Angelo ir velnio pavadinimai 1800–1882 metų katekizmuose
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Bezeichnungen für Engel und Teufel in Katechismen aus den Jahren 1800–1882
AUŠRA RIMKUTĖ-GANUSAUSKIENĖ
Vytauto Didžiojo universitetas
SCHLÜSSELWÖRTER: Katechismus, Religionsterminus, Bezeichnung für ein übernatürliches Wesen, Engel, Teufel
EINLEITENDE BEMERKUNGEN
Religionstermini in Katechismen sind Wörter und Wortverbindungen, mit denen die grundlegenden Wahrheiten des christlichen Glaubens, religiöse Akteure sowie übernatürliche Wesen, religiöse (einschließlich liturgische) Bücher, Dokumente und Texte, Glaubenshandlungen, Phänomene und Eigenschaften, Sakramente, Sünden, Laster, Tugenden, religiöse Riten, liturgische Gegenstände (Altargeräte, liturgische Gewänder der Geistlichen und ihre Bestandteile, liturgische Gefäße usw.), religiöse Feste, Feiertage und andere mit der Religion verbundene Zeitbegriffe, verschiedene religiöse Orte, die Kirchenverwaltung und ihre administrative Gliederung sowie religiöse Symbole bezeichnet werden (Rimkutė 2012: 56). Die Bezeichnungen übernatürlicher Wesen wie Geist, Engel, Teufel bilden eine kleine semantische Gruppe religiöser Termini. Sie macht lediglich 3 Prozent aller Religionstermini in den zwischen 1800 und 1882 veröffentlichten Katechismen aus. Ziel dieses Artikels ist es, sämtliche in den Katechismen des genannten Zeitraums belegten Bezeichnungen für Engel und Teufel hinsichtlich ihrer Herkunft, Bedeutung und Form zu erörtern1.
1. EINWORTIGE BEZEICHNUNGEN
Der Engel ist eines der schönsten Geschöpfe Gottes, ein unsterbliches, übernatürliches, körperloses Wesen, das Gott dient und ihn unablässig verehrt2, „ein edler Geist,“
1 Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Postdoktorandenstipendiums zum Thema „Religionstermini in Katechismen aus den Jahren 1800–1882“ an der Vytautas-Magnus-Universität. Das Postdoktorandenstipendium wird aus Mitteln des Projekts „Durchführung von Postdoktorandenstipendien in Litauen“ finanziert, das im Rahmen des Aktionsprogramms zur Entwicklung der Humanressourcen der Strukturfonds der Europäischen Union und der Maßnahme zur Förderung der Mobilität von Wissenschaftlern und anderen Forschenden sowie wissenschaftlicher Arbeiten von Studierenden (VP1-3.1-ŠMM-01) umgesetzt wird.
2 Engel – „ein übernatürliches geistiges Wesen. Bekannt im Judentum, Christentum und Islam. In den katholischen und orthodoxen Kirchen werden Engel als Heilige verehrt“ (VLE 2001: 510).
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Dievo pasiuntinys ir įgaliotinis“ (Šventasis Raštas 2009: 2610), „двасєсь бе куна, апдовинотась су против ифъ вали“ (ТК 1865 13)3. 1800–1882 m. išleistuose katekizmuose jis įvardijamas įvairios kilmės ir skirtingų formų terminais. Tik viename iš šešiolikos 1800–1882 m. išleistų katekizmų vartojamas vienažodis terminas angelas МККК 1844 10. Tai ankstyvasis skolinys, toks pat kaip bažnyčia, gavėnia, krikštas, Kūčios, Kalėdos, Velykos, Verbos, vynas ir kt. (Būga 1958: 348, 1961: 776; Zinkevičius 2000: 12, 2002: 1, 2005: 8–15). Manoma, kad jis į lietuvių kalbą atėjo iš rytų slavų greičiausiai IX–XI a., dar prieš oficialųjį Lietuvos krikštą, plg. sen. rus. ангелъ. Terminas angelas kilo iš gr. ἄγγελος „pasiuntinys“ (Fasmeris 1986: 78; Hiršs, Hirsa 2008: 60). Jis vartojamas jau pirmojoje spausdintoje lietuviškoje knygoje evangelikams liuteronams – Martyno Mažvydo Catechismusa prasty szadei (1547, Karaliaučius) (Urbas 1998: 19).
Neben dem Terminus angelas finden sich in den Katechismen von 1800–1882 auch die aus dem Polnischen übernommene Bezeichnung eines übernatürlichen Wesens griechischen Ursprungs aniolas („Engel“, poln. anioł < lat. angelus < gr. angelos): ×Anietas SK 1803 284, ×Anjetas SK 1803 19, ТК 1861 14, ×Aniolas КК 1863 8, ×aniolas PK 1828 61, ×Aniolas MKD 1845 27, KK 1854 19, MLSK 1852 47, RM 1862 [1878] 28, MRK 1869 44, ×Аниолась ТК 1865 135. Das etymologische Wörterbuch der polnischen Sprache gibt an, dass das polnische anioł früher angioł lautete und im 14.–15. Jahrhundert angieł (Brückner 1974: 5). Diese Polonismen finden sich in den Werken von M. Mažvydas, Konstantinas Sirvydas und Merkelis Petkevičius.
