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Chronische Erkrankungen und Schule – Was die UN-Kinderrechtskonvention zu einer inklusiven Bildung beitragen kann

Author: Reiner, Tamara
Publisher: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Year: 2025
DOI: 10.25656/01:34394
Source: https://www.pedocs.de/volltexte/2025/34394/pdf/Reiner_2025_Chronische_Erkrankungen.pdf
Reine , Tama a
Ch onische E k ankungen und Schule – Was die UN-Kinde ech skon en ion
zu eine inklusi en Bildung bei agen kann
Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe [H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo
K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü Kinde und Jugendliche mi
ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S. 79-91
Quellenangabe/ Re e ence:
Reine , Tama a: Ch onische E k ankungen und Schule – Was die UN-Kinde ech skon en ion zu eine
inklusi en Bildung bei agen kann - In: Somme , Nicola [H sg.]; Mülle , Sa ah [H sg.]; Langnickel, Robe
[H sg.]: B ücken zu Teilhabe: Wo K ankhei und Schule sich begegnen. Chancen inklusi e Bildung ü
Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen. Bad Heilb unn : Ve lag Julius Klinkha d 2025, S.
79-91 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-343940 - DOI: 10.25656/01:34394; 10.35468/6197-06
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-343940
h ps://doi.o g/10.25656/01:34394
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Tama a Reine
Ch onische E k ankungen und Schule–
Was die UN-Kinde ech skon en ion zu eine
inklusi en Bildung bei agen kann
Abs ac
Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen e leben im Schulall ag
häu ig s uk u elle Ba ie en, unzu eichende Un e s ü zung und mangelndes
Ve s ändnis . Diese Bei ag beleuch e , wie die UN-Kinde ech skon en ion
als ech liche und e hische Kompass genu z we den kann, um die schu-
lische Teilhabe diese Kinde zu s ä ken . Zen ale A ikel wie das Rech au
Bildung, Nich disk iminie ung und das Wohl des Kindes we den p axisnah au
schulische Kon ex e bezogen . Leh pe sonen e hal en konk e e An egungen,
wie sie o z beg enz e Ressou cen einen un e s ü zenden, inklusi en und
ech skon o men Schulall ag ges al en können . Dabei wi d au gezeig , dass
ch onische E k ankungen nich nu medizinische, sonde n auch psychosoziale
He aus o de ungen mi sich b ingen, die ein sensibles pädagogisches Han-
deln e o de n . De Bei ag plädie ü eine enge Zusammena bei alle Be ei-
lig en–insbesonde e un e Einbezug de Kinde selbs –und bie e O ien ie-
ung ü einen chancenge ech en Umgang mi Di e si ä im Klassenzimme .
Keywo ds: UN-Kinde ech skon en ion; Schulische Inklusion; Bildungsge-
ech igkei ; Pa izipa ion on Kinde n
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Einlei ung
Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen sehen sich im schuli-
schen All ag o mals mi besonde en He aus o de ungen kon on ie . Neben
gesundhei lichen Einsch änkungen können s uk u elle Ba ie en und ehlen-
de Un e s ü zungsangebo e ih e gleichbe ech ig e Teilhabe e schwe en . Doch
nich nu ü die Be o enen selbs , sonde n auch ü de en El e n, Leh pe so-
nen und ande e Ak eu innen und Ak eu e im Schulsys em können sich da aus
komplexe Au gaben e geben, die lexible Lösungen e o de n und mi un e
zusä zlichen o ganisa o ischen ode pe sonellen Au wand bedeu en . Dabei
en s eh ein Spannungs eld, in dem un e schiedliche In e essen und Bedü -
nisse au einande e en, wäh end die e ügba en Ressou cen beg enz sind .
Ge ade in diese Vielschich igkei kann die UN-Kinde ech skon en ion (UN-
KRK 1989/1992) als wich ige Lei aden dienen . Sie bie e eine kla e ech liche
und e hische O ien ie ung ü alle, die En scheidungen im schulischen Um eld
e en . So heiß es in A ikel 28 de KRK: „Die Ve agss aa en e kennen das
Rech des Kindes au Bildung an […] und e en insbesonde e Maßnahmen,
um die Schulp lich ü alle Kinde du chzu üh en und den Zugang zu Bildung
zu ö de n“ (UN-KRK 1989/1992, A . 28) . Dami wi d das Rech au Bildung
und Chancengleichhei ü alle Kinde und Jugendlichen un e s ichen .
