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Tautologiniai veiksmažodžių aiškinimai „Lietuvių kalbos žodyne“

A. Kučinskaitė

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LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI, V LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA TAUTOLOGISCHE ERLÄUTERUNGEN VON VERBEN IM „WÖRTERBUCH DER LITAUISCHEN SPRACHE“ A. KUČINSKAITĖ Als tautologisch bezeichnet man eine solche beschreibende Erklärung, bei der in der Bedeutungsdefinition des zu erklärenden Wortes ein Wort mit derselben Wurzel verwendet wird. Im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ werden, wie in vielen anderen Wörterbüchern, die Bedeutungen präfigierter Verben meist tautologisch erklärt. Z. B.: sujusti sich in Bewegung setzen. prakepti ein wenig, hastig backen. perkir̃sti beim Schneiden in zwei Teile teilen1. Mit tautologischen Definitionen werden im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ häufig auch nichtpräfigierte Verben erklärt. In diesem Beitrag möchten wir gerade auf solche Fälle aufmerksam machen, in denen sich die Bedeutungen nichtpräfigierter Verben durch tautologische Umschreibungen der Handlung hinreichend deutlich und vergleichsweise präzise erschließen lassen. A. VERBEN DENOMINALEN URSPRUNGS I. Von Substantiven abgeleitete Verben 1. Ein von einem Substantiv abgeleitetes Verb bezeichnet nicht nur eine Handlung, sondern weist zugleich auf das Objekt hin, auf das diese Handlung gerichtet ist oder das mit dieser Handlung angestrebt wird. In einer tautologischen Erläuterung eines solchen Verbs wird ein Verb mit weiter gefasster Bedeutung zusammen mit dem Akkusativ oder Genitiv eines Substantivs derselben Wurzel angeführt, der das Objekt der Handlung bezeichnet. Z. B.: Himbeeren sammeln Himbeeren pflücken. Pilze sammeln Pilze sammeln. Würmer sammeln Würmer sammeln, nach Würmern suchen. Hasen jagen jagen, Hasen fangen. 1 Vgl.: поговорить eine Weile sprechen; докупать etwas zusätzlich zu zuvor Gekauftem kaufen; перегрызать durch Nagen trennen, in Teile zerlegen. Wörterbuch der modernen russischen Literatursprache, Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Institut für Russische Sprache (im Folgenden — СССРЯ); abwerfen eine Last zu Boden werfen, hinunterwerfen; anfliegen fliegend herankommen. Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Institut für deutsche Sprache und Literatur, Lfg. 1—2, Berlin, 1961 (im Folgenden — WDG). 207 balnoti einem Pferd einen Sattel auflegen. kamanoti einem Pferd Zaumzeug anlegen2. 2. Ein vom Substantiv abgeleitetes Verb bezeichnet nicht nur eine Handlung, sondern gibt zugleich einen Hinweis auf deren Ergebnis oder Art und Weise. Es wird durch ein Verb mit weiterer Bedeutung und dem Akkusativ des Substantivs derselben Wortwurzel (bisweilen mit der Präposition „aus“) oder dessen Instrumental (bisweilen mit der Präposition „mit“) erläutert. Z. B.: kilpoti Schlingen machen. garbanoti Locken machen. kepaluoti aus Teig Laibe formen. jausminti Gefühle hervorrufen, wecken. kamuoliuotis sich zu einem Ball zusammenrollen. kaupuoti mit gehäuftem Maß schütten. keruoti in Scharen wachsen. gurkšnoti langsam, in kleinen Schlucken trinken. galvokuoti die Wolken ziehen in Haufen3. 