Wagne , Helmu
A icle
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik
be eiben?
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Wagne , Helmu (1988) : Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik
be eiben?, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 21, Iss. 1, pp. 8-33,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/293102
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Soll die Bundesbank eine nominelle
BSP-Regelpoli ik be eiben?
Von Helmu Wagne *, Hambu g
I. Ein üh ung
In den le z en Jah en ha die K i ik an disk e ionä e , d.h. si ua ions-
ode allbezogene Wi scha spoli ik imme s ä ke an Bedeu ung gewon-
nen. Ih Ein luß is sowohl in de Wi scha swissenscha als auch in de
Poli ik gewachsen. So seh sich heu e jedoch die meis en Ökonomen in de
K i ik an eine allzu disk e ionä en Poli ik einig sind, so wenig he sch
Einigkei übe die Al e na i e. Allgemein ausged ück is die Al e na i e zu
disk e ionä e Poli ik eine Regelpoli ik. Nich meh das eak i e Elemen
on Poli ik s eh hie im Mi elpunk de Be ach ung, sonde n das o aus-
planende, Rahmen se zende und E wa ungen s abilisie ende Elemen .
Regelpoli ik bedeu e das Sich-Fes legen de Wi scha spoli ik au gewisse
mone ä e ode iskalische Rahmenbedingungen ode au eedback ules. Die
F age jedoch, die die Be ü wo e eine Regelpoli ik en zwei , is die nach
de konk e en Regel, die de Wi scha spoli ik zug undegeleg we den soll.
Viele Ökonomen hal en die sogenann e F iedman-Regel ü die angemes-
sene ode op imale Regel. Die F iedman-Regel besag , daß die Zen alban-
ken das Geldangebo lang is ig mi eine kons an en Ra e wachsen lassen
sollen. Die genaue Höhe de Ra e is sekundä . Wich ig dagegen is , daß die
Ra e sowie die Regelpoli ik selbs ö en lich angekündig we den und daß
die Zen albanken sich auch an ih e Ankündigungen hal en. Eine solche
S a egie kons an en Geldmengenwachs ums wi d übliche weise als op i-
mal be ach e , so lange keine wesen liche Ins abili ä de Geldnach age
au i . Die E ah ungen mi mone ä en Schocks e schiedene A wäh-
end des le z en Jah zehn s haben jedoch bei ielen Ökonomen, da un e
auch ühe en Anhänge n de F iedman-Regel, Zwei el e weck ode e -
s ä k , ob diese Geldmengen egel wi klich die op imale S a egie is 1. Neben
* Diese Au sa z wu de wäh end eines ach mona igen Au en hal s des Au o s als
Visi ing Schola am Depa men o Economics des Massachuse s Ins i u e o Tech-
nology (M.I.T.) gesch ieben. Fü hil eiche Hinweise sei o allem S anley Fische ,
James Tobin sowie Kazumi Asako gedank .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 9
de implizi en Annahme eine s abilen Geldnach age unk ion wi d insbe-
sonde e auch k i isie , daß diese Regelbindung om übe wiegenden Teil de
Be ölke ung nich e s anden wi d, weil die e s e ig e G öße Geldmenge
nu ein Zwischenziel da s ell , und de T ansmissionsmechanismus zwi-
schen Geldmenge und P eisen und Ou pu nich hin eichend e kann wi d.
Das di ek e In e esse und das Ve s ändnis de Be ölke ung hinsich lich
mak oökonomische G ößen, das ih e Koope a ionsbe ei scha in de S ag-
la ionsbekämp ung mi bes imm , is dagegen au G ößen wie Beschä i-
gung, Volkseinkommen und P eisni eau ausge ich e .
Demen sp echend haben in den le z en Jah en eine Reihe on Ökonomen
al e na i e Regelpoli iken (mone ä e eedback ules) o geschlagen, die au
eine di ek e mone ä e S eue ung diese G ößen zielen. ImGesp äch sind o
allem die Regelbindung des P eisni eaus sowie des nominellen B u osozial-
p oduk s (BSP). Insbesonde e de Vo schlag eine nominellen BSP-Regel
ha in de ach heo e ischen Diskussion s ä ke e Beach ung ge unden. Eine
solche Regelbindung wü de die Zen albanken e p lich en, ein o he als
wünschenswe zu bes immendes nominelles B u osozialp oduk als Ziel-
g öße es zulegen und länge is ig übe Geldmengenanpassungen s abil zu
hal en. Al e na i hie zu wi d auch häu ig o geschlagen, die Wachs ums-
a e des nominellen B u osozialp oduk s als Zielg öße zu wählen. Eine sol-
che Geldmengens a egie e sp ich gegenübe de F iedman-Regel lexi-
ble und poli isch auch leich e du chse zba zu sein. Inso e n is sie im Ve -
lau de Zei on Ökonomen e schiedene G uppencouleu a o isie wo -
den, so on den Nobelp eis äge n James Meade (1978) und James Tobin
(1983), on Cha les Bean (1983), D. Vines e al. (1983), Robe Hall (1983),
Robe Go don (1983), John Taylo (1985), Benne McCallum (1985) und
Ma in Felds ein (1987). In Deu schland wu de die nominelle BSP-Regel-
bindung insbesonde e on Ca l Ch is ian on Weizsäcke (1978, 1987) und
kü zlich auch on Rüdige Pohl (1986) o geschlagen.
Die s a ke Beach ung, die das Konzep eine nominellen BSP-Geldmen-
gens a egie in de Fachwel ge unden ha , sowie die Ta sache, daß einige
Zen albanken wie die Deu sche Bundesbank einen geldmengenpoli ischen
Ku s e olgen, den man als eine spezi ische, ku z is ig ( lexibel) angeleg e
1 P ominen e „Zwei le " im Lage de Mone a is en sind Allan Mei ze (1986),
Da id Laidle (1986) und Thomas Maye (1987). Sie plädie en neue dings alle ü eine
eedback-Regel, die die Ve ände ungen de Geldumlau geschwindigkei kompensie-
en soll. Rein o mal gesehen, is eine solche Regel iden isch mi de hie un e such en
nominellen BSP-Regel (in de Wachs ums a en e sion). Dies olg di ek aus de
Quan i ä sgleichung MV = PY. Es is ja öllig gleich, ob man die ech e ode die linke
Sei e eine Iden i ä zu s abilisie en such , ob nun als Ni eauwe ode als Wachs-
ums a e.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
10 Helmu Wagne
Va ian e eine nominellen BSP-Regelpoli ik bezeichnen kann, is Anlaß
genug, sich nähe mi den Vo - und Nach eilen bzw. den Übe legenhei s-
bedingungen eine solchen S a egie zu beschä igen.
