Eponiminiai aprangos terminai „Aiškinamajame aprangos terminų žodyne“
Abstract
Straipsnyje nagrinėjami Stanislovo Algimanto Ratauto, Eugenijos Strazdienės ir Ados Gulbinienės parengtame Aiškinamajame aprangos terminų žodyne (2014) rasti eponiminiai aprangos terminai. Remiantis lietuvių ir užsienio kalbininkų darbais, aptariama eponimo ir eponiminio termino samprata, minimi dažniausi eponiminių terminų trūkumai ir privalumai. Daroma išvada, kad nors eponiminiai aprangos terminai yra gana reti, tačiau jie papildo aprangos terminiją ir yra labai svarbūs, kai kuriais atvejais – vieninteliai aprangos sąvokų pavadinimai. Daugiausia rasta antroponiminės ir toponiminės kilmės aprangos terminų. Vyrauja iš vyriškų pavardžių kilę terminai. Eponiminiai aprangos terminai yra visateisiai terminai greta neeponiminių terminų.
Full text
doi.org/10.35321/term30-6
Eponymische Bekleidungsbegriffe
Im Erklärenden Wörterbuch der Bekleidungsbegriffe
Eponymische Bekleidungsbegriffe in
Erklärendes Wörterbuch der Bekleidungsbegriffe
(Erklärendes Wörterbuch der Bekleidungsfachbegriffe)
AUŠRA RIMKUTĖ-GANUSAUSKIENĖ
Institut für die litauische Sprache
ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0001-8655-7333
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die eponymischen Bekleidungsfachbegriffe, die im von Stanislovas Algimantas Ratautas, Eugenija Strazdienė und Ada Gulbinienė erarbeiteten Aiškinamajame aprangos terminų žodyne (2014) zu finden sind. Auf der Grundlage von Arbeiten litauischer und ausländischer Sprachwissenschaftler werden die Begriffe Eponym und eponymischer Fachbegriff erläutert sowie die häufigsten Nachteile und Vorteile eponymischer Fachbegriffe genannt. Es wird festgestellt, dass eponymische Bekleidungsfachbegriffe zwar relativ selten sind, die Bekleidungsfachterminologie jedoch ergänzen und sehr wichtig sind; in einigen Fällen sind sie die einzigen Bezeichnungen für Bekleidungskonzepte. Am häufigsten fanden sich Bekleidungsfachbegriffe anthroponymischer und toponymischer Herkunft. Es überwiegen Begriffe, die von männlichen Familiennamen abgeleitet sind. Eponymische Bekleidungsfachbegriffe sind neben nicht-eponymischen Fachbegriffen vollwertige Fachbegriffe.
SCHLÜSSELWÖRTER: eponymischer Fachbegriff, Eponym, Bekleidungsfachbegriff, Metonymisierung, Onym.
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die eponymischen Bekleidungsfachbegriffe, die im Aiškinamasis aprangos terminų žodynas (2014; Erklärendes Wörterbuch der Bekleidungsfachbegriffe) zu finden sind, das von Stanislovas Algimantas Ratautas, Eugenija Strazdienė und Ada Gulbinienė erarbeitet wurde. Ausgehend von Arbeiten litauischer und ausländischer Sprachwissenschaftler werden die Begriffe Eponym und eponymischer Fachbegriff erläutert sowie die häufigsten Nachteile und Vorteile eponymischer Fachbegriffe genannt. Es wird festgestellt, dass eponymische Bekleidungsfachbegriffe zwar relativ selten sind, die Bekleidungsfachterminologie jedoch ergänzen und sehr wichtig sind: In einigen Fällen sind sie die einzigen Bezeichnungen für Bekleidungskonzepte. Die meisten der gefundenen eponymischen Bekleidungsfachbegriffe beruhen auf Anthroponymen
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Eponiminiai aprangos terminai
Aiškinamajame aprangos terminų žodyne
und Toponymen. Es überwiegen Begriffe, die von männlichen Familiennamen abgeleitet sind. Eponymische Bekleidungsfachbegriffe sind neben nicht-eponymischen Fachbegriffen vollwertige Fachbegriffe.
SCHLÜSSELWÖRTER: eponymischer Fachbegriff, Eponym, Bekleidungsfachbegriff, Metonymisierung, Onymus.
EINLEITUNG
In den letzten Jahren haben eponymische Fachbegriffe aus verschiedenen Fachgebieten das Interesse litauischer Sprachwissenschaftler geweckt. Kazimieras Gaivenis erwähnt eponymische Begriffe aus der Chemie (Gaivenis 2014 [1993]: 383; [1996]: 227) und Technik (Gaivenis 2014 [1994]: 392), Angelė Kaulakienė eponymische physikalische Fachbegriffe (Kaulakienė 2009: 69), Nijolė Litevkienė untersucht eponymische anatomische Fachbegriffe (Litevkienė 2006; 2010), Laimutė Kitkauskienė eponymische Fachbegriffe aus Architektur, Kunst und Bauwesen (Kitkauskienė 2011), und Jurgita Mikelionienė (2017) behandelt die Umwandlung von Onymen (Eigennamen) in eponymische Fachbegriffe. Umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zum Phänomen der Eponymie in der Terminologie fehlen jedoch noch auf Litauisch. Weitaus häufiger wird die Entstehung eponymischer Fachbegriffe aus Eigennamen als Quelle für die Terminologie eines bestimmten Fachgebiets in Arbeiten ausländischer Wissenschaftler erörtert. Artikel über Eponyme und eponymische Fachbegriffe haben die lettischen Sprachwissenschaftler Baiba Bankava (2011b; 2013) und Ojārs Bušas (2013) veröffentlicht. 2011 verteidigte B. Bankava (2011a) ihre Dissertation Eponīmi latviešu valodā: lingvistiskais aspekts (Eponimai latvių kalboje: lingvistinis aspektas), in der sie auch eponymische Fachbegriffe erwähnt, die in verschiedenen Bereichen verwendet werden. Linda Pietė (2007) und Linda Kurmiņa (2010) untersuchen eponymische Pflanzennamen im Litauischen und Lettischen; Pavelas Nečas und Petras Hejna befassen sich mit eponymischen rechtsmedizinischen Fachbegriffen (Nečas, Hejna 2012), Eva Schwarzová mit eponymischen Fachbegriffen aus Physik, Chemie und Medizin (Schwarzová 2013), Judyta Męžyk mit eponymischen Tanzfachbegriffen (Męžyk 2020) und andere. Neben den Artikeln sind auch lexikografische Quellen von Bedeutung. 2015 erschien das von Mindia und David Kasradzė erarbeitete litauischsprachige Wörterbuch Traumatologijos ir ortopedijos eponimai: simptomai ir sindromai. Die bereits erwähnte B. Bankava ist Herausgeberin lettischer Eponymwörterbücher: Eponīmu vārdnīca (Rīga, 2007) und Jaunā eponīmu vārdnīca (Rīga, 2012). Eponymwörterbücher gibt es auch in anderen Sprachen, zum Beispiel: Cyrilo Leslie’o Beechings A Dictionary of Eponyms (1988), Mortono S. Freemano A New Dictionary of Eponyms (2002), Władysławo Kopalińskio Słownik eponimów czyli wyrazów odimiennych (2008) und weitere.
