Nelietuviški XIX a. galo – XX a. pradžios katalikų katekizmų terminai
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Aušra RIMKUTĖ
Institut für Litauische Sprache
NICHTLITAUISCHE TERMINI IN KATHOLISCHEN KATECHISMEN VOM ENDE DES 19. BIS ZUM ANFANG DES 20. JAHRHUNDERTS
Obwohl der Katholizismus in Litauen sehr spät eingeführt wurde – 1387 in Oberlitauen und erst 1413 in Samogitien –, gehört die litauische Terminologie des Christentums zu den ältesten unter den litauischen Terminologien. Dies belegt die älteste Schicht der litauischen religiösen Terminologie – alte Lehnwörter wie Kirche, Fastenzeit, Taufe, Heiligabend, Weihnachten, Ostern, Palmzweig usw. (siehe Būga 1958: 348; 1961: 776), die vermutlich im 10.–12. Jahrhundert, noch vor der offiziellen Christianisierung Litauens, aus dem Ostslawischen ins Litauische gelangten. Den Anfang der litauischen christlichen Terminologie bilden die ältesten heute bekannten handschriftlichen Gebetstexte, die aus dem frühen 16. Jahrhundert erhalten sind und in der Diözese Vilnius aufgezeichnet wurden – das Vaterunser, der Englische Gruß und das Glaubensbekenntnis (Lebedys, Palionis 1964: 109–135; Zinkevičius 2000: 71–73) – sowie Martynas Mažvydas’ erstes gedrucktes litauisches evangelisch-lutherisches Buch Catechismvsa prasty Szadei (1547).
In diesem Artikel sollen die einwortigen religiösen Termini nichtlitauischer Herkunft erörtert werden, die in katholischen Katechismen vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet wurden1. Dieser Zeitraum2 wurde nicht zufällig gewählt. Es ist die Zeit, in der man sich im Zuge der Herausbildung der heutigen litauischen Standardsprache3 verstärkt um die Sprache religiöser Schriften und allgemein um die Sprache der Kirche kümmerte4. Vieles musste geordnet werden:
1 Zusammengesetzte Termini werden in diesem Artikel nicht behandelt, da die meisten der untersuchten Wörter als Bestandteile solcher Termini auftreten.
2 Die Kirchensprache vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, erst recht die religiöse Terminologie (und die religiöse Lexik im Allgemeinen), ist bislang vergleichsweise wenig erforscht. Es gibt nur vereinzelte Aufsätze und Bemerkungen zu den religiösen Termini jener Zeit, etwa in der Presse des genannten Zeitraums – Varpas, Tėvynės sargas, Vilniaus žinios, Draugija, Vadovas. Über die religiöse Lexik haben die Sprachwissenschaftler P. Skardžius, J. Kruopas, V. Urbutis, A. Sabaliauskas, J. Palionis, Z. Zinkevičius, V. Drotvinas, J. Klimavičius, A. Kučinskaitė und andere geschrieben.
3 J. Palionis zufolge stellt der Zeitraum vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die endgültige Etablierung des westaukštaitischen kaunischen Dialekts dar. Folglich ist dies eine der Entwicklungsphasen der Standardsprache (Pupkis 2005: 44).
4 Kaip rašo J. Girčienė, jau M. Daukša stengėsi gryninti kalbą (Girčienė 2003: 394). Taigi religijos kalba rūpintasi jau nuo XVI a. galo.
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Gebetbücher, Gesangbücher, Katechismen, Predigtbücher und andere kirchliche Literatur, die durch Fremdwörter verunreinigt war5.
Ende des 19. Jahrhunderts, mit dem Aufkommen der nationalen Wiedergeburtsbewegung, begann die große Reinigung der litauischen Sprache von Barbarismen6. Gegen Ende des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts (1909) wurde eine Gebetskommission gegründet7, der die Priester Aleksandras Dambrauskas8, Alfonsas Petrulis und Juozas Laukaitis sowie die damals bedeutendsten Sprachwissenschaftler angehörten, die „über die größte Erfahrung bei der Normierung der weltlichen Standardsprache“ verfügten: Kazimieras Būga, Jonas Jablonskis, Juozas Balčikonis und Jurgis Šlapelis (Zinkevičius 2000: 179). Die Arbeit der Kommission im Sommer 1909 in Sejny war, so Zigmas Zinkevičius, „im Grunde genommen die erste Versammlung litauischer Sprachwissenschaftler“ (ebd.); dabei wurde die Sprache der wichtigeren Gebete und Gebetsformeln überarbeitet und die unverzichtbare religiöse Terminologie festgelegt.
5 Der Artikel folgt dem traditionellen Verständnis von Fremdwörtern, das sich in Publikationen zur Sprachpflege bereits etabliert hat. Als Fremdwort gilt hier ein aus einer anderen Sprache entlehntes Wort, das den Normen der Standardsprache widerspricht und für das es ein litauisches Ersatzwort gibt.
6 Der Begriff Barbarismus wird in diesem Artikel als Synonym für Fremdwort verstanden (KTŽ 1990; siehe auch LKE 1999).
7 In der Presse begann man, wie Z. Zinkevičius schreibt, Anfang des 20. Jahrhunderts über eine Vereinheitlichung der Gebete zu sprechen. „Der Erste, der sich ernsthaft um die Reform der Gebete und ihre Litauisierung kümmerte, war Prälat Juozas Laukaitis“ (Zinkevičius 2000: 178). Er stellte auch die sogenannte Gebetskommission zusammen. 1909 erörterte die Kommission in Sejny zwei Monate lang Fragen der Standardsprache, insbesondere der Kirchensprache. Es wurden zwei Gebetsfassungen erarbeitet: „1) der von den Sprachwissenschaftlern, offenbar auch von Laukaitis selbst, vorgeschlagene Entwurf, der sich durch radikale Korrekturen auszeichnete und im Grunde eine fast vollständige Neuübersetzung darstellte, und 2) eine Kompromissfassung, die den bis dahin gebräuchlichen Gebeten näherstand und einige sprachliche Unregelmäßigkeiten beibehielt; damit wollte man konservativ eingestellte Geistliche nicht verschrecken“ (Zinkevičius 2000: 179). In Nr. 14 des Vadovas von 1909 wurden die Pataisytieji Poteriai veröffentlicht. Die Gebetskommission schrieb im Vadovas, dass sie „angesichts der gesamten Geschichte der Gebete und ihrer großen Uneinheitlichkeit keinen anderen Ausweg gefunden habe, als alles wissenschaftlich zu korrigieren, so wie es der Geist der litauischen Sprache verlangt; zugleich hielt sie es für ihre Pflicht, darauf zu achten, dass die überarbeiteten Gebete für ganz Litauen verständlich seien und den Gedanken der Kirche vollständig zum Ausdruck brächten. Aus diesem Grund folgten wir in manchen Punkten auch nicht der Meinung der Experten“ (Pataisytieji Poteriai 1909: 107). Näheres zur Gebetskommission siehe in Z. Zinkevičius’ Studie Lietuvių poteriai (Zinkevičius 2000: 179–184).
8 A. Dambrauskas war ein litauischer Kulturträger, Priester, Philosoph, Philologe, Literaturkritiker und Dichter, der unter den Pseudonymen Adomas Jakštas, Druskius und weiteren schrieb (LKE 1999; LLE 2001; Keinys 2000: 32).
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1. Überblick über die Quellen
Die Quellen dieses Artikels sind vier katholische Katechismen, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen: Mokslas Rimo Kataliku (1879), Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas (1901), Katekizmai katalikiški. Visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių prasčiokų su Lementoriu ir Ministranturu (1903) und der Katechismus des Priesters Kazimieras Paltarokas Tikybos mokslas (Šv. Istorija ir Katekizmas) (1916). Die Auswahl dieser Quellen war nicht zufällig. Die Sprache religiöser Schriften des 18. und teilweise des 19. Jahrhunderts durchlief eine Krise (siehe ausführlicher Zinkevičius 1990; 1992; Palionis 1995). Dies hing mit dem Verlust der Staatlichkeit Litauens und seiner Eingliederung in das Russische Reich zusammen. Nach dem Befreiungsaufstand von 1863 wurde zudem der Druck mit lateinischen Schriftzeichen verboten. Im Land fanden Kolonisierung und Russifizierung statt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es, wie in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas, auch in Litauen zu einer nationalen Wiedergeburtsbewegung. Ein Anliegen der Nationalbewegung war der Kampf um die Rechte der litauischen Sprache9. Die genannten Katechismen stammen aus der Zeit der litauischen nationalen Wiedergeburt.
Bevor die Herkunft der in den Katechismen verwendeten religiösen Termini erörtert wird, lohnt es sich, die Quellen kurz vorzustellen.
Den Katechismus Mokslas Rimo Kataliku. Naujei perweizėtas, pertaišitas ir antra karta atspaustas bereitete der Bischof von Samogitien Motiejus Valančius (1801–1875) vor und veröffentlichte ihn erstmals 187310. Die religiösen Termini wurden der Ausgabe des Katechismus von 1879 entnommen. Die Quelle wurde ausgewählt, weil bekannt ist,
9 Nicht zu vergessen ist, dass die Lage der litauischen Sprache in Klein- und Großlitauen unterschiedlich war. In den Bistümern Samogitien und Vilnius in Großlitauen unterschieden sich die Gebrauchsbereiche der litauischen Sprache erheblich. So betete man etwa im Gebiet Samogitiens in den Kirchen aus litauischen Gebetbüchern und sprach die Gebete auf Litauisch. Die Samogiten waren von der Polonisierung deutlich weniger betroffen als die Einwohner des Gebiets Vilnius (siehe auch Zinkevičius 2002: 333–339, 500–504).
