scieee Science in your language
[ge] (orig)

Die Eignung von Maßgütern für den intertemporalen Vermögensvergleich

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Read accessible full text

Die Eignung von Maßgütern für den intertemporalen Vermögensvergleich

Author: Engels, Wolfram
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1984
DOI: 10.3790/ccm.17.4.490
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/293005/1/ccm.17.4.490.pdf
Engels, Wol am
A icle
Die Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen
Ve mögens e gleich
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Engels, Wol am (1984) : Die Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen
Ve mögens e gleich, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 17, Iss. 4,
pp. 490-506,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/293005
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Die Eignung on Maßgü e n ü
den in e empo alen Ve mögens e gieich*
Von Wol am Engels, Bad Hombu g
Es geh hie um die F age, was als Maßgu ü den in e empo alen Ve -
mögens e gleich he angezogen we den soll, „eine F age, au die es bis heu e
noch keine allgemein ane kann e An wo gib "1. Mi e schiedenen Maßgü-
e n we den auch e schiedene Meßzi e n on Kapi aleinkün en, also Zin-
sen, Gewinne e c. e zeug ; man kann Kapi aleinkün e ganz zum Ve -
schwinden b ingen ode posi i e du ch Wechsel des Maßgu es in nega i e
e wandeln.
Dami we den zwei F agen au gewo en, nämlich
— ob und in welchen Sinne Kapi aleinkün e exis ie en und
— ob es eine Abbildungs echnik gib , die zweckmäßige als ande e is .
Das P oblem wi d in de Be iebswi scha sleh e un e den Bezeichnun-
gen „Subs anze hal ung" und „In la ionsbe einigung on Bilanzen" behan-
del ; in de Volkswi scha sleh e inden sich ähnliche E ö e ungen un e
dem S ichwo „neu ales Geld". De e s e Teil behandel die Technik de
Um echnung on Einkün en, die in eine Maßeinhei gemessen wu den, in
eine ande e Maßeinhei sowie die Rolle de Bewe ung; de zwei e Teil
beschä ig sich mi de F age de Zweckmäßigkei bes imm e Maßeinhei-
en.
I. In la ionsbe einigung on Bilanzen
1. Die Technik de Messung on Kapi aleinkün en
mi e schiedenen Maßeinhei en
Wü de man in de um ang eichen be iebswi scha lichen Li e a u zu
Subs anze hal ung bzw. zum in la ion accoun ing die Sei en zählen, die
* De Ve asse widme diesen Au sa z Wol gang S ü zel zu dessen 60. Gebu s ag
am 23. Janua 1985.
1 S ü zel (1979 a), S. 622.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen Ve mögens e gleich 491
bes imm en F agen gewidme we den, so käme man zu dem E gebnis, daß
de ganz übe wiegende Teil sich mi Bewe ungsp oblemen be aß . Dabei
ha die In la ionsbe einigung on Bilanzen nich das mindes e mi Bewe -
ung zu un. Sie is ein ein ache Um echnungs o gang. Ebenso wie man
Bilanzen in e schiedenen Wäh ungen ausd ücken kann, so kann man auch
eine Bilanz, die in eine Wäh ung e ände e Kau k a o lieg , in eine
Wäh ung mi kons an e Kau k a übe se zen. Die „D-Ma k kons an e
Kau k a " is nich s ande es als eine ik i e Wäh ung2.
Angenommen seien d ei ik i e Wäh ungen, Thal e (T), Helle (H) und
G ossus (G), wobei z.B.
