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Kompiuterija ir jos pagrindiniai terminai

Angelė Kaulakienė; Vytautas Valiukėnas

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ÜBERLEGUNGEN, VORSCHLÄGE Angelė KAULAKIENĖ, Vytautas VALIUKĖNAS COMPUTERWESEN UND SEINE GRUNDBEGRIFFE In einer Ausgabe der Zeitung „Lietuvos rytas“ wurde geschrieben, dass weder das kürzlich in Litauen erschienene „Erklärende Wörterbuch des Computerwesens“ von K. V. Paulauskas und R. Jasinevičius noch das etwas später veröffentlichte erläuternde Glossar „Informatik und Computerausrüstung“ von V. Dagys, A. Klušaitė und A. Žandaris die Alltagssprache der Computerspezialisten und gewöhnlichen Computerbegeisterten bislang verändert habe [1]. Zweifellos hat es sie noch nicht verändert und wird dies wohl auch nicht so bald tun. Im Allgemeinen wird die litauische Terminologie des Computerwesens im Vergleich zur Terminologie anderer Wissenschaften auf etwas ungewöhnliche Weise entwickelt. Die ersten Rechenstellen wurden in Litauen um 1960 eingerichtet; Ende 1969 waren bereits 200 Rechenbüros und 30 Rechenstationen in Betrieb, es wurden 11.000 Tastaturen und 79 Anlagen von Lochkarten-Rechenmaschinen verwendet. In Rechenzentren begann man, zur Verarbeitung verschiedener Informationen Lochkarten-Rechenanlagen sowie leistungsstarke und schnelle elektronische programmgesteuerte Rechenmaschinen einzusetzen [2]. Mit der neuen Rechentechnik kamen auch viele neue Geräte, Vorrichtungen und Bauteile sowie Besonderheiten ihrer Funktionsweise und Arbeitsabläufe hinzu, die benannt werden mussten. Die Fachleute stießen auf einen offensichtlichen Mangel an litauischen Fachbegriffen für Rechentechnik. Diese Lücke wurde damals teilweise durch das 1971 veröffentlichte „Russisch-litauisch-englische Wörterbuch der Fachbegriffe für Rechentechnik“ geschlossen, das lange Zeit wohl das einzige seiner Art war. In den letzten Jahren hat der Zustrom zahlreicher neuer Begriffe des Computerwesens, über die sich oft nicht einmal die Fachleute selbst einig sind, ein weiteres Problem aufgeworfen: Welcher Begriff soll gewählt werden – ein Lehnwort oder ein litauisches Äquivalent, oder sollen beide abwechselnd verwendet werden? Diese Situation spiegelt sich in der Terminologie der Rubrik „Kompiuterika“ der Zeitung „Lietuvos rytas“, in Lehrbüchern [3–5] sowie in den neuesten Wörterbüchern des Computerwesens [6–7] wider. Sie enthält zahlreiche Lehnwörter, Synonyme und Varianten. Somit ist die gegenwärtige Phase der Terminologie des Computerwesens gleichsam 56 die Anfangsphase ihrer Herausbildung, deren wichtigste Merkmale Synonymie und Variantenreichtum sind. Teilweise werden diese auch durch andere Sprachen bedingt. Wie im Vorwort des „Erklärenden Wörterbuchs des Computerwesens“ [7] ausgeführt wird, entstehen in vielen Forschungszentren und Laboratorien gleichzeitig zahlreiche gleiche oder sehr ähnliche Begriffe, doch werden sie häufig unterschiedlich benannt. Besonders viele synonyme Fachbegriffe des Computerwesens gibt es im Englischen, da die englischsprachigen Länder Pioniere auf diesem Gebiet sind. Andererseits ist die Fülle englischer Synonyme auch darauf zurückzuführen, dass es in England und den USA keine staatlichen Einrichtungen zur Normierung der Wissenschafts- und Techniksprache gibt [7]. Die Synonymie und der Variantenreichtum in der Anfangsphase der Herausbildung der litauischen Terminologie des Computerwesens sind also ein natürlicher Entwicklungsvorgang. Deshalb braucht man wohl nicht allzu besorgt oder verärgert zu sein, wenn in einem Wörterbuch für einen benannten Bestand von Daten, die in einem externen Speicher abgelegt