IV
KALBOTYROS
KLAUSIMAT,
U
TSR
MOKSLU
AKADEMIJA
a|S
<|<
°
a
DAS
PRADIKATIVUM
IM
LITAUISCHEN
P.
TROST
I.
Wi
haben
noch
keine
zu eichende
E kla ung
i
den
Schwund
des
Neu ums
in
den
bal ischen
Sp achen.
In
Anlehnung
an
Endzelin!
leh
z.
b,
Vaillan ?;
De
Schwund
des
Neu ums
muss
mi
einem
i
die
bal ischen
Sp achen
cha ak e is ischen
Zug,
de
ollkommenen
Ve mischung
de
d i en
Pe son
des
Singula s
und
des
Plu als
de
Ve ba
zusammenhangen;
sie
muss
om
Nomina i
des
Plu als
ausgegangen
sein.
In
einem
Sa z
wie
li .
a d
a -si-
é é,
je z
a ai
a si é é,
konn e
man
nich
e kennen,
ob
a d
ein
neu ale
Plu al
ode
ein
eminine
Singula
wa ,
de
neu ale
Plu al
ha e
das
Aussehen
eines
emininen
Kollek i ums
im
Singula ,
doch
mi
plu alische
Maskulin le-
xion
de
obliquen
Kasus,
angenommen.
Da aus
e gab
sich
eine
zwie ache
No -
malisie ung:
de
neu ale
Plu al
wu de
in
ein
Femininum
im
Singula
iibe -
ge iih ,
ap .
wa o,
wa in,
ode
in
ein
Maskulin
im
Plu al,
li .
a ai.
Sowei
Vaillan .
Es
handel
sich
gewiss
um
eine
No malisie ung,
abe
wa um
and
sie
hie
zu
gegebenen
Zei
s a ?
Ob
eine
Nomina i o m
ein
Femininum
im
Sin-
gula
ode
ein
Neu um
im
Plu al
wa ,
e gab
sich
aus
de
Pa adigmenklasse
des
be e enden
Wo es.
Die
Fo m
wa
ein
neu ale
Plu al,
wenn
dieses
Wo
einen
neu alen
Singula
besass.
De
Schwund
des
Neu ums
is
in
meh e en
idg.
Sp achen
in
his o ische
Zei
cinge e en,
iele
ande e
haben
das
Neu um
bis
heu e
e hal en*.
Die
Ho-
monymie
de
Endungen
kann
deshalb
nich
als
zu eichende
E kla ung
ii
den
Schwund
des
Neu ums
gel en,
weil
sie
keines alls
zu
Homonymie
om
S and-
punk
des
Wo es
aus
iih e.
II.
Nachdem
das
Neu um
beim
Subs an i
besei ig
wo den
wa ,
blieb
im
Li auischen
die
singula ische
neu ale
Fo m,
abgesehen
om
Demons a i p o-
nomen,
bei
Adjek i en
und
allen
Pa izipien,
die
p adika i
e wende
we den
kénnen,
e hal en.
Diese
Fo m
wi d
nun
ausschliesslich
in
p adika i e
Funk ion
e wende ,
dahe
soll
sie
hie
als
P adika i
bezeichne
we den.
Das
adjek i ische
1
J.Rozwadowski,
Symbolae
g amma icae,
1,
S.
11
.,
Wa szawa,
1928.
2
A.
Vaillan ,
G ammai e
compa ée
des
langues
sla es,
2,
S.
15
.,
Lyon,
1958.
4
Ube
den
Schwund
des
Neu ums
im
sog.
li auischen
Jiddisch
lass
sich
nu
so iel
sagen,
dass
die
E kla ung
du ch
li auischen
Sp achein luss
zwei elha
is
im
Hinblick
au
die
kul u geschich lichen
Vo ausse zungen
und
das
Fehlen
ande e ,
gesiche e
Ein liisse
des
Li auischen
au das
Jiddische.
219
und
pa izipiale
P idika i
e schein
sowohl
in
einglied igen
Sa zen,
d. h.
ohne
Nomina i subjek ,
als
auch
in
zweiglied igen
Sa zen,
d.
h.
mi
Nomina i sub-
jek .
Im
Li auischen
kénnen
die
ini en
Ve balsa ze,
jeden alls
alle
zweiglied igen,
g undsi zlich
in
Pa izipialsi ze
umgewandel
we den.
Und
zwa
du chwegs
sowohl
in
ak i e
als
auch
in
passi e.
Als
passi
gel en
die
Sa ze
mi
m-
und
-
Pa izipium,
bzw.
die
Pa izipien
selbs .
Die
passi en
Pa izipien
we den
so-
wohl
on
ansi i en
als.auch
on
in ansi i en
Ve ben
gebilde
und
die
Umwan-
diung
des
ini en
Ve balsa zes
in
einen
Pa izipialsa z
e olg
iibe eins immend.
