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Das Saarland: ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft / hrsg. von Klaus Altmeyer, Jakob Szliska, Werner Veauthier, Peter Weiant

Abstract

UB Digital. Das Saarland : ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft / hrsg. von Klaus Altmeyer, Jakob Szliska, Werner Veauthier, Peter Weiant. Saarbrücken : Verl. Die Mitte, 1958

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Das Saarland: ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft / hrsg. von Klaus Altmeyer, Jakob Szliska, Werner Veauthier, Peter Weiant

Year: 1958
Source: https://digital.ub.uni-paderborn.de/ihd/content/titleinfo/1997962/full.pdf
Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Das Saa land
Al meye , Klaus
Saa b ücken, 1958
u n:nbn:de:hbz:466:1-37803
J.A.Schmoll gen .Eisenwe h
Die bildende Kuns an de Saa in neue e Zei .
In:
Das Saa land .Ein Bei ag zu En wicklung des jüngs en
Bundeslandes in Poli ik ,Kul u und Wi scha .H sg . on
Klaus Al meye ,Jakob Szliska ,We ne Veau he und Pe e
Weian .Saa b ücken 1958 ,S.347 -355 .
28
/.A.SCHMOLL
GENANNT EISENWERTH
Die bildende Kuns an de Saa
in neue e Zei
Das Saa land wa in de Ve gangenhei keine eigens ändige Kuns landsdia .
Diese Bei ag soll abe hel en ,die Au me ksamkei au die Ta sache zu lenken ,
daß in unse em Jah hunde —ohne daß es den Saa lände n selbs ganz bewuß
wu de —ein gu es Fundamen ü ein eigenes küns le isches Leben an de Saa
geleg wu de .
Blicken wi zu ück,so kann es ges ell we den ,daß es nich an Einzelleis un¬
gen ehl e .Go ische F esken des 14.und 15.Jah hunde s inden sich in Res en
hie und da.E s jüngs wu den Gewölbemale eien in den spä go ischen Apsiden
de P a ki chen zu Medelsheim und Kölln im Kölle bach al au gedeck .Doch is
eine solche Kuns ä igkei nu als Auss ahlung g öße e Zen en und Kuns land¬
scha en denkba ,e wa on T ie ,Me z,Mainz ode S aßbu g he ,genau wie im Be¬
eich de Plas ik des spä e en Mi elal e s .Auch die äl e e Ta elmale ei kann in
den quali ä s olle en S ücken nu Impo gewesen sein.Fü die Renaissance ,die
eine s a ke Schloßbau ä igkei im Saa land en al e e [die eilich be ei s im
D eißigjäh igen K iege g öß en eils zunich e wu de ],s eh das Beispiel des Dil¬
linge Al a s ,de au G und eine äl e en Nach ich dem niede ländischen Mei¬
s e Lucas an Leyden zugesch ieben we den soll.E s ü die Ba ockzei können
wi ein landscha sgebundenes Kuns leben deu liche e kennen .Im 18.Jah ¬
hunde sind an den Residenzo en Saa b ücken (am Ho e de Fü s en on Nas¬
sau-Saa b ücken -Saa we den ]und Ka lsbe g bei Hombu g (un e dem He zog
Ka l II.Augus on P alz-Zweib ücken]kleine e ,eigens ändige Kuns zen en
au geblüh .Die Baukuns gab in beiden Fällen Au ak und Rahmen.In Saa ¬
b ücken wi k e un e Fü s Wilhelm-Hein ich de Baudi ek o F ied ich Joachim
S engel aus Ze bs (Anhal ],de aus UsingischenDiens en be u en wu de und das
Gesich de Saa haup s ad ganz wesen lich um o m e .Au Schloß Ka lsbe g en ¬
s and de g öß e und wei läu igs e Schloßbau des Spä ba ock am Vo abend de
G oßen Re olu ion un e de Di ek ion on Mannlich.Neben de A chi ek u wu ¬
den das Kuns handwe k und o nehmlich eine hö ische Po ä male ei gep leg .