sind, die Begriffe byla, rinkmena [6], in einem anderen hingegen failas, rinkmena [7] vorgeschlagen werden. Erst die Zeit wird zeigen, welche dieser synonymen Bezeichnungen sich durchsetzen. Die Benutzer werden eine Wahl treffen können. Doch was soll man tun, wenn es nichts auszuwählen gibt, wenn einem Fremdwörter geradezu aufgedrängt werden, zum Beispiel hostai, vgl. engl. hosts, formatavimas, vgl. engl. formatting, portas, vgl. engl. port, routeris, vgl. engl. router, svopingas, vgl. engl. swapping usw. In diesem Artikel möchten wir einige ausgewählte Fragen erörtern und über den einen oder anderen Fachbegriff des Computerwesens nachdenken. 1. Computerwesen oder Computertechnik Gegenwärtig werden zur Bezeichnung des Wissenschafts- und Technikbereichs, der den Entwurf, die Herstellung, den Betrieb von Computern usw. umfasst, zwei Begriffe verwendet – Computerwesen und Computertechnik. Welcher davon sollte gewählt werden? Es scheint, dass die Urheber des Begriffs kompiuterika an das englische Wort computer die französische Endung -ique angefügt haben, die gewöhnlich zur Bildung von Adjektiven verwendet wird, zum Beispiel chimie (lit. chemija) – chimique (lit. cheminis), économie (lit. ekonomija) – économique (lit. cheminis, ekonominis) usw. Im Laufe der Zeit wurden einige dieser Adjektive im Französischen zu Substantiven, zum Beispiel électronique (lit. elektronika), balistique (lit. balistika) usw. 57 Aus dem Französischen gelangten sie ins Litauische, Russische und andere Sprachen. Im Lehrbuch „Kompiuterika“ [4] heißt es: „Der vorgeschlagene Begriff fügt sich gut in das gesamte System analoger Begriffe ein: Technik, Wirtschaft, Informatik, Mathematik usw.“ Diese Behauptung sollte man in Zweifel ziehen. Erstens hängen die genannten Begriffe mit Wörtern aus dem Griechischen (technikos, oikonomikē (technē), mathēmatikē < mathēma) und Lateinischen (informare) zusammen, deren französische Entsprechungen technique, économique, informatique, mathématique. lauten. Zweitens verwenden die Franzosen zur Bezeichnung dieses Wissenschaftsbereichs den Begriff science des ordinateurs [9]. Folglich bilden wir einen französischen Begriff und versuchen, ihn mit analogen, tatsächlich existierenden Bezeichnungen für Wissenschaftsbereiche zu rechtfertigen. Im Englischen werden die Begriffe computer science „Computerwissenschaft, d. h. ein Wissenschafts- und Technikzweig, der elektronische Rechenmaschinen und die Prinzipien ihrer Verwendung untersucht“ [10–12], sowie computing „Anwendung von Computern“ [10] verwendet. Wenn wir die Wortverbindung Computerwissenschaft und -technik nicht verwenden wollen, könnten wir den Begriff Computerwesen wählen; vgl. auch engl. engineering, frz. ingénierie [9], lit. inžinerija. Daher sollte dem Begriff Computerwesen der Vorzug gegeben werden. 2. Bezeichnungen für Computertypen Ein Teil der Bezeichnungen für Computertypen ist noch nicht gefestigt, zum Beispiel tragbarer oder portabler Computer, persönlicher oder Personalcomputer. Gestützt auf die Worte unseres Terminologiepioniers Prof. S. Šalkauskis, dass eine Entlehnung „für terminologische Zwecke vor allem dann gerechtfertigt ist, wenn der benötigte Begriff weder durch die Anpassung eines Wortes aus der Umgangssprache noch durch die Bildung eines neuen Begriffs mittels Zusammensetzung oder Ableitung gewonnen werden kann“ [13], können wir in diesem Fall ohne Zweifel litauische Entsprechungen vorschlagen. Folglich ist das entlehnte typbestimmende Glied personalinis im zusammengesetzten Begriff personalinis durch die litauische Entsprechung asmeninis zu ersetzen. Im Englischen wird ein solcher Computer mit zwei Synonymen bezeichnet: personal computer und private computer [11], im Französischen sogar mit drei: ordinateur personnel, ordinateur individuel und ordinateur privé [9]. Anstelle des Begriffs portatyvusis kompiuteris sollte nešiojamasis verwendet werden. 