Iš baltų kalbų puodininkystės terminijos istorijos
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LicL iB Ta ail ąų TB RAM J: NO La. Gal J A LIE TU V. O'S TSR MOK SLY AKADEMIE S. KARALIUNAS Aus dem Weißrussischen ins Englische Geschichten In der Sprachwissenschaft der einzelnen Völker und ihrer Gruppen gibt es eine Tendenz, die Gesamtheit der Handwerksterminologie sowohl in synchroner als auch in diachroner Hinsicht zu untersuchen. Die Beschreibung der Begriffe einer Sprache oder einer Sprachgruppe liefert die notwendigen Kenntnisse über das Terminologiesystem eines Bereichs und seine Eigenschaften, die Funktionsweise der Begriffe, ihre Veränderungsund Ergänzungstendenzen. Die Beschreibung der Gesamtheit der Terminologie und die historische Untersuchung enthüllen die Besonderheiten dieser Sprache, zeigen die räumliche Verbreitung der Begriffe, helfen, die ältesten sprachlichen Beziehungen zu beschreiben, ihren ir Charakter zu ir bestimmen. Die Untersuchung der Terminologie einzelner Handwerke (Stricken — Spinnen, Holzbearbeitung, Schmiedekunst, Töpferei usw.) hat eine große praktische theoretische Bedeutung erlangt und ist aktuell geworden. Iš Die jüngsten slawischen Handwerke der Terminologie Werke sind vor allem erwähnenswert hervorragende O. Monografie von Trubatschow „Terminologie der Handwerke der slawischen Sprachen“, wo durch Gruppenrekonstruktion die Ursprünge der Terminologie mehrerer ir Handwerke neu qualifiziert aufgedeckt werden. J. Triers etymologische Untersuchungen der Töpferbegriffe in den germanischen und anderen indoeuropäischen Sprachen waren durch ihre theoretischen und ir methodologischen Voraussetzungen so bedeutsam, dass sie den Grundstein für die moderne Erforschung der Handwerksterminologie aller indoeuropäischen Sprachen legten. Die Handwerksterminologie der litauischen Sprache ist synchron überhaupt nicht, diachron fast nicht erforscht. Aus den oben genannten Gründen muss die Untersuchung der Handwerksterminologie als eine der aktuellsten Aufgaben der litauischen Sprachwissenschaft angesehen werden. Die Relevanz der Untersuchung der Handwerksterminologie ir zeigt sich auch darin, su dass die Ethnographar ie des Handwerks die mit der Archäologie verbundenen sprachlichen Dinge mit Vertretern anderer Fachrichtungen zu erklären beginnt. Es kann nicht gesagt werden, dass der Ursprung der Namen der zentralen — Töpferei-Saucoques, die das ir jo Ergebnis der — Blüte-Aktion sind, nicht erklärt wird. Im Gegenteil, knurren, Topf ir jų Verwandte in anderen baltischen Sprachen haben seit langem die Aufmerksamkeit der Etymologen, esami jų Herkunftsdeutungen sind phonetisch ar und semantisch ir mehr oder ir weniger zufriedenstellend*. Interessant, ganz möglich ist die ir neue O. Etymologie von Trubatschow, 1 O. H. TpyGaues, PeMecnentas ZWISCHENZEIT B CJIaBAHCKHX s3bikax, M., 1966. * J. Trier, Lehm. Etymologien zum Fachwerk, Marburg, Deutschland 1951. 3 Aber sie schaffen ne es immer gut. Im iš Wesentlichen falsch ist die Behauptung, dass ,,Sprachwissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das litauische Wort ‚žiesti‘ ist slawischen Ursprungs“ (I.) Auf der Suche nach einem Termin Das Kreislaufsystem MAD, A Serie, 2(36), 1971, p. 129). Kein Linguist to hat es jemals gesagt. Der Artikel enthält ir weitere unüberlegte Aussagen: "Rotationsbewegungen sind eher für das Wort charakteristisch „Zžiesti“ (|), „Leichtrad“, „Schwerrad“ (leichte, schwere Art ?!). * E. Fraenkel, LEW, p. 668, 1307 (su lit.) — Bett. In: lat. Puéds Bindings su s. Isl. Fett „indas, rykas®, s. deutsch. Höhe. macht „t. p.“ usw. Nicht sicher, weil der Keim. *Fata-* < *podo- „indas, rykas“ 125
dass pijodas ein Puder ist, der durch iš Verlängerung der Wurzel balsj® durch Apophonie entstanden ist (Bd. sl. Wählen. Wagenb < *ugnis „Feuer“: Traube < Feuer „Schmiede“). Aber man muss einen Umstand berücksichtje igen, den der Autor dieser Etymologie selbst bemerkt ir hat:,,Cpsi3b npaGajir. *poda-s u *pada-s HaM KaxeTCcs BIIOJIHe OUEBHJIHOK, OJĮHAKO IIOHHATb ee MOXKHO TOJIbKO Ha ĮĮOGAJITHĖCKOM ypPOBHE OTHONIEHHA, NOCKOJIbKŲ anoĖdoHHH d:a B Gajithicom He CynmlecTByeT KaK In diesem Artikel wird jedoch versucht, aus sprachlicher Sicht die Entsprechungen der wichtigsten Töpferbegriffe wie „König“, „König“ in anderen baltischen Sprachen zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf der Suche ir jų nach verwandten Lexika derselben Sprache liegt, die die Interpretation des Ursprungs į des betrachteten Lexiks oft in eine ganz andere Richtung lenken. 1. - Ja, das ist es. Der Topf, lat. Verwandte von Pudds Lexikon der deutschen Sprache ,,Ein Metallbehälter zum Kochen von Speisen; Tongefäß (S. 10) jemand zu halten), Töpferei; Butsch, Widerstand; koklis“". Es wird in allen litauischen ji Dialekten gesprochen. Oft wird dieses Wort in alten Schriften und ir Wörterbüchern ir gefunden (M.) Daukšos, J. Bretkūno, S. Chilinskio, K. Širvydo, Krauzes), wo es eine Bedeutung hat "Tongefäß, Töpferware". Dieser Wert sollte ir daher als älter angesehen werden. už „Ein Metalltopf zum Kochen“, der be zweifellos durch die Veränderung der Realitäten selbst entstanden ist. ir Ähnliche Bedeutungen haben Pot vedisch. Be Poedine „(adj.) paišinas, soodinas“ Die zahlreichen, von der : Schildkröte gebildeten, Flügel, die sich in der Luft bewegen, bilden die Flügelflügel. „Tongefäß (S. 10) Milch zu gießen); „eine Art altertümlicher Kockel mit su tiefer Vertiefung“, in der Dichtung „die Töpferwerkstatt; Tontopf zum Mahlen von Mohn und Hanf“. Priesaga -yné wird ziemlich häufig für einen Ort verwendet (Bd. Raucher „Fischräucherei“) für ir Räuchereien (Bd. Flechtkarbinen „ein gewisser Korb zum Tragen von Futter“, Wäscherei „Waschbir rett“ usw. )?. Seine Ableitungen haben den Akzent meist im Suffix, aber manchmal ir auch in der Wurzel, z.B. laidyné : ldidyné, lindyné : lindyné, súgštyné : súgštyné, also ir potdyné : potdyné. Es ist besonders zu beachten, dass potdynė auch in allen Dialekten der litauischen Sprache verbreitet ist, aber in den Bedeutungen ,,Tontopf zum Mohn, Hanf mahlen“ ir „ein gewisser altertümlicher Kockel mit einer su tiefen Vertiefung“ – dieses Wort ist nach den vorliegenden Daten nur den nordwestlichen Dialekten der Semgallen (Dovilai, Leckava, Plikiai, Viekšniai) bekannt. «Ursprung ist immer noch umstritten: es kann ein Reisender auch in der Nacht sein. Ursprungsbezeichnung, siehe J. Hubschmid, Schlduche und Co. Fasser. Wortund sachgeschichtliche Untersuchungen..., Bern, Schweiz 1955, p. 156—160. — Finnland. Pfote „Topf (zum Kochen), potdynė“, est. auf „t.p.