D.
h.wenn
das
Ve bum
ansi i
is ,
so
wi d
bei
de
Umwandlung
de
Nomina-
i
zum
Geni i
und
de
Akkusa i
zum
Nomina i ;
wenn
das
Ve bum
in an-
si i
is ,
so
wi d
eben alls
de
Nomina i
zum
Geni iy,
wah end
ein
Akkusa i
ehl .
Die
ak i en
Pa izipia
kong uie en,
abe
die
passi en
kénnen
bei
Vo handen-
sein
eines
Nomina i subjek s
die
inkong uen e
P adika i o m
au weisen.
Es
ag
sich,
welchem
Zweck
die
doppel en
Pa izipialsi ze
und
dic
inkong uen en
P adika i o men
in
zweiglied igen
Sa zen
dienen.
Es
is
nich
zwei elha ,
dass
die
ak i en
Pa izipia
als
Modus
ela i us
und
die
m-
und
-Pa izipia
de
ansi i en
Ve ba
als
Passi um
dienen.
P oblema-
isch
sind
dagegen
die
m-
und
-Pa izipia
de
in ansi i en
Ve ba,
die
se-
man isch
nich
als
passi
be ach e
we den
kénnen,
sowie
die
inkong uen en
Fo men
de selben
Pa izipia
on
ansi i en
Ve ben,
die
seman isch
als
Ppassi
be ach e
we den
miissen.
Jablonskis
ha e
die
Disg uenz
de
m-
und
-Pa i-
zipia
auch
als
Mi el
zu
Kennzeichnung
de
indi ek en
Rede,
da iibe
hinaus
als
Ausd uck
,,nich
nu
eine
Ta sache,
ielmeh
de
En deckung
eine
Ta -
sache“
hinges ell *.
E
wu de
abe
nich
seh
deu lich
und
muss e
schliesslich
ges ehen,
dass
die
Disg uenz
auch
in
di ek e
Rede
o komm
und
ibe haup
do ,
wo
sie
nich
o kommen
soll e.
Wenn
eine
Sp ache
ein
Ak i um
und
ein
Passi um
besi z ,
so
lass
sich
die
Ve wendung
des
einen
ode
des
ande en
in
jedem
einzelnen
Fall
nich
beg iin-
den.
De
Ve wendungsbe eich
des
Passi ums
is
im
Li auischen
b ei e
als
in
ande en
Sp achen,
weil
auch
die
in ansi i en
Ve ba
passi
Pa izipia
bilden.
De en
Seman ik
is
au zukli en.
Die
Sa ze
mi
m-
und
-Pa izipium
on
in-
ansi i en
Ve ben
haben
wenigs ens
zum
Teil
unpe sénlichen
Cha ak e .
Wie
e hal en
sich
unpe sénliche
und
passi e
Cha ak e
zueinande ?
Das
Passi-
um
gib
an,
dass
im
gegebenen
Sa z
das
Nomina i subjek
de
passi e
Pol
(de
Ziel-,
nich
Ausgangspunk )
eine
Handlung
is .
Seman isch
kann
om
Passi um
nu
bei
Anwesenhei
eines
Nomina i subjek es
die
Rede
sein.
Passi e
und
un-
pe s6nliche
Cha ak e
e en
gemeinsam
in
E scheinung,
wenn
de
Agens
beim
Passi um
nich
genann
is .
Abe
wie
in
ande en
Sp achen
so
kann auch
im
Li-
auischen
de
Agens
beim
Passi um
mi genann
we den;
die
Nennung
e olg
jedoch
im
Geni i
s a
im
Nomina i ,
d.h.
nich
im
Mi elpunk
des
Sa zes,
sonde n
in
Rands ellung.
Das
e gib
Sa ze
on
ela i
unpe sénlichem
Cha ak-
e .
Alle
Sa ze
mi
m-
und
-Pa izipium,
ob
mi
ode
ohne
passi en
Cha ak e ,
haben
unpe sénlichen
ode
ela i
unpe sénlichen
Cha ak e .
4
J,Jablonskis,
Rink iniai
ai ai,
1,
S,
465
.,
Vilnius,
1957,
220
Ein
Passi um
on
in ansi i en
Ve ben
e wende
das
Li auische
ebenso
wie
ande e
Sp achen,
z.B.
la .
i u
wie
agi u ,
nhd.
es
wi d
au ges anden
wie
die
Sache
wi d
gemach ,
abe
eigen iimlich
is
da
die
Ve allgemeine ung
des
Sa z y-
pus
on
ela i
unpe sénlichem
ohne
passi en
Cha ak e
ebenso
wie
die
Disg u-
enz
in
Sa zen
on
passi em
Cha ak e .