Gegenstand dieses Artikels sind die eponymischen Bekleidungsfachbegriffe, die im Aiškinamajame aprangos terminų žodyne (2014) von Stanislovas Algimantas Ratautas, Eugenija Strazdienė und Ada Gulbinienė verzeichnet sind. Sie werden im Artikel untersucht
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um die wichtigsten Faktoren aufzudecken, die das Entstehen eponymischer Termini im Bekleidungsbereich bestimmen. Zur Erreichung dieses Ziels werden folgende Aufgaben gestellt: 1) den Begriff des eponymischen Terminus theoretisch zu erläutern; 2) die in der Quelle gefundenen, von litauischen Terminologen bislang nicht untersuchten eponymischen Bekleidungstermini nach dem Verhältnis der Onyme zu den bezeichneten Objekten zu erörtern; 3) die Stellung eponymischer Bekleidungstermini im System der Bekleidungstermini zu bestimmen. Somit ermöglichen die zur Erreichung des Ziels gestellten Aufgaben, den Untersuchungsgegenstand auf zwei Ebenen zu analysieren: theoretisch und praktisch, und dadurch die häufigsten Ursachen für das Entstehen eponymischer Bekleidungstermini sowie ihre Rolle und Bedeutung im System der Bekleidungstermini herauszuarbeiten. Bei der Untersuchung eponymischer Bekleidungstermini werden analytisch-deskriptive und vergleichende Methoden angewandt. Es ist zu erwarten, dass diese Studie aufgrund ihrer Neuartigkeit nicht nur für Fachleute der Bekleidungswissenschaft, sondern auch für Übersetzer, Redakteure und andere, die sich mit der Auswahl von Bekleidungstermini oder deren Gebrauch im Allgemeinen befassen, von Interesse sein wird.
DER BEGRIFF DES EPONYMISCHEN TERMINUS
In der litauischen Sprachwissenschaft wird der Terminus Eponym (gr. eponymos – jemandem seinen Namen gebend) selten verwendet. In Wörterbüchern der Fremdwörter wird damit „der Name einer Person oder Sache, nach der etwas benannt wird“ bezeichnet (TŽŽ 2001: 213; 2013: 231). Im von Kazimieras Gaivenis und Stasys Keinys erstellten Wörterbuch der sprachwissenschaftlichen Termini wird der Begriff anders definiert: Als Eponym gilt dort ein „Ortsname aus einem Personennamen“ (Gaivenis, Keinys 1990: 59). Wie ersichtlich, unterscheiden sich die in den Wörterbüchern angeführten Begriffsbestimmungen geringfügig. Im ersten Fall gilt als Eponym der Name, nach dem etwas benannt wird; so werden beispielsweise hochhackige Schuhe nach dem Namen des spanischen Schuhdesigners Manolo Blahnik Manolos genannt. Als Eponym gilt somit der Name Manolo (ein Eigenname). Im zweiten Fall gilt als Eponym ein Ortsname (Eigenname), der aus einem Eigennamen (Vorname, Familienname, Spitzname u. Ä.) hervorgegangen ist, mit dem eine Person bezeichnet wird. So entstand beispielsweise der Ortsname Giedraičiai aus dem Familiennamen Giedraitis; das als Eponym geltende Wort ist also ein Ableitungsprodukt. J. Mikelionienė bezeichnet solche Eigennamen als Eponyme, „die zu Termini werden“ (Mikelionienė 2017: 127). Ausgehend von dieser Begriffsbestimmung lässt sich erkennen, dass die Wissenschaftlerin ihr Augenmerk vor allem nicht auf das als Eponym geltende Eigenwort selbst, sondern auf die Appellativierung richtet, d. h. auf den Prozess, bei dem ein Eigenname zu einem Terminus wird.
Bei der Analyse des Eponymbegriffs in den Arbeiten ausländischer Linguisten zeigt sich, dass es auch hier keine einheitliche klare Eponym-Konzeption gibt. David Crystal zufolge ist ein Eponym „eine Person, nach der etwas benannt ist
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(z. B. eine Erfindung oder ein Ort), ein Name; auch als Appellativum bezeichnet“ (Crystal 2008: 173). Seine Begriffsbestimmung stimmt somit mit den Angaben in den Wörterbüchern der Fremdwörter sowie im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, DWDS; siehe Tabelle 1) und im Wörterbuch der Literaturbegriffe (LT; ebenda) überein.
Im Oxford learner’s dictionary gilt als Eponym „eine Person oder Sache oder die Bezeichnung einer Person oder Sache, nach der ein Ort, eine Erfindung, eine Entdeckung u. Ä. benannt ist“ (OLD; siehe Tabelle 1). Im Cambridge Dictionary wird es ebenso mehrdeutig definiert: Als Eponym gilt sowohl die Sache oder Person selbst als auch die Bezeichnung der Sache oder Person: „<...> die Bezeichnung eines Objekts oder einer Tätigkeit, die zugleich der Name der Person ist, die das Objekt zuerst hergestellt oder die Tätigkeit zuerst ausgeübt hat“ (CD; siehe Tabelle 1). In diesen Wörterbüchern gelten folglich sowohl die Namensgeber selbst (Sachen (Objekte), Personen usw.) als auch aus dem Namen des Namensgebers gebildete Wörter als Eponyme.
Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, werden im Merriam-Webster-Wörterbuch (Merriam-Webster, MW) zwei Bedeutungen von Eponym angegeben. Die zweite Bedeutung wird, anders als in den zuvor genannten Quellen, mit im medizinischen Bereich verwendeten Arzneimittel- oder Krankheitsbezeichnungen in Verbindung gebracht, die als Eponyme gelten, oder mit Eponymen, die aus Arzneimittel- oder Krankheitsbezeichnungen hervorgegangen sind. Allgemein ist festzuhalten, dass die Medizin zu den Bereichen gehört, in denen es wohl besonders viele Eponyme gibt. Tatiana Canziani zufolge gelten in der Medizin Wörter als Eponyme, die Syndrome, Krankheiten, Verletzungen, chirurgische Verfahren, klinische Zeichen u. a. bezeichnen und sich vom Vor- oder Familiennamen der Person ableiten, die diese Sachverhalte zuerst beschrieben hat; seltener stammen sie vom Vor- oder Familiennamen des Patienten, bei dem ein bestimmtes klinisches Zeichen, eine Krankheit u. Ä. erstmals beschrieben wurde (Canziani 2011: 227).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Eponyme allgemein nicht nur hinsichtlich ihrer Entstehungsweise unterscheiden – einige sind einfache Eponyme, andere Ableitungen –, sondern auch hinsichtlich ihrer Semantik. Mark Nichol unterscheidet fünf Typen von Eponymen: anthroponymische, geografische, literarische, mythologische und wissenschaftliche (Nichol 2011). Die bereits erwähnte T. Canziani unterteilt medizinische Eponyme in drei Gruppen: 1) echte Eponyme, bei denen vor einem nomenklatorischen Wort (Krankheit, Syndrom usw.) der Name des Wissenschaftlers steht, der den durch das nomenklatorische Wort bezeichneten Sachverhalt zuerst beschrieben hat (Alzheimer-Krankheit); 2) toponymische Eponyme, bei denen vor der Gattungsbezeichnung, d. h. dem nomenklatorischen Wort, der Name des Ortes steht, an dem das Phänomen erstmals beobachtet wurde (Stockholm-Syndrom); 3) Autoeponyme, die mit einer Person verbunden sind,
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der tatsächlich an der so benannten Krankheit litt und/oder daran starb (Thomseno liga). T. Canziani zufolge gibt es die meisten echten Eponyme (Canziani 2011: 227–228). Je nach Fachgebiet gibt es verschiedene Klassifikationen von Eponymen. Sie hängen davon ab, wie detailliert und anhand welcher konkreten Aspekte die Eponyme gruppiert werden sollen.
