Holzheu, F anz
A icle
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de
Eu opäischen Wi scha sgemeinscha
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Holzheu, F anz (1973) : Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de
Eu opäischen Wi scha sgemeinscha , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
(ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 93, Iss. 2, pp. 159-189,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291305
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung
in de Eu opäischen Wi scha sgemeinscha *
Von F anz Holzheu, Be lin
Am 24. Ap il 1972 a die Ve einba ung des Ausschusses de Zen-
albankgou e neu e de EWG-Mi gliedslände , die Bandb ei en de
„C oss Ra es" de Mi gliedswäh ungen on bishe e wa 4,5 °/o au
2,25 °/o zu e minde n, in K a . Eine eingehende Analyse de Wi -
kungsweise des neuen Sys ems und seine wäh ungspoli ischen Be-
deu ung s eh bislang noch aus.
Die olgenden Aus üh ungen haben das Ziel, das neue Sys em und
seine En s ehung zu e läu e n und es in einen Kon ex zu s ellen, on
dem aus ein Zugang zu wich igen P oblemen e ö ne wi d, die mi
dem neuen Ve ah en e knüp sind bzw. sein könn en. Nach eine
ku zen Übe sich übe die En s ehungsgeschich e de neuen Regelung
(I.) we den al e na i e Ve ah en da ges ell , die mi einem 2,25 °/o-
Limi ü die EWG-C oss-Ra es kompa ibel wä en (II.). Vo diesem
Hin e g und wi d in III. das a sächliche EWG-Ve ah en e läu e .
Abschni IV. en häl Übe legungen zu den mi dem neuen Ve ah en
e bundenen wäh ungspoli ischen P oblemen.
I.
1. Die Bandb ei en egelung is als Sch i in Rich ung au die sei
Jah en disku ie e eu opäische Wäh ungsunion au ge aß und beschlos-
sen wo den. Diese Wäh ungsunion ha sei de Haage Gip elkon e enz
de EWG-S aa en om 1. und 2.12.1969 Sch i ü Sch i , wenn auch
mi Un e b echungen, Ges al angenommen1. Au de Haage Gip el-
* De o liegende Bei ag wu de Ende Janua 1973 de Redak ion übe -
geben. Die ku z danach einge e ene neue Wel wäh ungsk ise konn e dahe
nich meh be ücksich ig we den. Fü die Du chsich des Manusk ip s und
we olle Hinweise danke ich meinem Mi a bei e S ephan Vahl, M. A.
1 Dazu Hans Willge od , Alexande Domsch, Rol Hasse, Volke Me x, un e
Mi a bei on Paul Kellenbenz: Wege und I wege zu eu opäischen In eg a-
ion. F eibu g 1972. In diese Da s ellung we den un e ande em die zahl-
eichen Pläne ü eine EWG-Wäh ungsunion besch ieben und beu eil . — Vgl.
e ne : Eu opäische Gemeinscha en (H sg.): Be ich an Ra und Kommission
übe die s u enweise Ve wi klichung de Wi scha s- und Wäh ungsunion
in de Gemeinscha (We ne -Be ich ). Sonde beilage zum Bulle in de Eu o-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
160 F anz Holzheu
kon e enz wu de de EWG-Minis e a beau ag , daß, „ausgehend
om Memo andum de Kommission om 12. Feb ua 1969 und in enge
Zusammena bei mi diese , im Lau e des Jah es 1970 ein S u enplan
ü die E ich ung eine Wi scha s- und Wäh ungsunion ausgea bei e
wi d"2. Fe ne wu de e einba , „die Möglichkei de E ich ung
eines eu opäischen Rese e onds p ü en zu lassen, zu dem eine gemein-
same Wi scha s- und Wäh ungspoli ik hin üh en müß e"3. En sp e-
chend diese En schließung de Haage Kon e enz beschloß de Mini-
s e a am 6. Mä z 1970, „die P äsiden en des Wäh ungsausschusses
und des Ausschusses de Gou e neu e de Zen albanken, die Vo -
si zenden de Ausschüsse ü mi el is ige Wi scha poli ik und ü
Haushal spoli ik sowie einen Ve e e de Kommission zu bi en, un e
dem Vo si z on He n Pie e We ne zusammenzu e en, um einen
Be ich mi eine Analyse de e schiedenen An egungen zu e s ellen,
so daß die G undau assungen ü eine sch i weise Ve wi klichung de
Wi scha s- und Wäh ungsunion de Gemeinscha he ausgea bei e
we den können"4.
Die „We ne -G uppe" leg e am 20. Mai 1970 einen Zwischenbe ich
und am 8. Ok obe 1970 den Endbe ich o 5. De Endbe ich en häl
einen S u enplan ü die Bildung eine Wäh ungsunion. E s ell eine
Mischung eils „ökonomis isch", eils „mone a is isch" inspi ie e Maß-
nahmen da 6 und en häl u. a. den mone a is ischen Vo schlag:
— „Schon zu Beginn de e s en S u e soll en die Zen albanken e -
suchsweise du ch abges imm es Vo gehen die Wechselku sschwan-
päischen Gemeinscha en, 11 - 1970. — Die e Geh man, Sabine Ha msen: In e-
g a ion in de EWG. Dokumen e und Bibliog aphie. Hambu g 1972. Diese
Bibliog aphie en häl die wich igs en Dokumen e zu EWG-Wäh ungsunion.
Fe ne sei au die Gesam be ich e de Eu opäischen Gemeinscha en ü die
Jah e 1969 . e wiesen.
2 Kommuniqué de Kon e enz de S aa s- bzw. Regie ungsche s de EWG-
Mi gliedss aa en in Den Haag am 1. und 2. Dezembe 1969. In: We ne -Be-
ich , Anlage 1, S. 35.
3 Ebd., S. 35.
4 Beschluß des Ra es om 6. Mä z 1970 übe das Ve ah en ü die Zusam-
mena bei in Wi scha s- und Wäh ungs agen. In: We ne -Be ich , Anlage 2,
S. 37.
5 Diese Endbe ich is de be ei s meh ach zi ie e We ne -Be ich .
6 Die g undlegende poli ische Kon o e se zwischen Ökonomis en und Mo-
ne a is en bes eh da in, daß le z e e (un e ande em die anzösische Regie-
ung) au dem Weg übe Teil egelungen meh echnische A im mone ä en
Be eich Impulse in Rich ung au eine Koo dinie ung de allgemeinen Wi -
scha spoli ik und dami au das Endziel eine komple en Wi scha s- und
Wäh ungsunion scha en wollen; daß dagegen e s e e ( o allem Holland und
die BRD) die Koo dinie ung de Wi scha s- und Wäh ungspoli ik als Vo aus-
se zung ü das Funk ionie en de mone ä en Regelungen (Beis andssys eme,
Bandb ei eneinengung, Ve gemeinscha ung de Wäh ungs ese en usw.) an-
sehen und deshalb o he e eichen wollen. Hin e de ökonomis ischen Po-
si ion s eh die Be ü ch ung, de ande e Weg könn e in eine „In la ionsge-
meinscha " üh en. Zu diese Kon o e se: Willge od u. a.: passim.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 161
kungen zwischen ih en Wäh ungen ,de ac o' inne halb enge e
Bandb ei en hal en als denen, die sich aus de Anwendung de ü
den Dolla zum Zei punk de Ein üh ung des Sys ems bes ehenden
Bandb ei en e geben. Dieses Ziel könn e du ch eine abges imm e
Ak ion gegenübe dem Dolla e eich we den.
— Nach diese Expe imen ie phase könn e die Ve inge ung de Band-
b ei en am lich e künde we den.
