Res e
au
das
E gebnis
de
Lände -
haushal e
auch
in
den
unmi elba
zu ückliegenden
Jah en
noch
einen
g oßen
Ein luß
ausgeüb .
Nachdem
die
En wicklung
de
Lände haushal e
o z
de
um ang eichen
Neubewilligungen
ü
In es i ionszwecke (1960
9 V
gl.
Fußno e
8.
10
De Is abschluß wi d gemäß §
66
RHO
auch als Kassen echnung bezeich-
ne . Im Gegensa z zu P. Sen is diese Bezeichnung ü den Is abschluß in de
o liegenden A bei nich e wende wo den, da sie benö ig wi d, um das
E gebnis des ma e iellen Ausgleichs, de sich bei de Ve wendung des cash
budge e gib , zu de inie en.
11
Vgl.
z.
B.
Gese z übe die Fes s ellung des Bundeshaushal s ü das Rech-
nungsjah 1965, § 6.
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P obleme des Haushal sausgleichs
23
bis
1962)
zunächs
seh
iel
güns ige
gewesen
wa
als
geplan
(die
e ek-
i en
In es i ionsausgaben
s iegen
langsame
als
e wa e ,
die
o ge-
sehenen
K edi e mäch igungen
wu den
nich
ode
doch
nu
zum
kleine-
en
Teil
benö ig ),
ha
sich
das
Bla
in
de
Folgezei
gewende :
In
den
Jah en
1964
und
1965
sind
die
e ek i en
Ausgaben
wesen lich
s ä ke
ge-
s iegen
als
die
e a isie en;
die
"zusä zlichen"
Deckungsmi el
(Rückg i
au
Kassenbes ände
und
K edi au nahmen)
haben
die
e anschlag en
Be äge
wei
übe o en.
Im
Rechnungsabschluß
diese
Jah e
sind
je-
doch
wede
die
-
hie du ch
beding en
-
an änglichen
Übe schüsse noch
auch
die
spä e en
Fehlbe äge
in
E scheinung
ge e en.
5.
Die Auslau pe iode
Eine
wei e e
Abweichung
on
Plan
und
Is
kann
du ch
die
Buchungen
wäh end
de
sog.
Auslau pe iode
he o ge u en
we den.
Dabei
handel
es
sich
um
den
Zei aum,
in
dem
die
Büche
ü
das
al e
Jah
noch
nich
geschlossen sind.
Seine
Länge
wi d
gemäß
§
61
RHO
om
Finanzminis e
bes imm .
Ebenso
wie
im
Fall
de
Res e
beziehen
sich
auch
die
Buchungen
de
Auslau pe iode
as
ausschließlich
au
die
Haushal sausgaben,
da-
gegen
nu
in
ela i
ge ingem
Um ang
au
die
Haushal seinnahmen.
Je
nachdem,
wie
lange
die
Auslau pe iode
bemessen
wi d
und
ein
wie
g oße
Teil
de
in
diese
Pe iode
e ek i
geleis e en
Ausgaben
noch
zu
Las en
des
o angegangenen
Jah es
e buch
wi d,
können
die
Ausgaben
ein-
zelne
Jah e
e höh
bzw.
e minde
we den,
wodu ch
sich
das
Ab-
schluße gebnis
e ände .
Es
sei
da an
e inne ,
daß
dies
in
s a kem
Maße
in
den
ühen
ün zige
Jah en
beim
Bund
de
Fall
wa .
Um
die
an änglichen
Übe schüsse
nich
in
E scheinung
e en
zu
lassen,
blieben
die
Büche
in
einzelnen
Jah en
mona elang
o en.
Als
diese
P axis
spä e
au gegeben
und
nu
noch
ge inge
Be äge
zu ückgebuch
wu den,
en -
s anden
in
de
Is echnung
des
Übe gangsjah es
hohe
Übe schüsse
12•
Abe
auch
unabhängig
da on,
ob
die
Abschluße gebnisse
ü
einzelne
Jah e
du ch
Buchungen
de
Auslau pe iode
manipulie
we den
ode
nich ,
is
diese Vo sch i ,
die
dem
in
de
p i a en
Buchhal ung
üblichen
G undsa z
ü
die
Pe iodenabg enzung
en sp ich ,
im
ö en lichen
Be-
eich
wenig
sinn oll.
Sie
en sp ing
-
ebenso
wie
die
Behandlung
de
Res e-eine
"Zu echnungs heo ie",
die,
wie
die
obigen
Beispiele
gezeig
haben,
die
wi kliche
En wicklung
dena u ie ,
die
Aussage ähigkei
de
Pläne
und
de
Abschlüsse
beein äch ig
und
eine
a ionale
Finanzpoli ik
e schwe ,
wenn
nich
ga
unmöglich
mach .
12 Vgl.
W.
D eißig:
Die Abschluße gebnisse des Bundeshaushal s in den
Rechnungsjah en 1949/50 bis 1954/55, in: Finanz-A chi ,
N.
F. Bd. 16,
S.
392
.
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30 Wilhelmine D eißig
sp echenden
Einsch änkung
de
p i a en
In es i ion
üh en,
so
wä e
sie
un e
konjunk u poli ischen
Gesich spunk en
in
de
Ta
"neu al".
Es
wä e
dann
auch möglich, die Anleihe inanzie ung
au
eine
Ebene
mi
de
S eue inanzie ung
zu
s ellen
und
einen
Haushal ,
in
dem
ein
Teil
de
Ausgaben
du ch
solche
Anleihen
gedeck
wi d,
als ausgeglichen zu
be-
zeichnen. Angesich s
de
Elas izi ä
im
K edi angebo
is
jedoch die
An-
nahme
on
de
"Neu ali ä "
de
Anleihe inanzie ung nich be ech ig .
Die
p i a en
Un e nehmen
sind
bei
de
F emdmi elbescha ung
keines-
wegs
au
die -
om
S aa
nich
beansp uch e
-
p i a e
E spa nis
ange-
wiesen,
sonde n
sie
können
au
"zusä zlichen"
K edi
de
Geschä s-
banken
zu ückg ei en.
Die
bishe
un e s ell e
Annahme,
daß
sich
de
S aa ,
wenn
e
emde
Mi el
nach ag ,
bei
P i a en
e schulde , die
dabei
ih e
neu
gebilde en
E spa nisse
anlegen,
en sp ich
eben alls
nich
de
Wi klichkei ,
jeden-
alls nich
in
de
BRD.
Nu
ein
e häl nismäßig
kleine
Teil
de
S aa s-
e schuldung
is
hie
in
de
Zei
nach
de
Wäh ungs e o m
on
P i a -
pe sonen
und
p i a en
Kapi alsammels ellen
gehal en
wo den.
Selbs
om
S aa
emi ie e
Anleihen
(im
kapi alma k poli ischen
Sinne)
sind
meis
keine
ech en
"Publikumsanleihen".
Sie
we den
ielmeh
in
de
Regel zu
einem
ganz
e heblichen Teil on
den Banken
e wo ben.
Die
Geldma k e schuldung
(Scha zwechsel
und
un e zinsliche
Scha zanwei-
sungen)
wande
as
ausschließlich
in
die
Po e euilles
de
Banken,
ü
die
diese
Ti el
Liquidi ä s ese en
e s e
O dnung
da s ellen
25• Schließ-
lich
gewäh en
die
Banken
auch
in
e heblichem
Um ang
Di ek k edi e
an
den
S aa .
Mag es sich
hie bei
auch -
wie
beispielsweise
bei
den
Schuld-
scheinda lehen
de
S aa s-
und
Landesbanken
an
die
Lände
-
um
eine
K edi gewäh ung
handeln,
de
eilweise
p i a e
Spa o gänge
gegen-
übe s ehen,
so
is
die
F age
de
"bankmäßigen"
Ve schuldung doch
äuße s
komplex:
Je
nachdem, ob
die
Zen albank
eine
Poli ik
de
Liqui-
di ä san eiche ung
ode
de
Liquidi ä s e knappung
be eib ,
und
je
nachdem, ob sie
dabei
e olg eich
is
ode
nich ,
kann
diese
K edi -
gewäh ung
au
Geldschöp ung
be uhen
ode
nich .
Geh
man
on
de
a sächlichen
En wicklung
in
den
beiden
le z en
Jah zehn en
aus, so
sp ich
ieles da ü ,
daß
die
bankmäßige
K edi gewäh ung
an
den
Bund
und
die
Lände
-
on
ela i
ku zen
Pe ioden
abgesehen -wei gehend,
wenn
nich
ga
übe wiegend
mi
Geldschöp ung
e bunden
wa .
Da,
wie
be ei s
un e
I
ausge üh ,
die
zu o
genann en
Schulda en
as
säm -
lich zu
den
"Anleihen"
zählen
können,
kann
nich die
Rede
da on
sein,
24
Vgl.
u.
a.
H.
Halle :
Zu P oblema ik de K edi inanzie ung ö en l. Aus-
gaben, in: Finanz-A chi , N.
F.,
Bd.
19; R.
A.
Musg a e:
Theo ie de ö en l.
Schuld, in: Handbuch
d.
Finanzwissenscha ,
2.
Au l.,
3.
Bd.,
Tübingen 1958.
25 Die Bundesbank is be ei , die on ih an die Banken im Rahmen ih e
O enma k ope a ionen e kau en Ti el jede zei zu ückzunehmen, wobei die
Banken allen alls eine Zinseinbuße e leiden können.
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P obleme des Haushal sausgleichs
31
daß
de
mi
Anleihen
(im haushal s ech lichen Sinne) inanzie e
auße -
o den liche
Haushal
des
Bundes
und
de
Lände
auch
ma e iell
ausge-
glichen
wa ,
d. h.
un e
konjunk u poli ischen
Gesich spunk en
im
we-
sen lichen
einem
ausschließlich
s eue inanzie en
Haushal
en sp ochen
ha .
Akzep ie
man
die
o he
e e ene
These,
daß
eine Anleihe inan-
zie ung
im
Ve gleich
zu
S eue inanzie ung
schon
dann
zu
eine
Aus-
wei ung
de
gesam en
Nach age
und
zu
in la o ischen
Tendenzen
üh en
kann,
wann
de
S aa
ech e
Publikumsanleihen
plazie ,
und
daß
diese
Wi kungen
alle
Vo aussich nach
an
S ä ke
gewinnen,
wenn
die
Banken
zum
wich igs en
Geldgebe
des
S aa es
we den,
so
sind
eine
De izi inanzie ung
mi els
Ve schuldung
in
Zei en
de
Vollbe-
schä igung
ela i
enge
G enzen
gese z . Dies
gil
jeden alls,
wenn
-
wie
in
diesem
Re e a
-ausschließlich die
S abilisie ungs unk ion
des
ö en lichen
Haushal s
be ach e
wi d.
Das
heiß
eilich nich ,
daß
in
eine
Si ua ion
de
Vollbeschä igung
nich
ande e
G ünde
ü
eine
s ei-
gende
S aa s e schuldung
sp echen
könn en,
so
z.
B.
das
Ziel,
den
An eil
des
S aa es
an
de
gesam wi scha lichen
Ne o e mögensbildung
zu-
guns en
des
p i a en
Sek o s
de
Wi scha
zu
e inge n
ode
die
Ve -
mögensbildung
de
un e en
Einkommensschich en -
e wa
du ch
"maß-
geschneide e" ö en liche
Ti el
in
Ve bindung
mi
speziellen
An eizen-
zu
e g öße n.
In
diesen
Fällen
dü e
es sich
au
jeden
Fall
emp ehlen,
die
s aa lichen
Ve schuldungs ansak ionen
übe wiegend
mi
p i a en
Spa e n
du chzu üh en,
wenn
dies nich
ohnehin
zu
E eichung
des
anges eb en
Zieles
wie
beispielsweise
dem
eine
b ei e en
Ve mögens-
s euung
e o de lich
is
26•
Zusammen assend
sei noch
einmal
es ges ell ,
daß
die
F age,
ob
de
ö en liche
E a
-
ma e iell
gesehen -auszugleichen is ,
ode
ob
e
ein
De izi
ode
einen
übe schuß
au weisen
soll e,
nu
un e
Bezugnahme
au
die
gesam wi scha lichen
Ums ände
bean wo e
we den
kann.
Auch die
Fo men,
in
denen
ein
De izi inanzie bzw. die übe schüssigen
Einnahmen
angeleg
we den
soll en,
können
nu
aus
den
No wendigkei en
de
jeweiligen
Si ua ion
en schieden
we den.
Soll
de
ö en liche
Haus-
hal
de
Rezessionsbekämp ung dienen, so
is
au
jeden
Fall
eine
"zu-
sä zliche"
Finanzie ung
angezeig .
üb
ausschließlich eine
Finanzie ung
mi
Hil e
on
No enbankgeld
(Ve schuldung
bei
de
Zen albank
bzw.
Abbau
on
do
ühe
angesammel en
Gu haben)
angeb ach
is ,
ode
ob auch
Ne o e schuldungs ansak ionen
mi
Banken
ode
dem
Ausland
du ch-
ge üh
we den
soll en,
wi d
da on
abhängig
gemach
we den
müssen,
in
26 Hie übe sowie übe die wei e e F age,
ob
in de ollbeschä ig en Wi -
scha die ü das Wachs um als e o de lich angesehene Ve meh ung de
Geldmenge nich zweckmäßige weise du ch "zusä zliche" s aa liche Ve schul-
dung siche ges ell we den soll e, wenn die Zahlungsbilanz -ande s als dies
bishe in de
BRD
meis de Fall
wa
-keine übe schüsse au weis , wi d de
Ausschuß in den olgenden Si zungen disku ie en.
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32
Wilhelmine D eißig
welche
Liquidi ä sposi ion
sich
die
Banken
be inden
und
welche
k edi -
poli ischen
Maßnahmen
die
Zen albank
e g ei .
Gleiches
gil
ü
die
übe schüsse,
die
de
ö en liche
Haushal
in
Zei en
de
übe nach age
bilden
soll e,
und
de en
Ve wendung.
Neben
de
Schulden ilgung
und
de
Ansammlung
on
Rücklagen
bei
de
Zen albank,
also
Ak en
de
Geld e nich ung,
kann
auch
eine
Schulden ilgung
bei
Banken
ode
im
Ausland
in
F age
kommen.
Dies
gil
namen lich
dann,
wenn
sich
die
Tilgung
au
solche
S aa s i el
bezieh ,
die
"au oma isch"
no enbank ähig
sind.
Im
üb igen
sind
auch
in
diese
Si ua ion
de
Liquidi ä ss a us
des
Bankensys ems
und
die
k edi poli ischen
Maßnahmen
de
Zen albank
zu
be ücksich igen.
Dagegen
sind
s aa lichen
Ne o e schuldungs ansak io-
nen
in
de
ollbeschä ig en
Wi scha
wei
enge e
G enzen
gese z
als
in
Si ua ionen
des
wi scha lichen
Ungleichgewich s.
Soll
die
Finanzpoli ik
mi
E olg
in
den
Diens
de
S abilisie ung
de
Wi scha s ä igkei
ges ell
we den,
so
müssen
die
ü
sie
e an wo -
lichen
S ellen
bei
den
zu o
genann en
Finanzie ungsope a ionen
je
nach
de
-sich
häu ig
ände nden
Si ua ion
-
äuße s
beweglich
ope ie en.
Eine
wesen liche
Vo ausse zung
hie ü
bes eh
da in,
daß
de
Haushal
"du chsich ig"
und
um assend
is .
Alle
ü
ein
Jah
e wa e en
Einnah-
men
und
Ausgaben
müssen
in
den
Plan
einges ell
we den,
ohne
daß
ein
"Scha enhaushal "
de
Res e
neben
dem
Plan
he läu ;
ebenso
muß
die
Rechnung
die
e ek i en
Einnahmen
und
Ausgaben
de
jeweiligen
Fi-
nanzpe iode
und
nich
ein
buchmäßige
Zugänge
und
Abgänge
aus
de
Res ewi scha
ode
kassenmäßige
Ausgaben
ande e
Rechnungsjah e
en hal en,
und
schließlich
müssen
wäh end
des
Vollzugs
lau end
In o -
ma ionen
übe
den
jeweiligen
S and
de
Einnahmen,
Ausgaben
und
Finanzie ungs ansak ionen
zu
Ve ügung
s ehen.
111.
Folge ungen
ü
die
Re o m
des
Haushal s ech s
Welche
Konsequenzen
e geben
sich
aus
den
o angegangenen
Aus-
üh ungen
ü
die
Re o m
des
Haushal s ech s?
Meine
E ach ens
lassen
sich
da aus
die
olgenden
Schlüsse
ziehen:
1.
Die
Vo sch i ,
daß
de
Haushal
auszugleichen
is ,
soll e
besei ig
we den.
Ein
in
jede
Si ua ion
ma e iell
ausgeglichene
Haushal
is
mi
den
konjunk u poli ischen
Au gaben
des
S aa es
nich
zu
e -
einba en.
Die
je zige
Regelung
is
auch
deshalb
unsachgemäß,
weil
sie
Ve wi ung
s i e .
Es
kann
ih
auch
dann
Genüge
ge an
we den,
wenn
de
Haushal
-
ma e iell
gesehen
-
einen
übe schuß
de
egulä en
Einnahmen
übe
die
Ausgaben
au weis
und
umgekeh .
Hinzu
komm ,
daß
das
Haushal s ech
neben
dem
on
ihm
de inie en
Ausgleich
auch
Fehlbe äge
ode
übe schüsse
kenn ,
die
du ch
die
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P obleme des Haushal sausgleichs 33
Au nahme
ode
die
Tilgung
on
Be iebsmi elk edi en
bzw.
die
An eiche ung
ode
den
Abbau
on
Geldbes änden
en s ehen
und
da-
he
meis
nu
den
kleine en
Teil
de
übe schüsse
und
De izi e
in
ma e ielle
Hinsich um assen.
2.
Die
Un e scheidung
in
o den lichen
und
auße o den lichen
Haushal
soll e
allen
gelassen
we den.
Sie
sag
-
da
die
K i e ien
ü
die
Au -
eilung
au
de
Einnahmesei e
liegen
-nich s
aus
und
beein äch ig
die
"Du chsich igkei "
de
Budge ansak ionen.
3.
Die
Vo sch i
übe
den
"we benden
Zweck"
de
mi
K edi en
zu
inanzie enden
Ausgaben
is
abzuscha en.
Die
Ve schuldung
des
S aa es
soll e
an
gesam wi scha lichen
K i e ien
und
nich
an
de
Na u
de
Ausgaben
o ien ie
we den.
4.
De
"Sollabschluß (läß
wede
die
geplan e
noch
die
e ek i e
Aus-
gabenen wicklung
e kennen;
e
is
au zugeben.
Soll
die
Möglichkei
de
übe agba kei
on
Ausgabe es en
e hal en
bleiben, so
is
da ü
So ge
zu
agen, daß
de
zu
e wa ende
kassenmäßige
Beda
e -
anschlag
wi d
und
die
e ek i en
Ausgaben
in
die
Rechnung
ein-
gehen.
5.
Die
Vo sch i en
übe
die
"Auslau pe iode"
sind
es ik i e
als
bishe
zu
assen,
dami
die
Abschluße gebnisse
nich
e älsch
we den
können.
Diese Vo schläge
we den
o aussich lich
on
den
ü
eine
Re o m
des
Haushal s ech s
zus ändigen
S ellen
als
zu
wei gehend
angesehen
we -
den. So
ha
de
Bundes inanzminis e
unlängs
27
da au
hingewiesen,
daß
das
Gebo
des Haushal sausgleichs
eine
konjunk u o ien ie e
Finanz-
poli ik
nich
unmöglich mache,
da
man
in
Zei en
eine
Konjunk u übe -
hi zung
z.
B.
Ausgaben
ü
die
Tilgung
on
Schulden
bei
de
No enbank
aus
o den lichen
Einnahmen
leis en
ode
-
im
umgekeh en
Falle
-
zusä zliche
Ausgaben
du ch
die
Bescha ung
on
K edi en
inanzie en
könne.
Ta sächlich
sieh
de
Regie ungsen wu
ü
ein
Gese z
zu
Siche-
ung
de
wi scha lichen
S abili ä
28 solche
Maßnahmen
o ,
ohne
in-
dessen
an
den
Vo sch i en
übe
den
Haushal sausgleich
ode
den
"we -
benden
Zweck"
de
K edi au nahme
e was
zu
ände n.
Das
wa
auch
nich
zu
e wa en,
da
diese
En wu
eines Gese zes,
das
die
Regie ung
zu
einem
konjunk u ge ech en
Ve hal en
e p lich en soll,
nich
gleichzei ig
das
Haushal s ech
no ellie en
kann.
G undlegende
Ände ungen
des
Haus-
hal s ech s
und
de
diesbezüglichen Vo sch i en des
G undgese zes
kön-
nen
nu
du ch
eine
Re o m
des eigen lichen
Haushal s ech s
o genom-
men
we den.
Bei
eine
solchen Re o m,
die
on
de
Haushal sab eilung
27
Vgl.
Au sa z des damaligen Bundes inanzminis e s R.
Dahlg ün,
in: Bulle-
in des P esse- und In o ma ionsam es de Bundes egie ung om 13. Mai
1966.
28
Vgl.
Bundes agsd ucksache
V/890.
3
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
52
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34 Wilhelmine D eißig
des Bundes inanzminis e s
in
Zusammena bei
mi
den
zus ändigen
S el-
len
de
Lände egie ungen
dem
Ve nehmen
nach
o be ei e
wi d.
soll en
die
be e enden
Vo sch i en
in
dem
zu o
besch iebenen
Sinne
geände
we den
und
nich
neue
Wein lediglich
in
al e
Schläuche
ge üll
we den.
Die Schwie igkei
eine
solchen
Re o m
bes eh
da in,
daß
es leich is ,
e al e e
Vo sch i en abzuscha en,
abe
eilweise schwe ,
e was
ande es
an
ih e
S elle
zu
se zen. Das
lieg
da an,
daß
es
keine
ü
jede
Si ua ion
gül igen
K i e ien
gib ,
sonde n
daß
die jeweils " ich ige "
Haushal s-
poli ik
an
den
gesam wi scha lichen
E o de nissen
o ien ie ,
ja
-
meh
noch -
du ch
diese
bes imm
sein
muß.
Aus
diesem
G unde
wi d
das
Haushal s ech
Gene alklauseln
en hal en
müssen,
z.
B.
daß
"bei
de
Au s ellung
des
Haushal s
den
E o de nissen
des
gesam wi scha -
lichen Gleichgewich s Rechnung
ge agen
we den
muß"
ode
daß
"Um-
ang
und
A
de
o gesehenen
K edi au nahme
om
Finanzminis e
un e
gesam wi scha lichen
Gesich spunk en
zu
beg ünden
sind". Wie
eine
jah zehn elange
E ah ung
geleh
ha ,
gib
es
keine
genauen
K i-
e ien
da ü ,
wann
Gleichgewich
bes eh
ode
wann
es
bed oh
is . Was
z.
B. "Vollbeschä igung" is ,
läß
sich nich
ü
jedes
Land
und
jede
Si ua ion
de inie en.
Eine
A bei slosenquo e
on
4 H, die
in
den
USA
in
den
le z en
Jah en
anges eb
wu de,
geh
do
zu
Zei
(nachdem sie
e eich
is ) o ensich lich
be ei s
mi
eine
gewissen
Übe o de ung
de
Ressou cen
Hand
in
Hand,
wäh end
eine
gleich
hohe
A bei slosigkei ,
wenn
sie sich
in
de
BRD
in
absehba e
Zei
eins ellen
soll e,
e mu lich
mi
eine
schwe en De la ionsk ise
e bunden
wä e.
Auch
P eiss eige-
ungs a en
-
um
ein
wei e es
Beispiel zu
nennen
-
sind
angesich s des
ime-Iags,
mi
dem
sie
den
ealen
Au iebs endenzen
olgen, als
Indika-
o
ü
konjunk u poli ische
Maßnahmen
des
S aa es
wenig
geeigne .
Ein
s a ke
Boom
kann
sich zu
Beginn
ohne
jede
P eiss eige ung
en -
wickeln,
ande e sei s
können
-
kos enbeding e
-
P eise höhungen
noch
lange
in
eine Zei
hinein
nachwi ken,
in
de
die
Konjunk u
be ei s
ück-
läu ig is .
Nachwo
Das o liegende
Re e a
wu de,
wie
eingangs
e wähn ,
o
meh
als
zwei
Jah en
gehal en. Einige
de
in
ihm
angeschni enen
F agen
sind
in-
zwischen
du ch
die
ein
Jah
spä e
e lassenen
Gese ze -das
Fün zehn e
Gese z
zu
Ände ung
des G undgese zes
und
das
Gese z
zu
Fö de ung
de
S abili ä
und
des Wachs ums
de
Wi scha
(S abili ä sgese z)29 -
au
neue
Weise gelös
wo den.
Da übe
hinaus
ha
die
Bundes egie ung
Mi e
1968
ih e
En wü e
zu
Ände ung
des
Haushal s ech s
im
Bundes-
a
eingeb ach
30• Nachs ehend soll
ku z
da au
eingegangen
we den,
29 Vgl.
BGBl.
I om
8.
Juni
1967,
S.
581
.
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P obleme des Haushal sausgleichs 35
inwiewei
mi
diesen
Gese zen
bzw.
Gese zen wü en
den
zu o
de inie -
en
Bedenken
gegen
das
de zei ige
Haushal s ech
Rechnung
ge agen
wi d.
1. Haushal sausgleich
Die 1967
e lassenen
Gese ze
scha en
die Möglichkei ,
eine
konjunk u -
o ien ie e
Finanzpoli ik
zu
be eiben,
ja
sie
machen
eine
solche
Poli ik
zu
P lich .
Es
sei
zunächs
au
die
E gänzung
des
A .
109
GG
e wiesen.
Danach
haben
Bund
und
Lände
bei
ih e
Haushal swi scha
den
E -
o de nissen
des
gesam wi scha lichen
Gleichgewich s
Rechnung
zu
a-
gen.
Die
neue
Vo sch i
scha
e ne
die
Vo ausse zungen
da ü ,
daß
zu
Abweh
eine
Ge äh dung
des
gesam wi scha lichen
Gleichgewich s
eine
K edi kon ingen ie ung
ü
die
Gebie skö pe scha en
und
Zweck-
e bände
o genommen
bzw.
Bund
und
Lände
zu
Bildung
on
Kon-
junk u ausgleichs ücklagen
e p lich e
we den
können.
Un e
den
Vo -
sch i en
des
S abili ä sgese zes
seien
-
beispielha
-
die
olgenden
e -
wähn :
die
Ve p lich ung,
in
Zei en
eine
Übe s eige ung
de
gesam wi -
scha lichen
Nach age
Schulden
gegenübe
de
Bundesbank
zu
ilgen
ode
do
eine
Konjunk u ausgleichs ücklage
zu
un e hal en
( gl.
§§
5,
6,7,15)
bzw.
Um ang
und
A
de
o gesehenen
K edi au nahmen
zu
be-
g enzen
(§
20)
sowie
im
Falle
eine
"Abschwächung
de
allgemeinen
Wi scha s ä igkei "
-
Mi el
aus
de
Konjunk u ausgleichs ücklage
zu
e ausgaben
und
-
jeden alls
beim
Bund
-zusä zliche
K edi e
au -
zunehmen.
Diese
Hinweise
zeigen,
daß
de
ma e ielle
Haushal sausgleich
au gegeben
und
die
P lich ,
gegebenen alls
eine
Poli ik
des
de ici
spend-
ing
bzw.
de
Bildung
on
Übe schüssen
zu
be eiben,
gese zlich
e anke
wu de.
Wenn
hie
nu
einige
Vo sch i en
e wähn
we den,
die
sich
au
die
" inanziellen
T ansak ionen"
-
Ve schuldung
und
Rücklagen
-
be-
ziehen, so
deshalb,
weil
sich
in
diesen
De izi e
und
Übe schüsse
niede -
schlagen, sie also
als
Beweis
ü
den
Ve zich
au
einen
ausgeglichenen
Haushal
dienen
können.
Daß
-
ma e iell
gesehen
-
die
Vo sch i en
des
Gese zes,
die
eine
konjunk u ge ech e
Einnahme-
und
Ausgabepoli ik
o de n,
on
g öße e
Bedeu ung
sind,
e s eh
sich
on
selbs .
T o z
dieses
eindeu igen
Bekenn nisses
zu
eine
den
jeweiligen
E -
o de nissen
de
gesam wi scha lichen
En wicklung
adäqua en
Budge -
poli ik
is
in
den
Gese zen wü en
zu
Haushal s ech s e o m
hinsich -
lich
de
Vo sch i en
übe
den
Haushal sausgleich
nahezu
alles
beim
al en
geblieben.
De
A .
110
GG
en häl
nach
wie
o
die
Vo sch i ,
daß
30 Es handel sich im einzelnen um:
1.
den En wu eines Gese zes zu Ände-
ung des G undgese zes,
2.
den En wu eines Gese zes übe die G undsä ze
des Haushal s ech s des Bundes und de Lände (Haushal sg undsä zegese ze;
HG .G.) sowie
3.
den En wu eine Bundeshaushal so dnung (BHO); gl.
Bundes agsd ucksache
V/3040
.
21.
Juni
1968.
3*
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36
Wilhelmine D eißig
"de
Haushal
in
Einnahme
und
Ausgabe
auszugleichen
(is )".
Fe ne
wi d
an
dem
ühe en
Beg i
des
Fehlbe ags
es gehal en
( gl. § 18
Haushal sg undsä zegese z
[HG G] sowie §
25
Bundeshaushal s-
o dnung
[BHD]),
was
aus
de
un e ände
gebliebenen
Zwei eilung
de
K edi e mäch igungen
-
zu
Deckung
on
Ausgaben
eine sei s
und
zu
Ve s ä kung
de
Be iebsmi el
ande e sei s
-
he o geh
( gl.
§
14
HG G
sowie
§
15
BHD).
Dami
bleib
die
bishe ige
Ve wi ung
hinsich lich
des
Ausgleichs bzw.
des
Fehlbe ags
ode
Übe schusses
e -
hal en.
Zu
beg üßen
is
eilich,
daß
in
Zukun
in
eine
Anlage
zum
Haushal splan
eine
Finanzie ungsübe sich
au zus ellen
is ,
aus
de de
Finanzie ungssaldo
esul ie .
Diese
Saldo
"e gib
sich
aus
eine
Gegen-
übe s ellung
de
Einnahmen
mi
Ausnahme
de
Einnahmen
aus
K e-
di en,
de
En nahmen
aus
Rücklagen,
de
Einnahmen
aus
kassenmäßigen
Übe schüssen
sowie
de
Münzeinnahmen
eine sei s
und
de
Ausgaben
mi
Ausnahme
de
Tilgungsausgaben
sowie
de
Zu üh ungen
an
Rück-
lagen
ande e sei s;
als
Tilgungsausgabe
gil
auch
die
Deckung
eines
kassenmäßigen
Fehlbe ages"
( gl. §
12
HG G
sowie § 14 BHD).
Mi
die-
se
De ini ion
en sp ich
de
"Finanzie ungssaldo"
einem
De izi bzw.
Übe schuß
im
ma e iellen
Sinne,
ohne
daß
diese
Bezeichnungen
e -
wende
we den.
So
e wünsch
es
auch
is ,
daß
diese
In o ma ion
kün ig
zusammen
mi
dem
Haushal splan
zu
Ve ügung
s ehen
wi d,
so
is
ande e sei s
zu
be ü ch en,
daß
die
Beg i s e wi ung,
die
be ei s
hin-
sich lich
des
Ausgleichsgebo s
und
des
gleichwohl
möglichen
"Fehlbe-
ags"
bzw. "Übe schusses"
bes eh ,
noch
g öße
we den
wi d
31•
2. O den liche -auße o den liche Haushal
Die
bishe
gel ende
Zwei eilung
des
Haushal s
soll nach
den
Vo -
schlägen
de
Bundes egie ung
besei ig
we den.
Dies
wi d
u. a.
dami
beg ünde ,
daß
"eine
s a e
Bindung
de
Einnahmen
aus
K edi en
an
bes imm e
Ausgaben
nich
länge
in
Be ach
kommen
(kann)".
Diese
Beg ündung
is
nich s
hinzuzu ügen.
De
Ve zich
au
die
bishe ige
T ennung
in
einen
o den lichen
und
einen
auße o den lichen
Haushal
is
zu
beg üßen.
3.
De
"we bende
Zweck"
de K edi au nahme
De
"we bende
Zweck"
komm
in
de
o geschlagenen
Neu assung
des
A .
115
GG
nich
meh
o ,
was
angesich s
de
jah zehn elangen
E -
ah ungen
mi
de
Auslegung
dieses
Beg i es
auch
nich
ande s
zu
31 Vgl. in diesem Zusammenhang den in Fußno e
13
e wähn en Be ich . Die
om P äsiden en
de
USA
eingese z e Kommission kam zu de Fes s ellung,
daß die bis dahin e wende en un e schiedlichen Budge konzep ionen Ve wi -
ung ges i e hä en; sie emp ahl dahe die Ein üh ung eine einhei lichen
Konzep ion.
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P obleme des Haushal sausgleichs 37
e wa en
wa .
Das
heiß
eilich
nich ,
daß
die
neue
Fo mulie ung
be-
iedigen
könn e.
Danach
,,(dü en)
die
Einnahmen
aus
K edi en
in
de
Regel
die
Summe
de
im
Haushal splan
e anschlag en
Ausgaben
ü
In es i ionen
nich
übe sch ei en".
Eine
p ak isch
gleichlau ende
Be-
s immung
is
in
§ 18
BHO
o gesehen.
T o z
de
oben
zi ie en
ande s-
lau enden
Beg ündung
ü
die
Abscha ung
des
auße o den lichen
Haus-
hal s
soll
also
die
objek bezogene
Finanzie ung
e neu
im
Haushal s ech
e anke
we den.
In
de
Beg ündung
zu
de
Neu assung
des
A .
115
wi d
zwa
ausge üh ,
daß
die
Vo sch i
des
A .
109 Abs. 2 GG,
de -
zu olge
"bei
de
Haushal swi scha
den
E o de nissen
des
gesam -
wi scha lichen
Gleichgewich s
Rechnung
zu
agen
is ",
als
G undsa z
ü
die
gesam e
Haushal swi scha
und
somi
auch
ü
die
im
A .
115
GG
ge egel e
K edi au nahme
des
Bundes
gel en
solL
Es
ag
sich jedoch,
wa um
dem
bei
de
Neu assung
des
A .
115
nich
ausd ücklich
Rechnung
ge agen
wu de
und
wa um
man
die
objek bezogene
Fo mulie ung
als
den
"Regel all"
bezeichne
ha ,
was
wohl
doch
nu
dahingehend
aus-
geleg
we den
kann,
daß
ausnahmsweise
auch
die
gesam wi scha lichen
Ums ände
zu
be ücksich igen
sind.
In
de
Regel
-so
heiß
es
in
de
Beg ündung
zu
den
Gese zen wü en
-
kennzeichne
eine
gesam wi -
scha liche
No mallage;
bei
eine
Abschwächung
de
allgemeinen
Wi -
scha s
ä igkei
dü en
die
neu
au zunehmenden
K edi e
die
Summe
de
Ausgaben
ü
In es i ionen
du chaus
übe sch ei en.
Dami
e gib
sich
die
Schwie igkei
zu
de inie en,
was
als
"No mallage"
anzusehen
is .
Geh
man
da on
aus,
daß
hie un e
eine
Vollbeschä igungssi ua ion
ohne
(nennenswe e)
P eiss eige ungen
e s anden
we den
soll
(gemäß
den
bishe igen
E ah ungen
is
eine
solche
Si ua ion
alle dings
s e s
die
Ausnahme
und
nich
die
Regel
gewesen),
so
wä e
de
in
diese
Si ua ion
zulässige
Um ang
de
K edi inanzie ung
ungeheue
g oß.
Das
gäl e
selbs
dann,
wenn
un e
In es i ionsausgaben
nu
das
e s anden
wü de,
was
man
bishe
in
de
Finanzs a is ik
als
" e mögenswi ksame"
Aus-
gaben
bezeichne
ha ,
nämlich
die
Au wendungen
ü
Bau en,
Bescha -
ung
on
beweglichen
Ve mögensgegens änden,
E we b
on
G undbesi z
und
Be eiligungen
sowie
ü
die
Gewäh ung
on
Da lehen
und
Zu-
schüssen
zu
p i a en
In es i ions inanzie ung.
Angesich s
de
G ößen-
o dnungen,
die
diese
Au wendungen
im
E a
des
Bundes
einnehmen,
wä e,
wenn
on
de
E laubnis
des
A .
115
GG
bzw.
des
§ 18
BHO
in
Jah en
de
Vollbeschä igung
Geb auch
gemach
wü de,
mi
eine
so
um ang eichen
K edi inanzie ung
zu
echnen,
daß
in la o ische
Ten-
denzen
mi
Siche hei
e wa e
we den
müß en
32•
Es
sei
e wähn ,
daß
32
Im
HG G, das auch
ü
die
Lände
gel en soll
und
dessen Vo sch i en
on den einzelnen
Lände n
du ch spä e zu e lassende eigene Haushal so d-
nungen auszu üllen sein we den, is eine Bindung
de
K edi inanzie ung
an
die In es i ionsausgaben nich o gesehen; es heiß do jedoch (§
14
Abs. 3),
daß -
wenn
dies gese zlich bes imm
wi d
-im
Haushal splan die Ausgaben
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38 Wilhelmine D eißig
im
Rezessionsjah
1967,
in
dem
die
Ve schuldung
des
Bundes
aus
kon-
junk u poli ischen
G ünden
s ä ke
als
in
jedem
ühe en
Jah e
e -
höh
wu de,
de en
Zuwachs
mi
knapp
8 M d.
DM
hin e
dem
Be ag
de
In es i ionsau wendungen
zu ückgeblieben
is .
Es
komm
hinzu,
daß
die
In es i ionsausgaben
im
oben
bezeichne en
Sinne
nach
den
E klä-
ungen
de
Bundes egie ung
besonde s
s a k
e höh
we den
sollen.
Abe
dami
nich
genug:
Die De ini ion dessen,
was
als
"In es i ionsaus-
gabe"
des
S aa es
angesehen
we den
soll e,
is
bekann lich
sei
Jah en
im
Fluß.
Ohne
im
einzelnen
au
die
hie übe
im
Gang
be indliche
Dis-
kussion
einzugehen,
sei
es ges ell
daß
eine
deu liche
Tendenz
bes eh ,
diesen
Beg i
auszuwei en,
so z. B.
au
Au wendungen
ü
das
Ge-
sundhei swesen,
die
Ausbildung,
die
Wissenscha s ö de ung,
und
zwa
unabhängig
da on, ob es sich
um
lau ende
Ausgaben
ode
Kapi alaus-
gaben
(im
Sinne
on
" e mögenswi ksamen"
Ausgaben)
handel .
Es
is
dahe
möglich,
daß
de
Beg i
"Ausgaben
ü
In es i ionen"
ebenso
wei
ausgeleg
wi d
wie
de de
Ausgaben
ü
"we bende
Zwecke".
Abe
eine lei,
ob
die
K edi inanzie ung
au
die
In es i ionsausgaben
im
bis-
he igen
Sinne
beg enz
bleib
ode
ob sie
wei e
ausgedehn
wi d,
so
dü e
schon
heu e
es s ehen,
daß
die
o gesehene
Fo mulie ung
des
A .