10 Laut Z. Zinkevičius „versammelte Valančius gebildete, auf Litauisch schreibende Menschen um sich, förderte die Herausgabe litauischer Bücher und druckte häufig auf eigene Kosten. Auf diese Weise stärkte er das nationale Bewusstsein des Volkes“ (Zinkevičius 1990: 157). Valančius’ Wirken als Schriftsteller und Bildungspolitiker war für die Herausbildung der litauischen Schriftsprache von großer Bedeutung, denn er bemühte sich, so zu schreiben, dass Menschen aller Dialekte seine Schriften leicht verstehen konnten. A. Dambrauskas-Jakštas merkt an: „Aus Liebe zu seiner Sprache bemühte sich Bischof Motiejus, sie in ihrer ganzen Kraft zu bewahren, und verabscheute die Barbarismen, deren sich diejenigen bedienten, die weniger gut Litauisch konnten“ (Dambrauskas-Jakštas 1930: 209). Tatsächlich vermied M. Valančius Fremdwörter wie apieravoti, čistata, griešnas, loska, mūka und andere nicht. Der Bischof bemühte sich also kaum, die Sprache der Religion zu reinigen. Seine schöngeistige Literatur verfasste er allerdings in korrekter Sprache.
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dass diese Ausgabe von Aleksandras Vytartas11 überarbeitet worden war. Er schrieb: „Ich habe die Vorlesungen von Prof. Kaz. Jaunius zu diesem Fach im Seminar von Kaunas genutzt; außerdem habe ich dort einen ganz neuen Abschnitt über Ehehindernisse eingefügt. Die Rechtschreibung hatte … der Dichter Maironis korrigiert, doch beim Abschreiben habe ich mich nicht ganz an seine Änderungen gehalten. Den Zusatz über Ehehindernisse hat … der verehrte A. Dambrauskas durchgesehen“ (LTSRSB 1862: 257).
Der kurze Katechismus von Pater Filochowski. Von Vaižgantas übersetzt. Zum zweiten Mal herausgegeben, verbessert – dies ist ein kontrafaktischer Druck, der 1901 erschienen ist. Auf der Seite vor dem Titelblatt befindet sich eine Approbation aus dem Jahr 1863: Drucken erlaubt. Kaunę. Am 8. Februar 1863. Bischof von Samogitien. Vaižgantas (1869–1933) weist im Vorwort zum Katechismus darauf hin: Ihr Litauer, lasst euch nicht täuschen!! Dieses Büchlein ist ein „Katechismus“, kein „Elementarbuch“!! Die Gebete seien mit den Gebeten von Valančius abgestimmt, d. h. mit den von M. Valančius approbierten Gebeten, die in dem Büchlein Aktas ir poterej (Vilnius, 1853) abgedruckt wurden. Er überarbeitete die Sprache der Gebete und einige Satzkonstruktionen geringfügig und gab in Fußnoten außerdem die bis dahin in Gebeten verwendeten Entsprechungen an, meist Slawismen.
Katholisch-katholische. Äußerst notwendig für Kinder und einfache Leute, mit Lementorium und Ministranturu (1903). Auf der Rückseite des Titelblatts des Katechismus befindet sich eine in eine Vignette eingefügte kontrafaktische Approbation: Дозволено цензурою. ВИЛНО 1864 г. Über die Urheberschaft des Katechismus herrscht Uneinigkeit. V. Biržiška zufolge ist es der Katechismus von A. Baranauskas (1835–1902) (Biržiška 1929: 852–853). In der Bibliographie der Litauischen SSR heißt es, es handle sich um den Katechismus von P. Legeckas (1844–1934), einem Buchautor, Übersetzer und Priester (LTSRSB 1988: 673).
Material wurde auch aus dem Werk des Priesters K. Paltarokas12 Tikybos mokslo (Šv. Istorijos ir Katekizmo) (1916) gesammelt. Die Quelle besteht aus drei Teilen: I. Gebete; II. Heilige Geschichte; III. Katechismus. Die Religionstermini wurden aus dem ersten und dritten Teil gesammelt. Der Autor schreibt im Vorwort: „Im Religionsunterricht ist der Katechismus eng mit der Heiligen Geschichte verbunden. Die Erzählung der Heiligen Geschichte erläutert den Katechismus, der Katechismus erläutert, was in der Heiligen Geschichte nicht dargelegt ist. Deshalb in diesem „Religionsunterricht
11 A. Vytartas (1837–1863?) – ein Priester, der während des Aufstands von 1863 ums Leben kam (Biržiška 1990: 410).
12 K. Paltarokas (1875–1958) – Lietuvos Katalikų Bažnyčios veikėjas, nuo 1926 metų – vyskupas. Parengė ir išleido religijos knygų, tikybos vadovėlių (plačiau žr. LTE 1981).
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Mokslė“ abu dalykų sudėjau vienoje knygelėje“ (TM 1916: 3). Būtina paminėti, kad šį leidinį labai plačiai ir kritiškai recenzavo kalbininkas J. Jablonskis (Jablonskis 1933: 97–113). Jis 1917 metais Santaroje rašė, kad „Katekizme“, be tikybos mokslo dalykų ir pagrindinių tikybos tiesų, yra nemaža ir šiaipjau dalykų ir dalykėlių“ (Jablonskis 1933: 97). Apie religijos terminus, deja, recenzijoje neužsimenama.
Die ersten drei Katechismen wurden während der Zeit des Druckverbots veröffentlicht, als Russisch die offizielle Sprache Litauens war. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts vollzog sich auch ein Wandel der Kirchensprache, das heißt, man verzichtete auf Barbarismen. Ausgewählt wurde der 1916 veröffentlichte Katechismus von K. Paltarokas, da untersucht werden sollte, wie sich die Religionstermini verändert hatten und ob mit Beginn der intensiven sprachlichen Überarbeitung religiöser Schriften die in früheren Katechismen verwendeten Fremdwörter aufgegeben worden waren.
Aus den Katechismen wurden 1158 einwortige Religionstermini und ihre Varianten zusammengetragen; da sich jedoch ein Teil der Termini überschneidet, ergibt sich insgesamt eine Zahl von 613 verschiedenen Religionstermini und 125 Varianten13. Am häufigsten fanden sich einwortige Religionstermini einheimischer Herkunft – 439 Termini (siehe Abb. 1).
2. Nichtlitauische Termini
Fast ein Drittel der in den Katechismen verwendeten einwortigen Religionstermini ist nichtlitauischer Herkunft (siehe Abb. 1). In diesem Artikel gelten als nichtlitauische, das heißt fremder Herkunft entstammende Religionstermini14 Fremdwörter, sogenannte Internationalismen und alte Lehnwörter, die sich vollständig in das System der litauischen Sprache eingegliedert haben und „zum grundlegenden Wortschatz der Standardsprache gehören,“
13 Varianten der Religionstermini werden in diesem Artikel nicht behandelt.
14 Zur Bestimmung der Herkunft der Termini werden A. Sabaliauskas Studie Lietuvių kalbos leksika (1990), D. Urbas Martyno Mažvydo raštų žodynu (1998), J. Kabelkas Kristijono Donelaičio raštų leksika (1964), J. Kruopos Arbeit Žodyninės slav ybės M. Mažvydo raštų kalboje (1947), V. Urbučio Artikel: Nepastebėti Mažvydo slavizmai (1962), Senosios lietuvių kalbos slavizmai (1992), Senųjų slavizmų kilmės įvairovė (1994) sowie K. Būgas Rinktiniais raštais, Lietuvių kalbos žodynu und Wörterbücher der Internationalismen (1936, 1985, 2001, 2003) herangezogen. Außerdem wurden K. Alminauskis Dissertation Die Germanismen des Litauischen (1931), E. Fraenkels Lიტauisches etymologisches Wörterbuch (1955–1962), P. Skardžiaus Die slavischen Lehnwörter im Alt litauischen (1931) und A. Brückners Słownik etymologiczny języka polskiego (1974) berücksichtigt.
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und nur historische Untersuchungen können feststellen, dass es sich um Wörter fremder Herkunft handelt“ (Jakaitienė 1980: 61). Wie A. Sabaliauskas schreibt, „haben wir für ältere Entlehnungen meist keine eigenen Ersatzwörter oder Synonyme“ (Sabaliauskas 1990: 228). Gesondert behandelt werden Termini, deren Bestandteile fremder Herkunft sind. Dies sind hybride (oder gemischte) Termini.
Insgesamt werden 141 verschiedene nichtlitauische und 33 hybride Termini untersucht.
Abb. 1. Verteilung einwortiger Religions-Termini nach Herkunft (%)
2.1. Internationale Termini
In den Katechismen wurden insgesamt 34 internationale Religions-Termini gefunden (weniger als ein Zehntel aller einwortigen Termini). Internationale Wörter sind ebenso wie ältere Entlehnungen und Fremdwörter Entlehnungen. Wie bekannt, werden sie meist über Vermittlersprachen entlehnt; manchmal ist es jedoch schwierig, die Ausgangssprache zu bestimmen, oft auch die unmittelbare Vermittlersprache (oder Vermittlersprachen).