— Das konze ie e Vo gehen gegenübe dem Dolla könn e du ch
In e en ionen in Gemeinscha swäh ungen — zunächs an den
G enzpunk en, dann inne halb de Bandb ei en — e gänz we den.
Diese In e en ionen soll en so ges al e we den, daß dami ü die
e s e S u e keine übe das ku z is ige Wäh ungsbeis andssys em
hinausgehenden K edi azili ä en e bunden sind.
— Es könn en wei e e Ve kleine ungen de Bandb ei en de Wechsel-
ku se zwischen Gemeinscha s Wäh ungen beschlossen we den7."
Diese Vo schlag is die Basis de am 24. 4.1972 einge üh en Rege-
lung. E implizie ein Reihe on P oblemen nich nu echnische A ,
sonde n auch solche, die den wäh ungspoli ischen Spiel aum de be-
eilig en Lände sowohl un e einande als auch gegenübe D i lände n
be e en. Die „We ne -G uppe" ha au Wunsch des Minis e a s den
Ausschuß de Zen albankgou e neu e gebe en, zu einigen diese
F agen S ellung zu nehmen8. Diese Ausschuß — un e Vo si z on
Ba on Ansiaux — ha seine An wo am 1. Augus 1970 o mulie und
de „We ne -G uppe" am 13. Sep embe 1970 übe mi el 9. Diese F agen
angie en z. T. unse e spä e en Übe legungen; deshalb wi d nich hie ,
sonde n an den en sp echenden S ellen au sie eingegangen.
2. Die EWG-Kommission bezeichne e in ih e Mi eilung an den Mini-
s e a om 30.10.1970 den Vo schlag de „We ne -G uppe", die Band-
b ei e einzuengen, als besonde s bedeu sam und nahm ihn in einen die
Wäh ungsunion be e enden En schließungsen wu ü den Minis e -
a au 10. De Minis e a e abschiede e jedoch e s im Mä z 1971 eine
en sp echende En schließung, wobei e on den En wü en de Kom-
mission in ielen Punk en, die insbesonde e die kon o e sen Vo s el-
7 We ne -Be ich , S. 24.
8 Das Sch eiben on Pie e We ne , de F agenka alog und das An wo -
sch eiben des Ausschusses de Zen albankgou e neu e sind abged uck im
We ne -Be ich , Anlage 5, S. 67 .
9 Ebd., S.
41
.
10 Kommission de Eu opäischen Gemeinscha en (H sg.): Mi eilung und
Vo schläge de Kommission an den Ra übe die s u enweise Ein üh ung de
Wi scha s- und Wäh ungsunion, dem Ra o geleg am 30. Ok obe 1970.
B üssel 1970. S. 6, 11.
11 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
162 F anz Holzheu
lungen de Ökonomis en und Mone a is en be a en, abwich11. In
Punk 7 de En schließung e such e die Zen albanken, „du ch eine
abges imm e Ak ion gegenübe dem Dolla die Wechselku sschwan-
kungen zwischen den Wäh ungen de Mi gliedss aa en schon zu Beginn
de e s en S u e e suchsweise inne halb enge e Bandb ei en zu
hal en, als sie sich aus de Anwendung de ü den US-Dolla gel enden
Bandb ei en e geben"12. Dieses De- ac o-Sys em soll e du ch ein De-
ju e-Sys em e se z und die In e en ionen auch au Mi gliedswäh un-
gen ausgewei e sowie die Bandb ei en wei e eingeeng we den kön-
nen, so e n au dem Gebie de Ha monisie ung de Wi scha spoli ik
en sp echende Fo sch i e es ges ell wo den sind18.
Au G und diese En schließung e einba en die Zen albanken de
EWG, die Bandb ei en zwischen den Mi gliedswäh ungen on (damals
noch) 1,5
o/o
au 1,2 °/o du ch koo dinie e De isenma k in e en ionen
gegenübe dem US-Dolla einzuengen, und zwa ab Juni 197114.
Ab Mai 1971 mach en die in e na ionalen wäh ungspoli ischen E eig-
nisse die Ve wi klichung des Plans zunächs unmöglich. Als jedoch im
Washing one Wäh ungsabkommen om Dezembe 1971 neue Pa i ä en
bzw. Lei ku se ü die wich igs en Wäh ungen es geleg wu den — bei
g undsä zliche Beibehal ung ixie e Ku se, abe gleichzei ige Band-
b ei ene wei e ung gegenübe dem US-Dolla au 2,25 °/o —, e hiel de
Plan de EWG-Bandb ei eneinengung wiede Au ieb. Nach eine Mi -
eilung de Kommission an den Ra om 12.1. 72 und nach de an-
zösisch-deu schen Konsul a ionsbesp echung om 10. und 11. 2. 72 sowie
de P ü ung eines Expe enbe ich s zu Beg enzung de EWG-in e nen
Bandb ei en du ch den Ausschuß de Zen albankgou e neu e am
14. 2. 72 wu de de EWG-Minis e a ä ig. E knüp e an die En schlie-
ßung om Mä z 1971 an und o de e in eine am 7. Mä z 1972 ausgea -
bei e en Ra sen schließung die EWG-Zen albanken au , nach eine Ex-
pe imen ie phase spä es ens ab 1. 7. 1972 die „c oss a es" ih e Wäh-
ungen inne halb eine Bandb ei e on ± 2,25 °/o zu hal en15. Gleich-
zei ig soll e de du ch die IWF-Bandb ei e bes ehende Handlungsspiel-
aum gegenübe D i lände n gewah bleiben. Die Zen albanken
11 En schließung des Ra es und de Ve e e de Regie ungen de Mi -
gliedss aa en om 22. Mä z 1971 übe die s u enweise Ve wi klichung de
Wi scha s- und Wäh ungsunion in de Gemeinscha . Am sbla de Eu opäi-
schen Gemeinscha en om 27.3.1971, C 28/4.
12 Ebd.
13 Ebd.
14 Deu sche Bundesbank (H sg.): Geschä sbe ich ü das Jah 1971. S.
51
.
15 De Wo lau de p o iso isch gebillig en En schließung is abged uck in:
Auszüge aus P essea ikeln, N . 21 om 16.3.1972, S.
6 .
— Mi de En schlie-
ßung om 21. 3.1972 kam es zu endgül igen Billigung. Bull, de Eu opäischen
Gemeinscha en, 4 - 1972, S. 44
.
— Am sbla de Eu opäischen Gemeinscha -
en om
18.
4.1972, C/38.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 163
einig en sich am 10.4. au die Modali ä en des neuen Sys ems und
se z en, en gegen dem u sp ünglichen Konzep , den Te min ü das In-
k a e en schon au den 24. 4.1972 es 16. En gegen den in ühe en
Dokumen en o gesehenen zwei E appen de In e en ions ä igkei ,
nämlich zunächs nu in US-Dolla s und e s spä e auch in Gemein-
scha swäh ung, sind nun on An ang an beide Ve sionen o gesehen.
Die De ails de Regelung we den un e III. behandel .
II.
1. Ein Blick in die P essebe ich e s a ung übe das neue Sys em
zeig , daß es en gegen dem Eind uck, den zahl eiche Kommen a o en
e wecken, keineswegs ü alle e s ändlich zu sein schein . Um dieses
Ve s ändnis zu e leich e n und gleichzei ig e s e Anhal spunk e ü eine
Beu eilung zu scha en, wi d in diesem Abschni eine Reihe al e -
na i e Regelungen da ges ell , die alle p inzipiell mi eine Beg en-
zung de EWG-C oss-Ra es au ± 2,25 °/o kompa ibel wä en. Die om
Ausschuß de EWG-Zen albankgou e neu e eben alls disku ie e e-
la i e Einengung de EWG-Bandb ei en du ch Auswei ung de Band-
b ei en de EWG-Wäh ungen gegenübe dem Dolla bleib im olgen-
den unbe ücksich ig .