115
GG
nich
geeigne
is ,
als
Rich linie
ü
eine
konjunk u o ien-
ie e
Finanzpoli ik
zu
dienen.
4.
De
SolIabschluß
Die
Möglichkei en
ü
eine
Übe agba kei
on
Ausgabenbewilligun-
gen
sind
im
Ve gleich
zum
de zei
gel enden
Rech
nich
nennenswe
e ände
wo den,
wie
ein
Ve gleich
on
§
30
RHO
mi
§
19
Abs. 1
BHO
zeig .
Fü
den
Bund
is
alle dings
eine
en scheidende
Neu egelung
o ge-
sehen
du ch
die
Ve p lich ung,
"zu
Deckung
de
übe agba en
Ausgaben
(Ausgabe es e)
in
allen
olgenden
Jah en
Mi el
zu
e anschlagen".
Da-
mi
wi d
ein
wesen liche
Sch i
in
Rich ung
au
ein
:Kassenbudge
ge an.
Die
Pläne
müssen
in
Zukun
ü
die
Deckung
alle
zu
e wa enden
Aus-
gaben
-
eine lei
ob
diese
aus
Neubewilligungen
ode
aus
Res en
esul ie-
en
-
Vo so ge
e en,
ein
Ta bes and,
de
in
de
Beg ündung
zu
den
Gese zen wü en
als
"Fälligkei sp inzip"
bezeichne
wi d.
Au g und
die-
se
Vo sch i
wi d
de
Plan
kün ig
Au schluß
übe
die
gesam en
zu
e wa enden
Ausgabe e p lich ungen
geben
und
den
"Scha enhaushal
de
Res e"
besei igen
33•
Konsequen
wä e,
daß
auch
die
Haushal s ech-
zu bezeichnen sind, die du ch "Einnahmen aus K edi en gedeck we den sol-
len".
Fü
den Bund is dies -wie ges'ag -im En wu de BHO be ei s ge-
schehen; es sp ich alles da ü , daß diese Regelung in den Haushal so dnungen
de meis en Lände wiede keh en wi d.
33
Im
En wu des HG G is die F age de Res edeckung nich ge egel , was
dami zusammenhäng , daß -wie aus de Beg ündung zu den Gese zen wü -
en zu en nehmen is -die Meh zahl
de
Lände an de al en Regelung
(d.
h.
dem Sollabschluß) es hal en will.
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P obleme des Haushal sausgleichs
39
nung
nu
die
e ek i
geleis e en
Ausgaben
um assen
soll e.
In
diese
Hinsich
abe
gib
de
Gese zen wu
zu
BHO
keine
kla e
An wo .
Nach
den
Vo sch i en
de
§§
38,
39
HG G
sowie 81,
82
BHO
is
neben
eine
Is echnung
auch
ein
Sollabschluß (d. h.
un e
Einbeziehung
de
Res e)
zu
e s ellen.
Da
de
Sollabschluß
jeden alls
beim
Bund
ohne
Bedeu ung
is , soll e
zumindes
in
de
BHO
die
Ve p lich ung
en allen,
ihn
neben
dem
Is abschluß
zu
e s ellen.
Zu
beg üßen
is
dagegen,
daß
die
-
als
Anlage
zum
Haushal splan
zu
e s ellende
-
Finanzie ungsübe sich
auch
nach
Ablau
des
Rechnungsjah es
ü
das
Is e gebnis
o geleg
we den
muß.
5.
Auslau pe iode
Das
P inzip
des
kassenmäßigen
Nachweises
wi d
ü
die
Rechnung
auch
noch
du ch
ande e
Vo sch i en
un e b ochen,
so
z.
B.
du ch
die
Übe agba kei
de
K edi e mäch igungen
( gl. §
18
Abs. 3 BHO)
und
die
Möglichkei ,
wäh end
de
"Auslau pe iode"
Buchungen
noch
zu
Las en
des
abgelau enen
Jah es
o nehmen
zu
können
( gl.
§§
72
und
76
BHO).
De
zule z
genann e
Pa ag aph
en häl
un e ände
die
Vo -
sch i ,
daß
de
Bundesminis e
de
Finanzen
den
Zei punk
ü
den
Abschluß
de
Büche
bes imm .
Im
In e esse
eine
konsequen en
An-
wendung
des
Kassenp inzips
wä e
es angezeig ,
den
Zei aum
bis
zum
Abschluß
de
Büche
im
Gese z
selbs
es zulegen
und
ihn
nich
länge
zu
bemessen,
als
dies
un e
ein
kassen echnischen
Gesich spunk en
e -
o de lich
is .
Abschließend
sei es ges ell ,
daß
mi
den
o ans ehenden
-
zum
Teil
seh
k i ischen
-
Beme kungen
zu
den
Gese zen wü en
kein
U eil
übe
den
gesam en
Komplex
de
geplan en
Haushal s ech s e o m
ge äll
we den
soll.
Die
Vo schläge
de
Bundes egie ung
sind
-
auch
abgesehen
on
einigen
be ei s
e wähn en
Punk en
wie
de
Abscha ung
des
auße -
o den lichen
Haushal s,
de
E a isie ung
nach
dem
Fälligkei sp inzip
-
in
iele
Hinsich
seh
posi i
zu
bewe en.
Dies
gil
namen lich
ü
die
Neu egelung
de
Bindungse mäch igungen
(in
Zukun :
Ve p lich ungs-
e mäch igungen),
die
in
Aussich
genommenen
Nu zen-Kos en-Analysen
sowie
die
Anlagen
zum
Haushal splan,
mi
denen
-
neben
de
schon
besp ochenen
Finanzie ungsübe sich
-
eine
mode ne
Haushal ssys e-
ma ik
e wi klich
we den
soll.
Abe
diese
zum
Teil
seh
o sch i lichen
Neu egelungen
soll en
nich
den
Blick
da ü
e dunkeln,
daß
die
Gese z-
en wü e
zu
Re o m
des
Haushal s ech s,
wie
oben
im
einzelnen
nach-
gewiesen
wu de,
noch
iele
Wünsche
o en
lassen.
In
de
F age
des
Aus-
gleichs
und
de
K edi inanzie ung
hal en
sie
an
Regelungen
es ,
die
schon
beim
E laß
de
RHO (Dezembe 1922)
dem
damaligen
S and
de
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46
F i z Neuma k
o , demzu olge das
Haushal s ech
des
Bundes
und
de
Lände
du ch
ein
Bundesgese z
zu
egeln
is , das
de
Zus immung
des
Bundes a s
be-
da . Zugleich
mach
die Kommission eine Reihe
on
Vo schlägen, die
andeu en,
wie
sie sich eine
Um-
und
Ausges al ung
dieses
kün igen
ein-
hei lichen
Haushal s ech s
denk .
U.
a.
we den
in
diesem
Zusammenhang
die unzweckmäßige "Res ewi scha "
und
die
Zwei eilung
des
Haushal s
in
einen
"o den lichen"
und
einen
"auße o den lichen"
Teil
k i isie .
Auch die
F age
de
Meh jah esbewilligungen
wi d
angeschni en.
De
wich igs e haushal s ech liche Vo schlag des Gu ach ens
bezieh
sich jedoch
au
die
Ein üh ung
meh jäh ige
Finanzpläne.
Rela i
ein-
gehend
wi d
da geleg , welche
Funk ionen
eine
mi el is ige
Finanz-
planung
hä e,
wie
diese zweckmäßig zu
ges al en
wä e
und
wie
bei
ih
ein
Zusammenwi ken
on
Bund
und
Lände n
gewäh leis e
we den
könn e
bzw. müß e. Nachd ücklich
wi d
be on ,
daß
de
Finanzplan
( ü
den
die
no wendigen
e assungs ech lichen
G undlagen
du ch
einen
neuen
Absa z 2 des
A ikels
109
GG
gescha en
we den
müß en)
eine
A
quan i izie en
Regie ungsp og amms
da s elle,
de
selbs e s änd-
lich
in
Bundes a
und
Bundes ag
eingehend
disku ie
und
k i isie ,
abe
on
diesen
G emien
nich
abgeände
we den
könn e.
Von nich
ge inge e
Bedeu ung
und
zugleich
O iginali ä
sind
die
Vo -
schläge des Gu ach ens, die eine sei s eine g öße e
Flexibili ä
de
Be-
s eue ung
bewi ken
und
ande e sei s
In e en ionen
in
die
K edi wi -
scha e möglichen sollen.
Was
den
e s en
Punk
be i ,
so
geh
die
Finanz e o m-Kommission
on
de
heu e
wohl
o he schenden
übe zeugung
aus,
daß
ein
hohe
G ad
an
au oma ische
("eingebau e ")
Flexibili ä
des
S eue sys ems
e wünsch
sei,
un e
Ums änden
jedoch
nich
aus eiche,
um
sei es
de-
la o ische, sei es in la o ische En wicklungs endenzen
de
Wi scha
hin eichend
schnell
und
wi ksam
bekämp en
zu können.
Da
nach
allen
E ah ungen
das
no male
Gese zgebungs e ah en
iel
zu
komplizie
und
langwie ig
is ,
um
eine
konjunk u ell
gebo ene
Va ia ion
de
ü
die
S eue las en
wesen lichen Vo sch i en schnell
zu
ealisie en,
wi d
im
In-
wie
im
Ausland
sei
länge em
die
F age
disku ie ,
ob
und
gg l.
in
welche
Fo m
man
de
Exeku i e
Vollmach en
in
diese Rich ung
übe agen
solle. Es
lieg
au
de
Hand,
daß
es sich
hie bei
um
ein
P o-
blem
on
g oße
poli ische
B isanz
handel .
Bishe
is
nu
in
England
du ch
den
sogenann en
" egula o "
de
Regie ung
die
E mäch igung
zu
disk e ionä en
Ände ungen
on
S eue n
du ch
die
jäh lichen
Finanz-
gese ze
e eil
wo den
-
hie
jedoch
besch änk
au
die
Ve b auchs-
bes eue ung.
Die
Finanz e o m-Kommission
ha
sich
aus
e schiedenen
G ünden
demgegenübe
da ü
ausgesp ochen, die
Bundes egie ung
zu
e mäch igen, du ch
Rech s e o dnung
Einkommen-
und
Kö pe scha -
s eue a i e
linea
um
5,
10 ode
15
%
je
nach
den
ak uellen
konjunk u -
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G undgedanken des Gu ach ens übe die Finanz e o m
47
poli ischen
E o de nissen
zu
senken
ode
zu
e höhen.
Daneben
wi d
die
Möglichkei
he o gehoben,
inne halb
bes imm e
Höchs sä ze s eue -
eie
In es i ions ücks ellungen
sowie
eine
du ch
Rech s e o dnung
zu
bewi kende
Va ia ion
on
Absch eibungen
zuzulassen. Die
Rech e i-
gung
de a
wei gehende
E mäch igungen
an
die
Regie ung
lieg
o en-
sich lich
da in,
daß
nu
au
diese
A
und
Weise
s abili ä spoli isch
gebo ene
Fiskalmaßnahmen
mi
de
e o de lichen
P omp hei
e g i -
en
we den
können.
Ganz
gene ell
spiel
ja
die Schnelligkei ,
mi
de
iskalpoli ische Beschlüsse
ge aß
we den
und
sich
gesam wi scha lich
auswi ken,
ü
ih e
E izienz
eine
en scheidende
Rolle.
Gegenwä ig
bes ehen
namen lich
bei
de
e anlag en
Einkommen-
und
de
Kö pe -
scha s eue
seh
e hebliche
" ime-Iags",
die
dazu
üh en
können
und
iel ach
ge üh
haben,
daß
on
diesen
Abgaben
p o-
und
nich
an i-
zyklische
E ek e
ausgehen.
In olgedessen
ha
die
Kommission
den
ja
auch
on
ande e
Sei e
wiede hol
gemach en
Vo schlag
au geg i en,
zu
dem
nich
ganz
zu e end
so
genann en
Sys em
de
Selbs e anla-
gung
on
Einkommen-
und
Kö pe scha s eue
übe zugehen,
e wa
in
de
A ,
wie
sie
in
den
USA
sei
langem
gehandhab
wi d.
Obwohl
es
selbs e s ändlich
is ,
daß
aus
s abili ä spoli ischen
Mo i en
o genommene
S eue e höhungen
nu
dann
das
du ch
sie
anges eb e
Ziel
zu
e eichen
e mögen,
wenn
die
au
sie
zu ückgehenden
Meh -
e äge
"s e ilisie "
we den,
weh en
sich
Pa lamen
und
Ö en lichkei
imme
noch
übe wiegend
gegen
solche
Ope a ionen.
In
de
Ta
haben
nich
nu
die
deu schen
E ah ungen
mi
dem
sogenann en
"Julius u m"
gezeig ,
wie
schwie ig es is ,
die
Legisla i e,
un e
Ums änden
abe
auch
die
Exeku i e
da on
zu ückzuhal en,
o mal
disponible
Fonds
nich
in
einem
konjunk u ell
unzweckmäßigen
Zei punk
zu
Meh ausgaben
zu
e wenden.
Die
Finanz e o m-Kommission
ha
diese
Ge ah en
nich
e kann
und
dahe
eine
Regelung
o geschlagen, die
ih es
E ach ens
die
Ge ah
on
Mißb äuchen
wei gehend
eduzie .
Danach
soll
die
Bundes egie ung
e mäch ig
we den,
zu
Siche ung
des
gesam wi -
scha lichen Gleichgewich s
wie
imme
e ziel e
Meh einnahmen
gegen-
übe
den
im
Haushal splan
insgesam
e anschlag en
ö en lichen
Ein-
nahmen
au
ein
Sonde kon o
des
Bundes
bei
de
Bundesbank
un e
dem
Ti el
"S abilisie ungs ese e"
einzuzahlen,
eine
Rese e,
die
nach
Ab-
lau
des
Haushal sjah es
in
die
Ve mögens echnung
des
Bundes
zu
übe üh en
und
dami
den
lau enden
haushal s ech lichen
Disposi ionen
zu
en ziehen
wä e.
Die
a ionale
Ve wendung
diese
Mi el
soll e
u.
a.
du ch
einsch änkende
gese zliche
Bes immungen
so
wei
wie
möglich
siche ges ell
we den.
Da
die
"S e ilisie ung"
on
Haushal smi eln
in
ih e
Wi kung
wei -
gehend
eine
Tilgung
on
S aa sschulden
gegenübe
de
No enbank
gleichkomm ,
ebenso
wie
umgekeh
die
Au lösung
de
be e enden
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48
F i z Neuma k
Fonds
olkswi scha lich
wie
eine zusä zliche K edi schöp ung
wi k ,
bes ehen
zwischen
den
soeben
e ö e en
Vo schlägen des
Gu ach ens
und
de
daneben
on
ih
be ü wo e en
Koo dina ion de
ö en lichen
K edi poli ik
o ensich lich enge Beziehungen.
Da
sich
in
de
jüngs en
Ve gangenhei
gezeig
ha ,
welch
ungüns ige
E ek e
on
eine
un-
gezügel en
und
unkoo dinie en
K edi nach age
de
ö en lichen
Hand
ausgehen
können,
häl
die
Finanz e o m-Kommission
eine gese zliche
Fes legung
gewisse Regeln
ü
die
Koo dina ion
de
K edi o de ungen
alle
poli ischen
Ebenen
ü
d ingend
e o de lich.
Aus
diesem
G unde
schläg sie o ,
mi els
eines
neuen
Absa zes 3 des
A ikels
109
GG
zu
bes immen,
daß
die
Bundes egie ung
mi
Zus immung
des
Bundes-
a es
bis
zu
Daue
eines
Jah es
du ch
Rech s e o dnung
Vo sch i en
übe
Maß
und
A
de
ö en lichen Ve schuldung zu
e lassen
be ech ig
is ,
so e n
das
zu
Abwendung
on
Ge ah en
ü
das
gesam wi scha -
liche Gleichgewich e o de lich e schein .
P ak isch
wü de
das
au
eine
E mäch igung
de
Exeku i e
zu
Kon ingen ie ung
de
gesam en
ö en -
lichen Ve schuldung
und
da übe
hinaus
zu
eine
zen alis ischen
Re-
gulie ung
de
Ve schuldungsbedingungen
üh en.
In
gewisse Weise
ih
Gegens ück soll nach
den
Vo s ellungen
de
Finanz e o m-Kommission
diese
Kon ingen ie ung
des ö en lichen
K edi s
du ch
eine
sogenann e
Pla ondie ung
de
p i a en
K edi nach age inden. Die Kommission
wa
sich
alle dings
da übe
im
kla en,
daß
eine
de a ige
Limi ie ung
des
p i a en
K edi s
eine so einschneidende (wenn auch besonde s
wi k-
same)
Maßnahme
da s ell ,
daß
ih e
Anwendung
au
Ausnahmelagen
besch änk
bleiben
soll e,
in
denen
die
Wäh ungss abili ä
ak uell
schwe
bed oh
is
und
diese
Bed ohung
nich
du ch
ande e
Maßnahmen
genügend
schnell
abgeweh
we den
kann.
Ich
beende
diesen
ku zen
Übe blick
übe
die wich igs en Vo schläge,
die die Kommission
ü
die
Finanz e o m
in
ih em
Gu ach en
gemach
ha ,
mi
einigen
allgemeinen
Beme kungen.
Die Kommission
ha
nich nach "chemisch
einen"
Lösungen
gesuch ,
weil
ih e
Mi gliede
de
Übe zeugung
wa en,
sie
müß en,
um
Vo -
schläge
mi
eine
ela i
hohen
Aussich
au
Realisie ung
zu
machen,
die
e kennba en
poli ischen
K ä e
und
Tendenzen
mi
in
Rechnung
s ellen.
Sie
ha
sich
abe
au
de
ande en
Sei e
nich
be ei
ge unden,
" aule
Komp omisse" anzubie en.
Im
üb igen
ha
sie sich
bemüh ,
ein
in
sich konsis en es
Sys em
on
Re o m o schlägen
auszua bei en,
aus
dem
man
also nich nach Belieben diesen
ode
jenen
Teil
he ausnehmen
kann,
um
die
ande en
Teile beisei e zu legen.
Wenn
die
Haup o schläge
de
Kommission
Gese zesk a
e langen
wü den,
so
hä e
das zwei el-
los e schiedene
Ve ände ungen
de
poli ischen Mach e häl nisse
zu
Folge. So
wü de
die Posi ion des
Bundes
gegenübe
den
Lände n
und
die
de
Exeku i e
gegenübe
de
Legisla i e
in
manche lei
Hinsich
ges ä k
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G undgedanken des Gu ach ens übe die Finanz e o m
49
we den;
abe
auch
die
inanzielle
Lage
de
Gemeinden
wü de
sich
bei
Be olgung
de
Emp ehlungen
des
Gu ach ens
e besse n,
wo ü
p imä
gesam wi scha liche
Momen e
sp echen
wü den.
Daß
ein
so ielschich iges
und
einschneidendes
We k
wie
eine
um-
assende
Finanz e o m
nich
au
einen
Schlag
zu
e wi klichen
is ,
da übe
wa en
sich
die
Mi gliede
de
Finanz e o m-Kommission
einig.
Sie
haben
dahe
du ch
Au s ellung
eines
Zei plans
anzudeu en
e such ,
inne halb
welche
F is
ih es
E ach ens
die
Re o m
bei
gu em
Willen
alle
Be eilig en
du chzu üh en
wä e.
Am
Ende
ih es
Be ich s
inden sich
die
olgenden
Sä ze,
mi
denen
auch ich diese
meine
Skizze beschließen
möch e:
"Die
Finanz e o m
is
eine
gemeinsame
Au gabe,
bei
de en
Lösung
Bund,
Lände
und
Gemeinden
eng
zusammenwi ken
müssen. Die
Vo -
schläge
de
Kommission
dü en
dahe
on
den
Be eilig en
nich
nu
un e
dem
engen
Gesich swinkel
ih e
eigenen
ku z is igen
Vo eile
ode
egionale
Sonde in e essen
be ach e
we den.
Sons
is
die
Re-
o m
zum
Schei e n
e u eil ."
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S a is ische
Un e suchungen
zu
GelIleinde inanz e o m
(" T oege -Gu ach en")
Von
F ied ich
Menge
(Wiesbaden)
In
de
o jäh igen
A bei s agung
des Ausschusses
ü
Finanzwissen-
scha
in
Mainz
wa
eine
Diskussion
zum
"Gu ach en
übe
die
Finanz-
e o m
in
de
Bundes epublik
Deu schland" (T oege -Gu ach en)
e ein-
ba
wo den.
Im
Zusammenhang
dami
soll e
ein
Be ich
übe
die
Aus-
wi kungen
de
Vo schläge des
Gu ach ens
au
die
kommunalen
Finanzen
gegeben
we den.
De
Be ich soll e
au
den
E gebnissen
eine
s a is i-
schen
Un e suchung
basie en, die
on
den
Innenminis e n
de
Bundes-
lände
beabsich ig
wa ,
be o
eine
endgül ige
S ellungnahme
de
Län-
de
zu
de
on
de
T oege -Kommission o geschlagenen
Neuo dnung
des
kommunalen
Finanzsys ems
abgegeben
wü de.
Die
on
de
A bei s-
gemeinscha
de
Innenminis e ien
in
Ve bindung
mi
dem
S a is ischen
Bundesam
eingelei e en
Vo be ei ungen
lös en
inne halb
de
Lände
schwe wiegende Meinungs e schiedenhei en
übe
die
No wendigkei
eine
de aillie en
Un e suchung
zu
den
au gewo enen
F agen
aus.
Hinzu
kam,
daß
auch das
Bundesminis e ium
de
Finanzen
Bedenken
gegen
die
beabsich ig en s a is ischen
E mi lungen
ha e.
En gegen
den
u sp ünglichen
E wa ungen
liegen
dahe
bis
zu
je zigen
Tagung
im
Mai 1967 noch
keine
Zahlen
o .
De
Be ich
muß
sich
somi
au
eine
ku ze
Da s ellung
des s a is ischen
P og amms
bzw.
de
Be echnungs-
me hoden
ü
die
Analyse
de
Kommunal inanzen
bei
Realisie ung
de
Vo schläge des
T oege -Gu ach ens
besch änken.
Folgende
Be echnungen
sind
ü
alle d.
24
400
Gemeinden
des
Bun-
desgebie es o gesehen:
1.
Gewe bee ag
und
Gewe bekapi al
Aus
den
Un e lagen
zu
Gewe bes eue e anlagung
1965
müssen
die einhei lichen
Meßbe äge
ü
Gewe bee ag
und
Gewe bekapi al
au ge eil
we den.
Die
e o de lichen
Angaben
haben
die
einzelnen
Gemeinden
an
Hand
de
ihnen
on
den
Finanzäm e n
zuges ell en
Du ch-
sch i en
de
Meßbescheide bzw.
Ze legungsmi eilungen
zusammenzu-
s ellen.
Sowei
in
einzelnen
Lände n
bzw. einzelnen
Finanzäm e n
die
Gewe bes eue e anlagung
maschinell
du chge üh
wi d,
können
die
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S a is ische Un e suchungen zu Gemeinde inanz e o m
51
Angaben
unmi elba
on
den
Rechenzen en
de
Finanzäm e
gelie e
we den.
Eine
besonde e
Rech sg undlage
is
ü
diese
E mi lungen
nich
e o de lich.
Aus
den
gewonnenen
Da en
sind
ü
jede
Gemeinde
zu
be echnen
a)
de
Einnahmeaus all
du ch
Weg all
de
Gewe bee ags eue
b)
de
Einnahmezuwachs
du ch
E höhung
de
Gewe bekapi als eue .
Einen
kleinen
Anhal
übe
den
Um ang
de
zu
e ledigenden
A bei en
gib
die
le z e
Gewe bes eue s a is ik
aus
dem
Jah e
1958;
damals
wu -
den
1,5
Mill. S eue p lich ige
e aß ,
da un e
1 Mill. S eue p lich ige
mi
Gewe bekapi aL
2.
Lohnsummens eue
Bishe
e heben
nu
d. 1 300
Gemeinden
Lohnsummens eue .
In
übe
23000
Gemeinden
is
dahe
du ch
Be agung
de
Be iebe
bzw.
Be-
iebss ä en
die
Lohnsumme
es zus ellen.
Fü
diese
besonde e
E he-
bung
is
eine
"Rech s e o dnung
übe
eine
S a is ik
de
Lohnsummen
1965"
in
Vo be ei ung.
Meinungs e schiedenhei en
haben
sich e geben,
ob säm liche
Be iebe
e aß
we den
sollen
ode
ob
au
eine
E assung
un e halb
eine
bes imm en
Lohnsummeng enze
e zich e
we den
kann.
Aus
den
insgesam
es ges ell en
Lohnsummen
is
bei
Zug undelegung
eines einhei lichen
Meßbe ages
on
2
P omille
das
o aussich liche
Lohnsummens eue au kommen
zu e echnen.
3.
Gewe bes eue einnahmen
insgesam
Aus
den
Be echnungen
zu
1.
und
2.
is
die
"Gewe bes eue au b in-
gungsk a "
nach
de
Re o m
es zus ellen
und
du ch
Gegenübe s ellung
mi
den
en sp echenden
Da en
nach
dem
je z
gel enden
S eue sys em
de
Gewe bes eue ausJ;all
im
einzelnen zu be echnen.
4.
Gemeindeeinkommens eue
Im
Zusammenhang
mi
de
u nusmäßigen
Lohn-
und
Einkommen-
s eue s a is ik
1965
we den
Da en
zu
Be echnung
des gemeindeweisen
Au kommens
eine
Gemeindeeinkommens eue
e mi el .
In
de
Lohns eue s a is ik, die
wegen
de
g oßen
Zahl
de
E hebungs-
un e lagen
(1965: d.
22
Mill.
Lohns eue ka en)
nach
einem
zweiphasi-
gen, geschich e en
S ichp oben e ah en
du chge üh
wi d,
e geben
sich
dabei
um ang eiche
So ie a bei en
ü
die Nich s ichp oben älle,
da
eine Hoch echnung
de
maschinell
au zube ei enden
S ichp oben-
4*
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52
F ied ich Menge
älle
au
Gemeindee gebnisse nich möglich is . Die zusä zlichen
So ie -
a bei en
um assen
insbesonde e
eine
Gemeindeso ie ung
sowie
bei
Be-
legen
aus
de
e s en
Phase
de
S ichp oben, die
nu
eine
g obe
B u o-
lohnschich ung o sieh , eine
wei e e
So ie ung
nach
B u olohn
und
S eue klassen.
In
de
Einkommens eue s a is ik (e wa
3,3
Mil!. Fälle)
üh
die
E -
mi lung
de
Gemeindeeinkommens eue
lediglich
zu
einem
zusä zlichen
A bei sgang
im
Rahmen
de
maschinellen
Au be ei ung
de
S a is ik.
Hie
is
auch
eine
maschinelle
Be einigung
de
Lohns eue
de
e an-
lag en
Lohns eue p lich igen o gesehen,
um
Doppelzählungen
bei
de
Zusammen assung
de
Lohn-
und
Einkommens eue s a is iken
zu
e -
meiden.
Gewisse me hodische
Ungenauigkei en
bei
de
gemeindeweisen
E -
mi lung
de
P opo ional-/P og essionszone
müssen
in
Kau
genommen
we den,
da
eine
G uppie ung
nach
dem
zu
e s eue nden
Einkommens-
be ag
nich
o genommen
we den
kann.
Die
G enze
kann
wegen
de
a bei smäßigen
Belas ung
nu
in
Anlehnung
an
Gliede ungen
de
S a-
is ik
es geleg
we den,
und
zwa
ü
die Lohns eue p lich igen
de
S eue klassen
I, II, IV
und
V
bei
einem
B u olohn
on
12000 DM
und
bei
Lohns eue p lich igen
de
S eue klasse
III: 25000 DM;
ü
die
Ein-
kommens eue p lich igen
is
die
G enze
je
nach
G und-
ode
Spli ing-
abelle
bei
einem
en sp echenden
Gesam be ag
de
Einkün e
es zu-
legen.
Schwie ige me hodische
P obleme
wi
auch die
F age
au ,
inwiewei
ü
jeden
einzelnen
Lohns eue all
die
im
Lohns eue jah esausgleich
e s a e en
Be äge
exak
e aß
we den
können. Einzelne
Lände
neh-
men
diesen
Lohns eue jah esausgleich
maschinell o , d. h.
nu
in
einem
Teil
de
ü
die
Lohns eue s a is ik
1965
zu
Ve ügung
s ehenden
Lohn-
s eue ka en
sind
auch
die
im
Jah esausgleich
e s a e en
Be äge
ein-
ge agen.
Welchen
Um ang
de
Lohns eue ausgleich
e eich
ha ,
zeig e
schon die
S a is ik
1961:
7,9
Mil!.
Einzelan äge
ha en
die
Finanzäm e
zu
bea bei en,
das
sind
57
O o
alle
Lohns eue älle
übe haup !
5.
Die E gebnisse
de
Einzelbe echnungen
sind
on
den
S a is ischen
Lan-
desäm e n
in
Einzel abellen zusammenzu assen,
aus
denen
ü
jede
Gemeinde
die
Meh -
ode
Minde einnahmen
au
G und
de
Vo schläge
des Gu ach ens
ü
die
Finanz e o m
abgelesen
we den
können.
Au
G und
de
sich
e gebenden
Ve schiebungen
muß
dann
wei e
be-
echne
we den,
wie
hoch
de
Sockel
de
allgemeinen
Finanzzuweisungen
de
Lände
an
die
Gemeinden
bleiben
muß,
um
auch
den
Gemeinden, die
mi
ih en
S eue einnahmen
absinken,
eine
Mindes auss a ung
ih e
lau enden
Haushal sdeckungsmi el
zu
ga an ie en.
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S a is ische Un e suchungen zu Gemeinde inanz e o m 53
Nach ag:
Die
o s ehenden
Aus üh ungen
geben
den
S and
on
übe legungen
An ang
Mai
1967
wiede .
Damals
wa
noch
nich
zu
übe sehen,
ob
alle
Bundeslände
die
o gesehenen
Be echnungen
du ch üh en
wü den.
Ins-
besonde e
ha en
die
Lände
Hessen
und
Baye n
eine
Be eiligung
zu-
nächs
abgelehn ,
in
Baden-Wü embe g
soll e
sich
die
Be echnung
au
sechs
ausgewähl e
K eise
besch änken.
Au
Vo schlag
des
Bundesminis e iums
de
Finanzen
wu den
im
Fe-
b ua
1968
die
eingelei e en
Be echnungen
in
de
oben
geschilde en,
on
de
A bei sgemeinscha
de
Innenminis e ien
beabsich ig en
Fo m
o -
läu ig
zu ückges ell
und
da ü
s a is ische
Fes s ellungen
zu
Beu ei-
lung
des
"Gemeinde inanz e o mp og amms
de
Bundes egie ung"
(S and
31.
Janua
1968)
in
Gang
gese z .
En scheidende
Gesich spunk
dieses
neuen
Konzep s
in
Abweichung
on
dem
T oege -Gu ach en
wa
die
Be echnung
eine
"Gewe bes eue umlage"
in
Höhe
on
120 bzw.
90
. H.
de
G undbe äge
en sp echend
eine
Gewe bes eue senkung
um
40 bzw. 30 . H.
Ein
Ausgleich
is
ü
die
Gemeinden
o gesehen
du ch
Be eiligung
am
p opo ionalen
Sockel
de
Einkommens eue .
Die
s a is ischen
Un e suchungen
übe
die
Auswi kungen
eine
Ge-
meinde inanz e o m,
die
au
diesem
neuen
Konzep
(Re e en enen wu
eines
Gemeinde inanz e o mgese zes
om
26.
Juli
1968)
be uh ,
sind
in-
zwischen
abgeschlossen
und
in
eine
bishe
nich
e ö en lich en
Da -
s ellung
des
S a is ischen
Bundesam es
om
21.
Ok obe
1968 (II B -
20/0 -
25)
zusamenge aß .
Die
nich
ex lich
kommen ie e
Ausa bei-
ung
ü
das
Bundesgebie
ohne
Saa land
um aß
8
Tabellen:
übe sich A: S eue au kommen de Gemeinden o de Gemeinde inanz-
e o m
übe sich
BI:
S eue au kommen de Gemeinden nach Du ch üh ung de Ge-
meinde inanz e o m bei eine Gewe bes eue umlage on
120
.
H.
de G undbe äge
de
Gewe bes eue nach
E ag
und
Kapi al
übe sich B
2:
S eue au kommen de Gemeinden nach Du ch üh ung de Ge-
meinde inanz e o m bei eine Gewe bes eue umlage on
90
.
H.
de G undbe äge
de
Gewe bes eue nach
E ag
und
Kapi al
übe sich
CI:
Auswi kungen de Gemeinde inanz e o m nach dem Gewe be-
s eue -Is au kommen
je
Einwohne bei eine Gewe bes eue -
umlage on
120
.
H.
de G undbe äge
de
Gewe bes eue
nach
E ag
und Kapi al
übe sich C
2:
Auswi kungen de Gemeinde inanz e o m nach dem Gewe be-
s eue -Is au kommen je Einwohne bei eine Gewe bes eue -
umlage on
90
.
H.
de G undbe äge de Gewe bes eue nach
E ag
und
Kapi al
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54
F ied ich
Menge
übe sich
D 1:
Auswi kungen
de
Gemeinde inanz e o m
au
die
Gemeinden
mi
50000
und
meh
Einwohne n
bei
eine
Gewe bes eue um-
lage
on
120
. H.
de
G undbe äge
de
Gewe bes eue
nach
E ag
und
Kapi al
übe sich D2:
Auswi kungen
de
Gemeinde inanz e o m
au
die
Gemeinden
mi
50
000
und
meh
Einwohne n
bei
eine
Gewe bes eue um-
lage
on
90
. H.
de
G undbe äge
de
Gewe bes eue
nach
E ag
und
Kapi al
übe sich
E:
Gegenübe s ellung
de
Auswi kungen
de
Gemeinde inanz-
e o m
bei
eine
Gewe bes eue umlage
on
120
und
90
. H.
de
G undbe äge
de
Gewe bes eue
nach
E ag
und
Kapi al.
De
s a is ische
Be ich
en häl
olgende me hodische
Anme kungen
zu
Be-
echnung
de
einzelnen
Da en
und
zum
Au bau
und
Inhal
de
o genann en
Tabellen:
1.
Als
Gemeindes eue au kommen
is
zug undegeleg
:
a)
o
de
Re o m:
Das
Reals eue au kommen
einschl.
Saldo
des
Ge-
we bes eue ausgleichs
und
de
G unds eue be eili-
gungsbe äge.
Das
Au kommen
aus
den
sons igen
Ge-
meindes eue n
is
nich
be ücksich ig ,
da
es
ü
die
Beu eilung
de
Re o m o schläge
une heblich
is .
b)
nach
de
Re o m:
Das
S eue au kommen
wie
zu
1 a), zuzüglich
des
Ge-
meindean eils
an
de
Einkommens eue
(Anm.
2),
ab-
züglich
des
Saldos
des
Gewe bes eue ausgleichs
und
de
Gewe bes eue umlage
(Anm.
3).
2.
De
Gemeindean eil
an
de
Einkommens eue
en sp ich
einem
P ozen -
sa z
am
p opo ionalen
Sockel
de
Einkommens eue ,
de
den
Gemeinden
nach
dem
Wohnsi z
de
S eue p lich igen
zugeo dne
wi d.
De
Sa z
is
mi
27
bzw.
20
. H. so bemessen,
daß
sich
ü
das
Bundesgebie
im
ganzen
ein
Gemeindean eil
an
de
Einkommens eue
e echne ,
de
den
Gesam be ag
de
Gewe bes eue umlage
(Anm.
3)
-
un e
Be ücksich igung
nich
e -
meidba e
Rundungsdi e enzen
-ausgleich .
3.
De
Gesam be ag
de
Gewe bes eue umlage
beläu
sich
au
40
. H.
(Al e na i o schlag:
30
. H.)
des
Gewe bes eue -Is au kommens
einschl.
Lohnsummens eue ,
das
1965
im
Bundesgebie
10,3
M d. DM
be ug.
Die
Umlage
de
einzelnen
Gemeinden
wi d
au
de
Basis
de
sogenann en
G undbe äge
de
Gewe bes eue
nach
E ag
und
Kapi al
(Is au kommen:
Hebesa z
X
100)
in
Höhe
on
insgesam
3,4
M d.
DM
be echne .
De
Um-
lagesa z
be äg
120
. H.
(Al e na i o schlag:
90
. H.)
de
G undbe äge;
ü
das
Bundesgebie
e gib
sich
dami
eine
Gesam umlage
in
Höhe
on
4,1
bzw.
3,1
M d. DM.
4.
Fü
die
Au
eilung
de
Gemeinden
in
die
d ei
G uppen
nach
de
Höhe
de
Gewe bes eue einnahmen
wu de
on
dem
Is au kommen
de
Gewe be-
s eue
einschl.
Lohnsummens eue
ausgegangen.
Dabei
wu den
die
G up-
pen
wie
olg
abgeg enz :
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S a is ische
Un e suchungen
zu
Gemeinde inanz e o m 55
Gemeinde-
g ößenklasse
(Gemeinden
mi
...
bis
un e
...
Ein-
wohne n)
un e
1000
1000-
3000
3000-
5000
5000 -10000
10000 -20000
20
000
-
50
000
50
000
-
100
000
100000 -
200
000
200
000
und
meh
Gewe be-
s eue s a ke
Gemeinden
47
und
meh
96
und
meh
146
und
meh
179
und
meh
213
und
meh
258
und
meh
299
und
meh
285
und
meh
310
und
meh
Gemeinden
mi
du chschni lichen
Gewe bes eue -
Gewe bes eue -
schwache
einnahmen
Gemeinden
-DM
je
Einwohne
-
32
bis
un e
47
un e
32
64
bis
un e
96
un e
64
98 bis
un e
146
un e
98
119
bis
un e
179
un e
119
142
bis
un e
213
un e
142
172
bis
un e
258
un e
172
199
bis
un e
299
un e
199
190
bis
un e
285
un e
190
207
bis
un e
310
un e
207
5.
Die
Gemeinden
sind
nach
de
Höhe des
S eue au kommens
in
DM
je
Ein-
wohne
o
de
Re o m
( gl. Anm. 1a) geo dne .
6.
Die
Meh einnahmen
aus
eine
Ve s ä kung
de
Gemeinde inanzmasse lie-
ßen
den
Gemeinden
im
Wege
eine
E höhung
des Gemeindean eils
an
de
Einkommens eue
( gl. Anm.
2)
zu; 1 M d. DM
en sp ich
eine
He au -
se zung
des
An eils
am
P opo ionalsockel
um
7 . H.
au
34
bzw.
27
. H.
Einige
Lände
haben
ih e
E gebnisse
noch
um
eine
di e enzie e e
Gemeindeg ößenklassengliede ung
e wei e
und
in
einem
Sonde p o-
g amm
Be echnungen
un e
de
Annahme
eine
Be eiligung
de
Gemein-
den
auch
an
de
P og essionszone
de
Einkommens eue
du chge üh .
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62
He be Fische -Menshausen
nisse"20,
de
den
aus
lau enden
Einnahmen
nich
gedeck en
Finanzie-
ungsbeda
und
die
geplan e
Deckung dieses
Fehlbeda s,
in
de
Regel
also
die
Höhe
des
sich
aus
de
Planung
e gebenden
Anleihebeda s
(im
Falle
eines
Übe schusses
die
zu
Schulden ilgung,
Rücklagenbildung
usw.
e ügba en
Mi el)
den
poli ischen
En scheidungs äge n
und
de
Ö en lichkei
sich ba
mach . Dies
gil
auch
ü
die
Finanzplanung.
