Bowmanund, Ma y Jean; Ande son, C. A nold
A icle
Wi scha s ypen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Bowmanund, Ma y Jean; Ande son, C. A nold (1955) : Wi scha s ypen,
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke
& Humblo , Be lin, Vol. 75, Iss. 5, pp. 1-22,
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513] 1
Wi scha s ypen
Von
Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son
z. Z. Lund (Schweden)
Inhal s e zeichnis : Einlei ung S. 1 — Komme zialisie ungss u en S. 4 —
Typen wi scha liche Koo dinie ung S. 7 — Zusammengese z e Komme ziali-
sie ungs-Koo dinie ungs ypen S. 10 — Die S ellung des Fak o s A bei S. 14 —
Un e nehme unk ionen S. 18 — Schluß S. 20
Zahl eiche Wi scha shis o ike üh en Klage da übe , daß zwi-
schen den Modellen de Wi scha s heo ie und den P oblemen, mi
denen sich die His o ike zu be assen haben, eine Klu bes eh . Sie
o de n eine enge e In eg ie ung beide Disziplinen. Und doch wa en
an de En wicklung „ ypologische " Analysen, on Webe s „Ideal-
ypen64 bis hin zu Spie ho s wi klichkei snähe en „Real ypen", ge ade
Wi scha shis o ike maßgeblich be eilig , und inzwischen is in de
einen ode ande en A die ypologische Analyse •zum es en Bes and-
eil mode ne sozialwissenscha liche Theo ie gewo den1. Im G unde
wa die Klu wenige , als man e mu en möch e, epis emologische
A — als Bes and eil de P obleme e wa, au die man S uden en au -
me ksam zu machen p leg . Das g öße e In e esse des His o ike s an
den gegensei igen Beziehungen wi scha liche und ande e Fak o en
in den Wechsel ällen de Zei und sein da aus esul ie endes Ve langen
nach einem wei en Bezugs ahmen s and in einem gewissen Gegensa z
zu de Vo liebe des Wi scha s heo e ike s ü ausgesuch e Anpas-
sungs o gänge un e gegebenen Bedingungen. Schumpe e wa beme -
kenswe e olg eich in seinem Bemühen, beide Gebie e zu e schmel-
zen2. Pa adoxe weise wu de de Zwiespal zwischen His o ike n und
1 Wegen eine knappen E ö e ung diese me hodologischen F agen c . F. C. Lane
und J. C. Bieme sma : „In oduc ion o Spie ho " in dem on ihnen he aus-
gegebenen Buch En e p ise and Secula Change (Homewood: I win,
1953) Kap. 25. Obwohl die Typen-Analyse on Soziologen häu ige e wende wi d
als on den meis en Wi scha le n, sind doch die ma hema ischen Modelle on
einem We bewe b, Monopol und Konjunk u zyklen hochabs ak e, deduk i e
Ideal ypen. Wenn imme dem gegenwä igen „Ins i u ionalismus"' eine e ek i e
Syn hese geling , we den „Real ypen41 die Folge sein.
2 Schumpe e be on diese Ve bindung in „C ea i e Response in Econo-
mic His o y", J. o E c o n. H i s . VII (1947), 149.
Schmolle s Jah buch LXXV, 5 1
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2 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [514
Theo e ike n abe auch du ch dais Bemühen de His o ike he o ge u-
en, das Einzelne, Pa ielle zu un e suchen, wohingegen de Theo e ike
allgemein gül ige Aussagen zu machen such ; es is kein Zu all, daß
un e den His o ike n nich nu U hebe , sonde n auch schä s e K i-
ike de ypologischen Analyse zu inden sind.
Diese „Au sa z in Pe spek i en" soll dazu bei agen, heo e ische
und his o ische Annähe ungen an eine wi scha liche Analyse zu e -
binden. Du ch einen e gleichenden Blick au die Wi scha en de
Wel können neue Gesich spunk e im Hinblick au die F age nach den
Möglichkei en und G enzen de mode nen ökonomischen Theo ie und
im Hinblick auch au einige de Punk e, an denen Wi scha s heo ie
und Wi scha sgeschich e gegensei ig oneinande abhängig sind, ge-
wonnen we den. Das me hodologische Glied zwischen beiden Gebie en
bilde eindeu ig die ypologische Analyse; sie is eine g undlegende,
wenn auch du chaus nich imme siche e Me hode, ein so um ang-
eiches P oblem aus eichend zu e assen3.
Die un en au gezeig en „Wi scha s ypen" wu den du ch einen
me hodischen Ve gleich heo e ische Modelle mi eine g oßen Zahl
a sächliche Wi scha en aus Ve gangenhei und Gegenwa ge-
wonnen4.
De Ausgangspunk diese Analyse wa die E kenn nis de ie
gesellscha lichen Funk ionen, au welche die Wi scha swissenscha
ih e Au me ksamkei konzen ie e:
1. die Höhe de Gesam p oduk ion und ih e Ve ände ungen
2. die Ve eilung de P oduk ions ak o en
3. de Ausnu zungsg ad diese P oduk ions ak o en
4. die Ve eilung des P oduk s.
Vie bedeu same, die soziale O ganisa ion be e ende K i e ien
sind unmi elba mi diesen Funk ionen e bunden5:
1. Das Ausmaß, in dem A bei s eilung und Tausch ausgebilde sind.
Man kann hie beispielsweise eine e häl nismäßig selbs genügsame
Familie eines p imi i en Volkss ammes de Wel des mode nen
G oßs äd e s gegenübe s ellen.
3 Jede , de in dieseis geis ige Laby in h eind ingen will, muß sich mi Max
Webe beschä igen. We oll is auch Hecks che s Au sa z „The Aspec s
o Economic his o y" in: Economic Essays in Hono o Gus a
Cassel (London: Allen and Unwin, 1933). He sko i s' Economic
An h opology (New Yo k: Knop , 1952) is ein zu e lässige Füh e bei Fo -
schungen übe das Wi scha sleben nich zi ilisie e Völke .