1 T = 1 G = 1 H am 1. 1.1979
1 T = 1,1* G = 0,9l H am 31.12.1979
De G ossus en we e sich also gegenübe dem Thale um 10
%
p o Jah ,
wäh end de Helle gegenübe dem Thale um 10% p o Jah an We ge-
winn . Zwei Un e nehme X und U und ein Anges ell e Z mögen ein Ein-
kommen on je 20 000 Thale n haben. De Gewinn de Un e nehme e gib
sich aus den olgenden Thale -Bilanzen:
ü X: E ö nungsbilanz 1.1. (T) Schlußbilanz 31.12. (T)
Anlage e mögen 30 000 T 50 000 T
Umlau e mögen + 10 000 T + 20 000 T
Ak i a 40 000 T 70 000 T
Ve bindlichkei en - 20 000 T - 30 000 T
Rein e mögen
(= Eigenkapi al) 20 000 T 40 000 T
ü U: E ö nungsbilanz 1.1. (T) Schlußbilanz 31.12. (T)
Anlage e mögen 130 000 T 150 000 T
Umlau e mögen + 110 000 T + 120 000 T
Ak i a 240 000 T 270 000 T
Ve bindlichkei en - 40 000 T - 50 000 T
Rein e mögen
(= Eigenkapi al) 200 000 T 220 000 T
2 Das is im P inzip sei Eugen Schmalenbachs g undlegendem Au sa z (1921)
bekann ; um so meh muß die Konzen a ion de jünge en Li e a u au Bewe ungs-
agen e wunde n.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
492 Wol am Engèls
Übe se zen wi die Bilanzen in Helle und G ossus, so bleiben lau An-
nahme die Helle - und G ossus-Zi e n in den E ö nungsbilanzen gegen-
übe den Thale -Zi e n un e ände , wäh end die Zi e n in den Helle -
Schlußbilanzen sich dadu ch e geben, daß man die Thale -Zi e n mi dem
Wechselku s am Jah esende (1 T = 0,9 H) mul iplizie . En sp echend e -
äh man mi de G ossus-Bilanz (1 T = 1,1 G). So e geben sich als Schluß-
bilanzen:
ü
X: Schlußbilanz 31.12. (H) Schlußbilanz 31.12. (G)
Anlage e mögen
Umlau e mögen
Ak i a
Ve bindlichkei en
Rein e mögen
(= Eigenkapi al)
ü
U:
45 000 H
+ 18 000 H
63 000 H
- 27 000 H
36 000 H
Schlußbilanz 31.12. (H)
55 000 H
+ 22 000 H
77 000 G
- 33 000 G
44 000 G
Schlußbilanz 31.12. (G)
Anlage e mögen
Umlau e mögen
Ak i a
Ve bindlichkei en
Rein e mögen
(= Eigenkapi al)
135 000 H
+ 108 000 H
243 000 H
- 45 000 H
198 000 H
165 000 G
+ 132 000 G
297 000 G
- 55 000 G
242 000 G
Wenn wede En nahmen noch Einlagen s a ge unden haben, dann is die
Rein e mögensdi e enz am An ang und am Ende des Jah es de Gewinn.
Wi e hal en also als Einkommen:
in Thale n
ü
X:
ü U:
ü Z:
20 000 T
20 000 T
20 000 T
in Helle n
16 000 H
2 000 H
18 000 H
in G ossus
24 000 G
42 000 G
22 000 G
Es is kla , daß man die ganze Bilanzumwandlung ga nich b auch . Man
e häl dasselbe E gebnis, wenn man das Eigenkapi al de Schlußbilanz mi
dem Fak o de Wechselku sände ung (bzw. In la ions- ode De la ions-
ak o ) indexie und das Eigenkapi al de An angsbilanz abzieh 3. Also:
3 S ü zel (1979b), S. 49 - 52.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen Ve mögens e gleich 493
GT = ans o mie e Gewinn
EKl = Eigenkapi al de Schlußbilanz
EK0 = Eigenkapi al de E ö nungsbilanz
IF = In la ions ak o
(= 1 + Sa z de P eisände ung : 100)
Will man also die Bilanzen des Jah es 1979 in la ionsbe einigen, so kann
man die Gelden we ung zwischen An ang und Ende 1979, also 5,4% gemes-
sen an den Lebenshal ungskos en, wählen. Das Eigenkapi al de Schlußbi-
lanz wi d also mi dem Fak o 1,054 indexie (d.h. du ch diesen Fak o
ge eil ). Diese Indexie ung des Eigenkapi als wi d beim CPP-accoun ing
explizi und ebenso wie hie mi einem allgemeinen Index o genommen.
Beim eplacemen cos accoun ing e olg die Indexie ung implizi , alle -
dings mi einem un e nehmensindi iduellen Index4.
Das Um echnungs e ah en gil na ü lich nich nu ü Un e nehmensge-
winne, sonde n in genau de selben Weise auch ü die E äge aus Geld e -
mögen. He sch also eine In la ion on 6% und we en Bundesanleihen 8%
Zins ab, so e häl de Eigen üme on 100 000 DM Bundesanleihen ein
nominales s eue p lich iges Zinseinkommen on 8000 DM. Real ge echne
be äg sein Einkommen nu :
108 000
GT = 100 000 =
1
887 DM
1,06
De Realzins is nich 8%, sonde n nu 1,887
%.