3. Ein von einem Substantiv abgeleitetes Verb, das ein Werkzeug, ein Mittel oder einen Stoff bezeichnet, benennt eine Handlung, die mit diesem Werkzeug, Mittel oder Stoff ausgeführt wird. Die Bedeutung wird durch ein Verb mit weiter gefasster Bedeutung und den Instrumental des Substantivs (bisweilen mit der Präposition „mit“) beschrieben. Z. B.: diržuoti mit einem Riemen schlagen. kapliuoti Kartoffeln und Gemüse mit der Hacke anhäufeln. kanabėkuoti mit einer Mistgabel Mist aus einem Wagen abladen. kiulkiuoti mit Kiulkiai füttern. kankliuoti auf der Kanklės spielen. cukruoti mit Zucker bestreuen. druskuoti Salz streuen. auksinti mit Gold überziehen4. 4. Ein vom Substantiv abgeleitetes Verb bezeichnet einen Prozess, der anzeigt, dass das Subjekt Eigenschaften erlangt, die den Eigenschaften des durch dieses Substantiv bezeichneten Gegenstands (der Person) ähneln, oder zu diesem Gegenstand (dieser Person) wird. Die Bedeutung wird gewöhnlich mit der Formel „zu etwas werden“ oder „bestimmte Eigenschaften annehmen“, „etwas ähnlich werden“ definiert. Z. B.: anglėti zu Kohle werden. kaulėti zu Knochen werden. gintarėti zu Bernstein werden. miestčionėti bürgerliche Eigenschaften annehmen. geležėti wie Eisen werden. 2 Vgl.: сделать, einem Tier (Pferd, Esel usw.) einen Sattel auf den Rücken legen und befestigen. Wörterbuch der russischen Sprache in vier Bänden, Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Institut für Russische Sprache (im Folgenden — СРЯ); adressieren, die Adresse auf eine Postsendung schreiben WDG. 3 Vgl.: периться, sich mit Federn bedecken; петлять, nicht gerade gehen oder sich bewegen, sondern Schleifen machen ССРЯ; ржаветь, sich mit Rost bedecken СРЯ; adeln, jmdn. in den Adelsstand erheben WDG. 4 Vgl.: пилить, verschiedene Materialien (Holz, Metall usw.) mit einer Säge zerschneiden; маслить, etwas mit Öl bestreichen oder übergießen; крахмалить, vor dem Bügeln in einer Stärkelösung einweichen, um Festigkeit und Glanz zu verleihen (von Wäsche, Kleid); сахарить, mit Zucker bestreuen, солить, Salz in oder auf eine Speise streuen, mit Salz würzen СРЯ; angeln, Fische mit der Angel fangen WDG. 208 galvijėti einem Rind ähnlich werden. kempėti einem Schwamm ähnlich werden5. 5. Ein vom Substantiv abgeleitetes Verb bezeichnet einen Zustand, der anzeigt, dass das Subjekt der schädigenden Handlung des durch dieses Substantiv bezeichneten Handelnden ausgesetzt ist. Erläutert wird dies mit den Formeln „von jemandem gefressen, angenagt, zerhackt werden …“. Z. B.: kirmelėti von Würmern gefressen werden. kirmgraužoti von Holzwürmern angenagt werden. kandėti von Motten zerfressen werden. 6. Von Substantiven abgeleitete Verben besagen, dass der Handelnde bestimmte Pflichten erfüllt, sich mit etwas beschäftigt, einem bestimmten Beruf oder sozialen Stand angehört. Erläutert wird dies mit der Formel „etwas sein, sich mit etwas beschäftigen; die entsprechenden Pflichten ausüben, erfüllen“. Z. B.: girininkauti Förster sein. kalviauti Schmied sein, das Schmiedehandwerk ausüben. kareiviauti Soldat sein, den Wehrdienst leisten. karininkauti Offizier sein, ein Offiziersamt ausüben. dailidžiauti das Tischlerhandwerk ausüben. kerdžiauti das Amt eines Hirten ausüben. kampininkauti Kampininkas sein6. Es sei darauf hingewiesen, dass sich manche tautologisch definierten Verben keiner Bedeutungsgruppe zuordnen lassen. Es handelt sich um Einzelfälle tautologischer Erläuterung, z. B.: kerštauti Rache üben wollen, mit Rache drohen; giminiuotis die Verwandtschaft zu den Verwandten wahren usw. II. Von Adjektiven abgeleitete Verben 1. Ein von einem Adjektiv abgeleitetes Verb bezeichnet eine Handlung, durch die einem Objekt die durch dieses Adjektiv ausgedrückte Eigenschaft verliehen wird. Die Erklärung erfolgt nach der Formel „etwas wie machen“. Z. B.: kartinti bitter machen. gelsvinti gelblich machen. jauninti jung machen. kietinti hart, härter machen. gilinti tiefer machen. gardinti schmackhafter machen7. 