4 Eine on den Ve asse n ühe e aß e „Typology o Socie ies" (Ru al So-
ciology, XVI [1951], 255—271) e leich e e die o liegende Analyse. Die Au o en
e heben keinen Ansp uch da au , als quali izie e His o ike zu gel en.
5 Die al e Ein eilung nach Beg i en wie: Sammle -, Jäge -, Hi en- usw. Ge-
sellscha en is o ensich lich ehe echnologische als wi scha liche A .
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515] Wi 18 cha s y pen 3
2. Die Pe sonen ode O gane, welche en scheiden, was p oduzie
wi d, und die S elle, on de die wi scha lichen Handlungen de
Gesellscha koo dinie we den. Diese Fak o ha zwei Sei en:
P oduk ionseinhei und Koo dinie ungss elle allen häu ig ausein-
ande , wie beispielsweise in eine Ma k wi scha .
3. Die S ellung des Menschen als P oduzen en. An welchen S ellen
und au welche Weise we den seine wi scha lichen Beziehungen
zu ande en au einande abges imm ? In den komplexe en Wi scha -
en wä e auch das Ausmaß zu be ach en, in dem A bei e on eine
S ellung ode Au gabe zu eine ande en übe wechseln.
4. Eigen umso dnungen. Das Schwe gewich des In e esses lieg dabei
wenige au den philosophischen Beg ündungen des Eigen ums als
au den wi scha lich ele an en Aspek en. We kann welche An-
sp üche au Besi z und Kon olle welche A en on Gü e n und
Leis ungen e langen?
Un e eine „Wi scha " ha man sich das ökonomische Sys em
eine Gesellscha o zus ellen ode i gendeine wi scha lich in e-
g ie en Zahl on Gesellscha en ode i gendeine Gemeinscha , die
zwa noch keine „Gesellscha " da s ell , jedoch genügend ausgebilde
is , um die oben au gezeig en ie K i e ien wi scha lichen Lebens
au zuweisen. Geog aphische G enzen sind i ele an .
Die Wi scha s ypen wu den kons uie , indem he o s echende
Eigenscha en diese Va iablen kombinie wu den6. Die e s en beiden
K i e ien: das Ausmaß de Spezialisie ung und die Koo dinie ungs-
s elle, sind die bedeu same en. Die G und-Typologie basie au de
Ve bindung beide K i e ien. Eine Klassi izie ung nach de jeweiligen
Bedeu ung, welche de S ellung des Fak o s A bei zukomm , konn e
dem G undschema leich ange üg we den.
Die Eigen umso dnungen wiesen ü eine um assende Klassi izie-
ung zu eine und e wickel e Un e schiede au . Gewisse, genau ab-
g enzba e Assozia ionen zwischen den Koo dinie ungsp ozessen und
den Eigen umsbeziehungen sind a p io i zu e wa en und empi isch zu
beobach en. Da eine g ündliche Behandlung de F age nach den Eigen-
umso dnungen in jedem Typus auße o den lich b ei hä e aus allen
müssen, wi d diese ie e Va iable nich disku ie we den.
Die Bedeu ung de We o ien ie ungen ü die A und Weise ge-
sellscha lichen Ve hal ens sowie die Auswi kungen geschich lich be-
ding e Ve ände ungen lenk en e s je z wiede die Au me ksamkei
8 Mi eine Ausnahme könn en alle hie kons uie en Typen ein geschlossenes
Wi scha ssys em da s ellen — obwohl nu wenig Sys eme in Wi klichkei „ge-
schlossen" sind. De einzige Typus, de en wede mi eine g öße en Wi scha
e bunden sein muß ode symbio isch is , is de Typus de Gu swi scba mi
Absa zp oduk ion.
1*
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4 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [516
de Soziologen und Wi scha shis o ike au sich. Hie is ü eine
Un e suchung diese Beziehungen kein Raum. Lediglich einige Eigen-
scha en des Un e nehme ums we den gegen Ende des Au sa zes e -
ö e als ein ande es Gebie , das beim S udium gewisse dynamische
Ve ände ungen de G und ypologien, welche o ganisa o ische A
sind, beach e we den soll e7.
Komme zialisie ungss u en
Wäh end de Beg i „Spezialisie ung46 keine g öße en Schwie ig-
kei en bie e , kann „Tausch" e schieden ausgeleg we den. Auch de
Beg i „Eigen um46 is nich seh kla , und die „Geb äuche44 sind
auße o den lich e schieden, o allem, wenn — wie in wes lichen Ge-
sellscha en — kollek i e S uk u elemen e und eine Regie ung o -
handen sind. Sind Zahlungen on Toch e un e nehmungen an die
Mu e gesellscha ode T ansak ionen zwischen Regie ungsbehö den
als Übe agungen on „Eigen um44 anzusehen? Ähnliche Schwie ig-
kei en auchen in Wi scha en mi G oßg undwi scha au . Keine
scha e T ennungslinie bes eh e ne zwischen den in den Büche n
de Na ion ode des Ve bandes e scheinenden Eigen umsübe agun-
gen, welche ohne, und solchen, die mi Geld s a ge unden haben. Fü
die o liegenden Zwecke we den diese e schiedenen Übe agungs-
a en als „Tausch44 be ach e , weil eine Übe agung de Kon ollge-
wal s a inde , d. h. die Gü e gelangen in eine neue Sphä e on Un e -
nehme en scheidungen ode un e die Kon olle eine neuen „Fi ma44.
In de P axis au e ende Di e enzie ungen bei den Be echnungen,
wie sie mi ; solchen Ve ände ungen de Kon ollgewal einhe gehen,
können als ein unge äh e Maßs ab des Ausmaßes angesehen we den,
in dem Aus ausch s a inde . Auch mi diese Auslegung endie en
sowohl Spezialisie ung wie Aus ausch in dem Ausmaß zu schwinden,
in dem e deck e ode ohne Geld ollzogene Aus ausch zunimm .