(No male weise zieh man
die In la ions a e ein ach om Nominalzins ab. Das e gäbe hie 2%. Dieses
Ve ah en gib abe nu ein annähe ndes E gebnis und nu bei kleinen
In la ions a en.)
2. Bewe ung und In la ionsbe einigung
Fü die Bewe ung nach dem Ak iengese z gil das Niede s we p inzip.
Gewinne we den also e s ausgewiesen, wenn sie „ ealisie " sind, wäh end
Ve lus e schon auszuweisen sind, be o sie ealisie sind (Impa i ä sp in-
zip). Eine o melmäßige Umwandlung kann na ü lich nich meh leis en, als
die ausgewiesenen Jah esübe schüsse on den Ein lüssen de Gelden we -
ung zu be einigen.
Die be iebswi scha liche Li e a u zu In la ionsbe einigung beschä -
ig sich übe wiegend nich mi diese o malen Umwandlung, sonde n mi
4 Übe blicke übe den neue en S and de Diskussion inden sich allgemein bei
Jo di (1980) und Sieben und Schildbach (1981); speziell zu den angelsächsischen Län-
de n bei Jung (1982) und Mansch (1981).
EKX
GT = EK0
IF
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50

494 Wol am Engels
de T ennung on We ände ungen am uhenden Ve mögen (holding gains)
on den Leis ungsgewinnen (ope a ing p o i s). Hie muß deshalb zwischen
„e ziel en" und „ ealisie en" Gewinnen un e schieden we den. Als e ziel
gel en Gewinne dann, wenn die We - ode P eiss eige ung einge e en is ,
als ealisie e s , wenn die be e enden Ve mögensgegens ände e kau
we den. De Un e schied zwischen beiden Gewinnbeg i en is also de
Zuwachs an s illen Rese en ( e s anden als Di e enz zwischen Tageswe
und We ansa z nach dem Niede s we p inzip). Die ealisie en Gewinne
eine Pe iode bes ehen also aus den e ziel en Gewinnen diese Pe iode, e -
minde um die un ealisie en, abe in diese Pe iode e ziel en Gewinne und
e meh um die in diese Pe iode ealisie en, abe in ühe en Pe ioden
e ziel en Gewinne. Die ausgewiesenen ( ealisie en) Gewinne können also
g öße ode kleine sein als die e ziel en. Übe lange Pe ioden (Gesam le-
bensdaue de Un e nehmung) sind die ealisie en gleich den e ziel en
Gewinnen. Ande s ausged ück : Du ch das Niede s we p inzip we den die
Gewinne nich e minde , sonde n nu ande s pe iodisie . Mi de In la-
ionsbe einigung häng das insowei zusammen, als man annimm , daß bei
Gelden we ung die ausgewiesenen Gewinne egelmäßig kleine sind als die
e ziel en. Wenn das so wä e, dann e gäbe sich ein zu e endes ( ai and
ue) Bild de E agsk a de Un e nehmung nu dann, wenn nich die
„ ealisie en", sonde n die „e ziel en" Gewinne ausgewiesen und in la ions-
be einig wü den. Da aus olg die Fo de ung nach Bewe ung zum Wiede -
bescha ungsp eis ( eplacemen cos accoun ing) ode zu einem au gewe e-
en Anscha ungsp eis (CPP-accoun ing).
Ta sächlich is diese A gumen a ion unscha . Ein sys ema isches
Zu ückbleiben de „e ziel en" hin e den „ ealisie en" Gewinnen kann
man bei andaue nde , gleichmäßige In la ion nich e mu en: Die ealisie -
en, abe in ühe en Pe ioden e ziel en Gewinne soll en dann den in diese
Pe iode e ziel en, abe nich ealisie en die Waage hal en. Nu bei
beschleunig e In la ion üh das Niede s we p inzip zu eine sys ema i-
schen Un e schä zung de E agsk a . En sp echend komm es bei e zö-
ge e In la ion zu eine Übe schä zung de E agsk a .
