Dėl kai kurių bendrųjų technikos terminų
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Stasys ZAJANKAUSKAS
ÜBER EINIGE ALLGEMEINE TECHNIKBEGRIFFE
Zunächst sollte das System der allgemeinen technischen Fachbegriffe geordnet werden. Sprachwissenschaftler schlagen vor, sich an den Grundsatz zu halten, dass in Normen für Fachbegriffe nur solche eingetragen werden sollten, die heute verwendet werden, sich bereits eingebürgert haben und keinen Zweifel aufkommen lassen. Leider ist noch keine einzige Gruppe von Fachbegriffen angemessen normiert und systematisiert.
Fragen der Terminologie und neue Fachbegriffe sollten in geeigneten Publikationen veröffentlicht, erörtert, kritisiert und rechtzeitig korrigiert werden. Leider gibt es solche geeigneten Publikationen praktisch nicht.
So traten bei der Ausarbeitung von Normen für die Elektronikterminologie die Unklarheiten in den Beziehungen zwischen den noch nicht fest etablierten allgemeinen technischen Begriffen „Vorrichtung“, „Gerät“ und „Element“ mit voller Schärfe zutage. Nicht hinreichend klar sind auch die Begriffe Bedeutung und Wert, Betriebsart und Wirkungsweise. Sie wollen wir kurz erörtern.
Was unterscheidet eine Vorrichtung von einem Element?
Meines Erachtens ist es für die Entscheidung, wie ein bestimmtes Objekt besser zu bezeichnen ist – als Vorrichtung oder Element – wichtig, einige strategische Aspekte der Sprache angemessen zu verstehen. Was damit gemeint ist, wird anhand eines Beispiels klarer.
Zum Beispiel kann man einen Blazer als Kleidungsbestandteil bezeichnen, doch sollte man ihn nur dann so nennen, wenn man tatsächlich über den Aufbau der Kleidung und deren einzelne Bestandteile sprechen möchte. In allen anderen Fällen sollte der Blazer als Kleidungsstück bezeichnet werden und nicht als irgendein Element. Man kann schließlich feststellen, dass im Grunde alles ein Element von etwas Übergeordnetem ist; den Begriff Element sollte man meines Erachtens jedoch maßvoll verwenden.
Zwischen den Begriffen Vorrichtung und Element sollten ähnliche Beziehungen bestehen. Meines Erachtens sollte der Begriff Element nur dann verwendet werden, wenn wir tatsächlich hervorheben wollen, dass wir den Aufbau eines Gebildes, Geräts, Apparats oder einer Anlage und deren einzelne Bestandteile untersuchen. In den übrigen Fällen muss ein geeigneter Begriff gefunden werden, um die spezifische Art des Objekts zu bezeichnen.
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Zum Beispiel werden gerade deshalb Transistoren, Dioden und Thyristoren, obwohl sie meist als Schaltungselemente verwendet werden, als Halbleiterbauelemente definiert (in vielen anderen Sprachen werden sie ebenfalls so definiert: engl. – semiconductor device, franz. – dispositif à semiconducteurs usw. Nur die Deutschen nennen sie „Halbleiterbauelemente“).
Worin unterscheidet sich ein Bauelement von einem Gerät?
Wir brauchen eine allgemeine Bezeichnung für integrierte Schaltungen, Halbleiterwandler, Sensoren, Dioden, Transistoren und Thyristoren. Die meisten davon sind lediglich Elemente, Einzelteile; es gibt aber auch solche, für die die Bezeichnung Element nicht passt. Viele werden als Halbleiterbauelemente bezeichnet. Für nicht wenige ist das ungewohnt oder sogar inakzeptabel. Anders verhält es sich mit dem Gerät.
Die genannten Bauelemente können auch eigenständige Produkte sein, also einzelne Bestandteile einer Baugruppe (dann werden sie Komponenten genannt). Sie können auch Elemente komplexerer monolithischer Strukturen sein, ohne Anschlussleitungen und sogar unter dem Mikroskop unsichtbar. So bestehen die grundlegenden Strukturelemente integrierter Schaltungen im Wesentlichen aus Transistoren, von denen es Tausende und Millionen geben kann. Doch wird ein Halbleiterschaltkreis internationalen Normen zufolge der allgemeineren und umfassenderen Klasse der Halbleiterbauelemente zugeordnet (engl. semiconductor devices), d. h. derselben Klasse, zu der auch Transistoren gehören. Wenn man also beispielsweise einen Transistor definiert, muss man ihn als Bauelement bezeichnen. Außerdem umfasst dieser Begriff zugleich sowohl den elementaren als auch den komponentenartigen Transistor! Manche nennen sie Bauelemente, andere Geräte. Die Russen und Polen nennen sie „Geräte“, die Deutschen „Bauelemente“, die Engländer und Franzosen hingegen mit dem allgemeinsten Begriff, der meiner Meinung nach ein Bauelement, aber kein Gerät bezeichnet. Auch im Litauischen braucht man eine solche allgemeine Bezeichnung. Dafür eignet sich meiner Meinung nach am besten das Wort Bauelement, dessen lexikalische Bedeutung noch nicht eindeutig festgelegt oder systematisch eingegrenzt ist. Tatsächlich sollte Gerät nur ein „Bauelement für den Endverbrauch“ bezeichnen.