Abe auch Sammlungen wu den angeleg , o allem die be ühm e Gemäldegale ie
äl e e und zei genössische Meis e au Schloß Ka lsbe g ,die spä e den G und¬
s ode ü die Münchene Pinako hek abgab.
Die F anzösische Re olu ion ha diese küns le ischen P lanzs ä en ze s ö ,
au Ka lsbe g so g ündlich,daß man in den le z en Jah en Ausg abungen e ¬
ans al en muß e ,um einen genaue en Beg i on de 1793 niede geb ann en
iesigen Schloß anläge zu e hal en .
347
In den S äd en hiel sich noch eine bescheidene bü ge liche Bildnismale ei ,
haup sächlich in Saa b ücken ,abe auch in de Neben esidenz O weile und in
S .Wendel .Die Namen Johann Caspa Pi z,Johann F ied ich D yande ,Johann
Hein ich Schmi -Fo na o und Nikolaus Laue dü en ü diese Epoche e me k
we den .Bis in die Biede meie zei lassen sich Spu en solche Tä igkei nach¬
weisen .E s die Epoche de Indus ialisie ung ließ die Küns e wei gehend e ¬
do en .Die Kuns p lege de ki chlichen Bauhe en und das Mäzena en um de
kleinen Hö e wa e sunken .Das sei 1815 übe wiegend zu P eußen zählende
G enzland ück e im zen alis isch egie en S aa an die Pe iphe ie und wa
wesen lich als imme in ensi e auszubeu endes Kohlen e ie in e essan —ähn¬
lich Obe schlesien .Fü den Geis des 19.Jah hunde s sp echen die Bau en in
Saa b ücken eine unmiß e s ändliche Sp ache:das düs e e Kas ell de p eu¬
ßischen Be gwe ks e wal ung (1877—
1880),die neugo ische Ki che S .Johann ,die
Backs einkase nen und das neugo ische Ra haus on 1897,ein schlich e e Ab¬
lege des Münchene Ra hauses on Haube isse .Fü die Auss a ung des Fes ¬
saales wu den keine Kos en gescheu .Fa bige Glas ens e in neugo ischem Ma߬
we k ,kuns gewe bliche Deko a ionen und his o ische Wandgemälde machen ihn
zu einem Mus e beispiel Wilhelminischen Reichss ils,das noch heu e seine Wi ¬
kung au amusische Gemü e nich e ehl .Von ähnliche Gesinnung wa be ei s
ein äl e e G oßau ag an den p eußischen Ho male An on on We ne , ü
Saa b ücken eine Reihe on Monumen algemälden zu scha en,in denen Pe ¬
sonen und E eignisse des K iegsjah es 1870/71 glo i izie we den soll en .Dieses
königliche Geschenk aus Be lin,dem ein eigene Saalbau am al en Ra haus S en¬
gels am Schloßpla z e ich e wu de , a in ein küns le isches Vakuum ,wa abe
äs he isch selbs ein Nich s.Hie ha e de als Zeichne nich un alen ie e Ho ¬
lie e an zei geschich liche Schaubilde („Wilhelminische Realismus ")ein ü
die P o inz bes imm es a b ockenes Klischee ü a e ländische Öld ucke ge¬
e ig .
So os los uns heu e die pseudoküns le ischen Zeugnisse de Zei zwischen
1870 und 1914 anmu en —es muß doch es ges ell we den ,daß in eben jene Zei
auch ü das s aa lich damals noch nich exis ie ende Saa land eine e s e Gene¬
a ion on Küns le n he anwuchs ,als de en äl es e Ca l Johann Becke -Gundahl ,
gebo en 1856 in Ballweile ,südwes lich on Blieskas el ,zu gel en ha ,de nach
Wande jah en als Handwe ke in München ansässig wu de und do on 1906
bis 1925 als P o esso an de Kuns akademie wi k e .Sein Weg üh e ihn on
de heima gebundenen Gen emale ei des Münchene K eises de „Os e nbe ge
Küns le -Kolonie"(bei B aunau am Inn)zum Imp essionismus und schließlich
zu eligiösen Monumen almale ei ,wie sie sich in de „K iegsk euzigung " om
Augus 1914 (P alzgale ie Kaise slau e n )und spä e in En wü en ü Wand¬
bilde (u.a. ü den Bambe ge Dom]bekunde e .