58 Computer. Zur Gruppe der Personalcomputer gehören Heimcomputer, vgl. engl. Heimcomputer, franz. Heimcomputer, (flache) Desktopcomputer, vgl. engl. Desktopcomputer, franz. tragbarer Computer, Laptops, vgl. engl. tragbarer Computer, Laptop, Notebook, franz. tragbarer Computer usw. Derzeit wird versucht, mit dem Partizip nešiojamas, -a drei englische Wörter mit unterschiedlichen Bedeutungen zu ersetzen. Das vom Verb nešioti abgeleitete Partizip nešiojamas, -a würde vielleicht am besten dem englischen Wort portable oder dem französischen Wort portatif. Der englische Ausdruck laptop computer bedeutet „auf den Knien platzierbarer Computer“. Man könnte ihn Schoßcomputer nennen. Dies ist ein eigenständig mit Strom versorgter tragbarer Computer mit einer Masse von 4–5 kg. Notebook computer sollte als Taschencomputer bezeichnet werden. Notebook computer ist synonym mit hand-held computer [10]. Neben den genannten Computern kann man noch den Großrechner erwähnen, der manchmal Universalcomputer genannt wird, vgl. engl. mainframe c., den eingebetteten Computer, vgl. engl. embedded c., den Hilfscomputer, vgl. engl. satellite c., den Hauptcomputer, vgl. engl. host c., master c., source c., den Slave-Computer, vgl. engl. slave c., den Schnittstellencomputer, vgl. engl. interface c., den Zielcomputer, vgl. engl. target c., object c., den Steuercomputer, vgl. engl. control c., den professionellen Computer, vgl. engl. work-station, der gewöhnlich leistungsfähiger als ein Personal Computer ist und zur Automatisierung eines Arbeitsplatzes dient. Er wird auch Arbeitsstation genannt. In jüngster Zeit ist in der Presse auch bereits der Netzwerkcomputer aufgetaucht, vgl. engl. network computer. 3. Begriffe für Computergeräte Gewöhnlich sind mit einem Computer auch zahlreiche andere Geräte verbunden, die Peripheriegeräte genannt werden, vgl. engl. peripheral device, peripheral, frz. dispositif périphérique. 3.1. Dazu zählen der Drucker, vgl. engl. printer, der Scanner, vgl. engl. scanner, und der Leser, vgl. engl. reader, frz. lecteur, der Plotter, vgl. engl. plotter, die Tastatur, vgl. engl. keyboard, die Maus, vgl. engl. mouse, frz. souris, usw. Drucker sind Nadeldrucker, vgl. engl. dot-matrix printer, stylus 59 printer, wire printer, Trommeldrucker, vgl. engl. barrel printer, drum printer, elektrische Thermodrucker, vgl. engl. electrothermal printer, elektrografische Drucker, vgl. frz. imprimante électrographique, elektrostatische Drucker, vgl. engl. electrostatic printer, Endstellendrucker, vgl. frz. imprimante terminale, Banddrucker, vgl. engl. band printer, Laserdrucker, vgl. engl. laser printer, Matrixdrucker, vgl. engl. matrix printer, anschlagfreie Drucker, vgl. engl. non-impact printer, Tintenstrahldrucker, vgl. engl. ink-jet printer, Anschlagdrucker, vgl. engl. impact printer, Thermodrucker, vgl. engl. thermal printer, Typenraddrucker (oder Drucker mit „Gänseblümchenrad“ [3]), vgl. engl. daisy-wheel printer, petal printer, frz. imprimante à marguerite, imprimante à rosace, Schnelldrucker, vgl. frz. imprimante rapide, usw. Im Allgemeinen können Drucker einfarbig sein, vgl. engl. monochrome printer, und mehrfarbig, vgl. engl. color printer. Einfarbige Drucker drucken Text nur in einer Farbe, mehrfarbige hingegen können in mehreren Farben drucken. Wir meinen, dass man den englischen Ausdruck color printer als Farbdrucker bezeichnen könnte. Ein deutsches