Diese Bei ag zeig au , welche Bes immungen de UN-Kinde ech skon en ion
(UN-KRK) ü Kinde mi ch onischen E k ankungen im schulischen Kon ex
wich ig sind und wie sie hel en können, die schulische Si ua ion de be o enen
Kinde und Jugendlichen zu e besse n und p ak ikable Lösungen zu en wickeln .
Ch onische E k ankung–ein Übe blick
Kinde und Jugendliche s ellen zwa die gesündes e Be ölke ungsg uppe da ,
dennoch is in den le z en Jah en eine Zunahme an ch onischen E k ankun-
gen un e ihnen beobach ba (Winkle u . a . 2024) .
Zahlen de ös e eichischen Gesundhei sbe agung aus dem Jah 2014 bele-
gen, dass ca . 11%de Kinde und Jugendlichen in Ös e eich einen speziellen
Beda an Gesundhei s e so gung haben (Klimon &Baldasz i 2015) . Nu 8
Jah e spä e gaben be ei s 20%de Kinde und Jugendlichen im Rahmen de
HBSC-S udie an, an eine ch onischen ode langandaue nden E k ankung zu
leiden (Felde -Puig u . a . 2023a) . In absolu en Zahlen bedeu e dies, dass ca .
197 .000 Kinde und Jugendliche im Schulal e on eine ch onischen E k an-
kung be o en sind . Mädchen sind hie bei häu ige be o en als Bu schen
(Felde -Puig u . a . 2023b) . Zu den häu igs en E k ankungen in diese Lebens-
phase zählen a opische E k ankungen (Neu ode mi is, As hma b onchiale
und Heuschnup en), Diabe es, Epilepsie, ju enile A h i is, K ebse k ankun
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gen und ch onisch en zündliche Da me k ankungen (Winkle u . a . 2024) . Sei
2022 wi d in Ös e eich auch Adiposi as als eine ch onische E k ankung an-
e kann (Weghube 2023), die bei 80%de Be o enen be ei s im Al e on
3 bis 5 Jah en p äsen is und ca . 5%de Kinde und Jugendlichen be i
(Winkle u . a . 2024) .
Eine wei e e g oße, jedoch seh he e ogene G uppe sind die sogenann en sel-
enen E k ankungen, die gemäß de EU-De ini ion dann als solche bezeichne
we den, wenn sie bei bis zu 5 on 10 .000 Pe sonen au e en (Nguengang u . a .
2020) . Zu den wel wei ak uell e wa 6 .500 bekann en sel enen E k ankungen
zählen zum Beispiel die Cys ische Fib ose ode die spinale Muskela ophie .
Schä zungsweise sind in Ös e eich e wa 450 .000 Menschen be o en, wobei
e wa 75%da on be ei s im Kindes- und Jugendal e au e en (Ka all 2023;
Winkle u . a . 2024) .
Ebenso können schwe wiegende psychische E k ankungen be ei s im Kin-
des- und Jugendal e o handen sein . In den e gangenen Jah en nach de
COVID-19-Pandemie wu de in Ös e eich, so wie auch au in e na ionale
Ebene, eine Zunahme an psychischen E k ankungen in diese Al e sg up-
pe au gezeichne , mi ges iegenen Zahlen an Dep essionen, Esss ö ungen,
Angs s ö ungen, Suizidgedanken sowie Suizid e suchen (Dale u . a . 2022;
Plene u . a . 2021) . Diese s eigenden Zahlen lassen sich du ch die Leis ungs-
dokumen a ion de ös e eichischen K ankenans al en anhand de Zunahme
s a ionä behandel e Pa ien innen und Pa ien en au Kinde - und Jugendpsy-
chia ien belegen (Sage schnig u . a . 2023) . Wei e s häu ig au e end sind En -
wicklungss ö ungen wie ADHS und Au ismus-Spek um-S ö ung (ASS) mi
P ä alenzen on 3 bis 5%bei ADHS und ca . 1%bei ASS (Fege u . a . 2024) .
Gemeinsam is allen ch onischen E k ankungen de en Fo bes ehen übe
einen länge en Zei aum mi z . B . schubweisem ode o sch ei endem K ank-
hei s e lau . Eine Heilung is (in den meis en Fällen) nich möglich, ielmeh
beda es egelmäßige medizinische Behandlung au g und daue ha e Ge-
sundhei sp obleme ode bleibende K ankhei s olgen (Scheid -Na e 2010),
die wei eichende Konsequenzen ü die Lebenssi ua ion und Lebensquali ä
de be o enen Pe sonen haben können (Lange 2022) .
