scieee AI-readable full text Open interactive document viewer

Gervėčių šnektos ištiktukai

Jonina Lipskienė

Full text

LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI, XXVIII (1989) KALBŲ RYŠIAI IR SĄVEIKOS JONINA LIPSKIENĖ DIE INTERJEKTIONEN DES GERVĖČIAI-DIALEKTS Neben den eigentümlichen und anschaulichen Wörtern wurde in der Umgebung von Gervėčiai, der kompaktesten litauischen Sprachinsel auf dem Gebiet der Belarussischen SSR, eine beträchtliche Zahl von Interjektionen aufgezeichnet. Mit ihnen werden durch verschiedene Faktoren hervorgerufene Geräusche, Bilder oder Empfindungen ausgedrückt. Angemessen und maßvoll verwendet, bereichern Interjektionen die Sprache und machen sie lebendiger und anschaulicher. Diese Eigenschaften der Interjektionen nehmen wir beim Lesen beispielsweise von M. Valančius’ „Palangos Juzė“ deutlich wahr, wo sie besonders häufig verwendet werden. Wie auch in anderen litauischen Dialekten lassen sich die Interjektionen von Gervėčiai ihrer Herkunft nach in verbale, z. B.: kilst: kélti — Kāp tik kilst pāduška, tai ir vėl' rėk't' | slýst: slýsti — Dė, dė (dėjo) kōjas, slýst' t' (stürzte hin), und nachahmende¹ einteilen. Von den Letzteren wurde wesentlich mehr aufgezeichnet. Ihre Bildung und Struktur sind sehr vielfältig und ahmen Geräusche oder Bilder nach, die durch irgendeine Handlung hervorgerufen werden, z. B.: blākt — Ir blākt' ugnelė ažgėso | klākt — Papadrebėjo anā kārves, klākt ir griūvo | cāk, cāk — cāk, cāk atbėga anā. Nach den wesentlichen strukturellen Merkmalen sind diese Interjektionen überwiegend einsilbig, es gibt aber auch zweisilbige und seltener dreisilbige, z. B.: lýžt, turlum, šebu-lāikšt. Nach der Lautstruktur des Wortausgangs lassen sich viele Interjektionen des Dialekts in solche mit und ohne Formans einteilen. Interjektionen, die Geräusche nachahmen, die mit verschiedenen Bewegungen verbunden sind, oder Bilder ausdrücken, die während einer Handlung entstehen, sind häufig einsilbig und enden auf das Formans t. Dieses Formans kann auf verschiedene Konsonanten folgen, vor allem auf k, m, p, s (z. B.: mākt, pliōmt, cāpt, kliūšt) oder auf Konsonantenverbindungen ks, kš, mp, ms, nk, rp (z. B.: vikst, pýkšt, pūmpt, krāmst, dzinkt, virpt). Viele dieser Interjektionen drücken nicht die Handlung selbst aus, sondern ergänzen, verstärken und veranschaulichen lediglich das dadurch hervorgerufene Bild, Geräusch oder Empfinden, vgl.: Stākt' atsistojo ir sāko | Ānas až būteliaus ir pliōmt: „Išgėrsim“ | Cāpt až vuodegōs ir pagōvė | Tèp bōba kāp kliūš't' [mit kochendem Wasser], tai ti ir nusmiūko paūstis (das Haar) | Ānas vikst' ir nubėgo | Pýkšt' tvōrą razlāužė | Pūmpt' obuolys ir nukrito | Aš tā dėšrą krāmst' | Dzinkt' nōsin, ir ankāndo bitėlė | Vilkenyčià (Wölfin) virpt' péršoko… Manchmal werden neben einigen Interjektionen mit dem Formans t parallel kürzere Entsprechungen ohne t verwendet, z. B.: Ė kōl' māno gerklė nė kuolù ažkištā, nė ratù ažsuktā, tai aš šmirš' sù paršeliù | (vgl. Ānas šmir kšt vidūn) | Ir pūkš, ir neūlīpė dangūn (vgl. Lipė, lipė, pupā — pūkšt, ir krito). 