Dėl „darbo“, „veikimo“, „veikos“ ir „veiksenos“
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Vilius PALENSKIS, Vytautas VALIUKĖNAS und Valerijonas ŽALKAUSKAS
ÜBER ARBEIT, FUNKTION, WIRKUNG UND FUNKTIONSWEISE
Im „Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache“ [1] heißt es zum Gebrauch des Verbs veikti: Die Maschine funktioniert noch, sie ist nicht kaputt; das Telefon funktioniert nicht. Außerdem hören wir oft und sagen selbst: „Das Telefon, der Fernseher, der Rundfunkempfänger, der Automotor usw. funktionieren (oder funktionieren nicht mehr).“ Vielleicht sollte man also gar nicht von Funktion sprechen. Bei der Suche nach litauischen Entsprechungen für die französischen Fachbegriffe fonctionnement, régime de fonctionnement, action, marche, service und die englischen Fachbegriffe operation, operating mode, action, running [2–6] haben wir jedoch festgestellt, dass sowohl im „Wörterbuch der physikalischen Fachbegriffe“ [7] als auch im „Russisch-litauischen polytechnischen Wörterbuch“ [8] und in vielen Lehrbüchern, neuerdings auch in litauischen Normen, ohne jeden Grund statt des Fachbegriffs Funktion das Wort Arbeit verwendet wird und die Ausdrücke Arbeitsweise oder Betriebsart auch dort aufgezwungen werden, wo man leicht ohne sie auskommen könnte. Zweifellos ist dies auf den Einfluss des Russischen zurückzuführen, denn dem russischen Wort работа entsprechen zwei unterschiedliche litauische Begriffe: darbas und veikimas.
Der Begriff Arbeit (engl. work ‖ franz. travail (m) ‖ dt. Arbeit (f) ‖ russ. работа (f)) eignet sich zur Beschreibung eines physikalischen Vorgangs, bei dem Energie übertragen oder umgewandelt wird. Er bezeichnet auch körperliche und geistige Tätigkeit. Beispiele für den korrekten Gebrauch des Begriffs Arbeit finden sich bereits in den erwähnten Wörterbüchern [7, 8], in Lehrbüchern der Physik, Chemie und anderer Fachgebiete sowie in verschiedenen Lehr- und wissenschaftlichen Publikationen. Dazu gehören die Elementar-, Ablöse-, Ionisierungs-, mechanische, Nutz-, Ausdehnungs-, Stoß-, Press-, Reibungs-, innere und äußere Kräfte sowie weitere Arten von Arbeit.
Der Begriff Arbeit eignet sich jedoch nicht als Ersatz für die Begriffe in anderen Sprachen: operation (engl.), fonctionnement (franz.), Betrieb (dt.), функционирование, работа (russ.), denn sie werden verwendet, wenn man sagen will, dass eine Maschine, ein Gerät oder ein Apparat gerade funktioniert, also nicht defekt ist. Ihnen entspricht der litauische Fachbegriff veikimas [1]. Um daher die Funktion eines Geräts, einer Anlage oder eines Apparats selbst hervorzuheben, sollte man den Begriff Funktion verwenden und nicht Arbeit. Man sollte sagen und schreiben: automati-
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scher Betrieb (obwohl auf Russisch автоматическая работа), asynchroner Betrieb, Parallelbetrieb, Echtzeitbetrieb, Normalbetrieb (russ. асинхронная р., параллельная р., работа в реальном времени, нормальная работа).
Wir führen einige Beispiele an, in denen der Begriff Funktion gekennzeichnet ist [2, 4, 5, 7]:
Betriebskennlinie ‖ operating characteristic ‖ caractéristique (f) de fonctionnement ‖ Betriebskennlinie (f) ‖ рабочая характеристика (f);
Betriebsfrequenz ‖ operating frequency ‖ fréquence (f) de fonctionnement, fréquence (f) d’utilisation, fréquence (f) utile ‖ Betriebsfrequenz (f) ‖ рабочая частота (f);
Betriebsspannung ‖ operating voltage ‖ tension (f) de fonctionnement, tension (f) d’emploi ‖ Betriebsspannung (f) ‖ рабочее напряжение (n);
Betriebsbereich ‖ operating range ‖ domaine (m) de fonctionnement ‖ Arbeitsbereich (m), Arbeitsgebiet (n), Arbeitszone (n) ‖ рабочий диапазон (m);
Betriebsstrom ‖ operating current ‖ courant (m) de fonctionnement ‖ Betriebsstrom (m) ‖ рабочий ток (m);
Betriebstemperatur ‖ operating temperature ‖ température (f) de fonctionnement ‖ Betriebstemperatur (f) ‖ рабочая температура (f).