Ausmaß de A bei s eilung und Ve b ei ung on Tauschbeziehun-
gen sind o ensich lich oneinande abhängig, und beide können als
Index ü den Komme zialisie ungsg ad e wende we den. Da sie
7 E s o ku zem wu de e schieden lich e such , eine Klassi izie ung on
Un e nehme eigenscha en o zunehmen. Ohne Rücksich au ih en u sp ünglichen
Zweck können die meis en diese Ein eilungen nich nu au gewinno ien ie e
Tä igkei en allein, sonde n auch au einen wei e en Rahmen bezogen we den. Die
S elle, welche die Un e nehme unk ion ausüb , is dabei i ele an . Nu mi eine
b ei en Auslegung des Un e nehme beg i s is es möglich, diese Klassi izie ung in
Beziehung zu de hie o ge üh en Typologie de wi scha lichen O ganisa ions-
o men zu se zen (c . Fußno e 13.) Die Ve asse haben o allem au Ein eilungen
au gebau , die on A hu H. C o
1
e und Cla ence D a n h o o geschlagen wu -
den (c . Fußno en 15 und 18).
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517] Wi scha s ypen 5
jedoch nu un ollkommen oneinande abhängig sind, e schien es am
bes en, beide Aspek e de Komme zialisie ung zu e ö e n.
Fün Komme zialisie ungs-„S u en" scheinen die du ch das Vo -
handensein a sächliche Wi scha en gegebene Spannwei e aus ei-
chend zu um assen: a) geschlossene Hauswi scha en, b) Tauschwi -
scha en, c) halbkomme zielle Wi scha en, d) komme ziell-p ae-
indus ielle Wi scha en, e) komme ziell-indus ielle Wi scha en.
Da quan i a i e Da en nu in Ausnahme ällen zu Ve ügung
s ehen8, we den wi sp ungweise eine S u e nach de ande en be ach-
en und dabei e kennen, daß die Ka ego ien ineinande übe gehen.
Diese Komme zialisie ungs-S u en sind keine no wendigen his o-
ischen Folgen; in de Ta lieg eine besonde e Bedeu ung diese Ana-
lyse in dem Gegensa z zwischen de ypologischen Reihen olge und de ,
welche sich nach de his o ischen Au einande olge ich e . Die We-
sensme kmale de ün Komme zialisie ungs-S u en sollen ku z da -
ges ell we den.
A. Geschlossene Hauswi scha en (Subsis ence economies)
A bei s eilung: g oßen eils nach Al e und Geschlech , ge ing-
ügige Spezialisie ung on P ies e n und Milizsolda en.
Tausch: o allem übe Geschenke, bei Ze emonien, gegensei i-
ge Hil eleis ung, sowie bei Teilungen; Tauschbeziehungen
nach außen kommen nu in ge ingem Um ang o .
B. Tauschwi scha en (Ba e economies)
A bei s eilung: wenig meh als A; in eine meh e e G uppen um-
assenden Gesellscha , in de zwei e schiedene kul u elle
G uppen mi einande leben, ha sich die eine ielleich spe-
zialisie .
Tausch: wie in A, plus in e ne Aus ausch on Gü e n (und mög-
liche weise on Diens en). Ge ausch we den nu Übe schuß-
p oduk e und nu on denen, welche dasselbe P oduk he -
s ellen; Vo kommen on Wa engeld. De in e ne Aus ausch
geh di ek , ohne Mi elspe sonen ons a en, wenngleich die
Si e un e Ums änden ih Tä igwe den e o de .
K edi : Tauschk edi mi ode ohne „Zins" bzw. P ämie.
C. Halbkomme zielle Wi scha en (Semi-comme cial economies)
A bei s eilung: P oduk ion o allem ü den unmi elba en Ve -
b auch; daneben gib es jedoch einige neben- und einige haup *
be u liche Spezialis en, einschließlich einige wenige Spezia*
lis en im Handel. Im allgemeinen sind P ies e , Solda en und
8 Ein in e essan es Beispiel eine halbkomme ziellen S u e b ing A. J. und
R. H. T a w n e y : „An Occupa ional Census o he Se en een h Cen u y", Econo-
mic His o y Re iew, V (1931), 25—63.
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6 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [518
einige haup be u liche Handwe ke unabhängig oneinande
ä ig ode müssen die Ano dnungen de Eli e be olgen.
Tausch: un e Zuhil enahme on Geld Tausch on Wa en ode
Diens leis ungen, mi Handel sowohl di ek als auch übe Mi -
elspe sonen. Die G öße des Aus auschs is — mi Ausnahme
einige A ikel — im Ve häl nis zum Gesam e b auch ge ing.
Un e Ums änden Vo kommen on T ibu en in Fo m on
Wa en ode Diens leis ungen.
K edi : Wa enk edi und Geldk edi , auch übe Mi elspe sonen.
Un e Ums änden wi d A bei sk a e p ände (wie beispiels-
weise in China, wo bisweilen ein Sohn zu A bei beim Gläu-
bige des Va e s geschick wu de).
D. Komme ziell-p aeindus ielle Wi scha en (Comme cial-
p e-indus ial)
A bei s eilung: zahl eiche haup be u liche Spezialis en, auch au
dem Gebie on Handel und Finanzen; die Spezialisie ung is
jedoch inne halb de meis en Handwe kszweige ode In-
dus ien noch nich sonde lich o ange ieben.
Tausch: au de G undlage on Geld und zumeis indi ek ; die
ausge ausch en Gü e bilden einen wesen lichen Teil des Ge-
sam Ve b auchs.
K edi : au de G undlage on Geld und o allem übe Mi els-
pe sonen.
E. Komme ziell-indus ielle Wi scha en (Comme cial-indus ial)
A bei s eilung: s a k ausgep äg , sowohl inne halb de einzelnen
B anchen on Handwe k und Indus ie als auch zwischen die-
sen; e ne auch un e Händle n und Geldgebe n.
Tausch: e b ei e und mi ielen Gelda en (K edi mi el,
Münzgeld e c.), ange angen om haup sächlich o enen, übe
das Geld ollzogenen Aus ausch bis zum o wiegend e deck-
en inne halb g oße in eg ie e Einhei en. Gegebenen alls
au b ei e Basis Aus ausch mi ande en Wi scha en.
K edi : om s a k e b ei e en o enen Geldk edi bis zum o -
wiegend e deck en K edi inne halb g öße e Einhei en mi
gemeinsame Ab echnung, Zwangsspa en übe S eue n usw.