Das Bauelement ist einer der grundlegenden, vielerorts konsequent verwendeten allgemeinen technischen Begriffe.
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Doch in Wörterbüchern wird es nicht ganz so wiedergegeben. So lautet die Definition von Bauelement in der 2. Auflage (1972) des „Wörterbuchs der heutigen litauischen Sprache“: „etwas Eingebautes, ein Teil einer Anlage oder eines Geräts“; in der 3. Auflage (1993) heißt es bereits: „etwas Eingebautes; irgendeine, nicht komplexe Anlage (ein Apparat)“. Dagegen wird Gerät in der 2. Auflage als „ein spezielles Werkzeug oder ein Apparat“ beschrieben, in der 3. als „eine Vorrichtung (? – St. Z.), die auf der Grundlage komplexer physikalischer Phänomene funktioniert, ein Apparat“. Meiner Meinung nach ist der Versuch, die Begriffe „Bauelement“ und „Gerät“ auf diese Weise voneinander abzugrenzen, unbegründet – was für den einen komplex ist, erscheint dem anderen einfach! Wer soll das beurteilen?
Außerdem umfassen doch beispielsweise die Bezeichnungen von Lehrfächern Elektronische und Quanten-Mikrowellenbauelemente, Impuls- und Digitalbauelemente sowohl Bauelemente als auch Geräte. Schließlich hat der Begriff „Gerätebauindustrie“ niemals die Industrie zur Herstellung von Transistoren oder integrierten Schaltungen umfasst! Ein Gerät (franz. appareil) sollte dem Apparat gleichgestellt werden!
Daher sollten wir als Bauelemente jede materielle Einheit bezeichnen, mit der irgendein Zweck erreicht wird, insbesondere aber materielle Ausstattung, die keine eigenständige oder endgültige Gebrauchsfunktion hat. Oder wenn diese Funktion oder Bestimmung nicht erkennbar ist und deshalb eine konkretere systematische Bezeichnung schwer zu wählen ist. Gerät dagegen würde nur eine materielle Einheit mit einer bestimmten eigenständigen Gebrauchsfunktion bezeichnen. Eine solche Korrektur des Begriffs und Terminus Bauelement würde nichts Wesentliches umstürzen, denn Bestandteile einer Struktur könnte man weiterhin wie bisher Bauelemente nennen.
Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Nachbarsprachen zu werfen. Bei der endgültigen Systematisierung der genannten Begriffe ist es wichtig, auch die Fragen der internationalen Verständigung zu berücksichtigen. Für die Termini anderer Sprachen braucht man passende litauische Entsprechungen.
Die Entsprechung des englischen Terminus device, Bauelement, bezeichnet zunächst ein „Werk“, d. h. etwas, das geschaffen, erfunden oder erdacht wurde (siehe die Wörterbücher von Webster, zum Beispiel Webster’s New International Dictionary, 1918 oder Webster’s New World Dictionary (of American English), 1989). Besteht kein Zweifel daran, dass ein bestimmtes Bauelement genauer bezeichnet werden muss, wird seine Bezeichnung präzisiert: instrument, apparatus, equipment usw. Bauelemente ohne endgültige Gebrauchsfunktion sowie Gruppen unterschiedlicher Bauelemente werden mit einem allgemeineren Terminus bezeichnet – devices.
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Das französische Äquivalent zu įtaiso, dispositif, bezeichnet sowohl die Anordnung der Bestandteile von etwas als auch eine allgemeine oder unselbständige Vorrichtung (siehe zum Beispiel Larousse Universel (en 2 volumes), Paris, 1922 und Le Robert Dictionnaire d’aujourd’hui, Montreal, 1992). Demnach ist es die Gesamtheit der Teile, aus denen ein beliebiger Mechanismus, ein beliebiges Gerät (oder Instrument) besteht; ebenso bezeichnet es jeden solchen Mechanismus oder jedes solche Gerät (Instrument) (siehe Petit Larousse en couleurs, Larousse, 1989). Vorrichtungen mit einem bestimmten, erkennbaren Endzweck werden stets genauer bezeichnet: appareil, instrument, machine. So wird zum Beispiel schon ein einfachster Millimeter als appareil bezeichnet, ein Transistor oder eine Diode hingegen nicht, da ihnen eine Endfunktion fehlt. In diesem Fall verwendet man den Begriff dispositif.