Hervorzuheben ist, dass sich Eponyme auch in ihrer Struktur unterscheiden. Tatjana Karavaeva unterscheidet, gestützt auf die in Thomas McArthurs Buch The Oxford Companion to the English Language (1996) vorgestellte Klassifikation, fünf Eponymtypen: 1) einfache, 2) zusammengesetzte und attributive Konstruktionen, 3) Ableitungen mit Suffixen, 4) Kürzungen und 5) Kontaminationen (Karavaeva 2011: 81). Als einfache Eponyme gelten aus Eigennamen entstandene Gattungswörter (z. B. boikotas entstand aus dem Familiennamen des britischen Agenten Charles C. Boycott, linčas aus dem Familiennamen des Plantagenbesitzers Charles Lynch aus Virginia). Zusammengesetzte Eponyme, so die Wissenschaftlerin, sind mehrgliedrige Eponyme, die sowohl Eigennamen (in der Regel Personennamen) als auch Gattungswörter enthalten (z. B. wurde die Tiuringo mašina zu Ehren des britischen Mathematikers Alan Turing benannt). Gesondert werden mit Suffixen gebildete Eponyme aufgeführt (z. B. ist die Ableitung makiavelizmas mit dem Suffix –izmas auf den Familiennamen Niccolò Machiavellis zurückzuführen). Eponymische Kürzungen kommen selten vor (z. B. wird ein Antivirenprogramm auf Englisch Casper genannt, abgekürzt vom Familiennamen seines Entwicklers Eugene Caspersky). Auch Kontaminationen sind weniger häufig (z. B. entstand niksonomika aus dem Familiennamen von Präsident Richard Nixon und dem Wort ekonomika) (ausführlicher siehe Karavaeva 2011: 81–82). T. Karavaeva zufolge reichen diese erörterten Eponymtypen angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts nicht mehr aus. Sie führt einen weiteren möglichen Typ an: Eponyme, die aus Abkürzungen entstanden sind, wobei die Abkürzungen aus Vor- oder Familiennamen von Personen gebildet werden. Barbara Cappuzzo spricht von mehrgliedrigen hybriden Eponymen, die sowohl Eponymbestandteile als auch Bestandteile erläuternder Termini enthalten (Cappuzzo 2008: 27).
Latvių kalbotyros terminų aiškinamajame žodyne (VPSV 2007) pateikiama išsamesnė eponimo apibrėžtis – nors akcentuojamas pats apeliatyvacijos procesas, kai tikrinis žodis virsta bendriniu, bet kartu minimas ir jau aptartas eponimų nevienodumas (žr. 1 lentelę ir 2 išnašą). Be to, šiame žodyne patikslinama, kad eponimais gali būti tiek iš tikrinių žodžių kilę tikriniai žodžiai, tiek iš tikrinių žodžių atsiradę bendriniai žodžiai. Tikrinio žodžio tapimas bendriniu žodžiu, įvardijančiu tam tikrą sąvoką, leidžia kalbėti apie iš eponimų atsiradusius terminus ar terminus, turinčius eponiminės kilmės dėmenų.
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Obwohl litauische Terminologen eponymische Termini, wie bereits erwähnt, recht selten untersuchen, gibt es doch Versuche, zu definieren, was ein eponiminis terminas ist. J. Mikelionienė zufolge sind „[E]ponymische Termini Bezeichnungen von Begriffen, die aus einem Eigennamen gebildet wurden“ (Mikelionienė 2017: 127). Im Mokomajame terminologijos žodynėlyje von Regina Kvašytė wird als der betreffende Terminus ein „Terminus [bezeichnet], dessen untergeordnetes Element aus dem Vor- oder Familiennamen eines Wissenschaftlers, einer historischen Persönlichkeit oder einer anderen Person gebildet ist“ (Kvašytė 2005: 66). Somit lässt diese Definition erkennen, dass nur zusammengesetzte Bezeichnungen als eponymisch gelten. Daher lässt sich feststellen, dass diese Definition zu eng gefasst ist, da sie erstens nur Anthroponyme umfasst, die als untergeordnetes Element auftreten, und zweitens einteilige Termini nicht einschließt. Außerdem wird im Wörterbuch der Terminus asmenvardinis terminas bevorzugt; eponiminis terminas wird als Synonym angegeben (Kvašytė 2005: 66). Ergänzend sei erwähnt, dass eponymische Termini in manchen Arbeiten bei der Erörterung konkreter Beispiele präziser als pavardiniais terminais (Kaulakienė 2009: 69, 164) oder pavardiniais pavadinimais (Stankevičienė 2013: 152) bezeichnet werden.
Tabelle 1. Definitionen des Begriffs Eponym in ausländischen lexikografischen Quellen
QUELLEN EPONYMDEFINITIONEN VPSV 20071 eponīms Ein Eigenname, durch dessen Appellativierung ein Gattungsname entstanden ist, zum Beispiel der Familienname Galife > galife, der Ortsname Konjaka > konjaks; oder ein Eigenname, von dem ein anderer Eigenname beliebiger Art abgeleitet wurde, zum Beispiel der lettische Personenname Laima als Motivator des Firmennamens Laima, der Familienname Bolivars als Motivator des Landesnamens Bolīvija. Manchmal wird auch ein Gattungsname als Eponym bezeichnet, der durch Appellativierung eines Eigennamens aus diesem entstanden ist, zum Beispiel galifē, konjaks, makintošs2 CD eponym die Bezeichnung eines Gegenstands oder einer Tätigkeit, die zugleich der Name der Person ist, die den Gegenstand zuerst hergestellt oder die Tätigkeit ausgeführt hat3
1 Siehe den Online-Zugang: https://termini.gov.lv/kolekcijas/93/skirklis/417483 [abgerufen am 2023-01-11].
2 Diese ins Litauische übersetzte Definition findet sich in einem Artikel von L. Kurminas: „<...> ein Eigenname, der durch Appellativierung zu einem Gattungsnamen geworden ist, zum Beispiel der Familienname Galifė > galifė, <...> oder ein Name, von dem ein anderer Eigenname beliebiger Unterart abgeleitet wurde, zum Beispiel der lettische Personenname Laima als motivierender Name für den Firmennamen Laima <...>. Manchmal wird auch ein Gattungsname als Eponym bezeichnet, der durch Appellativierung aus einem Eigennamen hervorgegangen ist, zum Beispiel galifė, konjaks, makintošs“ (Kurminą 2010: 355).
3 Siehe den Online-Zugang: https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/eponym [abgerufen am 2023-01-11].
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ŠALTINIAI
EPONIMO APIBRĖŽTYS
MW
eponym 1. one for whom or which something is or is believed to be named 2. a name (as of a drug or a disease) based on or derived from an eponym4
LT
eponym An eponym refers to a person or thing after which something else is named5
OLD
eponym a person or thing, or the name of a person or thing, from which a place, an invention, a discovery, etc. gets its name6
DWDS
Eponym von einer Person hergeleiteter Name7
LTD
EPONYM: A word that is derived from the proper name of a person or place. For instance, the sandwich gained its name from its inventor, the fourth Earl of Sandwich. The word lynch comes from Captain William Lynch, who led bands of vigilantes to hang hoboes and bums residing near Pittsylvania County. The verb shanghai, meaning to kidnap or press into forced labor, comes from the practices of conscription common in the oriental city of Shanghai. The word stentorian comes from the loud-mouthed Stentor in Greek legend, and herculean comes from the muscle-bound Hercules, and so on8
Kai kurie užsienio kalbininkai, nagrinėdami konkrečios srities terminus, pvz.: medicinos, chemijos, geografijos, šokio ir pan., vartoja terminą eponimas (Bankava 2011a; Męzyk 2020; Ziyayeva, Bannapova 2022 ir kt.), o ne eponiminis terminas (Ummatova 2022). Tai leidžia daryti prielaidą, kad tam tikrais atvejais jie susiaurina termino eponimas reikšmę (vartoja iš eponimo padaryto žodžio reikšme) ir jį vartoja kalbėdami apie konkrečius eponiminius terminus. Paprastai laikomasi požiūrio, kad eponiminiai terminai yra tie terminai, kurie susiję su tikrų ar išgalvotų asmenų vardais (antroponimais) arba vietų vardais (toponimais) (Cappuzzo 2008; Nečas, Hejna 2012 ir kt.). Taip pat teigiama, kad eponimai yra „tarpkultūrinių
4 Žr. prieigą internete: https://www.merriam-webster.com/dictionary/eponym [žiūrėta 2023-01-11].