In Teil II wi d die nominelle BSP-Regel mi de F iedman-Regel e gli-
chen im Rahmen eines ein achen s ochas ischen Mak o-Gleichgewich smo-
dells eine geschlossenen Wi scha mi a ionalen E wa ungen. Das
E gebnis is , daß eine nominelle BSP-Regel eine F iedman-Regel dann
übe legen is , wenn die Elas izi ä de Gü e nach age in Bezug au die eale
Geldmenge g öße als eins is .
In Teil III wi d un e such , inwiewei sich dieses E gebnis e ände bei
Ve ände ungen de Modells uk u . Un e Bezugnahme au die E gebnisse
neue e A bei en zu nominellen BSP-Regelpoli ik wi d da ges ell , wie ins-
besonde e die Be ücksich igung on in die Zukun ge ich e en In la ionse -
wa ungen, länge is igen Schockwi kungen, e schiedenen In o ma ions-
annahmen sowie on Wi kungs e zöge ungen de Geldpoli ik z.T. d as i-
sche Ände ungen de E gebnisse he o u en. Hie aus wi d ge olge , daß
lediglich aus mak oökonomischen Modellanalysen gezogene Beg ündungen
ü die Vo eilha igkei eine nominellen BSP-Regelpoli ik mi Vo sich zu
be ach en sind.
Es gib jedoch noch ande e, mik opoli ische G ünde, die ü die Übe -
legenhei eine nominellen BSP-Regelpoli ik zu sp echen scheinen. So ha
beispielsweise on Weizsäcke in eine ühe en Analyse (1978) das S ag la-
ionsp oblem als das Resul a eine klassischen Ge angenendilemma-Si ua-
ion, in dem die einzelnen wi scha lichen Ak eu e s ecken, besch ieben.
Die Ins i u ionalisie ung eine nominellen BSP-Regelpoli ik wu de on ihm
als ein Sch i hin zu Übe windung diese Ge angenendilemma-Si ua ion,
d. h.
zu E möglichung eine Koope a ionslösung, e s anden. Diese A gu-
men a ionslinie wi d in Teil IV nähe e läu e .
In Teil V wi d dann die zen ale F age ges ell , ob die du ch eine Regel-
poli ik e ho e S abilisie ung de E wa ungen e äglich is mi de Ein-
beziehung disk e ionä e Abweichungen im Falle un o he gesehene Kon-
ingenzen. Die meis en Be ü wo e eine nominellen BSP-Regelpoli ik
a o isie en diese nämlich nu in eine lexiblen Fo m, d.h. mi in meh ode
minde egelmäßigen Zei abs änden s a zu indenden Zielwe anpassungen
an nich o he gesehene En wicklungen. Die Anhänge eine F iedman-
Regel dagegen lehnen eine solche „Disk e iona i ä im Ausnahme all"
zumeis ab. Eine solche Ablehnung schein in den le z en Jah en du ch die
sogenann e „dynamische Inkonsis enz"-Theo ie wissenscha lich s ä ke
un e maue wo den zu sein. De Ke n diese Theo ie wi d in Teil V da ge-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 11
s ell . Demgegenübe wi d in Teil VI das Konzep eines T adeo s zwischen
Glaubwü digkei und Flexibili ä en wickel .
Teil VII en häl ein Resümee.
II. Ablei ung eines Übe legenhei sk i e iums
Ich e gleiche im olgenden eine nominelle BSP-Regelpoli ik mi de
S a egie kons an en Geldmengenwachs ums, indem die Ou pu a ianzen
bei beiden Al e na i en e glichen we den2.
1. Die Modells uk u
Ich gehe o e s 3 on olgendem ein achen S anda d-Mak omodell aus:
(1) Vi = y + a (p
—
pi) + uu a > 0
(2) i/? = ö0 + b (m - p ) + u b > 0
(3) 2/? = i
(4) Pi = E -! (P / Modell).
Gleichung (1) is eine Angebo s unk ion des Lucas-Typs. Das agg egie e
Angebo wi d hie du ch eine du ch E wa ungen e wei e e Phillipsku e
ausged ück .
Gleichung (2) is eine Nach age unk ion, wobei un e s ell wi d, daß die
agg egie e Nach age mi dem ealen Geldangebo zunimm .
Gleichung (3) is die Gleichgewich sbedingung.
Gleichung (4) besch eib a ionale E wa ungsbildung.
y is de eale Ou pu , y die na ü liche Ou pu a e, p das P eisni eau, pe
die P eise wa ung, E de E wa ungspa ame e , m die nominale Geld-
menge. Alle Va iablen sind als Loga i hmen gesch ieben, bezeichne den
Zei index.
u und besch eiben s ochas ische S ö ungen mi E wa ungswe 0 und
kons an e Va ianz ou2 bzw. a 2 sowie Ko a ianz 0.
2 Ich e nachlässige dabei o e s die P obleme, die aus mögliche Mul iplika o -
unsiche hei en s ehen können. Vgl. B aina d (1967). Auch gehe ich hie au die soge-
nann e Lucas-K i ik [Lucas (1976)] nich nähe ein.
3 Die Modells uk u wi d in Abschni III e wei e .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
12 Helmu Wagne
Die ü die Be echnung de Ou pu a ianzen unwich igen Kons an en y
und b0 we den im olgenden weggelassen.
2. Die Ou pu a ianz un e eine nominellen BSP-Regel
Die nominelle BSP-Regel wi d o e s du ch Gleichung (5) ausged ück 4:
(5) y + p = k, k: Kons an e.
Gleichung (5) implizie im Zusammenhang mi de Modells uk u (1) bis
(4), daß die Geldbehö de besse e In o ma ionen ha als die p i a en Wi -
scha ssubjek e5. Le z e es is eine no wendige Bedingung bei de hie
un e s ell en Modells uk u mi a ionalen E wa ungen, um das nominelle
BSP übe Geldmengenanpassungen übe haup s eue n zu können [Siehe
hie zu Sa gen und Wallace (1975)]6.
Aus de obigen Modells uk u mi den besch iebenen Annahmen e geben
sich olgende bei de Be echnung zu e wendende Folge ungen (i) - (iii):
i) Aus de E wa ungsbildung übe (1) olg : E - 1 ( y ) = E - i (u ) = 0 bei
a ionalen E wa ungen.
ii) Aus i) und E wa ungsbildung übe (5) olg : E
_
i (p ) = k
iii) Aus i) olg , daß a (y ) = E (y
2)7.
Un e Ve wendung on (5) und ii) olg aus (1):
y = a
•
((k - y ) - k) + u
Hie aus olg du ch Um o mulie ung
4 Gleichung (5) kann aus de olgenden Geldangebo s- eedback-Regel (5') abgelei-
e we den, wenn 6—> °° gese z wi d:
(5') m = h + (1 + 6) [y + p - (y + p)]. (5') läß sich auch sch eiben als
(5") y + p = [1/(1 - 6)] (m - h) + k, wobei k = y + p.