Wir meinen nicht, dass man auf die Begriffe Arbeitsfrequenz, Arbeitsspannung, Arbeitsstrom, Arbeitskennlinie und andere Arbeitsparameter verzichten sollte, wenn von Systemen die Rede ist, die mechanische Arbeit verrichten und aus Motoren, Maschinen, Anlagen, Werkzeugmaschinen usw. bestehen.
Wenn also ein Gerät keine Arbeit verrichtet, sondern normal funktioniert, sollte eine bestimmte Versorgungsspannung als Betriebsspannung (engl. operating voltage) und nicht als Arbeitsspannung (engl. working voltage) bezeichnet werden. Dasselbe gilt für andere Größen, die die Funktion eines Apparats, einer Maschine oder einer anderen Anlage beschreiben.
Das Wort Funktion bedeutet auch, dass etwas getan wird [1], d. h. dass ein bestimmtes Objekt oder ein Teil davon auf die eine oder andere Weise auf etwas anderes einwirkt. Für einen solchen Vorgang schlagen wir das Wort Wirkung vor:
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Wirkung || action || action (f) || Wirkung (f) || действие (f);
dynamische Wirkung || dynamic action || action (f) dynamique || dynamische Wirkung (f) || динамическое действие (n);
indirekte Wirkung || indirect action || action (f) indirecte || indirekte Wirkung || косвенное действие (n);
stabilisierende Wirkung || antihunting action || action (f) stabilisatrice || stabilisierende Wirkung (f) || стабилизирующее действие (n);
proportionale Wirkung || proportional action || action (f) proportionnelle || Proportionalwirkung (f) || пропорциональное действие (n);
intermittierende Wirkung || intermittent action, discontinuous action || action (f) discontinue || aussetzende Wirkungsweise (f) || прерывистое действие (n);
schrittweise Wirkung || step-by-step action || action (f) pas à pas || stufenweise Wirkung (f) || дискретное действие (n), пошаговое действие (n).
Zur Terminologiegruppe der Wirkungen sollte auch die litauische Übersetzung des russischen Terminus холостой ход холостой ход „Leerlauf“ tuščioji eiga [7, 8] gehören; an ihrer Stelle sollte der Terminus tuščioji veika („Leerlaufwirkung“) verwendet werden (engl. idling, franz. marche à vide, service à vide, dt. Leerlauf, Leerlaufbetrieb, russ. холостой ход, režim холostogo хода). Dann könnten wir von Leerlaufwirkungsverlusten sprechen (engl. idling loss, franz. pertes à vide, dt. Leerlaufverluste, russ. потери холостого хода), nicht aber von Leerlaufverlusten, wenn die Funktionsprinzipien von Transformatoren und elektrischen Maschinen erläutert werden [9]. Im „Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache“ [1] könnte man bei der Erläuterung des Wortes eiga auf die zweite Bedeutung „eiga (4) 2. tech. Funktionsweise eines Mechanismus: Arbeits-, Leerlauf-e.“ verzichten, da eiga häufiger als zurückgelegter Weg oder Verschiebung des beweglichen Teils eines Mechanismus (Kolben, Schieber, Feder usw.) verstanden wird. Daher sollten wir „Leerlaufwirkung“, „stabilisierende Wirkung“, „intermittierende Wirkung“ und andere tuščiąją, pastovinamąjį, trūkioji Wirkungenveiką verwenden. In dieser Bedeutung ist der Terminus veika bereits im „Wörterbuch der Laserphysik-Terminologie“ [10] aufgeführt.
Für die Beschreibung einer langfristigen Einwirkung der Umgebung, von Strahlung, eines Feldes, einer Bestrahlung und Ähnlichem wäre der Terminus Einwirkung geeignet:
Umgebungseinwirkung || action of medium || action (f) de milieu || Mediumwirkung (f) || действие (n) окружающей среды;
Strahlungseinwirkung || radiation action || action (f) de radiation
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‖ Strahlungswirkung (f) ‖ действие (n) облучения; Stromwirkung ‖ current action ‖ action (f) de courant ‖ Stromwirkung (f) ‖ действие (n) тока; Wärmewirkung ‖ heat action ‖ action (f) de chaleur ‖ Wärmewirkung (f) ‖ действие (n) тепла; Lichtwirkung ‖ light action ‖ action (f) de lumière ‖ Lichtwirkung (f) ‖ действие (n) света.