Jeder Gläubige hat einen Schutzengel, der ihn sein ganzes Leben begleitet und behütet und ihm im Angesicht des Todes beisteht. Im Naujeme moksle skajitima raszta žemajtyszka wird der einwortige Terminus Sargas NMK 1848 20 in der Bedeutung „Schutzengel“ verwendet.
Nach der christlichen Tradition werden alle Engel nach der Bedeutung ihrer Rolle und Funktionen in neun Ränge oder Chöre eingeteilt, die entsprechend ihrer Bedeutung zu je dreien in drei Hierarchien gruppiert werden (Metford 2001: 26). Ein Engel höheren Ranges wird nur in einem der zwischen 1800 und 1882 erschienenen Katechismen mit einem Begriff griechischen Ursprungs bezeichnet: arkangelas: Archangelas SK 1803 26 („ranghöherer Engel“, lat. archangelus < gr. archangelos). In den anderen Katechismen wird er
3 Die Definition des Engels, die sich im 1865 von Bischof Motiejus Valančius verfassten Katechismus findet, ist in der Originalschreibweise wiedergegeben. Es ist bekannt, dass der Bischof sie aus dem Polnischen übersetzte und mit litauischen Buchstaben niederschrieb, die Vilniuser Wissenschaftsregion sie jedoch in russischen Buchstaben veröffentlichte (Biržiška 1990: 103).
4 Das Zeichen „ד kennzeichnet Wörter, die im heutigen litauischen Standard nicht verwendet werden.
5 Schreibvarianten werden im Artikel nicht behandelt.
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wird mit dem aus dem Polnischen übernommenen Lehnwort ×arkaniolas bezeichnet: ×Archaniolas PK 1828 155, MLSK 1852 45, ×Arkaniolas DEK 1855 [1873] 20, DEK 1860 [1873] 20, RM 1862 [1878] 39, MRK 1869 152 und ×Archanielas MKKK 1844 67, ×Арханиолась TK 1865 47 (poln. archaniol < lat. archangelus < gr. archangelos, vgl. russ. архангел). Wie der Engel kam auch arkangelas über benachbarte slawische Sprachen ins Litauische.
Engel und Erzengel sind ebenso seit Langem gebräuchliche, ursprünglich einheimische religiöse Termini wie Altar, Apostel, Taufe, Priester, Messe, Sünde, Hostie, Hölle, Psalm, Paradies, Sakrament und andere. In den untersuchten Katechismen der acht Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts sind sie jedoch selten; an ihrer Stelle werden meist die Polonismen ×aniolas und ×archaniolas verwendet.
Arkangelai ir angelai yra Dievo tarpininkai ir pasiuntiniai žemėje (RŽ 1991: 20; KIŽ 1997: 25; Metford 2001: 26; Norkutė 2009: 209; Gregg 2011: 20–21). Jie, kaip rašoma teologo Dionisijaus Areopagito V a. parašytame traktate Apie dangiškąją hierarchiją, yra priskiriami žemiausiai angelų hierarchijos grandžiai, kurios paskirtis yra tarnauti žmonijai ir bendrauti su ja (Norkutė 2009: 209).
Engel des niedrigsten Ranges werden an manchen Stellen mit der Ableitung Kunigajkszistes MKD 1845 33, MRK 1869 44, gebildet mit dem Suffix -yst-, bezeichnet. Kazys Alminauskis leitet kunigaiškštį vom Wort kunigas ab und weist darauf hin, dass es sich um einen Germanismus handelt (Alminauskis 1931: 75). In seinem Artikel „Bezeichnungen für Geistliche und ihre Geschichte“ schreibt Algis Rubinas, dass kunigáikštis aus dem Wort kùningas „König“ mit dem Suffix -aikštis gebildet wurde (Rubinas 2001: 191; vgl. Būga 1958: 546; Kabelka 1964: 120). Die Aufgabe der Engel dieses Ranges besteht darin, die Menschen einer bestimmten Pfarrei zu behüten (ASKT 2012). Engel und Erzengel des niedrigsten Ranges sind stets geflügelt, geschlechtslos und schöne Jünglinge mit weiblichem Aussehen, langen, losen Gewändern und Nimben (KIŽ 1997: 26).
