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Žemaičių Naumiesčio šnekta socialinės lingvistikos požiūriu

Janina Janavičienė; Zigmas Zinkevičius

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SPRACHEN KONTAKT LITAUEN TSR LITAUISCH KALBOTYROS FRAGEN XXIII (1983) Ioannina JANAVIČIENĖ, ZIGMAS Die Schnekta nimmt eine kleine Fläche im nordöstlichen Teil des Bezirks Šilutė bei der ehemaligen Stadt Šilutė ein. Klaipėda Land Grenzen, Dies ist die Stadt — Žemaičių Naumiestis ir 27 Dörfer: Palėndriai, Sugintai, Grygeliškė, Vanšgiai, Cipariai, Paūpariai, Snūkaliai, Venckai, Pūšusčiai, Rimženčiai, Brokoriai usw. ir Ši Gespräch erstreckt sich über 8 Kilometer von Degučiai bis Ūžlaukė (2 km vor Gardama- ), etwa 9 km von Sugintū bis Girininkai und etwa 14 km von Paléndriy bis Meškinė. Auf den Dialektkarten wird das Gebiet dieser Schnekte als Grenze zwischen den südlichen Semiten von Raseiniškis und Varniškis geführt: der nördlich-- westliche Teil der Schnekte bis Ž. Naumiestis und Ž. Naumiestis selbst wird den Varniškis zugeordnet, und das restliche Gebiet der Schnekte — den Raseiniškis. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Das gesamte Schneckengebiet sollte den Raseiniern zugeordnet werden. Die Grenze zwischen Varniškiai und Raseiniškiai sollte nicht durch Ž. Naumiestis selbst verlaufen, sondern weiter nach Norden, in der Nähe von Gardamo. Die letzten Dörfer, die den Raseiniken zugeordnet werden können, sind Rimženčiai, Kūadagiškiai, Brokoriai, Šyliai, Meškinė (Sisikaimas ist tief in das Gebiet der Varniškiai eingedrungen, aber die Verwandlung an, am, en, em on, om, en, em wurde hier nicht bemerkt), Girininkai 1, Girininkai 2 (oder Vainūto Girininkai- ), Vainutas, Kivyliai. Die Besonderheiten von Varniškiai haben bereits Bértininkai, UZlaukė, Gatdamas, Kukuiliškė, Pypliškė, Juškaičiai, Dargiškė, Gorainiai, Bikavėnai. Somit bleiben im gesamten Schnecktgebiet von Ž. Naumiestis die unversehrten an, am, en, em erhalten. Die Einheimischen sagen, dass nur die „Schwenker“ (so bezeichnen sie diejenigen, die die Eigenschaften der Varniški besitzen) Zgnsis ‚Zasis‘, ons ‚er‘, komps ‚Ecke‘ usw. aussprechen. Z. Naumiesčio Schnekt mit den Raseiniškis verbindet auch die Tatsache, dass in ihm der Strich nicht abgezogen wird, während die „schwekšnaliai“ — bereits abziehen. Von den anderen Rassen unterscheidet sich die Sprache von Ž. Naumiestis durch eine intensivere Ermaitisierung. So befindet sich hier z.B. die feste Vorsilbe auf der ersten Zweistimmigen, z.B. a. sg. dangu "Himmel" (vgl. andere Raseiniškių danigu). Die kurzen Vokale w, i verbreiten die Vertreter der Schnekt stärker als andere Raseinier: hier kommt ihre Aussprache dem 9, ę sehr nahe, stimmt aber nicht mit dem 9, ę der „Svekšnalis“ überein. Bei der Aussprache der eindeutigen 9, ¢ nur in der Ecke zwischen den ehemaligen beobachtet. Die Grenzen des Landes Klaipėda und die Grenzen von Varniškiai. Es muss aber gesagt werden, dass im Gespräch nicht in allen Fällen w, i verbreitet sind. Manchmal werden sie eng gehalten. Wovon das abhängt, muss noch untersucht werden. Die Autoren des Artikels neigen zu der Annahme, dass diese Doppelheit der Aussprache (dasselbe Wort oder dieselbe Form kann auf beide Arten