2. Ein von einem Adjektiv abgeleitetes Verb bezeichnet einen Zustand, der anzeigt, dass das Subjekt die durch dieses Adjektiv ausgedrückte Eigenschaft tatsächlich oder vermeintlich besitzt. Die Erklärung erfolgt nach der Formel „wie sein, scheinen“. Z. B.: giedruoti heiter sein. juoduoti schwarz sein, schwarz erscheinen. 5 Vgl.: леденеть zu Eis werden; костенеть knochenhart werden СССРЛЯ. 6 Vgl.: кузнечить als Schmied arbeiten (umgangssprachlich); плотничать Tischlerarbeiten ausführen; Tischler sein СССРЛЯ; служить als Diener, Hausangestellter tätig sein (veraltet) СРЯ; amtieren ein Amt versehen, fungieren WDG. 7 Vgl.: коротить kürzer machen СССРЛЯ; равнять gleich, gleichwertig machen СРЯ; altern jmdn., etw. frühzeitig alt machen; aktivieren jmdn., etw. aktiv machen WDG. 14. Lietuvių kalbotyros klausimai, V 209 geltonuoti gelb sein, gelb aussehen. lygiuoti gleich sein8. 3. Ein vom Adjektiv abgeleitetes Verb bezeichnet einen Vorgang, durch den ein Gegenstand die durch dieses Adjektiv ausgedrückte Eigenschaft annimmt. In der Erklärung wird das Verb werden mit dem Dativ dieses Adjektivs oder das Verb gehen mit einem adverbialen Adjektiv derselben Wurzel mit dem Suffix -yn verwendet. Z. B.: kartėti bitter werden. gelsti gelblich, gelb werden. kietėti hart werden. gerėti besser werden. kilnėti edler werden, nobler werden. giedrėti klarer werden. gyvėti lebendiger werden9. B. LAUTMALENDE VERBEN Verben, die von lautmalenden Interjektionen abgeleitet sind, welche Tier- oder Vogelstimmen bezeichnen, werden mit einem Verb allgemeinerer Bedeutung und der betreffenden Interjektion erklärt. Z. B.: karkti mit der Stimme „kar, kar, kar“ schreien (vom Huhn). čirikštėrėti „čirikšt“ ausstoßen. gagėti mit der Stimme „ga, ga, ga“ schreien (von der Gans). kukuoti „kukū“ rufen (vom Kuckuck)10. Auf tautologische Weise werden im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ gelegentlich auch andere lautmalende Verben erklärt, z. B.: kėpterti „kėpt“ fallen. keperkšči(u)oti mit „keperkšt, keperkšt“ gehen. karkšėti „karkš karkš“ schlagen. kabulinti „kabuldi, kabuldi“ schlagen oder etwas anderes tun. Die zuletzt angeführten Beispiele für die Erklärung lautmalender Verben wirken etwas komisch11. Außerdem sind viele Interjektionen und die daraus abgeleiteten Verben nur in einzelnen Dialekten bekannt. Verben, die nicht in die Literatursprache eingegangen sind, sollte man nicht mit ebenso unbekannten Interjektionen erklären, von denen das zu erklärende Verb selbst abgeleitet ist. Den Wörterbuchbenutzern wäre wesentlich mehr geholfen, wenn das optische oder akustische Bild lautmalender Verben beschreibend (bisweilen durch ein Synonym) wiedergegeben und in Klammern auf die entsprechende Interjektion verwiesen würde. Z. B.: 8 Vgl.: равняться быть или считать себя равным кому-л. СРЯ; горчить иметь горький, горьковатый привкус ССРЛЯ; ähneln jmdm. ähnlich sein WDG. 9 Vgl.: краснеть становиться красным, приобретать красный цвет; молодеть становиться молодым, моложе; плотнеть становиться более плотным ССРЛЯ; твердеть становиться твердым или более твердым; яснеть становиться ясным или более ясным СРЯ; altern alt werden WDG. 10 Vgl.: куковать издавать крик «куку» (о кукушке); мяукать издавать звуки «мяу» (о кошке и других кошачьих) ССРЛЯ. 11 Ähnliche Erklärungen finden sich bei A. Juška in den Wortbelegen, z. B.: Kersnoti ist reiten, während man „kers, kers, kers“ ruft (А. Юушкевич, Литовский словарь съ толкованіемъ словъ на русскомъ и польскомъ языкахъ, вып. III (т. II, вып. I), Петроградъ, 1922). 