Wie John Callan James Metford erklärt, bilden die zweite Hierarchie die Herrscher über Sterne, Himmelskörper und Elemente: Herrschaften, Kräfte, Gewalten (Metford 2001: 26). Im 1869 erschienenen Katechismus finden sich folgende Termini: Ponistes MRK 1869 44, Galibes MRK 1869 44 und Wiresnibes MRK 1869 44. Es handelt sich um Ableitungen mit den Suffixen -yst- und -yb-. Der Terminus ponystės ist aus dem eigentlichen Lehnwort ponas gebildet (poln. pan, weißruss. pan; Sabaliauskas 1990: 232), galybės und vyresnybės hingegen aus Wörtern eigener Herkunft.
Nur drei Katechismen aus dem untersuchten Zeitraum erwähnen die erste Hierarchie – nach der Klassifikation des genannten Theologen Dionysius Areopagita demnach Gott am nächsten und seinen Thron umgebend: Seraphim, Cherubim, Throne (RŽ 1991:
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344; Metford 2001: 26): Serapinaj MRK 1869 44 („ein mit flammenden Schwertern bewaffneter sechsflügeliger Engel“, lat. seraphim < hebr. seraphim, vgl. auch poln. serafin)6, Kerubinaj MRK 1869 44 („Engel höchsten Ranges“, gr. cheroubim < hebr. kerubim, vgl. auch poln. cherubin) und Cherbynu NKKK 1847 23. Die Throne werden auf zweierlei Weise bezeichnet – entweder mit einem einzigen Terminus ×tronaj MKD 1845 33 (poln. tron < dt. Thron < gr. thronos), oder mit zwei synonymen Termini unterschiedlicher Herkunft, die durch die Konjunktion oder verbunden sind: Sostai oder ×tronaj MRK 1869 44.
Die Engel sind Diener und Boten Gottes. Sie „sehen im Himmel allezeit <...> das Angesicht des himmlischen Vaters“ (Mt 18, 10) und sind daher „die Mächtigen, die seinen Befehl ausführen und auf sein gesprochenes Wort hören“ (Ps 103, 20). Doch nicht alle Engel sind gut. Einige Engel erhoben sich gegen Gott und wurden dafür in die Hölle gestürzt. In den Katechismen von 1800–1882 werden sie mit verschiedenen einwortigen Termini bezeichnet. Zunächst ist der litauische Terminus velnias zu nennen: Velnas MKKK 1844 27, KK 1863 9, velnes MKD 1845 35, NKKK 1847 73, MLSK 1852 36, TK 1856 66, velnes RM 1862 [1878] 29, velnias PK 1828 19, MKD 1845 35, NKKK 1847 77, MLSK 1852 44, KK 1854 25, MRK 1869 46 und wialnias KK 1854 25, wialnis KK 1854 23, велнесъ TK 1865 147. Dieses Wort gehört nicht nur zum religiösen, sondern auch zum mythologischen Wortschatz. In der litauischen Folklore ist der Teufel „wohl das am häufigsten anzutreffende mythologische Wesen, dessen Vorbild zweifellos der einstige Gott Velnias oder Vėlinas war. Er dürfte mit dem Vieh, den Toten, der Unterwelt, den Schätzen der Unterwelt und der wirtschaftlichen Sphäre, aber auch mit Magie, Verwandlungen und Sehern verbunden gewesen sein“ (Beresnevičius 2001).
Teufel werden in den Katechismen von 1800–1882 gewöhnlich nicht hierarchisch unterteilt. Hervorgehoben wird nur der Teufel Luzifer, der über die Hölle herrscht. In den Quellen des untersuchten Zeitraums wird er mit dem griechischen Terminus Antikristas MRK 1869 149 und dem Polonismus ×Anty-chrystus MKD 1845 227 (umgangssprachlich „Teufel, böser Geist“, gr. antichristos) bezeichnet. Zweifellos wurde dieser Terminus über benachbarte slawische Sprachen übernommen, vgl. poln. Antychryst, russ. Антихрист (Fediū-kina 2014: 21).
In einigen Katechismen von 1800–1882 wird der gefallene Engel mit dem alten Lehnwort šėtonas hebräischen Ursprungs bezeichnet, das über das Polnische übernommen wurde: czeto-
6 Im 2003 erschienenen Computerwörterbuch internationaler Wörter von Interleksis findet sich der Terminus serafas [hebr. seraphim (Pl.)], im Christentum ein sechsflügeliger Engel, ein Engel höchsten Ranges; Seraph, sowie cherubinas – siehe kerubas, kerubinas. Demnach werden offenbar kürzere Formen hebräischen Ursprungs bevorzugt.
7 Im Wörterbuch von K. Sirvydas ist die Form velinas belegt.
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nas MLSK 1852 48, Szetonas MKD 1845 142, NKKK 1847 16, szetonas MKD 1845 35, NMK 1848 45, Sziatonas NMK 1848 43, sziatonas KK 1854 23, szietonas SK 1803 29, zetonas NKKK 1847 103 („böser Geist, Teufel“, poln. szatan < lat. satanas < hebr. sātān).