Vo dem Hin e g und diese Al e na i en17 wi d dann in III. die e -
einba e EWG-Regelung abgehandel .
2. Die olgenden De ini ionen bzw. Beziehungen sind bei de Be-
sch eibung de neuen In e en ions egeln zu beach en:
Es sei Pi,
j
die „Pa i ä s ela ion" de Wäh ungen i und j au de Basis
de Pa i ä s-Dolla p eise bzw. de Lei ku se
PD, I
bzw. PD,
PDJ
bzw. PjDi = Kassap eis des US-Dolla s in Einhei en on j- bzw.
i-Wäh ung en sp echend de Pa i ä bzw. dem Lei ku s. P ; is de
Pa i ä sp eis de i-Wäh ung in j-Einhei en. Von den au Pa i ä sbasis
bes imm en Ku sen sind die a sächlichen Kassaku se WDI, WDJ und
Wn zu un e scheiden. Fe ne gib es neben W,; die „c oss a e" :
. WDj
(2) W^ = yy— ( echne ische P eis de i-Wäh ung in Einhei en
Di de j-Wäh ung).
16 P essemi eilung des Ausschusses de P äsiden en de Zen albanken de
Mi gliedss aa en de Eu opäischen Wi scha sgemeinscha . Basel 10.4.1972.
Auszüge aus P essea ikeln, N . 27 om 13.4.1972, S. 1.
17 Vgl. die An wo des Ausschusses de Zen albankgou e neu e. We ne -
Be ich , Anlage 5, S. 44 . — Pa ick B. de Fon enay and Ma ie H. Lambe :
Implica ions o P oposals o Na owing he Ma gins o Exchange Ra e
Fluc ua ions Be ween EEC-Cu encies. S a Pape s, Vol. 18 (1971), S. 646 .
ii'
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
164 F anz Holzheu
Solange W=}=Wi; is , gib es — sieh man on unbedeu enden
T ansak ionskos en ab — A bi agemöglichkei en. Sind diese ausge-
schöp , so bes eh eine „homogene Wechselku ss uk u "18. Diese wi d
ak isch du ch A bi age seh schnell he beige üh 19. Im olgenden
wi d deshalb un e s ell :
(3) w;. = Wi5 .
Es sei ocij die ela i e Abweichung des Ku ses de i-Wäh ung in
j-Einhei en on de Pa i ä s ela ion und am bzw. am die ela i e Ab-
weichung on Wm bzw. Wd§ on Pdi bzw. Pdj.
W{j - P{j Wi}
(4a) = " = -
1
;
(4b) «Dk= ; c = u .
PDk
Un e Be ücksich igung on (2) und (3) olg
(1 +
O Dj)
_
CCDj
- «Di ,
(5) ij ~ (1 + ccDi) 1 " 1
+
aDi
9
diese Gleichung bes imm die ela i en Schwankungen de „c oss
a e" W^- um Pa in Abhängigkei on den ela i en Abweichungen
de Dolla p eise in i- bzw. j-Wäh ung on Pm bzw. Pdj.
3. Die Va iablen <xa, aDi und ocdj un e liegen olgenden Besch än-
kungen:
a) Nach den IWF-Ve einba ungen om Dezembe 1971 gil :
(6) - 0,0225 <
<xDJc
< + 0,0225 ; k = i, j
allgemein:
—
m <
<XDk
< + m.
Dies implizie wegen (5)
—
0,045 <
an
< + 0,045.
b) Nach de EWG-Ve einba ung om Ap il 1972 gil jedoch:
(7) - 0,0225 <
Cixs
= *Di < + 0,0225
1 +
<xDi
allgemein:
— Je
< an < + Je.
Das bedeu e in allgemeine Sch eibweise
(8) - c (1 + «Di) <
«z>i
-
»Di
^ + k
(1
+
*z>i)
•
18 Hans Mölle : Außenwi scha spoli ik. Wiesbaden 1961. S. 41.
19 Helmu Lip e : In e na ionale De isen- und Geldhandel. F ank u am
Main 1967. S. 92 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 165
Sieh man on de „Second-O de "-G öße kao ab, so gil :
(8a) — k <
<xDj — <xDi
< k
bzw. speziell
(8b) - 0,0225 <
<xDj
-
ocDi
< + 0,0225 .
Die Ungleichung (8b) de inie zusammen mi (6) die Menge M de
(<*£;, ^^-Kombina ionen, die sowohl mi de IWF- als auch mi de
EWG-Bandb ei e kompa ibel sind.
Die olgende Abb.
1
e deu lich den Zusammenhang.
Abb. 1
Das Gebie ABCDEF is M. Die Fläche zwischen den Ge aden FE und
BC besch eib die EWG-Regel, das Quad a ALDM die IWF-Regel.
Von den IWF-Möglichkei en sind BLC und FEM du ch die EWG-Regel
au jeden Fall ausgeschlossen. Welche Punk on M soll nach welchem
Ve ah en ausgewähl we den?
4. De Be eich ABCDEF kann du ch eine Viel al on denkba en
Wechselku spoli iken de Lände i und j, insbesonde e gegenübe dem
Dolla , ausge üll we den, z. B. du ch olgende20, wobei zunächs o en
bleiben mag, in welche Wäh ung in e enie wi d:
20 Fon enay and Lambe : S. 646 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
166 F anz Holzheu
a) Land i nu z den ollen Spiel aum gegenübe dem Dolla und
bes imm au onom Wm bzw. am. Das ande e Land paß Wdj bzw. aoj
diesem Ku s an, bezieh also eine Abhängigkei sposi ion, indem es seine
Wäh ung gegenübe i s abilisie (Abb. 2). In diesem Fall handel es
sich um einen i-Wäh ungsblock, dessen Wechselku spoli ik gegenübe
D i en om i-Land bes imm wi d21: Land i leg du ch
ocdi
= OK die
Ve ikale G H es , und das Land j bes imm sein aoj au diese Ve -
ikalen inne halb de zulässigen G enze G H.
De Spiel aum ü ocoj häng da on ab, welchen Ku s Land i gegen-
übe dem Dolla bes imm . Nu wenn am = 0 is , bleib ü aoj de
olle IWF-Spiel aum. De Spiel aum is minimal, wenn am an den
G enzpunk en des IWF-Bandes lieg .
Die In e en ion des Landes j gegenübe i mag di ek in i-Wäh ung
ode indi ek (c oss a e) in Dolla s e olgen. Fü die Ku sen wicklung
is das ela i une heblich. Es is jedoch bedeu sam ü die Rese e-
hal ung des j-Landes und dami ü die Rolle des Dolla s als Rese e-
wäh ung.
b) Beide Lände e hal en im Gegensa z zu Lösung a) den gleichen
Spiel aum gegenübe dem Dolla , indem die Sch anken ü am und am
on ± 0,0225 au je die Häl e eduzie we den (Abb. 3). Beide Lände
zusammen e zich en au einen Teil ih es gemeinsamen Bewegungs-
spiel aums gegenübe dem Dolla ; denn die neue Menge mögliche
Kombina ionen (aou «£>;), die Fläche A'L'D'M', is e heblich kleine
als M.
Abb. 2
21 Analog dem S e ling-Block nach 1931.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 173
eine e suchsweise Regelung da 44. In de Ra sen schließung om 22. 3.
1971 is da übe hinaus es geleg , daß de Ausschuß de Zen albank-
p äsiden en zweimal jäh lich gegenübe de Kommission und dem Ra
übe das Funk ionie en des neuen Sys ems und die Zweckmäßigkei
wei e e Maßnahmen zu be ich en ha 45. G undsä zlich is also das
Sys em e isions ähig; alle dings bleib die länge is ige Zielse zung,
die in e nen Bandb ei en ganz zu besei igen, da on unbe üh 46.
