doi.org/10.35321/term28-11
Zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Hauptelement Krankheit und partizipial ausgedrückten abhängigen Elementen vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts
PALMIRA ZEMLEVIČIŪTĖ
Institut für Litauische Sprache
ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0002-8679-3253
Z U S A M M E N F A S S U N G
Der Artikel untersucht zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Hauptelement Krankheit und partizipial ausgedrückten abhängigen Elementen, die in medizinischen populärwissenschaftlichen Schriften vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts (Büchern, Broschüren sowie Zeitungs- und Kalenderartikeln) verwendet wurden. Erläutert werden die Ausdrucksmerkmale dieser Elemente und die semantischen Funktionen des Hauptelements Krankheit; zudem wird die Frage der Wahl von Partizipien mit unterschiedlicher Ausdrucksform sowie des Terminuscharakters der Bezeichnungen erörtert. Die Bezeichnungen werden in gesonderten Gruppen behandelt, die danach gebildet sind, welcher Art (Passiv oder Aktiv) und welcher Ausdrucksform (Grundform oder pronominale Form) die Partizipien sind, welche als abhängige Elemente fungieren. Der vorherrschende Ausdruckstyp dieser Elemente ist Dlvnvk ← Dktvliga, der Untertyp Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga. Die charakteristischsten Bezeichnungen mit subjektiver Färbung sind solche, bei denen das Hauptelement Krankheit meist die Subjektfunktion erfüllt. Die meisten Bezeichnungen sind keine Termini, da sie keine Begriffe benennen; ihr abhängiges Element bezeichnet eine vorübergehende Eigenschaft.
SCHLÜSSELWÖRTER: Medizin, zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnung, Terminus, Hauptelement, abhängiges Element, Partizip, semantische Funktion.
A B S T R A C T
Der Artikel analysiert zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit liga als Hauptelement und durch Partizipien ausgedrückten abhängigen Elementen, die in medizinischen Texten im populärwissenschaftlichen Stil (Büchern, Broschüren sowie Zeitungs- und Kalenderartikeln) vom Ende des 19.th Jahrhunderts bis zum Anfang des 20.th Jahrhunderts verwendet wurden. Erläutert werden die spezifischen Ausdrucksmerkmale dieser Elemente und die semantischen Funktionen des Hauptelements liga; außerdem wird die Frage der Wahl von Partizipien mit unterschiedlicher Ausdrucksform sowie der Zuordnung der untersuchten Bezeichnungen zu den Termini behandelt. Die Bezeichnungen werden im Rahmen verschiedener Gruppen erörtert, die gebildet wurden
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auf der Grundlage des Genus Verbi (Passiv oder Aktiv) und der Ausdrucksform (einfach oder pronominal) der Partizipien, die als abhängige Elemente verwendet werden. Der vorherrschende Ausdruckstyp ist Dlvnvk ← Dktvliga, und der vorherrschende Untertyp ist Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga. Am weitesten verbreitet sind Bezeichnungen mit einer subjektbezogenen Bedeutungsschattierung: Das Kopfelement liga erfüllt gewöhnlich die Funktion des Subjekts. Die meisten Bezeichnungen sind keine Termini, da sie keine Begriffe benennen und ihr abhängiges Element eine vorübergehende Eigenschaft bezeichnet.
SCHLÜSSELWÖRTER: Medizin, zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnung, Terminus, Kopfelement, abhängiges Element, Partizip, semantische Funktion.
EINLEITENDE BEMERKUNGEN
Der vorliegende Artikel setzt die Analyse zweigliedriger zusammengesetzter Bezeichnungen vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts fort (im Folgenden wird dafür die Kurzform Bezeichnung verwendet), deren Kopfelement liga lautet. Diesmal werden Bezeichnungen behandelt, deren abhängige Elemente durch Partizipien ausgedrückt werden1. Das Material stammt aus der populärmedizinischen Literatur der betreffenden Zeit – Büchern, Broschüren sowie Artikeln in Zeitungen und Kalendern (siehe „Quellenverzeichnis“).
Es sei daran erinnert, dass vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche nichtperiodische und periodische Druckerzeugnisse erschienen, in denen medizinisches Wissen und Gesundheitsinformationen allgemeinverständlich nicht nur von Ärzten, sondern auch von Vertretern anderer Berufe vermittelt wurden. Darin wurde lebhaft auf die gesundheitlichen Gegebenheiten der Zeit eingegangen, das heißt, es wurde über die damals dringendsten Fragen geschrieben. Eine davon war die hohe Krankheitsrate in der Bevölkerung. Daher ist es verständlich, dass das Thema Krankheiten wohl am beliebtesten und gefragtesten war. Entsprechend finden sich in diesen Druckerzeugnissen sehr viele Krankheitsbezeichnungen, die sowohl hinsichtlich ihrer Bedeutung als auch ihrer Ausdrucksform vielfältig sind.
Der Untersuchungsgegenstand ist im Vergleich zu Bezeichnungen mit dem Kopfelement liga und adjektivisch ausgedrückten abhängigen Elementen eher begrenzt. In den genannten Quellen wurden 43 Bezeichnungen gefunden (ihre Varianten2 sind nicht mitgezählt), deren abhängige Elemente durch Partizipien ausgedrückt werden. Ziel des Artikels ist es, die semantischen Eigenschaften dieser Bezeichnungen und die Ausdrucksmerkmale ihrer abhängigen Elemente zu bestimmen. Dazu werden folgende Aufgaben gestellt: 1) zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Kopfelement liga und partizipial ausgedrückten abhän-
1 Zu zweigliedrigen zusammengesetzten Bezeichnungen vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Kopfelement liga und adjektivisch ausgedrückten abhängigen Elementen siehe Zemlevičiūtė 2020: 233–257.
2 Als Varianten gelten hier Bezeichnungen, deren abhängige Elemente graphisch unterschiedlich wiedergegeben sind, z. B.: apkrečiama / apkrečiama liga, limpančioji / limpančioji liga, užkrečiama / užkrečiama / užkrečiama liga, užsisenėjusi / užsisenėjusi liga.
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… mit Partizipialgliedern aus populärmedizinischen Büchern, Broschüren sowie Zeitungs- und Kalenderartikeln vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts; 2) diese Bezeichnungen danach in Gruppen einzuteilen, welcher Art und welcher Form die Partizipien sind, durch die die abhängigen Glieder ausgedrückt werden; 3) innerhalb dieser Gruppen die Ausdruckstypen und Untertypen der abhängigen Glieder zu bestimmen; 4) zu ermitteln, welche semantischen Funktionen das Grundglied erfüllt; 5) die Frage der Wahl des Partizips mit unterschiedlicher Ausdrucksform und des Terminuscharakters der Bezeichnungen zu erörtern. Bei der Untersuchung dieser Bezeichnungen werden deskriptiv-analytische, semantische, strukturelle und transformationelle Analyseverfahren sowie Zählmethoden herangezogen. Die Bezeichnungen werden in der Originalschreibung zusammen mit bibliografischen Angaben aufgeführt – der Quellenabkürzung, dem Erscheinungsjahr, der Nummer (bei Periodika) und der Seite. Die Bezeichnungen stehen in Kursivschrift, ihre abhängigen Glieder sind fett hervorgehoben. Wie bereits erwähnt, kommen im Material Varianten vor; diese werden nach einem Schrägstrich angegeben, doch wurden nur wenige Fälle gefunden, in denen solche Glieder variieren. Beispielsätze im Text sind in kleinerer Schrift gesetzt. Die quantitativen Daten sind in einer Tabelle aufgeführt. Außerdem sind Textfragmente eingefügt, in denen die untersuchten Bezeichnungen verwendet werden.