“ kann nicht aus baltischiš en Sprachen entlehnt sein, z.B. Aulis J. Joki, Uralier und Indogermanen, Helsinki, Finnland 1973, p. 301. | 5 O. Tpy6aueBs, a. a. O., S. 208. 6 Loc. cit. — Dass es in den Dialekten der baltischen Sprachgemeinschaft einen kurzen Vokal gab o (siehe Abschnitt 4.4) H. Kasnayckac, K pa3Barnito o6mebanthiickoii cucreMs rjracHbix, BSI, 4, 1962, S. 20—24; V. Mažiulis, Baltų ir kitų indoeuropiečių kalbų santykiai, Vilnius, 1970, S. 11 usw. ; plg. LKK, X, 1968, S. 52 usw.), ist keine wirkliche Sache, vgl. Chr. S. Stang, Vergleichende Grammatik der Baltischen Sprachen, Oslo—Bergen—Tromso, 1966, S. 22 ff. 7 „Lietuvių kalbos žodynas- “, Band X (Handschrift). 8 P, Skardžius, Die Entstehung der litauischen Wörter, Vilnius, 1943, S. 271. 126
Nordwest-Semitische Dialekte (Dovilai, Kretingalė, Laukžemis, Mosėdis, Notėnai, Plateliai, Plikiai, Salantai, Skuodas, Šatės) hat das ir Lexikon pūdynė, pūdynė „im Ofen ein Graben gegraben, wo man sich aufstellen kann; eine Art Brennholz zum Mauerwerk von Öfen; ein Tongefäß, ein kleiner Topf zum ir Mahlen von Hanftabak“. Die Bedeutungen nė ir der Lexika piodyjpūdy)nie sind so eng verwandt, daß sie freiwillig in die Zeitformen fallen. ti Ta Die Tatsache, dass ir der Topf Topf, Topf (Barstyčiai, Mosédis, Plungė kt.) ir wenn sie in derselben Dialektstrecke verwendet werden, jų lässt es nicht darauf schließen, iš dass sie auf phonetischem Wege entstanden sind, zumal in diesen Dialekten bekanntermaßen der Vokal wo erhalten bleibt: ir (wählen. pu: der ū) Unterschied. Die Assimilation von Vokalen, die in den Dounischen Dialekten vor den schmalen Vokalen einer anderen ou Silbe statt uy (t. y. aus), typisch für die östlichen Dounists. Auch an eine lexikalische Infiltration der zu weit entfernten Sumpfdialekte kann man kaum denken. ar Aus diesen Gründen wäre die einfachste Erklärung der historischen Verbindung der samogitische ir Lexika pūdynė puodjnė, dass piidjné eine eigenständige lexikalisch-semantische Einheit ist, die durch Ablativverhältnisse mit den einwurzelnden Lexiken pūdynė pūodas verbunden ist. su ir Das Lexikon Pudynyne in diesem Fall unter dem genannten Adjektiv -ynė Konstruktionsmuster ist offensichtlich aus dem iš ursprünglichen Substantiv gemacht *Flüssigkeiten, die „Tongefäß (Hanf zum ar Mahlen von Tabak)“, „bestimmte Steine, Ziegel“ usw. ir 100 mg/m2. Piod der Substantive : *Schlamm Das morphologisch-konstruktive Verhältnis ist das gleiche wie zwischen, z.B. bluézgas,.pleiskana, bluzgena“ bliizgas : „t. p. ©, BrioZas „Strich, Linie, Linie“: Streifen „Strich, Feilen“, Ciudpas „abgesunir kener, unbeweglicher Mensch, schnappen“: schnappen „wer greift, greift“, Grube „drevė“ : Eiche „dubuo“, Iūošas „dessen Bein, Arm oder ar anderer Körperteil gebrochen ist“: ein Leichnam „t. p.“, schwimmend „Fasern, Schal“: Flossen „eine Schalenfaser, Karn, Plüsch; „Schotten“ Russ: Scheiße „t. p.“, wuiognas „Wasserüberlauf, ma Wasserfall- “: Liūgnas „kleine Balle, Clan, Walka ; Schlamm, Maulwurf; Schnecke, Klappschiš necke; Wasser, ir das nach dem Auslaufen des Flusses im Bogen verblieben ist“. Neben den akuten Wurzeln der Vokalismus-Substantive gibt es, uo wie man sieht, Vokalismus-Substantive mit einer zirkumfleksiblen i Intonation, wie es zwischen piodas pūd- — ir : (Bd. 100 mg/ Tag). Die Lexika pudynė, pūdynė, piūodas haben mehr ar oder weniger ähnliche Bedeutungen. Zusammen jų genommen, der iš Inhaltsplan, eine Seite, deutlich herausstechen „Tongefäß, Töpferware (zur Lagerung, zum Mahlwerk für Mohn, Hanf, Tabak)“, iš andere „(ein gewisser altertümlicher) Hocker (mit tiefer Vertiefung zum Mauerwerk von Öfen)“ (aus dem letzteren Metonymie Weg könnte die Bedeutung abgeleitet werden „im Ofen ein Graben gehauen, um sich zu verstecken“). Es ist charakteristisch, dass wir ein ähnliches Bedeutungsir verhältnis in den entsprechenden lettischen Lexika finden. - Ja, das ist es. Piod in Lettisch, wie bekannt, entspricht pudds „der Topf; der Kessel“ * (Bd. Noch vedische ir jų Bedeutungen Cup , der Topf“, könnenš „krūz(it)e“, Töpferware (be) k) „ein Gefiss, in dem das Essen gekocht wird“ ME 454, EH 1I 345). In der lettischen Sprache gibt es auch Namen für Pilze, z.B. Pudel „ein gewisser Pilz“, puddins® „ein junger Birkenpilz“, Pudding "Bärzlape", aber wahrscheinlich sind es neue Bedeutungen, die von einer gewissen äußeren Ähnlichkeit der genannten Objekte abhängen. Daher haben historische Rekonstruktionen eine größere Bedeutung, „der be Topf“, gali būti tik krasns puods, krūspuods, puodinš (ohne k.) „die Ofenkachel“. Werte „Tontopf, geeignet für Topf“ ir „Koklis, die Ofenkamin (t. y. Die Koexistenz von „einem bestimmten Ziegelstein“ ist an anderer Stelle bekannt, ir vgl. s. Russisch. Nauma „Stein, 127
In: : serb.-chorv. Naimuya „Schüssel“; Lot. Test „Ziegelstein, Ziegel“: „Tongefäß, Topf“. Die entsprechenden germanischen (Bd. Vok. Kachel „Koklis“ <s. Vok. Höhe. Chachala „Tontopf“ lot. < Vulg. *Kaktus, plg. Lot. caccabus „Lösungsmittel, Schmelzgefäß“?) ir Slawische Sprachen (Bd. Russisch. Wählen. copwkd „TycThIe, JIeTKHe KHpIIH4H KJIHHOM, SIE SIND ICD/ICD-10 CBOJIOB“ : 2OpiUOK ,,0KPYIJIbIH, OOJbIH TJIMHSIHBIH COCY4 pa3JINYHOTO Bd. I., Bd. II., Bd. III. Ha (Hrsg.) Sprachliche Daten legen nahe, dass „Koklis, die Ofenkachel hat ausgewachiš sene Bedeutungen ,,Tontopf, der opf“. T Im preußischen Entsprechungswort haben wir ir gerade die letztere Bedeutung. Fr. Podalis „schlechter Topf, wird es Topf entspricht semantisch ir und morphologisch exakt zem. Suffix -alis hat in beiden Sprachen eine erhöhende und eine verringernde Bedeutung (Bd. Bedeutung der preußischen Sprache „schlechter Topf“!). Die Bedeutung des Begriffs ist im ir lettischsprachigen Lexikon nicht festgelegt. Somit geht die semantisch-morphologische Identität