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2.1.1. Internationale Termini lateinischer Herkunft. In den Katechismen wurde die größte Zahl internationaler Termini mit lateinischer Grundlage15 gefunden – 19 Termini: absoliucija TFK 33 (lat. absolutio)16, aktas TFK 43 (lat. actus), ceremonija MRK 330 (lat. caerimonia), dekretas MRK 101 (lat. dēcrētum), desperacija MRK 169, TFK 10, KK 48 (lat. desperatio), dispensas MRK 399 (lat. dis-pensus), intencija MRK 297, KK 27 (lat. intentio), kard minor TM 87 (lat. cardinalis), klierikas TM 135 (lat. clericus), komunija MRK 330, TFK 36, TM 126 (lat. communio), komunikantas TFK 37 (TŽŽ 1936), konsekracija MRK 330 (lat. consecratio), monstrancija MRK 323 (lat. monstrantia < monstrare), ostija KK 30, MRK 322, TM 123 (lat. hostia), procesija MRK 323 (lat. processio), relikvija MRK 182 (lat. reliquiae), sakramentas MRK 16, 79, 138, TFK 9, KK 22, TM 72, 85 (lat. sacramentum), sakramenta-lijos TM 137 (lat. sacramentalia), suplikacijos TM 9 (lat. supplicatio). Diese Gruppe von Termini (ebenso wie 2.1.2 und 2.1.4) wurde nicht nach der unmittelbaren Quelle klassifiziert, wie dies bei den anderen internationalen Termini geschieht (siehe 2.1.1.1, 2.1.1.2, 2.1.2.1, 2.1.2.2, 2.1.2.2), sondern nach der Ausgangssprache, da sich nur schwer (oft überhaupt nicht) feststellen lässt, über welche Sprachen die internationalen Wörter vermittelt wurden.
2.1.1.1. Ein Terminus lateinischer Herkunft, der über slawische Sprachen entlehnt wurde. Es wurde ein über die Slawen entlehnter Religionsterminus gefunden (dieser Terminus wird gesondert behandelt, da unbekannt ist, über welche slawische Sprache er ins Litauische gelangte); seine Ausgangssprache ist jedoch das Lateinische: altorius MRK 176, TM 110 (poln. ołtarz, weißruss. алтар < lat. altāre: lat. altus, vgl. altāria „Opferaltar; Altar zum Opfern“ LoLieŽ 1996, vgl. VaitkTŽŽ 2003; TŽŽ 2001 verzeichnet altarija „Haus und Wirtschaft eines Altaristen“17.
15Im Artikel werden die Termini entsprechend der Orthografie von 1916, d. h. der Orthografie des Katechismus von K. Paltarokas, wiedergegeben, da sich die Orthografie von Tikybos mokslo kaum von der heutigen unterscheidet und die vorhandenen Ungenauigkeiten in den meisten Fällen als Druckfehler gelten können. Da das Hauptaugenmerk auf der Herkunft einwortiger Termini liegt, werden Varianten nicht gesondert behandelt.
16Die neben den Beispielen angegebenen Abkürzungen zeigen, in welchem Katechismus der Terminus verwendet wird; die arabischen Ziffern bezeichnen die Seite, der die Beispiele entnommen sind (meist handelt es sich um den zuerst belegten Verwendungsfall). Die Zahl nach dem Komma gibt die Seite an, auf der eine Variante des behandelten Terminus gefunden wurde. Die Abkürzungen der Quellen werden am Ende des Artikels erläutert.
17 TŽŽ altorius kildinamas iš lotynų kalbos. Tik A. Sabaliauskas (1990: 253), P. Skardžius (1998: 86), J. Kruopas (1998: 36), J. Kabelka (1964: 24) ir E. Fraenkelis (1955: 8) nurodo, kad katekizmuose vartojamas žodis į lietuvių kalbą atėjo per slavų (t. y. lenkų ar baltarusių) kalbas.
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2.1.1.2. Aus dem Lateinischen stammende, über das Polnische entlehnte Begriffe. In den Katechismen Wissenschaft Rimos der Katholiken und Religionswissenschaft werden auch lateinische Wörter verwendet, die über das Polnische entlehnt wurden (2 Begriffe): Advent MRK 79, 333, TM 109 (poln. adwent, lat. adventus LKŽ), Summe MRK 403 (poln. suma < lat. summa).
2.1.2. Internationale Begriffe griechischen Ursprungs. Es wurden nur 5 religiöse Begriffe gefunden, deren ursprüngliche Quelle das Griechische ist: Antiphon TM 11 (gr. antiphōnos), Balsam MRK 315 (gr. balsamon [TŽŽ 1936 zufolge stammt balzamas aus dem Arabischen]), Diakon MRK 380, TM 135 (gr. diakonos), Patriarch MRK 19, 46, 79 (gr. patriarchēs), Subdiakon MRK 380 (lat. sub + gr. diakonos).
2.1.2.1. Graikiškos kilmės terminai, gauti per lotynų kalbą. Rasti 3 vienažodžiai terminai, gauti per lotynų kalbą (kalbas tarpininkes nustatyti sunku, jos TŽŽ neminimos), tačiau jų pradinis šaltinis yra graikų kalba: eretikas MRK 23, 335, KK 22 (lot. haereticus < gr. hairetikos VaitkTŽŽ 2003, o TŽŽ 1936, 1985, 2001 eretikas < gr. hairetikos), katalikas MRK 25, 32, TFK 7, TM 89 (lot. catholicus < gr. katholikos), katekizmas MRK 386, TFK 43, KK 7, TM 3 (lot. catechismus < gr. katēchismos VaitkTŽŽ 2003, o kituose TŽŽ nurodoma, kad jis kilo iš graikų kalbos).
2.1.2.2. Graikiškos kilmės terminas, gautas per lenkų kalbą. Katekizmuose vartojamas ir per lenkų kalbą gautas graikiškos kilmės terminas psalmė TM 9 (lenk. psalm < gr. psalmos Kruopas 1998: 238, plg. TŽŽ, kur nurodoma tik graikiška kilmė).
2.1.2.3. Begriffe griechischen Ursprungs, die über slawische Sprachen übernommen wurden. Es wurden 2 religiöse Begriffe gefunden, die über die Slawen vermittelt wurden, deren ursprüngliche Quelle jedoch das Griechische ist: Engel TM 12, 76 (altkirchenslaw. ангелъ < gr. angelos Фасмер 1967)18, Evangelium MRK 18, 32, TM 83 (poln. ewangelia < gr. euangelion Urbas 1998: 116, vgl. TŽŽ 1936, 1985, 2001; VaitkTŽŽ 2003)19.
18 Angelas, kaip rašoma LKŽ, kurį redagavo J. Balčikonis, yra slavybė (LKŽ I, 1941). Slavybę jį laiko ir P. Skardžius (1998: 87), J. Kruopas (1998: 84), D. Urbas (1998: 19). Žodžio graikiška kilmė nurodyta TŽŽ 1936, 2001; VaitkTŽŽ 2003. Kad žodžio angelas pradinis šaltinis yra graikų kalba, abejonių nekyla, tačiau reikia pažymėti, kad jis gautas per slavų kalbas.
19 J. Kruopas weist in seiner Arbeit Slawische Lehnwörter in der Schriftsprache von M. Mažvydas darauf hin, dass Evangelium ein Wort griechischen Ursprungs ist (Kruopas 1998: 227).
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2.1.4. Begriffe hebräischen Ursprungs. Unter den besprochenen Einworttermini gibt es nur ein Wort, dessen ursprüngliche Quelle die hebräische Sprache ist, nämlich Manna MRK 79 (gr. manna < hebr. mān).
2.1.5. Zusammenfassende Bemerkungen. Über das Polnische oder andere slawische Sprachen gelangten möglicherweise zahlreiche der aufgeführten Begriffe in die Sprache; diese Sprachen werden jedoch in den TŽŽ selten als Quellen genannt. Etwas mehr als drei Fünftel der einwortigen Religionsbegriffe sind lateinischen und etwa ein Drittel griechischen Ursprungs. Außerdem wurde das hebräischen Ursprungs Manna gefunden. Wie die Beispiele zeigen, sind alle internationalen Begriffe auch heute noch gebräuchlich.
Die Verwendung internationaler einwortiger religiöser Begriffe in Katechismen (weniger als ein Zehntel der einwortigen Begriffe) hängt offenbar damit zusammen, dass der katholische religiöse Wortschatz auf der Grundlage des Kirchenlateins entwickelt wurde.
2.2. Alte Lehnwörter20
Über alte Lehnwörter gibt es unterschiedliche Ansichten. Einige versuchen, sie nicht zu verwenden (J. Skvireckas) und durch andere Wörter zu ersetzen; andere stehen ihnen toleranter gegenüber (J. Jablonskis, K. Būga). Der berühmte Sprachwissenschaftler K. Būga lehnte Fremdwörter wie abelnas, abrozas, abrūšas, adyna… ab, empfahl jedoch, die für die litauische Sprache notwendigen alten Lehnwörter zu verwenden, zum Beispiel stiklas, kunigas usw. J. Jablonskis „rechtfertigte in der Standardsprache nahezu alle alten Lehnwörter, die bereits vor dem Aufkommen der Schrift verwendet wurden. Von den im Mittelalter übernommenen Lehnwörtern befürwortete er diejenigen, für die es in den Dialekten keine litauischen Entsprechungen gab (zum Beispiel entlehntes religiöses Vokabular), <…>“ (Pupkis 2005: 252).
In den Katechismen werden 36 alte Lehnwörter verwendet (mehr als ein Fünftel der entlehnten einwortigen Religionstermini).
2.2.1. Alte Lehnwörter aus den slawischen Sprachen. Aus den slawischen Sprachen21 übernommen
20 Mokslo straipsnių rinkinyje Skoliniai ir bendrinė lietuvių kalba (2004) Loreta Vaicekauskienė pateikia tokią G. Thomo senųjų skolinių apibrėžtį: „žodžiai, integravęsi fonologiškai ir morfologiškai, užimantys svarbią vietą leksinėje-semantinėje kalbos sistemoje, neturintys atitikmenų, geriau – pasiskolinti ne iš kaimynų kalbų; daugiausia kodifikuojami teigiamai“ (SBK 2004: 11). Apibrėžtis nėra tiksli, nes, kaip žinoma, skoliniai gali turėti atitikmenų, gali būti (ir dažniausiai yra) skolinami iš kaimyninių kalbų ir pan.