ZWEIWORTIGE KOMPOSITE BEZEICHNUNGEN MIT DEM GRUNDGLIED LIGA, DEREN ABHÄNGIGE GLIEDER DURCH PARTIZIPIEN AUSGEDRÜCKT WERDEN
Diese Bezeichnungen (Wortverbindungen) gehören zum Untertyp der beschreibenden (charakterisierenden) attributiven Wortverbindungen. Nach den vorherrschenden semantischen Merkmalen handelt es sich um Wortverbindungen mit handlungsbezogener Charakterisierung (Bunevičiūtė 1998: 34). Der Träger der Eigenschaft (das Grundglied) wird durch ein Abstraktum, das abhängige Glied durch ein Partizip ausgedrückt. Die Hauptbedeutung solcher Bezeichnungen ist attributiv; aufgrund der verbalen Natur des abhängigen Glieds treten jedoch zusätzlich subjektive und objektive Nuancen hinzu, die beim Wechsel von einer substantivischen zu einer verbalen Konstruktion hervortreten (siehe: LKG III 229; Bunevičiūtė 1998: 34; Bučienė 2007: 20), vgl.: kimbama liga und liga kimba, limpama liga und liga limpa (subjektive Nuance), išgydoma liga und išgydo ligą, užsendinta liga und užsendina ligą (objektive Nuance). In solchen Bezeichnungen liegt die hauptsächliche semantische Last beim abhängigen Glied (dem bestimmenden Bestandteil). Es hebt die wesentlichen Merkmale des Denotats hervor, das durch das Grundglied (den bestimmten Bestandteil) bezeichnet wird (siehe Пуя 2012: 75).
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Je nachdem, welcher Art von Partizipien das abhängige Glied entspricht, werden zwei grundlegende Ausdruckstypen von Bezeichnungen unterschieden – solche mit abhängigen Gliedern, die durch Partizipien des Passivs beziehungsweise des Aktivs ausgedrückt werden; einen eigenen Ausdruckstyp bilden Bezeichnungen, deren abhängiges Glied durch Notwendigkeitspartikeln ausgedrückt wird. Die ersten beiden Ausdruckstypen werden nach der Ausdrucksform des abhängigen Glieds weiter in Untertypen untergliedert, das heißt danach, ob das abhängige Glied ein einfaches oder ein pronominales Partizip ist (siehe Tabelle 1).
Tabelle 1. Ausdruckstypen und Untertypen des Strukturmodells Dlv ← Dktvliga sowie ihre zahlenmäßige und prozentuale Verteilung
AUSDRUCKSTYPEN | AUSDRUCKSUNTERTYPEN | ZAHLENMÄSSIGE UND PROZENTUALE VERTEILUNG | Dlvnvk ← Dktvliga | 22 (51%) | Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga | 15 (68%) | Dlvnvk(įvardž) ← Dktvliga | 7 (32%) | Dlvvk ← Dktvliga | 18 (42%) | Dlvvk(ppr) ← Dktvliga | 16 (89%) | Dlvvk(įvardž) ← Dktvliga | 2 (11%) | Dlvrk ← Dktvliga | 3 (7%)
1. Komposite Bezeichnungen mit dem Grundglied liga, deren abhängige Glieder durch Partizipien des Passivs ausgedrückt werden
Es wurden 22 derartige Bezeichnungen gefunden, die nach der Ausdrucksform des abhängigen Glieds in zwei Typen eingeteilt werden. Unterschieden werden Bezeichnungen mit abhängigen Gliedern, die durch einfache beziehungsweise pronominale Partizipien des Passivs ausgedrückt werden (siehe Tabelle 1).
1.1. Komposite Bezeichnungen mit dem Grundglied liga und abhängigen Gliedern, die durch einfache Partizipien des Passivs ausgedrückt werden. Diese Bezeichnungen bilden den größten Anteil – 15 wurden gefunden (siehe Tabelle 1). Je nachdem, welche Funktion – Subjekt, Objekt oder Adverbialbestimmung – das Grundglied liga in der Wortverbindung erfüllt, werden mehrere Gruppen unterschieden.
1.1.1. Bezeichnungen mit subjektiver Nuance. Die Wortverbindungen dieser Untergruppe mit handlungsbezogener Charakterisierung bezeichnen eine Eigenschaft eines Gegenstands, die aus seiner eigenen Handlung hervorgeht. In diesem
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In diesen Fällen ist der Träger des Merkmals aktiv. Ein Gegenstand ist so, weil er selbst wirkt, gewirkt hat, zu wirken pflegte oder wirken wird (Bučienė 2007: 20).
Es überwiegen Bezeichnungen, in denen das Grundglied liga Subjekt ist. Die Krankheit (Subjekt) kann:
anstecken – apkrečiama liga Svk 1921 6 2 / apkrečiama liga LtAK 1886 (1885) 86 (die Krankheit steckt an),
mit Ausschlag bedecken – išberiamos ligos UL 1914 6, Vlt 1915 70 2 (die Krankheit verursacht Ausschlag),
haften – kimbama liga Dž 1903 3 (die Krankheit haftet an),
kleben – limpama liga Svk 1909 1 7, Svk 1910 11 4, Žin 1911 157, Svk 1913 2 7, Svk 1913 5 20, Gdt 1914 1 2, Gdt 1914 2 5, Gdt 1914 3 9, Gdt 1914 4 14, Gdt 1914 5 18, Gdt 1914 6 21, Gdt 1914 7 25, Svk 1914 2 7, LUL 1915 4, Kol 1915 3, Džiov 1915 4, ŽmM 1915 2, Dez 1915 3, Skarl 1915 3, ULB 1915 4, LytL 1915 6, ŽmK 1918 43, LdK 1919 51, ŽLL 1920 9, Svk 1920 1 3, Svk 1920 4 1 (die Krankheit haftet),
nicht haften – nelimpama liga LUL 1915 5 (die Krankheit haftet nicht),
infizieren – užkrečiama liga KD 1895 32, KD 1905 41, ŽvK 1905 22, MGV 1909 204, DS 1910 6, Art 1910 19 69, DžA 1911 21, Žin 1911 130, Svk 1913 4 15, UL 1914 3, Svk 1914 3 10, Svk 1914 5 19, Vlt 1914 83 1, Vlt 1914 144 1, Vlt 1914 159 3, LUL 1915 3, Kol 1915 3, Dez 1915 3, Vlt 1915 70 2, Vlt 1915 88 2, ULB 1915 4, A₂ 1915 32 418, Gdt 1915 1 1, Gdt 1915 3 9, LytL 1915 95, ŪkK 1917 (1916) 69, ŪkK 1918 9, AVKᵥ 1918 (1917) 62, LietK 1918 74, ŽmK 1918 49, LdK 1919 52, ŪKl 1920 56 / užkrečiama liga DN 1906 78 / užkrečiama liga KD 1905 41, DMS 1912 29 (die Krankheit infiziert).