der drei Sprachderivate offensichtlich in die ferne Vergangenheit zurück, weshalb bei der iš Suche nach bedeutungsmäßigen Verwandten von pūodas, pudds, pod-alis ir me "Tontopf" sollte ir geleitet werden. Gleichzeitig su zeigt das Lexikon púd-yně die Richtung der Suche nach verwandtir en Lexika an, die į bisher, soweit bekannt, nicht berücksichtigt wurde. In den litauischen Dialekten hat der Piodas in einem Fall Die Bedeutung von „,häuser, Widerstand“: Als ich den Topf auffüllen wollte, fand ich die Hälfte des Topfes voller Fische. Vielleicht wäre es zu kühn zu sagen, dass dies die alte, ursprüngliche — Bedeutung von pitod, pudds, pod-alis ist, aber seine Anwesenheit ist dennoch lehrreich: der Unterschied zwischen den Bedeutungen „Tontopf“ ir „Häuser, Widerstand, t. y. Ein bestimmter ar Beutel ist sogar ein bestimmtes Fass" (Bd. 100 mg/m2 „Flechtwerk zum Fangen von su Fischen mit Sauger; Widerstaiš nd; Garn gestrickt į Widerstand verMit dem Gerät zum Fangen von Fischen; iš Weide geflochten geschlossene Tasche für Fang Für die Aufbewahrung von iš Fischen im su Wasser; „Fass aus Stroh“), ist historisch gesehen nicht wesentlich, so dass beide Bedeutungen durch ein Wort oder durch verschiedene, aber einwurzelnde Wörter ausgedrückt werden können. Der Bedeutungskreis erweitert sich durch Hinzufügen von hier noch lat. Pudding* „ein Spann (Beine erheben- )“ ME Töpfer III 454, (ohne k.) „der Hintere (?)“ EH II 344 Bei liet. Bläh, Bläh, Bläh „Arsch, Hintern, Sitz“. Zu dieser Gruppe von ir jų Lexika-Bedeutungen können wir weiterhin ir solche Lexika mit dem no Ausdrucksplatzsegment pūd-|pud zählen, wie z.B.: lat. Pudis (ohne k.) „der Haufe; die Menge“, Pudel (und Teer Pudel) „der Paudel; der Teerpaudel (be k.) „eine Art Kaffscheune“ ME III 445, pudas „alter Kram, alte Kleider, Lumpen“ (pudūt) „kramen, aufschichten“) ME 3. 401, Auflage. Pudel „Bündel, Bündel“, lat. Pulver, Pulver „ein Haufe“, Puder, Puder „ein Būschel, ein Strauch mit Wurzeln; ein Haufe; ein kleiner Hūgel“, pudurinš, puduritis „ein kleines Wildchen, eine Baumgruppe“ ME III 401—3, EH II 320—1, Lied. Puder "Gruppe, Haufen, Fläche von dicht gewachsenen Bäumen, Sträuchern, Getreide; debesis“, lat. pudiks,,ein halbwiichsiger Knabe“, pudikis,rinkveidiga dzelzs, ar kuo piestiprina sanu virves pie laivas malam“ EH II 320. Es wäre zu schwierig und vielleicht auch unangebracht, jetzt für jeden Teil dieser semantischen Kette Parallelen in anderen Ideologien zu suchen. (oder nicht gegangen.) in Sprachen, die zeigen-? H. Paul, Deutsches Worterbuch, Achte Aufl., bearbeitet von A. Schirmer, Halle (Saale), 1961, p. 317. 10 B, lass, Toaxossiit caosaps, I, M., 1955, S. 382—3. 128
tume jų Regelmäßigkeit, also die ir Zugehörigkeit zu monophyletischen Lexika. In diesem, wie in anderen ir ähnlichen Fällen, ist es besser, die Frage zu stellen, ob die festgestellte semantische Kette als Ganzes in ar einzelnen Wurzellexemen nicht auftreten kann. ar Wenn man feststellt, dass eine bestimmte Bedeutung oder Gruppe von anderen jų Sprachen oder von Lexika derselben Sprache, aber von anderen Wurzeln stammt, kann man im vorliegenden Fall mutiger an eine Verwandtschaft denken. jų ir Somit wird die Verwandtar schaftsbejų ziehung der zwei Bedeutungen der gesamten Gruppe ipso facto gezeigt. Es sollte berücksichtigt werden, dass die ir assoziativen Merkmale der Objekte der äußeren Welt, die im semantisch-lexischen System reflektiert werden, sehr oft ne jų Spezifische physikalische Eigenschaften (z.B. Ton, Holz, Korb), aber abstrakte allgemeine Eigenschaftejų n, wie „Konvexität, ir Prägung“, „Hohlheit“ usw. ir Aber solche ir ähnlichen Merkmale können natürlich mehrere Gegenstände haben, z.B. ein Haufen, ein Bündel, ein ir Haufen, ein Hügel usw. Aufgrund der langjährigen historischen Entwicklung sind solche assoziativen Merkmale oft mit diametral entgegengesetzten Merkmalen su verwoben, z.B. „Konvexität, Prägung, Konvexität“ — su „Konkavität, Konkavität“. Objekte der Wirklichkeit, die die gleichen assoziativen Merkmale aufweisen, können in ar Bewusstseinsbildern, wie es scheint, durch einwurzelnde Lexika dargestellt werden. Es ist bemerkenswert, dass in der historischen ir Entwicklung, bei der Bildung der Beziehungen zwischen lexikalisch-semantischen ir jų Einheiten, bestimmte physikalische Eigenschaften von Objekten eine zweitrangige Rolle gespielt haben, weil ,,3HaueHHS „TJIHHSHbIĖ“, „TJIMHA“ durypupytor Kak cyryOo NpoMeKyTOYHbIe 3BEHbsi, BTODpHUHO KOHKDpeTH3OBAHHbIe 3HAUEeHHS, BOCXOAAIIHE K HHbIM 3HAYEHHAM, K OOO3HAUCHHSAM HHbIX TEXHHUECKHX JeHCTBUH, rIOJIuac JOCTATOYHO OOIIero Blattgröße: „BepTeTb“, „KpyTHTb“, „TIJIecTHK“. Oco6enno HHTepecHa NpH TOM yAHBHTE/IbHAS KHBYYECTh CEMAHTHUECKOH Meine... JH ,,0NJIETEHHOE, OKpyueHHOe“ > „TJIKHHSHbIA COCYyjg“... Ha npumepax 3THMOJIOTHYeCKOTO BbI5SBJICHH51 E6 pe/IHKTOB, a TAKXKe Ha KOHCTaTalHH aKTHBHOTO BOCIpoH3BOJĮcTBa ITOH ceMaHTHUeCKOH Meine MbIBIVJIOTHYIO KacaeMmcsi JĮOKEepaMHueckORH ApeBHocTH MATepHAJIbHOKH KYyJIbTYDpbi IpejįKOB HOoCcHTeJIeKH CJIABAHCKHX JIHaJIeKTOB“, Die baltische Töpferterminologie ist, wie bereits erwähnt, diachron kaum erforscht, aber das vorhandene Material auf diesem Gebiet lässt dennoch vermuten, dass die baltischen Sprachen die gleiche Phase der Töpferterminologiebildung durchlaufen haben, die hier für die slawischen Sprachen rekonstruiert wird. Eine durchaus mögliche Sache, ir die Wurzel *pid-* „(aus-, an-)blasen“ (siehe Abschnitt 4.4) unten) bedeutete früher „zu winden, zu flechten“, weil die Bedeutungen „bläst, lässt“ ir „drehen, winden, flechten“ sind eng miteinander verbunden, vgl. z.B. lit. Tinte (-sta) lat. ir Tit (nein) „winden, wickeln, flechten“. Daher sollte es nicht überraschen, dass bei der Erklärung der Herkunft der wichtigsten weißen Töpferbegriffe pūoaas, pudds, pod-alis, sofort zu den verschiedenen geflochtenen, ansonsten iš gebogenen und gewölbten Ryks gegangen wird. ir (Korb, Wanne ir usw.), als die ältesten Objekte, deren Namen wiederum weiterhin mit Lexika verbunden sein können, die su verschiedene hervorstehende, gewölbte bzw. konvexe Objekte bezeichnen. Konkave, konkave Objekte. Die folgenden Beispiele für die Bedeutung verschiedener Wurzellexeme illustrieren die ir Bedeutung der beiden Wurzellexeme pot-|pūd-|pud und die Bedeutung von pot-|pūd-|pud. ir jų Vikar sų übernahm die Möglichkeit einer historischen Verbindung: 11 10 (1906) H. Tpy6aues, op. cit., p. 228—9. 9. Litauische Terminologie 129
