J. Pabrėžos botanikos terminų žodynas „Sryje Balsenyyny“ (1843)
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J. PABRĖŽOS BOTANIKOS TERMINŲ ŽODYNAS "SRYJE BALSENYYNY“ (1834) Viele Jahre sammelte J. Pabrėža Material über die Pflanzenwelt von Žemaitija und nahm sich der riesigen Aufgabe an, botanische Werke in litauischer Sprache zu schreiben. Es war eine schwierige Aufgabe, weil man selbst botanische Terminologie entwickeln und den Pflanzen litauische Namen geben musste. J. Pabrėža arbeitete allein, ohne sich auf etwas zu stützen, aber er war außerordentlich fleißig und beharrlich und erstellte große botanische Wörterbücher, die für die Wissenschaft auch heute noch von Bedeutung sind. Die Namen der Pflanzen sammelte J. Pabrėža aus der lebenden Sprache, und das gesammelte Material verwendete er zur Schaffung der wissenschaftlichen Terminologie. Diese Arbeit erforderte eine umfassende theoretische Untersuchung. 1921 fand J. Elison in der Buchhandlung des Klosters Kretinga unter den Manuskripten von J. Pabrėža die Manuskripte des großen botanischen Wörterbuchs "Sryje Balsenyyny" und des Artikels mit dem gleichen Titel. Als er sah, dass in diesem Artikel zum ersten Mal interessante Themen der botanischen Terminologie behandelt wurden, veröffentlichte J. Elison einen Artikel - "Bemerkungen über die Zusammenstellung einer vollkommenen Flora der Semgallen" (Uwagi lyczace sie ulozenia doskanaley Flory Zmudzkiej)!. Der erwähnte Artikel von J. Pabrėža, der 1834 in polnischer Sprache geschrieben wurde, kann als theoretische Grundlage des im Folgenden in dieser Arbeit behandelten Wörterbuchs (Sryje Balsenyyny. Būluu Zemayt. Lotinyyniu Par Kėnyga Ambrozieej6 Paabreža sé6rinktuu. Metusy 1834. Kretingoo. —"Litauisches lateinisches Wörterbuch der Pflanzenmorphologie") verstanden werden. Da der Artikel J. Betonung die gleichen Begriffe behandelt wie das Glossar, kann dieser Artikel sogar als einleitender Teil des Glossars betrachtet werden. Die Autorin verwendete einen gedruckten Artikel von J. Ellison. Der Artikel enthält sieben Anmerkungen (Kapitel), in denen J. Pabrėža angibt, wie die Pflanzennamen entstehen, eine etymologische Klassifikation der Namen in der Region Žemaitija gibt und detailliert untersucht, aus welchen Wörtern die entsprechenden Namen stammen. In der ersten Anmerkung des Artikels sagt J. Pabrėža, dass die selbständigen Pflanzennamen am häufigsten im Plural (in plurali numero) verwendet werden, z.B.: awietės (f. pl.) ~ Himbeere Rubus idaeus, kwijte (m. pl.) ~ Weizen Triticum hybernum, dagė (m. pl.) ~ Weizen Centaurea benedicta, gailé (m. pl.) ~ Geißblatt Ledum palustre usw. Diese Namen werden im Singular (in singulari numero) verwendet und bedeuten bereits Samen oder Frucht. Die Namen der Bäume werden nur im Singular verwendet: wusis (m. sing.) ~ uosis Fraxinus-excelsior, glusnis (m. sing.) l Elisonasl. Bemerkungen über die Lage der ausgezeichneten Flora von Zmudzka. — Kosmos 1, 1922, 46—51; 2, 1923, 183—186; 3, 283—294. 169
