Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Jah buch ü die Geschich e Mi el- und Os deu schlands
Zei sch i ü e gleichende und p eußische Landesgeschich e
Rezension Adol F ied ich Lo enz. Dobe an. Ein Denkmal no dd .
Backs einbaukuns . - Bln.: Henschel e l. 1958 = S udien zu A chi ek u -
und Kuns wissenscha , 2
Schmoll, Jose A.
Be lin ; Bos on, 2.1953 - 44.1996; 45.1999(2000) -
u n:nbn:de:hbz:466:1-37673
J.A.Schmoll gen .Eisenwe h
Rezension :Adol F ied ich Lo enz,Dobe an .Ein
Denkmal no dische Backs einkuns .Be lin 1958 .
In:
Jah buch ü die Geschich e Mi el-und
Os deu schlands .Publika ionso gan de His o ischen
Kommission zu Be lin,Bd.11 (1962),S.462-465.
SONDERDRUCK AUS
JAHRBUCH FÜR DIE GESCHICHTE
MITTEL - UND OSTDEUTSCHLANDS
PUBLIKATIONSORGAN DER
HISTORISCHEN KOMMISSION ZU BERLIN
HERAUSGEGEBEN VON
WILHELM BERGES UND HANS HERZFELD
IM AUFTRAGE DES
FRIEDRICH -MEINECKE -INSTITUTS
DER FREIEN UNIVERSITÄT BERLIN
BAND 11
WALTER DE GRUYTER & CO. • BERLIN
19 6 2
o mals G. J. Göschen 'sche Ve lagshandlung • J. Gu en ag , Ve lagsbuchhandlung
Geo g Reime • Ka l J. T übne • Vei & Comp.
Lo enz ,Adol F ied ich :Dobe an .Ein Denkmal no dd .Backs einbaukuns .—Bln.:
Henschel e l .1958.103 S.mi Abb .,meh .Pläne ,10 Bl.Abb .=S udien zu A chi ek¬
u -und Kuns wissenscha ,2.DM 9,—.
Die om Ins i u ü Theo ie und Geschich e de Baukuns de Deu schen Bauakademie
(Os -Be lin )h sg.Sch i on Adol F ied ich Lo enz übe Dobe an e dien besonde e Beach¬
ung ,weil das In en a we k on F.Schlie (F ied ich Schlie,Kuns -und Geschich sdenkmäle
des G oßhe zog ums Mecklenbu g -Schwe in,Bd.III ,Schwe in 1899)als e al e und in ielen
Punk en na ü liche weise auch als un olls ändig angesehen we den muß .L.is sei gu 5Jah ¬
zehn en mi de Baugeschich e des Klos e s Dobe an e au ,und schon de on ihm e aß e
kleine am liche Füh e (A.F.Lo enz ,Zis e ziense -Klos e Dobe an =Das ch is liche Denk¬
mal,H.12 [Os -]Be lin 1955)wies den Au o als Kenne de Dobe ane Bau en aus.E s aun¬
lich is ,daß es e s je z zu de o liegenden Publika ion kam ,zumal L.be ei s 1926 den bis
dahin übe sehenen G abungsplan on 1830,au dem sich wich ige Ein agungen zu Gesam an¬
lage des Klos e s be inden ,im Landeshaup a chi Schwe in —un e den Ak en on Ros ock —
en deck ha e (de Plan be inde sich heu e im A chi lage Gö ingen ).Diese Plan wi d in de
o liegenden Sch i —sowei wi wissen —e s mals in wich igs en Pa ien ep oduzie
(Bild 17,p.73)und bilde die G undlage ü zahl eiche Teil ekons uk ionen und Rekons uk¬
ions o schläge ü die Ab eibebauung im Mi elal e ,die de Au o o äg und zeichne isch
da s ell .Hie in lieg ein Haup we de Ve ö en lichung .Übe das al e In en a we k hinaus -
MECKLENBURG 463
gehend , kann L. einen Gesam plan de Klos e anlage en we en , die wei äumig und eilweise
opulen ausgebau wo den is — de Bedeu ung dieses eichen und üh enden Zis e ziense ¬
klos e s an de südlichen Os seeküs e en sp echend . Besonde s in e essan is de Komplex on
Bau en , de südös lich de enge en Klausu gebäudeg uppe — unge äh in gleiche Ausdehnung
wie diese — bes and und mi ihm du ch massi e Gänge e bunden wa . Wie bei einigen e hal¬
enen englischen Zis e ziense ab eien da hie die Anlage eines Spi als , ielleich auch die de
besonde en Wohn - und Küchen äume des Ab es e mu e we den . Mi gleiche So g al widme
sich de Ve . auch Nebenbau en wie dem schönen, mi g oßen Blenden geschmück en Ko nhaus
und dem mäch igen Wi scha s - und Mühlenbau , beide aus dem spä en 13. Jh ., dem Haup o
im Wes en (mi Rekons uk ions e such eine e s en Anlage ) und dem be ühm en Ka ne , dem
auch To enleuch e genann en ühgo ischen Beinhaus , einem Juwel de Backs einbaukuns des
mi le en 13. Jh .s (Ok ogon mi La e nenau sa z , eich gegliede und mi e schieden a bigen
Glasu ziegeln geschmück ). Ein 2. we olle Bei ag de Sch i bes eh in de e s mals oll¬
s ändig e such en Rekons uk ion de e s en Backs einki che de Zis e ziense ab ei Dobe an .