1.1.2. Bezeichnungen mit objektiver Bedeutungsnuance.
Eine objektive Bedeutungsnuance weisen diejenigen Wortverbindungen zur Bezeichnung von Handlungen auf, die eine Eigenschaft eines Gegenstands bezeichnen, die aus einer von einem anderen Gegenstand ausgeführten, ausgeführten oder auszuführenden Handlung hervorgeht. Der Eigenschaftsträger handelt nicht, ist passiv, d. h. er erhält die Eigenschaft von außen, durch die Handlung eines anderen Gegenstands (Bunevičiūtė 2007: 21).
Bezeichnungen, bei denen das Grundglied Krankheit ein Objekt ist, gibt es deutlich weniger. Eine Krankheit (ein Objekt) kann:
geheilt werden – heilbare Krankheit DMS 1912 89, Sif 1915 5 (heilt die Krankheit),
ausgeheilt werden – ausheilbare Krankheit LietK 1918 77 (heilt die Krankheit aus),
nicht geheilt werden – nicht heilbare Krankheit VŽ 1906 222 3, DMS 1912 35, Svk 1912 8 32 (heilt die Krankheit nicht),
nicht gezählt werden – unzählbare Krankheiten Žin 1911 124 (zählt Krankheiten nicht),
nicht angesteckt werden – nicht ansteckende Krankheit DMS 1912 62 / nicht ansteckende Krankheit Svk 1909 5 3 (die Krankheit ist nicht ansteckend),
verschleppt werden – verschleppte Krankheit RAK 1895 11 (die Krankheit verschleppen),
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alt werden – alt gemachte Krankheit Žin 1911 127 (die Krankheit alt machen),
sich anstecken – ansteckende Krankheit DMS 1912 89 (die Krankheit ist ansteckend).
1.1.3. Bezeichnungen mit adverbialer Bedeutungsnuance. Es wurde eine Bezeichnung gefunden, zwischen deren Haupt- und Bestimmungsglied adverbiale Beziehungen bestehen, z. B. sterbende Krankheit KŽP 1904 9 (Krankheit, an der man stirbt, die den Tod verursacht) (Kausalrelation).
1.2. Zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Hauptglied Krankheit und Bestimmungsgliedern, die durch pronominale Passivpartizipien ausgedrückt werden. Von diesen Bezeichnungen wurden halb so viele gefunden – nur 7; ihre Bestimmungsglieder werden durch pronominale Passivpartizipien ausgedrückt (siehe Tabelle 1).
1.2.1. Bezeichnungen mit subjektiver Bedeutungsnuance. Es wurden vorwiegend subjektische Wortverbindungen gefunden. Die Krankheit (das Subjekt) kann:
ausschlagen – ausschlagende Krankheit Žin 1911 173, Šlt 1910 18 280 (die Krankheit schlägt aus),
anstecken – ansteckende Krankheit KD 1905 41, VŽ 1905 5 2, VŽ 1908 2 1, DŽPK 1909 9, Art 1910 15 54, Art 1910 25 93, Art 1910 26 97, Art 1910 30 113, Šlt 1912 7 105, Šlt 1912 21 328, Svk 1912 7 28, Šlt 1912 40 632, Ps 1912 5 150, Šlt 1913 46 729, Vad 1913 t. 16, Nr. 62, 169, Vad 1913 16 63 277, ŽD 1913 3, Vlt 1913 62 2, LUL 1915 3, DL 1915 4, Kol 1915 3, Džiov 1915 4, Sif 1915 3, Skarl 1915 2, ULB 1915 6, ŽmK 1918 50, LdK 1919 52, LdK 1919 52, Svk 1920 3 1, Svk 1920 4 1 (die Krankheit steckt an),
nicht anstecken – nicht ansteckende Krankheit LytL 1915 3 (die Krankheit steckt nicht an),
sich einstellen – eingestellte Krankheit AVKv 1919 (1918) 54 (die Krankheit stellte sich ein),
befallen – befallende Krankheit Svk 1913 4 13 (die Krankheit befällt),
infizieren – infektiöse Krankheit Šlt 1909 5 69, Art 1910 19 69, Šlt 1912 3 36, Svk 1914 3 10, UL 1914 4, Vlt 1914 101 2, LUL 1915 29, PrR 1915 3, Dez 1915 3, Skarl 1915 2, ULB 1915 12, LdK 1919 51, Vlt 1915 70 2, LA 1917 3 4, UkK 1917 (1916) 70, UkK 1918 9, AVKv 1918 (1917) 57, ŪK 1920 55 (die Krankheit infiziert),
1.2.2. Bezeichnungen mit adverbialer Bedeutungsnuance. Es kam eine Bezeichnung vor, deren Glieder in adverbialer Beziehung zueinander stehen, z. B. schlafbringende Krankheit DMS 1912 85 (Krankheit, von der man schläfrig wird, die sich durch Schläfrigkeit äußert).
2. Zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundglied Krankheit, deren abhängige Glieder durch Partizipien des Passivs ausgedrückt werden
Diese Bezeichnungen wurden wie die zuvor besprochenen nach der Ausdrucksform des abhängigen Gliedes in zwei Typen unterteilt (insgesamt wurden 18 solcher Bezeichnungen gefunden). Unterschieden werden Bezeichnungen
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mit abhängigen Gliedern, die durch einfache und pronominale Partizipien des Aktivs, vorwiegend im Präsens, ausgedrückt werden (siehe Tabelle 1).
2.1. Zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundglied Krankheit und abhängigen Gliedern, die durch einfache Partizipien des Aktivs ausgedrückt werden. Es überwiegen Bezeichnungen, deren abhängiges Glied durch einfache Partizipien des Aktivs ausgedrückt wird (16 solcher Bezeichnungen wurden gefunden) (siehe Tabelle 1).