ausgesprochen werden) durch die Verwechslung der Sprache der lokalen Schnekten und der sogenannten Litwinen (über die wir bald sprechen werden) entstanden sein könnte. Außerhalb des Schneckenbereichs wurde diese Doppelheit nicht beobachtet. Beschreibendes Schnekta zeichnet sich noch durch die Monophonisierung der zweistimmigen ai, ei in der Enden und des Substantivobjekts in der Wurzel aus, z. B. n. pl. dd'kta' 'Sachen' (südöstlich von. 102 Schnecken werden mit Diktat ausgesprochen). Anstelle von a im Wurzeln des Substantivs namas gibt es hier u, z.B. n. pl. numa ‚Haus‘. Von den morphologischen Merkmalen ist vor allem die Tatsache zu nennen, dass sie im Gespräch die Zweizahl verwenden. Substantiv-/Stammformen (weiblicher Geschlechts) werden häufiger durch čkamiené ersetzt, z.B. goose (ausgesprochen Zansie) "Gans", dnksté (d'okšti) "Stirn". Der Singular und der Plural des u-Stamms der Adjektive haben ijde-Stammformen, z.B. a. sg. draiisi (drūnsi) "mutig", n. pl. rambi 'rambiis'. Es wird das Pronomen der III. Person aūis (ans) ‘er’, f. ana ‘sie’ verwendet. Anstelle der a. pl. Formen mūs, jūs werden wir, jūs verwendet. Die dritte Person des Verbes biiti in der Zukunftsform hat die Form lesz ‘wird’. Diese Eigenschaften haben andere Raseiniai, vor allem im Südosten des Schneckt-Gebietes, nicht oder sie treten dort selten auf. Das vielleicht auffälligste Merkmal des Schneek ist jedoch, dass es stark vom Deutschen beeinflusst wurde. Es gibt viele verschiedene Germanismen im Schneewittchen-- Sprachgebrauch. Denn sie ist ganz in der Nähe des ehemaligen. Die Landschaft von Klaipėda. Jahrhundertelang war es dem deutschen Einfluss ausgesetzt. Praktisch jedes fünfte Wort in der Sprache der Schnecken-Urvölker ist deutscher Herkunft. Besonders häufig sind Germanismen im alltäglichen Wortschatz. Deutsch fast alle Baubegriffe. Hier sind ein paar Beispiele aus der Germanistik: negelys “vinis’, reim (ri“ms) “Gürtel”, ruimas (riiims) “Ort, Raum”, rumbas (rirmps) “Gürtel”, spūtas (spac) “Schaufel”, sténderis “Pfosten im Zaun”, šimelis “Siebtes Pferd”, §méras (šmūors) "mal", $pykis "Fahrradspeiche- ’, Stapnotelis (Stapnuotelis) ‘Stricknadel’, Starkus ‘fest’, strikis ‘Seil’, štūlė ($tel'i) ‘kédé’. Sie sind oft stark litauisiert und erhalten litauische Suffixe, z.B. rufidinas (ritndins) "rund" (gebildet aus ruridas < dt. rund nach dem Beispiel kūpin, sklidinas), vaktioti (vaktū'ti- )'schützen' (mit litau. -idoti, p. Ze. -i'ti), adv. giliukingai (g'il'uk'i'oga) "glücklich" (Ableitung von giliūkis “laimé’ mit -ingai nach dem ldimé: glücklich Muster). Bis zum Zweiten Weltkrieg war der Dialekt weitgehend von anderen Dialekten isoliert, es gab kaum eine gemeinsame Sprache. Und jetzt kommt es oft vor, dass der einheimische Mensch, gefragt, wie wir in der allgemeinen Sprache diese oder jene Sache nennen, nichts sagen kann. Aus der Sicht der Soziallinguistik ist diese Sprache am interessantesten, weil auf ihrem Gebiet viele sogenannte Litauer leben, d.h. Litauer des evangelisch-lutherischen Glaubens, die aus dem ehemaligen Königreich Litauen hervorgegangen sind. Klein-Litauen (Klaipėda und Ostpreußen). Man muss davon ausgehen, dass sie einen erheblichen Einfluss auf die lokale Semgallenische Sprache