210 klibinkštuoti hinkend gehen (vgl. klibinkšt). žnektelėti mit dumpfem Laut zu Boden fallen, von etwas Schwerem, Schlaffem (vgl. žnekt). šlumštelėti zu Boden fallen, von etwas Weichem, Raschelndem (vgl. šlumšt). kliunktelėti in etwas Flüssiges fallen (vgl. kliunkt). C. VERBEN MIT VERBALER DERIVATION Verben bestimmter Bedeutungsgruppen – die sogenannten Diminutiv-, Frequenz-, Kausativ- und Veranlassungsverben – werden im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ gewöhnlich durch Verweise auf das Basisverb erklärt. In einzelnen Fällen, in denen diese Verweise nicht ausreichen, werden die Bedeutungen von Diminutiv-, Frequenz- und Kausativverben durch tautologische Definitionen erläutert. 1. Diminutivverben. In ihren tautologischen Definitionen wird ein Verb derselben Wurzel zusammen mit Adverbien wie ein wenig, ein bisschen, allmählich, langsam, leicht usw. angegeben. Z. B.: gaštelėti sich ein wenig erschrecken. kapstelėti ein wenig aufkratzen. kapstenti langsam kratzen. kedelenti leicht durchkämmen. 2. Frequenzverben. In ihren tautologischen Erklärungen werden Adverbien wie zeitweise, mit Unterbrechungen, ständig, häufig, hier und da verwendet. Z. B.: karkšėti zeitweise krächzen. kaukuoti mit Unterbrechungen heulen. kiloti ständig, häufig etwas heben. lekčioti hier und da eilen. 3. Frequentative-diminutive verbs. Their tautological definitions use adverbs expressing repetition, ease, or low intensity of an action, or adverbial modifiers of manner expressed by other parts of speech. E.g.: keplioti oft, nach und nach backen. kalinėti langsam, leicht und Schlag für Schlag hämmern. 4. Kausative Verben. Sie werden mit Formeln des Typs „bewirken, dass“ erklärt, gefolgt von der 3. Person des Konjunktivs eines Verbs mit derselben Wurzel. E.g.: kepinti bewirken, dass es bäckt. kirmydyti bewirken, dass es wurmstichig wird. girgždinti bewirken, dass es knarrt. jukdyti bewirken, dass gelacht wird. Im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ werden Verbbedeutungen auch in weiteren, hier nicht aufgeführten Fällen durch tautologische Definitionen erklärt. So werden beispielsweise auch die wenigen Verben erklärt, die von Zahlwörtern, Pronomen und Adverbien abgeleitet sind: ketvertinti vervierfachen; vienodėti gleichförmiger werden; ganėti ausreichen usw. Tautologisch erklärt werden am häufigsten auch Komposita, z. B.: gardžiakąsniauti die leckeren Bissen essen; kiškiakopūstauti Hasenklee sammeln. Schließlich werden im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ durch tautologische Definitionen nicht nur Verben erklärt, sondern auch Wörter anderer Wortarten, zum Beispiel Substantive 211 (Beschützer jemand, der beschützt; Naturwissenschaftler Fachmann für Naturwissenschaften; junger Mann ein junger Mensch), Adjektive (bucklig mit Höckern; langzahnig mit langen Fangzähnen). Fälle tautologischer Erklärung anderer Wortarten werden in diesem Artikel nicht behandelt. Obwohl tautologische Bedeutungsdefinitionen von einigen Lexikologen als unzureichend angesehen werden12, sind sie, wie wir gesehen haben, in bestimmten Fällen aus mehreren Gründen durchaus gerechtfertigt und akzeptabel: 1) Eine tautologische Definition zeichnet sich durch Kürze aus (z. B. garuoti Dampf abgeben); 2) sie ist hinreichend klar (z. B. kainoti einen Preis festsetzen); 3) mit der tautologischen Definition wird nicht nur die Bedeutung des Wortes erklärt, sondern auch seine