21 Im Artikel werden Lehnwörter aus den slawischen Sprachen in Polonismen, Belarusismen, Russismen und Slawismen unterteilt; die Gruppe der Slawismen wird dabei angesetzt, wenn unklar ist, aus welcher slawischen Sprache das Wort über-
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5 In den Katechismen verwendete einwortige Religionstermini: bažnyčia22 MRK 25, TFK 20, 25, KK 19, TM 7, 88 (brus. божница, poln. bożnica Sabaliauskas 1990: 253), grabas MRK 75, KK 15 (brus. гроб, poln. grób Sabaliauskas 1990: 247; Pupkis 2005: 252)23, kūmai MRK 310 (russ. кум, poln. kum LKŽ VI 1962, vgl. Drotvinas 1986: 117; Skardžius 1998: 173, wo kūma(s) als aus dem Belarussischen übernommenes Wort gilt), ponas TFK 13 (poln. pan, brus. пан Sabaliauskas 1990: 232), žydas MRK 74 (brus. жид, poln. żyd LKŽ XX 2002; Skardžius 1998: 306).
2.2.1.1. Über die slawischen Sprachen entlehnte Termini lateinischen Ursprungs. Unter den alten Lehnwörtern lässt sich eine kleine Gruppe aussondern, deren ursprüngliche Quelle das Lateinische ist: alie jus MRK 400 (poln. olej, brus. агей < lat. oleum oder ahd. olei Sabaliauskas 1990: 244)24, alyva MRK 314 (brus. алива, poln. oliwa < ital. oliva oder lat. oliva Sabaliauskas 1990: 237), karūna MRK 278, 331 (brus. коруна, poln. korona, vgl. russ. корона < lat. corōna Фасмер 1986), klebonas MRK 176, TFK 24, KK 24 (poln. kleban, pleban, brus. кле́бан < lat. plēbanus: lat. plebs)25, koplyčia MRK 401 (poln. kaplica < tschech. < dt. Kapelle < mlat. cappella: lat. cappa Sabaliauskas 1990: 254; VaitkTŽŽ 2003)26, kryžius MRK 68 (poln. krzyż, brus. крыж < lat. crux
direkt übernommen wurde. Zweifellos gibt es Wörter, über die sich auch die Sprachwissenschaftler nicht einig sind. Ihre unterschiedlichen Ansichten werden in den Fußnoten wiedergegeben.
22 P. Skardžius schrieb in seinem Artikel Ist das Wort bažnyčia zu verwenden?, dass bažnyčia „ein belarussisches Lehnwort ist, das zusammen mit kaladomis, velýkomis, kūčiomis, krikštu, krikštyti usw. in unsere Sprache gelangt ist“ (Skardžius 1999: 691). Nach Ansicht des Sprachwissenschaftlers ist das Wort bažnyčia so fest etabliert, dass es schwierig ist, einen litauischen Ersatz dafür zu finden: „Es ist nicht nur ein Tempel, ein Heiligtum oder ein Gebetshaus <...>, sondern auch eine bestimmte Gemeinschaft von Gläubigen“ (ebd.). Bemerkenswert ist, dass es Versuche gab, das Wort bažnyčia zu ersetzen. So schlug etwa 1947 der Erzbischof und Metropolit J. Skvireckas vor, anstelle von bažnyčios das lateinische Wort eklezija oder dievi namis, šventovė zu verwenden (Skardžius 1999: 690, 739–741, 889–892). P. Skardžius stimmte diesem Vorschlag nicht zu.
23 Grabas wird in der Bedeutung „Ort zur Bestattung eines Verstorbenen, Grab“ bereits bei M. Mažvydas verwendet (Urbas 1998: 137). In Tikybos mokslė wird anstelle von grabo das Wort karstas verwendet. Somit wird ein Lehnwort durch ein anderes ersetzt, dessen Fremdheit nicht empfunden wird.
24 Das Wort aliejaus ist im TŽŽ 1936 nicht verzeichnet; dort findet sich nur oleum (lat.) – „Öl“. Es fehlt auch in anderen TŽŽ. (Das bedeutet, dass aliejaus nicht als Internationalismus gilt, obwohl es lateinischen Ursprungs ist.)
25 Klebonas yra tik VaitkTŽŽ 2003. A. Sabaliauskas, V. Vaitkevičiūtė, P. Skardžius nurodo, kad jis gautas per slavų kalbas (Skardžius 1998: 161; Sabaliauskas 1990: 254).
26 Das Lehnwort koplyčia ist fest etabliert; der Versuch, es durch das Wort kapela zu ersetzen, ist daher misslungen. Außerdem lässt auch das Sprachsystem eine Ersetzung nicht zu, vgl. koplystulp is, koplyt kalnis (Klimavičius 1998: 11).
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Sabaliauskas 1990: 254; Kruopas 1998: 43, pagonis MRK 30, TFK 19, KK 22, TM 107 (lenk. pogan, brus. поганъ < lot. pāgānus: lot. pāgus27, poteriai MRK 203, TFK 7, TM 5 (lenk. pacierz < lot. pater Skardžius 1998: 232; Urbas 1998: 297; Kabelka 1964: 181; Fraenkel 1962: 641)28, vynas MRK 78, KK 30, TFK 36, TM 110 (lenk. wino, brus. віно < lot. vinum Fraenkel 1962: 1255, plg. VaitkTŽŽ 2003)29. Iš viso rasti 9 tokie senieji skoliniai.
2.2.1.2. Begriffe lateinischen Ursprungs, die über das Polnische entlehnt wurden. In Rimo Katalikų werden aus dem Lateinischen stammende Wörter verwendet, die über das Polnische entlehnt wurden (2 Begriffe): mišiolas MRK 328 (poln. mszał < lat. missale TŽŽ 2001; VaitkTŽŽ 2003; Skardžius 1998: 191), mišios MRK 112, TM 7 (poln. msza < lat. missa)30.
2.2.1.3. Ein Begriff griechischen Ursprungs, der über slawische Sprachen entlehnt wurde. In diesem Abschnitt ist der in den Katechismen belegte Internationalismus parapija MRK 118, TFK 9, KK 25, TM 7 zu behandeln (poln. parafia, weißruss. напа фія < lat. po-rochia < gr. paroikia Sabaliauskas 1990: 255). Es handelt sich um ein Wort internationaler Herkunft, das über benachbarte slawische Sprachen – das Polnische oder Weißrussische – entlehnt wurde.
2.2.1.4. Ein Begriff sanskritischen Ursprungs, der über slawische Sprachen entlehnt wurde. In allen vier untersuchten Katechismen wird der einsilbige Religionsbegriff rojus MRK 61, TFK 16, KK 11, TM 79 verwendet (weißruss. рау́, poln. raj < skr. Rayih Sabaliauskas 1990: 256), dessen ursprüngliche Quelle das Sanskrit ist. Der Begriff wurde über slawische Sprachen entlehnt.
2.2.1.5. Begriffe germanischen Ursprungs, die über slawische Sprachen entlehnt wurden. Über slawische Sprachen wurden auch zwei Wörter germanischen Ursprungs entlehnt: karalius TM 78, MRK 67 (weißruss. кароль, vgl. auch russ. король, poln. Król < dt., vgl. s.
27 Katekizmuose vartojamas terminas pagonis yra tik TŽŽ 1936. O P. Skardžius (1998: 209), A. Sabaliauskas (1990: 255), J. Kruopas (1998: 46), E. Fraenkelis (1955: 524) nurodo jį atėjus per lenkų ar baltarusių kalbą (tačiau pradinis pagonio šaltinis yra lotynų kalba).
28 Poteriai ist, wie Z. Zinkevičius schreibt, ein über die Slawen entlehntes Wort, das aus dem ersten Wort des lateinischen Vaterunsers Pater noster, „Vater unser“, entstanden ist (Zinkevičius 2000: 26).
29 Das Wort vynas ist in TŽŽ 1936, 1985, 2001 nicht verzeichnet.
30 Das Wort mišios wird in TŽŽ 1936 aus dem Lateinischen hergeleitet; in TŽŽ 1985, 2001; VaitkTŽŽ 2003; LKŽe wird zusätzlich präzisiert, dass es über das Polnische entlehnt wurde.
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dt. ahd. Karal, Karl)31 und pasninkas TFK 9, TM 7, KK 24, MRK 297 (weißruss. nochik < sl. ahd. fasto Sabaliauskas 1990: 255)32.
2.2.2. Eine alte Entlehnung aus dem Polnischen. Aus dem Polnischen stammt nur der Begriff pana MRK 72, TFK 7 (poln. panna LKŽ IX 1973, vgl. poln. panna oder weißruss. панна Kruopas 1998: 47).
2.2.2.1. Begriffe griechischen Ursprungs, die über das Polnische entlehnt wurden. Außerdem wurden vier alte Entlehnungen griechischen Ursprungs gefunden, die über das Polnische entlehnt wurden: apaštalas MRK 18, TFK 42, KK 23, TM 72 (poln. apostol < gr. apostolos, vgl. gr. apostolos TŽŽ 1936, 1985, 2001)33, krikščionis MRK 50, 79, TFK 28, TM 86 (poln. chrześcijanin < gr. christos, vgl. lat. Christiāni LoLieŽ 1996)34, popiežius MRK 111, 116, 118, TFK 28, KK 22, TM 78, 87 (poln. papież < lat. pāpa < gr. pappas35, vyskupas KK 22, 29, TM 86, 121, TFK 38, MRK 30 (poln. biskup, wiskup < gr. episkopos)36.
