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Tarptautinių ir lietuviškųjų terminų sinonimija terminografijoje

J. Klimavičius

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LIETUVIŲ TERMINOLOGIJA LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA J. KLIMAVIČIUS SYNONYMITÄT INTERNATIONALER UND LITAUISCHER TERMINI IN DER TERMINOGRAPHIE Das Verhältnis zwischen internationalen und litauischen Wörtern ist ein komplexes und vielschichtiges Problem. Der wichtigste Teil davon wird hier nahezu vollständig außer Acht gelassen: wann und warum ausschließlich ein internationales Wort und wann und warum ausschließlich ein litauisches Wort verwendet wird (theoretisch, abstrakt und praktisch, konkret). Hier beschränken wir uns auf eine Teilfrage, die nicht weniger komplex, schwierig und aktuell ist: wann sowohl ein internationales als auch ein litauisches Wort verwendet wird. Das Problem der Synonymik internationaler und litauischer Wörter (Termini) wird auch hier theoretisch nicht eingehender behandelt (dies wäre Gegenstand eines eigenen Artikels). Wir werden kurz lediglich die Ursachen und Umstände für das Auftreten des Phänomens selbst feststellen. In der Lexikologie werden Wörter (in der Terminologie Termini) nach Herkunft und Chronologie in eigene Wörter – Erbwörter und Neubildungen – sowie Lehnwörter (enger gefasst: internationale Wörter) – alte und neue – eingeteilt. Eine solche Klassifikation muss jedoch nicht nur die Form, sondern auch den Inhalt umfassen. Der Vergleich der beiden Einteilungen – der lexikologischen und der semasiologischen – und die Bestimmung ihres Verhältnisses können zeigen, welche Semantik in den genannten Bereichen und Unterbereichen des Wortschatzes (der Terminologie) steckt. Hier ist nicht der Ort, weder die Motive dieser semantischen Klassifikation noch die gesamte Einteilung im Einzelnen darzulegen¹. Uns interessieren derzeit nur jene Bereiche, in denen die Synonymie internationaler und litauischer Termini zutage tritt. Es gibt zwei davon. 1. Es ist natürlich, dass die nicht entlehnte (ererbte und neu entstandene) Terminosemantik durch Lexeme litauischen (bzw. baltischen, indogermanischen) Ursprungs ausgedrückt wird. Diese Terminosemantik ist jedoch oft nicht nur litauisch (Ethnographismen), sondern vielen, wenn nicht allen, Sprachen gemeinsam und wird in jeder von ihnen selbstverständlich mit eigenen Wörtern benannt. In der Wissenschaft werden – gerade aufgrund dieser Gemeinsamkeit der Semantik und der Internationalität der Wissenschaft – häufig internationale Termini verwendet, die, wie selbstverständlich, nationalen Ursprungs sind und den Status internationaler Wörter nur aufgrund des Vorrangs und der wissenschaftlichen Verdienste eines Volkes oder eines Wissenschaftlers erlangen (also aus außersprachlichen Gründen). So entstehen Paare absoluter Synonyme unterschiedlichen Ursprungs (doppelstämmige), z. B.: plukė — anemonė (Anemone), vilkdalgis — irisas (Iris). Diese Pflanzen wachsen seit jeher in Litauen und haben litauische Namen; daher wäre es merkwürdig, wenn diese Namen nicht auch in der wissenschaftlichen botanischen Systematik verwendet würden². Doch auch ihre internationalen Namen sind ziemlich verbreitet 1 Es sei lediglich darauf hingewiesen, dass eine solche Einteilung es ermöglicht, den verworrensten Abschnitt der Klassifikation – das Problem der semantischen Lehnübersetzungen (Kalkierungen) oder der sogenannten „verdeckten Entlehnungen“ (P. A. Byдaгoв, Введение в науку о языке, Москва, 1958, p. 120) – sehr einfach zu beleuchten. 2 Nur in seltenen Fällen können eigene Wörter aufgrund ihres begrenzten Verbreitungsgebiets und ihres engen Anwendungsbereichs keinen Eingang in die wissenschaftliche Terminologie finden (vielleicht bisweilen auch wegen der sprachlichen Unkenntnis oder Gleichgültigkeit nichtterminologischer Sprecher). So wurden beispielsweise skalė, dubė in der Geologie und naugė (naugis) in der Technik, Chemie und Physik nicht zu Synonymen von Dolomit, Karat, Metall. Sprachliche Hindernisse stehen dem jedoch nicht entgegen. 91 Synonyme (obwohl ihre Entlehnung und Verwendung nicht durch sprachliche Gründe bedingt ist: Ihre Bedeutungen sind es nicht), und ihre Differenzierung ist nicht semantischer, sondern stilistischer Art. 2. Die Benennung entlehnter internationaler Termino-seme kann, wenn es in der litauischen Sprache keine entsprechenden fertigen Mittel gibt und die Ressourcen funktional nicht ausreichen (oder zumindest so erscheinen), durch Lehnwörter (enger gefasst: internationale Wörter) erfolgen; gibt es solche Mittel oder reichen die Ressourcen aus, geschieht sie mit litauischen Wörtern, indem bereits vorhandene Wörter terminologisiert oder Neubildungen geschaffen werden. Doch auch im letzteren Fall, besonders im engen wissenschaftlichen Sprachgebrauch und besonders neben Neubildungen (also im Wesentlichen ebenfalls aus außersprachlichen Gründen), sind Internationalismen gebräuchlich, z. B.: Widerstandsfähigkeit — Resistenz, Nierensteinleiden — Lithiasis. Die Synonymie internationaler und eigener Termini ist also, mit den Worten von P. Ivić, „неизбежное явление во всех фазах развития терминологии“3. Diese Synonymie unterschiedlicher Herkunft (zweisprachige) unterscheidet sich grundlegend von der absoluten Synonymie, die innerhalb derselben Sprache (meist aus verschiedenen ihrer Schichten) entsteht und die die Sprache, besonders die Terminologie, vermeidet und abwehrt. R. Budagov stellt zutreffend fest: „〈…〉 лингвистика и языкознание — абсолютные синонимы в русском языке, однако уже то, что первое существительное является иноязычным по происхождению, а второе подобного характера не имеет, выступает как известный, хотя и „приглушённый“ дифференциальный признак между ними“4. Man kann sagen, dass die Terminologie in gewissem Maße in zwei Varianten existiert — einer nationalen und einer internationalen. Natürlich wirkt die allgemeine Tendenz, absolute Synonyme zu vermeiden, wenn auch eingeschränkt und langsamer, auch hier. Sie äußert sich auf zweierlei Weise: 1) durch semantische Differenzierung solcher Paare, z. B.: Wasserhahn „Vorrichtung, mit der Flüssigkeit oder Gas aus einem Rohr herausgelassen und zurückgehalten wird“ — Kran „Hebevorrichtung für schwere Lasten“; 2) durch die vollständige Verdrängung des Lehnworts aus dem Sprachsystem: So werden beispielsweise anstelle von konusas, gradusas, fokusas, linzė, celė, ruporas ausschließlich kūgis, laipsnis, židinys, lęšis, ląstelė, garsintuvas5 verwendet. Es gilt, noch ein eigenartiges Phänomen hervorzuheben, das neben der Synonymie internationaler und litauischer Termini besteht und als Nebenwirkung der Entstehung dieser Synonymie auftritt. Es handelt sich um die Heterogenität lexikalischer Mikrosysteme (ihre Uneinheitlichkeit) oder das Nebeneinander litauischer und entlehnter Elemente in einem Mikrosystem, z. B.: dujos, aber gazotronas; laipsnis, aber gradientas; židinys, aber fokusuoti; kūgis, aber konoidas; sankiba, aber kohereris; karbonatas, aber anglis; feritas, aber geležis; optika, aber šviesa; aksonometrija, aber ašis (vgl. aksiometras — ašimatis); hominidas, antropologija, aber žmogus (vgl. humanizacija — sužmoginimas, antropogeninis — žmogiškasis). Daran ist nichts Unlogisches oder Unregelmäßiges. Die Uneinheitlichkeit von Mikrosystemen ist ein völlig normales Phänomen, das vielen Sprachen eigen ist. Sie kann weder ein Grund für Litauisierung noch für Internationalisierung sein und diese Prozesse weder auslösen noch hemmen6. 3 П. Ивич, К проблеме лингвистической терминологии и условных обозначений в славянских языках, — „Вопросы языкознания“, 1963, № 1, р. 19. 4 Р. А. Будагов, Сравнительно-семасиологические исследования, Издат. Московского гос. ун-та, 1963, р. 185. 5 Dass sie noch in Texten vorkommen, zeugt lediglich von der unzureichenden Sprachkultur dieser Texte. Die Verwendung solcher Lehnwörter ist ein Verstoß gegen die Norm, kein Beleg für sie. 6 Natürlich bedeutet dies nicht, dass eine teilweise Angleichung der Mikrosysteme unmöglich wäre. Sie ist jedoch eher auf der Grundlage der Wortbildung (der Formanten) möglich. 92 Die Synonymie internationaler und litauischer Termini wird hier nicht anhand von Fachtexten7, sondern anhand von Terminologiewörterbüchern – der Terminografie8 – untersucht. Für die Analyse wurden aus der bereits recht umfangreichen und vielfältigen litauischen Terminografie Wörterbücher der Physik9, Chemie10 und Polytechnik11 ausgewählt. Für diese Auswahl waren ausschlaggebend: 1) die Notwendigkeit, sich zu beschränken; 2) die Nähe dieser Wissenschaftszweige; 3) die zeitliche Vergleichbarkeit dieser Wörterbücher (da sich der Grad der Synonymie im Laufe der Zeit verändern und in Wörterbüchern verschiedener Zeiträume etwas unterschiedlich widerspiegeln kann); 4) die Notwendigkeit, diese Wörterbücher zu vervollkommnen (was teilweise bereits umgesetzt wird). Obwohl diese Wörterbücher nicht die gesamte Synonymie internationaler und litauischer Termini erfassen, spiegeln sie deren Umfang und die Vielfalt der lexikografischen Darstellungsweisen hinreichend wider. Da sie nahe verwandte Fachgebiete betreffen, veranschaulichen sie gut die Unterschiede in der Darstellung einzelner Synonympaare und ermöglichen allgemeinere Schlussfolgerungen zu den Problemen der internationalen und litauischen Synonymie in der Terminografie, insbesondere zum Grad ihrer Übereinstimmung. Zunächst werden wir die Darstellungsweisen der Synonymie internationaler und litauischer Termini untersuchen. DARSTELLUNGSWEISEN VON SYNONYMEN Internationale und litauische Synonyme werden in den genannten Terminologiewörterbüchern auf drei grundlegende Arten dargestellt. 1. Die erste Darstellungsweise internationaler und litauischer Synonyme besteht darin, sie in beide Richtungen miteinander zu verknüpfen (A → B und B → A oder A, B und B, A). Z. B.: Thermistor (=Wärmewiderstand) „термистор (=теплосопротивление)“ FTŽ₁ 9512 und Wärmewiderstand (=Thermistor) „теплосопротивление (=термистор)“ FTŽ₁ 7 Die Verwendung einer solchen Synonymie in Fachtexten hat ihre eigene Spezifik. In Texten finden sich häufiger Lehnwörter, die aus dem Sprachsystem bereits verdrängt wurden, Neuschöpfungen, die sich erst allmählich durchsetzen, und insgesamt eine größere Vielfalt, Schwankungen und eine Dynamik des Wandels. Nur anhand von Texten lassen sich die statistische und stilistische Differenzierung internationaler und litauischer Termini feststellen. 8 Zum Begriff Terminografie, der sich noch kaum verbreitet hat, aber wirklich gut und praktisch ist, siehe I. I. Ковалик, Основна проблематика сучасної української термінології, Перша науково-методична нарада з проблем упорядкування і нормалізації термінології, Тези доповідей і повідомлень, Київ, 1970, p. 14. 9 Wörterbuch der Physikterminologie, Herausgeber Akademiemitglied P. Brazdžiūnas der Akademie der Wissenschaften der Litauischen SSR, das Wörterbuch wurde von der Terminologiekommission des Instituts für Litauische Sprache und Literatur der Akademie der Wissenschaften der Litauischen SSR geprüft, Verlagsredakteur Ch. Lemchenas, Vilnius, 1958, 124 S.; litauisch-russisch [abgekürzt FTŽ₁]; Wörterbuch der Physikterminologie, Hrsg. P. Brazdžiūnas, Redaktionskommission: T. Banis, J. Batariūnas, P. Brazdžiūnas (Vorsitzender), H. Horodničius, S. Jakutis, A. Juodviršis, E. Makariūnienė, A. Puodžiukynas, J. Stanaitis, K. Ušpalis (stellvertretender Vorsitzender), S. Vėlinavičius, [Bd. I], Vilnius, 1971, S. 1–419 (Rotaprint), [Bd. II], Vilnius, 1973, S. 418–965 (Rotaprint) und Ergänzungen, 37 S. (Rotaprint); litauisch-russisch-englisch-deutsch [abgekürzt FTŽ₂ und FTŽ₂P]. 10 K. Daukšas, Chemijos žodynas, žodyną peržiūrėjo Lietuvos TSR Mokslų akademijos Lietuvių kalbos ir literatūros instituto terminologijos komisija, leidyklos redaktorius Ch. Lemchenas, Vilnius, 1960, 450 p.; lietuvių-rusų k. [sutrumpintai ChŽ]. 11 Russisch-litauisches polytechnisches Wörterbuch, Redaktionskollegium: Dozent, Kandidat der technischen Wissenschaften A. Novodvorskis (Vorsitzender), Dozent, Kandidat der technischen Wissenschaften L. Kumpikas, Dozent, Kandidat der technischen Wissenschaften J. Mikuckas, Oberlehrer J. Stanaitis, Dozent, Kandidat der technischen Wissenschaften S. Vasauskas, Professor, Kandidat der chemischen Wissenschaften J. Vidmantas, Verlagsredakteur Ch. Lemchenas, Vilnius, 1959, 520 S. [abgekürzt PolŽ]. 12 Die Abkürzungen siehe Anm. 9–11. Die römischen Ziffern bei den Abkürzungen bezeichnen die Teile, die arabischen die Seiten. 93 91; Inklination (= Neigung) „инклинация, склонение“ FTŽ₁ 36 und Neigung (= Inklination) „склонение, инклинация“ FTŽ₁ 67¹³; Approximation, Annäherung FTŽ₂ I 23 und Annäherung, Approximation FTŽ₂ I 26; stimulieren (= fördern) ChŽ 261 und fördern (= stimulieren) ChŽ 254; Helikopter, Hubschrauber „геликоптер (= вертолёт)“ PolŽ 65 und Hubschrauber, Helikopter „вертолёт“ PolŽ 42; Adapter, Tonabnehmer „адаптер“ PolŽ 12 und Tonabnehmer, Adapter „звукосниматель“ PolŽ 114¹⁴. Eine solche Anordnungsweise würde scheinbar auf die vollständige Identität der lexikalischen Bedeutungen der Synonyme hindeuten¹⁵. Ihre uneinheitliche – sogar dreifache – Darstellung mit Artbezeichnungen lässt daran jedoch gewisse Zweifel aufkommen. Beispielsweise werden Struktur und Aufbau im Entwurf des neuen „Physikterminologiewörterbuchs“ als völlig gleichwertige Termini aufgeführt: Struktur, Aufbau FTŽ₂ II 789 und Aufbau, 13 Die Reihenfolge, in der fremdsprachige Entsprechungen internationaler und einheimischer Synonyme angegeben werden, ist ziemlich uneinheitlich. So stehen in einem zweiten Paar die russischen Synonyme bereits nach dem Kabel und nicht in Klammern nach dem Gleichheitszeichen. Neben solchen Fehlern der lexikografischen Technik treten auch größere Unzulänglichkeiten im Wörterbuchaufbau auf. Beispielsweise wird in manchen Fällen neben dem litauischen Paar (einheimisch + international) auch ein russisches Paar (einheimisch + international) angegeben, in anderen Fällen dagegen nur ein Glied davon: Szintillation (= Aufblitzen) „сцинтилляция, вспышка“ FTŽ₁ 79 und Aufblitzen (= Szintillation) „вспышка“ FTŽ₁ 12. Bisweilen wird in beiden Fällen neben dem litauischen Paar nur eine russische Entsprechung angegeben (obwohl tatsächlich ein Paar existiert), z. B.: Makrokosmos (= Makrowelt) „макрокосмос“ FTŽ₂ 57 und Makro-welt (= Makrokosmos) „макромир“ FTŽ₂ 57; Mikrokosmos (= Mikrowelt) „микрокосмос“ FTŽ₂ 60 und Mikrowelt (= Mikrokosmos) „микромир“ FTŽ₂ 60. Die Untersuchung der Reihenfolge, in der fremdsprachige Entsprechungen angegeben werden, und die Erfassung ihrer (ebenso wie der litauischen) Uneinheitlichkeiten sind jedoch nicht Ziel dieses Artikels; daher wird dies nur implizit berührt. 