Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Jah buch ...
Wande e zwischen den Wel en - Lauda io ü We ne Knaupp
Schmoll, Jose A.
Gö ingen, 1.1987 -
u n:nbn:de:hbz:466:1-37397
J. A. Schmoll gen . Eisenwe h
Wande e zwischen den Wel en . Lauda io ü
We ne Knaupp [bei de Ve leihung des
F ied ich-Bau -P eises de Baye ischen
Akademie de Schönen Küns e München ].
In:
Jah buch de Akademie de Schönen Küns e. Jg. 10 (1996),
S. 331-334.
J.A. SCHMOLL GEN. EISENWERTH
Wande e zwischen den Wel en
Lauda io ü We ne Knaupp
In den zu ückliegenden d eißig Jah en seines Scha ens ha We ne
Knaupp Höhen und Tie en, Wei en und G enzen und imme wiede die
Einsamkei en en legene Landscha en , abe auch ex eme Si ua ionen
des menschlichen Daseins du chmessen . Bekann wu de e nach 1965
du ch seine dich s uk u ie en Kugelsch eibe zeichnungen aus de Sa¬
ha a und on den Lo o en , on Wolken und Ausblicken au das Mee ,
on Windhosen , Regens ü men und - e s mals - on Vulkanen . Imme
b ach en seine Bilde , die zum Teil auch mi de Tusch ede ausge üh
wu den , ungewöhnliche Ausschni e aus de Na u in g öß e Ve ein a¬
chung und he be S enge du ch die Dich e de S ichlagen , die das
Komplexe de Na u phänomene zusammenp eß en . Nie e lo e sich in
De ails, s e s ha e e die G öße , die Unendlichkei , ja das eigen lich Un¬
aßba e de Na u eind ücke o Augen und bo es in eine bishe unbe¬
kann en Di ek hei dem Be ach e als Flächenp ojek ion und Zusam¬
menziehung wei ausg ei ende Topog aphien wie » om Ende de
Wel «. Man ühl e sich an die Visionen des dich enden Saha a liege s
Sain -Exupe y und seines kleinen P inzen e inne , abe alles wa on ei¬
gen ümliche Melancholie übe scha e . Spä e e Beobach e we den e ¬
kennen wie in diesen Schwa zweiß -Zeichnungen auch die E ah ungen
und Sch ecken des K ieges und de Nachk iegszei nachbeben . We ne
Knaupp gehö dem Jah gang 1936 an und e leb e das K iegsende als
Neunjäh ige .
Von den menschenlee en Landscha en am Rande de zi ilisie en
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JA. Schmoll gen. Eisenwe h
Wel keh e Knaupp um 1973 mi Kugelsch eibe s i en , mi Fa bspu en
und dann mi Kohlezeichnungen in das Inne e an h opomo phe Exi¬
s enzangs zu ück . E begann Köp e wie Landscha en zu zeichnen , Ka¬
lo en mi Na ben , Ve na bungen in Nahsich wie abs ak e Geländeda ¬
s ellungen und Gesich e , die hin e dem Zeichnungsgewebe d ohend
au dämme en . Im exp essi en Zug i iß e das Papie ein ode b ann e
Löche wie o e Augen und Ve le zungen hinein, unheimliche Lemu en-
schädel bannend , denen sich Schlangen en winden - wie eins die on
Dämonen Besessenen au spä mi elal e lichen Bilde n gekennzeichne
wu den . Es wa dann ein konsequen e Sch i , übe in e essie e Ä z e
Zu i zum Ne enk ankenhaus Bay eu h zu e hal en und hie mi den
a sächlich Besessenen und Ze ü e en zu leben . Da aus en s anden
1977 e schü e nde Bilde menschliche Ve lassenhei und E s a ung ,
zum Teil in Hal ungen Gek euzig e . So kam es zu den Se ien de »K euz¬
weg -Bilde «, die schließlich ab 1979 zu Ins alla ionen g uppie wu den .
Knaupp is on hie aus olge ich ig zum unmi elba en Todese lebnis
o ged ungen . Im Janua 1980 hiel e sich in Indien au . E ges al e e
seine Eind ücke om S e behaus de Mu e Te esa in Kalku a und on
den Leichen e b ennungen , danach auch on solchen in deu schen K e¬
ma o ien . Das Ve gehen de Leibe in diesen wie mi Ruß und Asche ge¬
mal en schwa zen Bilde n is ein eind ingliches Memen o Mo i und in¬
de Fo se zung in den »Adamah « genann en e d a benen Gemälden
de Jah e 1982 - 84, in denen de Ze all de Kö pe Thema is : wö lich
das Wiede -zu E de-We den des Fleisches.