31 J. Kruopas' Aufsatz Žodyniniai Mažvydo raštų skoliniai enthält ein Lehnwortverzeichnis, in dem angegeben wird, dass karalius (weißruss. король) ein Weißrussismus ist (Kruopas 1998: 42). Auch P. Skardžius (1998: 154), J. Kabelka (1964: 106), D. Urbas (1998: 182) und E. Fraenkelis (1955: 219) betrachten das Wort als Slawismus. Zu erwähnen ist, dass K. Alminauskis karaliaus in seinem Buch Lietuvių kalbos germanizmai nicht erwähnt. Daher lässt sich vermuten, dass der Sprachwissenschaftler das Wort karalius ebenfalls als Entlehnung aus den slawischen Sprachen betrachtet (siehe auch Sabaliauskas 1990: 231).
32 K. Alminauskis erwähnt pasninko nicht. Offenbar betrachtet er dieses Wort nicht als Germanismus. Somit ist pasninkas als Entlehnung aus den slawischen Sprachen anzusehen.
33 Nur VaitkTŽŽ 2003 gibt an, dass das Wort über das Polnische entlehnt wurde. Im Etimologiniame lietuvių kalbos žodyne von E. Fraenkel heißt es, dass apaštalas aus dem Polnischen apostol stammt (Fraenkel 1962: 12). Auch in LKŽe wird der polnische Ursprung des Wortes angegeben.
34 V. Aliulis zufolge bedeutet „kri(k)ščionis kri(k)ščionis – von Kristaus, nicht von Krikšto“ NŽA 2005: 305. Sprachwissenschaftler geben unterschiedlich an, über welche Sprache dieser Begriff entlehnt wurde. So vertreten etwa E. Fraenkel, P. Skardžius, R. Eckert und J. Kruopas die Ansicht, dass krikščionis über das Altrussische entlehnt wurde, vgl. altruss. крьстьjaninъ (Eckert 1971: 39; Kruopas 1998: 41).
35 Žodis popiežius TŽŽ 1985, 2001 nepateiktas. Galbūt jis laikomas lenkybe, kaip ir Etimologiniame lietuvių kalbos žodyne, plg. lenk. papież (Fraenkel 1962: 638). Tačiau TŽŽ 1936, VaitkTŽŽ 2003 ir J. Kruopo darbe popiežius kildinamas iš graikų kalbos, nors nurodoma, kad gautas iš lenkų. LKŽe – lenk. papież < vok. tarm. < lot.
36 Das Wort vyskupas ist in TŽŽ 1936 nicht verzeichnet; dort findet sich episkopus in partibus infidelium (lat.) – „Bischof ohne Bistum, <…>“, ferner episkopatas (gr.) – „Bistum, Gesamtheit der Bischöfe“ (ebd.). Offenbar gilt vyskupas nicht als Internationalismus. In anderen TŽŽ wird vyskupas als Wort griechischen Ursprungs angesehen, vgl. gr. episkopos TŽŽ 1985, 2001; VaitkTŽŽ 2003. P. Skardžius zufolge wurde vyskupas über das Polnische entlehnt. Der Sprachwissenschaftler gibt den griechischen Ursprung des Wortes nicht an (Skardžius 1998: 296). E. Fraenkel schreibt, dass vyskupas aus dem polnischen Dialektwort wiskup stammt (Fraenkel 1962: 45). A. Brückner leitet das polnische Wort biskup ab
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2.2.2.2. Begriffe lateinischen Ursprungs, die über das Polnische entlehnt wurden. K. Paltarokas verwendet in der Religionslehre zwei Begriffe lateinischen Ursprungs: Rosenkranz37 TM 140 (poln. różaniec < lat. rosarium VaitkTŽŽ 2003, vgl. Skardžius 1999: 692), Skapulier TM 141 (poln. szkaplerz < lat. scapularium Skardžius 1999: 692), die über das Polnische entlehnt wurden.
2.2.2.3. Ein Begriff hebräischen Ursprungs, der über das Polnische entlehnt wurde. In drei Katechismen wird der Begriff Satan MRK 58, TFK 15, TM 77 (poln. szatan < lat. satanas < hebr. LoLžiež 1996, vgl. LKŽ XVI 1986) verwendet; seine ursprüngliche Quelle ist das Hebräische.
2.2.3. Alte Entlehnungen aus dem Belarussischen. Zu nennen sind fünf alte Entlehnungen aus dem Belarussischen: gadynė MRK 19 (belaruss. годына, година, vgl. belaruss. год, russ. год Sabaliauskas 1990: 253; Fraenkel 1955: 73; Skardžius 1999: 235; Kabelka 1964: 78)38, Fastenzeit MRK 238, 333,
mę aiškina taip: biskup < ček. < vok. Bischof (biscop) < lot. episcopus < gr. episkopos (Brückner 1974: 27).
37 Niemand zweifelt daran, dass Rosenkranz und Skapulier, vgl. poln. szkaplerz (Fraenkel 1962: 997), polnische Lehnwörter sind. Nach P. Skardžius ist „das erste aus dem Polnischen różaniec entlehnt (d. h. róžany wianek ‚Rosenkranz‘, dt. Rosenkranz), aus dem Lat. rosarium ‚Rosengarten‘ übersetzt, und das zweite, szkaplerz, ist eine Umgestaltung des lat. scapularium ‚das, was an den Schultern (scapulae) hängt‘, vgl. frz. scapulaire, dt. Skapulier“ (Skardžius 1999: 692). Wie bekannt, wird wohl seit 1919 in Antanas Lelios (Lalys) Polnisch-Litauischen Wörterbuch vorgeschlagen, statt Rosenkranz das Wort Rosengarten (różaniec – rožynas, *ražančius) zu verwenden. „1940 schlug J. Laukaitis die Neubildung rožinys vor (und Rožancava, d. h. Rožančinė – Rožinė). Diese Form wird auch heute befürwortet (GK 4, 1996, 8–9)“ (Klimavičius 2002: 109). Außerdem wurde später im LRKŽ 1957 rožinis vorgeschlagen, doch schon P. Skardžius schrieb: „rožinis ist ein misslungener Ersatz für das polnische rožančius; weit besser ist das im polnisch-litauischen Wörterbuch von J. Šlapelis verwendete rožynas, das seiner Bedeutung nach dem lat. rosarium völlig entspricht, vgl. frz. rosaire“ (Skardžius 1999: 692, 827–828). Der Sprachwissenschaftler räumt ein, dass für Skapulier noch keine bessere Lösung gefunden worden ist. Im TŽŽ 1936 findet sich das Wort škaplieriai, das aus dem Tschechischen hergeleitet wird. Das Wort Rosenkranz ist im TŽŽ 1936 nicht belegt. Im Wörterbuch der Religionswissenschaft werden die Termini aus dem Lateinischen hergeleitet, doch es wird angegeben, dass sie über das Polnische entlehnt wurden (RŽ 1991, vgl. auch Fraenkel 1962: 710). Offenbar bestimmt die lange Gebrauchstradition der Termini Rosenkranz und škaplieriai den heutigen Gebrauch dieser Wörter. Erst im 1993 erschienenen DŽ findet sich rožinis ‚Rosenkranz‘, doch als Hauptvariante wird Rosenkranz angegeben. Obwohl im 2003 erschienenen DŽ Rosenkranz nicht mehr erwähnt wird, wird das vorgeschlagene rožinis von den Menschen selten verwendet, denn üblich ist es, den Rosenkranz zu beten. (Daher werden in diesem Artikel Rosenkranz und škaplieriai unter den alten Lehnwörtern behandelt, denn Rosenkranz und Skapulier sind wie die Kirche.)
38 DŽ, gadynė – veraltet, siehe Zeitraum, Zeit, Epoche, und im LKŽe wird angegeben, dass dieses Wort in der heutigen Sprache nicht verwendet wird. Gadynę verwendete bereits M. Mažvydas (nicht nur in der Bedeutung ‚Stunde‘, sondern auch ‚Zeit‘; das geht aus den von D. Urbas angeführten Beispielen hervor (Urbas 1998: 118)).
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TM 109 (brus. žovenie Skardžius 1999: 133; Būga 1958: 431), karstas TM 91 (brus. kopcma Sabaliauskas 1990: 246)39, knyga MRK 20 (brus. khiea Sabaliauskas 1990: 247), Velykos MRK 239, TFK 24, KK 25, TM 7 (brus. вялиki (день) Sabaliauskas 1990: 256; Būga 1958: 348).
2.2.4. Ein aus dem Altrussischen übernommenes altes Lehnwort lateinischen Ursprungs. Gesondert zu erwähnen ist der aus dem Altrussischen übernommene Terminus Taufe MRK 120, TFK 9, TM 8, 120 (altruss. крьстъ < lat. chrīstus Sabaliauskas 1990: 254; Fraenkel 1962: 298). Der lateinische Ursprung des Wortes ist offensichtlich.
2.2.5. Ein aus dem Deutschen übernommenes altes Lehnwort. Außerdem wurde ein Germanismus gefunden: Priester KK 22, 29, TFK 32, TM 10, MRK 112 (mhd. kunig – „Fürst, König“ Sabaliauskas 1990: 260, 270; Urbas 1998: 202; Būga 1958: 546, vgl. mhd. kunig, kunic Alminauskis 1931: 75, heute dt. König40.
