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Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums

Abstract

UB Digital. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg : Verl. d. German. Nationalmuseums, 1.1884/86(1886) - 2.1887/89(1889); 1890 - ; Nürnberg : German. Nationalmuseum, anfangs ; Nürnberg : Schrag, früher ; Berlin : Mann, früher

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Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums

Year: 1884
Source: https://digital.ub.uni-paderborn.de/ihd/periodical/titleinfo/1997953/full.pdf
Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Anzeige des Ge manischen Na ionalmuseums
Ge manisches Na ionalmuseum
Nü nbe g, 1.1884/86(1886) - 2.1887/89(1889); 1890 -
u n:nbn:de:hbz:466:1-37766
J. A. Schmoll gen . Eisenwe h
Deu sche Male ei des 19. Jah hunde s in heu ige Sich .
In:
Anzeige des Ge manischen Na ionalmuseums Nü nbe g .
Jg. 1978 , S. 127 -136 .
DEUTSCHE MALEREI DES 19.JAHRHUNDERTS IN HEUTIGER SICHT
Jose Adol Schmoll gen.Eisenwe h
I
Die deu sche Male ei des 19.Jah hunde s ,de sich de Sammle D .Geo g Schä e mi
so iel Liebe und Ei e widme e ,un e lag höchs wechsel ollen Beu eilungen .Wenn wi
uns nach de heu igen Sich agen ,müssen wi die Rezep ionsgeschich e be ücksich igen,
in de en Ve lau auch die Sammlung Schä e ih en Pla z ha ,die Geschich e also de
Bewe ung und de Au nahme deu sche Male ei des e gangenen Jah hunde s .Noch
o dessen Mi e ,um 1841 b ach e G a Raczynski ,de e s in napoleonischen,dann in
p eußischen Diens en ä ige kuns begeis e e Pole sein d eibändiges P ach we k zu
„Geschich e de neue en deu schen Kuns "he aus,gleichzei ig in Be lin in deu sche und
in Pa is in anzösische Sp ache,—au eigene Kos en .(Bö sch-Supan widme e ih
kü zlich eine S udie,au die wi uns s ü zen können 1
).In de Da s ellung des G a en
Raczynski on ca.1840 nimm ,ih em o iziellen Range en sp echend,die His o ien¬
male ei de Pe e on Co nelius ,Wilhelm on Schadow und Wilhelm on Kaulbach den
e s en Pla z ein.Die heu e so geschä z e Landscha smale ei wi d in ih e Bedeu ung
e kann .Viele uns besonde s wich ig e scheinende Male we den kaum ode ga nich
e wähn .Es is ein wohl ü Zei genossen imme und o allem ü die neue en Jah ¬
hunde e ech ypisches Bild.Wie schwie ig die Beu eilung de deu schen Male ei ü
die selbs wache en Deu schen noch am Ende des Jah hunde s wa ,e weisen Adol
Rosenbe gs „Geschich e de mode nen Kuns " on 1889 und das an sich e diens olle
Buch on Co nelius Gu li „Die deu sche Kuns des 19.Jah hunde s :ih e Ziele und
Ta en " on 1899.Es ehlen iele Namen ,die uns eue sind,so Runge und Ke s ing ,
Kobell und Wasmann,Blechen und Rayski ,Ma ees und manche ande en .Caspa Da id
F ied ich e häl zwa eine nich ganz ku ze Passage,wi d abe noch imme nich in
seine wah en Bedeu ung gewü dig .
D as isch wa auch das Exempel,das Julius Meie -G ae e in seine ansp uchs ollen
d eibändigen „En wicklungsgeschich e de mode nen Kuns "1904,also ün Jah e nach
Gu li s Buch,s a uie e .Fü die Vo geschich e de mode nen Kuns ,das is in e s e Linie
de Imp essionismus ,bleib die deu sche Male ei de e s en Häl e des 19.Jah hunde s
ganz i ele an — e glichen mi de anzösischen.Sie wi d mi einem ku zen Kapi el
abge an ,das nu die g aphischen Quali ä en de Roman ike ane kenn ,im Ganzen abe
—imme im Ve gleich mi den F anzosen —Rücks ändigkei es s ell .Fü die zwei e
Häl e gib es dann alle dings einige neue Akzen e :Menzel wi d in G enzen ,p imä mi
einigen ühe en A bei en ,Feue bach mi Einsch änkungen ,Leibi und Ma ees mi g öß e
Ach ung gewü dig ,Liebe mann bedeu e den Anschluß an die in e na ionale ,sp ich an¬
zösische Gel ung .Auch de Neubeginn eine S ilkuns wi d beg üß ,eigen ümliche weise
konzen ie au Th.Th.Heine und den K eis de Münchne Zei sch i „Simplizissimus".
Dagegen we den Böcklin nebs S uck als die g oßen Sünden älle geb andma k .