Imme wenn y + P das anges eb e Zielni eau y + p übe s eig , is die Geldpoli ik
nach diese Regel e p lich e , das Geldangebo un e das lang is ige, zu Realisie-
ung on y + p no wendige Ni eau h zu senken. Umgekeh gil das Umgekeh e.
6 d ück den Reak ionskoe izien en aus.
5 Im Falle on In o ma ionsgleichhei zwischen Geldbehö de und Ö en lichkei
wü de die nominelle BSP-Regel wie olg lau en: (5'") E
_ *
(y + p ) = k.
6 Bei Ein üh ung on in de lau enden Pe iode gebilde en und au zukün ige
Pe ioden ge ich e en E wa ungen gil diese Aussage nich meh gene ell. Siehe
Asako und Wagne (1987).
7 a y = E(y -y)2 mi y = E -iy .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 13
u
(6) y = , so daß un e Beach ung on (iii)
1 + a
(
(7) a (y ) = E - = — — = a? .
(l + a)2/ (1 + a)
Nu die Angebo sschocks spielen hie eine Rolle. Die agg egie en Nach-
ageschocks we den abso bie dadu ch, daß die Geldpoli ik hie endogen
is .
3. Die Ou pu a ianz un e de F iedman-Regel
Die S a egie kons an en Geldmengenwachs ums is in Gleichung (8) wie-
de gegeben:
(8) m = in.
Zu be ücksich igende Implika ionen sind:
(i) E - i (y ) = 0 und a (y ) = E (y ) gel en auch hie .
(ii) Un e Benu zung on (i) und E wa ungsbildung übe (2) e hal en wi
E -i (P ) = h .
Gleichse zen on (1) und (2) un e Be ücksich igung on (i), (ii) und (4)
e gib :
(9) a(p - h) + u = b- ( h - p ) +
Nach Um o mulie ung
- u
(10) p = h + .
a + b
Einse zen on (10) und (ii) in (1) e gib
(11) y = a - ( ——^ ) + u = ( —2— ) + ( —b— ) u .
a+b / a+b / a+b/
Da aus olg . . . .
(12) a (y ) = E (y
2) = ( —) o + ( ) o = o2
n
a
+
b / a+b /
Die Ou pu a ianz wi d hie im Gegensa z zu nominellen BSP-Regel
sowohl on Angebo s- als auch on Nach ageschocks beein luß .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
14 Helmu Wagne
4. Ve gleich de Ou pu a ianzen
Eine nominelle BSP-Regelpoli ik kann eine Fned aan-Regelpoli ik nach
dem hie gewähl en Ve gleichsk i e ium nu dann un e legen sein, wenn
aj > o2n.
Aus (7) und (12) olg
(13) o - a2n 1 + a / a + b / a +
b
/
Nach Zusammen assen e hal en wi
(14) [(1 + a)2 ( a +
b
) _ °U ( a +
b
)
und nach Ausklamme n
a
(1
-
b)
(a +
ab
+ 2b)
(15) A = (1 + a)2 (a + b)2
* * a + b
*
Da de ech e Ausd uck * imme posi i is , muß de linke Ausd uck
* *
auch posi i sein, wenn o? > ou2 gel en soll. Dies kann jedoch nu gesche-
hen, wenn b < 1 is . Es is alle dings aus dem Ve gleich on (7) und (12) kla ,
daß b < 1 nu eine no wendige und keine hin eichende Bedingung ü die
Übe legenhei eine F iedman-Regel is . Die Übe legenhei bezieh sich nu
au Angebo sschocks. Bei alleinige Anwesenhei on Nach ageschocks is
eine nominelle BSP-Regelpoli ik imme übe legen.
5. G aphische Da s ellung
Un e de besch iebenen nominellen BSP-Regelpoli ik, y + p = k, ha
die agg egie e Nach ageku e die S eigung -1, un e eine Poli ik kon-
1
s an en Geldmengenwachs ums, m = mi die S eigung . (Um dies zu
b
sehen, b auch man nu aus (5) bzw. (2) die e s e Ablei ung dp / dy zu bil-
den.)
Gleichung (15) zeig , daß die ela i en S eigungen und die G öße de
Schocks bes immen, welche S a egie zu p ä e ie en is .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 15
P
0
Figu 1
AS besch eib die Angebo sku e, AD die Nach ageku e.
ADi s ell die Nach ageku e bei eine nominellen BSP-Regelpoli ik da .
Die S eigung on ADi is - 1.
AD 2 und AD 3 kennzeichnen die al e na i en Nach ageku en bei eine
Poli ik kons an en Geldmengenwachs ums. Die Nach ageku e AD2 ha
eine S eigung on absolu > 1, was ein b < 1 o ausse z . Die Nach age-
ku e AD 3 weis eine S eigung on absolu < 1 au , was ein b > 1 o aus-
se z .
Je g öße b, um so lache e läu die Nach ageku e. Man könn e nun
e such sein zu schließen, daß je nach empi ische E mi lung des agg e-
gie en Nach age e lau s in einem Land die eine ode ande e Regelpoli ik
zu emp ehlen sei. Wenn beispielsweise - wie empi isch beobach ba - ü
die ku ze ode mi le e F is die P eis eak ionen au Nach ageände ungen
ge ing sind, was einen lachen Ku en e lau wie bei AD3 bedeu e , so
könn e man au die Idee kommen, dies als Anlaß ü die Ins i u ionalisie-
ung eine ku z- bis mi el is ig angeleg en nominellen BSP-Regelpoli ik
zu nehmen.
Jedoch soll e man mi solch eine Schluß olge ung seh o sich ig sein.
Abgesehen on me hodischen P oblemen eine solchen Schluß olge ung, is
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
22 Helmu Wagne
und ypische weise gegen eine solche, ja gegen ( as ) jede A on „ eiwilli-
ge " Regelpoli ik o geb ach wi d.