Äquivalent des englischen Begriffs display könnte eine Ableitung vom Verb vaizduoti „darstellen, ein Bild (durch Bilder) zeigen“ [14] sein: Bildanzeigegerät, da es sich um ein „Gerät zur Darstellung von Text- und Grafikdaten“ [10] handelt. Das Peripheriegerät, das auf Englisch scanner heißt, sollte man in der Informatik Lesegerät nennen, nicht Scanner. Dieses englische Wort ist mehrdeutig. In einigen technischen Fachgebieten (z. B. der Oszillografie) bezeichnet es eine Ablenkvorrichtung oder einen Ablenker, im Funkverkehr (z. B. in der Radiolokation) ein Suchgerät oder einen Sucher, in der Informatik einen lexikalischen Analysator. Außerdem bezeichnet man in der Informatik und der Faksimileübertragung als scanner Geräte, die Schrift erkennen und einlesen, während Ablenk- und Suchvorgänge stattfinden. Ein Gerät mit diesem Zweck sollte man Einlesegerät oder Leser nennen. Doch skaitys wäre besser für ein Gerät geeignet, das auf Englisch reader, auf Französisch lecteur und auf Russisch читающее устройство, устройство считывания genannt wird. Somit wäre das litauische Äquivalent des englischen Begriffs scanner skaitytuvas. Es gibt Flachbett-, Miniatur- und tragbare sowie andere Scanner. Lesegeräte werden häufig in computergestützten Warenwirtschaftssystemen in Geschäften, Lagern und anderswo verwendet, um Warenbezeichnungen, Produktmasse oder -menge, deren Preis usw. zu erfassen. 60 zur Bestimmung der Meter. 3.2. Zu den externen Geräten gehören auch die sogenannten Endgeräte, vgl. engl. terminal. Der Benutzer oder Bediener eines Endgeräts interagiert mit dem Rechensystem. Zu den Endgeräten zählen Geräte zur Eingabe oder Ausgabe von Informationen oder Daten (Tastatur, Bildschirm, Drucker). Mehrere Computer und Endgeräte können zu einem gemeinsamen System verbunden werden, d. h. es kann ein Computernetzwerk eingerichtet werden, vgl. engl. computer network. Wenn mehrere Personalcomputer miteinander verbunden sind, wird ein solches Netzwerk als Personalcomputernetzwerk bezeichnet, vgl. engl. personal computer network. Diese werden weiter in lokale, vgl. engl. local area network, LAN, globale oder internationale, vgl. engl. wide area network, WAN, globale, vgl. engl. global computer network, frz. réseau global, Computernetzwerke zur Datenübertragung, vgl. engl. data network und andere Netzwerke unterteilt. Nach den Verfahren der Datenübertragung werden lokale Netzwerke in solche mit Direktübertragung (Basisbandübertragung), vgl. engl. baseband LAN, frz. réseau local à la base de bande, und solche mit Breitbandübertragung (Übertragung über einen modulierten Träger), vgl. engl. broadband LAN, frz. réseau à large bande, Netzwerke unterteilt. In Computernetzwerken wird jedes Gerät, das Daten sendet oder empfängt, als Endgerät bezeichnet. Daher gibt es wesentlich mehr Arten von Endgeräten als die genannten. Dazu gehören Eingabe- und Ausgabegeräte, vgl. engl. dumb terminal, Druckterminals, vgl. engl. hard-copy terminal, Grafikterminals, vgl. engl. graphics terminal, Editierterminals, vgl. engl. editing terminal, Textterminals, vgl. engl. alphanumeric terminal, character terminal, Bedienerterminals, vgl. engl. console terminal, control terminal, Paketterminals, vgl. engl. packet-mode terminal, Terminals zur Paketverarbeitung, vgl. engl. remote batch terminal, Slave-Terminals, vgl. engl. slave terminal, Bildterminals, vgl. engl. CRT terminal, video terminal, Fernterminals, remote terminal, Spezialterminals oder aufgabenspezifische Terminals, vgl. engl. job-oriented terminal, Kassenterminals, vgl. engl. point-of-sale, POS terminal, intelligente Terminals, vgl. engl. intelligent terminal, virtuelle