Bedeutung und Wert
Mathematiker kommen fast ohne den Begriff vertė aus. Für sie gibt es sowohl den Funktionswert als auch den Wert einer Größe und den Mittelwert usw. Im „Wörterbuch mathematischer Termini“ (1994) finden sich nur vier Begriffe mit dem Bestandteil vertės: Teilungswert, Spielwert, unterer/oberer Wert. Fachleute der Radioelektronik würden dem im Wesentlichen zustimmen, fänden aber weitere Begriffe, die den Wert im eigentlichen Sinne des Wortes bezeichnen. Dazu gehören vor allem Werte von Einheiten physikalischer Größen (nicht aber der physikalischen Größen selbst), von Maßverkörperungen oder Normalen für physikalische Größen sowie von End- und Anfangsmarkierungen auf den Skalen von Messgeräten vertės, der Wert einer beliebigen physikalischen Konstante sowie bestimmte Kennwerte: Effektiv- oder quadratische Mittelwerte von Funktionen. In allen übrigen Fällen wäre der Begriff reikšmės passend, insbesondere wenn es um dimensionslose Größen geht. Im „Wörterbuch der physikalischen Termini“ (1979) fehlt der Begriff reikšmė völlig. Die Physiker beharren also auf ihrer Wahrheit und drängen sie anderen rücksichtslos auf. So gibt es im Lehrbuch „Tamašauskas, A. ir kiti. Fizika, 3 t., 1992“, S. 168 einen Abschnitt mit dem Titel „Werte einiger Integrale“.
Modus und Wirkung
Die Physiker der Universität Vilnius möchten das Wort režimas durch den Begriff „Wirkung“ erset-
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ka. Die Litauischkeit der Fachbegriffe ist sehr wichtig. Wenn es sich bewältigen lässt, übersetzen wir, aber achten wir auf das Wort!
Der Begriff „Betriebsart“ umfasst in der Radioelektronik sowohl die inneren als auch die äußeren Betriebsbedingungen von Geräten, die Betriebsspannung (zum Beispiel Grenz- und zulässige Betriebsarten), die Betriebsweise oder -ordnung, die Betriebszustände sowie Arten oder Klassen des Betriebsverhaltens. Juristen verwenden den Begriff veika, soweit ich verstehe, zur Bezeichnung von Folgen oder Ergebnissen einer Tätigkeit. Schon bei oberflächlicher Betrachtung könnte veika in der Radioelektronik also nicht etwas völlig anderes bezeichnen – die Betriebsbedingungen: elektrische, thermische, klimatische, Strahlungsbedingungen usw. – sowie Betriebszustände und dergleichen. Wir verwenden den Begriff silpnojo signalo režimas (Betriebsart des schwachen Signals). Nun müsste man silpnojo signalo veiką (Wirkung des schwachen Signals) verwenden! Aber hier wirkt doch nicht das Signal! Man könnte es silpnojo signalo sąlygos (Bedingungen des schwachen Signals) nennen. Mit einem einzigen Begriff „Wirkung“ kommen wir hier also nicht aus.
Wenn bestimmte Geräte eingelagert werden, benötigen sie eine bestimmte, sogenannte Lagerungsbetriebsart. Dazu gehören nicht nur die Umgebungsbedingungen, sondern auch Konservierung und sonstige Pflege, etwa das regelmäßige Aufladen von Akkumulatoren usw. Diesen Sachverhalt kann man nicht sandėliavimo veiką (Lagerungswirkung) nennen! Früher sagten wir, dass ein Gerät beispielsweise siuntimo režimu (im Sendebetrieb) arbeitet. Nehmen wir an, dass es gerade nichts sendet, weil es nichts zu senden gibt. Versuchen wir, den neuen Begriff zu verwenden: įrenginys veikia siuntimo veiką (das Gerät arbeitet in der Sendewirkung). Unpraktisch ist dabei auch, dass der Instrumental von „veika“ mit dem Nominativ übereinstimmt. Man bräuchte auch den Begriff veikimo veika (Wirkung des Wirkens). Der Zustand soll in „Wirkung“ umbenannt werden. Natürlich könnte man den Begriff auch aufgliedern und mehrere Termini verwenden.
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