4.
De
Haushal splan
und
de
Finanzplan
können
ih e
poli ische
und
s aa swi scha liche
Funk ion
nu
dann
e üllen,
wenn
sie
übe
die
de
Planung
zug undeliegenden
Annahmen
und
P ojek ionen,
die
poli ischen
P og amme,
die
dami
e bundenen
Kos en
und
die
beabsich ig e
Finan-
zie ung,
gegebenen alls
übe
Al e na i o schläge
und
de en
Konse-
quenzen
einen
e schöp enden
und
übe sich lichen Au schluß
e mi eln.
Dahe
müssen
die
o malen
O dnungsg undsä ze,
de en
Be olgung
einen
möglichs
hohen
In o ma ionswe
de
Haushal splanung
gewäh leis en
soll,
p inzipiell
auch
ü
die
Finanzplanung
gel en.
5.
De
on
de
Regie ung
beschlossene
Finanzplan
bilde
die
Rich -
schnu
und
den
länge is igen
O ien ie ungs ahmen
ü
ih e
ak uelle
Haushal spoli ik;
e
e lau ba
die
Maßnahmen,
die
die
Regie ung
zu
Ve wi klichung
ih e
Ziele
ü
no wendig
e ach e ,
en wede
selbs
du ch üh en
ode
dem
Pa lamen
o schlagen
will.
Da
die
Konsequenzen
aus
de
Meh jah esplanung
bei
de
Ges al ung
de
Jah eshaushal spläne
gezogen,
hie
also
die
lang is igen
P og amme
konk e isie
we den,
is
e ah ensmäßig
siche zus ellen,
daß
die
jäh liche
Haushal splanung
un e
Ve we ung
de
du ch
die
Finanzplanung
gewonnenen
E kenn -
nisse
in
den
um assenden
Gesam ahmen
eine
länge is igen
Haus-
hal spoli ik
eingeo dne
wi d.
Da aus
olg
de
unmi elba e
ope a io-
nelle
Zusammenhang
zwischen
Finanzplanung
und
Haushal splanung
2oa
.
IV.
Aus
diesen
Be ach ungen
lassen
sich
ü
eine
Eingliede ung
des
Ins i u s
de
Finanzplanung
in
das
Sys em
des
Haushal s ech s
einige
E kenn nisse
ablei en,
die
im
olgenden
skizzie
we den.
Benö ig
20
P.
Sen ,
a.a.O.,
S.
19.
20a
Au de ande en Sei e bes eh ein unmi elba e Zusammenhang zwi-
schen mi el is ige
und
lang is ige Planung. E s de O ien ie ungs ahmen
eines lang is igen Regie ungskonzep s e möglich eine a ionale Finanzpla-
nung au mi le e Sich . Ohnehin müssen in wich igen Au gabenbe eichen
(z.
B.
Ve eidigung, Bildungswesen, soziale Siche hei , Ve keh usw.) die Ziel o s el-
lungen de Regie ung übe die mi el is ige Planungspe iode hinaus eichen.
Lang is ige s a egische Planung, mi el is ige ope a i e Planung und
adi-
ionelle Jah eshaushal splanung g ei en somi als Elemen e eines hie a chi-
schen Sys ems ineinande ; die enge en Planungsho izon e we den aus den
wei e en Ho izon k eisen abgelei e .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
Mi el is ige Finanzplanung
und
Haushal s ech
63
we den,
abgesehen
on
Vo sch i en
übe
das
Ins i u
als
solches
und
on
ma e iellen
Ve hal ensno men,
in
e s e
Linie
Ve ah ens egeln.
Die
olgenden
Hinweise
besch änken
sich
au
das
Haushal s ech
des
Bundes,
gel en
abe
-
en sp echend
abgewandel
-
im
wesen lichen
auch
ü
die
Finanzplanung
de
üb igen
Gebie skö pe scha en.
Dabei
wi d
un e s ell ,
daß
die
Gese zgebungskompe enz
des
Bundes
sich
auch
au
das
Haushal s ech
de
Lände
und
Gemeinden
e s eck ,
sowei
die
Funk ions ähigkei
des
Ins i u s
de
Finanzplanung
einhei liches
Rech
o ausse z
21
•
1.
G undsa z o sch i
übe
die
Finanzplanung
§ 9
des
S abili ä sgese zes
e p lich e
die
Bundes egie ung,
als
Rich -
schnu
und
O ien ie ung ahmen
ü
ih e
Haushal s üh ung
einen
mi el-
is igen
Finanzplan
au zus ellen
22
und
dem
Pa lamen
o zulegen;
de
Finanzplan
is
je
nach
Beda ,
mindes ens
alljäh lich
de
En wicklung
anzupassen
und
o zusch eiben.
2.
Ma e ielle
G undsä ze
de
Haushal s üh ung
Das
Haushal s ech
en häl
im
wesen lichen
Ve ah ens egeln,
de en
Beach ung
eine
geo dne e
Haushal s üh ung
und
eine
wi ksame
Haus-
hal skon olle
e leich e n
soll,
und
nu
e einzel
ma e ielle
No men,
die die
Quali ä
de
Haushal s üh ung
selbs
zum
Gegens and
haben.
Solche
Ve hal ens egeln
sind
das
Gebo
de
Spa samkei
und
Wi scha -
lichkei
(§
26
Abs. 1 RHO),
die
Vo sch i ,
den
Einsa z
de
ö en lichen
Mi el
au
die
Be ugnisse,
Au gaben
und
Ve p lich ungen
des
Gemein-
wesens
zu
besch änken
(§
17 RHO)
sowie
neue dings
das
Ve assungs-
gebo ,
die
Haushal s üh ung
an
"den
E o de nissen
des
gesam wi -
scha lichen
Gleichgewich s"
zu
o ien ie en
(A . 109 Abs. 2 GG),
au hen-
21
Die Haushal s e o m-Vo lage
de
Bundes egie ung
e s eb
mi
de
E -
gänzung des A .
109
Abs. 3 GG eine E wei e ung
de
Gese zgebungszus ändig-
kei des Bundes
au
G undsä ze des Lände haushal s ech s (BT-D ucksache
V/3040
Tz.
100,
101).
Da übe
hinaus soll e
de
Bund die Be ugnis e hal en,
ü
die Haushal swi scha
de
Gemeinden (Gemeinde e bände) Rahmen o -
sch i en zu e lassen (A .
75
GG). Die Ve einhei lichung des Haushal s ech s
is insbesonde e e wünsch als wich ige Vo bedingung, daß die ö en lichen
Gebie skö pe scha en dem Ve assungsgebo en sp echen können, bei
ih e
Haushal swi scha den E o de nissen des gesam wi scha lichen Gleichge-
wich s Rechnung zu
agen
(A .
109
Abs. 2 GG).
22
Nach § 9 Abs. 1 Sa z 2 des S abili ä sgese zes sind im Finanzplan "Um-
ang
und
Zusammense zung
de
o aussich lichen Ausgaben
und
die Deckungs-
möglichkei en
in
ih en
Wechselbeziehungen zu
de
mu maßlichen En wick-
lung des gesam wi scha lichen Leis ungs e mögens da zus ellen, gegebenen-
alls du ch Al e na i echnungen". Diese Fo mulie ung e weck den Eind uck,
die mi el is ige Haushal spoli ik e schöp e sich in
de
Anpassung
an
die ge-
sam wi scha lichen Gegebenhei en; die p og amma ische
Funk ion
des
Fi-
nanzplans komm nich zum Ausd uck.
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64
He be Fische -Menshausen
isch
kommen ie
du ch
die
Gese zes o sch i ,
die
haushal spoli ischen
Maßnahmen
so
zu
e en,
"daß
sie
im
Rahmen
de
ma k wi scha lichen
O dnung
gleichzei ig
zu
S abili ä
des
P eisni eaus,
zu
einem
hohen
Beschä igungss and
und
außenwi scha lichem
Gleichgewich
bei
s e-
igem
und
angemessenem
Wi scha swachs um
bei agen"
(§
1
Sa z
2
des
S abili ä sgese zes)23.
Als
Lei sä ze
eine
a ionalen
Poli ik
bes im-
men
diese
allgemeinen
s aa swi scha lichen
Pos ula e
auch
den
sach-
lichen
Gehal
de
im
Rahmen
de
Finanzplanung
zu
e enden
En schei-
dungen.
En sp echendes
gil
ü
die
e a ech lichen
Vo sch i en,
mi
denen
anges eb
wi d,
eine
höhe e
Ra ionali ä
des
haushal spoli ischen
En scheidungsp ozesses
zu
e eichen.
Dazu
gehö en
insbesonde e
O ga-
nisa ions-
und
Ve ah ens egeln
übe
die
E a bei ung
und
Anwendung
ope a ionale
Wi scha lichkei sk i e ien
zu
Auswahl
al e na i e
P o-
jek e,
wie
sie
e wa
in
dem
um assenden,
1965
ü
die
Bundesbehö den
de
Ve einig en
S aa en
einge üh en
Planning-P og amming-Budge ing
Sys em
en wickel
wo den
sind
24
.
Die
hie
sich
bie enden
Möglichkei en,
die
ökonomische
Quali ä
de
haushal spoli ischen
Bewilligungsp axis
zu
s eige n,
wü den,
wenn
sie
im
Zuge
de
Haushal s e o m
auch
in
de
Bundes epublik
genu z
we den,
ü
die
Technik
und
die
Wi ksamkei
de
Meh jah esplanung
besonde e
Bedeu ung
gewinnen.
3.
Fo melle
G undsä ze
de
Haushal s üh ung
Die
ü
die
ö en liche
Finanzwi scha
wesen lichen
und
unabding-
ba en
E o de nisse
de
Wah hei ,
übe sich lichkei
und
Nachp ü ba -
kei
haben
zu
allgemeinen
Budge p inzipien
ge üh ,
die,
sowei
sie
Inhal
und
Fo m
des
Haushal splans
und
seine
Vo be ei ung
be e en,
auch
ü
die
Finanzplanung
maßgebend
sind;
es
handel
sich
insbesonde e
23
Zu
e assungs ech lichen P oblema ik diese Vo sch i gl.
K.
S e n:
Gese z zu Fö de ung de S abili ä und des Wachs ums
de
Wi scha ,
DÖV
1967,
S.
657;
K.
H.
Biedenkop :
Rech s agen de konze ie en Ak ion, BB
1968,
S.
1005
.;
Ins i u "Finanzen und S eue n", B ie
110,
S.
29
.
24 Es handel sich um ein Managemen -Konzep , das lang is ige Ziel o -
s ellungen, mi el is ige P og amme
und
jäh liche Haushal sdisposi ionen
mi einande e binde ; au
de
G undlage on Sys em- und Kos en/Nu zen-
Analysen we den
ü
einzelne P ojek e ode P ojek ka ego ien ökonomisch be-
we e e und lau end zu übe p ü ende Al e na i en e a bei e und dami de
Regie ung
und
dem
Pa lamen
ü
ih e Haushal spoli ik a ionale En schei-
dungsun e lagen gelie e ( gl. dazu
M.
L.
Weidenbaum,
Economic Analysis
and
Go e nmen Expendi u es Decisions, Finanza chi
1966,
S.
464
.;
G.
Els-
holz, Cos -Bene i Analysis, Hambu ge Jah buch
ü
Wi scha s-
und
Gesell-
scha spoli ik
1967,
S.
288
.;
K.
Seemann,
Neue e Aspek e
de
Finanzpoli-
ik
...
, Die Ve wal ung
1968,
S.
288
.;
H.
Reine mann,
PPBS, neues Manage-
men konzep
...
, De Volkswi
1968,
N .
46).
Die Haushal s e o m-Vo lage
de Bundes egie ung sieh o , daß die Bewilligung bes imm e inanziell be-
deu same Vo haben on Nu zen/Kos en-Un e suchungen abhängig gemach
we den
kann
(BT-D ucksache
V/3040
Tz.
149).
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Mi el is ige
Finanzplanung
und
Haushal s ech
65
um
die
G undsä ze
de
Ö en lichkei ,
de
Vo he igkei ,
de
Einhei ,
de
Volls ändigkei ,
de
Genauigkei ,
de
Kla hei
und
des
B u onach-
weises
25
•
Diese
"klassischen"
Budge p inzipien
we den
auch
im
Rahmen
eine
Mode nisie ung
des
Haushal s ech s
ih e
Bedeu ung
im
wesen -
lichen
behal en.
Sowei
das
Haushal s ech
ü
bes imm e
Ta bes ände
ode
un e
bes imm en
Vo ausse zungen
Ausnahmen
on
diesen
G und-
sä zen
zuläß ,
gil
dies
in
de
Regel
auch
ü
den
Finanzplan
26•
Die
o mellen
O dnungs
g undsä ze
sind
du ch
olgende
Regelungen
zu
konk e isie en
ode
zu
e gänzen:
a)
Bes immung
de
Planungspe iode:
Sie
be äg
nach
§ 9
des
S abili ä sgese zes
5
Jah e;
die
ü
die
einzel-
nen
Jah e
zu
e anschlagenden
Einnahmen
und
Ausgaben
sind
je
ge-
sonde
und
in
eine
Fün jah essumme
auszuweisen.
b)
Pe iodenmäßige
Abg enzung
bei
de
Da s ellung
de
Finanz o -
gänge:
Da
nach
gel endem
Haushal s ech
die
wi scha liche
Zugehö igkei
de
Einnahmen
und
Ausgaben
übe
die
zei liche
Zuo dnung
en scheide ,
we den
nich
e ausgab e
Mi el
aus
übe agba en
Bewilligungen
(Res e)
beim
Rechnungsabschluß
be ücksich ig ,
d.
h.
wie
Is ausgaben
25
Au
eine
Da s ellung
diese
Haushal sg undsä ze
kann
hie
e zich e
we den.
Vgl.
dazu
F.
Neuma k:
Theo ie
und
P axis
de
Budge ges al ung, in:
Handbuch
de
Finanzwissenscha , Bd. I,
Tübingen
1952,
S.
572
.;
U.
Schlee-
hau :
Zu
Realisie ung
de
e assungs ech lichen Budge p inzipien,
Finanz-
a chi ,
N.
F., Bd.
25,
S.
247
.;
W.
Pa zig,
a.a.O., S. 6 .; Bo scha des Schweize-
ischen
Bundes a s
an
die
Bundes e sammlung
zum
En wu
eines
Bundes-
gese zes
übe
den
eidgenössischen
Finanzhaushal
.
21.
Feb ua
1968,
D uck-
sache
9365,
S.
13
.
28 Abweichend
on
den
G undsä zen
de
Volls ändigkei
und
Einhei
des
Haushal s
we den
die
Be iebe
und
Sonde e mögen
des
Bundes
nich
in
ol-
lem
Um ange
haushal splanmäßig
nachgewiesen (A .
110
Abs. 4 GG, §§ 9
abis
C,
15
RHO).
In
die
Finanzplanung
soll en jedoch möglichs auch die
g oßen
pa a iskalischen
Ein ich ungen
und
Ans al en,
z.
B.
Bundesbahn,
Bundespos ,
Sozial e siche ungs äge usw. einbezogen
we den
( gl.
dazu
BT-D ucksache
V/3040 Tz.
267).
Eine
beme kenswe e
Abweichung
om
E o de nis
des
B u onachweises emp iehl die
Bundes egie ung
in
ih e
Haushal s e o m-
Vo lage
ü
die
Ve anschlagung
de
Einnahmen
aus
K edi en
und
de
Aus-
gaben
zu
Schulden ilgung (BT-D ucksache V/3040 Tz.
165).
Mi
dem
Hinweis,
daß
nu
de
Saldo zwischen
K edi au nahme
und
K edi ückzahlung, also
je-
weils die Neu e schuldung
haushal smäßig
und
gesam wi scha lich
on
Be-
deu ung
sei,
is
jedoch die Du chb echung des B u op inzips,
das
de
T anspa-
enz
de
Haushal swi scha
dien , schwe lich zu ech e igen,
zumal
auch
das
Volumen
und
die
S uk u
de
Gesam e schuldung
und
de en
Ve ände-
ungen
ü
die
Beu eilung
des E a ein lusses
au
den
Kapi alma k
und
die
Gesam wi scha
bedeu sam
sein
können
( gl.
hie zu
die
S ellungnahme
des
Bundes a s,
a.a.O., S. 74;
Ins i u
"Finanzen
und
S eue n",
B ie
110,
S. 3 .;
Ka l-B äue -Ins i u
des
Bundes
de
S eue zahle ,
S ellungnahme
N . 2
zu
Re o m des Haushal s ech s, S.
8).
Die En wicklung
de
Ne o e schuldung
des
Bundes
kann
in
den
Beglei übe sich en
zum
Haushal splan
da ges ell
und
e läu e
we den.
5
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
52
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66 He be Fische -Menshausen
behandel
(§§ 30, 68, 75, 77 N . 3 RHO),
was
zu
Folge
ha ,
daß
de
da aus
esul ie ende
Kassenbeda
unsich ba
die
inanziellen Disposi ionen des
olgenden
Haushal sjah es
übe scha e
27
. Die
neue e
Haushal s ech s-
en wicklung
neig
deshalb
zum
Fälligkei sp inzip;
hie nach
we den
dem
einzelnen
Haushal sjah
nu
die
in
diese
Pe iode
geleis e en
Zahlungen
zugeo dne
(Is abschluß),
e bleibende
Res e
beim
Abschluß
auße
Be-
ach
gelassen
und
Ve p lich ungse mäch igungen
zu
Las en
spä e e
Haushal sjah e
ausgewiesen
28
. Auch die
Finanzplanung
soll e
en sp e-
chend
e ah en,
nu
die
kassenwi ksamen
Finanz o gänge
ü
die
ein-
zelnen
Jah e
e anschlagen
und
inanzielle
Folgewi kungen,
die
übe
die
Planungspe iode
hinaus eichen,
gesonde
da s ellen.
c)
Gliede ung
des
Finanzplans:
Von
g oße
Bedeu ung
sind
die Vo sch i en
übe
das
Gliede ungs-
schema
und
die
Eino dnung
de
Planda en;
denn
on
de
G uppie ung
de
da zus ellenden
Finanz o gänge
hängen
T anspa enz
und
übe -
sich lichkei ,
mi hin
de
In o ma ionswe
des
Finanzplans
en scheidend
ab. Die
P og amm-
und
Rango dnungsen scheidungen
e o de n
eine
Gliede ung
nach
Au gabenbe eichen
en sp echend
de
Sys ema ik
de
Finanzs a is ik
("Funk ionenplan"29), die
Beu eilung
de
E a ollzugs-
e ek e
au
den
Wi scha sk eislau
eine
Gliede ung
nach ökonomischen
Einnahme-
und
Ausgabeka ego ien,
ko espondie end
mi
dem
S aa s-
kon o
de
Volkswi scha lichen
Gesam echnung
("G uppie ungs-
plan"30).
Ein
Haushal sque schni
e möglich
die
abella ische
Kombi-
na ion
beide
Gliede ungssys eme, die echnisch so zu
ges al en
sind,
daß
sie
in e egionale
und
in e na ionale
Budge e gleiche
ges a en
31
.
Die
unk ionale
Gliede ung
soll
e kennen
lassen, welche
Au gaben
geplan
und
welche
Kos en
dami
e bunden
sind
(p og amme ek ).
In
diesem
Sys em
sind
die
einmaligen
und
o daue nden
Ausgaben
eine
Au gabe, die
In es i ionsausgaben
und
die
lau enden
Folgekos en eines
P og amm o habens
im
Zusammenhang
da zus ellen.
Inwiewei
benach-
ba e
Funk ionska ego ien
global
zusammenge aß
ode
Einzelp ojek e
gesonde
ausgewiesen
we den,
ich e
sich nach
dem
In o ma ionsbe-
dü nis
im
Einzel all;
mi
zunehmende
zei liche Dis anz
om
Aus-
gangsjah
wi d
de
Spezialisie ungsg ad
abnehmen.
En scheidend
ü
die
Eino dnung
is
de
Sachzusammenhang
und
nich die
Resso zus än-
digkei .
G undsä zlich
gil
auch
ü
den
Finanzplan
die
allgemeine Regel,
27
Vgl.
dazu
H.
C.
Ko :
De Bundeshaushal und seine Scha en, Bulle in
des P esse- und In o ma ionsam es de Bundes egie ung,
1964,
S.
887
.,
905
.
28
So
die Haushal s e o m-Vo lage de Bundes egie ung: BT-D ucksache
V
13040
Tz.
67
.
29 BT-D ucksache
V/3040
Tz.
31.
30 BT-D ucksache
V/3040
Tz.
30.
31
BT-D ucksache
V/3040
Tz.
32.
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Mi el is ige
Finanzplanung
und
Haushal s ech
67
daß
Ausgaben
ü
einen
und
denselben
Zweck
nich
un e
e schiedenen
Posi ionen
ausgewiesen
we den
sollen
(§
18 RHO)32.
Die
ökonomische
Gliede ung
nach
Einnahme-
und
Ausgabea en
soll
die
gesam wi scha lichen
Wi kungen
de
ö en lichen
Finanz o gänge
e kennen
lassen,
insbesonde e
ih en
Ein luß
au
Ve b auch,
In es i ion
und
Außenbei ag,
Einkommens-
und
Ve mögens e eilung,
Liquidi ä
und
Kapi alma k
usw.
Die
he kömmliche
Un e eilung
nach
o den li-
chem
und
auße o den lichem
Haushal
en äll ;
no wendig
is
dagegen,
die
e mögenswi ksamen
T ansak ionen,
die
Einkommensübe agungen
und
den
Schuldendiens
im
G uppie ungsplan
besonde s
auszuweisen
und
die
auslandswi ksamen
Einnahmen
und
Ausgaben
kenn lich
zu
machen
33
.
32
Fü
das
unk ionale
Gliede ungsschema
kommen
e wa
olgende
Haup -
ka ego ien, die noch zu
un e eilen
sind,
in
Be ach
( gl.
dazu
auch
Finanz-
be ich S.
432
.):
-Allgemeine Diens e (dazu gehö en: Poli ische
Füh ung,
Auswä iges,
Ö -
en liche Siche hei , Rech swesen,
Inne e
Ve wal ung,
Finanz e wal ung)
-Ve eidigung
und
Zi ilschu z
-Ausbildung
und
Kul u elle
Angelegenhei en (Un e ich , Wissenscha ,
Fo -
schung, Kul u p iege, Ki chliche Angelegenhei en)
-Soziale Siche hei (Ve siche ung, Ve so gung, Fü so ge, Familienhil e,
Wie-
de gu machung, Las enausgleich)
-Volksgesundhei (K ankenhauswesen, Spo , E holung)
-
Wohnungs-
und
Siedlungswesen (S äd ebau,
Kommunale
Diens e)
-
E näh ung,
Landwi scha
und
Fo s en
-
Wi scha s ö de ung
(Ene gie, Wasse wi scha , Küs enschu z, Regional-
poli ik, Be eiligung
an
Wi scha sun e nehmen)
-
Ve keh
(S aßen, Wasse s aßen,
Lu ah ,
Bahnen,
Pos , Nach ich en-
wesen)
-Allgemeine
Finanzwi scha
(Allgemeines
G und-
und
Kapi al e mögen,
Schulden, Finanzausgleich)
Das Gliede ungsschema
kann
seinen Zweck
nu
dann
e üllen,
wenn
du ch
Beg i sbes immungen, Ve anschlagungs ich linien,
E läu e ungen
usw.
da ü
geso g wi d,
daß
die
Finanz o gänge
ich ig
und
einhei lich
eingeo dne
we -
den. Auch bei ich ige
Eino dnung
kann
die
in e minis e ielle
ode
in e -
egionale Ve gleichba kei des
Zahlenwe ks
du ch
un e schiedliche Rech s-
und
Eigen ums e häl nisse, un e schiedliche O ganisa ions o men,
un e -
schiedliche
Finanzie ungsme hoden
und
dgl.
s a k
beein äch ig
we den;
au
solche
Ta bes ände
is
in
den
E läu e ungen
besonde s hinzuweisen. Doppel-
zählungen
(inne s aa liche
Ve keh
usw.)
sind
nach einhei lichen Me hoden zu
eliminie en.
33
Fü
das
ökonomische Gliede ungsschema
kommen
e wa
olgende
Haup -
ka ego ien, die noch zu
un e eilen
sind,
in
Be ach
( gl.
dazu
auch
Finanz-
be ich S.
430
.):
Einnahmen
-
S eue n
-
Gebüh en
und
Bei äge
-
E we bseinkün e
und
En gel e
ü
Gü e
und
Diens e
-Zuweisungen
on
ande en
Gebie skö pe scha en
und
Ans al en
-Sons ige
lau ende
Zuweisungen
-Zinsen
und
Einnahmen
aus
Be eiligungen
-Sons ige
lau ende
Einnahmen
-Da lehens ück iüsse
-
Ve äuße ungse löse
5"
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68
He be
Fische -Menshausen
d)
E läu e ung
des
Finanzplans:
De
In o ma ionswe
des
Finanzplans
häng
e ne
ab
on
de
inhal -
lichen
und
o malen
Quali ä
des
E läu e ungbe ich s,
de
das
Pa lamen
(und
dami
auch
die
Ö en lichkei )
be ähigen
soll, sich
übe
die
de
Planung
zug undeliegenden
Ta bes ände
und
En wicklungsaussich en,
übe
das
Ausmaß
und
die
G enzen
de
poli ischen
Ges al ungsmöglich-
kei en
sowie
übe
die
E wägungen,
die
den
Regie ungsp og ammen
zug undeliegen,
so
um assend
und
zu e lässig
zu
un e ich en,
daß
die
Regie ungsübe legungen
nach ollzogen
und
sachge ech e
poli ische
En -
scheidungen
ge o en
we den
können.
Ein
solche
Be ich ,
den
die
Re-
gie ung
alljäh lich
mi
de
Vo lage
des
Finanzplans
zu
e ö en lichen
ha
3
4,
soll e
u. a.
en hal en:
-
eine
Diagnose
de
gesam wi scha lichen
Ausgangslage;
-
eine
Bes andsau nahme
de
ö en lichen
Finanzwi scha
mi
Anga-
ben
übe
Ve mögen,
Schulden,
lang is ige
Ve p lich ungen,
Vo be-
las ungen
kün ige
Jah e
u. dgl.;
-
eine
E läu e ung
de
poli ischen
und
wi scha lichen
Ziel-
und
P io i ä s o s ellungen,
sowei
sie
im
Finanzplan
zum
Ausd uck
kommen,
und
de
anges eb en
Zielkombina ion;
-
eine
P ojek ion
de
gesam wi scha lichen
En wicklung
ü
die
Pla-
nungspe iode
35
mi
E läu e ung
de
P ämissen,
Rahmenbedingungen,
Unsiche hei s ak o en,
gegebenen alls
mi
Al e na i echnungen;
-Zuweisungen
ü
In es i ionen
-Schuldau nahmen
-
En nahmen
aus Rücklagen
-übe schüsse aus Vo jah en
Ausgaben
-Pe sonalausgaben
-Käu e on
Gü e n
und
Diens en
-Zuweisungen
an
ande e Gebie skö pe scha en
und
Ans al en
-Ren en
und
Un e s ü zungen
-Sons ige lau ende
übe agungen
-Zinsen
-Tilgung
-Sons ige lau ende Ausgaben
-Sachin es i ionen
-
E we b
on Be eiligungen
-Da lehen
und
Zuweisungen
ü
In es i ionen
-Zu üh ung
an
Rücklagen
-Deckung on Fehlbe ägen aus Vo jah en
Die Schluß beme kungen
de
Fußno e
32
gel en auch
ü
dieses Gliede ungs-
schema.
34
De
hie
be ü wo e e Finanzplanungsbe ich
en häl
Elemen e des om
Bundesminis e ium
de
Finanzen alljäh lich he ausgegebenen Finanzbe ich s
und
des
in
§ 2 des S abili ä sgese zes o gesch iebenen Jah eswi scha sbe-
ich s, bezogen
au
den Planungszei aum on ün
Jah en.
35 P og amma ische
E klä ung
übe
die o aussich liche
und
anges eb e
En wicklung
de
Fak o en, die
au
die En s ehung
und
Ve wendung des Sozial-
p oduk s
und
die gesam wi scha lichen Finanzie ungsbedingungen
einwi -
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Mi el is ige Finanzplanung
und
Haushal s ech
69
-
eine
E läu e ung
de
(mi
de
gesam wi scha lichen
P ojek ion
ko -
espondie enden)
Einnahme-
und
Ausgabeschä zungen
ü
die
Pla-
nungspe iode,
zusammenge aß
in
g öße en
Ka ego ien,
des
Dek-
kungsplans
(Finanzie ungsübe sich )36
und
des
sich
da aus
e geben-
den
Ak ionsspiel aums
ü
die
mi el is ige
Poli ik;
-
eine
Da s ellung
und
Beg ündung
de
Ak ionsp og amme,
sowei
sie
on
ühe en
P og ammen
abweichen,
de
zu
ih e
Ve wi klichung
geplan en
Maßnahmen,
gegebenen alls
de
Al e na i p og amme
und
-maßnahmen
mi
E läu e ung
de
angewende en
Auswahlk i e ien
und
de
poli ischen,
ökonomischen
und
s aa swi scha lichen
Konse-
quenzen
de
geplan en
ode
zu
Diskussion
ges ell en
Maßnahmen.
4. Zusammenhang zwischen Finanzplanung und Haushal splanung
E s
du ch
die
Ve abschiedung
des
Jah eshaushal s
wi d
das
Konzep
des
Finanzplans
sachlich
und
zei lich
konk e isie ,
zugleich
au
den
neues en
S and
geb ach
und
en sp echend
be ich ig .
Da aus
e gib
sich
die
No wendigkei ,
beide
Pläne
e ah ensmäßig
zu
synch onisie en
und
die
jäh liche
Ko ek u
und
Fo sch eibung
des
Finanzplans,
seine
Ve -
abschiedung
im
Kabine
und
seine
Einb ingung
im
Pa lamen
zei lich
mi
de
Vo be ei ung
und
Vo lage
des
Haushal splans
zu
e binden
37
;
dies
äg
auch
dazu
bei,
die
Resso e handlungen
und
die
jäh liche
E a deba e
im
Pa lamen
s ä ke
au
die
lang is igen
Aspek e
de
ö en lichen
Finanzwi scha
und
die
g oßen
F agen
de
S aa spoli ik
zu
konzen ie en.
Ein
einhei liches
Kennzi e sys em
muß
siche s ellen,
daß
das
unk ional
und
ökonomisch
gegliede e
Zahlenwe k
des
Finanz-
plans
mi
dem
ins i u ionell
gegliede en
Zahlenwe k
des
Haushal s-
plans
du ch
gegensei ige
Ve weisungen
e bunden
we den
kann,
dami
das
Pa lamen
in
de
Lage
is ,
bei
de
Ve abschiedung
des
Jah eshaus-
hal s
-
denn
hie
we den
die
poli ischen
En scheidungen
ge o en
-
die
länge is igen
Auswi kungen
seine
Beschlüsse
zu
e kennen
und
das
Meh jah eskonzep
de
Regie ung
zu
be ücksich igen.
Aus
dem
e ah ensmäßigen
Zusammenhang
zwischen
Finanzplanung
und
Haushal splanung
olg
auch
die
No wendigkei ,
inne halb
de
Regie ung
die
Resso e an wo ung
ü
beide
Pläne
in
eine
Hand
zu
e einigen.
Demen sp echend
bes imm
§ 9 Abs. 2
des
S abili ä sgese zes,
daß
de
En wu
des
Finanzplans
om
Bundesminis e
de
Finanzen
38
ken; dazu gehö auch eine P ojek ion
de
Geld e mögensbildung
und
des
gesam wi scha lichen K edi beda s. Hie
wi d
de
unmi elba e Zusammen-
hang zwischen mi el is ige Zielp ojek ion
und
mi el is ige Finanzplanung
deu lich ( gl. dazu Finanzbe ich
S.
116
.).
36 Finanzbe ich , S.
426
.
37 Vgl. hie zu § 2 Abs. 2 des En wu s des Haushal sg undsä zegese zes (BT-
D ucksache
V/3040
Tz.
141).
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70 He be Fische -Menshausen
au ges ell ,
de
Finanzplan
selbs
on
de
Bundes egie ung
beschlossen
wi d.
Das
Wide sp uchs ech
des
Bundes inanzminis e s
(§
21
Abs. 3 RHO,
§ 26
de
Geschä so dnung
de
Bundes egie ung)
bezieh
sich
au
alle
"F agen
on
inanzielle
Bedeu ung"
und
somi
auch
au
die
im
Rahmen
de
Finanzplanung
zu
assenden
Regie ungsbeschlüsse
38a
•
5. In eg ie e Finanzplanung im Bundess aa
Das
S abili ä sgese z
ha
das
Ins i u
de
Finanzplanung
nu
ü
den
Bund
und
die
einzelnen
Lände
einge üh
(§§
9,
14),
ohne
eine
en sp e-
chende
Vo sch i
an
die
Gemeinden
zu
ich en
39
und
ohne
eine
Konsoli-
die ung
de
Einzelpläne
zu
einem
in eg ie en
Gesam plan
o zusehen.
Die
Haushal s e o m o lage
de
Bundes egie ung
s ell
inso e n
einen
Fo sch i
da ,
als
sie
de
E kenn nis
Rechnung
äg ,
daß
die
Finanz-
planung
im
Bundess aa ,
wenn
sie
ih en
O ien ie ungszweck
e üllen
soll,
nich
au
Teilausschni e
des
Gesam haushal s
besch änk
we den
kann,
sonde n
eine
um assende
übe sich
übe
den
Gesam komplex
de
ö en lichen
Finanzwi scha
e mi eln
muß40.
Die
in eg ie e
Finanz-
planung
e o de
eine
s ändige
loyale
Zusammena bei
de
im
Bundes-
e band
e einig en
Hohei s äge .
Da
die
Planungsini ia i e
und
haus-
hal spoli ische
P imä e an wo ung
bei
den
be eilig en
Gebie skö pe -
scha en
e bleiben,
is
es
no wendig,
das
Ve ah en
des
In o ma ions-
aus auschs,
des
Zusammenwi kens,
de
Willens
bildung
u. dgl.
eindeu ig
zu
egeln
und
da ü
geeigne e
Ein ich ungen
zu
scha en.
Dazu
gehö
auch,
ü
die
Homogeni ä
und
Konsis enz
des
zu
e a bei enden
Zahlen-
ma e ials
zu
so gen, also
du ch
Rich linien
siche zus ellen,
daß
alle
an
de
Finanzplanung
be eilig en
S ellen
ih en
Vo anschlägen
einhei liche
Ta -
bes ände,
P ämissen,
Maßs äbe
und
Globalziele
zug undelegen.
Ebenso
müssen
die
Gliede ungssys ema ik
und
wei gehend
auch
das
E läu e-
ungsschema
ü
alle
B~ eilig en
einhei lich
sein.
Die
Bundes egie ung
schläg
im
Rahmen
de
Haushal s e o m
o ,
den
o
einige
Zei
du ch
Ve wal ungs e einba ung
e ich e en,
aus
poli i-
38
Die lang is ige Planung
de
S aa spoli ik, in die sich die mi el is ige
Finanzplanung einzu ügen ha , soll e dagegen on einem Planungss ab o -
be ei e we den,
de
dem Regie ungsche di ek un e s ell is .
38a
Die Haushal s e o m-Vo lage de Bundes egie ung sieh -ohne Be-
g ündung -einen Abbau de Sonde s ellung o , die die Haushal so dnung
gegenwä ig dem Bundes inanzminis e im Kabine ein äum ( gl. dazu
Ka l-
B äue -Ins i u des Bundes de S eue zahle , a.a.O.,
S.
7).
sa
Aus §
16
des S abili ä sgese zes olg nich die Ve p lich ung de Gemein-
den,
ih e
Haushal swi scha eine mi el is ige Finanzplanung zug unde-
zulegen.
40 Dazu K.
M.
He lage:
P obleme eine meh jäh igen Finanzplanung,
Fi-
nanza chi
1968,
S.
245
.;
H.
Halle :
Wandlungen in den P oblemen öde a-
i e S aa swi scha en, Finanza chi
1968,
S.
255
.; de s.: P obleme de mi -
el is igen Finanzplanung, Konjunk u poli ik
1968,
S.
87
.;
H.
Fische -Mens-
hausen, a.a.O.,
S.
87
.; BT-D ucksache
V/3040
Tz.
47
.
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Mi el is ige Finanzplanung und Haushal s ech
71
schen
Rep äsen an en
des Bundes,
de
Lände
und
de
Gemeinden
be-
s ehenden
Finanzplanungs a
gese zlich
zu
ins i u ionalisie en.
Dami
soll
eine
Pla o m
zum
In o ma ionsaus ausch,
zu
E ö e ung
de
e -
schiedenen
P io i ä s o s ellungen
und
zu
gemeinsamen
Willensbildung
gescha en
we den
mi
dem
Ziel,
die
Haushal spoli ik
de
Einzel e bände
in
de
g oßen
Linie
au einande
abzus immen
und
an
den
gesam wi -
scha lichen Möglichkei en
und
E o de nissen
zu
o ien ie en
41•
De
Fi-
nanzplanungs a
soll
die
Au gabe
e hal en,
ü
die
no wendige
Einhei -
lichkei
de
Plan o be ei ung
zu
so gen,
den
In o ma ions-
und
Mei-
nungsaus ausch
zu
ö de n
und
gegenübe
den
hie
e e enen
Regie-
ungen
und
Pa lamen en
Emp ehlungen
zu
ma e iellen
Koo dinie ung
de
bundess aa lichen
Haushal spoli ik
auszusp echen
und
sich
ü
eine
sachge ech e
Rango dnung
de
Au gaben
einzuse zen
42• Diese
Emp eh-
lungen
können
eilich
die
Regie ungen
und
Pa lamen e
de
be eilig en
Gebie skö pe scha en
nich
binden,
weil
das
bundess aa liche
Ve as-
sungssys em
kein
zen ales
übe geo dne es
En scheidungso gan
kenn ,
das
übe
die
Haushal spoli ik
des Bundes,
de
Lände
und
Gemeinden
abschließend
und
ü
alle
Pa ne
e bindlich
be inden könn e.
De
Finanzplanungs a
kann
abe
die
anges eb e
Koo dinie ung
de
bundes-
s aa lichen
Haushal spoli ik,
wenn
e
sie auch nich
du chse zen
kann,
en scheidend
ö de n.
Ein
ge egel es
Ve ah en
de
gegensei igen
In-
o ma ion
und
Zusammena bei
be ähig
die
be eilig en
Hohei s äge ,
im
Lau e
de
Zei
gemeinsame
Vo s ellungen
übe
die
kün ige
s aa s-
wi scha liche
En wicklung
und
die
anzus ebenden
und
ealisie ba en
Ziele
zu
en wickeln,
die
zwischen
einzelnen
Plänen
bes ehenden
Di e -
genzen
au zudecken
und
zu
e ö e n,
Übe schneidungen
und
Un e ein-
ba kei en
du ch
einen
sachge ech en
In e essenausgleich
zu
übe winden
und
ih e
Haushal spoli ik
an
den
übe geo dne en
Zielen
und
E o de -
nissen
des
Gesam s aa s
(§
1 des S abili ä sgese zes)
zu
o ien ie en.