5 Žr. prieigą internete: https://literaryterms.net/eponym/ [žiūrėta 2023-01-11].
6 Žr. prieigą internete: https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/definition/english/eponym [žiūrėta 2023-01-11].
7 Žr. prieigą internete: https://www.dwds.de/wb/Eponym [žiūrėta 2023-01-11].
8 Žr. prieigą internete: http://web.cn.edu/kwheeler/lit_terms_E.html [žiūrėta 2023-01-11].
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Eponiminiai aprangos terminai
Aiškinamajame aprangos terminų žodyne
mainų rezultatas“ (Popescu, Șorcaru 2020). Kaip tik todėl kai kuriuos eponiminius terminus atpažinti nėra lengva (Somford 2018: 12), o jų tiesioginė sąsaja su tikriniu žodžiu, kuriuo įvardijamas tam tikras gyvas ar negyvas objektas, atsekama tik turint pakankamai reikiamos srities informacijos, pvz., ne kiekvienas, besidomintis kulinarija, pasakytų, kad pavadinimas plombyras yra kilęs nuo Prancūzijos miesto Plombjero (Plombières) pavadinimo (TŽŽ 2013: 644) ar kad fizikos terminas voltas susijęs su italų fiziko Alessandro Giuseppes Voltos pavarde (VLEe) ir pan. Be abejo, žinant eponiminio termino atsiradimo istoriją, lengviau suvokti ir motyvaciją, ir sąvokos pavadinimo kilmę. Sutariama, kad apskritai apeliatyvacija (dar vadinama deonimizacija, eponimizacija) – tikrinių žodžių pereiga į bendrinius žodžius – nėra dažnas naujų sąvokų pavadinimų kūrimo būdas, tačiau šis būdas praturtina bet kurios srities terminiją. Tyrėjai P. Nečas ir P. Hejna išskiria eponiminių terminų privalumus – šie terminai yra ekonomiški, lengviau įsimenami ir santykinai paprastesni (Nečas, Hejna 2012: 25). Vienas dažniausių eponiminių terminų trūkumų – jų netikslumas (ypač daug apie tai kalbama medicinos srities eponimų tyrimuose, pvz., Kumar, Brazel, Benjamin, Brem 2022), dviprasmiškumas, nesistemiškumas, semantinė „tuštuma“, neskaidrumas (Canziani 2011: 231).
Eponimų atsiranda tada, kai norima pagerbti mokslininką ar kitą asmenį, vienaip ar kitaip susijusį su eponiminiu terminu įvardijamu dalyku (Lončar, Anić 2014: 37). Tokiu atveju eponiminis terminas atsiranda iš asmens vardo, pavardės ar kito asmens vardo. Pasitaiko atvejų, kai aptariami terminai sukuriami norint įvardyti vietą, kuri yra svarbi tam tikro dalyko atsiradimui, kilmei, paplitimui ir pan. Tai leidžia manyti, kad eponiminių terminų atsiradimui didžiulę įtaką turi ekstralingvistiniai veiksniai, tokie kaip poreikis įamžinti tam tikrą asmenį (taip pat ir literatūrinį) ar vietą. Apskritai eponiminiai terminai formuojami sąmoningai ir gerai apgalvotai, jie susiję ir su tam tikro dalyko istorija, atspindi tam tikrus kultūrinius aspektus, yra tarsi tam tikras paveldas ateinančioms kartoms.
Eponimai skiriasi ne tik savo semantika, bet ir sandara. Nevieniodos sandaros yra ir eponiminiai terminai – vieni vientisiniai, kiti sudėtiniai. Remiantis Valentinos Skujinos eponiminių terminų skirstymu pagal jų apeliatyvacijos (deonimizacijos) laipsnį į dalines arba visiškos apeliatyvacijos terminus (Skūjiņa 1993 [2002]; plg. Mikელიონienė vartoja visiškai ir iš dalies deonimizuoti terminai; Mikelionienė 2017: 129), vientisiniai eponiminiai terminai laikytini visiškos apeliatyvacijos terminais. Dalinės apeliatyvacijos
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terminais laikomi sudėtiniai terminai, kurių paprastai vienas dėmuo (dažniausiai šalutinis) yra kilęs iš eponimo. Sudėtiniai eponiminiai terminai nuo kitų skiriasi rašyba – paprastai iš tikrinių žodžių kilę dėmenys rašomi didžiąja raide. Eponiminiu dėmeniu išskiriami esminiai apibrėžiamos sąvokos požymiai, susiję su tikriniu žodžiu (tam tikro asmens pavardė, vietovardžiu ar kt.). Paminėtina ir tai, kad eponiminiai terminai dažniausiai atsiranda metonimizacijos būdu, rečiau – metaforizacijos (Skujiņa 1993 [2002]; Mikelionienė 2017).
Remiantis tiek Lietuvos, tiek užsienio mokslininkų sampratomis, galima apibendrintai teigti, kad eponimu laikomas arba 1) pats tam tikro vardo davėjas (tai gali būti ne tik tikriniu žodžiu įvardijamas asmuo, bet ir vieta ar kitas dalykas), arba 2) išvestinis žodis, atsiradęs iš vardo davėjo vardo. Kadangi eponimas yra tiesiogiai susijęs su asmeniu, reiškiniu ar kt. dalyku, kurio vardu pavadinamas tam tikras objektas, šiame straipsnyje eponiminiu terminu laikomas toks terminas, kuris yra padarytas iš tam tikro eponimo (tai gali būti tiek paprastasis žodis, tiek darinys) arba kuris turi iš eponimo padarytą dėmenį ar dėmenų.
ANALYSE EPONYMISCHER BEKLEIDUNGSTERMINI
Im erklärenden Wörterbuch der Bekleidungsterminologie wurden insgesamt 86 eponymische Bekleidungstermini gefunden: 76 Prozent einfache und 24 Prozent zusammengesetzte. Im Vorwort der Quelle heißt es, dass das Wörterbuch „mehr als 6000 litauische Termini mit ihren Entsprechungen in englischer, deutscher, französischer und russischer Sprache enthält“ (AATŽ 2014: 4). Somit machen die untersuchten Termini unter derart vielen Termini lediglich 1,4 Prozent der im Wörterbuch verzeichneten Termini aus. Ergänzend sei erwähnt, dass das besagte Wörterbuch weitere eponymische Termini enthält, jedoch handelt es sich dabei um Bezeichnungen für Geräte (Bleiko mašina, Makejaus mašina, Martindeilo didintuvas), bestimmte Details oder Konstruktionen (Derbio įtvirtis, Derbio konstrukcija) oder Termini der Chemie (merserizavimas) und der Mechanik (Brinelio kietumo bandymas, Rokvelo kietumo bandymas, Šoro kietumo bandymas). Diese Termini gelten nicht als Bekleidungsbezeichnungen und werden daher in diesem Artikel nicht analysiert.
Eine Analyse eponymischer Bekleidungstermini ist ohne einen Überblick über die Eigennamen, aus denen sie hervorgegangen sind, nicht möglich. Wie bekannt, sind Eigennamen vielfältig, weshalb es keine einheitliche, für sie passende Klassifikation gibt (Mickienė, Bačiūnaitė-Lūžienė 2013: 18). Nach dem Verhältnis der Namen zu den bezeichneten Wirklichkeitsobjekten lassen sich zwei große Gruppen von Eigennamen unterscheiden: 1) Namen von Lebewesen und 2) Namen unbelebter Objekte (Dinge), die bei Bedarf weiter unterteilt werden
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Eponiminiai aprangos terminai
Aiškinamajame aprangos terminų žodyne
Abb. 1. Verteilung eponymischer Bekleidungstermini nach Herkunft (in Prozent)
į dar smulkesnes grupes (Jakaitienė 2010: 267). Gyvųjų būtybių vardai dažniausiai skirstomi į antroponimus, zoonimus ir mitonimus, o negyvųjų objektų (dalykų) vardai – į toponimus (oikonimus, hidronimus, oronimus, drimonimus, urbanonimus ir kt.), kosmonimus ir astronimus, susisiekimo priemonių vardus, periodinių leidinių pavadinimus ir kt. (Mickienė, Bačiūnaitė-Lūžienė 2013: 20). Aiškinamajame aprangos terminų žodyne rasti eponiminiai terminai aprašomi skirstant juos į tris grupes: 1) toponiminės kilmės, 2) antroponiminės kilmės ir 3) kitos kilmės sąvokų pavadinimai.