Terminals, vgl. engl. virtual terminal und andere Endgeräte. Für den Aufbau von Computernetzwerken werden Koaxial-, Glasfaser-, Twisted-Pair- und andere Kabel, Zwischenadapter, vgl. engl. adap- 61 ter, device adapter, Netzwerk-Schnittstellengeräte, vgl. engl. gateway, die man als Netzwerk-Gateways bezeichnen könnte, Dateiserver, vgl. engl. file server, frz. serveur de fichiers, entfernte Dateiserver, vgl. engl. remote file server, Druckerserver, vgl. engl. print server, Kommunikationssteuerungen, vgl. engl. communication controller und andere Geräte. Zu den Netzwerk-Schnittstellengeräten oder Netzwerk-Gateways gehören Schnittstellenbrücken, vgl. engl. bridge, und Schnittstellenfilter, vgl. engl. filter. Ein Netzwerk-Schnittstellengerät oder Gateway stellt die Verbindung zwischen Netzwerken her. Eine Schnittstellenbrücke stellt die Verbindung zwischen lokalen Netzwerken an verschiedenen Standorten her, ein Schnittstellenfilter dagegen die Verbindung zwischen zwei lokalen Netzwerken desselben Typs. Dieses empfängt Daten aus einem lokalen Netzwerk, speichert sie und leitet sie an ein anderes lokales Netzwerk weiter. Das Netzwerk wird von einem zentralen Steuercomputer verwaltet, vgl. engl. server, den man einfach als Steuergerät bezeichnen könnte. Daten gelangen von der Quelle (oder dem Sender) zum Empfänger über einen bestimmten Teil des Netzwerks, der als Übertragungsweg oder Route bezeichnet wird, vgl. engl. route, frz. route, chemin. Ein Übertragungsweg oder eine Route ist die Gesamtheit der Mittel eines Datenübertragungsnetzes, über die Daten von der Quelle zum Empfänger übertragen werden. Mit diesem Begriff werden weitere zusammengesetzte Begriffe gebildet, d. h. Weg- oder Routen-auswahl, vgl. engl. routing, frz. routage, sowie Weg- oder Routenverteiler, vgl. engl. router, frz. router. Ein Weg- oder Routenverteiler ist ein Gerät, das Daten von einem Netzwerkpunkt zu einem anderen weiterleitet und die besten Übertragungswege (Routen) sowie optimale Parameter der Datenströme auswählt. 3.3. Über Computernetzwerke kann schriftliche Information ausgetauscht werden. Dies wird Computerpost genannt, vgl. engl. computer mail, oder elektronische Post, vgl. engl. electronic mail, e-mail. Die Franzosen verwenden einen einzigen Begriff, courrier électronique, der „elektronische Korrespondenz“ bedeutet, d. h. den Austausch von Briefen oder anderen schriftlichen Informationen mittels elektronischer Geräte und Computern, die an allgemeine oder weltweite Computernetzwerke angeschlossen sind. In der litauischen Computerterminologie setzt sich derzeit der Begriff elektronische Post durch. 3.4. Daten (oder Informationen) werden in Geräten gespeichert und verarbeitet, die in der litauischen Literatur als Speicher bezeichnet werden, vgl. engl. memory, storage, franz. mémoire. Viele Autoren werfen an einer Stelle zu- 62 sammen, was Speicher, d. h. Erinnerungsvermögen, und ein elektronisches Gerät, in dem Wissen und Daten über eine Sache oder ein Ereignis enthalten sind, betrifft. Ein solches in der Computertechnik verwendetes Gerät sollte treffender als Speichereinheit bezeichnet werden. Es gibt verschiedene Typen. Dazu gehören Halbleiter-Speicher, vgl. engl. semiconductor memory, integrierter Speicher, vgl. franz. mémoire intégrée, Diodenspeicher, vgl. franz. mémoire à diodes, Ferritspeicher, vgl. franz. mémoire à ferrite, magneto-optischer Speicher, vgl. franz. mémoire magnéto-optique, optoelektronischer Speicher, vgl. franz. mémoire opto-électronique, Plattenspeicher, vgl. engl. disk storage, statischer Speicher, vgl. engl. static memory, dynamischer Speicher, vgl. engl. dynamic memory, interner