2.1.1. Bezeichnungen mit subjektiver Nuance. Diese Wortverbindungen drücken attributive Beziehungen mit einer Nuance subjektiver Bedeutung aus (LKG III 229). Das Untersuchungsmaterial bestätigt diese Aussage: Die überwiegende Mehrheit solcher Bezeichnungen sind subjektive Wortverbindungen, d. h., ihr Grundglied Krankheit fungiert als Subjekt. Die Krankheit (das Subjekt) kann:
wiederkehren – wiederkehrende Krankheit NamG 1907 3 (die Krankheit kehrt wieder),
sich festsetzen – sich festsetzende Krankheit UK 1900 (1899) 38 (die Krankheit hat sich festgesetzt),
chronisch werden – chronisch gewordene Krankheit SK 1901 25, SK 1905 10, Svk 1920 3 4 (die Krankheit ist chronisch geworden),
Wurzeln schlagen – Wurzeln schlagende Krankheit LP 1891 42 (die Krankheit hat Wurzeln geschlagen),
einen Ausschlag verursachen – Ausschlag verursachende Krankheit VL 1890 27 5 (die Krankheit verursacht Ausschlag),
befallen – befallende Krankheit ŠLL 1901 3, PNA 1903 116 (die Krankheit befällt),
sich ausbreiten – sich ausbreitende Krankheit A 1883 4 112, LAK 1885 52, SŽL 1886 18, V 1889 X 153, U 1891 3 132, UK 1900 (1899) 38, U 1891 2 77, LtK 1892 (1892) 129, U 1892 VI/VII 230, ŽLA 1894 XI 82, Kd 1895 32, U 1897 3 41, UK 1900 (1899) 38, ŠLL 1901 35, LKal 1901 141, LieUK 1905 36, NK 1905 (1904) 24, VŽ 1905 124 4, LieUK 1905 37, DK 1908 76, VŽ 1908 194 2, MGV 1909 13, Svk 1910 3 1, DS 1910 26, DMKNY 1912 79, Svk 1914 4 15, LietK 1917 70, ŪK 1911 57, ŽmK 1918 49 (die Krankheit breitet sich aus),
sich nicht ausbreiten – sich nicht ausbreitende Krankheit NK 1905 (1904) 24, Svk 1910 2 6 (die Krankheit breitet sich nicht aus),
vernichten – vernichtende Krankheit SK 1905 6, Žin 1911 183 (die Krankheit vernichtet),
niederwerfen – niederwerfende Krankheit VL 1890 28 4 (die Krankheit wirft nieder),
schwächen – schwächende Krankheit VŽ 1905 225 4 (die Krankheit schwächt),
schwächen – schwächende Krankheit DK 1908 96 (die Krankheit schwächt),
beenden – beendende Krankheit Žin 1911 182 (die Krankheit beendet),
veralten – gealterte Krankheit Svk 1912 8 29 (die Krankheit ist gealtert),
sich entzünden – sich entzündende Krankheit LP 1891 52 (die Krankheit entzündet sich),
chronisch werden – chronisch gewordene Krankheit Šlt 1914 7 102, NG 1924 100 / chronisch gewordene Krankheit DMS 1912 17 (die Krankheit ist chronisch geworden).
2.2. Zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundbestandteil Krankheit und abhängigen Bestandteilen, die durch adjektivische Partizipien des Aktivs ausgedrückt werden. Dieser Bezeichnungstyp ist untypisch – in den untersuchten Quellen wurden zwei subjektische Wortverbindungen gefunden, deren Grundbestandteil Krankheit das Subjekt ist. Die Krankheit (das Subjekt) kann:
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übertragen werden – ansteckende Krankheit KD 1895 32, Svk 1910 4 1, LietK 1917 69 / ansteckende Krankheit LAK 1885 52, V 1899 12 184 (die Krankheit ist ansteckend), chronisch werden – chronisch gewordene Krankheit DMS 1912 49 / chronisch gewordene Krankheit SK 1901 3 (die Krankheit ist chronisch geworden).
Zusammenfassend lässt sich zu den Ausführungen im ersten und zweiten Abschnitt des Artikels sagen, dass Bezeichnungen überwiegen, in denen der Grundbestandteil Krankheit die Funktion des Subjekts erfüllt. Eine Krankheit kann unzählige verschiedene Handlungen ausführen – anstecken, wiederkehren, sich einnisten, chronisch werden, Wurzeln schlagen, einen Ausschlag verursachen, haften, zerstören, (nicht) ansteckend sein, (nicht) infizieren, niederschlagen, (ab)schwächen, beenden, veralten, sich einstellen, befallen, sich entzünden, chronisch werden; am häufigsten kann eine Krankheit jedoch einen Ausschlag verursachen, haften und anstecken. Bezeichnungen, in denen der Grundbestandteil Krankheit die Funktion des Objekts erfüllt, sind, könnte man sagen, untypisch. Eine Krankheit kann geheilt, (nicht) geheilt, gezählt, verschleppt oder chronisch gemacht werden. Selten sind Fälle, in denen zwischen den Bestandteilen der Bezeichnungen adverbiale (kausale) Beziehungen bestehen.
3. Zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundbestandteil liga, deren abhängige Bestandteile durch adjektivierte Notwendigkeitspartizipien mit dem Suffix -tinas ausgedrückt werden
Einen eigenen Typ bilden Bezeichnungen, deren abhängige Bestandteile durch adjektivierte Notwendigkeitspartizipien mit dem Suffix -tinas ausgedrückt werden (siehe Tabelle 1).
Notwendigkeitspartizipien bezeichnen gewöhnlich Eigenschaften, die sich aus einer auszuführenden Handlung ergeben; es gibt jedoch auch Ableitungen mit dem genannten Suffix, die nicht die Bedeutung einer auszuführenden Handlung haben, sondern lediglich Eigenschaften bezeichnen, die mit einer häufig ausgeführten, andauernden oder möglichen Handlung zusammenhängen (LKG II 347). Verbindungen mit einem Notwendigkeitspartizip drücken attributive Beziehungen aus, gewöhnlich mit einem objektbezogenen Bedeutungsnuance (LKG III 230).
Dazu könnte man drei Bezeichnungen zählen, z. B.: mirtina liga Svk 1914 3 10, pasibjaurėtina liga DMS 1912 31, pasibaisėtina liga DMS 1912 34.