IV.
1. Wie sind die Konsequenzen des neuen Sys ems zu beu eilen?
Die Neu egelung de EWG-De isenma k in e en ionen wa on
Anbeginn an ums i en. Die Anhänge de neuen Konzep ion e wa -
e en on ih einen in eg a ions ö de nden E ek und z. T. auch eine
g öße e wäh ungspoli ische Unabhängigkei de EWG on den USA
und dami posi i e Konsequenzen ü die Wel wäh ungssi ua ion; hinzu
kommen u. U. noch spezi ische Vo eile, die sich einzelne In e essen en-
g uppen e sp ochen haben mögen. Die K i ike bezwei eln eils diese
E ek e, eils be ü ch en sie einen Abbau des Wide s andes gegen in-
la o ische En wicklungen in den EWG-Lände n47. Le z e es wi d dami
beg ünde , daß eine sei s das s abili ä spoli ische Ins umen a ium de
s abili ä sbewuß en Lände en schä und ande e sei s de Spiel aum
ü expansi e Poli ik de ande en e höh wi d, zumindes dann, wenn
die Bandb ei en e minde ung ak isch zu e wei e en wechselsei igen
K edi linien de Mi gliedslände ode äqui alen en E gebnissen üh 48.
Will man das neue Sys em beu eilen, so sind olgende Un e schei-
dungen wich ig: E s ens is zwischen eine gene ellen Beu eilung e -
minde e Bandb ei en und solchen U eilen zu un e scheiden, die das
neue In e en ionssys em als Teil de konk e en wäh ungspoli ischen
En wicklung de le z en Jah e und de absehba en Zukun behandeln.
Wähl man den zwei en S andpunk , so e gib sich die me hodische
Schwie igkei , die Konsequenzen des neuen In e en ionssys ems on
denen ande e Vo gänge zu isolie en, d. h. ele an e Al e na i en zu
44 Bull, de Eu opäischen Gemeinscha en, 4 - 1972, S. 45.
43 Am sbla de Eu opäischen Gemeinscha en om 27. 3.1971, C 28/4.
46 Ebd., C 28/2. — Bull, de Eu opäischen Gemeinscha en, 4 - 1972, S. 45.
47 Hans Willge od : 14 Thesen zu eu opäischen In eg a ion. In: He be
Gie sch (H sg.): In eg a ion du ch Wäh ungsunion? In eg a ion Th ough Mo-
ne a y Union? Tübingen 1971. S. 141 -148. — William M. Co den: Mone a y
In eg a ion. Essays in In e na ional Finance. No. 93. P ince on 1972. S. 22
und 31 .
48 Willge od : 14 Thesen. — Neue dings k i isie e auch de Sach e s ändi-
gen a zu Begu ach ung de gesam wi scha lichen En wicklung die s abili-
ä spoli ische Si ua ion in de EWG (Jah esgu ach en 1972. Bundes a s-D uck -
sache 612/72. Bonn 1972. Zi . 1 - 75).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
174 F anz Holzheu
de inie en. Zu den ande en Vo gängen zählen z. B. die Washing one
IWF-Beschlüsse om Dezembe 1971, namen lich die IWF-Bandb ei en-
auswei ung au ± 2,25
%>,
mi de die EWG-Regelung sachlich eng e -
knüp is . Hinzu komm , daß die EWG-Regelung ohne die IWF-Ve -
einba ungen mögliche weise ga nich zus ande gekommen wä e und
daß die Übe lebenschance des EWG-In e en ions e ah ens e mu lich
wesen lich on de Daue ha igkei de IWF-Beschlüsse abhängig is .
Gleichwohl wi d im olgenden die EWG-Regelung isolie behandel ,
und zwa o dem konk e en Hin e g und de wäh ungspoli ischen
Si ua ion und im Ve gleich zu den Bandb ei en, die sich aus de IWF-
Regelung e geben wü den. Zwei ens is zwischen den Konsequenzen
ge inge e Bandb ei en eine sei s und den im Zusammenhang mi dem
EWG-In e en ions e ah en no wendigen ode wah scheinlichen poli-
ischen Willensbildungs- und En scheidungsp ozessen ande e sei s zu
un e scheiden. Le z e e sind ü die Funk ionsweise des neuen Sys ems
nich zule z deshalb bedeu sam, weil sie dessen An älligkei gegenübe
des abilisie enden Kapi als ömen mi bes immen. Sie sind abe auch
inso e n wich ig, als sie u. U. zu Ak ualisie ung bishe noch nich e -
kann e ode zwa e kann e , abe nich o en ausge agene In e -
essenkon lik e zwischen den Mi gliedslände n bei agen können.
2. Geh man da on aus, daß die Bildung eine EWG-Wäh ungsunion
an sich e wünsch wä e (wo übe man seh e schiedene Ansich sein
kann), und knüp man an die üblichen A gumen e zuguns en de Band-
b ei en e minde ung an, so bie en sich olgende F agen als Ausgangs-
punk immanen e K i ik an:
(1) Kann das neue In e en ionssys em als Sch i in Rich ung au eine
Wäh ungsunion angesehen we den?
(2) Kann es als Ins umen zu Ve s ä kung de wäh ungspoli ischen
Unabhängigkei de EWG-Lände gegenübe D i lände n, insbeson-
de e den Ve einig en S aa en, gewe e we den? Dami s ell sich
die um assende e F age:
(3) T äg das neue Sys em zu Lösung de Wel wäh ungsp oblema ik
bei? Diese F age kann im Rahmen diese Da s ellung nu au ge-
wo en, jedoch nich behandel we den.
Es is auch nich möglich, im Rahmen diese ku zen Abhandlung au
die ande en F agen de aillie einzugehen. Einige wei e üh ende
F agen und Übe legungen müssen dahe zu Cha ak e isie ung de
jeweiligen P oblema ik genügen. Ebenso is es im o liegenden Zu-
sammenhang nich möglich, die E wünsch hei eine EWG-Wäh-
ungsunion, also den anges eb en Endzus and, g undsä zlich zu
disku ie en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 175
3. F ag man nach de in eg a ions ö de nden Wi kung des neuen
Wechselku ssys ems, so s ellen sich wei e e F agen:
(1) Wa die Bandb ei eneinengung angesich s des au den Gü e - und
Fak o mä k en be ei s e eich en In eg a ionsg ades nich übe -
ällig ode zumindes in nächs e Zukun ohnehin un e meidba ?
(2) Is dami zu echnen, daß das neue In e en ions e ah en das
S adium de e suchsweisen Anwendung übe leb , also zum De-
ju e-Sys em wi d?
(3) Is das neue Ve ah en U sache ode zumindes Anlaß ü desin e-
g ie ende Sch i e au ande en Gebie en, so daß selbs beim Übe -
gang zum De-ju e-Sys em ein Fo sch i in Rich ung au eine
Wäh ungsunion nich meh eindeu ig diagnos izie ba und inso-
e n aglich wä e?