Auch
wenn
die
Ve s ändigung
nich oll geling ,
wi d
de
ins i u ionalisie e
Zwang
zu
o lau endem
Gedankenaus ausch
und
gegensei ige
Rück-
sich nahme
schließlich
s abilisie end
und
koo dinie end
wi ken
43•
Un-
beschade
ih e
ech lichen
Un e bindlichkei
we den
dahe
die
Emp eh-
lungen
des
Finanzplanungs a s
als
haushal swi scha liche
Lei linien
au
G und
ih e
sachlichen
Übe zeugungsk a
mi
de
Zei
ein
solches
poli isches
Gewich
e hal en,
daß
sie
on
den
be eilig en
Regie ungen
und
Pa lamen en
nich
meh
igno ie
und
nich
ohne
besonde e
Rech -
e igung
auße
Be ach
gelassen
we den
können.
41 BT-D ucksache
V/3040
Tz.
265
., Finanzbe ich S.135 .
42 Dazu
H.
Fische -Menshausen:
Beme kungen zu Diskussion übe die Fi-
nanz e o m, Wi scha sdiens
1968,
S.
498
.
43
Wissenscha liche Bei a beim Bundeswi scha sminis e ium, Wi -
scha liche Vo ausschau au mi le e Sich , Gu ach en Bd.
6,
Gö ingen
1966,
S.50.
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78
Willi Albe s
Gehen
wi
einmal
in
de
abgelau enen
Pe iode
on
eine
ausgegliche-
nen
Binnenkonjunk u
und
on
einem
kon ak i
wi kenden
Impo -
übe schuß
in
Höhe on 5 M d. DM aus,
de
du ch
einen
en sp echenden
Fehlbe ag
in
den
ö en lichen
Haushal en
neu alisie
wo den
is .
In
de
lau enden
Pe iode
we de
eine Abschwächung
de
Binnenkonjunk u
im
Um ang
on 3 M d. DM
bei
gleichbleibendem
Impo übe schuß
e -
wa e .
Ein
gleichbleibende
ode
ga
ein
au
3 M d. DM
e inge e
Fehlbe ag
de
ö en lichen
Haushal e
wä e
nich
konjunk u ge ech ,
auch
wenn
isolie
gesehen
de
Fehlbe ag
ich ig
wä e.
Im
Ve häl nis
zu
Vo pe iode
ha
die ö en liche
Hand
nich
expansi
gewi k ,
obwohl
die
konjunk u elle
En wicklung
eine solche
Wi kung
e o de
hä e.
Wä e
in
de
Ausgangssi ua ion
hingegen
ein
Expo übe schuß
in
glei-
che Höhe
o handen
gewesen, dessen
expansi e
Wi kung
du ch
einen
übe schuß
de
ö en lichen
Haushal e
in
Höhe on 5 M d. DM
kompen-
sie
wo den
is ,
wü de
die de la o ische
En wicklung
im
Inne n
in
de
lau enden
Pe iode
nu
eine
Ve inge ung
des
übe schusses
au
2 M d. DM
e o de
haben.
T o z
de
b emsenden
Konjunk u ein lüsse
wä e
also
noch
ein
übe schuß
zu
He s ellung
des Gleichgewich s
e wünsch
ge-
wesen. Es
komm
also
au
die
Ve ände ung
des Haushal se gebnisses
im
Ve häl nis
zu
Vo pe iode
und
nich
au
die
absolu e
Höhe eines
übe -
schusses
ode
De izi s an.
Wei e
is
die
Anlage
de
übe schüssigen Mi el
und
die
Finanzie ung
des
Fehlbe ages
ü
die
Beu eilung
de
kon ak i en
bzw.
de
expan-
si en
Wi kung
bedeu sam. Insbesonde e
komm
es
da au
an, ob die
Mi -
el
bei
den
K edi banken
bzw.
den
p i a en
Haushal en
ode
bei
de
Zen al
bank
au genommen
bzw.
angeleg
we den.
Schließlich
können
auch on
eine
Ve ände ung
des
Haushal s olu-
mens
(bei
un e ände em
Haushal se gebnis)
und
de
Haushal ss uk u
(bei
un e ände em
Haushal s olumen
und
-e gebnis)
expansi e
bzw.
kon ak i e
Wi kungen
ausgehen.
Un e
eine
Ände ung
de
Haushal s-
s uk u
wi d
dabei
eine
ande e
Zusammense zung
de
Einnahmen
und/
ode
Ausgaben
e s anden,
die
zu
eine
ande en
S eue e eilung
und/
ode
eine
ande en
Au
eilung
de
Vo eile
de
ö en lichen
Leis ungen
au
die
Wi scha ssubjek e
üh .
Danach
e geben
sich olgende
Ansa zpunk e
ü
eine Beein lussung
de
konjunk u ellen
En wicklung
du ch
die
ö en liche
Hand:
1.
Eine
Ve ände ung
des Haushal se gebnisses:
a) Sie
wi k
expansi ,
wenn
ein
übe schuß
e inge
ode
zu
einem
Fehlbe ag
wi d
bzw.
wenn
ein
Fehlbe ag
e g öße
wi d.
b) Sie
wi k
kon ak i ,
wenn
ein
Fehlbe ag
e kleine
ode
zu
einem
übe schuß
wi d
bzw.
wenn
ein
übe schuß
e g öße
wi d.
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G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
79
2.
Eine
Ve ände ung
de
Anlage
übe schüssige
Mi el
ode
de
Finan-
zie ung
eines
Fehlbe ages
bei
un e ände em
Haushal se gebnis.
3.
Eine
Ve ände ung
de
Haushal ss uk u
bei
un e ände em
Haus-
hal s olumen
und
Haushal se gebnis.
Selbs e s ändlich
is
die gleichzei ige
Ände ung
meh e e
Ein luß-
g ößen
möglich.
Die
on
eine
Ände ung
des
Haushal s olumens
und
de
Haushal s-
s uk u
ausgehenden
expansi en
ode
kon ak i en
Wi kungen
sind
e gleichsweise ge ing.
Auße dem
is
selbs die Rich ung
de
Ve ände-
ung
de
e ek i en
mone ä en
Gesam nach age
nich
imme
ohne
wei e es
zu
e kennen.
So
wi ken
e höh e
S aa sausgaben
ü
die
S aa sbediens e en
und
ü
T ans e zahlungen
bei
gleichzei ig
en -
sp echend
e höh en
S eue einnahmen
ce e is
pa ibus
nu
dann
ex-
pansi ,
wenn
die
Spa quo e
de
S eue p lich igen,
denen
Kau k a
zu
Finanzie ung
de
zusä zlichen
S aa sausgaben
en zogen
wi d,
g öße
is
als
diejenige
de
Nu znieße
de
zusä zlichen
S aa sausgaben.
Es
sind
also
soga
Ve häl nisse
denkba ,
in
denen
eine
E höhung
on
S aa saus-
gaben
(z.
B.
zu
Ve zinsung
de
S aa sschuld)
kon ak i
wi k .
Vo
allen
Dingen
be üh
eine
Ände ung
des
S aa san eils
am
Sozial-
p oduk
ode
de
Haushal ss uk u
abe
die Wi scha so dnung,
die
Einkommens e eilung
und
das Wachs um; also
S uk u
da-
en, die
man
um
ku z is ige
Ziele willen,
wie
z.
B.
de
Besei igung
on
konjunk u ellen
S ö ungen,
nich
in
g öße em
Um ang
ände n
soll e. So
s ell
das
Haa elmo-Theo em
zwa
eine scha sinnige
Übe -
legung
da ,
ha
ü
p ak ische
wi scha spoli ische
Maßnahmen
abe
nu
einen
ge ingen
Aussagewe . Nich
nu
zu
Ve ein achung,
sonde n
auch
aus
ak ischen
G ünden
kann
sich die
Un e suchung
expansi e
und
kon ak i e
Wi kungen
deshalb
au
die
Ve ände ung
des
Haus-
hal se gebnisses
und
de
dami
e bundenen
Finanzie ungs o gänge
be-
sch änken.
Das
schließ
na ü lich
nich aus,
daß
bei
g öße en
Ände ungen
des
S aa s
an eils
am
Sozialp oduk
-
e wa
zu
Besei igung eines Nach-
holbeda s
in
de
In as uk u
-
ode
de
Haushal ss uk u
-
e wa
zu
He s ellung
eine
gleichmäßige en
Einkommens e eilung
-die
konjunk u ellen
Nebenwi kungen
beach e
we den
müssen.
In
diesem
Fall
kann
man
das
Ink a e en
de
Maßnahmen
au
einen
konjunk u-
ell
geeigne en
Zei punk
e schieben1
ode
abe
gleichzei ig
ande e
Maß-
nahmen
e en, die
konjunk u ell
une wünsch e
Nebenwi kungen
neu-
alisie en.
So
ha
z.
B.
de
Sach e s ändigen a
zu
Begu ach ung
de
gesam wi scha lichen
En wicklung
o geschlagen,
eine
übe p opo io-
nale
Zunahme
de
ö en lichen
Ausgaben
du ch
eine
höhe e
S eue dek-
kungsquo e
s abili ä skon o m
zu
ges al en
2• Niemals soll en solche
lang-
is ig
wi kenden
S uk u maßnahmen
abe
p imä
un e
konjunk u el-
len
Gesich spunk en
emp ohlen
we den.
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80
Willi Albe s
Die
nach olgenden
Aus üh ungen
besch änken
sich
deshalb
da au ,
die
Möglichkei en
ü
eine
Ände ung
des
Haushal se gebnisses
und
de da-
mi
e bundenen
Finanzie ungsp obleme
zu
un e suchen.
11.
Die
ech lichen
Vo ausse zungen
ü
einen
konjunk u ge ech en
Haushal splan
1.
Die Möglichkei en zu Au s ellung eines
konjunk u ge ech en Haushal splans nach dem gel enden Haushal s ech
und de Haushal s ech s e o m
2a
Die
elas ische
Anpassung
de
Finanzpoli ik
an
konjunk u elle
Ände-
ungen
kann
nu
im
Rahmen
de
g undsä zlichen
haushal s ech lichen
Bes immungen
ü
eine
an izyklische
Finanzpoli ik
e ö e
we den.
Diese
sollen
deshalb
o anges ell
we den.
De
Gese zgebe
s eh
bei
de
ech lichen
Ve anke ung
des
Ins umen a iums
ü
eine
konjunk u -
ge ech e
Finanzpoli ik
o
meh
als
einem
Dilemma.
1.
Die
Möglichkei
de
K edi inanzie ung
ö en liche
Ausgaben
in
Zei en
eine
de la o ischen
Lücke
b ing
die
Ge ah
mi
sich,
daß
zu
diese
bequemen
Finanzie ungsmöglichkei
auch
dann
geg i en
wi d,
wenn
sie
konjunk u ell
une wünsch
is .
2.
Die
zu
Bekämp ung
eine
in la o ischen
Lücke
no wendige
S ill-
legung
on
Kau k a
e üh
dazu,
daß
die
dabei
gebilde en
Rücklagen
als
Finanz ese e
zum
un ech en
Zei punk
au gelös
we den.
3.
Die
Bescha ung
de
no wendigen
K edi e
kann
zu
Kon lik en
mi
de
Zen albank
üh en,
da
e ah ungsgemäß
S aa
und
Zen albank
den
Zielse zungen
Vollbeschä igung
und
P eiss abili ä
eine
un e schied-
liche
P io i ä
ein äumen.
4.
Die
Unabhängigkei
de
Haushal s üh ung
de
e schiedenen
Ge-
bie skö pe scha en
e schwe
eine
konsequen e
Aus ich ung
de
Finanz-
1 De Zei punk
ü
den Sys emwechsel on
de
B u oallphasen- zu Ne o-
umsa zs eue
wa
konjunk u ell güns ig;
denn
An ang
1968
zeig e die
wes -
deu sche Wi scha noch Rezessionsme kmale, die die Ge ah on P eise hö-
hungen anläßlich des Sys emwechsels du ch die Un e nehme wei gehend
be-
sei ig e, die Wah scheinlichkei
de
Wei e gabe s eue liche En las ungen
in
den P eisen
abe
e g öße e.
2 Da
de
Sach e s ändigen a ausschließlich In es i ionsausgaben -also
Käu e on
Gü e n
-e höhen woll e, konn e
mi
eine gewissen expansi en
Wi kung ge echne we den. Vgl. Sach e s ändigen a
zu
Begu ach ung
de
gesam wi scha lichen En wicklung, zwei es
und
d i es Jah esgu ach en,
Zi .
193
bzw. Zi .
251,
S u ga
-Mainz
1965
bzw.
1966.
2a
En wu
eines Gese zes zu Ände ung des G undgese zes,
En wu
eines
Gese zes
übe
die G undsä ze des Haushal s ech s des Bundes
und
de
Lände
(HG G)
und
eine Bundeshaushal so dnung (BHO), BT-D ucksache
V/3040.
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G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
81
poli ik
au
die
konjunk u ellen
E o de nisse,
so
daß
die
Einhei lichkei
de
Konjunk u poli ik
nich
gewäh leis e
is .
Die
Schwie igkei en,
die
sich
bei
dem
ech zei igen
E kennen
und
de
Quan i izie ung
eines
zu
e wa enden
gesam wi scha lichen
Ungleich-
gewich s
sowie
bei
de
Dosie ung
de
zu
seine
Bekämp ung
no wendigen
inanzpoli ischen
Maßnahmen
e geben,
sind
nich
Gegens and
de
Un e -
suchung,
da
es
hie
nu
da um
geh ,
zu
un e suchen,
wie
das
Haushal s-
ech
ausges al e
sein
muß,
dami
eine
wi ksame
an izyklische
Finanz-
poli ik
möglich is .
Ande e
Au gaben
des
Haushal s ech s,
wie
z.
B.
die
Siche ung
de
Bindung
de
Exeku i e
an
Beschlüsse
de
Legisla i e
ode
de
Kon olle
de
Exeku i e
du ch
den
Rechnungsho ,
bleiben
eben alls
unbe üh .
Aus
de
En s ehungsgeschich e
des
G undgese zes
e gib
sich
eindeu-
ig,
daß
seine
Vä e
mi
dem
A .
110 Abs.
2,
de
einen
jäh lichen
Aus-
gleich
on
Einnahmen
und
Ausgaben
o sch eib ,
die
Volkswi scha
o
eine
in la o ischen
Finanzpoli ik
schü zen
woll en.
Die
zweimalige
Ze -
ü ung
de
deu schen
Wäh ung
als
Folge
eine
in la o ischen
K iegs-
inanzie ung
soll e
sich
nich
ein
d i es
Mal
wiede holen.
Diese
Bes immung
ha
alle dings
den
Bund
nich
da an
gehinde ,
übe schüsse
und
Fehlbe äge
im
ökonomischen
Sinn
zu
bilden,
wie
nich
zule z
de
Haushal
des
Jah es
1967
gezeig
ha ,
in
dem
bewuß
zu
Re-
zessionsbekämp ung
k edi inanzie e
Ausgaben
3
in
Höhe
on
meh
als
7
M d.
DM
eingeplan
wa en.
Alle dings
konn e
dies
nu
au
Kos en
des
G undsa zes
de
Haushal skla hei
e eich
we den;
denn
die
an izykli-
sche
Finanzpoli ik
ließ
sich
nu
du ch
"Hin e ü en"
e wi klichen.
1.
K edi e
sind
nach
dem
de zei igen
wes deu schen
Haushal s ech
deckungs ähige
Einnahmen.
Die
Ausgleichs o sch i
wi d
dadu ch
au
eine
ein
o male
Bes immung
eduzie ,
die
im
G unde
nich
meh
be-
sag ,
als
daß
de
Finanzminis e
ü
alle
in
den
Haushal splan
au ge-
nommenen
Ausgaben
i gendeine
Finanzie ung
bescha en
muß.
Dabei
sind
als
Finanzie ungsmi el
alle dings
No enbankk edi e
und
ein
Teil
de
ku z is igen
K edi e,
also
diejenigen
K edi a en,
bei
denen
in
eine
de la o ischen
Phase
mi
de
g öß en
Siche hei
eine
expansi e
Wi kung
e wa e
we den
kann,
ausgeschlossen.
2.
Auße halb
des
Haushal sgese zes
können
jede zei
Gese ze
mi
ein-
nahme-
ode
ausgabeände nde
Wi kung
e lassen
we den,
ohne
daß
da-
3 Einschließlich de im e s en In es i ionshaushal (K edi inanzie ungsge-
se z om 11. 4.1967) o gesehenen K edi e on 2,5 M d.
DM
und de Au s ok-
kung du ch das zwei e Konjunk u p og amm (gemäß § 6 Abs. 3 des S abili-
ä sgese zes om
8.
6.
1967)
um
1,45 M d.
DM,
abe
ohne die zusä zlichen Schuld-
buch o de ungen de Ren en e siche ungs äge on 1,35 M d.
DM.
Als B u o-
k edi au nahme
wa en
soga 9,5 M d.
DM
o gesehen.
6
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
52
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82
Willi
Albe s
du ch
de
G undsa z
des
Haushal sausgleichs
e le z
wi d'.
Die
jäh -
lichen
Haushal sgese ze
en hal en
im
allgemeinen
so eichlich
bemessene
K edi e mäch igungen,
daß
K edi au nahmen
zu
Finanzie ung
de a i-
ge
zusä zliche
Ausgaben
ode
zu
Kompensa ion
on
Einnahmesenkun-
gen
ech lich
ohne
Schwie igkei en
möglich
sind
5•
Beide
Möglichkei en
haben
sich
in
de
Ve gangenhei
als
nach eilig
e -
wiesen:
Die
im
G undgese z
6
und
in
de
Reichshaushal so dnung
6
es -
geleg en
Vo sch i en
ü
die
Zulässigkei
de
K edi inanzie ung
ö en liche
Ausgaben
(Ausgaben des
auße o den lichen
Haushal s,
we bende
Zwecke)
beg enzen
diese
kaum.
Das
Ve schieben
on
Ausgaben
des
o den lichen
in
den
auße o den lichen
Haushal
und
umgekeh
beim
Au s ellen
des
Haushal splans
is
wei gehend
in
das
E messen
de
Regie ung
ges ell ,
da
es
keine
kla e
Ab-
g enzung
zwischen
beiden
Ausgabea en
gib , so
daß
es
die
Re-
gie ung
in
de
Hand
ha ,
den
auße o den lichen
Haushal
dem
ü
wünschenwe
gehal enen
Volumen
on
du ch
K edi
zu
inanzie enden
Ausgaben
anzupassen.
Da übe
hinaus
kann
das
Haushal sgese z
o -
sehen,
daß
bes imm e
Ausgaben
des
o den lichen
Haushal s
aus
Mi eln
des
auße o den lichen
Haushal s
geleis e
we den
7•
De
Beg i
"we -
bende"
Zwecke
ha
sich
im
üb igen
wei
übe
im
p i a wi scha lichen
Sinne
" en able"
Anlagen
ausgedehn ,
so daß,
wenn
man
will,
auße
dem
Pe sonal-
und
Ve wal ungsau wand
und
den
Ve eidigungs-
und
Sozial-
las en
as
alle
ande en
Ausgaben
da un e
allen.
Im
Rahmen
de
nach
§ 8 a RHO
im
Haushal sgese z
es zulegenden
K edi e mäch igungsg enze
is
die
Regie ung
also
wei gehend
ei,
den
gewünsch en
Um ang
de
Ausgaben
du ch
K edi e
zu
inanzie en.
Nu
au
diese Weise
konn e
o
Ink a e en
des Gese zes
zu
Fö de ung
de
S abili ä
und
des
Wachs ums
de
Wi scha S
om
8.
Juni
1967
eine
de-
izi ä e
Finanzpoli ik
e wi klich
we den.
Im
Zusammenhang
mi
dem
S abili ä sgese z
wu de
auch
de
A .
109
GG
geände
9•
Absa z
2
o de
nunmeh
ausd ücklich,
daß
"Bund
und
4
Nu
wenn
de a ige
Ände ungen
zu
Vo lage
eines
Nach agshaushal s
üh en
wü den,
wü de
die
Vo sch i
des
Haushal sausgleichs
nach
A .
110
Abs. 2
GG
wi ksam.
5
In
de
P axis
wi d
die
Finanzie ung
de a ige
zusä zliche
Ausgaben
al-
le dings
häu ig
du ch
Minde ausgaben
bei
ande en
Posi ionen
des
Haushal s
e eich .
Diese
Kü zungen
e olgen
au
Ano dnung
des
Finanzminis e s,
so
daß
die
om
Pa lamen
ge o ene
En scheidung
übe
die
Zusammense zung
de
Ausgaben
nach äglich
du ch
einen
einen
Ve wal ungsak
umges oßen
wi d.
6
A .
115
GG,
A .
3 RHO.
7
Eine
de a ige
Regelung
en häl
z. B. § 7 Abs. 4
des
Haushal sgese zes
1967,
om
4.7.1967, BGBl. H, S.
1961
8 BGBl. I 1967, S.
582
.
9
15.
Gese z
zu
Ände ung
des
G undgese zes
om
8.
Juni
1967
(BGBl. I 1967,
S.581).
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G undlagen
und
Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
83
Lände
bei
ih e
Haushal swi scha
den
E o de nissen
des
gesam -
wi scha lichen
Gleichgewich s
Rechnung
zu
agen
haben".
Absa z
4
o ien ie
die
K edi au nahme
und
die
Übe schußbildung
am
gesam -
wi scha lichen
Gleichgewich .
Das
S abili ä sgese z
selbs
sch eib
in
§ 5
bei
eine
die
olkswi scha liche
Leis ungs ähigkei
übe s eigenden
Nach ageauswei ung
einen
Übe schußhaushal ,
bei
eine
das
gesam -
wi scha liche
Gleichgewich
ge äh denden
Abschwächung
de
allge-
meinen
Wi scha s ä igkei
einen
De izi haushal
o
und
äum
dem
Bund
übe
die
im
Haushal sgese z
en hal enen
K edi e mäch igungen
hinaus
einen
zusä zlichen
Konjunk u k edi pla ond
on
ün
M d.
DM
ein
10.
Da
A .
110 GG,
de
den
jäh lichen
Haushal sausgleich
o sch eib ,
un-
e ände
bes ehengeblieben
is ,
is
kla ges ell ,
daß
e
en gegen
de
u sp ünglichen
Absich
nu
ein
ein
o males
Ausgleichsgebo
beinhal e .
An
diese
Lage
soll
auch
die
im
Zusammenhang
mi
de
geplan en
Haushal s ech s e o m
o gesehene
wei e e
Ände ung
des
Abschni es
X
des
G undgese zes
ll
übe
das
Finanzwesen
nich s
ände n.
Die
ü
eine
an izyklische
Finanzpoli ik
wich igs e
Maßnahme
be i
den
A .
115,
de
die
Zulässigkei
on
K edi au nahmen
egel .
An
die
S elle
des
"auße o den lichen
Beda s"
und
de
"Ausgaben
zu
we benden
Zwecken"
soll
nunmeh
die
Bindung
de
K edi inanzie ung
an
In es i ionsaus-
gaben
e en.
Die
Ve bindung
zu
dem
Gebo
eine
konjunk u ge ech en
Haushal swi scha
nach
A .
109
GG
soll
du ch
den
Hinweis
he ge-
s ell
we den,
daß
Ausnahmen
on
de
Zweckbindung
de
au genomme-
nen
K edi e
ü
In es i ionen
nu
zu
Abweh
eine
S ö ung
des
gesam -
wi scha lichen
Gleichgewich s zulässig sind.
De
en scheidende
Du ch-
b uch
zu
eine
mode nen
Finanzpoli ik,
bei
de de
Um ang
de
K edi -
au nahme
nich
meh
on
den
zu
inanzie enden
Objek en,
sonde n
on
den
gesam wi scha lichen
E o de nissen
bes imm
wi d,
wi d
also
auch
nach
Ve abschiedung
de
Haushal s ech s e o m
noch
nich
ollzogen
sein.
Imme hin
sind
einige
Ansä ze
im
En wu
eines
Haushal sg undsä ze-
gese zes
und
de
Bundeshaushal so dnung
12
zu
e kennen,
die
den
ökono-
mischen
E kenn niswe
des
Haushal s
e besse n.
Nach § 12 Abs. 2
HG G
und
§
14
Abs. 2
BHO
is
dem
Haushal splan
eine
Finanzie ungs-
übe sich
als
Anlage
beizu ügen.
Da in
is
ein
Finanzie ungssaldo
auszu-
weisen,
de
sich
du ch
Gegenübe s ellung
de
um
Einnahmen
aus
K edi-
en,
aus
Münzp ägung,
aus
Rücklagen
und
aus
Übe schüssen
de
Vo -
10 S abili ä sgese z, § 6 Abs.
3.
11 En wu eines Gese zes
zu
Ände ung des G undgese zes, BT-D ucksache
V/3040.
12 En wu eines Gese zes übe die G undsä ze des Haushal s ech s des
Bundes
und
de Lände (HG G) und eine Bundeshaushal so dnung
(BHO),
BT-D ucksache
V/3040.
6·
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84
Willi Albe s
jah e
ko igie en
Einnahmen
mi
den
um
Tilgungen,
Zu üh ung
an
Rücklagen
und
Deckung
on
Vo jah es ehlbe ägen
e minde en
Aus-
gaben
e gib .
Hie
wi d
also
das
ökonomisch
ele an e
(geplan e)
Haus-
hal se gebnis
ausgewIesen,
wenn
auch
nach
wie
o
die
Beg i e
Übe -
schuß
und
Fehlbe ag
e mieden
we den.
Ahnlich
is
es
beim
Haushal s-
abschluß,
wo
eben alls
nach
§
39
HG G
und
§
82
BHO
ein
Übe schuß
ode
Fehlbe ag
im
ökonomischen
Sinn
auszuweisen
is .
Alle dings
we -
den
do
ün
(!)
e schiedene
Haushal se gebnisse
o gesch ieben,
wo-
du ch
die
Kla hei
nich
ge ade
ge ö de
wi d,
und
es
is
bezeichnend,
daß
de
ökonomisch
aussage ähige
Abschluß
an
le z e
S elle
genann
wi d.
Nach
wie
o
bleib
auch
die
Zwei eilung
de
K edi e
in
"deckungs-
ähige
Einnahmen"
und
in
Mi el
zu
Fehlbe ags inanzie ung
e hal en,
und
No enbankk edi e
können
nu
in
Fo m
on
Kassenk edi en
zu
Übe b ückung
on
ku z is igen
Liquidi ä sengpässen
au genommen
we den.
Daß
diese
Bes immungen
mi
eine
konjunk u ge ech en
Finanz-
poli ik
nu
schwe
zu
e einba en
sind,
s eh
auße
Zwei el. Gleichwohl
e schein
es zweckmäßig,
den
un e schiedlichen
expansi en
Ein luß
e -
schiedene
K edi a en
zu
un e suchen.
Ve gleich
man
die
S eue -
mi
de
K edi inanzie ung,
geh
man
in
de
Regel
da on
aus,
daß
de
Kau k a en zug
du ch
die
S eue
zu
eine
Ve minde ung
de
p i a en
Nach age
üh e,
wäh end
diese
Ve minde-
ung
bei
eine
K edi inanzie ung
nich
ein i .
Nun
kann
ein
Un e -
nehme
den
Kau k a en zug
du ch
S eue n
abe
du ch
eine
e s ä k e
K edi au nahme
kompensie en,
so
daß
e
seine
Nach age
au
de
glei-
chen
Höhe
häl .
Die
In es i ionen
we den
dann
lediglich
s ä ke
mi
F emdkapi al
inanzie .
In
Zei en
eine
Hochkonjunk u ,
wenn
die
Un e nehme
op imis ische
Gewinne wa ungen
haben,
wi d
das
häu ig
de
Fall
sein.
Als
in
den
ün zige
Jah en
de
Julius u m
ge üll
wu de,
wa
dieses
Ve hal en
deu lich
zu
beobach en;
denn
o z
de
S illegung
on
Millia denbe ägen
an
S eue gelde n
und
hohen
Zinsen
blieben
die
In es i ionen
un e ände
hoch.
E leich e
wu de
die
K edi inanzie-
ung
de
In es i ionen
dadu ch,
daß
de
Zus om
on
Auslandsgeld
als
Folge
de
Außenhandelsübe schüsse
den
K edi banken
genügend
Liqui-
di ä
zu üh e
und
die
k edi poli ischen
Res ik ionsins umen e
de
No-
enbank
s ump
mach e.
Ande e sei s
üh
bei
unelas ischem
K edi angebo
eine
K edi inan-
zie ung
ö en liche
Ausgaben
nich
imme
zu
eine
E höhung
de
ge-
sam en
(p i a en
und
ö en lichen) Nach age.
Die
K edi e so gung
de
p i a en
Un e nehme
kann
beein äch ig
we den,
wenn
de
S aa
be-
ei
und
in
de
Lage
is ,
besse e
K edi kondi ionen
zu
bie en.
Von
de
p i a en
Wi scha
is
meh ach
mi
diese
Beg ündung
gegen
eine
zu
hohe
K edi inanzie ung
des
auße o den lichen
Bundeshaushal s
Klage
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G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
85
ge üh
wo den,
wenn
auch
die
behaup e en
nach eiligen
Wi kungen
quan i a i
nie
nachgewiesen
we den
konn en.
Rich ig
is
dagegen,
daß
meh ach
de
auße o den liche
Haushal
wegen
mangelnde
Finanzie-
ungsmi el
nich
oll
bedien
we den
konn e.
Die
Schwie igkei
bei
de
Au nahme
on
Bundesanleihen
schein
im
Wide sp uch
zu
de
o he
ge o enen
Fes s ellung
zu
s ehen,
daß
die
Wa en
de
No enbank
s ump
wa en.
Diese
e mein liche
Wide sp uch
be uh
da au ,
daß
sich
die
Banken
bei
de
Gewäh ung
ku z-
und
länge is ige
K edi e
on
e -
schiedenen Gesich spunk en,
nämlich
on
ih e
Liquidi ä
eine sei s
und
on
de
Ren abili ä
und
Siche hei
de
Anlagen
ande sei s,
lei en
lassen.
Dabei
is
un e
de
Liquidi ä
nich
nu
die
Ve ügung
übe
Zen albank-
geId
im
Momen
de
Anlage,
sonde n
auch
das
zukün ige
Ve häl nis
zwischen
den
An o de ungen
an
und
de
Ve ügung
übe
Zen albank-
geId
zu
e s ehen.
Dies
häng
en scheidend
mi
on
de
Fälligkei
de
Ak i a
und
Passi a
ab.
Wenn
die
Bedingungen
de
olls ändigen
Konku enz
au
dem
K edi -
ma k
e üll
wä en,
müß e
sich
die
Ve zinsung
ü
ku z-
und
lang is ige
Anlagen
de
Banken
so einspielen,
daß
in
ih en
Augen
die
Risiko-E ag-
Kombina ion
gleichwe ig
is . O ensich lich
wi d
on
den
Banken
jedoch
die
Anlage
in
kü ze is igen
Di ek k edi en
an
Un e nehmungen
de
We papie anlage
o gezogen;
denn
in
Zei en
eine
Hochkonjunk u ,
wenn
die
K edi nach age
de
p i a en
Un e nehme
zunimm ,
allen
die
Banken
als
Nach age
nach
We papie en
wei gehend
aus,
ja
sie
ha-
ben
soga
zei weise
ih
We papie po e euille
e minde V
3•
Dagegen
eiche n
sie
in
Zei en
eine
ückläu igen
K edi nach age
de
Un e neh-
me
ih en
We papie besi z
an, so
daß
meh
als
die
Häl e
de
Käu e
on
es e zinslichen
We papie en
au
die
K edi banken
en äll .
Das
e -
klä ,
wa um
in
Zei en
eine
liquidi ä smäßigen
Anspannung
die
An-
lagen
de
Banken
in
es e zinslichen
Papie en
besch änk
sind,
beg ün-
de
abe
noch nich ,
wa um
auch
in
Zei en
eine
Liquidi ä s ülle
lang-
is ige
Anlagen
nu
in
dem
Um ange
ge ä ig
we den,
wie
die
Banken
übe
länge is ige
Einlagen
(Passi a)
e ügen.
Dieses
Ve hal en
läß
sich
o enba
nu
mi
de
Be ü ch ung
de
Ban-
ken
e klä en,
bei
eine
ku z is igen
Finanzie ung
länge is ige
An-
lagen
illiquide
zu
we den.
Die
"goldene
Bank egel"
bes imm
also
o en-
ba
imme
noch
bis
zu
einem
gewissen
G ad
das
Ve hal en
de
Banken.
Im
E gebnis
zeig sich,
daß
unabhängig
on
de
konjunk u ellen
Si ua-
ion
-
in
de
Tab. 1
sind
bewuß
Zei punk e
mi
un e schiedliche
Kon-
junk u lage
gewähl
wo den
-
dem
lang is igen
K edi geschä
bzw.
de
We papie
anlage
enge
und
es e
G enzen
gese z
sind.
13
Vgl.
K.
Häuse
und
J.
Somogyi,
Allgemeine En wicklung des Kapi alma k-
es in de Bundes epublik sei 1957 [und] U sachen de mi el is igen Schwan-
kungen des Emissions olumens und de Rendi e es e zinsliche We papie e,
F ank u
1968, S. 18 .
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86 Willi Albe s
Tabelle 1
Die Deckung lang is ige Ak i a du ch lang is ige Passi a
bei
den K edi -
banken
in
de Bundes epublik Deu schland
1958,
1960 und 1966a)
lang is ige Passi ab) als H
d.
Bankeng uppe lang is igen Ak i ac)
Mä z
1956
I Mä z
1960
Mä z
1966
K edi banken ......................
105 104 130
da on G oßbanken
..............
112
113
147
Gi ozen alen
......................
91 91
98
Spa kassen
........................
110 103 107
K edi genossenscha en
............
177 165
155
Hypo hekenbanken
................
101 101
100
Alle Bankeng uppen
................
I
103
I
100 106
a)
Quelle:
E echne
nach
Mona sbe ich en
de
Deu schen
Bundesbank
Mai
1958, 1960,
und
1966.
b)
Zu
den
lang is igen
Passi a
wu den
ge echne :
Spa einlagen,
Te mineinlagen
mi
eine
Lau zei
on
übe
einem
Jah ,
Schuld e sch eibungen
im
Umlau ,
au genommene
lang is ige
Da lehen
und
das
G undkapi al.
c)
Zu
den
lang is igen
Ak i a
wu den
ge echne :
Lang is ige
Ausleihungen,
Be-
eiligungen,
Deckungs-
und
Ausgleichs o de ungen,
We papie e
und
einige
ande e
un-
bedeu ende
Posi ionen,
die
zusammen
e wa
5
.H.
de
Bilanzsumme
ausmachen.
Da aus
olg
abe ,
daß
die
Wi kung
eine
Finanzie ung
ö en liche
Ausgaben
mi
lang is igen
K edi en
und
mi
S eue n
sich
s a k
an-
nähe .
Jeden alls
sind
dem
S aa
bei
de
Au nahme
lang is ige
K edi e
enge e
G enzen
als
bei
ku z is igen
K edi en
gese z .
Sie
wi ken
sich
zwa
in
Zei en
eine
abgeschwäch en
Konjunk u ,
wenn
eine
K edi inan-
zie ung
wünschenswe
is ,
am
wenigs en
aus,
da
die
p i a e
K edi nach-
age
dann
ela i
nied ig
und
die
Liquidi ä
de
K edi banken
ela i
g oß
is .
Sie
e schwe en
abe
eine
Pa allelpoli ik
in
Zei en
eine
konjunk-
u ellen
übe s eige ung,
zu
de
die
Lände
und
Gemeinden
in
de
Bun-
des epublik
Deu schland
auch
heu e
noch
neigen;
denn
sie
beu eilen
die
Schuldenau nahme
nach
ih e
"Belas ungs ähigkei ",
die
mi
den
im
Konjunk u au schwung
übe p opo ional
wachsenden
S eue einnahmen
s eig .
.
Bei
den
ku z is igen
K edi en
nu zen
die
Banken
dagegen
den
K edi -
schöp ungsspiel aum
aus,
und
de
Zen albank
is
es
in
de
Zei
nach
dem
Zwei en
Wel k ieg
in
de
Bundes epublik
Deu schland
nich
gelungen,
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G undlagen
und
Du ch üh ung
eine
Finanzpoli ik
87
diesen
Spiel aum
so
zu
besch änken,
wie
es
konjunk u ell
wünschenswe
gewesen
wä e
14•
Wenn
die
haushal s ech lichen
Bes immungen
in
de
Bundes epublik
Deu schland
au
G und
des
Gebo s
des
Haushal sausgleichs
nu
länge -
is ige
K edi e
zu
Finanzie ung
eines
geplan en
Fehlbe ages
zuließen,
müß e
da in
eine
e ns ha e
Beein äch igung
eine
an izyklischen
Fi-
nanzpoli ik
gesehen
we den.
Die
Rech slage
is
unkla ,
was
sich
nich
zule z
da aus
e klä ,
daß
die
ü
diese
F age
maßgeblichen
Gese ze
15
aus
eine
Zei
s ammen,
als
kon-
junk u elle
Gesich spunk e
ü
die
K edi inanzie ung
so
gu
wie
keine
Rolle
spiel en.
Das
G undgese z
sp ich
nu
on
K edi en,
und
in
de
Reichsschuldeno dnung
16
sind
als
Fo men
des
K edi s
Schuld e sch ei-
bungen,
Scha zanweisungen,
Wechsel
und
Schuldscheinda lehen
au ge-
zähl .
Danach
wä en
also
nu
K edi e
bei
de
No enbank
und
bei
den
S aa sbanken
(die
le z e en
haben
ü
die
Lände
ih e
Haup bedeu ung)
on
den
nach
A .
115
GG
deckungs ähigen
Einnahmen
ausgeschlossen17•
Demgegenübe
sp ich
die
Reichshaushal so dnung
in
§ 3
und
in
§ 26
Abs. 5
bei
den
Einnahmen
des
auße o den lichen
Haushal s
nu
on
An-
leihen,
ohne
diese
alle dings
zu
de inie en.
In
de
Haushal sp axis
ha
sich
de
Bund
übe wiegend
au
länge i-
s ige
undie e
K edi e
zu
Finanzie ung
des
auße o den lichen
Haus-
hal s
besch änk ,
wenn
auch
die
Neigung,
die
Finanzie ung
au
mi el-
bis
ku z is ige
K edi o men
(Kassenobliga ionen,
Scha zanweisungen
mi
länge e
Lau zei )
auszudehnen,
in
dem
Maße
wuchs,
wie
es
in olge
eine
Anspannung
au
dem
Kapi alma k
schwie ige
wu de,
länge i-
s ige
undie e
K edi e
au zunehmen.
Insbesonde e
§
75
RHO,
de
die
Deckung
on
Fehlbe ägen
e gange-
ne
Haushal sjah e
o sch eib ,
läß
eindeu ig
den
Schluß zu,
daß
de
Gese zgebe
on
zwei
A en
on
K edi en,
nämlich
on
deckungs ähigen
14
Eine
Ausnahme
bilde
das
zwei e
Halbjah
1966,
als
mi
dem
En s ehen
on
Impo übe schüssen
de
Zu luß
on
Liquidi ä
on
außen
e sieg e.
15
Die
Reichshaushal so dnung
da ie
om
31.
12.
1922,
die
Reichsschulden-
o dnung
om
13.
2.
1924.
16
Reichsschuldeno dnung
om
13.2.1924, § 1; sie
is
nach
§ 1
de
Ve o d-
nung
übe
die
Bundesschulden e wal ung
om
13. 12.