Obwohl diese Ka ego ien eine Au einande olge e schieden s a k
ausgep äg e Komme zialisie ungss u en da s ellen, sind die au ein-
ande olgenden S u en doch nich gleich wei oneinande en e n ,
Auch Ve b ei ung on Spezialisie ung uhd Tausch bewegen sich nich
gleichmäßig. Typus B is ausgep äg e komme ziell als Typus A, und
zwa wenige wegen de s ä ke ausgebilde en Spezialisie ung als des-
halb, weil do plö zlich Aus ausch on Übe schußgü e n zwischen
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519] Wi scha s ypen 7
Nich spezialis en s a inde — eine En wicklung, welche zu E schei-
nung nebenbe u liche Spezialisie ung und eine halbkomme ziellen
Wi scha üh en kann. Sowohl de Aus ausch als auch die A bei s-
eilung wachsen on Typus B zu Typus C und on Typus C zu Typus D
an. Un e Zug undelegung des um assende en Beg i es Aus ausch46
wachsen beide Elemen e on Typus D zu E hin an, obwohl de Aus-
ausch in einigen Indus iewi scha en un e Ums änden wenige o en
o sich geh als ielleich in ypischen komme ziell-p aeindus iellen
Wi scha en.
Typen wi scha liche Koo dinie ung
(Au ho i y-coo dina ion- ypes)
Wenn wi als zwei es Haup k i e ium wi scha lichen Lebens die
O gane be ach en, welche die Au o i ä e kö pe n und die Koo di-
nie ung o nehmen, dann is eine ein ache, ge adlinige Übe sich nich
angeb ach . Die au ge üh en Typen wi scha liche Koo dinie ung
sind e was „pu i izie "; Beispiele aus de Wi klichkei wä en gemisch-
e A . Eine Ve b ei e ung ode Au locke ung de Typen hä e eine
e wi ende Vieldeu igkei zu Folge gehab . Un e gliede ungen we -
den im Einzel all on Nu zen sein; so wü de ein An h opologe siche -
lich eine genaue Un e gliede ung inne halb de e s en zwei ode d ei
Typen o ziehen, wäh end de Wi scha s heo e ike s uk u elle
Ka ego ien inne halb de hochkomme zialisie en Va ian en aus-
a bei en wi d.
A. Gleichgeo dne (simple-equali a ian)
P oduk ions-, Koo dinie ungs- und Konsumeinhei en sind iden-
isch, sei es in Ges al on Einzel amilien, Sippen ode kommu-
nalen Gebilden.
B. Feudale G oßg undwi scha en ( eudal-mano ial)
Hie bes ehen zwei Haup a ian en; in de einen lieg das Schwe -
gewich bei de Familie, in de ande en bei de O ganisa ion de
Do gemeinscha . Beide Fo men sind eingesch änk du ch die
au Landbesi z ode Mili ä monopol be uhende Mach des Feu-
dalhe n übe die wi scha lichen Beziehungen. Übe sich ha
de Feudalhe eine kaum nennenswe e zen alisie e Kon olle.
Die E hebung on T ibu en und das Monopol des Pa ons,
Luxusgewe be zu be eiben, sind Bes and eil de Kon ollgewal .
C. S aa lich egulie e G oßg undwi scha (Bu eauc a ic-seigneu ial)
Wiede um inden wi zwei Va ian en on P oduk ion und Ko-
o dinie ung: bei de einen s eh die Familie, bei de ande en die
Gemeinde im Vo de g und. Als einsch änkende Au o i ä i
hie eine o ganisie e Beam enhie a chie au , welche zwa wi -
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8 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [520
scha liche Mach delegie (z. B. S eue e hebung, A bei s-
planung), die le z e Kon ollgewal jedoch sich o behäl .
D. Kas en-Do -Wi scha (Cas e-communal)
Bis ins einzelne gehende Kon olle alle Pe sonen und ih e Be-
ziehungen un e einande du ch ein Sys em on Kas en mi dem
Mi elpunk in eine Do wi scha , das genau abgeg enz e, on
de Ube lie e ung gep äg e Tä igkei sbe eiche ü jeden einzel-
nen sowie gegensei ige Ve p lich ungen de Do bewohne un e -
einande o sieh .
E. Gu swi scha en mi Absa zp oduk ion (Ma ke -es a e)
Ein g oße Teil on P oduk ion und Ve b auch wi d du ch den
Lei e g oße Landgü e kon ollie und o ganisie , wobei jedes
Gu in sich geschlossen is . Da es de Sinn de Gu swi scha
is , Übe schüsse ü einen Ma k zu e zielen, is diese Typus
ma k o ien ie und symbio isch.
F. F eie Ve keh swi scha (Ma ke -decen alized)
F eie Koo dinie ung de Handlungen unabhängige P oduk ions-
einhei en übe den Ma k . Die Ex em älle ähneln dem „ eien
We bewe b" de Theo ie.
G. S aa lich-ko po a i gebundene Wi scha (Associa ional-bu eau-
c a ic)
P i a e Mach g uppen (Baue n e bände, Ka elle, Gewe kscha -
en, Zün e) ingen mi de Bü ok a ie um die Kon olle de
Mä k e. Im Ex em all, nach dem Ve schwinden alle a omis i-
schen Mä k e, konzen ie die Bü ok a ie ih e Tä igkei au die
p ak ische Du ch üh ung de Kon olle de Gesellscha und au
die ich e liche En scheidung on S ei igkei en de G uppen
un e einande . Einzelnen Mach g uppen kann es gelingen, s ä -
ke zu we den als die Bü ok a ie; dann gehen, alls die kombi-
nie e Mach eine solchen G uppe und de Behö den nich ein-
gesch änk wi d, die üb igen p i a en Ve bände zug unde, die
dominie ende G uppe e lie ih en p i a en Cha ak e und die
ih wesenseigene Iden i izie ung mi am lichen Au gaben endig
im Typus H.
H. Zen algelei e e Wi scha (To ali a ian)
Eine hochzen alisie e Bü ok a ie kon ollie as das gesam e
wi scha liche Leben wie auch ande e Phasen des gesellscha -
lichen Lebens.