Danach handel e es sich bei dem um 1190—1230 (Schlußweihe 1232) e ich e en Bau um eine
nachgedeck e P eile basilika mi Que schi , die sich L. nach dem Vo bilde de Ki che on So ö/
Schweden o s ell . Leide bleib , solange G abungen nich Au schluß geben können , die Cho ¬
lösung diese al en Ab eiki che unbekann . L. schläg einen pla en Cho schluß mi lankie en¬
den, eben alls ge ade schließenden Kapellenpaa en im Schema Fon enay o (nach Esse : plan
be na di i ), ü den es alle dings keine Anhal spunk e gib (ande sa ige und besonde s auch
apsidiale Cho lösungen begegnen ja ge ade bei den Zis e ziense n des Backs ein - und Felds ein¬
gebie es in de 1. Häl e des 13. Jh .s du chaus noch : gl . Lehnin , Dob ilugk , Zinna , wohl u ¬
sp ünglich auch Da gun .
Diese noch omanisch zu nennende Ki chenbau e hiel nach L. um 1250 einen neuen Cho .
Auch hie ü ehlen zwa alle Belege, abe die Ve mu ung inde in den Spolien eine age
S ü ze , die 1894 aus de Südque schi wand zum Vo schein kamen , in die sie um 1300 beim
Neubau de Ki che einge üg wo den sein müssen (Kapi elle und Fo ms eine , die sons an den
Bau en des Klos e s nich begegnen ). Alle dings nimm L. diese Spolien , zusammen mi den
he lichen ühgo ischen Kapi ell -Basen des G abmal -Ok ogons im Cho umgang , an ande e
S elle seine Da legung auch ü die ehemalige Fens e gliede ung des Kapi elsaals in An¬
sp uch. (?)
Einen ela i enge en Raum nimm gegenübe de Behandlung de üb igen Bau en und de
Ve eidigung seines speziellen mi elal e lichen Fuß -Maß -Sys ems die Besch eibung und Deu¬
ung des g oßen Ki chenbaus ein, de nach dem B ande on 1291 (e wa gegen 1294) in Ang i
genommen wu de . Die Eino dnung diese äuße s wich igen Backs einbasilika in die G uppe
de g oßen Os seeki chen des 13. und 14. Jh .s, die dem anzösischen Ka hed al ypus in seine
niede ländischen Va ian e (Tou nay , U ech ) olgen , wi d — e wa in dem Sinne, wie dies schon
Dehio skizzie e — un e besonde e Beobach ung de P eile o men o genommen . Die S el¬
lung zwischen Schwe in (Dom ) und Ros ock (Ma ien ), was inne es Sys em und Cho umgang
mi Kapellenk anz be e en , eine sei s und den spä e en Bau en , auch in Skandina ien , an¬
de e sei s is deu lich he ausgea bei e . Fü den Bau ypus wich ig sind die Ta sachen , daß au
das anzösische T i o ium e zich e wi d , daß abe schon im Mi elal e die lee e Fläche zwi¬
schen den A kaden und de Fens e zone mi einem „Schein i o ium " o namen ale Gliede ung
bemal wu de ! Fe ne , daß man glaub e , S ebebögen nö ig zu haben , die man abe (wie zu o
in Cho in ) in den Sei enschi däche n e ba g . Sie wi k en sich spä e s a isch ungüns ig aus
und wu den aus Siche hei sg ünden 1885 abgeb ochen ! ■— Rä selha bleib die He kun de
Dobe ane Que hauslösung . Sie bilde ein wei e es beme kenswe o iginelles Glied in de Bau¬
schöp ung de Ab eiki che : Das Que schi e eich in eine zweischi igen Halle die Höhe des
Mi elschi s , wi d abe gegen das Mi elschi du ch „Scheina kaden " e schleie . Diese sind
464 BESPRECHUNGSTEIL EINZELNE GEBIETE
in de Fluch de üb igen Mi elschi a kaden gleichsam eingehenk e halbhohe Scheidewände
mi A kadenausschni ,eine A Ve s ebung de Zwischenp eile ,die die mäch ige Ö nung
de Vie ungsbögen zu den Que a men hin un e eilen .Zwei ellos sp ach hie ein ein kons uk¬
i e Gedanke mi ,um die gewag e Spannwei e de Vie ung abzus ü zen (man denk an die
iesige Innen e s ebung in Wells !).Man da auch an S aßbu g e inne n ,wo g undsä zlich
Ähnliches be ei s im iel äl e en Os eil des Müns e s du chge üh wu de :die Zweischi igkei
de Que haushalle .Ih en sp ich in Dobe an ja auch die Gliede ung de K euza m äume mi
je einem schlanken Mi elp eile (in S aßbu g is de südliche de be ühm e „Engelsp eile ").