2.2.6. Zusammenfassende Bemerkungen. Aus den Beispielen geht hervor, dass die meisten alten Lehnwörter aus den slawischen (5 Termini) und belarussischen (5 Termini) Sprachen stammen. Am wenigsten alte Lehnwörter wurden aus dem Polnischen (1 Terminus) und dem Russischen (1 Terminus) gefunden. In allen untersuchten Katechismen wird nur ein einziger Germanismus verwendet. Ein volles Viertel der besprochenen alten Lehnwörter kommt in allen Katechismen vor. Einige alte Lehnwörter werden in der Standardsprache vermieden. Etwas mehr als die Hälfte der untersuchten alten Lehnwörter stammt aus dem Lateinischen, Griechischen und Sanskrit (21 Termini).
Z. Zinkevičius nurodo, kad „tokie žodžiai kaip bažnyčia, gavėnia, krikštas, Kūčios, krikščionių švenčių pavadinimai – Kalėdos, Velykos, <…>, gauti be jokio abejojimo iš rytinių slavų dar gerokai prieš oficialųjį Lietuvos krikštą, greičiausiai apie X–XII a.“ yra seniausias lietuvių religijos terminijos sluoksnis (Zinkevičius 2000: 12).
2.3. Fremdwörter
Svetimybės – tai „nenorminiai skoliniai“ (LKE 1999). D i d y s i s ben-drinės lietuvių kalbos apsivalymas nuo svetimybių prasidėjo su tautiniu
39 Karstas randamas M. Daukšos postilėje (Sabaliauskas 1990: 247).
40 Das Wort kunigas „ist ein Wort germanischen Ursprungs, das allen baltischen Sprachen gemeinsam ist. <…> Als Germanismus ist kunigas eine vergleichsweise junge Entlehnung. Natürlich ist es älter als viele Lehnwörter, die Begriffe des Christentums bezeichnen und im 15.–16. Jahrhundert aufgekommen sind.“ (Drotvinas 1993: 24).
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die Wiedergeburt (Aušra). Die meisten nicht normgerechten Wörter kamen aus benachbarten slawischen Sprachen. Insgesamt werden in diesem Artikel 71 Fremdwörter behandelt.
2.3.1. Polonismen.
In den Katechismen vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden vor allem Polonismen gefunden (24 Termini): abrazas MRK 79 (poln. obrazek – Bild TM 95)41, almužna MRK 40, TFK 11, 43, KK 29 (poln. jałmuzna, vgl. Būga 1961: 414 poln. *almužna, tschech. almužna – Almosen TM 90), atklanės MRK 95, KK 15 (poln. otchłań42, blužnierstva KK 19 (poln. blužnierstwo – Lästerung TM 105), brostva MRK 425 (poln. bractwo – Bruderschaft TM 141), cnata MRK 51, TFK 11, KK 40 (poln. cnota – Tugend TM 12, dora TM 135), čerai MRK 174, KK 18 (poln. czar), čyščius MRK 63, TFK 17, KK 16, 37 (poln. czyścic – Fegefeuer TM 89), čystata MRK 191, KK 49 (poln. czystota – Unschuld TM 102, Keuschheit TM 117), dušia MRK 29, TFK 8, KK 11 (poln. dusza – Seele TM 12, Seele TM 11), gramnyčė MRK 403, 422 (poln. gromnica), iškada MRK 57, TFK 21 (poln. szkoda), lokamstva MRK 260, TFK 10 (poln. łakomstwo – Habgier TM 106, Völlerei TM 112), loska MRK 18 (poln. łaska – Gnade TM 10), pakūta MRK 43, TFK 9, 18, KK 28 (poln. pokuta – Buße TM 10), pekla MRK 42, 144, TFK 8, 13, KK 7 (poln. piekło – Hölle TM 6), skarba MRK 279 (poln. skarb – Reichtümer TM 9), spasabos MRK 123 (poln. sposób), spaviednė TFK 9, 26, KK 25, 28 (poln. spowiedź – Beichte TM 130, Aussage TM 108), spaviednyčia TFK 32, KK 35 (poln. spowiednica – Beichtstuhl TM 132), spaviednykas MRK 176, 340, TFK 38, KK 24, 31 (poln. spowiednik – Beichtvater TM 132), svietkas MRK 186 (poln. świadek – Zeuge TM 75), šliūbas MRK 237, TFK 9, KK 25, 39 (poln. ślub), tajemnyčia MRK 50 (poln. tajemnica). Gesondert zu behandeln sind drei Polonismen mit dem Suffix -onė: apieravonė MRK 333 (poln. ofierowanie, vgl. poln. ofierować – Opfer TM 123), dirmavonė KK 27, TFK 9, MRK 108 (poln. bierzmowanie, vgl. bierzmować < tschech. birzmovati < deutsch firmön, firmen < deutsch firmare, confirmare Brückner 1974: 26 – Sakrament der Firmung TM 120), žegnonė MRK 35 (poln.
41 Der Artikel nennt litauische Entsprechungen der Fremdwörter, die im Katechismus von K. Paltarokas verwendet werden. Einige Entsprechungen wurden nicht gefunden, da sich der Umfang der Katechismen unterscheidet.
42 LKŽe atklanės – „der Ort, an den die Seelen ungetaufter Säuglinge oder rechtschaffener Nichtchristen gehen“ (M. Valančius).
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žegನanie – žegnojimasis TM 5)43. Unter Sprachwissenschaftlern besteht Uneinigkeit darüber, ob es sich um hybride Termini oder um Termini mit einem bei den Slawen gemeinsamen Suffix handelt. (Der Artikel folgt der letztgenannten Auffassung.)
Außerdem wurden sieben Polonismen gefunden, die aus dem Griechischen, Lateinischen und Hebräischen stammen.
2.3.1.1. Polonismen griechischen Ursprungs. Insgesamt wurden zwei über das Polnische entlehnte Termini gefunden, deren ursprüngliche Quelle das Griechische ist: aniolas MRK 56, TFK 15, KK 10 (poln. aniol < lat. < angelus < gr. angelos – Engel TM 5)44, arkan'iolas MRK 40, KK 10 (poln. archaniol < lat. archangelus < gr. archangelos – Erzengel TM 11).
2.3.1.2. Polonismen lateinischen Ursprungs. In Rimo Katalikų Moksle werden vier über das Polnische entlehnte Termini verwendet: apiera MRK 72 (poln. ofiera < tschech. ofiera < deutsch opfar, Opfer < lat. offertorium, offero Brückner 1974: 375, vgl. Fraenkel 1962: 13 – Opfer TM 123), oplotka MRK 377 (poln. opłatek < tschech. obláté < lat. oblata Brückner 1974: 380), majestotas MRK 258 (poln. majestat < lat. majestas, Gen. majestatis TŽŽ 1936)45, stacija MRK 95 (poln. stacija < lat. statio). Ihre ursprüngliche Quelle ist das Lateinische.
2.3.1.3. Polonismen hebräischen Ursprungs. Es wurde nur ein über das Polnische entlehntes Fremdwort gefunden, das hebräischen Ursprungs ist: mesijošius MRK 70 (poln. messjasz, vgl. lat. kirchl. messias, gr. Messias < hebr. māšīaḥ VaitkTŽŽ 2003).
Es ist zu beachten, dass Polonismen in religiösen Büchern in Litauen als Folge des Einflusses des örtlichen Polnischen auftraten, auch polszczyzna litewska genannt (Zinkevičius 2000: 142). Das Polnische galt zunächst nicht als feindliche Sprache, zumal es die mit dem Katholizismus gekommene Sprache der Religion war. In den Jahren des nationalen Wiedererwachens änderte sich, wie bereits erwähnt, die Einstellung zum Polnischen. Aus dem vorgelegten Material geht hervor, dass Polonismen im Katechismus von Priester K. Paltarokas nicht verwendet werden.
43 Das Wort žegnonė ist in DŽ und DŽₛ nicht belegt; zur Verwendung empfohlen werden jedoch das Verb žegnoti(s) und die Ableitung žegnojimas(is). Offenbar kann žegnonę als nicht zu empfehlendes Fremdwort, aber auch als eine eigene Bildung betrachtet werden. Žegnoti(s) ist ebenfalls aus dem Polnischen entlehnt, vgl. poln. żegnać „segnen“ (Sabaliauskas 1990: 229). Žegnonė ist im LKŽe nicht als Fremdwort aufgeführt.
44 Im etymologischen Wörterbuch der polnischen Sprache wird angegeben, dass poln. aniol früher angiol lautete und im 14.–15. Jahrhundert angiel (Brückner 1974: 5).