Ich meine hie mi den Einwand de sogenann en „dynamic inconsis ency"
ode „ ime inconsis ency" eine Regelpoli ik, die die eine Ankündigung
eine egelpoli ischen Selbs -Ve p lich ung des S aa es bzw. de Bundes-
bank in de Ö en lichkei unglaubwü dig e scheinen läß . So wü den
Gewe kscha en und Un e nehme nich glauben, daß die Bundesbank bzw.
die Regie ung „ha " bleib , d.h. an de Regel es häl , wenn sie du ch in la-
ionä es Ve hal en hohe A bei slosigkei p oduzie en. Wenn sie dies alle -
dings nich glauben, wi d auch de e ho e Disziplinie ungse ek und
dami die anges eb e Reduzie ung de In la ionse wa ungen nich ein e-
en. Die These de nich -hin eichenden Glaubwü digkei eine angekündig-
en Regelpoli ik wi d in de Li e a u abgelei e aus de Ra ionali ä des
zukün igen Abweichens selbs eines das Gemeinwohl maximie enden S aa-
es on eine heu e angekündig en Regelpoli ik. De Beweis diese Ra iona-
li ä wi d in de gegenwä ig im Rahmen de Theo ie de S abili ä spoli ik
dominan en Theo ie de „dynamic inconsis ency o policy" gelie e . Diese
Theo ie and Eingang in die Mak oökonomie du ch einen Au sa z on Kyd-
land und P esco in de Zei sch i „Jou nal o Poli ical Economy" im
Jah e 1977.
Ich we de im olgenden die G unds uk u diese „dynamic inconsi-
s ency "-Theo ie skizzie en, um anschließend k i isch dazu S ellung nehmen
zu können.
V. Zu These de Unglaubwü digkei eine angekündig en Regelpoli ik
Ich wähle im olgenden zu E läu e ung16 ein Phillipsku en-Beispiel17:
Es wi d, wie in de „dynamic inconsis ency"-Diskussion gewöhnlich de
Fall, da on ausgegangen, daß „de Poli ike " nu „das Gemeinwohl" im
16 Fü eine aus üh liche e Übe sich siehe z.B. Ba o (1986a) ode Fische (1986).
17 Das dynamische Inkonsis enz-P oblem i abe auch in ande en P oblembe ei-
chen au . Ein häu ig in de Li e a u e wand es Beispiel is das on Pa en en.
Pa en schu z bilde einen An eiz ü neue E indungen, da e Monopolgewinne e -
sp ich . Inso e n is es ü eine das „Gemeinwohl" maximie ende Regie ung sinn oll,
Pa en e auszugeben und ih en Schu z zu e sp echen. Nachdem abe die e ho en
neuen E indungen ge ä ig wo den sind, is es ü die Regie ung e lockend, da ku z-
is ig das „Gemeinwohl" (hie : das Angebo ) s eige nd, die al en Pa en e en gegen
de Ve sp echung ü ungül ig zu e klä en und die E indungen den ande en P odu-
zen en bzw. Anwende n kos enlos zu Ve ügung zu s ellen. Wenn po en ielle E in-
de jedoch diese „dynamische Inkonsis enz" e kennen, wi d dies ih en An eiz zu
neuen E indungen b emsen. Da aus wi d übliche weise geschlossen, daß die op i-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 23
Auge ha 18 und demen sp echend z.B. die olgende quad a ische Ve lus -
unk ion (soziale Kos en unk ion) minimie :
(19) V = a(p -pz)2 + c(Y- Y2)2; a,c>019.
De e s e Klamme ausd uck d ück die Zielabweichung de In la ions-
en wicklung aus, de zwei e Klamme ausd uck besch eib die Zielabwei-
chung des Ou pu s. Die Koe izien en a und c geben die jeweiligen Nu zen-
e lus e wide . De Koe izien c wi d im olgenden au 1 no mie . Die Ziel-
a e de In la ion, pzi wi d als Null angenommen. Zudem wi d un e s ell ,
daß de anges eb e Ou pu , Y, höhe is als de „na ü liche" (mi Voll-
beschä igung i.S. de Gleichgewich s-Beschä igungs a e p oduzie ba e)
Ou pu , Y*:
Yz = k
•
Y*, wobei k > 1 .
Die Annahme eines k > 1 is hie en scheidend. Sie wi d gewöhnlich
beg ünde du ch den Hinweis au Ex e nali ä en, die den gesellscha lich
op imalen We on Y übe dem on Y* liegen lassen. Angesich s on
S eue zahlungen übe s eigen nämlich die sozialen Kos en on A bei slosig-
kei die p i a en Kos en. De Ne og enzlohn eine beschä ig en Pe son is
au g und de S eue zahlungen ge inge als de We des on ih e zeug en
G enzp oduk s ü die Gesellscha . Wenn A bei nehme a bei slos we den,
e lie en sie ih Ne oeinkommen, die Gesellscha insgesam abe zusä z-
lich die dadu ch en allenden S eue zahlungen.
Die Beziehung zwischen In la ion und Ou pu wi d du ch eine e wei e e
Phillipsku e besch ieben:
male Poli ik eine is , die solches Ku z is -o ien ie es Handeln pe gese zlich es ge-
leg e Regelpoli ik ausschließ . Diese Ra io wi d nun im „dynamic-inconsis ency"-
Ansa z au alle möglichen Poli ikbe eiche -
so
auch au die Geldpoli ik - übe agen.
18 Die Konzep e „des Poli ike s" und „des Gemeinwohls" sind na ü lich ideali-
sie e Konzep e. Das Posi i e da an is jedoch, daß dami gezeig we den kann, daß
selbs un e de „idealen" Si ua ion eines konsis en en, nu ein (eindeu ig bes imm-
ba es) Gemeinwohl (die P ä e enzen de Be ölke ung) im Auge habenden S aa s-
appa a es g a ie ende P obleme s aa lichen Handelns au e en können. Diese P o-
bleme, hie bezeichne als „dynamische Inkonsis enz", üh en dahe , daß die E wa -
ungen de p i a en Ak eu e übe die in de Zukun gewähl en Poli iks a egien die
heu igen S a egie-En scheidungen des Poli ike s beein lussen.
19 (19) is die Ve lus unk ion eine einzelnen Pe iode. Die Zei indices sind hie
weggelassen wo den. Die in e empo ale Ve lus unk ion wä e eine diskon ie e
Summe de Fo m ®
X = 2 V
+
¿/(1 + y) wobei
y
de Diskon ie ungs ak o is .
i = 0
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
24 Helmu Wagne
(20) Y = Y* + ö (p - pe), b > 0 ,
wobei pe die e wa e e In la ions a e is 20.
Man kann nun zeigen, daß de Ve lus (VR) bei eine angekündig en Regel-
poli ik, bei de sich de Poli ike au die S abilisie ung des P eisni eaus
p = 0 e p lich e , ge inge is als de Ve lus (VD) bei eine disk e ionä en
Poli ik, bei de de Poli ike die Ve lus unk ion (19) minimie un e
Be ach ung de In la ionse wa ung als gegeben. De Poli ike wi d jedoch
- dies is die zen ale Aussage de dynamic inconsis ency-Theo ie - nich die
p = O-Selbs e p lich ung wählen, sonde n eine d i e Va ian e, die da in
bes eh , die p i a en Wi scha ssubjek e im Glauben eine p = O-Regel-
poli ik zu wiegen, jedoch sie dann - in ih em eigenen In e esse, da Gemein-
wohlmaximie ung un e s ell - zu „na en" und a sächlich on de Selbs -
e p lich ung abzuweichen21. Dies is deshalb a ional, weil de hie en -
s ehende Ve lus (VN) noch ge inge wi d als bei eine du chgehal enen
Regelpoli ik. De Vo eilha igkei s e gleich sieh also so aus:
(21) VD > VR> VN > 0 .