Man kann die e ziel en Gewinne aus e ö en lich en Bilanzen nich en -
nehmen. Man kann alle dings e suchen zu schä zen, wie sich de in la-
ionsbe einig e Gewinn e ände n wü de, wenn in Bilanzen s a zum Nie-
de s we zum Tageswe bewe e wo den wä e. Wie man de Fo mel
IF
en nehmen kann, bewi ken s ille Rese en zweie lei:
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen Ve mögens e gleich 495
— Die Neubildung s ille Rese en e g öße die Di e enz zwischen EKl
und EK0, e höh also den in la ionsbe einig en Gewinn.
— De Bes and an s illen Rese en e höh das Ni eau on EKX und EK0. Die
Wi kung de Indexie ung au EKX wi d also g öße , die Di e enz zwi-
schen EKX und EK0 kleine . De in la ionsbe einig e Gewinn wi d
dadu ch e minde .
Ob de in la ionsbe einig e Gewinn in eine Bilanz zu Tageswe en höhe
ode nied ige is als in eine Bilanz zum Niede s we p inzip, häng also
ganz da on ab, welche Fak o quan i a i s ä ke ins Gewich äll , also
haup sächlich on de Rela ion des Bes andes an s illen Rese en zu Neu-
bildung s ille Rese en. Im Du chschni lange Pe ioden sind die in la-
ionsbe einig en Gewinne on de A de Bewe ung unabhängig, da
Bewe ungsun e schiede nu zu ande e Pe iodisie ung, nich abe zu Ve -
meh ung ode Ve minde ung de Gewinne üh en. Fü jede Teilpe iode -
z.B. das Jah 1979 - können Un e schiede au e en.
Dazu ha man zunächs zu schä zen, in welchen Bilanzposi ionen s ille
Rese en en hal en und/ode neu gebilde wo den sind. Dabei b auchen
nominal gebundene Bes ände - Kasse, Fo de ungen und Ve bindlichkei en
—
nich be ücksich ig zu we den. Schuldne gewinne und Gläubige e lus e
we den be ei s in de Umwandlungs o mel be ücksich ig . Ze leg man die
Eigenkapi alien EK de Fo mel in die Di e enz on Ve mögen (V) und
Schulden (S) und o dne neu, so e häl man:
Die Gläubige gewinne aus dem ealen We e lus de Schulden kommen
in de Di ision de Schulden am Jah esende (SJ du ch den In la ions ak o
IF zum Ausd uck. Im gesam en sons igen Umlau e mögen (Roh-, Hil s-
und Be iebss o e, Halb- und Fe ig ab ika e, bezogene Wa en) sind wede
in g oßem Um ang s ille Rese en en hal en noch neu gebilde wo den. Die
Umschlaghäu igkei diese Bes ände is so hoch, daß zwischen Gewinne -
zielung und Gewinn ealisie ung nu ku ze Zei äume liegen. Man könn e
allen alls e mu en, daß eine einmal in diesen Bes änden geleg e s ille
Rese e e ol ie wi d. Das wü de bedeu en, daß de Bes and im Ve häl nis
zu Neubildung an s illen Rese en seh hoch is - mi de Wi kung, daß de
in la ionsbe einig e Gewinn eine Tageswe bilanz kleine als de des egu-
lä en Jah esabschlusses wä e.
Ebensowenig kann man in Maschinen und Anlagen eine hohe Neubildung
s ille Rese en e mu en. Au mi le e F is wich die In la ions a e des
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
496 Wol am Engels
Jah es 1979 on 5,4% nu wenig on de du chschni lichen In la ions a e
de siebzige Jah e (5,1%) ab. Da auße dem nu ein seh ge inge Zuwachs
(Ne oin es i ion) in den siebzige Jah en s a and, so müß en 1979 die
Realisie ungen ühe e ziel e Gewinne e wa die gleiche G ößeno dnung
au weisen wie die 1979 e ziel en, abe nich ealisie en Gewinne. Die Ve -
mu ung wi d ges ü z bei eine Gegenübe s ellung de Gewinne und Ve lu-
s e aus Anlage e mögen. Wä en in diese Posi ion hohe s ille Rese en en -
hal en, so müß en die Gewinne die Ve lus e deu lich übe s eigen, was nich
de Fall is . Beweisk ä ig is diese Beobach ung alle dings nich . Es könn e
sein, daß Maschinen und Anlagen meis gegen Ende ih e Lebensdaue e -
äuße we den (Ve sch o ung), also zu eine Zei , da die Un e schiede zwi-
schen Buch- und Ma k we en seh klein sind. Demgegenübe könn en im
Gesam bes and - beispielsweise wegen Anwendung de deg essi en
Absch eibung - hohe s ille Rese en en hal en sein. In diesem Fall wü de
dasselbe gel en wie ü das Umlau e mögen: De Bes and an s illen Rese -
en wä e bei ge ingen Ne oin es i ionen ex em g oß im Ve häl nis zu
Neubildung s ille Rese en.