~ Weide Salix fragilis. Die Namen der Pilze haben sowohl Singularals auch Pluralformen. Die Pluralformen bezeichnen jedoch bereits eine Familie: barawijks ~ barawijka (m.) ~ barawykai, kelmutis ~ kelmutė (m.) ~ kelmučiai. In weiteren Anmerkungen zum Artikel weist J. Pabrėža darauf hin, dass die selbständigen Pflanzennamen in zwei Hauptklassen unterteilt werden können, d.h. in einfache (voces simplicae) und in zusammengesetzte (voces compositae). Nach Ansicht von J. Betonung können Pflanzennamen aus verschiedenen Teilen der Sprache stammen. Zum Beispiel aus Adjektiven (voces derivatae ab adiectivis- ): gayle (m. pl.) Ledum palustre (ab adiectivo gaylus), blind (m. pl.) Galeopsis versicolor (ab adiectivo aklas), kule (m. pl.) Angelica silvatica (ab adiectivo kulus); rūksztijnes (f. pl.) Rumex acetosa (ab adiectivo rugsztus), retynos (f. pl.) Scabiosa succisa (ab adiectivo retas). Pflanzennamen können von Verben (voces derivatae a verbis) abgeleitet sein: kibe ~ kibe (m. pl.) Aretium Lappa (a verb kibti), dagė ~ dagiai (m. pl.) Centaures benedicta (a verb dijgti), wyturės ~ wyturés (f. pl.) Convolvulus arvensis (a verb wyturti). J. Betrachtung zeigt auch zusammengesetzte Namen (vocabula composita), die aus zwei Substantiven (substantivum cum substantivo) bestehen können, z.B.: wylkadalge ~ Wolfsmilch (m. pl.) Iris pseudacorus (ex Wylk's et -dalgis), warnaké ~ Wermut (m. pl.) Senecio Jakobea (ex Warna et akis); Bestehen aus einem Substantiv und einem Adjektiv (substantivum cum adiectivo): geltongalwe ~ gelbköpfige (m. pl.) Ranunculus acris, baltagalwe ~ weißköpfige (m. pl.) Anthemis arvensis usw. J. Pabrėžas ist der Meinung, dass für die Bildung von Namen von Pflanzengattungen, die dem Geist des žemaitischen Dialekts entsprechen, ein Wert aus der lateinischen Sprache verwendet werden kann, der Name (der Name) kann aus einer charakteristischen Wurzel + einem entsprechenden Suffix bestehen. Dieses terminologische Werk war wie eine Leitlinie für die botanischen Werke von J. Pabrėža. Bevor er das größte Werk der Pflanzensystematik „Taysléus augnmyynis“ („Das Pflanzensystem“) verfasste, schrieb J. Pabrėža (1821—1834) mehrere vorbereitende Arbeiten, nämlich: „Dictionarium Botanicum Latino Samogiticum“ („Das Pflanzenverzeichnis der lateinisch- -litauischen Sprachen- “), das um 1821 erstellt wurde, „Vardaa tayslyynee Augimiu“ („Das Systematisches Pflanzenverzeichnis“) und das bereits erwähnte „Sryje Balsenyyny Biiluu Žemayt. (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch der Pflanzenmorphologie. In diesem Artikel werden die Quellen des Wörterbuchs „Sryje Balsenyyny“ und seine lexikographische Struktur untersucht. Das Manuskript befindet sich in der Bibliothek der Litauischen Botanischen Gesellschaft. Die Autorin verwendete eine Fotokopie, die sich in der Wörterbuchabteilung des Litauischen Sprachinstituts befindet. Über dieses Wörterbuch von J. Pabrėža hat niemand speziell geschrieben. Die Zeitschrift "Sryje Balsenyyny" (im Folgenden SB) hat 505 Seiten. Mit Mascara aufgetragen. Die Schrift ist sauber und ordentlich, obwohl nicht alle Seiten gleich groß und klar sind. Im Text des Wörterbuchs finden wir nach den lateinischen Begriffen mehrere Abkürzungen: Bluff (manchmal Bluf und Bl), Bess, Pers, Link, Rich, Wach, Grec usw. Diese Abkürzung erklärt J. Pabreza im SB-Wörterbuch nirgendwo, aber im ”Taisliaus- ”-Vorwort "Prajows weykala”, im Abschnitt "Pagalbas, kokių datiiriau nou szloowingų Geradiejų mėna tamy Reykaly?” bedankt 170