45 In TŽŽ 1936 steht, dass der Terminus aus dem Italienischen stammt.
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2.3.2. Slawismen. Es ist sinnvoll, noch eine Gruppe von Barbarismen zu unterscheiden – Slawismen, bei denen unklar ist, aus welcher slawischen Sprache das Wort stammt. Insgesamt wurden 28 solcher Termini gefunden (beinahe zwei Fünftel der Fremdwörter): apìeka KK 10 (weißruss. oneka, poln. opìeka – Fürsorge TM 112), apiekūnas MRK 169, 419, TFK 13, KK 14 (weißruss. опекун, poln. opiekun – Vormund TM 9), asaba MRK 41, TFK 11, 32, KK 8 (poln. osoba, russ. особа – Person TM 6), atpuskai MRK 323, KK 38 (poln. odpust, russ. отпуск – Ablass TM 132), griekas MRK 39, KK 11, 36 (weißruss. грэхъ, poln. grzech – Sünde TM 7), griešnas MRK 240 (weißruss. грешны, poln. grzeszny, russ. грешный – sündig TM 89, nupuolęs TM 100), griešnikas MRK 54, 91, TFK 18, KK 9 (weißruss. грешник, poln. grzesznik, russ. грешник – Sünder TM 5), ketvergas TFK 37 (russ. четверг), koronė MRK 54, TFK 35, KK 12 (poln. karanie, russ. карание – Strafe TM 80), krapyla MRK 374 (poln. kropidło, weißruss. крапіла), krivida MRK 159, TFK 12, KK 19 (weißruss. кривида, poln. krzywda – Schuld TM 128), mylista MRK 17, 18, TFK 17 (poln. miłość, weißruss. міласць – Gnade TM 10), mislis MRK 49, 50, 98, TFK 22, KK 36 (weißruss. мысль, poln. myśl – Gedanke TM 78), nodieja TFK 11, KK 40 (poln. nadzieja, weißruss. надзея – Hoffnung TM 11), prisiega MRK 186 (poln. przysięga, weißruss. прысяга), prova MRK 20 (weißruss. права, poln. prawo), roda MRK 107, TFK 12 (weißruss. рада, poln. rada – Rat TM 9), rona MRK 95 (weißruss. рана, poln. rana), stonas MRK 75 (poln. stan, weißruss. стан), sumenė MRK 46, TFK 16, KK 11 (poln. sumienie, weißruss. суменне), ubagas MRK 73, TFK 12, KK 50 (altpoln. ubog, weißruss. убог), vaiskas MRK 119 (russ. войск, poln. wojsko), valdymieris MRK 45 (russ. володимир, weißruss. валадар LKŽe – Herrscher TM 12), veselė KK 25, MRK 237, TFK 9 (poln. wesele, weißruss. вяселле – Hochzeit TM 109), viečnastis MRK 376 (poln. wieczność, weißruss. вечнасць), viera MRK 16, KK 18, 40, TFK 9 (russ. вера, poln. wiara – Glaube TM 88, Glaubensüberzeugung TM 12), viernastis KK 39 (russ. верность, poln. wierność), zokonas MRK 65, TFK 22 (poln. zakon, russ. закон – Gebot TM 7).
2.3.2.1. Slawismus griechischen Ursprungs.
Es wurde nur ein Slawismus gromata MRK 21 gefunden (russ. грамота, vgl. gr. γράμματα Фасмер 1986: 451), der griechischen Ursprungs ist.
Im 1916 erschienenen Tikybos moksle von K. Paltarokas wurden keine einwortigen religiösen Termini festgestellt, die als aus slawischen Sprachen übernommene Fremdwörter gelten könnten. Die Beispiele zeigen, dass die meisten Slawismen in Moksle Rimo Kataliku. vorkommen.
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2.3.3. Weißrussismen. Tikybos moksle wurden auch keine Weißrussismen gefunden, die in anderen Katechismen verwendet werden (7 Termini, ein Zehntel der Fremdwörter): mūčelnykas MRK 82 (weißruss. мучельник), mūka MRK 57, TFK 11, 25, KK 46 (weißruss. мука – канчія TM 80), prietelis MRK 157 (weißruss. прыяцель), smertis MRK 36, TFK 12, 25, KK 7 (weißruss. смерць – Tod TM 9, miri-mas TM 90), sūdas MRK 30, TFK 12, KK 18 (weißruss. суд – Gericht TM 91), sūdzia MRK 46, 102 (weißruss. судзя), svietas MRK 21, TFK 13, KK 9 (weißruss. свет – Welt TM 73). Alle Weißrussismen werden in Mokslė Rimo Kataliku verwendet; weniger davon fanden sich im Trumpajame Kun. Filochowskio katekizme ir Katakizmuose katalikizskuose.
2.3.4. Germanismen. Im Tikybos moksle des Bischofs K. Paltarokas wird nur ein Germanismus verwendet (1,4% der Fremdwörter) – podžiai TM 120 (vgl. dt. dial. podž, pōd Alminauskis 1931: 103, vgl. heutiges Dt. die Pate – Paten TM 120). In den übrigen Katechismen wurden keine Germanismen festgestellt.
2.3.5. Zusammenfassende Bemerkungen. 71 einwortige religiöse Termini (etwa 15% aller einwortigen Termini, siehe Abb. 1) sind Fremdwörter aus slawischen und germanischen Sprachen. Es handelt sich um Fremdwörter (einige davon, z. B. griekas, mylista, pekla, smertis und andere, finden sich bereits in den Schriften von M. Mažvydas), die schon lange vor dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts vermieden wurden. Diese Zeit stellt jedoch einen gewissen Wendepunkt dar: Man wandte sich wieder der litauischen Muttersprache und ihrem Reichtum zu.
In den Katechismen Mokslas Rimo Kataliku, Trumpajame Kun. Filochowskio katekizme ir Katakizmuose katalikizskuose werden neben den Fremdwörtern auch litauische religiöse Termini synonym verwendet, z. B.: cnata MRK 51, TFK 11, KK 40 – dorybė MRK 88, TFK 42, KK 40, dora MRK 18, TFK 42; dūšia MRK 29, TFK 8, KK 11 – dvasia MRK 75, TFK 13, KK 8; gramnyčia MRK 403, 422 – žvakė MRK 121; loska MRK 18 – malonė MRK 46, TFK 15, KK 12; pekla MRK 42, 144, TFK 8, 13, KK 7 – pragaras MRK 42, TFK 13; atpuskai MRK 323, KK 38 – atlaidai MRK 70, TFK 35, KK 38; mylista MRK 17, 18, TFK 17 – malonė MRK 46, TFK 10, KK 12; smertis MRK 36, TFK 12, 25, KK 7 – mirimas TFK 17, KK 16 usw. Es ist schwer festzustellen, welchem Terminus – dem litauischen oder dem entlehnten – der Vorzug gegeben wird (dies ist ein eigenes Thema des Beitrags). Es wurde beobachtet, dass in den Katechismen litauische religiöse Termini verwendet werden, während ihre synonymen Termini fremder Herkunft
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werden in Klammern geschrieben, z. B.: Riten (Zeremonien) der heiligen Kirche MRK 2446, Tugend (cnata) MRK 17, Wollust (lokomstva) MRK 234, Leiden (mūka) MRK 301, blutiges Leiden (mūka) MRK 319, Gnade (mylista) Gottes KK 12, Verlust der Hoffnung (nodiejos) MRK 431, Hölle (pekla) MRK 144, Wunder (čiūdas) MRK 81, Zeichen (čiūdas) MRK 23 usw. Manchmal werden fremdstämmige Termini nach der Konjunktion oder angeführt, z. B.: Riten oder Zeremonien der heiligen Kirche MRK 419, Riten der Kirche (oder Zeremonien) TFK 40, Wunder oder čiūdas MRK 81 usw. Allerdings kommt auch die umgekehrte Reihenfolge vor, z. B.: ewiges mūka (Leiden) KK 16, podžiai (Rauch) TM 120, smertis (Sterben) KK 16 usw.; oder in Klammern wird das Äquivalent eines internationalen Wortes angegeben, z. B.: Verzweiflung (Niedergeschlagenheit) MRK 431, Kommunion (oder Teilnahme) TFK 36 usw. Daraus lässt sich schließen, dass in den Katechismen eine Entwicklung zur Litauisierung stattfindet. Dies zeigt sich in K. Paltarokos Tikybos moksle.
3. Halb litauische einwortige Termini
In den Katechismen wurden einwortige Religionstermini gefunden, die Hybride sind. Als Hybride gelten Wörter, die aus Bestandteilen eigener Herkunft und entlehnten Wörtern gebildet sind (KTŽ 1990; LKE 1999; Keinys 1984: 115)47. Insgesamt wurden 33 hybride Termini gefunden. Einige Hybride sind im heutigen litauischen Standardgebrauch zulässig (13 Termini): Altar MRK 424, Büchlein TM 72, Kreuzchen MRK 174, Fräulein TM 82; Taufe MRK 308, Fasten MRK 110; Fürst MRK 7548, Zöllner KK 22, MRK 121, Bekreuzigung TM 5; Priestertum MRK 302, TFK 9, KK 27, 39, TM 8, Heidentum TFK 19, Pany stė KK 42, MRK 280, Bistum49 MRK 118; andere sind nicht zulässig (20 Ter-
46 Hier werden auch Beispiele für zusammengesetzte Termini angeführt.
47 Hybride werden von Sprachwissenschaftlern unterschiedlich definiert. So sind Hybride nach A. Pupkis Auffassung „negativ kodifizierte Wörter, die ein aus einer anderen Sprache entlehntes Wortbildungselement (Präfix oder Suffix) enthalten“ (Pupkis 1980: 106).
48 K. Alminauskis kunigaikštį kildina iš kunigo ir laiko germanizmu (Alminauskis 1931: 75). A. Rubinas straipsnyje Dvasininkų pavadinimai ir jų istorija rašo, kad kunigaikštis pasidarytas iš žodžio kunigas „karalius“ su priesaga -aikštis (Rubinas 2001: 191, dar plg. Kabelka 1964: 120; Būga 1958: 546).
49 S. Ambrazas zufolge sind Ortsbezeichnungen mit dem Suffix -ystė „morphemweise aus slawischen Sprachen übersetzt“ (Ambrazas 2000: 70). In LKG wird die slawische Herkunft des Suffixes nicht erwähnt (LKG 1965: 310–311, 402).