Im Münchene A elie on F anz S uck,wo gleichzei ig auch de Deu sch¬
schweize Paul Klee (als noch une kann es Genie),de P älze Hans Pu mann
(1907 Mi beg ünde des deu schen Ma isse -K eises in Pa is)und de aus eine
S .Wendele Familie s ammende Ka l Schmoll on Eisenwe h (1908—
1947 P o¬
esso de Technischen Hochschule S u ga )s udie en ,bilde e sich um 1900 die
bedeu ends e Küns le pe sönlichkei de Saa landscha aus:Albe Weisge be .
E wu de 1878 als Sohn eines Bäcke s und Gas wi s im damals noch baye isch¬
p älzischen S .Ingbe gebo en ,kam au die Gewe beans al nach Kaise slau e n
und wechsel e on hie zu Münchene Akademie übe .Man wu de bald au den
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wi zigen , mi un e de ben Saa p älze au me ksam , weil e eine de glänzend¬
s en sa i ischenZeidme wa ,dessenBei äge in den damals üh endenZei sch i en
wie de „Jugend " e schienen . Man spü in Weisge be s G aphik den Ein luß on
Toulouse -Lau ec undS einlen ,den Pa ise Küns le n des in de siecle,denen auch
de junge Picasso nachei e e . Daneben wuchs abe ein noch g öße e , de Male
Albe Weisge be he an , de bei S uck ielleich die Neigung zu my hologischen
Szenen emp ing,als Kolo is jedoch ganz eigene Wege ging und an die Spä imp es¬
sionis en und Cezanne anknüp e . 1906 nahm Weisge be Au en hal in Pa is [wo
ihn damals de junge F eund Theodo Heuß besuch e). Aus de pe sönlichen Be¬
gegnung mi Cezannes We k esul ie Weisge be s kühne Umwandlung seine
Pale e in hellschimme nde , anspa en -leuch ende Fa bklänge . Nach München
zu ückgekeh , gewann e en scheidenden Ein luß als eine de Wo üh e des
jungen Exp essionismus in de Sezessionsbewegung .Cha ak e is isch ü die le z e
Phase seine Male ei o Ausb uch des e s en Wel k ieges wa seine Hinwen¬
dung zu eligiösen Themen . D ei g oße Mo i k eise beschä ig en ihn imme
wiede : de klagende Je emias o den Ruinen eine ze s ö en S ad , eine
düs e e Vision, dagegen de in eine eundlichen Waldlich ung ge essel e Seba¬
s ian ,Komposi ions a ian en zum Cezanneschen Thema schimme nde Ak e un e
du chsonn en Bäumen, und schließlich das wildbeweg e Schlach eld mi Da id
und dem s ü zenden Golia h. Ein wei e es Haup we k besi z die Hambu ge
Kuns halle mi de Da s ellung des am o en Haa schop im As hängenden
Absalom , ein Bild on b ennenden Fa ben . G öße e Kollek ionen seine Gemälde
inden sich in de P alzgale ie zu Kaise slau e n , im Saa landmuseum Saa b ücken
und im Kul u haus de S ad S . Ingbe , die aus dem Nachlaß ih es Sohnes übe
50 Ölbilde und Mappen mi g aphischen A bei en e we ben konn e . Auch in de
S . Ingbe e P i a sammlung on F anz-Joseph Kohl-Weigand is Weisge be
glücklich e e en .
Albe Weisge be , diese g oße Ho nung de deu schen Male ei, muß e im
e s en Wel k iege , wie Augus Macke und F anz Ma c, sein Leben lassen . E
iel 1915 bei Ype n.