hatten, sie halfen, sie von den anderen Sprachen der Region zu unterscheiden, besonders der deutschen Sprache. Neben den Litauern lebten früher auch viele echte Deutsche im Schneckengebiet. Es gibt auch ein russisches Dorf der Alten —Sugintai. Das kleine Schneckengebiet ist also sprachlich sehr vielfältig und komplex. Bis zum Zweiten Weltkrieg schnappten sich die Litauer das Gebiet! lebte sehr viel. Die Einheimischen bezeichneten sie üblicherweise als „Deutsche“ oder „Preußen“. In Naumiestis machten sie sogar mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung aus. Viele von ihnen waren auch in den Dörfern, vor allem in Paūpariai? (zwischen Z. Naumiestis und Vainutas- ), sogar hinter den Schnecken riby®. Jetzt ist die Zahl der Litauer gesunken, aber trotzdem sind sie noch ziemlich zahlreich, es scheinen über 600 Menschen zu sein. 1 So nannten sich die Litauer von Kleinlitauen. Und jetzt verwenden alte Leute diesen Begriff oft £ In der Interpretation der Einheimischen stammt der Name vom lateinischen Wort pauper "arm". * Sie wurden von P. Jonikas in der 1939 veröffentlichten Beschreibung des Pagramantis-Schnekts (S. 2—3) erwähnt, aber ihre Sprache wurde nicht ausführlicher behandelt. 103 Gausu Ž. In Naumiestis, Midveriuose, Sugintuosė, Palėndriai, gibt es ir andere Schneckendörfer, sowie Schneckengrenzen, insbesondere už Vainutė ir jo in der Umgebung. Abseits der Brücke. Die Zahl der jų Einwohner in Klaipėda Land nimmt ab. Einer der iš Gründe für die Entstehung der Litauen in diesem Land, wie angegeben K. Alminauskis in seinem Vorwort zu Die Germanismen des Litauischen. Teil 1: Die deutschen Lehnworter im Litauisch. K. (Datum nicht angegeben), S. 12), war die Migration von Landarbeitern aus Kleinlitauen nach Žemaitija XIX a. ir XX a. Anfang. Damals zogen die Litauer hier mit su ihren ir scharfkantigen Klingen auf den Schultern, um Geld zu verdienen. Darüber sprechen sie jetzt selbst und erinnern sich an die Geschichten ihrer Väter und Großväter. Die Litauer aus Vainutis haben von ihren Eltern und Großeltern gehört, dass von jenseits des Nemunas, vor allem aus Tilžė und Ragainė, je 5-6 Männer mit Sprengkörpern gekommen seien und innerhalb einer Woche einen ganzen Haufen ausgehauen hätten. Sie wurden nicht mit Geld, sondern mit Getreide belohnt, besonders diejenigen, die kein eigenes Land besaßen. Das Leben jenseits des Nemunas war schwieriger, deshalb zogen die Menschen nach Žemaitija, ein Teil von ihnen blieb auch hier. Ein weiterer Grund für die Migration war die zunehmende Germanisierung von Kleinlitauen, vor der die Menschen auf die andere Seite der Grenze flohen. Die Flüchtlinge lebten damals (und teilweise auch heute noch) weitgehend isoliert von der Region Žemaitija. Es gab nur selten gemischte Ehen. Aber ansonsten verstanden sie sich gut mit den Zemgalen. Das verhältnismäßig geschlossene Leben der Litauer half auch, die Besonderheiten ihrer Sprache zu bewahren. Dazu trugen die bis heute noch verwendeten alten, religiösen Bücher bei, die vor 1-2 Jahrhunderten in gotischen Buchstaben herausgegeben wurden, insbesondere Gesangbücher, Evangelien. Wenn man sich die Sprache der Litauer anhört, sieht man deutlich, dass sie aus dem Gebiet des westlichen Hochlanddialekts