14 Wie wir sehen, werden Synonyme in verschiedenen Wörterbüchern technisch unterschiedlich dargestellt: im „Physikterminologiewörterbuch“ und im „Chemiewörterbuch“ in Klammern nach dem Gleichheitszeichen, im Politechnik-Terminologiewörterbuch und im Entwurf des neuen „Physikterminologiewörterbuchs“ dagegen ohne Klammern, nach dem Bindestrich. Obwohl uns die technische Darstellungsweise hier nicht beschäftigt, ist dennoch anzumerken, dass diese Methode, bedeutungsgleiche Synonyme aufzuführen, besser ist, weil das Gleichheitszeichen in der Lexikografie üblicherweise dazu dient, ein nicht empfohlenes Wort auf ein empfohlenes zu verweisen. Im russischen Teil des Politechnik-Terminologiewörterbuchs sind Fälle solcher Verknüpfungen von Synonymen wie геликоптер (= вертолёт) sehr selten und zufällig – üblicherweise werden sie nicht miteinander verknüpft. Im litauischen Teil des Politechnik-Terminologiewörterbuchs entspricht die Reihenfolge der Glieder eines Synonympaars in der Regel den Termini im russischen Teil: Zuerst wird das litauische Synonym angegeben, dann das internationale, wenn sie dem russischen Wort im russischen Teil entsprechen, und umgekehrt zuerst der internationale Terminus, dann sein litauisches Synonym, wenn sie dem internationalen Wort im russischen Teil entsprechen. Es gibt jedoch auch Abweichungen. Sie sind zweierlei Art: 1) Die Termini des litauischen Teils werden in umgekehrter Reihenfolge angegeben, z. B.: струк-тура – Aufbau, Struktur PolŽ 412, während строение – Struktur, Aufbau PolŽ 411 – dies sind offenbar keine Versehen; 2) im litauischen Teil werden die Glieder eines Synonympaars an beiden Stellen in gleicher Reihenfolge aufgeführt, z. B.: вертикальный – vertikal, lotrecht PolŽ 42 und отвесный – vertikal, lotrecht PolŽ 253 oder дефект – Mangel, Defekt PolŽ 88 und порок – Mangel, Fehler, Defekt PolŽ 308, was starke Zweifel an ihrer vollständigen Identität aufkommen lässt – wahrscheinlich wird hier dem ersten Glied Vorrang eingeräumt (dazu siehe Unterabschnitt 2). 15 Zweifel kann lediglich die Adäquatheit solcher Paare aufwerfen, die technisch uneinheitlich dargestellt werden: konjugierte Reaktion – siehe verbundene Reaktion ChŽ 155 und verbundene Reaktion (= konjugierte Reaktion) ChŽ 267; Substituent – siehe Substituent ChŽ 263 und Substituent (= Substituent) ChŽ 210, denn den Verweis „siehe“ verwendet man in der Lexikografie üblicherweise dann, wenn ein weniger empfohlenes Wort auf ein vorzuziehendes verwiesen wird. Wahrscheinlich handelt es sich hier jedoch lediglich um technische Fehler und nicht um die Befolgung eines Prinzips. 94 Struktur FTŽ₂ II 640¹⁶. Unter Aufbau, Struktur werden nur fünf Arttermini aufgeführt, und zwar nur mit Aufbau — Atomaufbau FTŽ₂ II 640, Kernaufbau FTŽ₂ II 640, Stoffaufbau FTŽ₂ II 640, Molekülaufbau FTŽ₂ II 640 und innerer Aufbau FTŽ₂ II 640. Unter Struktur, Aufbau dagegen werden Arttermini mit dem generischen Struktur aufgeführt – dieselben, die auch mit Aufbau angegeben werden, nämlich Atomstruktur FTŽ₂ II 789, Kernstruktur FTŽ₂ II 789, Stoffstruktur FTŽ₂ II 791, Molekülstruktur FTŽ₂ II 791 und innere Struktur FTŽ₂ II 793 sowie zahlreiche weitere Strukturen: sekundär FTŽ₂ II 789, mehrschichtig FTŽ₂ II 789, zellulär FTŽ₂ II 791, Legierungs- FTŽ₂ II 791, mosaikartig FTŽ₂ II 792, feinkörnig FTŽ₂ II 792, grobkörnig FTŽ₂ II 792, komplex FTŽ₂ II 792, netzartig FTŽ₂ II 793, des Universums FTŽ₂ II 793 usw.¹⁷ Hier liegt also sowohl Dublettierung als auch Nichtidentität der Synonyme vor¹⁸. Natürlich bestehen Verwendungsunterschiede zwischen Struktur und Aufbau: der litauische Aufbau ist gebräuchlicher und populärer, während die internationale Struktur seltener und wissenschaftlicher ist. Entsprechend werden auch häufigere, populärere Arttermini öfter mit Aufbau als mit Struktur verwendet. Es ist jedoch durchaus möglich, auch seltenere Arttermini mit Aufbau, zum Beispiel zellulärer Aufbau, netzartiger Aufbau usw. zu verwenden. Sie sind jedoch nicht aufgeführt. Nicht einmal der Terminus Aufbau des Universums ist angegeben, den man kaum als selten bezeichnen kann. Wenn Struktur und Aufbau also absolute Synonyme sind, muss ihre Identität auch bei der Angabe mit Artbezeichnungen erhalten bleiben. Am besten werden daher alle Arttermini, um Wiederholungen zu vermeiden, an einer Stelle mit beiden generischen Termini aufgeführt und beim anderen generischen Terminus lediglich ein Verweis auf sie gesetzt. Die bestehende Art der Angabe von Arttermini – alle mit beiden generischen Termini, ein Teil jedoch nur mit einem generischen Bestandteil – widerspricht der absoluten Identität der generischen Termini und erfordert eine Änderung der Darstellungsweise (in Richtung der Darstellungsweise III; dazu siehe Unterabschnitt 3). In anderen Fällen werden alle Arttermini an einer Stelle und nur mit einem Synonym aufgeführt. So gibt es bei Strahlung, Emission „излучение, лучеиспускание, радиация — radiation — Strahlung“ FTŽ₂ II 590 keinen einzigen Artterminus; alle stehen unter Emission, Strahlung „излучение, радиация — radiation — Strahlung“. FTŽ₂ II 744: atmosphärische Emission FTŽ₂ II 744, elektromagnetische Emission FTŽ₂ II 745, Gravitationsstrahlung FTŽ₂ II 746, kosmische Strahlung FTŽ₂ II 747, Neutronenstrahlung FTŽ₂ II 748, radioaktive Strahlung FTŽ₂ II ¹⁶ Ebenso Struktur, Aufbau PolŽ 411 und Aufbau, Struktur PolŽ 412. Im „Chemiewörterbuch“ ist die Darstellung allerdings anders: Aufbau — siehe Struktur ChŽ 244 und Struktur ChŽ 263 (zu einer solchen Darstellungsweise siehe Unterabschnitt 3, zu solchen uneinheitlichen Darstellungen Abschnitt „Uneinheitliche Darstellung von Synonymen“). Im „Physikterminologiewörterbuch“ findet sich dagegen nur Struktur FTŽ₁ 88. Zu ähnlichen Abweichungen in der Darstellung derselben Synonyme in verschiedenen Wörterbüchern siehe ausführlicher den Abschnitt „Uneinheitliche Darstellung von Synonymen“. ¹⁷ Auch die Entsprechungen in anderen Sprachen – generische: строение FTŽ₂ II 640 und структура, строение FTŽ₂ II 789, Aufbau, Struktur FTŽ₂ II 640 und Struktur FTŽ₂ II 789, sowie spezifische – sind ziemlich uneinheitlich angegeben: innerer Aufbau — innerer Aufbau FTŽ₂ II 640, Kernaufbau — Atomkernaufbau FTŽ₂ II 640 (=Kernaufbau, vgl. Kernstruktur FTŽ₂ II 789), aber Atomaufbau — Atomaufbau, Atomstruktur FTŽ₂ II 640, Stoffaufbau — Struktur der Materie, Aufbau der Materie FTŽ₂ II 640, während Molekülaufbau — Molekülstruktur FTŽ₂ II 640 und molekulare Stoffstruktur umgekehrt molekularer Aufbau der Materie FTŽ₂ II 791 lautet, obwohl molekulare Struktur — molekulare Struktur FTŽ₂ II 791 usw. ¹⁸ Im Politechnik-Terminologiewörterbuch ist die Darstellung noch uneinheitlicher: Unter Struktur, Aufbau werden Schichtstruktur PolŽ 411 und Torfmoorstruktur, Torfmooraufbau PolŽ 411 aufgeführt, unter Aufbau, Struktur dagegen faserige, körnige, grobkörnige, feinkörnige, plattige, kugelige Strukturen PolŽ 412. 95 749, durchdringende (is) Strahlung FTŽ₂ II 750, ultraviolette Strahlung FTŽ₂ II 751… 19 Das ist ein klarer Widerspruch: Radiacija und spinduliavimas werden als völlig gleichwertige Synonyme aufgeführt, doch die Angabe der spezifischen Termini ausschließlich mit spinduliavimas widerlegt dies. Wenn also die Bedeutungsidentität von radiacija und spinduliavimas bestätigt wird, müssten auch die spezifischen Termini mit beiden angegeben werden. Erkennt man hingegen an, dass diese beiden Termini nicht gleichbedeutend sind, müsste auch ihre Angabe geändert werden: radiacija, siehe spinduliavimas. Die Sache wird zusätzlich dadurch kompliziert, dass spinduliavimas auch ein Synonym von emisija ist, obwohl alle spezifischen Termini nur mit emisija aufgeführt werden (siehe FTŽ₂ I 153–155). Wohl gerade deshalb wird im Ergänzungsentwurf zum neuen „Wörterbuch der physikalischen Termini“ emisija ohne litauisches Synonym angegeben (siehe FTŽ₂ P 9), während spinduliavimas in FTŽ₂ P 35 ohne radiacija steht. Die Ordnung wurde hergestellt, jedoch recht mechanisch. Erstens ist es fraglich, ob ein völliger Verzicht auf radiacija realistisch ist20. Zweitens wäre für emisija auch ein litauisches Äquivalent nützlich; entsprechend der etymologischen Bedeutung von emisija sollte es jedoch nicht spinduliavimas, sondern išspinduliavimas lauten21. So ließe sich auch der tautologische Terminus emisinis spinduliavimas FTŽ₂ II 745 (= išspinduliavimas) vermeiden. Demnach unterschieden sich spinduliavimas „radiacija“ und išspinduliavimas „emisija“ ähnlich wie dt. Strahlung und Ausstrahlung22. Entsprechend müsste auch das Synonym zu emitter „Эмиттер — emitter“ nicht spinduliuotojas (siehe FTŽ₂ I 155), sondern išspinduliuotojas lauten23. Es gibt außerdem noch švitinimas – russ. облучение, engl. irradiation, exposure, bombardement, dt. Bestrahlung, Bombardierung FTŽ₂ II 830; doch engl. irradiation heißt auch iradiacija FTŽ₂ I 241, exposure – ekspozicija FTŽ₂ I 140, und bombardment – apšaudymas (bombardavimas) FTŽ₂ I 23. Welches Verhältnis jedoch zwischen švitinimas, iradiacija, ekspozicija und apšaudymas (bombardavimas) besteht, geht aus dem Wörterbuch nicht hervor. Apšaudymas (bombardavimas) ist wohl eher ein technischer Terminus (genauer: ein Professionalismus) als ein physikalischer. Etymologisch betrachtet müsste iradiacija etwa „Strahlen, Leuchten“ bedeuten. švytėjimas heißt jedoch свечение – glow, light – Leuchten, Leuchtung FTŽ₂ II 830, obwohl liuminescencija FTŽ₂ I 416 im Litauischen ebenfalls „Leuchten“ bedeuten würde; vgl. gyvasis švytėjimas – bioliuminescencija [„Moksleivis“, 1973, Nr. 11, S. 36 19 Auch die Äquivalente in anderen Sprachen sind nicht durchgehend konsistent angegeben. So werden etwa alle russischen spezifischen Termini mit dem Oberbegriff излучение angegeben, doch aus irgendeinem Grund bildet корпусулярная солнечная радиация FTŽ₂ II 750 eine Ausnahme, obwohl корпусулярное излучение FTŽ₂ II 745 und солнечное излучение FTŽ₂ II 750 aufgeführt sind. 20 Dafür spricht auch das Adjektiv radiacinis. Übrigens müssten der adjektivische Determinant radiacinis und der Genitivdeterminant spinduliavimo ebenfalls Synonyme sein. Meist werden sie jedoch jeweils für sich verwendet. So sind pirometras und temperatūra radiacinis, -ė (siehe FTŽ₂ II 539 und 854), während dėsnis, slėgis und tankis mit spinduliavimo gebildet werden (siehe FTŽ₂ I 99, II 714 und II 839). 21 Und im selben Entwurf des „Wörterbuchs der physikalischen Termini“ lautet das Synonym zu emituoti išspinduliuoti (siehe FTŽ₂ I 155). 22 Nur wird lazerio spinduliavimas fälschlich mit Laseremission übersetzt, FTŽ₂ II 746, und naktinis spinduliavimas mit nächtliche Ausstrahlung, FTŽ₂ II 748. 23 Ob spindolis, der übrigens an zwei Stellen unterschiedlich erläutert wird – „излучатель, радиатор — radiator — Strahler, Radiator“ FTŽ₂ II 753 sowie „излучатель — emitter — Emitter“ FTŽ₂ P 36 – und radiatoriaus „radiator, излучатель — radiator — Radiator, Strahler“ FTŽ₂ II 591 sowie der bereits besprochene emiteris, išspinduliuotojas, die durch ähnliche Äquivalente in anderen Sprachen miteinander verbunden, aber nicht untereinander verknüpft sind, drei, zwei oder ein und derselbe Gegenstand sind, ist dem Wörterbuch keineswegs klar zu entnehmen. Ihre spezifischen Bezeichnungen sind fast alle verschieden, doch im Russischen werden sie sämtlich mit dem Oberbegriff излучатель angegeben (mit Ausnahme von анодный радиатор FTŽ₂ II 591), im Deutschen mit Strahler. Ganz abgesehen davon, dass sowohl beta emiteris, beta spinduliuotojas FTŽ₂ I 155 (= beta išspinduliuotojas) als auch beta radiatorius FTŽ₂ II 591 бета-излучатель, Betastrahler sind und sowohl gama spindulis FTŽ₂ P 36 als auch gama radiatorius FTŽ₂ II 591 гамма-излучатель, Gammastrahler heißen. 96 (2x)]. Ekspozicija würde im Grunde wohl „Bestrahlung, Beleuchtung (vgl. dt. Belichtung)“ bedeuten. Doch apšvietimas heißt освещение – illumination, lighting – Beleuchtung FTŽ₂ I 24, obwohl engl. illumination mit iluminacija FTŽ₂ I 229 wiedergegeben wird. Außerdem ist zwar dt. Bestrahlung švitinimas FTŽ₂ II 830, doch Bestrahlungsdosis heißt nicht švitinimo, sondern radiacijos dozė FTŽ₂ I 120 (während Strahlungsdosis spinduliavimo dozė heißt FTŽ₂ I 120). Wohl lässt sich feststellen, dass die nationalen Termini – spinduliavimas – išspinduliavimas; švytėjimas – švitinimas (– apšvitinimas) – apšvietimas (ebenso russ. излучение — облучение; свечение — освещение; dt. Strahlung — Ausstrahlung — Bestrahlung; Leuchtung — Beleuchtung — Belichtung) aufgrund ihrer Wortbildungssystematik und der offensichtlichen Verständlichkeit ihrer Wortbildungsbedeutungen ein einfacheres, kohärenteres und semantisch transparenteres Mikrosystem bilden als die Internationalismen radiacija — iradiacija; emisija, iluminacija, ekspozicija sowie emanacija, obwohl diese Wortbildungssubsysteme semantisch nicht völlig deckungsgleich mit den litauischen sind, z. B.: облучение, Bestrahlung bedeutet švitinimas und nicht apšpinduliavimas. Ein vollkommen ausgearbeitetes und eindeutig differenziertes System müssen jedoch die Fachleute selbst schaffen; die Sprachwissenschaftler können ihnen dabei nur helfen. Die spezifischen Termini werden noch auf eine dritte Weise angegeben: einige an einer Stelle, andere an einer anderen. So stehen etwa bei spindulys, radiusas FTŽ₂ II 751 – apskritimo spindulys, apskritimo radiusas FTŽ₂ II 752, während bei radiusas, spindulys FTŽ₂ II 597 folgende Einträge stehen: atomo radiusas FTŽ₂ II 597, branduolio radiusas FTŽ₂ II 597, gravitacinis radiusas FTŽ₂ II 597, inercijos radiusas FTŽ₂ II 597, išorinis radiusas FTŽ₂ II 597, jono radiusas FTŽ₂ II 597, kreivumo radiusas FTŽ₂ II 597, sąveikos radiusas FTŽ₂ II 598, veikimo radiusas FTŽ₂ II 598, Žemės radiusas FTŽ₂ II 598 usw. Hier wird also spindulys nur für die Geometrie reserviert (obwohl man ihr auch noch radiusas zuordnet). Denn spindulys hat in der Physik eine andere Bedeutung: „луч — ray — Strahl“ (siehe FTŽ₂ II 751). Ähnlich ist es auch im Wörterbuch der polytechnischen Termini: радиус — spindulys, radiusas PolŽ 341; hier werden jedoch die meisten spezifischen Determinanten mit spinduliu gebildet (veikimo PolŽ 341, sulenkimo PolŽ 341, inercijos PolŽ 341, kreivumo PolŽ 341, skriejiko PolŽ 341, posūkio PolŽ 342), nur zwei mit beiden Oberbegriffsynonymen: skaičiuojamasis spindulys, radiusas PolŽ 342, rekomenduojamasis spindulys, radiusas PolŽ 342. In der mathematischen Terminologie und allgemein in der Literatursprache ist spindulys jedoch tief verwurzelt, seit mehr als 50 Jahren²⁴ gebräuchlich und verursacht in der Physik keinerlei Verwirrung, denn deren spindulys (bangos FTŽ₂ P 35, elektroninis FTŽ₂ II 752, lazerio FTŽ₂ II 752, natūralus (is) FTŽ₂ II 752, šviesos FTŽ₂ II 752 usw.) und spinduliai (antriniai FTŽ₂ II 741, infraraudoni(eji) FTŽ₂ II 742, kosminiai FTŽ₂ II 742, monochromatiniai FTŽ₂ II 743, Rentgeno FTŽ₂ II 743, ultravioletiniai FTŽ₂ II 744 usw.) sind ganz anderer Art. Schließlich ließe sich auch Saulės spindulį vom Saulės šviesos spindulio unterscheiden. Daher sollte das Wörterbuch auf radiusas verzichten²⁵ und bei spindulys „радиус“ (dies wäre ein Homonym zu spindulys „луч“) die Fachgebietsangabe mat. hinzufügen (übrigens wären ähnliche Angaben auch in anderen Fällen nützlich). 