1949
bei
de
Au nahme
on
Schulden
de
Bundes epublik
Deu schland
sinngemäß
anzuwenden.
17
Teilweise
wi d
auch § 3 Abs. 2
de
Reichsschuldeno dnung,
wo in
es ge-
leg
is ,
daß
Kassenk edi e,
Scha zanweisungen,
Wechsel
und
Da lehen
zu
Ve s ä kung
de
Be iebsmi el
nich
spä e
als
6
Mona e
nach
Ablau
des
Rechnungsjah es,
ü
das
die
Ve s ä kung
zugelassen
is , ällig
we den
dü en,
so
in e p e ie ,
daß
alle
K edi e,
die
spä e
ällig
we den,
zu
Deckung
de
Ausgaben
des
auße o den lichen
Haushal s
dienen
können.
Ein
solche
Um-
keh schluß
is
jedoch
nich
zulässig;
denn
diese
Bes immung
bezieh
sich
aus-
d ücklich
nu
au
Kassenk edi e
und
ha
ausschließlich
das
Ziel,
einen
Miß-
b auch
on
Kassenk edi en
zu
e hinde n.
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94 Willi Albe s
zuguns en
des
Schuldne s
au
Liquidi ä .
Das
is
nu
möglich,
wenn
de
Liquidi ä s e zich
bei
einem
Teil
de
Wi scha ssubjek e
ebenso
g oß
is
wie
die Bescha ung zusä zliche
Liquidi ä
bei
einem
ande en
Teil
de
Wi scha ssubjek e;
denn
gesam wi scha lich
is
eine
zei -
liche
übe agung
on
Kau k a
nich möglich.
Die
Beziehungen
zwischen
S aa
und
No enbank
sollen
dagegen
übe
eine
Ve ände ung
de
olkswi scha lichen
Liquidi ä
die
e ek i e
mone ä e
Gesam nach age
au
einen
dem
gesam wi scha lichen
Gleichgewich
en sp echenden
Um ang
b ingen
bzw. sie
au
diesem
Um ang
hal en.
Es
komm
dabei
au
die
im
Augenblick
de
Ve ände ung
de
Liquidi ä
ein e enden
Nach agewi kungen
an.
I gendwelche
zu-
kün igen
Liquidi ä sände ungen,
die
da au
be uhen,
daß
au
G und
de
Beziehungen
zwischen
S aa
und
No enbank
Fo de ungen
en -
s ehen, die zu
einem
spä e en
Zei punk
du ch
Rückzahlungen au zulösen
sind,
können
gesam wi scha lich
nu
s ö end
wi ken.
Als
die
klassischen Deckungsg undsä ze, nach
denen
de
S aa
in
Ana-
logie zu
dem
Ve hal en
de
p i a en
Wi scha ssubjek e
nu
en able
In es i ionen
mi
K edi en
inanzie en
du e,
au gegeben
wu den
und
die
K edi au nahme
des
S aa es
sich nach
den
gesam wi scha lichen
E o de nissen
ich e e,
hä en
auch die
Beziehungen
zwischen
S aa
und
No enbank
au
eine
neue
Basis
ges ell
we den
müssen, die
ei
on
jedem
p i a en
Gläubige -Schuldne -Ve häl nis
gewesen
wä e.
Die nach
wie
o
ü
den
S aa
gegebene Möglichkei ,
au
übe schüsse
de
Vo pe ioden
"du ch
Au lösung
on
Rücklagen" zu ückzug ei en,
bi g
die
Ge ah
in
sich,
daß
in
Zei en
eine
angespann en
Finanzlage
-
und
wann
wä e
dies nich
de
Fall?
-,
auch
wenn
dies
gesam wi -
scha lich
une wünsch
is , die Rücklagen au gelös
we den.
Die
E -
ah ungen,
die
wäh end
de
Am szei
des
Finanzminis e s
Schä e
mi
de
Au lösung
des
Julius u ms
gemach
wu den,
sp echen
eine
wa nende
Sp ache.
Ande sei s
b ing
die
in
K edi o m
gekleide e
Liquidi ä szu üh ung
de
No enbank
spä e e
Tilgungs e p lich ungen
mi
sich.
Füh en
diese
Tilgungen
zu
eine
Ve inge ung
de
Ne o e schuldung
des
S aa es,
wi ken
sie
kon ak i .
Da
die
Rückzahlungen
unabhängig
on
de
jeweiligen
Konjunk u lage
ällig
we den,
bes eh
die Ge ah ,
daß
sie
zum
alschen
Zei punk
kon ak i
wi ken.
Füh en
die
Tilgungen
da-
gegen
nu
zu
Um auschope a ionen
bei
un e ände em
S and
de
Ne o-
e schuldung
-das
dü e
die Regel
sein
-,
bes eh
die Ge ah ,
wenn
die
K edi banken
und
das
Publikum
bei
eine
beeng en
Liquidi ä slage
nich
be ei
sind, die
om
S aa
angebo enen
Um auschemissionen
zu
kau en,
daß
die
No enbank
gezwungen
is , diese zu
übe nehmen,
weil
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
95
sich
de
S aa
au
ande em
Wege die
ü
die Rückzahlung e o de liche
Liquidi ä
nich bescha en
kann.
Das
Risiko,
daß
de
S aa
illiquide
wi d
(S aa sbank o ),
wi d
auch eine
No enbank
nich
au
sich
nehmen
wol-
len,
selbs
wenn
die
Liquidi ä shil e
an
den
S aa
eine
an
sich
no wen-
digen
es ik i en
Geld-
und
K edi poli ik
unmi elba
en gegenwi k .
Die
Beziehungen
zwischen
S aa
und
No enbank
soll en
deshalb
so
ge egel
we den,
daß
die
No enbank
in
de
Pe iode,
in
de
in
de
Volks-
wi scha
eine Geldschöp ung
e wünsch
is ,
die
Liquidi ä
des
S aa es
e höh ,
wäh end
de
S aa
in
de
en gegengese z en
Si ua ion
Liquidi ä
bei
de
No enbank
s illeg .
Folgewi kungen
soll en
sich
da aus
nich
e geben, d. h.
bei
eine
S illegung
on
Kau k a
du ch
den
S aa
bei
de
No enbank
soll en
keine
Fo de ungen
des
S aa es
gegen
die
No enbank
beg ünde
we den,
und
das gleiche soll e
umgekeh
ü
den
Fall
gel en,
daß
die
No enbank
die
Liquidi ä
des
S aa es
e höh .
Die
le z e
These,
daß
die
ö en liche
Hand
mi
den
K edi banken
keine
K edi beziehungen
un e hal en
soll,
e gib
sich
aus
de
Besei igung
eines
p i a ech lichen
Gläubige -Schuldne -
Ve häl nisses
au oma isch.
Auch diejenigen, die
neben
de
konjunk u ell
beding en
Ve schuldung
noch
einen
Teil
de
"no malen"
S aa sausgaben
mi
K edi en
inanzie en
und
zwischen
S aa
und
No enbank
Fo de ungen
und
Ve p lich ungen
bes ehen
lassen wollen,
we den
wah scheinlich die
Finanzie ung
eines
eine
Rezessionsbekämp ung
dienenden
De izi s
bei
de
No enbank
be-
ü wo en,
weil
au
diese Weise die
e wünsch e
expansi e
Wi kung
am
bes en
gesiche
we den
kann.
Inso e n
dü e
gegen
die
le z e
These
wenige
Wide s and
bes ehen.
De
k i ische
Punk
dieses Vo schlags
bes eh
da in,
daß
die
Ve su-
chung
ü
den
S aa ,
sich
Geld
on
de
No enbank
zu
e scha en,
e höh
wi d,
weil
die B emse,
die
in
den
spä e en
Tilgungs e p lich ungen
und
in
de
Zinsbeslas ung
bes eh ,
wegge allen
is . Deshalb
sind
die
An-
o de ungen,
die
an
die Zulässigkei
eine
Geldschöp ung du ch
den
S aa
mi
Hil e
de
No enbank
zu
s ellen
sind,
bewuß
hoch gese z
wo den.
Das
P inzip
bes eh
also
da in,
die Vo ausse zungen
ü
eine De izi -
inanzie ung
eng
zu
assen,
dann
abe
die
wi ksams e
Fo m:
Liquidi ä s-
zu üh ung
du ch
die
No enbank
zu
wählen.
Man
könn e
na ü lich
auch
den
umgekeh en
Weg
gehen
und
die
Ge ah
eine
in la o ischen
Finanz-
poli ik
dadu ch
e inge n,
daß
dem
S aa
de
Zugang
zu
No enbank
e spe
wi d,
da ü
abe
die
K edi inanzie ungsmöglichkei en
we-
nige
s a k
beschni en
we den.
Man
nimm
dabei
in
Kau ,
daß
die
ex-
pansi e
Wi kung
wenige
siche
is
und
daß
sich
du ch
die
Tilgungs-
e p lich ungen
une wünsch e
Nebenwi kungen
e geben.
Bei
einem
Ve gleich
de
beiden
Möglichkei en
dü e
de
e s e
den
Vo eil
de
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96
Willi Albe s
g öße en
Konsequenz
und
die Wah scheinlichkei
on
wenige
une -
wünsch en
Nebenwi kungen
ü
sich
beansp uchen
können.
Auch
wenn
in
de
Zei
nach
dem
Zwei en
Wel k ieg
die o geschlagene
igo ose
K edi besch änkung
de
ö en lichen
Hand
wah scheinlich
das
Wachs um
de
Volkswi scha en
nich
beein äch ig
hä e,
weil
in la o-
ische
Tendenzen
o he sch en,
kann
ü
die
Zukun
eine
nega i e
Wi kung
au
das
Wachs um nich ausgeschlosesn
we den.
Inso e n
is
bei
eine
ökonomischen
Modellbe ach ung
de
Vo schlag
nu
die
zwei -
bes e
Lösung. Die
Ge ah
eines Mißb auchs
de
S aa s e schuldung
is
abe
so o enkundig,
daß
ü
die
p ak ische
Wi scha spoli ik
aus
inanz-
psychologischen
G ünden
diese
e en uellen
ökonomischen Nach eile als
das
kleine e
Übel
in
Kau
genommen
we den
soll en,
wenn
es geling ,
die
Ge ah
eines Mißb auchs
wi ksam
einzudämmen.
III.
De
konjunk u ge ech e
Vollzug des
Haushal splans
Die
in e na ional
im
allgemeinen
au
ein
Jah
es geleg e
Haushal s-
pe iode
is
eine sei s
zu
lang,
ande sei s
zu ku z.
Sie
is
zu ku z,
weil
g öße e
Ausgabenp ojek e
(insbesonde e In es i ionen,
abe
auch
S uk-
u p og amme)
nich
inne halb
diese
F is
abzuwickeln sind. Es
beda
dahe
Ausnahmen,
die
siche s ellen,
daß
länge is ige
Ausgabenp o-
g amme
unabhängig
on
den
einzelnen
Haushal spe ioden
abgewickel
we den
können.
Das
deu sche
Haushal s ech
ha
hie zu
die Ve p iich-
ungse mäch igungen
und
die
übe agba en
Ausgaben
en wickel .
In
ande en
Lände n
(z.
B.
USA)
is
die Bewilligung
de a ige
Vo haben
du ch
das
Pa lamen
on
dem
jäh lichen
Haushal splan
gelös ; eine
an-
de e
Lösung
bes eh
wiede um
da in,
die
einjäh ige
Haushal spe iode
gene ell
zu
e länge n
(Zweijäh ige
Haushal
in
den
Lände n
Hessen
und
Baye n).
Dagegen
is
die
Fes legung
de
Ausgaben
und
Einnahmen
ü
ein
Jah
zu lang, weil sich die
Konjunk u lage,
an
die sich
die
Haushal sg ößen
anpassen
müssen,
ku z is ig
ände .
Un e
konjunk u ellen
Gesich s-
punk en
wä e
eine
ie eljäh liche
Haushal spe iode
angemessen. Die
ü
ein
Jah
im
o aus
es geleg en
Ausgaben
und
Einnahmen
können
auch
bei
bes e
Ausnu zung
de
Indika o en
ü
die
zukün ige
wi -
scha liche
En wicklung
den
konjunk u ellen
E o de nissen
nich oll
en sp echen,
zumal
iele wich ige Teile des
Haushal s
schon
ein
halbes
Jah
o
Beginn
de
Lau zei
des Rechnungsjah es es liegen müssen. Es
e gib
sich
deshalb
die No wendigkei , Möglichkei en
ü
eine
ku z-
is ige
Ände ung
des Haushal sgese zes
zu
Anpassung
an
eine
geän-
de e
Konjunk u lage
zu
inden;
denn
eines
de
Haup p obleme
eine
konjunk u ge ech en
Finanzpoli ik
bes eh
da in,
daß
sie ech zei ig
wi ksam
wi d.
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G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
97
1.
Vom Gese zgebe o gesehene
Abweichungen beim Vollzug des jäh lichen Haushal sgese zes
Die Möglichkei ,
den
Vollzug des
Haushal s
elas isch
an
zwischenzei -
lich
einge e ene
konjunk u elle
Ände ungen
anzupassen
ode
Fehlein-
schä zungen
beim
Ansa z
on
Einnahmen
und/ode
Ausgaben
zu
ko -
igie en,
muß
g undsä zlich
die
Einnahme-
und
Ausgabesei e des
Haus-
hal s
um assen. Von
de
konjunk u ellen
Si ua ion
und
de
Möglichkei ,
Ände ungen
schnell
genug
zu e wi klichen,
wi d
es
abhängen,
au
wel-
che
Sei e
des
Haushal s
das Schwe gewich
de
zu
e enden
Maßnah-
men
liegen
wi d.
Un e
om
Gese zgebe
o gesehenen
Abweichungen sollen solche
e -
s anden
we den,
bei
denen
a)
im
Haushal sgese z
selbs
be ei s
die
Regie ung
zu
eine
de a igen
dem
Um ang
nach
beg enz en
ode
nich
beg enz en
Abweichung
e -
mäch ig
is ,
b)
im
Haushal s ech
eine
allgemeine
Regelung bes eh ,
daß
die Regie-
ung
-u.
U.
un e
besch änk e
Be eiligung
des
Pa lamen s
-
bei
Vo -
liegen
eine
bes imm en
Konjunk u lage
zu
eine
Ände ung
e mäch ig
is .
De a ige
aus
konjunk u ellen
G ünden
om
Gese zgebe
beim
Voll-
zug
bewuß
o gesehene
Abweichungen
om
Haushal sgese z
gib
es
eigen lich
e s
sei
dem
S abili ä sgese z.
Im
einzelnen
sind
zu
nennen:
a)
Die
Au nahme
on
Spe e me ken
in das Haushal sgese z
Sind
die
mi
Spe e me ken
e sehenen
Ausgabepos en
om
Gese z-
gebe
selbs nich
zu
Ve ausgabung
eigegeben,
is
die
Regie ung
bei
eine
de la o ischen
En wicklung
jedoch zu
ih e
Au hebung
be ug ,
wi -
ken
sie
expansi
(E en ualhaushal ).
Sind
dagegen
die
Ausgaben
im
Haushal sgese z
eigegeben
und
nu
p ophylak isch
mi
einem
Spe -
e me k
e sehen,
de
du ch
die
Regie ung
in
K a
gese z
we den
kann,
wi k
ih e
Ein üh ung
kon ak i .
b)
E mäch igung
zu
S eue e höhungen
ode
S eue senkungen
im
Haushal s ech
aal Nach
dem
S abili ä sgese z
19
sind
je
nach
Konjunk u lage
E hö-
hungen
und
Senkungen
de
S eue schuld
de
Einkommens eue
und
Kö pe scha s eue
um
bis zu
10
. H.
du ch
Rech s e o dnung
de
19 Gese z zu Fö de ung de S abili ä und des Wachs ums de Wi scha ,
a.a.O., §§
26
und
27.
7
Schli en
d.
Ve einS
.
Socialpoli ik
52
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98
Willi Albe s
Bundes egie ung
möglich.
Bundes ag
und
Bundes a
müssen
de
Rech s-
e o dnung
zus immen, so
daß
keine
g oße
Ve ein achung
ü
das
Wi k-
samwe den
gegenübe
dem
no malen
Gese zgebungs e ah en
ein i .
bb)
In es i ionen
können
in
de la o ischen
Phasen
s eue lich
begüns ig
we den,
"wenn
eine
S ö ung
des gesam wi scha lichen Gleichgewich s
einge e en
is
ode
sich abzeichne , die eine nachhal ige
Ve inge ung
de
Umsä ze
ode
de
Beschä igung
zu
Folge
ha e
ode
e wa en
läß "20,
indem
7,5
. H.
de
Anscha ungs-
ode
He s ellungskos en
on
In es i ionsgü e n
on
de
Einkommen-
bzw.
Kö pe scha s eue
ab-
gese z
we den.
Das
Ink a se zen
diese
Maßnahme
is
gegenübe
de
lOp ozen igen
Ände ung
de
S eue schuld
inso e n
e ein ach ,
als
de
Bundes ag
nu
ein
au
ie
Wochen
be is e es
Einsp uchs ech besi z .
ce)
In es i ionen
können
in
in la o ischen
Phasen
du ch
Einsch änkung
de
Absch eibungsmöglichkei en
geb ems
we den.
Sonde absch eibun-
gen
und
da übe
hinaus
gene ell
die
Anwendung
de
deg essi en
Ab-
sch eibungs o m
können
ausgeschlossen
we den,
"wenn
eine
S ö ung
des gesam wi scha lichen Gleichgewich s
einge e en
is
ode
sich
ab-
zeichne , die e hebliche
P eiss eige ungen
mi
sich
geb ach
ha
ode
e wa en
läß "21.
In
diesem
Fall
bes eh
sowohl
ü
den
Bundes ag
als
auch
ü
den
Bundes a
lediglich
ein
Einsp uchs ech , dessen
F is
ü
den
Bundes ag
ie ,
ü
den
Bundes a
d ei
Wochen
be äg .
c)
Ausgabekü zungen
im
Haushal sgese z
du ch
Bildung
eine Konjunk u ausgleichs ücklage
Bis zu 3 . H.
de
S eue einnahmen
on
Bund
und
Lände n
können
in
eine
bei
de
Deu schen
Bundesbank
anzusammelnden
Konjunk u -
ausgleichs ücklage
22
s illgeleg
we den
23
. Die
Ve inge ung
de
e üg-
ba en
Einnahmen
zieh
eine
en sp echende
Kü zung
de
Ausgaben
nach
sich. Die
Bundes egie ung
is
du ch
Rech s e o dnung
zum
E laß
diese
Maßnahme
e mäch ig , die lediglich
de
Zus immung
des
Bundes a s
be-
da .
d)
Ausgabekü zungen
im
Haushal du ch nach ägliche
Kü zung
de
im
Haushal sgese z
en hal enen
K edi e mäch igungen
Bei
in la o ischen
Ge ah en
können
die
im
Haushal sgese z
bzw.
de
Haushal ssa zung
ausgewiesenen
K edi e mäch igungen
on
Bund,
Län-
20 Ebenda, § 26.
21
Ebenda, § 26.
22 We den die Einkommen- und Kö pe scha s eue nach Zi . 2 a e höh ,
sind auch die da aus esul ie enden Meh einnahmen de Konjunk u aus-
gleichs ücklage zuzu üh en.
23 Gese z zu Fö de ung de S abili ä und des Wachs ums de Wi scha ,
a.a.O., §§ 7 und 15.
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G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
99
de n
und
Gemeinden
au
80 . H.
de
du chschni lichen
E mäch igungen
wäh end
de
o ausgehenden
ün
Rechnungsjah e
gekü z
we den
24•
Un e s ell
man
jäh liche
Zuwachs a en
des
Haushal s olumens
und
de
au genommenen
K edi e
um
5 bis
10
. H., so
können
sich
gegenübe
dem
Haushal sgese z
Kü zungen
um
bis
zu
einem
D i el
und
meh
e geben.
En sp echende
Kü zungen
de
Ausgaben
sind
die Folge. Diese
Kü zungen
können
du ch
Rech s e o dnung
de
Bundes egie ung
e -
üg
we den,
de de
Bundes a
zus immen
muß.
De
Bundes ag
besi z
eine
Einsp uchs is
on
sechs Wochen.
e) Zusä zliche
Ausgaben
bei eine Abschwächung de allgemeinen
Wi scha s ä igkei
Übe
die
im
Haushal sgese z
bewillig en
Ausgaben
hinaus
is
die
Bundes egie ung
e mäch ig , zusä zliche
Ausgaben
anzuo dnen.
Es
muß
sich
um
Ausgaben
handeln,
die
ü
die
kommenden
Jah e
in
de
mi el-
is igen
Finanzplanung
o gesehen
sind
25• Die
mi el is ige
Finanz-
planung
ha
inso e n
den
Cha ak e
eines
E en ualhaushal s;
das
gil
um
so
meh ,
als die Resso s
gehal en
sind, die
In es i ions o haben
en -
sp echend
zei lich
o auszuplanen
26, so
daß
sie
im
Beda s all
au
e ige
Schubladenp ojek e
zu ückg ei en
können.
Die
Finanzie ung
ha
zunächs aus
de
Konjunk u ausgleichs ücklage
zu e olgen27 ; eich sie nich aus,
e üg
die
Bundes egie ung
übe
die
K edi e mäch igungen
des Haushal sgese zes
hinaus
übe
einen
K edi -
pla ond
on
5 M d.
DM28,
de
sich
alle dings
nich
au
die
No enbank
e s eck .
Indi ek
kann
die
No enbank
na ü lich
diese
K edi au nahme
du ch
Ankau
on
Geldma k papie en
des
S aa es
ode
Zu üh ung
on
Liquidi ä
an
die
K edi banken
z.
B.
du ch
Senkung
de
Mindes ese en
e möglichen.
In
den
Bundeshaushal
is
o so glich
ein
Lee i el
ü
de a ige
zusä zliche
Einnahmen
aus
de
Konjunk u ausgleichs ücklage
und
aus
K edi en
einzus ellen. Das gleiche
gil
ü
die zusä zlich
an-
geo dne en
Ausgaben.
Gegen
de a ige
zusä zliche
Ausgaben
bes eh
lediglich
ein
Einsp uchs-
ech
on
Bundes ag
und
Bundes a ,
das
ü
den
e s e en
au
ie ,
ü
den
le z e en
au
zwei Wochen
be is e
is .
De
F eigabe
on
Mi eln
aus
de
Konjunk u ausgleichs ücklage
muß
dagegen
de
Bundes a
zu-
s immen.
Diese
nich
kong uen e
Regelung
e klä
sich o ensich lich
24 Ebenda, §§
19
und 20.
25 Ebenda, § 6 Abs.
2.
28 Ebenda, § 11.
27 Ebenda, § 6 Abs. 2 und §
15
Abs.
5.
28
Ebenda, § 6 Abs.
3.
7·
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100
Willi Albe s
da aus,
daß
on
de
le z en
Maßnahme
auch
die
bei
den
Lände n
gebil-
de en
Ausgleichs ücklagen
be o en
sind,
wäh end
sich
die
zusä zlichen
Ausgaben
und
de
K edi pla ond
nu
au
den
Bundeshaushal
beziehen.
2.
In
das E messen
de
Exeku i e
ges ell e Abweichungen
beim
Vollzug des
Haushal s
om Haushal sgese z
Be o
die
eben
genann en
expansi
ode
kon ak i
wi kenden
Maß-
nahmen
k i isch
gep ü
we den,
soll
auch
noch
die
zwei e
G uppe
de
Abweichungen
da ges ell
we den,
die
eine
elas ische
Anpassung
des
Haushal s ollzugs
an
die
konjunk u elle
En wicklung
ges a en.
Es
han-
del
sich
um
diejenigen
Maßnahmen,
die
wegen
de
Unsiche hei
de
Planung
und
de
Möglichkei
un o he sehba e
Ände ungen
gene ell,
d. h.
ohne
spezi isch
konjunk u ellen
Bezug
das
Haushal s ech
zuläß .
Sie
sind
deshalb
übe wiegend
be ei s
in
de
Reichshaushal so dnung
o gesehen.
a)
Abweichungen
om
Haushal sgese z in expansi e Rich ung
aal
Nach §
33
RHO
kann
de
Finanzminis e
Haushal sübe sch ei un-
gen
und
auße planmäßige
Ausgaben
genehmigen.
Nach
übe eins immen-
de
Meinung
is
die
Vo ausse zung,
das
Vo liegen
eines
unabweisba en
Bedü nisses,
bei
eine
Dep ession, z. B.
bei
eine
g öße en
A bei slosig-
kei ,
gegeben. Auch
ohne
eine
konjunk u elle
Beg ündung
sind
g oße
Be äge
in
den
einzelnen
Haushal sjah en
au
diese Weise zusä zlich
e ausgab
wo den.
1964
belie en
sich diese
Be äge
allein
im
Bundes-
haushal
au
1,7 M d. DM.
bb)
Bei
Ausgaben,
ü
die
Bindungse mäch igungen
29
o liegen,
kann
de
Finanzminis e
nach
§
30
Abs. 3
RHO
Vo g i e
zulassen, d.
h.
Aus-
gaben,
die
e s
ü
ein
spä e es
Haushal sjah
o gesehen
sind,
können
o gezogen
we den.
Dadu ch
e höhen
sich
die
im
Haushal splan
ü
den
en sp echenden
Zweck
o gesehenen
Ausgaben.
ce)
Mi
Haushal s es en,
die
bei
übe agba en
Ti eln
en s anden
sind,
kann
manipulie
we den.
Die
wich igs e
Möglichkei
de
Manipula ion
bes eh
zwa
in
de
Tö ung
on
Haushal s es en
du ch
den
Finanz-
minis e .
Dies
ha
un e
de
Vo ausse zung,
daß
aus
den
neu
bewillig en
übe agba en
Ausgaben
neue
Res e
gebilde
we den,
einen
Haushal s-
übe schuß
zu
Folge.
Abe
dadu ch,
daß
de
Finanzminis e
au
eine
beschleunig e
Ausgabe
al e
Res e
und
gleichzei ig
au
eine
möglichs
olls ändige
Ve ausgabung
de
neu
bewillig en
Be äge
d äng ,
lassen
sich
auch
expansi e
Wi kungen
e zielen.
Das
le z e e
is
z.
B.
dadu ch
29 Nach neuem Haushal s ech : Ve p lich ungse mäch igungen.
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G undlagen
und
Du ch üh ung
eine
Finanzpoli ik
101
möglich,
daß
e
die
Tö ung
neu
gebilde e
Res e
im
kommenden
Jah
an-
d oh .
Die
Res e
en s ehen
bekann lich
nich
nu
deshalb,
weil
bei
g ö-
ße en
Ausgabep ojek en
(z. B.
In es i ionen
ode
ande en
einmaligen
Ausgaben)
die
Anlau -
und
Abwicklungszei
ein
Jah
übe s eig ,
son-
de n
auch,
weil
die
Res e
on
de
Ve wal ung
als
ein
willkommenes
Mi el
angesehen
we den,
um
Rese en
zu
bilden,
mi
de en
Hil e
auch
bei
gekü z en
Neubewilligungen
die
Ausgaben
au
de
gleichen
Höhe
gehal-
en
we den
(Fe pols e ).
Hie
lieg
eine
de
G ünde,
wa um
es
den
Lände n
in
de
Rezession 1967
nu
eilweise
gelungen
is ,
die
Ausgaben
o z
nied ige e
Haushal sansä ze
zu
kü zen.
Die
Ve wal ung
ha
jeden-
alls
einen
e heblichen
Spiel aum,
Res e
zu
e g öße n
ode
zu
e -
kleine n,
und
de
Finanzminis e
kann
du ch
geeigne e
Maßnahmen
einen
Ein luß
au
die
Res ebildung
bzw.
-au lösung
nehmen.
Im
Bundes-
haushal
is
in
den
le z en
Jah en,
nachdem
die
e anschlag en
Aus-
gaben
au
Kassenbasis
umges ell
wo den
sind,
angeo dne
wo den,
daß
Ausgabe es e
nu
in
dem
Um ang
e ausgab
we den
dü en,
wie
bei
den
gleichen
Ti eln
neue
Res e
gebilde
we den.
Dadu ch
ha
sich
de
Finanzminis e
o
unangenehmen
übe aschungen
geschü z .
b)
Abweichungen
om
Haushal sgese z
in
kon ak i e
Rich ung
aal
Die
be ei s
e wähn e
Tö ung
on
Haushal s es en
wi k
kon ak i ,
wenn
ü
diese
eine
Deckung
im
Haushal
o gesehen
wa .
Die Möglich-
kei
de
Tö ung
e gib
sich
aus
§ 30 Abs. 2 RHO,
nach
de
die
Ve ausga-
bung
on
Haushal s es en
on
de
F eigabe
du ch
den
Finanzminis e
abhängig
is .
bb)
Neben
dem
Gese zgebe ,
de
im
Haushal sgese z
einen
Teil
de
Ausgaben
mi
Spe e me ken
e sehen
kann,
kann
auch
de
Finanz-
minis e
bes imm e
Ausgaben
spe en.
Nach
dem
S abili ä sgese z
kann
die
Bundes egie ung
den
Finanzminis e
im
Falle
eine
die
olkswi -
scha liche
Leis ungs ähigkei
übe s eigenden
Nach ageauswei ung
e -
mäch igen,
"die
Ve ügung
übe
bes imm e
Ausgabemi el,
den
Beginn
on
Baumaßnahmen
und
das
Eingehen
on
Ve p lich ungen
zu
Las en
kün ige
Rechnungsjah e
on
dessen
Einwilligung
abhängig
zu
ma-
chen"30. Diese Möglichkei
wi d
sich nach
dem
neuen
Haushal s ech
gene-
ell
schon
dadu ch
e geben,
daß
kla ges ell
is ,
daß
"de
Haushal splan
die
Ve wal ung
e mäch ig ,
Ausgaben
zu
leis en
und
Ve p lich ungen
einzugehen"31.
E
beg enz
also
die
Ausgaben
nu
nach
oben,
e p lich e
abe
die
Ve wal ung
nich ,
bis
zu
diese
Höhe
auch
Ausgaben
zu
leis en.
Aus
diesem
P inzip
e geben
sich
auch
nach
dem
gel enden
Haushal s-
ech
noch
wei e e
Möglichkei en
zu
Kü zung
on
Ausgaben.
30
Gese z
zu
Fö de ung
de
S abili ä
und
des
Wachs ums
de
Wi scha ,
a.a.O., § 6 Abs.
1.
31
En wu
eines
Haushal sg undsä zegese zes,
a.a.O., § 4 Abs.
1.
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102
Willi Albe s
ce) Die
Nich bedienung
des
a. o.
Haushal s
is
möglich,
wenn
keine
aus eichenden
Finanzie ungsmi el
aus
Anleihen
zu
Ve ügung
s ehen
(§
26
Abs. 5
in
Ve bindung
mi
§
45
RHO).
Dabei
ha
de
Finanzminis e
es
na ü lich
wei gehend
in
de
Hand,
den
Um ang
de
Anleiheau nahme
zu
bes immen.
Wenn
e
in
Zei en
eine
in la o ischen
Ge ah ,
in
de
die
p i a e
Nach age
nach
K edi en
hoch is ,
e klä ,
daß
e
nu
einen
B uch eil
de
im
Haushal splan
o gesehenen
K edi e
zu
Finanzie ung
des
a.
o.
Haushal s
bescha en
konn e,
dü e
ihm
schwe
nachzuweisen
sein,
daß
diese
Aussage
nich
zu i .
dd)
Auch
die
Ausgaben
des
o den lichen
Haushal s
können
nu
im
Rahmen
de
Be iebsmi elzuweisungen,
die
om
Finanzminis e
o -
genommen
we den,
e wi klich
we den.
Nach §
26
Abs. 5
RHO
ich en
sich
die
Be iebsmi elzuweisungen
nach
"den
zu
Ve ügung
s ehenden
Einnahmen".
Das
heiß ,
wenn
die
Einnahmen
aus
konjunk u ellen
U -
sachen
hin e
den
e anschlag en
zu ückbleiben,
müssen
die
Be iebs-
mi elzu eilungen
gekü z
we den,
und
die
a sächlichen
Ausgaben
blei-
ben
hin e
den
e anschlag en
zu ück.
Eine
kon ak i e
Wi kung
i
zwa
ein
-
alle dings
zum
alschen
Zei punk ;
denn
eine
solche
Kü zung
de
Be iebsmi elzuweisungen
wü de
zu
eine
Pa allelpoli ik
üh en.
Eine
zwei e
Möglichkei ,
übe
eine
Besch änkung
de
Be iebsmi el-
zuweisungen
eine
Kü zung
de
Ausgaben
zu
e eichen,
bes eh
dann,
wenn
zusä zliche
Ausgaben
beschlossen sind,
ü
die
im
Haushal sgese z
keine
Deckung
o handen
is . Diese
P axis
ha
in
den
e gangenen
Haus-
hal sjah en
eine
quan i a i
g oße
Bedeu ung
besessen.
Ob
man
die
da aus
esul ie enden
Wi kungen
"kon ak i "
bezeichnen
kann,
is
aglich.
Es
handel
sich
wohl
ehe
da um,
zu
e hinde n,
daß
on
de
ö en lichen
Hand
zum
alschen
Zei punk
expansi
gewi k
wi d.
Ob
eine
Kü zung
de
Be iebsmi elzuweisungen
auch
möglich is ,
wenn
an
sich
genügend
Finanzie ungsmi el
zu
Bes ei ung
de
o -
gesehenen
Ausgaben
zu
Ve ügung
s ehen,
wenn
also
ein
übe schuß
e ziel
we den
soll,
is
nich
auszuschließen,
wenn
man
die
wei e
Aus-
legung
de
Bes immungen
de
RHO
in
ande e
Hinsich
zum
Ve -
gleich
he anzieh .
Die
Ta sache,
daß
bishe
nich
so
e ah en
wu de,
schließ
eine
solche
In e p e a ion
nich
aus.
Es
handel
sich
wohl
da um,
wie
die
Fo mulie ung:
Be iebsmi elzuweisungen
"im
Rahmen
de
dem
Finanzminis e
zu
Ve ügung
s ehenden
Einnahmen"
auszulegen
is .
Bezeichnend
ü
die
unkla en
ech lichen
Bes immungen
de
Reichs-
haushal so dnung
is
die
Äuße ung
des
Bundes inanzminis e s
S auß32:
32
F.
J.
S auß.
Die deu sche Finanzpoli ik im Zeichen on Wachs um
und
S abili ä . Vo ag, gehal en au de Mi gliede e sammlung des Ins i u s "Fi-
nanzen und S eue n" am
5.
Ap il
1967,
Ins i u "Finanzen und S eue n",
H.
87,
Bonn
1967,
S.
11.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
G undlagen und Du ch üh ung eine Finanzpoli ik
103
"Man
weiß
als
Finanzminis e
allmählich
imme
besse ,
was
man
alles
un
kann,
um
einen
nich ausgeglichenen
Haushal
als ausgeglichen
e -
scheinen zu lassen."
ee)
Un e
die gleiche
Übe sch i
-
Ve hinde ung
expansi e
Wi -
kungen
zum
alschen
Zei punk
-
muß
wohl
auch
de
A .
113
GG
ge-
s ell
we den,
de de
Bundes egie ung
ein
Ve o
gegenübe
Beschlüssen
des
Pa lamen s
ein äum ,
die
die
Ausgabenansä ze
des
Haushal s
gegen-
übe
dem
Regie ungsen wu
e höhen.
Au
G und
de
im
Rahmen
de
Haushal s ech s e o m
geplan en
Neu-
assung
on
A .
113
GG
s eh
zu
ho en,
daß
e
sich
in
Zukun
als eine
wi ksame e
No b emse
gegenübe
zusä zlichen
Ausgabewünschen
als
in
de
Ve gangenhei
e weisen
wi d;
wenn
auch eine
Vo ausse zung
au
sei en
de
Regie ung
nach
wie
o
e o de lich
sein
wi d:
de
Mu
zu
Unpopula i ä .
Übe blick
man
die
bishe
e wähn en
Möglichkei en zu
einem
lexiblen
Vollzug des Haushal sgese zes,
äll
au ,
daß
alle
Bes immungen
die
Ausgabensei e
be e en.
Das
is
an
sich nich e s aunlich,
da
die
Ein-
nahmen
in
den
Haushal
lediglich
mi
dem
au
G und
de
bes ehenden
gese zlichen
G undlagen
und
de
wi scha lichen
En wicklung
zu
e wa -
enden
Au kommen
eingese z
we den.
Die
S eue gese ze
selbs
en -
hal en
abe
kaum
Ansä ze
zu
eine
lexiblen
Ges al ung.
Es
sind
auße
den
om
Gese zgebe ausd ücklich
in
bes imm en
Konjunk u lagen
o -
gesehenen
Maßnahmen
nu
zwei Möglichkei en zu
nennen:
a) Die
S undung
bzw.
in
eingesch änk e em
Um ang
de
E laß
on
S eue n.
Da
bishe
in
de
Bundes epublik
kein
g öße e
konjunk u elle
Rückschlag
einge e en
is ,
is
diese Möglichkei
bishe
nich
ele an
gewo den.
Da
abe
z.
B.
bei
E n eschäden
in
de
Landwi scha
S eue n
niede geschlagen
wu den,
könn e
dieses
Ve ah en
auch
bei
Einkom-
mensaus ällen
aus
konjunk u ellen
G ünden
angewende
we den.
b) Schließlich
sind
noch Abweichungen
de
a sächlichen
on
den
ge-
schä z en
Einnahmen
zu
nennen.
Dabei
ha
sich die
in e essan e
Ta -
sache
he ausges ell ,
daß
die
in
die
Haushal spläne
de
einzelnen
Jah e
eingese z en
Einnahmeschä zungen
einen
sys ema ischen
Fehle
au wei-
sen.
Sie
sind
nämlich
egelmäßig
in
Jah en
in la o ische
Ge ah en
un e -
schä z ,
in
Jah en
eine
konjunk u ellen
Abschwächung übe schä z . Das
gil ,
obwohl
die
u sp ünglichen
Schä zungen
des
Regie ungsen wu s
in
Zei en
eines
Konjunk u au schwungs
om
Pa lamen
iel ach
he au -
gese z ,
in
Zei en
eine
Konjunk u abschwächung
he abgese z
wu den.
Die Abweichungen des Solls
om
Is
be agen
bis zu 2 M d. DM
ode
5,5 . H. des geschä z en Au kommens.
Das
k asses e
Beispiel
sind
die
Vo ausschä zungen
ü
das
Jah
1967, die
on
eine
Zuwachs a e
on
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
110 Willi Albe s
4.
Vo läu ige
Maßnahmen
de
Regie ung,
de en
Um ang
endgül ig
om
Pa lamen
es geleg
wi d.
5.
Ve ein ach es
Gese zgebungs e eh en
(Nach agshaushal ).
De
G ad
de
Be eiligung
des
Pa lamen s
s eige
sich
mi
de
O d-
nungszi e ;
alle dings
sind
o läu ige
Maßnahmen
auße
bei
bes imm-
en
S eue n
nich
ü
alle
Haushal sposi ionen
möglich.
Au
de
Aus-
gabensei e
wä e
z.
B.
an
Abschlagszahlungen
au
e höh e
Gehal s-
und
T ans e zahlungen
zu
denken. Beispiele
da ü
ha
es schon gegeben,
alle dings
nich
un e
konjunk u poli ischen
Vo zeichen
und
ohne
aus-
eichende Rech sg undlage
de
Regie ung
(z.