4. Zur Frage der Wahl eines Partizips unterschiedlicher Ausdrucksform als abhängiger Bestandteil in zweigliedrigen zusammengesetzten Bezeichnungen mit dem Grundbestandteil liga
In diesem Abschnitt werden Fälle erörtert, in denen abhängige Bestandteile von Bezeichnungen miteinander konkurrieren, die durch Partizipien des Aktivs und des Passivs ausgedrückt werden, z. B.: išberiantį liga und išberiama liga, kimbanti liga und kimbama liga, limpanti liga und limpama liga, nelimpanti liga und nelimpama liga, sowie
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Partizipien in einfachen und pronominalen Formen, z. B.: išberiama liga ir išberiamoji liga, limpama liga ir limpamoji liga, limpanti liga ir limpančioji liga, nelimpama liga ir nelimpamoji liga, užkrečiama liga ir užkrečiamoji liga. Wie aus den angeführten Beispielen hervorgeht, variierte in den untersuchten Quellen am häufigsten die Ausdrucksform der als abhängige Bestandteile verwendeten Partizipien in Bezeichnungen für Infektionskrankheiten. Warum wählten die Textautoren unterschiedliche Partizipformen, obwohl dieselbe Krankheit bezeichnet wurde? Eine solche Frage zu stellen, ist aus mehreren Gründen wohl kaum sinnvoll. Im populärmedizinischen und gesundheitlichen Schrifttum des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts bestand das wichtigste Ziel der Autoren in der Aufklärung und Vermittlung fachlicher Kenntnisse. Vermutlich wählten die Autoren nicht bewusst, welches Partizip sie verwenden sollten. Meist schrieben sie, wie sie es vermochten, vielleicht sahen sie sich sogar Texte anderer Autoren ab. Eines war ihnen besonders wichtig: in einer für einfache Leser verständlichen Sprache zu schreiben, also auf Litauisch; sprachliche Feinheiten dürften sie kaum beschäftigt haben. Die Autoren wählten das Aktiv- oder Passivpartizip, die einfache oder pronominale Form, höchstwahrscheinlich spontan. Dafür spricht beispielsweise, dass ein und derselbe Autor selbst innerhalb einer Publikation beim Schreiben über dieselbe Krankheit Partizipien unterschiedlicher Ausdrucksform verwendete (siehe Abb. 1, 2 und 3).
Abb. 1. Fragment mit Bezeichnungen für eine Infektionskrankheit limpamos ligos, limpamosios ligos (Kol 1915 3)
Abb. 2. Fragmente mit Bezeichnungen für eine Infektionskrankheit užkrečiamoji liga, užkrečiama liga (Art 1910 19 69)
Abb. 3. Fragmente mit Bezeichnungen für eine Infektionskrankheit limpančioji liga, limpanti liga (LietK 1917 69, 70)
Somit lässt sich hier kaum irgendeine Konsequenz oder Tendenz erkennen. Andererseits gibt es im untersuchten Material nicht viele Fälle, in denen solche konkurrierenden Partizipien verwendet werden.
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5. Zur Terminologie von zweigliedrigen zusammengesetzten Bezeichnungen mit dem Grundglied Krankheit und partizipial ausgedrückten abhängigen Gliedern
Diese Frage wurde auch bei der Untersuchung von Bezeichnungen aufgeworfen, deren abhängige Glieder durch Adjektive ausgedrückt werden. Sie ist ebenso wichtig, wenn es um partizipial ausgedrückte abhängige Glieder geht. Damit eine Wortverbindung als Terminus gelten kann, muss sie einen Begriff aus einem bestimmten Wissenschafts- oder Technikgebiet bezeichnen (vgl. Каплова 2009: 254; ausführlicher vgl.: Головин, Кобрин 1987: 43–48; Costa, Raquel 2004: 1530–1531; Манцаева 2007: 53–55; Левенкова 2015: 1394–1400; Сабанс̌иева 2016: 315–316; Подолина 2017: 84–86; Подолина 2018: 76–77; Тимофеева, Огнева 2018: 31–32).
Unter den untersuchten Bezeichnungen fanden sich nur wenige, die den Status eines Terminus erfüllen. Erstens bezeichnen sie konkrete klinische Begriffe; zweitens werden sie in den Texten in bestimmten Formen verwendet, obwohl dieses Merkmal im Vergleich zum ersten in den Texten des Untersuchungszeitraums nicht ausschlaggebend für ihre Terminologie ist.
Einer dieser Termini wäre die Anfallskrankheit. Dies ist die Bezeichnung für eine chronische Krankheit, die durch verschiedene Anfälle und bestimmte Persönlichkeitsveränderungen gekennzeichnet ist, die bisweilen bis zur Schwachsinnigkeit fortschreiten (ME I 235) (lat. epilepsia). Im Text wird die Bezeichnung als Synonym für Epilepsie verwendet und steht daneben in Klammern.
Eine weitere als Terminus anzusehende Bezeichnung wäre Schlafkrankheit. Aus dem Kontext geht hervor, dass es sich um die Bezeichnung einer in Afrika verbreiteten parasitären Krankheit von Menschen und Tieren handelt, die durch das geißeltragende Protozoon Trypanosomosa brucei verursacht wird (heute heißt diese Krankheit Schlafkrankheit oder afrikanische Trypanosomiasis) (vgl. VLEe), z. B.:
Zunächst gelang es ihm, ein Heilmittel gegen die in Afrika verbreitete Schlafkrankheit herzustellen. Diese entsteht durch den Stich bestimmter Fliegenarten, die beim Stechen winzige Lebewesen, Trypanosomen genannt, ins Blut einbringen. Wenn sie sich vermehren und die Lebenskraft des Menschen zerstören, wird jeder Infizierte träge und schläfrig, verfällt zusehends und stirbt schließlich vollständig dahin DMS 1912 85.
Zu den Termini zählen auch Bezeichnungen wie Infektionskrankheit, ansteckende Krankheit. Sie bezeichnen eine bestimmte Krankheitsart – Krankheiten, die durch in den Organismus eingedrungene pathogene Mikroben (Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen) verursacht werden (ME I 352). Übrigens werden diese Krankheiten auch heute mit dem Terminus Infektionskrankheiten bezeichnet. In den Texten werden die genannten Termini häufig im Plural verwendet, das heißt, sie bezeichnen einen Sammelbegriff, z. B.:
Dass man sich mit einigen ansteckenden Krankheiten über die Luft, das Wasser und die Nahrung infizieren kann, hat die Wissenschaft bereits wiederholt gezeigt Art 1910 25 93.
248 Palmira Zemlevičiūtė Zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundglied Krankheit und partizipial ausgedrückten abhängigen Gliedern im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert
Wenn unter Kindern eine Epidemie irgendwelcher ansteckender Krankheiten ausbricht, nämlich Scharlach, Keuchhusten und andere, erkranken auch die Schulkinder daran Vlt 1914 101 2.
Als Fachbezeichnungen gelten auch solche Benennungen, deren abhängiges Glied durch einfache Formen der genannten Partizipien ausgedrückt wird, z. B.: eine ansteckende Krankheit, eine übertragbare Krankheit, zumal Texte vorkommen, in denen diese Formen abwechselnd verwendet werden, z. B.:
Alle Schüler, die an einer übertragbaren Krankheit leiden und sie auf andere übertragen können, müssen aus der Schule entfernt werden, bis von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht, dass die Krankheit durch sie auf andere übergreift Svk 1920 4 1.
Denn auf diese Weise treten häufig verschiedene ansteckende Krankheiten auf – Fleckfieber, Diphtherie, Scharlach, Masern (Blattern, Jadra), Keuchhusten, Influenza (Grippe) usw. Svk 1920 4 1.
Hier ist auch die Bezeichnung ansteckende Krankheiten zu erwähnen, mit der in manchen Texten übertragbare Krankheiten bezeichnet werden; vgl. kibti 2. „sich ausbreiten (über eine ansteckende Krankheit)“ LKŽe, z. B.:
Über die Schwindsucht als ansteckende Krankheit schrieb zuerst Isokrates, ein griechischer Arzt, der zu jener Zeit tätig war, als auch Hippokrates lebte Dž 1903 3.