4. Die F age (1) basie au olgende Übe legung49:
Die o sch ei ende In eg a ion de Gü e mä k e du ch die Bildung
des Gemeinsamen Ma k es e höh den G ad de Auslandsabhängigkei
de Mi gliedslände . Mi zunehmende Auslandsabhängigkei eines
Gebie es gewinn die P eisen wicklung ü Gü e aus den ande en Ge-
bie en einen unmi elba en und wachsenden Ein luß au die inlän-
dischen p i a en Disposi ionen (z. B. die Lohnkon ak e). Die ü die
Beschä igungs- und Zahlungsbilanze ek e on Wechselku sände ungen
wesen liche Geldillusion e lie en sp echend an Bedeu ung. Eine
solche Umo ien ie ung de Disposi ionen en zieh den na ionalen poli-
ischen Ins anzen allmählich die Kon olle übe die mone ä en Ve -
häl nisse in ih em Gebie . We den Wechselku sände ungen au diesem
Wege wi kungslos, so können bzw. soll en die be o enen na ionalen
Regie ungen au sie e zich en, um im Rahmen eine Wäh ungsunion
wenigs ens eine Mi sp ache- bzw. Mi wi kungsmöglichkei bei de ge-
meinsamen mone ä en Poli ik zu behal en bzw. wiede zugewinnen. Die
Bandb ei en e minde ung könn e als e s e Sch i in diese Rich ung
gedeu e we den. Die Möglichkei bzw. Be ei scha de Mi gliedslände
zu eine solchen gemeinsamen Poli ik is alle dings ein wesen liches
Elemen in diese A gumen a ionske e. Is sie nich gegeben bzw. zu
e wa en, so schläg das A gumen um zuguns en de E wa ung, daß
die na ionalen Regie ungen den e lo engegangenen Ein luß du ch
desin eg a i e Eing i e au ande em. Gebie zu subs i uie en e suchen.
Ob bei de Ein üh ung des neuen In e en ions e ah ens die wechsel-
sei ige Abhängigkei de EWG-Lände be ei s sowei binnenma k ähn-
lichen Ve häl nissen en sp ach, daß die ökonomischen Vo ausse zungen
de eben da ges ell en A gumen a ion e üll wa en, mag hie o en
bleiben; denn die de A gumen a ion zug unde liegenden no wendigen
49 Co den: S. 12 ., 20 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
176 F anz Holzheu
poli ischen Vo ausse zungen sind, wie im olgenden zu zeigen sein wi d,
gegenwä ig zumindes noch zwei elha . Deshalb kann siche lich nich
gesag we den, die Einengung de Bandb ei en sei übe ällig gewesen.
5. Die F age nach den Ube lebenschancen de Bandb ei en e minde-
ung muß im Zusammenhang mi de Teil age (3) gesehen we den;
denn die Be ei scha de EWG-Mi gliede , ih en Spiel aum ü na io-
nale Wäh ungspoli ik einzusch änken, is siche lich da on abhängig, ob
de au gegebene Spiel aum gegebenen alls, e wa du ch desin eg a i e
Maßnahmen au ande em Gebie , subs i uie we den kann. Die Be-
deu ung diese Subs i uie ba kei bemiß sich wiede um da an, inwie-
wei die im enge en Sinn wi scha s- und inanzpoli ischen Ziele und
da übe hinaus die Ziele de Gesellscha s- und de Außenpoli ik50 so-
wohl de Regie ungen als auch de poli isch ein luß eichen G uppen
de Mi gliedss aa en un e Be ücksich igung de a sächlichen En wick-
lung und de e ügba en Ins umen e wechselsei ig kompa ibel sind.
Es is aglich, ob das olle Ausmaß und die Bedeu ung de poli ischen
Implika ionen des e s en Sch i es in Rich ung au eine Wäh ungsunion
den genann en G uppen es los kla gewesen sind. Unbes i en wa
jedoch, daß wede die EWG-Bandb ei eneinengung noch eine gemein-
same EWG-Wechselku spoli ik gegenübe D i lände n ohne Abs im-
mung de Ziele und Mi el de S abilisie ungspoli ik und da übe hin-
aus wich ige Be eiche de S uk u poli ik au länge e Sich du ch-
zuhal en sind. Diese Einsich komm auch in am lichen Dokumen en,
z. B. den Ra sen schließungen om 22. 3.1971 und om 21. 3. 72, zum
Ausd uck51; denn sie en hal en eine Reihe on Ve ah ens egeln und
Absich se klä ungen zu poli ischen Koo dinie ung. Co den nenn
gleichwohl die bishe e eich e A on In eg a ion eine „Pseudo-
Wäh ungsunion", die sich nach seine Ansich du ch eine spezi ische
Kon lik an älligkei und dami die Ge ah des Schei e ns auszeichne 52.
a) Unmi elba e Anlaß ü Kon lik e bie e die ma k mäßige En -
wicklung bzw. die du ch In e en ionsabs immung ealisie e Höhe des
„Gemeinscha sni eaus" de Dolla ku se inne halb des IWF-Bandes.
Das „Gemeinscha sni eau" is sowohl ü die ku z is ige Beschä i-
gungs- und P eisni eauen wicklung de Mi gliedslände als auch ü
de en Wäh ungs ese enen wicklung bedeu sam, und zwa beein luß
es die Gesam ese en alle Mi gliedslände , die Ve eilung diese Ge-
sam ese en au die Mi gliedslände und im Rahmen des EWG-
50 Pe e Be nholz: Außenpoli ik und in e na ionale Wi scha sbeziehungen.
F ank u 1966. — Die gesellscha spoli ischen Vo s ellungen äuße n sich in
S aa seinnahmen, S aa sausgaben, K edi kondi ionen und in eingesch änk e
s abili ä spoli ische Ges al ba kei diese Ta bes ände.
51 Am sbla de Eu opäischen Gemeinscha en om 27. 3.1971, C 28/1 - 4
und om 18. 4.1972, C 38.
52 Co den: S. 3 . und passim.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 177
In e en ionssys ems auch die Zusammense zung de na ionalen Re-
se en nach Gold, Dolla s, IWF-Posi ion, Sonde ziehunigs ech en, EWG-
und sons igen Wäh ungen. Solange die Konjunk u - und/ode Zahlungs-
bilanzen wicklung de Mi gliedslände he e ogen e läu , sind dahe
In e essenkon lik e bezüglich des e s ebenswe en „Gemeinscha s-
ni eaus" un e meidlich. Sowei diese sich nu au die En wicklung de
Zahlungsbilanzen und dami de Wäh ungs ese en beziehen, könn en
sie du ch g oßzügige e Finanzie ung on Zahlungssalden inne halb de
Gemeinscha zumindes zum Teil besei ig we den (In e nalisie ung
de Salden du ch gemeinsame Rese ehal ung, Clea ing mi K edi -
gewäh ung ode ein ach du ch g oßzügige e bila e ale K edi linien).
Dies wü de alle dings o ausse zen, daß die Mi gliedslände die Fixie-
ung bzw. En wicklung des „Gemeinscha sni eaus" in e s e Linie als
P oblem de gesam en EWG-Rese eposi ion gegenübe D i lände n
und nu noch sekundä als P oblem de in e nen lände mäßigen Ve -
eilung de Rese en nach A und Um ang ansehen. Hie mi we den
P obleme angedeu e , die bei de Scha ung eines gemeinsamen Rese e-
pools zu age e en wü den. Auch bes eh ein sachliche Bezug zu den
be ei s bes ehenden ku z- und mi el is igen Beis andsmechanismen
im Rahmen de EWG53. Ohne Einigung übe die poli ischen Ziele und
den koo dinie en Einsa z de Ins umen e kann eine de a ige Kon-
s uk ion nich kon lik los unk ionie en; könn e doch ein Land ak isch
du ch seine Poli ik die Rese en ande e bzw. de G uppe wide de en
Willen nach A und Um ang e ände n und dami den poli ischen
Handlungsspiel aum de Pa ne einengen.