er sich bei John Wolfgang, der ihm das sehr vollkommene lateinische Werk von M. Bluff und C. Fingerung "Compendium Florae Germaniae” gegeben hat. Nürnberg 1825. Dort erwähnt J. Pabrėža auch andere Werke, deren Titel mit den genannten Abkürzungen übereinstimmen: V.S.Besser. Enumerratio plantarum hucusgue in Volhyvia, Podolia, Gubernia Kijoviensi etc. collectarum (Vilnae 1822). In: Enchiridion botanicum. 1817: Dr. C. H. Persoon, niederländischer Arzt († 1870) In: Linnei Genera Plantarum. Der Arzt Dr. John. Jac Reichard (Frankfurt am Main 1778). Linc. Handbuch zur Erkennung etc. (Berlin 1829). Monographie von Skrzypow von J.P. Vaucher Genf. Übersetzung aus dem Französischen von W.J. Panna Alexandra Wolfgang. (Wien 1826). Es gibt keine Hinweise darauf, dass J. Pabrėža ein botanisches Wörterbuch verwendet hätte. In der Einleitung des SB "Keletas žodžių pri skaitytojaus" erklärt J. Pabrėža den Zweck des Wörterbuchs: es sei für den Leser sehr wertvoll, weil es nicht nur lateinische "bylės" (Termine) enthält, sondern auch selbständige, und außerdem sei dieses Wörterbuch das einzige, weil "der Leser vieler selbständiger Werke bei diesem Mencius nicht erwarten wird". Das Wörterbuch enthält die Abkürzung Grec, was darauf hindeutet, dass J. Podkreśla die Begriffsbezeichnungen nicht nur aus dem Lateinischen, sondern auch aus dem Griechischen übersetzt hat. Manchmal kommt neben den lateinischen Begriffen ein griechisches Wort vor, z.B.: Wachstum (~ Wachstum) — planta (phytos), Bart — barba (pogon), Zähne (~ Zähne) — dens (odon), Akouts (~ geschmiedet) — arista (athera), um — circa (peri), nach — intra (hypo), Sattelhaut (~ Sattelhaut) — leucodermis usw. Der Aufbau des SB ist einfach: die Wörter sind nach dem litauischen Alphabet in zwei Spalten aufgeführt, links — die Einund Mehrworte, rechts — die lateinischen Entsprechungen. Litauische Wörter werden durch einen Bindestrich von lateinischen Wörtern getrennt. Alle lateinischen Wörter sind mit einem geraden Strich unterstrichen. An den Rändern gibt es zahlreiche Ergänzungen. Manchmal werden sogar grammatische Hinweise zu den Wörtern gegeben, z.B.: Adjektiv, Adverb, Konjunktion usw. Der Autor des Wörterbuchs stellt dem Begriff auch seine Kleinformen zur Verfügung, indem er entsprechende Suffixe hinzufügt, z.B.: warpa ~ warpeely (Glocke), warpuuty (~ Warpe), warpyyky (~ Warpe), žyyids (~ Ring), Zyideelis (~ Blume), zyiditeelis (~ Blüte), gisla (~ Kette) (Ader), gisleely (~ Kette) (Venula). Neben anderen ähnlichen Begriffen gibt es auch desubstantielle Adjektivformen, z.B.: blakstienaa (~ Wimpern) —blakstieniigs (~ mit Wimpern), blakstienots (m mit Wimpern), skiida (~ Schild) —skidoots (~ geschützt) — skidoouts (~ geschützt), kédpka (~ Kuppe), kéupkdduts (~ geschützt), koupkynynis (~ kuopkininis) usw. Die Verben sind wie in anderen Wörterbüchern der Zeit in der 1. Person dargestellt, z.B.: atwerd (m atwere) —aperio, dabojé (~ daboju) —observo, dalyjé (~ dalyju) —divido, geemé (~ gemu) —nascor usw. Zur Beschreibung von Stängeln, Blättern, Blütenständen und anderen Teilen der Pflanzen gibt J. Pabréza auch teilnehmende Wortverbindungen an, z.B.: atsyremags strajos (atsiremes stra2p abreza A. Prajows weykala. —Hervorgehoben von A. Botanika oder Taislius Auguminis (Handschrift), 1843, III. 171