In den untersuchten Texten wird die erwähnte Krankheitsart häufig durch Wortverbindungen bezeichnet, deren abhängiges Glied ein Partizip Aktiv ist ansteckend, sich ausbreitend, z. B.:
Wer Alkohol trinkt, ist körperlich leichter, erkrankt auch sehr schnell an Lungenentzündung, steckt sich leichter mit ansteckenden Krankheiten an und stirbt schließlich sehr oft an Herzschwäche DS 1910 26.
Wenn eine ansteckende Krankheit glücklich ausgeht oder der Kranke stirbt, ist es unsere Pflicht, das Zimmer und alles, was sich während der Krankheit darin befindet oder befunden hat, gründlich zu reinigen und zu desinfizieren – am besten ist es, alle benutzten Gegenstände zu desinfizieren ŠLL 1901 3.
Allgemein wurde in mehr als einem Text festgestellt, dass die Autoren die genannten Fachbezeichnungen synonym verwenden.
Als Fachbezeichnungen gelten auch die Benennungen Ausschlagskrankheiten, Ausschlagskrankheiten, die eine Krankheitsart bezeichnen – Krankheiten, deren charakteristisches Merkmal ein Hautausschlag ist, z. B.:
Es wurde festgestellt, dass sich einige Ausschlagskrankheiten, Pest, Scharlach und Schwindsucht durch Berührung und über die Luft verbreiten, <...>, Vlt 1915 70 2.
<...> bei der Behandlung <...> von Lungenerkrankungen, Windpocken, Masern, Fleckfieber und allen Ausschlagskrankheiten Žin 1911 173.
Laimutė Bučienė, die Wortverbindungen mit aktiver Charakterisierung untersucht hat, vertritt die Auffassung, dass zwischen Partizipien Aktiv und Passiv ein Bedeutungsunterschied besteht. Attributive Wortverbindungen mit Partizipien Präsens Passiv eignen sich zur Bildung von Fachtermini, da sie dauerhafte, den Gegenständen eigene Merkmale bezeichnen
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Eigenschaften, während sie mit Partizipien Präsens Aktiv Eigenschaften von Gegenständen bezeichnen, die mit einer zum im Satz angegebenen Zeitpunkt stattfindenden Handlung verbunden sind (Bučienė 2007: 21). Die durchgeführte Untersuchung bestätigt diese Aussage teilweise, denn wie das Material zeigt, können in medizinischen Texten vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts auch Verbindungen mit Partizipien Aktiv als Termini fungieren, wenn auch nicht häufig; mit anderen Worten: Diese bezeichnen nicht vorübergehende, sondern dauerhafte Eigenschaften.
Alle übrigen in den ersten Abschnitten des Artikels besprochenen Bezeichnungen, die die Mehrheit bilden, sind keine eigentlichen Termini, d. h., sie benennen keine Begriffe; ihr abhängiges Glied bezeichnet lediglich eine vorübergehende Eigenschaft des durch das Grundglied bezeichneten Denotats. Übrigens werden als abhängige Glieder solcher Bezeichnungen am häufigsten Partizipien in einfachen Formen verwendet.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
In der populärmedizinischen Literatur vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts (Büchern, Broschüren sowie Artikeln in Zeitungen und Kalendern) wurden 43 zweigliedrige zusammengesetzte Bezeichnungen mit dem Grundglied Krankheit gefunden, deren abhängige Glieder durch Partizipien ausgedrückt werden.
Es wurde festgestellt, dass die abhängigen Glieder der untersuchten Bezeichnungen durch Partizipien des Passivs und des Aktivs sowie durch adjektivierte Notwendigkeitspartizipien mit dem Suffix -tinas ausgedrückt werden; letztere Ausdrucksform ist jedoch nicht charakteristisch. Die Partizipien beider Genera kommen in einfachen und pronominalen Formen vor. Vorherrschend sind abhängige Glieder, die durch Partizipien des Passivs oder Aktivs in einfachen Formen gebildet werden. Man kann sagen, dass diese Ausdrucksbesonderheit die untersuchten Bezeichnungen etwas von eigentlichen Termini abrückt, denn bekanntlich ist die Pronominalisierung ein Merkmal der Benennung eines Artbegriffs. Die hier behandelten Bezeichnungen sind jedoch keine Wortverbindungen aus wissenschaftlichen Texten; entsprechend treten auch das Merkmal der Wissenschaftlichkeit – die Pronominalisierung – und dessen Fälle nur sporadisch auf.
Es wurden drei Ausdruckstypen der abhängigen Glieder unterschieden: Dlvnvk ← Dktvliga, Dlvvk ← Dktvliga, Dlvrk ← Dktvliga. Der vorherrschende Typ ist Dlvnvk ← Dktvliga. Für die ersten beiden Typen wurden ihrerseits vier Ausdruckssubtypen unterschieden: Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga, Dlvnvk(įvardž) ← Dktvliga, Dlvvk(ppr) ← Dktvliga, Dlvvk(įvardž) ← Dktvliga. Der vorherrschende Subtyp ist Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga.
Es wurde festgestellt, dass das Grundglied Krankheit drei semantische Funktionen erfüllt: die des Subjekts, des Objekts und der Umstandsangabe. Vorherrschend sind Wortverbindungen mit Subjektakzent; mit anderen Worten: Meist erfüllt das Grundglied Krankheit die Subjektfunktion, d. h., es nimmt eine aktive Position ein. Bei der Transformation der untersuch-
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XIX a. pab. – XX a. pr. dvižodžiai sudėtiniai pavadinimai su pagrindiniu dėmeniu liga ir dalyviu reiškiamais priklausomaisiais dėmenimis
ten nominalen Konstruktionen in verbale Konstruktionen zeigt sich, dass Krankheit mit zwanzig intransitiven Verben verbunden wird; am häufigsten sind darunter lipti ir užkrėsti. Fälle, in denen das genannte Glied die Objekt- oder Umstandsangabefunktion erfüllt, sind Einzelfälle.
Nach der Untersuchung von Bezeichnungen mit abhängigen Gliedern, die durch Partizipien unterschiedlicher Ausdrucksformen (Aktiv und Passiv, einfache und pronominale Formen) gebildet werden, lässt sich sagen, dass die Textverfasser spontan und nicht bewusst auswählten, welches Partizip sie verwenden sollten; meist schrieben sie so, wie sie es verstanden oder aus den Texten anderer Verfasser übernommen hatten. Ihr wichtigstes Ziel war es, Sachwissen in einer für den einfachen Leser verständlichen Sprache zu vermitteln; mit anderen Worten: Der Inhalt lag ihnen mehr am Herzen als sprachliche Feinheiten der Form.