1. Haufen „Reitoder Kretilseiten, Kreide, Gras; Aufstieg der Pfote des Fußes, Aufstieg; Schuhstelle am Aufschlag“, „Einrichtung, auf der die Fäden gewoben werden, bevor sie auf den Wurfkörpern aufgewickelt werden“, „Schäfchen, Schaufelgriff; rėčio ar kretilo šonai, krijas, graižas“, krajūkas „dalgio, kastuvo rankena- “, krėjis „vielomis išpintas prietaisas, vartojamas prie arklinės kuliamosios mašinos šiaudams purtyti, kad iš jų išbirtų pelai, su grūdais“, lat. kreja „ein kleines Zugnetz- “, liet. krija „rėčio ar kretilo šonai, lankas; Holzverkleidung um die Mühle, um das Mehl beim Mahlen nicht zu zerbrechen, Wanne; Rahmen, auf dem der Lampenschirm gehalten wird; Rauchsieb; Bettboden aus Schnüren; Vorrichtung, auf der die Fäden gewebt werden, bevor sie auf den Wurfkörper gewickelt werden, "großes Stück Eis, Sex", Kreide, "réCio" oder Kretilseiten; Steil abklappbare Deckelkanten; Seite eines Hutes oder einer Mütze, Bogen; die Seiten der Kabine; bato aulas; Rauchsieb; Bettboden aus Schnüren; Faserverstärktes Sieb zum Abtropfen von Schwärmen; Vorrichtung, auf der die Fäden vor dem Aufwickeln auf die Wurfgarne gewebt werden; Honig aus Waben, um Teile des Geräts zu drehen; die Welle der Sprengmaschine, an der die Sprengkörper angebracht sind; Gebogenes Eisen, das an den Wagen angebracht ist, um die Wende zu erleichtern“, lat. krija, krijs, krijš „die Lindenborke; abgerissene Linden od. Fichtenborke (Aus der Lindenborke wurden besonders friiher verschiedene Gegenstinde verfertigt, z. B. Schlitten, Sattel, Aussteuerkasten); der Bastrand eines Siebe, Riegesiebe; Sieb-Locinš, klein; die Oberseite der Kretula, an deren unterer Kante das Geflecht befestigt ist; ein Korb aus Lindenrinde; ein Lindenbrett®, lit. krijélis,,- ein Gerät, auf dem die Fäden gewebt werden, bevor sie auf den Stoff gewickelt werden; „Teil, Kreuz, Kreis eines Butterschlaggefäßes“ („krjti,Jlenkti, kumpinti- ®, kriti, kréja, kriéri, krieja, kréja,ti2) esti, winioti“); Karpfen ,,(ganu) ciba; ein ovales hdlzernes Kiste; eine aus Borke(n) angefertigte Tuite zum Beerensammeln, vom Plan délifa (Esche, Birke oder Espe) längliches, gebogenes, schmales Stück usw.“,,,die Warzen; ein Leichdorn®, Karpfen „,ichne In: Muschelschale®, liet. kdrpa „kleine Hauterhöhung ir Verhärtung; Rinde-Blatt-Ausbuchtungen ar in der Verhärtung; Brustwarze usw.“, lat. Karton, Karton „ein flaches und beinahe rundes Fischerboot zum Verkauf Lachfangen“, „ciba, ein rundes, holzernes Gefūss, in das Butter, dickflüssig Milch, auch Fleisch getan wird“, cėrpa, cérps „der Hiimpel, ein Erdhéduflein, ein aufgeworfener Sandstein; Langes Gras, vernünftig. im Sumpf, Grashirsch; der Strauch; ein Baumstumpf; Baumwurzeln; das Ihr, vernünftig. verwiihltes, buschichtes®, cérpufi ,,kleine mit Beerenstauden bewachsene Hūmpel in Siimpfen®, Litauische Eiche „eine kleine, winzige Pflanze, die auf Steinen, Bäumen, Dächern wächst; Schwamm, Flechtwerk; Baumdecke, Knolle; dicke, rissige, verfärbte Birkenrinde; duonos kepalo žiauberė, kampelis, papentis; Der sitzende Teil des menschlichen Körpers; „Schweinemaulwurf, Knyslé usw.“ „stark verzweigter Stamm; Velėna“, kerplé, kėrplė „Stümpfe su mit Wurzeln, Keras, Wurzeln eines ehemaligen Stumpfes; übersetztsu er Baum mit Wurzeln; Kopf; was fettig, dick; was unordentlich, verdorben ist“, kérplésa, kerplésa „ein Baum, su der mit allen Wurzeln ausgewurzelt ist; Wurzeln eines ausgewachsenen Baumes; alter, verfaulter Baumstamm, der mit Moos oder Gras ir bedeckt ist; Rücken; Bart mit Haaren bewachse- (: n, abgehängt, bösartiger Mensch usw.“ schneiden, -ia „was wir schwach ar versucht haben zu binden“, zu schneiden, -a „weiter wachsen, sich erweite3) rn, sich entwickeln“); Kreativität, Kreativität „eine Diite aus Erlenod. Birkenrinde, worin namentl. Erdbeeren werden gesammelt; ein Gefiss aus Birkenrinde: ein Fischerboot zum Verkauf Lachsfang; ein ovales, hélzernes Kistchen®, „die Warze*, Karabiner „ein Korbchen, 130
eine Schachtel; die Dachpfanne; ciba, ein rundes, hellgrünes Gefiss, in das Butter, dickflüssig Milch, auch Fleisch getan wird etc.“, lied. kdrba „so ein altes Rechenwerkzeug Baum mit gepressten — Rauten®, su kafbas „Tasche, Korb, Rahmen; großes Gewebe zum Tragen von Futter, Dockel, „,Warze, Rinde, Rand, Einschnürung, Verhinderung; Verlagerung, Unebenheiten, Ausreißen su der Kante; Zahlenmarkierungsstäbchen, kerba (ohne k.) „kekė (Früchte- )“, kérbiné „t. p.“, kirba „Klammer, Klemme; daugybė, knypava, kirbinė“, kirbinė „Struktur; Kante; Keke; Herde, Haufen, Horde“, kirbiné (ohne k.) „Korb, Tasche“, kirbljs „Stagaras, Pflanzens- (: tiel“ — kerbti, -ia ,,los gebunden; nicht fest, schlecht geflochten“, kifbti, -sta „gižti, beginnen zu sauern“, ap-kirbti, „wachsen, hängen“). 4) Lied. Muscheln „kauburys“, lat. Kaiiba „Bergspitze“, lit. Cowboy, Cowboyin (ohne k.) „hölzernes geschnitztes Gefäß, hölzerne Schüssel“, kaibras „nicht hohe Erhebung“, kaubrē, kaūbrē „Hügel, Hügel; kupra, kūbrys“, kaubrjs „Berg, Bergrücken, Gipfel; Rückenschmerzen, Aufstieg; Was für ein Aufblähen, ein Aufstieg,“ „Berg, Bergrücken, Gipfel; In: „Die Zeit“, Jahrg. Kupfer (ohne k.) ,,der Hugel, die Kaulquappe "Bergspitze", Hügel "hohe Erhebung; Berg, Bergrücken, Gipfel; kupstas, pakilimas, koks pasipūtimas, pakilimas“, lat. Würfel „der Kopf“, kubele, kubela „die Eichel (am münnlichen Gliede)“, kubis „der Zulp fiir Sauglinge“ (Beispiel:. Nippel „ein Verbundenes Tuch, auf in dem etwas getragen wird; der Zulp fiir Sduglinge*) Badewanne, Badewanne, Badewanne „der Kiibel, Bottich®, gelassen. Kublulis (ohne k.) „ausgehobener Holzbehälter“, Dial. (Gem.) Kubel „kubilas“, lat. Kubelelis ,,(verichtl. Demin.) ein kleiner Kübel, kubals „der Kiibel, Bottich“, kubils „t. p.“, liet. Kubil „ein Fass mit breitem Boden zum Einfüllen von Mehl, Getreide, zum Gären von Gemüse und zum Aufbewahren von Flüssigkeiten; geschlossenes Fass zur Aufbewahrung von Kleidung; Schneebesen; su Ausgehobener großer Holzbehälter mit gelagertem Boden, Grube usw.