Wäh end einige diese Typen du ch a sächlich exis ie ende Wi -
scha en hin eichend exempli izie we den können, sind die ex emen
Fo men in Wi klichkei niemals anzu e en. Keine Gesellscha wi d
sich au die Daue in Rich ung nu eine diese Typen hin o ien ie en.
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527] Wi sdia s ypen 15
Komme zialisie ungs-
Koo dinie ungs-Typus
De en sp echende
A bei s-Typus
I. Gleichgeo dne A. Beschä igung in de eigenen Haus-
wi scha
II. Feudale G oßg undwi scba
III. S aa lich egulie e G oßg undwi -
scha
IV. Kas en-Do wi scha
IX. Zen algelei e e halbkomme zielle
Wi scha
A. und B. Beschä igung in de eigenen
Hauswi scha und demiu gisch
V. F eie o imdus ielle Ma k wi -
scha
VII. Ko po a i gebundene o -
indus ielle Wi scha
A. und C. Tä igkei in de eigenen Haus-
wi scha und P eiswe k.
VI. F eie indus ielle Ma k wi scha
VIII. Ko po a i gebundene Indus ie-
wi scha
D. F eiwillige Lohna bei (e zwungene
A bei [E] au Mili ä diens be-
sch änk )
X. Zen algelei e e Indus iewi scha
D. und E. F eiwillige und e zwungene
Lohna bei (gegebenen alls demi-
u gische A bei poli ische Ge an-
gene )
XI. Gu swi scha mi Absa z-
p oduk ion
B. Demiu gisch au den Gü e n; nu ge-
ing ügige Tä igkei in de eigenen
Hauswi sch/a ode P eiswe k und
eiwillige Lohna bei
Demiu gische A bei kann man sich au den Felde n und in den
g oßen Hallen de eudalen Gu swi scha , an den Hö en de P ole-
mäe ode beim Bau de g oßen chinesischen Maue unschwe e gegen-
wä igen. In eine zen algelei e en halbkomme ziellen Wi scha is
diese A bei s o m soga noch s ä ke ausgebilde .
Wenige bekann is das indische ,Jajmani6-Sys em, das He z de
Kas en-Do -Wi scha . Es gib o allem die S uk u demiu gische
A bei sbeziehungen genaues ens wiede 13. In diesem Sys em — on de
zug undeliegenden poli ischen S uk u abgesehen — s eh jede
Spezialis , ob Wasse äge , Zimme mann ode Ba bie , im Diens e
en wede des ganzen Do es ode eine de da in lebenden Sippen. Die
13 Wegen dieses Sys ems c . W. H. Wiese : The Hindu Jajmani Sys em
(Lucknow Publishing House, 1936).
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16 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [528
Diens e, welche sich die beiden Pa ne leis en, we den gegensei ig nich
genau abgegol en. De Ansp uch des einzelnen be uh ehe au seine
S ellung in de sozialen Hie a chie des Do es und seinen Jajmani-Be-
ziehungen als au dem Nu zen, den seine Diens e s i en. E muß sie so
leis en, wie de Pa ne dies wünsch ; de Zimme mann muß allen
Baue n, in de en Diens e s eh , die Ge ä e in O dnung hal en. Nu be-
sonde e Diens e — wenn z. B. Ba bie e gelegen lich eine Hochzei als
Bo en ungie en — we den besonde s en lohn . Das Jajmani-Sys em
e gänz den üblichen Landbau im Rahmen de geschlossenen Hauswi -
scha ; einige Spezialis en au dem Gebie de Gemüsezuch we den in
das Sys em gelangen und sich ielleich auch am Ma k e keh be-
eiligen. He s elle on Luxusgü e n, wie z. B. Goldschmiede, dienen
o meh als einem Do und s ehen eilweise auße halb des Sys ems.
Auch sie s ehen in einem besonde en Jajmani-Ve häl nis zu wohlhaben-
den Familien und beziehen ein bes imm es Mindes maß an En schädi-
gung ( o allem in Fo m on Nah ungsmi eln), das nach dem Ausmaß
de on ihnen geleis e en Diens e beliebig e höh we den kann. Da sie
Mi glied de Do gemeinde sind, dü en sie die Diens e de allgemeinen
Do diene (z. B. als Wäsche ode Pu ze ) beansp uchen. Von höhe en
Kas en und wohlhabende en Familien we den die Jajmani-Pa ne mi
Nah ungsmi eln ode Kleide n so gu belohn , als spiel en sie eine be-
sonde e eligiöse Rolle. Jede Do bewohne , de au einem g oßen Gu
bei de Einb ingung de E n e hil , ha Ansp uch au ein bes imm es
Quan um Ko n om D eschboden. So is die G undlage diese Do -
wi scha ein komplexes Gewebe gegensei ige Ve p lich ungen, welche
iel ach indi ek und zumeis in Gü e n ode Diens leis ungen bezahl
we den. Dieses Sys em is eine komplexe Va ian e demiu gische A -
bei , de en Einzelhei en on Do zu Do e schieden sind.
Die Gu swi scha mi Absa zp oduk ion is die einzige Wi -
scha s ype, in dem ausgep äg demiu gische A bei und en wickel e
komme zielle Beziehungen nebeneinande möglich sind. Da diese Typ
im wesen lichen symbio isch is , s ell e inso e n nich eigen lich eine
Ausnahme da . Obwohl sich Wi scha en mi eiwillige Lohna bei
dem Typus: Gu swi scha mi Absa zp oduk ion nähe n können, so
läß sich doch eiwillige Lohna bei in g öße em Um ang nich mi de
s engen Kon olle au dem Gu e einba en, die sowohl du ch demiu -
gische A bei als auch du ch die Geschlossenhei g öße e Gu swi -
scha en e eich wi d. Eine Gu swi scha mi Absa zp oduk ion,
welche sich Zwangsa bei e bedien , wü de einen so um assenden Zen-
alismus zu Folge haben, daß die Gü e selbs eine einschneidenden
Kon olle sei ens höhe e S ellen un e wo en wü den.