Dieses e was g ob,abe empe amen oll gezeichne e Bild de deu schen Male ei des
19.Jah hunde s bilde e dann auch die G undlage ü das Konzep de Jah hunde aus¬
s ellung on 1906 in de Be line Na ionalgale ie .De Plan ging au die Ini ia i e on
Meie -G ae e zu ück,de indessen ganz im Hin e g und bleiben muß e ,da ihn de Kaise
und sein Akademiedi ek o An on on We ne nich moch en,weil e die anzösische
Kuns so o ensich lich be o zug e und un e den Deu schen ge ade diejenigen,die man
e ach e e .Tschudi und Lich wa k un e s ü z en das Un e nehmen ,Meie -G ae e übe ¬
nahm jedoch in Wah hei die Haup las de Auswahl und de Ka alogbea bei ung ,au
dessen Ti elbla e abe um de Sache willen nich e scheinen du e.Zwei ausend We ke
on sechshunde Leihgebe n aus ganz Deu schland ,aus de Schweiz,aus Ös e eich,aus
Unga n und soga aus Rußland wu den ausges ell ,ein eno mes Au gebo .Die zei liche
Beg enzung se z e man on 1775 bis 1885.So en zog man sich dem S ei um die Mo¬
de ne,d.h.um den noch suspek en Imp essionismus.Abe die Meie -G ae esche Linie
eine En wicklung auch de deu schen Male ei,die schlußendlich zum Imp essionismus
hin üh ,wa deu lich he ausgea bei e .Die Auss ellung bedeu e e eine ech e Sensa ion.
Fü das kuns in e essie e Publikum ,abe auch ü Fachleu e en hiel sie En deckungen
127
übe En deckungen . Am Beginn des 19. Jah hunde s wa Caspa Da id F ied ich allein
mi 37 Bilde n e e en . Sein We k igu ie e hie wie ein Findlingsblock , — um ein
Mo i aus F ied ichs Male ei zu e wenden . Abe im Sinne on Meie -G ae e wa es die
Da s ellung de A mosphä e , de Lich phänomene , de a blichen Nüancie ungen , die den
Meis e on G ei swald und D esden wü dig e wiesen, in diese zum Imp essionismus
üh enden Auss ellung einen Sonde pla z einzunehmen . Von den eligiösen und wel ¬
anschaulichen Inhal en und P oblemen seine Male ei nahm man kaum No iz . Ähnlich
wa die Rolle, die man den neuen deck en Ke s ing und Clausen Dahl , Kobell und Gae -
ne , K üge und Waldmülle zugedach ha e . Mi S aunen e kann e man, daß es neben
de g aphischen auch eine eigene deu sche En wicklung zu ein male ischem Ausd uck gab,
on de man kaum Kenn nis ha e : Wasmann, Ro mann , Blechen und Menzel, z. T. auch
Schleich, Spi zweg und Waldmülle schoben sich plö zlich in den Vo de g und mi pa iell
p äimp essionis ischen Phänomenen . Fü das Schlußkapi el ha e Meie -G ae e die An i¬
poden Leibi und Ma ees au gebo en und ge ade noch den ühen Liebe mann . Insgesam
kam diese Auswahl eine Umwälzung des bishe igen Kuns u eils übe die deu sche Ma¬
le ei des 19. Jah hunde s gleich. Die s a ken Ko ek u en gegenübe dem Buch on Gu -
li on 1899, ja z. T. auch gegenübe Meie -G ae es eigenem Buch on 1904 wa en in
die Augen sp ingend . Sie anden ih en Niede schlag in Richa d Mu he s Neuau lage de
äl e en „Geschich e de Male ei " (Bd. 3, 1912), in Max De is „Male ei im 19. Jah hun¬
de " 1919 und o allem in Gus a Paulis Da s ellung „Das 19. Jah hunde " als
ie em Band de on Geo g Dehio konzipie en „Geschich e de deu schen Kuns ".
Pauli sch ieb das Manusk ip im wesen lichen 1932, schloß es He bs 1933 ab —
unbe üh om inzwischen an die Mach gelang en Na ionalsozialismus . Das e s 1934
e schienene Buch nenn noch mi olle We schä zung jüdische Küns le und sieh die
Zukun in eine au den Vo ausse zungen des Bauhauses und ande en damals mode nen
Rich ungen g ündenden Kuns , namen lich in de A chi ek u . Man muß dies heu e aus¬
d ücklich e wähnen , um keine alschen Vo s ellungen zu e wecken. Paulis Buch bleib le¬
senswe , weil es e such , nach Meie -G ae e wiede ge ech e zu u eilen . Was e übe
Böcklin, auch übe Maka und Lenbach sag , is in abgewogenem Bemühen gesch ieben,
nich meh on Ve ach ung dik ie . Da s ehen z. B. die Sä ze : „De imp essionis isch
geschul e Geschmack kann Böcklin ebensowenig ge ech we den wie de klassizis ische.
Ih e Maßs äbe e sagen selbs e s ändlich o dem Roman ike . In den Augen de Im¬
p essionis en wie de Klassizis en is jede illus a i e We unbe äch lich , soga bedenk¬
lich, ein Gedankengepäck , womi die eine Fo m belas e wi d . Als ob nich das gegen¬
s ändlich in e essan e Mo i die o mende Phan asie be uch e !" Das sind schlich e Wo e
on g undsä zliche Bedeu ung . Aus diese Eins ellung he aus bedeu e e also Paulis Da ¬
s ellung de deu schen Male ei des 19. Jah hunde s gegenübe Meie -G ae e abe mals
eine Ko ek u , die no wendig wa . Sie ging dann abe un e in den ideologischen Ve ¬
ze ungen o izielle deu sche Kuns be ach ung in Hi le s Reich. Beme kenswe wa an
Pauli auch die abwägende Da s ellung zwischen den gleichbe ech ig en, abe kon ä en
Polen Roman ik und Na u alismus , die meines E ach ens du chaus noch zukun weisend
is .