1 Grundlage waren Materialien, die die Autorin während einer Expedition 1970 aufgezeichnet und aus einigen Sammlungen erzählender Folklore im Folklorefonds des Instituts für Litauische Sprache und Literatur zusammengetragen hat. 118 Von nichtformantischen Interjektionen sind weniger aufgezeichnet. Sie enden meist auf unterschiedliche Vokale, Diphthonge oder Konsonanten und ahmen häufig die Stimmen von Insekten und anderen Tieren oder Geräusche von Gegenständen nach. Fast immer wird dieselbe Interjektion zwei-, drei- oder sogar viermal wiederholt, um die Dauer des Handlungsklangs hervorzuheben. Manche nichtformantischen Interjektionen ergänzen die Handlung oft lediglich und werden verwendet, wenn man entweder die längere Dauer einer nicht abrupten Handlung oder die Geräusche, Empfindungen und Bilder einer abrupten Handlung eindringlicher beschreiben oder darstellen möchte, z. B.: Bù-bù-bù – da erschrak sie – sie geht | Bù-bù-bù, wie sie zu trampeln begann | Bžỹ, bžỹ – das Bienchen fliegt | Triù-riù-riũ, triù-riù-riũ, haben wir etwa Bären, Elche, Füchse und Wölfe gesehen? Das Bienchen fliegt zizỹ, zizỹ von Blume zu Blume | Sāko brōlio – da geht nur das kleine Feuer ti – žiù-žiù, žiù-žiù | Āū-aū, aū-aū, die Hündin bellt | Bař, bař, bař, das Mädchen knallte [mit dem Gewehr] – die Enten kamen herbei | Cak, cāk, cāk, sie fliegt: „Panuvės, pavežė (fahr uns hin, nimm uns mit)“ | Muř, muř – keine Zeit, ich esse Speck | Und das Mäuschen lief hinter dem Ofen hervor – dzi-liñ’, dzi-liñ’, dzi-liñ’ | Tā́p, tāp, tāp – da geht er mittendurch | Der Hahn klopfte wieder tuñ, tuñ, tuñ. In der Mundart sind nachahmende nichtformantische Interjektionen aufgezeichnet, die ausschließlich aus lang anhaltend ausgesprochenen Konsonanten bestehen. Mit ihnen werden Geräusche wiedergegeben, die am stärksten mit dem gehörten Klang assoziiert werden, wenn man den jeweiligen Konsonanten oder eine Konsonantenverbindung ausspricht, z. B.: Kùtas (ein Geistwesen)… als wäre es ein Stern, žžžž, und er kam an | Man hörte sie – žžž, sie summt, sie nagt an den Bäumen (im Wald) | Nur die Eiche, pṛṛṛ, und Ivonėlis flog davon | Dann, als ich mich erschrak, machte das Pferd nur fṛṛṛ und galoppierte vorbei. Zu dieser Gruppe gehört wahrscheinlich auch eine Interjektion, die aus einem lang ausgesprochenen Vokal zwischen zwei Konsonanten besteht, z. B.: būūūūch: Und die Birke machte nur būūūūch – sie stürzte um. Zu den nichtformantischen Interjektionen zählen vermutlich auch die bereits erwähnten Interjektionen ohne das Formans t, die analog als Ersatz für formantische Interjektionen verwendet werden, z. B.: Plàs, plàs, der Vogel flog auf und fiel hin | (vgl. Pakìlo, plàst’, plàst’, plàst’, plàst’ und flog davon) | Er flog über die Grube, täuschte sie, täuschte sie, sprang mit einem Satz hinüber, weißt du, die Schweine | (vgl. Das Mäuschen flog nur mit einem Satz davon – der Bär traf das Mäuschen nicht) Tā́p, tāp, er trat auf die Erde (vgl. Tāpt’, tāpt’, der Bär geht ins Haus). Aufgezeichnet sind Interjektionen, die für die Mundart von Gervėčiai und den östlichen Teil des litauischen Sprachgebiets charakteristisch sind. Anstelle der standardsprachlichen Interjektionen šliūkšt, šliūkšt, triōkšt sagt man hier šlikšt, kriāukšt, kùks(t), z. B.: Dann wieder, wie ein šlikšt-Wolf (| ein šlikšt-Wolf) riss er sich los [riss