In den Katechismen finden sich noch weitere nichtlitauische Bezeichnungen für den Teufel. In Moksle lietuwiszko skajtimo ir Katechizme wird der Slawismus ×biesas MLSK 1852 48 („Teufel, böser Geist“, weißruss. бес, poln. bies, ukrain. bis) verwendet, ferner der Slawismus ×čertas: ×Czertas MKD 1845 42, ×czertas MKD 1845 35, MLSK 1852 48 (weißruss. чорт, russ. чёрт, poln. czart). Der gefallene Engel wird auch mit dem ausschließlich für die litauische Sprache charakteristischen Wort kipšas bezeichnet: kipszas MRK 1869 47, kunuacʒ TK 1865 14. Die im LKŽe angeführten Belege zeigen, dass kipšas nur in späteren Sprachdenkmälern belegt ist. Ferner wird judošius verwendet: Judoszius KK 1863 55 („Teufel“, vgl. poln. judasz). Das LKŽe führt folgende Bedeutungen dieses Wortes an: 1. siehe judas „Jude, Verräter“, 2. ein Schimpfwort, vgl. Teufel, Halunke.
In den Katechismen werden in der Bedeutung „Teufel“ substantivierte pronominale Adjektive verwendet: nelabasis MRK 1869 179 (LKŽe 1. „böser Geist, Teufel, Kipšas“), juodajasis MLSK 1852 48 (LKŽe, Schimpfwort: „Teufel, nelabasis“) und piktasis MRK 1869 120 (LKŽe „nelabasis, Teufel“), ferner das pronominale Partizip prakeiktasis KK 1854 85, MRK 1869 120 (LKŽe „ein Verfluchter, Verdammter“: Prakeiktasai (nelabasis, velnias) pekloj jam ažmokės Ds). Mit diesen Termini wurden die gefallenen Engel offenbar nach ihrem Wesen, ihrem Aussehen oder anderen vorgestellten Eigenschaften bezeichnet. In der kirchlichen Ikonografie werden Teufel meist schwarz dargestellt (Biedermann 1998: 170); sie stürzen in Gestalt allerlei Ungeheuer, Kriechtiere, Schlangen, Nattern, Drachen und anderer Tiere aus dem Himmel (KIŽ 1997: 315). Näher zu erörtern wäre der Terminus juodasis. Die Linguistin Saulė Juzelėnienė unterscheidet folgende konnotative Bedeutungen des Wortes juodas: 1) mit Unglück, Trauer, Leid und Verzweiflung verbunden; 2) Ungewissheit, Böses, etwas Übles oder Schlechtes; 3) mit dem Tod verbunden; 4) schwer, alltäglich (Juzelėnienė 2002: 37). Darüber hinaus gehört ein besonders stark ausgeprägter negativer Wertungskomponent zu all diesen Konnotationsstrukturen. Birutė Jasiūnaitė zufolge „ist es nicht verwunderlich, dass das Merkmal der Schwärze mit einer negativen mythologischen Figur verbunden wird. Es muss betont werden, dass verschiedene Farben oder Farbkombinationen in der traditionellen ethnischen Kultur symbolische Bedeutung erlangen. Die Symbolik der Farbe Schwarz ist wohl am konkretesten: Sie wird mit Dunkelheit und Erde assoziiert. Nach der Vorstellung vieler Völker sind manche Gottheiten oder zoomorphe Dämonen schwarz. Diese Farbe ist für die Wohnstätten mythologischer Wesen und für Zaubermittel charakteristisch“ (Jasiūnaitė 2012: 108).
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Der Teufel wird auch mit dem litauischen Wort žaltys bezeichnet: Žaltys KK 1863 10, das in der christlichen Symbolik nicht nur den Teufel und Dämon, sondern auch die Erbsünde und das Böse sowie Verführung und Versuchung bezeichnet. Im LKŽe ist die Bedeutung „Teufel“ für das Wort žaltys nicht verzeichnet; es finden sich jedoch Beispiele für seine übertragene Verwendung im Sinne von „Böses“. Pranė Dundulienė schreibt, dass die Motive für die Dämonisierung der Schlangen zweierlei sein können: „Die einen hängen mit der Erschaffung der biblischen Welt und dem Aufstand der Engel zusammen, die anderen entstanden im Mittelalter“ (Dundulienė 2005: 123).