B. eine
zu
e wa ende,
abe
noch nich
ech sk ä ig
beschlossene
Ren ene höhung
wi d
noch
o
Weihnach en ausgezahl ).
Das
S abili ä sgese z
ha
den
en scheidenden
Du chb uch
ü
eine
konjunk u bewuß e
Finanzpoli ik
geb ach . Es
ha
bewiesen,
daß
pa -
lamen a ische
Kon olle
und
elas ische
Finanzpoli ik
keine
un e meid-
ba en
Gegensä ze sind.
Wi ksame
Ins umen e
ü
eine
iscal policy
sind
gescha en
wo den,
wie
sie
nu
in
wenigen
Lände n
o handen
sind.
Zwa
sind
nich alle Wünsche
e üll
wo den,
wie
de
Ve zich
au
eine
K edi pla ondie ung
ü
die
p i a en
Wi scha ssubjek e
analog
zu
den
o gesehenen
K edi besch änkungen
ü
die ö en liche
Hand
zeig . Vo
allem
is
man
bei
de
De izi inanzie ung
zu
Bekämp ung
eine
de la o-
ischen Lücke nich
konsequen
genug
gewesen,
da
man
die
am
siche -
s en
wi kende
Fo m
de
Finanzie ung
zusä zliche
Ausgaben
übe
die
No enbank
nich zugelassen
ha .
Vo
dem
Sch i , auch nach
außen
hin
das
im
A .
110 Abs. 2 des G undgese zes
e anke e
Gebo
des
jäh -
lichen Haushal sausgleichs au zugeben,
is
man
o enba
zu ückge-
sch eck . Die
Bewäh ungsp obe
wi d
alle dings
e s
kommen,
wenn
es
gil ,
bei
eine
in la o ischen Lücke
unpopulä e
Res ik ionsmaßnahmen
du chzuse zen.
Da ü
wi d
es
wenige
wich ig sein, ob
ü
die
Ve wi k-
lichung
eine
konjunk u ge ech en
Finanzpoli ik
das
dem
jeweiligen
S and
de
ökonomischen
Theo ie
op imal
angepaß e
Ins umen a ium
zu
Ve ügung
s eh ,
sonde n
ob die poli isch-psychologischen
Vo aus-
se zungen
ü
eine
e an wo ungs olle
Finanzpoli ik
und
die
E kenn -
nis
de
Folgen
on
wi scha lichen
Fehlen scheidungen
bes ehen. Die
e s e
Vo ausse zung
ü
eine iscal policy
is
zwa ,
wie
de
Übe blick
übe
die
o handenen
bzw.
wünschenswe en
Ins umen e
zeig , noch
nich
op imal
e wi klich ,
is
abe
au
G und
de
bishe igen
E ah un-
gen
in
iel
g öße em
Um ang
gegeben als die zwei e. Nich echnische
Filig ana bei
zu
Ve besse ung
de
Ins umen e,
sonde n
das
Bemühen,
den
Le n-
und
Leh p ozeß
ü
die
an
en scheidende
S elle
s ehenden
Poli ike
zu e besse n, soll e
deshalb
im
Vo de g und
de
wissen-
scha lichen
A bei
s ehen.
Ge ade
hie
ha
abe
die Wissenscha
wenig
Be ei scha gezeig , sich
s ä ke
zu
engagie en.
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Die
konjunk u poli ische Koo dinie ung de ö en lichen
Finanzwi scha en
und
ih e inanz-
und
haushal s ech lichen V o ausse zungen*
Von
Alois
Obe hause
(Wild al/F eibu g
i. B .)
Bis
o
nich
allzu
lange
Zei
he sch e
die
Ansich
o ,
daß
die
Finanzpoli ik
und
speziell
die
an
konjunk u poli ischen
Zielen
ausge ich-
e e
Finanzpoli ik
Au gabe
de
s aa lichen
Zen alins anz
sei
und
daß
die
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
und
die
sog. Hil s iseil
in
diese
Au gabe
nich
einbezogen
we den
könn en.
Die
G ünde
da ü
wu den
in
eine
Übe o de ung
diese
Ins anzen,
in
de
mangelnden
Einsich
ih e
Rep äsen an en
in
die
ökonomischen
Zusammenhänge
und
in
de
Aus ich ung
ih es
Finanz e hal ens
au
den
eigenen
Be eich
und
nich
au
die
Gesellscha
als
Ganzes
gesehen.
In
den
le z en
Jah en
ha
sich
im
Sch i um
meh
und
meh
die
Übe -
zeugung
du chgese z ,
daß
auch
ü
die
un e en
s aa lichen
Ebenen
eine
O ien ie ung
des
Finanzgeba ens
an
den
konjunk u poli ischen
Ziel-
se zungen
no wendig
is
2•
Den
Ans oß
dazu
gaben
-
wie
häu ig
in
de
En wicklung
de
na ionalökonomischen
Fo schung
-
wenige
heo e i-
sche
Übe legungen
als
empi ische
E ah ungen.
In
öde a i en
S aa en
wie
de
Bundes epublik,
in
denen
Lände
und
Gemeinden
einen
ela i
g oßen
Teil
des
gesam en
Ausgaben olumens
de
ö en lichen
Hand
au
* Meinen Assis en en,
o
allem
He n
Dipl.-Volkswi E ns -Helmu
Wilms,
de
sich
in
seine Disse a ion
mi
den konjunk u poli ischen Einsa zmöglich-
kei en
de
Kommunalhaushal e beschä ig , danke ich
ü
we olle Hinweise
und
k i ische Du chsich des Manusk ip s.
1 Da wesen liche Un e schiede zwischen den Gebie skö pe scha en
und
den
sons igen ö en lichen Fisci o liegen,
wi d
zunächs
nu
au
die Gebie skö -
pe scha en eingegangen. Inwiewei auch die Finanzgeba ung
de
Hil s isci
de
Konjunk u poli ik
nu zba
gemach
we den
kann,
wi d
e s
im
le z en
Abschni un e such .
2 Nich
nu
in
de
Bundes epublik, sonde n auch
in
ande en öde alis isch
au gebau en
S aa en
wi d
diese No wendigkei e kann . Vgl.
James
A.
Max-
well: In e go e nmen al Fiscal De ices o Economic S abiliza ion, in:
Fede al
Tax
Policy o Economic G ow h and S abili y, Pape s, Washing on
1955,
S.
807
.
Essays
in
Fiscal Fede alism. H sg. . Richa d
A.
Musg a e, Washing-
on
1965;
insbesonde e den
da in
en hal enen Au sa z on Robe
W.
Ra use:
The Cyclical Beha io o S a e-Local Finances,
S.
119
.;
Ge ha d
Colm:
Fiscal Policy and
he
Fede al Budge , in: Essays
in
Public Finance
and
Fiscal
Policy, New Yo k
1955,
S.
198
.; Theo Kelle : Gemeinde inanzen
und
Kon-
junk u poli ik, in:
Konjunk u
und
Wi scha , Zü ich
1963,
S.
251
.
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112 Alois Obe hause
sich
e einigen
und
eine
wei gehende
Selbs ändigkei
in
ih e
Finanz-
geba ung
haben,
is
die
E izienz
de
Konjunk u poli ik
s a k
beg enz ,
wenn
diese
lediglich
om
Zen als aa
ge agen
we den
muß3;
denn
die
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
wi ken
den
an izyklischen
Maß-
nahmen
de
Zen alins anz
en gegen,
wenn
sie,
wie
die
E ah ungen
zeigen,
ih e
Ausgaben
an
de
En wicklung
de
o den lichen
Einnahmen
o ien ie en
und
soga
die
Höhe
ih e
Neu e schuldung
da an
aus ich en.
Ein
de a iges
Handeln
is
zu
e wa en,
solange
die
Gebie skö pe scha -
en
das
Ve hal en
p i a e
Un e nehmen
und
Haushal e
als
Maßs ab
übe nehmen
und
nich
übe geo dne e
gesam wi scha liche
K i e ien
bes immend
sein
lassen.
Schon
aus
diesem
G unde
is
es
e o de lich,
eine
an
den
konjunk u -
poli ischen
Zielse zungen
ausge ich e e
Koo dinie ung
alle
ö en lichen
Finanzwi scha en
he beizu üh en.
Sie
schein
auch
noch
deswegen
ge-
bo en
zu
sein,
weil
nich
alle
Ausgabeposi ionen
gleich
gu
en sp echend
de
Konjunk u lage
a iie
we den
können
-
ein
g oße
Teil
on
ihnen
is
ech lich
gebunden
ode
du ch
in e na ionale
Ve einba ungen
es -
geleg . Es
wi d
dahe
iel ach
da on
ausgegangen,
daß
as
nu
die
ö en lichen
In es i ionen
anpassungs ähig
seien. Diese
we den
abe
nu
in
besch änk em
Um ang
om
Zen als aa
ge ä ig
4•
Abgesehen
da on,
daß
eine
s ä ke e
Einsch änkung
insbesonde e
de
wachs ums ö de nden
s aa lichen
In es i ionen
äuße s
p oblema isch
is
5,
i
dieses
A gumen
jedoch
au
eine
wachsende
Wi scha
in
ge inge em
Um ang
zu,
als
zumeis
in
de
Li e a u
angenommen
wi d
6•
Da
in
de
Regel
auch
die
ech lich
gebundenen
Ausgabeposi ionen
nu
in
ih e
absolu en
Höhe
und
nich
in
ih en
S eige ungs a en
es geleg
sind,
können
-
auße
du ch
gese zliche
Ände ungen
-
Anpassungen
übe
eine
Va ia ion
de
Zuwächse
o genommen
we den.
Selbs
wenn
man
be ücksich ig ,
daß
ü
einige
Posi ionen
ein
Teil
des
Ausgabe-
ans iegs
im
o aus
es geleg
is 7, so
e gib
sich doch,
daß
Konjunk u -
3 Vgl. Kommission ü die Finanz e o m: Gu ach en übe die Finanz e o m
in de Bundes epublik Deu schland, S u ga 1966,
S.
127
.
und Anlage
7,
übe sich
b,
S.
210. (Im olgenden zi ie als "Gu ach en
übe
die Finanz-
e o m".)
4 So en ielen on den ö en lichen Realin es i ionen im
Jah e
1966
in
de
Bundes epublik
nu
15
O o
au den Bund,
22
Q/o
au die Lände und 63
O o
au
die
Gemeinden
und
Gemeinde e bände. Vgl. Sach e s ändigen a zu Begu ach-
ung de gesam wi scha lichen En wicklung: Expansion und S abili ä ,
S u -
ga
1966, Tabelle 31,
S.
78
.
5 Vgl. F i z
Neuma k:
Fiskalpoli ik
und
Wachs umsschwankungen, Wiesba-
den 1968,
S.
32
.
G Vgl.
z.
B.
Ka l
M.
He lage:
G undsa z agen an izyklische Finanzpoli ik,
in: Geldwe
und
ö en liche Finanzen, Ludwigsbu g
o.
J.
(1965),
S.
64; Heinz
Halle :
P obleme eine konjunk u poli isch o ien ie en Finanzpoli ik
un e
besonde e Be ücksich igung des Finanzausgleichs, in:
Z.
.
g.
S ., Bd. 116, 1960,
S.
52
.; Finanzbe ich 1961,
S.
90; Edua d
We le:
Gemeinden
und
Konjunk u -
poli ik, h sg.
.
I o-Ins i u , München 1962,
S.
8.
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en
113
poli ik
mi
Hil e
on
Ausgabe a ia ionen
in
eine
wachsenden
Wi scha
nich
au
die
ö en lichen
In es i ionen
und
einige
wenige
ande e
Posi io-
nen
besch änk
bleiben
muß.
Abe
auch
die
Be ücksich igung
diese
Einsch änkung
ände
nich s
an
de
Ta sache,
daß
zu
eine
wi ksamen
Konjunk u poli ik
eine
wei -
gehende
Koo dinie ung
de
ö en lichen
Finanzwi scha en
no wendig
is
ode
zumindes
ein
p ozyklisches
Finanz e hal en
de
Lände
und
Gemeinden
un e bunden
we den
muß.
Fü
eine
de a ige
Koo dinie ung
e geben
sich
indes
e hebliche
Schwie igkei en,
da
eine
eiwillige
Mi -
wi kung
alle
Ebenen
aus
den
e wähn en
G ünden
kaum
in
dem
e o -
de lichen
Um ang
e wa e
we den
kann.
Da übe
hinaus
bes ehen
in
einem
öde a i en
S aa
e hebliche
ech liche
P obleme.
Lei e
man
da aus
nich
die
Fo de ung
nach
eine
s ä ke en
Zen alisie ung
de
ö en lichen
Finanzen
ab
8, so
wi d
man
nach
Mi eln
und
Wegen
suchen
müssen, diese
Schwie igkei en
zu
übe winden.
Mi
diese
F age
we den
sich
die
olgenden
Aus üh ungen
beschä igen.
Sie
we den
sich
aus-
schließlich des Beispiels
de
Bundes epublik
bedienen,
de en
öde a i es
Sys em
zug undelegen
und
un e s ellen,
daß
dieses
in
seine
G und-
subs anz
nich
beein äch ig
we den
da .
Eine
Un e suchung
de
Koo dinie ungsmöglichkei en
de
ö en lichen
Finanzwi scha en
de
Bundes epublik
könn e
on
den
Gegebenhei en
o
ode
nach
de
Ve abschiedung
des
S abilisie ungsgese zes
9
ausgehen
und
da aus
Schluß olge ungen
ü
eine
zwecken sp echende e
Ges al ung
ablei en.
Im
olgenden
soll jedoch
ein
ande e
Weg
eingeschlagen
we den.
Es
wi d
zunächs
on
den
Zielse zungen
he
und
un e
wi klichkei sbe-
zogenen
Vo ausse zungen
eine
Konzep ion
en wickel ,
de en
Realisie ung
eine
Koo dinie ung
de
einzelnen
Finanzwi scha en
in
aus eichendem
Um ang
ga an ie en
wü de.
Anhand
diese
Konzep ion
we den
dann
das
gegenwä ige
Finanzsys em
de
Bundes epublik
un e
Be ücksich igung
des
S abilisie ungsgese zes
beu eil
und
die
inanz-
und
haushal s ech -
lichen
Vo ausse zungen
au gewiesen,
die
noch gescha en
we den
soll en.
Die
olgenden
Zielse zungen
we den
als
e s ebenswe
un e s ell ,
wobei
on
o nhe ein
on
kaum
ealisie ba en
Maximal o de ungen
abgesehen
wi d:
7 Dieses i
z.
B.
au die Zuschüsse des Bundes zu Sozial e siche ung, die
Zunahme de Gehal szahlungen au g und de Diens al e szulagen
und
in
einem gewissen Um ang auch au die Aus ich ung de Gehäl e de S aa s-
bediens e en
an
de allgemeinen Einkommensen wicklung zu. Ande e sei s
können abe ge ade auch Gehal se höhungen du ch Ve zöge ung ode Be-
schleunigung konjunk u ell o eilha eingese z we den.
S
Vgl.
z.
B.
Kon ad Li mann: Hemmende Föde alismus, in: De Volks-
wi , 1961, He 51/52,
S.
90
.
9 Gese z zü Fö de ung de S abili ä und des Wachs ums de Wi scha ,
BGBl. I, N . 32
.
13.
6.
1967,
S.
582-589.
8
Sch i en
d.
Ve eins
.
Soc1alpoIi ik
52
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114 Alois Obe hause
1.
Es
müß e
e eich
we den,
daß
das
Finanzgeba en
de
un e geo d-
ne en
Gebie skö pe scha en
wenigs ens
in
einem
beg enz en
Um ang
an izyklisch
wi k .
2.
Um
die
im
G undgese z
e anke e
haushal swi scha liche
Selb-
s ändigkei
de
Lände
und
Gemeinden
nu
in
unumgänglichem
Maße
zu
beschneiden
und
im
Hinblick
au
die
wenigs ens
de zei
noch
unzu-
eichende
Einsich
ih e
Rep äsen an en
in
die
gesam wi scha lichen
Zusammenhänge,
soll e
möglichs
wenig
di ek e
Zwang
on
de
Zen al-
ins anz
ausgeüb
we den.
3.
Hie aus
olg ,
daß
Au lagen
des
Bundes
übe
Höhe
und
S uk u
de
Ausgaben
e mieden
we den
soll en
10,
da
sie
in
die
Eigens ändigkei
de
Lände
und
Gemeinden
am
s ä ks en
eing ei en.
Es
müß e
ielmeh
e -
such
we den,
du ch
eine
en sp echende
Ges al ung
de
Einnahmen
das
jeweils
gewünsch e
Ausgabe olumen
zu
e eichen.
I. Konzep ion eine konjunk u poli ischen
Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en
Es
wi d
on
de
keineswegs
in
ollem
Um ang
ealis ischen
Vo aus-
se zung
ausgegangen,
daß
de
Bund
eine
Finanzpoli ik
be eib ,
die
den
konjunk u poli ischen
E o de nissen
en sp ich .
Fü
die
un e geo d-
ne en
Gebie skö pe scha en
wi d
angenommen,
daß
ih e
En scheidungs-
ins anzen,
d. h.
ih e
Pa lamen s-
und
Exeku i o gane,
nich
on
sich
aus
und
ohne
Vo bedingungen
be ei
sind,
du ch
ih e
inanzwi scha lichen
En scheidungen
in
den
jeweiligen
Konjunk u phasen
an izyklisch
zu
wi ken,
was
nich
ausschließ ,
daß
sie
gene ell
eine
en sp echende
Au -
gabe
des
S aa es
in
seinen
e schiedenen
Ins anzen
bejahen
ll
.
Von
weni-
gen
Ausnahmen
abgesehen,
dü e
diese
Vo ausse zung
heu e
in
de
Bundes epublik
zu e en,
da
eine
Kenn nis
de
ökonomischen
Zusam-
menhänge
in
diesen
G emien
nich
o ausgese z
we den
kann
und
das
Eigenin e esse
de
Gebie skö pe scha en
einem
an izyklischen
Ve -
hal en
en gegenzus ehen
schein ,
wenn
dieses
auch
häu ig
unzu e end
is 12•
Diese
Annahmen
bedeu en
selbs e s ändlich
nich ,
daß
nich
alles
10
Vgl. Gu ach en
übe
die Finanz e o m, a.a.O., S.168.
11 Zwischen
de
Zielp opagie ung
und
dem ak ischen Ve hal en bes eh im
poli ischen Be eich häu ig eine wei e Klu . Um zu eine Koo dinie ung zu ge-
langen, schein es
mi
nich e o de lich zu sein, wie on
Sen
u. a. angenom-
men wi d, daß in
jede
konk e en Si ua ion die Einsich in die No wendigkei
eines an izyklischen Ve hal ens bei den un e geo dne en Gebie skö pe scha -
en
gegeben sein muß, wenn
nu
en sp echende Vo keh ungen ge o en
wo -
den sind. Vgl.
Paul
Sen :
De konjunk u poli ische Bei ag de Lände haus-
hal e, in: Geldwe und ö en liche Finanzen, a.a.O., S.100.
12 Abgesehen da on, daß
man
on allen ö en lichen Ins anzen eines
S aa s-
wesens du chaus e langen kann, daß sie au die In e essen de Gesam hei
Rücksich nehmen
und
nich
nu
ih en speziellen Au gaben dienen
und
daß sie
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Koo dinie ung
de
ö en lichen Finanzwi scha en 115
e such
we den
soll e,
um
du ch
einen
Le np ozeß
zu
eine
s ä ke en
Bejahung
de
konjunk u poli ischen
Au gaben
bei
den
e an wo lichen
Ins anzen
diese
Ebenen
zu
gelangen.
Zu
Zei
s ecken
wi
hie
jedoch
noch
in
den
An ängen.
Es
muß
un e
diesen
Vo ausse zungen
Au gabe
des
Bundes
sein,
die
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
zu
einem
en -
sp echenden
Ve hal en
zu
e anlassen.
Dabei
kommen
die
olgenden
Abs u ungen
de
Ein lußnahme
in
Be ach :
1.
Beispiel
und
Emp ehlungen
de
Zen alins anz
2.
Ve einba ungen
au
eiwillige
Basis
3.
An eize
zu
einem
en sp echenden
Finanzgeba en
4.
Scha ung
eines
inanzwi scha lichen
Rahmens
on
de
Einnahme-
sei e
he ,
de
au
das
gewünsch e
Ausgabe e hal en
hinwi k
ode
es
he bei üh
5.
Gese zliche
Ve p lich ung
de
un e geo dne en
Ins anzen
zu
einem
an izyklischen
Ve hal en
6.
Konk e e
Vo sch i en
de
Zen alins anz
in
den
einzelnen
Konjunk-
u phasen
Sowei
die
gemach en
Annahmen
zu e en,
is
kaum
zu
e wa en,
daß
das
Beispiel
und
die
Emp ehlungen
des
Bundes
iel
uch en,
selbs
wenn
sie
mi
beschwö enden
Appellen
e bunden
we den
13•
Obwohl
die
bis-
he igen
E ah ungen
de
Bundes epublik
nu
mi
Einsch änkungen
he -
angezogen
we den
können,
da
bis
zum
Jah e
1966
kaum
on
einem
aus-
gep äg en
an izyklischen
Ve hal en
des
Bundes
gesp ochen
we den
konn e,
zeigen sie doch
die
Unzulänglichkei en
dieses Weges.
Man
soll e
m. E.
auch
nich
die
Ho nung
au
eiwillige
Absp achen
zwischen
Bund
und
Lände n
(und
e en uell
Gemeinden)
se zen,
wobei
diese
Absp achen
in
Ve wal ungs e einba ungen
ode
S aa s e ägen
ih en
Niede schlag
inden
könn en
14
•15•
In
de a igen
Ve einba ungen
den Bund bei de E üllung seine Au gaben un e s ü zen (G undsa z
de
Bundes eue), we den auch die Lände und Gemeinden
so
s a k
on konjunk-
u ellen Schwankungen
und
P eiss eige ungen ge o en, daß sie im eigenen
In e esse
an
ih e
Ve meidung mi wi ken soll en. Alle dings is nich ausge-
schlossen, daß ähnlich wie im p i a en Be eich einzelne Gebie skö pe scha en
au
Kos en ande e
an
wi scha lichen Ungleichgewich szus änden p o i ie en.
Ein konjunk u ell ich iges Ve hal en muß sich
ü
eine einzelne Gebie s-
kö pe scha zudem nich wie ü den
S aa
insgesam länge is ig posi i
auswi ken, wenn nich die üb igen Gebie skö pe scha en in gleiche Weise
handeln. Vgl. Heinz HaUe : Wandlungen in den P oblemen öde a i e S aa s-
wi scha en, in: FA, Bd. 27,1968,
S.
251.
13 Vgl. dazu:
Paul
Sen , De konjunk u poli ische Bei ag
de
Lände haus-
hal e, a.a.O.,
S.
97 ; Heinz HaUe : P obleme eine konjunk u poli isch o ien-
ie en Finanzpoli ik, a.a.O.,
S.
59.
14 T o z
s ä ke e
Bemühungen
ha
sich lediglich No d hein-Wes alen zu
einem "Ve wal ungsabkommen übe die Koo dinie ung on Hochbaumaßnah-
S"
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116
Alois
Obe hause
wi d
zwa
iel ach die
anzus ebende
Lösungsmöglichkei des
P oblems
gesehen,
weil
nu
so
ein
Zwang
des
Zen als aa es
e mieden
und
eine
unmi elba e
Beein lussung
de
Finanzwi scha
und
dami
de
Eigen-
s ändigkei
de
Lände
und
Gemeinden
un e bleiben
könne
16•
Wi ksame
Ve einba ungen
se zen jedoch nich
nu
eine
allgemeine
Be ei scha
de
Lände
zu
einem
an izyklischen
Finanzgeba en
o aus,
sonde n
e -
langen
auch
ein
en sp echendes
Ve hal en
on
Fall
zu Fall.
Dami
wä e
abe
nu
bei
olle
Einsich
in
die wi scha lichen
Zusammenhänge
und
bei
Zu ücks ellung
eigene
(Schein-)In e essen
zu
echnen.
Fehl
dieses,
so
müssen
Ve einba ungen
mi
seh
de aillie en
Regelungen
übe
die
En wicklung
des Haushal s olumens,
die
Höhe
de
Ve schuldung,
de
In es i ionen
usw.
e bunden
we den,
um
die
nö ige
Wi ksamkei
zu
e eichen.
Die
Vo ausse zungen
da ü
sind
heu e
nich gegeben. Es
wü de
höch-
s ens
zu
allgemeinen
Wohl e hal ensklauseln
kommen. Die
dadu ch
e ziel
ba en
Auswi kungen
au
das
Finanz e hal en
de
Lände
und
Gemeinden
können
nich
allzu
hoch
e anschlag
we den;
denn
in
den
meis en
Fällen
dü e
es
ihnen
nich
schwe
allen, zusä zliche
Ausgaben
und
eine
e höh e
Ve schuldung
in
de
Hochkonjunk u
mi
wenigen
ech en
und
iel äl igen
Scheina gumen en
zu
beg ünden
17
und
o
sich
selbs
zu
ech e igen
sowie
"gewag e"
K edi nahmen
bei
konjunk-
u ellen
Rückschlägen abzulehnen. Die
Kapi alma k gesp äche
am
Run-
den
Tisch
sind
ein
ekla an es
Beispiel
da ü .
Es
wu de
du ch
sie
zwa
die
lang is ige
We papie e schuldung
de
Gebie skö pe scha en
im
Jah e
1966 eingesch änk ,
die
üb ige
K edi nahme
abe
so
seh
ausge-
dehn ,
daß
die
gesam e
Ve schuldung
de
Gebie skö pe scha en
as
in
gleiche Weise s ieg
wie
im
Jah e
zu o
18•
Eine
wei e e
Schwie igkei
de a ige
Ve einba ungen
e gib
sich
da aus,
daß
ak isch
bei
allen
konk e en
Maßnahmen
Eins immigkei
e eich
we den
müß e,
da
Meh hei sen scheidungen
eines
gemeinsamen
G emiums
au
unübe windba e
e assungs ech liche
Bedenken
s oßen
wü den
19•
menU ( om
29.
Ap il
1965)
be ei ge unden.
Vgl.
Gu ach en
übe
die
Finanz-
e o m,
a.a.O., S. 139.
15
Zu
den
ech lichen
Bedenken
gegenübe
Ve wal ungs e einba ungen
gl.
A nold
Kö gen:
Zu
Diskussion
übe
das
konjunk u poli ische
Ins umen a-
ium
des
Bundes
gegenübe
Lände n
und
Gemeinden,
in:
A chi
ü
Kom-
munalwissenscha en,
5.
Jg., 1966, S.
16
.
16 Vgl. z. B.
Heinz
Halle :
Finanzpoli ik,
4.
Au l.,
Tübingen
1968, S.
326
und
Kommission
ü
die
Finanz e o m:
Gu ach en
übe
die
Finanz e o m,
a.a.O.,
S.
138
.
Siehe
auch
das
abweichende
Vo um
on
Fische -Menshausen,
ebenda,
S.139
.
17 Vgl.
Theo
Kelle :
Gemeinde inanzen
und
Konjunk u poli ik,
a.a.O., S.
258.
18 Vgl.
Mona sbe ich e
de
Deu schen
Bundesbank,
Ap il
1967,
besonde s
S.25.
19 Vgl.
Deu sche
Bundes ag:
Sch i liche
Be ich
des
Rech sausschusses.
Zu
D ucksache
V/1686, S.
2.
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en 117
De
Weg
de
eien
übe einkun ,
de
au
den
e s en
Blick
eine
beinahe
ideale
Lösung
ü
einen
öde a i en
S aa
zu
sein
schein
und
im
kon-
k e en
Fall
de
Bundes epublik
keine
Ände ung
des
G undgese zes
bedu
hä e,
e weis
sich
somi
als
nich
e izien genug. Nich
umsons
haben
sich
dahe
auch die
Lände egie ungen
nich
da ü
eingese z ,
son-
de n
im
Zusammenhang
mi
dem
S abilisie ungsgese z
eine
G und-
gese zände ung
zuges imm ,
wodu ch
ihnen
und
übe
sie
den
Gemeinden
ein
an ikonjunk u elles
Ve hal en
au e leg
wi d
(E gänzung des
A .
109
GG
und
§§
14
und
16 des S abilisie ungsgese zes).
Selbs
wenn
man
die
An o de ungen
an
das
inanzwi scha liche
Ve -
hal en
de
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
nich
zu
hoch
sch aub
und
die
di e enzie ende
Ein lußnahme
mi
s eue -
und
ausgabepoli i-
schen
Maßnahmen
de
Zen alins anz
übe läß ,
wä e
auch
eine
im
e s en
En wu
des S abilisie ungsgese zes noch
o gesehene
20 allgemeine ge-
se zliche Ve p lich ung
zu
einem
an izyklischen
Finanzgeba en
un e
den
gemach en
Annahmen
wohl
nich
aus eichend
gewesen
und
zwa
aus
den
gleichen
G ünden
wie
bei
den
eiwilligen
Absp achen. Es
sind
dahe
in
dem
e abschiede en
Gese z
konk e e e
Vo sch i en
hinzuge üg
wo den.
Du ch
Globalbes immungen
mag
zwa
das
Ausmaß
de
p o-
zyklischen
Wi kungen
de
Ausgaben
de
un e geo dne en
Gebie skö -
pe scha en
eduzie
we den;
daß
sich die
Lände
und
Gemeinden
bei
de
gegebenen
hohen
Elas izi ä
ih e
Einnahmen
im
e wünsch en
Um-
ang
an izyklisch
e hal en,
könn e
dagegen
nich
ohne
wei e es
e wa -
e
we den.
Wenigs ens
in
de
Hochkonjunk u
we den
die
anscheinend
ode
scheinba
ge inge
Manö ie masse
de
Haushal e
ebenso
wie
de
hohe
Beda
an
ö en lichen
Leis ungen
-
insbesonde e
au
dem
Gebie e
de
In as uk u
-
genügend
En schuldigungsg ünde
da ü
abgeben,
um
die
e ek i en
Ausgabenbesch änkungen
in
engen
G enzen
zu
hal en.
Die
E ah ungen
des
Jah es
1967 zeigen zudem,
daß
selbs
bei
konjunk-
u ellen
Rückschlägen
keine
expansi e
Poli ik
ge ieben
wi d,
solange
keine
(Konjunk u ausgleichs-)Rücklagen
zu
Ve ügung
s ehen
ode
Fö de ungsmaßnahmen
des
Bundes
zu
zusä zlichen Ve schuldung
e -
g i en
we den.
Aus
diesen
G ünden
könn e
die
Zen alins anz
e suchen,
mi
mas-
si en
Mi eln, d. h.
mi
konk e en
Vo sch i en,
au
die
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
einzuwi ken,
um
so
eine
aus eichende
Koo dinie-
ung
zu
e zwingen.
Dem
s eh
jedoch en gegen,
daß
dieses
dem
öde a-
i en
P inzip
am
s ä ks en
zuwide läu
und
die
Lände
und
in
be-
sch änk em
Um ang
auch die
Gemeinden
nach
A .
109 (al e Fassung)
und
A .
28
Abs. 2
GG
in
ih e
Haushal swi scha
unabhängig
sind. Es
20
Vgl.
Bundes agsd ucksache
V/890,
§
10
und §
11.
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118 Alois Obe hause
e schein
dahe
on
o nhe ein
de
bes e
Weg
zu
sein,
zu
e suchen,
den
inanzwi scha lichen Spiel aum
de
un e geo dne en
Gebie skö pe -
scha en
on
de Einnahmesei e he so
zu
ges al en,
daß
das
konjunk u -
poli isch
e wünsch e
Ve hal en
he beige üh
wi d,
ohne
daß
unmi el-
ba e
Zwang
ausgeüb
we den
muß.
Das
heiß ,
es
müß e
eine
Regelung
anges eb
we den,
die
ihnen
jeweils
ge ade
das Finanzie ungs olumen
zu
Ve ügung
s ell ,
das gesam wi scha lich als Nach age e wünsch
is
21
•
Eine
di ek e
Koo dinie ung
de
ö en lichen
Ausgaben,
die
ak isch
und
ech lich
au
e hebliche
Schwie igkei en
s öß ,
könn e
dann
un e -
bleiben.
Es
soll
im
wei e en
un e such
we den,
ob
eine
solche Möglich-
kei
bes eh
und
welche
Vo ausse zungen
da ü
gescha en
we den
müs-
sen.
Zunächs
wi d
dabei
au
eine
Si ua ion
konjunk u elle
Übe hi zung
abges ell .
Bei
konjunk u elle Vbe hi zung
Im
Gegensa z
zu
ielen
inanzpoli ischen
Übe legungen
in
de
Li e a-
u ,
die -
meis
implizi
-
ein
kons an es
P oduk ions olumen
bei
Voll-
beschä igung
un e s ellen,
beding
es ik i e
Konjunk u poli ik
in
eine
wachsenden
Wi scha
keine
absolu e
Einsch änkung
des
s aa -
lichen
Nach age olumens,
sonde n
nu
ein
Zu ückbleiben
de
Wachs-
ums a en.
Dies
gil
um
so
meh ,
je
höhe
die
Expansion
des
P oduk-
ionspo en ials
is .
In olgedessen
is
es
auch
nich
e o de lich,
daß
die
Lände
und
Gemeinden
ih e
Ausgaben
bei
P eiss eige ungen
absolu
eduzie en.
Es
wü de
ein
spü ba e
und
wohl
auch
aus eichende
Bei ag
zu
Konjunk u s abilisie ung
sein,
wenn
de
Um ang
ih e
Ausgaben
langsame
als
das
nominelle
Sozialp oduk
wachsen
wü de22,
23.
Diese
En wicklung
de
Ausgaben
de
un e geo dne en
Gebie skö pe -
scha en
im
Wachs um
läß
sich
on
de
Einnahmesei e
he
dann
e ei-
chen,
wenn
die
o den lichen
Einnahmen
in
e wa
pa allel
mi
dem
Sozial-
p oduk
s eigen, also
eine
Au kommenselas izi ä
on
1
au weisen,
und
21 Die Höhe dieses Nach age olumens läß sich ziemlich
exak
angeben.
22
Vgl.
auch Paul Sen : De konjunk u poli ische Bei ag de Lände haus-
hal e, a.a.O.,
S.
98.
23 Eine absolu e Einsch änkung
de
S aa sausgaben is auch aus ande en
G ünden nich emp ehlenswe .
In
de
Regel e höh sich nämlich mi wach-
sendem Sozialp oduk und wachsendem Lebenss anda d de Beda
an
S aa s-
leis ungen. Da auße dem schon Ve zöge ungen in de Zunahme de S aa s-
ausgaben -wie die E ah ungen zeigen -in hohem Um ang zu Las en
de
ö en lichlichen In es i ionen gehen, können sich zusä zlich s uk u elle
P o-
bleme e geben. Umschich ungen in
de
P oduk ion sind zwa (auch bei Voll-
beschä igung) ela i ku z is ig möglich -
und
die Anpassungselas izi ä
de
Wi scha is im Wachs um ziemlich g oß -doch sind
hie
G enzen gese z ,
die ohne olkswi scha liche Schäden nich übe sch i en we den dü en. Es
is
z.
B.
olkswi scha lich bedenklich, daß o übe gehend Kapazi ä en im
Tie bau nich
meh
genu z we den können,
nu
weil in einem ode zwei Haus-
hal sjah en das Ausgabenwachs um eduzie we den muß und hie am leich-
es en eine Ausgabenumschich ung o genommen we den kann.
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Koo dinie ung
de
ö en lichen Finanzwi scha en 119
wenn
gleichzei ig
die
Ve schuldung
an izyklisch
a iie
wi d.
Was
zu-
nächs
die
S eue n
be i ,
so
könn e
eine
en sp echende
Au kommens-
elas izi ä
du chaus
gescha en
we den.
Fü
die
Lände
wä e
sie
bei-
spielsweise
dann
gegeben,
wenn
ih e
Einnahmen
haup sächlich
du ch
die
Umsa zs eue
gedeck
wü den
24•
Im
Gegensa z
zu
diese
Regelung
s ell
un e
konjunk u poli ischen
Aspek en
de
de zei ige
S eue e -
bund
-
selbs
wenn
e
um
die
Umsa zs eue
e wei e
wi d
-
keine
gleich
gu e
Lösung
da 25•
Um
ü
die
Gesam hei
de
Gemeinden
eine
Elas izi ä
des
S eue au -
kommens
on
annähe nd
1
zu
scha en,
käme
eine
kommunale
End-
e b auchs eue
ode
eine
kommunale
We schöp ungs eue
als
Haup -
einnahmequelle
in
Be ach
26•
Daß
die
heu ige
Gewe bes eue
auch
un e
diesem
Gesich spunk
öllig
ungeeigne
is ,
e s eh
sich
on
selbs .
Abe
auch
S eue n
mi
einem
konjunk u unabhängigen
Au kommen
sind
-
im
Gegensa z
zu
eine
in
de
Li e a u
imme
wiede
geäuße en
Ansich
-
keineswegs
geeigne ,
da
bei
ihnen
de
im
Wachs um
s eigende
Finanz-
beda
de
Kommunen
wei gehend
unbe ücksich ig
bleib
27•
Auch
ü
die
sons igen
o den lichen
Einnahmen
de
Kommunen
ließe
sich
eine
Au kommenselas izi ä
on
annähe nd
1
he bei üh en.
Wäh end
bei
dem
Au kommen
aus
Gebüh en
und
Bei ägen
eine
wei gehende
Pa alleli ä
mi
de
wi scha lichen
En wicklung
angenommen
we den
kann,
wü de
sie
bei
den
Finanzzuweisungen
on
selbs
ein e en,
wenn
24 Daneben
müß en
die Lände noch das Au kommen einige kleine e
S eue n
ode eine en sp echend ge inge Be eiligung
an
de
Einkommen-
und
Kö pe scha s eue e hal en.
S uk u ellen
Ve ände ungen im Finanzbeda
zu
E üllung
de
Au gaben könn en du ch eine Va ia ion des Umsa zs eue -
sa zes ode bei den üb igen S eue einnahmen Rechnung ge agen we den.
25 Wi d
de
S eue e bund beibehal en, so komm
man
um
eine
unmi el-
ba e
Beg enzung
de
Lände ausgaben nich he um.
26
Die on
de
Kommission
zu
Finanz e o m o geschlagene Be eiligung
de
Gemeinden
am
Au kommen aus dem p opo ionalen Teil
de
Einkommen-
s eue
dü e
dagegen de zei noch
ü
die Gesam hei
de
Gemeinden wie auch
in
den meis en Einzel ällen -wegen
de
indi ek en P og ession -eine
Ela-
s izi ä wei
übe
1 au weisen,
wäh end
sie endenziell zu s agnie endem
S eue au kommen
üh en
wi d,
wenn
in
wei e e Zukun imme
meh
Ein-
kommensbeziehe die 8000/16000 DM-G enze übe sch ei en. Auße dem schla-
gen sich im Au kommen diese
S eue
die meis en konjunk u poli ischen
S eue maßnahmen -sowei sie die Einkommens eue be e en -
in
p ozy-
klischen Ve ände ungen des S eue au kommens
de
Gemeinden niede . Du ch
die Kombina ion
de
kommunalen Einkommens eue
mi
de
Gewe bekapi al-
und
de
Lohnsummens eue
wi d
die du chschni liche Elas izi ä des ge-
meindlichen S eue au kommen alle dings
in
de
Regel nied ige liegen. Die
gleichen Einwände -soga
in
e s ä k em
Maße -e geben sich gegen die
Regelungen, die
in
den Gese zen wü en zu Finanz e o m
und
in
den
Al e -
na i o schlägen dazu o gesehen sind. (Vgl. Bundes agsd ucksache
V/2861,
S.