Noch seh iel spä e ,im ühen 16.Jh .,gib es eine A Nach olge ü diese S aßbu ge
Que schi eilung du ch hohe „Hallenp eile "in de mäch igen spä go ischen Wall ah ski che
S .-Nicolas -de-Po bei Nancy .Gegenübe S .-Nicolas -de-Po und dem äl e en S aßbu ge
Müns e is in Dobe an das Besonde e die schon e wähn e Scheina kade aus halbhohen Zwi¬
schenbögen.Sie mag als Ve s ebung de Vie ung dienen ,is abe auch op isch wi ksam ,um die
Fluch des Mi elschi s ungehemm du ch den Que aum de K euza me zum Cho lau en zu
lassen.L.mach in diesem Zusammenhang auch au das Cho ges ühl au me ksam ,das bei den
Zis e ziense n in besonde e Länge aus dem Mi elschi übe den Vie ungs aum hinweg zum
Cho e lau end au ges ell wa .Die Dobe ane Lösung gäbe also in gewisse Weise eine Monu -
men alisie ung diese Ano dnung des Mobilia s .Wi assen hie abe ielleich auch ein —un¬
bewuß es —Zu ückg ei en au äl es e Zis e ziense -Bau endenzen .Ge ade die ühen Ki chen
des O dens om Typ Fon enay ,Bonmon und Hau e i e negie en die Vie ung und un e ¬
d ücken die Que hausa me ü die Raumwi kung ,indem sie das Mi elschi mi seine Spi z¬
onne zum Cho du chlau en lassen.
Ob Pelplin ,wie L.mein ,in de Nach olge on Dobe an eine ähnliche Que haus eilung du ch
„Hallenp eile "( eilich ohne Scheina kaden )e hiel ,ode ob Pelplin soga mi Gedanken des
„S aßbu ge Que hauses "seinem Mu e klos e Dobe an o anging (wenn man de du ch
Clasen u.a. e e enen ela i en F ühda ie ung Pelplins olgen will),wi d in de knappen
baugeschich lichen Da s ellung nich e wähn ,die auch leide zu seh au de äl e en Li e a u
zu Zis e ziense baukuns uß .Gesiche is nu die Nach olge on Da gun (bei Güs ow ),
auch eine Toch e Dobe ans ,das mi seinem Neubau de Os eile zwischen 1464—79 sich an
Dobe an anlehn .In e essan ,daß auch S .Pe i au Malmö und wah scheinlich die Lieb¬
auenki che zu Kopenhagen schon im ühen 14.Jh .zu Nach olge dieses Typus Dobe an -
Pelplin zählen .
L.bezeichne den Ki chenbau on Dobe an als den Höhepunk in de En wicklung des
Ka hed al ypus im Os see -Backs eingebie .Da übe läß sich wah scheinlich s ei en .Abe :
gewiß is Dobe ans hohe Rang und seine noch imme nich ganz ausgeschöp e Bedeu ung ü
die Baukuns im Wendischen Qua ie de Hanse ,im no ddeu schen Backs einbau de Hoch¬
go ik und speziell im Zis e ziense bauscha en .Wie Cho in un e den besonde en Bedingungen
de askanisch-b andenbu gischen Bais eina chi ek u sein spezi isch „Zis e ziensisches " o m e ,
so Dobe an un e den Vo ausse zungen de Hansebaukuns .Die kuns landscha liche Sonde¬
ung sp ich bei diesen Spi zenleis ungen no ddeu sche O densa chi ek u doch wiede ih
gewich iges Wo mi —wie auch in ande en Gegenden Eu opas .Es gib das Zis e ziensische
als Gesinnung ,abe nich als e bindliches Baugese z .Die sel same Syn hese on Backs ein¬
ka hed ale hansische P ägung und zis e ziensischem Ab eiki chengeis in hochgo ische Zei ,
die in Dobe an e eich wu de ,mach dieses Baudenkmal so aszinie end .Die kleine Sch i
hil ,als willkommene Neubea bei ung de Baugeschich e des In en a we ks on 1899 o
allem mi seinen Rekons uk ionen de Vo gänge ki che und de Gesam anlage des Klos e s
eine Lücke zu üllen und da dahe lebha beg üß we den .
We sich übe Dobe an ,übe die Ki che und übe die in ih noch imme eich e hal enen
Kuns we ke ,G abdenkmäle und Auss a ungss ücke eine lebendige Anschauung e scha en
POMMERN 465
will,de möge in E gänzung zu A bei on L.nach dem as gleichzei ig e schienenen Bändchen
on Gün e Gloede ,Das Dobe ane Müns e ,E angelische Ve lagsans al ,Be lin 1960,g ei en ,
•das mi seine eichen Bebilde ung ein a biges Mosaik diese bedeu enden Kuns s ä e gib .
Saa b ücken J.A.Schmoll gen.Eisenwe h