Noch 1944, o dem Ende des Na ionalsozialismus , konn e He mann Beenken seinen
g oßen Rechenscha sbe ich „Das 19. Jah hunde in de deu schen Kuns — Au gaben
und Gehal e — Ve such eine Rechenscha " he ausb ingen , de e s mals in ensi nach den
Bedingungen ü das Kuns scha en ag e , nach den neuen Au gabens ellungen , nach den
Mo i a ionen . S eich man einige e bale Zuges ändnisse an den Ungeis de E schei¬
nungszei ab, so bleib Beenken ein eben alls solide Be ach e , de manche neuen Ge¬
sich spunk e ein üh e , die wei e hin zu beach en sind : ökonomische, gesellscha liche, gei¬
s esgeschich liche Aspek e ; die F age nach de Rolle de Ö en lichkei und — im Kon as
hie zu — nach de Indi iduali ä und In imi ä im Ausd uck de Kuns und in ih e The¬
menwahl sowie das Au we en de sich hie aus e gebenden P oblema ik , de Disk epan¬
zen. E ha das 19. Jah hunde e s mals als Ganzes „e ns " genommen.
Das Buch Beenkens ha e indessen ela i wenig Wi kung nach 1945, e s heu e wi d
es ö e wiede he angezogen . Es wu de übe scha e on dem E olg on Hans Sedlmay s
„Ve lus de Mi e ", diesem K ankenbe ich zu Kuns des 19. Jah hunde s , de — auch
aus äl e en Ansä zen en s anden — 1949 e ö en lich und so o he ig disku ie wu de .
Fü eine ausgewogene Beu eilung de deu schen Male ei jene Epoche wa e nich e ¬
aß wo den , ehe als Mahnung aus missiona ischem Ei e . Ge ade die Beding hei en bei-
128
de Büche on Beenken und Sedlmay e wiesen abe ,daß dieses scheinba endgül ig
übe wundene Jah hunde ein noch seh dunkles is ,an dessen P oblemen gegen alle Vo ¬
aussagen das 20.schme zlich nahen An eil nahm und nehmen muß e .
In diese Lage en s and ,üb igens zugleich auch im Ausland ,das Bedü nis ,das 19.
Jah hunde g ündliche kennenzule nen .In de Bundes epublik bezeichne en zwei Un¬
e nehmungen diese neue Tendenz zu un o eingenommenen Au a bei ung :die Samm¬
lung D .Geo g Schä e und das Schwe punk p og amm „19.Jah hunde "de F i z
Thyssen S i ung.De Schwein u e Indus ielle nahm sich haup sächlich de deu schen
Male ei an,wei gehend ohne Rücksich au bishe ige We u eile .E bemüh e sich um
gleichmäßige E assung de We ke,die noch e wo ben we den konn en .Dami schu e
ein Rese oi an Anschauungsma e ial ,das auch de Fo schung zu Ve ügung s eh und
dies in einem Ausmaß ,wie es keine ö en liche Sammlung,kein Museum meh anscha en
kann .Es en s and in Obbach so e was wie eine geheime Na ionalgale ie ,eine ideale E ¬
gänzung de aus dem K iege ge e e en Bes ände an deu sche Male ei in den deu schen
Museen.Hinzu a en die g ündlich bea bei e en Ka aloge on G uppenauss ellungen de
Sammlung Geo g Schä e ,denen en sp echende Auss ellungen in ö en lichen Sammlun¬
gen,z.B.in Köln und F ank u /M. olg en2.Die F i z Thyssen S i ung bemüh e sich
gleichzei ig um die Fö de ung de Bea bei ung de genann en Museumsbes ände an Kuns
des 19.Jah hunde s ,wo on mi le weile zahl eiche Ka aloge Zeugnis ablegen,und um
eine k ä ige Ini ia i e zu Belebung de Fo schung au diesem Gebie .Sie ha dabei nich
nu die deu sche Kuns be ücksich ig ,wohl abe schwe punk mäßig .Die e wa sechzig
Bände,die nunmeh o liegen,wei e e zwanzig in de D uck o be ei ung ,abe auch die
inzwischen unabhängig on de S i ung publizie en Un e suchungen ,bedeu en einen
auße o den lichen Zuwachs an Kenn nis übe das ielgeschol ene,zu wenig wi klich e ¬
o sch e Jah hunde .Lies man die Ti el de neuen Küns le monog aphien ,die be ei s
e schienen sind ode demnächs o geleg we den ,seien sie nun aus Disse a ionen ode
Auss ellungen e wachsen,in Buch-ode Ka alog o m ,so könn e man an eine ein ache
Wiede belebung e wa des P og amms de al en Reihe de Knack ußschen Küns le mono¬
g aphien denken :Böcklin3,Feue bach4,F.A.Kaulbach5,Leibi",Lenbach7,Maka 8,
S uck".Doch diese Lis e is un olls ändig und äusch dahe ,denn bei Knack uß ehl en
iele Namen ,die nun auch Monog aphien e hiel en bzw.e hal en :Wilhelm .Kobell 10
,
Caspa Da id F ied ich 11
,Runge 12
,S iele 13
,Quaglio 14
,Reinha 15
,Su e 16
,Ro mann 17
,
Ma ees 18
,—um nu einige zu nennen.An de Au zählung de Namen wi d deu lich,
daß sich eine gleichmäßige e Ve eilung de Gewich e abzeichne .Diese P ozeß is noch
keineswegs abgeschlossen,und man un e schä ze nich die noch imme wi ksamen Vo ¬
u eile,wenn es in En scheidungsg emien um Auss ellungsp ojek e ode Buchpläne geh .