Dagegen sind im G und e mögen nich nu e hebliche s ille Rese en o -
handen; es kam 1979 auch zu be äch liche Ve meh ung diese Rese en.
Se z man die E höhung de G unds ücks- und Gebäudewe e 1979 mi 10%
an und nimm man wei e an, daß dem nu 2 bis
4 %
Realisie ungen ühe
e ziel e Gewinne gegenübe s ehen, so kann man mi eine Neubildung s il-
le Rese en on 6 bis
8 %
des G und e mögens echnen. Das G und e mö-
gen mach e und 14% de Bilanzsumme bei eine Eigenkapi alquo e on
und 25% im Du chschni aus. In eine Bilanz zu Tageswe en müß en
diesen Gewinnen en sp echende schwebende S eue schulden gegenübe ge-
s ell we den, so daß die Neubildung ne o
(d.
h. e minde um die schwe-
bende S eue las ) bei 2,4 bis 3,6% liegen dü e.
De Du chschni on
3 %
bezieh sich nich au den Buchwe , sonde n
au den Tages we des G und e mögens. Will man die Wi kung au den
in la ionsbe einig en Gewinn e mi eln, so b auch man zusä zlich eine
Annahme übe das Ve häl nis on Buchwe und Tageswe des G und e -
mögens zu Jah esan ang. Diese Rechnung e gib , daß sich de Ni eaue ek
des Bes ands an s illen Rese en und de Di e enze ek de Neubildung
s ille Rese en bei den hie gewähl en We en (im Du chschni
3 %
s eue -
und in la ionsbe einig e We s eige ung beim G und e mögen; G und e -
mögen zu Buchwe en 14%, Eigenkapi al 25% de Bilanzsumme) ge ade
ausgleich , wenn de Tages we zu Jah esbeginn 225% des Buchwe s
be ug. An eine Mus e bilanz:
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen Ve mögens e gleich 497
Ve ö en lich e Bilanzen (Niede s we p inzip)
E ö nungsbilanz 1.1. Schlußbilanz 31.12.
G und e mögen 140 000 140 000
Sons iges Ve mögen + 860 000 + 880 000
Ak i a 1 000 000 1 020 000
Ve bindlichkei en - 750 000 - 750 000
Eigenkapi al 250 000 270 000
Nominalgewinn: 20 000
270 000
In la ionsbe einig e Gewinn: 250 000 = 6 200
1,054
Tageswe bilanzen (G und e mögen 225 % des Buchwe s)
E ö nungsbilanz 1.1. Schlußbilanz 31.12.
G und e mögen 315 000 324 500
Sons iges Ve mögen + 860 000 + 880 000
Ak i a 1 175 000 1 204 500
Ve bindlichkei en - 750 000 - 750 000
Eigenkapi al 425 000 454 500
Nominalgewinn: 29 500
454 500
In la ionsbe einig e Gewinn: 425 000 = 6 200
1,054
Die Tageswe e des G und e mögens lagen e mu lich zu An ang 1979
be äch lich meh als 125% übe den Buchwe en. T i das zu, dann wü -
den die in la ionsbe einig en Gewinne aus Tageswe bilanzen en sp echend
nied ige liegen als die in la ionsbe einig en Gewinne de e ö en lich en
Bilanzen.
II. Die Eignung eines Maßgu es
ü den in e empo alen Ve mögens e gleich
Fassen wi das Maßgu als ein kö pe liches Gu (ode einen Gü e ko b)
au und sehen wi on Lage hal ungskos en e c. ab, dann müssen die Zinsen
und die e wa e en Rendi en alle Ve mögensanlagen in jedem Maßgu
gemessen gleich we den. Im A bi agegleichgewich an e izien en Mä k en
we den die Rela ionen on Kassa- und Te minp eisen ü alle Gü e gleich.