Zu diese Ungleichhei sbedingung (21) komm man wie olg :
Es wi d ein Einpe ioden-Spiel be ach e . (Geldpoli ik wi d in diese
Theo ie p inzipiell als Spiel im Sinne de Spiel heo ie zwischen de Regie-
ung und dem p i a en Sek o be ach e .) De Poli ike kann übe seine
Geldmengenpoli ik die In la ions a e es se zen. Un e eine disk e ionä en
Poli ik, bei de die e wa e e In la ion als gegeben be ach e wi d (siehe
o he gehende Fußno e), e gib sich olgende op imale In la ions a e22:
20 Die in (20) o mulie e Phillipsku e is sinn olle weise nu dann zu e wenden,
wenn on (zumindes o übe gehende ) Lohn- ode P eis igidi ä ausgegangen we -
den kann.
21 Spiel heo e isch ausged ück is de G und ü die Wahl diese S a egie, daß
un e den hie angenommenen Spiel egeln, bei denen sich die p i a en Ak eu e zue s
au eine gegebene In la ionse wa ung, pe, es legen, ein p = pe = 0 kein Nash-
Gleichgewich da s ell .
p = PD is im obigen Fall das einzige iVas/i-Gleichgewich ; d.h. wenn diese In la-
ions a e pD om p i a en Sek o e wa e wi d, wi d sie on de Regie ung auch
ealisie .
22 Diese e häl man, wenn man zue s (20) in (19) einse z un e Beach ung on
Yz = kY*, wo aus sich e gib : (19*) V = ap2 + [(1 - k) Y* + b (p - pe)]2. Diese
Gleichung wi d nach p abgelei e , gleich Null gese z und nach p au gelös .
(22) P = —'—i Hk
—
1) Y* + bpe] .
a + ö2
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll
die
Bundesbank
eine
nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 25
Bei ko ek en E wa ungen (p = pe) gil :
b
(23) pD = — (k - 1) Y* .
a
De en sp echende We de Ve lus unk ion un e disk e ionä e Poli ik,
den man du ch Einse zen on (23) in (19*) - siehe Fußno e 22 - e häl , is
dann
(24) VD = + - (k- l)2
•
Y*2 .
Bei eine P eisni eau-Regel (pe = p = O-Gleichgewich ) e gib sich dage-
gen de olgende Ve lus :
(25) V* = (k - l)2
•
Y*2 .
Wegen a und b > 0 olg VD > VR .
Nun gib es jedoch, wie e wähn , noch eine d i e Möglichkei . De S aa
kann die p i a en Ak eu e im Glauben an eine P eisni eau-Regelpoli ik
wiegen, so daß die In la ionse wa ungen pe = 0 sind, jedoch dann die op i-
male In la ions a e bei disk e ionä e Poli ik aus (22) wählen. Bei pe = 0
olg hie aus:
(26) pN = —• (k - 1) Y* .
a + b2
De hie mi e bundene Ve lus e gib sich aus de Ve lus unk ion (19*)
als
(27) V* = | —
| •
(k - l)2
•
Y*2
a
Da de e s e Klamme ausd uck kleine eins is , olg :
V* < VÄ .
Es bes eh also imme ein An eiz ü den die Ve lus unk ion (19) mini-
mie enden S aa , eine P eisni eaus abilisie ung zu e sp echen, jedoch
- nachdem die In la ionse wa ungen dadu ch ge ilg wo den sind - eine
in la ionä e Expansionspoli ik zu be eiben.
Diese „Täuschungsmanö e " des S aa es bewi ken jedoch einen Ve lus
an Glaubwü digkei s aa liche Ve sp echungen. Die In la ionse wa un-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
26 Helmu Wagne
gen de p i a en Ak eu e we den als Folge dessen - unabhängig on e neu-
en Ve sp echungen und Handlungen des S aa es - ü eine gewisse Zei
wiede on pe = pR = 0 au das In la ionsni eau bei disk e ionä e Poli ik,
pe = Pd, s eigen. Hie mi s eig jedoch auch de Ve lus V on V^ au VD.
De An eiz, ku z is ige Ou pu gewinne zu e zielen, e zeug länge is ige
In la ionskos en. Insgesam kann de so e zeug e Ve lus V übe die Zei
hinweg im Du chschni g öße sein als de Ve lus VR bei eingehal ene
Regelpoli ik.
Dieses in de dynamic inconsis ency-Theo ie mi Hil e spiel heo e ische
Übe legungen he ausgea bei e e P oblem i nun nich nu bei eine Fes -
legung au eine P eisni eau-Regelpoli ik, sonde n bei jede eiwilligen Ve -
p lich ung des S aa es au eine Regelpoli ik - also auch bei eine nominellen
BSP-Regelpoli ik - au .
VI. Zu Wahl des Flexibili ä sg ads eine Regelbindung
Die Besch änk hei de obigen Analyse bes eh in de Fo mulie ung des
Spiels als eines Einpe ioden-Spiels. Dem S aa sowie den Wi scha ssub-
jek en we den augenscheinlich seh ku z is ige Nu zenübe legungen, ode
ande s gesag : eine ex em hohe Zei diskon ie ungs a e un e s ell .
Doch kann man sich mi spiel heo e ischen Übe legungen schnell kla ma-
chen, daß auch bei Ausdehnung de Analyse au ein Meh pe iodenspiel
selbs ü den das Gemeinwohl maximie enden S aa imme ein An eiz
bes ehen wi d, zumindes in de le z en Pe iode on seine Regelbindung
abzuweichen23. Das gil alle dings nu bei einem endlichen Be ach ungs-
ho izon .