2. Die zweite Möglichkeit, internationale und litauische Synonyme anzugeben, besteht in ihrer einseitigen Verknüpfung (A → B oder A, B). Zum Beispiel: 24 Žr. Z. Žemaitis, Geometrijos ir trigonometrijos terminų rinkinėlis, Kaunas, 1920, p. 32; Dabartinės lietuvių kalbos žodynas, Vilnius, 1954; II pap. ld., 1972; Rusų-lietuvių kalbų politechninis žodynas, p. 341. 25 Selbstverständlich betrifft dies auch radialinis, zum Beispiel: radialinis greitis FTŽ₂ I 214, radialinė jėga FTŽ₂ I 272, radialinis laukas FTŽ₂ I 381; radialinis pagreitis, spindulinis pagreitis FTŽ₂ II 515. 7. Lietuvių terminologija 97 Kosmos (= Universum) FTŽ₁ 49; Komponente (=Bestandteil26) FTŽ₁ 47; Kontinuität (= kontinuierliches Medium) FTŽ₁ 48; Gipfel (= Spitze) FTŽ₁ 68; umgekehrte Reihenfolge: Zusammensetzung (= Superposition) FTŽ₁ 88; Unordnung (= Chaos) FTŽ₁ 63; Beugung, Krümmung FTŽ₂ I 110; Konstante, Festwert FTŽ₂ I 329; Kontakt, Berührung FTŽ₂ I 334; Kontraktion, (Ver)kürzung FTŽ₂ I 336; Konvektion, Durchmischung FTŽ₂ I 339; Kriterium, Merkmal FTŽ₂ I 357; Nachhall, Reverberation27 FTŽ₂ II 615; umgekehrte Reihenfolge: Definition, Begriffsbestimmung FTŽ₂ I 20; Zusammenbau, Montage FTŽ₂ II 802; Ton (= Farbton) ChŽ 285; Watte (= Baumwolle) ChŽ 299; Dimension (= Maß) ChŽ 78; Autostopp, automatische Bremse „автостоп“ PolŽ 11; Feuerwehrspritze „брандспоит“ PolŽ 31; Bryologie (Wissenschaft von den Moosen28) „бриология“ PolŽ 31; Infiltration (Einsickern) „инфильтрация“ PolŽ 125; Manschette, Ärmelaufschlag „манжет“ PolŽ 181; mobil, beweglich „мобильный“ PolŽ 199; Rampe, Schräge „пандус“ PolŽ 262; permanent, dauerhaft „перманентный“ PolŽ 277; positiv, bejahend „позитивный“ PolŽ 299; Polychromie, Farbenvielfalt „полихромия“ PolŽ 303; Priorität, Vorrang „приоритет“ PolŽ 321; Prognose, Vorhersage „прогноз“ PolŽ 324; Tachometer, Geschwindigkeitsmesser29 „спидометр“ PolŽ 397; Friktion, Reibungskupplung „фрикцион“ PolŽ 471; Wirtschaftlichkeit, Ersparnis „экономия“ PolŽ 508; Experte, Fachmann „эксперт“ PolŽ 509; umgekehrte Reihenfolge: Pavillon, Gartenlaube „беседка“ PolŽ 26; Wasserabscheider, Dehydrator „водоотделитель“ PolŽ 49; entfernen, eliminieren „изъять“ PolŽ 122; Beobachter, Observator „наблюдатель“ PolŽ 209; echt, authentisch „подлинный“ PolŽ 295; Verwandlung, Umwandlung, Transformation „превращение“ PolŽ 314; konzentriert, zusammengefasst „сосредоточенный“ PolŽ 39530. 26 Bildungstechnisch günstiger wäre das in der Literatursprache und in anderen Terminologien (zum Beispiel der Sprachwissenschaft) weit verbreitete Element oder Bestandteil. 27 Besser wäre das Abstraktum des Adjektivs – Nachhallfähigkeit. 28 Möglich wäre Mooskunde. 29 Besser wäre Geschwindigkeitsmesser (siehe Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache, II. Ergänzungsausgabe). 30 Im Terminologiewörterbuch der Polytechnik hängt die Reihenfolge der Glieder des Paares aus internationalem und litauischem Synonym ziemlich häufig nicht von den russischen Entsprechungen ab. Zum Beispiel: Ausschuss, Mangelware „брак“ PolŽ 31; Zusammenziehung, Anwerbung „вербовка“ PolŽ 41; Spalte, Kolumne „графа“ PolŽ 74; Zerkleinerer, Desintegrator „дезинтегратор“ PolŽ 85; Knick, gebrochene Linie, Zickzack „зигзаг“ PolŽ 115; Heizkopf, Kalorisator „калоризатор“ PolŽ 130; Vorsprung, Gesims „карниз“ PolŽ 135; (Ein)teilung, Klassifikation „классификация“ PolŽ 143; Abschrift, Kopie „копия“ PolŽ 156; Holzschneider, Xylograph „ксилограф“ PolŽ 170; Öffnung, Luke „люк“ PolŽ 180; Flieger, Pilot „пилот“ PolŽ 281; gefaltet, plissiert „плиссированный“ PolŽ 285; Trittbrett, Pedal „педаль“ PolŽ 266; Schnitt, Segment „сегмент“ PolŽ 375; Schnitt, Sektor „сектор“ PolŽ 376; Garn, Tex „текс (тэкс)“ PolŽ 421; Säuremesser, Acidometer „ацидометр“ PolŽ 19; Chauffeur, Fahrer „водитель“ PolŽ 47; Kategorie, Rang (2.) „разряд“ PolŽ 347; Frist, Zeit „срок“ PolŽ 400. Ein Teil solcher Beispiele ist natürlich lediglich lexikographische Inkonsistenz. Zum Beispiel: forcieren, beschleunigen „форсировать“ PolŽ 468, aber Beschleunigung, Forcierung „форсировка“ PolŽ 468, Injektor, Strahlpumpe „инжектор“ PolŽ 124, aber Dampfstrahlpumpe, Ejektor „эжектор“ PolŽ 508; Ausfuhr, Export „вывоз“ PolŽ 57, aber Import, Einfuhr „ввоз“ PolŽ 40. 98 Man sollte annehmen, dass der zuerst angegebene Terminus als der Hauptterminus gilt31. Diese Annahme scheint dadurch bestätigt zu werden, dass die meisten auf diese Weise aufgeführten Synonympaare aus solchen bestehen, deren zweites Glied – das litauische Äquivalent – eine Neubildung ist, meist eine sehr junge, manchmal sogar eine, die sich bislang nicht durchgesetzt hat oder überhaupt nur selten verwendet wird (obwohl die meisten einwandfrei gebildet und präzise sind). Zum Beispiel: Echolot, Aidomat FTŽ₂ I 127; Maximum, Höchstmaß FTŽ₂ II 422; Separator, Trenner FTŽ₂ II 656; Gelenk, Scharnier FTŽ₂ II 821; Schriftart (=Drucktypen) ChŽ 269; Presse (=Pressvorrichtung) ChŽ 228; Schaufenster, Warenauslage „витрина“ PolŽ 46; Wellungen, Kräuselungen, Falten, Rillen „гофры“ PolŽ 73; Griff, Handhabe „гриф“ PolŽ 76; Großsegel „грот“ PolŽ 76; Katapult, Schleuder „катапульта“ PolŽ 136; Ornithopter, Schlagflügler „орнитоптер“ PolŽ 246; Plafond, Deckenleuchte „плафон“ PolŽ 284; Fahrwasser, Schifffahrtsweg „фарватер“ PolŽ 463; Chiffre, Geheimschrift „шифр“ PolŽ 497; Steuerrad, Lenkrad „штурвал“ PolŽ 50532. Auch die Reihenfolge, in der Unterbegriffe angegeben werden, lässt diese Annahme zu: Meist werden sie nur zusammen mit dem ersten Oberbegriff aufgeführt. Zum Beispiel: Lastkahn, Barke, Weidling PolŽ 23, doch alle Unterbegriffe nur unter Lastkahn PolŽ 23; Dock, Schiffswerft PolŽ 93, doch Unterbegriffe nur unter Dock PolŽ 93; Zeitschrift, Tagebuch PolŽ 103, Unterbegriffe unter Zeitschrift PolŽ 103; Nische, Vertiefung PolŽ 227, Unterbegriffe unter Nische PolŽ 227, Serie, Reihe PolŽ 377, Unterbegriffe unter Serie PolŽ 377; Signal, Zeichen PolŽ 379, Unterbegriffe unter Signal PolŽ 379; Flansch, Verbindungsteil PolŽ 466, Unterbegriffe unter Flansch PolŽ 466—467; Karosserie PolŽ 170, Unterbegriffe unter Karosserie PolŽ 170; Prozess, Ablauf PolŽ 332, Unterbegriffe unter Prozess: adiabatischer Prozess PolŽ 332, isothermer Prozess PolŽ 333, Kammerprozess PolŽ 333, zyklischer Prozess PolŽ 333, umkehrbarer Prozess PolŽ 333, Arbeitsprozess PolŽ 333, technologischer Prozess PolŽ 333 und so weiter. Allerdings gibt es auch eine gewisse Inkonsistenz. So werden Unterbegriffe gelegentlich mit dem zweiten Oberbegriff aufgeführt, zum Beispiel: Luftschiff, Zeppelin „дирижабль“ PolŽ 91, doch die Unterbegriffe Starres Luftschiff PolŽ 91, Prallluftschiff PolŽ 91. Hier müsste offenbar die Reihenfolge der Oberbegriffe geändert werden. Manchmal werden die Unterbegriffe unter beiden Oberbegriffen aufgeführt: 1) alle unter beiden, zum Beispiel: Regeneration, Wiederaufarbeitung FTŽ₂ II 609 und Abfallregeneration, Abfallwiederaufarbeitung FTŽ₂ II 609, Regeneration von Kernbrennstoff, Wiederaufarbeitung von [Kernbrennstoff] FTŽ₂ II 609; Pressvorrichtung, Presse FTŽ₂ II 714 und Briueli-Pressvorrichtung, Briueli-Presse FTŽ₂ II 714, hydraulische Pressvorrichtung, hydraulische Presse FTŽ₂ II 714; 2) einige unter dem einen, andere unter dem anderen, zum Beispiel: Damm, Schüttung PolŽ 80 und Schüttdamm [!] PolŽ 80, Umschließungsdamm PolŽ 80, Faschinendamm PolŽ 80, Filterdamm PolŽ 80, dagegen überflutbarer Damm (Sommer-), Schutzdamm PolŽ 80, nicht überflutbarer Damm (Winter-), Längsdamm PolŽ 80, strömungslenkender Damm PolŽ 8033; 3) einige Unterbegriffe werden unter beiden Oberbegriffen aufgeführt 31 Dies ist offenbar auch über die Wiedergabe der Synonyme im „Wörterbuch der Physikterminologie“ und im „Chemiewörterbuch“ in Klammern nach dem Gleichheitszeichen gesagt. Im Vorwort des „Wörterbuchs der Physikterminologie“ heißt es: „In Klammern nach dem Gleichheitszeichen sind Ersatzformen abgedruckt, die nach Ansicht der Kommission ebenfalls verwendet werden können“ (S. 3). Dennoch ist diese Technik, wie bereits erwähnt (siehe Anm. 14), sehr unvollkommen. 32 Gelegentlich werden ähnliche Neubildungen jedoch in umgekehrter Reihenfolge angegeben, zum Beispiel: Wassersport, Wasserwerfer „гидромонитор“ PolŽ 67; Abbaustelle, Grube, Torfgrube, Steinbruch „карьер“ PolŽ 135; Maßband, Rollmaßband „рулетка“ PolŽ 366. 33 Und auch Uferdamm PolŽ 280, obwohl Damm bei den Oberbegriffen nicht aufgeführt ist. 7* 99 …nischen, andere nur mit dem ersten, z. B.: Stadium, Zustand PolŽ 401 und Endstadium, Endzustand PolŽ 401, Anfangsstadium, Anfangszustand PolŽ 401, aber Zwischen-stadium PolŽ 401, elastisches plastisches Stadium PolŽ 401. Wie diese Unstimmigkeit bei der Darbietung von Art- und Gattungsbegriffen zu beseitigen ist – ob durch Änderung der Darbietungsweise der Gattungs- oder der Artbegriffe –, lässt sich erörtern; bestehen bleiben darf sie jedoch nicht. 3. Die dritte Darbietungsweise internationaler und litauischer Synonyme besteht in ihrer ungleichen Zuordnung (A → B und B oder A, B und B). Zum Beispiel: Deklination (=Abweichung) FTŽ₁ 16, aber nur Abweichung FTŽ₁ 63; Transmutation (=Umwandlung) FTŽ₁ 97, aber nur Umwandlung FTŽ₁ 101; Trek (=Spur) FTŽ₁ 97, aber nur Spur FTŽ₁ 92; Korrespondenzprinzip (=Übereinstimmungsprinzip) FTŽ₁ 49, aber nur Übereinstimmungsprinzip FTŽ₁ 9; Rheostat (=Widerstandsregler) FTŽ₁ 77, aber nur Widerstandsregler FTŽ₁ 100; umgekehrte Reihenfolge: schwerer Wasserstoff (=Deuterium) FTŽ₁ 88, aber nur Deuterium FTŽ₁ 16; Nichtleiter (=Isolator) FTŽ₁ 63, aber nur Isolator FTŽ₁ 39; Abschirmung (=Abschirmung) FTŽ₁ 16, aber nur abschirmen FTŽ₁ 21; Diskrimination, Aussonderung FTŽ₂ I 116, aber nur Aussonderung FTŽ₂ I 19; Inversion, Umkehrung34 FTŽ₂ I 241, aber nur Umkehrung FTŽ₂ I 19; Lupe, Vergrößerungsglas FTŽ₂ I 418, aber nur Vergrößerungsglas FTŽ₂ II 778; Detonator, Sprengkapsel FTŽ₂ I 102, aber nur Sprengkapsel FTŽ₂ II 754; Korrelation, Zusammenhang FTŽ₂ I 343, aber nur Zusammenhang FTŽ₂ II 644; umgekehrte Reihenfolge: Nichtleiter, Isolator FTŽ₂ II 486, aber nur Isolator FTŽ₂ I 263; Thermakvas (=Sudschi) ChŽ 277, aber nur Sudschi ChŽ 266; umgekehrte Reihenfolge: einfacher Stoff (=Element) ChŽ 300, aber nur Element ChŽ 87; Rest (=Radikal, Gruppe) ChŽ 168, aber nur Radikal (=Gruppe) ChŽ 233 und Gruppe ChŽ 113; ebenso: Antidot – siehe Gegenmittel ChŽ 28, aber nur Gegenmittel ChŽ 229; Lignit – siehe Braunkohle ChŽ 168, aber nur Braunkohle ChŽ 242; Polyhydroxysäure – siehe mehrbasige Säure ChŽ 225, Polywasserstoffsäure – siehe mehrbasige Säure ChŽ 226, aber nur mehrbasige Säure ChŽ 69; umgekehrte Reihenfolge: Schießbaumwolle – siehe Nitrocellulose ChŽ 257, aber nur Nitrocellulose ChŽ 200; Hornblende – siehe Amphibol ChŽ 234, aber nur Amphibol ChŽ 20; Hornsilber – siehe Kerargyrit ChŽ 234, aber nur Kerargyrit ChŽ 148; Erdöl – siehe Erdöl ChŽ 305, aber nur Erdöl ChŽ 188; Meerschaum – siehe Steatit ChŽ 133, aber nur Steatit ChŽ 259; Höllenstein – siehe Silbernitrat ChŽ 227, aber nur Silbernitrat ChŽ 249; Honigstein – siehe Mellite ChŽ 175, aber nur Mellite ChŽ 176; Kupfervitriol – siehe Kupfersulfat ChŽ 176, aber nur Kupfersulfat ChŽ 299; Salmiakgeist – siehe Ammoniumhydroxid ChŽ 165, aber nur Ammoniumhydroxid ChŽ 24; Salz zum Salzen – siehe Natriumchlorid ChŽ 264; Speisesalz – siehe Natriumchlorid ChŽ 295, aber nur Natriumchlorid ChŽ 190; Bittersalz – siehe Magnesiumsulfat ChŽ 27, Bittersalz – siehe Magnesiumsulfat ChŽ 145, aber nur Magnesiumsulfat ChŽ 17235; 34Wahrscheinlich wäre es besser, durch eine abstraktere Ableitung mit einem Suffix zu ersetzen – Umkehrung, denn Umkehrung bezeichnet eher einen Handlungsvorgang. 35 Ein Teil dieser Beispiele aus dem „Chemiewörterbuch“ ist besonders: Die verschiedenen Glieder eines Synonympaares gehören unterschiedlichen Terminologien an, z. B.: Braunkohle — Chem., Braunkohle — Geol., oder ein Glied ist ein Terminus, das andere kein Terminus, z. B.: Kupfersulfat — blauer Vitriol, Magnesiumsulfat — Bittersalz. Einige Forscher bezeichnen solche Synonyme als Äquivalente und betrachten sie nicht als Gegenstand der synchronischen Terminologie (siehe В. М. Лейчик, Термины-синонимы, дублеты, эквиваленты, варианты, Актуальные проблемы лексикологии и словообразования, вып. II, Новосибирск, 1973, р. 105—106). 100 Reifenband (Rad), Felge „бандаж“ PolŽ 21, aber nur Felge „обод“ PolŽ 233; Propeller, Schraube „пропеллер“ PolŽ 329, aber nur Schraube (l.) „винт“ PolŽ 45; Reserve, Vorrat „резерв“ PolŽ 357, aber nur Vorrat „запас“ PolŽ 110; umgekehrte Reihenfolge: Muster, Ornament „узор“ PolŽ 452, aber nur Ornament „орнамент“ PolŽ 246; Gegengewicht, Balancier „противовес“ PolŽ 331, aber nur Balancier „балансир“ PolŽ 20; (Straßen-)Unterführung, Viadukt „путепровод“ PolŽ 336, aber nur Viadukt „виадук“ PolŽ 44; Schifffahrt, Navigation „кораблевождение“ PolŽ 156, aber nur Navigation „навигация“ PolŽ 210; Wassererhitzer, Economiser „водоподогреватель“ PolŽ 49, aber nur Economiser „экономайзер“ PolŽ 508³⁶. Logisch betrachtet müsste diese Darbietungsweise bedeuten, dass der zweimal angeführte Terminus vorzuziehen wäre (in manchen Fällen ist er international, in anderen litauisch). Daran besteht kein Zweifel, wenn zur Verknüpfung der Synonyme ein Gleichheitszeichen oder der Verweis „siehe“ verwendet wird.³⁷ Im Entwurf des neuen „Wörterbuchs der physikalischen Termini“ wurde jedoch das Gleichheitszeichen weggelassen und durch ein Komma ersetzt (für die Darbietung wechselseitig verknüpfter Synonyme ist dies geeignet, vgl. Anm. 14); dadurch wurde die Darbietungstechnik irreführend: Das nach dem Komma angeführte Synonym schiene weniger empfehlenswert. Das ist jedoch lediglich eine Unvollkommenheit der Technik. Dass das zweimal angeführte Synonym vorzuziehen ist (einmal nach dem Komma, das zweite Mal gesondert), bestätigt auch die Reihenfolge der Artbegriffe. So wird bei aktivacija, sužadinimas FTŽ₂ I 7 kein einziger Artbegriff aufgeführt – alle finden sich bei sužadinimas FTŽ₂ II 808–809; bei jėgomatis, dinamometras FTŽ₂ P 20 ebenfalls keiner, sie stehen alle bei dinamometras FTŽ₂ I 113. Deshalb sollte auch die Darbietung der Gattungsbegriffe auf Verweise umgestellt werden, zum Beispiel: aktivacija, siehe sužadinimas; jėgomatis, siehe dinamometras usw. Allerdings werden Artbegriffe manchmal an zwei Stellen aufgeführt: an der einen Stelle die einen, an der anderen die übrigen. Zum Beispiel wird bei tuštuma, vakuumas FTŽ₂ II 904 nur 36 Manchmal hängt die Reihenfolge der Glieder eines internationalen und eines litauischen Synonympaares im Wörterbuch der polytechnischen Termini nicht von den russischen Entsprechungen ab. Z. B.: impregnavimas, mirkymas „пропитывание“ PolŽ 329, aber nur impregnavimas „импрегнирование“ PolŽ 123; autokaras, autovežimlis „автотележка“ PolŽ 11, aber nur autokaras „автокар“ PolŽ 10; garvežys, lokomotyvas „локомотив“ PolŽ 179, aber nur garvežys „паровоз“ PolŽ 264. Übrigens werden garvežys und lokomotyvas auch anderswo als gleichbedeutende Synonyme aufgeführt – im „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“ (2. ergänzte Aufl., Vilnius, 1972) wird garvežys erklärt als „von einer Dampfmaschine angetriebenes Eisenbahnfahrzeug; Lokomotive“ (besser war die 1. Aufl., Vilnius, 1954: „<…>; Dampflokomotive“), und lokomotyvas als „garvežys“; im großen „Wörterbuch der litauischen Sprache“ heißt garvežys „lokomotyvas“ (Bd. III, Vilnius, 1956), lokomotyvas hingegen „garvežys“ (Bd. VII, 1966) – längst sind sie nicht mehr dasselbe. Diese Bezeichnungen waren adäquate Termini, solange es außer Dampflokomotiven keine anderen Lokomotiven gab. Mit dem Aufkommen von Motorlokomotiven, Elektrolokomotiven, Turbinenlokomotiven usw. wurde lokomotyvas zum Gattungsbegriff (als semantisch nicht spezifizierter Begriff), garvežys dagegen (als semantisch spezifizierter Begriff) zum Artbegriff (wie auch motorvežis, elektrovežis, turbovežis). Siehe auch J. Klimavičius, Nuo garvežio ir sunkvežimio iki elektrovežio ir pienvežio, „Kalbos kultūra“, 26, Vilnius, 1974, S. 21. 