Die F age nach de Beweglichkei de A bei is in komplexe en
Wi scha en on so g undlegende Bedeu ung, daß sie besonde s e -
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529] Wi sdia s ypen 17
ö e we den muß. In ein ache en Hauswi scha en is sie wegen des
Fehlens eine ausgep äg en A bei s eilung ech bedeu ungslos. In
eine Feudalwi scha inde sich nu wenig Bewegungs eihei ; auch
die Möglichkei en, zwischen meh e en A bei sa en zu wählen, sind nu
ge ing. Die E ö nung neue A bei smöglichkei en gegen Ende des Mi -
elal e s wa das Zeichen ü den Zusammenb uch des Feudalismus.
Die s aa lich egulie e G oßg undwi scha bie e sowohl meh
Bewegungsmöglichkei en als auch meh Bewegungs eihei , zumindes
au dem Gebie des Beam en ums; in de P axis eilich wi d die Be-
wegungs eihei du ch das Mach monopol einzelne p i ilegie e
G uppen und die g oße Bedeu ung des E bganges bei de Zuweisung
de S ellungen eingeeng . Die Ve wendung demiu gische A bei bei
ö en lichen A bei en bedeu e schwe lich Beweglichkei . Die Ve bin-
dung eine unbeweglichen Gesellscha mi dem Jajmani-Sys em in In-
dien geschah nich zu ällig; dieses Sys em se z ausgebilde e Regeln ü
die sys ema ische Bese zung on S ellen o aus, und das E bp inzip
en sp ich dem. Au de ande en Sei e bewi k das Jajmani-Sys em eine
Koo dinie ung iele e bliche Spezialis en, hie bes eh zwischen po-
en ielle und eale Beweglichkei ein besonde s wei e Abs and. In
de gleichen Weise kennzeichne die Unbeweglichkei des Fak o s A -
bei eine zen algelei e e halbkomme zielle Wi scha , weil das Fes -
se zen on Menschen in ih en S ellungen die Kon olle du ch den S aa
e leich e — wie im spä ömischen Impe ium. Demiu gische A bei
und Unbeweglichkei gehen Hand in Hand.
Bei de Be ach ung de Ma k wi scha en (Typ V—VIII) begeg-
nen wi Fo men, welche Jah zehn e hindu ch zueinande in Gegensa z
s anden. In eien Ma k wi scha en is die Möglichkei eiwillige
Bewegungen in jede Komme zialisie ungss u e g öße als in Typen mi
s a ken ko po a i en Kon ollen. Die Übe gangs o men zwischen
diesen Typen können sich in e schiedene Rich ung en wickeln. Es gib
keine allgemeine An wo au die F age: wie wi ken sich wi scha -
liche Hinde nisse und s aa liche Kon ollen au die eie Wahl des A -
bei spla zes aus? Es is du chaus möglich, daß Wechsel des A bei s-
pla zes häu ige o genommen we den, als nach dem G ad de Ma k -
eihei anzunehmen gewesen wä e.
In eine zen algelei e en Indus iewi scha wi d die Bewegungs-
eihei des Fak o s A bei ganz e heblich eingesch änk ; zu gleichen
Zei we den in g oßem Um ang Bewegungen e zwungen. Das zu E -
hal ung eines bes ehenden Komme zialisie ungsg ades und dami de
Vo ausse zung ü eine zukün ige Indus ialisie ung no wendige Min-
des maß an Beweglichkei is be äch lich — abgesehen om S adium
schnelle Indus ialisie ung selbs . In o ali ä en Gesellscha en endie-
Schmolle s Jah buch LXXV, 5 2
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18 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [530
en alle Ein lußnahmen au die Ve eilung de A bei sk ä e dahin,
ausschließliche Kon ollen zu we den; die G enze zwischen Lei ung
und Zwang, zwischen eiwillige und e zwungene Lohna bei wi d
lüssig. In de s aa lichen Kon olle on Ge angenen inde sich in ge-
wissem Um ange demiu gische A bei wiede .
Un e nehme unk ionen14
Die S ellung des Un e nehme ums wi d jeweils du ch die K i e ien
bes imm , welche ü die Au s ellung de Wi scha s ypen maßgebend
wa en. Abe im Hinblick au das Un e nehme um e dienen noch
einige ande en Aspek e eine besonde e, wenn auch nu ku ze, Wü -
digung15.
Man un e scheide e schiedene A en des Un e nehme s, je nach-
dem seine Tä igkei im wesen lichen wiede holende (, epe i i e4), nach-
ahmende (,imi a i e6) ode neuges al ende (,inno a i e6) A is ; es
wi d soga zwischen ausschließliche und konse a i e Nachahmung
un e schieden16. Wiede holende Handlungen we den in jede Wi -
scha o genommen. Nachahmende Tä igkei kann nu in eine Wi -
14 Die am b auchba s en e scheinende De ini ion des „Un e nehme ums44 ode
de „Un e nehme unk ion44 besag e: Vo nahme alle En scheidungen hinsich lich
Lei ung, Ein üh ung on Neue ungen und Anpassung an Bedingungen, welche
auße halb de Einhei liegen, die die En scheidung i , („ he decision-making
clus e in ol ing managemen , inno a ion, and adap ion o condi ions ex e nal
o he decision-making uni .44) De Beg i „Neue ung" is on „E indung" zu
un e scheiden. Diese De ini ion is im G unde dieselbe wie Coles Iden i izie ung
eine „G oßzahl44 („la ge genus44) on Tä igkei en, un e denen e die des Un e -
nehme s als gewinn-o ien ie bezeichne . C . zum Beispiel „An App oach o he
S udy o En ep eneu ship44, Jou nal o Economic His o y VI Sup-
plemen (1946), 1—5. Eine Vielzahl on Meinungen übe das Un e nehme um
is zusammenges ell in de Ve ö en lichung des Ha a d Resea ch Cen e :
Change and he En ep eneu (Camb idge: Ha a d Uni e si y P ess,
1949). Wegen eine Geschich e de Leh meinungen übe das Un e nehme um c .
