He bs , He be
Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse. Mul ipe spek i ische
Einblicke ü Pädagoginnen und Pädagogen
Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe [H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo
K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü Kinde und Jugendliche mi
ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S. 52-62
Quellenangabe/ Re e ence:
He bs , He be : Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse. Mul ipe spek i ische Einblicke ü
Pädagoginnen und Pädagogen - In: Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe
[H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü
Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S.
52-62 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-343928 - DOI: 10.25656/01:34392; 10.35468/6197-04
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-343928
h ps://doi.o g/10.25656/01:34392
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He be He bs
Gesundhei und K ankhei du ch die
kul u elle Linse
Mul ipe spek i ische Einblicke
ü Pädagoginnen und Pädagogen
Abs ac
Gesundhei und K ankhei sind nich allein biologische ode biomedizini-
sche Zus ände, sonde n ie in kul u elle Kon ex e eingebe e . Wie Men-
schen mi E k ankungen umgehen, was sie als gesund emp inden ode wie
sie Hil e in Ansp uch nehmen, wi d maßgeblich du ch ih e kul u ellen P ä-
gungen, sozialen E ah ungen und soziokul u ellen Rahmenbedingungen
beein luss . Besonde s im Kon ex on Mig a ion zeig sich, dass kul u elle
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Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse
Di e si ä eine zen ale He aus o de ung, abe auch Po enzial ü Bildungs-
und Gesundhei sins i u ionen da s ell (Spallek&Razum 2021) .
Im schulischen Se ing ücken dami F agen in den Fokus, wie Leh pe -
sonen, Soziala bei ode P legek ä e in Bildungsein ich ungen den spezi-
ischen gesundhei lichen Bedü nissen on Kinde n und Jugendlichen mi
ch onischen E k ankungen ge ech we den können–insbesonde e dann,
wenn diese du ch Mig a ion ode soziale Benach eiligung zusä zlich be-
las e sind . Pädagogische Fachk ä e agie en dabei an de Schni s elle zwi-
schen Bildung, Be euung und psychosoziale Beglei ung–und sind zuneh-
mend ge o de , nich nu achlich, sonde n auch in e kul u ell kompe en
zu handeln (Gundol 2024; Reune &G äße 2023) .
De o liegende Bei ag nähe sich diese Thema ik aus eine in e diszipli-
nä en Pe spek i e . E beleuch e , wie kul u elle Hin e g ünde das Ve s änd-
nis on Gesundhei und K ankhei p ägen, welche s uk u ellen Hü den den
Zugang zu Gesundhei sleis ungen ü mig ie e Kinde und Jugendliche e -
schwe en und wie in e kul u elle Kommunika ion in Bildungs- und Gesund-
hei sse ings gelingen kann . Abschließend wi d disku ie , wie du ch die
Ve knüp ung pädagogische und gesundhei liche Ansä ze B ücken gebau
we den können–hin zu eine inklusi e en, ge ech e en Ve so gung ü alle .
Keywo ds: Kul u elle P ägung; Mig a ion und Gesundhei ; in e kul u elle
Kompe enz; Chancengleichhei ; ch onische E k ankung
Gesundhei und K ankhei –Beg i s e s ändnis
Gesundhei is ein zen ale , abe keineswegs eindeu ig de inie e Beg i .
In de All agssp ache wi d Gesundhei häu ig mi dem F eisein on K ank-
hei gleichgese z . Die Wel gesundhei so ganisa ion (WHO 1948, zi ie nach
F anzkowiak und Hu elmann 2022, Abs .4) ha diesen engen Zugang be-
ei s üh hin e ag und ein ganzhei liches Gesundhei s e s ändnis o mu-
lie : „[…] de Zus and des olls ändigen kö pe lichen, geis igen und sozialen
Wohlbe indens und nich nu das F eisein on K ankhei und Geb echen“ .
Diese Ansa z ha sich im gesundhei swissenscha lichen Disku s wei gehend
e ablie und bilde die G undlage mode ne Gesundhei s ö de ung .