Herkunft oder seine Beziehung zu einem anderen Wort derselben Wortfamilie aufgezeigt (z. B. kairiuoti mit der linken Hand arbeiten). Selbstverständlich sind tautologische Erklärungen nur dann gerechtfertigt, wenn das in der Definition verwendete Wort derselben Wortfamilie im Wörterbuch deskriptiv oder durch ein weithin gebräuchliches Synonym erklärt wird. Erklärungen mithilfe wenig gebräuchlicher Synonyme erschweren den Wörterbuchbenutzern die Arbeit. Manchmal muss man sogar mehrere „Stufen“ durchlaufen, bis die Bedeutung des zu erklärenden Wortes schließlich klar wird13. Sachgemäß verwendete tautologische Erklärungen kommen ihrem Wert nach nichttautologischen deskriptiven Definitionen nahezu gleich und erschließen die Wortbedeutungen wesentlich besser als Synonyme oder Verweise. TAUTOLOGISCHE ERKLÄRUNG DER VERBEN IM „WÖRTERBUCH DER LITAUISCHEN SPRACHE“ А. КУЧИНСКАЙТЕ Zusammenfassung Tautologische Definitionen dienen im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ zur Erklärung verschiedener abgeleiteter Verben: 1) nominalen Ursprungs (von Substantiven gebildet, z. B. kilpoti daryti kilpas — „Schlingen machen — Schlingen bilden“; von Adjektiven, z. B. juodinti daryti juo- 12 Z. B. sagt J. Galkina-Fedoruk in ihrer Kritik an den tautologischen Erklärungen in S. Ožegovs Wörterbuch, die Definition des Wortes merka als „определенный размер“ sei zwar kurz, erschließe die Bedeutung des Wortes jedoch nicht hinreichend, da sie ihrem Inhalt nach tautologisch sei. Vgl. E. M. Галкина-Федорук, Современный русский язык, Лексика, М., 1954, S. 191. 13 Ein anschauliches Beispiel für solche unzulässigen „Stufen“ findet sich in Band V des „Wörterbuchs der litauischen Sprache“: kabarzuoti kabarzu, kabarzu bellen. kabarzu kepersu. kepersu kiverzai. kiverzai keverzai. keverzai zur Bezeichnung eines ungeschickten, unschönen Gehens. Außerdem ist darauf zu achten, dass ein Wort derselben Wurzel, das in einer tautologischen Definition verwendet wird, nicht – auch nicht indirekt – durch „idem per idem“ („im Kreis“) erklärt wird, z. B.: galėti etwas fühlen können. galestis Fähigkeit. galėjimas → können. 212 da – „schwärzen – schwarz machen“), 2) Interjektionsverben (z. B. mjaūkti rėkti miau — apie katę – „miauen – miau rufen – von einer Katze“), 3) Verben verbalen Ursprungs: diminutive (z. B. kąstelėti kiek įkasti, truputį atsikasti – „ein wenig beißen – leicht zubeißen, ein kleines Stück abbeißen“), iterative (z. B. karkseti tarpais karti – „von Zeit zu Zeit krächzen“), kausative (z. B. judyti daryti, kad juoktųs – „zum Lachen bringen – bewirken, dass sie lachen“). Einige Gruppen abgeleiteter Verben im „Wörterbuch der litauischen Sprache“ werden nach bestimmten Formeln definiert. So werden von Adjektiven gebildete Verben, die einen Vorgang bezeichnen, durch den ein Gegenstand die Eigenschaften des Adjektivs annimmt, mithilfe des Verbs daryti – „werden“ und des Dativs dieses Adjektivs definiert (kietėti daryti kietam – „hart werden – hart werden“) oder mithilfe des Verbs eiti „gehen“ und eines von einem Adjektiv abgeleiteten Adverbs derselben Wurzel (aiškėti · eiti aiškyn – „klarer werden – immer klarer werden“). Eine treffend angewandte tautologische Definition ist nichttautologischen beschreibenden Wortdefinitionen gleichwertig. Tautologische Definitionen sind kurz und hinreichend verständlich. Außerdem erklärt eine tautologische Definition nicht nur die Bedeutung eines Wortes, sondern weist auch auf dessen Herkunft oder auf seine Verbindung mit einem anderen Wort derselben Wurzel hin.