Ande n alls e gäben sich lohnende A bi agemöglichkei en bzw. lohnende
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
504 Wol am Engels
ih e sei s die Wel e ände n können. Die P ak ikabili ä se wägung is
o ensich lich: Zwa kann man sich Maßeinhei und Geldeinhei ge enn
o s ellen, diese T ennung wü de jedoch eine be äch liche Komplika ion
des Wi scha slebens bedeu en.
Die bishe igen E wägungen üh en zu dem E gebnis, daß ein Maßgu , in
dem gemessen de P eis des Ma k po e euilles als kons an e schein , in
diesem Sinne zweckmäßig sei. Die Einhei ha die Eigenscha , daß die
Summe alle Kapi aleinkün e s e s als Null gemessen wi d. Die Un e su-
chung is jedoch un olls ändig. Gep ü wu de nu die Eignung eine Maß-
einhei ü En scheidungs echnungen, als „s anda d o de e ed paymen s",
die Konsis enz heo e ische Modelle mi gemessenen E gebnissen und die
E üllung de Bilanzzwecke.
Wi haben an ande e S elle aus üh liche da geleg , daß die op imale
Geldeinhei eine Einhei sei, in de de P eis des Ma k po e euilles als kon-
s an e schein . Diese Einhei b ing Vo eile in de Ressou cenalloka ion,
de S abili ä und de Geld e so gung (Sä igung mi Liquidi ä )13. So
bleib als le z es die Wah nehmung de Wel und die Wi kungen, die diese
Wah nehmung au Religionen, Philosophien und Ideologien ha . Wenn Zin-
sen und Rendi en nich in dem Sinne exis ie en, daß man sie in i gendeine
Weise physisch e assen könn e, wenn sie also eine P oduk e eine
bes imm en Abbildungs echnik de Wel sind, dann läge es nahe, Zinsen
und Rendi en auch als Null auszuweisen. Hä e man die Wel so abgebilde ,
dann wä en eine Fülle on Kon lik en zwischen eligiösen und mo alischen
Fo de ungen eine sei s und de wi scha lichen Reali ä ande e sei s nich
en s anden. Moses wie Ch is us wie Mohammed haben das Zinsnehmen e -
bo en. Philosophien alle Zei en haben Zinsen und Gewinne als unsi lich
geb andma k . Es is schwe o s ellba , daß de Ma xismus hä e en s ehen
können, wenn nich Gewinn ausgewiesen und als Ausbeu ungs a e hä e
in e p e ie we den können. Die ühen Theo ien des Zinses und des
Gewinns wa en Rech e igungsleh en. Sie hä en sich e üb ig . Es is schon
ein me kwü dige Gedanke, daß die Feindseligkei on Religionen und Phi-
losophien gegenübe dem Kapi alismus au eine bes imm en Abbildungs-
echnik de Wel be uhen soll e.
Li e a u
B ady, Do o hy S. und Rose F iedman: Sa ings and he Income Dis ibu ion, in:
S udies in Income and Weal h, NBER S udies No.10, New Yo k 1947, S. 247 . —
Duesenbe y, James S.: Income-Consump ion Rela ions and hei Implica ions, in:
13
Engels (1981).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50

Eignung on Maßgü e n ü den in e empo alen Ve mögens e gleich 505
Income, Employmen and Public Policy, Essays in Hono o Al in D. Hansen, New
Yo k 1948. — Engels, Wol am (1962): Be iebswi scha liche Bewe ungsleh e im
Lich de En scheidungs heo ie, Köln und Opladen 1962. — Engels, Wol am (1976):
Beme kungen zu den Bilanz heo ien on Mox e und S ü zel, in: Bae ge, Jö g, Adol
Mox e und Die e Schneide : Bilanz agen, Düsseldo 1976, S. 33 . — Engels,
Wol am (1981): The Op imal Mone a y Uni , F ank u und New Yo k 1981. —
Jo di, Hans R.: In la ion Accoun ing, Be n und S u ga 1980. — Jung, Willi: In la-
ion Accoun ing in den USA, in: Be iebswi scha liche Fo schung und P axis, 1982,
S. 48 . — Mansch, Helmu : In la ions echnungen in den USA und G oßb i annien,
in: Zei sch i ü be iebswi scha liche Fo schung, 1981, S. 419 . — Mi schke,
Joachim: Übe die Eignung on Einkommen, Konsum und Ve mögen als Bemessungs-
g undlagen de di ek en Bes eue ung, Be lin 1976. — Laux, Helmu und Hans
Schneeweiss: On he Onassis P oblem, in: Theo y and Decision (2), 1972, S.