von Kleinlitauen stammen. In ihren Ausführungen erkennen wir leicht Herrn Schleicher und Herrn Frattini. Die Grammatik der kurländischen Sprache. Das ist besonders deutlich, wenn es um religiöse Themen geht. Dann kann man eine Reihe von Spracharchaismen hören, z.B. wo ich esmi'esu', esme'sind', dengu ii Aufstiegstag 'i dangy...', schreie maniéspi in Not°...zu mir...' (erzählt und meint), dass du ausgeschlossen bist “...ausgeschlossen bist” usw. Ansonsten ist die Sprache jedoch bereits stark von der einheimischen Schneek beeinflusst. Es gibt viele benachbarte oder doppelt ausgesprochene morphologische Formen des samogitischen und des westlichen hochsorbischen. Zum Beispiel fallen die zwei- (oder sogar dreifach) ausgesprochenen kurzen Vokale w, i auf: sie werden im Semgallenischen verbreitert (ein wenig oder sehr) und schmal gehalten. Die Diftonge uo, ie können hier unberührt bleiben oder ihre südsemitischen Entsprechungen #, i haben, z. B. sagt 3. praes. šviččia und §vi't. Darüber hinaus ist noch die aus Kleinlitauen mitgebrachte Verwechslung dieser Zweistimmigen mit den langen Vokalen 0, ė erhalten geblieben, die durch die selbständigen o, ė Entsprechungen uo, ie noch verstärkt wird. Zum Beispiel sagt man sesud und sesd, piens pēns ir "Milch", g. sg. f. tds tuds, ir neben praes. 3. Schweinefleisch (und der degressiven Variante §viet) || §vi‘t sagt noch švėt "leuchtet" usw. Im Allgemeinen verwenden die Litauer die meisten verschiedenen Dubletten, wenn sie über religiöse oder andere Themen ne sprechen. Dann kann man oft nur bestimmte Überreste der alten litauischen Sprache in der heutigen Sprache beobachten Ž. In: Landkreis Neustadt. Diese Überreste sind jedoch noch recht deutlich erkennbar und unterscheiden sich insbesondere von der üblichen jų zemgalischen Dialektsprache. Be Was gesagt wurde, die heutige litauische Aussprache ist noch charakteristisch für die & Verengung des Dialekts, sogar die Übersetzung mit einem zweistimmigen ie, z.B. ėžers 'ežeras', mies ‘wir’, gi‘vienims ‚Leben‘, miedei "Bäume", pri" Winter "prie In: SG. a. Diesini "rechts". So... 104 dž wird stark verkürzt, z. B. adv. 3. méok "wenig", švėnt "heilig, vollständig- ", 3. praes. kėt "ketina', kvieč "kviečia', meld "betėja', a. sg. Kit ‘kita’, adv. Der Name bedeutet so viel wie „der, der auf der anderen Seite“ oder „der, der neben der anderen Seite“ oder „der, der neben der anderen Seite“. Die Pluralendung -ę des Vergangenheitsteilnehmers wird durch -ei ersetzt, z.B. susirivkei "versammelt", atvaZidvei *atvažiavę', parūšei "unterschrieben" usw. In einzelnen Wörtern kommt anstelle von a ein e vor, z.B.: dengus „Himmel“, kateliks (und katiliks) „Katholik“, tarnevdu „ich diente“ (aber tarndva „diente“), apkréuti „belasten“. Explosive Konsonanten werden mit stärkerer Aspiration ausgesprochen. Es scheint eine geringere Palatalisierung des Konsonantismus gegenüber den Präsensvokalen zu geben. Von anderen Besonderheiten des Konsonantismus ist die Aussprache von žvū'gi(<Zvdge) "Kerzen", žvagūti "Kerzen", Sugilis(< šiūgžlės) "Müll", artimieji "Nahestehende" zu erwähnen. Von den morphologischen Merkmalen ist die Konstruktion des Präfixes in mit dem Endstück zur Bezeichnung des Ortsnamens zu beachten, z.B. į bažnyčią (i: bažni"či) buvau "kirknyčioje...', į Ameriką *Amerikoje', gyvenū į Silute *...