1. Bezeichnungen von Konzepten toponymischer Herkunft
Die Untersuchung ergab, dass Bekleidungstermini toponymischer Herkunft 42 Prozent aller eponymischen Termini ausmachen (Abb. 1). Entsprechend den von den Grundwörtern bezeichneten Objekten lassen sich diese Termini weiter untergliedern. Am häufigsten fanden sich eponymische Bekleidungstermini, die nach einer Stadt oder einem Stadtteil benannt sind: angora AATŽ 2014: 20, angoros vilna AATŽ 2014: 440 (nach dem früheren Namen der türkischen Stadt Ankara, Angora), bolonė AATŽ 2014: 95 (nach dem Namen der italienischen Stadt Bologna (ital. Bologna)), Čarlstono stilius AATŽ 2014: 387 (nach dem Namen der US-amerikanischen Stadt Charleston (engl. Charleston) im Bundesstaat South Carolina), čelsiai AATŽ 2014: 101 (nach dem Namen des Londoner Stadtteils Chelsea (engl. Chelsea)), denimas AATŽ 2014: 108 (nach dem Namen der französischen Stadt Nîmes, vgl. frz. (serge) de Nîmes), diufelis AATŽ 2014: 121 (nach dem Namen der belgischen Stadt Duffel (belg. Duffel)), everetai AATŽ 2014: 137 (nach dem Namen der Stadt Everett im Bundesstaat Massachusetts (engl. Everett)), fesas AATŽ 2014: 138 (nach dem Namen der marokkanischen Stadt Fès)9, Havanos spalva AATŽ 2014: 381 (nach der kubanischen Stadt Havanna).
9Die Bezeichnung wird mit dem Namen der früheren Hauptstadt Marokkos, Fès (arab. Fās, frz. Fès; VLEe), in Verbindung gebracht. Ein Fes ist, wie es in der Allgemeinen litauischen Enzyklopädie heißt, „eine Herrenkappe aus rotem Filz in Form eines Kegelstumpfs mit schwarzer oder blauer Quaste“; als Synonym wird feskà angegeben (VLEe).
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sostinės Havanos pavadinimą), kordobanai AATŽ 2014: 210, kordobanas AATŽ 2014: 210, Kordobos oda AATŽ 2014: 210 (pagal Ispanijos Kordobos miesto (isp. Córdoba) pavadinimą), muslinas AATŽ 2014: 265 (pagal Irako Mosulo miesto pavadinimą), nairitas AATŽ 2014: 266 (pagal senovės Urartu valstybės Nairi miesto pavadinimą), tiulis AATŽ 2014: 419 (pagal Prancūzijos Tiulio (pranc. Tulle) miesto pavadinimą), Venecijos nėriniai AATŽ 2014: 267 (pagal Italijos miesto Venecija pavadinimą).
Im erklärenden Wörterbuch der Bekleidungsterminologie wurden eponymische Bekleidungstermini gefunden, deren Herkunft mit anderen Ortsnamen in Verbindung gebracht wird: mit dem Namen eines Bundesstaats: kašmyras AATŽ 2014: 185 (nach dem Namen des indischen Bundesstaats Kaschmir (Hindi und Urdu Kaśmir, engl. Kashmir; VLEe)), mit dem Namen eines deutschen Bundeslands: Heseno batai AATŽ 2014: 84 (in Verbindung gebracht mit Soldaten aus Hessen; Hessen (dt. Hessen) ist ein Bundesland in Mitteldeutschland; VLEe), mit dem Namen eines Dorfes: kerza AATŽ 2014: 190 (nach dem Namen des englischen Dorfes Kersey (engl. Kersey)). Einige einfache Bekleidungstermini sind aus Staatsnamen hervorgegangen: marokenas AATŽ 2014: 243 (nach dem Namen des Staates Marokko), vengerkos ntk. AATŽ 2014: 437, vengrikės AATŽ 2014: 437 (nach dem Namen des Staates Ungarn (ung. Magyarország; VLEe)). Gesondert können zusammengesetzte Termini wie kaliforninė konstrukcija AATŽ 2014: 206 (vgl. Kalifornien; vermutlich wurde die Schuhkonstruktion in Kalifornien entwickelt), kubietiškasis pakulnis AATŽ 2014: 293 (vgl. Kuba; Anfang der 1980er-Jahre kamen Schuhe mit einem solchen Absatz in Kuba auf) und prancūziškasis pakulnis AATŽ 2014: 294 (vgl. Frankreich; im 17. Jahrhundert trug der französische König Ludwig XIV. Schuhe mit einem solchen Absatz, der auch Krokusabsatz genannt wird krokuliniu pakulniu); ihre attributiven Bestandteile beziehen sich auf die Namen von Staaten, in denen das durch den Grundbestandteil des zusammengesetzten Terminus bezeichnete Objekt verbreitet war oder seinen Ursprung hatte.
Esama eponiminių aprangos terminų, atsiradusių iš salų pavadinimų: bikinis AATŽ 2014: 93 (pagal Ramiojo vandenyno salos Bikinių (angl. Bikini) pavadinimą), džersis AATŽ 2014: 130 (pagal Didžiosios Britanijos Džersio salos (angl. Jersey), kurioje pradėtas audinys gaminti, pavadinimą), kapriai AATŽ 2014: 183 (pagal Italijai priklausančios Kaprio salos (it. Capri) pavadinimą), taip pat ir kitų geografinių objektų pavadinimų: karakulis AATŽ 2014: 184 (pagal Karakulio oazės Uzbekijoje pavadinimą), panama AATŽ 2014: 300 (plg. Panamos kanalas). Vilnonio audinio pavadinimas ševiotas AATŽ 2014: 403 atsirado iš Šiaurės Škotijos Ševioto kalnų (angl. Cheviot Hills; VLEe) pavadinimo.
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Eponiminiai aprangos terminai
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Gesondert lassen sich Bekleidungstermini hervorheben, die von Titeln abgeleitet sind, die mit einem bestimmten Ort verbunden sind: Chesterfield-Mantel AATŽ 2014: 297 (nach dem Titel des bereits erwähnten Grafen von Chesterfield, Philip Stanhope, der vom Ortsnamen Chesterfield abgeleitet ist), Cardigan AATŽ 2014: 184, Spitzkragen-Cardigan AATŽ 2014: 184 (nach dem Titel des Grafen von Cardigan, James Brudenell – der walisischen Stadt Cardigan, vgl. engl. Cardigan), Wellingtons AATŽ 2014: 436 und Halbwellingtons AATŽ 2014: 341 (nach dem Titel des Herzogs von Wellington – der englischen Stadt Wellington, vgl. engl. Wellington). Zwar wurden diese Titel Menschen verliehen, doch die Titelbezeichnungen selbst entstanden aus den Namen unbelebter Objekte – von Orten.
Es wurden eponymische Termini gefunden, die von Universitätsnamen abgeleitet sind: Cambridges AATŽ 2014: 188, Cambridge-Blau AATŽ 2014: 381 (nach dem Namen der Universität Cambridge), Oxfordschuhe AATŽ 2014: 280, Oxford-Blau AATŽ 2014: 381 (nach dem Namen der Universität Oxford).