“, kubūlkė, kubulkis (ohne k.) „hölzerner Behälter“, lat. Würfel „der Kübel, Bottich“, Würfel „der Kiibel, Bottich,,,Unverschämtheit, Zynismus“, Kubris „der Hocker, Hocker, Hocker. Kiefernholz „Rücken zum Hals, Buckel, Widerrist; Nugara, Hügel; Berggipfel, Kamm; Hügel, Hügel; Unebenheiten, Erhebung- “, Kubus (ohne k.) „großer hölzerner Löffel zum Aufnehmen von Viren“, Kubar „Kurmi-Graben-Häuptling“, Kübel "kleiner, fetter Mann", Würfel „Hügel, Erhebung, Hügel; Haufen“, kuburjs „Gipfel“, ein Hügel, eine Erhebung; Rücken; Unebenheit, Erhebung“, lat. Kuburis „ein nicht gut anliegende Stelle am Anzug“, schrieb er. Kuburka, Kubufka , Holzbehälter, lat. Kubus ,,Quark-Sin üssigkeiten Milch“,,,eine grosse ciba; ein hdlzernes Trinkgefuss; ein mit einem Deckel versehenes Gafiss aus Birkenrinde, worin man Beeren sammeln od. Tabak konserviert; ein Erdklötzchen; cin kleiner cinis: ein Die brennende (Hölle), ein Stiickchen Brot: eine kleine Erhdhung“ (: nu-kiafibti, -ia „ausgursti, verschwinden“, hangti, -sta , tendieren (prie In: lat. kubindt ,,decken, ap-kubindt „umlegen“); ; 5) Puné, piiné „Verlegung uZgardis Stroh gießen, Asche; Scheune, Tagesruhe, Lager; Hütte, Zelt; ola, urvas“, pūnė „Ei-Leere- “, lat. Kiefer „eine Scheune, Heuscheune, eine Heusch. Strohscheune; ein kleines, scheunenartiges Gebdude am Seereisen. Seeufer zum Aufbewahrung von Fischerwerkzeugen; „Raum für Näherungs-Luftschutzgeräte usw.“, punis eine kleine Scheune fiir Heu, Stroh und Kaffee; Heuscheune im Walde etc.“, Anstecknadeln ,eine Bauerhiitte®, pina tine, ein , grosses, rundes hdlzernes Gefiss mit Deckel®, flauschig* „ein feuchter, 02. 131
sumpfiger Wald, ein mit kleinen Kiefern bewachsener Sumpf etc.“, puns, puna, pune, punis „eine Erhdhung, eine Beule, ein Knollen, Knoten, ein hartes Geschwiir, ein Knorren, ein Auswuchs am Baum, ein Hėcker“, pauna „der Schūdel; der Stirnbein; der Kopf; das Maul“, paiina, paina, paunis „eine kleine Miitze; ein Rucksack, Tornister; ein Biindelchen; ein Rinzel, ein Paudel; Lumpen, Umarmungen; Binding, Kind“. Bei einigen Wörtern dieser fünf Leksem-- Serien (z.B. puppe, kubel, piidele) kann man Zweifel haben, ob sie etymologisch wirklich zu den Wurzeln gehören, denen sie hier zugeordnet sind. Diese Zweifel ergeben sich nicht aus phonologischen, konstruktiven oder semantischen Gründen, sondern aus Gründen rein anderer Art (Gebrauch des entsprechenden Wortes irgendwo an der Grenze des litauischen oder lettischen Sprachgebiets; genaue lexikalische Entsprechung in größeren und somit als einflussreicher geltenden Nachbarsprachen* usw.). Die Bedeutung dieses Wortes ist Teil einer kohärenten semantischen Kette, seine Beziehung zu den anderen Teilen dieser Kette wiederholt sich auch in den Lexika anderer Wurzeln und kann daher auch Teil eines organischen historischen Prozesses sein!®. Die konstruktiven Eigenschaften dieses Wortes sind die gleichen, wie sie das konstruktive Modell in dieser Sprache zeigt!*. Daher kann man die Ansicht, die die Möglichkeit der Interpretation des Ursprungs eines Lexikons mit Hilfe der inneren Mittel der Sprache bevorzugt, nicht als absurd betrachten. Eine besondere Bedeutung für die etymologische Identifizierung von potas, puods, pod-alis und anderen pūd-| pudleksemen haben die letzten Wörter der Reihe, weil, wie K. Būga bereits festgestellt hat! *, sie gehören zur gleichen Wurzel wie pūd-| pudleksemos. Die Wurzel wahrscheinlich. Es ist eine Idee. *peu-| *pou-| *pii-„aufblasen, ausblasen, aufblasen“! *, 12 Es muss gesagt werden, daß diese Ansicht nicht unfehlbar ist, denn indem sie die verschiedenen historischen Epochen, die geographischen und kulturellen Beziehungen der Gegenwart durcheinanderbringt, versetzt sie uns in eine weit entfernte Vergangenheit:,,a) the geographic area of the Baltic speakers in his day [A. Bach ist gemeint] was very small in comparison with that of the speakers of Germanic languages; b) dass die baltischen Sprachen in der Tat in relativ jüngerer Zeit sehr viele Leihwörter aus dem Deutschen entlehnt haben. Für die prähistorische Situation dachte er dann auch eine ähnliche Möglichkeit; c) jahrzehntelang wurde angenommen, dass es einige wenige Entlehnungen aus dem Urgermanischen ins Baltische gab, aber aus irgendeinem unerklärlichen Grund, dass das Urgermanische nicht mit Entlehnungen aus dem Baltischen erwidert wurde“, —A. Klimas, Baltisch, germanisch und slawisch, Donum Balticum, Stockholm, 1970, S. 264 —35. In der fernen Vergangenheit könnten diese Beziehungen grundlegend anders gewesen sein, und die baltischen Dialekte könnten nicht nur aufnehmend, sondern auch gebend gewesen sein (nicht nur für die finno-ugrischen, sondern auch für die östlich und westlich gelegenen indoeuropäischen Sprachen). 13 Vgl. z.B. die von K. Būga gegebene hervorragende Begründung des semantischen Zusammenhangs von pūnė „,vartas- ’“ mit anderen Lexika: K. Būga, RR, II, S. 525—6. 14 Zum Beispiel, wegen des Suffixes kūb-ilas, siehe folgende Namen von Werkzeugen, Rädern: brizgilas, „Kamanas“, kratilas, krétilas, „großes Rädchen zum Aussieben von ausgeschlagenem Getreide aus dem Moos“, ratilas, „Kreis“, ratas, bogas, rétilas, „Rad zum Moos schütteln“, spragilas „Schäfer“, trainilas, „Rad als Verbindungsstück“. Nicht jede Ableitung von -ilas basiert am Ende auf einem Verb, z.B. brizgilas (: brizgas): brigzti, sprizgėti; sprūgilas: knallen, explodieren, also auch kūbilas: knallen. Über die semantischen Beziehungen von Kubilai, siehe auch. LKK, XII, 1970, S. 181—3, Slavu jeziku kabsl» kann eine alte Entlehnung aus den baltischen Sprachen sein (vgl. raka, rataj u. a.), die auch in die germanischen Sprachen gelangt ist (vgl. Kausche, Kaddig, Daggut, Elen u. a.) für die Suffixe *.el/l-: *.gl-Verbindung z.B. abelis: Apfel; Für die Bedeutung und das Suffix siehe auch gr. »imeilov „Becher- “, hergestellt aus der parallelen Wurzel ide. *kup-* —Kitaip E. Fraenkel, LEW, S. 304 (übers.); V. Urbutis, Baltistica, VIII, 1972, S. 205; B. Vanagienė, V. Vitkauskas, LKK, XIII, 1972, S. 222. 15 K. Būga, RR, I, S. 332-3. 16 Siehe dazu. P. Persson, Beitrūge zur indogermanischen Wortforschung, I, Uppsala—- Leipzig, 1912, S. 241—250; J. Pokorny, IEW, S. 847. 132