B. F. Hoseli z: The Ea ly His o y o En ep euneu ial Theo y, Explo-
a ions in En ep eneu ial His o y, III (1951), 193—220.
15 Wegen Raummangels können die Zusammenhänge zwischen den wi scha -
lichen O ganisa ions ypen, den We sys em ypen und den Un e nehme a en nich
e ö e we den. Als Rahmen ü das S udium de Geschich e des Un e nehme -
ums inde sich in Thoma C. Coch an „Role and Sanc ion in Ame ican En e-
p euneu ial His o y44, Change and he En ep eneu , 153—175, eine
ku ze Da s ellung de soziologischen Rollen-Theo ie. Un e den Analysen de
Ein lüsse on We sys emen au die Un e nehme -Ve hal ensweisen be inden sich
zwei S udien übe F ank eich: John E. Sawye „The En ep eneu and he
Social O de : F ance and he Uni ed S a es44 in William Mille (Ed.), Men in
Business (Camb idge: Ha a d Uni e si y P ess, 1952), 7—22; e ne Da id
S. Landes: „F ench En ep eneu ship and Indus ial G ow h in he Nine een h
Cen u y44, Jou nal o Economic His o y, IX (1949), 45—123.
18 Ve gl. die Zusammen assung on Cla ence D a n h o : „Obse a ions on
En ep eneu ship in Ag icul u e44 in Change and he En ep eneu ,
20—24. D a n h o bezeichne den „wiede holenden44 Typus mi „D ohne" und
den „konse a i en Neue e 44 mi „Fabian44.
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531] Wi scha s ypen 19
scha on Bedeu ung we den, welche zahl eiche Neue ungen he o -
b ing . So wi d das Ausmaß neuges al ende Un e nehme ä igkei —
das, was Schumpe e als Tä igkei eines Un e nehme s in seinem
Sinne ansah — zum K i e ium de einzelnen Wi scha . EdwinGay
ha häu ig au die Sel enhei de Wi scha en e wiesen, welche die
En al ung de „mi dem Ve gangenen b echenden, neuges al enden
Ene gien", welche das 19. Jah hunde bei den wes lichen Na ionen
kennzeichnen, ö de en. S ell man sich die Funk ion des Un e -
nehme s jedoch so o , daß sie on s aa lichen Behö den ebenso gu
wie on p i a en, gewinno ien ie en Un e nehme n ausgeüb we den
kann, dann inden wi auch in Wi scha en ohne eien Ma k Anwei-
sungen „neuges al ende " A . Unabhängig on de G unds uk u
eine Wi scha können die bishe au ge üh en Wi scha s ypen nach
dem Ausmaß, in dem sich diese A des Ve hal ens ände n kann, in
dynamische und s a ische einge eil we den, je nachdem wie s a k das
S eben nach Neuges al ungen bei den die En scheidungen e enden
S ellen is . Nu so wä e es möglich, die Tä igkei de begeis e en Be-
am en, welche in „zu ückgebliebenen" Lände n na ionale Re olu ionen
an üh en, ge ech zu wü digen17. Es is auch anzunehmen, daß nu un e
diesem Blick eld die ühen En wicklungss adien de s aa lich egu-
lie en G oßg undwi scha en in Wi scha en e gangene Jah -
hunde e hin eichend e aß we den können. Wenn wi jedoch nich
die Wich igkei des S ebens nach neuges al ende Tä igkei , wie es in
den die En scheidungen e enden Zen alen zu inden is , in den Mi -
elpunk de Be ach ung s ellen, sonde n agen, wie s a k dieses
S eben du ch eine Be ölke ung hindu ch e b ei e is , dann inden
wi einen enge en Zusammenhang zwischen dem Bes eben, Neuge-
s al ungen o zunehmen und den eien indus iellen Ma k wi scha -
en, sowie (wenige s a k) den ko po a i gebundenen Indus iewi -
scha en18.
A hu Cole ha einen e was ande en Weg o geschlagen, die
Rolle des Un e nehme ums zu be ach en; e leg dabei wenige Ge-
wich au die Dynamik de Funk ion als au ih e Planmäßigkei . E
s ell d ei Ka ego ien au : 1. die „empi ische" ode „Daumen egel"-
17 Eine in e essan e Spezials udie, auch ü das S udium un e en wickel e Ge-
bie e, is : Mil on S. H ea h „Public Rail oad Cons uc ion and he De elopmen
o P i a e En e p ise in he Sou h be o e 1861", Jou nal o Economic
His o y, X Supplemen (1950), 40—53.
18 In ähnliche , eilich nich ganz de selben Weise könn e man die F age be-
ach en, wenn man die Risikobe ei scha des Un e nehme ums gegen das
Siche hei sbedü nis abschä z . In diesem Falle dü e die Un e suchung alle -
dings nich au das bü ok a ische Ve hal en ausgedehn we den, und sie is nu
bei de Un e scheidung einzelne Si ua ionen in hochkomme zialisie eii Wi -
scha en on Bedeu ung.
2*
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20 Ma y Jean Bowman und G. A nold Ande son [532
Ka ego ie, welche de ,wiede holenden4 ode ,D ohnen6 o m ande e
Au o en en sp ich : 2. die a ionale und 3. die kogni i e Ka ego ie19.
Ohne sich nai e E olu ions heo ien zu eigen zu machen, is C o
1
e
be ei , diese Typen als S adien zu be ach en. Es bes eh ein enge Zu-
sammenhang zwischen de jeweiligen Bedeu ung diese Typen und den
ühe au gezeig en Komme zialisie ungss u en. Das am meis en sophi-
s ische Ve hal en (de kogni i en Ka ego ie) bilde sich mi dem zu-
nehmend Schwie ige we den de Un e nehme p obleme und de No -
wendigkei häu ige Anpassungen he aus. Kogni i es Un e nehme um
is in sich bes eb , Neue ungen einzu üh en — auch ohne „Spiel ieb".