Weniger als die Hälfte der eponymischen Bekleidungstermini, die im Erklärenden Wörterbuch der Bekleidungstermini erfasst sind, entstand aus Toponymen, die verschiedene Orte oder Gegenden bezeichnen. Die Beispiele zeigen, dass bei den durch das zugrunde liegende Wort bezeichneten Objekten eponymische Bekleidungstermini überwiegen, die von Namen von Städten, Ländern, Regionen, Inseln und anderen geografischen Orten abgeleitet sind. Diese Bekleidungstermini entstanden durch Metonymisierung, mit anderen Worten durch den logischen Zusammenhang zwischen dem durch einen Eigennamen bezeichneten Ort und der damit verbundenen Kleidung, dem Material oder einem anderen Kleidungsobjekt. Wie die Beispiele zeigen, ist der Ort gewöhnlich mit der Entstehung, Herstellung, Verbreitung und Ähnlichem verbunden.
2. Bezeichnungen für Begriffe antroponymischer Herkunft
Termini antroponymischer Herkunft machen 44 Prozent der untersuchten Stichprobe aus (Abb. 1). Der überwiegende Teil der von Familiennamen abgeleiteten Termini lässt sich mit den Namen von Erfindern, Schöpfern, Wegbereitern sowie Popularisatoren (Offizieren, Schauspielern, Personen mit einem bestimmten Titel u. a.) in Verbindung bringen: Batist AATŽ 2014: 89 (der Stoff ist nach dem Familiennamen des Meisters Jean Baptiste benannt, der im 13. Jahrhundert in der französischen Stadt Cambrai lebte), Bekesch AATŽ 2014: 92 (nach dem Familiennamen des ungarischen Höflings und Zierschmucks Kaspar Bekes), Blücher AATŽ 2014: 94 (nach dem Familiennamen des preußischen Feldmarschalls Gebhard Blücher, der die preußische Armee in die Schlacht bei Waterloo führte), Bowler AATŽ 2014: 95 (nach dem Familiennamen des Hutmachers William Bowler, der den Hut Mitte des 19. Jahrhunderts populär machte), Browne-Gürtel AATŽ 2014: 117 (nach dem Familiennamen des britischen Generals Samuel Browne), French AATŽ 2014: 141 (nach dem Familiennamen des englischen Feldmarschalls Johan French),
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galifė AATŽ 2014: 143 (pagal prancūzų kavalerijos generolo Gastono Galliffet’o pavardę), gibsonai AATŽ 2014: 151 (pagal amerikiečių dailininko ir iliustratoriaus Charleso Gibsono pavardę), rokas AATŽ 2014: 203 (pagal turtingo anglo Williamo Coke’o, kuriam buvo pagaminta ši skrybėlė, pavardę), makintošas AATŽ 2014: 242 (pagal škotų chemiko ir išradėjo Charleso Macintosho pavardę), martensai AATŽ 2014: 244 (pagal vokiečių ortopedo daktaro Klauso Maertenso pavardę), leotardas AATŽ 2014: 234 (pagal XIX a. vid. prancūzų cirko artisto Jules’o Léotard’o pavardę), plimsoliai AATŽ 2014: 322 (pagal anglo Samuelio Plimsollio pavardę), reglano paltas AATŽ 2014: 298 (pagal britų feldmaršalo Fitzroy’aus Raglano pavardę), siluetas AATŽ 2014: 362 (pagal XVIII a. prancūzų finansų ministro Étienne’o de Silhouette’o, kurio šešėlinė karikatūra buvo nupiešta jam netekus posto, pavardę), stetsonas AATŽ 2014: 386 (pagal JAV skrybėlių gamintojo Johano Stetsono pavardę), Šanel rankinukas AATŽ 2014: 344, Šanel tipo avalynė AATŽ 2014: 69 (pagal prancūzų dizainerės Gabrielle’ės Chanel pavardę). Kaip matyti iš pavyzdžių, rašyba išsiskiria dvižodis terminas reglano paltas – šalutinis dėmuo rašomas iš mažosios raidės. Galbūt taip yra dėl to, kad iš tikrinio žodžio (pavardės) atsiradęs bendrinis žodis imamas vartoti kaip terminas, o vėliau, prireikus įvardyti tam tikrą rūšį, atsiranda rūšinis terminas. Neatmetina, kad rašyba mažąja raide gali būti ir korektūros klaida.
Etwas weniger Bekleidungstermini stammen von den Familiennamen von Personen mit einem bestimmten Titel (Graf, Lord, Kardinal, Herzog): Derbys AATŽ 2014: 108 (nach dem Familiennamen des englischen Grafen Edward Derby), Derby AATŽ 2014: 108 (nach dem Familiennamen des bereits erwähnten Grafen E. Derby, der den Hut Mitte des 19. Jahrhunderts populär machte), Cromwells AATŽ 2014: 217 (nach dem Familiennamen des englischen Lordprotektors Oliver Cromwell aus dem 17. Jahrhundert), Raglan AATŽ 2014: 349 (nach dem Familiennamen des britischen Feldmarschalls Fitzroy Raglan), Richelieu AATŽ 2014: 351 (nach dem Familiennamen des Kardinals Armand Richelieu). In der Quelle wurde ein Terminus gefunden, dessen Herkunft mit dem Spitznamen einer Person mit einem bestimmten Titel verbunden ist: Caliga AATŽ 2014: 180 (nach dem Familiennamen des Kaisers Gaius Caesar Germanicus Caligula, der die Kleidung eines Soldaten trug).
Eine eigene kleine Gruppe bilden eponymische Bekleidungstermini, die nach Vornamen benannt sind. Zunächst sind einfache Bekleidungsbezeichnungen zu nennen, die nach den Namen literarischer Figuren entstanden sind: Julietten AATŽ 2014: 133 (nach dem Namen der Figur Julia in einem Werk William Shakespeares), Faust AATŽ 2014: 138 (nach dem Namen der literarischen Figur Faust), Romeo AATŽ 2014: 352 (nach dem Namen von
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W. Shakespeares Figur Romeo). Ein Nebenbestandteil eines zusammengesetzten eponymischen Bekleidungsterminus ist mit dem Namen der religiösen Gestalt Jesus verbunden: Jesus-Sandalen AATŽ 2014: 355. Bei drei weiteren zusammengesetzten eponymischen Termini bilden die Namen berühmter Personen Nebenbestandteile: Der Nebenbestandteil des Terminus Albert-Pantoffeln AATŽ 2014: 405 ist mit Prinz Albert, dem Ehemann von Königin Victoria von England, verbunden, der diese Pantoffeln populär machte; der Nebenbestandteil des Terminus Heinrich-Mütze AATŽ 2014: 189 bezieht sich auf den Namen des preußischen Prinzen Heinrich; der Nebenbestandteil des Terminus Ramses-Sandalen AATŽ 2014: 356 bezieht sich auf den Namen des ägyptischen Pharaos Ramses. In der Wortbildung sticht der einfache eponymische Terminus Napoleonstiefel AATŽ 2014: 266 hervor. Das erste Glied dieses Kompositums steht mit dem Namen des französischen Kaisers Napoleon III. in Verbindung, während das zweite Glied – Stiefel – häufig zur Bezeichnung von Schuhen verwendet wird, z. B. Sportschuhe, Halbschuhe.
Zwei eponymische Bekleidungstermini wurden gefunden, die nach Vor- und Familiennamen literarischer Figuren gebildet sind: Mary-Janes AATŽ 2014: 260 (nach Vor- und Familiennamen Mary Jane der Figur aus den Comics von Richard Felton Outcault, gezeichnet zu Beginn des 20. Jahrhunderts), Peter-Pan-Kragen AATŽ 2014: 28 (nach Vor- und Familiennamen der Figur Peter Pan des schottischen Schriftstellers James Matthew Barrie).