Die in de Regel hie aus gezogene Schluß olge ung is die, daß de S aa
gese zlich au eine Regelpoli ik e p lich e we den soll. Nu so könn en
s aa liches Ku z is handeln e mieden, die E wa ungen de p i a en
23 Die Li e a u hie zu is inzwischen schon um ang eich.
Es gib o allem zwei Un e suchungs ich ungen: Die eine geh on ollkommene
In o ma ion des p i a en Sek o s übe die Nu zen unk ion de Regie ung aus ( gl.
z.B. Ba o und Go don (1983)). Die ande e Rich ung ( gl. K eps und Wilson (1982),
Backus und D i ill (1985) ode Ba o (1986b)) un e scheide sich on de e s e en
dadu ch, daß meh e e Poli ike ode Pa eien mi un e schiedlichen Nu zen unk io-
nen ode Fähigkei en be ach e we den. Auße dem wi d un ollkommene In o ma-
ion de p i a en Wi scha ssubjek e übe Nu zen unk ionen und Fähigkei en de
Poli ike / Pa eien un e s ell . Die E gebnisse, insbesonde e bezüglich de Exis enz
on Repu a ionsgleichgewich en, hängen hie nich länge on de Annahme eines
unendlich langen Zei ho izon s ab. Schließlich we den Le np ozesse de p i a en
Wi scha ssubjek e en sp echend de Bayes-Regel mi einbezogen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 27
Wi scha ssubjek e s abilisie und de Ve lus ü die Be ölke ung so
ge ing wie möglich gehal en we den.
Die igides e Fo m gese zliche Ins i u ionalisie ung eine Regelpoli ik
wä e die eine Au nahme in das G undgese z. Die E wa ungen könn en so
am ehes en s abilisie we den, da das Ve auen in die Einhal ung eine
angekündig en Regelpoli ik, d.h. de en Glaubwü digkei , dann am höchs en
wä e. De P eis, de da ü gezahl we den müß e, wä e eine Au gabe jegli-
che Flexibili ä on Wi scha spoli ik im Falle un o he gesehene E eig-
nisse ode Schocks. Ände ungen ode Anpassungen de Regelpoli ik an
nich o he gesehene Kon ingenzen wü den eine Ände ung des G undgese -
zes o ausse zen, was bekann lich mi hohen Kos en (in Fo m on Zei e -
lus en und Zuges ändnissen an spezi ische In e esseng uppen) e bunden
is . Selbs „no male" Gese zesbindungen sind in alle Regel nu schwe äl-
lig ände ba . Inso e n wi d de Vo schlag eine Gese zesbindung on Regel-
poli iken on ielen Ökonomen mi Skepsis be ach e . In gewissen Ausnah-
mesi ua ionen, wie insbesonde e gehäu wäh end de siebzige Jah e, als
iele Wi scha en on g oßen Schockeinwi kungen (Ölschocks, E n eka a-
s ophen u. a.) heimgesuch wu den, e weis sich nämlich eine gewisse Fle-
xibili ä wi scha spoli ischen Handelns als äuße s hil eich. Ein gese z-
liches Ve bo on angemessenen wi scha spoli ischen Reak ionsmaßnah-
men kann hie eue zu s ehen kommen.
Man kann diesbezüglich on einem adeo zwischen dem Nu zen on
Flexibili ä und den Kos en on dynamische Inkonsis enz on Poli ik sp e-
chen (Rogo 1985). Angesich s eines solchen adeo s e schein ü iele
Ökonomen die e olg e sp echends e Lösung da in zu bes ehen, die Flexibi-
li ä nich ollkommen au zugeben, sonde n ehe nach ins i u ionellen
Inno a ionen zu Reduzie ung de Kos en on dynamische Inkonsis enz zu
suchen24. Daß eine solche Lösung p inzipiell möglich is , wi d häu ig aus de
Ta sache abgelei e , daß es genügend Fälle gib , in denen es Lände n übe
lange Pe ioden gelungen is , in de „dynamic inconsis ency"-Theo ie abge-
lei e e P obleme wie den oben gezeig en In la ionsbias zu un e d ücken,
ohne daß de Wi scha spoli ik gese zlich die Hände gebunden wo den
wä en. Es muß also gewisse An eize geben, die eine Regie ung ode eine
24 Neue e Vo schläge hie zu s ammen beispielsweise on Rogo on Pe sson und
S ensson sowie on Fische . Rogo (1985) beispielsweise schläg die Be u ung kon-
se a i e (Wi scha s-)Poli ike als ins i u ionelle Lösungsmöglichkei des eben
abgelei e en In la ionsbias im besch iebenen Phillipsku enbeispiel o . Fische
(1986) e weis au die Möglichkei on Indexie ung als Weg, die In la ionskos en zu
senken. Pe sson und S ensson (1985) dagegen disku ie en Möglichkei en, die eine
Regie ung ih e Nach olge egie ung als An eiz bie en könn e, um die on ih begon-
nene Regelpoli ik konsis en wei e zu üh en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
28 Helmu Wagne
Zen albank da on abhal en, nu imme die ku z is ige Op imie ungss a-
egie zu e olgen. Ein dominie ende Fak o dabei is de de Repu a ion.
Regie ungen bzw. die jeweiligen Regie ungspa eien sind in ih e Poli ik
nich nu ku z is ig o ien ie , sonde n besi zen einen Lang is ho izon ,
was bedeu e , daß sie die Folgen ih e heu igen En scheidungen au zukün -
ige Ve lus e seh wohl be ücksich igen. Solange alle dings de Lang is -
ho izon endlich is , bes eh selbs ü Regie ungspa eien, die allein das
lang is ige Gemeinwohl im Auge haben, imme ein An eiz, zumindes in
de le z en Pe iode on ih e Selbs e p lich ung au eine Regelbindung
abzuweichen. Dies is im G unde die Essenz de „dynamic inconsis ency"-
Theo ie. Die P oblemanalyse sowie Lösungs e suche we den heu e o wie-
gend inne halb de sogenann en Theo ie on Repu a ionsgleichgewich en25
du chge üh . Ein Repu a ionsmechanismus kann ein Weg sein, die geschil-
de en P obleme hinsich lich dynamische Inkonsis enz de Poli ik zu lösen.
Repu a ionsgleichgewich e zeigen, daß auch eine nich - egelgebundene,
d.h. disk e ionä angeleg e Poli ik die sozial op imale In la ions a e pR mi
de Ve lus unk ion VR e zeugen kann. No wendige Vo ausse zungen sind
eine ge inge Diskon ie ungs a e y sowie ein lange Zei ho izon .
Wie es aussieh , wi d die Diskussion um den angesp ochenen adeo
zwischen dem Nu zen on Flexibili ä und den Kos en on dynamische
Inkonsis enz sowie um die Exis enz on Repu a ionsgleichgewich en die
Theo ie de S abili ä spoli ik noch ü eine länge e Zei daue beschä igen.