7,
45 ., 90, 95.)
27 De a ige
S eue n
üh en
schon nach ela i
ku ze
Zei imme wiede zu
eine ech en Finanzno
de
Gemeinden, ganz abgesehen on den konjunk u ell
nach eiligen Wi kungen
au
das Ve hal en
de
p i a en
Wi scha ssubjek e.
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126
Alois
Obe hause
sem
Zweck eigens
gebilde en
allgemeinen
Ausgleichs ücklagen
(§
3 Rück-
lagen e o dnung),
au gelös
we den.
Obwohl
die
Rücklagen zweckgebun-
den
sind,
da
o übe gehend
(§
15)
ode
in
Höhe
de
Be äge,
die die
Mindes g enzen
übe sch ei en
(§
17),
da au
zu ückgeg i en
we den.
Du ch
en sp echende
Ände ung
de
Rücklagenbes immungen
könn en
diese posi i en
E ek e
e s ä k
we den
39•
Rücklagenau lösung
und
Rücklagenbildung
s immen
abe
nich
imme
mi
den
konjunk u poli ischen
Zielen
übe ein.
So
is
z.
B.
bei
eine
es ik i en
Geld-
und
Finanzpoli ik,
o
allem
wenn
auch noch die
Höhe
de
Neu e schuldung
limi ie
wi d,
dami
zu
echnen,
daß
o handene
Rücklagen au gelös
we den.
De
Wi scha spoli ik
in
de
Hochkonjunk-
u
wi d
dami
en gegengewi k .
Zusä zlich
zu
den
bishe
besp ochenen
E ek en
könn en
indes posi i e
Wi kungen
aus
de
Rücklagenbildung
gewonnen
we den,
wenn
ein
Teil
de
Rücklagen
bei
P eiss eige ungen
in
de
Zen albank
deponie
und
bei
konjunk u ellen
Rückschlägen
aus
de
Zen albank
abgezogen
wü -
de40•
Au
diese Weise ließe sich
de
Rücklagenbes and
zu
einem
konjunk-
u poli ischen
Ins umen
machen
41
•
Alle dings
e gäben
sich dabei einige
echnische Schwie igkei en.
Insgesam
können
somi
die
kommunalen
Rücklagen
un e
konjunk u -
poli ischen
Aspek en
nich
eindeu ig
als posi i
bewe e
we den.
Ob sie
übe haup
(auße
de
Be iebsmi el ücklage) als P lich ücklagen
bei-
behal en
we den
soll en, e schein
da übe
hinaus
aus
den
e wähn en
G ünden
aglich.
11.
Finanz- und haushal s ech liche Vo ausse zungen eine konjunk u -
poli ischen Koo dinie ung de un e geo dne en Gebie skö pe scha en
Die
bishe
en wickel e Konzep ion, die
on
eine
besch änk en
Au -
gabens ellung
de
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
im
Rahmen
de
Konjunk u poli ik
ausgeh
und
haup sächlich
du ch
die inanziellen
Rahmenbedingungen,
wenige
du ch
Vo sch i en
und
s aa lichen
Zwang
eine
Koo dinie ung
e eichen
will, soll
im
wei e en
als
G undlage
ü
die
Beu eilung
de
inanz-
und
haushal s ech lichen
Vo ausse zungen
die-
ag
Vgl.
F anz-Jose
S auß:
Gemeinsame
Finanzplanung
on
Bund,
Lände n
und
Gemeinden,
in:
Deu sche
Bundesbank.
Auszüge
aus
P essea ikeln,
N .
85,
1967,
S.
4.
40 Vgl. H.
Die ich:
Die
Rücklagen
bei
den
Gebie skö pe scha en,
un e
be-
sonde e
Be ücksich igung
de
Gemeinden,
Diss.
E langen
1953, S. 8I.
41
Die
Vo sch i en
übe
die
Rücklagen e wendung
könn en
dabei
be ück-
sich ig
we den.
Die
Siche hei
de
Anlage
und
G ei ba kei
im
Beda s alle
wä en
auch
bei
eine
Zen albankanlage
gegeben.
Daß
die
Rücklagen
einen
ü
die
Gemeinden
güns igen
E ag
abwe en
(§ 14),
könn e
du ch
en sp e-
chende
Zinszahlungen
e eich
we den.
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en
127
nen.
Es
können
dabei
nu
die
g undlegenden
ech lichen
F agen
disku-
ie
we den,
da
je
nach
den
Zielse zungen
und
den
gegebenen
Rahmen-
bedingungen
un e schiedliche ech liche
Regelungen
e o de lich
we den.
Teil
man
die Ansich ,
daß
eine
konjunk u poli ische
Koo dinie ung
des
inanzwi scha lichen
Ve hal ens
alle
Gebie skö pe scha en
au
ei-
willige
Basis un ealis isch
is
und
daß
auch
de
Weg
übe
Ve einba un-
gen
und
S aa s e äge
zwischen
dem
Bund
und
den
einzelnen
Lände n
kaum
die
e o de liche
Wi ksamkei
e eich , so
wa
in
de
Bundes-
epublik
ohne
gese zliche
Maßnahmen
nich
auszukommen.
In
de
um
diese ech lichen
F agen
ge üh en
Diskussion
gingen
alle dings
die
An-
sich en ziemlich
wei
auseinande .
Es
kann
nun
nich
Au gabe
eines
Ökonomen
sein,
übe
Gese zesauslegungen zu be inden,
übe
die
Ju is en
un e schiedliche Ansich sind. Die
wei e en
Übe legungen
sollen
ledig-
lich zeigen,
was
gese zlich e möglich
we den
muß
bzw. nach
Annahme
des S abilisie ungsgese zes zusä zlich e möglich
we den
soll e,
um
eine
wi ksame
Einbeziehung
de
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
in
die
Konjunk u poli ik
zu
e eichen.
Den
Ke n
de
ech lichen
P oblema ik
s ellen
die
A ikel
109
und
28
Abs. 2
GG
da . Nach
A .
109
sind
Bund
und
Lände
"in
ih e
Haushal s-
wi scha
selbs ändig
und
oneinande
unabhängig".
E s
die
Neu as-
sung
des
A ikels
im
Zusammenhang
mi
dem
S abilisie ungsgese z
ha
hie
gewisse
Einsch änkungen
geb ach . Nach
A .
28
Abs. 2
muß
den
Gemeinden
das Rech
"gewäh leis e
sein,
alle
Angelegenhei en
de
ö -
lichen Gemeinscha
im
Rahmen
de
Gese ze
in
eigene
Ve an wo ung
zu
egeln".
Eine
gese zliche Ve p lich ung
de
Lände
zu
einem
an i-
zyklischen
Finanz e hal en
schien
mi
de
al en
Fassung
des
A .
109
un e einba
zu
sein,
da
du ch
sie
in
die
haushal swi scha liche
Selb-
s ändigkei
de
Lände
eingeg i en
wo den
wä e.
Dagegen
konn en
und
können
den
Gemeinden
nach
dem
G undgese z
Vo sch i en
ü
ein
den
konjunk u poli ischen
E o de nissen
en sp echendes
Ve hal en
gemach
we den,
da
sie
nu
"im
Rahmen
de
Gese ze"
ih e
Angelegenhei en
in
eigene
Ve an wo ung
egeln
dü en.
Vo ausse zung
is
alle dings,
daß
die
Selbs e wal ungsga an ie
des G undgese zes
dadu ch
nich
in
ih em
Ke n
beein äch ig
wi d.
Die olgenden
Aus üh ungen
beziehen
sich
da-
he
zunächs
und
o
allem
au
die
Lände .
In
Ube hi zungspe ioden
Die Diskussion
um
die
Einbeziehung
de
un e geo dne en
Gebie s-
kö pe scha en
in
die
S abilisie ungspoli ik
en zünde e
sich
au g und
de
damaligen
konjunk u ellen
Lage
(1964) o nehmlich
an
de
F age,
ob
und
wie
die
Lände
und
Gemeinden
zu
einem
es ik i en
Finanz e -
hal en
e anlaß
we den
könn en.
Auch das S abilisie ungsgese z
is
p i-
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128
Alois Obe hause
mä
aus
diese
Zielse zung
en wo en
wo den
-
ein
Mangel,
de
auch
in
de
endgül igen
Fassung
nich
oll
besei ig
wu de
und
sich
in
de
Rezes-
sion
1967
hemmend
beme kba
mach e.
Einige
Au o en
e a en
in
diese
Diskussion
die
Ansich ,
daß
de
Bundesgese zgebe
auch
ohne
G undgese zände ung
be ug
sei,
du ch
ein ache
Bundesgese ze
die
Lände
zu
dem
konjunk u poli isch
e -
wünsch en
Finanzgeba en
zu
zwingen
42• Diese
Ansich
is
jedoch
seh
ums i en.
Es
wä e
mi
Siche hei
dami
zu
echnen,
daß
solche
Gese ze
eine
Ve assungsklage
de
Lände
he o u en
wü den
-
ganz
abge-
sehen
da on,
daß
sie
nach
übe wiegende
Ansich
an
die
Zus immung
des
Bundes a es
gebunden
wä en
43
•
Zu
Beg ündung
diese
Au assung
wu de
z. T.
au
A .
73
N .
4
GG
(Wäh ungshohei )
zu ückgeg i en
44•
Dabei
s ü z e
man
sich
o nehmlich
au
eine
En scheidung
des
Bundes e assungsge ich es
45,
in
de
ausge-
üh
wi d,
daß
au g und
des
e wähn en
A ikels
de
Bundesgese zgebe
nich
nu
"die
ins i u ionelle
O dnung"
des
Geldwesens
no mie en
dü e,
sonde n
daß
seine
Kompe enz
auch
die
" agenden
G undsä ze
de
Wäh-
ungspoli ik"
um asse.
Es
wu de
da aus
ge olge ,
daß
de
Bund
be ech-
ig
sei,
in
die
Haushal swi scha
de
Lände
(und
Gemeinden)
einzu-
g ei en,
wenn
diese
du ch
ih
inanzwi scha liches
Ve hal en
die
P eis-
s abili ä
ge äh den
46•
Es
mag
dahinges ell
bleiben,
ob
die
Fo mulie ung
des
A .
73
N . 4
GG
"de
Bund
ha
die
ausschließliche
Gese zgebung
übe
...
4.
das
Wäh-
ungs-,
Geld-
und
Münzwesen,
Maße
und
Gewich e
sowie
die
Zei bes im-
mung"
eine
so
wei gehende
Auslegung
e laub .
Fü
eine
ak i e
Konjunk-
u poli ik
in
übe hi zungsphasen
wü de
es
jeden alls
nich
genügen,
daß
42 Vgl.
Ka l
M.
He Zage: G undsa z agen an izyklische Finanzpoli ik,
a.a.O.,
S.
65
.; de s.: Die Gemeinden in
de
Finanz e assung, in: A chi
ü
Kommunalwissenscha en,
3.
Jg., 1964, S.
7;
Rol
Dahlg ün:
Die P oble-
ma ik de haushal swi scha lichen Unabhängigkei on Bund
und
Lände n,
in: P obleme eine Neuo dnung de Haushal swi scha bei Bund
und
Län-
de n, Bonn
o.
J.,
S.
17
.; Hans Schüßle : In la ionsbekämp ung
und
öde ali-
s ische Finanz e assung, in: NJW, 17. J
g.,
1964,
S.
952.
43 Vgl. Wal e
G und:
De konjunk u poli ische Bei ag des Bundeshaushal-
es, in: Geldwe
und
ö en liche Finanzen, a.a.O.,
S.
120.
44 Die Zus ändigkei des Bundes
ü
einen konjunk u poli isch mo i ie en
Ein luß
au
die Finanzgeba ung de Lände aus dem "Rech
de
Wi scha "
(A . 74 N .
11
GG)
he zulei en, dü e nich möglich sein. Vgl. A nold
Kö gen:
Zu Diskussion
übe
das konjunk u poli ische Ins umen a ium des Bundes
gegenübe Lände n
und
Gemeinden, a.a.O.,
S.
34 . Siehe abe auch Rol
Dahl-
g ün:
Die P oblema ik
de
haushal swi scha lichen Unabhängigkei on
Bund und Lände n, a.a.O.,
S.
19
.
und
Wal e
Lindache :
Ve assungs ech -
liche G undlagen
und
G enzen des Einsa zes inanzwi scha liche Mi el zum
Zwecke
de
Konjunk u ges al ung, Diss. Wü zbu g 1963,
S.
118.
45
Vgl. BVe GE
4,
60 (73) = NJW 54.
S.
1762.
46
Hie mi beg ünde o allem Schüßle seine Au assung: Hans
Schüßle :
In la ionsbekämp ung
und
öde alis ische Finanz e assung, a.a.O.,
S.
952 .
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en 129
eine
unmi elba
ode
mi elba
p eisge äh dende
Finanzgeba ung
de
Lände
und
Gemeinden
un e bunden
we den
kann.
Da übe
hinaus
muß
die
Möglichkei
bes ehen,
eine
übe nach age
ande e
Be eiche
en gegen-
zuwi ken.
Dazu
beda
es
abe
no wendige weise
eine
eigenen
gese z-
lichen
Ve p lich ung
de
Lände ,
die
nach
he schende
Ansich
nu
du ch
eine
Ände ung
des
G undgese zes
he beige üh
we den
konn e
47
.
Im
Zusammenhang
mi
dem
S abilisie ungsgese z
wu de
dahe
auch
eine
E gänzung
des
A .
109
GG
o genommen
(Abs. 4
N .
1).
Du ch
eine
solche
Bes immung
muß e
de
Bundesgese zgebe
zunächs
legi imie
we den,
in
de
Hochkonjunk u
das
Ausmaß
de
gesam en
Neu e schuldung
de
ö en lichen
Hand
in
Pe ioden
konjunk u elle
übe hi zung
zu
beg en-
zen48,
49.
Dieses
wü de
aus eichen,
wenn
die
sons igen
Einnahmen
de
un e geo dne en
Gebie skö pe scha en
in
e wa
eine
Elas izi ä
on
1
au wiesen.
Dazu
wä en
alle dings
die
Ve eilung
de
S eue quellen
und
olglich auch
de
A .
106
GG
en sp echend
zu
ände n.
Realis ische weise
kann
mi
eine
solchen
Neu e eilung
de
S eue -
quellen
-
wenigs ens
ü
die
Lände
-
nich
ge echne
we den.
Die
en wickel e
Konzep ion
is
ja
auch
nu
als
Maßs ab
und
nich
als
oll
ealisie ba es
Ziel
gedach .
Die
Lände
dü en
sich
de zei
kaum
eine
Be eiligung
am
Au kommen
de
Einkommen-
und
Kö pe scha s eue
begeben,
sonde n
höchs ens
mi
eine
Auswei ung
des
S eue e bundes
um
die
Umsa zs eue
ein e s anden
sein.
In olgedessen
wä e
es
dann
genauso
wie
bei
de
heu igen
Ve eilung
des
S eue au kommens
e o -
de lich,
du ch
eine
zwei e
wei e eichende
E gänzung
des
A .
109
GG
die
Lände
di ek
zu
einem
an izyklischen
Finanz e hal en
zu
e p lich-
en
50
• 51.
Im
Zusammenhang
mi
dem
S abilisie ungsgese z
is
auch
diese
G undgese zände ung
du ch
die
Vo sch i
übe
Konjunk u ausgleichs-
ücklagen
e olg
(A . 109 Abs. 4
N .
2).
47 Vgl. A nold
Kö gen,
Zu Diskussion
übe
das konjunk u poli ische
In-
s umen a ium, a.a.O.,
S.
38; F i z
Welle :
Wi scha spoli ik und öde a i e
S aa sau bau in
de
Bundes epublik Deu schland, Be lin 1967,
S.
117
.
48 Vgl. Gu ach en übe die Finanz e o m, a.a.O.,
S.
141
.
49 Selbs in dem Fall, in dem die Koo dinie ung
wäh end
eines
konjunk u-
ellen Rückschlages beginn , Lände und Gemeinden Zen albankk edi e
e -
hal en
und
diese
wäh end
des Hochschwunges zu ückzahlen, könn e au eine
Beg enzung
de
Neu e schuldung nich e zich e we den, da die Tilgung bei
de Zen albank keine Gewäh
da ü
bie e , daß nich
an
ande e
S elle eine
Neu e schuldung in einem solchen Ausmaß eingegangen wi d, daß die
e -
s eb e Limi ie ung des Ausgabe olumens nich e eich wi d.
50
Au die Schwie igkei en, konjunk u elle Ta bes ände gese zlich zu e as-
sen, und
au
die F age, ob
de
Te minus "gesam wi scha liches Gleichge-
wich ", de im S abilisie ungsgese z s eh , besonde s da ü geeigne is , b auch
in diesem Zusammenhang nich eingegangen zu we den. Vgl. A nold
Kö gen:
Zu
Diskussion übe das konjunk u poli ische Ins umen a ium des Bundes
gegenübe Lände n
und
Gemeinden, a.a.O.,
S.
10.
51 Dieses en sp ich den "Gene alklauseln", die nach Ansich on Wilhelmine
D eißig
in das Haushal s ech au zunehmen sind. Siehe
ih en
Bei ag in die-
sem Band
S.
34.
9
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
52
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130
Alois
Obe hause
Au g und
de
beiden
Ände ungen
des
A .
109
können
nähe e
Be-
s immungen
einem
Bundesgese z,
wie
z.
B.
dem
S abilisie ungsgese z,
übe lassen
bleiben.
Dabei
is
es
alle dings
im
Gegensa z
zum
e s en
En -
wu
und
en sp echend
de
endgül igen
Fassung
dieses Gese zes
e o de -
lich,
konk e e
Maßnahmen
o zusehen. Die allgemeine Ve p lich ung des
e s en
En wu s
zu
eine
Konjunk u ausgleichs ücklage
ode
eine
Schulden ilgung
bei
de
Zen albank
in
Zei en
konjunk u elle
übe -
hi zung
wä e
wohl
kaum
aus eichend gewesen52• Nich
umsons
sind
da-
he
be ei s
in
de
S ellungnahme
des
Bundes a es
53
und
dann
im
e ab-
schiede en
Gese zes ex
obliga o ische
Konjunk u ausgleichs ücklagen
o gesehen
wo den
(§
15).
Ob die
konk e en
Bes immungen
des Gese zes
besonde s
glücklich sind,
b auch
hie
nich
un e such
zu
we den.
Imme hin
wi d
am
Ein e s änd-
nis
de
Lände
mi
diesen
Bes immungen
deu lich,
daß
sie sich
ehe
mi
eine
Einsch änkung
ih e
Ausgaben
on
den
e ügba en
Einnahmen
he
als
mi
einem
Ein luß des
Bundes
au
die
Ve wendungss uk u
de
e ausgab en
Mi el
ab inden.
Besonde s
schwie ig
is
s e s
auch die
Au gabe
zu
lösen,
wem
die
En -
scheidung
übe
Zei punk ,
A
und
Um ang
de
zu
e g ei enden
inanz-
poli ischen
Maßnahmen
übe agen
wi d
und
wiewei
die
Mi wi kung
de
Lände
dabei
eichen soll. Es
handel
sich
hie bei
nich
nu
um
ein
ech liches,
sonde n
auch
um
ein
psychologisches
und
ak isc.l}es
P o-
blem.
Sowei
ein
bes imm es
Ve hal en
nich
au g und
on
wei gehend
objek i
gegebenen
Da en
im
o aus
es geleg
we den
kann,
kommen,
um
die
e o de liche Schnelligkei zu e eichen, ak isch
nu
Rech s e -
o dnungen
de
Bundes egie ung
in
Be ach , die
mi
de
Zus immung
des
Bundes a es
gekoppel
we den
54
•
Gemeinsame
G emien
de
einzelnen
Ebenen
wie
de
au g und
on
§
18
des S abilisie ungsgese zes gescha ene
Konjunk u a
können
zwa
En scheidungshil en geben,
Maßnahmen
e leich e n
und
den
nö igen
mo alischen
D uck
ausüben,
können
abe
nich selbs En scheidungsins anzen
sein
55 •
Was die
Gemeinden
be i ,
so
is
man
noch
s ä ke
als bei
den
Län-
de n
da au
angewiesen,
du ch
eine
Besch änkung
des
Finanzie ungs-
olumens
mi els
Eing i en
de
übe geo dne en
Gebie skö pe scha en
52 Vgl.
F i z
Welle :
Wi scha spoli ik
und
öde a i e
s aa sau bau,
a.a.O.,
S.133
.
53 Vgl.
die
S ellungnahme
des
Bundes a es
zum
En wu
eines
Gese zes
zu
Fö de ung
de
wi scha lichen
S abili ä
zu
§ 2
und
§
13,
Bundes agsd uck-
sache V/890, S.
24
und
26.
54
Theo e isch
sind
auch
ande e
Lösungen
möglich
wie
z.
B.
Rech s e o d-
nungen
des
Bundeswi scha sminis e s
mi
Zus immung
des
Bundes inanz-
minis e s,
doch
wü den
diese
nich
in
gleiche
Weise
p ak ikabel
sein
und
ge-
inge es
poli isches
Gewich
haben,
wie
die
E ah ungen
zeigen.
55 Vgl.
auch
Heinz
Halle :
Finanzpoli ik,
a.a.O., S. 326.
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Koo dinie ung
de
ö en lichen Finanzwi scha en
131
zu
de
gewünsch en
Ausgabenbeg enzung
zu
gelangen.
Eine
Ve p lich-
ung
zu
einem
an izyklischen
Ve hal en,
wie
sie
in
§
16
Abs. 1
des
S a-
bilisie ungsgese zes
auch
on
den
Gemeinden
ge o de
wi d,
dü e
kaum
e olg eich
sein.
Sie
kann
höchs ens
als
Legi imie ung
da ü
ange-
sehen
we den,
daß
nach
Abs. 2
desselben
Pa ag aphen
die
Lände
du ch
geeigne e
Maßnahmen
die
Haushal swi scha
de
Kommunen
en sp e-
chend
beein lussen
müssen.
Den
e s en
Ansa zpunk
da ü
bilden
die
Finanzzuweisungen
56•
Nach
A .
106 Abs. 6
GG
ließ
den
Gemeinden
und
Gemeinde e bänden
on
dem
Lände an eil
an
de
Einkommen-
und
Kö pe scha s eue
(und
e en uell
om
Au kommen
ande e
Landess eue n)
"ein
on
de
Landesgese zgebung
zu
bes immende
Hunde sa z"
zu.
Fak isch
se z en
bishe
die
Lände
den
Gesam be ag
ih e
Zuweisungen
an
die
Gemein-
den
jäh lich
en sp echend
ih e
Finanzlage
es , so
daß
bei
hohen
Zu-
wachs a en
de
Lände einnahmen
die
Zahlungen
an
die
Kommunen
be-
sonde s
hoch
wa en
und
umgekeh .
Das
p ozyklische
Finanzgeba en
de
Gemeinden
wu de
dadu ch
e s ä k .
Von
diesem
Ve hal en
müssen
die
Lände
au
jeden
Fall
abgehen.
Ges ü z
au
§
16
Abs. 2
des
S abilisie ungsgese zes
dü en
die
Finanz-
zuweisungen
nich
meh
an
das
S eue au kommen
de
Lände
angelehn
we den.
Zumindes
müß en
die
in
de
Hochkonjunk u
s illgeleg en
Gel-
de
abgezogen
we den.
Da übe
hinausgehende
Kü zungen
de
Finanz-
zuweisungen
sind
dann
e o de lich,
wenn
bei
de
ans ehenden
kommu-
nalen
S eue e o m
nich
da au
geach e
wi d,
daß
die
Elas izi ä
des
Au kommens
aus
den
Kommunals eue n
nich
allzuseh
on
1
abweich
57•
Die
kommunale
S eue e o m
bie e
also
den
zwei en
Ansa zpunk
ü
eine
zielge ich e e
Ges al ung
de
Gemeinde inanzen.
Die
im
Zusammen-
hang
mi
dem
En wu
des
Finanz e o mgese zes
genann en
In en ionen
de
Bundes egie ung
können,
wie
e wähn ,
nich
als
ideal
angesehen
we den
58•
D i ens
muß
die
Neu e schuldung
de
Kommunen
en sp echend
be-
g enz
we den.
Es
is
in
de
Li e a u
ums i en,
inwiewei
schon
bishe
de
in
den
Gemeindeo dnungen
e anke e
Genehmigungs o behal
de
kommunalen
Au sich sbehö den
de
Lände
bei
de
Au nahme
on
K e-
di en
du ch
die
Gemeinden
zu
konjunk u ge ech en
Regulie ung
de
gesam en
kommunalen
Ve schuldung
e wand
we den
konn e
59•
Du ch
56 Vgl. auch Hans
K äme
u. a.: Gemeindehaushal
und
Konjunk u , a.a.O.,
S.
86
.
57 Vgl.
James
A.
Maxwell:
In e go e nmen al Fiscal De ices, a.a.O.,
S.
814
.
und
Ge ha d
Colm:
Fiscal Policy
and
he
Fede al Budge , a.a.O., S.
199.
58 Vgl. Bundes agsd ucksache
V/2861,
S.
39
.
59
übe wiegend
ablehnend
äuße n
sich: Gus a Gie e: Kommunales Schul-
denwesen, in: KommHdb., Bd. III, Be lin
1959,
S.
205;
We ne Webe : Kom-
9*
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132 Alois Obe hause
die
im
S abilisie ungsgese z
o gesehene
K edi limi ie ung
ü
alle
Ebe-
nen
de
ö en lichen
Hand
(§
19
bis
§
25)
is
au
jeden
Fall
die
Rech slage
insowei
eindeu ig,
daß
bei
eine
allgemeinen
Beg enzung
de
K edi -
summe
ü
die
ö en liche
Hand
die
Lände
e p lich e
sind,
ü
die
sich
da aus
e gebende
Zu ückhal ung
de
Gemeinden
bei
de
Neu e schul-
dung
zu
so gen
(§
23).
Du ch
die
genann en
d ei
Maßnahmen
wi d
lediglich
das
Einnahme-
olumen
de
Gemeinden
angie ,
so
daß
die
Bes immung
des
A .
28
Abs. 2
GG
nich
e le z
wi d.
De
inanzielle
Rahmen
de
Gemeinden
wi d
so
beg enz ,
daß
sie
sich
in
ih en
Ausgaben
en sp echend
den
ge-
sam wi scha lichen
E o de nissen
e hal en
müssen.
Bei
konjunk u ellen Rückschlägen
Fü
eine
wi ksame
an izyklische
Poli ik
bei
konjunk u ellen
Rück-
schlägen
genüg
es
eben alls
nich ,
die
un e geo dne en
Gebie skö pe -
scha en
du ch
Gese ze
zu
en sp echenden
Ausgaben
zu
e p lich en.
Da
no wendige weise
ih e
o den lichen
Einnahmen
im
Ve häl nis
zum
e wünsch en
Ausgabe olumen
zu ückbleiben
und
in olgedessen
ih e
Be-
ei scha
zu
Ve schuldung
ehe
sink
als
s eig ,
bes eh
die
Haup au -
gabe
da in,
den
Lände n
und
Gemeinden
zu
den
e o de lichen
inan-
ziellen
Mi eln
zu
e hel en
-
ein
Punk ,
de
im
S abilisie ungsgese z,
wie
be ei s
gesag ,
wei gehend
unbe ücksich ig
blieb.
Die
adi ionellen
geldpoli ischen
Maßnahmen
eichen
dazu
nich
aus
60•
Es
is
ielmeh
aus
den
e wähn en
G ünden
-
selbs
wenn
man
de
oben
en wickel en
Kon-
zep ion
nu
in
einem
besch änk en
Um ang
olg
-
eine
Ände ung
des
Bundesbankgese zes
e o de lich.
An
die
S elle
des
ixen
K edi pla onds
des
Bundes
und
de
Lände ,
de
sich
nu
au
Kassenk edi e
e s eck ,
müß e
eine
Regelung
e en,
die
eine
Va ia ion
des
K edi olumens
en -
sp echend
de
konjunk u ellen
Si ua ion
ges a e
G1
,
wobei
ü
Pe ioden
de
Vollbeschä igung
de
heu ige
K edi pla ond
wei gehend
en allen
könn e.
munalau sich als Ve assungsp oblem, in: Ak uelle P obleme de Kommunal-
au sich , Be lin 1963,
S.
25; Ka !
Oe le:
Finanz e o m
und
kommunale Schul-
denwi scha , in: Die Finanz e o m und die Gemeinden, S u ga 1966,
S.
128.
Den konjunk u poli ischen Einsa z hal en dagegen
ü
möglich: Ge ha d
Sei-
le :
Kommunale Finanzen und Kommunalau sich , in: Ak uelle P obleme de
Kommunalau sich , a.a.O.,
S.
105; Gu ach en übe die Finanz e o m, a.a.O.,
S.
141; Hans J.
Wol :
Ve wal ungs ech , Bd. II,
2.
Au I., München 1967,
S.
197.
60
Vgl.
z.
B.
das In e iew mi dem hessischen Finanzminis e
Osswald,
in:
De Volkswi , 21. Jg., 1967, N . 25,
S.
1208.
61 Die im S abilisie ungsgese z (§ 6 Abs. 3) o gesehene Ve schuldungsmög-
lichkei des Bundes in Höhe on 5 M d.
DM
bei konjunk u ellen Rückschlägen
is kein E sa z da ü .
Vgl.
Alois
Obe hause :
Die Zen albank als Geschä s-
bank
des S aa es, in: FA, Bd. 28, 1969.
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en
133
Die
Gemeinden
könn en
übe
den
Bund
ode
übe
die
Lände
mi
K edi mi eln
e so g
we den
62, so
daß
dies
nich
eigens
im
Bundes-
bankgese z
niede geleg
we den
muß. Ob
au
eine
Ve zinsung
diese
K edi e
e zich e
wi d
ode
diese
zwa
bes ehen
bleib ,
abe
om
Bund
übe nommen
wi d,
is
meh
eine
Fo msache,
wenn
dem
Bund
die
ge-
sam en
Gewinne
de
Bundesbank
zu allen
und
die
Gewinn e wendung
im
Gegensa z
zu
de zei igen
Handhabung
zu
einem
geldpoli ischen
In-
s umen
gemach
wi d
63• Auch
in
diesem
Punk
müß e
also
das
Bundes-
bankgese z
umges al e
we den.
Eine
wei e e
ech lich
zu
egelnde
F age
is ,
wem
die
En scheidung
da übe
zus ehen
soll,
wann
und
in
welchem
Um ang
die
zum
De ici
Spending
e wende en
Zen albankk edi e
zu
ilgen
sind.
Eine
allge-
meine
Ve p lich ung
ü
Lände
und
Gemeinden,
ähnlich
wie
im
S abili-
sie ungsgese z,
genüg
auch
hie
nich .
Es
müß e
e such
we den,
eine
den
wi scha spoli ischen
E o de nissen
en sp echende
Regelung
zu
scha en.
Anpassungen des Haushal s ecl1 s
Rech liche
Vo ausse zungen
ü
eine
Koo dinie ung
de
Finanzpoli ik
de
e schiedenen
Ebenen
müssen
auch
beim
Haushal s ech
gescha en
we den.
Hie zu
kann
wei gehend
au
die
ande en
Bei äge
in
diesem
Band
e wiesen
we den,
da
das
do
Ausge üh e
ohne
wei e es
au
die
Lände
und
z.
T. auch
au
die
Gemeinden
übe agen
we den
kann.
Die
ans ehende
Haushal s ech s e o m
wi d
schon wesen liche
Ve besse un-
gen
b ingen.
Eine
Anpassung
de
haushal s ech lichen
Bes immungen
de
Lände
ha
zunächs
ü
den
Haushal sausgleich
zu
e olgen,
de
ähn-
lich
wie
im
G undgese z
in
d ei
Lände e assungen
o gesch ieben
is ,
alle dings
nu
in
Niede sachsen als Muß-Vo sch i ,
in
No d hein-Wes -
alen
und
Baden-Wü embe g
dagegen
als Soll-Vo sch i 64•
Die
üb igen
Lände
sind
au g und
ih e
Ve assungen
in
diesem
Punk
ei. Auch
wenn
man
mi
Viaion
die
Ansich
e i ,
daß
diese
Bes immungen
eine
an izyklischen
Finanzpoli ik
nich
no wendige weise
en gegens ehen
65 ,
so
emp iehl
sich doch
ü
den
Bund
und
die
be e enden
Lände
eine
eindeu ige e
Regelung.
62 Vgl. Willi AlbeTS: S aa s e schuldung und Geld- und K edi poli ik, a.a.O.,
S.
36
und E ns -Gün e
WinkleT:
Au gaben und G enzen de gemeindlichen
K edi nahme, Be lin
1961,
S.
98.
83
Die Ve wendung de übe schüsse de Zen albank zu Rücklagenbildung
und zu Ausschü ungen e olg heu e nach Maßs äben, die dem Ve hal en eine
P i a bank en sp echen und dem Ak ien ech en lehn sind. Eine wi scha s-
poli ische Ins anz soll e nach ande en K i e ien e ah en.
64
Vgl.
F ied ich
Ka l
Vialon:
Haushal s ech ,
2.
Au l., Be lin
1959,
S.
122
.
65
Vgl.
ebd.,
S.
203
.
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134 Alois Obe hause
Ähnliches
i
au
die
Bes immungen
übe
die
K edi au nahme
zu,
die
im
G undgese z
und
den
Lände e assungen
wei gehend
gleich
ge egel
sind.
Zwa
kann
man
ein
De ici
Spending
als
Finanzie ung
eines
auße o den lichen
Beda s
ode
soga
als
Finanzie ung
on
Ausgaben
ü
we bende
Zwecke ansehen,
wenn
man
den
Beg i
de
we benden
Ausgaben
nu
wei
genug
ausleg
66, doch schein
bei
eine
Neu assung
de
haushal s ech lichen
Bes immungen
eine
besse e
Fo mulie ung
in
diesem
Punk
angeb ach
zu sein.
Im
Hinblick
au
die
e o de lichen
bzw.
e wünsch en
Ände ungen
de
Reichshaushal so dnung, nach
de
auch
die
Bundeslände
de zei
noch
e ah en,
kann
eben alls
au
die
ande en
Bei äge
e wiesen
we den.
Vo
allem
is
die
T ennung
nach
o den lichem
und
auße o den lichem
Haushal
gemäß
§§
3
und
4 RHO,
wie
iel ach
ge o de
und
in
den
Haus-
hal s e o mgese zen
o gesehen,
du ch
zwecken sp echende e
Bes im-
mungen
zu
e se zen.
Auch das
Haushal s ech
de
Gemeinden
müß e
en sp echend
angepaß
we den.
Vo
allem
sind
neue
K i e ien
ü
die
kommunale
Ve schuldung
zu
en wickeln67, die auch
bei
de
Kommunalau sich
de
Lände
beach e
we den
müß en.
Die
Un e scheidung
nach
o den lichem
und
auße o den -
lichem
Haushal
wi d
dadu ch
-
wenn
auch nich
in
gleiche Weise
wie
bei
Bund
und
Lände n
-
in
F age
ges ell .
Da übe
hinaus
muß
eine
mi el is ige
Finanzplanung
den
Gemeinden
zwingend
o gesch ieben
we den
-schon
um
die
Kon inui ä
de
Aus-
gabenen wicklung
und
die
Plan o be ei ung
zusä zliche
In es i ionen
bei
konjunk u ellen
Rückschlägen
o zube ei en.
Aus
de
mi el is igen
Finanzplanung
e geben
sich -
wie
e wähn
-
Folge ungen
ü
die
gemeindlichen Rücklagen.
Eine
Neuges al ung
de
Rücklagen e o dnung
und
de
Rücklagenbes immungen
in
den
Gemeindeo dnungen
de
Län-
de
is
selbs
dann
e o de lich,
wenn
die Ve p lich ung
zu
Rücklagen
nich
öllig
au gegeben
wi d.
111.
Hil s isci und Konjunk u poli ik
Im
le z en
Abschni
soll
au
die
F age
eingegangen
we den,
inwiewei
auch die ö en lichen
Finanzins i u ionen,
die nich
Gebie skö pe scha -
en
sind
und
die häu ig
als
Hil s isci68
ode
in e mediä e
Finanzgewal en
66
Vgl.
ebd.,
S.
234 .
67
Vgl.
die aus de kommunalen Sich en wickel en Bedenken on Ka l
Oe le: Finanz e o m und kommunale Schuldenwi scha , a.a.O.,
S.
121
.
68 De Beg i de Hil s sci is also seh wei ge aß .
88a
Vgl.
Alois Obe hause : Sozial e siche ung und S abilisie ungspoli ik, in:
Ins i u In e na ional de Finances Publiques, Ed.: Finances Publiques e
Secu i e Sociale, Cong es de Tu in, Sep .
1968,
XXIV.e Session, Saa b ücken
1969.
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Koo dinie ung de ö en lichen Finanzwi scha en
135
bezeichne
we den,
in
den
Diens
de
Konjunk u poli ik
ges ell
we den
können
68a•
Dabei
is
s e s
da au
zu
ach en,
daß
diese Hil s isci gescha en
wu den,
um
spezielle
Au gaben
zu
e üllen,
und
daß
diese
Au gaben-
e üllung
aus
sozialen
ode
ande en
G ünden
in
de
Regel
nich
wesen -
lich
beein äch ig
we den
da .
Es
gib
eine
Vielzahl
de a ige
Finanzins i u ionen.
Sie
sind
in
ih e
Kons uk ion,
in
den
Bes immungs ak o en
ih e
Einnahmen
und
Aus-
gaben
und
de
ech lichen
Ges al ung
so e schieden,
daß
kaum
gene elle
Aussagen
gemach
we den
können.
Die
olgenden
Aus üh ungen
können
dahe
nu
beispielha
einige
Hil s isci
he ausg ei en
und
zwa
die
deu -
sche A bei slosen e siche ung, die deu sche
Ren en e siche ung
und
das
ERP-Sonde e mögen.
Es
handel
sich
hie bei
um
Ins i u ionen,
die
übe
Millia denbe äge
e ügen
und
die
im
S abilisie ungsgese z
eigens
e -
wähn
we den
69•
Ähnlich
wie
bei
den
E a s
de
Gebie skö pe scha en
bilden
die
Ansa z-
punk e
ü
eine
Einbeziehung
de
Hil s isci
in
die
Finanzpoli ik
die
Ein-
nahmen
im
Ve häl nis
zu
den
Ausgaben,
die
angesammel en
Rücklagen
bzw. die
o handenen
Fonds
und
die
Ve schuldung.
1. A bei slosen e siche ung
Die
A bei slosen e siche ung
wi d
zumeis
als
au oma ische
S abili-
sa o
angesehen.
Das
gil
jedoch
nu
un e
den
Vo ausse zungen,
daß
die
Un e s ü zungsleis ungen
je
Un e s ü zungsemp änge
bei
konjunk-
u ellen
Rückschlägen
nich
eduzie
und
die
Bei agssä ze
nich
p o
zyklisch
a iie
we den,
wie
das
in
ühe en
Jah en
häu ige
ge-
schah
70
• Die
Bei agssä ze
müß en
au
lange
Sich
kons an
bleiben
71
und
so
bemessen
we den,
daß
bei
annähe nde
Vollbeschä igung
die
Ein-
nahmen
aus eichen,
um
die
Ausgaben
ü
saisonale
und
ik ionelle
A bei slosigkei
zu
bes ei en
72
•
In
Pe ioden
de
übe beschä igung
e -
geben
sich
dann
übe schüsse,
bei
konjunk u ellen
Rückschlägen De i-
zi e.