Wie auch imme das Koo dinie ungsschema eine hochkomme ziali-
sie en Wi scha aussehen mag: je s ä ke die Ka ego ie .kogni i es
Un e nehme um6 in ihm e e en is , um so schnelle gehen die o ga-
nisa o ischen Ve ände ungen o sich. Au de ande en Sei e we den
du ch kogni i es Un e nehme um in eins mals eien Ve keh swi -
scha en ko po a i e und s aa liche Kon ollen ge ö de . Falls diese
Un e nehme yp in eine zen algelei e en Wi scha un e den höch-
s en Beam en20 e e en is , s ell e den bes en Schu z gegen eine
Rücken wicklung au wenige s a k komme zialisie e S u en un e Bei-
behal ung de zen alen Kon ollen da ; du ch diesen Ums and wi d
abe de indus ielle To ali a ismus auch kaum je ein in sich ausge-
glichenes Sys em sein.
Schluß
Obwohl die au gezeig e Typologie den Wechsel de Ve häl nisse
nich besonde s be ücksich ig , so en häl sie doch zahl eiche dynami-
sche Elemen e und e leich e die Analyse iele ande e . Jede de
Typen besi z zwa eine gewisse inne e Bes ändigkei , und zwischen
den einzelnen Wesensme kmalen bes ehen zahl eiche empi ische Zu-
sammenhänge; keine diese Typen is jedoch deshalb s abil. In jedem
Typus inden sich zu gleichen Zei Beha ungss eben und eine in e ne
Dynamik, welche dieses S eben nich oll zu Auswi kung kommen
läß ode Umwandlungen he beizu üh en such . Ve schiedene spezi-
ische ex e ne Fak o en un e s ü zen ode un e b echen jedes gegebene
Sys em. So kann aus einem Ve gleich beobach e e Assozia ionen on
einzelnen Wesensme kmalen inne halb diese Typen ein ganzes Bündel
on Hypo hesen in bezug au wi scha liche Ve ände ungen gewonnen
19 A hu H. C o
1
e : „An app oach o he S udy o En ep eneu ship",
o p. c i .
20 Obwohl C o
1
e seine Analyse nich au ö en liche Beam e ausdehn , so
is doch nich einzusehen, wa um seine Klassi ika ion nich auch au sie anwend-
ba sein soll e; c . seinen Au a z „En ep eneu ship and En ep eneu ial His o y",
Change and he En ep eneu , 85—107.
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5331 Wi scha s ypen 21
we den. De Weg ü eine solche Analyse is on Max Webe o -
gezeichne wo den, abe e is nich olge ich ig besch i en wo den,
Polemiken haben de Me hode Abb uch ge an.
Ein pa allele , jedoch ande e Weg, sich bei de Analyse wi scha -
liche (und on da aus auch sozio-poli ische ) Ve ände ungen diese
Typologie nu zba zu machen, wä e nachzu o schen, au welchem Weg
die Gesellscha en aus dem Be eich des einen Typus in den eines an-
de en gelang sind. Besonde s uch ba wä e eine Un e suchung de
einzelnen Typen in Haup übe gangspe ioden — wie das in kü zlich
e ö en lich en S udien geschehen is , welche das gegensei ige Ve -
häl nis on Regie ung und P i a un e nehmungen in den USA des
19. Jah hunde s zum Gegens and ha en. Neben de wi scha shis o i-
schen Li e a u sind hie noch die S udien, welche sich mi den Aus-
wi kungen de Komme zialisie ung au p aeli e a ische Gesellscha en
be assen, besonde s wich ig21.
Eine enge Ve bindung zwischen wi scha liche S uk u und
ande en K i e ien sozio-poli ischen Lebens lieg in diesen Beme kun-
gen und in de Typologie selbs . Zum Teil is diese Ve bindung du ch
den Zusammenhang zwischen dem Komme zialisie ungsg ad und an-
de en Segmen en de Sozials uk u en s anden. In de ganzen En -
wicklung des wi scha lichen Denkens du ch die e gangenen zwei
Jah hunde e, in all den e schiedenen Schulen, inde sich die Anwen-
dung eines S u enschemas de komme ziellen En wicklung als eine
Haup dimension alle Wi scha en. Diese Fes s ellung s imm übe ein
mi de die wi scha liche Bedeu ung des Geldes be e enden Analyse
on S i m m e
1
und ande en, mi de die soziale In eg a ion be e en-
den on Tönnies und Dü kheim und ande e ungezähl e His o-
ike . Die dynamische Wi kung ökonomische P ozesse au ande e Fak-
o en in de Wi scha wi d o allem bei o sch ei ende Komme -
zialisie ung und dami e bundene Ve s äd e ung sich ba .
Ande e sei s zeigen abe die Wi kungen de sozialen S uk u , so-
wie poli ische Sys eme und Ideologien au die Wi scha deu lich, daß
die Koo dinie ungs ypen nich nu Folgen des Komme zialisie ungs-
g ades sind, sonde n auch au dem wei e en poli ischen und sozialen
Milieu be uhen. Gleichzei ig wi d dami au Fak o en hingedeu e ,
welche eine wei e e Komme zialisie ung beschleunigen ode hemmen
können. Zwischen de Komme zialisie ung und de En wicklung, welche
die Koo dinie ungso gane im Wi scha sleben einnehmen, bes eh
21 Eine leißige, wenn auch nu e suchsweise Analyse s amm on Julian
H. S ewa d, „Cul u al Causali y and Law: a T ial Fo mula ion o he De-
elopmen o Ea ly Ci iliza ion", Ame ican An h opologis , LI (1949),
1—27. Mode ne his o ische S udien liegen in g oße Anzahl o ; die Aussonde-
ung de ele an en Da en begegne jedoch Schwie igkei en.
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22 Ma y Jean Bowman und C. A nold Ande son [534
eine wechselsei ige Beziehung. Diese Wi scha s ypen e lek ie en,
als ganzes gesehen, beide Sei en und beleuch en b ei e e Zusammen-
hänge in de sozialen S uk u . K i isch abwägend angewand , kann
diese Typologie zu uch ba en Hypo hesen bei de Analyse jene Wech-
selbeziehungen an egen, die zwischen wi scha lichen und soziologi-
edien, bzw. poli ischen En wicklungen bes ehen.
(Aus dem Englischen ins Deu sche übe agen on
Dipl.-Volkswi Hans Lechne -Be lin)
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