37 Im „Chemiewörterbuch“ werden, wie aus den bereits zitierten Beispielen hervorgeht, mit dem Verweis „siehe“ meist litauische umgangssprachliche Bezeichnungen auf die internationale chemische Nomenklatur verwiesen. Ähnlich wird dieser Verweis verwendet, um nichtlitauische umgangs- oder handelsübliche sowie technische Bezeichnungen auf chemische Termini zu verweisen, z. B.: zuperis – siehe superfosfatas ChŽ 305, aber nur superfosfatas ChŽ 266. Manchmal geschieht dies in beschreibender Form, z. B.: cukrelis – siehe sacharinas ChŽ 68, sacharinas – Handelsname für kristalozė ChŽ 243, aber nur kristalozė (nur dieser Eintrag wird aus irgendeinem Grund idem per idem erklärt – lösliches sacharinas) ChŽ 159; spiritas – technische Bezeichnung für Alkohol ChŽ 257, aber nur alkoholiai ChŽ 19 [obwohl medžio spiritas – siehe metilo alkoholis ChŽ 175, außerdem metilo alkoholis (= metanolis) ChŽ 180 und metanolis (= metilo alkoholis) ChŽ 178]. 101 Die Torricelli-Leere FTŽ₂ II 904, alle übrigen dagegen unter Vakuum FTŽ₂ II 912–913; unter varžas, rezistorius FTŽ₂ II 928 – spausdintinis varžas FTŽ₂ II 929, vielinis varžtas FTŽ₂ II 929 und anglinis varžas, anglinis rezistorius FTŽ₂ II 928, unter rezistorius dagegen plėvelinis rezistorius FŽT₂ II 616. Im letztgenannten Fall sind mit dem vorzuziehenden rezistorius weniger Artbegriffe aufgeführt als mit dem weniger empfehlenswerten varžas. Ähnlich verhält es sich mit lūžimas, lūžis, refrakcija FTŽ₂ I 418 und refrakcija FTŽ₂ II 607, nur dass sich hier außerdem ein Teil der Artbegriffe an beiden Stellen wiederholt: atmosferinis lūžimas FTŽ₂ II 418, atominis lūžimas FTŽ₂ I 418, bangų lūžimas FTŽ₂ I 418, branduolinis lūžimas FTŽ₂ I 418, dvejopas lūžimas FTŽ₂ I 419, elektroninis lūžimas FTŽ₂ I 419, garso lūžimas FTŽ₂ I 419, spindulių lūžimas FTŽ₂ I 419, šviesos lūžimas FTŽ₂ I 419, ferner molekulinis (molinis) lūžimas, molekulinė refrakcija FTŽ₂ II 419, chromatinis lūžimas, chromatinė refrakcija FTŽ₂ I 419, kūginis (koninis) lūžimas, kūginė refrakcija FTŽ₂ I 419, specifinis lūžimas, specifinė refrakcija FTŽ₂ I 419 sowie atmosferinė refrakcija FTŽ₂ II 607, atominė refrakcija FTŽ₂ II 607, molekulinė refrakcija FTŽ₂ II 607. Im ersten Fall würde eine solche Anordnung der Artbegriffe an zwei Stellen vielleicht der Angabe ihrer Oberbegriffe mit dem Verweis žr. – tuštuma žr. vakuumas – nicht widersprechen. lūžis und refrakcija sollten jedoch eher als identische Synonyme behandelt (und angesetzt) werden. varžas und rezistorius sollten ihre Plätze tauschen: rezistorius žr. varžas. Folglich ist festzustellen, dass die Differenzierung der Verfahren zur Angabe internationaler und litauischer Synonyme noch nicht vollkommen ist; sie stimmt nicht vollständig mit der realen Typologie der Synonymie überein. Internationale und litauische Synonyme können entweder vollständig identische lexikalische Bedeutungen haben – absolute Synonyme (I. A = B) – oder ein Glied kann eine engere Bedeutung oder Verwendung aufweisen – partielle Synonyme (II. A ≠ B: A > B oder A < B). Ist eines der Glieder eines Paars aus internationalem und litauischem Terminus völlig abzulehnen, ungebräuchlich, unnötig oder unzulässig, so sind sie nicht mehr als Synonyme anzusehen (III. A→B oder B→A). In der litauischen Terminografie werden, wie wir gesehen haben, ebenfalls drei Verfahren zur Angabe internationaler und litauischer Synonyme verwendet, doch stimmen sie nicht vollständig mit der genannten Hierarchie dieser Paare überein. Im Wesentlichen ist nur die Angabe der Synonympaare der Gruppe I nach Verfahren I gut. Ein Verfahren, das der Gruppe III entspricht, gibt es in unserer Terminografie praktisch nicht [es sollte mit der Kennzeichnung ntk. (= nicht empfehlenswert) und einem mit Gleichheitszeichen markierten Verweis auf die empfehlenswerte Form versehen werden]. Die Verfahren II und III zur Angabe umfassen im Wesentlichen nur eine Gruppe II [für diesen Zweck sollte nur Verfahren III beibehalten werden (aber nur mit dem Verweis žr.); auf Verfahren II sollte ganz verzichtet werden]. Schließlich sollte jedes ernst zu nehmende terminografische Werk auch eine Erläuterung der Reihenfolge bieten, in der internationale und litauische Synonyme angegeben werden, damit die Leser diese nicht entschlüsseln oder subjektiv interpretieren und daran zweifeln müssen. UNTERSCHIEDE BEI DER ANGABE VON SYNONYMEN Artbegriffe mit synonymischen (internationalen und litauischen) Determinanten (meist adjektivischen, seltener im Genitiv stehenden Substantiven) werden innerhalb desselben Eintrags des übergeordneten Begriffs gewöhnlich nur einmal aufgeführt (a→bX oder a, bX); nur im „Fizikos terminų žodynas“ und gelegentlich auch im Entwurf seiner Neuausgabe erscheinen sie alphabetisch an zwei Stellen (a→bX und b→aX oder a, bX und b, aX; oder aX→bX und bX→aX oder aX, bX und bX, aX). Zum Beispiel: sferinė (= rutulinė) banga FTŽ₂ 11 und rutulinė (= sferinė 102 rinė) banga FTŽ₁ 11 oder sferinė banga, rutulinė banga FTŽ₂ I 50 und rutulinė banga, sferinė banga FTŽ₁ 50. Im Entwurf der Neuausgabe werden sie jedoch meist nur einmal aufgeführt, offenbar eher aus praktischen Gründen (Bequemlichkeit, Platzersparnis) als unter Berücksichtigung theoretischer Annahmen zur Adäquatheit oder Nichtadäquatheit von Synonymen. Nur gelegentlich werden synonymische Art-Determinanten bei verschiedenen verwandten Begriffen in unterschiedlicher Reihenfolge angesetzt (a→bX, aber b→aY oder a, bX, aber b, aY; oder aX→bX, aber bY→aY oder aX, bX, aber bY, aY). Zum Beispiel: santykinis greitis, reliatyvinis greitis FTŽ₂ I 214, santykinė, reliatyvi deformacija FTŽ₂ I 90, aber reliatyvinis judėjimas, santykinis judėjimas FTŽ₂ I 281. Warum im einen Fall der erste Determinant litauisch und im anderen international ist, ist nicht ganz klar. Bei der Untersuchung der Synonymie wiederkehrender Art-Determinanten (Paare aus internationalen Termini und ihren litauischen Entsprechungen) ist eine große Zahl uneinheitlicher Angaben derselben Paare festzustellen. Meist wird bei verwandten Begriffen ein synonymisches Paar von Art-Determinanten aufgeführt, bei anderen dagegen nur ein Glied des Paars (a→bX und b→aX oder a→bX oder a→bX und bX, aber nur aY oder bY; oder aX→bX und bX→aX oder aX→bX oder aX→bX und bX, aber nur aY oder bY). Zum Beispiel: gravitacija (=visuotinė trauka) FTŽ₁ 33 und visuotinė trauka FTŽ₁ 97, — gravitacinė (=visuotinės traukos) energija FTŽ₁ 25 und traukos (=gravitacinė) energija FTŽ₁ 25, visuotinės traukos (=gravitacijos) jėga FTŽ₁ 40, gravitacinė (=visuotinės traukos) konstanta FTŽ₁ 48, aber nur gravitacijos konstanta FTŽ₁ 33, gravitacijos dėsnis FTŽ₁ 33, gravitacijos potencialas FTŽ₁ 33, 71, gravitacijos laukas FTŽ₁ 33, 53; degeneracija (=išsigimimas) FTŽ₁ 16 und išsigimimas (=degeneracija) FTŽ₁ 38, — išsigimusioji (=degeneruota) sistema FTŽ₁ 80, aber nur degeneruotas FTŽ₁ 16; degeneracija, išsigimimas FTŽ₂ I 91 und išsigimimas FTŽ₂ I 254, — degeneruotas, išsigimęs FTŽ₂ I 91 und išsigimęs FTŽ₂ I 254, — išsigimęs, degeneruotas būvis FTŽ₂ I 60, aber nur neišsigimęs būvis FTŽ₂ I 61; neišsigimusios, nedegeneruotos dujos FTŽ₂ I 124, aber nur išsigimusios dujos FTŽ₂ I 124, nur išsigimusi(oji) funkcija FTŽ₂ I 186; perturbacija (su)trikdymas FTŽ₂ II 537 und trikdymas, perturbacija FTŽ₂ II 892, — perturbacijų metodas, trikdymų metodas FTŽ₂ II 453, perturbacijų, trikdymų vektorius FTŽ₂ II 935, aber nur perturbuojantis poveikis FTŽ₂ II 563; koincidencija (=sutapimas) FTŽ₁ 47, koincidencija, sutapimas FTŽ₂ P 24 und sutapimas FTŽ₂ II 807, ebenso antisutapimas, antikoincidencija FTŽ₂ I 18, — koincidencijų metodas, sutapimų metodas FTŽ₂ II 451, sutapimų spektroskopija, koincidencijų spektroskopija FTŽ₂ II 740, aber nur sutapimų spektrometrija FTŽ₂ II 738; homogeniškumas, vienalytiškumas FTŽ₂ I 225 und vienalytiškumas, homogeniškumas FTŽ₂ II 944, — homogeninis, vienalytis FTŽ₂ I 225, — homogeninė, vienalytė erdvė FTŽ₂ I 162, homogeninis, vienalytis kūnas FTŽ₂ I 362, homogeninis laukas, vienalytis laukas FTŽ₂ I 379, vienalytė, homogeninė deformacija FTŽ₂ I 91, vienalytė, homogeninė aplinka FTŽ₂ I 23, aber nur homogeninės koordinatės FTŽ₂ I 341, vienalytės dujos FTŽ₂ I 125; elastingumas (=tamprumas) FTŽ₂ 2I und tamprumas (=elastingumas) FTŽ₁ 92, elastingumas, tamprumas FTŽ₂ I 141 und tamprumas, elastingumas FTŽ₂ II 103 835, — Elastizitätskoeffizient, Koeffizient der Elastizität FTŽ₂ I 313, aber nur Elastizitätskoeffizient FTŽ₁ 46; elastisch FTŽ₁ 21 und elastisch (=elastisch) FTŽ₁ 92, — elastische (=elastische) Deformation FTŽ₁ 16, aber nur elastische Schwingungen FTŽ₁ 89; Selektivität, Auslese FTŽ₂ III 654, ebenso Selektor, Wähler FTŽ₂ II 655, — selektive Absorption, Ausleseabsorption FTŽ₂ I 2, aber nur selektives Absorbens FTŽ₂ I 3, selektives System FTŽ₂ II 675, selektiver Verstärker FTŽ₂ II 785; selektiv (=auslesend) ChŽ 246 und auslesend — siehe selektiv, selektiv ChŽ 35, aber nur selektive Absorption ChŽ 246, selektive Assimilation ChŽ 246, selektive Fermentation ChŽ 246, selektive Flotation ChŽ 246, selektive Katalyse, selektive Reaktion, selektives Reagens, selektives Lösungsmittel, selektive Wirkung, selektive Benetzung ChŽ 246, schließlich nur Selektivität ChŽ 246; nur Selektivität PolŽ 119, 376, nur selektive Absorption PolŽ 291; partiell (=teilweise) FTŽ₁ 67 und teilweise (=partiell) FTŽ₁ 15, aber nur partielle Pressung FTŽ₁ 82; lokal, örtlich FTŽ₂ I 418, — örtliches (lokales) Maximum FTŽ₂ II 423, örtliche Beschleunigung, lokale Beschleunigung FTŽ₂ II 515, aber nur lokaler Parameter FTŽ₂ II 523; spontan — siehe selbsttätig ChŽ 257, — spontane Kristallisation — siehe selbsttätige Kristallisation ChŽ 257 und selbsttätige Kristallisation ChŽ 257; selbsttätig, spontan FTŽ₂ 645, — selbsttätige Magnetisierung, spontane Magnetisierung FTŽ₂ I 243, selbsttätige Ionisation, spontane Ionisation FTŽ₂ I 276, selbsttätige Kristallisation, spontane Kristallisation FTŽ₂ I 356, selbsttätige Magnetostriktion, spontane Magnetostriktion FTŽ₂ II 420, aber nur spontane Spaltung FTŽ₂ 78, spontane Emission FTŽ₂ I 154, spontane Streuung FTŽ₂ I 247, spontane Strahlung FTŽ₂ II 751, spontaner Sprung FTŽ₂ II 828; relativ, spezifisch PolŽ 451, — relatives Gewicht, spezifisches Gewicht PolŽ 42, 451, aber nur spezifische Wärme PolŽ 425, relatives Volumen PolŽ 237; relative Viskosität (=spezifische Viskosität) ChŽ 168, relative Leistung (=spezifische Leistung) ChŽ 168, relatives Gewicht (=spezifisches Gewicht) ChŽ 168 und spezifisches Gewicht (=relatives Gewicht) ChŽ 256, relatives Volumen (=spezifisches Volumen) ChŽ 168, aber nur spezifische Leitfähigkeit, spezifische Oberfläche, spezifische Wärme ChŽ 256; aber nur spezifische Ladung FTŽ₁ 50, spezifische Leitfähigkeit FTŽ₁ 52, 83, spezifische Masse FTŽ₁ 83, spezifisches Gewicht FTŽ₁ 83, 90, spezifische Wärme FTŽ₁ 90, spezifisches Volumen FTŽ₁ 98, spezifischer Widerstand FTŽ₁ 83, 100; spezifisches Gewicht, relatives Gewicht FTŽ₂ II 816, spezifische Wärme, relative Wärme FTŽ₂ 825, aber nur spezifische Absorption FTŽ₂ I 3, spezifische Adsorption FTŽ₂ I 5, spezifische Aktivität FTŽ₂ I 7, spezifische Dispersion FTŽ₂ I 118, spezifische Dosis FTŽ₂ I 120, spezifische Feuchtigkeit FTŽ₂ I 122, spezifische Emission FTŽ₂ I 154, spezifische Energie FTŽ₂ I 160, spezifische Leistung FTŽ₂ I 190, spezifische Ionisation FTŽ₂ I 276, spezifische Ladung FTŽ₂ I 360, 104 spezifische Leitfähigkeit FTŽ₂ I 371, spezifische Brechung, spezifische Refraktion FTŽ₂ I 419, spezifisches Volumen FTŽ₂ II 904³⁸; natürlich, naturbedingt FTŽ₂ II 484, aber nur natürliche Radioaktivität FTŽ₂ II 591; aber nur Naturharz ChŽ 193, Naturdünger ChŽ 193, natürlicher Rohstoff ChŽ 193, nur Erdgas ChŽ 104, Soda ChŽ 104; rotatorische (=Dreh-)Energie FTŽ₂ 25 und Dreh- (=rotatorische) Energie FTŽ₂ 25, aber nur Rotationspumpe FTŽ₂ 78, 80, Rotationslinie FTŽ₂ 78, Rotationsterm FTŽ₂ 95, Rotationsspektrum FTŽ₂ 78, 83; virtuelle Verschiebung, scheinbare Verschiebung FTŽ₂ II 559, Prinzip der virtuellen Verschiebungen, Prinzip der virtuellen Verrückungen FTŽ₂ II 574, aber nur virtueller Zustand FTŽ₂ P 6, virtuelles Moment FTŽ₂ II 481, virtuelles Paar FTŽ₂ II 558, Prinzip der virtuellen Arbeit FTŽ₂ II 575, virtueller Prozess FTŽ₂ II 581, virtueller Reaktor FTŽ₂ II 606, virtuelle Quelle FTŽ₂ II 821, virtueller Sprung FTŽ₂ II 828, virtuelle Temperatur FTŽ₂ II 856, virtueller Wert FTŽ₂ II 941; permanente Polarisation, permanente Polarisation FTŽ₂ II 554, permanenter Magnetismus, permanenter Magnetismus FTŽ₂ II 419, aber nur Dauermagnet FTŽ₂ I 418; äquivalente Masse, Äquivalentmasse FTŽ₂ II 427, äquivalente Matrizen FTŽ₂ II 435, aber nur äquivalente Materie FTŽ₂ II 441; stabiler, beständiger Zustand FTŽ₂ I 63, aber nur instabiler Zustand FTŽ₂ I 61, stabiles Teilchen FTŽ₂ I 77, stabiles Isotop FTŽ₂ I 265, stabile Bewegung FTŽ₂ I 281. Im „Wörterbuch der physikalischen Fachbegriffe“ werden bei der Ansetzung von Unterbegriffen an zwei Stellen – beim Oberbegriff und beim separat angesetzten unterbegriffsbildenden Determinans – Unterbegriffe mitunter auch unter demselben Oberbegriff einmal mit einem synonymen Determinanspaar, ein anderes Mal aber nur mit einem seiner Glieder aufgeführt (a → bX und b → aX, aber nur aX oder bX; oder aX → bX und bX → aX, aber nur aX oder bX; oder aX und bX, aber nur a → bX oder b → aX). Zum Beispiel: translatorische (=Translations-)Bewegung FTŽ₂ I 42 und Translations- (=translatorische) Bewegung FTŽ₂ I 42, ebenso translatorische Bewegung (=Translationsbewegung) FTŽ₂ I 97, aber nur Translationsbewegung FTŽ₂ 82; akustische (=Schall-)Welle FTŽ₂ 10 und Schall- (=akustische) Welle FTŽ₂ 11, aber nur Schallwelle FTŽ₂ 31; Lumineszenz- (=Tageslicht-)Lampe FTŽ₂ 53 und Tageslicht- (=Lumineszenz-)Lampe FTŽ₂ 53, aber nur Lumineszenzlampe FTŽ₂ 55; Wärmeleitfähigkeit (=thermische Leitfähigkeit) FTŽ₂ 52, aber nur Wärmeleitfähigkeit FTŽ₂ 91; 38Eine solche Entwicklung, insbesondere im Entwurf der neuen Ausgabe des „Wörterbuchs der physikalischen Fachbegriffe“, die auf eine Einschränkung des Geltungsbereichs des vergleichenden Gebrauchs oder sogar dessen Beseitigung hinausläuft, gibt Anlass zu gewisser Besorgnis. Ohne auf die gesamte Geschichte einzugehen, sei lediglich daran erinnert, dass in der Schulphysik vergleichend wesentlich häufiger vorkommt als spezifisch. Ähnlich verhält es sich in unseren allgemeinen Wörterbüchern: So wird Gewicht nur als vergleichend bezeichnet, spezifisch dagegen nur Geschmack und Geruch („Wörterbuch der heutigen litauischen Sprache“, 1972). Übrigens wird im Russischen nur удельный verwendet. Gewiss lässt sich die Frage stellen, ob lyginamasis semantisch unpassend ist; dadurch wird jedoch die Bedeutung des litauischen Synonyms nicht beseitigt. Beispielsweise könnte man erwägen, ob santykinis (vgl. santykinis tūris „удельный объём“ PolŽ 2370) oder savitasis, ypatingasis geeignet wären. 