Is on den mi elba en Beziehungen des Saa landes zu bildenden Kuns die
Rede, so muß auch de bedeu ends e süddeu sche Imp essionis , de in Landshu
in Baye n 1868 gebo ene Max Sle og e wähn we den , dessen Mu e aus B e¬
bach bei Saa b ücken s amm , wo im damals noch ländlichen Bezi k de junge
Male Fe ienau en hal e e leb e . Auch be inde sich die g öß e Sie og -Sammlung
im Saa land , die S . Ingbe e Kollek ion on F anz-Joseph Kohl-Weigand , des¬
sen Va e mi Sle og eng be eunde wa , als Sle og in Neukas el in de Süd¬
p alz seine eigen liche Heima and .
In den Namen Weisge be und Sle og kling ein spezi isch saa -p älzis ehe
Ton mi , ein Ton zwischen wes eu opäische und süddeu sche Malkul u , zwi¬
schen Pa ise Imp essionismus und Münchene Vi ali ä .
Mi dem Ende des e s en Wel k ieges beginn ü das Saa land auch kuns ¬
geschich lich ein neues Kapi el. Die Scha ung des Saa gebie es b ach e enge
G enzen, abe auch den Vo eil eines Zwanges zu selbs ändigen Kul u p lege,
die bishe in de Fe nwi kung on Be lin und München ein Scha endasein üh e .
Es kam 1924 zu G ündung eine Kuns gewe beschule und eines in seinen An¬
ängen schon au das Jah 1905 zu ückgehenden Heima museums in Saa b ücken .
Und was mi dem Un e gang de Fü s enzei ü imme e lo en schien, e wach e
zu neue , wenn auch seh ande sgea e e Wi ksamkei : Es siedel e sich in Saa ¬
b ücken und im Saa land ein junges küns le isches Leben an. Manche Male -
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namen aus den zwanzige Jah en sagen uns heu e wenig,sind abe gleichsam als
Vo bo en eines saa ländischen Kuns lebens de Gegenwa unse e E inne ung
we .Richa d Wenzel ,O o Weill,Ka l Voll dü en genann we den und P o .
F i z G e enig,de die Kuns gewe beschule bis zu ih e Schließung 1936 lei e e .
Vo allem auch Richa d Becke ,de seine glücklichs en Bilde ,ge agen on de
Welle des deu schen Spä exp essionismus ,in jenen lebendigen zwanzige Jah en
mal e.Richa dBecke sammel e auchnoch nach dem zwei en Wel k iege die Male
im on E ns Sonne geg ünde en „Bund bildende Küns le des Saa landes ",
de sich bald auch auße halb de Saa g enzen Ansehen e wa b .
Zu ep äsen a i s en E scheinung un e den saa ländischen Male n diese Zei
wuchs F i z Zolnho e he an ,de das Thema des Indus ie e ie s und de G u¬
bena bei e in seh pe sönliche Sich ges al e e .Seine schwe mü igen Hü en¬
landscha en in ußschwadige A mosphä e und seine kohle e schmie en Kum¬
pelg uppen sind e ende Ausd uck diese A bei e landscha Saa .Heu e s eh
Zolnho e ,de T äge des Weisge be -P eises on 1937,als Schöp e eine küns ¬
le isch-eigenwilligen Ges al ung des Kohlen e ie -Themas aus den male ischen
Mi eln ,die e wa Kokoschka und Vlaminck um 1920 zwischen Spä imp essionis¬
mus und Exp essionismus ealisie en ,inmi en eine jünge en Gene a ion on
Male n an de Saa ,die sich zum g öß en Teil ganz ande en küns le ischen Au ¬
gaben zugewende haben .Diese jünge e G uppe is ielges al ig und e weis das
Dasein eine b ei en und ie ges a el en Schich küns le ische K ä e ,wie sie
das Saa land noch nich gekann ha .