In Moksle Rima-Katalikų ir Katekizoj katalikų finden sich ungewöhnliche Fälle, in denen der Teufel mit einem aus den slawischen Sprachen entlehnten Wort bezeichnet wird: ×Lewas KK 1863 9, ×lawas MRK 1869 328 („Löwe“, poln. lew, weißruss. лей). In dem 1852 erschienenen Moksle lietuwiszko skajitimo ir Katechizme wird in der Bedeutung „Teufel, Böser“ der Euphemismus ×ledokas MLSK 1852 48 („Teufel, Böser“, altpoln. ledako, vgl. poln. ledaka) verwendet. Das Wort ledokas wird in der Bedeutung „schlechter, böser, zu nichts taugender Mensch“ in den handschriftlichen Wörterbüchern der Mitte des 17. Jahrhunderts Lexicon Lithuanicum und Clavis Germanico-Lithvana verwendet (Palionis 2004: 218).
Im 1865 in Vilnius erschienenen Katechismus des Bischofs M. Valančius, Трупнасъ катехизмасъ: аукиявусей крашта випеснибей лійпантъ парашитмасъ делъ каталику гунуненесъ и мокслусъ лейдамосъ шиспаустась, finden wir eine weitere euphemistische Bezeichnung für dieses übernatürliche und mystische Wesen, kelmas: келмасъ TK 1865 14. Im LKŽe ist für Bedeutung 9 des Wortes kelmas angegeben: fluchend (mild) „Teufel, Kobold“. Aus den letztgenannten Beispielen wird ersichtlich, dass man in Katechismen – wie auch allgemein in der Umgangssprache – bei der Rede von einem gefährlichen übernatürlichen Wesen mitunter vermeidet, seinen Namen zu nennen. Offenbar gibt es deshalb mindestens mehrere Ersatzbezeichnungen für den eigentlichen Namen, die in Katechismen in Klammern gesetzt oder durch die Konjunktion oder: der Böse (Teufel) MRK 1869 47, Welnas oder Szėtonas MKKK 1844 11, žaltis oder szėtonas NKKK 1847 95, žaltis oder welnes DEK 1855 [1873] 20, DEK 1860 [1873] 20, žaltis oder welnias MRK 1869 49, žaltis oder welnis MRK 1869 52, žaltis oder wialnis KK 1854 27.
Die Teufelsbezeichnungen in den Katechismen von 1800–1882 ähneln den Teufelsnamen, die in der religiösen litauischen Literatur des 16.–18. Jahrhunderts belegt sind. Neben Lehnwörtern wie ×biesas, ×čiortas, šėtonas werden auch piktoji dvasia, piktasis angelas, piktasis, piktybė und Ähnliches verwendet (Vėlius 1987: 236). Die nur in einem oder zwei Katechismen des untersuchten Zeitraums belegten Bezeichnungen ×biesas, ×čiortas, kipšas, juodõsius, nelabasis, juodasis, piktasis, prakeiktasis, žaltys, ×levas, ×ledokas ir kelmas können der Terminologie der Volksreligion zugerechnet werden. Sie weisen wertende Merkmale auf, sind stilistisch markiert und haben eine gewisse emotionale Färbung.
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2. ZUSAMMENGESETZTE BEZEICHNUNGEN
Zusammengesetzte Termini zur Bezeichnung der übernatürlichen Wesen Engel sind in den zwischen 1800 und 1882 erschienenen Katechismen deutlich seltener. Zunächst sind die Termini zu nennen, die angeben, wer die Engel erschaffen hat und wem sie unterstehen: Angelas Wieszpalties MKKK 1844 25, ×Aniolas Wieszpalties MKD 1845 97, ×Aniols Pona NMK 1848 21, ×Aniolas Diewo PK 1828 152, ×Aniolas Diewa MKD 1845 33, MLSK 1852 24, ×Aniolas Diewa NMK 1848 20, ×Aniolas Diewo RM 1862 [1878] 20, ×aniolas Diewo RM 1862 [1878] 21. Andere Termini beschreiben bestimmte Eigenschaften der Engel – Heiligkeit, Güte, Treue und Ähnliches: ×Anietas Szw. SK 1803 29, Szwentas ×Aniolas MLSK 1852 83, Швентась ×Аніолась TK 1865 14, geras ×Aniolas KK 1863 9, gieras ×Aniolas MRK 1869 45, егась ×Аніолась TK 1865 13, ištikimas ×Aniolas MRK 1869 45, ×czistas8 Aniolas NKKK 1847 39. In Moksle Rima-Kataliku wird der zweiteilige Terminus ×Aniolas dąngaus MRK 1869 84 verwendet, der den Aufenthaltsort bezeichnet. Wie die Beispiele zeigen, werden übernatürliche Wesen der dritten (niedrigsten) Hierarchiestufe meist mit zweiteiligen Termini benannt, deren Grundwort die aus dem Griechischen entlehnte polnische Form ×aniolas. ist.