105 laminare (=geschichtete) Strömung FTŽ₁ 93, aber nur laminare Strömung FTŽ₁ 52; Kohäsion (=Zusammenhalt) FTŽ₁ 47 und dazu Kohäsionskraft FTŽ₁ 47; Kupplung39 FTŽ₁ 78 und dazu Kupplungskraft FTŽ₁ 78, während zu jėga FTŽ₁ 40 – Kupplungs- (=Kohäsions-)kraft FTŽ₁ 40 steht. Die interessanteste Gruppe von Unterschieden in der Wiedergabe internationaler und litauischer Synonyme ist die Wiedergabe derselben Synonympaare in verschiedenen Wörterbüchern auf unterschiedliche Weise (in einem A → B und B → A oder A, B und B, A, in einem anderen A → B oder A, B, in einem dritten A → B oder A, B und B). Zum Beispiel: Meridian, Mittagslinie FTŽ₂ II 446, aber Mittagslinie, Meridian „меридиан“ PolŽ 192; Starter, Anlasser FTŽ₂ II 775, aber Starter, Anlasser „пускатель“ PolŽ 336 und Anlasser „стартер“ PolŽ 405; Korrektur, Berichtigung FTŽ₂ I 343 und Berichtigung FTŽ₂ II 528, aber Korrektur, Richtigstellung40 PolŽ 158; Gärung (=Fermentation) ChŽ 241 und Fermentation ChŽ 94, aber nur Gärung, Fermentierung, Fermentation PolŽ 32; Büchnertrichter – siehe Wägeglas ChŽ 49 und Wägeglas ChŽ 267, aber nur Wägeglas, Wägegefäß „бюкс“ PolŽ 35; Sumpfgas – siehe Methan ChŽ 213 und Methan ChŽ 178, aber Methan, Sumpfgas „метан“ PolŽ 193 und Methan, Sumpfgas „болотный газ“ PolŽ 62; Milchzucker (=Laktose) ChŽ 217 und Laktose (=Milchzucker) ChŽ 163, aber Milchzucker, Laktose PolŽ 369; Fruchtzucker (=Fruktose) ChŽ 294 und Fruktose (=Fruchtzucker) ChŽ 101, aber Fruchtzucker PolŽ 370 und Fruktose PolŽ 471; Malzzucker (=Maltose) ChŽ 243 und Maltose (=Malzzucker) ChŽ 173, aber nur Malzzucker PolŽ 370; homogen (=einheitlich) FTŽ₁ 34; homogen, einheitlich FTŽ₂ I 225 (auch Homogenität, Einheitlichkeit FTŽ₂ I 225 und Einheitlichkeit, Homogenität FTŽ₂ II 944); homogen „einheitlich“ ChŽ 122 (und homogene Katalyse ChŽ 122, homogenes Gleichgewicht ChŽ 122, homogenes System ChŽ 122, homogene Reaktionen ChŽ 122, ebenso Homogenität „Einheitlichkeit“ ChŽ 122, obwohl homogene Komplexe ChŽ 300; einheitlich, homogen PolŽ 71 (auch Einheitlichkeit, Homogenität PolŽ 71) und einheitlich, homogen PolŽ 239 (auch Gleichförmigkeit, Einheitlichkeit, Homogenität PolŽ 239); heterogen (=uneinheitlich) FTŽ₁ 34; heterogen FTŽ₂ I 221 (auch Heterogenität, Verschiedenartigkeit FTŽ₂ I 221; heterogen „ungleich, uneinheitlich“ ChŽ 118), ebenso heterogene Katalyse ChŽ 117, heterogenes Gleichgewicht ChŽ 117, heterogenes System ChŽ 118, heterogene Reaktionen ChŽ 118; uneinheitlich, heterogen „гетерогенный“ PolŽ 66 und uneinheitlich, hete- 39Der Terminus Zusammenhalt eignet sich wegen seiner verbalen Bedeutung nicht besonders gut, aber auch Kupplung ist nicht völlig akzeptabel. Das, was von selbst zusammenhält, sollte besser sankiba genannt werden, während Kupplung etwas bezeichnet, das verbunden wurde. In ähnlicher Weise könnte man Adhäsion auf Litauisch priekiba nennen. Eine solche Missachtung des traditionellen Vokalwechsels in der Terminologie zur Differenzierung von Begriffen ist unvermeidlich. So werden wir in der Physik sankiba und priekiba haben, in der Technik dagegen sankaba und priekaba. 40Natürlich ist Berichtigung besser (wie FTŽ₂). 106 rogeniškas „неоднородный“ PolŽ 224 (auch nevienalytiškumas, heterogenišku- mas „неоднородность“ PolŽ 224), sowie heterogeniškas, nevienalytis, skirtingas „разнородный“ PolŽ 345 (auch heterogeniškumas, nevienalytiškumas, įvairu- mas „разнородность“ PolŽ 345)⁴¹. Solche Beispiele gibt es wesentlich mehr als hier angeführt, obwohl sich nicht behaupten lässt, dass dieselben Synonympaare nicht auch in verschiedenen Wörterbüchern einheitlich wiedergegeben würden. Zum Beispiel: motoras (= variklis) FTŽ₁ 62 und variklis FTŽ₂ 99 (hier ebenso alle Unterarten); motoras, variklis FTŽ₂ II 482 und variklis FTŽ₂ II 920 (hier ebenso alle Unterarten); variklis, motoras PolŽ 205 (hier ebenso alle Unterarten, doch einige unter dem einen Oberbegriff, andere unter einem anderen: generatorius — variklis, variklis su pripūtimu, bet sparninis motoras, pakabinamas motoras) und variklis PolŽ 81; derivatai — siehe dariniai ChŽ 72 und dariniai ChŽ 68; darinys, derivatas PolŽ 87 und darinys PolŽ 326; ekstraktas (= ištrauka) ChŽ 85 und ištrauka (= ekstraktas) ChŽ 128 [obwohl vandeninė ištrauka (ekstraktas) ChŽ 297, aber nur sausasis ekstraktas ChŽ 245]; ekstraktas, ištrauka PolŽ 509 [obwohl nur salyklinis ekstraktas PolŽ 509] und ištrauka, ekstraktas (3) PolŽ 61. Unterschiede in der Wiedergabe von Synonymen artbezogener Termini lassen sich noch als technische Schwankungen, als Inkonsequenz der Auffassung betrachten. Die unterschiedliche Wiedergabe derselben Synonympaare in verschiedenen Wörterbüchern muss bei konsequenter Betrachtung jedoch entweder als unterschiedliche Bewertung ihres Synonymiegrades oder als misslungene Anwendung der Wiedergabeverfahren, als deren Verwechslung und sogar als unbegründete Differenzierung dieser Verfahren beurteilt werden. SEPARATIVE SYNONYMIE UND NICHTÄQUIVALENTE POLYSEMIE Eines der größten Probleme bei der Wiedergabe internationaler und litauischer Synonyme in der Terminografie, das tatsächlich nicht auf Mängel der Wiedergabe und ihres Systems, sondern auf die Unvollkommenheit der Terminologie selbst zurückzuführen ist, ist die separative Synonymie der Glieder eines Synonympaares oder ihre nichtäquivalente Polysemie. Sie äußert sich darin, dass (α) ein internationaler Terminus in einem Fall im Wörterbuch eine litauische Entsprechung hat, in einem anderen dagegen eine andere, oder umgekehrt, (β) zwei (oder mehr) internationale Termini ein litauisches Synonym haben [α) A, B, aber A, C; β) A, B, aber B, C, in komplexeren Fällen A, B, aber B, C und B, C, D]. Zum Beispiel: α) elastingumas (= tamprumas) ChŽ 85 und tamprumas (= elastingumas) ChŽ 273, aber stangrumas — siehe elastingumas ChŽ 258; β) proteinas (= baltymas) ChŽ 230 und baltymas ChŽ 40, aber protam inai (= proteinai) ChŽ 230; ureja — siehe šlapalas ChŽ 293, aber auch karbamidas — siehe šlapalas ChŽ 144 sowie šlapalas (= karbamidas) ChŽ 269; α) poliravimas, gludinimas „полировка“ PolŽ 302 und poliravimas, šveitimas, blizginimas „лощение“ PolŽ 179; ⁴¹ Manchmal werden die Termini eines Mikrosystems sogar im selben Wörterbuch uneinheitlich wiedergegeben. Zum Beispiel: dvinaris, binomas „двучлен“ PolŽ 84 und dvinaris, binomas „бином“ PolŽ 27, aber daugianaris „многочлен“ PolŽ 199 und polinomas, daugianaris „полином“ PolŽ 302; sensibilizacija, jautrinimas FTŽ₂ II 655 und jautrinimas, sensibilizacija FTŽ₂ I 266 (ebenso FTŽ₁ 79 und FTŽ₂ 39), aber desensibilizacija, nujautrinimas FTŽ₂ I 93. 107 β) Stütze, Konsole (Maschinenbau), „кронштейн“ PolŽ 168 sowie „хобот“ PolŽ 475 und Konsole, Stütze (Bauwesen) „консоль“ PolŽ 153; Grä ben, Graben „траншея“ PolŽ 438, Küvette, Rinne „кювет“ PolŽ 171 (außerdem Graben „канава“ PolŽ 133, Kanal „канал“ PolŽ 132); Lüftung, Aeration, Ventilation „проветривание“ PolŽ 323 und Ventilation, Lüftung „вентиляция“ PolŽ 41 sowie Belüftung PolŽ 19; α) Gravitationsenergie, Energie der universellen Gravitation FTŽ₂ I 157, Gravitationsfeld, Feld der universellen Gravitation FTŽ₂ I 379 und Gravitationsmasse, schwere Masse FTŽ₂ II 426; Kosmos, Universum „космос, вселенная – cosmos – Universum, Weltall“ FTŽ₂ I 344, Universum „вселенная – universe, world – Universum, Weltall“ FTŽ₂ II 958 und Welt „мир – universe – Universum, Welt“ FTŽ₂ II 524; Pinch-Effekt, Pincheffekt FTŽ₂ I 132, Pincheffekt, Einschnürungseffekt FTŽ₂ II 539 und Einschnürung, Verengung, Pincheffekt FTŽ₂ II 645; β) Agglomerat, Ansammlung „агломерат, скопление – agglomerate, cluster – Agglomerat“ FTŽ₂ I 5 und Ansammlung, Cluster „сгусток – cluster – Häufung“ FTŽ₂ P 34; Akkord, Zusammenklang FTŽ₂ I 6 und Konsonanz, Zusammenklang FTŽ₂ I 329⁴²; Manipulation, Handlung „манипуляция, действие – manipulation – Tasten“ FTŽ₂ II 423, Handlung „действие – action – Wirkung“ FTŽ₂ II 932, aber Operation, Handlung „операция, действие – operation – Operation“ FTŽ₂ II 501; fraktional, partiell FTŽ₂ I 185, aber partielle Welle, Partialwelle FTŽ₂ I 45; Gyrostat, Kreisel „гиростат, волчок – gyrostat – Gyrostat, Kreisel“ FTŽ₂ I 204, aber Kreisel, Gyroskop „гироскоп – gyroscope – Kreisel“ FTŽ₂ II 949 und Gyroskop „гироскоп – gyroscope – Kreisel, Gyroskop“ FTŽ₂ I 204. Manchmal wird die Mehrdeutigkeit eines litauischen Äquivalents erst durch seine Erläuterung deutlich (A, B, aber A „C“ oder A, B und C„B“). Zum Beispiel: Sprühgerät, Pulverisator „пульверизатор“ PolŽ 335 und „разбрызгива-тель“ PolŽ 342, aber Sprühgerät und „фopcyнка“ PolŽ 468; Fachwerk, Skelett „фахверк“ PolŽ 464, Skelett „скелет“ PolŽ 383 und Spulenskelett „каркас катушки“ PolŽ 135; Raffination, Raffinierung (= Reinigung) ChŽ 234 und Reinigung ChŽ 295, aber Rektifikation, Rektifizierung „Reinigung einer Flüssigkeit durch Destillation in einer Kolonne“ ChŽ 237. Dies sind die einfachsten, am leichtesten erkennbaren und entwirrbaren Fälle. Doch sehr häufig gehen die internationalen und litauischen Synonyme auf wesentlich kompliziertere Weise nicht auf: Zwei internationale Termini entsprechen zwei litauischen (A₁Bₜ – A₁, Cₜ, Dₜ „Cₜ“ oder A₁, Bₜ – C₁, Bₜ, Dₜ), zwei internationale drei litauischen (Aₜ, Bₜ – Cₜ, Aₜ „Dₜ“ – Dₜ, Eₜ), zwei oder drei litauischen fünf oder sechs internationale (Aₜ, Bₜ – A₁ „Cₜ“ – Dₜ, A₁ – Eₜ, A₁ „Fₜ“ – Gₜ „A₁“ – Iₜ [„A oder A₁“] oder Aₜ, B₁ – Bₜ, Cₜ – D₁ „Eₜ, Fₜ“ – D₁₁ „Eₜ“ – Eₜ – Gₜ „Bₜ, Cₜ“ – Fₜ, Iₜ „Dₜ“ – Hₜ „Dₜ“) und so weiter. Zum Beispiel: Erdschaufel, Schwimmbagger „драга“ PolŽ 95 und Erdschaufel, Bagger, Torfbagger „багер“ PolŽ 19; 42Wohl wäre es genauer, Konsonanz als harmonischen Zusammenklang zu bezeichnen. 108 Einwertig — siehe Monoxid ChŽ 300, und Halbwertig — siehe Monoxid, Suboxid ChŽ 232, sowie Monoxid „Oxid, das ein Sauerstoffatom enthält — одноокись“ ChŽ 186; Kompression, Verdichtung „сжатие — compression — Kompression“ FTŽ₂ I 324, aber Schrumpfung, Kompression „сжатие — contraction — Kontraktion“ FTŽ₂ II 805, obwohl Kontraktion noch ein weiteres Synonym hat — (Ver)kürzung „сокращение, сжатие — contraction — Kontraktion“ FTŽ₂ I 336; Aufzug, Lift „подъёмник“ PolŽ 299, ebenso Lift, Aufzug „лифт“ PolŽ 178 (und Luftaufzug, Luftlift „воздушный подъёмник“ PolŽ 299 sowie Luftlift PolŽ 516), Aufzug „фуникулёр“ PolŽ 472, Hebekran, Aufzug „подъёмный кран“ PolŽ 163 und Aufzug, Hebegerät „грузоподъёмник“ PolŽ 77, Flaschenzüge, Hängeaufzug „тали“ PolŽ 419; gut auch, dass домкрат mit Hebegerät, Wagenheber PolŽ 94 übersetzt wird, während эскалатор — Rolltreppe PolŽ 516; Transmutation, Umwandlung „превращение, трансмутация — transmutation — Transmutation“ FTŽ₂ II 889, Umwandlung „превращение, переход — transition, transmutation — Übergang, Umwandlung, Transmutation“ FTŽ₂ II 956, aber Umwandlung, Konversion „преобразование, переход — change, conversion — Umwandlung, Verwandlung“ FTŽ₂ II 958, Konversion „конверсия — conversion — Konversion“ FTŽ₂ I 340; ebenso Änderung „изменение — change, variation, modification — Veränderung, Änderung“ FTŽ₂ I 308, Veränderung „изменение — variation — „Änderung“ FTŽ₂ II 553 und Variation „вариация — variation — Variation“ FTŽ₂ II 919; vielleicht gehören hier auch Transformation „трансформация, преобразование — transformation — Transformation“ FTŽ₂ II 886 und Modifikation, Abart FTŽ₂ II 470 dazu (vgl. allotrope Umwandlung FTŽ₂ II 956 und allotrope Modifikation FTŽ₂ II 470)⁴³ sowie Modulation, Modulieren FTŽ₂ II 170 (vgl. Phasenänderung FTŽ₂ I 308 und Phasenmodulation FTŽ₂ II 471); Oszillation, Schwingung „осциляция, колебание — oscillation — Oscillation, Schwankung“ FTŽ₂ II 510, aber Schwingung, Oszillation „колебание — oscillation — Schwingung“ FTŽ₂ II 811, obwohl die Umgangssprache klar zwischen Schwingung und Oszillation sowie auch Vibration unterscheidet, die im Wörterbuch leider fehlt — dort findet sich nur Vibration „вибрация — vibration — Vibration, Schwingung“ FTŽ₂ II 942, obwohl es von Schwingungen „колебания — oscillations, vibrations — Oszillationen, Schwingungen, Vibrationen“ FTŽ₂ II 950–955 nur so wimmelt; übrigens finden sich beim Blick auf die Unterbegriffe zu Schwingungen und Vibrationen sehr viele identische Bezeichnungen: anharmonische Schwingungen FTŽ₂ II 811 und anharmonische Vibrationen FTŽ₂ II 950, zufällige Schwingungen FTŽ₂ II 811 und zufällige Vibrationen FTŽ₂ II 951, elliptische Schwingungen FTŽ₂ II 811 und elliptische Vibrationen FTŽ₂ II 951, harmonische Schwingungen FTŽ₂ II 811 und harmonische Vibrationen FTŽ₂ II 952, kohärente Schwingungen FTŽ₂ II 812 und kohärente Vibrationen FTŽ₂ II 952, freie Schwingungen FTŽ₂ II 812 und freie Vibrationen FTŽ₂ II 952, ungekoppelte Schwingungen FTŽ₂ II 812 und ungekoppelte Vibrationen FTŽ₂ II 953, Grundschwingungen FTŽ₂ II 812 und Grundvibrationen FTŽ₂ II 954, parametrische Schwingungen FTŽ₂ II 812 und parametrische Vibrationen FTŽ₂ II 954, parasitäre Schwingungen 43Vgl. auch Modifikation „Abart eines Elements mit anderen Eigenschaften“ ChŽ 184 und Abart „модификация, вариант“ ChŽ 35, ferner Modifikation, Abart „модификация“ PolŽ 200 und Abart, Modifikation PolŽ 345, obwohl Veränderung, Modifikation „видоизменение“ PolŽ 45. 