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Viktorie Hanišová: Houbařka [Die Pilzsammlerin]. Brno: Host, 2021, 309 Seiten.

Abstract

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Viktorie Hanišová: Houbařka [Die Pilzsammlerin]. Brno: Host, 2021, 309 Seiten.

Author: Mertins, Barbara
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2024
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/197688/2/Barbara_Mertins_165-166.pdf
165REZENSIONEN
ace en eichen Analysep ozess und üh schließlich zu seh plausiblen Be unden,
die ein e hellendes Lich au die F age nach den Au o en und Sch eibe n de übe ‑
lie e en anonymen Lebensläu e we en.
Vik o ie Hanišo á: Houbařka [Die Pilzsammle in]. B no: Hos , 2021,
309 Sei en.
Ba ba a Me ins– Technische Uni e si ä Do mund
Das Buch on Vik o ie Hanišo á is eigen lich eine schechischen Leidenscha ge‑
widme : Das Pilzesammeln. So auch de Ti el des Romans, „Die Pilzsammle in“. Die
Haup igu eine jungen F au, die in eine kleinen S ad in Südböhmen leb , ode
besse gesag übe leb , bes ei e ih en Lebensun e hal du ch Pilze sammeln. Sie is
eine wah ha ige Kenne in de Pilze, und sammel diese das ganze Jah übe , wenn de
Schnee nich lieg . Diese junge F au üh uns au ih en Pilzwegen du ch ih Leben,
das Leben ih e El e n und B üde und e leih uns auch Einblicke in die Leben de
Menschen, mi denen sie, o allem beim Ve kau de Pilze in einem kleinen Res au‑
an namens „Pilz“ in Sušice zu un ha . Schon die e s en Sei en lassen ahnen, dass die
Geschich e diese jungen F au keine ein ache sein wi d, und dass ih Leben du ch die
kleinen und g oßen Ka as ophen ih e eigenen Familie gep äg wi d. Ja, ielleich
ga ze s ö . Es is o allen Dingen die Dynamik zwischen ih und ih em Va e , die zu
Beginn eine Va e ‑Toch e ‑Beziehung da s ell , die hal so is , weil man zwei B üde
ha (au die dann ehe die Mu e ixie is ). Dann abe , im Zuge des o alen Ze alls
de el e lichen Ehe on innen, komm es zu dem sch ecklichen sexuellen Missb auch
de Toch e du ch den Va e . Es komm noch schlimme : Dies geschieh im Wissen
de Mu e , die dagegen nich s un e nimm . Als Lesende bekomm man auch an
ielen ande en S ellen Gänsehau . De sch o e Umgang de B üde mi de kleinen
Schwes e beim He anwachsen, die abges ump en und seh mone ä mo i ie en
Kommunika ions e suche de B üde gegenübe de jungen F au nach dem Tod de
El e n. Abe i gendwo auch die Un ähigkei de Haup igu , ü sich zu so gen und
ein ü sich gu es Leben zu beginnen. Es zeig in alle Deu lichkei , welchen sch eck‑
lichen, de as ie enden Ein luss sexuelle Missb auch au das Leben ha und welche
dunklen K ä e diese eise z . Li e a isch geh Hanišo a aus meine Sich genial o .
Sie b ing so iel e zähle ische S änge un e einen Hu , en wickel diese, sp ing
zwischen ihnen und häl sie dennoch imme in de Hand. Ich habe mich als Lese in
buchs äblich e üh ge ühl , und zwa zum einen in die pe sönlichen Schicksale de
Menschen und in die Wälde des wunde schönen Šuma a, in denen die F au ih e Pilze
such . Fü mein pe sönliches Lesee lebnis ha es seh gehol en, dass ich die Gegend
seh gu kenne. Die Da s ellung de kleinen S ad Sušice mi ih en Ge üchen, kleinen
e winkel en S aßen und dem wunde schönen Fluss O a a geh einem seh nahe und
man e giss die Sch ecklichkei de Geschich e. Sie un e nimm egel ech e Mä sche
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du ch die Na u , 20‑30 km p o Tag, um ih e sogenann en „Plä zchen“ abzusuchen. Ich
lau e dann mi ih und genieße die imaginä en Ausblicke. Im Zuge des Romans wi d
sie imme wiede auch on un e schiedlichen Menschen, gewoll ode ungewoll ,
beglei e . Auch das lies sich wie eine Me aphe au ih eigenes Leben, indem sie
du ch e schiedene Pe sonen bemäch ig ode ohnmäch ig gemach wi d. Im Zuge
des Romans läss sich dieses Wechselspiel auch seh gu in den nich e olg eichen
Ve suchen de Haup p o agonis in nach ollziehen, wenn sie sich um einen „no malen“
Job bemüh . Es kommen auch imme wiede he zwä mende und seh menschliche
Begegnungen zus ande, e wa wenn die junge F au mi einem gleichal igen Nachba ,
de wohl behinde is , Sachen un e nimm , ode wenn ein ande e Nachba ih das
Dach epa ie . Diese Momen e geben o z de menschlichen Abg ünde, die diese
Roman au eine b illan e A und Weise da s ell und den Lesenden spü en läss , so
e was wie Lebensho nung und einen kleinen Schimme eines posi i en Ausblicks.
Sp achlich emp inde ich den Tex he o agend. Mi scheinba leich zu lesenden
Sä zen e scha die Au o in eine linguis ische Wonne de schechischen Sp ache.
So spiegel sich in dem sp achlich ielsei igen Gebilde die Komplexi ä und dennoch
Ein achhei de einzelnen S änge. Sp achlich d ück sich dies aus in de Ve wendung
iele unabgenu z e Bilde , Me aphe n und ie e Einsich en in die men alen Zu‑
s ände de Haup igu wie de Beglei igu en. Gepaa is dieses linguis ische Können
mi iel Wissen übe Pilze und schwa zen Humo . Als Lese in schechische He kun
eile ich die Leidenscha ü das Pilzesammeln und habe bei allen Pilzen, die ich nich
kann e, im Wö e buch de Pilze nachgeschlagen und so wei e gele n . Auch dieses
Elemen de In e ex uali ä , die da in bes eh , Ve weise au Pilzbesch eibungen zu
lesen und diese e en uell selbs nachzu e olgen, emp inde ich als seh kohä en
mi dem E zähls il on Hanišo a (neue S ang wi d einge üh mi buchs äblichem
Sp ung in ein ande es Buch, welche gleichzei ig ein ku zzei ige Auss ieg aus de
Geschich e bedeu e ). Dies emp and ich auße dem als seh humo oll. Das Buch is
seh lesenswe , li e a isch inno a i und e ischend und gesellscha lich ex em
wich ig. Es is auch in deu sche Übe se zung e schienen (Ve lag Wiese , 2021, übe ‑
se z on Raija Hauck). Ich habe den Roman au Tschechisch gelesen und s elle mi
die F age, ob ein deu sche Lesende auch so iel übe Pilze le n und die imaginä en
Tou en auch als deu sch Lesende , imaginä e Pilze Suchende o z de Schwe e de
Geschich e genießen kann.
Ke en Blank eld: Lo e s in Auschwi z. AT ue S o y. New Yo k: Li le,
B own and Co., 2024, 400 Sei en und 28 Abbildungen.
Pe a und Hana Nich bu ge o á
„Zippi Spi ze und Da id Wisnia e lieben sich au den e s en Blick. Eine Liebesge‑
schich e, die sich übe all abspielen könn e, auße dass diese sich in dem e u enen