b) Das gemeinsame Ku sni eau angie auch die We bewe bsposi-
ion de Mi gliedslände gegenübe dem Ausland und dami de en
P oduk ionsni eaus, Beschä igungsg ad und die P eisni eaus. Diese
G ößen s ehen im Zen um de poli ischen Diskussion übe die EWG-
Wäh ungsunion, z. B. de Kon o e se zwischen Mone a is en und Öko-
nomis en. Le z e e sehen in übe eins immenden poli ischen Zielen die
Vo ausse zung ü In eg a ions o sch i e, wobei die Geldwe s abili ä
zumindes bei manchen ih e Ve e e P io i ä genieß 54. Die gesam e
P oblema ik de Koo dinie ung on Zielen und de Ve einhei lichung
des Ins umen a iums de S abilisie ungspoli ik s ell sich hie als Kon-
lik quelle da . T o z iele Einzelbekenn nisse und gemeinsame Ab-
sich se klä ungen de Mi glieds egie ungen sind ech e E olge au
diesem Gebie bislang ausgeblieben54. Hinzu komm , daß de du ch die
in ensi e e Ve lech ung de Gü e - und Fak o mä k e einge e ene
53 Vgl. Fußn. 37 sowie Willge od u. a.: S. 124 . — Eu opäische Gemein-
scha en (H sg.): 5. Gesam be ich übe die Tä igkei de Gemeinscha en 1971.
B üssel, Luxembu g 1972. S. 157 .
54 Willge od u. a.: passim. — Jah esgu ach en 1972, Zi . 1 - 75.
12 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
178 F anz Holzheu
Ve lus an Wi ksamkei de na ionalen S abili ä spoli ik nich du ch
ein neues Ins umen a ium au Gemeinscha sebene ausgeglichen
wu de55.
Selbs wenn au Regie ungsebene zwischen den Lände n eine Eini-
gung übe die wi scha spoli ischen Ziele und Maßnahmen möglich
wä e, bliebe eine sei s die F age de in e nen Du chse zba kei diese
Einigung gegenübe den na ionalen Pa lamen en und den nachgeo d-
ne en Gebie skö pe scha en in den einzelnen Mi gliedslände n, zumal
de en poli isch-adminis a i e S uk u en sich be äch lich un e schei-
den; ande e sei s wü de sich die F age de Kon ollie ba kei des
Vollzugs s ellen. Ein in jüngs e Zei ak uelles konjunk u poli isches
P oblem is die Einkommenspoli ik, de en Koo dinie ung zwa eben-
alls e o de lich wä e, abe angesich s de his o isch und ins i u ionell
beding en Un e schiede in den A bei sma k e häl nissen de Mi glieds-
lände kaum du ch üh ba e schein , weil schon im na ionalen Rahmen
die einkommenspoli ischen Koo dinie ungsp obleme bishe ni gends
au Daue bewäl ig we den konn en50. Besonde s p oblema isch is
gegenwä ig die Koo dinie ung de Vo s ellungen und Maßnahmen be-
züglich de P eisni eauen wicklung, ein P oblemk eis, de s a k du ch
un e schiedliche na ionale E ah ungen und Ve hal ensweisen ge-
p äg is 67.
c) Co den e mu e , daß Kon lik e übe die Höhe des „Gemeinscha s-
ni eaus" au dem Wege des ge ings en Wide s andes das gemeinsame
65 Vgl. die E gebnisse de Kon e enz de EWG-Wi scha s- und Finanz-
minis e om 31.10.1972 in Luxembu g. Süddeu sche Zei ung (2.11.1972). —
Jah esgu ach en 1972, Zi . 12 .
66 Jah esgu ach en 1972, Zi . 23. — Lloyd Ulman and Robe J. Flanangan:
Wage Res ain . A S udy o Income Policies in Wes e n Eu ope. Be keley,
Los Angeles, London 1971.
57 Sind die Be ölke ungen e schiedene Lände his o isch beding in un e -
schiedlichem Maße du ch ins i u ionelle Vo keh ungen (z. B. Zulässigkei on
Indexklauseln in Lohn- und K edi e ägen im Un e schied zum s ik en
Nominalismus) und du ch ih e Ve hal ensweisen da au einge ich e , sich
nega i en Konsequenzen de In la ion zu en ziehen, so wi d auch ih e Be ei -
scha , eine bes imm e Gelden we ungs a e zu ole ie en, en sp echend di e -
gie en. Analoge Konsequenzen können sich e geben, wenn in manchen Län-
de n die Einkommen ak isch indexgesiche sind und die Ve mögens e ei-
lung de a is , daß ü den übe wiegenden Teil de Be ölke ung eine in-
la ionsbeding e Geld e mögensen we ung mangels Masse kein P oblem da -
s ell , wäh end de Res de Be ölke ung wegen de ela i hohen Indi idual-
e mögen ohnehin sachwe gesiche e Anlagemöglichkei en besi z . Die Ve -
einhei lichung de In la ions a en zwischen e schiedenen Lände n mag un e
solchen Ums änden zu in la ionsbeding en Um e eilungs o gängen zugun-
s en de gegen In la ions olgen gesiche en G uppen, insbesonde e auch zwi-
schen den Lände n üh en. Inwiewei de a ige Sach e hal e im EWG-Be eich
Bedeu ung besi zen könn en, is bislang nich un e such wo den. Sie wü den
gegebenen alls eine U sache u. U. schwe wiegende poli ische Kon lik e da -
s ellen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 179
Ku sni eau in lexibel machen wü den, so e n das Ni eau du ch Ad-
hoc-Beschlüsse ixie und nich ein ach dem Ma k übe lassen wü de58.
Diese Ve mu ung mag alsch sein59. Sie deu e jedoch au ein allgemei-
ne es P oblem hin: Wann bzw. wie häu ig wi d inne halb des IWF-
Bandes gemeinsam bezüglich des „Gemeinscha sni eaus" in e enie ?
Sind e wa e e „Ni eauände ungen" gegeben alls Anlaß des abilisie-
ende spekula i e Kapi al ansak ionen? Le z e e könn en die Exi-
s enz des neuen Sys ems in F age s ellen, unabhängig on den be ei s
genann en Kon lik möglichkei en, indem sie zu g öße en In e en ionen
au den De isenmä k en zwingen, als die Mi gliede zu ole ie en be ei
ode in de Lage sind. Das Beispiel G oßb i anniens im Juni 1972 ha
dies deu lich gemach . Zwa ha e G oßb i annen (und Dänema k) noch
nich dieselben Ve p lich ungen bezüglich des neuen In e en ions-
sys ems übe nommen wie die Vollmi gliede , abe das (bislang o -
übe gehende) Ausb echen (zusammen mi Dänema k) aus dem neuen
Sys em sowie die gleichzei ig zuges andenen Sonde egelungen ü
I alien haben das Sys em wohl kaum glaubwü dige gemach , haben
doch diese Vo gänge die E wa ungen de Spekula ion zumindes zum
Teil bes ä ig . Mi wei e en Spekula ionswellen diese A is dahe zu
echnen. Insbesonde e is auch zu agen, ob nich das neue Sys em
selbs zu Spekula ion an eiz 60. Solange die Wechselku se inne halb
de EWG nich endgül ig ixie und die Bemühungen um eine Ha mo-
nisie ung de wi scha lichen En wicklung bzw. de poli ischen Ziele
und Maßnahmen nich e olg eich sind, bleib das EWG-in e ne Ku s-
sys em eine Quelle ü des abilisie ende Spekula ion. Die enge en EWG-
in e nen Ku sma gen mögen den In e en ionsbeda , dami die Re-
se enschwankungen de Mi gliedslände und, da an o ien ie , die
Wäh ungsspekula ion im Ve gleich zum S a us quo an e soga e -
s ä ken; dagegen haben die bishe igen Beschlüsse bezüglich des neuen
In e en ionssys ems unmi elba keine zusä zlichen wechselsei igen
K edi azili ä en de Wäh ungsbehö den de Mi gliedslände mi sich
•:•?*!