Im Hinblick auf ihren Terminuscharakter treten zwei Bezeichnungsgruppen deutlich hervor. Die Bezeichnungen der ersten Gruppe können als eigentliche Termini gelten, da sie sowohl semantisch als auch formal den Status eines Terminus erfüllen: Sie benennen medizinische Begriffe, und ihr abhängiges Glied bezeichnet ein differenzierendes Artmerkmal. Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass in den medizinischen Texten des untersuchten Zeitraums auch Verbindungen mit abhängigen Gliedern, die durch Partizipien Aktiv ausgedrückt werden, als Termini fungieren. Die Bezeichnungen der zweiten Gruppe sind uneigentliche Termini: Sie stehen in keinem Zusammenhang mit einem medizinischen Begriff, und ihr abhängiges Glied bezeichnet eine vorübergehende Eigenschaft, die nur im jeweiligen Text relevant ist.
ŠALTINIAI
KNYGOS IR KNYGELĖS
Dez 1915 – Kas tai yra dezinfekcija ir kam ji reikalinga, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 22 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
DK 1908 – Daktaras kišenėje: aiškūs pamokinimai kaip užlaikyti sveikatą ir kaip nuo ligų apsiginti, su daugeliu receptų surinktų nuo geriausių daktarų, sutaisė M. Paltanavičia, Worcester, Mass: spausdinta spaustuvėje M. Paltanavičiaus.
DL 1915 – Apie drugio ligą, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 7 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
DMS 1912 – Daktaras bei mokslas apie sveikatą: naujausia knyga, Philadelphia, Pa.: išleido The Philadelphia Medical clinic.
DN 1906 – Daktaras namuose, arba, Apraszymas ligu ir ju gydymas, pagal daktarus Basanavičiu, Vileišzi, collins, Stout ir daugelį kitu sutaisė K. W. Gedeminas, So. Boston, Mass.: [išleid. ir] spauda Gedemino ir Mickevičiaus.
DS 1910 – Darbininko sveikata, pagal daktarą A. Kats’ą parašė P. Norkus, Philadelphia, Pa.: turtu ir spauda „Kovos“.
Dž 1903 – Dr. S. A. Knopf, Džiova ir kova su ja: populiariškas konkursinis darbas, apdovanotas ant kongreso Berlyne (24–27 geg. 1899 m.), susirinkusio apsvarstyti kovos rankius su džiova, sutaisė D-ras A. V., Tilžėje.
DžA 1911 – Džiova: referatai, surengti „Aušros“ draugijai, dr. F. Matulaitis, [JAV: s.n.] (Chicago, Ill.: spauda „Lietuvos“).
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Džiov 1915 – Apie dziovą, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 10 vertimas. Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
DžPK 1909 – Dr. K. Jokanto, Džiova, jos priežastis ir kova su ja, Vilnius.
KD 1895 – Ką daryti, kad sveiki būtume ir ilgai gyventume, vertė iš lenk. kalbos D-ras F. Antaniaukas, Tilžėje.
KD 1905 – Kas daryti, kad sveiki būtume ir ilgai gyventume, vertė iš lenkų kalbos D-ras A. Vileišis, Vilnius.
Kol 1915 – Apie kolerą ir kaip nuo jos apsisaugoti, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 8 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
KŽP 1904 – Kūdikių žindymas ir penėjimas, vertė Atgalainis, Tilžėje.
LytL 1915 – Lytiškos Ligos ir Kaip nuo jų apsisaugoti, parašė D-ras F. Matulaitis, antra, peržiūrėta ir pagerinta laida, So Bostona, Mass.
LPr 1891 – Ligonijų prietelius: kelrodys wis iems tiems, kurie prie atsirandanczių ligų patys saw pirmąję pagalbą prisiteikti nor ir ant to geras namū pryprowas įsitiekti wėlyjas, sudarė Friedrich Adolph Richter, Leipceikėj: Richterio knyginyczia ([Rudolstadt: Richtero dukorija]).
LUL 1915 – Apie limpamąsias arba užkrečiamas ligas: (daktaro pasikalbėjimas su žmonėmis), Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 5 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
MGV 1909 – Mano gydymas vandeniu sulig 40-metinių patyrimų, parašė kunigas S. Kneipp, iš vokiečių kalbos vertė Aguonaitis, Ryga: A. Macijausko knygynas.
NamG 1907 – Naminis gydytojis, parašė A. Aitvaras, Ryga: lėšos A. Macejevskio, [i.e. 1906] (Ryga: H. Hempel ir ko).
NG 1924 – Naminis gydytojas. Trumpas prasčiausių ligų aprašymas ir jų gydymas, antrasis pataisytas leidimas, Kaunas.
PNA 1903 – Dr. Fr. Esmarch, Pirmoji pagelba nelaiminguose atsitikimuose, išvertė daktaras A. V., Tilžėje.
PrR 1915 – Pragaro rauplė, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 28 vertimas. Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
RAK 1895 – Rodos motinoms apie auginimą žindomų kudikių, sutaisyta pagal Michailovą; [vertė J. Račiūnas?], Tilžėje: [Ūkininkas].
Sif 1915 – Apie sifilį, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 3 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
Skarl 1915 – Apie skarlatiną (karuš), Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 14 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
SŽL 1886 – Sunkiausios žmonių ligos, Petro Nėrio, Tilžėje.
ŠLL 1901 – Trumpi šneka apie limpančias ligas ir kaip nuo jų apsiginti, parašė D-ras V. A., Tilžėje.
UL 1914 – Užkrečiamosios ligos, parašė gydytojas E. D., Vilnius.
ULB 1912 – Užkrečiamųjų - limpamųjų ligų išsipletojimo budai ir kova su jomis, dr. A. L. Graičiūnas, Wilkes-Barre, Pa.: „Draugo“ [išleid. ir] sp.
ŽD 1913 – Kas reikia žinoti apie džiovą, iš vokiečių kalbos vertė D-ras Bagdonavičius, Vilnius.
Žin 1911 – Žinynas: knyga žinių iš mitologijos, historijos, etnografijos, astronomijos, aritmetikos, medicinos ir kitų mokslų bei jų šakų, iš įvairių šaltinių surinko J. Laukis [Domininkas Keliauninkas], Chicago, Ill.: „Aušros“ knygynas, (Chicago, Ill.: „Lietuvos“ spauda).
ŽLL 1920 – Kas reikia žinoti apie lyties ligas, vertė iš vokiečių kalbos D-ras J. Bagdonas, Kaunas: Vidaus reikalų ministerijos Sveikatos departamento leidinys.
ŽmM 1915 – Apie žmogaus marą, Pirogovo draugijos skyriaus sveikatos žinioms platinti leidinio Nr. 14 vertimas, Maskva: Lietuvių d-ja aukštųjų Maskvos m-klų moksleiviams šelpti. Leidimo komisija, (Vilnius: Martyno Kuktos sp.).