109 FTŽ₂ II 812 und parasitäre Schwingungen FTŽ₂ II 954, periodische Schwankungen FTŽ₂ II 813 und periodische Schwingungen FTŽ₂ II 954, erzwungene Schwankungen FTŽ₂ II 812 und erzwungene Schwingungen FTŽ₂ II 954, Relaxationsschwankungen FTŽ₂ II 813 und Relaxationsschwingungen FTŽ₂ II 954, Resonanzschwankungen FTŽ₂ II 813 und Resonanzschwingungen FTŽ₂ II 954, selbsterregte Schwankungen, Eigenschwingungen FTŽ₂ II 813 und selbsterregte Schwingungen, Eigenschwingungen FTŽ₂ II 954, eigene Schwingungen FTŽ₂ II 813 und eigene Schwingungen FTŽ₂ II 955, sinusförmige Schwankungen FTŽ₂ II 813 und sinusförmige Schwingungen FTŽ₂ II 955, Querfluktuationen FTŽ₂ II 813 und Querschwingungen FTŽ₂ II 955, gedämpfte Schwankungen FTŽ₂ II 813 und gedämpfte Schwingungen FTŽ₂ II 955, Drehschwankungen FTŽ₂ II 813 und Drehschwingungen FTŽ₂ II 955, lineare Schwankungen FTŽ₂ II 814 und lineare Schwingungen FTŽ₂ II 955, obwohl sie in keiner Weise miteinander verknüpft sind; und worin besteht der Unterschied zwischen dem Oszillator „осциллятор — oscillator — Oszillator“ FTŽ₂ II 510 und dem Vibrator „вибратор — vibrator — Vibrator, Schwinger, Oszillator“ FTŽ₂ II 942 — sie sind ohne Verknüpfung aufgeführt, doch dafür, dass sie identisch sind, sprechen nicht nur die deutschen Entsprechungen, sondern auch einige Unterarten, z. B.: Herzscher Oszillator „осциллятор Герца, вибратор Герца“ FTŽ₂ II 510 und Herzscher Vibrator „вибратор Герца“ FTŽ₂ II 942; es gibt noch eine weitere Schwankung — Fluktuation, Veränderung „колебание, изменение, флюктуация — variation, fluctuation — Schwankung“ FTŽ₂ II 818, siehe auch флюктуация „флуктуация — fluctuation — Schwankung“ FTŽ₂ I 173, Veränderung „изменение — change, variation, modification, — Veränderung, Änderung“ FTŽ₂ I 308, vgl. einige Unterarten: jährliche Schwankungen „годичные вариации, годичные изменения“ FTŽ₂ II 814 und jährliche Veränderung „годичное изменение“ FTŽ₂ I 309, tägliche Schwankungen „суточные колебания, суточные изменения — diurnal variations“ FTŽ₂ II 814 und tägliche Veränderung „суточное изменение — diurnal variation“ FTŽ₂ I 309; außerdem gibt es für variation im Litauischen auch variacija FTŽ₂ II 919, und für modification modifikacija, atmaina FTŽ₂ II 470, obwohl dies offenbar bereits etwas anderes bedeutet (siehe das vorherige Beispiel — Transmutation, …); Drift, Verschiebung „дрейф — drift — Drift“ FTŽ₂ I 122 und Verschiebung „смещение — displacement — Verschiebung, Erregung“ FTŽ₂ II 715; ihre Unterarten unterscheiden sich, außerdem wird ähnlich wie slinktis auch poslinkis erklärt: „смещение, сдвиг — displacement, shift, bias — Verschiebung“ FTŽ₂ II 558, doch es hat ein anderes internationales Synonym: Translation, Verschiebung „трансляция, перемещение — translation — Translation“ FTŽ₂ II 889, vgl. Nullpunktdrift FTŽ₂ I 122 und Nullpunktverschiebung FTŽ₂ II 559; ferner gibt es nuostumis „сдвиг — displacement — Verschiebung“ FTŽ₂ II 494 sowie slytis — „сдвиг“ (aber „torsion — Torsion, Drilling“) FTŽ₂ II 826; Band, Zone „полоса, зона — band, zone — Band, Zone“ FTŽ₂ I 285, Band „пояс — zone — Zone“ FTŽ₂ P 21, aber Zone, Gebiet „зона, пояс — zone, region, range — Zone, Bereich“ FTŽ₂ II 960, Gebiet — „область, зона, диапазон — region, range, domain, area, zone — Bereich, Raum, Gebiet, Zone“ FTŽ₂ II 760 und „зона, область — range, zone, area — Gebiet, Zone“ FTŽ₂ P 36; wie die Entsprechungen in anderen Sprachen zeigen, gehört auch diapazonas dazu — „диапазон, область — gamut, range — Bereich, Umfang (= Umfang)“ FTŽ₂ I 106 und „диапазон — band — Band“ FTŽ₂ P 8 sowie ruožas, diapazonas „участок, диапазон — range, region — Bereich, Band“ FTŽ₂ II 636, ebenso intervalas, tarpas „интервал, промежуток — interval — Intervall, Zwischenraum“ FTŽ₂ I 240, intervalas „интервал, проме- 44 Vgl. auch perstūma – siehe poslinkis ChŽ 217. 110 жуток — range (in den Unterarten auch: interval) — Bereich (in den Unterarten auch: Intervall)“ FTŽ₂ P 17 und tarpas „зазор, промежуток, интервал, пространство — gap, interval, space, bound — Luft, Streche, Intervall, Raum“ FTŽ₂ II 840; die große Mehrheit der Unterarten von juostų FTŽ₂ I 285–288 und FTŽ₂ P 21, zonų FTŽ₂ II 960–961, sričių FTŽ₂ II 760–766 und FTŽ₂ P 36, diapazonų FTŽ₂ I 106 und FTŽ₂ P 8, intervalų FTŽ₂ I 240 und FTŽ₂ P 17 sowie tarpų FTŽ₂ II 841 sind verschieden, doch es gibt auch gemeinsame (oder ähnliche), z. B.: a) dažnių juosta, dažnių diapazonas „частотная полоса, диапазон частот — frequency band — Frequenzband“ FTŽ₂ I 285 (allerdings nur impulso dažnių juosta FTŽ₂ I 286, videodažnių juosta FTŽ₂ I 288), dažnių sritis, dažnių diapazonas „диапазон частот — frequency region — Frequenzbereich, Frequenzgebiet“ FTŽ₂ II 761 und dažnių diapazonas „диапазон частот — frequency range — Frequenzbereich“ FTŽ₂ I 106; ebenso garso dažnių juosta FTŽ₂ I 285 und garsinio dažnio diapazonas FTŽ₂ I 106; radijo dažnių juosta FTŽ₂ I 286 und radijo dažnių sritis FTŽ₂ II 761; trumpųjų bangų sritis FTŽ₂ II 765 und trumpųjų bangų diapazonas FTŽ₂ I 106; b) pereinamoji juosta „переходная зона — transition zone — Übergangszone“ FTŽ₂ I 287, šuolių zona, perėjimų zona „переходная зона — transition zone — Übergangsgebiet, Übergangszone, Übergangsschicht“ FTŽ₂ II 960 und pereinama(oji) sritis „переходная зона — transition(al) area — Übergangszone“ FTŽ₂ II 764; c) spektrinė juosta, spektro juosta FTŽ₂ I 288, spektro sritis FTŽ₂ II 764 und spektro intervalas FTŽ₂ I 240; d) didelio slėgio zona FTŽ₂ II 960 und didelio slėgio sritis FTŽ₂ P 36; e) Briliueno zona FTŽ₂ II 960 und Briliueno sritis (zona) FTŽ₂ II 761; f) „kalte“ zona, neradioaktyvi(oji) zona FTŽ₂ II 960 und „kaltes“ (nicht radioaktives) sritis (zona) FTŽ₂ II 765; g) draustinė (energijos) juosta FTŽ₂ I 286 und draustinė sritis FTŽ₂ II 761. Solche Abweichungen ziehen sich recht häufig durch mehrere Wörterbücher. Zum Beispiel: α) identifikavimas — siehe radimas ChŽ 123 und radimas ChŽ 234, aber identifikuoti, sutapdinti „отождествлять“ PolŽ 256; atgaivinimas — siehe redu kavimas ChŽ 34 sowie gaivinimas — siehe redukcija ChŽ 103 und redu kavimas, redukcija „Elektronenaufnahme, Verringerung der elektrochemischen Wertigkeit — восстановление“ ChŽ 236, aber redukcija, redu kavimas, perskaičiavimas „приведение“ PolŽ 318; krėsėjimas — siehe koaguliacija ChŽ 158 und koaguliacija, koaguliavimas „Kolloidgerinnung — Koagulation, Gerinnung“ ChŽ 151, sutraukimas — siehe koaguliacija ChŽ 267, koaguliacija „коагуляция“ PolŽ 145, 1. krešėjimas, sutraukimas (Lebensmittelwesen), 2. krešėjimas, koaguliacija (Chemie) PolŽ 371; refr</text>},{ Effekt, Auswirkung; Erscheinung „эффект“ PolŽ 516 und Effekt, Erscheinung FTŽ₂ I 127 sowie Erscheinung, Effekt FTŽ₂ II 611; Dispersion, Streuung „дисперсия — dispersion, variance — Dispersion, Zerlegung“ FTŽ₂ I 117, Streuung „разброс, рассеяние — scatter, straggling — Streuung, Dispersion“ FTŽ₂ II 707 und Streuung, Dispersion „дисперсия — dispersion — Dispersion, Zerlegung“ FTŽ₂ II 687, dagegen Verstreuung, Streuung „рассеяние — scattering — Streuung“ FTŽ₂ I 245 (obwohl ihre jeweiligen Unterbegriffe unterschiedlich sind, werden nur Hintergrundstreuung, Hintergrundstreuung, Hintergrundverstreuung FTŽ₂ II 707 synonym angegeben) und Dispergierung, Dispersion „Zerkleinerung von Teilchen“ ChŽ 80; Reflektor (= Reflektor) FTŽ₁ 10, Reflektor, Reflektor FTŽ₂ I 38 und Reflektor, Reflektor FTŽ₂ II 607, Reflektor, Reflektor „рефлектор“ PolŽ 362, dagegen Reflektor (= Spiegelteleskop) FTŽ₁ 76, Reflektor, Spiegelteleskop FTŽ₂ II 607; Impedanz (= scheinbarer Widerstand) „импеданс, кажущееся сопротивление“ FTŽ₁ 35, ebenso Impedanz, scheinbarer Widerstand „импеданс — impedance, resistance apparent — Impedanz, Scheinwiderstand“ FTŽ₂ I 229 und scheinbarer Widerstand „кажущееся сопротивление — apparent resistance — scheinbarer Widerstand, Scheinwiderstand“ FTŽ₂ I 928, dagegen Gesamtwiderstand, Impedanz „полное сопротивление — impedance, generalized resistance — Impedanz, Scheinwiderstand“ FTŽ₂ II 927, ebenso Gesamtwiderstand, Impedanz „импеданс“ PolŽ 123, Gesamtwiderstand (Impedanz) „кажущееся сопротивление“ PolŽ 393, Gesamtwiderstand „полное сопротивление“ PolŽ 394; Aktivität ChŽ 12 und Wirksamkeit (= Aktivität) ChŽ 299, ebenso Aktivierung, Aktivieren „Umwandlung eines Stoffes in einen reaktionsfähigeren“ ChŽ 12 [und Inaktivität (= Unwirksamkeit) ChŽ 193]; aktiv, aktivierend, wirksam PolŽ 12, dagegen Aktivierung (Anregung) FTŽ₂ I 7 und Anregung FTŽ₂ II 808. β) Pore — siehe Düse ChŽ 227 und Düsen ChŽ 13, Pore „пора“ PolŽ 307, dagegen Spinndüse, Pore „фильера“ PolŽ 465; Gelee (= Gallert) „желе“ ChŽ 305 und Gallert „студень“ ChŽ 82, dagegen Gallert, Gel „студень (гель)“ PolŽ 413, vgl. auch Gelierung — siehe Erstarren des Gels ChŽ 106 und Erstarren des Gels (= Gelierung) ChŽ 304; Ersatz „Ersatz für nicht polierbaren Werkstoff“ ChŽ 90 und Ersatz „etwas, das ein echtes Erzeugnis teilweise ersetzt“ ChŽ 210, dagegen Ersatz, Surrogat PolŽ 415; Absorption, Absorbieren (= Aufnahme) ChŽ 7, Aufnahme (= Absorbieren) ChŽ 264, Absorption, Absorbieren, Aufnahme PolŽ 9 und 291 und Imbibition „Aufnahme — имбойбиция“ ChŽ 123 (außerdem Adsorption „Oberflächenaufnahme, Zurückhaltung und Ansammlung eines Stoffes“ ChŽ 10, Sorption „Adsorption und Absorption“ ChŽ 256, PolŽ 395, Desorption PolŽ 88 und Autoabsorption); Konsistenz (= Dicke) ChŽ 156 und Dicke (= Konsistenz) ChŽ 283, dagegen kondensieren „Gase und Dämpfe verflüssigen; verdicken“ ChŽ 155, nicht kondensierbar, nicht verdickbar „несгущаемый“ PolŽ 225; Hülse „Papierhülse in einem Extraktionsapparat — гильза“ ChŽ 107, dagegen Düse, Tülle „дюза“ PolŽ 99; Dosis, Portion, Gabe „доза“ PolŽ 93, dagegen Portion, Gabe „порция“ PolŽ 308, vgl. Portion „порция — parcel, portion, bundle — Portion, Dosis“ FTŽ₂ II 558; 112 Diapositiv, Dia FTŽ₂ II 688 und Dia FTŽ₂ I 105, dagegen Dia (2.) „калька“ PolŽ 130; Approximation, Annäherung FTŽ₂ I 23 und Annäherung, Approximation FTŽ₂ I 26, dagegen Konvergenz, Annäherung „сходимость“ PolŽ 417; Deklination (=Abweichung) FTŽ₁ 16, Deklination, Abweichung FTŽ₂ I 91, Deklination, Abweichung PolŽ 85, aber auch Deviation, Abweichung FTŽ₂ I 102, Abweichung, Deviation PolŽ 254 und Abweichung, Deviation, Deklination FTŽ₂ II 491 (wenn wir Aberration und Anomalie übersetzten, ergäbe sich ebenfalls wohl „Abweichung“ …); Kommutator (=Wechsler) FTŽ₁ 47 und Wechsler (=Kommutator) FTŽ₁ 45, dagegen Wechsler, Konverter FTŽ₂ I 302 und Konverter, Wechsler FTŽ₂ I 340, Einanker-Umformer „однокорный преобразователь“ PolŽ₃ 15 (obwohl умформер – Wechsler, Umformer PolŽ 454), Variator (=Wechsler) FTŽ₁ 99 (und was wären dann noch die deutschen Entsprechungen für Alternator PolŽ 13 und Inversor, Invertor PolŽ 123?); Komponente (=Bestandteil) FTŽ₁ 47, Komponente, Bestandteil FTŽ₂ I 321 Bestandteil, Komponente PolŽ 395 sowie Komponente PolŽ 152, Bestandteil (=Komponente) ChŽ 263 und Komponente „Bestandteil eines Systems“ ChŽ 154, dagegen Ingredienz PolŽ 123, Ingredienz „Bestandteil einer Mischung“ ChŽ 125; Apparat (=Gerät) FTŽ₁ 7 und Gerät (=Apparat) FTŽ₁ 72, Gerät (=Apparat) ChŽ 229, Gerät, Apparat (1.) „прибор“ PolŽ 317 und Apparat „аппарат“ PolŽ 15, dagegen Instrument, Gerät FTŽ₂ I 236 (das Synonym von Instrument müsste Werkzeug sein; noch merkwürdiger: инструмент – Werkzeug, Gerät PolŽ 124). Einige schwierigere Fälle: Dissoziation, Dissoziieren „Spaltung von Molekülen in Bestandteile“ ChŽ 80, Spaltung (=Dissoziation) „распад“ ChŽ 254, Zersetzung (=Spaltung, Dissoziation) „разложение, расщепление“ ChŽ 253 und Zerfall „Spaltung, Abbau eines Stoffes – разложение, распад“ ChŽ 126, ferner Destruktion „(Zer)fall – деструкция“ ChŽ 73, Destruktion, Zerstörung; Zerfall „разрушение“ PolŽ 346; Attenuator, Dämpfer „аттенюатор – attenuator – Attenuator, Dämpfer“ FTŽ₂ I 31 und Dämpfer „аттенюатор, ослабитель – attenuator – Abschwächer, Attenuator“ FTŽ₂ II 716, ferner Dämpfer, Schwingungsdämpfer „демпфер – damper – Dämpfer“ FTŽ₂ I 92 und Attenuator, Dämpfer „аттенюатор“ PolŽ 18, Dämpfer „демпфер“ PolŽ 87, Schalldämpfer, Dämpfer „глушитель (1.)“ PolŽ 70, Energiedämpfer „гаситель энергии“ PolŽ 65 und Abschwächer „ослабитель“ PolŽ 248; Medium, Umgebung „среда – medium – Medium“ FTŽ₂ II 440 und Medium – siehe Medium ChŽ 175 sowie Umgebung, Medium „среда“ PolŽ 400 (ferner Dispersionsmedium, Medium PolŽ 400 sowie Medium „Umgebung kleiner Teilchen“ ChŽ 278), ebenso Zwischenraum – siehe Medium ChŽ 274, außerdem Substrat „Nährmedium“ ChŽ 263⁴⁵. ⁴⁵ Manchmal stimmen die Termini in anderen Sprachen in synonymen Paaren erheblich nicht überein. Z. B.: Index, Kennzeichen „индекс – index – Faktor, Zeichen“ FTŽ₂ I 233 und Kennzeichen „метка – tag – Zeichen, Merkzeichen, Kennzeichen“ FTŽ₂ II 962; außerdem sind die Unterbegriffe unterschiedlich; Korrelation, Zusammenhang „корреляция – correlation – Korrelation“ FTŽ₂ I 343 und Zusammenhang „взаимосвязь, соотношение – relation, interrelation, interrelationship, interdependence – Verhältnis, Beziehung“ FTŽ₂ II 644; die Unterbegriffe sind unterschiedlich; 8. Lietuvių terminologija 113 In einigen Fällen sind die so miteinander verknüpften Termini identisch, in anderen verschieden; in beiden Fällen ist dies jedoch problematisch: Sie sind entweder synonym oder mehrdeutig, also unvollkommen. In einigen Fällen liegt Synonymie litauischer Entsprechungen vor (Nichtäquivalenz der Entsprechungen, nichtäquivalente Entsprechungen) und Polysemie (Polyäquivalenz der Entsprechungen, polyäquivalente Entsprechungen), in anderen Synonymie und Polysemie internationaler Termini. In beiden Fällen lässt sich diese Unvollkommenheit nur schwer beseitigen. Eine solche Situation verhindert oft die Bildung und Verwendung litauischer Synonyme. Zum Beispiel ist kontūr „Kontur“ und definiert in PolŽ 155 (ebenso очертание in PolŽ 260), weshalb es schwierig wird, auch abrisas in PolŽ 9 mit „Definition“ zu übersetzen. Oder корпус bedeutet 1. Körper, Korps, Rumpf in PolŽ 157; deshalb ist es nicht ganz bequem, fiuzeliažas in PolŽ 473 mit „Rumpf“ zu übersetzen (obwohl es gut zu Flügeln und Leitwerk passen würde). Noch schwieriger ist es, die Synonymie und Polysemie internationaler Termini zu beseitigen, da dies nicht in den Bereich der Litauistik, sondern der Interlinguistik fällt. Somit sind viele der hier aufgezeigten Widersprüche, Uneinheitlichkeiten und Inkonsistenzen keine Probleme der Terminografie, sondern der Terminologie selbst. NICHT VERKNÜPFTE SYNONYME Ein erheblicher Mangel bei der Aufnahme internationaler und litauischer Synonyme ist, dass sie nicht miteinander verknüpft werden. Zum Beispiel: stabilus (is) FTŽ₁ 87 und pastovus FTŽ₁ 67; reliatyvinis greitis FTŽ₁ 33 und santykinis greitis FTŽ₁ 33; alternacija FTŽ₂ I 9 und kaita, kaitaliojimas (is) FTŽ₂ I 289; diapozityvas FTŽ₂ I 105 und skaidrė FTŽ₂ II 688; elektrodas FTŽ₂ I 142 und išvadas FTŽ₂ P 19; ruporas FTŽ₂ II 636 und garsintuvas FTŽ₂ I 197; akvareliniai dažai ChŽ 13 und vandeniniai dažai ChŽ 297; mentolis ChŽ 176 und mėtų aliejus ChŽ 181; portatyvus PolŽ 308 und kilnojamasis PolŽ 274; psichrometras PolŽ 335 und drėgmėmatis PolŽ 47; analizė FTŽ₁ 7 und tyrimas PolŽ 96; analizė FTŽ₂ I 13 (zum Beispiel Rentgeno analizė FTŽ₂ I 14) und tyrimas FTŽ₂ II 882 (zum Beispiel rentgenografinis tyrimas FTŽ₂ II 882); analizė PolŽ 14 und tyrimas PolŽ 127. Es gibt noch mehr solche Paare, die in einigen Wörterbüchern miteinander verknüpft sind, in anderen dagegen nicht. Zum Beispiel: magazinas, rinkinys „магазин — box — Magazin“ FTŽ₂ II 418 und rinkinys „набор, совокупность — set, assembly — Gesamtheit, Menge, Satz“ FTŽ₂ II 624; die Bedeutungen sind verschiedenen Unterarten zugeordnet; Verzerrung, Krümmung „дисторсия, искажение — distorsion — Verzeichnung (= Verzerrung? — J. K.), Distorsion“ FTŽ₂ I 118 und Krümmung — „изгиб — winding — Biegung, Krümmung“ FTŽ₂ I 253, während „искажение — distorsion, contortion — Verzerrung“ — Verzerrung FTŽ₂ I 250; Leistungsfähigkeit, Effizienz „выход, отдача, эффективность — efficiency, yield — Ausbeute“ FTŽ₂ II 484 und Effizienz „эффективность — efficiency, effectiveness — Effektivität, Wirkungsgrad“ FTŽ₂ I 135; die Begriffe unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Bedeutungsart. Wenn die Entsprechungen in anderen Sprachen und die Begriffe unterschiedlicher Bedeutungsart so stark voneinander abweichen, kann man auch an der Identität der litauischen Begriffe derselben Wortfamilie zweifeln. In diesem Fall hätten wir eine unerwünschte Doppeldeutigkeit der litauischen oder internationalen Begriffe (im letzten Paar). 