Neben
dem
S abilisie ungse ek ,
de
un e
diesen
Vo ausse zungen
on
den
Ausgaben
de
A bei slosen e siche ung
ausgeh ,
könn e
auch
die
Anlage
de
übe schüsse
und
de
o handenen
Gu haben
zu
einem
69 Auch den ande en Hil s isci is eine allgemeine Ve p lich ung zu an ikon-
junk u elle n Ve hal en im S abilisie ungsgese z au e leg wo den, §
13,
Abs.
3.
10
Vgl.
Heinz
LampeT :
P obleme de Konjunk u s abilisie ung du ch die
A bei slosen e siche ung -ein Bei ag zu Re o m de A bei slosen e siche-
ung, in: FA, Bd.
22,
1962/63,
S.
253
.
71
Anpassungen
an
s uk u elle Ände ungen wä en dami nich ausgeschlos-
sen, doch müß en sie jeweils mi den konjunk u poli ischen E o de nissen in
Einklang geb ach we den.
72
Vgl.
Soziale Siche ung in de Bundes epublik Deu schland, Sozial-
enque e, S u ga
1966,
S.
159
.
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142
Alois Obe hause
wu de
und
das
eine
gu e
E gänzung
de
in
de
Regel
global
wi kenden
geld-
und
inanzpoli ischen
Maßnahmen
wä e.
Da
wäh end
eine
Re-
zession
ü
eine
Finanzie ung
diese
Be äge
die
Einnahmen
des
Bundes
aus
S eue n
und
K edi en
kaum
in
Be ach
kommen,
könn e
und
müß e
die
Zen albank
die
Finanzie ung
siche n.
Die
Tilgung
de
K edi be äge
wü de
in
spä e en
Jah en
de
Vollbeschä igung
s abilisie end
wi ken
81
•
So e n
man
das
ERP-Sonde e mögen
und
nich
eine
ande e
Ins i u-
ion
ü
diese
Au gabe
einse zen
möch e,
müß en
seine
konjunk u -
poli ischen
Au gaben
zusä zlich
in
den
§ 2
des
ERP-Ve wal ungsgese zes
au genommen
we den.
Auße dem
wä e
das
Bundesbankgese z
82
in
dem
Sinne
zu
ände n,
daß
bei
Rezessionen
Mi el
nich
nu
den
Gebie s-
kö pe scha en
ü
das
De ici
Spending
zu
Ve ügung
ges ell
we den
können,
sonde n
auch
den
da ü
e an wo lichen
Hil s isci
die
Ve -
gabe
on
K edi en
an
den
p i a en
Be eich
di ek
ode
indi ek
e mög-
lich wi d.
Insgesam
zeigen
die
Übe legungen
des
le z en
Abschni s,
obwohl
sie
sich
au
einige
Beispiele
besch änken,
daß
es
du chaus
möglich
wä e,
das
Finanzgeba en
de
Hil s isci
mi
de
Konjunk u poli ik
de
Gebie s-
kö pe scha en
und
de
Zen albank
zu
koo dinie en.
Die
e eichba en
Wi kungen
wä en
quan i a i
seh
bedeu sam,
selbs
wenn
nu
ein
Teil
de
genann en
Möglichkei en
genu z
wü de.
Das
konjunk u poli ische
Ins umen a ium
wü de
dami
eine
wesen liche
Auswei ung
und
sinn-
olle
E gänzung
e ah en.
BI
Die au g und des zwei en Konjunk u ö de ungsp og amms de Bundes-
egie ung e olg e K edi gabe des ERP-Sonde e mögens in Höhe on
500
Mill.
DM
"zu Finanzie ung on In es i ions o haben we bende Eigen-
be iebe
und
gemeinwi scha liche Be iebe
de
Gemeinden" kann als Sch i
in diese Rich ung angesehen we den, wenn auch bei de Finanzie ung ande s
e ah en wi d. Vgl. Konjunk u p og amm
und
meh jäh ige Finanzplap.ung,
a.a.O.,
S.
6,
und
ERP-In es i ionshil egese z om
17.
10.
1967,
BGBl. Teil
I,
N .
60,
S.
989.
B2
Die im Bundesbankgese z
(§
20)
o gesehene Möglichkei , K edi e bis zu
50
Mill.
DM
an
das ERP-Sonde e mögen zu gewäh en, bezieh sich lediglich
au
Kassenk edi e.
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Die
Re o m
de
ö en lichen
Haushal sgeba ung
zu
E höhung
de
T anspa enz
Von
Paul
Sen
(Saa b ücken)
A.
Vo beme kungen
1.
Am
23.
Juni
1955
o de e
de
Deu sche
Bundes ag
die
Bundes-
egie ung
au ,
eine
Re o m
des
Haushal s ech s,
die
den
E o de nissen
eine
mode nen
ö en lichen
Finanzwi scha
einschließlich
de
ö en -
lichen
Kapi al-
und
Ve mögenswi scha
en sp ich ,
alsbald
du chzu üh-
en.
Zu o
wu de
du ch
die
Finanzminis e
und
Finanzsena o en
in
de
Bundes epublik
Deu schland
am
30.
Ok obe
1952 beschlossen,
eine
S u-
dienkommission
einzuse zen,
die
p ü en
soll e,
welche
p ak ischen
Fol-
ge ungen
ü
die
Ges al ung
de
Haushal spläne
aus
de
S udie
"Neu-
o dnung
de
ö en lichen
Haushal e,
ein
Bei ag
zu
olkswi scha -
lichen,
s aa swi scha lichen
und
be iebswi scha lichen
Planung
de
ö en lichen
Ve wal ungs-
und
Finanzwi scha ",
die
on
Weichmann
und
WawTczeck
e aß
wo den
wa ,
gezogen
we den
können.
Das
E -
gebnis
diese
S udienkommission
wu de
im
Jah e
1956
un e
dem
Ti el
"Neuo dnung
de
Haushal spläne
in
de
Bundes epublik
Deu schland"
om
Rechnungsho
de
F eien
und
Hanses ad
Hambu g
e ö en lich .
Im
Jah e
1964
wu de
au
Ve anlassung
des
Bundes inanzminis e s
ein
A bei sk eis
de
Haushal sab eilungslei e
des
Bundes
und
de
Lände
gebilde ,
dessen
Au gabe
es
sein
soll e,
die
Vo a bei en
ü
eine
Haus-
hal s e o m
in
die
Wege
zu
lei en.
Inzwischen
sind
diese
Vo a bei en
abgeschlossen
und
die
Gese zen wü e
dem
Bundes ag
zugelei e .
Sehen
wi
einmal
on
de
Ini ia i e
de
Landes inanzminis e
im
Jah e
1952 ab, so
ha
es
d eizehn
Jah e
gedaue ,
bis
de
Fo de ung
des
Bundes ages
aus
dem
Jah e
1955
zumindes
in
de
Fo m
Rechnung
ge agen
wu de,
daß
nun
endlich
Gese zen wü e
o liegen.
Leide
is
es
mi
nich
möglich,
au
diese
En wü e
nähe
einzugehen,
da
sie
mi
in
ih e
endgül igen
Fassung
bei
de
Ausa bei ung
dieses
Re e a es
nich
o gelegen
haben.
2.
Ich
b inge
diese
Hinweise
deshalb
zu
Beginn
meine
Aus üh ungen,
weil
im
Finanzbe ich
1967
da au
e wiesen
wi d,
daß
die
Fo de ung
nach
eine
Re o m
des
Haushal s ech s
wenige
on
den
Haushal s-
p ak ike n
als
ielmeh
on
den
Finanzwissenscha le n
und
Volkswi en
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144
Paul
Sen
ausgegangen
sei.
Daß
die
Wissenscha
in
Fo m
des Wissenscha lichen
Bei a s
beim
Bundes inanzminis e ium
jedoch
e s
ku z
o
Beendigung
de
Vo a bei en
eingeschal e
wu de,
läß
e mu en,
daß
-
wie
es
im
Finanzbe ich
1967
heiß
-
"das
Wo
on
de
Haushal s e o m
eil-
weise
zu
einem
poli ischen
Schlagwo
gewo den
(is ),
hin e
dem
sich
ech
un e schiedliche
Vo s ellungen
e be gen"1. Diese
"un e schiedli-
chen
Vo s ellungen"
sind
es, die mich
bewogen
haben,
das
mi
ges ell e
Thema
wenige
aus
de
Sich
bes imm e
Einzelp obleme
abzuhandeln,
als
ielmeh
F agen
de
budge ä en
T anspa enz
im
Zusammenhang
mi
P oblemen
g undsä zliche
A
zu
un e suchen.
Denn
be o
man
e was
übe
die
budge ä e
T anspa enz
sagen
kann,
muß
kla ges ell
sein, welche
A
on
Haushal sgeba ung
übe haup
zug undegeleg
wi d;
dabei
e s ehe
ich
un e
Haushal sgeba ung
den
gesam en
Budge k eis-
lau
on
de
E s ellung
de
Vo anschläge
bis
zu
Kon olle.
B.
T anspa enz de Planung
3.
Im
Mi elpunk
de
Aus üh ungen
in
diesem
Abschni
sollen
die
olgenden
F agen
s ehen:
Au
welche
G undo ien ie ung
be uh e
die
bishe ige
Haushal sgeba ung
in
de
BRD; welche
Konsequenzen
e -
geben
sich
da aus
ü
die
T anspa enz
des Budge s,
und
welche
Fo de-
ungen
sind
an
eine
Budge e o m
zu
s ellen,
wenn
eine
eine
mode nen
Haushal sgeba ung
adäqua e
T anspa enz
e eich
we den
soll.
Es
wi d
na ü lich
nich möglich sein,
im
Rahmen
dieses
Re e a s
alle
diesbezüg-
lichen
F agen
zu
behandeln.
Ich
we de
mich also
au
die
mi
am
wich ig-
s en
e scheinenden
P obleme
besch änken,
wobei
die
Diskussion siche
Gelegenhei
geben
wi d,
auch solche
F agen
anzuschneiden,
die
ich
ku z
ode
übe haup
nich
behandel
habe.
4.
Jede ,
de
sich
mi
F agen
eine
Budge e o m
beschä ig ,
kann
d ei
G undo ien ie ungen
bei
allen
Re o me ö e ungen
es s ellen:
die
Planungso ien ie ung,
die
Kon ollo ien ie ung
und
die
Ve wal ungs-
o ien ie ung.
Je
nachdem,
au
welche
O ien ie ung
das
Schwe gewich
lieg ,
we den
Zweck
und
A
de
Haushal sgeba ung
ande s
sein
und
dami
auch
die
An o de ungen
an
die
budge ä e
T anspa enz.
Diese
G undo ien ie ung
is
u. a.
beein luß
on
den
poli isch-ideologischen,
den
ökonomischen
und
soziologischen
S ömungen
und
Ve häl nissen
eine
bes imm en
Epoche,
dem
S and
de
wissenscha lichen
E kenn nis
und
dem
echnischen
Fo sch i .
Zwa
sind
jedem
Budge
eine
Planung,
Ve wal ung
und
Kon olle
immanen ,
das
Schwe gewich
diese
Elemen-
e
a iie
jedoch
en sp echend
de
G undo ien ie ung,
nach
de
die
Haushal sgeba ung
ausge ich e
is
ode
sein
soll.
Un e such
man
ein-
1 Finanzbe ich 1967, h sg. om Bundesminis e ium de Finanzen,
S.
241.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
Die Re o m de ö en lichen Haushal sgeba ung
145
mal,
welche
diese
d ei
G undo ien ie ungen
im
deu schen
Haushal s-
ech
im
Vo de g und
s and,
so
is
ein
eindeu iges
übe wiegen
de
Kon-
oll unk ion
es zus ellen.
Es
is
dies
die
u sp üngliche
poli ische
Bud-
ge unk ion,
nach
de
es
Au gabe
des
Budge s
is , die
egelmäßige
Wie-
de keh
de
pa lamen a ischen
Beg enzung
und
Beein lussung
de
Tä ig-
kei
de
Exeku i e
(Ve wal ung)
und
de en
Kon olle
zu
siche n.
Das
"G undgese z"
des
deu schen
Haushal swesens
-
die
RHO -
is
nach
He lage
"eine
-alles
in
allem
g oßa ig
gelungene
-Kodi ika ion
des
übe kommenen
Reichshaushal s ech s
p eußische
P ägung"2.
Sie
is
"wie
jedes
zusammen assende
und
neuo dnende
Gese zgebungswe k
ein
Kind
ih e
Zei . Ta sächlich
is
sie
wei hin
de
geschich liche
Ausd uck
de
demok a isch-pa lamen a ischen
Finanzo dnung,
wie
sie
sich
sei
de
Mi e
des 19.
Jah hunde s
en wickel
ha e.
Ih
Ausgangs-
und
Angel-
punk
wa
und
is
die
pa lamen a ische
Haushal sbewil1igung
und
Haushal skon olle"3.
5.
Eine
Konsequenz
diese
einsei igen
G undo ien ie ung
des
gesam en
Haushal swesens
an
de
Kon oll unk ion
wa
und
is
die
Ges al ung
des
Budge s
nu
nach
dem
Minis e ialp inzip,
d. h.
en sp echend
dem
bü o-
k a isch-behö denmäßigen
O ganisa ionss il
de
Ve wal ung
und
eine
sachlich-gegens ändlichen
Ein eilung
und
Abg enzung
de
Resso s.
Aus
dem
Budge
kann
au g und
dieses
Gliede ungsp inzips
zwa
die
meh
ode
minde
wechselnde
Zahl
de
Resso s
e kann
we den
-
T anspa enz
de
Ins i u ionen
-,
nich
abe
die
eigen liche
Au gabe
im
übe agenen
Sinne
eines
"End"p oduk s
de
jeweiligen
adminis a i en
Tä igkei .
Diese
minis e ielle
Gliede ung
des
Budge s
lie e
also
eine
"Ein-
zweckin o ma ion"
kon ollpoli ische
A .
Eine
wei e e
Konsequenz
de
kon ollo ien ie en
Budge ie ung
is
die
eng
abgeg enz e,
"genau
o mulie e,
scha e
und
ju is isch
ausleg-
ba e"~
Zweckbes immung
insbesonde e
de
Ausgaben,
übe
de en
Ve -
wendba kei
kein
Zwei el
bes ehen
soll.
Die
F age,
ob
diese Zweckbe-
s immungen
o z
de
ju is ischen
Auslegba kei
imme
eindeu ig
wa en
und
sind
und
ob
nie
Zwei el
an
de
Ve wendba kei
de
Mi el
en s an-
den
sind, möch e ich
hie
nich
wei e
behandeln.
Es
handel
sich alles
in
allem
um
seh
p imi i e
e wal ungsmäßige
Zweckbes immungen,
die
kaum
einen
e wal ungswi scha lichen,
geschweige
einen
ökono-
2
K.
M.
He lage: G und agen eine Neuo dnung des deu schen Finanz-
ech s, in: Finanzwissenscha und Finanzpoli ik, H sg. F. Schä e , Tübingen
1964, S. 79.
3
K.
M.
He lage, ebenda.
4
F.
K.
Via on:
Budge kon olle in de Bundes epublik Deu schland, in:
Handwö e buch de Sozialwissenscha en, Bd. 2, S u ga , Tübingen, Gö -
ingen 1959,
S.
446.
10
Sch i en
d.
Ve eins
.
Soclalpoli ik
52
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
146
Paul Sen
mischen
Aussagewe
besi zen.
Hie zu
gehö
auch die
Au gliede ung
des
Haushal s
in
einen
o den lichen
und
auße o den lichen,
de en
Haup zweck
da in
bes ehen
soll e, die K edi inanzie ungsmöglichkei en
on
S aa sausgaben
einzusch ä iken. Ich möch e
hie
nich
au
die ganze
P oblema ik
diese
Au gliede ung
eingehen.
Ih e
ech liche Regelung
und
p ak ische
Handhabung
zeig en,
daß
es sich
im
Hinblick
au
die
e -
wünsch en
Wi kungen
(Besch änkung
de
k edi ä
inanzie en
Aus-
gaben) lediglich
um
eine
omme
Täuschung handel e,
und
ge ade
diese
Au gliede ung
den
übels en
inanz echnischen T icks
Tü
und
To
ge-
ö ne
ha ,
zumal
es
keine
ma e iell
kla e
Vo sch i
da übe
gegeben
ha
und
gib , welche
Ausgaben
o den liche
und
welche
auße o den liche
sind.
6.
Au
de
Basis diese
kon ollo ien ie en
Gliede ung
nach
ins i u io-
nellen
Me kmalen
und
de
eng beg enz en, ju is isch de inie en Zweck-
bes immung
ollzog sich die
"Planung",
d. h.
das
Au s ellen
eine
" o -
ausschauenden Übe sich "
übe
den
Ablau
de
Haushal sgeba ung
ü
das
kommende
Haushal sjah .
Cha ak e is isch
ü
diese
"Planung"
is
zunächs
einmal
die
Beg enzung
des zei lichen Ho izon s
au
ein
Jah ,
was
sich
o wiegend
du ch
das
Übe wiegen
de
Kon ollo ien ie ung
-
Wiede keh
de
pa lamen a ischen
Kon olle
in
möglichs
ku zen
Zei abs änden
-e gab. Es
wu de
zwa
zunehmend
ane kann ,
daß
es
sich
beim
Jäh lichkei sp inzip
um
eine Zweckmäßigkei s age
handel ,
im
Hin e g und
s eh
jedoch
imme
noch die These, wonach
"die
jäh liche
Ve ansChlagung
...
eine eihei liche
und
demok a ische
E ungenscha
(is )"5
und
"den
Bedü nissen
de
poli ischen
Kon olle
...
"6
ge ech
wi d.
7.
Im
Hinblick
au
die
Planungso ien ie ung
s ell
sich jedoch noch
eine
wei e e,
meines
E ach ens
iel wich ige e
F age:
Wie
und
was
wi d
eigen lich
geplan ?
Nach
dem
geb äuchlichen
Ve ah en
bei
de
Au -
s ellung
eines
Haushal splanen wu s
be uh
jedes
Budge
au
einem
eku en en
Anschluß
an
das
Vo jah sbudge ,
wobei
dessen
S uk u
und
Volumen
die Bezugsbasis bilden. Dies schließ
on
o nhe ein
g undlegende
Ände ungen
o
allem
de
Budge s uk u
aus. Die
En -
scheidungsbasis
is
jeweils o gegeben
und
dami
de
En scheidungs-
be eich eingeeng . Auch
Ände ungen
des
ins i u ionellen
Au baus,
wie
T ennung
on
Resso s
und
de en
Ve selbs ändigung,
ände n
nich s
an
de
o gegebenen
u sp ünglichen
En scheidungsbasis.
Da
neue
Resso s
in
de
Regel
nu
aus
poli ischen
G ünden
(Kabine sbildung), also
um
de
Resso s willen,
gebilde
we den,
we den
keine
neuen
Au gaben
5 F.
K.
ViaIon:
Haushal s ech , Kommen a zu Haushal so dnung
(RHO)
und zu den Finanzbes immungen des Bonne G undgese zes,
2.
Au !., Be lin,
F ank u
a.
M.
1959,
S.
20l.
6 F.
K.
ViaIon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
308.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
Die Re o m
de
ö en lichen Haushal sgeba ung
147
ges ell
und
dami
auch
keine
neuen
En scheidungss uk u en
gebilde ,
sonde n
lediglich
bes ehende
Sachbe eiche
auseinande ge issen
mi
de
Konsequenz
e meh e
Kompe enzs ei igkei en
und
adminis a i en
Lee lau s.
Bei
de
Au s ellung
eines
Haushal splans
komm
es
demnach
in
e s e
Linie
au
die
" ich ige
Bemessung"
de
einzelnen
Ansä ze,
ins-
besonde e
de
Ausgabenansä ze,
an.
Bei
bes imm en
Einnahmen
und
Ausgaben
sind
meh
ode
minde
genaue
Ansä ze
möglich,
wie
bei
Mie en,
Pach en,
bes imm en
Bauausgaben.
Bei
den
meis en
Ansä zen
muß
jedoch geschä z
we den.
Diese
Schä zungen
sollen sich möglichs
an
bekann e
Ta bes ände
anlehnen,
wie
z.
B.
an
die
Einnahmen
und
Aus-
gaben
de
o angegangenen
Jah e.
Nach §
10
RHO
is
bei
egelmäßig
wiede keh enden,
abe
ih e
Höhe
nach
wandelba en
Einnahmen
und
Ausgaben,
wenn
ih
Be ag
nich
im
o aus
be echne
we den
kann,
en -
wede
nach
dem
Du chschni
de
Einnahmen
und
Ausgaben
in
gewissen
de
Au s ellung
des
Haushal splans
unmi elba
o angegangenen
Zei -
abschni en
ode
nach
ande en
in
de
E läu e ung
zum
Haushal splan
mi zu eilenden
G undsä zen
zu
e anschlagen.
Diese
Vo sch i
is ,
wo-
au
Vialon
mi
Rech
e weis ,
" adi ionell
so
gu
einge üh ,
daß
man
sie
als
ausd ückliche
Vo sch i
de
RHO
kaum
kenn "7.
Na ü lich
soll
diese
Du chschni sbe echnung
nich
s a
angewand
we den,
sonde n
die
de
be e enden
Ausgabea
innewohnende
En wicklungs endenz
soll
be ücksich ig
we den.
De
Bundesminis e
de
Finanzen
-
auch
de
Landes inanzminis e
-
übe gib
nun
jedes
Jah
mi
dem
Haushal s-
undsch eiben
an
die
Obe s en
Behö den
als
Anlage
ein
Mus e
ü
die
nach
§
19
RHO
zu
e s ellenden
Vo anschläge
de
einzelnen
Resso s,
wobei
im
Rundsch eiben
selbs
u.
a.
Rich linien
ü
die
Gewäh ung
de
Einhei lichkei
de
Bemessung
de
einzelnen
Ansä ze
mi ge eil
we den.
Hie bei
we den
o
allem
die
inanzielle
Lage
und
die
sich
da aus
e -
gebenden
Konsequenzen
ü
die
Ve anschlagungen
da geleg .
Welche
A
diese
"Rich linien"
sind,
e gib
sich
aus
den
olgenden
Aus üh un-
gen
Vialons:
"Das
S udium
de
Abs u ungen,
mi
denen
die
Finanz-
minis e
...
die
Che s
de
Obe s en
Ve wal ungen
zu
spa same en
Ve anschlagung
gemahn
und
beschwo en
haben,
is
ein
besonde e
Genuß,
auch
wenn
die
ückschauende
Be ach ung
nich
e kennen
läß ,
daß
die
,ho nungslose,
abe
nich
e zwei el e
Lage
des
Haushal s'
einen
nachhal igen
Eind uck
au
die
Emp änge
gemach
hä e"8. Nach
diesem
Sys em
ollzieh
sich
die
Au s ellung
de
Vo anschläge
on
un en
nach
oben,
wobei
es
·dann
dem
Finanzminis e
übe lassen
is ,
un e
eigene
Ve an wo lichkei
(§
20
RHO)
die
Vo lagen
z.u
p ü en,
mi
dem
Rech ,
nich
beg ünde e
Anmeldungen
nach
Benehmen
mi
den
be eilig-
en
S ellen
zu
ände n
ode
o zulassen.
7 F.
K.
Vialon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
394.
8 F.
K.
Vialon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
464
.
10'
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148
Paul Sen
Ich s elle diese
Ihnen
siche
bekann en
Dinge
deshalb
so
aus üh lich
da ,
weil
meines
E ach ens
die sich
da aus
e gebenden
Konsequenzen
iel ach nich
kla
genug
e kann
wo den
sind,
und
zwa
o
allem
im
Hinblick
au
die
Planungs
o ien ie ung.
8.
Eine
Konsequenz dieses
Ve ah ens
is
die,
daß
es sich
in
de
Ta
nich
um
eine
Planung
im
Sinne
des
Fällens
neue
poli ische En schei-
dungen
ode
um
ein
"sys em
o decision making"9
handel .
Einmal
ehl
jegliche
Di ek i e
poli ische
A
on
oben
nach
un en.
Die
Au s ellung
de
Pläne
ollzieh sich
in
einem
poli ischen
Vakuum,
das
übe wiegend
du ch
esso -egois ische Ziele
ausge üll
wi d.
Die
Ve wal ung
weiß
ga
nich s
ode
nu
wenig
da on,
was
eigen lich poli isch
gewoll
is . Von
einem
P og ammcha ak e
des
Budge s
kann
übe haup
keine
Rede
sein,
zumal
de
g öß e
Teil
de
Ausgaben
au
Gese zen
be uh ,
die
in
einem
unkoo dinie en
auße budge ä en
En scheidungsp ozeß
e lassen
wu den.
Eine
wei e e
Konsequenz
is
die,
daß
die einzelnen
Ve wal ungss ellen
nich
imme
on
neuem
übe
ih e
Au gaben
en scheiden,
und
zwa
dies
un e
Be ücksich igung on
Al e na i lösungen,
sonde n
einen
jäh lich
neu
en b ennenden
Kamp
um
ma ginale
Zuschläge zu
ih en
bishe igen
Bewilligungen
üh en.
Es
handel
sich
imme
nu
um
G enzwe be ich-
igungen.
De
"Planungse olg"
wi d
da in
gesehen,
wie
hoch
de
ma -
ginale
Zuschlag is ,
und
nich
da in,
ob ech e
Lösungen
ans ehende
P obleme
e ziel
wu den.
Ein
solch
einsei ige
Kamp
um
Zuschläge
se z
na ü lich
meh
Ellenbogenk a
als
in ellek uelle
Fähigkei en
o -
aus.
Und
je
nach
de
A
de
Ve eidigung
de
Resso s
um
die
G enz-
we e
lassen
sich auch Schlüsse
au
die
in ellek uellen
Fähigkei en
de
Resso che s ziehen. So
ha
de
Kamp
gegeneinande
um
die
Zu-
schläge is ,
wobei
sich nich
sel en
Koali ionsg uppen
zwischen
den
ein-
zelnen
Resso s bilden, so en schlossen
is
die
"An i-Abs ichsolida i ä "
bei
Kü zungen.
Wei e
is
zu beach en,
daß
diese Vo anschläge
on
un en
nach oben
nich
nu
In o ma ionen,
sonde n
le z lich schon
o weggenommene
En scheidungen
sind,
die
in
ih e
Summie ung
En scheidungsblöcke
da -
s ellen,
an
denen
g undsä zlich
nich
meh
ge ü el
we den
kann.
De
Finanzminis e
kann
nu
noch e suchen,
mi
eine
"S a egie
des
Fe ig-
we dens"
einen
Ausgleich zwischen diesen En scheidungsblöcken
he -
beizu üh en,
wobei
ihm
das
e assungsmäßige
Gebo des Ausgleichs
de
Einnahmen
und
Ausgaben
als
"No b emse" dien .
E
is
dabei
in
eine
Si ua ion,
die
ihm
gegenübe
den
ande en
Resso s
einmal
gese zliche
Vo eile
bie e
-
ihm
allein
oblieg die
Au s ellung
des
En wu s
-,
9 G.
Colm:
In eg a ion o Na ional Planning and Budge ing, Cen e o
De. elopmen Planning, Planning Me hods Se ies
No.
5, Na ional Planning
Associa ion, Washing on,
D.
C.,
1968,
S.
3.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
Die Re o m
de
ö en lichen Haushal sgeba ung
149
abe
o
allem
auch
den
Vo eil,
daß
e
das
Monopol
de
Einnahme-
schä zung
inneha .
Ich möch e
hie
nich
die
F agen
nähe
un e suchen,
wie
die
Zu e lässigkei
on
S eue schä zungen
e höh
we den
kann
10,
sonde n
o
allem
da au
e weisen,
daß
einmal
jede zei
die
Möglich-
kei
gegeben
is ,
auch
die
genaues en
Schä zungen
so
ode
so
zu
manipu-
lie en.
"Die
Budge leu e
so gen
seh
o
da ü ,
daß
die
den
Schä zungen
zug unde
liegenden
Annahmen
nochmals op imis isch
übe p ü
we den,
sei
es,
weil
de
Haushal sausgleich
sons
no leide ,
sei es,
weil
man
im
Pa lamen
mi
nied igen
Zahlen
nich
hinein allen
und
au
diese Weise
,neue'
Ausgaben
e möglichen
Will"l1.
Man
kann
sie
na ü lich
auch
"pes-
simis isch"
übe p ü en,
alls
no wendig.
Und
wei e
heiß
es
bei
Vialon:
"Abgesehen
on
Ausnahmen
we den
die
üb igen
Bundesminis e
kaum
die
Möglichkei
haben,
die
du ch
den
Bundesminis e
de
Finanzen
o -
genommenen
Schä zungen
...
zu
beans anden
und
ih e
Abände ung
zu
beg ünden
"12.
Es
s ell
sich
die
F age,
ob
es
sich
un e
diesen
Ums änden
beim
Budge
nich
nu
um
ein
"Exeku i budge ",
sonde n
le z lich
um
ein
inanzminis e ielles
Budge
handel ,
bei
dessen
Au s ellung
mangels
kla e
poli ische
P og ammdi ek i en
je
nach
de
Quali ä
des
Finanz-
minis e s
und
dessen
Mi a bei e n
pe sönliche
Neigungen,
Vo u eile
und
In e essen
und/ode
auch
sachliche
A gumen e
im
Vo de g und
s ehen
können.
Nun
könn e
man
einwenden,
daß
einmal
im
Kabine
e neu
das
Budge
be a en
und
e abschiede
wi d,
und
zum
ande en,
daß
es
le z -
lich
das
Pa lamen
is , welches
den
Haushal splan
es s ell .
9.
Was
die
Kabine s agen
be i ,
so
ha en
es
die
Finanzminis e
zumindes
in
de
Ve gangenhei
e s anden,
die
ihnen
nach
den
§§
20,
21
RHO
und
§
26
GeschO
de
Bundes egie ung
gewäh e
Sonde s ellung
in
dem
Sinne
zu
in e p e ie en
und
zu
handhaben,
daß
aus
ihnen
ech e
Vo zugs ech e
abgelei e
wu den
mi
de
Konsequenz,
daß
in
en schei-
denden
F agen
ak isch
ein
Alleinbes immungs ech
on
Finanzminis e
und
Bundeskanzle
en s and.
Zudem
sind
nach
den
§§
16
und
21
de
GeschO
de
Bundes egie ung
Kabine sangelegenhei en
o he
zwischen
den
be eilig en
Minis e ien
zu
be a en,
,so e n
nich
im
Einzel all
die
D inglichkei
de
En scheidung
eine
Ausnahme
no wendig
mach '. Solche
Ausnahmen
sind
jedoch,
was
Vialon
bes ä ig
13,
im
Haushal sbe eich
10 Siehe hie zu
F.
Neuma k:
Planung in de ö en lichen Finanzwi scha ,
in: Ra ionale Wi scha spoli ik
und
Planung in de Wi scha on heu e,
H sg. E ich Schneide , Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik,
N.
F., Bd.
45,
Be lin
1967,
S.
18"0.
11 F.
K.
ViaIon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
474.
12 F.
K.
ViaIon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
470
.
13 Siehe F.
K.
ViaIon:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
479.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
150
PaulSen
kaum
denkba ,
und
zwa
wede
im
Vo s adium
des §
20
RHO, noch
bei
de
Kabine sen scheidung
übe
den
En wu .
"Da aus
e gib
sich,
daß
g undsä zlich
kein
Fachminis e
bei
de
abschließenden
Kabine s-
be a ung
übe
den
Haushal sen wu
des
BdF
mi
neuen
Angelegen-
hei en
und
Fo de ungen
kommen
kann"14.
10.
Was
die
pa lamen a ische
Be a ung
be i ,
so
is
diese
mangels
eines
en sp echend
au be ei e en
Regie ungsp og amms
da au
ange-
wiesen, sich
au
die
Be a ung
dessen
zu
besch änken,
was
on
de
Exe-
ku i e
in
Fo m
des
minis e iell
gegliede en
Haushal splanen wu s
o geleg
wi d.
Dami
wi d
einmal,
wo au
Neuma k
e neu
mi
Nachd uck
hingewie-
sen
ha
15
,
das
Haup ziel
on
E a deba en:
"nämlich
eine
k i ische
Beu eilung
de
Gesam poli ik
de
Regie ung
eine sei s,
eine
solche
de
wah scheinlichen
gesam wi scha lichen
Rückwi kungen
de
geplan en
inanzpoli ischen
Ak i i ä
ande e sei s"
on
o nhe ein
übe haup
nich
anges eb .
Da an
ände
de
nach ich lich
beigegebene
Funk ionenplan
auch
nich s,
de
als
nu
un e bindliches
Beiwe k
kaum
zu
Kenn nis
genommen
wi d.
Zum
ande en
is
das
o geleg e
minis e iell
gegliede e
Budge
so
um ang eich
und
deswegen
allein
schon so unübe sich lich,
daß
eine
eingehende
Du chleuch ung
alle
Pos en
kaum
möglich
sein
dü e,
zumal
die
Be a ungs is
meis
nu
seh
knapp
bemessen
is .
Die
Be a ung
wi d
haup sächlich
in
den
Ausschüssen
du chge üh ,
wobei
sich
im
Lau e
de
Zei
"Spezialis en"
ü
bes imm e
Einzelpläne
he aus-
gebilde
haben,
weil
eine
Gesam be a ung
du ch
alle
Ausschußmi gliede
ein ach
nich
meh
möglich is . "Es
übe wieg
dahe
nich
nu
die
ku z-
is ige,
sonde n
auch
die
isolie e
Be ach ung
in
de
Budge es s el-
lung"16.
Wenn
on
eine
"Gesam schau"
in
den
Ausschüssen schon
nich
meh
die
Rede
sein
kann,
dann
e s
ech
nich
im
Plenum.
Die
A
de
o malen
Ges al ung
des
Budge s
bes imm
auch
hie
die
A
de
En scheidung:
Es
we den
die
Einzelpläne, Ti el,
Kapi el
"be a en",
wobei
als "En schei-
dung"
höchs ens
wiede um
nu
G enzwe be ich igungen
bei
den
g und-
sä zlich
o gegebenen
En scheidungsblöcken
o genommen
we den
kön-
nen.
Von
eine
Ände ung
de
En scheidungss uk u
kann
übe haup
nich
gesp ochen
we den.
Ohne
in
diesem
Zusammenhang
au
die
iel-
äl igen
P obleme
de
inanzpoli ischen
Willensbildung
e neu
einzu-
14
F.
K.
Via on:
Haushal s ech , a.a.O.,
S.
479. Siehe hie zu auch die Ableh-
nung de Vo zugs ech e des Finanzminis e s bei E.-W.
Böckenjö de:
Die
O ganisa ionsgewal im Be eich de Regie ung, Sch i en zum ö en lichen
Rech , Bd. 18, Be lin 1964,
S.
182 .,
wo
o allem au die nega i en und
p ak-
ischen Konsequenzen solche Vo zugs ech e des Finanzminis e s hingewiesen
wi d.
15 F.
Neuma k:
Planung in de ö en lichen Finanzwi scha , a.a.O.,
S.
176.
16
F.
Neuma k:
Planung in de ö en lichen Finanzwi scha , a.a.O.,
S.
177.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27
Die Re o m de ö en lichen Haushal sgeba ung
151
gehen,
die
in
diesem
K eise
schon
eingehend
behandel
wu den
17
, möch e
ich
nu
noch
au
olgende
P obleme
e weisen:
Die isolie e
Be a ung
e üh
nu
allzu
leich dazu,
einen
"Be a ungse olg"
in
de
Fo m
nachzuweisen,
daß
an
Kleinigkei en
"gespa "
wi d.
Es
is
ü
jeden
Pa lamen a ie
ein ache ,
bei
i gendeinem
Ti el
hunde ausend
DM
"einzuspa en",
als eine g undsä zliche En scheidung
da übe
zu
ällen,
ob
z.
B. bei
den
Sub en ionen
ü
bes imm e
Be eiche
eine
Millia de DM
wenige
gegeben
we den
soll e. Das
in ensi e
He umsuchen
in
den
"K ümeln",
das
sich
mi
zunehmende
E ah ung
zu
eins en
Vi uosi ä
en wickeln
kann
und
das
Bild
eine
"in ensi en"
Be a ung
e mi el ,
üh
zwangsläu ig zu
eine
Degene a ion
de
Budge be a ung,
die
in
de
Ta
nu
noch eine scheinba e is . Diese
"S ück- ü -S ück"-Be a ung
e -
lei e
wei e
dazu
-
was
du ch
die
A
de
Au be ei ung
des
Budge s
nu
noch
e s ä k
wi d
-,
nich nach
dem
eigen lichen Zweck
de
Be-
willigungen
zu
agen, also danach, welche
Au gabe
dami
e üll
we -
den,
sonde n
lediglich danach,
was
dami
"bescha "
we den
soll.
Und
schließlich soll noch
da au
e wiesen
we den,
daß
diese isolie e
Be a-
ungsp axis
mangels
eine
Gesam schau
nu
allzu
seh
dazu
e üh ,
daß
spezielle
"kleine e"
Wünsche
de
Pa lamen a ie
da
und
do
"un e -
geb ach "
we den,
wobei sich
bes imm e
"Ti el-
und
Kapi el-Koali io-
nen"
que
du ch
die
Pa eien
bilden
können.
11.
Hinsich lich
de
Planungs unk ion
eines
Budge s
können
wi
also
es s ellen,
daß
das
as
ausschließliche
übe wiegen
de
Kon ollo ien-
ie ung
bei
de
Haushal sgeba ung
die
"Planung"
zu
eine
jäh lich
wie-
de keh enden
G enzwe be ich igung
bei
un e ände lichen
En schei-
dungss uk u en
au
de
Basis
eine
homogenen
und
einsei ig
o ien ie -
en
In o ma ionss uk u
degene ie
(Einzweck anspa enz).
Die
be o s ehende
Haushal s e o m
wi d,
wenn
sie
den
G undgese z-
ände ungen
(A . 109),
dem
S abili ä sgese z
und
de
inzwischen
be-
gonnenen
"meh jäh igen
Finanzplanung"
Rechnung
agen
will,
zu-
nächs
einmal
on
de
einsei igen
Kon ollo ien ie ung
abgehen
und
eine ech e
Planungso ien ie ung
en wickeln
müssen. Dies soll
nich
be-
sagen,
daß
nun
die
G undo ien ie ung
bei
de
Haushal sgeba ung
aus-
schließlich
au
de
Planung
liegen soll e: Diese soll
im
Hinblick
au
die
z.
T.
ja
gese zlich ixie en
neuen
Zielse zungen
de
Haushal sgeba ung
nu
en sp echend
beach e
und
es sollen
dazu
die
e o de lichen
Vo -
keh ungen
ge o en
we den,
wozu auch
die
Maßnahmen
gehö en, die
eine ech e
Planungs anspa enz
de
Haushal sgeba ung
gewäh leis en.
12.
Zunächs
jedoch noch einige
Beme kungen
zu
Planungso ien ie-
ung
selbs : Ich möch e,
was
die
Planung
be i ,
hie
nich
au
alle
17 Siehe Bei äge zu Theo ie de ö en lichen Ausgaben, H sg.
H.
Timm
und
H.
HaHe , in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik,
N.
F.,
Bd.
47,
Be lin
1967.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42112-1 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:27