Dann abe g i We ne Knaupp zum ha en Ma e ial des Eisens. Mi
Hil e des Schmiedemeis e s Hans Hahn schu e bis 1987 die aus Röh en
bei hohen Tempe a u en angeschmolzenen , gebo s enen , e bogenen ,
du chlöche en plas ischen Fo men , die das Gleichnis e kohl e Men¬
schenges al en in ganz ein ache , abe so o e ah ba e Weise e kö ¬
pe n . Sieh man die e o e en Eisenhüllen in lange Reihe am Boden
liegen , wie sie Knaupp angeo dne ha , ode auch einzelne als Ze alls¬
p oduk e , ode nu die angeschmolzenen Kugeln gleich To enschädeln ,
so mahnen sie an die To en de K iege und de E schießungen , de
Bombennäch e und de Konzen a ionslage mi ih en Ve b ennungs -
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Wande e zwischen den Wel en
Ö en.Kein Küns le seine Gene a ion ha diese u ch ba en Ka as o¬
phen des gewal samen Massen ods ,die de Mensch dem Menschen
zu üg e ,so eind inglich und lapida ges al e ,ohne S ilisie ung,nu
du ch die elemen a e K a des Feue s und de Hi ze,die die Eisenhüllen
e o m bis zu dem Zus and ,den de Küns le woll e und ü gül ig
emp and .
Eine wei e e E appe bilde en die Hüllen o men de spä en ach zige
Jah e .Hülsen ü die Kö pe ,die o bo gen bleiben ,aus es em Ma e ial ,
eigen ümliche Gebilde des Ve be gens und de Ausg enzung -sich ba e
Tabuisie ung ,Hüllen ü e heimlich e Op e .
De sei 1986 an de Kuns akademie Nü nbe g als P o esso ü Ma¬
le ei Leh ende is ein ausdaue nde »Wande e zwischen den Wel en «.
Schon 1967 such e e den Ä na au Sizilien au ,1972 Feue land und die
An a k is ,in den ach zige Jah en Lanza o e ,Hi oshima und Südchina ,
1990 die Vulkane au Hawaii und Neuseeland .Was e in schwa zweißen
Kugelsch eibe zeichnungen o übe zwanzig Jah en begonnen ha e ,
bildliche Konsequenzen aus den Blicken au die e b ann e E de,übe
die kahlen Gip el und in die dunklen K a e zu ziehen ,das e lang e nun
zu Fa bausdeu ung .In den le z en Jah en en s anden dahe die e ¬
s aunlichen Se ien de s a k a bigen ode onigen Pas elle,dump b ü¬
ende ode glühende Beschwö ungen jene G enzzonen ,in denen das
Magma aus dem E dinne en wie du ch Geschwü e au de Hau des Pla¬
ne en he ausb ich und wiede e kal e ,schwa ze Kaminschlünde wie
ausgeb ann e Augen zu ücklassend ,ge ah d ohend bei alle bildge¬
wo denen Fa bschönhei .Daneben en s anden Mo i e on Sonnen in¬
s e nissen ,die den Vulkanp ojek ionen eigen ümlich ähneln :beides
kosmische Gleichnisse .
Jüngs pack e ihn das ze klü e e Pano ama om Gip el de Zug¬
spi ze und wi dü en kommende Bilde e wa en .Man e inne sich an
Reinhold Messne ,den Mann ,de allein eisige Gebi gsspi zen und Pola ¬
eis elde bezwing ,-abe de Küns le We ne Knaupp eib keinen
Hochleis ungsspo in äuße s e physische Belas ung zu E p obung
menschliche Willensk a und als sensa ionelles E eignis.Ihn eib iel¬
meh eine psychische No wendigkei und seine küns le ische Ges al-
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JA.Schmoll gen.Elsenwe h
ungsk a an die G enzen de Seinse ah ung .Sein We k bie e uns
übe die äs he ische Bewäl igung hinausgehende Ausblicke und Ein¬
sich en in die Na u unse e Exis enz.
De meh ach mi P eisen ausgezeichne e We ne Knaupp möge
du ch die heu ige Ve leihung des Bau -P eises du ch die Baye ische Aka¬
demie de Schönen Küns e eine E mu igung e ah en ,seinen schwe en
Weg als bildende Küns le unbei o zuse zen .
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