VII. Resümee
De Au sa z beschä ig e sich mi dem Vo schlag eine Regelpoli ik, die
das nominelle B u osozialp oduk bzw. seine Wachs ums a e kons an
häl . Diese Regelpoli ik („nominelle BSP-Regel") wu de in den Abschni en
II und III de Regelpoli ik kons an en Geldmengenwachs ums („F iedman-
Regel") gegenübe ges ell . Dabei e gab sich aus mak oökonomischen,
modell heo e ischen Be ach ungen, daß keine eindeu ige ode empi isch
wah scheinliche Übe legenhei de nominellen BSP-Regelpoli ik gegenübe
de F iedman-Regel abgelei e we den kann - wenn man die Übe legenhei
als Maß ge inge e Ou pu a ianzen bei Schocks aß . Insbesonde e unsi-
che e Wi kungs e zöge ungen de mone ä en Anpassungen an das nomi-
nelle BSP-Ziel bzw. an die Abweichung hie on lassen Vo aussagen diesbe-
züglich seh agwü dig e scheinen. Es gib jedoch ande e G ünde, die ü
25 Vgl. als Übe blick z.B. Rogo (1987).
Ein Haup -P oblem in diesem Theo ieansa z is das de Selek ion aus de e hal e-
nen Viel al on Gleichgewich en (mul iple equilib ia).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 29
eine Ins i u ionalisie ung eine nominellen BSP-Regel sp echen. De wich-
igs e hie un e is de , daß die poli ische Selbs bindung an ein nominelles
BSP-Ziel on de Be ölke ung ehe e s anden wi d als an ein Geldmengen-
Zwischenziel. Wenn das nominelle BSP-Ziel als Ga an ie eine hin eichen-
den mone ä en Akkomodie ung de Vollbeschä igungsnach age bei P eis-
ni eaus abili ä e s anden wi d, sind die in e essen- und in o ma ions-
spezi ischen Koope a ionsp obleme, die imme wiede zu S ag la ionä en
Tendenzen üh en, wenn nich lösba , dann zumindes e inge ba .
Die F age nach de adäqua en Regel is jedoch nu die eine Sei e des P o-
blems. Die ande e und on ielen Ökonomen als noch wich ige angesehene
Sei e is die F age nach de F is igkei de Regelbindung. Soll die Regel
lang is ig-s a es geleg ode lexibel gehal en we den?
In den Abschni en V und VI oben sind die P obleme eine lang is ig-
s a en Fes legung eine Regel disku ie wo den. Wenn die Regelbindung
„nich -e zwungen" is , bes eh die Ge ah de „dynamischen Inkonsis enz"
de Poli ik, die Lang is kos en ü die Gesellscha in Fo m eines In la-
ionsbias p oduzie . Wenn die Regelbindung dagegen du ch Gese ze lang-
is ig es geleg wi d, en s ehen Kos en de In lexibili ä im Falle nich o -
he gesehene bzw. inne halb de Regel nich besch eibba e E eignisse ode
Ins i u ionenände ungen. Beide Kos en sind gegeneinande abzuwägen.
De g undsä zliche Vo eil eine Regelbindung wi d in de S abilisie ung
on E wa ungen - im Falle de Geldpoli ik insbesonde e on In la ions-
e wa ungen - gesehen. Je länge is ige und je s ik e (in lexible ) eine
Regelpoli ik angeleg is , um so ehe wi d die E wa ungss abilisie ung
gelingen. Die ande e Sei e de Medaille is , daß eine in lexible Regelpoli ik
zu Ou pu e lus en üh , wenn un o he gesehene En wicklungen ein e en
und die Poli ik hie au nich lexibel eagie en kann. Die Au gabe bes eh
also da in, de Poli ik die no wendige Flexibili ä ü den Umgang mi eine
ungewissen Zukun zu e hal en und die E wa ungss abilisie ung übe
ins i u ionelle Inno a ionen he zus ellen26. Zu Bewah ung de no wendi-
gen Flexibili ä de Poli ik b auch jedoch nich unbeding de Zick-Zack-
Ku s eine ungebundenen disk e ionä -ak i is ischen Wi scha spoli ik
be ieben zu we den. Eine mi el is ig angeleg e Regelpoli ik mi egelmä-
ßigen Übe p ü ungen und e en uellen - in de Regelbindung als e laub e
Möglichkei o zusehenden - Ände ungen bei o ensich lichen neuen
un o he gesehenen En wicklungen wü de die no wendige Flexibili ä
ga an ie en. Zum ande en könn e die E wa ungss abilisie ung un e s ü z
26 Um assend wi d dieses P oblem in einem in Kü ze e scheinenden Leh buch des
Au o s übe „S abili ä spoli ik" (Oldenbou g Ve lag) abgehandel .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
30 Helmu Wagne
we den du ch neue Ins umen e de Indexie ung, du ch Gewinnbe eiligung
und un e Ums änden auch du ch beg enz e, ma k spezi ische Ins umen e
de Einkommenspoli ik. (Siehe hie zu Wagne 1987.) Au jeden Fall spiel
abe auch die Wahl de Regel eine en scheidende Rolle ü den E olg eine
E wa ungss abilisie ung. Die Ein üh ung eine nominellen BSP-Regel
könn e inso e n e wa ungss abilisie end wi ken, als sie di ek au die
mak oökonomischen Endzielg ößen P eisni eau und Volkseinkommen
(siehe die obige Ve lus unk ion (19)), die den Gegens and ö en lichen In-
e esses wide spiegeln, ausge ich e is . Sie dü e deshalb ü die Be ölke-
ung leich e e s ändlich sein als beispielsweise die F iedman-Regel ode
auch die insbesonde e on Zen albankpoli ike n häu ig p ä e ie e P eis-
ni eau-Regel27.
Li e a u
Ando, A., u.a. (H sg. 1985): Mone a y Policy in Ou Times. Camb idge, Mass. und
London. - Asako, K. und Wagne , H. (1987): Ta ge ing Nominal Income: A Reassess-
men . Discussion Pape , Depa men o Economics, Massachuse s Ins i u e o Tech-
nology (M.I.T.), Augus . - Backus, D. und D i ill, J. (1985): In la ion and Repu a ion.
In: Ame ican Economic Re iew, ol. 75, S. 530 - 538. - Ba o, R. J. (1986a): Recen
De elopmen s in he Theo y o Rules e sus Disc e ion. In: Economic Jou nal. Con-
e ence pape s, ol. 96, Ox o d, S. 23 - 37. - Ba o, R. J. (1986b): Repu a ion in a
Model o Mone a y Policy wi h Incomple e In o ma ion. In: Jou nal o Mone a y
Economics, ol. 17, S. 3 - 20. - Ba o, R. J. und Go don, D. (1983): Rules, Disc e ion
and Repu a ion in a Model o Mone a y Policy. In: Jou nal o Mone a y Economics,
ol. 12, S. 101 - 122. - Bean, C. (1983): Ta ge ing Nominal Income: An App aisal. In:
Economic Jou nal, ol. 93, S. 806 - 819. - B aina d, W. (1967): Unce ain y and he
E ec i eness o Policy. In: Ame ican Economic Re iew, P. a.P., ol. 57, S. 411 - 425. -
Coope , J. Ph. und Fische , S. (1973): S abiliza ion Policy and Lags. In: Jou nal o
Poli ical Economy, ol. 81, S. 847 - 877. - Do nbusch, R. u.a. (1986): Mac oeconomic
P ospec s and Policies o he Eu opean Communi y. In: O. Blancha d, R. Do nbusch
und R. Laya d (H sg.), Res o ing Eu ope's P ospe i y, Camb idge, Mass. und London,
S. 1 - 32. - Felds ein, M. (1987): Fed Policy Shouldn' Ta ge he Dolla . In: The Wall
S ee Jou nal, May 8. - Fische , S. (1986): Time Consis en Mone a y and Fiscal Poli-
cies: A Su ey. Manusc ip , Depa men o Economics, M.I.T., Ma ch. - F iedman, M.