Auswi kungen au den schulischen All ag
be o ene Kinde und Jugendliche
Fü die be o enen Schüle innen und Schüle kann sich ih e E k ankung iel-
äl ig auswi ken, beispielsweise au ih Selbs bild, ih e Leis ungs ähigkei bis
hin zu ih e sozialen Teilhabe . S udien (Schlech u . a . 2022; Un e wege &Fel-
de Puig 2011) zeigen, dass Kinde und Jugendliche mi ch onischen E k an
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kungen häu ige schulische Schwie igkei en haben als ih e nich -be o enen
Mi schüle innen und Mi schüle . U sachen hie ü sind un e ande em e -
meh e Fehlzei en, Nebenwi kungen on Medikamen en sowie k ankhei s-
beding e Au me ksamkei s- und Konzen a ionsschwie igkei en, e inge e
Sozialkon ak e und eine ge inge e Schulzu iedenhei .
„Kinde können ih e E k ankung zwa o übe gehend ausblenden, jedoch nie
gleichsam in de Ga de obe ‚abgeben‘ ode ganz igno ie en . Sie haben ih e K ank-
hei wie einen ixen Rucksack s ändig dabei“ (Damm 2022, 14) .
Posi i au die schulische En wicklung können sich Schu z ak o en auswi -
ken, indem sie die Anpassung an Umwel bedingungen ö de n (Bengel u . a .
2009) . Da un e inden sich gu e Beziehungen zu Leh pe sonen und Pee s,
ein we schä zendes Schul- und Le nklima mi angemessenen E wa ungen
sowie eine enge Zusammena bei zwischen de Schule und den El e n bzw .
auße schulischen Ein ich ungen (Damm 2022) . T o z diese Un e s ü zungs-
möglichkei en komm es o , dass Kinde und Jugendliche mi ch onischen
E k ankungen schulisch nich gemäß ih e kogni i en Begabung bewe e
we den und ih Po enzial dadu ch nich oll ausschöp en können (ebd . 2014) .
An o de ungen im schulischen All ag ü Leh pe sonen
Die s eigende Zahl be o ene Kinde und Jugendliche spiegel sich auch im
Schulsys em wide . Leh pe sonen s ehen dadu ch zunehmend o de He -
aus o de ung, Schüle innen und Schüle mi ch onischen E k ankungen an-
gemessen zu be euen . Zwa bleiben iele E k ankungen im Schulall ag wah -
scheinlich unbeme k , da sie keine di ek e Be euung e o de n, dennoch
si zen s a is isch be ach e in jede Schulklasse in Ös e eich ein bis zwei Kin-
de mi eine ode meh e en ch onischen E k ankungen (Damm 2022) . Einige
benö igen ägliche Ve so gung (z . B . Blu zucke übe wachung bei Diabe es),
ande e e o de n punk uell asches Handeln bei No ällen wie K amp an ällen
ode alle gischen Reak ionen . Leh pe sonen müssen spezi isches Wissen und
Kompe enzen besi zen, um angemessen zu eagie en . Angesich s de Viel-
al ch onische E k ankungen und de dami e bundenen un e schiedlichen
E o de nisse und Bedü nisse de Be o enen kann nich e wa e we den,
dass Leh pe sonen allum assend in o mie sind . Schulungen sowie de Aus-
ausch mi El e n ode (Schul-)Ä z innen bzw . Ä z en sind dahe essenziell .
Dies siche nich nu das Wohl de be o enen Kinde und Jugendlichen,
sonde n gib auch den Leh pe sonen Handlungssiche hei . Einige Kinde
sind mögliche weise au g und ih es Al e s ode Gesundhei szus andes soga
au in ensi e e Un e s ü zung angewiesen . Eine einzelne Leh k a kann dies
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kaum leis en, insbesonde e neben de Be euung de es lichen Schüle innen
und Schüle . Dies bi g das Risiko on Fehle n und üh zu eine e heblichen
Meh belas ung, die nich zum eigen lichen Tä igkei sbe eich on Leh pe so-
nen gehö und zu S ess ode Übe o de ung üh en kann .