Šilutėje- ', į namūs 'häuser', der reichliche Gebrauch von Zweizahlformen (ju treten sehr unterschiedlich auf, z.B. judau abūdau 'beide gehen', abidvau kvieti 'beide riefen'), häufige Formen von nominativen Pronomen (z.B. jiejai negal paréit'sie..- .', mdn gdila jūjų“...jų', tas būva josis vaiks“... jos vaikas’), Formen der Zukunftsform ohne -i-, z.B. Zisu „Ich gehe’, 1. Pl. &isme || čisma, 2. Pl. čiste (letztere Eigenschaft ist auch für die lokalen Semiten charakteristisch, nur diese monoftongisieren den Zweisprachigkeit der Wurzel). Häufig werden unpräpositive Formen von Verben in Fällen verwendet, in denen die allgemeine Sprache Präpositionen hat, z.B.: aš tdu sakysu „...sage ich“, buvo ėjęs (ėjis) *„...gegangen“, man (spricht auch mani‘, mūni“) tika „es gefiel mir“. Substantive sind oft von einem anderen Stamm (und Gattung), z.B. rūka'reich', gans (ža'sie) 'gans', nérvos (nervas) 'Nerven', šūlinė (šūlini) 'Sulinys', kepena 'Leber' (vgl. kepena užvirto 'wurzte'). Nicht wenige Wörter werden anders ausgesprochen, z.B. lietuvys "litūvis" (n. pl. lietuviai, g. pl. lietuviū...), vokietys (uok'ieti's) "vėkietis' (deutsche.- ..), ligi rūgpjūčio (rūkpju'č'i) "bis August", stalai "tische", mokytas "gelernt", voc. sg. Göttin (d'iev'i) "Vater". Die Deminutiven von Substantiven mit den Suffixen -ytis, -ditis (spricht -d'tis) werden häufig verwendet, z.B. ožkytis (uošk'itis) 'Ziege', antytis 'Ente', érytis| érditis (jieri"tis, jierd-tis) 'Lamm', kalakutytis 'Pute', verSditis (veršd'tis) 'Pute', vefimditis (veZimd-tis) 'Wagen'. : In der Syntax gibt es viele deutsche Konstruktionen, z.B. prirovnával od dvoji vaikg (mr...vaikir) "gab ein Gleichnis über zwei Kinder', manes dėl (manis diel) "wegen mir', pasaké na to brata (ant tio brieli) "sagte über den Bruder', ait ilgo laiko "für eine lange Zeit'. Häufig endet der Satz mit einem Präpositional: nagy turgus volt "war ein großer Markt", emberek átlagnyi összegyűltek voltak (susiriokei volt) "... waren versammelt", nagrisdu ebben a világban lenni "wurde... eingeweicht". Im litauischen Wortschatz gibt es besonders viele deutsche Leihwörter, z.B. bdnkas und beiikis "Sitzbank', bėrštas (bė'ršc) "Plaušinė', briliai (bril'e) "'Brille', dišerbankas "Tischlerei-Schublade', élskis "Krawatte', gardynos "Užuolaidos', kedelys 'Rock', lšpkė (I'i'pk'i) "liemene', muldė "Kuchen-Gelbe uZmaiSyti', mūlda "langes Rétis mit Griffen', šitūlė "Schule', styfeliai "Schuhe', ufliupas "Urlaub'. Die Fremdwörter sind meist stark adaptiert, haben litauische Suffixe und Endungen, die im Semgallenischen ausgesprochen werden, z.B. inf. berštūoti (berštū*ti) "reiben, waschen" (mit -uoti, z.B. že. -tti), dryveliuoti "deutsch brummen", šlektūoti 105 "schlecht fühlen', schnarchen (Groaning) "Pferde bürsten- ", bürsten "Spaß haben", adv. Schweinefleisch (Aufmerksamkeit) "schlecht, schwach". Es gibt jedoch nicht ir anpassbare Wörter, wie z. B. "Großmutter", fipapa "Großvater" (Bd. Kuchen ist Mamas Wort? Dame König "gib es dem Großvater"). Manchmal werden sogar litauische Wörter nach deutschem Vorbild verarbeitet, z.B. kiaulerijė (k'aul'er'iji) "Schweinerei" (Bd. Vok. Schweinerei). Die