Der Schutzengel wird in den Katechismen von 1800–1882 mit zweiteiligen Termini bezeichnet, die aus Bestandteilen unterschiedlicher Herkunft gebildet sind: ×Aniolas S. KK 1854 92, ×Aniolas Sargas KK 1863 9, ×Aniolas sargas MKD 1845 33, NMK 1848 20, MRK 1869 45. In manchen Katechismen wird seine Heiligkeit hervorgehoben; daher werden dreiteilige Termini verwendet: S. ×Aniolas Sargas PK 1828 152, Szwentas ×Aniolas Sargas KK 1863 8, Szwęntas ×Aniolas sargas MRK 1869 45. In Moksle Rima-Kataliku findet sich neben dem Terminus ×Aniolas sargas auch der dreiteilige beschreibende Terminus ×Aniolas dabojentis9 žmogų MRK 1869 45. In den Katechismen des untersuchten Zeitraums wurden keine zusammengesetzten Termini mit dem Bestandteil angelas gefunden.
In drei Katechismen des behandelten Zeitraums werden zwei der wichtigsten Erzengel erwähnt – die Erzengel Gabriel und Raphael: ×Archanìolas Gabrielus KK 1863 65, ×Archanìotas Gabrielus MLSK 1852 45, Szwęts Rapals ×Arkaniols TK 1856 11. In Nawieme krykszczionyszkame katalykyszkame katechizme wird der Erstgenannte einfach Engel Gabriel genannt: ×Aniolas S.
8 Čystas „sauber, rechtschaffen, rein, schön“ (weißruss. чысты, poln. czysty).
9 Daboti „beschützen, sich kümmern, schonen“ (poln. dbać).
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Gabryjelus NKKK 1847 17. In der Heiligen Schrift werden nur drei Erzengel genannt: der heilige Michael, der heilige Gabriel und der heilige Raphael (KIŽ 1997: 38)10.
Mit zweigliedrigen Termini litauischer Herkunft wird auch der gefallene Engel, d. h. der Teufel, bezeichnet: pikta dvasė KK 1854 23, RM 1862 [1878] 29, MRK 1869 46, pikta dvasia MLSK 1852 48, TK 1856 30, pykta dvasė MKD 1845 35. In Moksle Rima-Kataliku findet sich außerdem dvasia biauri MRK 1869 46. Die Bestandteile anderer zweigliedriger Termini sind gemischter Herkunft: dvasia ×нечиста11 MRK 1869 46 und ×нечиста дѣвас TK 1865 14. Im Buch Naujes mokslas skajtima raszta žemajtyska diel mažun wajkun finden sich die Termini sziatonas ×neprietelius12 NMK 1848 19. Beide Bestandteile des Terminus sind Lehnwörter.
Der Teufel wird in den Katechismen des untersuchten Zeitraums auch mit dem zweigliedrigen Terminus prakeiktas welnes MLSK 1852 60 sowie mit Termini gemischter Herkunft bezeichnet, von denen einer der Bestandteile angelas oder ×aniolas ist: piktas Angelas MKKK 1844 11, piktas ×Aniolas KK 1863 9, ×аніолась пасупутесь TK 1865 16, ×Aniolas sugrieszyjusys13 MKD 1845 35, kaltasis ×Aniolas KK 1854 22, недорась ×Аніолась TK 1865 13, пасупутесь ×Аніолась TK 1865 14, пракейктась ×Аніолась TK 1865 14.
Mitunter werden ein ein- und ein zweigliedriger Terminus synonym verwendet: Welνας arba pikta Dvase KK 1863 8 und pikta dvasia arba welnes RM 1862 [1878] 29.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Engel und Teufel in den Katechismen von 1800–1882 mit zusammengesetzten Termini (gewöhnlich aus zwei Wörtern) bezeichnet werden, deren eines Glied meist nichtlitauisch ist.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Bezeichnungen für Engel und Teufel bilden einen kleinen Teil der Bezeichnungen für übernatürliche Wesen, die in Katechismen von 1800–1882 gefunden wurden. Ihrem Aufbau nach sind diese Bezeichnungen eingliedrig (angelas, ×aniolas, velnias, šėtonas, kipšas, žaltys usw.) und zusammengesetzt: zweigliedrig (angelas Dievo, ×aniolas Dievo, geras ×aniolas, šventas ×aniolas, Angelas sargas, pikta dvasia, piktas ×aniolas, kaltasis ×aniolas usw.) sowie dreigliedrig (Šventas ×Aniolas sargas, ×Aniolas dabojantis žmogų).
10 Gabriel – Überbringer des Wortes Gottes; Raphael – heilender Engel; Michael – Anführer der Gott treuen Engel und Menschen, der Luzifer besiegte (VLE 2001: 777).