T o z diese De ini ion bleib Gesundhei ein dynamisches Konzep , das sich
je nach kul u ellem, sozialem und indi iduellem Kon ex un e schiedlich
zeig . Was in eine Gesellscha als gesund gil , kann in eine ande en als be-
handlungsbedü ig wah genommen we den . Gesundhei is also nich nu
biologisch, sonde n imme auch kul u ell kons uie . Dieses Ve s ändnis is
besonde s im Umgang mi Kinde n und Jugendlichen aus e schiedenen He -
kun slände n bedeu sam, da de en K ankhei s- und Gesundhei s e s ändnis
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He be He bs
o ande e Dimensionen einbezieh –e wa spi i uelle ode gemeinscha sbe-
zogene Deu ungen (Gundol 2024; Schmid -Rumposch&We ne 2024) .
K ankhei wiede um wi d in de Medizin als S ö ung de no malen physischen
ode psychischen Funk ionen e s anden, die die subjek i e Be indlichkei und/
ode die objek i e Leis ungs ähigkei nega i beein luss (Pschy embel Online
2024) . In de P axis zeig sich jedoch, dass sich die G enze zwischen K ankhei
und Be indlichkei ss ö ung nich imme kla ziehen läss , insbesonde e bei psy-
chosoma ischen ode ch onischen E k ankungen im Kindes- und Jugendal e .
Zu di e enzie en Be ach ung ha sich in de Gesundhei swissenscha
das Konzep des Gesundhei s-K ankhei s-Kon inuums e ablie (Fal e mei-
e 2023) . Dieses Modell besch eib Gesundhei nich als es s ehenden Zu-
s and, sonde n als ein Kon inuum, au dem sich Indi iduen im Lau e ih es
Lebens– eils äglich–bewegen . Menschen können sich o z diagnos izie e
E k ankung subjek i gesund ühlen, wäh end ande e sich o z medizinische
Unau älligkei s a k beein äch ig e leben . Dami wi d die subjek i e Sich -
weise e ns genommen und gesundhei liche Viel al ane kann . Das salu oge-
ne ische Modell on An ono sky bie e einen hil eichen O ien ie ungs ah-
men . Es ag nich nach de U sache on K ankhei (Pa hogenese), sonde n
danach, was Menschen gesund e häl . Im Zen um s eh das Kohä enzge-
ühl–also das Ge ühl on Ve s ehba kei , Handhabba kei und Sinnha igkei
des eigenen Lebens (ebd . 2023) .
Ge ade bei Kinde n und Jugendlichen mi ch onischen E k ankungen–e wa
aus sozial belas e en ode mig ie en Familien–gewinn dieses salu ogene i-
sche Denken an Bedeu ung . Bildungs- und Be euungsein ich ungen können
du ch s abile Beziehungen, S uk u und kul u elle Sensibili ä dazu bei agen,
Gesundhei im Sinne on Resilienz und Wohlbe inden zu s ä ken .
Kul u elle Un e schiede im K ankhei s e s ändnis
Gesundhei und K ankhei we den in jede Gesellscha au spezi ische Wei-
se in e p e ie . Diese In e p e a ionen sind ie in kul u ellen Deu ungsmus-
e n e anke und beein lussen sowohl die Wah nehmung on Symp omen
als auch das Ve hal en im K ankhei s all . In de wes lich gep äg en Biome-
dizin s eh meis die soma ische U sache im Vo de g und–K ankhei wi d
als Funk ionss ö ung biologische Sys eme be ach e , die du ch s anda di-
sie e Diagnose- und The apie e ah en zu behandeln is . Ande e Kul u en
hingegen in eg ie en spi i uelle, soziale ode mo alische Dimensionen in ih
K ankhei s e s ändnis . So können K ankhei ssymp ome als Folge on Un-
gleichgewich , Fluch, spi i uelle Belas ung ode amiliä en Kon lik en gedeu-
e we den (Golsabahi-B oclawski u . a . 2020) .