Wie die Termini antroponymischer Herkunft zeigen, werden Bezeichnungen für bestimmte Kleidung oder bestimmte beim Nähen von Kleidung ausgeführte Handlungen gewöhnlich nicht mit einer konkreten Person verbunden; das heißt, die ursprüngliche Bedeutung wird sozusagen durch die Zeit ausgelöscht, verblasst und bezeichnet stattdessen einen konkreten Gegenstand (ein Ding, eine Handlung), z. B. wird der Terminus Derbys zunächst mit Schuhen und nicht mit dem englischen Grafen E. Derby in Verbindung gebracht, der sie mochte und trug – genauer gesagt mit seinem Familiennamen. Gewöhnlich können nur Personen, die sich für die Geschichte des Schuhwerks interessieren, erklären, warum die Schuhe so genannt werden. Diese Termini entstanden ebenso wie die Termini toponymischer Herkunft durch Metonymisierung. Am häufigsten wurden Termini gefunden, die von Familien- und Vornamen abgeleitet sind, am seltensten dagegen Bekleidungstermini, die aus Vor- und Familiennamen sowie aus Spitznamen hervorgegangen sind. Vorherrschend sind Termini, die aus männlichen Familien- und Vornamen gebildet wurden.
3. Bezeichnungen von Begriffen anderer Herkunft
Die Termini dieser Gruppe machen 14 Prozent aller Bekleidungstermini eponymischer Herkunft aus (Abb. 1). Zunächst sind Bekleidungstermini zu nennen, die von einem Eigennamen einer Ware oder einer Marke abgeleitet sind: Gore-Tex AATŽ 2014: 153 (nach der Marke Gore-Tex, die mit dem Nachnamen des Erfindervaters Wilbert L. Gore und seines Sohnes Robert W. Gore in Verbindung gebracht wird), Turnschuhe AATŽ 2014: 186 (nach dem Namen Keds), Klarino AATŽ 2014: 194 (nach der Marke Clarino
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pavadinimą), laikra AATŽ 2014: 230 (pagal Du Pont de Nemours (JAV bendrovės gaminamo elastano prekės pavadinimą Lycra), liureksas AATŽ 2014: 239 (pagal 1946 m. sukurto prekių ženklo Lurex pavadinimą). Iš prekių ženklų kilę terminai reti. Šiais atvejais semantinis ryšys tarp prekių ženklo kaip onimo ir juo įvardijamos aprangos yra tas, kad prekių ženklo simbolinis pavadinimas imamas vartoti konkrečiai aprangai ar iš jos gaminamai medžiagai įvardyti: prekių ženklas Keds – batams, Clarino – sintetinei odai, Lycra – elastanui. Taigi, onimas virsta eponiminiu terminu ir tarsi netenka iki tol turėto išskirtinumo ir kartu įgyja naujų ypatybių. Šiuolaikinės aprangos srityje šio tipo eponiminių pavadinimų yra ir daugiau, pvz.: inkariukai, kroksai, konversiukai, ugsai ir kt. Pastarieji fiksuojami Lietuvių kalbos naujažodžių duomenyne (NDe).
Yra eponiminių terminų, kilusių iš pilies: balmoralai AATŽ 2014: 76 (pagal karališkosios Balmoralo pilies Škotijoje pavadinimą), uosto: satinas AATŽ 2014: 357 (pagal senovinį arabišką vieno kinų uosto pavadinimą), laivo: bleizeris AATŽ 2014: 94 (pagal laivo Blazer pavadinimą), gamyklos: džेलiai AATŽ 2014: 130 (pagal prancūzų gamyklos Jelly Shoes pavadinimą), firmos: salpa AATŽ 2014: 354 (pagal italų firmos Salpa pavadinimą), mados salono: gabardinas AATŽ 2014: 143 (pagal prancūzų mados salono Gabardin pavadinimą) pavadinimų. Rastas vienas eponiminis terminas, atsiradęs iš muzikos grupės simbolinio pavadinimo: bitlai AATŽ 2014: 101 (pagal grupės The Beatles pavadinimą).
Somit gibt es in dieser Gruppe eponymischer Bekleidungstermini vor allem Termini, die aus symbolischen Bezeichnungen hervorgegangen sind, die grammatisch als Eigennomen gelten.
Wie zu Beginn des Artikels erwähnt, überwiegen einfache eponymische Bekleidungstermini. Hinsichtlich ihrer Herkunft sind sie alle, mit Ausnahme des Terminus pusvelingtoniai, als Entlehnungen zu betrachten. Bei zusammengesetzten eponymischen Bekleidungstermini verhält es sich etwas anders, denn nur ein Paar zusammengesetzter Termini gilt als entlehnt (Čarlstono stilius, Jėzaus sandalai); die übrigen haben einen gemischten Ursprung, d. h., sie enthalten als Zweitglied meist ein nichtlitauisches, also entlehntes Element (Havanos spalva, Šanel rankinukas, Brauno diržas u. a.); seltener ist das Zweitglied eine hybride Bildung (kaliforninė konstrukcija). Die entlehnten einfachen eponymischen Bekleidungstermini lassen den Schluss zu, dass Eigennamen (Personennamen, Familiennamen, Spitznamen, Ortsnamen) nicht in der litauischen Sprache, sondern zunächst in der Sprache zu Eponymen geworden sind, in der das durch den eponymischen Terminus bezeichnete Kleidungsstück entstanden ist. Folglich sind einfache eponymische Bekleidungstermini nichtlitauischer Herkunft
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Im Falle von Bekleidungstermini werden bereits fertige eponymische Bekleidungstermini in die litauische Bekleidungsterminologie entlehnt. Eponymische Termini litauischen Ursprungs sind in der Quelle nicht verzeichnet.
Die Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass etwa ein Viertel (24,5%) der einfachen und zusammengesetzten Bekleidungstermini keine alleinigen Bezeichnungen für Begriffe sind. Sie werden als Synonymtermini verwendet, wobei im Erklärenden Wörterbuch der Bekleidungsterminologie denjenigen Termini der Vorzug gegeben wird, deren Bestandteile nicht von Eigennamen abgeleitet sind: Balmorals siehe Schuhe mit angesetzter Verbindung; Beatles siehe Chelsea-Boots; Blücher siehe Schuhe mit angesetzten Seitenteilen; Bowler siehe Melone; Derbys siehe Schuhe mit angesetzten Seitenteilen; Derby siehe Melone; Cambridgeblau siehe Hellblau; Kok siehe Melone; Marokkaner siehe Tym; Oxfordschuhe siehe Schuhe mit angesetzter Verbindung; Oxfordblau siehe Dunkelblau; Richelieu siehe Schuhe mit angesetzter Verbindung; Stetson siehe Cowboyhut. Diese als grundlegend anzusehenden Termini könnten aus den Definitionen selbst hervorgegangen sein, in denen die markantesten Merkmale der Begriffe herausgestellt werden, sowie aus dem Bedürfnis, das System der Bekleidungsterminologie zu ordnen und zu vereinheitlichen. Der Vergleich eponymischer und nicht-eponymischer Bekleidungstermini zeigt, dass erstere kürzer sind und ihre Motivation mit einer Person oder einem Ort zusammenhängt, während die als grundlegend angegebenen nicht-eponymischen Termini umgekehrt länger und komplexer, terminologisch betrachtet jedoch semantisch präziser sind und den Begriffsinhalt klarer wiedergeben. Wie bereits erwähnt, lassen sich eponymische Termini von Nichtfachleuten schwerer mit Personen, Orten oder anderen durch Eigennamen bezeichneten Entitäten in Verbindung bringen; zudem werden sie sehr häufig nur in der Fachliteratur verwendet. Allgemein lässt sich zur Entstehung eponymischer Termini im Bekleidungsbereich oder in anderen Fachgebieten hinzufügen, dass sie stilistisch nicht neutral sind und ihre Entstehung eng mit dem subjektiven Wunsch verbunden ist, einen Schöpfer, Erfinder, Popularisator, einen Ort oder ein anderes, lebendes oder unbelebtes Objekt zu benennen, mit dem die Bezeichnung des Begriffs zusammenhängt. Eponymische Termini sind zweifellos mit dem historischen und kulturellen Inhalt verknüpft, der für die Entstehung des jeweiligen Terminus sowie für die Fachkommunikation von Bedeutung ist.