353 .
—
Schwalenbach, Eugen: Geldwe ausgleich in de bilanzmäßigen E olgs echnung, in:
Zei sch i ü handelswissenscha liche Fo schung, Jg. 15, 1921, S.
401 .
— Sieben,
Gün e und Thomas Schildbach: Subs anz- und Kapi ale hal ung, in: Handwö e -
buch des Rechnungswesens, 2. Au lage, S u ga 1981, Sp. 1511 - 1528. — S ü zel,
Wol gang (1967): Beme kungen zu Bilanz heo ie, in: Zei sch i ü Be iebswi -
scha , 1967, S. 314 . — S ü zel, Wol gang (1970): Die Rela i i ä de Risikobeu ei-
lung on Ve mögensbes änden, in: He be Hax (H sg.): En scheidung bei unsiche en
E wa ungen, Köln und Opladen 1970, S. 9 . — S ü zel, Wol gang (1979a): Besp e-
chung on Man ed Wi e, P obleme de Subs anze hal ung de Un e nehmen bei
Gelden we ung aus olkswi scha liche Sich , Köln 1977, in: Jah büche ü
Na ionalökonomie und S a is ik, Jg. 194 (1979), He 6, S. 622
.
— S ü zel, Wol gang
(1979b): Das Ma k-gleich-Ma k-P inzip und unse e Wi scha so dnung, Baden-
Baden 1979.
Zusammen assung
Die Eignung on Maßgü e n
ü den in e empo alen Ve mögensausgleich
Gewinne, Rendi en und Zinsen exis ie en nich . Sie sind lediglich P oduk e
bes imm e Abbildungs echniken de Wel . Übe die Höhe de Meßzi e n on Kapi-
aleinkün en und de en Reihen olge en scheide die Wahl des Maßgu s ü den in e -
empo alen Ve mögens e gleich. Die Wahl dieses Maßgu es is eine eine Zweck-
mäßigkei s age. Es wi d beg ünde , daß die zweckmäßigs e Maßeinhei eine Einhei
is , in de de P eis des Ma k po e euilles als kons an e schein . Gemessen in diese
Einhei e en keine explizi en Zinsen au , de Du chschni de Rendi en und die
Summe de Kapi aleinkün e sind Null.
Summa y
The Sui abili y o Ya ds ick Goods o In e empo al Weal h Compa isons
P o i s, yields and in e es a es do no exis . They a e me ely p oduc s o ce ain
ep esen a ion echniques in ou wo ld. Wi h ega d o he magni ude o he index
numbe s o capi al incomes and hei sequence, he choice o he ya ds ick good is
34*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50
506 Wol am Engels
decisi e. The choice o he ya ds ick good is pu ely a ma e o expediency. I is a gued
ha he mos expedien measu e is a uni in which he p ice o he ma ke po olio
appea s o be cons an . Measu ed in e ms o his uni , he e a e no explici in e es
a es, while he a e age o he yields and he sum o he capi al incomes a e ze o.
Résumé
L'adéqua ion de biens-é alons pou la balance in e empo elle des pa imoines
Béné ices, endemen s e in é ê s n'exis en pas. Ce ne son que les p odui s de
ce aines echniques d'illus a ion du monde. Le ni eau des données de mesu e des
p odui s du capi al e de leu hié a chie es dé e miné pa le choix du biené alon pou
la balance in e empo elle des pa imoines. La sélec ion de ce biené alon es une
simple ques ion d'oppo uni é. Il es démon é que l'uni é de mesu e la plus app op iée
es une uni é dans laquelle le p ix du po e euille du ma ché appa aî cons an .
Rappo és à ce e uni é, il n'y a pas d'éme gence d'in é ê s explici es, e la moyenne
des endemen s comme la somme des e enus du capi al son égales à zé o.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.17.4.490 | Gene a ed on 2023-01-16 12:50:50