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Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse
De An h opologe A hu Kleinman (1978) besch eib dieses Phänomen an-
hand seines Modells des K ankhei s e hal ens, dem wiede um au e schie-
denen Ebenen begegne wi d, um Gesundhei wiede he zus ellen . Da in wi d
zwischen dem Laien-Sek o , in dem Familie und soziale Ne zwe ke dominie-
en, dem olksmedizinischen Sek o , in dem adi ionelle, eligiöse und spi i-
uelle Heilme hoden angewende we den, und dem p o essionellen Sek o ,
de au wissenscha lich undie e Medizin basie , un e schieden .
In ielen nich -wes lichen Kon ex en haben alle d ei Sek o en gleichwe ige
Bedeu ung–im Gegensa z zu eu opäischen Gesundhei ssys emen, die s a k
au den p o essionellen Sek o okussie sind (Same ski 2021) .
Kul u elle Un e schiede zeigen sich insbesonde e in de E klä ung on U sa-
chen . Wäh end Menschen in wes lichen Lände n häu ig nach objek i en
Auslöse n suchen (Was habe ich?), agen ande e Kul u en s ä ke nach dem
Wa um? im spi i uellen ode sozialen Sinn . Dies beein luss auch, welche Be-
handlungswege be o zug we den–sei es du ch adi ionelle Heile innen und
Heile , eligiöse Ri uale ode p lanzenbasie e Medizin . Auch das Ve auen in
schulmedizinische Angebo e, die Rollen e eilung inne halb de Familie ode
de Umgang mi ch onische E k ankung kann kul u ell s a k a iie en .
Im Bildungskon ex is dieses Wissen zen al . Leh pe sonen begegnen Kin-
de n und Jugendlichen, de en Gesundhei s e s ändnis und Bewäl igungss a-
egien, die s a k on kul u ellen und amiliä en P ägungen beein luss sind .
Kinde mi Fluch - ode Mig a ionshin e g und e wa nu zen sel ene p ä en-
i e Angebo e ode he apeu ische Un e s ü zung, obwohl sie eilweise übe -
du chschni lich on gesundhei lichen Belas ungen be o en sind (F agne
u . a . 2023; Ho ma che &Wüge 2022) . Finanzielle Hü den, Sp achba ie en,
kul u elle S igma isie ung on psychischen E k ankungen sowie Unsiche hei-
en im Umgang mi Behö den spielen hie bei eine zen ale Rolle .
Ein konk e es Beispiel dazu: Kinde und Jugendliche aus A ghanis an, I ak
und Sy ien e hal en in Ös e eich du chschni lich nu und die Häl e de
P o-Kop -Gesundhei sausgaben als Kinde aus EU-15-Lände n . Gleichzei ig
be ich en sie sel ene on seh gu e Gesundhei und weisen häu ige einen
lang is igen Ve so gungsbeda au . Solche Da en e weisen au s uk u elle
Ungleichhei en, abe auch au kul u elle und sys emische Ba ie en im Zu-
gang zu Gesundhei s e so gung (F agne u . a . 2023) .
Da aus e gib sich ü pädagogische Fachk ä e die No wendigkei , nich nu
medizinisches Wissen zu be ücksich igen, sonde n auch die subjek i en und
kul u ellen E klä ungsmodelle de Kinde und ih e Familien e ns zu nehmen .
Kul u sensibili ä bedeu e hie nich nu sp achliche Zugänglichkei , sonde n
das Ve s ehen und Ane kennen un e schiedliche Gesundhei slogiken–ohne
sie zu bewe en ode da übe zu u eilen . E s dadu ch kann in e kul u elle
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He be He bs
Gesundhei sbildung gelingen und zu S ä kung on Gesundhei im ganzhei -
lichen Sinne bei agen .
S uk u elle Ba ie en und gesundhei liche Auswi kungen
Auch wenn in Ös e eich ein g undsä zlich solida isch au gebau es Gesund-
hei ssys em bes eh , zeigen empi ische S udien, dass Kinde mi Mig a ions-
und Fluch hin e g und einen e schwe en Zugang zu medizinischen Leis un-
gen haben (RKI 2024; Biddle u . a . 2019) . Diese Benach eiligungen en s ehen
nich zu ällig, sonde n sind Ausd uck s uk u elle Ba ie en, die sich aus ei-
nem komplexen Zusammenspiel on sp achlichen, adminis a i en, sozialen
und kul u ellen Fak o en e geben .