ab] und flog mit dem Pfosten in den Wald | Kriāukšt’, und der Ast brach oben ab | Ich werde hinter dem Zaun kùks einen Stock nehmen, na, sage ich, und draufhauen (schlagen). Im Kontext eines Märchens werden die eigentümlichen und interessanten Interjektionen šamākšt, šebulāikšt verwendet, die den standardsprachlichen šāst, šmākšt entsprechen, z. B.: Er warf sie šamākšt’ in den Ofen | Šebulāikšt’ in den Ofen und schleuderte sie hinein, den Ofendeckel (vgl. auch anschauliche Interjektionen für plötzliches Gehen: Er huschte nur schmirks’ ins Haus). Das Bild und die Bewegung eines verlöschenden Feuers werden in der Mundart mit der Interjektion blākt bezeichnet, die den standardsprachlichen plūst, plūpt entspricht, z. B. Und blākt’ erlosch das kleine Feuer. Für eine plötzliche, flinke Bewegung eines kleinen Tieres (strìkt, strýkt) verwendet man skik, skikt, sviẽpt, vikst, viřpt, z. B.: Die Ferkel täuschten sie, täuschten sie, dann skik, skik, skik – man sah sie kaum noch | Alle Ferkel sprangen viřpt’, viřpt’, viřpt’ über die Grube | Das Wölfchen (die Wölfin) sprang sviřpt’ über sie hinweg, und ich wie ein Espenblatt 119 (Blatt) plumps | Ānas vik's't' und lief davon | Die hölzerne Ziege (Reh) war so schön — vīrp't', vīrp't' flog sie dahin. Mit derselben Interjektion werden häufig mehrere Bilder oder Geräusche ausgedrückt, die während einer konkreten dynamischen Handlung entstehen, oder sie bezeichnet die Handlung selbst: Pýkšt't' – er zerbrach den Zaun | Pýkšt't' – er schlug mit der Peitsche. Nur schùs't' jagte das Schaf in den Pferch | Schùs't' – sie warf es in den Ofen und schob es hinein | Tràkt' – da kann sie sich aufschließen, sie kann in jenes Haus gehen | Der Elch: tràkt' – vorwärts, vorwärts läuft er. Im ersten Satz bezeichnet die Interjektion pýkšt das Geräusch des zerbrechenden Zauns, im zweiten den Peitschenhieb. In anderen litauischen Dialekten sind für diese Bedeutung andere Interjektionen typischer, z. B. triòkšt für einen Zaun und pliáukšt für eine Peitsche. Im Satzkontext scheinen einige Interjektionen bisweilen nicht ganz passend verwendet zu werden, z. B. Er fliegt lāpt, lāpt mit der Gans. Die Interjektion lāpt wäre wohl eher geeignet, eine Geh- oder Laufbewegung zu bezeichnen. Flugbewegungen werden mit den Interjektionen plàst, plùst. bezeichnet. Letztere werden in der Mundart auch ohne das Formans t verwendet: Plàs, plàs flog davon (flog weg) paū́kštė; sie erhob sich – plàst', plàst' und flog davon. In der Gegend hebt die Interjektion vīrp't, die Bewegung eines kleinen Feuers besonders eigenwillig und treffend hervor, z. B.: Vīrp't', vīrp't' – das kleine Feuer flackert und wandert, wandert | (vgl. außerdem: Sāko brōlio: (| brō-luo) – da geht nur das kleine Feuer ti žiù, žiù, žiù) | Das Feuer geht vēpt', vēpt' und hat sich dort oben über mir erhoben Wie auch in anderen litauischen Dialekten ersetzen Interjektionen, die konkrete Handlungen sowie charakteristische Laute von Lebewesen oder Gegenständen bezeichnen, häufig Verben in verschiedenen Zeitformen (vor allem im Präteritum) und übernehmen im Satz die Funktion des Prädikats: Er brūkš't' die Sense in die Brennnesseln hinein | Ich čiupt' nach dem Besen – da packte mich ein solches