Zunächs muß wiede S .Ingbe genann we den ,diese äuße lich bescheidene
Indus ie -Kleins ad an de Kaise s aße ,15 km ös lich Saa b ückens .Ih e Samm¬
lungen wu den e wähn ,auch ih e Beziehungen zum Münchene Bildhaue F i z
Kölle sei gedach ,die kü zlich zu Au s ellung de Gieße eia bei e -G oßb onze
dieses Meis e s aus de Nach olge Cons an in Meunie s in S .Ingbe üh e .Hie
wu de eine Gene a ion nach Albe Weisge be ,1912,Hans Schule gebo en .Auch
sein Weg üh e aus de Va e s ad im Wes en an die Münchene Akademie ,wo
e bei Ca l Caspa le n e ,um sich dann in No ddeu schland bei Emil Nolde
wei e bilden zu lassen .Nach dem K iege keh e e zunächs nach S .Ingbe zu¬
ück und leb sei 1948 in Pa is .Zum Haup e lebnis des deu schen Spä exp es¬
sionismus a bei Schule jenes des Pa ise Kubismus hinzu .Doch bleib auch
wei e hin das deu sch-exp essionis ische Elemen in seinem We k dominie end .
Glas ens e ha leuch ende Fa b lächen,in denen blaue und o e Signal a ben
be o zug we den ,bilden die s enggegliede en igü lichen Komposi ionen und
Landscha en .Mi un e spü man einen bi e en Un e on gesellscha sk i ische
A ,wie e im We k Max Beckmanns schon üh ,in den neo ealis ischen Bilde n
Bü e s ü die jüngs e Gegenwa nachweisba is .Gelegen lich wu den
Hans Schüle auch g öße e deko a i e Au äge zu eil ,wie in de Wandelhalle
de Be u sschule seine Heima s ad .
Nich zule z sei de ko sikanischen Landscha en und de S illeben des 1952
e s o benen F anz Helmu Becke gedach ,den Weisge be eins aus S .Ingbe
mi nach München zog.
In Hombu g (Saa )wi k Max Me z in seine Waldklause ,wohl die s ä ks e
K a un e den jünge en einheimischen Male n im Lande.Auch e is an eine
Akademie gewesen ,um die eins de deu sche Exp essionismus Schlach en
schlug:D esden .Auch sein ie si zendes G unde lebnis de deu schen Aus¬
d uckskuns des B ücke-K eises wu de du ch den Spä kubismus be eiche ,de
ihm wesen liche E kenn nisse e mi el e .Ein D i es a hinzu :die eine Fo m
350
de deu schen Bauhausmeis e ,wie sie im We k Feininge s und in den spä en
Gemälden Paul Klees sich ba wi d .Man emp inde Syn hesen aus diesen d ei
Wu zeln in de Kuns Max Me z',und man sieh sich doch imme wiede ganz
eigenen Schöp ungen gegenübe ,die aus eine höchs uch ba en Expe imen ie ¬
lus genäh we den .In Ma e ialbilde n und Mon agen o kühne Zusammen¬
se zung ealisie Me z seine Bild o s ellungen zwischen den Polen Fläche und
Raum.Konsequen d äng e aus dem Ta elbild he aus an die g oße Wand ,de en
Ges al ung ihm ielleich am eind ucks olls en in de abs ak en Sg a i o-
Komposi ion im T eppenhaus eines Uni e si ä sneubaus in Saa b ücken ge¬
lungen is .
Aus dem Weichbild on S .Ingbe s amm F i z Be be ich,den wi eben alls
zu G uppe de i alen Nachexp essionis en zählen können .Seine aus dunklen
G ünden leuch enden Fa b elde gel en den Themen de au igen Musikan en
und Clowns und den dämm igen S aßen und Pa ks de S äd e .Die dich e Fa b¬
s immung seine Bilde e häl ein Ge üs p isma ische Gliede ungen ,die auch
hie die Fe nwi kung des Kubismus anzeigen.Ähnlich is das Bemühen des in
München ausgebilde en Wol am Huschens,de nach dem K iege in zei weilige
Anlehnung an die s a ke Fo mensp ache on Max Me z eine nachkubis ische
S uk u ie ung e eich e,bei de Ges al ung on Wand lächen abe neue Wege
besch i ,z.B.mi de Ve kleidung eines Wandelgangs am Neubau de Philoso¬
phischen Fakul ä Saa b ücken mi a bigen glasie en Indus iekacheln .