jus) —incumbens anthera, atgaal kntibąs (~ atgal knibąs) —retro spectans, | ndoslenkąs laps (~ nuslenkas lapas) —decurens folium, kyylstgs žyids (~ kilstas žiedas) —ascendens flos, kyylstgti siekta (m kilstanti sėkla) —ascendens semen, prikliimbgti kaaruna (~ priklimbanti karūna) —adhaerens corolla, prisyykyszgs koots (~ prisikisas kotas) —contiguus stipes. Es ist nicht bekannt, ob SB ein Vorbereitungswerk für andere Werke von J. Pabreza war, oder ob er die Terminologie der Pflanzenmorphologie zu weit verstanden hat, aber im Wörterbuch finden wir auch einzeln hervorgehobene Adverbien, Numerale, Pronomen, Präpositionen und sogar Partikel: abejur (~ abejur) —utrimque, apaar (~ apar) —praeter, auksztaa (~ hoch) —alte, auksztesnee (m höher) —altius, daar (~ noch) — nondum, jpate (~ besonders) —deorsim, yaa (~ schon) —iam, dé (zwei) —duo, seeptiny (~ sieben) —septem, peekts (~ fünfter) —quintus usw. Das Wörterbuch enthält eine Reihe von zusammengesetzten (hauptsächlich dvozodziy) Begriffen. Zweisprachige Begriffe bestehen meist aus einem Substantiv und einem Adjektiv sowie einem Adverb und einem Adjektiv. Sie werden üblicherweise nach dem Alphabet des zweiten Stammes aufgeführt, wobei der erste Stamm wiederholt wird, z. B.: sieklyniicže mnogokiawaly (~ Samenhafter Mehrkegel) —pericarpium multivalve, sieklyniicže dwykiawaaly (~ Samenhafter Zweikegel) —pericarpium multivalve, sieklyniicZe ketérkiawaaly (m Samenhafter Vierkegel) —pericarpium tetravalve, nddugs akouts (~ nackter Kegel) —nuda arista, nédugs ražtis (~ nackter Kegel) —nudus culmus, nédugs stytbs (~ nackter Stiel) —nudus caulis, nédugs zyyids (~ nackter Blütenstand) —nudus flos, laapinta galweely (~ blatter Kopf) —foliosum capitulum, laapinta keeky (~ blatter Kegel) —foliosus racemus, laapinta kupka (~ blatter Kopf) —foliosus involucrum, taapinta waarpa (~ blatter Warze) —foliosa spica, kekieetaa rypkoduts (~ kekétisch gerippt) —racemoso verticillatus, kekieetaa sodieets (~ kekétisch zusammengesetzt) —racemoso compositus, kekieetaa waarpots (~ kekétisch gerippt) —recemoso spicatus, paarmatomaa plieweets (~ permatomail geflochten) —pellucide membranaceus, paarmatomaa spdugodduts (~ durchsichtig geschwollen) —pellucide punctatus usw. Wenn die russischen Begriffe an den Nebensatz (Substantiv oder Partizip) angehängt werden, bleibt die natürliche Reihenfolge der Wortverbindungen erhalten, z.B.: soodieta keeky (~ zusammengesetzter Strauch) —compositus racemus, ménéeta kodupka (~ zusammengesetzter Strauch) —compositus calyx, ménéeta 6duga (~ zusammengesetzte Beere) —composita bacca, ménéeta varpa (~ zusammengesetzter Strauch) —composita spica usw. Zusammengesetzte Begriffe aus drei oder mehr Wörtern sind im Wörterbuch meist ebenfalls alphabetisch aufgeführt, indem die Wörter nacheinander verbunden werden, z.B.: débéltaa atryisty taapa (~ doppelt aufgelöste Blätter) —duplicato revoluta folia; doboltaa dweeytots taps (~ doppelt verdoppelte Blätter) —duplicato binnatum folium; doboltaa istaussty taapa (~ doppelt {schmale} Blätter) —duplicato involuta folia: plaaukaa pendklyynee szakoothyijy skidooty (~ Haare der Penisknoten) — pili lymphatici ramosi scutati; Plaukaa pendklyynee szmotédutyejy (~ Haare pendklyynee Smotédutyejy) —pili lymphatici articulati usw. Zu einigen litauischen Begriffen in einfachen Klammern, manchmal nach dem Wort kyteep (~ kiteip) werden auch internationale Begriffe angegeben: rasodnds (kyteep iinspekts) 172 =