Sp achba ie en als ein zen ales P oblem e schwe en nich nu die Kommu-
nika ion zwischen Pa ien innen bzw . Pa ien en und medizinischem Pe sonal,
sonde n wi ken sich unmi elba au Diagnos ik, The apie und Gesundhei s-
bildung aus . El e n e hal en In o ma ionen nich in eine ihnen e s ändlichen
Sp ache und Kinde ungie en als Sp achun e s ü zungsdiens in medizini-
schen Gesp ächen . Dabei bes eh ein e höh es Risiko ü In o ma ions e -
ze ungen, emo ionale Belas ungen bei Kinde n ode Angehö igen sowie
Da enschu zkon lik e du ch die Wei e gabe pe sonenbezogene und sen-
sible In o ma ionen (Kaelin u . a . 2013) . Auch sch i liche Ma e ialien sind o
nu einsp achig au Deu sch e ügba ode en hal en Fachbeg i e, die ohne
Kon ex schwe e s ändlich sind (He bs 2015) .
Adminis a i e Hü den wie unzu eichende In o ma ion übe Ansp uchs ech e
ode Angs o behö dlichen Konsequenzen üh en dazu, dass insbesonde e
ge lüch e e Familien Leis ungen nich in Ansp uch nehmen . Hinzu kommen
o lange Wa ezei en, ehlende ä z liche Ve so gung in ländlichen Regionen
sowie die mangelnde Ve ügba kei on kul u sensiblen The apieangebo en,
insbesonde e im Be eich de psychosozialen Ve so gung (G abe 2023) .
Besonde s be o en sind Kinde mi soma ischen E k ankungen . Ho ma che
und Wüge (2022) zeigen au , dass 14%de Kinde aus A ghanis an, I ak und
Sy ien einen lang is igen Ve so gungsbeda au weisen–deu lich meh als
Kinde ohne Mig a ionshin e g und (10%) . Gleichzei ig e hal en sie du ch-
schni lich deu lich wenige Gesundhei sausgaben p o Kop (113 EUR s . 220
EUR bei EU-15-G uppen) (F agne u . a . 2023) . Diese Disk epanz weis au eine
Un e e so gung hin, die mi un e schwe wiegende gesundhei liche Folgen
haben kann .
S uk u elle Hü den zeigen sich jedoch nich nu im medizinischen Sys em, son-
de n wi ken in das schulische Um eld hinein (Schwa z u . a . 2023) . Kinde mi
gesundhei lichen P oblemen und gleichzei ig e schwe em Zugang zu Behand-
lungsmöglichkei en e leben häu ige Belas ungen ode soziale Ausg enzung .
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Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse
Pädagogische Fachk ä e s ehen dadu ch o de He aus o de ung, gesund-
hei liche Einsch änkungen ühzei ig zu e kennen, angemessen da au zu e-
agie en und gleichzei ig kul u elle Un e schiede sensibel zu be ücksich igen .
Die dami e bundenen, s a egischen Handlungsbeda e wu den als G und-
lage ü säm liche Maßnahmen, die die Gesundhei junge Menschen in Ös e -
eich nachhal ig e besse n sollen, e anke (Bundesminis e ium ü Soziales,
Gesundhei , P lege und Konsumen enschu z 2024) .
Fü das Pe sonal in den Schulen bedeu e das, dass sie nich nu In o ma io-
nen übe gesundhei liche P oblemlagen ih e Schüle innen und Schüle be-
nö igen, sonde n auch übe die sys emischen Bedingungen, die de en Ve so -
gung beein lussen . Gesundhei sbildung, mul ip o essionelle Zusammena bei ,
Sp achun e s ü zungsdiens und die Einbindung on Familien sind zen ale
Elemen e, um au diese He aus o de ungen adäqua eagie en zu können .
Zusammen assend läss sich es hal en, dass s uk u elle Ba ie en im Gesund-
hei ssys em nich nu indi iduelle Gesundhei be e en, sonde n sich unmi -
elba au Bildungsge ech igkei und Teilhabechancen auswi ken .