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mini): brostvinýkas MRK 425, geradėjas MRK 40950, nobažnumas KK 49, TFK 12, MRK 433 (vgl. poln. nobożność); geradėjystė KK 49, MRK 42, 54 (vgl. Hybrid geradėjas, in TM 12 wird bereits geradarybė verwendet), neprietelystė MRK 64 (vgl. Hybrid neprietelis); nečystata TFK 10, MRK 214, neprietelis KK 17, MRK 157, TFK 21, pariškada MRK 397 (vgl. iškada – poln. szkoda LKŽė); apmislijimas MRK 408, atpakūtavojimas TFK 35, apieravojimas MRK 330, 76, blagaslovyjimas MRK 314 (vgl. palaiminimas TM 101), bluznijimas MRK 185, nepakūtavojimas TFK 10, pakūtavojimas KK 37, prisiegavimas MRK 191; darbygriekis TFK 27, pradžiogriekis TFK 27; kryževotojas MRK 158, mukryževotas MRK 374.
Insgesamt wurden 20 hybride einwortige Termini gefunden, die Bestandteile fremder Herkunft (aus dem Polnischen oder slawischen Sprachen), also keine Bestandteile alter Entlehnungen oder internationaler Wörter, sowie eigener Herkunft (Präfixe oder Suffixe) enthalten. Angesichts dessen, dass die Katechismen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden, ist es nicht verwunderlich, dass sie zahlreiche hybride Religionstermini enthalten, zumal heute drei Fünftel davon als Bildungen aus Fremdwörtern gelten können.
4. Schlussfolgerungen
1. Das Ende des 19. und der Beginn des 20. Jahrhunderts waren eine Zeit rascher Herausbildung der heutigen litauischen Standardsprache. Die religiöse Terminologie war damals etabliert, jedoch stark uneinheitlich. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gehört die religiöse Terminologie zu den am besten geordneten. Dazu trugen viele Faktoren bei. Der wohl wichtigste war jedoch die konsequente und zielgerichtete Pflege der religiösen Terminologie durch die damaligen Geistlichen (J. Laukaitis, M. Pakalniškis, S. Tijūnaitis, A. Vytartas, J. Tumas, J. Mačiulis u. a.) und Sprachwissenschaftler (K. Būga, J. Jablonskis, J. Balčikonis, J. Šlapelis u. a.).
2. Die sprachliche Gestalt der Termini in den untersuchten litauischen katholischen Katechismen wurde von Veränderungen der litauischen Sprache beeinflusst, die auf außersprachliche Faktoren zurückgingen (Polonisierung, Besatzungen, Druckverbot u. a.).
50Vgl. poln. dobrodziej, weißruss. добродей. In der von der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache bestätigten Liste der schwerwiegenden Sprachfehler gilt -dėjas als sprachfremdes Wortbildungselement und wird den Fehlern im Wortaufbau zugeordnet (LKKN 1998: 149). Der Sprachwissenschaftler J. Klimavičius wies nach (in seinem Aufsatz Geradėjas, piktadėjas, niekadėjas – rein litauische Wörter), dass geradėjas ein rein litauisches Wort und keine slawische Hybridbildung ist (Klimavičius 2000: 64). Der Aufsatz hält noch an der traditionellen Auffassung fest.
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3. Die nichtlitauischen religiösen Termini in den bis 1916 erschienenen Katechismen Mokstas Rimo Katalikų, Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas, Katakizmai katalikiški machen nahezu ein Drittel aller einwortigen Termini aus (siehe Abb. 1).
3.1. Die internationalen Termini (24,1% der nichtlitauischen Termini) und die alten Lehnwörter (25,5% der nichtlitauischen Termini), die in den Katechismen des untersuchten Zeitraums verwendet wurden, werden im Wesentlichen unverändert auch heute noch gebraucht.
3.2. Unter den nichtlitauischen Termini in den zwischen 1879 und 1903 erschienenen Katechismen finden sich erheblich mehr Fremdwörter (71) – etwas mehr als die Hälfte der nichtlitauischen einwortigen religiösen Termini (50,4%). Aus heutiger Sicht zeugen die untersuchten einwortigen Termini von jener Phase der Entwicklung der litauischen Sprache, in der die kirchliche Schriftlichkeit zur heutigen litauischen Standardsprache überging.
3.3. In der Tikybos moksle des Priesters K. Paltarokas sind ganze 82,2% der Termini rein litauisch. Im Katechismus wird nur ein einziges Fremdwort verwendet, das aus dem Deutschen stammt – podžiai TM 120. Somit wurden innerhalb weniger Jahre zu Beginn des 20. Jahrhunderts fremde religiöse Termini durch litauische ersetzt.
3.4. Im Katechismus von K. Paltarokas werden jene religiösen Termini fremder Herkunft verwendet, für die es keine litauischen Entsprechungen gibt, zum Beispiel alte Lehnwörter (bažnyčia, pagonis, poteriai, pasninkas, krikščionis, vyskupas ir kt.) und internationale Termini (kardinolas, sakramentas, antifona, diakonas ir kt.).
4. Nach Bischof K. Paltarokas änderte sich die Terminologie der litauischen katholischen Katechismen im Wesentlichen nur wenig.
ŠALTINIAI
KK – Katekizmai katalikiški. Visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių praszcziokų su Lementoriu ir Ministranturu, Bitėnai, 1903.
MRK – Mokstas Rimo Katalikų. Naujei perweizetas, pertaisitas ir antra karta atspaus-tas, Vilnius, 1879 (su pieštuku – 1888).
TFK – Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas. Vaiszganto verstas. Antrą kartą išleistas, pataisytas, Vilnius, 1863 (su pieštuku – Tilžė, 1901, trečia laida).
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NON-LITHUANIAN TERMS IN THE CATHOLIC CATECHISMS FROM THE END OF THE 19ᵗʰ AND THE BEGINNING OF THE 20ᵗʰ CENTURIES
Summary
Lithuanian Christian terminology is one of the oldest fields of terminology – the old borrowings (for instance, bažnyčia (church), gavenia (Lent), krikštas (baptism), kūčios (Christmas Eve), Kalėdos (Christmas), Velykos (Easter)) came into Lithuanian before the official conversion of Lithuania to Christianity – in 10ᵗʰ-12ᵗʰ centuries. The beginnings of Lithuanian terminology are found in extant manuscripts of prayers (Viešpaties malda (The Lord’s prayer), Angelo pasveikinimas (Hail Mary), Tikėjimo išpažinimas (The Nicean Creed) written down in Vilnius diocese in the 16ᵗʰ century, which are the oldest of all presently known texts and the first printed Lithuanian book – an evangelical Lutheran catechism Catechismvsa prasty Szadei written by Martynas Mažvydas in 1547. This article analyses one-word non-Lithuanian origin terms of religion used in Catholic catechisms from the end of the 19ᵗʰ and the beginning of the 20ᵗʰ centuries. This period is not a random choice, because the literature of the Church and its language at that time were corrupt with barbarisms.
From four Catholic catechisms published at that period – Mokslas Rimo Kataliku (Teaching of Roman Catholics) (1879), Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas.
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Vaišzganto verstas (Short Catechism by Priest Filochowski. Translated by Vaišzgantas) (1901), Katekizmai katalikiški (Catholic Catechisms) (1903) and Tikybos mokslas (Šv. Istorijos ir Katekizmo) (Teaching of Religion (Holy History and Catechism)) (1916) by the priest Kazimieras Paltarokas – 1158 one-word terms of religion and their variants, were picked up. Some terms were the same, so it made 613 different terms and 125 their variants. The majority of one-word terms – 439 terms – were of the native origin. This article investigates 141 different terms of non-Lithuanian origin and 33 hybrid terms of foreign origin.
Non-Lithuanian, i.e. terms of religion of the foreign origin are so called international words (34 terms), barbarisms (71 term) and old borrowings (36 terms). The absolute majority of international terms (33 terms) are derived from classical languages – Latin (aktas (act, note) TFK 43, ostija (host) KK 30, MRK 322, TM 123, sakramentas (sacrament) MRK 16, 79, 138, TFK 9, KK 22, TM 72, 85) and Greek (antifona (versicle) TM 11, balzamas (balsam) MRK 315). Some international terms came through Slavonic (Belorussian, Polish) languages, for instance, altorius (altar) MRK 176, TM 110, adventas (advent) MRK 79, 333, TM 109, angelas (angel) TM 12, 76 and other.
The origin of old borrowings varies. These catechisms have majorily old borrowings from Slavonic languages, for example, bažnyčia (church) MRK 25, TFK 20, 25, KK 19, TM 7, 88, grabas (coffin) MRK 75, KK 15 and other. This is the oldest layer of Lithuanian terms of religion.
There are many barbarisms in earlier mentioned catechisms (71 term): Polonisms (abrozas (picture) MRK 79, dušia (spirit) MRK 29, TFK 8, KK 11, tjemnyčia (mystery of rosary) MRK 50), Slavonicisms (ap ieka (care) KK 10), Belorussianisms (mūka (suffering) MRK 57, TFK 11, 25, KK 46) and germanisms (podžiai (godparents) TM 120).
The end of the 19th and the beginning of the 20th centuries is the period of the fast creation of common language. At that time terms of religion were already established, but the language was corrupted with barbarisms and was not pure. In the beginning of the 20th century there were attempts to normalize terms of religion – barbarisms were changed, international terms and old borrowings were left. In the work of the priest K. Paltarokas Tikybos mokslas (The Teaching of Religion) even 82% of terms are purely Lithuanian. In this catechism there is only one barbarism from German language – podžiai (godparents) TM 120. Furthermore, barbarisms, used in catechisms published in 1879-1903, were changed, for instance, dirmavonė MRK 108, TFK 9, KK 27 – sutvirtinimo sakramentas TM 120 (confirmation), čyščius MRK 63, TFK 17, KK 16, 37 – skaistykla TM 89 (purgatory) and others. After the bishop Paltarokas the terminology of Lithuanian catholic catechisms hardly changed.
Aušra RIMKUTĖ Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius E. paštas [email protected], [email protected]
Gauta 2005-10-25
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