Dennoch sind Leh pe sonen e p lich e , im No all E s e Hil e zu leis en
und dü en alle Tä igkei en aus üh en, die au Allgemeinwissen be uhen und
on medizinischen Laien ohne besonde e Ausbildung e b ach we den kön-
nen, wie beispielsweise das Lage n eine bewuss losen Pe son in die s abile
Sei enlage . Diese ein achen Maßnahmen sind Teil de diens lichen P lich en
und gese zlich o gesch ieben (BMBWF 2019) . Zudem müssen sich Leh pe -
sonen übe mögliche No allmaßnahmen in o mie en und diese im E ns all
anwenden . Da übe hinaus können Leh pe sonen nach o he ige ä z liche
Einschulung und Übe agung eiwillig auch bes imm e ä z liche Tä igkei en
übe nehmen, die übe das Allgemeinwissen hinausgehen, e wa die Ve ab ei-
chung on Medikamen en ode das Bedienen on medizinischen Ge ä en .
Nach eine solchen Un e weisung du ch eine Ä z in bzw . einen A z geh die
Übe nahme diese Tä igkei en in die Diens p lich übe , wobei Leh pe sonen
g undsä zlich das Rech haben, diese Au gaben abzulehnen (ebd . 2019) . Die
ech lichen G undlagen scheinen kla , üh en in de P axis jedoch zu Unsiche -
hei en . In unkla en Si ua ionen ode bei e höh em Un e s ü zungsbeda is de
Einsa z zusä zliche Fachk ä e wie School Nu ses ode ande e Assis enz- und
Gesundhei sbe u e hil eich . Sie übe nehmen medizinische Au gaben, e bes-
se n die Ve so gung de Kinde und Jugendlichen und en las en Leh pe sonen
sowie El e n, die sons p lege ische Au gaben übe nehmen müss en (Kocks
2023) . Vo allem e möglich dies den be o enen Kinde n und Jugendlichen,
sich au ih e schulischen und sozialen An o de ungen zu konzen ie en .
Diese p ak ischen und ech lichen Aspek e, die sich aus de Be euung on
Kinde n und Jugendlichen mi ch onischen E k ankungen e geben, s ellen
siche lich eine o ganisa o ische He aus o de ung da , sind jedoch ech lich
e anke . Die UN-KRK (1989/1992) ga an ie jedem Kind das Rech au Bil-
dung, gesundhei liche Ve so gung und angemessene Un e s ü zung im schu-
lischen Um eld (UN-KRK 1989/1992, A . 23, 24, 28) . Ih e Umse zung se z
dabei nich nu das Engagemen einzelne Ak eu innen und Ak eu e o aus,
sonde n auch en sp echende s uk u elle und inanzielle Rahmenbedingun-
gen . Dami diese Rech e im schulischen All ag a sächlich wi ksam we den,
soll en Poli ik und Ve wal ung du ch geziel e Maßnahmen ü aus eichend
inanzielle und pe sonelle Ressou cen so gen, um Schulen die no wendige
Un e s ü zung zu e möglichen .
Insbesonde e bei ch onischen E k ankungen e geben sich spezi ische An o -
de ungen an das Schulse ing, die eng mi de UN-KRK e knüp sind . Diese
e mi el nich nu eine ech liche G undlage, sonde n auch einen e hischen
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Lei aden ü Bildungsge ech igkei . Im nächs en Abschni we den die zen-
alen Bes immungen de UN-KRK und de en Bedeu ung ü das schulische
Um eld nähe be ach e .
Rech liche G undlagen und gesellscha liche
Ve an wo ung ü Bildungsge ech igkei
Die UN-KRK wu de 1989 du ch die Ve ein en Na ionen e abschiede und
1992 on Ös e eich a i izie . Heu e zähl die Kon en ion 195 Ve agspa -
eien und kann dami , zumindes au de Ebene de Zus immung, als e olg-
eichs e Ausp ägung uni e selle Menschen ech e einges u we den . Die
da in es gehal enen Kinde ech e o mulie en G undwe e im Umgang mi
jungen Menschen sowie de en Rech e au Übe leben, En wicklung, Schu z
und Be eiligung, zu de en Einhal ung und Be ücksich igung sich die S aa en
du ch die Un e zeichnung e p lich en . Es wi d da in eine Sich au Kinde , als
eigens ändige Pe sonen mi eigenen und speziellen Bedü nissen, gezeichne ,
die sich au alle möglichen Au en hal so e, egal ob zu Hause, in F eizei ein-
ich ungen ode in de Schule, gleiche maßen bezieh . Mi de Un e zeich-
nung de KRK e p lich en sich S aa en, auch de en e olg eiche Umse zung
nachzuweisen und Bemühungen zu Ve wi klichung on G undsä zen wie
Pa izipa ions ech en, Kindeswohl o ang, Gewäh leis ung des Rech s au Le-
ben, Übe leben und En wicklung sowie Nich disk iminie ung nachzuweisen
(Sax u . a . 2015) .