Wah end
do
die
Eigena
des
Sa zes
du ch
die
Rands ellung
des
Agens
gegeben
is ,
so
hie
du ch
die
o male
Unab-
hangigkei
des
P adika s.
Beide
Typen
s ehen
im
Gegensa z
zum
_,,no malen“
Sa zmodell,
das
du ch
die
Kondominanz
on
Nomina i subjek
und
P adika
gekennzeichne
is 5.
Die
Disg uenz
siche
dem
Ausd uck
Handlungscha ak e ,
im
Gegensa z
zu
Eigenscha s-
und
Zus andscha ak e .
Dazu
s imm ,
dass
die
Disg uenz
meis
zusammen
mi
de
Nennung
des
Agens
o komm .
III.
Nich
alle
Adjek i a
we den
in
de
P adika i o m
e wende ,
son-
de n
ziemlich
wenige
in
o male
und
seman ische
Besch ankung.
Es
sind
Ad-
jek i a,
die
nich
Eigenscha en
de
Gegens inde,
sonde n
S ellungnahme
ausd iicken;
es
sind
solche,
die
ein
sog.
Da i subjek
zulassen.
Die
Adjek i a
in
P adika i o m
e scheinen
in
einglied igen
und
in
zweiglied igen
Sa zen;
sie
e scheinen
ii
sich
allein
mi
einem
In ini i
und
auch
zusammen
mi
einem
Nomina i ,
de
zum
In ini i
hinzu i .
Z.
B.
sunku
pasaky i
und
Sienas
sunku
piau i.
—
Hie
he sch
dieselbe
Disg uenz
wie
bei
den
m-und
-Pa izipien
in
seman isch
passi en
Sa zen.
Emp indungen
und
We ungen
we den
au
diese
Weise
on
de
Fes s ellung
on
Eigenscha en
geschieden.
IV.
Is
die
Ausbildung
de
eigen iimlichen
Sa z ypen
des
Li auischen
au
das
Vo handensein
de
P adika i o m
zu iickzu iih en?
Ode
is
umgekeh
die
P adika i o m
wegen
diese
Sa z ypen
o handen?
Sind
diese
Sa z ypen
aus
ihe e
Zei
ibe kommen
ode
sind
sie
an
den
besonde en
Typus
des
Li aui-
schen
gebunden?
Die
Eigen iimlichkei
des
Li auischen
lieg
nich
nu
im
Ausbau
de
ein-
glied igen
Sa ze,
sonde n
auch
im
Vo handensein
eines
Typus
zwischen
einglied-
igem
und
zweiglied igem
Sa z. Es
handel
sich
im
einzelnen
und
im
ganzen
um
diese
Typen:
1.
Alus
ga du.
2.
Sienas
sunku
piau i.
3.
Miisy
salyje
Zmoniy
di -
bama
i
no ima
di b i.
4.
Kieno
cia
ba a?
5.
Seny
miskai
mylé a.
Einige
diese
Typen
sind
auch
in
ande en
Sp achen
e e en,
wobei
de
li auischen
P idika i o m
die
singula ische
neu ische
Fo m
en sp ich ,
aus
de
das
P adika i
he o gegangen
is :
1.
G iech.
(hom.)
ob%
aya oy
oh xo pa ins
uss.
(17.
Jh.)
epbxo
c adKo
u
denossKo
nadKo.
2.
Ai .
uisse
in
boill
do
dss
on
chiunn
ses
is
ech ,
dass
die
Gliede
am
Kop e
wachsen“;
®
poln.
poloneza
czas
zaczac.
3.
Ahd.
iz
is
gesc iban
ona
hi .
Typus
4
und
5
sind
schwe lich
in
ande en
idg.
Sp achen
zu
belegen,
sie
schliessen
sich
an
3
an.
3
bis
5
be uhen
gemeinsam
au
eine
unpe sénlichen
Ve bal o m,
die
on
allen
Ve ben
gebilde
wi d
und
sowohl
passi
als
auch
nich passi
e wende
we den
kann.
Es
handel
sich
inso
e n
um
eine
unpe sénliche
Fo m,
als
de
Agenis
im
Sa z,
wenn
e
iibe haup-
genann
is ,
in
Rands ellung
e schein .
Im
Mi elpunk
s eh
allein
de
Vo gang.
5
Vgl.
A.
Ozols,
Zina niskie
aks i,
La ijas
Vals s
Uni e si a e,
XVI
séj.,
sc .
i ,
S17
.,,
1957.
*
H.
Lewis
—H.
Pede sen,
A
Concise
Compa a i e
Cel ic
G amma ,
§
457,2,
Ga ingen,
1957.
221