68 Co den: S. 3.
69 Zu eine Übe p ü ung de These Co dens eich die bishe ige ku ze Ge-
schich e des EWG-In e en ionssys ems nich aus.
60 Cha les A. Coombs (T easu y and Fede al Rese e Fo eign Exchange
Ope a ions. Fede al Rese e Bank o New Yo k, Mon hly Re iew, Vol. 54
[1972], S. 210 .) be on , daß die EWG-Regelung die Spekula ion mögliche -
weise e anlaß e, im Rahmen de P undk ise im Somme 1972 zweigleisig zu
spekulie en, nämlich eine nega i e S e lingposi ion und eine posi i e Posi ion
in kon inen aleu opäischen Wäh ungen au zubauen. Die gemeinsame Ve -
eidigung de EWG-in e nen Un e g enze ü das P und e hinde e eine -
sei s einen so o igen Rückgang des P undku ses au die IWF-Un e g enze,
zog abe ande e sei s auch die ande en EWG-Wäh ungen mi nach un en.
Ein du ch Spekula ion e zwungene Ve zich au die Ve eidigung des P un-
des an de EWG-in e nen Un e g enze is in diesem Fall mi einem wei e en
Absinken des P undes bei gleichzei igem Ans ieg de Ku se de ande en EWG-
Wäh ungen gegenübe dem Dolla e bunden.
12*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
180 F anz Holzheu
geb ach 61. Jedoch wu de simul an mi de Bandb ei en e inge ung
eine EWG-Rich linie zu Kon olle des (spekula i en) Kapi al e keh s
e einba 62. Gegenübe dem S a us quo an e mag auch das Ve ah en
zu wechselsei igen Abs immung de De isenma k poli ik zu eine
Auswei ung de des abilisie enden spekula i en Kapi albewegungen
an egen, zumal die geschilde en Kon lik möglichkei en bes ehen und
gg . nich zu e heimlichen sein we den.
Spekula i e Kapi albewegungen sind auch ein P oblem de Wechsel-
ku sen wicklung gegenübe D i lände n. Eine sei s kann das Abs im-
mungs e ah en bei (s i igen) disk e ionä en En scheidungen übe
das jeweilige „Gemeinscha sni eau" de Dolla ku se inne halb des
IWF-Bandes spekula i e Kapi als öme auslösen; ande e sei s kann bei
de p inzipiellen Beibehal ung ixie e Lei ku se bzw. Pa i ä en mi
IWF-Bandb ei e63 in E wa ung eine Au - ode Abwe ung on EWG-
Wäh ungen gegenübe dem Dolla ode eine Besch änkung des in e -
na ionalen Zahlungs- bzw. Kapi al e keh s spekulie we den. Daß
de a ige (des abilisie ende) spekula i e Vo gänge die in e na ionale
Wäh ungso dnung im Rahmen des neuen EWG-In e en ionssys ems
wenige e schü e n, als es bei isolie e Wechselku spoli ik de EWG-
Mi gliedslände de Fall wä e, kann nich a p io i bejah we den64,
zumal die EWG-Lände bishe wede o mal noch ak isch die Be ei -
scha zum bedingungslosen wechselsei igen Einsa z ih e Wäh ungs-
ese en e kennen ließen. Hinzu komm , daß gegenübe den D i -
lände n nach wie o wi scha spoli ische Koo dinie ungsp obleme
bes ehen, de en Nich bewäl igung be ei s in de Ve gangenhei zu
Pa i ä sanpassungen ge üh ha . Die F age, wie die Abs immung de
EWG-in e nen Poli ik gegenübe den D i lände n o sich zu gehen
ha , mag on den EWG-Mi gliedslände n un e schiedlich bean wo e
we den, sei es wegen di e gie ende Wi scha sen wicklungen bzw.
un e schiedliche Ve lech ung mi den D i lände n ode sei es wegen
oneinande abweichenden außenpoli ischen Absich en. Selbs e s änd-
lich sind diese Kon lik quellen und ih e Konsequenzen un ennba mi
dem be ei s behandel en P oblem de Beibehal ung de in e nen Ku s-
ela ionen inne halb de EWG-Bandb ei e e knüp ; denn ein Allein-
gang eines Landes bezüglich de Dolla pa i ä bzw. des Lei ku ses
wü de gleichzei ig die bishe ige in e ne Bandb ei e e schieben65.
61 Alle dings müssen die genann en EWG-Beschlüsse im Zusammenhang
mi dem neugescha enen mi el is igen EWG-Beis andssys em beu eil we -
den; denn ohne dieses Sys em wä e die Bandb ei eneinengung u. U. nich be-
schlossen wo den.
62 Bull, de Eu opäischen Gemeinscha en, 4 -1972, S. 46.
63 Dies wu de au de le z en EWG-Gip elkon e enz in Pa is e neu be-
k ä ig . Neue Zü che Zei ung (22.10.1972).
64 So behaup e z. B.
Co den:
„Such a egime (eine Pseudowäh ungsunion,
d. V.) is an in i a ion o inc eased des abilizing capi al mo emen s" (S. 29).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 181
Um die Glaubwü digkei de EWG-in e nen Bandb ei en is es also
nich zum bes en bes ell . Dies wi d du ch die olgenden Übe legungen
noch bek ä ig .
d) Die Einengung de EWG-in e nen Bandb ei en und dami de
Ku sbewegungen de einzelnen EWG-Wäh ungen gegenübe dem Dolla
is — wie Willge od zu Rech be on ha 66 — auch inso e n p oblema-
isch und dami au Daue wenig glaubwü dig, als die heu igen Ku se
au z. Z. noch bes ehenden, au dem Wege zu Wäh ungsunion abe
abzubauenden In eg a ionshemmnissen basie en. We den diese Hemm-
nisse, z. B. un e schiedliche Meh we s eue sä ze, kün ig besei ig , so
können sich die EWG-in e nen Ku s ela ionen ode /und das „Ku s-
ni eau" gegenübe dem Dolla als s i ig e weisen; das mag speku-
la i e T ansak ionen auslösen ode kon lik äch ige Anpassungen de
na ionalen Lohn- und P eisni eaus bzw. de Beschä igungsen wicklung
bedingen.
e) Die bishe igen E ah ungen mi dem neuen Sys em haben gezeig ,
daß die mi den In e en ionen in Gemeinscha swäh ungen e knüp -
en Umschich ungen in de Zusammense zung de Rese en de Mi -
gliedslände eben alls In e essenkon lik e e u sachen können. Als im
Juni 1972 zusammen mi dem P und auch die Li a un e den Ein luß
spekula i e Disposi ionen ge ie , bewogen die da aus en s andenen
Zahlungsde izi e die i alienischen Wäh ungsbehö den, gegenübe den
EWG-Pa ne n, als Ausnahme on de EWG-Regel, einen zei lich be-
is e en Saldenausgleich (nu ) in Dolla s ans a p opo ional zu den
bes ehenden Rese en (40 °/o in Gold bzw. goldähnlichen Mi eln) du ch-
zuse zen. Diese P äzedenz all dü e kün ige Kon lik e nach sich
ziehen67.
) Wie Gleske zu e end be on , is auch die S uk u poli ik, z.B.
die Regionalpoli ik, als Koo dinie ungsp oblem zu be ücksich igen88. Im
85 Eine Abwe ung de Wäh ung des Landes i gegenübe dem Dolla
(a^-X)) bedeu e in Abb. 1-4 eine Rech s e schiebung de Koo dina en um
den Abwe ungssa z, also eine Ve schiebung des bishe zulässigen Be eichs
de Ku sbewegungen. Sie bedeu e , gemessen am S a us quo an e, auch eine
Anhebung des „Gemeinscha sni eaus". En sp echendes gil ü Au we un-
gen. We en i und j im selben Maße gegenübe dem Dolla au ode ab, so
bleib das Koo dina ensys em un e ände .