Die al en U eile leb en abe nich nu in Deu schland ,sonde n o allem im Ausland
zähe wei e .Fü uns am in e essan es en is in diese Hinsich F ank eich .
II
Die Jah hunde auss ellung on .1906 ha e kaum Ein luß au das Bild,das man sich
on de Male ei des Nachba landes mach e.So ehlen in Leonce Benedi e's19 e olg eichem
We k „La Pein u e au 19c siecle",das zwischen 1912 und 1925 meh e e Au lagen e leb e,
die meis en de uns heu e als wesen lich gel enden Namen wie F ied ich,Ca us,Dahl ,
Ho ny ,Foh ,Oli ie ,Dillis,Blechen,Wasmann ,Rayski und iele wei e e.Besse in o ¬
mie zeig e sich de zu üh e s o bene Hen i Focillon,dessen Buch „Pein u e au 19c
siecle" on 1927 imme hin einige de bei Benedi e e miß en Namen en häl und auch
selbs beobach e e Cha ak e isie ungen in alle Kü ze e such .Dennoch bleib es bei dem
Vo u eil ,daß die deu sche Male ei —gegenübe de anzösischen —zwei angig is ,
und selbs ih e S ä ke ,die Landscha sda s ellung ,wi d als on „p o inzielle Ein al "
bewe e .E s dem Buch on Ma cel B ion,dem Li e a u -und Kuns k i ike und Sch i ¬
s elle ,Memb e de l'Academie, e danken wi eine anzösische Wü digung deu sche
Male ei de Roman ik in dem eu opäisch o ien ie en Buch „Pein u e oman ique " on
1967.Man spü ,daß de damals 72jäh ige Au o aus de g ündlichen Kenn nis de deu ¬
schen oman ischen Li e a u den Weg zu deu schen Male ei de F ühzei des 19.Jah ¬
hunde s ge unden ha (wie üb igens einige wei e e anzösische Ge manis en hie e wähn
we den müß en ,die iel zum Ve s ändnis deu sche Male ei und Kuns des 19.Jah hun¬
de s in F ank eich beige agen haben wie Eugene Susini und Claude Da id ).B ions
129

Abschni e übe F ied ich ,übe Blechen,übe Ro mann und ande e deu sche Male sind,
gemessen am o he gehenden Vakuum in de anzösischen Fachli e a u ,e s aunlich,und
sie e scheinen mi auch ü Deu sche du chaus lesenswe ,wenngleich es sich nich um ei¬
gen liche Fo schungse gebnisse handel ,sonde n ehe um eine A poe ische Ein ühlung
aus de Kenn nis de deu schsp achigen Li e a u übe die deu sche Male ei de Roman ik .
So sch eib e zu Ro manns En deckung de g iechischen Landscha ,die de Deu sche
nich mi o ien alischen Mo i en —diese damals noch ü kischen P o inzen —beleb ,
wie sie im gleichzei igen anzösischen Exo ismus de Decamps und Delac oix so belieb
sind,sonde n un e öllig ande em Aspek schilde ...„dans ce soleil couchan a a e s
lequel les dieux communiquen leu s isages e asi s,il ap is con ac a ec la ace su -
humaine des Puissan s de an lesquels, espec ueux e ebelle ou äla ois,mais p o on -
demen pieux,s'inclinai Hölde lin .II exis e de o es a ini es en e le pein e de My-
cenes e le poe e de Hype ion ,mais pou Ro mann la G ece n'es pas l'he oique opp i -
mee comba an pou sa libe e .Sa G ece n'apas de Missolonghi comme celle de By on,
ni de Scio comme celle de Delac oix ; e e de he os e de dieux,eile laisse passe su eile
ou ce qui es condamne pa la des inee des hommes ae e p o isoi e e de cou e du ee."
(S.119:Bei un e gehende Sonne,wenn die Gö e ih e Gesich e lüch ig en hüllen ,is
e dem übe menschlichen Geschlech de Mach ollen begegne , o de sich Hölde lin
eh ü ch ig und zugleich au lehnend ,abe andäch ig e neig e .Es gib eine enge Ve ¬
wand scha zwischen dem Male on Mykene und dem Dich e des Hype ion ,abe Ro ¬
manns G iechenland is nich das un e joch e ,um seine F eihei kämp ende .Sein G ie¬
chenland kenn kein Missolunghi wie das Lo d By ons,noch ein Scios wie dasjenige Dela¬
c oix'.Als Land de He oen und de Gö e ,läß es alles übe sich hingehen,was dem
Schicksal de Menschen en sp echend nu zu o übe gehendem ,ku zem Bes ände e u ¬
eil is .)Ge adezu dich e ische Wo e,die eine auße o den liche Ein ühlung in das We¬
sen de my hischen Landscha en Ro manns e a en .Ma cel B ions Ein üh ung de
F anzosen in den Cha ak e de deu schen oman ischen Male ei ha ,wie auch im Pa ise
Ka alog ausd ücklich e me k wi d ,den Weg zum Ve s ändnis ,ja zu Begeis e ung ü
diese ihnen bishe kaum bekann e Kuns p o inz geebne ,als im Win e 1976/77 in Pa is
die bedeu same Auss ellung „La pein u e allemande al'epoque du Roman isme "s a ¬
and ,die ungewöhnlich s a ke Besuche s öme in die O ange ie de Tuile ien lock e 20
.Die
Ka alog ex e sind ein wei e es Dokumen ü die neue Einschä zung des Auslands ü die
deu sche Male ei,besonde s die Einlei ung on Michel Laclo e (Di ek ion des Lou e )
und on Ju ij Kuzne so (Lei e des Kup e s ichkabine s de Lening ade E mi age ).