27 Eine P eisni eau-Regel wü de die Zen albank e p lich en, das P eisni eau de
Geldmengenanpassungen kons an zu hal en. Man kann in ein achen mak oökonomi-
schen Modellun e suchungen wie oben in den Abschni en II und III zeigen, daß eine
P eisni eau-Regel ähnlich gu ode schlech wie eine nominelle BSP-Regel abschnei-
de . (Vgl. z.B. Asako und Wagne (1987).) Da übe hinaus ha sie gegenübe de nomi-
nellen BSP-Regelpoli ik den Vo eil, daß die Zen albank schnelle e läßliche e
In o ma ionen übe P eisindices e häl als übe den Sozialp oduk index.
De en scheidende Nach eil gegenübe eine nominellen BSP-Regelpoli ik is alle -
dings de , daß de Sinn ode die Implika ion eine solchen Zielse zung ü wei e Teile
de Be ölke ung und selbs ü iele Ökonomen (!) nich e s ändlich sein dü e.
(Siehe zu le z e en beispielsweise Fische (1986).)
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben? 31
(1961): The Lag in E ec o Mone a y Policy. In: Jou nal o Poli ical Economy, ol. 69,
S. 447 - 466. - Go don, R. J. (1983): The Conduc o Domes ic Mone a y Policy. NBER
Wo king Pape No. 1221. - Hall, R. E. (1983): Mac oeconomic Policy unde S uc u al
Change. In: Indus ial Change and Public Policy, ed. by Fede al Rese e Bank o Kan-
sas Ci y, S. 85 - 111. - Holb ook, R. S. (1972): Op imal Economic Policy and he P ob-
lem o Ins umen Ins abili y. In: Ame ican Economic Re iew, ol. 62, S. 57 - 65. -
K eps, D. und Wilson, R. (1982): Repu a ion and Impe ec Compe i ion. In: Jou nal o
Economic Theo y, ol. 27, S. 253 - 279. - Kydland, F. E. und P esco , E. C. (1977):
Rules Ra he han Disc e ion: The Inconsis ency o Op imal Plans. In: Jou nal o
Poli ical Economy, ol. 85, S. 473 - 492. - Laidle , D. (1986): Wha Do We Really
Know abou Mone a y Policy? Joseph Fishe Lec u e, Adelaide. - Maye , Th. (1987):
Replacing he FOMC by a PC. In: Con empo a y Policy Issues, S. 31 - 43.-McCallum,
B. T. (1985): On Consequences and C i icisms o Mone a y Ta ge ing. In: Jou nal o
Money, C edi , and Banking, ol. 17, S. 570 - 597. - Meade, J. E. (1978): The Meaning
o In e nal Balance. In: Economic Jou nal, ol. 88, S. 423 - 435. - Mei ze , A. H.
(1986): Limi s o Sho -Run S abiliza ion Policy. In: Economic Inqui y, ol. 25, S. 1 -
14. - Pe sson, T. und S ensson, L. E. O. (1984): Time-Consis en Fiscal Policy and
Go e nmen Cash-Flow. In: Jou nal o Mone a y Economics, ol. 14, S. 365 - 374. -
Pohl, R. (1986): Kau k a pa i ä , Zinspa i ä und mone ä e S a egien in de o enen
Wi scha . Manusk ip Uni . Hagen, e schein in: Köhle , C. und Pohl, R. (H sg.):
Aspek e de Geldpoli ik in o enen Wi scha en. Be lin. - Rogo , K. (1985): The Op i-
mal Deg ee o Commi men o an In e media e Mone a y Ta ge . In: Qua e ly Jou -
nal o Economics, ol. 100, 1169 - 1190. - Rogo , K. (1987): Repu a ional Cons ain s
on Mone a y Policy. In: Ca negie-Roches e Con e ence Se ies on Public Policy,
ol. 26, S. 141 - 182. - Sa gen , T. J. (1987): Mac oeconomic Theo y. 2. ed., New Yo k.
- Sa gen , T. J. und Wallace, N. (1975): "Ra ional" Expec a ions, he Op imal Money
Ins umen , and he Op imal Money Supply Rule. In: Jou nal o Poli ical Economy,
ol. 83, S. 241 - 254. - Taylo , J. B. (1985): Wha Would Nominal GNP Ta ge ing do
o he Business Cycle? In: Ca negie-Roches e Con e ence Se ies on Public Policy,
ol. 22, S. 61 - 84. - Tobin, J. (1983): Mone a y Policy: Rules, Ta ge s and Shocks. In:
Jou nal o Money, C edi and Banking, ol. 15, S. 506 - 518. - Vines, D., Maciejowski,
J. und Meade, J. E. (1983): Demand Managemen . London. - Wagne , H. (1988): S abi-
li ä spoli ik. Buchmanusk ip , e schein in Kü ze (Oldenbou g Ve lag). - Wagne , H.
(1987): Konzep e ins i u ionelle Inno a ionen in de S abili ä spoli ik. In: WiS .
Wi scha swissenscha liches S udium, 16. Jg., He 12, S. 603 - 608. - Weizsäcke , C.
Ch . . (1978): Das P oblem de Vollbeschä igung heu e. In: Zei sch i ü Wi -
scha s- und Sozialwissenscha en, 98. Jg., S. 33 - 51. - Weizsäcke , C. Ch . . (1987):
BIP s a Geldmenge. In: »Wi scha swoche' om 26. Juni. - Wes , K. D. (1986):
Ta ge ing Nominal Income: A No e. In: Economic Jou nal, ol. 96, S. 1077 - 1083.
Zusammen assung
Soll die Bundesbank eine nominelle BSP-Regelpoli ik be eiben?
De Au sa z beschä ig sich mi einem Vo schlag, de in den le z en Jah en in e -
na ional g oße Beach ung ge unden ha . Nach diesem Vo schlag soll ein nominelles
B u osozialp oduk (BSP) ode seine Wachs ums a e als Zielg öße es geleg und
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.1.8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:56:10