Zur Beschreibung des Phänomens einer bestimmten Wirkung ist der Begriff Wirkung zu verwenden. Dazu zählen magnetische, mechanische, chemische, thermische und andere Wirkungen.
Die wechselseitige Einwirkung zweier Körper oder Teilchen bezeichnen wir mit dem Wort Wechselwirkung [1]. Dazu zählen Wechselwirkungen zwischen Atomen, Dipolwechselwirkungen, Zweikörperwechselwirkungen, Coulomb-Wechselwirkungen und andere Wechselwirkungen.
In manchen Fällen wird auf eine Wirkung reagiert; dann spricht man davon, dass eine Gegenwirkung auftritt.
Wir meinen, dass es besser wäre, anstelle des bisher verwendeten Begriffspaars Aktion und Gegenaktion [1, 7, 8] die Begriffe Wirkung und Gegenwirkung zu verwenden. Wirkung könnte folgendermaßen definiert werden: ein Vorgang, der ein bestimmtes Ergebnis, d. h. eine Gegenwirkung hervorruft. Dann sollte man nicht sagen: „Aktion und Gegenaktion sind gleich“ [1], sondern: „Wirkung und Gegenwirkung sind gleich“. In der Metrologie wird das Eingangssignal eines Systems als Einwirkung (engl. und frz. stimulus) bezeichnet, das Ausgangssignal als Antwort (engl. response, frz. réponse) [11]. In der Mechanik wäre das Antonym zu Wirkung das Wort Gegenwirkung, in der Elektronik und Funktechnik hingegen Antwort. Das Antonym zu Aktion sollte Gegenaktion sein, wie im „Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache“ [1] erläutert.
Der Betrieb von Geräten, Maschinen und anderen Anlagen kann unterschiedlich sein, d. h. meist wird die Betriebsweise, der Typ oder der Modus angegeben, z. B.: engl. Betriebsmodus, Betriebsbedingungen, Betriebsart ‖ frz. Betriebsmodus (m), Betriebsregime (n), Betriebsweise (f) ‖ dt. Betriebweise (f), Betriebzustand (m), Betriebsart (f) ‖ russ. Betriebsmodus (m), Betriebsweise (f), Modus (m). Wir meinen, dass man auf Begriffe mit den Wörtern Betriebsmodus oder Modus verzichten sollte. Die Franzosen definieren régime de fonctionnement folgendermaßen: die Betriebsweise eines Geräts im Normalzustand. Auf Litauisch heißt sie veiksena [1]. Daher könnte man in Fällen, in denen von der Betriebsweise die Rede ist, neben dem bereits erörterten Begriff Wirkungsweise häufig auch den Begriff Betriebs- verwenden.
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weise, z. B. Impulsbetrieb (engl. pulse operating mode, frz. régime à impulsions, dt. Impulsbetrieb, russ. импульсный режим).
Es liegt auf der Hand, dass die Einführung des Begriffs Betriebsart in Physik und Technik einen vollkommen logischen Zusammenhang mit den anderen in diesem Artikel erörterten Begriffen herstellen würde, nämlich: Wirkung, Gegenwirkung, Wechselwirkung, Wirksamkeit, Betriebsweise.
Literatūra
1. Dabartinės lietuvių kalbos žodynas. V.: Mokslo ir enciklopedijų leidykla, 1993.
2. Французско-русский политехнический словарь. М.: Советская энциклопедия, 1964.
3. Словарь по электронике. М: Русский язык, 1988.
4. Словарь научной и технической лексики. М.: Русский язык, 1994.
5. Словарь по электронике. М.: Русский язык, 1985.
6. Словарь по микроэлектронике. М.: Русский язык, 1991.
7. Fizikos terminų žodynas. V.: Mokslas, 1979.
8. Rusų-lietuvių kalbų politechnikos žodynas. V.: Vyriausioji enciklopedijų redakcija, 1984.
9. M a s i o k a s S. Elektrotechnika. V.: Mokslas, 1989.
10. Lazeriu fizikos terminų žodynas. V.: VU leidykla ir leidykla „Šachmatai“, 1990.
11. International Vocabulary of Basic and General Terms in Metrology. Geneva, 1993, P. 59.
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