plg. Arm. Freund „schnelle ir Atembeschwerden“ (*peud-), (h)ogi "Geruch, Atem, Geist" (*powio-), vid. Wasser. Da raus, Kimr. Ewyn, Breton. Äon „puta“ (*pou-ino-). Diese primäre Wurzel basiert auf su Formaten -nir -d in baltischen Sprachen könnten neue Wurzeln gebildet worden sein: | punpiinpa- | unpudpūdir paud-. | | Be Die Wurzel | pudpūdpaud in diesem Fall | können | wir unterscheiden: lit. Pudénti „kedenti, purenti“, lat. Pudit (-iju) „fortschaffen; celt nuo miega aukšta steigu“, -tiės sich beeilen ar (etwas zu tun)“, sa-puditiés , sich fiir eine Reisen aus. Fahrt zurechtmachen®, pudatiés „langes un Gerbties*, sa-pudat iés) ,»(sich) in alte Kleider dicht einheilen®, ließ. Verflüssigen, verrotten (-ija) „zu jagen, zu treiben, zu drücken; Pulti“, Pudel ,leicht iSkratomas, birus®, lat. pudlavat, pudjavat ,,wehen machen zausen (z. B. die Būnder des Kopfputzes vom Winde gesagt)“, pudulas (siehe Abschnitt 4.4) (siehe Abschnitt 4.4) "unordentlich, verwirrt, verwirrt Mensch", piduliuoti, pūduliūoti „velti, taršyti, draikyti, kratyti, purtyti“, su-pūduloti ,suvelti, sutaršyti“, pudeluoti, pūdalioti, pūdalėti, pūdelioti, pūdalėti „drání, velti, taršiti, dedenti“, um-spudelovat „dick anziehen, sich hinsetzen“, pudelieren, pudelieren „, zerkleinern, zerkleinern; (Haare) pusten, anbeten“, pudelėti „achten- “, lat. Pudel „das Haar verwiihlen“, piideris „wie mit aufgeblasenem Haar“, pudrigen, pudrigen „zu zerkleinern (Haare); dekorieren, bemalen“, aus-pūderioti „zerlegen, zerreißen, auspudern“, piiderétis „schmücken, anziehen; kapstytis, žaisti“, nu-pideriuoti „nuplėšti, nudraskyti“, lat. Pioderét „hauen, schlagen, priigeln“, paūdėt „ruchbar machen, unter die Leute bringen“, paist (-zu) „ruchbar machen, 6ffentlich verbreiten“. Es besteht kein großer Zweifel, daß diese Lexika zu einer Familie verwandter Wörter gehören. In welcher iš Weise die primären Werte Bedeutungen von „aus-, auf-, aufblasen“ ausrie-' „velti, taršyti, draikyti“, „purtyti, kratyti“ ir kt., gražiai rodo lat. Der Inhaltsplan von pudlavat. Nach der Rekonstruktion des ältesten Werts „(aus-, an-)blasen“, macht es si ziemlich klar, wie pūd-| pud-, so dass poedelxemes leicht ir erworben hat 'die auszumachenden assoziativen Merkmale des Inhaltsplans „Konvexität, Prägung, Konvexität“, „Hohlheit“ usw., die also in ihren Ursprüngen auf dem Begriff der Aufblähung beruhen. ir į Sowohl in den Wurzeln punals ir auch in den Wurzeln pudlexemos ging die historische semantische Entwicklung natürlich zu solchen Bedeutungen wie „Haufen, Haufen, Haufen, ein Haufe“ (Púdulas, púduras, púdis, paūna, patina) "Staub, Staub, Kaffscheune" (Pfütze, Puste, Puste, Puste), "Widerstand, Butsch, Tasche, ein Rucksack, Tornister, ein Rūnzel, ein Paudel“, „Tongefäß, Töpferei, Topf, ein Topf, ein Kessel, ein Gefūss“, die pot, pučdds, pod-alis, piid-yné, pūdele, pina, paūna, paūna enthalten. Da, wie hier die Entwicklungshypothese zeigt, der Vokalismus des Lexikonworts piiodas, puods, pod-alis zur Reihenfolge der Vokalwechsel gehören kann, wu könnte die Wurzel jų zunächst als *poud-, kann sich ji später aufgrund der phonetischen Entwicklung geändert haben į *pod-, wo iš pr. In: lat., lat., lat. Topf(e). 2. - Ja, das ist es. In: lat. ziest Semantik ir Verwandte - Ja, das ist es. Ziésti (-dZia) ist ein weit verbreitetes Verb in den Hochdeutschen Dialekten. Breit ist ir jo Der Kreis der Werte. In den meisten Dialekten (Alovė, Butrimonys, Leipalingis, Miroslavas, Rudamina, Seinai, Švenčionėliai, Šventežeris, Valkininkai, Žilina usw.) ir es bedeutet ,,(schön, schön) zu ką tun (Klumpen, Löffel, Schaufeln, Schlitten, Wagen, Häuser)“. Dieser Wert ist verbunden mit „ein Kind zu machen“ Leipalingis, 133
schimmeln lassen“, blühen (blüht, blüht, blüht, blüht, blüht) „Ringe zu sein; su schimmelig, grünlich; weiße Flecken sein; Menstruationsbeschwerden“. su Hier sollte darauf ir hingewiesen werden, dass liet. Ringen, ringen „schimmeln; altern, aushärten“, iš kann einerseits, wie bereits erwähnt, mit den Lexika der Blüte-, Blüten-Bedeutsu ungen in Verbindung gebracht werden, aber andererseits wird es in iš solchen Kontexten verwendet, ir deren Semantik kaum zufriedenstellend erklärt nė werden könnte, wenn ar man nur die erwähnte Art von Bedeutungen im Sinn hat. Diese Kontexte sind wie folgt A. Juškos ir J. Jablonski erfasste Sätze: Zesubliedmė ego = angegriffen, verhärtet J: Wie der fliegende Sand blüht, blüht die (= Härte) ir wird grün sein, es wird eine gute Wiese sein J; Sandwich-- Mauerwerk, geblüht, schwer zu glühen (Jg. Jablonskis iš 2. Auflage). Also, in diesen Kontexten, die von Erde, Sand, Mara, Verb sprechen Ziedéti kommt ir in seiner Verwendung, ir in seiner Bedeutung dem Verb žiėsti, žiesti ganz nahe, das, wie bereits gesagt, das Machen, Drehen von Ton bedeutet. iš Daher können wir annehmen, dass žiėsti, das ein Aktionsverb ist, als Zustandsverb als žiedėti angesehen werden kann, aufgrund dieser morphologischen Beziehung vgl. giėžti (-žia) „essen, nagen, knabbern (im Hals); gaiZuliui būti“: iš-gfežėti „aussäuern, absäuern“; gniėžti (-ia) „sehr wollen, knieten“: gniežėti,nieZéti, knitėti“; kleesti (-džia),klejoti, svaičioti“: „verrückt machen, verrückt machen, verrückt machen“, „bewusstlos werden, sinnlose, zusammenhangslose Worte sprechen“; Sprechen im Schlaf; Wandern, um zu wandern“; viėžtis (-iasi),.kestis, apsikęsti; išdrįsti, turėti drąsos, noro“: nusi-, žsi-viežėti (-ia, -ėja) „apsikęsti- “; zniėbti (-ia) „dünn spinnen, verdünnen (die Nähte)“: zniebėti (-ėja) „dünn spinnen“. Darüber hinaus könnte ringeati historisch auch mit den Lexika verbunden sein, die Brennen, Leuchten, Glühen bedeuten, da semema „fest; „härten“, scheint von „brennen, erhitzen“ (d.h. „trocknen, austrocknen“) abgeleitet zu sein, vgl. gr. oxXAnpėg „trocken, hart“: cxėMAo „trockne“ (intr. aor. EoxAnv, perf. Eoxhnua); s. l. Geste „hart“ (vgl. russische Dialekte aceeue statt vcecmue „harter“): s. sl. zegu, zesti „brennen“- **; lit. hart, lat. hart, hart; fest“: kaisti (-čia) „Topf aufs Feuer stellen, damit er sich erwärme“, (-sta) „wärmen, heiß werden...