Laclo e weis speziell da au hin,daß sich iele mode ne Küns le ü die „Rehabili ie¬
ung "de deu schen Roman ik ausgesp ochen hä en .Schon in den phan as ischen Filmen
des Exp essionismus bekunde e sich de Ein luß de deu schen Roman ik ,noch meh in
de Male ei des Su ealismus.E e wähn ,daß Max E ns on Bewunde ung ü C.D.
F ied ich e üll gewesen is und daß iele junge Pa ise G aphike in den Zeichnungen
de deu schen Roman ike Vo bilde sehen.
Auch aus de Schweiz e eichen uns Zeichen eines neuen Ve s ändnisses de deu schen
Male ei des 19.Jah hunde s ,wenn wi im Maihe 1977 de üh enden kul u ellen Zei ¬
sch i „DU "im Rahmen eines Kul u e gleichs I alien -F ank eich -Deu schland im Ab¬
schni „19.Jah hunde "u.a.lesen:„Haup hema de deu schen Roman ik wu de die
Au lehnung des Einzelnen gegen die Zwänge de Gesellscha :dahe sein Einsamkei s¬
d ang ,seine Wel luch ,sein Pan heismus ,die Sehnsuch nach dem Tode und dem Eins¬
we den mi de Na u .Keine Rich ung ha e eine inhal lich nachhal ige e Wi kung au
die Male ei de Gegenwa ".Das sind Sä ze,die o ün zig , o zwanzig Jah en nich
ausgesp ochen,nich e s anden wo den wä en .Na ü lich beziehen sie sich in e s e Linie
au die Male ei de F ied ich,Ca us ,Runge,Blechen,Dahl und au ih e küns le isch¬
wel anschaulich Ve wand en , ielleich abe auch au Böcklin,Ma ees und Thoma.
Nun komm aus Ame ika die Bo scha des Kuns his o ike s Robe Rosenblum ,de
sei e wa 1972 Thesen publizie ,die jüngs in seinem Buch „Mode n Pain ing and he
No he n Roman ic T adi ion "21 zusammenge aß wu den .E sieh in den Lände n des
No dens ,No deu opa ,England ,No dame ika ,eine gemeinsame Hal ung imme wiede
küns le isch mani es ie ,die im Gegensa z zu Hal ung de südeu opäischen und la ei¬
nischen Lände und Kul u en s eh ,eben eine oman ische T adi ion ,de en Bogen on
Caspa Da id F ied ich und Runge und Blechen übe Tu ne und ande e zu Münch,zu
F anz Ma c und Paul Klee und bis zu Mode ne ,bis zu dem no dame ikanischen Fa b -
130
S immungsmys ike Ro hko und wei e en Male n de Gegenwa gespann wi d .Diese
in e essan e ,z.Z .in e na ional ieldisku ie e Aspek is nich ganz unge äh lich .Eine ¬
sei s könn e e —miß e s anden —zu eine A neue Ge manophilie üh en (auch wenn
Rosenblum ,selbs Jude ,das jüdische Elemen in de assimilie en Fo m inne halb de
No dkul u en konsequen einbezieh ,wie bei Ro hko :Es wa ja auch in de deu schen
Roman ik in eg ie ),—ande e sei s könn e hie ein me kwü dige kul u poli ische
No d -Süd-Dialog en ach we den ...pa allel zum ak uellen wi scha spoli ischen .Abe
o diesen Aussich en e heb sich eine sp öde Wissenscha ssch anke:E s müß e doch ge¬
klä sein,was un e Roman ik zu e s ehen is .Die De ini ion is nich so ein ach,wie
man glauben könn e .Schon imme is au ge allen ,daß die deu sche Roman ik in Musik,
Li e a u ,bildende Kuns und Philosophie e was ganz ande es is als de anzösische
Roman isme .Man kann sie s ilis isch kaum und inhal lich nu obe lächlich zusammen¬
assen und nu in eine Auswahl on inne en Tendenzen enge e knüp en .Dies wi d
du ch nich s meh e hä e als du ch das 1973 au g und länge e Vo s udien und Vo le¬
sungen e aß e Buch des üh enden englischen Kuns -und Kul u his o ike s Kenne h
Cla k ,„The oman ic Rebellion "22
.In diesem We k kommen die deu schen Roman ike
eigen lich ga nich o .Runge wi d einmal wegen gewisse ikonog aphische Ähnlichkei¬
en zu Blake nebenbei e wähn und F ied ich ebenso lüch ig wegen des bei ihm auch
begegnenden Mo i s des „Schi b uchs".Cla ks Roman ik is die gegen den Klassizismus
ebellie ende S ömung de eu opäischen Kuns ,de en Helden Goya ,Ge icaul ,Dela-
c oix,Tu ne ,Mille ,Degas und Rodin sind.Das sind p imä Dynamike ,de en Kuns
auch ba ocke Elemen e en häl (alle dings ,wenn man on Degas und Mille absieh )und
die sich als An iklassizis en bekann haben .Dami is zwa eine Vo ausse zung zu Ube ¬
eins immung mi de anzösischen Au assung des Roman isme gegeben,abe sons geh
die Rechnung diese Roman ik -Vo s ellung nich ech au .