Kommunika ion im in e kul u ellen Kon ex
Kommunika ion is das He zs ück jede medizinischen und pädagogischen
Beziehung–sie e möglich Ve s ändnis, Ve auen und Koope a ion . In in e -
kul u ellen Kon ex en is Kommunika ion jedoch häu ig du ch sp achliche,
kul u elle und soziale Un e schiede e schwe . Ge ade im Gesundhei sbe eich,
wo p äzise In o ma ionen und gemeinsame En scheidungen wesen lich sind,
können sp achliche Miss e s ändnisse g a ie ende Folgen haben . Wenn El e n
ode Kinde medizinische In o ma ionen nich in ih e Mu e sp ache e hal en,
kann es gehäu zu Miss e s ändnissen, ehle ha en Behandlungsen scheidun-
gen ode ge inge The apie eue kommen . Un e suchungen zeigen (Ay azyan
2024; K use 2023; So hmann u . a . 2016), dass unzu eichende Sp achkompe enz
nich nu die Diagnose e schwe , sonde n auch zu F us a ion au Sei en de
Behandelnden und de Be o enen üh –mi de Ge ah , dass Familien lang-
is ig das Ve auen in das Gesundhei ssys em e lie en (He bs 2015) .
Neben de Sp ache spiel auch die non e bale Kommunika ion eine en schei-
dende Rolle . Ges ik, Mimik, Augenkon ak ode kö pe liche Dis anz we den
kul u ell un e schiedlich in e p e ie . So kann e wa di ek e Blickkon ak in
eine Kul u als espek oll, in eine ande en als unangemessen gel en . Auch
die A , wie übe Schme z gesp ochen wi d–ehe zu ückhal end ode ex-
p essi , a iie s a k zwischen Kul u en und beein luss die medizinische Ein-
schä zung (G abe 2023) .
Im schulischen All ag wi ken sich diese Kommunika ionsun e schiede au
Gesp äche mi El e n, Gesundhei s achk ä en und Kinde n selbs aus . Leh
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He be He bs
pe sonen, Schulä z innen und Schulä z e, Schulsoziala bei e innen und
Schulsoziala bei e s ehen mi un e o de He aus o de ung, mi Familien zu-
sammenzua bei en, de en E wa ungen und Kommunika ionss ile on den
eigenen s a k abweichen . Hie b auch es meh als nu Dolme schung–näm-
lich kul u elle Ve mi lung im Sinne eines ak i en Ve s ändnisses de jeweils
ande en Pe spek i e .
Fü eine gelingende in e kul u elle Kommunika ion sind dahe meh e e Ebe-
nen en scheidend:
•p o essionelle Dolme schdiens e (z . B . ele onisch, pe sönlich ode pe Vi-
deo), um gesiche e In o ma ionswei e gabe zu gewäh leis en
•meh sp achige Ma e ialien in ein ache , e s ändliche Sp ache
•Schulungen ü Fachk ä e zu kul u sensible Kommunika ion und in e kul-
u elle Kompe enz
•Ve meidung on Fachja gon, jedoch ak i es Nach agen, um Ve s ändnis
zu siche n
•Einbindung kul u elle Media o innen und Men o en, die nich nu übe -
se zen, sonde n auch zwischen We esys emen e mi eln
Kommunika ion is keine Einbahns aße–sie e lang O enhei , Geduld und
Selbs e lexion au beiden Sei en . Im Kon ex ch onische E k ankungen, Mi-
g a ion und Bildung is sie jedoch wei meh als ein echnisches Mi el . Sie is
eine B ücke zu Teilhabe, zu Gesundhei –und le z lich zu Chancenge ech-
igkei (He bs 2020) .
Lösungsansä ze
Die He aus o de ungen in e kul u elle Gesundhei skommunika ion und
s uk u elle Ba ie en sind ielschich ig – en sp echend iel äl ig müssen
auch die Lösungsansä ze sein . Es b auch nich nu echnische Hil smi el,
sonde n o allem s uk u elle, ins i u ionelle und pe sonale S a egien, die
eine gleichbe ech ig e Gesundhei s e so gung und Bildungs eilhabe ü alle
Kinde und Jugendlichen e möglichen–unabhängig on He kun , Sp ache
ode Au en hal ss a us .