alte litauische Sprache ist gegenwärtig schnell untergegangen. Seine Elemente wurden nur von älteren Menschen mehr erhalten. Die Sprache der ir Litauer der mittleren Generation, insbesondere der Jugendlichen, ist heute ir iš stark von der allgemeinen Sprache des lokalen Schneekt-Teils der Semiten beeinflusst. Es kommt nur sporadisch vor Kleine Einführung in die grammatische ir Struktur der deutschen ar Sprache. Denn die frühere Verschlossenheit dieser ethnischen Gruppe, insbesondere unter jungen Menschen, ist in letzter Zeit rasch zurückgegangen. Auch religiöse Einschränkungen werden heute oft nicht mehr beachtet. Es entstehen gemischte Familien. Die Sprache der jungen Litauer, die in den Wirbel des neuen Lebens eingebunden sind, wird immer stärker sowohl von der lokalen Semgallenschnekte als auch von der allgemeinen Sprache beeinflusst. Der Einfluss der letzten wächst jetzt in dieser Gegend. Sie wird insbesondere durch die Schule, die Presse, das Radio, das Fernsehen, schließlich durch alle kulturellen und wissenschaftlich-technischen Fortschritte auf dem Lande verstärkt. Aus dem, was hier gesagt wurde, geht hervor, dass im Gebiet der Naumiestis-Schnekte derzeit sehr komplexe und aus soziallinguistischer Sicht interessante Prozesse stattfinden. Sie müssen genauer untersucht werden. Dies könnte nicht nur Material für theoretische Verallgemeinerungen der Soziallinguistik liefern, sondern auch dazu beitragen, den komplexen Entstehungsund Entwicklungsprozess unserer heutigen gemeinsamen Sprache, die ihren Ursprung in Kleinlitauen hat, besser zu verstehen. Ss. 3. Auflage, 3. Auflage. 3MHKSABUYIOC T'OBOP OKPECTHOCTEW KEMAWYIO -HAVMECTHUCA B COILIMOJIMHIBUCTHYECKOM OTHONEHHH Pezome CTaThs NOCBAIICHA H3YYCHHIO CIOKHON JIMHIBHCTHYECKOH CHTYALHH, CJIOXHBINeEHCA B CEBEPOBocTouHoH yactu IliunyrTekoro p-Ha JIutoBckoit CCP, B OKPECTHOCTSX HaCejJieHHOTO TryHKTA XKeMaiuro -Haymectrca. 3meck Ha HeOOJIbmol TEpDpHTOpHH MOXHO HaOJIOJIATL B3aHMOJICHCTBHE JIKATOBCKOTO JIMTEPATYPHOrO A3bIKa, MECTHOTO XEMAHTCKOTO JHAJICKTa H JIKAJIEKTA T. H. JIETYBHHHKOB (JIKTOBIJEB, IEDECEJIHBINHXCHA CIOJIa B XIX —XX BB. #3 Obis., Bocrounojii IMpyccun u KnaitneackoTO Kpasi), He CYHTas PYCCKOTO H HeMENKOTO fA3bIKOB. 'iaBHOe BHHMAHHE COCpejlOTO4HBACcTCA HA H3Y4eHHH JIMAJICEKTA JIETYBHHHKOB: PACCMATPHBAIOTCA BOMPOCH! Ich bin ein Mann, der weiß, was er will. J. JANAVIČIENĖ, Z. ZINKEVIČIUS DER DIALEKT DER ORTSCHAFTSGRUPPE ŽEMAIČIŲ NAUMIESTIS (KREIS ŠILUTĖ) AUS SOZIOLINGUISTISCHER Sicht Zusammenfassung Der Artikel unternimmt die Untersuchung einer sprachlich komplexen Situation im Nordosten von Šilutė (Litauische SSR), in der Umgebung der Lokalität Žemaičių Naumiestis. Auf diesem kleinen Gebiet kann man die Wechselwirkung von Standardlitauisch, dem lokalen samogitischen Dialekt und dem Dialekt der sogenannten Lietuvninkai (d.h. Litauer, die im 19.-20. Jahrhundert aus dem ehemaligen Ostpreußen und der Region Klaipėda hierher kamen) beobachten, ganz zu schweigen von Russisch und Deutsch. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Lietuvninkai-Dialekts, der Frage nach der Entstehung des Dialekts, der Entwicklung seiner Unterscheidungsmerkmale sowie seiner Wechselbeziehung zum lokalen samogitischen Dialekt.