11 Nečystas „schlecht, unkeusch“ (weißruss. нечисты, poln. nieczysty).
12 Neprietelius „Nichtfreund, Feind, Schurke“ (weißruss. неприятель).
13 Sugriešyti „eine Straftat begehen, sündigen“ (russ. сгрешить).
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Die Begriffe für Engel und Teufel lassen sich nach ihrer Herkunft in litauische (Throne, Mächte, Herrschaften, Teufel, Satan, Teufelchen, der Böse, der Schwarze, Schlange, böser Geist usw.), internationale (Engel, Erzengel, Antichrist), Fremdwörter (×aniolas, ×archaniolas, ×tronai, ×lewas, ×ledokas usw.) und hybride, das heißt gemischter Herkunft (Fürstentümer, Herrschaften, ×Aniolas sargas, piktas ×aniolas usw.) einteilen.
Die in Katechismen aus den Jahren 1800–1882 gefundenen Bezeichnungen für Engel und Teufel bilden eine interessante und bedeutende Gruppe religiöser Termini, die den Sprachgebrauch von mehr als acht Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. In den meisten Fällen wurden bei den Bezeichnungen für Engel Fremdwörter bevorzugt – die einsilbigen Termini ×aniolas, ×archaniolas wurden häufiger verwendet als angelas, arkangelas. In den Katechismen sind Bezeichnungen für den Teufel einheimischer Herkunft häufiger, etwa velnias, kipšas, juodasis, nelabasis, piktoji dvasia usw.; Fremdwörter sind seltener.
QUELLEN14
SK 1803: Seanas katechizmas, arba Pamoksley Weikialams, ape Wierą szwintą Krikszczonizką su pasakimeis, isz Raszta Szwinta giesmems ir maldoms su skeycziům Bažniczos, didesniu ir mažesniu, del naudos Surinkima Lietuwiszka. Drukawotas isz nauja, už pazvalenies Synoda Kasztu [Mintauja, Biržų]¹⁵ parapios. Nitałioy [Mintauja]: [J. F. Stefenhageno spaustuvė]. – 32 p.
PK 1828: Pawinnastes krikszczioniszkos, arba Katechizmas ape tuos dayktus, kuriuos kiekwienas krikszczionis tur tyket, žinot, ir darit, idant galetu but iszganitas: del dwasiszkos krikszczioniu naudos, isz lękiszko letuwiszkay iszgulditas, ir truputi padaugintas / Kazimieras Klimavičius. Wilnius: drukarniey diecezijos kunigu missionoriu pri bažnices s. Kazimiera. – 225 p.
MKKK 1844: Mažas Katekismas krikszczioniszkas katalikiszkas, arba Trumpas Pamokslas ape Tikkėjimą, ape krikszczioniszka Pasielgimmą ir ape S. Sakramentus. Sudetas per kunigą Fr. Thiediga, prabaszczią pirm Drangowskines o dabar Wormdittos, Tilžėje: drukkawota pas J. Reylenderi. – 108 p.
MKD 1845: Mokslas kryksczionyszkas dydesis dėl iszymokima jaunumenei Rima-Katalikiszko Bažniczio esantej ant prisakima Wiresnibes lenkiszka] paraszitas yr Wilhuje 1834 drukawotas; o dabar ant žemajtyszkos kalbos par kuniga Antona Janikowicze klebona Płatelu iszgulditas. Wilniuje: spaustuwej Jozapa Zawadzka: [J. K. Gintilos lėšomis]. – 335 p.
NKKK 1847: Nawies kryksczionyszkas katalykyszkas katechizmas, arba Tykras da wadas apej Wera Tykieima, Diewa Mejle, Szwętus Sakramętus, yr apej Kryksczionyszka apsejima prito Prastas pamokslas par klausumikus yr atsakimus, wysiems, ołabiausej Jawniems dydelėj reikalingas par Wiena Kuniga Taworczistes Societatis JEZU. O Dabar ant czista Žemajtyška Liežuvy iszgulditas su ne kurejs Dwasyksajs Prideimajs parproce urzędnika Gubernskos Lustracijes Jurgy, Adoma Sunu, Lachawicze. Wilniuj: Drukarnioj S. Blumawiczes, Numunse S. J. M. Kunygajkszcze Aginske. – 114 p.
NMK 1848: Naujes moksłas skajitimo raszta žemajtyszka diel mažun wajkun: kuremy padiety ira wisoky mokslaj kryksczionyszkay katalykyszky, tejpo yr trumpas nobaženstwas kožnos dienos, su pridieimu graziun trumpun małdun yr kłatechizmu katalykyszku kures pawinas ira kožnas katalykas žynoty yr mokiety par kuniga Jona Lacawicze trumpaj surinktas, yr pyrma karta palyka yszspaus tas. Wyłniuj: kasztu yr spaustuwy A. Dworczi aus. – 48 p.
MLSK 1852: Mokslas lietuwiszko skajitimo ir Katechizmas, arba Mokslas kryksčioniszkas apėj artykułus wieros szwentos katalikisz kos per kuniga J. Dydyński paraszyta. Wilniuy: Drukarnioy M. Zymelowicza typografa [J. Didinskio lėšomis]. – 101 p.