“, lat. kaist (-stu), „heiß werden“, baltische Wurzeln *žeid-| *žid-(bzw. *zeid-| *zid-) auf diese Weise haben wir einerseits die älteste Bedeutung „brennen“ rekonstruiert; glänzen, leuchten, glänzen, flackern“ (daher „verhärten, Blühen; fest“ und „Blühen; Ring“) und, aus dem zweiten, die Bedeutung,- .drehen(s) (Kreis), sich schnell bewegen; zu werfen, zu schmelzen- “. Wie das festgestellte linguistische Material** zeigt, ist die Koexistenz dieser Bedeutungen in denselben oder verwandten Wörtern in den indoeuropäischen Sprachen nicht ungewöhnlich. Die semantischen Beziehungen scheinen daher nicht im Widerspruch zu stehen, wenn wir alle hier genannten Lexika als Vertreter einer einzigen Wurzel betrachten. Die Endkonsonante - der Wurzel *žeid-| *žid-(bzw. *zeid | *zid-) war früher wahrscheinlich ein Formant. Die primäre Wurzel * Sie- | * Sie- (bzw. *Sie- | *zi-) „brennen; spindėti, švytėti, blizgėti, mirgėti || sukti(s) (Kreis), schnell zu bewegen; Butter wegwerfen“, erweitert um die Formen -b-, -g-, -ž-, weiterhin in Lexika wie: žičbti ir (-ia) 32 KZ Kartothek, s. v. Ringen. ** F. Miklosich, Etymologisches Wörterbuch Wörterbuch der slawischen Sprache Sprachen, Wien, Österreich 1886, p. 410. Anders M. ®acmep, Drumosornueckati crosaps pycckoro s3srKa, II, M., 1967, p. 50. ** Aber ansonsten E. Fraenkel, LEW, p. 252. — In diesem Fall sollten Sie vielleicht ir über germ nachdenken. *in Betrieb (ide.*kortu-) „hart“ (Vol. Hart, engl. Hart usw.) Historische su Verbindung zu germ. */errho (ide. *mal) „Herd“ (Vol. In: Herd, Angl. Herd). 3 V. Urbutis, Baltistica, VIII, 1972, p. 129. 140
„brennen, schaffen; stark gehen, laufen; kirsti, mušti“, žiebas, žėibas, ždibas „Blitz“, gespannt (-sta), blitzen (-sta) „raibti“, Zibéti (Frosch) „Glühen, glänzen, leuchten- “, lat. zibėt (-u, -ej) „blitzen, schimmern, glänzen“; 100 mg/mL (-ia) „(Ofen) neu bauen“, schmelzen "gehen, marschieren", Reiter „lebendig, agil; Schnell“, pa-marschieren (-%jgi, -eja) „ein bisschen vorankommen“, lat. zaiguét „Jeuchten, scheinen, schimmern, flimmern“; Lied. Quietschen (-ža) „Laut brennen iš mit einer inneren geblasenen Flamme; Gerti (Zariyah)“, Blitz, „der Rotton des Himmels“ (von jo žaižarūoti „Glühen, leuchten, glänzen“), už-žižti (-Schwein) „plötzlich sehr wütend werden“ (Beispiel:. Injektionslösung „sehr verärgert“), „Ugnis (in der Sprache der Kinder); Licht, Lampe (in der Sprache der Kinder); žarija, čiežirba“. Primäre nę erweiterte Wurzel * Sie- | * Sie- (bzw. *Sie- | *zi-) könnte lat. Sitz „sichtbar werden“ (Bd. maza dienina jau zistas® „der Tag bricht an“ EH II 810), Siehe auch: Präs. Zeju(s) „hervorblühen, zum Vorschein kommen“ ME IV 744 (wenn es ein echtes lettisches Wort ist). Iš kitų ide. Sprachen hier können gehören got. us-kijans „gekeimtsu “, Kontrollelement - Nichts. Keine, keinan, s. us-keinan, vok. Höhe. Chinesisch „keimens. “, engl. Zinn „explodieren, Knospen s. öffnen“, isl. Kin „Keim“ als dentaler Formant eines su baltischen s. Lexikons Cid, s. Saxophon. Kid, Vok. s. Höhe. Weiß „Spross, Höhe“, vid. Vok. Höhe. kide, kit „Spross, Wuchs, Nachkomir menschaft“ usw. (Wurzel) *gei- | *g'i-* „keimen, explodieren, blühen“); ** in semantischer Hinsicht plg. Jahre. Sie haben mich eingeladen. „(Getreide) keimen lassen“, kvietinūt „keimen machen“ : kvietét „bleichen“ kvietinat „glūhen machen, anfachen, entflammen“, kvitét ,glinzen, flimmern“, kvitinat „flimmern, glinzen lassen od. Machen“. Nach der Feststellung, dass Ziésti, ziest, wie ir Ziébti, Zeibti, pér-Ziegti, Ziebti und andere Die hier aufgeführten Lexika gehören wahrscheinlich zu Wurzeln *Zei-| *Zi- (bzw. *sei | *zi-) „brennen; glänzen, leuchten, schimme- || rn, funkeln, schimmern, schimmern (Kreis), schnell zu bewegen; werfen, schwenken“, widerlegt die traditionelle Interpretation des Ursprungs žiėsti, ziest, dass die baltisch-slawische Wurzel *g'heidhesanti eine durch Metathese entstandeiš ne Idee. Wurzel *dheig'hir kad jų Verwandte in anderen Id. In Sprachen vorhandene got. Digan „Mint (Ton), formen, kleben“, lat. Fingo „Ich ką iš weiche Materialien, Stickerei; glostydamas, braukydamas liečiu“, gr. Dryydvo „Berühren“, retyos „Heu; tvirtovė“, toiyoc „namo siena“, s. ind. Zehn „iš-, sutepu“, arm. Dizen „pri-, sukraunu“, doch. A Check, B check, check. „verfälschen, ver-, erzeugen“*." Kandidaten į für die su Verwandtschaft in den letzten id. Sprache Lexika in diesem Fall vielleicht (Bd. Jahre. dviezt, -žu, -zu „bestreichen, verschmieren“ ME I 538), svarstytini liet. Diezti (-ža) „schlagen, schlagen, schlagen“ LKZ - Zwei? 523, Jahre. Dieet ,,anbieten, aufschwatzen (eine Ware)“ ME I 487, Lied. deizti (-ia) „aufdringlich bitten“ LKŽ IIž aťti 380, (-ia) „Kämpft, kämpft; reißen, tragen, tragen; schlagen, schütteln, schlagen; schnell, stark gehen, ziehen, reisen; (ref.) Fürsorge, Fürsorge, Fürsorge; (ref.) beabsichtigen, vorbereiten, vorbereiten usw.“ ib. 598%, - Ja, das ist es. Schnabel In: lat. Siehe (-žu, -du) hat bekanntlich genaue lexikalische Entsprechungen in den slawischen Sprachen. Links abbiegen. zdun "Töpfe, Töpfer" (Ausg. *zodun) zeigt, ** Triibners Deutsches Wörterbuch, IV Band, 1943, p. 123. 7 Bett. Siehe Abschnitt 4.4. E. Fraenkel, LEW, p. 1307. — In letzter Zeit: A. Vaillant, Vergleichende Grammatik der slawischen t. Sprachen, Le III, Verb, Paris, 1966, p. 314: „,„Lethėme balto-slave *žeidrésulte d'une mėtathėse de *deiž-, et la Wurzel ist i.-e. *dheigh...“. O. H. T 6, op. cit., p. 209: „H Ganniiekaii, m. caapsHCKuil OGHApYyxXHBAIOT 3jleCb METaTe3y COrjiaCHbIX nepBoHaua1bHOroO u.-e. *deich-...". ** Plg. K. Büga, RR, I, p. 306; J. Endzelins, Maine, Vereinigte Staaten I, p. 478; E. Fraenkel, LEW, dass die p. 98. 141