~ rasodnas (wie Inspekteur), wylnieets (wie Relingiodts) ~ vilnėtas (wie Rulingiodts). Das Wörterbuch enthält Begriffe, die ins Polnische übersetzt wurden: augimniiéZe istoryyny (~ Botanika historyczna), augimniičže némriedy (~ Botanika ekonomiczna- ), augimniiéze skyrtynyyny (~ Botanika opisowa), augimniiéZe zolyyny (~ Botanika lekarska). J. Pabréza stammt aus der Umgebung von Lenk. In seiner Heimat, dem Kretinger Dialekt der Semiten, schrieb er auch botanische Werke. ; Bereits in der Einleitung zu "Taisliaus" sagte J. Pabrėža: "Ich schrieb nicht wegen der Litauer (die sich vielleicht weit bessere Pisatoren als ich finden können), sondern wegen der echten Semgallen?"- *. Die Sprache des Wörterbuchs "Sryje Balsenyyny" ist ebenfalls seltsam (sowohl Phonetik als auch Morphologie und Lexik). Die Schreibweise von J. Pabrėža ist jedoch sehr eigenartig. Im Vorwort zu „Taisliaus“ schreibt J. Pabrėža über die Rechtschreibung seines Werkes (Apey Rasztuuny (Orthographia) kokios ¢Ze jėmiaus apey apsyyrykymus wertus pataysiity). Hier sagt der Autor, dass "reiszkius rasziau teyp, kayp anyi diikaa žemaytyszkamy Lyižėwiej bruunzg”? Im Wörterbuch verwendet J. Podkreślenie das polnische Alphabet, das er an die Dialektphonetik anpasst. Der Name des Ortes leitet sich von dem keltischen Wort für „Sprache“ ab, das in der Zeit der Kelten verwendet wurde. Die Vorsilben č, š, korrespondieren mit cz, sz, z, z. B.: dwyszoonis (~ zweiseitig), szaknys (~ Wurzel), aszeely (~ Asche). Die weichen Aussprachen č, §, Zzymi éZ, §Z, Z, z. B.: éZesnakinis (m Cesnakinis), §Zeridduts (~ Seriuotas), sieklyniiéZe (~ seklinycia). Feste Konsonant | Markierung &: wimperaa (~ Wimpern- ), laps (~ Blatt), taciau: daugelee (~ viele), aukszliis (~ Auge). Im Vokal £ entspricht es dem allgemeinen y, im Wortende —7 oder 4, z. B.: augimys (~ aygymes- ), ira (m ist), bi (~ by), pati (~ selbst). Der Vokal 6 ist ein Zwischenvokal zwischen o und u und entspricht dem selbständigen o, z. B. doboltaa pjukldduts (~ doppelt gesägt), atbėkosee dgtiets (~ abgewinkelt gezähnt), kodla (~ kubla). Die Zweistimmigen ay, au, ey, yi, dy, du entsprechen in der allgemeinen Sprache az, au. et, te, oi, uo, z.B.: labay (~ sehr), lapéduts (~ belaubt), lyizdweelis (~ Zunge), kéupka (~ Haufen), styibs (~ Stiel), ketwersyynis (~ Viertel). Der zweistimmige ei am Ende wird anstelle von ia geschrieben: dydeesney (~ größer), labiausey (~ am meisten), aber manchmal verwendet J. Pabrėža auch ee: daugeliitee (~ vielgeschlechtlich). Im Wörterbuch bedeuten doppelte Vokale aa die Endung ai, z. B. vielingaa (~ Vielzahl), datietaa (~ Zahn), baltaa (~ Weiß), Zyidaa (~ Blüten): Die Vokale ee bedeuten ~, z. B. atbokdsee (~ Ausbuchtungen), gruudlapee (~ Kornblätter). Doppelte Vokale aa, ee, ii, oo, wu, yy werden nach Pabréza dann geschrieben, wenn die Silbe "dé kaartd ylgeesney braucht ysztarty nekayp dass buutu wyina”®. So bedeuten doppelte Vokale in einem Wort noch eine kiréiierte oder verlängerte Vokal, 3 Hervorhebung A. ibid., V. * Hervorhebung A. ibid., XI. S Hervorhebung A. ibid., XI. 68 Hervorhebung A. ibid., XI. 173