14 Die Quellen sind chronologisch angeordnet.
15 Die tatsächlichen Veröffentlichungsdaten stehen in eckigen Klammern.
140 Aušra Rimkutė-Ganusauskienė | Angelo ir velnio pavadinimai 1800–1882 metų katekizmuose
KK 1854: Katekizą kataliku. Lankiszkąj parasze ir iszspa usdino 1852 metosi kunegas Jozapas Želwowicze; a dabar lietuwiszkaj iszgeldulė kunegas Jozapas Ženiewicze. Wilnuje: spaustuwiej Jozapas Zawadzkia [M. Valančiaus lėšomis]. – 120 p.
TK 1856: Trumps katekizmas, arba Pamuokims diel prigudinima jaunumenes žemajtiu kataliku, pri naudinga atpildima spawiednes ir werta prijemima szwęcziause sakramęta par kunega Kazimiera Skrodźki klebona Kulu paraszitas. Wilnuje: spaustuwi Jozapas Zawadzki [K. Skrodzkio lėšomis]. – 111 p.
DEK 1855 [1873]: Didesis Elementorius ir katekizmas, arba Trumpas mokslas mokslas wieros kriksczioniszkos. paraszitas par Tadeusza Juzumowicze inspektoriu Warniu simunarios. Wilnuje: Spaustuwieje Juzupa Zawadz-kie. – 64 p.
DEK 1860 [1873]: Didesis Elementorius ir katekizmas, arba Trumpas mokslas wieros kriksczioniszkos. Paraszitas Kun. Tadeusza Juzumowicze. Wilnuje: Spaustuwieje Juzupa Zawadzkie. – 64 p.
TK 1861: Trumps katechizmas, arba Pamoksley ape wierą szwentą kriksczioniszką: su pasakimeys pagal Racźta szwenta, del tikros naudos ir iszganima žmoniu, apreykszti. Drukawatas isz nauja už pazwalenies synoda. Nitojoy [Mintaujai]: iszspaustas pas knig-drukoru J. F. Steffenhagena. – 31 p.
RM 1862 [1878]: Rimo mokslas, arba Graziausia diena giwenime žmogaus, tay ira: spasabas ant werto prisitaisimo prie pirmos Szwentos Komunios diel mažų ir didesniu wajkelu iszduotas per K.M.B. Warszawa: iszspa u d ime Kunigu missioru pas S. Kriziu. – 66 p.
KK 1863: Katalikiszkas katekismas su pridejimu trump o suglaudimo nusidawimû szwento Raszto, seno ir naujo Testamento, ir kelų reikalingų maldų, iszdūtas per A. Schwark, kleboną Klaipėdoj. Klaipėdoj: rasztais iszspaustas prie E. Waikinno & Co. – 107 p.
TK 1865: Трумпнас катехизмасъ: аукцияей крашта виреснибей лийпантъ парашитасъ делъ каталику яунуменесъ и мокслусъ лейдамосъ ишспаустасъ. Вильной: спаустувень Р. М. Ромма. – 118 p.
MRK 1869: Mokslas Rima-Kataliku: suraszitas ir iszspaustas diel paaugusiu žmoniu / [Motiejus Kazimieras Valančius]. Wilnuoje: spaustuwiej P. Juzupa Zawadzkie. – 340 p.
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NAMES OF THE ANGEL AND THE DEVIL IN CATECHISMS OF 1800–1882
Names of the angel and the devil make a small group of terms of religion in Lithuanian catechisms published in 1800–1882. The article deals with the names of the angel (angelas, ×Aniolas, archangelas, ×archaniolas, kunigaikštystės, ponystės, galybės, wyresnybės, serapinai, kerubinai, sostai, ×tronai, angelas Dievo, ×aniolas Dievo, geras ×aniolas, šventas ×aniolas, Angelas sargas, etc.) and the names of the devil (velnias, antikristas, šėtonas, biesas, ×čertas, kipšas, juodasis, nelabasis, piktasis, prakeiktasis, žaltys, ×levas, ×ledokas, kelmas, pikta dvasia, piktas ×aniolas, kaltasis ×aniolas, prakeiktas ×aniolas ir kt.) taken from the catechisms of the above period. One-word and complex terms in respect of their origin are grouped into terms of Lithuanian origin, non-Lithuanian origin (international words and loan-words) and mixed origin.
Gauta 2014-09-25
Aušra Rimkutė-Gan auskienė
Vytauto Didžiojo universitetas
Gimnazijos g. 7, LT-44260 Kaunas
E. paštas [email protected]
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Aušra Rimkutė-Ganusauskienė
Angelo ir velnio pavadinimai 1800–1882 metų katekizmuose