Ein zen ale Baus ein sind p o essionelle Dolme schdiens e, die in medizi-
nischen und pädagogischen Ein ich ungen zu e lässig und e aulich übe -
se zen . Diese können in e n–e wa du ch es anges ell e Sp achmi le innen
und Sp achmi le ode ex e n übe egionale Diens e o ganisie sein . Be-
sonde s in aku en Si ua ionen haben sich zwischenzei lich Tele ondolme sch-
diens e ode Videodolme schsys eme e ablie , die einen schnellen Zug i au
quali izie es Pe sonal e möglichen . E gänzend un e s ü zen meh sp achige
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Gesundhei und K ankhei du ch die kul u elle Linse
In o ma ionsma e ialien (z . B . B oschü en, E klä ideos, Online-Pla o men)
die Gesundhei sbildung on Familien mi Mig a ionshin e g und . Wich ig is
dabei nich nu die sp achliche, sonde n auch die kul u elle Ve s ändlichkei .
Inhal e müssen ad essa enge ech , ei on Fachja gon und isuell ansp e-
chend au be ei e sein (G abe 2023) . Ma e ialien in ein ache Sp ache ode
mi isuelle Un e s ü zung sind besonde s hil eich ü Pe sonen mi nied i-
gem Bildungss and ode mig an ischem Hin e g und .
Kul u sensible Be a ungsgesp äche e o de n zudem geschul e Fachk ä e,
die nich nu übe medizinisches ode pädagogisches Fachwissen e ügen,
sonde n auch e lek ie mi eigenen kul u ellen No men und Vo s ellungen
umgehen können . Schulungen zu in e kul u elle Kommunika ion, kul u sen-
sible Diagnos ik und T auma-Sensibili ä sind dahe essenziell–sowohl ü
medizinisches Pe sonal als auch ü pädagogische Fachk ä e und schulische
Soziala bei (A ci-We ning 2021; He bs 2020) .
Ein inno a i e Ansa z bes eh in de Einbindung sogenann e kul u elle Medi-
a o innen und Media o en: Pe sonen mi eigene Mig a ionsbiog a ie, Sp ach-
kompe enz und in e kul u elle Schulung, die als B ückenbaue innen und B ü-
ckenbaue zwischen Familien und Ins i u ionen wi ken . Sie können Ve auen
scha en, Miss e s ändnisse klä en und hel en, ins i u ionelle Schwellenängs e
abzubauen (Kaelin u . a . 2013) .
Auch ins i u ionelle Ve ne zung spiel eine wich ige Rolle . Die Zusammena -
bei zwischen Schule, Gesundhei sdiens en, Soziala bei und auße schulischen
Be a ungss ellen is besonde s in komplexen Ve so gungslagen no wendig .
In e disziplinä e Fallbesp echungen, Ne zwe k e en ode koo dinie e Hil e-
pläne können siche s ellen, dass Kinde mi ch onischen E k ankungen, die
zusä zlich s uk u ell benach eilig sind, bes möglich beglei e we den .
Schließlich is es en scheidend, dass Ein ich ungen eine Willkommenskul u
en wickeln, die Viel al als Ressou ce e s eh . Dies eich on meh sp achigen
Angebo en übe kul u sensible El e nabende bis hin zu ak i en Einbindung
on El e n mi Mig a ionsgeschich e in Schulen wicklungsp ozesse .
E ek i e Lösungen en s ehen also nich allein du ch einzelne Maßnahmen,
sonde n du ch ein sys emisches Zusammenspiel on Hal ung, S uk u und
Handlung . Nu so können nachhal ige B ücken gebau we den–zwischen
Sys emen, Sp achen, Wel bilde n und Menschen .
Fazi
Kinde und Jugendliche e b ingen einen g oßen Teil ih es All ags in Bil-
dungsein ich ungen . Schulen sind dahe nich nu O e des Le nens, sonde n
auch zen ale Lebens äume, in denen Gesundhei ge ö de , Belas ungen
wah genommen und bei Beda Hil en e mi el we den können . Fü Kinde
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