Zittern | Er ging langsam, langsam, dann čiupt' sie am Schwanz. Mir drāms't' den Bart... Der Bär stampft nur im Staub | Sobald er kils't' aufsteht, da brüllt er auch | So ist die Alte kliūs't' [mit kochendem Wasser], da sind ihr die Haare zu Berge gestanden | Tavė knāpt' und schon trägt dich die Elster davon | Knāpt' nach jenem Jungen und trug ihn davon | Dann, kāp kōpt' über den Balken hinauf, und sie wurden übermütig | Kā́p kriū́kšt', und es fiel ihm auf den Kopf | Ich tā leckte den Honig, mán lief er mir am Bart herunter | Kā́p link't', tēp dal'g't', und der Rücken tut weh | Als er hinaufstieg, mākt' in dieses Loch hinein | Die Kuh steht ópt' da | Er ging noch näher heran, anā svȳs't' ihm ein Stück Pfannkuchen | Katūtė — ladūte... sie aß Brei und kauerte am Ofen | Kā́p trūkt', und er riss diesen Baumstumpf um | Als der Bär gerade zu singen begann, kāp turlum, da schlug er mit dem Stößel vom Ofen aus drauf | Šlēpš't' das Bein auf den Boden, šlēpt' den Besen | Ihr Bein trēpt', der Besen lēpš't' | Einmal stūk, ein zweites Mal stūk, ein drittes Mal stūk – der Tote sitzt da. Andere Interjektionen dieser Mundart stehen neben Verben verschiedener Zeitformen und sind mit ihnen entweder durch die Konjunktion „und“ verbunden oder schließen sich ihnen ohne Konjunktion an. Die Interjektion illustriert dann gewissermaßen Geräusche, Bilder oder Empfindungen, die durch die vom Verb bezeichnete Handlung hervorgerufen werden, und bildet mit ihm zusammen das Prädikat, z. B.: Brinkt' – das Messer fiel heraus | Čapt – sie erwischte ihn am Schwanz | Ich tā kaue am Speck | Die Alte kliūs't' verschüttete das Wasser | Ich tā kaue am Brot, und mir brach ein Zahn heraus | Mākt' – der Franzose starb | Pūmpt' – der Apfel fiel herunter | Stāk stand er auf und begann. Um eine stärkere Wirkung zu erzielen, wird die Interjektion häufig zwei-, drei- oder sogar viermal wiederholt (eine solche Verwendung ist möglicherweise weniger typisch, wenn die Interjektion allein, ohne ein Verb, steht 120 (das Wort übernimmt die Funktion des Prädikats), z. B.: Der Bär donn, donn, donn, haut mit dem Knüppel auf die Tür (| auf die Tür) | Kvàkt’, kvàkt’ hat die Henne schon gegackert, geht (geht) schaut nach den Eiern | Linkt’, linkt’ nickte mit dem Kopf und döste ein | Der Kater saß auf dem Ofen, sprang herunter und lìžt’, lìžt’ warf den Schwanz zurück und verendete (verendete) | Alle begannen, auf die Handflächen plàpt’, plàpt’, plàpt’ zu klatschen (zu klatschen) | Càp, càp tastet sie herum (tastet), schaut (schaut) — ja | Der Fuchs klopft (klopft) an die Luke — stùk, stùk | Tàp, tàp geht der Bär zum Laden | Der Wolf trýst’, trýst’ ließ alle Zicklein auskoten | Triù riù riũ̃, triù riù riũ̃ geht (geht) alle | Mit dem Fuß klopft der Hahn tuñ, tuñ, tuñ (klopft). In ein und demselben Satz finden sogar mehrere verschieden strukturierte Schallwörter schön und harmonisch Platz, z. B. Ein Rad [mit Steinpilzen geschmiert] quietscht ò jò joĩ, ein anderes — à jà ją, ein weiteres rỹ, rỹ, rỹ, und ein viertes — kuvìk — čìrik. Die ersten beiden Schallwörter erinnern an Interjektionen, doch hier geht es um das Quietschen schlecht geschmierter Räder. Schallwörter übernehmen manchmal die Funktion eines