66 Willge od : S. 145.
67 De i alienische Scha zminis e Malagodi e wies am 11. 9.1972 anläßlich
de Ve länge ung de Ausnahme egelung bis zum 31.12.1972 da au , daß die
Ve einba ungen übe den Saldenausgleich om Ok obe 1972 an e ns ha
übe p ü we den müß en. Ve einig e Wi scha sdiens e (12.9.1972). — In
ähnliche Weise äuße e sich auch die b i ische Regie ung. F ank u e All-
gemeine Zei ung (28.11.1972). Die inzwischen ge o ene Neu egelung des
Rückzahlungsmodus deu e da au hin, daß das Gold ak isch aus de Um-
schich ung de Rese en ausgenommen wi d. Ve einig e Wi scha sdiens e,
Finanzen (20.12.1972).
68 Leonha d Gleske: Die In eg a ion de Kapi almä k e in de EWG. In:
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
182 F anz Holzheu
Zuge de Bildung eine Wäh ungsunion dü e die Regionalpoli ik an
Bedeu ung gewinnen. Da die üblichen s abili ä spoli ischen Maßnahmen
nich meh geziel au die Te i o ien de einzelnen Mi gliedslände
angese z we den können, e gib sich eine neue A on Regionalp o-
blemen. Will man de en Lösung nich de eiwilligen Be ölke ungs-
wande ung übe lassen, so en s eh ein zusä zliche Beda an Regional-
poli ik. Die Minis e a sen schließungen zu Bildung eine Wäh ungs-
union haben diese P oblema ik be ücksich ig . Die be ei s sei lange
Zei on g a ie enden Regionalp oblemen be o enen Lände I alien
und G oßb i annien e such en anläßlich de Pa ise EWG-Gip elkon-
e enz om 19. und 20.10.1972, ela i de aillie e Fes legungen ü eine
au EWG-Ebene angesiedel e gemeinsame (insbesonde e gemeinsam
inanzie e) Regionalpoli ik du chzuse zen. Diese Absich is am. Wide -
s and u. a. F ank eichs, das de Regionalpoli ik eben alls sei länge em
g oße Au me ksamkei widme , geschei e 69. Die hie e kennba en
Di e genzen in den Zielse zungen und Me hoden eine gemeinsamen
Regionalpoli ik ech e igen die E wa ung, daß die Mi gliedslände
den na ionalen egionalpoli ischen Spiel aum zu wah en bzw. zu e -
wei e n e suchen we den. Sie we den — so gesehen — en wede die
Bindung de na ionalen Wechselku spoli ik no alls ablehnen ode den
ein e enden Ve lus an Handlungsspiel aum ü na ional bzw. egional
di e enzie ende Eing i e ande wei ig zu subs i uie en e suchen.
6, Die be ei s zu age ge e enen und noch zu e wa enden Schwie ig-
kei en mi dem neuen Sys em, die du ch spekula i e En wicklungen
noch e schä we den können, legen eine düs e e P ognose bezüglich
de Ube lebenschancen des Sys ems nahe. Das Aussche en G oßb i an-
niens und Dänema ks sowie die Sonde egelungen ü I alien (ein-
schließlich de nach olgenden Ve einba ungen) scheinen die P ognose zu
bes ä igen, obgleich EWG-Vizep äsiden Ba e die I alien-Regelung ge-
ade umgekeh als Beweis ü die S and es igkei des Sys ems zu
we en e such e70. So ein ach läß sich jedoch unse e F age (lb) nich
bean wo en; denn es gib Al e na i en. Angenommen, die EWG-Mi -
glieds egie ungen hä en ein ( on Land zu Land u.U. e schieden
mo i ie es) s a kes In e esse da an, den ollzogenen symbolischen
e s en Sch i in Rich ung au eine Wäh ungsunion nich o en zu ge-
äh den. Dann bes ünde ein s a ke An eiz, den Weg des ge ings en
Geo g B uns und Ka l Häuse (H sg.): Deu sche und in e na ionale Kapi al-
ma k . F ank u 1970. S.
73
. Au die aus de Ve bindung zwischen dem
EWG-Ag a ma k und de Wäh ungspoli ik esul ie enden Kon lik möglich-
kei en und desin eg a i en E ek e sei hie nu hingewiesen.
69 Das Kommunique de Kon e enz g ei das P oblem de Regionalpoli ik
zwa au , en häl abe nu ela i allgemein gehal ene Ve einba ungen. De
Tagesspiegel (22.10.1972).
70 Rede o dem Eu opäischen Pa lamen am 4. 7.1972. Bull, de Eu opäi-
schen Gemeinscha en, 8 - 1972, S.
9
. und 9 - 1972, S.
130
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung in de EWG 189
Wäh ungsunion eich nich aus, um den Ablau eines solchen poli i-
schen P ozesses zu besch eiben bzw. seine S abili ä abschä zen zu
können. Die Bedeu ung des neuen Sys ems als Sch i zu g öße e Un-
abhängigkei de wäh ungspoli ischen Ve häl nisse in de EWG on
D i lände n, insbesonde e den USA, is zwei elha .
Zusammen assung / Summa y
Zu P oblema ik de Bandb ei eneinengung
in de Eu opäischen Wi scha sgemeinscha
Am 24. Ap il 1972 a de Plan zu Ve inge ung de Bandb ei e de „c oss
a es" de EWG-Wäh ungen au ± 2,25 % als e s e Sch i in Rich ung au
eine EWG-Wäh ungsunion in K a . Nach einem ku zen Übe blick übe die
En s ehungsgeschich e des Plans (I.) we den die echnischen De ails da geleg
und mi al e na i en Möglichkei en eine Bandb ei eneinengung e glichen
(II. und III.). In Abschni IV. we den olgende F agen disku ie : Füh die
neue Regelung ü die EWG-c oss- a es a sächlich einen Sch i nähe an die
EWG-Wäh ungsunion he an? T äg die neue Bandb ei en egelung zu eine
e minde en Abhängigkei de mone ä en Poli ik de EWG-Lände on den
mone ä en Ve häl nissen in d i en Lände n, insbesonde e den USA, bei?
Die An wo en sind ziemlich nega i ; denn die Neu egelung de Bandb ei en
be üh wich ige Be eiche na ionale Poli ik und kann dahe zu O enlegung
bishe e s eck e In e essenkon lik e zwischen den Mi gliedslände n bei-
agen.
On he P oblems o na owing
he Exchange Ra e Ma gins wi hin he EEC
On Ap il 24, 1972 he p oposal o na ow he c oss a es o he EEC cu -
encies o a ma gin o ± 2,25 % has been en o ced as a i s s ep owa ds
an EEC cu ency union. A e a sho su ey o he genesis o he p oposal
(I.) he echnical de ails o i a e p esen ed and compa ed wi h al e na i e
solu ions o na owing he band o he c oss a es (II. and III.). In sec ion
IV. he ollowing ques ions a e discussed: Does he new egula ion o he
EEC c oss a es eally lead he EEC coun ies owa ds mone a y union? Can
i con ibu e o lessening he dependence o he EEC-coun ies' mone a y
policy om he mone a y condi ions in hi d coun ies, especially in he
Uni ed S a es? The answe s a e a he nega i e o he new egula ions a ec
impo an ields o na ional policy and could make clea con lic s be ween he
EEC membe s which un il now ha e been hidden.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.159 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:42