114 Effekt FTŽ₁ 20 und Erscheinung FTŽ₁ 76, aber Effekt, Erscheinung FTŽ₂ I 127 und Erscheinung, Effekt FTŽ₂ II 611; Determinismus FTŽ₁ 16 und Kausalität FTŽ₁ 72, aber Determinismus, Kausalität FTŽ₂ I 102; Intervall FTŽ₁ 37 und Abstand FTŽ₁ 93, aber Intervall, Abstand FTŽ₂ I 240; Detonator „детонатор“ PolŽ 88 und Zünder „взрыватель“ PolŽ 44, aber Detonator, Zünder FTŽ₂ I 102 und Zünder FTŽ₂ II 754; Polygon „полигон“ PolŽ 302 und Vieleck „многоугольник“ PolŽ 199, aber Polygon, Vieleck FTŽ₂ II 556 und Vieleck FTŽ₂ I 81; Muskowit „мусковит“ PolŽ 206 und Glimmer „слюда“ PolŽ 387, aber Muskowit – siehe Glimmer ChŽ 188 und Glimmer ChŽ 305; Bronze „бронза“ PolŽ 32 und Messing „латунь“ PolŽ 173, aber Bronze ChŽ 53 und Messing (=Bronze) ChŽ 305; Enthalpie FTŽ₂ I 161 und Heizwert FTŽ₂ II 825, aber Enthalpie PolŽ 515 und Heizwert, Enthalpie PolŽ 424; Reaktion FTŽ₁ 75 und Rückwirkung FTŽ₁ 9, aber Reaktion FTŽ₂ II 600 und Rückwirkung, Reaktion FTŽ₂ I 34, ebenso Reaktion, Rückwirkung (2.) PolŽ 354 und Rückwirkung, Reaktion PolŽ 331; Refraktion „рефракция“ PolŽ 362 und Brechung „преломление“ PolŽ 315, ebenso Refraktion FTŽ₁ 76 und Brechung FTŽ₁ 56, aber Refraktion FTŽ₂ II 607 und Brechung, Knick, Refraktion FTŽ₂ I 418; Dispersion FTŽ₁ 18 und Streuung FTŽ₁ 38, Zerstreuung FTŽ₁ 38, ebenso Dispersion „дисперсия“ PolŽ 91 und Zerstreuung, Streuung „рассеяние“ PolŽ 351, aber Dispersion, Streuung FTŽ₂ I 117 und Streuung FTŽ₂ II 707; Dissoziation FTŽ₁ 18 und Spaltung FTŽ₁ 81, ebenso Dissoziation FTŽ₂ I 116 und Spaltung FTŽ₂ II 703, aber Dissoziation, Dissoziieren ChŽ 80 und Spaltung (=Dissoziation) ChŽ 254; Rheostat FTŽ₂ II 615 und Widerstandssatz FTŽ₂ II 929, aber Rheostat (=Widerstandssatz) FTŽ₁ 77 und Widerstandssatz FTŽ₁ 100, ebenso Rheostat, Widerstandssatz PolŽ 361; Experiment FTŽ₁ 21 und Versuch FTŽ₁ 10, ebenso Experiment „эксперимент — experiment — Experiment“ FTŽ₂ I 140 und Versuch „опыт — experiment, experience — Versuch, Experiment“ FTŽ₂ I 144, aber Experiment (=Versuch) ChŽ 85 und Versuch (=Experiment) ChŽ 41, ebenso Experiment, Versuch „эксперимент“ PolŽ 509 und Versuch (2.) „опыт“ PolŽ 245; Isolator „изолятор“ PolŽ 122 und Nichtleiter „непроводник“ PolŽ 224, aber Isolator FTŽ₁ 39 und Nichtleiter (=Isolator) FTŽ₁ 63, Isolator FTŽ₂ I 263 und Nichtleiter, Isolator FTŽ₂ II 486, Nichtleiter (=Isolator) ChŽ 194⁴⁶. AUSWAHL LITAUISCHER ENTSPRECHUNGEN Die litauischen Entsprechungen internationaler Termini sind im Allgemeinen fachkundig gebildet, wohlüberlegt ausgewählt und zahlreich angegeben. Dennoch kommt es vor, dass litauische Synonyme in Fachwörterbüchern gar nicht aufgeführt werden, obwohl sie in der Sprache schon seit Langem gebräuchlich sind. Z. B.: 46 Übrigens ist Dielektrikum PolŽ 92, FTŽ₁ 17, FTŽ₂ I 109 weder mit Leiter noch mit Isolator verknüpft. 8* 115 Absorption FTŽ₁ 5, FTŽ₂ I 1 (=und Ansaugung), Adsorption FTŽ₂ I 4 (=und Oberflächenadsorption), Achromatismus FTŽ₁ 5, FTŽ₂ 4 (= und Farblosigkeit), Aktivierung FTŽ₂ 6 (=und Aktivierung), Binärsysteme FTŽ₁ 12 (= und Dualsysteme), Defekt FTŽ₂ I 88 (=und Fehler, Mangel), Diaphragma FTŽ₂ I 103 (=und Trennwand, Abdeckung), Verzeichnung FTŽ₁ 18 (=und Verzerrung, Verkrümmung), Divergenz FTŽ₁ 19 (=und Auseinanderweichen), dominieren FTŽ₂ I 119 (=und vorherrschen, herrschen, überwiegen), Exposition FTŽ₁ 21, FTŽ₂ I 140 (=und Beleuchtung), harmonisch FTŽ₁ 34 (=und harmonisch), Induktion FTŽ₁ 35 (=und Anregung), Kontur FTŽ₂ I 337 (=und Umriss), turbulente Bewegung FTŽ₂ I 283 (=und Wirbelbewegung), Vibration FTŽ₂ II 942 (= und Schwingung), Ventilator FTŽ₂ II 937 (= und Lüfter), visuell FTŽ₁ 101 (=und sichtbar), Äquatoriales Trägheitsmoment FTŽ₂ II 478 (=und äquatoriales Trägheitsmoment), Äquatoriale Halbachse FTŽ₂ II 585 (=und äquatoriale Halbachse); Äquivalent PolŽ 508 (=und Gleichwertigkeit⁴⁷ oder Äquivalenz), Heizkörper PolŽ 130 (=und Heizleitung), Strand (geol.) PolŽ 290 [=und Strand, vgl. Strand, Pliažas (V. Gudelis, Geologijos ir fizinės geografijos terminų žodynas, Vilnius, 1956, p. 106)], Reparatur PolŽ 361 (=und Ausbesserung), Gestell PolŽ 407 (=und Regal), Scharnier PolŽ 492 (=und Gelenk); Sekretion ChŽ 245 (=und Ausscheidung), Präzisionswaage ChŽ 228 (=und Feinwaage), Präzisionsgewichte ChŽ 228 (=und Feinjustiergewichte). Auch diese Entsprechungen sollten verwendet werden. In vielen Fällen verfügen auch andere Sprachen (Russisch, Deutsch) über eigene Synonyme für diese internationalen Wörter⁴⁸. Es gibt sogar Fälle, in denen eine vorhandene litauische Entsprechung als Bedeutungsdefinition (oder als deren Bestandteil) verwendet, aber nicht als Synonym angeführt wird, z. B.: Textur „Schichtung — текстура“ ChŽ 275, Terrikon „Abraumhalde⁴⁹ — террикон“ ChŽ 277, Humus „Humus — гумус“ ChŽ 122, Kompost „verrottetes Material, Dünger aus einer Mischung verschiedener Düngemittel mit Torf“ ChŽ 154. In anderen Fällen ist das Weglassen bereits vorhandener litauischer Synonyme offenbar lediglich auf mangelnde Sorgfalt zurückzuführen, da sie in anderen Fachwörterbüchern aufgeführt sind. Z. B.: Ozokerit PolŽ 240, aber Bergwachs – siehe Ozokerit ChŽ 142 und Ozokerit ChŽ 209; Relaxation FTŽ₁ 76, FTŽ₂ II 612, aber Relaxation (=Ermüdung) ChŽ 237; Methode FTŽ₁ 59, FTŽ₂ II 447, aber Methode, Verfahren PolŽ 193 und Verfahren, Methode PolŽ 398; Impuls FTŽ₁ 35, FTŽ₂ I 229, aber Impuls, Anstoß PolŽ 123; Diffraktion FTŽ₁ 17, PolŽ 91, aber Diffraktion, Beugung FTŽ₂ I 110; ⁴⁷ Der Urheber dieses Wortes (in der genannten Bedeutung) ist offenbar K. Būga: In der Einleitung seines „Wörterbuchs der litauischen Sprache“ schreibt er: lygmuo (Aequivalent) (siehe K. Būga, Rinktiniai raštai, Bd. III, Vilnius, 1961, S. 41). Vgl. auch: „Žemaičių vókýtis turi sau lygmenį ir latvių kalboje“ (ebd., Bd. II, 1959, S. 227). ⁴⁸ Eine konsequente Gegenüberstellung könnte viel über die Besonderheiten des Verhältnisses zwischen internationalen und einheimischen Wörtern in verschiedenen Sprachen aussagen. Das ist jedoch eine gesonderte Frage. Hier sei lediglich darauf hingewiesen, dass eine Gruppe internationaler Termini mit litauischen Entsprechungen keine entsprechenden russischen Äquivalente hat. Zum Beispiel: adaptacija (=prisitaikymas) „адаптация“ FTŽ₁ 5 und prisitaikymas (=adaptacija) „адаптация“ FTŽ₂ 72. Im Litauischen gibt es aparatas und prietaisas FTŽ₂ 7 und 72, im Russischen dagegen nur аппарат FTŽ₂ 7 und 72; im Litauischen sensibilizacija und jautrinimas FTŽ₂ 79 und 39, im Russischen dagegen nur сенсибилизация FTŽ₂ 79 und 39; im Litauischen presas und slėgtuvas FTŽ₂ 72 und 82, im Russischen dagegen nur пресс FTŽ₂ 72 usw. ⁴⁹ Möglich wäre auch ein einziges Wort — bergždynas (vgl. šiukšlynas, sąšlavynas; rūdynas, uolynas, akmenynas, smėlynas, žvyr ynas). 116 Reverberation FTŽ₁ 77, PolŽ 354, aber Reverberation, Nachhall FTŽ₂ II 615; Akkumulation FTŽ₂ I 8, aber Akkumulation, Ansammlung= [Ansammeln] ChŽ 13 sowie Ansammlung (=Akkumulation) ChŽ 147 und Akkumulation, Ansammlung PolŽ 12; Konstante FTŽ₁ 48, aber Konstante, Konstante FTŽ₂ I 329, Konstante (=konstanter Wert) ChŽ 156, Konstante, konstanter Wert PolŽ 153 sowie konstanta PolŽ 310. Natürlich gibt es nicht immer fertige litauische Synonyme. Manchmal bereitet ihre Bildung keine größeren semantischen und praktischen Probleme, z. B.: kriologija „Wissenschaft vom Eis“ ChŽ 158 (=und Eisforschung), liofilinis koloidas „quillt in einer Flüssigkeit“ ChŽ 169 (=und Quellkolloid), liofobinis koloidas „quillt nicht in einer Flüssigkeit“ ChŽ 169 (=nicht-quellendes Kolloid), matini̇mas „Beseitigung des Glanzes“ ChŽ 175 [= Mattierung, vgl. matinės anglys (= matte Kohle) ChŽ 175]. Es sollte jedoch noch mehr litauische Synonyme geben. Besonders wichtig sind sie aus pädagogischer und popularisierender Sicht. Ihre Auswahl und Etablierung ist allerdings nicht immer leicht und einfach. Zur Diskussion ließen sich aber noch weitere Vorschläge machen, z. B. aeritas FTŽ₂ I 25 (=und Hemmer?), difuzija FTŽ₂ I 111 (=und Streuung | Zerstreuung?, vgl. išsklaidytas, difuzinis apšvietimas FTŽ₂ I 24), ekstinkcija FTŽ₂ I 140 (=und Abschwächung | Erlöschen?), geteris FTŽ₂ I 203 (=und Gas-Absorber?), imersija FTŽ₂ I 229 (=und Einträufeln?), interferencija FTŽ₁ 36 (=und Übertragung? | Verlagerung?), inversija FTŽ₁ 37 (=und Umkehrung | Umkehr?), konversija FTŽ₁ 48 (=und Umwandlung?), kalorikas FTŽ₂ I 290 (=und Heizmittel | Wärmemittel?), konvekcija FTŽ₁ 48 (=und Wärmeaustausch?), krioforas FTŽ₂ I 352 (=und Kühlmittel?), luminoforas FTŽ₂ I 417 (=und Leuchtstoff?), luminescencija FTŽ₂ I 416 (=und Leuchten?), rezonansas FTŽ₁ 77 (=und Widerhall?), šleifas FTŽ₁ 91 (=und Schleppe | Zug?). Dies ist besonders für die physikalische Terminologie relevant, denn aus dem Entwurf der neuen Ausgabe des „Wörterbuchs der physikalischen Termini“ entsteht der Eindruck, dass die russische und die deutsche physikalische Terminologie weit mehr nationale Termini aufweist als die litauische. FÄLLE DER DIFFERENZIERUNG VON SYNONYMEN Die Beseitigung der Synonymie internationaler und litauischer Termini durch semantische Differenzierung der Glieder eines Begriffspaars kommt vor, wenn auch recht selten. Zum Beispiel: fibra hat in der Literatursprache und Terminologie skaidula bereits nahezu vollständig verdrängt (Konsequenz würde erfordern, auch fibrile ChŽ 95 durch skaidulėle zu ersetzen), doch fibra „mit Zinkchlorid gehärtetes Lumpenpapier“ ChŽ 95 lässt sich nicht durch skaidula ersetzen; košimas kann filtravimo nicht verdrängen, da es lediglich „vereinfachte Filtration“ bedeutet (siehe ChŽ 157); Korrosion und Rosten sind in der chemischen Terminologie nicht ganz dasselbe: Korrosion ist der „Zerfall eines Materials“ ChŽ 157, Rosten hingegen nur die „Reaktion von Metallen mit atmosphärischen Gasen“ ChŽ 241; deshalb gibt es auch interkristalline Korrosion – „in rostfreiem Stahl“ ChŽ 274; in der chemischen Terminologie bezeichnet palydovas „Verunreinigungen durch andere Minerale in einem Mineral“ ChŽ 211, in der Technik hingegen satelitas PolŽ 369 „ein Zahnrad in Planetengetrieben, das sich zusammen mit einer Achse um das zentrale Rad bewegt“⁵⁰; 50 Palydovas ist auch ein Terminus der Astronomie und Raumfahrt. Zwar werden amerikanische künstliche Satelliten manchmal auch satelitais genannt, weil die Amerikaner selbst sie so nennen (engl. satellite). 117 Įąstelė hat in der litauischen Terminologie celė unwiderruflich ersetzt (obwohl das eine oder andere Wörterbuch noch beide aufführt, z. B.: ląstelė, celė PolŽ 144); trotz der Heterogenität des Mikrosystems wird jedoch celiuliozei: ląsteliena der Vorzug gegeben – siehe celiuliozė ChŽ 164 (nur celiuliozė „клетчатка“ PolŽ 144); dagegen sind celė „целла“ PolŽ 478 in der Architektur (obwohl es auch ein litauisches Synonym hat: celė, vienutė „келья“ PolŽ 137) und celė „ein separates Reaktionsgefäß“ ChŽ 54 in der Chemie erhalten geblieben (obwohl auch dieses manchmal ląstele: ячейка — 1. ląstelė, celė PolŽ 517 genannt wird). Manchmal besteht die Differenzierung internationaler und litauischer Synonyme in der Literatursprache bereits, wird in der Terminologie jedoch noch nicht berücksichtigt. So wird charakterį gewöhnlich nur dem Menschen zugeschrieben. Daher sollte man den charakterį physikalischer Phänomene FTŽ₂ I 67 pobūdžiu. Charakteringasis greitis FTŽ₂ I 211, charakteringa(oji) matrica FTŽ₂ II 435, charakteringas(is) parametras FTŽ₂ II 522, charakteringas(is) paviršius FTŽ₂ II 530, charakteringas(is) spektras FTŽ₂ II 725, charakteringi(eji) spinduliai FTŽ₂ II 741, charakteringas(is) spinduliavimas FTŽ₂ II 745 sollten durch būdingasis, -oji, -ieji ersetzt werden; von den Paaren charakteringas(is) matmuo, būdingas(is) matmuo FTŽ₂ II 434, charakteringas(is) Rentgeno spinduliavimas, būdingas(is) Rentgeno spinduliavimas FTŽ₂ II 749, charakteringa(oji) vertė, būdinga(oji) vertė FTŽ₂ II 938 sollte man nur die jeweils zweiten Glieder beibehalten. Und vielleicht ließe sich auch charakteristika FTŽ₂ I 68 durch pobūdis, apibūdinimas, duomenys, bruožai, ypatybės ersetzen. Man sollte akustinį und garsinį, garso: banga FTŽ₂ I 45, 46, energija FTŽ₂ I 156, filtras FTŽ₂ I 169 unterscheiden; es sollte nur garso verwendet werden. akustinis hingegen bezieht sich auf die Akustik, das heißt auf die Wissenschaft vom Schall oder dessen Ausbreitung und Absorption in einem Raum. VERZICHT AUF LEHNWÖRTER Viel häufiger wird die Synonymie internationaler und litauischer Termini durch den Verzicht auf das Lehnwort beseitigt. Unser Thema erfordert es nicht, von jenen Lehnwörtern zu sprechen, die in den Terminologiewörterbüchern nicht mehr vorkommen. In der litauischen Terminografie gibt es jedoch noch zahlreiche völlig unnötige oder entbehrliche Internationalismen und sonstige Fremdwörter, die sich leicht durch litauische Wörter ersetzen lassen (und in der Literatursprache in vielen Fällen bereits seit Langem verdrängt sind). In Terminologiewörterbüchern sollten sie entweder gar nicht aufgeführt oder mit dem Vermerk ntk. versehen werden. Doch selbst bei eindeutigen Fremdwörtern fehlt ein solcher Vermerk; sie werden lediglich mit dem Verweis žr. auf litauische Termini verwiesen. Z. B.: broga – siehe žlaug tai, ChŽ 51, und žlaug tai, ChŽ 306. Mit demselben Verweis werden aber auch durchaus gebräuchliche litauische Wörter auf vorzuziehende Formen verwiesen: tirščiai – siehe žlaug tai, ChŽ 283. Ähnliche Beispiele gibt es zahlreiche: gazogeneratorius – siehe dujų generatorius, ChŽ 105; gerbavimas – siehe rauginimas, ChŽ 107; konusinė kolba, ChŽ 156 – siehe kūginė kolba, ChŽ 156; liakas – siehe smalka, ChŽ 166; misingis – siehe skaistvaris, ChŽ 183; neuzilberis – siehe naujasi sidabris, ChŽ 198; slancai – siehe skalūnai, ChŽ 255; špalis – siehe mentelė, ChŽ 269; vitriolis – siehe sieros rūgštis, ChŽ 302; ekspliozija – siehe sprogimas, ChŽ 85; permeabiliškumas – siehe pralaidumas⁵¹, ChŽ 216; semipermeabilinė membrana – siehe puslaidė membrana, ChŽ 247; semikoloidai – siehe puskoloidai, ChŽ 247⁵². Ähnlich werden auch unnötige Fremdwörter auf internationale Wörter verwiesen- 51Es würde die Suffigatform genügen — laidumas, vgl. weiter unten — puslaidis, -ė. 52Auch semikarbazidas, ChŽ 247, sollte puskarbazidas lauten, und semikarbazonas, ChŽ 247, — puskarbazonis; ebenso semipolinis ryšys, ChŽ 247, — puspolis ryšys. 