Neben den kleine en Küns le e einigungen „Saa ländische Sezession "(de
K eis um Albe Bohn)und „I is"is de „Saa ländische Küns le bund "die
G uppe,in de die meis en wesen lichen küns le ischen K ä e des Landes e ¬
einig sind und de ein Sammelbecken ü die au s ebenden Jungen bedeu e .Die
e wa d eißig Namen um assende Lis e seine Mi gliede s ell einen Fäche iel¬
schich ige Rich ungen da ,in dem manche Sonde posi ion au äll ,e wa die on
Augus Clüsse a h (s a k abs ahie ende Komposi ionen mi nai e Ökonomie
de Mi el ges al e ]ode Helmu Collmanns b ei und gedämp angeleg e Land¬
scha en und Bildnisse,und A u Kossows illus a i - e spiel e T aumlegenden
müssen als solche Sonde s immen e wähn we den ,auch die Landscha en on
Richa d Ebe le ,Hans Joachim Mülle und Jose S eilen .Die Holzschni e on
Ma ga Laue gehö en zum Bes en,was die Nach olge de deu schen exp essio¬
nis ischen G aphik au zuweisen ha .
Un e den äl e en Male n nimm Edga Jene eine ieldisku ie e Sonde s el¬
lung ein:E is eine de ma kan es en E scheinungen des eu opäischen Su ealis¬
mus.In Saa b ücken gebo en ,leb e e en scheidende Jah e in Pa is und Wien.
Nach Zwischenau en hal en in Saa b ücken ha e sich wiede in Pa is ange¬
siedel .Zum F eundesk eis on And e B e on,dem Ve asse de su ealis ischen
Mani es e ,zählend ,we den seine Auss ellungen in de Pa ise Gale ie Fu s en -
be g imme beach e .Seine o li e a isch anmu enden T aumphan asien zeigen
iel ach die kal e G azie eines ge o enen Gedich s und den E ek mondkla e
Un e wasse -Visionen menschen e ne Wel en .Gib sich Jene auch ge ne und
ge eu dem su ealis ischen P og amm den E ek en au oma ische Fo mspiele
hin —z.B.beim „Lau enlassen "eine kallig aphischen Linie ode eine nassen
Fa be ,was zu eigena igen S uk u -,Ze se zungs -und Schleie wi kungen üh —
,
so bleib e doch imme de mi wachem In ellek geschmacklich siche Ges al ende .
Ein ande es einsames Lied sing de aus dem Rheinland gebü ige ,in Dillingen-
Saa louis als Apo heke ssohn au gewachsene ,in T ie und Be lin ausgebilde e
Edua d F ank ,de im p älzischen Bi ken eld ,nahe de Saa g enze ,leb .E is de
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G oßmeis e des deu schen Aqua ells de Gegenwa .U sp ünglich igü lichen
Komposi ionen an ikische Poesie hingegeben ,en wickel e sich F ank in zuneh¬
mende Abs ak ion zum Ges al e on Landscha en ,G uppen und S illeben ,
die e was om Geis e Ma isses en hal en .Auch e ha sich in g oßen Fo ma en
e such ,in F esken in K euznach,Koblenz und T ie ,die in ih e Za hei wie
eine gü ige S imme im echnischen Zei al e klingen.
Un e den Gäs en des „Saa ländischen Küns le bundes "da Leo G ewenig
e wähn we den ,dessen su eale Objek s udien in Misch echnik zu eigenwilligen
S illeben ge innen .Auch des sei Jah zehn en in Spanien lebenden Saa b ücke
Male s und G aphike s Will Fabe sei gedach ,dessen abs ak e Fa bkomposi¬
ionen in de Nach olge Klees s ehen .