III
Wi s ehen also in e na ional o de No wendigkei ,die na ional geb auch en Beg i e
de Kuns geschich swissenscha gehö ig abzuklop en ,sie ü eine ech e gegensei ige Ve ¬
s ändigung abzuklä en .Alles,was bishe an beg i lichen Analysen des 19.Jah hunde s
gebo en wu de ,is nich s ande es als ein En wu ,dessen geduldige Nachp ü ung noch aus¬
s eh .So is es mi We ne Ho manns bes echende These on de Kuns des 19.Jah hun¬
de s als „i disches Pa adies "23 und auch mi Rudol Zei le s Ve such,die gesam e Kuns
des 19.Jah hunde s un e den Kon as phänomenen on Dualismus und Monismus zu
sehen.De in Uppsala wi kende Geleh e ha in dem on ihm 1966 he ausgegebenen
Band 11 de neuen P opyläen -Kuns geschich e diese These da geleg .Zunächs üb e —
und e s eh dami nich allein — ech scha e K i ik an den bishe igen Me hoden de
adi ionellen Kuns geschich swissenscha ,da diese,au das 19.Jah hunde angewand ,
nich g ei en.Dazu gehö in e s e Linie de abgenu z e En wicklungsgedanke .E is sei¬
nem Wesen nach biologis isch und übe äg Ideen und Fak en de Na u wissenscha au
die Kul u -und Kuns geschich e.Sein Modell om Keimen,Blühen,Rei en und Ve do ¬
en ha zu schönen Bilde n geschlossene Vo gänge ge üh ,e weis sich abe bei nähe e
Kon olle als un auglich .Wi soll en uns da au besch änken,nu pa ielle Kausali ä en
exak es zuhal en ,also e wa Leh e -Schüle -Ve häl nisse,auch wei e gehende nachweis¬
ba e Ein lüsse und Filia ionen ,abe keines alls pauschale sogenann e S ilepochen-En wick¬
lungen.Denn hie gib es so o auch die Kollision mi dem S ilepochenbeg i selbs ,de
genauso un auglich is .Pe sönlichkei ss il eines Küns le s :ja ;G uppens il eine „Schule":
beding auch noch;Epochen-ode Zei s il :Vo sich !Seine schema ische Anwendung ha
zu g oben Ve gewal igungen de Ta bes ände ge üh .En wicklung und S il als me ho¬
dische Ins umen e dik ie en z.B.Meie -G ae es „En wicklungsgeschich e" on 1904,die
nu die En wicklungseinbahns aße zum S ilendp oduk Imp essionismus als e bindlich
ane kann e .Alles was daneben geschah,wa bei ihm eben „absei s"de Haup s aße und
dahe sekundä .Dagegen s ellen wi die posi i e Bewe ung eines S ilplu alismus 24
,de
besonde s sinn oll in eine Zei is ,die —wie das 19.Jah hunde —nich meh eindeu¬
ige He scha ss uk u en ü den Kuns au ag kenn :Ki che und Fü s en sind wei ¬
gehend ausgeschieden,das Bü ge um ,spä e auch die A bei e scha ,bes immen den Weg
eine zunehmenden Demok a isie ung , eilich auch Ni ellie ung .Alles dies is bekann ,
auch,daß de Küns le Bindungen e lo en ha ,sich isolie ühl ,abe auch seine F eihei
131
zu Auswei ung und zugleich Ve ie ung des Indi idualismus nu z .De so ge ö de e
S ilplu alismus is Teil de Gesam s uk u de Gesellscha so dnung.Wi müssen uns om
aus de Roman ik s ammenden Konzep be eien,als ob das Ziel allen Kuns scha ens de
einhei liche Epochens il wä e.Goe he dach e so und e such e — on „oben"—wie e
sich ausd ück e —eine klassizis ische No m du chzuse zen,da e die Kuns seine eigenen
Spä zei als „ze s eu ",d.h.als zu uneinhei lich,als im G unde chao isch ansah 25
.Es ha
bis heu e nich an Ve suchen ge ehl ,einhei liche S il o s ellungen zu p opagie en .Sie
en s ammen alle den oman ischen Miß e s ändnissen om nu dann epochal bedeu ¬
samen Kuns geschehen eine Zei ,wenn es s ileinhei lich wä e.Es gib abe im 19.Jah ¬
hunde nich nu den Gegensa z zwischen anzösischem Roman isme und englische und
deu sche Roman ik .Es gib auch die Gegensä ze inne halb de na ionalen „Schulen".