betreffende Wurzel des slawischen Verbs * bauen, * bauen (Bd. s. sl. Zizdun, Zatoi „bauen, schaffen, tun“, bulg. Seite „Aufbauen“, serb.-chorv. Adam, aūdamu „zu bauen (iz kamnov)“, auf Slowenisch. Zidaten „zu bauen (Wand)“) gehörte früher auch zur Töpferterminologie, obwohl ansonsten, wie man sieht, die Bedeutung so verallgemeinert ist, dass es jetzt nicht jo mehr möglich ist, zu sagen, welchen Teil des Töpferherstellungsprozesses, das Formen, das Ringbrennen, dieses Verb bezeichnete. Ähnlich verändert sich die Semantik der preußischen Lexika. — ar — ir Fr. Seydis Bedeutung, Form von ir „Sziena, ir Wand“ (Aus dem weißgriech. *zeidas) entspricht genau dem südslawischen by Kalxemes bulg. 340 „siena“, serb.-chorv. 340 ,,Steinwand“, in slowenischer Sprache. Wand Siena. Es ist heute nicht sicher zu wissen, welche Bedeutung das iš Verb dieser preußischen südslawischen Substantive gemacht haben, ir vielleicht, hatte — iš „,bauen, schaffen, tun“ Bedeutung des Verbs. Wie auch immer, aber auf der Grundlage der hier entwickelten Hypothese können wir dennoch annehmen, dass nur die erwähnten ką Substantive der südpreußisir chen Sprachgemvų einschaften im Litauischen Ring entsprechen. „Schmuck, der an den Fingern getragen wird“, dessen Bedeutung, wie hier angedeutet wird, die Bedeutung „Rad, Bogen“ enthält iš (die Wand kann ein Kreis, ir Bogen sein, t. y. Kreisform, z. B. Stadtmauer). Auf der anderen Seite hat das Preußische, wie bereits erwähnt, das Lexikon ir des Verfalls der Vokalwurzel siduko „košiamas puodas, Siebtopf“, was möglicherweise das Verbrennen von Töpfen widerspiegelt (die Bedeutung „Topf“ kann manchmal in iš , „ofen, Zaizdras“ auftauchen), umso mehr, als im Litauischen die allomorphen Zid-(z.B. *zid-)-Lexeme bereits unmittelbar verschiedene Aspekte des Verbrennens von Töpfen übertragen. Wenn man das Gebiet der baltischen und slawischen Sprachen von Norden nach Süden durchquert, wird die semantische Kette „zu schmieren, zu kleben, zu formen“ – „zu drehen“ beobachtet; Butter; „schnell bewegen“ — „brennen; Brennpunkt, Wunde“ – „strahlen, leuchten, glänzen, funkeln; Blüten; Ring“, die die technologischen Prozesse der alten Töpferei widerspiegeln (Gießen — Blühen — Brennen), allmähliche Reduktion und Abstraktion: im Falle der untersuchten Wurzel der slawischen und, wie es scheint, der preußischen Sprache sind die Stadien der semantischen Entwicklung, die die litauische Sprache jetzt durchläuft, längst überschritten, vgl. S. 110. *zodati, *zidati „bauen, mauern (Wände, Häuser aus Steinen, Lehm)“ und lit. žiėsti (-džia) „drehen, aus Lehm machen“ —> „(schön, schön) was zu machen (Klumpen, Löffel, Samtschläuche, Schlitten, Wagen, Häuser)“. Es ist charakteristisch, dass die lettische Sprache, in der wir das Wort „sprühen, schmieren“ finden, „leuchtend, strahlend, glänzend, funkelnd“ bedeutet. glänzend, kühl; Zydéti®®, in unserem Falle, schließt sich an das südliche Gebiet an, d.h. an die preußischen und slawischen Sprachen, aber gleichzeitig erweitert es auch das nördliche Gebiet, d.h. die litauische Sprache. Die erwähnte semantische Kette ist am besten in den Lexika der litauischen Sprache erhalten, aber auch hier gab es semantische Veränderungen. Die Bedeutungen „(aus Ton) drehen“ und „(ZiedZiamasis) Kreis, Bogen“ (später „Schlagoder Nähring“) sind litauisch. 3 Aufgrund dieser semantischen Korrelation der lettischen Sprache und aufgrund der Reduktion der erwähnten semantischen Kette ist es durchaus möglich, dass z.B. Tépti (Spitze), lat. tept (-pju) „schmieren, bestreichen Verwandte in anderen Ide. Die Sprachen ne enthalts. en nur sl. fepq, tepti ,,schlagen, schlagen, geben“, aber ir s. Eingang. Tapati „heizt, verbrennt; kankina“, lot. Teped ,,Ich bin warm, lauwarm“ und entsprechend lit. Lipti (leer) „an etwas festhalten, an etwas festhalten“ (Bd. Klebeband (Lipo, Lipia) „zu schmiediš en, zu kleben; ką Die „Schöne“ (lat. Lippen (Flagge, Flagge) ,kleben, kleben bleiben“, lat. Lippen (Klappern) „glanzen, flimmern; anziinden“ + (Bd. Jahre. Lipit, -iju ,,anziinden, anstecken“, lipėt - Ja, ich komme. ,,flackern, schimmern“, lief. Flamme Die Flamme). 142
Innovationen, die auf älteren Content-- Segmenten basieren (z. B. "schnell bewegen, drehen (Kreis)") sviesti“). Man sollte davon ausgehen, dass diese Bedeutungen und die sie bezeichnenden Wörter bereits auf dem Boden der litauischen Sprache entstanden sind, d.h. zu einer Zeit, als sich die litauische Sprache bereits von der lettischen Sprache getrennt hatte (etwa seit der Mitte des 7. Jahrhunderts). Dies stimmt mit der Schlussfolgerung der Archäologen überein, dass das Ringrad auf dem Gebiet Litauens um das 10. Jh. auftauchte. * C. KAPAJIIOHAC H3 MCTOPHH FOHUAPHbIX TEPMHHOB B BAJITHACKHX SI3bIKAX Peaiome Jenaercs nonsiTKa OGHapyxHTb BHyTpeHHHe JEKCHUECKHE CBS3H JMT. Pitodos, Amul. Pudding »POPWOK«, n.T. Siehe „penaTb H3 ramus“, at. Siehe „(06)Ma3aTb- “, KOTODpbIeė ABJSAIOTCHA pyHaaMenTa/IbHBIMH TOHATHAMH B GaaThiicKoil ronvapHoit TepMHHOJIOTHČH. [Ipeanoaara- €TCsi, UTO POJCTBEHHBIMH C pilodas, pudds jekceMaMH ABJSIOTCA JWT. Ana. „Pūdynė,onpeaenesHOTO pojįa TOpuIOK, KpuHKa“, AT. Padele,,KopoOKa", pidnis,,mecTo ana MAKHHB", pūdis,KYua, rpyaa", pudas „XjiaM, NOXHTKH, TPANKA, JOCKYT", ANT. 3. Auflage, 3. Auflage, Bd. Puder, Puder „kyua, rpymna“, Puder, Puder,Ny4oK, KJOK, KYCT C KOPHAMH; Kyua, rpyaa; Gyrop, Kyprau®“, JiaT. Puder,Ky4a rycto CpoCIHX AepeBneB, KyCToB, XJ1eGoB“, pudénti „jneprath, Tpenath, pbiX/IHTb“, padulioti pūduliūoti „MaTb, TpenaTb, JOXMaTHTb, €pPOLIKTH, CHYThiBath“ H Ap. Jlannbie JiekceMbI, MO-BHAHMOMY, COOTHOCSITCH C H.-e. KOpHeM *peu-| *pou-| *pii- »AYThb, BesiTb; B3AyBaTh, pa3įįyBaTb, HaAyBaTh", H ApeBHHN OGJIKHK KOpHA Aas puodas, pudds, TaKHM OGpa30M, Mor ObiTh *pdud-, BNIOCAEACTEHH H3MeHHBUIHŪICH B *pdd-. Ipeanaraercs HoBass STHMOJIOTHA JeKceM Ziésti, ziest HA TOM OCHOBaHHH, YTO K 3TOMY Xe CaMOMY KOphio OTHOCATCS CJAYIOUIHE JeKceMbl: JuT. zeisti (-dZia) „paunuTsL“, Zdisti (-dZia) „HrpaTb; pe3BHTbCA, 3abaBasThen”, pra-Zdisti (-dZia),NOTEPATH, 32JIOXHTb, 3aKAAAIBATL KYAa-10" Ring „Konbuo“, Zledéti (-i, -éja) „nnecneBers“, Zaidas, Zaizdras, Ring „ropu“, Herd »ouar, kamu“, blühen (zydi, Zydi),6necretb, cBeTHTb, CBEPKaTh, HCKPHTBCH, ropeTb“, „nBecTH“, ATH. ziédét (-du, -Zu) „cBepKaTb, GjiecTeTb, CBETHTb, CHATH, CBeTaTb“, „LBeCTH, MJECHEBeThH, ant. žiedas, Zéidas, Zdidas,uperok“ w ap. Tapannenn u3 APYrux M.-e. S3LIKOB H CCbhIJIKH HA COOTBETCTBYIOUIHE (aKThl H3 HCTOpHH MATEPHAJBHON KyJAbTYpPbl TMO3BOJASIOT MNPEANOJaraTh CEMAHTHYECKYIO CBSI3b ĮAaHHbIX - Ich will. 40 I. Mulevitiené, Zur Frage des Auftretens des Blumenkreises auf litauischem A Gebiet, MAD, Serie, 2(36), 1971, p. 111 Ta-Tä.