LAIKRAŠČIAI
A1 – Auszra 1883 4 112
A2 – Aušra 1915 32 418
Art – Artojas 1910 15 54; 1910 19 69; 1910 25 93; 1910 26 97; 1910 30 113
Gdt – Gydytojas 1914 1 2; 1914 2 5; 1914 3 9; 1914 4 14; 1914 5 18; 1914 6 21; 1914 7 25; 1915 1 1; 1915 3 9
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Palmira Zemlevičiūtė
XIX a. pab. – XX a. pr. dv žodžiai sudėtiniai pavadinimai su pagrindiniu dėmeniu liga ir dalyviu reiškiamais priklausomaisiais dėmenimis
LA – Lietuvos aidas 1917 3 4
Ps – Pasiuntinys 1912 5 150
Svk – Sveikata 1909 1 7; 1909 5 3; 1910 2 6; 1910 3 1; 1910 4 1; 1910 11 4; 1912 7 28; 1912 8 29, 32; 1913 2 7; 1913 4 13, 15; 1913 5 20; 1914 2 7; 1914 3 10; 1914 4 15; 1914 5 19; 1920 1 3; 1920 3 1, 4; 1920 4 1; 1921 6 2
Šlt – Šaltinis 1909 5 69; 1910 18 280; 1912 3 36; 1912 21 328; 1912 40 632; 1913 46 729; 1914 7 102
U – Ūkininkas 1891 2 77; 1891 3 132; 1892 VI/VII 230; 1897 3 41
V – Varpas 1889 X 153; 1899 12 184
Vad – Vadovas 1913 16 62, 169; 1913 16 63, 277
VL – Vienybė lietuvininkų 1890 27 5; 1890 28 4
Vlt – Viltis 1913 62 2; 1914 83 1; 1914 101 2; 1914 144 1; 1914 159 3; 1915 70 2; 1915 88 2
VŽ – Vilniaus žinios 1905 5 2; 1905 124 4; 1905 225 4; 1906 222 3; 1908 2 1
ŽLA – Žemaičių ir Lietuvos apžvalga 1894 XI 82
K A L E N D O R I A I
AVKV 1918 (1917) – Aušros Vartų kalendorius 1918, Vilniuje, 1917.
AVKV 1919 (1918) – Aušros Vartų kalendorius 1919, Vilniuje, 1918.
DMKNY 1911 – Didysis Marijos kalendorius Lietuvos ir Žemaičių katalikams 1912 metams, New – York.
LAK 1885 – Lietuwiszkas Auszros kalendorius ant metu 1885, Bitėnai.
LdK 1919 – Liaudies kalendorius Kaimynas 1919, Vilniuje.
LietK 1917 – Lietuvos kalendorius 1917 metams, Vilniuje.
LietK 1918 – Lietuvos kalendorius 1918 metams, Vilniuje.
LieUK 1905 – Lietuvių ūkininkų kalendorius ant metų 1905, S.–Peterburgas.
LKal 1901 – Lietuwißkos kalendros metui 1901, Tilžėje.
LtAK 1886 (1885) – Lietuwiszkas Auszros kalendorius ant metu 1886, Tilžėje, 1885.
LtK 1892 (1892) – Lietuwißkos kalendros pridėlio metui 1892, Tilžėje, 1892.
NK 1905 (1904) – Naujas kalendorius 1905 metams, Tilžėje, 1904.
SK 1901 – Severos kalendorius lietuviams metui 1901, W. F. Severa, cedar Rapids Iowa.
SK 1905 – Severos kalendorius dėlėi Lietuviui, W. F. Severa co. cedar Rapids, Iowa.
UK 1900 (1899) – Ūkiškasis kalendorius ant metų 1900, Vilniuje, 1899.
UkK 1917 (1916) – Ūkininkų kalendorius 1917 metams, Vilniuje 1916.
UkK 1918 – Ūkininkų kalendorius 1918 metams, Vilnius.
ŪK 1911 – Ūkiškasis kalendorius 1911 metams, Brooklyn, N. Y.
ŪKl 1920 – Ūkininkų kalendorius 1920 metams, Berlin.
ŽmK 1919 – Žemaičių kalendorius Tilžės keleivio 1919 metams, Tilžėje.
ŽvK 1905 – Katalikiško laikraszczio Žvaigždės kalendorius 1905 metams, Shenandoah, Pa.
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TWO-WORD COMPOSITE NAMES OF LATE 19TH – EARLY 20TH CENTURY WITH LIGA AS HEAD ELEMENT AND DEPENDENT ELEMENTS EXPRESSED BY PARTICIPLES
S u m m a r y
The article analyses two-word composite names with liga as the head element and dependent elements expressed by participles, which were used in the medical texts of the late 19ᵗʰ century – early 20ᵗʰ century written in a popular scientific style (books, booklets, newspaper and calendar articles).
It was found that the dependent elements of those names are expressed by passive and active participles, as well as the adjectivized participles of necessity with the suffix -tinas, but the latter form of expression is not very common. The participles of both types are expressed by simple and pronominal forms. Dependent elements expressed by simple passive or active participles prevail.
254 Palmira Zemlevičiūtė | XIX a. pab. – XX a. pr. dvižodžiai sudėtiniai pavadinimai su pagrindiniu dėmeniu liga ir dalyviu reiškiamais priklausomaisiais dėmenimis
Three types of expression of dependent elements were singled out: Dlvnvk ← Dktvliga, Dlvvk ← Dktvliga, Dlvrk ← Dktvliga. The dominant type is Dlvnvk ← Dktvliga. Four subtypes of expression were distinguished within the first two types: Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga, Dlvnvk(ivardž) ← Dktvliga, Dlvvk(ppr) ← Dktvliga, Dlvvk(ivardž) ← Dktvliga. The dominant subtype is Dlvnvk(ppr) ← Dktvliga.
It was ascertained that the head element liga plays three semantic – subject, object and adverbial modifier – functions. The word phrases with the shade of the subject prevail. In other words, the head element liga usually plays the function of the subject, i.e., it takes an active position. After we transform the noun constructions under analysis into verbal ones, we can see that liga is used in combination with twenty intransitive verbs; lipti and užkresti are most common. Cases where the abovementioned element plays the function of the object or adverbial modifier are individual only.
The analysis of the names with the participles of different expression (active and passive voice, simple and pronominal form) as their dependent elements presupposes that the authors of the texts in question chose specific participles spontaneously rather than consciously; they usually wrote as they knew or saw in the texts of other authors. Their principal aim was to render subject-specific knowledge to an ordinary reader in the understandable language or, in other words, they were more preoccupied with the content rather than form related linguistic subtleties.
As regards the attribution of names to terms, two groups of names stand out. The names of the first group can be considered proper terms, as they denote medical concepts and their dependent element expresses a distinctive specific quality. The phrases with the dependent elements expressed by active participles used in the medical texts of the period under analysis can be attributed to terms as well. The terms comprising the second group are improper terms; they have no connection with the medical concept, whereas their dependent element denotes a temporary quality, which is only relevant in a specific text.
Gauta 2021-04-19
Palmira Zemlevičiūtė Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius E. paštas
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Terminologija | 2021 | 28
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