Alle diese Male ,die dem „Saa ländischenKüns le bund "angehö en ode nahe¬
s ehen ,kennzeichnen seine übe egionale Bedeu ung .Dahe konn e sich sei 1949
ein eundscha liches Ve häl nis zwischen ihm und den üh enden Küns le e ¬
einigungen Südwes deu schlands bilden .Besonde s zu „Neuen Da ms äd e
Sezession "und zu „P älzischen Sezession "bes ehen sei bald zehn Jah en enge
Kon ak e ,die zu wechselsei igen Beschickung on Auss ellungen üh en .Eine
Reihe on saa ländischen Küns le n sind Mi gliede in diesen Küns le e eini¬
gungen,und übe sie und Saa b ücken is das Band zwischenDa ms ad und Pa is
zuweilen in uch ba em Aus ausch geknüp wo den .E eulich is ,daß die Poli¬
ik,zumal die ku zlebige des Tages,in diesen Be eichen des ech -küns le ischen
Gebens und Nehmens nich in E scheinung a .Ve suche,sie do zu Ein luß zu
b ingen ,sind on o nhe ein zum Schei e n e u eil ;denn alles egel sich hie
insgeheim nach den Rang agen de küns le ischen Quali ä .
Das Saa land e hiel du ch die Neug ündung de on den Na ionalsozialis en
geschlossenen Kuns gewe beschule 1946/47 wiede einen Sammelpunk de bil¬
denden Küns e .Im Übe schwang de Au baupläne dach e man an ein eu o¬
päisches Zen um mi dem Schwe punk Male ei.Zum Di ek o de „S aa lichen
Schule ü Kuns und Handwe k "wu de de aus Hambu g s ammende H.H.
Gowa aus Nizza be u en .Neben ihm e hiel en die Lei ung on Malklassen de in
F ank eich lebende ,in e na ional bekann e belgische Holzschni -Meis e F ans
Mase eel ,de Augsbu ge Ka l Kunz und de aus dem Elsaß s ammende ,zule z
in Luxembu g ansässige Bo is H.Klein .
Klein und Kunz bau en ü die Kuns schule eine G undleh e au ,wie sie on
beiden Male n aus den E ah ungen des Dessaue Bauhauses ,an de I en -Schule
Be lin und de Bu g-Giebichens ein-Schule zu Halle in de Zei o 1933 ge¬
sammel wu den .Diese küns le ische G undleh e ,inzwischen du ch P o esso
Klein sys ema isch e eine ,is ein Haup cha ak e is ikum de Saa b ücke
Kuns schule.Sie uh sei ku zem in den Händen des ehemaligen Klein -Schüle s
Oska Holweck.
1949/51 e olg e eine d as ische Ve kleine ung des Leh kö pe s de Ab eilung
Male ei de Kuns schule.Au die bedaue liche En lassung on Ka l Kunz olg e
zwei Jah e spä e die Rückkeh on H.Gowa und F ans Mase eel ,de ohnehin
nu ku so isch in Saa b ücken ä ig gewesen is ,nach F ank eich .Gowa wu de
1955 als Di ek o de We kkuns schule nach O enbach be u en .
Ka l Kunz ha e in de ku zen Zei seines Saa b ücke Leh am s eine be äch -
Büd 56 S ad hea e Saa b ücken :King Lea
57 Saa ländische Rund unk :G oßes O ches e D .Michl
58 Saa ländische Rund unk :Kamme o ches e ,Di igen Ka l Ris en a
59 Tholey Ab eiki che ,Blick au die O gel
352
liehe Wi kung en al e , sowohl als An ege ü eine G uppe junge Küns le als
auch du ch sein We k . Seine igü lichen Komposi ionen zum Schmuck einige
Wände au Schloß Halbe g hä en ü Saa b ücken küns le isch Wesen liches
bedeu e . Sie wu den abe nach seine En lassung en e n , z. T. ze s ö . Neben
Edga Jene gehö Ka l Kunz zu kleinen Scha üh ende Su ealis en , eilich
mi de Sonde no e des Exp essionis ischen . Seine g oßzügige Anlage zu deko¬
a i en , igü lichen und abs ak en Ges al ung d äng e auch ihn na u gemäß zum
g oßen Fo ma in öl - und Wandbilde n .