Ing es und Delac oix können zwa als ein Pa adebeispiel gel en,abe wi haben inne ¬
halb de deu schen Male ei diese Zei auch genügend Exempel.Ich nenne einige Kon¬
as phänomene :F ied ich und Runge,bei alle Seelen e wandscha ,sind bildküns le¬
isch nahezu diame al en gegengese z ,—man ach e nu au die Rolle de Landscha
bei F ied ich,au die de Figu bei Runge ;die Landscha smale Waldmülle ,Ro mann
und Blechen,Angehö ige eine Gebu eng uppe zwischen 1793 und 1798,lassen sich
s ilis isch kaum au einen Nenne b ingen,bei Waldmülle ha e Objek i ismus ,glas¬
kla e s a ische Na u alismus ,bei Blechen und Ro mann ein Zug zu uns a isch-male¬
ischen Au assung mi wiede um un e schiedlichen Aspek en ;man e gleiche in de
Sammlung Schä e Ro manns Naxos -Vision und Blechens Amal i-und Te ni-Ansich en
mi Waldmülle s Talwildnis bei Ischl.Was e binde die Male ei de gleichal igen Spi z¬
weg und Rayski mi C.F.Lessing (alle Jah gang 1808)?Ode wie läß sich die öllig
e schiedene Au assung on His o ienmale ei de eben alls gleichal igen Menzel,Re hel
und Leu ze s ilis isch zusammenbinden ?Man bedenke die Gleichal igkei de Scholde e ,
De egge ,Lenbach und Ma ees (gebo en zwischen 1834 und 1837)ode die on Maka ,
Leibi und Liebe mann (1840,1844,1847)?Hie sind Kon as phänomene au ge u en ,
die nich nu die so an egende Gene a ions heo ie Wilhelm Pinde s ,die siche lich ü einige
Phänomene die Augen ö ne e,ad absu dum üh en ,sonde n o allem die S ilepochen-
Einhei sleh e .—Wi haben uns also on me hodischen Vo u eilen zu be eien,um dem
wah en küns le ischen Reich um des 19.Jah hunde s ge ech e we den zu können als
bishe ,dazu gehö auch die Auswei ung de Ikonog aphie und Ikonologie zu „Mo i ¬
kunde ",um die Schwie igkei en bei de Klä ung inhal liche F agen de Male ei des 19.
und 20.Jah hunde s sinn olle lösen zu können 26
.Die de Philosophie en liehenen
Beg i e Monismus und Dualismus,mi denen Zei le mu ig e such ,den al en me hodi¬
schen Zwängen zu en kommen ,übe zeugen eilich auch nich so ech .Zu ieles wi d
auch un e diese Zwei eilung gep eß ,und die Rechnungen gehen nich imme au .Wi
könn en abe on diese Basis aus imme hin ope ie en :Monismus,als eine ganz au das
Diessei s,au die i dische Wi klichkei ge ich e e Kuns ,ha sich in den e schiedenen
Spiela en des Na u alismus geäuße .Dualismus,die Ane kennung eine höhe en, ans¬
zenden en Wel übe de i dischen,äuße sich in den un e schiedlichen Fo men de Ro¬
man ik .Au diese Weise,hie seh e ein ach ,kämen wi au Gus a Paulis Beobach un¬
gen zu ück.Ta sächlich kann man es s ellen,daß im 19.Jah hunde mi Na u alismus
und Roman ik zwei Haup gegensä ze bezeichne sind,wenn man Roman ik nich als S il
(und nich so eng wie Kenne h Cla k beg enz ) e s eh ,und wenn man Na u alismus
eben alls nich als S il-und nich als Epochenbeg i beg ei ;—und wenn man on
ihm den Realismus,seine u sp ünglichen In en ion en sp echend eine inhal liche,und
das heiß p imä eine gesellscha liche Tendenz,un e scheide 27
.Schließlich müß e auch
de Klassizismus,doch haup sächlich eine S ilhal ung ,die eben alls du ch das ganze Jah ¬
hunde leb , on Schadow bis Hildeb and , on Ca s ens bis —mi Einsch änkungen —
Klinge und S uck,un e die oman ischen Impulse eine Fluch aus de Gegenwa (mi
ih en sozialen P oblemen )ge echne we den .Es bleib schließlich,wenn man schon in
diese Weise nach Gene allinien such ,auch de gesam e His o ismus als eichhal ig- iel¬
äl ig au ge äche es Phänomen des Roman ischen zu e s ehen.Nach de neuen De ini¬
ion des F ank u e Philosophen und Wissenscha s heo e ike s Schnädelbach is His o¬
ismus P äsen a ion on geschich liche Bildung,die dem Gegenwa sleben in eg ie
we den soll 28
.Sie soll geschich liche Ve gangenhei als Gegenwa sk a e ozie en.So
läß sich His o ismus als eine Sonde o m de Roman ik seh gu e s ehen.
Zwischen diesen F on en ode Polen gib es eilich iele Misch o men,geglück e und
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mißglück e,ech e Syn hesen und auseinande allende ode hyb ide Beispiele,—alle
cha ak e is isch ü das bishe noch imme so dunkle ,doch nahe 19.Jah hunde .
IV
Im allgemeinen is die deu sche Male ei de e s en Häl e des 19.Jah hunde s ,insbe¬
sonde e die de F üh oman ik ,heu e auch in e na ional in ih em Eigenwe ane kann .