Insgesam um ass die KRK 54 A ikel, on diesen we den im Folgenden
sieben he o gehoben, die im Rahmen on Übe legungen zu Kinde n und
Jugendlichen mi ch onische E k ankung im Schulse ing als besonde s ele-
an e ach e we den .
Handlungsweisende A ikel de UN-Kinde ech skon en ion
A ikel 2: Ach ung de Kindes ech e und Disk iminie ungs e bo
G undlegend gel en die Kinde ech e ü alle Kinde , egal wo sie leben ode
we sie sind, welche Hau a be sie haben ode Sp ache sie sp echen, welche
Religion sie ausüben, welches Geschlech sie haben ode ob sie eine Behin-
de ung haben . Die Ve agss aa en haben die in de KRK es geleg en Rech e
jedem Kind zu gewäh leis en, keines de ange üh en Rech e da einem Kind
abe kann ode weggenommen we den . Auße dem müssen Maßnahmen ge-
o en we den, die Kinde on allen Fo men de Disk iminie ung bewah en
(UN-KRK 1989/1992, A . 2) .
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Ch onische E k ankungen und Schule
Im Schulse ing bedeu e dies, dass Schulen siche s ellen müssen, dass Kinde
und Jugendliche mi ch onischen E k ankungen keine Benach eiligung e -
ah en . Das bedeu e nich nu einen gleichbe ech ig en Zugang zu Bildung,
sonde n auch die Gewäh leis ung on Nach eilsausgleichen, ba ie e eien
In a s uk u en und Schu z o Disk iminie ung . Dabei is de Schu z o Dis-
k iminie ung wei eichend zu e s ehen: E um ass die uneingesch änk e Teil-
nahme an schulischen Ak i i ä en wie Aus lügen, den Zugang zu geeigne en
Mahlzei en in Schulkan inen o z diä e ische An o de ungen sowie eine Le n-
umgebung, die den indi iduellen En wicklungss and be ücksich ig und ö -
de . Schulen sind ge o de , nich nu Ba ie en abzubauen, sonde n auch ak i
Bedingungen zu scha en, die eine gleichbe ech ig e Teilhabe e möglichen .
A ikel 3: Wohl des Kindes
Bei allen En scheidungen, die in ö en lichen ode p i a en Ein ich ungen ge-
o en we den und Kinde be e en, muss ih Wohl als o angig be ücksich-
ig we den . Als obe s e P ämisse bei Maßnahmen muss on Fü so gepe sonen,
egal ob in sozialen Ins i u ionen, Ge ich en, Ve wal ungsbehö den ode Gese z-
gebungso ganen, s e s das Kindeswohl als handlungslei end gel en . Ve ags-
s aa en sind auße dem e p lich e , Kinde n, un e Wah ung de el e lichen
Rech e, Schu z und Fü so ge zu gewäh leis en und da ü geeigne e gese zliche
sowie adminis a i e Maßnahmen zu e g ei en . Fü Ins i u ionen und Diens e,
die ü den Schu z und die Be euung on Kinde n zus ändig sind, bedeu e
dies ein e bindliches Einhal en bes imm e S anda ds in Bezug au Siche hei ,
Gesundhei , Pe sonalquali ika ion und Au sich (UN-KRK, 1989/1992, A . 3) .
Die Ges al ung alle schulischen Maßnahmen muss demnach auch s e s im bes-
en In e esse eines jeden Kindes e olgen . Besonde s bei Kinde n und Jugendli-
chen mi ch onischen E k ankungen is es wich ig, indi iduelle gesundhei liche
Un e s ü zung im Schulall ag siche zus ellen, was eine enge Zusammena bei
und einen s ändigen Aus ausch zwischen Schulpe sonal, El e n, medizinischem
Fachpe sonal sowie poli ischen Ak eu innen und Ak eu en bzw . En schei-
dungs äge innen und En scheidungs äge n im Bildungssek o e o de .