Nach 1951 blieb als Lei e eine Malklasse und de küns le ischen G undleh e
allein P o . D . Bo is H. Klein an de S aa l . Schule ü Kuns und Handwe k in
Saa b ücken . Klein ha e eins in F ank u Psychologie s udie , wand e sich
abe nach de P omo ion ganz de Male ei zu und besuch e die I en -Schule in
Be lin. E is ein äuße s ielsei ige Ges al e de ungegens ändlichen Bild o m,
sowohl in za en g aphischen Techniken als auch in Ta el- und Wandbilde n .
Von eine s engen , kons uk i is ischen Hal ung en wickel e e sich zum hy h¬
misch beweg en Komponie en . In seinen kleine en Fo ma en e olg e ge ne
das Thema schwingende Fo men in o enen Räumen. In diesem Sek o expe i¬
men ie e im Sinne de Sys ema ik de Bauhausleh en . Seine Wand- und Glas¬
bilde weisen es e e S uk u en au und nehmen auch die Sp ache abs ak e
Symbole an. Als Klein s jüngs es Haup we k on ei s e Wi kung da seine
Ges al ung de ganz in Fa bglas au gelös en Südwand de 1955 e ich e en
Be onki che S .Mau i ius in Saa b ücken bezeichne we den . Mi seinen ungegen¬
s ändlichen Gemälden is Bo is H. Klein egelmäßig au Auss ellungen in
Deu schland , I alien und F ank eich e e en .
Zum Di ek o de Saa b ücke Schule ü Kuns und Handwe k wu de 1952
P o . D . O o S eine be u en , ein gebü ige Saa b ücke , de zunächs Medizin
s udie e , als A z ä ig wa und nach dem K iege 1945 an de Uni e si ä Kiel
das soziale S uden enwe k au bau e . Seine Leidenscha ü die Pho og aphie
ha e e sich schon in seine S uden enzei e geben , je z abe be u lich ganz zu¬
gewand . So übe nahm e 1948 den Au bau de pho og aphischen Klasse de
Saa b ücke Kuns schule . Als Beg ünde de „subjek i en o og a ie " hob e die
pho og aphische Ges al ung au eine neue küns le ische Ebene und and dami
g öß e in e na ionale Ane kennung . Die expe imen elle und schöp e ische Pho o¬
g aphie und ih e Ve bindung mi de G aphik in de Pho o-G aphik sind Spezial¬
gebie e de Saa b ücke Kuns schule , die ih s ändig S uden en aus allen eu o¬
päischen Lände n zu üh en .
An de Ausbildung de Pho o-G aphik wa auch de ehemalige Bauhaus-Schüle
Hannes Neune in Saa b ücken be eilig , de sei 1954 an de S u ga e Kuns ¬
akademie als Leh e ä ig is . An de Saa b ücke Kuns schule lei e e e die
Klasse ü We beg aphik und üh e im Ve wal ungsgebäude de Pos di ek ion
ein abs ak es Wandbild aus. Sein Nach olge in Saa b ücken wu de de Be ne
We beg aphike Robe Sessle , ein Spezialis ü Plaka kuns , Auss ellungs¬
wesen , Typog aphie und G aphik.
Die Bildhaue ei leh de aus de P alz s ammende P o . Theo Siegle, de du ch
B onzes a ue en , Bildnismasken (u. a. beme kenswe die on Max Sle og und
F ied ich Schille und on dem kü zlich e s o benen P älze Male Rol Mülle -
Landau) und du ch die Ges al ung on Wand lächen, Bauplas ik und Denkmäle n
im saa ländischen und p älzischen Raum bekann wu de .
Aus den wei e en Leh k ä en de Saa b ücke Kuns schule seien genann : die
Bilds ickmeis e in und Pa amen enküns le in Ella B oesch, eine gebü ige Saa -
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