118 …internationale Wörter oder sonst akzeptable Lehnwörter, z. B.: izumrudas – siehe smar plantas, ChŽ 131; develdrekis – siehe asafetidė, ChŽ 73; cinas – siehe alavas, ChŽ 65 usw. Diese Darstellungsweise ist unzureichend, unklar und irreführend. In den folgenden Wortpaaren sind die Internationalismen völlig entbehrlich: garintuvas (= evaporatorius) ChŽ 104; saturacija (= prisotinimas) ChŽ 24553; židinys, fokusas „фокус“ PolŽ 467; kert(uoklis), ekeris „эккер“ PolŽ 508; oro šildytuvas, kauperis „каупер“ PolŽ 136; maišytuvas, mikseris „миксер“ PolŽ 198; antlangis, sandrikas „сандрик“ PolŽ 369; isprūda, filingas „филёнка“ PolŽ 465; lizdas, rozetė „розетка“ PolŽ 364; santvara, ferma „ферма“ PolŽ 464; plūdur(as), buja „буй“ PolŽ 33; griebt(uvas), greiferis „грейфер“ PolŽ 76; gesintuvas, disolveris „диссольвер“ PolŽ 91; zirzeklis54, zumeris „зуммер“ PolŽ 118; įspa(u)d(i)klis, indentorius „индентор“ PolŽ 123; miltų klijai55, kleisteris „клейстер“ PolŽ 144; plokštelė, lamelė „ламель“ PolŽ 172; skersmuo, diametras „диаметр“ PolŽ 89; dujomatis, gazometras „газомер“ PolŽ 6356; angliavandenis, karbohidratas „углевод“ PolŽ 447; ketursienis, tetraedras „четырёхгранник“ PolŽ 488; Halbwind, Seitenwind „гальфвинд“ PolŽ 65; Rolle, Walze „рулон“ PolŽ 366; Oktaeder, Achtflächner „октаэдр“ PolŽ 242; Faschine, Flechtzaun „фашина“ PolŽ 464; Gasbehälter, Gasholder „газохранилище“ PolŽ 64 und „газгольдер“ PolŽ 63; Linse „чечевица“ PolŽ 488 und Linse „линза“ PolŽ 176; Verlängerungsstück, Allonge „аллонж“ PolŽ 12 und Verlängerungsstück „удлинитель“ PolŽ 451; rechtwinklig, orthogonal „ортогональный“ PolŽ 247 und rechteckig „прямоугольный“ PolŽ 335; Diagonale, Schräglinie FTŽ₂ I 103 und Schräglinie, Diagonale FTŽ₂ I 24357; Planer, Segelflugzeug FTŽ₂ II 541; Polygon, Vieleck FTŽ₂ II 556 und Vieleck FTŽ₂ I 81; Trek FTŽ₂ II 891, Spur, Trek FTŽ₂ II 532 und Pfad, Trek FTŽ₂ II 833; Rotation, Drehung FTŽ₂ II 635 und Drehung FTŽ₂ II 798, ebenso Rotationsachse, Drehachse FTŽ₂ I 30, Rotationsgeschwindigkeit, Drehgeschwindigkeit FTŽ₂ I 21658; Energiegleichverteilungssatz (Äquipartitionssatz) FTŽ₂ I 98; Steuerpult, Bedienpanel FTŽ₂ II 702; konischer (kegelförmiger) Bruch FTŽ₂ I 419; konfokal, gleichfokal FTŽ₂ I 328; laminare, geschichtete Bewegung FTŽ₂ I 279; säkulare Veränderung FTŽ₂ I 308; Quergeschwindigkeit, Transversalgeschwindigkeit FTŽ₂ I 215; Einfachzustand, Singulettzustand FTŽ₂ I 64; Triplettzustand FTŽ₂ I 64; binokulares Sehen, beidäugiges Sehen FTŽ₂ II 608; monokulares Sehen, einäugiges Sehen FTŽ₂ II 609; Nebelspektrum FTŽ₂ II 73059; singuläre Matrix, spezielle Matrix FTŽ₂ II 436; axiales Feld FTŽ₂ I 378, axiale (axiale 53Der Sättigeratorius, ChŽ 245, sollte sotintuvas lauten. 54Besser wäre zirzulas (siehe K. Gaivenis, Terminijos ugdymo vingiai, – „Kalbos kultūra“, 25, Vilnius, 1973, S. 25). 55Es könnte sich um eine Zusammensetzung miltklijai handeln (vgl. miltligė usw.). 56In FTŽ₂ I 198 steht jedoch nur gazometras… 57 Diagonalinis elementas FTŽ₂ I 150 = įstrižaininis elementas. 58 Ebenso rotatorische Dispersion FTŽ₂ II 118 = Rotations-/Drehdispersion, Streuung. 59 Nebularspektrograf FTŽ₂ II 733 = Nebelspektrograf. 119 аберация FTŽ₂ I 1, axiales Molekül, Axialmolekül FTŽ₂ II 474⁶⁰; Satellitenbahn, Umlaufbahn eines Satelliten FTŽ₂ II 507; Stativ FTŽ₂ II 826 und Stativ ChŽ 269 (auch Laborstativ ChŽ 162) sowie Ständer ChŽ 261; Teilfläche, Partialfläche FTŽ₂ II 550, Teilvolumen, Partialvolumen FTŽ₂ II 903, Teilvakuum, Partialvakuum FTŽ₂ II 915, Teilvalenz, Partialvalenz FTŽ₂ II 915 und Partialdruck ChŽ 212, Partialvalenz ChŽ 212; Penetration (=Eindringen) ChŽ 213 und Eindringen FTŽ₂ II 565; Strich FTŽ₂ II 826 und Strich PolŽ 505; Sedimentation (=Absetzen) ChŽ 245 und Sedimentation, Absetzen PolŽ 375; Scrubber (=Wascher) ChŽ 254, Wascher (=Scrubber) ChŽ 222 und Scrubber PolŽ 385; Schichta – siehe Beschickung ChŽ 269, Beschickung (=Schichta) ChŽ 123 und Beschickung PolŽ 497; Vergasung, Gasifizierung, Gasifizierung „газификация“ PolŽ 63 und Vergasung „газификация, Umwandlung fester Brennstoffe in gasförmige“ ChŽ 82 sowie Gasifizierung, Vergasung „дуjиниmas, Umwandlung fester Brennstoffe in brennbares Gas; газифицирование“ ChŽ 105; Boiler, Wasserkocher „бойлер“ PolŽ 29 und Wasserkocher „кипятильник, бойлер“ ChŽ 301; Aufblitzen (=Szintillation) FTŽ₁ 12 sowie Szintillation (=Aufblitzen) FTŽ₁ 79, Aufblitzen, Szintillation FTŽ₂ I 56 sowie Szintillation, Aufblitzen FTŽ₂ II 652 und Szintillation, Aufblitzen „сцинтиляция“ PolŽ 417 sowie Aufleuchten, Aufblitzen „вспышка“ PolŽ 56; Spin FTŽ₁ 39, FTŽ₂ II 799, Spin – siehe Drehimpuls ChŽ 257 sowie Drehimpuls ChŽ 264 und Spin, Drehimpuls PolŽ 397⁶¹ Bezeichnend ist, dass man sich in diesen Fällen auch im Russischen meist nur mit eigenen Wörtern behilft. Es gibt jedoch zahlreiche Beispiele, in denen im Russischen internationale Wörter oder unmittelbare Entlehnungen verwendet werden, während die litauische Terminologie litauische Entsprechungen kennt und sich ausschließlich mit ihnen begnügt, z. B.: Widerhall „эхо“ PolŽ 517, Anschlussstutzen „штуцер“ PolŽ 505, Hochofen „домна“ PolŽ 94, Geldstrafe, Strafe „штраф“ PolŽ 504, Brandmauer „брандмауер“ PolŽ 31, Fußleiste „плинтус“ PolŽ 285, Wasserwaage „ватерас“ PolŽ 39, Nut „шлиц“ PolŽ 499, Hypotenuse „гипотенуза“ PolŽ 68, Winkelmaß „винкель“ PolŽ 45, Stecker „штепсель“ PolŽ 504, Stange „шток“ PolŽ 504, Parallelogramm „параллелограмм“ PolŽ 263, Parallele „параллель“ PolŽ 263, Hülse, Etui „футляр“ PolŽ 473, Muffe (1.), Kupplung (2.) „муфта“ PolŽ 206, Mauerbohrer „шлямбур“ PolŽ 499, Zirkel „кронциркуль“ PolŽ 168, Schwelle „шпала“ PolŽ 501, Winkelhalbierende „биссектриса“ PolŽ 27, Seitenhalbierende „медиана“ PolŽ 191, Stapel (2.) „штабель“ PolŽ 503, Ziffer „цифра“ PolŽ 484, Segelflugzeug „планер“ PolŽ 283, Zirkel „циркуль“ PolŽ 483, Flaschenzug „полиспаст“ PolŽ 303, Messschieber „штангенциркуль“ PolŽ 504, Druckerei „типография“ PolŽ 427, Feder, Nut „шпунт“ PolŽ 503, Kathete „катет“ PolŽ 136, Pfund „фунт“ PolŽ 473, Stecker „штеккер“ PolŽ 504, Gehweg „тротуар“ PolŽ 441, Spritze (1.), Stopfer (2.) „шприц“ PolŽ 503, Putz, Verputzen „штукатурка“ PolŽ 505, Hafen „порт“ PolŽ 308, Sichtschutz „ширма“ PolŽ 497, Falz (1.), Umschlag (2.) „фальц“ PolŽ 463, Vorhang „штора“ PolŽ 504, Wetterfahne „флюгер“ PolŽ 60 Koaxialresonator FTŽ₂ II 618 = koaxialer Resonator, koaxialer Dämpfer FTŽ₂ II 716 = koaxialer Dämpfer. 61 Zur Unzulässigkeit von Spin siehe auch A. Jucys, Būsena, kvantmechaninis und noch einige physikalische Termini, — „Kalbos kultūra“, 22, 1972, S. 26. 120 46762, Splint „шплинт“ PolŽ 502, Platzkarte „плацкарт“ PolŽ 284, Scheinwerfer „фара“ PolŽ 463. Oder im Russischen gibt es einen internationalen Terminus (oder eine Entlehnung) und eine eigene Entsprechung, während das Litauische nur die litauische Form besitzt, z. B.: неодометр – Schrittmesser PolŽ 266 und шагомер – Schrittmesser PolŽ 491; плювиограф – Regenmesser PolŽ 289 und дождемер – Regenmesser PolŽ 93; штрихмас – Innenmessgerät PolŽ 504 und нутромер – Innenmessgerät PolŽ 229. Wenn wir über unnötige internationale Wörter und Entlehnungen sprechen (und zugleich vorschlagen, die Reihenfolge ihrer Einträge zu ändern und sie klarer und strenger zu gestalten), haben wir hier nur eindeutigere, unstrittige Beispiele behandelt. Wahrscheinlich ließe sich erwägen, ob man in vielen weiteren Paaren auf internationale Wörter verzichten sollte, z. B.: Dämpfung, Abschwächung FTŽ₂ I 31 (auch Dämpfungs- bzw. Abschwächungscharakteristik FTŽ₂ I 70), Dämpfungsglied, Dämpfer FTŽ₂ I 70; Approximation, Annäherung63 FTŽ₂ I 23, Annäherung, Approximation FTŽ₂ I 26 und Annäherung, Annäherung FTŽ₂ II 566; Koinzidenz (=Übereinstimmung64) FTŽ₂ 47, Koinzidenz, Übereinstimmung FTŽ₂ P 24 und Übereinstimmung FTŽ₂ II 807 sowie Übereinstimmungs-, Koinzidenzanalysator FTŽ₂ I 12 und Antikoinzidenz FTŽ₂ I 18; gestörter, perturbierter Zustand FTŽ₂ I 63, Störungs-, Perturbationszentrum FTŽ₂ I 67 usw. Im Entwurf der neuen Ausgabe des „Fizikos terminų žodynas“ wurden ähnliche pseudo-internationale Wörter gewiss unnötig vermehrt, z. B.: Doppelwicklung, bifilare Wicklung FTŽ₂ I 25; Kompression, Verdichtung FTŽ₂ I 324; Mehrfachzustand, Multiplett FTŽ₂ I 81; Mehrfachheit, Multiplettheit FTŽ₂ I 81 (auch Gesetz der Änderung der Multiplettheit FTŽ₂ I 97). Manchmal eignet sich ein internationales Wort, das im Litauischen ansonsten gebraucht wird und gebraucht werden kann, aufgrund seiner Bedeutung nicht gut als Paarung mit dem litauischen Wort, z. B.: Frontwelle, vorauslaufende Welle FTŽ₂ I 46; reguläres, regelmäßiges Dublett FTŽ₂ I 123; Translationsbewegung, Translationsbewegung, Gleiten FTŽ₂ I 281, Gleitgeschwindigkeit, Translationsgeschwindigkeit FTŽ₂ I 215, Verschiebungs-, Translationsachse FTŽ₂ I 30. Denn Front- wird mit dem Militärwesen assoziiert, regulär ist geläufiger im Zusammenhang mit der Zeit, während translational eher mit Radio und Fernsehen verbunden wird. Einige sogenannte internationale Wörter eignen sich wegen ihrer für das Litauische ungewohnten, fremden Form nicht. So sind aus den Paaren – Bündeleffekt, Pincheffekt FTŽ₂ I 132, Oberflächeneffekt, Skineffekt FTŽ₂ I 132 (und Oberflächeneffekt, Skineffekt PolŽ 383) – nur ihre litauischen Glieder beizubehalten. Abschließend ist festzuhalten, dass der Verzicht auf unnötige oder entbehrliche internationale Wörter (oder Entlehnungen) meist keine großen Schwierigkeiten bereitet, da, wie die Beispiele zeigen, die meisten bereits litauische Entsprechungen haben. Solche, die ohne diese Entsprechungen aufgeführt sind (obwohl es sie in der Sprache gibt), z. B.: Lampenschirm PolŽ 9 (= Schirm), Abmessung PolŽ 62 (= Maß), oder solche, für die es keine Entsprechung gibt, z. B.: Duktilometer PolŽ 98 (= Dehnungsmaß, vgl. эктильность – Dehnbarkeit, Duktilität), Evaporometer PolŽ 507 (= Verdunstungsmesser, vgl. Verdunstung, „Evaporation“, Verdunster, „Evaporator“), Forvakuum FTŽ₂ I 62 Aber FTŽ₂ I 173 führt nur Flüger auf. 63 Präziser wäre Annäherung (siehe A. Jucys, P. Kniūkšta, Annäherung und Approximation, – „Kalbos kultūra“, 25, S. 73–75). 64 Besser wäre Übereinstimmung. 121 179 (= Vorvakuum || Primärvakuum | Anfangsvakuum), Gliangold ChŽ 109 (= Flüssiggold), Glancilberis ChŽ 109 (= Flüssigsilber), Kalandras PolŽ 129 (= Glättwerk, vgl. каландрирование — Glätten, Kalandrieren), Zilbergetas ChŽ 304 (=?), Zilcas PolŽ 115 (= Fleischkäse, Presskopf) sind sehr selten. SCHLUSSFOLGERUNGEN 1. Die Synonymie internationaler und litauischer Termini ist umfangreich und vielfältig. 2. In der Terminografie wird sie je nach Grad der Synonymität differenziert dargestellt. 3. Die Differenzierung bei der Darstellung von Synonymen entspricht nicht vollständig der tatsächlichen Typologie der Synonymie. 4. Die Art der Darstellung der Synonymie von Artbezeichnungen und ihr Synonymitätsgrad stehen mitunter im Widerspruch zur Darstellung der Synonymie von Gattungsbezeichnungen und zur Abstufung ihrer Identität. 5. Die Grundsätze der differenzierten Darstellung von Synonymie sind in den Terminologiewörterbüchern nicht dargelegt; die Leser müssen sie selbst erschließen. 6. Die Grundsätze der Darstellung von Synonymie werden in der Praxis einigermaßen angemessen umgesetzt; lediglich wiederkehrende Synonympaare werden im selben oder in verschiedenen Wörterbüchern mitunter uneinheitlich dargestellt. 7. In der Synonymie internationaler und litauischer Termini treten in beträchtlichem Maße die separate Synonymie einzelner Glieder eines Synonympaares und nichtäquivalente Polysemie auf. Dies hängt vor allem nicht von der Darstellung oder ihren Grundsätzen ab, sondern von der Unvollkommenheit der Terminologie selbst. 8. Fälle, in denen internationale und litauische Synonyme nicht miteinander verknüpft sind, kommen vor, sind jedoch vergleichsweise selten. 9. Die litauischen Entsprechungen internationaler Termini werden nicht ausreichend genutzt, und die Möglichkeiten, solche Entsprechungen zu schaffen, sind bei Weitem nicht ausgeschöpft. 10. Eine semantische Differenzierung internationaler und litauischer Synonyme ist nicht häufig. 11. In der litauischen Terminografie lässt sich eine übermäßige Aufnahme internationaler Wörter und sonstiger Entlehnungen feststellen, die in der Literatursprache nicht gebraucht werden oder nicht verwendet werden sollten (meist sogar ohne normierende Kennzeichnungen). 12. Die Förderung und Normierung der Synonymie internationaler und litauischer Termini ist ebenso notwendig wie die Verbesserung der Grundsätze ihrer Darstellung und ihrer praktischen Umsetzung. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Fachleuten und Sprachwissenschaftlern. Й. КЛИМАВИЧЮС SYNONYMIE INTERNATIONALER UND LITAUISCHER TERMEN IN DER TERMINOGRAPHIE Zusammenfassung Die Frage des Verhältnisses zwischen internationalen und litauischen Wörtern ist komplex und vielschichtig. Hier wird nur eine Teilfrage dieses Problems untersucht – die Synonymie internationaler und litauischer Wörter in der Terminographie. Die Untersuchung des Materials erlaubt folgende Schlussfolgerungen: 1. Die Synonymie internationaler und litauischer Termini ist reichhaltig und vielfältig. 122 2. In der Terminographie wird sie differenziert dargestellt. 3. Die differenzierte Darstellung der Synonyme entspricht nicht vollständig der realen Typologie der Synonymie. 4. Die Art der Darstellung der Synonymie von Artbestimmungen widerspricht bisweilen der Darstellung der Synonymie von Gattungsbegriffen. 5. Die Prinzipien der differenzierten Darstellung der Synonymie in Terminologiewörterbüchern werden nicht dargelegt; der Leser muss sie selbst erschließen. 6. Die Prinzipien der Darstellung der Synonymie werden in der Praxis zufriedenstellend umgesetzt; lediglich Paare sich wiederholender Synonyme werden in ein und demselben Wörterbuch oder in verschiedenen Wörterbüchern bisweilen unterschiedlich dargestellt. 7. In der Synonymie internationaler und litauischer Termini treten in erheblichem Maße separate Synonymie und nichtäquivalente Polysemie einzelner Glieder synonymischer Paare auf. 8. Es gibt Fälle, in denen internationale und litauische Synonyme nicht miteinander verknüpft werden; sie sind jedoch vergleichsweise selten. 9. Litauische Äquivalente internationaler Termini werden nicht ganz ausreichend genutzt, und ihre Bildungspotenziale sind keineswegs ausgeschöpft. 10. Eine semantische Differenzierung internationaler und litauischer Synonyme ist nicht häufig. 11. In der litauischen Terminographie lässt sich eine übermäßig häufige Verwendung solcher internationaler Wörter oder einfacher Entlehnungen feststellen, die in der Literatursprache bereits nicht mehr gebraucht oder nicht empfohlen werden (meist sogar ohne normative Kennzeichnungen). 12. Die Untersuchung der Synonymie internationaler und litauischer Termini, die Beschäftigung mit ihr und ihre Normierung sind ebenso notwendig wie die Weiterentwicklung der Prinzipien ihrer Darstellung und praktischen Umsetzung. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Fachleuten und Sprachwissenschaftlern.