Speicher, vgl. engl. internal memory, externer Speicher, vgl. engl. auxiliary memory, external memory, external storage, peripheral storage, backing storage, Hauptspeicher, vgl. engl. main memory, franz. mémoire primaire, mémoire principale, Zusatzspeicher, vgl. engl. add-in memory, Schnellspeicher, vgl. engl. immediate access memory, nichtflüchtiger Speicher, vgl. engl. non-volatile memory, flüchtiger Speicher, vgl. engl. volatile memory, Einmalspeicher, vgl. engl. writeonce memory, Arbeitsspeicher, vgl. franz. mémoire opérationnelle, mémoire opératrice, Hochleistungsspeicher, vgl. engl. cache memory, scratchpad memory, franz. mémoire cachable, mémoire cache, Bildspeicher, vgl. engl. image memory, Nur-Lese-Speicher, vgl. engl. read-only memory, Direktzugriffsspeicher, vgl. engl. random-access memory, programmierbarer Nur-Lese-Speicher, vgl. engl. programmable read-only memory, u. a. Speichereinheiten. 4. Geschwindigkeit und Leistungsrate In der Presse kann man lesen und im Radio oder Fernsehen hören: „Die Firma hat ihren schnellsten Supercomputer verkauft“, „Der Computer ist sehr schnell“, „Daten werden mit einer Geschwindigkeit von 5 Mb/s übertragen“, „Die Lesegeschwindigkeit von CDs nimmt zu“ und Ähnliches. In all diesen Beispielen sollte das Wort Geschwindigkeit durch das Wort Leistungsrate ersetzt werden. Schließlich bewegt sich ein Computer nicht; seine Position im Raum verändert sich nicht, d. h., seine Geschwindigkeit ist gleich null. Gemeint ist die Leistungsrate seines Betriebs, also die Zahl der in einer Zeiteinheit ausgeführten Operationen (oder Ereignisse). Daher sollten die genannten Formulierungen wie folgt korrigiert werden: Die Firma hat ihren leistungsfähigsten Computer verkauft; die Lesegeschwindigkeit von CDs nimmt zu usw. Durch die Terminologisierung des Wortes Leistungsrate ließen sich damit auch viele weitere zusammengesetzte Fachbegriffe bilden, z. B.: Daten-(Informa- 63 tions-)übertragungsrate, Schreib-, Lese- oder Druckrate, ein Laufwerk mit doppelter oder vierfacher Geschwindigkeit und Ähnliches. 5. Zeit und Dauer Die Begriffe Zeit und Zeitraum (Dauer) sollten nicht verwechselt werden. In der Literatur finden sich häufig zusammengesetzte Fachbegriffe wie Zugriffszeit, Abtastzeit, Auswahlzeit und Ähnliches. Treffender wäre es, Zugriffsdauer, Auswahldauer, Verbindungsdauer, Beobachtungsdauer, Daten-(Informations-)übertragungsdauer, Schreib- oder Lesedauer, Abtastdauer, Ausführungsdauer eines Befehls oder Programms usw. zu schreiben und zu sagen. Literatūra 1. Burgis B. Kada žodynų terminai prigis kalboje? / Lietuvos rytas, 1996 m. balandžio 29 d., Nr.99. 2. Kulvietis P. Gamybos mokslinis techninis potencialas ir jo efektyvumas. V., 1972. 3. Viljamas R., Maklynas K. Kompiuteriai mokykloje / Vertė V.Dagys, M.Žukaitė. K., 1989. 4. Burgis B., Čirica V., Kulikauskas A., Lašienė A., Smolinskas J. Kompiuterika. K. 1994. 5. Kovertaitė V.R. Internet. K., 1995. 6. Informatika ir kompiuterių įranga: Aiškinamasis anglų-lietuvių kalbų terminų žodynėlis / Parengė V.Dagys, A.Klupšaitė, A.Žandaris. V., 1995. 7. Paulauskas K.V., Jasin(evičius) R. Aiškinamasis kompiuterijos žodynas. K., 1995. 8. Petit Larousse illustré. Paris, 1972. 9. Боровкова А.Л. Французско-русский словарь по информатике и вычислительной технике. М., 1994. 10. Борковский А.Б. Англо-русский словарь по программированию и информатике (с толкованием). М., 1992. 11. Кузьмич Н.М., Никитин В.П. Англо-русский словарь по радио- и микроэлектронике. Минск, 1994. 12. Толковый словарь по вычислительным системам. М., 1989. 13. Šalkauskis S. Raštai. V., 1991.T.2. 14. Dabartinės lietuvių kalbos žodynas. / Vyr.red.St.Keinys. V., 1993. 64