Beispiele: kaszeely (~ Husten), keelny (~ Hose), waarpa (~ Penis), moorkaa (~ Karotte), ruutaa (~ Ruten) usw. Die Schreibweise der Betonung ist sehr eigenartig, inkonsistent und erfordert eine ausführliche Arbeit. Einige der Begriffe, die J. Pabrėža in diesem Wörterbuch verwendet hat, sind auch heute noch für die Terminologie der Pflanzenmorphologie notwendig. Im "Wörterbuch der botanischen Begriffe" (1965) finden wir folgende botanische Begriffe: gebürstetes Blatt (folium hispidum, mepmassi#t JiueT), fleischiger Stiel (caulis carnosus, msiCHCTbIM cTe6eJIs- ), gehobelter Stiel (caulis tunicatus, crebens cHa6>KeHHbIHM 4 o6osnouykon-rynukoin), haariger Stiel (caulis pilosus, BomocucTsIH cTei Gens), nackter Stiel (caulis nudus, roast crebens), fleischiger Stiel (cau-A lis carnosus, MAcHcCTEIH cTebens), nykstgs rinkys (annulus fugax), patenkgs | rinkys = dauerhafter Rinkys (annulus persistens), schwankender Rinkys (annulus moi bilis), Achtblütiger Ripka = Achtblütiger Mentor (verticillus octoflorus, Bocs-| MHHBeTKOBAS MYTOBKa), wahre Beere (bacca vera, ucTHHHas srojia), Lapunas į (frons, mucroBaToe cJI0eBuHme), Terlytės (cyphellae, nudejiJisI) und andere. Schlussfolgerungen 1. In Vorbereitung auf das Schreiben eines großen Wörterbuchs der Pflanzenmorphologie und -systematik in semitischen Dialekten hat J. Pabrėža mehrere Hilfswerke vorbereitet. Eine solche Vorarbeit ist sein Wörterbuch "Sryje Balsenyyny". 2. Bei der Erstellung dieses Werkes stützt sich der Autor in erster Linie nicht auf ein Wörterbuch, sondern auf die lateinischen Wörterbücher von M. Besser, M. Bluff, D.H.F. Linko, C.H. Persono, L.C.M. Richards botanischen Werken, die ihm von Prof. J. Wolfgang von der Universität Vilnius zur Verfügung gestellt wurden. 3 3. Einzelwörter und zusammengesetzte Begriffe werden in abeceélischem Dialekt dargestellt. Die RuSinial-Wörter entsprechen der natürlichen Art der Zusammensetzung von Wörtern in der litauischen Sprache. Neben lateinischen Begriffen gibt es griechische, polnische Entsprechungen. Die lexikographische Technik des Wörterbuchs "Sryje Balsenyyny" unterscheidet sich nicht von anderen handschriftlichen Wörterbüchern der Zeit. 4. Einige Begriffe, die im Wörterbuch "Sryje Balsenyyny" verwendet wurden, werden heute noch in der Terminologie der Pflanzenmorphologie verwendet. DAS WORTERBUCH DER BOTANISCHEN TERMINOLOGI "SRYJE BALSENYYNY” VON J. PABRĖŽA Zusammenfassung J. Pabreza (1771—1849) schuf als erster die litauische botanische Terminologie. Im Aufsatz wird das terminologische Worterbuch ”Sryje Balsenyyny” behandelt. Das Worterbuch erschien 1834, es besteht aus 505 Seiten.. Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf der Erforschung zwei Hauptfragen: 1) es werden die Quellen und lexikographischer 174
2) Aufbau des Unternehmens Wörterbücher untersucht. Im Wörterbuch von J. Pabreza kommen solche Abkürzungen vor, wie z. B. Bluff, Bess, Link u.a. Das sind die abgekürzten Familiennamen, auf die sich J. Pabréza bei der Zusammenstellung seines Worterbuches stiitzte. Im Worterbuch werden die botanischen Termini in alphabetisscher Ordnung angegeben. Ihrer Bildung nach sind die Termini auszusondern, die aus einem Wort und zwei Worter gebildet sind (einfache und zusammengesetzte). Manche von den im erwahnten Worterbuch angegebene Termini haben auch heute ihre Bedeutung nicht verloren. 175