In seltenen Fällen wird, wie die Beispiele zeigen, derselbe Begriff durch mehr als einen eponymischen Terminus bezeichnet: Balmorals, Oxfordschuhe, Richelieu – Schuhe mit angesetzter Verbindung; Blücher, Derbys – Schuhe mit angesetzten Seitenteilen; Bowler, Derby, Kok – Melone. Dies zeigt im Wesentlichen, dass ein eponymischer Terminus konventionell und häufig nicht der einzige ist, und in bestimmten Fällen möglicherweise auch das Ergebnis einer Uneinigkeit. Unabhängig davon, ob ein eponymischer oder ein nicht-eponymischer Terminus verwendet wird, bleibt die grundlegende Funktion eines Bekleidungsterminus dieselbe: die nominative, das heißt, einen Begriff präzise, eindeutig und kurz zu bezeichnen
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den Begriff der Kleidung und zugleich eine klare und eindeutige Verwendung des Terminus in der wissenschaftlichen Literatur gewährleisten. Grundsätzlich bereichern eponymische Termini die Terminologie.
In seltenen Fällen kann ein eponymischer Terminus für den Benutzer verwirrend sein, wenn er sich nur durch die Endung unterscheidet, obwohl er vom selben Eigennamen abgeleitet ist, z. B. vgl. die Schuhbezeichnung derbiai und die Bezeichnung für eine Kopfbedeckung derbis, die mit dem Familiennamen des englischen Grafen E. Derby in Verbindung gebracht werden. Einworttermini für unterschiedliche Kleidungsstücke sind kurz und praktisch, aber zugleich leicht zu verwechseln; außerdem haben beide, wie bereits erwähnt, mehr als ein Synonym.
Angesichts der künftig zunehmenden Zahl von Untersuchungen zu eponymischen Termini wäre es sinnvoll, auch die Gebrauchshäufigkeit eponymischer Termini zu untersuchen. Dies würde es ermöglichen, fundierter über die Verbreitung eponymischer Termini als einer der Methoden der Terminusbildung sowie über Gebrauchstendenzen und Auswahlpräferenzen zu sprechen.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
1. Eponymische Bekleidungstermini sind aus Eigennamen gebildete Bezeichnungen für Bekleidungsbegriffe. Das Entstehen dieser Termini im Bereich der Bekleidung wird in erster Linie nicht durch linguistische (Kürze, Ökonomie, Verbreitung, Beständigkeit usw.), sondern durch extralinguistische Faktoren bestimmt, etwa den Wunsch, Personen zu benennen, die bestimmte Bekleidung oder deren Bestandteile entworfen, erfunden, mit ihrer Herstellung begonnen oder sie populär gemacht haben, das Bestreben, bestimmte Personen zu ehren, sowie den Bezug zu konkreten geografischen Orten, an denen die betreffenden Kleidungsstücke entworfen wurden, beliebt waren oder sich verbreiteten. Eponymische Termini können als Zeichen der Wertschätzung, einer wissenschaftlichen Entdeckung oder der Anerkennung des Beitrags einer bestimmten Person oder schlicht als Ergebnis des kulturellen Austauschs gelten.
2. Die Daten des Erklärenden Wörterbuchs der Bekleidungstermini zeigen, dass eponymische Bekleidungstermini nur etwa 1,4% aller Bekleidungstermini ausmachen. Der größte Teil der eponymischen Bekleidungstermini (etwa 75,5%) sind die einzigen Bezeichnungen für die betreffenden Begriffe (Angorawolle, bekėšas, Blazer, Blücher, Braunscher Gürtel, Dufflecoat, Jersey, Gabardine, Galosche, Gibson, Hessische Stiefel, Sandalen Jesu, Kaschmir, Cambridge-Schuhe, Kerza usw.). Die übrigen untersuchten eponymischen Bekleidungstermini werden neben terminologisch präziseren Bekleidungstermini als Synonyme verwendet (Blücher, Bowler, Derby-Schuhe, Koks, Oxford-Schuhe, Stetson usw.). Im Erklärenden Wörterbuch der Bekleidungstermini fanden sich vor allem eponymische Termini, deren Grundlage Anthroponyme (Vor-, Familien- und Spitznamen) und Toponyme (Namen von Städten, Ländern, Inseln usw.) sind. Eine eigene Gruppe bilden Termini, die von symbolischen Bezeichnungen abgeleitet sind.
3. Eponymische Bekleidungstermini nehmen in der litauischen Bekleidungsterminologie einen wichtigen Platz ein. Die Bildung von Termini aus Eigennamen ist eine der möglichen und, wie
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die Untersuchungsergebnisse zeigen, seltenen und komplexen Arten, einen Begriff zu benennen. Eponymische Bekleidungstermini, insbesondere einfache Termini, sind zwar terminologisch unvollkommene, knappe Bezeichnungen für Bekleidungsbegriffe, in bestimmten Fällen jedoch die einzigen traditionell verwendeten Bekleidungstermini in der litauischen Bekleidungsterminologie.
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Aušra Rimkutė-Ganusa uskienė
Eponiminiai aprangos terminai
Aiškinamajame aprangos terminų žodyne
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EPONYMOUS CLOTHING TERMS IN AIŠKINAMASIS APRANGOS
TERMINŲ ŽODYNAS (EXPLANATORY DICTIONARY OF CLOTHING TERMS)
Summary
The eponymous terms of various fields (anatomy, physics, chemistry, architecture, etc.) are being increasingly analysed in the works of Lithuanian linguists. According to the works of Lithuanian and foreign scholars, eponymous clothing terms are clothing terms that are derived from names. The article analyses the eponymous clothing terms in Aiškinamasis aprangos terminų žodynas (2014; Explanatory Dictionary of Clothing Terms) compiled by Stanislovas Algimantas Ratautas, Eugenija Strazdienė, and Ada Gulbinienė. These terms make up only about 1.4 per cent of all clothing terms. The majority of eponymous clothing terms (about 75.5 per cent) are only the names of concepts (angoros vilna, bekėšas, bleizeris, bliukeriai, Brauno diržas, diufelis, džersis, gabardinas, galifė, gibsonai, Heseno batai, Jėzaus sandalai, kašmyras, kემბridžai, kerza, etc.). The rest of the eponymous clothing terms researched are used as synonyms alongside more terminologically accurate clothing terms (bliukeriai, bouleris, derbiai, kokas, oksfordai, stetsonas, etc.). The dictionary mainly contains eponymous terms based on anthroponyms (names, surnames, nicknames) and toponyms (names of cities, countries, islands, etc.). A separate group consists of terms derived from symbolic names.
Eponymous clothing terms take up an important place in Lithuanian clothing terminology. Creating terms from names is one of the possible and, as the research results show, rare and complex ways of naming a concept. Although they are terminologically imperfect concise names of clothing concepts, in certain cases eponymous clothing terms, especially one-word terms, are the only traditionally used clothing terms in Lithuanian clothing terminology. The emergence of these terms in the field of clothing is primarily determined not by linguistic (shortness, economy, prevalence, permanence), but by extralinguistic factors, such as the desire to name the individuals who created, invented, started producing, or popularised certain clothes or their details, the desire to honour certain persons associated with specific geographic areas where the clothes were created, popular, or common. In general, eponymous terms can be considered signs of respect, scientific discovery, recognition of a particular person’s contribution, or simply a result of cultural exchange.
Gauta 2022-10-08
Aušra Rimkutė-Ganusauskienė Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius E. paštas [email protected]
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