Schwankende U eile gib es hie nu in Einzel agen (z.B.übe den Symbolgehal de
Bilde on F ied ich und Runge ode übe die Reichwei e ih e übe egionalen Bedeu¬
ung).Ums i ene is eine angemessene Wü digung de Naza ene ,besonde s k i isch
sind das Spä we k O e becks und die A bei en de Naza ene -Nach olge anzusehen.
Abe ganz p oblema isch e häl es sich mi Kenn nis und Ansehen de deu schen Male ei
de zwei en Häl e des 19.Jah hunde s .Die in e na ional noch imme höchs e We ¬
schä zung des anzösischen Imp essionismus läß kaum zu,deu sche Spä oman ik ( on
Rich e ,Schwind und Spi zweg bis zu Feue bach,Böcklin,Ma ees,Haide ,Thoma,
Klinge und S uck)und soga die E scheinungen eines deu schen P äimp essionismus mi
Menzel und Leibi als he aus agenden Ve e e n als gleich angig mi den F anzosen anzu¬
e kennen .Wenn sich au diesem Gebie auch manche Wandlungen ollziehen und e ¬
einzel be ei s die male ischen Quali ä en eines Spi zweg ,eines Menzel,mi Einsch än¬
kungen auch Böcklins,Ma ees'und Leibis wah genommen we den ,eine b ei e e in e ¬
na ionale Zus immung e äh diese deu sche Male ei doch o e s nu zöge nd .Gegen¬
übe Cou be ,Mane ,Degas,Mone und Renoi , on Neue e n wie Cezanne ,Gauguin ,
Seu a usw.ganz zu schweigen,e scheinen die deu schen Küns le doch ech e n om
maßs abgebenden Pa ise Wel s ad geis ,ohne den We ke wie die on Mane ,Degas und
Seu a z.B.ga nich denkba sind.Sieh man jedoch das auch in F ank eich wachsende
In e esse an bishe e nachlässig en anzösischen Phänomenen wie dem Male de Land¬
a bei e Jean -F ancois Mille 29
,dem Ges al e eine neuen Wandbildkuns Pu is de
Cha annes 30 und dem „unzei gemäßen "Symbolis en Gus a e Mo eau 31
,so mach sich auch
hie ein deu liche Wandel in de Einschä zung dessen beme kba ,was neben den ge eie ¬
en Imp essionis en je z als doch auch ech wesen lich im Gesam ge üge de anzösi¬
schen Male ei zwischen 1845 u *
d1890 angesehen wi d .De a ige Ve schiebungen im
U eil bleiben nich ohne Rückwi kung auch au die Abschä zung deu sche Kuns des
gleichen Zei aums .Es läß sich dahe o aussagen ,daß in wei e e Zukun noch k ä ¬
ige Ko ek u en am Gesam bild deu sche Male ei o genommen we den dü en .
Küns le n wie Menzel,Böcklin,Ma ees und Leibi —■um nu diese ie bedeu enden zu
nennen —wi d auch in in e na ionale Sich zukün ig meh Ge ech igkei wide ah en
und man wi d sie ü die zwei e Häl e des 19.Jah hunde s als ebenso wich ig ane ken¬
nen wie C.D.F ied ich und Ph.O.Runge ü den Beginn dieses Säkulums.Nebenhe
ollzieh sich abe auch eine s ille Au we ung de His o ien -und Gen emale ei ,de
ep äsen a i en wie de in imen Bildnis-sowie de meis schlich en Landscha smale ei
in ih en bes en Leis ungen.Man e kenn ü sie ein s e ig wachsendes In e esse, ü das
üb igens auch de Kuns handel ein Ba ome e da s ell ,das man nich un e schä zen
und keines alls nu mi dem Hinweis au manipulie e Nach age (und küns liche S imu¬
lanz du ch den Handel selbs )ab un soll e.Es gib nämlich eine me kwü dige Wechsel¬
beziehung zwischen d ei an sich ge enn au e enden In e essen :e s ens dem am ein
zei dokumen a ischen Cha ak e eines We ks (das Bild als U kunde eine Ve gangen¬
hei ,als his o ische Beleg),zwei ens dem am nu nos algischen S immungswe ,de hie
nich nähe de inie we den kann (eine A oman ische Sehnsuch nach de seelischen
Ve assung eine Ve gangenhei ),und d i ens ein dami un e g ündig zusammenhän¬
gendes In e esse an ( e kann en )ges al e ischen Quali ä en eines Bildes.Die noch nich
abgeschlosseneWiede en deckung und e s aunliche Neuschä zung des Jugends ils zwischen
1950 und heu e mag da ü ein au schluß eiches Beispiel sein.Und die noch neue e Hin¬
wendung zum His o ismus in A chi ek u und Kuns gewe be ,mi dem die wissenscha ¬
liche wie die ge ühlsbes imm e —und dahe du chaus noch schwankende —Beschä i¬
gung sei e wa i960 in Gang gekommen is 32
,bie e dazu einen wei e en Beleg.De a ige
Tendenzen sind g enzübe g ei end .Sie haben Rückwi kungen au alle Lände .Auch die
We bes immung und Beach ung de deu schen Male ei des 19.Jah hunde s wi d on
ihnen mi gelenk .
Schließlich muß noch da an e inne we den ,daß sich die wandelnden —jeweils zei -
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