Nomens, z. B. Gib, liebe Tante, bùrbt (So sagen die Burschen, die zu Pfingsten kommen. Man muss ihnen ein Stückchen Butter oder etwas anderes geben, damit beim Hineinwerfen in den mitgebrachten Milchkrug ein Laut ertönt, der an bùrbt erinnert). Belegt sind aus Lautmalereien abgeleitete Momentanverben mit den Suffixen -telt, -tert, die eine kurze, intensive Handlung oder einen vorübergehenden momentanen Zustand bezeichnen², z. B.: bùmtelti (: bùmt) — Man musste schnell (rasch) mit dem Feuerstahl darauf schlagen, um das Feuer zu entzünden | čiùptelti (: čiùpt) — Ein Mädchen sitzt auf einem hohen kleinen Berg mit einem roten Käppchen; wer vorbeikommt, dem zwickt sie kurz | dilgtelti (: dilgt) — Den Vater (| den Vater) überkam plötzlich der Gedanke, zu den Kindern zu gehen [um die Kinder zu besuchen] | driókšterti (: driókšt) — Manchmal nieselt es aus einem kleinen Wölkchen, dann bekommt man ein wenig [Regen] | dùrstelt(i) (: dùrst) — Wenn ich durchbohre, dann durchbohre ich ganz hindurch | dūštelti (: dūšt) — Der Vogel ließ kurz einen Hauch aus (Geruch) seinem (eigenen) — in der Nase ist nichts | móstelti (: móst) — Sie winkte nur kurz mit der Hand, und schon war sie weg | pliáukštelti | pliáukšterti (: pliáukšt) — Und als es plötzlich krachte [der Blitz schlug ein], da richtete es nur drei Seelen (Menschen) ein wenig Schaden an | Pliáukšteri (klatscht) nur aus Freude in die Hände | stùktelti | stùkterti (: stùkt) — Sie nahm die Holzscheite und stieß kurz dagegen — und schlug zwölf Lanzenschäfte ab | Man muss dieses Feuerchen mit einem Rosenkranz kurz anstoßen (mit einem Rosenkranz) oder ein Kreuz darüber schlagen | Und er klopfte zweimal mit Stricknadeln gegen das Fenster (mit Stricknadeln) | švirkštelti | švirkšterti (: švirkšt) — Es pfiff kurz (pfiff) und das Pferd galoppierte zu ihr heran | Sie pfeift kurz und klatscht in die Hände | Manchmal bilden einige Lautmalereien eine Komponente einer anschaulichen festen Wendung. Zu deren Bestandteil wird eine Lautmalerei meist dann, wenn das danebenstehende phraseologisierte Wort ein Substantiv ist, z. B.: ² Tą ištiktukų ypatybę jau pastebėjo A. Leskynas, plačiau žr. jo straipsnį: Schallnachahmungen und Schallverba im Litauischen // Indogermanische Forschungen. 1902. Bd. 13. S. 165–212. 121 dingt galvōn „in den Sinn kommen“: Mān dingt' galvōn – pieną palikāu laukiōsa (vgl. Galvōn dingtele' – mōku dar dvi giesmes) | dūrst rañkā „kurz arbeiten“: Ānas tik dūrs't' rañkā ir vēl' daīros gertie (vgl. Vyras čia rañkā dūrsteri, ti dūrsteri, kokis ti jō darbas – rinkdosi ir rinkdosi) | kyšt kója „gehen, schreiten“: Āš vidun kója kyšt' – ānas živa (schnell) laukan (vgl. Tik kója kyšt' [zum Kind] – pȳksta [die Schwiegertochter] | švīkšt skūrōn „schlagen, einen Schlag versetzen“: Momā jām skūrōn švīkš't' (vgl. Āš jām gerai skūrōn švīksteriau). Lautmalende Interjektionen des Gervėčiai-Dialekts Zusammenfassung Die Arbeit beschreibt die charakteristischsten Besonderheiten der lautmalenden Interjektionen des Gervėčiai-Dialekts: ihre Herkunft, Wortendungen, Struktur und Verwendung. Einige weitere charakteristische lautmalende Interjektionen kommen nur in diesem Dialekt vor, z. B.: skikt, svīrpt, šēbulaīkšt, virpt.