Ein Beispiel zu Illus a ion de Umse zung on Maßnahmen gemäß den In-
hal en on A . 2 de UN-KRK wä e die Si ua ion eines Kindes mi Glykogen-
speiche k ankhei . Das be o ene Kind muss wäh end de Schulzei ein s enges
und egelmäßiges Nah ungsp o okoll einhal en . Je nach En wicklungss and be-
nö ig das Kind Un e s ü zung bei de Einhal ung on Essenszei en ode de
Mahlzei enmengen, bei de Zube ei ung hochkalo ische Zusa znah ung und
de Übe wachung on Blu zucke we en . Um diese Bedü nisse im Schulall ag
zu e üllen, könn en beispielsweise Pausenzei en ü die gesam e Klasse so an-
gepass we den, dass das Kind zu seinen egelmäßigen Mahlzei en kommen
kann, ohne im Klassen e band gesonde he o zus echen ode sich ga als
s ö end zu emp inden . Ebenso könn e eine P legek a o O diese Be euung
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übe nehmen ode es is in manchen Fällen ebenso o s ellba , Leh pe sonen,
nach en sp echende Schulung und Zu auen, einige Au gaben zu übe agen .
Im Sinne des Kindeswohls zu handeln, bedeu e demnach, den Un e ich so
zu ges al en, dass das Kind ak i in die Klasse in eg ie wi d, ohne au g und
seine k ankhei sbeding en An o de ungen he o gehoben zu we den . Es gil ,
indi iduelle Lösungen zu en wickeln, die sich an den Bedü nissen und dem
En wicklungss and des Kindes o ien ie en . Diese Lösungen soll en egelmäßig
übe p ü und bei Beda angepass we den, um dem Kind lang is ig eine zu-
nehmende Selbs s ändigkei zu e möglichen . Dabei is jedoch da au zu ach en,
das Kind nich o schnell mi de alleinigen Ve an wo ung ü seine medizini-
sche Ve so gung ode k ankhei sbeding e An o de ungen zu belas en, wenn
hie ü noch nich aus eichend Un e s ü zung ode Rei e o handen is .
Nach ollziehba is , dass eine ch onische E k ankung nich nu medizinische
Un e s ü zung implizie , sonde n auch psychosoziale, denn die ch onische
E k ankung pe se, wie auch dami einhe gehende emo ionale und auch
soziale He aus o de ungen, können zusä zlichen S ess ü die be o enen
Kinde und Jugendlichen bedeu en . Diese Aspek e soll en auch in de Schule
Beach ung inden, indem ein Um eld gescha en wi d, das den be o enen
Kinde n hil , sowohl mi den physischen als auch psychischen Belas ungen
umzugehen . Hie bei spielen zum Beispiel auch geschul e Schulpsychologin-
nen und -psychologen, Schulä z innen und -ä z e ode Soziala bei e innen
und Soziala bei e we olle Rollen, um das Kind in seine emo ionalen En -
wicklung bes möglich zu un e s ü zen . Ebenso kann de Einbezug de Mi -
schüle innen und Mi schüle on g oße Bedeu ung sein . Diese können du ch
al e sge ech e In o ma ion übe die E k ankung und Bedü nisse ih e on
eine ch onischen E k ankung be o enen Mi schüle innen ode Mi schüle ,
selbs e s ändlich nu nach de en Zus immung, ak i mi einbezogen we den .
So kann das Ve s ändnis ü die be o enen Mi schüle innen und Mi schü-
le ge ö de , Empa hie e le n und e en uelle Be üh ungsängs e ode auch
So gen abgebau we den, wodu ch Ausg enzung und S igma isie ung (en -
sp echend A . 2) e mieden und ein un e s ü zendes und inklusi es Um eld
gescha en we den können .
A ikel 6: Rech au Leben
Hie bei is nich nu die g undsä zliche Ane kennung au ein angebo enes
Rech au Leben eines jeden Kindes gemein , sonde n auch das Rech au
Übe leben und die Fö de ung de En wicklung eines jeden Kindes (UN-KRK
1989/1992, A . 6) .
m Kon ex des Schulse ings bedeu e dies, dass Schulen allen Kinde n, ein-
schließlich jene mi ch onischen E k ankungen, einen Zugang zu Bildung e -
möglichen soll en und ebenso die no wendige Un e s ü zung ü eine gesunde
En wicklung und das olls ändige Ausschöp en ih e Po enziale be ei s ellen
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